SV LIMMAT

Schwimmverein Limmat Zürich



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Schwimmtechnik: Brustschwimmen am Beispiel von Kurt Grote

1. September 2001

Swimming Technique: Breaststroke Swimming with Kurt Grote as an Example

1 September 2001

Mit einer Übung für Einsteiger - With a Basic Drill for Novices



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Angepasst von/adpated from: Terry Laughlin/David Madison [Total Immersion], Fitness Swimmer Jan/Feb 1999

Felix Gmünder, Schwimmverein Limmat Zürich

Kurt Grote wurde 1991 Mitglied der Schwimmmannschaft der Stanford University in Palo Alto, Kalifornien. 7 Jahre später wurde Grote Champion: Weltmeister über 200 m und Dritter über 100 m Brust an der WM 1998 in Perth.

Grote schraubte und feilte dauernd an seiner Technik, was für Brustschwimmer typisch ist. Brust ist technisch die schwierigste Schwimmart - man sieht bei keiner Anderen so viele Stilvariationen zwischen den Schwimmern. Das Grundmuster, d.h. die Kernbewegung, basiert bei allen guten Brustschwimmerinnen und - schwimmern auf dem gleichen Prinzip der Rotationsbewegung des Körpers um die Querachse: Die rhythmische Pulsbewegung des Oberkörpers, die mit derjenigen des Delfinschwimmens fast identisch ist.

Übung zum Lernen der wellenförmigen Schwimmtechniken (Brust, Delfin / Schmetterling)

Kurt Grote arrived at Stanford University in Palo Alto, California in 1991. Seven years later he succeeded at the world championship 1998 in Perth, Australia (1. 200 m breaststroke and 3. 100 m breaststroke).

Grote constantly fine-tuned his technique which is typical for a breaststroker. Breaststroke is technically the most difficult swimming stroke - with no other stroke you see so much variation between swimmers. The key element of good breaststroke swimming is based on the principle of short axis rotation: Pulsing motion with your chest, similar to what you see with butterfly swimming.

Drill to learn wavelike swimming (breastroke, butterfly)


Brustschwimmen Bild 1

1. Gleiten wie ein Torpedo

Mach dich lang und stromlinienförmig, um möglichst schnell und weit zu gleiten. Grote ist 1.83 m gross, aber wenn er gestreckt im Wasser liegt, misst er von der Finger- bis zur Zehenspitze fast 2.74 m. Er stellt sich vor, durch ein möglichst enges Loch im Wasser schlüpfen zu müssen. Dabei lehnt er mit dem Oberkörper aus seiner Sicht leicht nach vorne, d.h. nach unten vom Beobchter ausgesehen. Dies führt dazu, dass die Beine nicht sinken, und dass sein Körper horizontal im Wasser liegt (Schwerpunkt über den Auftriebspunkt bringen). Die Arme sind nahe an der Wasseroberfläche nach vorne gestreckt. Die Hüfte ist in dieser Lage vorgespannt und bereit nach vorne zu kippen. Diese Kippbewegung von Hüfte und Oberkörper um die Querachse ist das taktgebende und treibende Element im Brustschwimmen.

Der Kopf sollte in der Verlängerung der Wirbelsäule bleiben: Kopf nicht in den Nacken ziehen, nicht nach vorne Gucken sondern nach unten. In der Gleitlage ist der Kopf zwischen den Armen (Ohren nahe bei den Armen).

1. Start as a torpedo

Stay long and streamlined to carry your gliding speed faster and farther. Grote is just over 6 feet tall (183 cm), but he starts each stroke with a fingertips-to-toes body line nearly 9 feet long 274 cm), and streamlines to slip that line through the smallest possible "hole" in the water. While gliding in this position, lean on your chest enough to feel as if you're gliding "downhill." This helps to let your legs float (center of gravity above center of lift). The straight arms are just below the surface. This helps cock your hips so they're ready to rock forward in the short-axis body rotation that generates the power that drives your stroke.

Your head should be as close as possible to its natural line, which means you'll be looking down, with your head low between your arms (arms close to your ears).

Brustschwimmen Bild 2

2. Ins Y drücken

Die Arme und Hände ziehen nie nach hinten, sondern führen immer Paddelbewegungen aus (auswärts-einwärts-Bewegung der Hände und der Unterarme mit richtigem Anstellwinkel der Hände).

Nach Abschluss der Gleitphase nach vorne lehnen - die Hüfte kommt ganz an die Wasseroberfläche - die Arme und Hände öffnen sich zu einem Y. In dieser Phase des Armzugs keinen starken Druck ausüben. Hände, Handgelenk und Unteram bilden quasi ein Ruderblatt. Als Nächstes versuche die Hände im Wasser zu verankern, wie wenn du dich an einem Holm halten könntest. Gleich wird der Körper gegen die Hände gezogen. Der Kopf wird immer noch tief gehalten.

2. Press to a Y

Never pull your arms back in breaststroke. Virtually every inch of your pull is sculling movements (outsweep-insweep-motion of hands and forearms, and mind the angle of attack of your palm).

After completing your extension and glide, continue to lean on your chest and elevate your hips while sweeping your hands out to a Y position. Don't apply too much pressure here. Scull as if your hand, wrist, and forearm were a blade. Try to anchor your hands in the water - as if there were a rung to grab - and draw your body toward your hands. Again, concentrate on keeping your head in line with your spine.

Brustschwimmen Bild 3

3. Hände nach Innen drehen

Sobald die Arme in Y-Position sind, werden die Ellbogen mit einer Innenrotation der Arme gegen die Oberfläche gebracht. Die Ellbogen bleiben etwa auf Augenhöhe. Mit Beibehaltung der hohen Ellbogenhaltung wischen die Hände und Unterarme einwärts (Stichwort: Anstellwinkel der Hand, Paddelbewegung). Diese Wischbewegung bildet den Angelpunkt, um die Hüfte nach vorne zu kippen. Das braucht eine kräftige Bauchmuskulatur! Während der Einwärtsbewegung der Unterarme und Hände führen diese eine Wischbewegung aus, so dass sie dann in der 4. Phase mit den Fingern nach vorne zeigen. Bei richtiger Ausführung ist diese Wischbewegung der Hände vor dem Kinn praktisch abgeschlossen. Grote bemüht sich, die Hände möglichst weit vorne zu lassen, er findet, dass die meisten Brustschwimmer zu weit nach hinten ziehen. Anstatt zu paddeln würden sie ziehen.

3. Spin your hands in

As your hands reach the Y position, lift your elbows toward the surface. Your elbows should stay at the eye line. If you use your high elbows as a hinge for the inward sweep of your hands and forearms, you'll create the leverage you need to use your abdominal muscles to bring your hips forward. Once you begin the in sweep, scull your hands directly back toward the front. When you do it properly, your hands complete all their sweeps in front of your chin. In phase 4, the fingertips point in the forward direction. "I always keep my hands as far in front of me as possible," Grote says. "Most swimmers pull back too far; when they think they're only sculling, they're actually stroking the right way."

Brustschwimmen Bild 4

4. Mit dem Körperauftrieb Atmen

Den Kopf nicht heben um zu atmen (keine Nickbewegungen). Der Kopf bleibt immer in der gleichen Lage zur Wirbelsäule. "Wenn ich es richtig hinkriege, so fühlt sich das an, wie wenn ich eine Halskrause tragen würde", sagt Grote. Wenn die Hände und Unterarme einwärts wischen, werden die Schultern nach oben und vorne gehoben - ein leichtes "Schulternzucken" - das und die Rumpfbewegung (Nach-vorne-Kippen der Hüfte) bringt den Mund ganz aus dem Wasser. "Ich bewege meinen Körper und Kopf wie eine Einheit", sagt Grote.

4. Breathe with body lift

Don't lift your head to breathe. Keep it in the same position at all times. "When I get it right, it's almost as if I could swim with a neck brace on," Grote says. As your hands squeeze, they lift your shoulders up and forward- Grote describes it as a "shoulder shrug"-and your torso lift carries your mouth clear of the water. "I move my whole body as a single unit, including my head," Grote says.

Brustschwimmen Bild 5

5. Bereit zum Sprung

Der Kopf ist jetzt auf dem höchsten Punkt - Blick immer nach unten gerichtet. Die Arme haben die Ruderbewegung nach innen abgeschlossen; die Unterarme werden nahe zusammengeführt. Die Hüfte sind jetzt in der richtigen Position, um mit dem Beinschlag zu beginnen: Füsse im Kielwasser gegen den Hintern ziehen, das Hüftgelenk bleibt praktsich gestreckt, nur die Knie werden gebogen [mehr zum Brustbeinschlag]. Stell dir vor, dein Körper sei ein Pfeilbogen: Energie sei in den Hüften gespeichert und diese Energie wird losgelassen wenn du wie ein Pfeil nach vorne schiesst. Dein Körperquerschnitt muss dabei so klein als möglich bleiben.

5. Begin the lunge

Your head has reached its highest point, and you're still looking down. Your arms are finishing the inscull by squeezing into a compact line. Your hips are also at their best point for using them as a platform to launch your upper body forward as you kick. In the wake of your body start to bring the heels close to your buttocks. Don't bend your hips, only your knees [more on breastroke kick]. Think of your body as a bow and arrow. "Your body becomes a bow that stores energy in your hips; in the next moment it becomes an arrow as you dive forward and release the energy from the shoulder end." Keep a low, narrow profile as you get set to dive forward.

Brustschwimmen Bild 6

6. Vorwärtsschiessen

Diese Phase ist entscheidend für die Zuglänge. Der Eintauchwinkel bestimmt die Wellenlänge, die dein Körper beschreibt. Kopf und Schultern bilden einen leichten Buckel nach Abschluss der Einwärtsbewegung der Arme, so dass der Eintauchwinkel flach, nach vorne gerichtet ist. Bevor der Kopf eintaucht, müssen die Arme schon fast ganz nach vorne durchgestreckt sein. Das Gesicht blickt nach unten.

Das Vorwärtsschiessen wird unterstützt durch den Beinschlag: Knie nicht weiter als Hüftbreite, vor dem Beginn des Peitschenschlags mit den Unterschenkeln werden die Füsse angezogen und nach aussen gedreht.

Die potentielle Energie des Körpers, produziert durch die Einwärtsbewegung der Arme und das Nach-vorne-Kippen der Hüfte, wird nun in kinetische Energie umgewandelt. Wenn die Hände statt nach vorne gestreckt noch irgendwo unter dem Kinn liegen, oder wenn du in die Tiefe statt nach vorne schiesst, bleibt die Bewegung stecken und du säufst ab.

6. Dive forward

This is where you maximize your stroke length. The angle of re-entry is critical to creating the greatest possible wave length. Keep your head and shoulders hunched low as you finish your insweep, so your angle of re-entry is shallow, causing your momentum to channel forward. Return your hands to their full extension before your face re-enters the water, and make sure the crown of your head follows your fingertips forward.

The dive is supported by the kick: The knees are not wider than the hips. Before you start the kick with a whip like motion of your lower part of the leg flex your feet and turn them to the outside.

The potential energy created by lifting so much of your body mass above the water on the insweep is converted into kinetic energy going forward. If your hands stall under your chin, or if you aim downwards instead of forwards, you'll sink instead of driving forward.

Brustschwimmen Bild 7

7. Zurück zum Torpedo

Das Vorwärtsschiessen wird mit der Rückkehr zur Torpedolage abgeschlossen: Stromlinienförmig, Oberkörper etwas ins Wasser gepresst (aber Arme an der Wasseroberfläche nach vorne gerichtet). Strecke dich ganz durch, drücke die Schultern nach vorne, um dich schmal zu machen. Gleite gerade einige Zentimeter unter der Oberfläche, um den Wasserwiederstand minimal zu halten.

7. Streamline again

Complete the lunge by returning to the long, streamlined, downhill-sliding position you started in (arms close to the surface). Squeeze your body from fingertips to toes into the longest, sleekest torpedo position. If you slice just inches below the surface, you'll avoid more drag, since drag is far less just under the water than at the surface.

8. Das letzte Wort eines Champions:

Pflege deine Technik mit Übungen. "Nur mit Technikübungen finde ich rasch zu meiner richtigen Technik." 10 Minuten vor seinem WM-Final in Perth war Grote noch im Einschwimmbecken, um in letzter Minute seine optimale Technik zu finden. Diese Strategie funktioniert offenbar.

8. The last word of a champion:

Keep your stroke in shape with drills. "Nothing puts my stroke right as quickly as stroke drills." In fact, 10 minutes before he went off the blocks for the world championships final in Perth, Grote was in the warm-up pool, getting in a few last minute tune-up lengths with stroke drills. That's clearly a strategy that works.
For more articles by Terry Laughlin, visit www.totalimmersion.net


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