20.12.2011 Kurzbahn-Europameisterschaften in Stettin
Mit 6 Teilnehmern stellten die Limmat Sharks nicht nur ein Viertel des gesamten Schweizer Team für die Kurzbahn-Europameisterschaften in Stettin / Polen, sondern qualifizierten auch doppelt so viele Sportler wie jemals zuvor für einen internationalen Wettkampf.
Nach den guten Leistungen bei den Landesmeisterschaften in Uster ging es nun darum, sich in internationalen Gewässern zu bewähren. Für Martina van Berkel stand gleich am ersten Tag ihr Hauptrennen auf dem Programm, die 200m Delphin, und sie konnte sich mit einem neuen Schweizer Rekord souverän für ihr erstes internationales Finale qualifizieren. Im Finale am Nachmittag ging sie das Rennen noch mutiger an und war bei 150m deutlich unter ihrer Vorlaufzeit. Auf den letzten 50 Metern mußte sie dem hohen Tempo etwas Tribut zollen, konnte aber dennoch ihre Bestmarke vom Morgen unterbieten und wurde in 2:06.75s siebte. Der Rest des Wettkampfes gelang ihr aufgrund einer leichten Erkrankung nicht mehr nach Wunsch. Yannick Käser konnte schon am ersten Tag über 100m Brust zeigen, daß er weiter Fortschritte macht, und erzielte in 1:00.86s eine hervorragende Bestzeit. Über die doppelte Distanz gelang ihm eine Punktlandung, und er konnte in 2:09.99s als erster Schweizer die Marke von 2:10min unterbieten. Das bedeutete nicht nur Schweizer Rekord, sondern auch einen guten 18. Platz in einem hochkarätigen Teilnehmerfeld, in dem der Sieger immerhin inoffiziellen Weltrekord in Textilhosen schwamm.
Für das Kücken im Team, Florence Sigg, waren die Europameisterschaften der erste internationale Einsatz überhaupt. Nachdem sie in ihrem ersten Rennen, den 100m Rücken, nicht das abrufen konnte, was sie zu leisten im Stande ist, gelang ihr das über die kurzen Distanzen deutlich besser. Über 50m Delphin konnte sie in 27.99s eine neue Bestzeit erzielen, in 50m Rücken blieb sie sowohl im Einzel als auch in der Lagenstaffel knapp darüber. Am letzten Tag konnte sie über 50m Freistil mit 25.97s ihre Bestzeit um fast 6/10s verbessern. Damit schwamm sie neuen Vereinsrekord (bisher Danielle Villars in 26.17s, gerade erst bei den Meisterschaften in Uster erzielt) und ist in diesem Jahr drittschnellste Schweizerin und unter den 10 schnellsten Schweizerinnen aller Zeiten.
Kilian Bossard konnte seine Bestzeit in 100m Brust trotz einer mißglückten Wende um 2/100s auf 1:01.32s drücken, hier wäre sicher noch mehr möglich gewesen. In 400m Lagen ging er sehr mutig an, was sich am Ende als ein wenig zu forsch erwies, und er verfehlte seine Bestleistung knapp. Über die lange Brustdistanz, seiner Paradestrecke, ging das Rennen leider ein wenig an ihm vorbei, wobei er immer noch die drittschnellste Zeit seiner Karriere erzielen konnte, was ihn jedoch sichtlich nicht zufrieden stellen konnte.
Nico van Duijn ging in allen Delphinstrecken an den Start. Über 100 und 200m konnte er seine Leistungen der Schweizer Meisterschaften verbessern, verfehlte seine Bestzeiten jedoch knapp. Über die Sprintdistanz blieb er mit einer suboptimalen Wende ebenfalls nur knapp über seinem Vereinsrekord von den Schweizer Meisterschaften.
Danielle Villars konnte mit ihren Ergebnissen nicht zufrieden sein. Ihr gelang es nicht, ihre eigentlich gute Form wie gewünscht ins Wasser zu bringen. Dabei hätte über 100m Delphin eine ähnliche Zeit wie bei den Schweizer Meisterschaften die Qualifikation fürs Halbfinale ermöglicht. In der 4x50m Freistil-Staffel der Frauen gelang ihr als Schlußschwimmerin allerdings die drittschnellste Abschnittszeit aller Zeiten für eine Schweizerin.
Mit den Europameisterschaften ist die Kurzbahnsaison beendet und als nächstes Ziel stehen die Schweizer Meisterschaften auf der langen Bahn im Heimbad in Oerlikon an.


