SV LIMMAT

Schwimmverein Limmat Zürich





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Warum habe ich nach dem Schwimmtraining häufig Kopfschmerzen?

1. Dezember 1999

Why do I often have a headache following my swimming workout?

1 December 1999

© Felix Gmünder, Schwimmverein Limmat Zürich

Kopfweh - Headache

Es gibt mehrere Ursachen, die zu Kopfschmerzen nach einem Schwimmtraining führen können. In der Regel handelt es sich nicht um ernste Gründe, sondern um die unten beschriebenen falschen Verhaltensweisen. Wenn die hier geschilderten Tipps nicht helfen, sollte ein Arzt konsultiert werden

Häufigste Ursache bei weniger gut Trainierten

Bei Anfängern und weniger gut Trainierten ist die Hauptursache meist eine schlechte Atemtechnik. Die Folge ist, dass das in den Muskeln gebildete Kohlendioxid einerseits nicht richtig weggeatmet wird und andererseits dem Körper zuwenig Sauerstoff zugeführt wird. Und das macht Kopfweh. Und was ist der Grund der schlechten Atemtechnik? Angst! Angst, Wasser ins Gesicht zu bekommen oder gar zu schlucken. Es ist sehr schwierig diesen Refelx loszuwerden, im Ernst. Einige kompensieren die Angst, indem sie den Hals und den Kopf wie ein Schwan aus dem Wasser strecken. Was das für Folgen auf die Wasserlage hat, ist leicht vorstellbar. Ist man sich dieses Fehlers bewusst, versucht man vielleicht, das Eindringen von Wasser in die Atemwege durch zu kurze, zu flache Atemzüge zu verhindern. Das führt dann leicht zu Kopfschmerzen. Was tun? Lerne im Wasser zu liegen wie zu Hause auf dem Bett: Flach, total entspannt. Lerne den Körper (nicht den Kopf) so aus dem Wasser zu heben (Brust Delfin) oder zu drehen (Kraul), ohne dass du Angst hast. Das braucht Zeit, Geduld und viel Übung. Beispielsweise sollte beim Crawl der Kopf nicht aus dem Wasser gehoben werden zum Atmen. Die Hüfte bleibt daduch stets an der Wasseroberfläche ohne abzusinken. Diese flache Wasserlage begünstigt deine Gleitfähigkeit und minimalen Wasserwiderstand (Tipp effizientes Crawlschwimmen). Übrigens: Verwende nie ein Pull-Buoy! Mit einem Pull-Buoy lernst du die Wasserlage nie richtig, du maskierst nur deine Fehler. Schenk es deinem Feind oder wirf es in den Recycling-Behälter. Oder bemale ihn als Fisch und stelle ihn aufs Pult zur Inspiration fürs nächste Schwimmtraining...

Häufigste Ursachen bei gut Trainierten

Gute Schwimmer kommen leicht ins Schwitzen, auch im Wasser. Das führt leicht zu einem Flüssigkeits- und Kochsalzmangel, vor allem im Sommer oder zu warmem Wasser. Vor allem Frauen unterschätzen ihre Flüssigkeitsverluste meist massiv. Als Faustregel verliert man pro Stunde etwa 1 Liter Wasser und ein Gramm Kochsalz. Beachte unsere Tipps zum Flüssigkeitsersatz für SchwimmerInnen. Eine weitere häufige Ursache bei gut Trainierten ist der oftmals zu abrupte Übergang von hoher Belastung zur Erholung. Ein Schwimmtraining darf nicht mit Belastungen im anaeroben Bereich (hohe Pulszahlen über der Schwelle) abgeschlossen werden, sondern es muss ausgeschwommen werden im Erholungsbereich (Puls 100-120) während 5 bis 10 Minuten.
There are many reasons which may lead to a headache following a swim. Generally it is not a serious condition, but a result of incorrect swimming technique or bad habits as described below. If you follow these recommendations, and still have a headache, please consult a doctor.

Main reason with novices

Novices and the not so well trained swimmers often exhibit a bad breathing pattern. As a result, on the one hand carbon dioxide formed in your working muscles cannot be expelled, and, on the other hand, your body does not get enough oxygen. This makes for double trouble and can give you a headache. And what is the underlying reason of this bad breathing behaviour? Fear! Fear of getting water into your face, or worse, into your lungs. It's really hard to fight this reflex. Some try to compensate by craning their head out of the water like a swan. You can see what happens to your body balance here. And what can you do? Learn body balance, feel relaxed at the surface. Learn to lift your body (not your head) for breathing in breaststroke and butterfly (by the way, I find the notion of butterfly incorrect, I prefer that we call this stroke more correctly dolphin which is the word for butterfly technique in German). Or, rotate body and head (freestyle) with no lifting so you feel relaxed. This needs some time, patience and lots of practise. For instance, don't lift your head in freestyle to get air. Your hip has to remain at the surface. Perfect body balance and maintaining a streamlined position reduces resistance (Tip: Efficient Freestyle Swimming). By the way, never try a pull-buoy. Pull-buoys prevent you from learning proper body-balance, the only thing they do is to compensate your mistakes in a bad way creating bad body balance habits. Give it to your foe or throw it into a re-cycling bin. Or paint it into a fish and put it on your desk inspiring you to swim...

Main reasons with well-trained swimmers

Good swimmers perspire more than they think, even in the water. This leads to dehydration and lack of sodium chloride, mainly when the water and weather is warm. As a rule of thumb, you should replenish fluid loss at least with a litre (a "litre" is bit more than a quart) and 1 gram of salt (1/4 teaspoon) per hour. Please check with our rehydration tips for swimmers. Another reason with the well-trained is too abrupt a change from heavy exercise to rest. Swimming workouts are not meant to finish with sets in the anaerobic range (high heart rate above threshold) but should fade out with recovery lap-swimming (heart rate 100-120) for 5 to 10 minutes.



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