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5.2. Kräftigungsübung für die Rumpfmuskulatur auf dem Sitzball (wichtig für Kraul und Rücken) [Link] .
Tipp:
Weitere Übungen können bei YouTube abgefragt werden mit dem Stichwort "Lori Briggs"

3.2. Lehrer will Atlantik durchschwimmen [weiter].
1.2. Swim coach David Marsh on Nick Thoman's Backstroke Kick
[Link]
1.2. Kräftigungsübungen für den Deltoides mit
Kleinhanteln und Sitzball für Schwimmer [Link]
1.2. Euromeet, Luxemburg, 29.-31.1.2010 [Website]
1.2. 19th International Meeting Uster, 30.-31.1.2010 [Resultate]

30.1. Höhentraining nützt nichts. Wie wir bereits vor
zwei Jahren in einem Artikel über [Höhentraining]
berichteten, ist die Wirkung des Höhentrainings auf das Leistungsvermögen
im Flachland heute umstritten. Ein neuer Artikel zu diesem Thema bestätigt
diese Erkenntnis. Die Ergebnisse der Forschungsarbeiten von Virgile
Lecoultre und seinen Kollegen an der Universität Lausanne weisen
sogar darauf hin, dass Höhentraining schädlich sein könnte,
weil es zu einer Störung des Glucosehaushaltes führe [Abstract
auf Englisch]. Das Ziel dieser Arbeit war, mögliche Synergieeffekte
zwischen Training und niedrigem Sauerstoffgehalt der Luft (Hypoxie)
herauszufinden, und den Laktat- und Glucosehaushalt unter normalen und
hypoxischen Bedingungen auf 3000 m Höhe zu studieren. Nach 4-wöchigem
Training einerseits unter normalen Flachlandbedingungen (Gruppe 1),
andererseits unter hypoxischen Bedingungen (3000 m, Gruppe 2) wurde
in Bezug auf das Leistungsvermögen auf normaler Höhe bei beiden
Gruppen eine eindeutige Leistungsverbesserung gemessen, aber es wurde
kein Unterschied festgestellt. Das Höhentraining zahlte sich also
für die Leistungsfähigkeit auf normaler Höhe nicht aus.
Auch das Laktatabbauvermögen wurde durch Höhentraining nicht
verbessert. Hingegen wurde entdeckt, dass während des Höhentrainings
die Blutkonzentrationen des Insulins und der Glucose deutlich erhöht
waren. Die Ursachen dafür müssen weiter erforscht werden.
Lecoultre empfiehlt Übergewichtigen und Diabetikern nicht in der
Höhe zu trainieren, und das Höhentraining grundsätzlich
zu überdenken, da der Nutzen nicht nachgewiesen werden kann.

29.1. Australiens Schwimm-Cheftrainer zurückgetreten. Zweieinhalb
Jahre vor Olympia in London stehen Australiens Schwimmer ohne Cheftrainer
und Sportdirektor da. Alan Thompson legte am Freitag beide Ämter
nieder. Offiziell begründete er seinen Schritt damit, dass der
Verband beide Posten in Zukunft trennen wolle. "Ich bin mit der
Trennung der beiden Funktionen nicht einverstanden", sagte Thompson,
der seit 2005 als Chefcoach tätig war. Allerdings stand Thompson
zuletzt auch unter Druck. Ihm wird "ungebührendes Verhalten"
gegenüber Schwimmern vorgeworfen. Der Verband hatte daraufhin eine
Untersuchung eingeleitet, die noch läuft.

28.1. Ungarische Schwimmerin Szepesi ein Jahr gesperrt (dpa)
- Die ungarische Schwimmerin Nikolett Szepesi ist wegen eines Verstoßes
gegen die Doping-Bestimmungen für ein Jahr bis zum 22. Januar 2011
gesperrt worden. Das wurde am 28. Januar bekannt und von der FINA in
Lausanne bereits bestätigt. Szepesi hatte im Dezember 2008 ihren
Rücktritt erklärt, vorgeschriebene Tests aber ignoriert, nachdem
sie wieder in das Wettkampfbecken zurückgekehrt war. Szepesi war
2008 bei den Europameisterschaften in Eindhoven (Niederlande) Dritte
über 200 Meter Rücken.
28.1. Langstreckenschwimmer: Weltcupauftakt in Brasilien. (dpa)
- In Deutschland sind viele Gewässer mit Eis und Schnee bedeckt,
während die Freiwasserschwimmer im sommerlichen Südamerika
ihre Saison beginnen. Beim Auftakt der acht Stationen umfassenden Weltcup-Serie
auf der olympischen Zehn-Kilometer-Distanz am 31. Januar im brasilianischen
Santos will sich Weltmeisterin Angela Maurer (Mainz) eine gute Ausgangsposition
für die Gesamtwertung legen. Im vergangenen Jahr belegte sie in
der Endabrechnung Rang zwei hinter Poliano Okimoto (Brasilien). Dagegen
will der Weltcup- Gesamtsieger bei den Männern, Thomas Lurz (Würzburg),
erst im europäischen Sommer in die Serie einsteigen. Komplett auf
die Saison verzichtet «Miss Langstrecke» Britta Kamrau-Corestein
(Rostock), die sich auf den Abschluss ihres Jura-Studiums konzentriert.
«Die Europameisterschaften bleiben neben den Welttitelkämpfen
aber das große Ziel in diesem Jahr», sagt Angela Maurer,
die sich bei der WM im kanadischen Roberval (7. bis 15. Juli) auf die
zehn Kilometer beschränken will. Die 34 Jahre alte Mutter eines
vierjährigen Sohnes ist für WM und die EM (4. bis 15. August
in Budapest) ebenso gesetzt wie Serien-Weltmeister Lurz. Die anderen
Langstreckenschwimmer müssen sich in den Weltcups und bei der deutschen
Meisterschaft in Straußberg (24. bis 27. Juni) qualifizieren.

25.1. Schwimmen in Uster – Schweizer Elite gegen Weltmeister
und Weltrekordhalter. Am kommenden Wochenende werden beim 19. Internationalen
Kurzbahn-Meeting in Uster (IMU) rund 200 Schwimmer und Schwimmerinnen
aus 13 Nationen im Hallenbad Buchholz erwartet. Mit den beiden Weltrekordhalterinnen
Rebecca Soni und Jessica Hardy aus den USA treffen die zwei schnellsten
Brustschwimmerinnen aufeinander. Die Schweizer Elite- und Juniorennationalmannschaft
wird angeführt vom Lokalmatador Dominik Meichtry. Rebecca Soni
und Jessica Hardy: Sie trainieren zusammen, sind Freundinnen, schwimmen
die gleichen Rennen, sind 22 Jahre alt und ihre Geburtstage liegen gerade
mal 6 Tage auseinander. Doch am Wettkampf schenken sich die beiden US-Schwimmerinnen
vom Trojan Swim Club (Kalifornien, USA) nichts. Schlimmer noch, Rebecca
Soni und Jessica Hardy jagen sich gegenseitig Weltrekorde ab. Während
Hardy den 50-m-Brustsprint ihre Domäne nennen darf, beansprucht
Soni die 200 Meter für sich. Einen offenen Schlagabtausch liefern
sich die beiden mehrfach mit internationalen Medaillen ausgezeichneten
Athletinnen auf der 100-m-Strecke. Eine weitere Runde im Kampf um die
Weltvormacht findet am Samstag in Uster statt. Schweizer Rekordhalterin
Patrizia Humplik (19) wird im grossen Theater wohl mit der Statistenrolle
vorlieb nehmen müssen. Aus Ungarn reist mit Evelyn Verraszto (20)
die amtierende Kurzbahn-Europameisterin (200m Lagen) und Vizemeisterin
über 100m Lagen und 200m Freistil an. Komplette Schweizer Elite
am Start Erstmals in der langjährigen Geschichte des Traditionsanlasses
folgt Swiss Swimming der Ideologie von OK-Präsident Philippe Walter
konsequent. Sowohl das Elite als auch das Juniorenkader reist nahezu
vollständig ins Zürcher Oberland. Mit von der Partie ist auch
der aus Los Angeles (USA) anreisende Lokalmatador Dominik Meichtry.
Der 25jährige Olympiafinalist sorgte kürzlich mit starken
Leistungen an der Kurzbahn-Weltcup Serie für positive Schlagzeilen.
Gespannt darf man auch auf den Auftritt der Zürcher Unterländerin
Martina van Berkel (21) sein. Die mehrfache Schweizermeisterin trainierte
die letzen vier Wochen mit der Australischen Weltmeisterin über
200m Delfin, Jessicah Schipper (23), beim Schweizer Weltklassetrainer
Stephan Widmer in Brisbane (AUS). Wieder mehr fürs Auge Nachdem
an der Schwimm-WM in Rom das Ganzkörperanzugsproblem – einzelne
Modelle haben nachweislich dem Schwimmer zu mehr Auftrieb verholfen
– seinen unrühmlichen Höhepunkt fand, geht es nun zurück
zu den Wurzeln. Männer dürfen – und das wird die meisten
weiblichen Zuschauer bestimmt freuen – ihren durch hartes Training
gestählten muskulösen Oberkörper nicht mehr hinter einem
Anzug verstecken, sondern müssen in einer Badehose, die maximal
bis zu den Knien reicht, auf den Startblock steigen. Weniger einschneidend
sind die Massnahmen – freier Rücken und maximal bis zu den
Knien - bei den Frauenanzügen. Infrastruktur doppelt genutzt Bereits
zum dritten Mal organisiert der SC Uster Wallisellen zwischen den Vor-
und Endläufen am Samstag einen Kidsliga-Wettkampf für die
Schwimmstars von morgen und nutzt damit die aufgebaute Infrastruktur
optimal aus. Ideengeber und verantwortlich für den reibungslosen
Ablauf ist Ex-Schwimmer Patrik Schelbli, der den jungen Teilnehmern
mit dem Auftritt in der Weltklasse-Arena im Hallenbad Buchholz ein besonderes
Erlebnis schenken will [Startliste,
Resultate und LiveView].
25.1. Ehrungen des Schwimmverbandes für Limmat Sharks Zürich.
Gleich zwei Diplome durfte Präsident Bruno M. Bernasconi an
der Sportversammlung von Swiss Swimming vom 16. Januar 2010 in Ägeri
entgegen nehmen. Das eine für den Verein selbst, in Anerkennung
der erfolgreichen, Massstäbe setzenden Durchführung der Lahngbahn-Schweizermeisterschaft
2009 in Oerlikon. Das andere Diplom, die bronzene Verdienstauszeichnung
des Schweizerischen Schwimmverbandes, wurde Martina van Berkel verliehen.
Der Präsident empfing Urkunde und Beigabe stellvertretend für
die derzeit in Australien weilende Spitzenschwimmerin der Sharks.

24.1. Swim coach David Marsh on Nick Thoman's Backstroke [Link]

22.1. FINA testet Urinproben der WM in Rom erneut. Die FINA wird
die Urinproben der WM im vergangenen Juli in Rom noch einmal unter die
Lupe nehmen. Damals war der Urin der Athleten, nicht aber das Blut getestet
worden. Nach Auseinandersetzungen mit der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA)
sollen jetzt die Urinproben der Athleten erneut auf Spuren untersucht
werden, die bei illegalen Bluttransfusionen von Blutbeuteln hinterlassen
werden können. Das berichtete die italienische Sporttageszeitung
"Gazzetta dello Sport". Die Urinproben befinden sich im römischen
Anti-Doping-Labor von Acqua Acetosa. Sobald die offizielle Anfrage der
FINA eintrifft, soll mit den Kontrollen begonnen werden.

18.1. FINA: Weltrekorde bleiben bestehen. (dsv) Der Vorstand
des Weltschwimmverbandes FINA fällte am vergangenen Wochenende
in Bangkok auf seiner ersten Sitzung des Jahres wegweisende Entscheidungen
für den Schwimmsport. Auf Empfehlung der FINA Rechtskommission
bleiben die aktuellen Weltrekorde im Schwimmen bestehen. Mit den neuen,
ab 1. Januar 2010 geltenden Anzugregelungen wird es schwierig werden,
die in den High-Tech-Anzügen aufgestellten Rekorde zu brechen.
„Wir werden sehen, wie weit wir wirklich weg sind von den Rekorden.
Erst jetzt bekommt man einen Blick dafür, was die Anzüge wirklich
gebracht haben“ so der vierfache Weltrekordhalter Paul Biedermann
(Halle/Saale). Bundestrainer Dirk Lange begrüßt die Entscheidung
der FINA: „Ich finde es generell richtig, die Rekorde stehen zu
lassen, sie wurden unter einheitlichen Kriterien aufgestellt, es sind
keine Rekorde zweiter Klasse.“ Seit Januar dürfen Schwimmer
nur noch kurze Hosen (Jammer) bis zum Knie tragen, bei den Frauen sind
schulter- und nackenfreie Badeanzüge bis zum Knie erlaubt. Darüber
hinaus wurde die Anwendung des FINA Reglements für Schwimmanzüge
für die Bereiche Freiwasser und Masters spezifiziert. Danach unterliegen
die Mastersschwimmer seit dem 1. Januar 2010 den gleichen Anzugsregelungen
wie die Schwimmer – Freiwasserschwimmer erhalten eine Sonderregelung:
Vom 1. Juni 2010 an dürfen die Schwimmanzüge im Freiwasserschwimmen
weder den Nacken bedecken, noch über die Schulter sowie den Knöchel
hinaus gehen. Alle Anzüge müssen den FINA Zulassungskriterien
für Pool-Schwimmer hinsichtlich Materialbeschaffenheit, Verarbeitung,
Dicke und Auftrieb entsprechen, welche bereits seit 1. Januar 2010 in
Kraft sind. Bis zum 31. Mai 2010 können bei FINA-Events im Freiwasserschwimmen
noch die nach dem 2009er-Reglement zugelassenen Anzüge getragen
werden. Weitere Entscheidungen im Freiwasserschwimmen: Für die
Weltmeisterschaft 2011 in Shanghai wurde die Einführung eines Team-Events
(ein Mann, eine Frau) beschlossen. Ab 2012 wird eine FINA Junioren Weltmeisterschaft
ausgetragen, welche die "einzeln" ausgetragene Freiwasser-WM
(letztmalig am 15.-23. Juli 2010 in Roberval / Kanada) ersetzt, die
bisher in den Jahren zwischen den "kompletten" Titelkämpfen
(mit Springen, Schwimmen, Wasserball und Synchronschwimmen) ausgetragen
wurde.

15.1. 2010 Southern California Swimming Grand Prix, Long Beach,
15.-18.1.2010 [Programm]
[Startliste]
[Resultate]

7.1. Doping auch im Freizeitsport verbreitet. Von Schmerzmitteln
über Asthmapräparate bis zu Anabolika wird alles zur Leistungssteigerung
eingesetzt . benso wie Spitzenathleten greifen auch viele Freizeitsportler
zu allem, was der Dopingmarkt bereithält. Dies hat eine Untersuchung
ergeben [mehr].

6.1. In Deutschland wird härter trainiert. (dpa) Bundestrainer
Dirk Lange setzt künftig auf ein härteres Training der deutschen
Spitzenschwimmer auf den Lang- und Mittelstrecken. «In diesem
Bereich haben wir Nachholbedarf. Erstmals werden wir gemeinsam mit internationalen
Athleten an unserer Schwachstelle arbeiten», sagte Lange zum Auftakt
eines international besetzten Trainingslagers in Potsdam, an dem Athleten
aus Südafrika, Australien, Italien, Spanien und den Färöer
Inseln teilnehmen. «Wir wollen als Team unsere Fehler erkennen
und sie mit Unterstützung der anderen Nationaltrainer abstellen»,
fügte Lange hinzu. Dabei haben die Sportlerinnen und Sportler zum
Jahresauftakt tüchtig Stress. Schon um 6.00 Uhr wird gefrühstückt,
danach geht es zum ersten Mal ins Becken, am Nachmittag folgt die nächste
Trainingseinheit. «Doch dann ist noch lange nicht Schluss»,
berichtete Doppel-Weltmeister Paul Biedermann aus Halle/Saale. «Nach
dem Abendessen findet die dritte Einheit statt. Bis 21.30 Uhr gibt es
abschließend Einzelgespräche und Teambesprechungen. Ein langer
Tag. Die Einheiten sind wirklich hart. Doch es motiviert mich, gegen
die internationale Konkurrenz zu schwimmen», meinte er. Der 23-Jährige
läuft derzeit noch seiner Form hinterher. «Weihnachten hängt
mir noch nach. Doch ich werde alles geben, um in der zweiten Woche wieder
vorn mitzuschwimmen.» Bis zum 17. Januar dauert das Trainingscamp
in Potsdam. «Das Projekt soll keine Eintagsfliege sein. Wir wollen
versuchen, jedes Jahr die Topathleten zusammenzuholen, um gemeinsam
zu trainieren», informierte Lange.

5.1. 2009 Rekordjahr für Schwimm-Rekorde. (dpa) 2009 sprengten
die Schwimmer alle zeitlichen Grenzen: Dank immer weiter entwickelter
High-Tech-Anzüge (sowie neuer Startblöcke) gab es insgesamt
144 Weltrekorde, 168 europäische Bestzeiten und 118 deutsche Rekorde
auf der Lang- und Kurzbahn. Ein Blick in die Rekordlisten der vergangenen
zwei Jahrzehnte lohnt vor allem auf der 50-Meter-Bahn, da erst seit
1991 Weltrekorde auf der Kurzbahn verzeichnet werden. 66 Weltrekorde
auf der Langbahn toppten 2009 sogar die absolute Bestmarke aus dem Jahr
1976 (61), zu Beginn des Anabolika-Dopings und kaum vorhandener Doping-Kontrollen.
In Jahren Olympischer Spiele ging die Anzahl der Weltrekorde stets nach
oben. Im Vorfeld der Spiele 2000 in Sydney explodierte dann die Anzahl
der Weltrekorde: Australiens Schwimm-Idol Ian Thorpe schwamm erstmals
mit einem Ganzkörper-Anzug, damals noch aus Textil. Diese wurden
in den vergangenen beiden Jahren mit neuen Kunststoff-Materialien immens
weiterentwickelt, so dass ein wahre Rekordflut einsetzte. 2008 und 2009
wurden die Weltrekorde auf allen Strecken verbessert, bis auf die 1500
Meter Freistil, wo die Bestzeit von Australiens Grant Hackett seit 2001
unangetastet ist.
5.1. Schwimmen ohne Rekord-Flut: Abspecken in Badehose. (dpa)
Paul Biedermann steht vor einer ungewissen Zukunft, doch dank der neuen
Kleiderordnung spart der Doppel-Weltmeister Zeit. Statt sich wie bisher
in einer knappen Stunde in einen hautengen High-Tech-Ganzkörperanzug
zu pressen, kann der 23-Jährige dieses Jahr umso schneller in die
Stoff-Badehose schlüpfen. Das Verbot der Plastik-Anzüge erfordert
nicht nur einen neuen Schwimmer-Typus, sondern bedeutet auch das Ende
der jahrelangen Rekordflut. «Ich bin gespannt, wie viele Sekunden
ich langsamer schwimmen werde», sagt Biedermann. Der Sportler
des Jahres sorgte 2009 über 200 und 400 Meter Freistil für
4 der insgesamt 144 Weltrekorde, die allesamt in diesem Jahr mit dem
neuen textilen Material nicht mehr erreichbar sein werden. «Für
die Ewigkeit sind die Zeiten sicher nicht, aber für einige Jahre
wird es keine neuen Rekorde geben», glaubt Biedermann. Frankreichs
Freistilsprinter schwammen ihre Meisterschaften im Dezember bereits
in den neuen Badeshorts und blieben über 100 Meter etwa zwei Sekunden
über ihren Bestzeiten. Männer dürfen seit dem 1. Januar
nur noch sogenannte Jammers tragen, die unterhalb des Bauchnabels und
oberhalb der Knie enden müssen. Bei den Frauen dürfen Schultern
und Hals nicht bedeckt sein. Zudem dürfen am Rücken auch keine
Reißverschlüsse mehr benutzt werden. Biedermann muss wie
andere Kraftpakete nun erstmal fasten: «So fünf bis sechs
Kilo müssen runter. Ich hoffe, dass die Muskelkraft nicht darunter
leidet.» Auch er profitierte von dem Anzug. «Die Kraft,
die man braucht, um nicht unterzugehen, konnte man in den Vortrieb stecken,
das hat einem der Anzug abgenommen.» Biedermann, der wie Doppel-Olympiasiegerin
Britta Steffen nie ein Freund des High-Techs in der olympischen Kernsportart
war, freut sich, «dass nun wieder die Technik und nicht der Anzug
im Vordergrund steht.» Ob er unter den neuen Vorzeichen weiter
vornweg schwimmen wird, bleibt abzuwarten. Was aber passiert nun mit
all den nun schier unerreichbaren Rekorden? Einige Schwimmer plädieren
dafür, die Rekorde aus den Listen zu streichen. Andere wie Biedermann
sind dafür, sie erstmal stehen zu lassen, weil alle Schwimmer die
gleichen Möglichkeiten hatten. Die Präsidentin des Deutschen
Schwimm-Verbandes (DSV), Christa Thiel, will wie der Weltverband FINA
zunächst die weitere Entwicklung beobachten. «Das geht nicht
im Schnellschuss. Die FINA wäre gut beraten, ein Jahr zu warten»,
sagte die Rechtsanwältin. Für die Europameisterschafen vom
4. bis 15. August in Budapest, wo vor vier Jahren Steffens Stern mit
vier EM-Titeln aufging, erwartet Thiel in der Nationenwertung «Platz
eins, nicht weniger». Sehnsüchtig hofft der finanziell nicht
auf Rosen gebettete Verband weiter auf einen Hauptsponsor - trotz der
Zugpferde Steffen und Biedermann sowie insgesamt elf deutschen Weltrekorden
2009. Eine alternativ ins Auge gefasste Beitragserhöhung, um die
Finanzlücke von 300 000 Euro zu stopfen, scheiterte am Jahresende
am Widerstand der Landesverbände. Die zweijährige Dauerdiskussion
um die High-Tech-Anzüge überdeckte die Doping-Problematik
im Schwimmsport. Kein nennenswerter Dopingfall wurde 2009 verzeichnet,
was jedoch auch an (zu) laxen Kontrollen des Weltverbandes liegt. Auf
nationaler Ebene ist der Fall der Dortmunder Brustschwimmerin Sonja
Schöber nach deren offenbar auffälligen Testosteronwerten
weiter in der Schwebe, da das Verfahren noch gar nicht eröffnet
ist.

1.1.2010 Die Website der FINA-Kurzbahnweltmeisterschaften 2010 ist
aufgeschaltet:
FINA Shortcourse World Swimming Championships, Dubai, 15.-19.12.2010
[Website]
[Mehr News]
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Limmat-Sharks-News
2.2. Martina van Berkel mit Sieg und Meeting Rekord beim IMU. Martina
van Berkel hat beim International Meeting Uster (IMU) am vergangenen Wochenende
gegen starke internationale Konkurrenz über 200m Delphin einen neuen
Meeting-Rekord aufgestellt. In 2:09,27 konnte sie sich denkbar knapp und
erst auf den letzten Metern gegen die Ungarin Agnes Mutina durchsetzen,
wobei sie nur knapp über ihrer Rekordmarke aus dem letzten Jahr (und
mit anderem Material) blieb. Nach dem wegen Schulterproblemen hinausgezögerten
Saisonbeginn hat sie sich damit eindrucksvoll gemeldet. Über 400m
Freistil schwamm sie zudem in den Vorläufen mit 4:17.11 eine hervorragende
Bestzeit. Auch über 100m Rücken und 100m Delphin erreichte sie
das A-Finale und belegte hier letztlich den 5. bzw. 6. Platz. Gerade erst
von einem Trainingsaufenthalt in Brisbane bei Stephan Widmer zurückgekehrt,
sind dies sehr solide Leistungen. Die Limmat Sharks konnten sich noch
weitere Podiumsplätze erschwimmen. Danielle Villars zeigte, daß
sie über 200m Rücken noch einige Karten auf der Hand hat. Mit
einer deutlichen Bestzeit von 2:14.37 konnte sie sich hinter Kimberly
Buys und Zsuzsanna Jakabos eine schönen dritten Rang. Auch über
200m Freistil erreichte sie das A-Finale, fand hier aber nicht ganz ihren
Rhythmus und wurde in 2:02.72 am Ende 5. Über die halb so lange Distanz
gewann sie das B-Finale und konnte ihre Bestzeit von den Schweizer Kurzbahnmeisterschaften
im November einstellen. Über 100m Delphin belegte sie im B-Finale
mit einer deutlichen Steigerung zum Vorlauf den 5. Rang, und, ebenfalls
im B-Finale, über 50m Freistil in Bestzeit von 26.66s den 3. Rang.
Erstmal konnte sich auch Val Mikos bei einem vergleichbaren Anlass in
die Medaillenränge schwimmen. Über 50m Freistil war er in guten
23.06s gar Vorlaufschnellster, hatte im Finale dann aber etwas Pech. Frei
nach Michael Phelps absolvierte er die beiden Bahnen ohne Sicht, da ihm
die Brille beim Start verrutschte. Die Wende traf er so nur unzureichend,
konnte aber dennoch auf den dritten Platz schwimmen, mit 23.19s nur unwesentlich
langsamer als im Vorlauf. Er war damit an diesem Wochenende der schnellste
Schweizer über die Sprint-Distanz und macht weiter von sich reden,
nachdem er im Dezember in Amsterdam schon hervorragende Ergebnisse erzielen
konnte. Über die doppelte Distanz erschwamm er sich in 50.86s ebenfalls
einen Finalrang, konnte sich dort aber nicht mehr steigern und wurde in
51.33s 6. Kilian Bossard, wegen Trainingsrückstand eher verhalten
optimistisch, wurde über 200m Brust in seiner besten Zeit mit traditionellem
Material in 2:17.59 einen guten 5.Platz und war auch hier der schnellste
Schweizer. Kathrin Appenzeller rutsche nach einer Abmeldung ins B-Finale
über 200m Rücken, konnte sich hier dann im Vergleich zum Morgen
deutlich steigern und wurde mit einer schönen Bestzeit von 2:21.42s
10. Über 100m Rücken der Frauen hatten die Limmat Sharks neben
Martina im A-Finale mit Tamara Rangelov und Florence Sigg noch zwei weitere
Schwimmerinnen im B-Finale. Tamara konnte nach überstandenem Kreuzbandriss
mit 1:04.98s (Vorlauf 1:04.81s) zeigen, daß sie wieder auf dem Weg
zu schnellen Zeiten ist. Florence qualifizierte sich mit einer sehr schönen
Bestzeit von 1:05.84s als 12. fürs B-Finale, wo sie dann ihre Leistung
nicht mehr ganz wiederholen konnte und in 1:07.04s wieder 12. wurde. Flavio
De Corso erschwamm sich über 200m Lagen in 2:11.33s den 10.Platz.
Über die doppelte Distanz konnte Elina Piesbergen das B-Finale in
5:07.49s ungefährdet gewinnen. Über 200m Lagen wurde sie in
2:25.33s 9. Nico Van Duijn hatte nach seinen beachtlichen Ergebnissen
im Dezember (er schwamm in neuem, für 2010 homologiertem Material
wesentlich schneller als zuvor in den 'schnellen' Anzügen und führte
bis zum Wochenende die Schweizer Jahresbestenliste über 100 und 200m
Delphin an) und den guten Langbahnresultaten vom CIG auch auf der Kurzbahn
aus vollem Training solide Leistungen. Auch er konnte über 200m Delphin
das B-Finale gewinnen und erzielte in 2:04.40s eine ansprechende Zeit
für den Saisonzeitpunkt. Über die 100m Distanz tat er sich etwas
schwerer und konnte in 56.31s (Vorlauf 56.17s) den 10.Platz für sich
verbuchen. Aron Serafini schwamm über beide Rückendistanzen
gute Bestzeiten, über 100m Rücken konnte er sich in 1:01.53s
für das B-Finale qualifizieren, wo er sich in 1:00.95s nochmal deutlich
verbessern konnte und schließlich auf dem 9. Gesamtrang landete.
Das Küken der Mannschaft, Sarah Mamié, schwamm in 5:27.09s
über 400m Lagen eine Bestzeit. Auch sie durfte ein B-Finale schwimmen
und kam dort mit 5:31.18s auf den 12. Rang. Auch dieser Wettkampf zeigte,
daß es einige Verschiebungen in den Ranglisten gibt, seitdem die
Polyurethan-beschichteten Anzüge nicht mehr erlaubt sind. Und die
Zeiten, insbesondere auf den Kurzdistanzen, unterscheiden sich ebenfalls
deutlich. Die Rennen allerdings werden dadurch in keinem Fall weniger
spannend. Die Limmat Sharks scheinen für die 'neuen' alten Zeiten
jedenfalls gut gerüstet. Es ist auch allseits Erleichterung zu spüren,
daß die Materialschlacht endlich ein Ende gefunden hat, und der
Sport wieder im Mittelpunkt steht.
18.12. Sportpreisträgerin der Stadt Zürich 2009, Kategorie
Nachwuchs: Danielle Villars, Limmat Sharks Zürich (Schwimmen).
Die vielversprechende Schwimmerin ist 16 Jahre alt, wohnhaft in Gockhausen
und Mitglied im A-Team der Limmat Sharks Zürich. Sie erzielte dieses
Jahr in ihrer Altersklasse 5 Schweizermeister-Titel und bei den Erwachsenen
3 Bronzemedaillen. Auch international hat Danielle 2009 bewiesen was sie
kann. Sie qualifizierte sich an der Junioren EM in Prag für 7 Disziplinen
und für 2 Finale (6. Rang 50 Meter Delfin und 7. Rang 100 Meter Freistil).
Ihr Ausnahmetalent zeigt sich insbesondere, weil sie in den verschiedenen
Disziplinen (Crawl, Delfin, Rücken) als auch in verschiedenen Distanzen
Stärke zeigt. Danielle Villars schwimmt im Olympia-Kader. Zurzeit
besucht sie das Kunst + Sport Gymnasium Rämibühl in Zürich
und trainiert 8 Mal wöchentlich. Ihr nächstes Ziel ist die Qualifikation
für die Youth Olympic Games 2010, ihr mittelfristiges die Qualifikation
für europäische und internationale Meisterschaften und ihr Fernziel
eine Qualifikation für die Olympischen Spiele.
17.12. JVM Nottwil 2009. Die Jungs der Limmat Sharks haben die
Schweizer Vereinsmeisterschaften der Jugend mit 9912 Punkten gewonnen,
knapp 200 Punkte vor Vevey Natation (9723), dritter wurde der Schwimmverein
Kriens (9639). Das Ergebnis kommt in sofern etwas überraschend, als
das nicht ein einziges Einzelrennen gewonnen werden konnte. Aber die Mannschaft
bestehend aus Alexander Ammann (1994), Remo Betschart (1995), Erik Nilsson
(1996), This Oderbolz (1995) und Sergio Zarro (1995) zeigte auch keine
Schwäche und plazierte sich in jedem Rennen gut, und mit 16 persönlichen
Bestzeiten in 20 Rennen und fast allen anderen Zeiten nur um Hunderstel
entfernt von der Bestzeit gelang ein hervorragender Wettkampf. Alex, vor
zwei Wochen in Savosa noch weit unter Wert geschlagen, gelangen einige
hervorragende Rennen, insbesondere in 200m Lagen und 100m Freistil zeigte
er große Verbesserungen (in Lagen um mehr als 8 Sekunden, in Kraul
übersprang er die 57s und erzielte mit 56.66 in einer Nebenstrecke
ein ansprechendes Resultat, erst seine dritte Zeit unter der Minutenmarke).
Auch in Brust konnte er zeigen, daß die Ergebnisse der Kurzbahnmeisterschaften
ein Ausrutscher waren. Über 50 und 200m erzielte er in 32.29 und
2:37.80 Bestzeiten, über 100m verhinderte eine verrutschte Brille
bessere Resultate. Remo war über 50 und 100m Delphin im Einsatz,
konnte über die kurze Strecke seine Bestzeit in 29.5 um einige Zehntel
steigern, über die doppelte Distanz kam er knapp über seiner
Bestleistung ins Ziel. Erik, der Jüngste der Mannschaft, erzielte
in 100 und 200m Rücken und in 100m Brust Bestzeiten, einzig in 200m
Brust blieb er knapp über seinem Ergebnis aus dem Vorkampf. This
mußte über alle Freistil-Strecken ran und über 200m Lagen,
wobei ihm einige Rennen nicht nach Wunsch glückten (obwohl er in
allen bis auf 400m Freistil seine schnellsten Kurzbahnzeiten erreichen
konnte, mußte er sich auch einigen Gleichaltrigen geschlagen geben,
was ihm sichtlich mißfiel). Sergio schließlich, über
50, 100 und 200m Rücken und 100m Delphin im Einsatz, konnte über
die kürzeste Strecken in 29.75 erstmals unter 30s bleiben, über
100m Rücken erstmals unter 1:04 (1:03.64), und über 200m erstmals
unter 2:20, und dann in 2:16.74 gleich sehr deutlich (über 5s schneller
als seine alte Bestzeit), obwohl selbst in diesen Rennen noch einiges
an Verbesserungspotential steckt. Über 100m Delphin konnte er seine
Bestzeit um 1/100s unterbieten und erschwamm sich so 100% Bestzeitquote.
Was für die Jungs gilt, gilt für Mädchenmannschaft umso
mehr. Auch hier gab es keine herausstechende Schwimmerin, keinen Sieg
in einem Rennen, aber eine sehr gute Mannschaftsleistung. Mit insgesamt
11.424 Punkten blieb man nur um 27 Punkte hinter Uster-Wallisellen zurück
(11.451 Pkte.), Nuoto Sport Locarno belegte den dritten Rang (11.168 Pkte.).
Die Mannschaft bestehend aus Kathrin Appenzeller (1994), Stephanie Dreier
(1996), Sara Mamié (1996), Florence Sigg (1994) und Martina Zivkovic
(1996) hatte mit 18 Bestzeiten aus 20 Rennen sogar noch eine höhrere
Bestzeitenquote als die Jungs. Kathrin, über 100m Freistil, 100 und
200m Rücken, 200m Lagen und 50 Delphin im Einsatz, konnte ihre gute
Leistung der Kurzbahnmeisterschaft in 200m Rücken noch einmal verbessern
und blieb in 2:23.69s nicht einmal 2 Sekunden hinter der Schweizer Meisterin
über diese Strecken zurück (vor zwei Wochen waren es noch 10
Sekunden mehr, auch dank des Unterschiedes in der Materialwahl). Über
100m Rücken konnte sie ihre Bestzeit deutlich verbessern und in 1:06.75
auf ein ähnliches Niveau wie über die doppelte Distanz bringen.
Auch in 200m Lagen und 50m Delphin gelangen ihr Bestleistungen, einzig
in 100m Freistil ging das nicht auf. Stephanie, nur über die 100m
Delphin im Einsatz, machte ihre Sache sehr gut und kam in neuer Bestzeit
ganz knapp an die 1:10er Marke heran. Sara schwamm 100 und 200m Brust,
200m Freistil und 200m Lagen. In sehr soliden Rennen erzielte sie überall
leichte Verbesserungen bis auf die 100m Brust. Florence, ebenfalls vor
2 Wochen bei der Kurzbahn-SM im Einsatz, war mit 50-100-200m Rücken,
50m Freistil und 100m Delphin voll ausgelastet. Auch sie konnte sich gegenüber
der SM weiter steigern. So blieb sie zum ersten Mal unter 31 Sekunden
in 50m Rücken (30.62s, ganze 5/100s hinter der Bronzemedaillengewinnerin
von vor zwei Wochen, der Abstand dort: über 2 Sekunden). In allen
anderen Rennen schwamm sie ebenfalls Bestzeiten. Dasselbe gelang Martina,
die 100 und 400m Freistil sowie 50, 100 und 200m Brust auf dem Programm
stehen hatte. Über die 400m konnte sie sich um fast 4s verbessern
(jetzt 4:44.50), in Brust machte sie den größte Sprung über
die kürzeste Distanz, wo sie in 36.58 ein ansprechendes Ergebnis
über eine Nebenstrecke erreichen konnte. Auch über die längeren
Brustdistanzen konnte sie sich nochmal deutlich verbessern. Die 100m Freistil
waren das letzte Rennen des Tages, und in guten 1:01.54 konnte sie der
Konkurrenz aus Uster noch einmal fast 3 Sekunden abnehmen, so daß
das Ergebnis am Ende eher unerwartet noch einmal sehr, sehr knapp wurde.
Zum Sieg fehlten nach 20 Rennen nicht einmal eine Sekunde.
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