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Einfluss der Beckenlänge auf den Laktatspiegel, die Herzfrequenz und die Schwimmgeschwindigkeit1. August 2007 |
Effect of Pool Length on Blood Lactate, Heart
Rate, and Velocity in Swimming
1 August 2007 |
© Felix
Gmünder, limmatsharkszürich |
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Viele Schwimmer finden es anstrengender auf der 25-m-Bahn zu schwimmen als auf der 50-m-Bahn. Die Ursache ist, dass sie öfter wenden müssen. Das bedeutet eine zusätzliche Anstrengung für sie und dass sie nach jeder Wende den Rhythmus wieder finden müssen. Bei Eliteschwimmern ist es gerade umgekehrt. Für sie bedeutet die Wendephase eine Erholungspause für die arbeitende Muskulatur (es werden andere Muskeln belastet) und die Wiederaufnahme des Rhythmuses gelingt nahtlos. |
Many swimmers find it more strenuous to swim in 25 m pools as compared to 50 m pools. The reason is that they have to turn more often, which means an additional effort, and that they have to find the rhythm of the stroke again after each turn. With elite swimmers it is exactly the opposite. For them, each turn means a break, during which the working muscles can relax (other muscles are involved in turning). Moreover, they can catch up seamlessly with their stroke rhythm. |
| Tatsächlich ist es so, dass für trainierte Schwimmer die lange Bahn viel anstrengender ist als die kurze Bahn, wie jetzt mit einer wissenschaftlichen Arbeit gezeigt worden ist (Keskinen et al.: Effect of Pool Length on Blood Lactate, Heart Rate, and Velocity in Swimming. Int J Sports Med 28:407-13 (2007)). | In fact, swimming long course events for trained swimmers is more strenuous than short course events as has been shown recently in a scientific study (Keskinen et al.: Effect of Pool Length on Blood Lactate, Heart Rate, and Velocity in Swimming. Int J Sports Med 28:407-13 (2007)). |
In der Studie schwammen elf Schwimmer zuerst wettkampfmässig 200 m Freistil auf der 50-m-Bahn. Die erzielte Zeit diente als Basiswert. Drei bzw. fünf Tage später schwammen sie 5 x 200 m Freistil auf der kurzen bzw langen Bahn. Wer zuerst auf der kurzen Bahn schwimmen musste, wurde ausgelost (Zufallsverteilung). Den ersten 200er dieser 5er-Serie mussten sie 50 Sekunden langsamer schwimmen als der Basiswert; jeden darauffolgenden 200er jeweils zehn Sekunden schneller (Lichterkette am Boden als Schrittmacher). Der fünfte 200 Zweihunderter musste mit Maximalgeschwindigkeit geschwommen werden. Die Pause zwischen den 200ern betrug eine Minute. Es wurde darauf geachtet, dass sich alle Schwimmer in Bezug auf die das Training, die Erholung und das Einschwimmen vergleichbar verhielten. |
11 swimmers were asked to swim 200 m freestyle to determine the maximal trial time (base value). 3 and 5 days later they swam a 5 x 200 m freestyle in short course and long course, respectively. The assignment who swims the short course series first was randomised. The first of the 5 200s was done 50 seconds slower than the base value; each of the following 200s was swam 10 seconds faster. The fifth 200 was done with maximum effort. Swimming speed for each swimmer was controlled using a pace maker system (light chain). The resting interval was 1 minute. It was taken care of similar training, recovery, and warm-up procedures for all swimmers. |
| Das wichtigste Ergebnis war, dass auf der langen Bahn bei gleicher Geschwindigkeit wesentlich höhere Blut-Laktatwerte erreicht wurden als auf der kurzen (Abbildung 1). Man sieht in Abbildung 1 zusätzlich, dass auf der langen Bahn bei der Maximalgeschwindigkeit mehr Laktat im Blut aufgebaut wird als auf der 25-m-Bahn. Auch die Herzfrequenzwerte waren bei gleicher Geschwindigkeit deutlich höher auf der langen Bahn; die maximale Herzfrequenz wurde bereits bei niedriger Geschwindigkeit erreicht (Abbildung 2). Wenn man die Blut-Laktatwerte und die Herzfrequenz gegen den Prozentwert der maximal möglichen Geschwindigkeit in einem Becken darstellt, wie in den Abbildungen 3 und 4 gezeigt, ist der starke Anstieg des Laktats bei Maximalgeschwindigkeit auf der langen Bahn noch besser sichtbar. | The most important result was that in the long course swims, at the same velocity, substantially higher blood lactate values were found as compared to the short course swims (Figure 1). Figure 1 also shows that in the long course test at maximum velocity, more lactate builds up in the blood than in the short course test. The heart rate values were also higher in the long course swims than in the short course swims at the same velocity (Figure 2). If the blood lactate and heart rate values are depicted in relation to the percentage of maximal velocity in a specific pool as shown in Figures 3 and 5, the prominent increase of blood lactate after the maximum swims in the long course pool can be seen even better. |
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| Die Autoren der Studie führen an, dass die Schwimmer auf der kurzen Bahn zwischen drei bis sechs Sekunden mehr Pause beim Wenden und Gleiten hätten pro 50 m geschwommene Strecke, je nach Geschwindigkeit und Wendetechnik. Diese Zeitspanne reiche aus, dass sich die arbeitende Muskulatur signifikant besser erholen und signifikant mehr Laktat abgebaut werden könne. In der Studie selber gab es diesbezüglich zwischen den Schwimmern grosse Unterschiede: Die guten Wender konnten auf der kurzen Bahn wesentlich besser von der Erholungsmöglichkeit profitieren | .The authors explain that the swimmers spent 3-6 seconds more time turning and gliding, depending on swimming velocity and turning technique. This period of time was sufficient to allow the working muscles to recover, and lactate to be cleared from the bloodstream. In the study, swimmers highly skilled in turning had the advantage of extra recovery time when turning and gliding. |
Für Trainer und Schwimmer ist folgendes von Bedeutung:
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The following recommendations can be given to coaches and swimmers:
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Leserkommentar Mitgeteilt von Dirk Thölking, Swim Team Biel-Bienne
Letztendlich wird im Wettkampf aber sowieso der schnellste Sportler gewinnen und nicht der mit den besseren Laktatwerten. |
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