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Swim News Mai bis August 2005 |
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Mai 2005
Juni 2005 Juli 2005 August 2005 August 200529.8. EPO geklaut. Im Spital in Sierre ist zum zweiten Mal EPO gestohlen worden. Vieles deutet auf den Doping-Missbrauch in Sportkreisen hin. Augustin Genaud, Lauftrainer, spricht in diesem Zusammenhang Klartext und durchbricht die Mauer des Schweigens. Er ist überzeugt, dass im Regionalsport regelmässig unerlaubte Substanzen verwendet werden und plädiert für Kontrollen und harte Strafen auf allen Stufen. Beweise habe auch er keine. Aber wenn Athleten im Alter von 40 Jahren Bestleistungen erreichen, die vorher während 15 Jahren stagniert hätten, sie dies doch etwas auffällig. 25.8. Unterstützung für Sweetenham. Nach dem kläglichen Abschneiden der britischen Schwimmerinnen und Schwimmer in Montréal geriet der britische Nationaltrainer australischer Herkunft ins Kreuzfeuer der Kritik. Jetzt erhält er Unterstützung von einigen der zurückgetretenen Schwimmerinnen und Schwimmer. Graeme Smith, Medaillengewinner an olympischen Spielen und Weltmeisterschaften sagte der London Times, dass er Sweetenham voll und ganz unterstütze. Der Rücktritt der 13 Athleten nach den olympischen Spielen in Athen habe überhaupt nichts mit Sweetenham zu tun. "Das ist einfach nicht wahr," sagte Smith. "Die meisten von uns wollten nach Athen ohnehin zurück treten. Das war einfach reif, das hat mit ihm rein gar nichts zu tun.Wir waren im Durchschnitt 27 Jahre alt, ganz einfach zu alt, um sich auf Beijing auszurichten." Unter den Sweetenham-Gegnern befindet sich natürlich Mark Foster, der sich von Sweetenham gemobbt fühlte.Wenn er jünger gewesen wäre, hätte er die Nationalität gewechselt, meinte Foster. Dagegen sprach sich David Davies, Bronzemedaillengwinner über 1500 m in Athen und Montréal, für Sweetenham aus. "Ich bin glücklich, Bill als Nationaltrainer zu haben," sagte Davies. "Er hat uns vorwärts gebracht, mir die Augen geöffnet, und ich verdanke ihm meinen Erfolg." Bill Sweetenahm hat auch die Rückendeckung von David Sparkes, dem Geschäftsleiter von British Swimming. "Nach jeder grossen Meisterschaft sind die Athleten eingeladen, uns ihre Sorgen und Leiden mitzuteilen." sagte Sparkes der Times. Wir haben von den Schwimmern sehr viel positives Feedback. Darum unterstützen wir Bill." Südafrika: 98 Medaillen (54 Gold, 35 Silber und 23 Bronze) Zimbabwe: 23 Medaillen (2 Gold, 8 Silber und 13 Bronze) Algerien: 19 Medaillen (10 Silber und 9 Bronze) Seychellen: 5 Medaillen (2 Silber und 3 Bronze) Swaziland: 3 Medaillen (1 Silber und 2 Bronze) Morokko: 3 Medaillen (1 Silber und 2 Bronze) Mauritius: 9 Medaillen (alles Bronze) Namibia: 4 Medaillen (alles Bronze) Mozambique: 4 Medaillen (alles Bronze) 19.8. Deutsche Schwimmer vorerst zufrieden. (dpa) Die erst neu berufenen Präsidiumsbeauftragten Hans-Jürgen Günther und Jürgen Kozel sollen als Ansprechpartner für die Leistungssportler künftig die Kommunikation im Deutschen Schwimm-Verband (DSV) zwischen den Trainern und innerhalb der Fachsparte verbessern. Das ist das Ergebnis eines Gespräches zwischen Aktivensprecherin Anne Poleska und DSV-Präsidentin Christa Thiel in Wiesbaden. «Ich bin sehr glücklich, die Fahrt hat sich gelohnt. Wir haben sehr gut diskutiert und viele gute Ideen gehabt», sagte Anne Poleska nach dem über dreistündigen Treffen. Christa Thiel sprach von einem «sehr konstruktivem Gespräch. Wir haben über den Tellerrand geblickt. Es war kein Krisengespräch, alles andere als das. Wir richten den Blick nach vorne.» Der Arbeits- und Verantwortungsbereich von Cheftrainer Ralf Beckmann werde nicht beschnitten, betonte Thiel. «Natürlich soll ein Austausch stattfinden», meinte die DSV-Präsidentin. Durch bessere interne Kommunikation ließen sich Fehler und Probleme der Vergangenheit vermeiden. Nach den Weltmeisterschaften von Montréal hatte unter anderen Antje Buschschulte harte Kritik am DSV geübt. 18 von 28 WM-Teilnehmer unterzeichneten einen Brief an den DSV, in dem die Aktiven nach aufgetretenen Problemen unter anderem eine Aussprache forderten. 16.8. Rang sechs an der Universiade für Flori Lang. Der Limmatler Flori Lang qualifizierte sich als Siebter für den Endlauf. Im Final steigerte er sich zwar um beinahe eine halbe Sekunde, seine Gegner hatten allerdings auch noch Reserven. Es blieb Rang sechs in der sehr guten Zeit von 25,77 Sekunden, nur gerade 16 Hundertstel hinter den Medaillenrängen und sechs Hundertstel über seinem eigenen Schweizer Rekord. „Ein sechster Platz ist eigentlich immer gut an einem Wettkampf mit diesem Niveau, aber wenn ich sehe, wie wenig zu einer Medaille gefehlt hat, dann bin ich trotzdem nicht ganz zufrieden“, kommentierte der Zürcher seinen Final. (KEL / Quelle Swiss Swimming). 16.8. Schweizer Rekord von Novy - Bronze knapp verpasst. Die Schweizer Schwimmer sorgen an der Universiade in Izmir (Tür) weiter für positive Schlagzeilen. Nach Jonathan Massacand über 200 m Lagen und der 4x100-m-Crawl-Staffel verbesserte Karel Novy seinen Schweizer Rekord über 50 m Delfin gleich zweimal. Am Morgen im Vorlauf qualifizierte er sich mit der viertschnellsten Zeit aller Teilnehmer (24,36) für den Final und unterbot seine eigene Bestmarke aus dem Jahr 2002 (EM in Berlin) um 28 Hundertstel. Am Abend konnte er sich noch einmal um sechs Hundertstel steigern und klassierte sich schliesslich im 5. Rang. Die Bronzemedaille verpasste er um 32 Hundertstel. Diplome gewannen auch Dominik Meichtry über 200 m (6. Rang) und Swann Oberson über 1500 m Crawl (8.). Meichtry hatte im Vorlauf die drittschnellste Zeit (1:50,58) erreicht und durfte sich berechtigte Medaillenhoffnungen machen. Im Endlauf blieb er aber unter seinen Möglichkeiten (1:51,11). Über die längste Crawl-Distanz bei den Frauen nahmen nur acht Schwimmerinnen teil, so dass Oberson "kampflos" unter die ersten Acht kam. 16.8. Deutsche Schwimmer suchen das Gespräch. (sid) Auch nach der WM will die Kritik an der Führungsetage des Deutschen Schwimm-Verbandes nicht verstimmen. 18 der WM-Starter haben in einem Brief an den DSV ein Treffen mit Präsidentin Christa Thiel gefordert. Zahlreiche deutsche Schwimmer haben sich in ihrer Kritik zur WM in Montreal zusammengeschlossen und DSV-Präsidentin Christa Thiel zu einem Krisengespräch aufgefordert. 18 von 28 WM-Aktiven um Antje Buschschulte kritisieren nach Informationen der Sport Bild in einem Brief an den Verband die Teamleitung um Sportdirektor Ralf Beckmann. "Ich fände es ganz gut, wenn die DSV-Führung sich unseren Problematiken ein wenig öffnen würde. Ich kann nicht sagen, dass ich mit der Teamführung so zufrieden bin", sagte Buschschulte der Sport Bild. Thiel bezeichnete die Suche nach einem Gespräch seitens der Athleten hingegen als ganz normalen Vorgang. "Es herrscht keine Alarmstimmung. Es ist nichts Außergewöhnliches, wenn sich die Athleten mit uns Unterhalten wollen. Man muss sich ja abstimmen", sagte die Juristin dem Sport-Informations-Dienst (sid). "Wer den Brief nun getippt oder verfasst hat, weiß ich nicht. Als Absender steht die Nationalmannschaft drauf und Aktivensprecherin Anne Poleska koordiniert das Gespräch", erklärte Thiel. Auch Ralf Beckmann berichtet lediglich von einem Brief, in dem die Athleten um ein Gespräch gebeten hätten. Nicht unterschrieben hat den Brief der stellvertretende Aktivensprecher Lars Conrad. "Nach meinem Empfinden geht Antjes Kritik so weit, dass sie Herrn Beckmann das Vertrauen entziehen will. Das Vertrauen der Mannschaft ist aber da", sagte Conrad der Sport Bild. Buschschulte will nun abwarten, wie die angestrebten Gespräche mit dem DSV laufen: "Zunächst muss ich dem DSV erstmal die Möglichkeit einräumen, etwas zu unseren Kritikpunkten zu sagen. Und, noch viel besser, danach zu handeln. Eine zeitnahe Aussprache des gesamten Teams mit der Führung und dem DSV ist auch in meinem Sinne." 16.8. FINA Wasserballweltliga der Männer. 1. Serbia-Montenegro, 2. Ungarn, 3. Deutschland. So lautet das Schlussergebnis der in Belgrad durchgeführten Finalrunde, nachdem im entscheidenden Spiel Serbien-Montenegro Ungarn 16:6 geschlagen hatte [FINA Press Release]. 13.8. Canada Games, Regina, 8.-12.8.2005 [1. Tag] [2. Tag] [3. Tag] [4. Tag] [5. Tag] 10.8. Lenton doppelt nach. Innerhalb von 24 Stunden hat Lisbeth Lenton bei den australischen Kurzbahn-Meiterschaften in Melbourne den Weltrekord über 100m Freistil gleich zwei Mal unterboten. Im Final blieb sie in 51.70 um 21/100 unter ihrer ersten Bestzeit, die sie erst am Montag im Halbfinal aufgestellt hatte. Die 20 Jahre alte 50-Meter-Freistil-Weltmeisterin von Montreal schwamm dabei als erste Frau der Welt auf der Kurzbahn über 100m schneller als 52 Sekunden und unterbot die alte Bestmarke, die die Schwedin Therese Alshammar seit dem 17. März 2000 mit 52,17 Sekunden gehalten hatte [Website]. 10.8. Grant Hackett fast disqualifiziert. Grant Hackett verlangt eine Änderung der internationalen Schwimmregeln, nachdem er und sechs andere Schwimmer wegen zu spätem Erscheinen beim Startordner zuerst disqualifiziert und nach Protest dann doch gewertet wurden. Die sieben Schwimmer verpassten den Aufruf zum Start. Sie waren nicht mit der Regel vertraut, die besagt, dass sich die Schwimmer zwei Läufe vor Beginn des ersten Laufes ihrer Disziplin am Start einfinden müssen. Hackett sagte, dass er sich an einen Ablauf gewöhnt habe und sich normalerweise 20 Minuten vor seinem Lauf beim Start melde. "Seit beinahe 10 Jahren starte ich nun international und habe meinen Zeitplan immer so gestaltet." "Sie beklagen sich über die Leistungen des Männerteams und dann kommen sie und disqualifizieren uns." "Ich weiss, dass Regeln Regeln sind, aber wenn man sie alle so stur anwendet, wird das ein bisschen lächerlich und wir müssen uns fragen, ob sie richtig sind." "Ich wäre schon unzählige Male disqualifiziert worden, wenn man diese Regeln angewendet hätte." "Wahrscheinlich wäre ich nicht sehr oft gestartet." 8.8. Thorpe: Vergiss die 400. Es sieht ganz danach aus, als ob Ian Thorpe die 400 m Freistil an den Commonwealth Games 2006 in Melbourne aus seinem Wettkampfkalender streichen wird. Seine Trainerin Tracey Menzies sagte, dass Thorpe ab Dezember wieder mit Wettkämpfen beginnen wird, aber nicht über 400 m. Thorpe sei über 400 m "geistig ausgebrannt". Noch eher würde er über 50 m als über 400 m starten. "Er braucht wirklich eine Pause über diese Distanz", sagte Menzies. "Ich denke, er braucht eine neue Herausforderung und Begeisterung von dem, was er tut. Die Wettkampf-Pause hat ihm wirklich gut getan". Menzies meinte, dass für Thorpe die 100 m Freistil gegen Schoeman und Neethling in den Fokus gerückt sind. "Die 100-m-Rennen in Montréal haben Thorpe am Meisten in den Bann gezogen", sagte Menzies. Thorpe trainiert seit anfangs Jahr wieder und überlegt sich an den New South Wales Championships vom 16.-18. Dezember 2005 zu starten. 8.8. Don Talbot kritisiert die "Guys". Der alte australische Nationaltrainer Don Talbot geht mit den Leistungen der australischen Guys hart ins Gericht. Alles hinge an Grant Hackett und Ian Thorpe. "Ich sagte ihnen unzählige Male, dass Grant und Ian kein Team sind", sagte Talbot. "Sie helfen dir das Ziel zu sehen und zur Sache zu kommen". "Aber in einer Mannschaft muss jeder am Strick in die gleiche Richtung ziehen, und das tun sie nicht". "Sie denken es reiche, wenn Thorpe und Hackett sich Mühe geben, der Rest komme von selber". "Das ist ein verdammter Mist". Talbot ergänzte, es ginge ihm nicht um Streit, sondern er sei einfach besorgt. Er verstehe einfach nicht, warum sie nicht so gut schwimmen würden wie sie könnten. "Heute kann man 30 Jahre und älter werden und immer noch vorne mitmischen, ganz besonders in den Sprints," erklärte Talbot. "Aber unsere Guys werden nicht besser sondern schlechter." Natürlich hätten sie viele Junge im australischen Team, aber das hätten andere Nationen ja auch, sogar unter den Medaillengewinnern hätte es Neulinge gegeben. Alan Thompson ist über Talbots Äusserungen nicht glücklich: "Zu sagen die Guys gingen auf Urlaubsreise ist faslch, sie gaben ihr Bestes." 8.8. Ärger für Kamrau im Lake Magog. (dpa) Edith Van Dijk soll Britta Kamrau während des Wettkampfs einen kräftigen Schlag in die Magengrube versetzt haben. Van Dijk gewann das Rennen in 7:25:12,0 Stunden vor der Deutschen (7:40:24,0). Der 31-Jährigen Van Dijik, die am Ende der Saison ihre Karriere beendet, ist nach dem sechsten Erfolg im zehnten Weltcup-Veranstaltung der Gesamtsieg kaum noch zu nehmen. «Für mich ist es absolut unverständlich, wie man bei einem sportlichen Wettkampf zu solchen Dingen fähig ist», meinte Britta Kamrau. Nach dem Schlag habe sie große Probleme gehabt «und konnte meine Energiedrinks nicht mehr behalten, hatte Schmerzen und Krämpfe», berichtete die Jurastudentin. Der Arzt wollte sie aus dem Rennen nehmen. Doch Kamrau kämpfte sich ins Ziel und wurde erst dann zur Beobachtung ins Krankenhaus eingeliefert, aus dem sie aber schnell wieder entlassen wurde. Britta Kamrau legte Protest gegen die Wertung des Rennens ein. Dieser wurde von der Jury abgewiesen, die der Niederländerin keine Absicht nachweisen konnten. 8.8. Britische Jugendmeisterschaften, Sheffield, 30.7.-2.8.2005 [Website] 7.8. FINA Marathon Swimming World Cup. Wie bereits in der letzten Etappe gingen die Siege im kanadischen Lake Magog an Petar Stoychev und Edith van Dijk. Frauen: 1. Edith Van Dijk NED 7h25:12, 2. Britta Kamrau GER 7:40.24, 3. Ivanka Moralieva CZE 7h51:03. Männer: 1. Petar Stoychev BUL 7h22:02, 2. Brendan Capell AUS 7h23:54, 3. Stéphane Gomez FRA 7h23:55 [FINA-Website]. 7.8. Langstrecken-Europacup.(sid) Auf dem ungarischen Plattensee feierten die deutschen Langstreckenschwimmer beim Europacup einen Doppelsieg. Bei den Männern ließ der Fünf-Kilometer-Weltmeister Thomas Lurz (Würzburg) auf der 10-km-Strecke der Konkurrenz keine Chance und siegte in 1:58:56,7 Stunden, bei den Frauen war Stefanie Biller (Burghausen) auf der gleichen Distanz in 2:14:01,2 erfolgreich. Lurz lag auf der EM-Strecke des kommenden Jahres 39,7 Sekunden vor dem Zweitplazierten Bertrand Veturi (Frankreich) und übernahm vor dem Europacup-Finale am 20. August in Müritz bei Waren auch die Führung in der Gesamtwertung. Für den Studenten der Sozialarbeit war es der dritte Sieg in Folge. "Jetzt will ich auch den Europacup gewinnen", meinte der 25-Jährige. Auf die Wiederholung ihres im Vorjahr erkämpften Gesamtsieges hofft auch Stefanie Biller. Die 19 Jahre alte Abiturientin schob sich durch ihren Triumph in Ungarn bis auf einen Punkt an die Führende Spanierin Yurema Requena heran. Im Ziel lag sie neun Zehntelsekunden vor Alessandra Romiti (Italien), Dritte wurde in 2: 14:18,1 Stunden Annegret Braun . 7.8. Phelps und Hardy siegen bei US-Meisterschaften. (sid) Der sechsfache Athen-Olympiasieger Michael Phelps und Shootingstar Jessica Hardy haben die Serie der Favoritensiege bei den US-Schwimm-Meisterschaften im kalifornischen Irvine fortgesetzt. An die Weltrekordflut der vor einer Woche in Montreal mit acht Bestmarken beendeten Weltmeisterschaften konnten die US-Asse jedoch nicht anknüpfen. "Mein Ziel war der Sieg. Ich habe keinen Druck. Vor zwei Wochen hat noch keiner meinen Namen gekannt", sagte Hardy nach ihrem 100-m-Brusterfolg in 1:07,45 Minuten vor Sydney-Olympiasiegerin Megan Quann Jendrick (1:08,05). Die 18 Jahre alte Vize-Weltmeisterin blieb klar über ihrer Weltrekordmarke von 1:06,24 Minuten, die sie im WM-Halbfinale aufgestellt hatte. Phelps gewann nach den 200m Schmetterling auch die 200m Freistil und holte damit seinen 27. nationalen Titel. Mehr Siege hat kein aktiver US-Schwimmer auf dem Konto. Er setzte sich in 1:46, 40 Minuten vor dem zweimaligen 400-m-Olympiadritten Klete Keller (1:46,87) durch, der sich mit seinem Sieg in 3:46,20 Minuten über die 400 m revanchierte. Phelps blieb deutlich unter den 1:45,20 Minuten, mit denen er Weltmeister geworden war. Einen Rekord verbuchte der US-Star dennoch: Mit der 4x200-m-Freistilstaffel des Wolverine-Klubs verbesserte er die US-Bestmarke auf 7:12,35 Minuten. In Szene setzen konnten sich die Gastschwimmer. Südafrikas Doppel-Weltmeister Roland Schoeman gewann die 100m Schmetterling in 53,08 Sekunden, Silber über 100m Brust hinter Matthew Lowe (1: 01,64) holte in 1:02,09 Minuten 200-m-Vizeweltmeister Mike Brown aus Kanada.400-m-Freistilsiegerin wurde die mit WM-Silber- und Bronze dekorierte Kanadierin Brittany Reimer, die in 4:10,13 Minuten die zweifache Weltmeisterin Kate Ziegler (4:10,41) abhängte. Einen Tag zuvor hatte Reimer die 200m in 1:59,73 Minuten gewonnen.US-Meister über 400m Lagen wurden Robert Margalis in 4:18,66 Minuten und Ariane Kukors (4:43,32). Die Titel über 100m Rücken gingen an Vizeweltmeister Randall Bal (54,09) und Helen Silver (1: 02,64). Über 100m Schmetterling gewann die 16-jährige Elaine Breeden (59,20). [1. Tag] [2. Tag] [3. Tag] [Website] [Omega Live Timing] 4.8. FINA Marathon Swimming World Cup. Die neunte Etappe über 32 km in der bulgarischen "Traversée du Lac Saint-Jean"gewannen Edith van Dijk ud Petar Stoychev. Frauen: 1. Edith van Dijk NED 7h38:17, 2. Esther Nunez ESP 7h50:04, 3. Alex Lachance-Fortin CAN 7h51:26; Männer: 1. Petar Stoychev BUL 6h48:21, 2. Stephane Gomez FRA 6h52:44, 3. Gilles Rondy FRA 6h56:03. Stand nach neuen Rennen, Frauen: 1. Edith van Dijk NED 137, 2. Britta Kamrau GER 93, 3. Esther Nunez ESP 73; Männer: 1. Petar Stoychev BUL 133, 2. Stephane Gomez FRA 115, 3. Mohamed El Zanaty EGY 73. Das 10. Rennen findet am 6. August in Quebec im Lac Magog statt (40 km). 4.8. Commonwealth Trials. Kaum ist die WM vorbei, müssen die britischen Schwimmerinnen und Schwimmer müde und in der Kritik stehend an den Ausscheidungen für die Commonwealth Games antreten (Swimfit ASA Commonwealth Games Trials, Sheffield, 4.-9.8.2005 [Website und Live Timing]). BBC-Kommentatorin und Ex-Schwimmerin Sharron Davies hinterfragt den Sinn der Trails grundsätzlich und das Timing nach der WM. Sie kritisiert Bill Sweetenham als zu wenig flexibel mit den älteren Schwimmern - deshalb die gehäuften Rücktritte, 13 nach Athen! Man könne nicht einfach die Traininingsphilosophie Australiens nach Grossbritannien bringen, der Stellenwert des Schwimmens sei ein ganz anderer. 3.8. Es rumort mal wieder im DSV. Die Magdeburger Schwimmerin Antje Buschschulte hat nach der Rückkehr von den Weltmeisterschaften in Montreal den Deutschen Schwimm-Verband (DSV) kritisiert. "Bei uns im Verband läuft nicht alles richtig. Ich habe mich geärgert, weil ich im gesamten Jahr vor der WM von oben gemobbt wurde. Vor einem Jahr war ich die Böse, jetzt ist plötzlich alles toll", sagte die erfolgreichste deutsche WM-Starterin in der Fernsehsendung "MDR um zwölf". Die Probleme der deutschen Schwimmer würde auch die Tatsache belegen, dass in Montreal erneut die erfahrenen Athleten wie sie oder der 35-jährige Weltmeister Mark Warnecke für die besten Resultate gesorgt haben. "Vor allem die Zusammenarbeit der deutschen Trainer muss sich verbessern", forderte Buschschulte. Die 26-Jährige ist noch immer enttäuscht über eine Strafe von 7800 Euro, weil sie 2004 im olympischen Finale von Athen über 100 Meter Rücken im Anzug eines falschen Ausrüsters gestartet war. Sie habe nur auf ein Konkurrenzmodell zurück gegriffen, weil der richtige Badeanzug defekt gewesen sei. Ihre Olympiaprämien von Athen, wo sie genau wie jetzt in Montreal erfolgreichste DSV-Schwimmerin war, wurden mit der 7800-Euro-Strafe verrechnet. Die Verbandskritik des Chemnitzers Stev Theloke, der aus der WM-Mannschaft ausgeschlossen worden war, bewertete sie als "zum falschen Zeitpunkt zu dick aufgetragen." 3.8. Unzufriedenheit auch in Grossbritannien. Das von Rücktritten geschwächte GB-Team holte in Montréal nur gerade 3 Bronzemedaillen – die Prognose lautete auf 8 Medaillen. Bill Sweetenham wurde deshalb als Cheftrainer von der englischen Presse sehr unzimperlich kritisiert. Adrian Moorehouse nimmt die Mannschaft aber in Schutz. Natürlich habe man mit den Leistungen in Montréal kaum jemanden in Ekstase versetzt, meinte der Ex-Brust-Champion und heutige BBC-Kommentator Moorhouse. Die Mannschaft brauche nach all den Rücktritten Zeit und Ruhe. Man sei sich im UK gewohnt, Leute in die Pfanne zu hauen, wenn etwas nicht nach Plan verlaufe. Er sei vom Vorgehen und den Methoden Sweetenhams grundsätzlich überzeugt. Die Briten sollten in der Lage sein, mit den ersten Schwimmnationen mitzuhalten. Als Einziges würde er, im Gegensatz zu Sweetenham, mehr Gewicht auf die Psychologie legen. "Im Rennen kann die mentale Stärke zwischen Sieg und Niederlage entscheiden," sagte Moorhouse. "Ich würde mehr mit einem Sport-Psychologen arbeiten." Moorhouse denkt, dass Melanie Marshall oder Darren Mew deutlich unter ihrem Wert geschlagen wurden – und zwar weil sie dem Druck nicht standgehalten hätten. "Die sind physisch klar fähig, aber es fehlte im Kopf." Die mangelnde psychologische Betreuung sei sein einziger Kritikpunkt an Sweetenham, meinte Moorhouse abschliessend. 3.8. Amerikaner versenkten Australier. Das US-Team schwang im "Duel in the Pool" deutlich obenaus. Mit 183 gegen 102 Punkten war der Sieg der von Michael Phelps, Aaron Peirsol, Ian Crocker und Brendan Hansen angeführten Amerikaner nie in Gefahr. Die Australierinnen, angeführt von Leisel Jones und Jessicah Schipper wehrten sich nach Kräften. Bei den Frauen holten sie mehr Punkte als die Amerikanerinnen (76:70). Der Wettkampf dauerte 4 Stunden, für die ersten vier Plätze gab es entsprechend fünf, drei, zwei und einen Punkt(e). 2.8. Zufriedene Gesichter in Montreal. Im Anschluss an die WM in Montreal haben sich die Veranstalter zufrieden gezeigt, und auch angesichts eines Defizites von rund drei Millionen Euro und weniger Zuschauern als erwartet eine positive Bilanz gezogen. "Die Deckungslücke ist zu verkraften, weil der wirtschaftliche Gewinn für die Stadt und unsere Region weitaus höher ist", sagte Montreals Bürgermeister Gerald Trembley zum Abschluss der Titelkämpfe. Insgesamt besuchten etwa 170.000 Zuschauer die Wettkämpfe im Schwimmen, Langstrecken-, Synchronschwimmen, Turmspringen und Wasserball. Das waren 30.000 weniger als erwartet. "Wir haben eine WM von sportlich hohem Wert, einer guten Organisation und mit einer fantastischen Atmosphäre erlebt", erklärte Mustapha Larfaoui, der während der Titelkämpfe in seinem Amt als Präsident der Fina bestätigt worden war. Die Fina hatte Montreal nach finanziellen Problemen die WM im Vorfeld zunächst entzogen, dann aber doch wieder zurückgegeben. 2.8 Christof Wandratsch bricht Kanal-Rekord. Der deutsche Langstreckenschwimmer Christof Wandtrasch hat am 1. August 2005 mit einer Zeit von 7:03:53 eine neue Bestmarke fürs Kanalschwimmen aufgestellt. Die alte Bestzeit für die 25 km lange Strecke betrug 7:17. Aufgrund von gezeitenbedingten Strömungen und hohem Wellengang schwimmt man wesentlich weiter als 32 km.
Am 1. September 2005 tritt Dirk Reinicke sein Amt als Cheftrainer und technischer
Direktor Schwimmen beim Schwimmverein Limmat an. Reinicke besticht durch
seine sportlichen, fachlichen und menschlichen Qualitäten.(FG) Der 36-jährige Reinicke gibt seine Stelle als luxemburgischer Verbandstrainer auf, um nach Zürich zum SV Limmat zu ziehen. Der aus dem Saarland stammende Trainer war zwischen 1976 und 2003 selber aktiver Schwimmer auf höchstem Niveau, zuletzt als Kadermitglied im saarländischen Landesverband. Seine Laufbahn als Trainer begann er bereits Mitte der 80er Jahre als Übungsleiter im heimischen Klub in Dudweiler bei Saarbrücken. Die A-Lizenz als Trainer des Deutschen Schwimmverbandes erhielt er 2004. In seiner Abschlussarbeit setzte er sich mit den "Kräften im Schwimmsport und daraus resultierenden Schlussfolgerungen für die Technikvermittlung“ auseinander. Als Physiker - bald sogar mit dem Doktortitel der Universität Saarland - kennt sich Reinicke mit der Physik des Wassers und des Schwimmers natürlich bestens aus. Reinicke übernimmt von seinem Vorgänger Flemming Poulsen eine erfolgreiche, motivierte und gut trainierte Mannschaft. Er wird unterstützt von einer umsichtigen Vereinsführung, die weiss was sie will. "Ich will die sehr positive Entwicklung des SV Limmat auf nationaler und internationaler Ebene weiterführen", sagt Reinicke. "Meine Kenntnisse des Schwimmsportes kann ich hier effektiv umsetzen und weiter ausbauen." Reinicke hat alle Facetten des Schwimmsportes erlebt und durchgearbeitet, vom Grundlagentraining über Aufbautraining, Anschlusstraining bis zum Hochleistungstraining. Reinicke weiss, dass die Trainerarbeit nicht nur von Wissen und Erfahrung, sondern auch von persönlichen Beziehungen abhängen: "Die Stärken in meiner bisherigen Arbeit liegen in einer immer sehr guten Trainer-/Sportler-Beziehung, die es mir ermöglicht hat, meine eigene Begeisterung und Faszination für den Schwimmsport auf die Sportler zu übertragen." Reinickes Hauptziel ist nicht der kurzfristige Erfolg. "Das Hauptziel meiner Arbeit ist der sorgfältig geplante, langfristige Leistungsaufbau", sagt Reinicke. "Dies führt den Athleten schliesslich dazu, sein persönliches Leistungsvermögen optimal ausschöpfen zu können." Der perfekt Deutsch, Französisch und Englisch sprechende Trainer weiss, dass eine Mannschaft mehr ist als nur die Summe der Einzelathleten: "Die tatsächlichen Fähigkeiten eines Trainers zeigen sich in meinen Augen nicht unbedingt in den Leistungen eines herausragenden Talentes, sondern gerade in der Entwicklung der weniger begabten Schwimmer in der Mannschaft." Mit Dirk Reinicke wurde für den SV Limmat eine Trainer-Persönlichkeit gewonnen, die die Erfolgsgeschichte des traditionsreichsten schweizerischen Schwimmvereins weiterschreiben kann und wird. Wir begrüssen ihn ganz herzlich in Zürich und wünschen ihm viel Erfolg. 1.9. FINA sperrt 2 Schwimmer. Oleg Shteinikov (Kasachstan) und Daniel Pereira (Portugal) wurden wegen Anabolikamissbrauch von der FINA für 2 Jahre gesperrt. Beim 20-jährigen Shteinikov wurde an der Islamischen Solidaritätsspielen in Saudi Arabien Nandrolon gefunden. Beim 22-jährigen Pereira wurde an den portugiesischen Meisterschaften Stanozolol entdeckt. 1.8. Edmistone WR 50 m Brust – Hackett schreibt Geschichte. Lagenstaffel mit US-Sieg. Gold ging an Olympiasieger und Titelverteidiger USA (3:31,05). Michael Phelps hatte im internen Duell einen Startplatz in der US-Staffel verpasst und war lediglich im Vorlauf zum Einsatz gekommen. Silber sicherte sich Russland (3:35,08), Bronze gewann Japan (3:35,40). Vierter WM-Titel für Hackett über 1500 m Freistil. Den Eintrag in die Schwimm-Geschichtsbücher hat Grant Hackett sicher: Der Australier sicherte sich bei der WM Gold über 1500m Freistil. Für den 25-Jährigen war es neben seinen zwei Olympiasiegen 2000 und 2004 der vierte WM-Titel in Folge über dieselbe Strecke - ein Novum, das vor ihm noch keinem Schwimmer gelungen ist. Mit seinem dritten Triumph in Kanada in 14:42,58 stieg Hackett nach den Siegen über 400 und 800m zugleich zum erfolgreichsten Athleten der Titelkämpfe auf. Silber sicherte sich Larsen Jensen aus den USA (14:47,58). Bronze ging an David Davies aus Großbritannien (14:48,11). Katie Hoff feiert zweiten WM-Titel in Montreal. Nach ihrem WM-Titel über 200 m Lagen durfte Katie Hoff über die nächste Goldmedaille jubeln. Die US-Amerikanerin sicherte sich auch den Titel über 400m Lagen. In 4:36,07 verwies Hoff Kirsty Coventry aus Simbabwe (4:39,72) und Kaitlin Sandeno aus den USA (4:40,05) auf die Plätze zwei und drei. Lenton triumphiert im 50m-Freistilsprint. Die Australierin hat den Sprint über 50m Freistil für sich entschieden. Lenton sicherte sich in 24,59 Gold vor Marleen Veldhuis aus den Niederlanden (24,83) und der Chinesin Yingwen Zhu (24,91). Cseh feiert WM-Titel über 400 m Lagen. In Abwesenheit von Phelps hat sich der Ungar Laszlo Cseh bei der Schwimm-WM in Montreal Gold über 400m Lagen gesichert. Der Europameister siegte in Europarekordzeit von 4:09,63 und unterbot damit seine eigene Bestmarke um 47 Hundertstel. Silber sicherte sich der Italiener Luca Marin (4:11,67). Bronze ging an Oussama Mellouli aus Tunesien (4:13,47). Edmistone jubelt über WM-Titel und Weltrekord. Jade Edmistone hatte allen Grund zum Jubeln. Die Australierin gewann Gold über 50 m Brust. Edmistone verbesserte in 30,45 Sekunden zudem den drei Jahre alten Weltrekord von Zoe Baker aus Großbritannien um zwölf Hundertstel und verwies Jessica Hardy aus den USA (30,85) und Brooke Hanson aus Australien (30,89) auf die Plätze zwei und drei. Janne Schäfer aus Wolfsburg belegte in 32,45 Rang acht. Die Australierinnen holten sich damit über alle 4 Kurzsprints die Goldmedaille. [Übersicht Resultate] [Live Timing Swimming] [Fotos] Medaillenspiegel am 31.7.05
Zurück zur Homepage / an den Anfang Juli 200531.7. WM Montréal [Übersicht Resultate] [Live Timing Swimming] [Fotos] Rigamonti Vierte über 800 Meter. (si) Flavia Rigamonti hat in Montreal als Vierte über die 800 Meter Crawl eine zweite Medaille, nach dem WM-Silber über 1500 Meter um 0,88 Sekunden verpasst. Siegerin wurde wie schon über die 1500 Meter-Strecke die erst 17-jährige Amerikanerin Kate Ziegler. Flavia Rigamonti schlug 3,43 Sekunden später in 8:28,74 an, ihrer zweitbesten je erreichten Zeit. "Ich habe nicht erwartet, dass ich so schnell beginne und dann so lange mithalten kann", resümiert Rigamoni nach dem Rennen, "im Schlusssprint habe ich fast eine Sekunde auf die Japanerin verloren." Die 24-jährige Studentin an der Southern Methodist University in Dallas weiss, was sie in den kommenden Jahren verbessern muss: "Im letzten Jahr habe ich an der Ausdauer gefeilt, da 800 und 1500 Meter halt schon nicht gleich sind. Nun muss ich etwas mehr an meiner Grundgeschwindigkeit arbeiten." Sie sei trotz dieses vierten Rangs mit ihren Leistungen in Montreal sehr zufrieden, so Rigamonti, "es waren meine besten Titelkämpfe der Karriere". Flori Lang fehlten 0,15 Sekunden. (si) Flori Lang ist im Halbfinal über 50 m Rücken als Elfter ausgeschieden. Der Stadtzürcher blieb in 25,84 um 13 Hundertstel über seinem Schweizer Rekord vom März 2003. Zur Final-Teilnahme fehlten Lang schliesslich auch nur 15 Hundertstel. "Auf den letzten Metern fühlte ich mich nicht mehr so gut. Bestimmt habe ich auch beim Anschlag noch etwas verloren, da hätte ich vielleicht besser noch einen Armzug mehr gemacht", sagte der 22-jährige Lang. "Ich hätte wirklich sehr gerne den Rekord verbessert. Doch mit der Zeit kann ich nicht unzufrieden sein, auch Platz 11 kann man durchlassen." Den Vorlauf hatte er in 25,98 als Zehnter überstanden. Ausser Carla Stampfli (Vorlauf-33. über 50 m Delphin) qualifizierten sich damit in Montreal alle vier weiteren Schweizer mindestens für die nächste Runde, mit Flavia Rigamonti als WM-2. über 1500 m Crawl als herausragender Leistung. Crocker stiehlt Phelps die Show. In neuer Weltrekordzeit liess er seinen Landsmann Michael Phelps hinter sich. WM-Titel, Fabelzeit und Triumph über den Superstar: Der US-Amerikaner Ian Crocker hat bei der Schwimm-WM in Montreal seinem Landsmann Michael Phelps dessen drittes Einzelgold vor der Nase weggeschnappt. Über 100m Delfin verteidigte Crocker in Weltrekordzeit von 50,40 Sekunden seinen Titel erfolgreich, unterbot seine eigene Bestmarke um 36 Hundertstel und stellte damit den bereits achten Weltrekord dieser Titelkämpfe auf. Phelps schwamm in 51,65 auf Platz zwei. Serbiens Wasserballer holen sich den WM-Titel. Neuer Wasserball-Weltmeister der Männer ist Serbien-Montenegro: Gegen den bisherigen Titelträger und Olympiasieger Ungarn feierten die Serben vor 5000 Zuschauern in Montreal einen knappen 8:7 (1:1, 2:2, 2:2, 3:2)-Erfolg und revanchierten sich damit zugleich für die Endspiel-Niederlage von Athen. Bronze sicherte sich Griechenland durch ein 11:10 n.V. (2:1, 3:3, 1:2, 3:3; 0:0, 2:1) gegen Kroatien. Ein Tag zuvor hatte Ungarns Frauen-Nationalteam durch ein 10:7 n.V. im Endspiel gegen die USA den Titel gewonnen. Stand Medaillen am 30.7.
30.7. Weltrekorde durch Leisel Jones und Aaron Peirsol. (si) Leisel Jones (Au) über 200 m Brust und Aaron Peirsol (USA) über 200 m Rücken haben in Montreal für die Weltrekorde Nummer 6 und 7 gesorgt. Die USA mit drei Titeln und Australien mit zwei teilten sich die Goldmedaillen auf [mehr] [Übersicht Resultate] [Live Timing Swimming] [Fotos]. Medaillenspiegel
29.7. Magnini überraschender 100-m-Crawl-Weltmeister. Der Italiener Filippo Magnini hat an den WM in Montreal überraschend den WM-Titel über 100 m Crawl gewonnen. Der 23-Jährige aus Pesaro schlug in hervorragenden 48,12 an und ist damit zweitschnellster Schwimmer aller Zeiten über diese Distanz. Kein Faktor in diesem Rennen war Michael Phelps, der zwar erneut unter der 49-Sekunden-Marke blieb, sich in 48,99 aber nur als Siebenter klassierte. Eine Stunde später machte es Phelps wenigstens über 200 m Lagen mit seinem dritten WM-Gold in Montreal besser. Seinen Abstechern auf die 100 und 400 m Crawl, für welche er auf seine Paradediszplinen 200 m Delfin und 400 m Lagen verzichtete, waren aber keinerlei Erfolg beschieden. Der vielseitig begabte Amerikaner täte wohl gut daran, sein Programm für Peking 2008 nochmals zu überdenken. "Jeder Schwimmer hat eine Schwäche. Ich will an meinen Schwächen arbeiten, um ein besserer Schwimmer zu werden. Ich behalte diese Distanzen bei", sagte aber Phelps. Dem sechsfachen Olympiasieger bleiben in Montreal mit den 100 m Delfin sowie den Staffeln über 4x100 m Lagen und 4x200 m Crawl noch immer drei Gewinnchancen. 29.7. Verstoss von Polin nicht bemerkt. Die Polin Otylia Jedrzejczak sorgte über 200 m Delfin am fünften Wettkampftag für den Weltrekord Nummer 5. Die 21-jährige Warschauerin und die Australierin Jessicah Schipper lieferten sich bis zuletzt ein extrem spannendes Duell, in welchem beide Schwimmerinnen unter dem seit dem 4. August 2002 bestehenden Weltrekord von 2:05,78 von der Polin blieben. Olympiasiegerin Jedrzejczak behielt letztlich in 2:05,61 mit vier Hundertsteln Vorsprung auf Schipper das bessere Ende für sich. TV-Bilder von oben zeigten allerdings, dass Jedrzejczak die Wand beim Anschlag nur mit einer Hand berührte und damit klar gegen die Regel verstiess, dass dies mit zwei Händen geschehen müsse. Doch weil die Rennkomissäre den Verstoss nicht bemerkten und der Videobeweis vom Weltverband nicht anerkannt wird, durfte die Polin die Goldmedaille in Empfang nehmen. 29.7. Jedrzejczak schwimmt Weltrekord. Otylia Jedrzejczak hat mit dem fünften Weltrekord der WM in Montreal ihre Siegesserie über 200 m Delfin fortgesetzt. Die Olympiasiegerin verbesserte ihren eigenn Rekord um 17/100 auf 2:05.61 und verwies die Australierin Jessicah Schipper um 4/100 auf Platz zwei. Magnini holt Gold über die lange Sprintstrecke. Über die 100 m Freistil siegte der Italiener Filippo Magnini in 48,12 und verwies den Südafrikaner Roland Schoeman (48,28) auf Rang zwei. Dritter wurde sein Landsmann Ryk Neethling in 48.34. Michael Phelps schwamm als Siebter mit 48.99 ins Ziel. Phelps verteidigt Lagentitel. Michael Phelps hat bei der WM in Montreal seinen Titel über 200 m Lagen verteidigt. Er schwamm in 1:56,68 Minuten zu seinem zweiten Einzel-Gold. Silber sicherte sich Laszlo Cseh aus Ungarn in Europarekord-Zeit von 1:57,61. Bronze ging an den Amerikaner Ryan Lochte (1:57,79). 4x200 m Freistil Frauen. Die USA hat ihre Vormachtstellung über 4x200m-Freisti bei den Frauen behauptet. Das Quartett siegte in 7:53,70 vor Australien (7:54,06), Bronze ging an China (7:57,29). [Übersicht Resultate] [Omega Live Timing] [Fotos] 28.7. Weltrekord über 800 m Crawl. Der Australier Grant Hackett ist auf bestem Weg, aus dem grossen Schatten Ian Thorpes zu treten: An den WM in Montreal jagte der Titelverteidiger über 800 m Crawl dem zwei Jahre jüngeren Landsmann in 7:38,65 nun auch den Weltrekord ab [mehr im TA] [mehr in der NZZ]. 28.7. Nur wenige Knospen. Noch sind nicht alle Schweizer WM-Teilnehmer auf der Ile Sainte-Hélène an den Start gegangen; dennoch liest sich das Fazit aus Schweizer Sicht schon sehr erfreulich[mehr]. 28.7. Hackett mit 800-m-Weltrekord. Grant Hackett hat in Montreal für einen Paukenschlag gesorgt. Der Australier feierte in neuer Weltrekordzeit über 800 Meter Freistil seinen zweiten Titelgewinn. Nach Gold über die 400 Meter verbesserte der 25-Jährige die Bestmarke seines Landsmanns Ian Thorpe um 51 Hundertstel auf 7:38,65 Minuten. Silber ging an Larsen Jensen aus den USA (7:45,63). Bronze holte sich der Russe Juri Prilukow, der in 7:46,64 seinen eigenen Europarekord um mehr als drei Sekunden verbesserte. Ian Thorpes Manager Dave Flaskas teilte mit, dass Thorpe den Final im Fernsehen verfolgt habe. Er habe sich sehr über Hackett gefreut und sei überglücklich. 28.7. Resultate und Medaillenspiegel [Übersicht Resultate] [Omega Live Timing] [Fotos]
27.7. Flavia Rigamonti holt WM-Silber. (si) Flavia Rigamonti hat an der Schwimm-WM in Montreal über 1500 m Crawl in neuer Schweizer Rekordzeit die Silbermedaille gewonnen. Die 24-jährige Tessinerin musste sich in 16:04,34 nur der amerikanischen Jahresschnellsten Kate Ziegler um rund vier Sekunden geschlagen geben. Bronze ging an Brittany Reimer (Ka). Flavia Rigamonti unterbot ihren Landesrekord von Fukuoka, als sie auf ihrer Paradestrecke schon einmal WM-Zweite war, um 1,65 Sekunden. "Ich habe Schmerzen, bin aber sehr zufrieden. Dass die Amerikanerin ihr Tempo so durchhält, hätte ich nicht gedacht. Dass ich den schon vierjährigen Rekord unterbot, zeigt, dass die Vorbereitung gut war", berichtete Rigamonti. Die Pace im Rennen wurde von Beginn weg von Kate Ziegler bestimmt, die um bis zu 5,5 Sekunden wegzog. Rigamonti ihrerseits hatte die erste Länge als Fünfte absolviert, danach konnte sie ihr angeschlagenes Tempo durchhalten. Nach 950 m hatte sie sich erstmals auf Rang 2 verbessert. An der 11. Schwimm-WM war es für die Schweiz erst die vierte Medaille nach denjenigen von Rigamonti 2001 in Fukuoka sowie vor 19 Jahren in Madrid von Dano Halsall (2./50 m Crawl) und Marie-Thérèse Armentero (3./50 m Crawl) 27.7. Meichtry im Halbfinal out. (si) Dominik Meichtry ist im WM-Halbfinal über 200 m Crawl als ausgeschieden. Der 20-jährige Student an der Universität in Berkeley (USA) kam in 1:49,97 nicht mehr ganz an seinen Landesrekord vom Vorlauf (1:49,13) heran. Für den Vorstoss in den Final hätte Dominik Meichtry mehr als eine Sekunde schneller schwimmen müssen als je zuvor. "Der Final wäre geil gewesen. Doch 1:48,1, diese Zeit ist schon weit weg", musste der Schweizer Rekordhalter anerkennen. Er habe sich im Halbfinal körperlich ganz leicht müde gefühlt, im Kopf sei er aber frisch gewesen und sehr motiviert, so Meichtry. 27.7. Phelps gewinnt 14. WM-Medaille. Nach dem völligen Misserfolg über 400 m holte sich Michael Phelps über 200 m Freistil seine 14. WM-Medaille mit einer Zeit von 1:45.20. Er gewinnt damit mehr Medaillen als bisher jeder andere Schwimmer. Grant Hackett (Aus) gewann Silber in 1:46.14, Ryk Neethling (RSA) wurde mit 1:46.63 Dritter. 27.7. Resultate und Medaillenspiegel [Resultate: Überblick] [Omega: Live Timing Swimming] [Fotos].
26.7. Theloke schliesst Klage gegen DSV nicht aus. (sid) Stev Theloke schliesst eine Klage gegen den Deutschen Schwimmverband nicht aus. Der Europameister war vor der WM in Montreal vom Verband ausgeschlossen worden, weil der 27-Jährige die Vorbereitung und den Sportdirektor stark kritisiert hatte. "Ich mache erst einmal Urlaub, und dann überlege ich mir, ob ich rechtliche Schritte gegen den Verband einleite", sagte Theloke der Sport-Bild: "Ich bin um eine mögliche Medaille gebracht worden. Da geht mir Geld verloren." Theloke war nur drei Tage vor den Titelkämpfen in Kanada suspendiert worden, weil er die Vorbereitung kritisiert hatte und dabei auch DSV-Sportdirektor Ralf Beckmann massiv angegangen war. Durch seinen Rauswurf verliert der Sportsoldat unter anderem den Status der Sportförderung in der Bundeswehr. Theloke, der bei den Titelkämpfen in Kanada über 50m Rücken als Medaillenkandidat galt, hält sich jetzt einen Start für eine andere Nation offen. "Das überlege ich schon länger. In Monaco würde man mich gerne nehmen", erklärte der Berliner. Auch die Schweiz sei eine mögliche Alternative. Er habe nach dem Heimflug viele Solidaritätsbekundungen von den Teamkollegen per SMS bekommen, sagt Theloke weiter: "Ich hoffe, dass irgendwann die Zeit reif ist, dass auch sie ihre Meinung offen sagen - und nicht damit hinterm Berg halten müssen, weil sie Schiss haben, rauszufliegen." 26.7. "Franzi" erstmals TV-Expertin mit Zauberstift. (dpa) Franziska van Almsick macht auch am Beckenrand eine gute Figur. Die frühere Weltklasse-Schwimmerin hat bei der WM in Montréal die Seiten gewechselt und kommentiert erstmals als Fernseh-Expertin ein grosses Sportereignis. Mit einem roten Filzer, dem so genannten Zauber-Stift in der Hand, versucht "Franzi" die Zuschauer in die Geheimnisse des Schwimmsports einzuweihen. "Jetzt gucken Sie mal auf den Beinschlag", sagte die kesse ARD-Expertin und malt einen roten Kreis auf das Unterwasserbild. "Ich markiere ihn mal, damit man besser weiss, um wen es geht." Beim Brustschwimmer Brendan Hansen aus den USA jedoch versagte auch ihr Sachverstand. "Es ist für mich ein Rätsel, wie man so schwimmen kann", sagt van Almsick. Ansonsten beantwortet die 27-Jährige Berlinerin bereitwillig alle Fragen von ARD-Mann Ralf Scholt. Sie plaudert aus dem Nähkästchen ("Die 50-Meter-Brust-Strecke raubten mir als jugendliche Lagenschwimmerin die Kraft") und hat für die deutschen WM-Teilnehmer stets ein gutes Wort parat. Vor allem für Antje Buschschulte, mit der sie noch vor einem Jahr zwei Mal Staffel-Bronze bei Olympia in Athen gewann: "Wenn Buschi sagt, sie kann noch etwas rausquetschen, dann wird sie das auch tun." Die TV-Premiere der Sportjournalistin Franziska van Almsick, die zuvor bereits für Zeitungen gearbeitet hat, erleben wegen der Zeitverschiebung nur wenige Fernsehzuschauer. In der Nacht zum 26. Juli sassen nach Mitternacht bis 02.00 Uhr morgens lediglich rund 500 000 Fans vor dem Bildschirm. Der Star-Faktor bringt auch bei den Nachmittags-Übertragungen mit den Vorläufen der ARD kaum Quote. Am vorhergehenden Nachmittag lag der Marktanteil bei mageren 4,2 Prozent. Dabei kann "Franzi" die Nachtschwärmer mit netten Bonmots zum Schmunzeln bringen. Zum Beispiel, wenn sie die Erfolge der australischen Mannschaft erklärt: "Alle Australier können schwimmen. Das sollte man auch, wenn man auf einer Insel lebt." 26.7. Notizen aus Montréal Schoeman siegt mit erneutem Weltrekord Mit seinem zweiten Weltrekord innerhalb von 24 Stunden hat Roland Schoeman bei der Schwimm-WM in Montreal Gold über 50m Delfin gewonnen. Der südafrikanische Staffel-Olympiasieger von Athen verbesserte seine eigene Marke vom Vortag im Finale nochmals um fünf Hundertstel auf 22,96 Sekunden. Silber holte der ehemalige Weltrekordler Ian Crocker aus den USA (23,12). Bronze sicherte sich der Ukrainer Sergei Breus (23,38). Titelverteidiger Matt Welsh aus Australien war als 23. frühzeitig ausgeschieden. Hardy schwimmt mit Weltrekord ins Finale Am zweiten Tag der Schimm-WM in Montreal hat die US-Amerikanerin Jessica Hardy den dritten Weltrekord der Titelkämpfe aufgestellt. Im Halbfinale über 100m Brust schwamm Hardy 1:06,24 Minuten und verbesserte damit die zwei Jahre alte Bestmarke der Australierin Leisel Jones um 17 Hundertstel. Hansen holt WM-Gold über 100m Brust Der Weltrekordler ist nun auch Weltmeister: Brendan Hansen aus den USA hat bei der Schwimm-WM in Montreal Gold über 100m Brust gewonnen. Hansen triumphierte in 59,37 Sekunden und verwies Titelverteidiger und Olympiasieger Kosuke Kitajima aus Japan (59,53) auf den zweiten Platz. Bronze holte der Ukrainer Oleg Lisogor in 1:00,36 Minuten. Australischer Doppelsieg über 100m Delfin Jessicah Schipper und Lisbeth Lenton haben bei der Schwimm-WM in Montreal über 100m Delfin für einen australischen Doppelsieg gesorgt. Schipper triumphierte in 57,23 Sekunden und trat damit die Nachfolge der US-Amerikanerin Jenny Thompson an, Lenton schlug als Zweite nach 57,37 Sekunden an. Bronze ging an die Polin Otylia Jedrzejczak (58,57). Neben der zurückgetretenen Thompson fehlte auch Weltrekordlerin Inge de Bruijn (Niederlande), die derzeit pausiert. Hoff schlägt über 200m Lagen als Erste an Katie Hoff hat bei der Schwimm-WM in Montreal die Goldmedaille über 200m Lagen gewonnen. Die US-Amerikanerin verwies in 2:10,41 Minuten Kirsty Coventry aus Simbabwe (2:11,13) und Lara Carroll aus Australien (2:13,32) auf die Plätze zwei und drei. Titelverteidigerin und Olympiasiegerin Jana Klotschkowa (Ukraine) hatte bereits im Vorfeld der Titelkämpfe auf einen Start verzichtet. 26.7. Zwei Weltrekorde in Montréal. Der Südafrikaner Roland Schoeman (25) verbesserte im Final seinen im Halbfinal aufgestellten Weltrekord von 23.01 auf 22.96. Ian Crocker wurde Zweiter (23.12) und der Ukrainer Sergiy Breus Dritter in 23.38. Der zweite Weltrekord fiel im Halbfinal über 100 m Brust: Die amerikansiche Newcomerin Jessica Hardy (18) schwamm mit 1:06.20 17/100 schneller als Leisel Jones [Resultate] [Fotos] [RSS-Feed]. 25.7. Grant Hackett über 400m locker zum Gold. Einen goldenen Auftakt gab es für Grant Hackett im ersten Wettkampf. Der Australier schnappte sich in Abwesenheit von Michael Phelps, der sich im Vorlauf überraschend verabschiedet hatte, den WM-Titel über 400m Freistil. Der 25-Jährige triumphierte in 3:42,91 und tritt damit die Nachfolge seines Landsmanns Ian Thorpe an, der Hackett bei den letzten drei Titelkämpfen stets auf Rang zwei verwiesen hatte, in diesem Jahr aber eine Pause einlegt. Silber ging an Juri Prilukow aus Russland (3:44,44), Bronze sicherte sich der Tunesier Oussama Mellouli (3:46,08). 25.7. WM-Titel für Laure Manaudou. Die Französin Laure Manaudou hat sich in Montreal die Krone über die 400-m-Freistil-Strecke aufgesetzt. Die Olympiasiegerin setzte sich in 4:06,44 vor der Japanerin Ai Shibata (4:06,74) und Caitlin McClatchey aus Großbritannien (4:07,25) durch. 25.7. Fotos WM Montréal. [www.swimming-pictures.com/] 25.7. WM Montréal [Resultate Schwimmen] 25.7. Weltrekord 50 m Delfin. An den Weltmeisterschaften in Montréal verbesserte der südafrikanische Sprinter Roland Schoeman im Halbfinal den Weltrekord auf 23.01. Zuvor wurde der Rekord in dieser nicht-olympischen Disziplin gehalten von Ian Crocker (23.30, vom 29.2.04 in Austin). 25.7. 25-km-Langstrecke. Bei den Männern gewannn der Spanier David Meca Gold (5:00:21.4) vor dem Australier Capell Brendan (5:00.23.6) und dem Bulgaren Petar Stoychev (5:00:28.4). [Männer 25 km]. 25.7. Phelps sang- und klanglos out. Mit dem Ausscheiden von Michael Phelps im 400-m-Vorlauf gab es am der Schwimm-WM in Montreal schon am Morgen des ersten Wettkampftages eine riesige Überraschung zu verzeichnen. Der 20-Jährige aus Baltimore blieb in 3:50,53 rund vier Sekunden über seiner persönlichen Bestzeit. Für die Finalteilnahme hätten Phelps 3:49,00 gereicht. "Mein WM-Auftakt ist enttäuschend. Das war anders geplant. Noch beim Aufwärmen fühlte ich mich gut, aber das Rennen lief dann ohne mich, ich war an diesem Morgen nicht bereit. Für die anderen Rennen und die Staffeln muss ich mich steigern", so der sechsfache Olympiasieger und fünffache Weltmeister. Phelps verlor auf den Jahresbesten und Vorlaufschnellsten, Grant Hackett, fast sechs Sekunden. Der eine Serie später startende Australier war nach eigener Aussage ob Phelps "Auftritt" so überrascht, dass er die ersten 10 m seines Rennens über Phelps Ausscheiden nachdachte. "Das war doch ein grosser Schock." Schweizer erst am Montag im Einsatz Am Sonntag nur Zuschauer waren die fünf Schweizer WM-Teilnehmer. Die ersten Einsätze erfolgen am Montag für Flavia Rigamonti (über 1500 m Crawl) und Dominik Meichtry (200 m Crawl). 25.7. Magdalena Brunner in den Top Ten. (si) Synchronschwimmerin Magdalena Brunner reichte es an den WM in Montreal mit einer gelungenen Darbietung zum hervorragenden 10. Platz im Solo-Final, einen Rang besser als nach der Qualifikation. Gold holte sich Titelverteidigerin Virginie Dedieu (Fr). Die Leistung der 22-jährigen St. Galler Rheintalerin ist umso bemerkenswerter, als sie erst ihren dritten Solo-Wettkampf nach fast drei Jahren Pause bestritt. "Wahnsinn, ich hoffte auf einen Finalplatz. Nun bin ich sogar Zehnte", sagte Brunner, die alle Erwartungen übertraf. Weder Belinda Schmid noch Madeleine Perk, die die Schweiz in den vergangenen Jahren im Solo vertreten hatten, waren so gut klassiert gewesen. "Am Schluss, als ich die Müdigkeit schon sehr spürte, schwamm ich wie in Trance." Brunner hatte ihre Solo-Kür im Januar und Februar in Aix-en-Provence zusammen mit der alten und neuen Weltmeisterin Virginie Dedieu erstellt. Die 26-jährige Französin ihrerseits bezauberte in Montreal alle mit ihrer neuartigen Präsentation. Im Wasserspringen sicherte sich der kanadische Publikumsliebling Alexandre Despatie den Titel vom 1-m-Brett; der 20-jährige Québécois hatte bereits vom 3-m-Brett triumphiert. Insgesamt war es die dritte Goldmedaille für das Gastgeberland in dieser Disziplin. Departie lag im 1-m-Final vom ersten Sprung weg in Führung. Er hatte schon 1998 für Aufsehen gesorgt, als er an den Commonwealth Games als 13-Jähriger (!) den Titel vom Turm holte. 23.7. Van Dijk mit Zittersieg vor Kamrau. Britta Kamrau hat ihren Titel über 25km nicht verteidigen können. Zum Abschluss der Langstrecken-Wettbewerbe bei den Frauen war ihr die sicher geglaubte Goldmedaille aberkannt worden. Nach Zielrichter-Entscheid hat Britta Kamrau ihre schon sicher geglaubte Goldmedaille bei der Schwimm-WM in Montreal verloren. Obwohl die elektronische Zeitmessung die Rostockerin nach 25 Kilometern mit einer Zehntelsekunde zunächst vorne sah, wurde Kamrau im Anschluss von der Jury hinter die Niederländerin Edith van Dijk auf Platz zwei zurückgesetzt. Nach korrigiertem Richterspruch siegte van Dijk in 5:25:06,6 Stunden mit drei Zehntelsekunden vor Kamrau. Bronze ging an die Italienerin Laura La Piana in 5:25:11,5. 27.7.
Swiss Open / Championnat suisse juniors 2005. Zum Saisonabschluss gewann
das neunköpfige Team des SV Limmat an den diesjährigen Swiss Open
und Juniorenmeisterschaften in der Kategorie „Open“ 2x Gold,
3x Silber, 3x Bronze und in der Kategorie „Junioren“ 2x Silber
und 3x Bronze. Jonathan Massacand stellte einmal mehr seine Vielseitigkeit
unter Beweis und brillierte auch auf seinen „Nebenstrecken“.
Als Rückenschwimmer gewann er wenig überraschend das Rennen über
100m Rücken und wurde über 50m Rücken Zweiter. Etwas überraschender
hingegen waren die Medaillen über die Delfinstrecken: die Silbermedaille
über 100m Delfin, mit einer neuen SVL Klubrekordzeit von 56.33 und
einer Bronzemedaille über 200m Delphin. Wenig fehlte zu einer weiteren
Medaille im Rennen über 100m Brust, wo die ersten fünf Schwimmer
nur durch 9/10 Sekunden getrennt wurden und Jonathan mit 1:05.86 ebenfalls
einen neuen SVL Klubrekord aufstellte. Eine weitere Goldmedaille auf das
Konto des SV Limmat verbuchte Stephan Bachmann. Als Titelverteidiger über
200m Lagen, konnte er seine Krone verteidigen und gewann das Rennen in 2:07.93.
Zu weiteren Medaillenehren in der Kategorie „Open“, kam Ramona
Pedretti mit der Silbermedaille über 50m Brust und der Bronzenen Auszeichnung
über 200m Brust.Die Herren Jonathan Massacand, Claude Pape, Matthias Vauthier und Stephan Bachmann sorgten mit der Bronzemedaille über 4x200m Freistil dafür, dass auch an diesen Meisterschaften der SVL nicht ohne Staffelmedaille blieb. Bei den Junioren setzte sich vor allem Claude Pape und Stephanie Eisenring in Szene. Claude brachte das Kunststück fertig, in neun Einzelrennen achtmal seine Bestzeit zu unterbieten. Belohnt wurde dies, mit zwei Bronzemedaillen über 50m Rücken und 200m Rücken. Stephanie Eisenring vor Wochenfrist noch an den Junioren Europameisterschaften startend, zeigte mit dem Gewinn der Silbermedaille über 50m Freistil und den Bronzemedaillen über 400m Freistil und 800m Freistil, dass sie Ihre Form halten konnte. (Kel) 22.7. Theloke legt nach. Stev Theloke hat seine Kritik am Deutschen Schwimm-Verband (DSV) nach seinem Ausschluss von der Schwimm-WM in Montreal erneuert. "Ich bleibe bei meinen Aussagen und habe keinen Grund, Sachen zurückzunehmen", sagte Theloke nach der Rückkehr aus Montreal in einem Interview der Berliner Tageszeitung "BZ". Zudem hat der 27-Jährige seinen Rundumschlag wenige Tage vor den am Sonntag beginnenden Schwimm-Wettkämpfen verteidigt. "Allein bei der WM-Vorbereitung in Ottawa war alles Scheisse. Die Trainingshalle eine Katastrophe, das Essen ungeniessbar, und wir mussten zu Fuss einen Gepäckmarsch zur Halle hinlegen", sagte Theloke: "Bei Bayern München hätte sich der Verantwortliche für die Quartiersuche bei diesem Fehltritt seine Papiere abholen können." Theloke war disziplinarisch bestraft worden Der DSV hatte Theloke am Donnerstag als ersten DSV-Schwimmer bei einer WM aus disziplinarischen Gründen nach Hause geschickt. Obwohl DSV-Sportdirektor Ralf Beckmann den Chemnitzer die Tür für kommende Grossereignisse offen gehalten hat, steht hinter Thelokes Zukunft nun ein grosses Fragezeichen. "Wenn der DSV weiter die harte Tour fährt, mir die Hähne zudreht, und mich endgültig aus dem Nationalteam werfen will, dann kommen wir nicht mehr zusammen. Vielleicht schmeisse ich hin. Ich habe nicht die Kraft immer gegen den Strom zu schwimmen", erklärte Theloke. Allerdings will er sich mit Blick auf Olympia 2008 in Peking auch die Möglichkeit offen halten, für ein anderes Land zu starten. Für seinen Rauswurf hat Theloke Verständnis. "Denn sonst hätte Herr Beckmann sein Gesicht verloren. Aber ich musste endlich einen Namen nennen. Seit Jahren kritisiere ich die Zustände beim DSV, aber niemand fühlte sich angesprochen", sagte Theloke, der sich nun sogar erleichtert fühlt: "Ich habe keinen Maulkorb mehr. Ich fühle mich als Mensch viel freier." 22.7. WM Montréal [Synchro Tea] [Frauen 1 m] [Synchro Solo] [Männer 3 m] [Männer 1 m] [Synchro Solo] (Brunner Zehnte im Gesamtklassement) 22.7. FINA-Regel geändert: Ein Delfinbeinschlag im Brustschwimmen nach Start und Wende gestattet! Gegen den Widerstand der USA und Australiens aber mit Unterstützung der Europäer hat das Technische Komitee der FINA beschlossen, diese Regel anzupassen. Darüber hinaus ist es im Rückenschwimmen nun gestattet, beim Wenden und Anschlagen völlig unter Wassser zu sein. Darüber hinaus dürfen beim Rückenstart die Füsse zum Wasser herausschauen. 22.7. Medaillenchance für Rigamonti? (si) Die Schweiz ist an den Schwimm-WM in Montreal mit einem kleinen, aber feinen Team von fünf Athleten vertreten. Unter ihnen figuriert mit der 24-jährigen Tessinerin Flavia Rigamonti eine Medaillenanwärterin über 1500 m Crawl. Für Flori Lang (50 m Rücken), Remo Lütolf (50 m Brust), Dominik Meichtry (200 m Crawl) und Carla Stampfli (50 m Delfin) lautet ab Montag die Vorgabe Halbfinal. Karel Novy verzichtete auf den Trip. 22.7. Hackett ist entspannt. Im Vergleich zu seinen fröhlichen weiblichen Teamkolleginnen wirkte Grant Hackett an der Pressekonferenz eher ernst. Der 1.98 grosse Hüne sagte aber, er sei völlig entspannt und freue sich auf den Beginn der Wettkämpfe am Sonntag. Alan Thompson nahm 6 Schwimmer mit an die Pressekonferen, darunter Jones, Brook, Hackett und Klim. Die Frauen waren eher aufgedreht und quatschten vergnügt miteinander und den Reportern - Hackett sass ruhig dort ohne die Miene zu verzeihen. Mit einem Pokergesicht sagte Hackett: Ich bin entspannt und sehr zufrieden mit meinen Vorbereitungen. Ich bin daran gewöhnt mein Bestes zu geben, also wird es spannende Rennen geben." Ohne Thorpe ist Hackett eindeutig der Fixpunkt im australischen Team, besodners auch deshalb, weil er über 200 und 400 m Freistil gegen Michael Phelps antreten wird. "Michael und ich respektieren sich gegenseitig," sagte Hackett. "Wir sind Gegner im Becken, aber sonst sind wir Freunde. Er ist hart im Wettkampf, aber in der Freizeit ist er ein guter Kumpel. 21.7. DSV suspendiert Theloke. Der Deutsche-Schwimm-Verband (DSV) hat Stev Theloke bei den Weltmeisterschaften in Montreal suspendiert. Grund ist Thelokes Kritik an Chefcoach Ralf Beckmann in einem Sport-Bild-Interview. Für Europameister Stev Theloke sind die Weltmeisterschaften in Montreal bereits vor dem ersten Start gelaufen. Der Chemnitzer ist vom Deutschen Schwimm-Verband (DSV) suspendiert worden. Theloke hatte in einem Interview in der Sport Bild Chefcoach Ralf Beckmann Fehler in der Vorbereitung vorgeworfen. "Auf der einen Seite redet Herr Beckmann so, auf der anderen wieder andersherum. Das Vertrauen zu ihm ist angekratzt", meinte der 27-Jährige. Nach seiner Suspendierung schien Theloke allerdings einsichtig: "Ich habe schon genug gesagt. Ich muss das akzeptieren. Ich hätte mich auch selbst entlassen." Theloke, der in Montreal über seine Paradestrecke 50m Rücken starten sollte, war am Dienstag mit dem gesamten Schwimm-Team aus dem vorzeitig abgebrochenen Trainingslager in Ottawa nach Montreal gekommen. 21.7. Australier von Krankheit verfolgt. Einmal mehr sind australische SchwimmerInnen an wichtigen Wettkämpfen durch Krankheit gefährdet. Alice Mills hat Fieber und trainierte seit zweieinhalb Tagen nicht mehr. Mills belegt die Spitzenplätze über 50 und 100 m Freistil auf der Weltkjahresbestenliste. Ihr Trainer Shannon Rollason denkt, dass Mills die Erkrankung bewältigen wird, aber man könne nie sagen, was zurückbleibt. Immerhin finden ihre Einzelstarts in der zweiten Hälfte des 8-tägigen Programms statt. Ihr Teamkollege Nic Sprenger leidet an einer erneut aufflackernden Nackenentzündung. Der Silbermedaillengewinner von Athen (4x200 m Freistil) muss allerdings gleich zu Beginn antreten (200, 400 und 4x200 m Freistil). 21.7. WM Montréal [Frauen 10 m] [Team Synchro] [Open Water 10 km] 21.7. Brunner verliert zwei Plätze - trotzdem im Final. (si) Die Synchronschwimmerin Magdalena Brunner musste an den WM in Montreal nach dem hervorragenden 9. Platz im Pflichtprogramm in der Freien Kür einen Rückschlag in Kauf nehmen. Die St. Gallerin qualifizierte sich als Elfte für den Final vom Donnerstag. Die 22-jährige Brunner begann ihre Solo-Kür, die sie Anfang Jahr innert zweier Monate in Aix-en-Provence mit der französischen Weltmeisterin Virginie Dedieu erarbeitet hatte, zwar stark. Sie konnte aber in der Folge das Tempo und Feuer ihrer Präsentation nicht während der gesamten drei Minuten aufrecht erhalten. Im Final erhält Brunner Gelegenheit, nochmals die Freie Kür zu schwimmen. Diese fliesst schliesslich zusammen mit der Kür vom Dienstag, die ebenfalls zu 50 Prozent zählt, in die Schlusswertung ein. 21.7. WM Montréal. 10 km Open Water:bei den Männern gewann der Amerikaner Chip Peterson (17) nach dem zweiten Platz über 5 km in 1:46:38.1. Zweiter wurde der Deutsche Lurz, Dritter der Bulgare Stoychev. Bei den Frauen holte Edith van Dijk Gold in 1:56:0.5 vor der Italienerin Federica Vitale und der Deutschen Britta Kamrau [Resultate]. Das Programm: Freitag, 22. Juli, Vorläufe ab 9:00 Uhr, Finals ab 16:00 Uhr: 400 m Freistil Damen und Herren 50 m Rücken Damen und Herren 200 m Brust Damen und Herren 100 m Delfin Damen und Herren 400 m Lagen Damen und Herren 50 m Freistil Damen und Herren 4x200m Freiststil Damen und Herren Samstag, 23. Juli, Vorläufe ab 9:00 Uhr, Finals ab 16:00 Uhr: 200 m Freistil Damen und Herren 100 m Rücken Damen und Herren 50 m Brust Damen und Herren 200 m Delfin Damen und Herren 1500m Freistil Herren 4x100m Freistil Damen und Herren Sonntag, 24. Juli, Vorläufe ab 9:00 Uhr, Finals ab 15:00 Uhr: 100 m Freistil Damen und Herren 200 m Rücken Damen und Herren 100 m Brust Damen und Herren 50 m Delfin Damen und Herren 200 m Lagen Damen und Herren 4x100m Vierlagen Damen und Herren Start- und laufend aktualisierte Ranglisten sind im Internet unter folgendem Link zu finden: http://results.fsn.ch/main.php?lang=SG&compid=2804 20.7. FINA sperrt drei Schwimmer. Die FINA-Dopingkommission hat drei Schwimmer aufgrund von positiven/verpassten Trainingskontrollen gesperrt. Betroffen sind der brasilianische Brustschwimmer Danilo Carrega (2 Jahre, Stanozolol), der venezuelanische Delfinschwimmer Luis Rojas Carpena (1 Jahr, verpasste Kontrolle) und die griechische Freistilschwimmerin Martha MAtsa (1 Jahr, Stanozolol). 20.7. Theloke kritisiert Beckmann. Stev Theloke hat durch seine Äusserungen in einem Zeitungsinterview am Rande der Weltmeisterschaften in Montreal für grosse Unruhe im DSV-Lager gesorgt und Sportdirektor Ralf Beckmann heftig in die Kritik genommen. In der Sport Bild berichtet Theloke von einem angeschlagenen Verhältnis zu dem Chefcoach und von Fehlern in der Vorbereitung. "Auf der einen Seite redet Herr Beckmann so, auf der anderen wieder andersherum. Das Vertrauen zu ihm ist angekratzt", meinte der 27-Jährige. Die motivierenden Briefe, die Beckmann vor jeder Grossveranstaltung an seine Sportler schickt, habe sich Theloke "noch nicht einmal durchgelesen". "Der Herr Beckmann kann ja immer gut reden, aber letztlich sind es wir Sportler, die da schwimmen müssen. Ich brauche keine Briefe, sondern Trainer oder Funktionäre, die den Sportler unterstützen. Da ist das ganze Gerede Schall und Rauch." Theloke, der in Montreal über seine Paradestrecke 50-m-Rücken startet, war am Dienstag mit dem gesamten Schwimmteam aus dem vorzeitig abgebrochenen Trainingslager in Ottawa nach Montreal gekommen. Auf seine schon zuvor geäusserte Kritik reagierte DSV-Präsidentin Christa Thiel gelassen. "Noch brennt hier gar nichts. Da wollte nur jemand Alarm schlagen", meinte Thiel. Schon in Ottawa hatte sie Beckmann Rückendeckung geben müssen. Mehrere Athleten hatten die Bedingungen bei dem Vorbereitungslehrgang kritisiert und über schlechte Betreuung aus dem Trainerstab geklagt. Zudem stehen die von Beckmann geplanten Trials als Qualifikation für Grossereignisse vor dem Aus. In Montreal sind die Athleten mit den Bedingungen bislang allerdings sehr zufrieden. Athletenkritik wie nun von Theloke, der sich selbst als späteren Bundestrainer ins Spiel bringt, ist für Beckmann nichts Neues. Nach dem schlechten Abschneiden bei den Olymipischen Spielen in Athen 2004 hatten die Top-Athleten Thomas Rupprath (Hannover) und Hannah Stockbauer (Erlangen) gegen den Coach geschossen, ruderten aber später zurück. "Hannah und Ruppi mussten eine offizielle Erklärung für die Öffentlichkeit unterschreiben - so was hätte ich nie gemacht", meint Theloke: "Dabei haben die beiden doch nur gesagt, was alle denken. Aber immerhin haben sie Beckmann den Wind aus den Segeln genommen." Vor der WM habe es auffällige Nominierungen gegeben, wo Beckmann Sportler aus seinem eigenen Verein (Wuppertal) bevorzugt habe. "Mich hat er in ähnlichen Fällen nicht mitgenommen. Das kann ich nicht nachvollziehen. Als Ost-Sportler habe ich da sowieso immer ein ungutes Gefühl", meinte Theloke, der im Deutschen Schwimm-Verband (DSV) noch immer einen klaren Ost-West-Konflikt sieht: "Gucken Sie doch einfach mal in den Funktionärsstab. Wie viele Ost-Leute arbeiten denn da? Da ist von Wiedervereinigung wenig zu spüren." 20.7. Schweizerinnen im WM-Final. Mit Rang 12 haben sich die Schwimmerinnen von Swiss Syncro an den WM in Montreal im Teambewerb gerade noch als letzte Formation für den Final qualifiziert. Der Vorsprung auf die nächstfolgenden Koreanerinnen war allerdings sehr deutlich. Nationaltrainerin Julia Wassiljewa zeigte sich vor allem mit der Darbietung ihres Teams in der Freien Kür, zu der die Choreographie von der dreifachen Exweltmeisterin Olga Sedakowa geschrieben wurde, zufrieden: "Ich hatte einen positiven Eindruck. Das Stossen bei den Hebefiguren, sonst eine unserer Schwächen, war gut." Am Morgen im Pflichtprogramm sei technisch gut geschwommen worden, es habe allerdings etwas das Feuer gefehlt, bemängelte Wassiljewa, selber Team-Olympiasiegerin von 2000 mit den Russinnen. Diesen Eindruck hatten auch die zehn Wertungsrichter, die recht tiefe Noten verteilten. Die Schweizerinnen klassierten sich wie vor einem Jahr an den Europameisterschaften in Madrid als siebentbeste europäische Nation. Montreal (Ka). 11. Schwimm-WM. Synchronschwimmen. Team (Stand nach Technischer und Freier Kür): 1. Russland 99,000. 2. Spanien und Japan, je 97,500. Ferner, für den Final vom Samstag qualifiziert: 12. Schweiz (Sarah Amrein, Magdalena Brunner, Katrin Eggenberger, Pamela Fischer, Stephanie Jost, Regina Rüfenacht, Ariane Schneider, Aline Suter) 87,584. -- 17 Teams am Start. Wasserspringen. Frauen. 1-m-Brett: 1. Blythe Hartley (Ka) 325,65. 2. Wu Minxia (China) 299,70. 3. Heike Fischer (De) 299,46. Wasserball. Vorrunde. Männer. Gruppe C: Ungarn - Rumänien 14:4. Kroatien - Kanada 19:4. -- Gruppe D: Griechenland - China 11:4. Deutschland - Australien 9:8. 20.7. "Gut, dass Thorpe fehlt." Australiens Nationaltrainer Alan Thompson ist überzeugt, dass Ian Thorpes Abwesenheit in Montréal Australien nützt. Thorpe selber wird während den WM in Sydney traineren, mit Fernblick auf die nächsten Commonwelath Games und Beijing. Natürlich fehle Thorpe dieses Jahr an der WM, meinte Thompson. Aber die Situation ermögliche es vielen jungen Schwimmern aus dem Schatten Thorpes zu treten. Das komme möglicherweise frühestens 2006 an den Commonwealth Games zum Tragen. Seit Susie O'Neills Rücktritt habe man auf jeden Fall bei den Frauen gewaltige Fortschritte gemacht. Libby Lentons Trainer Stephen Zimmer meinte, Susie O'Neills Aura habe viele andere Frauen davon abgehalten, Bestleistungen zu schwimmen. 20.7. Phelps schwimmt alles, nur nicht Brust. Michael Phelps Trainer Bob Bowman sagte, Michael würde in Beijing alles, aber auf keinen Fall Bruststrecken schwimmen. "Die Brustschwimmer sind vor Phelps sicher, der Rest bleibt offen" sagte Bowman. In Montréal wird Phelps in 8 Disziplinen starten mit dem klaren Ziel, 8-Mal zu gewinnen. XI Championnats du Monde FINA, Montréal, 17.-31.7.2005 [WM-Website] [Omegatiming: Waterpolo, Synchro, Diving, Swimming] 18.7. Schweizer Schwimmerinnen eher asynchron. (si) Katrin Eggenberger (22) und Ariane Schneider (20) konnten sich an den WM in Montreal trotz einer Steigerung in der Freien Kür rangmässig gegenüber dem Pflichtprogramm nicht mehr verbessern und blieben 16. Das Schweizer Duett erreichte 86,168 Punkte und verpasste den Einzug in den Zwölfer-Final um genau drei Zähler, eine in dieser Sportart deutliche Marge. Rang 1 in der Qualifikation ging erwartungsgemäss an die russischen Favoritinnen und Titelverteidigerinnen Anastasia Dawidowa/Anastasia Ermakowa (98,750). Im Lager der Schweizerinnen machte sich nach dem ersten Wettkampftag keine Enttäuschung breit. Schon vor den Titelkämpfen in der Olympiastadt von 1976 war klar gewesen, dass sich die St. Gallerin Katrin Eggenberger und die Bernerin Ariane Schneider kaum im ersten Dutzend klassieren würden. Das Duo fand sich erst im April und konnte auch danach aus Distanzgründen nicht im erforderlichen Masse zusammen trainieren. «Wir nahmen uns einfach vor, das Beste herauszuholen. Und das ist uns gelungen», sagte Schneider, die in Montreal erst ihren dritten gemeinsamen Wettkampf mit Eggenberger bestritt. «Ich habe mit einem Rang zwischen 14 und 17 gerechnet. Immerhin reichte es zu einer Platzierung in der ersten Ranglistenhälfte», sagte auch Eva Tausky, die als Co-Direktorin des Schweizerischen Schwimmverbands für das Synchronschwimmen zuständig ist. «In der Freien Kür haben sich Katrin und Ariane gesteigert und eine gute Präsenz gehabt», sagte Tausky, die aber auch gleich anfügte, dass «die Reihenfolge im technischen Programm festgelegt wird, und dieses kommt immer zuerst.» Danach seien nur noch minimale Rangverschiebungen möglich, so die Westschweizerin. 18.7. Deutsche verlassen Trainingslager vorzeitig. Die deutschen Schwimmer verlassen ihr Trainingslager in Ottawa vorzeitig und reisen per Bus einen Tag früher als geplant am 19. Juli in der WM-Gastgeberstadt Montréal an. "Die Trainingsbedingungen sind, bedingt durch die Hitze, nicht ganz so gut", erklärte Mannschaftsleiter Jürgen Fornoff. Christa Thiel, Präsidentin des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV), betonte: "Das ist kein Alarmsignal." Cheftrainer Ralf Beckmann erklärte die Massnahme auch mit dem Schutz der Athleten: "Das Klima hier ist schon extrem schwül. Und das überträgt sich auch auf die Halle. Die Luftqualität macht vor allem denen Schwierigkeiten, die sowieso Atemprobleme haben. Das gilt vor allem für die, die unter Belastungsasthma leiden." Zum anderen wollten die Aktiven "alle mehr an die frische Luft und WM-Atmosphäre schnuppern. Wir wollen nun zur WM." Das 29-köpfige Schwimm-Team hatte Quartier in Ottawa bezogen. Trainiert wurde dort in der Halle, die Weltmeisterschafts-Wettbewerbe finden ab Sonntag im Freien statt. In der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele 2004 in Athen hatte es Kritik gegeben, weil die letzte Vorbereitungsmassnahme auf Mallorca ebenfalls in der Halle stattfand, obwohl die Wettbewerbe im Freien ausgetragen wurden. 18.7. Japanische Rivalitäten. Der eine ist Japans Vorzeigeschild für den Erfolg. Der andere sein jahrelanger Verehrer. Im April, an den japanischen Meisterschaften in Yokohama, trafen Kosuke Kitajima und Genki Imamura im Final über 200 m Brust aufeinander. Imamura errang einen grossen, unerwarteten Sieg. Nach 150 m überholte er Kitajima und schlug in 2:11.70 an. Kitajima wurde sogar nur Dritter in 2:13.26, hinter Daisuke Kimura. Das hiess, dass Kitajima, Goldmedaillengewinner über 100 und 200 m Brust in Athen, in Montréal nicht über 200 m Brust starten kann, um seinen Titel von Barcelona zu verteidigen. Imamura triumphierte: "Ich war frustriert zu hören, dass Kitajima in Japan keine Konkurrenz habe. Jetzt fühle ich mich besser." Die Japaner sind mit einer 35-köpfigen Mannschaft in Montréal anwesend, betreut von 15 Begleitpersonen. Zuvor waren sie einen Monat lang in Arizona im Höhentrainingslager. Imamura erzählte der Presse mithilfe eines Dolmetschers: "Jetzt fühle ich mich grossartig in Form, ich werde an der WM auf meinem Höhepunkt sein." Kitajima muss sich auf ein neues Ziel einstellen: "Ich habe für die 100 m und 50 m zusätzliche Motivation, weil ich über 200 m nicht starten kann." Seine Psyche scheint nicht beeinträchtigt zu sein. "Ich werde ziemlich sicher auch in Beijing mit dabei sein." Nach den olympischen Spielen war Kitajima zu sehr mit der Auswertung seines Athener Erfolgs beschäftigt, er nahm sein Training erst im Dezember wieder auf. Sein Trainer Norimasa Hirai sagte, dass sie stark an Kitajimas Technik gearbeitet hätten. Als Resultat dieser Anstrengungen könne man sagen, dass Kitajima seine Technik verbessert habe, erläuterte Hirai anhand von Videos den Medienvertretern. Imamura zeigt sich trotz der Rivalität von der versöhnlichen Seite. "Obwohl Kitajima mein Rivale ist, bewundere ich ihn nach wie vor sehr." sagte Imamura. An den Junioren Europameisterschaften in Budapest hat die 4x100m Freistilstaffel der Damen einen neuen Schweizer Juniorinnenrekord aufgestellt. In 3:55.74 verbesserten Laura Noccioli, PN Bissone (59.36), Ramona Knüsel, SV Kriens (58.08), Stephanie Eisenring, SV Limmat (58.85) und Carine Rognon, Red Fish Neuchatel (59.45) die Zeit aus dem Jahr 2000 von Miluska, Sagne, Weist und Gabrilo um über eine Sekunde. Die Staffel belegte den 10. Rang. (Quelle: Swiss Swimming) 17.7. Erfolgreicher SVL Nachwuchs an den Schweizer Nachwuchswettkämpfe in Lancy Die von Yvonne Siegrist trainierte Nachwuchsmannschaft, kehrte von den diesjährigen Nachwuchsmeisterschaften in Lancy mit 4x Gold und je 2x Silber und Bronze nach hause. Als wahrer Medaillenhamster empuppte sich Marcel Betschart (Jahrgang 1993). Er gewann in seiner Kategorie die Rennen über 100m Delphin, 100m Rücken, 200m Lagen, 400m Freistil und wurde über 100m Freistil zweiter. Ebenfalls mit Edelmetall dekoriert wurden Luise Pfeiffer (Jahrgang 1993) mit je einer Bronzemedaille über 100m Delphin und 200m Lagen und Val Mikos (Jahrgang 1989) mit jeweils Silber über 200m Brust und 200m Lagen und einer Bronzemedaille über 100m Freistil. Daneben erreichte das zehnköpfige Schwimmerteam in Lancy zahlreiche neue Bestzeiten und kann mit dem abschneiden an diesen Nachswuchswettkämpfen sehr zufrieden sein. (Kel) 17.7. Janet Evans Invitational, Los Angeles, 14.-17.7.2005 [Resultate] [1.&2.Tag] [3. Tag] 17.7. WM-Eröffnung. (pbk) Die Synchronschwimmerin Aline Suter traegt die Schweizer Fahne beim Einmarsch der teilnehmenden Laender an der Eroeffnungsfeier zu den 11. FINA Weltmeisterschaften im Schwimmen, Synchronschwimmen, Open Water Schwimmen, Wasserspringen und Wasserball am Samstag, 16. Juli 2005, in Montreal, Canada [WM-Website] [Omegatiming: Waterpolo, Synchro, Diving, Swimming] [Live Timing Swimming] 17.7. FINA WM 2009 findet in Rom statt. Die Schwimm-Weltmeisterschaften 2009 finden in Rom statt. Diese Entscheidung gab Mustapha Larfaoui, Präsident des Weltverbandes FINA, vor der WM in Montréal bekannt. Rom setzte sich gegen die anderen Kandidaten Yokohama, Moskau, Dubai und Athen durch. Die WM in vier Jahren sind die Dreizehnte seit Belgrad 1973. Die italienische Hauptstadt Rom war bereits 1994 WM-Veranstalter. Melbourne ist 2007 WM-Gastgeber. 17.7. DSV-Tross startet bei WM mit gedämpften Hoffnungen. Während Franziska van Almsick nach ihrem Rücktritt nur als TV-Expertin am Beckenrand eine Rolle spielt, Dreifach-Weltmeisterin Hannah Stockbauer sich weiter eine schöpferische Pause gönnt, und Nachwuchshoffnung Teresa Rohmann verletzt fehlt, reist der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) ein Jahr nach dem enttäuschenden Abschneiden bei Olympia in Athen vor allem in den Königswettbewerben im Becken mit gedämpften Erwartungen zu den heute beginnenden Weltmeisterschaften (17. bis 31. Juli) nach Montreal. Platz unter den besten fünf ist Ziel "Ziel ist ein Platz unter den besten fünf Nationen der Welt", erklärt DSV-Sportdirektor Ralf Beckmann: "Wir wollen natürlich nicht nur mit Holz aus Kanada zurückkommen. Es darf auch schon etwas Edelmetall sein." Die Goldspur soll gleich zum Auftakt Langstrecken-Schwimmerin Britta Kamrau aus Rostock legen. Die Titelverteidigerin und Favoritin über 10 und 25km gilt auch über die 5-km-Distanz zum Auftakt am heutigen Sonntag auf der olympischen Ruderregatta-Strecke von 1976 als Medaillenanwärterin. Im 50-m-Becken im Parc Jean Drapeau werden ab der zweiten WM-Woche indes wohl höchstens die Sprinter des DSV das Wasser zum Kochen bringen. Vor allem auf der neuen Weltrekordlerin Janine Pietsch (Ingolstadt/Rücken), Titelverteidiger Thomas Rupprath (Hannover/Rücken und Delfin) und Oldie Mark Warnecke (Essen/Brust) ruhen die Gold-Hoffnungen. "Aber auf den kurzen nicht-olympischen Distanzen ist selbst ein Weltrekord im Vorfeld keine Garantie für eine Medaille. Da muss alles stimmen", meint Beckmann, der "persönliche Bestzeit im Finale" als ultimative Forderung ausgegeben hat. Das Traumergebnis bei Beckmanns Amtsantritt 2001 in Fukuoka mit 15 WM-Medaillen (3-6-6) gilt ebenso wie die acht Podiumsplätze (5-1-2) vor zwei Jahren in Barcelona als Utopie, doch nach dem Einbruch von Athen mit nur einmal Silber und vier Bronzemedaillen soll es beim grössten Sport-Ereignis in Montreal seit den Sommerspielen vor 29 Jahren wieder Gold-Glanz geben. Allerdings haben die Etablierten wie die Olympia-Dritte Antje Buschschulte (Magdeburg/Rücken) oder die Athen-Fünfte Sarah Poewe (Wuppertal/Brust) ihre Konzentration im nacholympischen Jahr mehr auf ihr Studium verlagert. Positive Überraschungen erhofft sich Beckmann, der sich noch mit 29 Athleten in der kanadischen Hauptstadt Ottawa vorbereitet, von den Youngstern Marco di Carli (Sögel), Helge Meeuw (Wiesbaden) und Dreifach-Junioren-Europameister Paul Biedermann (Halle). Zum Superstar könnte einmal mehr Michael Phelps (USA) werden. Der sechsfache Olympiasieger startet auf fünf Einzelstrecken und in drei Staffeln - jeweils mit Gold-Ambitionen. Dagegen fehlen in den Niederländern Inge de Bruijn, Pieter van den Hoogenband, dem Russen Alexander Popow und dem Australier Ian Thorpe aus verschiedensten Gründen vier der grössten Schwimmer des vergangenen Jahrzehnts. 16.7. JEM Budapest. Am zweiten Tag qualifizierte sich Martina van Berkel für die Halbfinals über 50m Delphin. In 28.92 erreicht die 16 jährige den 15. Platz in den Vorläufen. Im Halbfinal erreichte sie eine Zeit von 29.07 und belegte den 16. Schlussrang. Adrien Perez schwamm in 24.43 über 50m Freistil eine persönliche Bestzeit, schied aber als 23. in den Vorläufen aus. Patrizia Humplik fand auch über 200m Brust noch nicht zu ihrer Bestform. Mit einer Zeit von 2.38.36 belegte sie Platz 14 [Resultate][Website]. 16.7. Janet Evans Invitational, Los Angeles, 14.-17.7.2005 [Resultate] [1. Tag] [2. Tag] 16.7. Luo Xuejuan verletzt. Die chinesische Titelverteidigerin über 50 und 100 m Brust kann wegen einer Fussgelenksverletzung momentan nicht trainieren. Sie ist in Montréal auch mit der Lagenstaffel im Einsatz.Ihr Trainer Zhang Yadong meint, dass die Verletzung sie voraussichtlich an der WM nicht hindern wird. 15.7. DSV-Team ohne Samulski. Nach Kurzbahn-Europameisterin Teresa Rohmann hat auch die Deutsche Meisterin Daniela Samulski die in vier Tagen beginnende WM in Montreal abgesagt Samulski musste krankheitsbedingt ihr Training zu oft unterbrechen und ist nun nicht in WM-Form. Die Entscheidung für die Absage haben DSV-Sportdirektor Beckmann und der Trainer Lambertz gefällt. Damit reist der DSV nur noch mit 29 Schwimmerinnen und Schwimmern nach Kanada, wo Samulski für die 50 und 100 Meter Delfin gemeldet worden war. 14.7. Vorschau Schweizerische Nachwuchswettkämpfe 2005. An den diesjährigen Schweizerischen Nachwuchswettkämpfen 2005 vom 14.07. – 18.07.2005 im Freibad von Lancy (GE), ist auch eine 10 köpfige Mannschaft des SV Limmat mit berechtigten Medaillenhoffnungen am Start: · Barbieri, Sabrina · Betschart, Marcel · Hehr, Arik Lars · Hehr, Lara Kim · Mikos, Val · Pfeifer, Luise · Pfeifer, Max · Piesbergen, Elina · Riccucci, Adrien · Studzinski, Alex Wir werden Sie während diesen Wettkampftagen selbstverständlich regelmässig mit den neusten Resultaten auf dem Laufenden halten. (Kel) Resultate: 50m Rücken der Herren, Halbfinal: Nick Driebergen NED 26.62 Hannes Heyl GER 26.67 Marco Malinverno ITA 26.70 14. Adrien Perez SUI 27.86 (Vorlauf 27.97) Die übrigen Schweizer schieden in den Vorläufen aus [Resultate][Website]. 14.7. JEM Budapest. (SwissSwimming) Durchzogener Auftakt für das Schweizer Team an den Junioreneuropameisterschaften in Budapest, Perez im Halbfinal.Adrien Perez qualifizierte sich über 50m Rücken in 27.97 für die Halbfinals. Als 15. blieb er dabei allerdings fast eine halbe Sekunde über seiner persönliche Bestzeit, was für den Nachmittag hoffen lässt.Patrizia Humplik blieb über 50m Brust in 34.33 über eine Sekunde über ihrer persönlichen Bestzeit und verpasste den Halbfinal als 19. um zwei Zehntelsekunden. Ramona Knüsel und Laura Noccioli blieben über 100m Freistil ebenfalls in den Vorläufen hängen. Mit 59.15 resp. 59.89 erreichten sie die Ränge 27 und 36. Für den Halbfinal hätte Knüsel exakt eine Sekunde schneller schwimmen müssen. Martina van Berkel schwamm über 200m Delphin eine Zeit von 2:23.26 und erreichte den 15. Platz. Auch sie kam damit nicht an ihre persönliche Bestzeit heran (2:20.14). Über die 200m Distanzen (und länger) gibt es allerdings keine Halbfinals sondern nur ein Final der besten 8 des Vorlaufs [Resultate]. 14.7. Teure Tickets bei Schwimm-WM in Montréal. Die Organisatoren der 11. Schwimm-Weltmeisterschaften vom 17. bis 31. Juli in Montréal verlangen Zuschauern viel ab. Eine Eintrittskarte der besten Sitzplatz- Kategorie für die Vorläufe im Schwimmen kostet rund 27 Euro, für die Halbfinals und Endläufe werden 51 Euro fällig. Etwas günstiger liegen die Preise für Kunst- und Turmspringen, Synchronschwimmen und Wasserball. Am günstigsten kommen Besucher beim Langstreckenschwimmen davon: Hier wird eine Tages-Pauschale von 6,80 Euro verlangt. Die Eröffnungsfeier am 16. Juli ist mit rund 120 Euro allerdings wieder sehr teuer. 14.7. Michael Phelps will "vor allem das Gold". Das Sammeln von Medaillen scheint die grosse Leidenschaft von Michael Phelps zu werden. Ein Jahr nach sechsmal Gold und zweimal Bronze bei Olympia in Athen greift der US-Amerikaner auch bei den Weltmeisterschaften in Montreal nach acht Medaillen. Das erklärte der 20-Jährige in Monte Carlo in einem Interview mit dem Sport-Informations-Dienst. "Ich träume in Montreal von acht Medaillen", meinte der mit Abstrichen auf der Bruststrecke kompletteste Schwimmer der Gegenwart. sid: "Sie waren bei den Sommerspielen 2000 in Sydney mit 15 Jahren und zweieinhalb Monaten der jüngste männliche Olympiateilnehmer seit 1932 und sechs Monate später mit ihren 1:54,92 Minuten über 200m Lagen der jüngste Weltrekordler des Schwimmsports. Im gleichen Jahr wurden sie über 200m Schmetterling schon Weltmeister. Wann dachten Sie zum ersten Mal daran, dass Sie einmal zu solchen Leistungen fähig sein könnten?" Michael Phelps: "Mit 11 Jahren kam ich mit meinem Trainer Bob Bowman zusammen. Etwa sechs Monate später hat er mir gesagt, dass ich mal einen Weltrekord schwimmen könnte. Es war eine starke Motivation für mich." sid: "Was empfanden Sie, als dies Realität wurde?" Phelps: "Es war phantastisch. Diesen Tag werde ich nie vergessen, genau wie meine erste Olympia-Teilnahme. Es war einfach cool, ein Traum, der in Erfüllung ging. Aber inzwischen sind Weltrekorde für mich nicht so wichtig. Ich habe keine Ahnung, wie viele ich geschwommen bin." sid: "Ihr Trainer Bob Bowman hat mit uns nachgerechnet. Es sind 14." Phelps: "Ich weiss, dass es allein fünf bei der WM 2003 in Barcelona waren. Damals war ich in der Form meines Lebens. Ich schwamm in dieser Zeit in 41 Tagen acht Weltrekorde." sid: "In Ann Arbor, wo Sie trainieren, gab es einen berühmten Mann, der fünf Bestmarken sogar an einem Tag aufstellte. Es war vor fast exakt 70 Jahren. Kennen Sie seinen Namen?" Phelps: "Ja. Jesse Owens. Natürlich kenne ich ihn. Er ist eine Legende. Es gibt da ein Denkmal von ihm." sid: "Aber zurück zu Barcelona bzw. Athen: Bei Olympia 2004 erreichten Sie die Hochform der WM nicht ganz. Sonst hätten Sie bei ihren acht Starts wie Mark Spitz 1972 in München siebenmal Gold gewinnen können - oder sogar achtmal. Wobei Sie den Startplatz über 4x100m Lagen ihrem Freund Ian Crocker überlassen haben." Phelps: "Es war eine phantastische Woche in Athen. Aber am Ende fehlte etwas die Frische, vielleicht habe ich darum nicht mit Mark Spitz gleichziehen können. Es ist aber eine grosse Ehre für mich, überhaupt mit ihm verglichen zu werden. Er ist einer der Grössten aller Zeiten." sid: "Die Weltrekorde sind offenbar nicht die ganz grosse Motivation für Sie? Phelps: "Mein Ziel ist vor allem das Gold." sid: "Bei der WM in Montreal verzichten Sie auf zwei Distanzen, auf denen Sie den Weltrekord halten, aber bei den US-Trials nicht angetreten sind: Die 200m Schmetterling und 400m Lagen. Andererseits fehlt auf den Freistil-Distanzen neben dem australischen Weltrekordler Ian Thorphe auch der dreimalige niederländische Olympiasieger Pieter van den Hoogenband nach einer Bandscheiben-Operation." Phelps: "Schade. Sie wären in Montreal auf einigen Strecken meine Gegner. Ich starte dort über 100, 200 und 400m Freistil, 100m Schmetterling, 200m Lagen und möchte in allen drei Staffeln dabei sein." sid: "Wie lange denken Sie in Ihrer Karriere voraus? Bei den Sommerspielen 2008 sind Sie erst 22. Bei Olympia 2016 wären Sie noch drei Jahre jünger als Alexander Popow, der jetzt mit 33 aufgehört hat." Phelps: "Bis 2012 will ich mich nicht endgültig festlegen. Das ist ein zu langer Zeitraum." sid: "Sie studieren Sportmanagement. Was möchten Sie nach ihrer Karriere tun?" Phelps: "Gar nichts mehr (lacht). Nein: irgendwas mit Marketing. Aber klare Vorstellungen habe ich nicht. So lange ich schwimme, beschäftigt mich das nicht besonders." 14.7. Dopingkontrollen 2. Quartal 2005. (baspo) Die Fachkommission für Dopingbekämpfung (FDB) hat im 2. Quartal 2005 insgesamt 518 Kontrollen durchgeführt ((Schwimmen 28). Im eigenen Kontrollprogramm wurden 182 Athletinnen und Athleten in Wettkämpfen und 336 ausserhalb der Wettkämpfe getestet. Davon konnten 103 Athletinnen und Athleten (20%) im Juniorenalter kontrolliert werden.Zusätzlich wurden 66 Kontrollen im Auftrag von externen Organisationen durchgeführt. Von diesen 66 Kontrollen wurden 36 Kontrollen (davon 27 ausländische Athleten) im Auftrag der Welt Anti-Doping Agentur in der Schweiz und im Ausland erledigt. Die durch die FDB durchgeführten Kontrollen haben fünf positive Befunde ergeben. Ein Athlet und eine Athletein wurden positiv auf EPO und drei Athleten positiv auf Cannabis getestet. Somit konnten im 1. Halbjahr 2005 im eigenen Kontrollprogramm insgesamt 899 Kontrollen durchgeführt werden, davon entfielen 332 (37%) auf Kontrollen in Wettkämpfen und 567 (63%) auf Kontrollen ausserhalb der Wettkämpfe. Zusätzlich wurden 200 Kontrollen im Auftrag externer Organisationen erledigt [Detaillierte Zahlen]. 12.7. Ex-Jones-Coach malt schwarz. Leisel Jones verliess Sydney voller Erwartungen und Hoffnungen in Richtung Florida und Montréal. Jones, die ihren Jugendtrainer Ken Wood nach den olympischen Spielen verliess, vertraut auf das Können und die Erfahrung von Stephan Widmer. Ken Wood hat Jones Weggang offenbar nicht verdaut und erlaubt sich verbale Ausfälle vor der WM. Mit Hinweis auf seine Schwimmerin Jess Schipper, die mentale Stärke bewiesen habe, sagte er sinngemäss, dass man mental stark sein müsse wie Schipper, aber Jones sei das eben gerade nicht. Die wäre im Spital gelandet, wenn sie wie Schipper untre Druck gestanden hätte. 11.7. XI FINA WORLD CHAMPIONSHIPS 2005. (swiss swimming) Die Weltmeisterschaften im Schwimmen, Synchronschwimmen, Wasserspringen und Wasserball bedeuten für die Stadt Montreal das grösste Sportevent seit den Olympischen Spielen 1976. Mehr als 2000 Athleten aus 160 Ländern, 1000 Offizielle sowie 300 Schieds- und Kampfrichter werden vom 16. bis 31. Juli an den 11. Titelkämpfen der FINA teilnehmen. Über 1200 Medienschaffende sind akkreditiert. Alle Wettkämpfe finden auf den St.-Lorenz-Strom Inseln Sainte-Hélène und Notre-Dame statt. Die Schweiz wird mit insgesamt 18 Athletinnen und Athleten im Synchronschwimmen, Wasserspringen und Schwimmen vertreten sein. Delegationsleitung: Christof Keller Synchronschwimmen, 17.-23. Juli Evy Tausky Livet (Teamchefin), Julia Vasileva (Trainerin), Natasha Lapina (Trainerin). Magdalena Brunner (Buchs, Solo und Team), Katrin Eggenberger (Buchs, Duett und Team), Ariane Schneider (Bern, Duett und Team), Sarah Amrein (Limmat Nixen, Team), Pamela Fischer (Lausanne, Team), Stephanie Jost (Limmat Nixen, Team), Laurianne Badet (Bern, Team), Pia Liembd (Bern, Team), Regina Rüfenacht (Solothurn, Team), Aline Suter (Limmat Nixen, Team). Wasserspringen, 17.-24. Juli Carmen Stritt Burk (Teamchefin), Rouslan Maliev (Trainer). Jean-Romain Delaloye (Lausanne, 1m und 3m), Isabelle Steffen und Eva Kimlova (beide Bern, 3m Synchron). Schwimmen, 24.-31. Juli Lorenz Liechti (Teamchef und Medienchef), Francois Willen (Trainer), Martin van der Spoel (Physio), Urs Kohlhaas (Arzt). Flavia Rigamonti (Atlantide-Locarno, 800m und 1500m Freistil), Carla Stampfli (Solothurn, 50m Delphin), Flori Lang (Limmat, 50m Rücken), Remo Lütolf (Uster-Wallisellen, 50m Brust), Dominik Meichtry (Uster-Wallisellen, 200m Freistil). 11.7. European Youth Olympic Festival, Lignano, [Website] [Überblick Resultate] 8.7 Hackett: "Wir spielen die zweite Geige." Grant Hackett gibt zu, dass die Australier an der WM hinter den USA die zweite Geige spielen werden. "Wir schwimmen nicht in ihrer Liga und haben nicht die Breite, die sie haben," sagte Hackett. "Wir haben 14 Neulinge im Team und vermissen einige der wichtigsten Schwimmer, die wir hatten." Aber Hackett ist überzeugt, dass die Australier einige unerwartete Wellen schlagen werden, bevor man später in Irvine im Duell der Nationen ein zweites Mal auf die Amerikaner schiessen könne. "Realistischerweise sind wir die Underdogs, aber es ist immer nett, aus dieser Position heraus antreten zu können," sagte Hackett. "Das ist die Gelegenheit für einige unserer Leute, die bisher nie in einen Final kamen oder knapp an den Medaillen vorbei gescvhwommen sind. Die können jetzt ins Scheinwerferlicht treten. Ich bin jedenfalls gespannt auf unsere Neulinge und wessen Gesichter wir am Fernsehen sehen werden." 7.7. Hackett schlägt Thorpe. Für einmal hatte Hackett die Nase vorn: Er unterstützte im Gegensatz zu Ian Thorpe die Londoner Kandidatur um die olympischen Spiele 2012. "Ja ich bin begeistert," sagte Hackett. "Ich unterstützte den Sieger und für einmal habe ich Thorpie geschlagen, der New York unterstützt hat. Dieses Rennen habe ich gewonnen." "Ich hatte vor, nach Beijing aufzuhören, aber ich werde jetzt einige Jahre weiter planen. Ob ich als Sportler oder sonstwie nach London gehen werde, weiss ich nicht." "Es ist eine sehr aufregende Zeitund ich bin stolz, dass ich die Londoner-Bewerbung unterstützt habe." Gefragt, was denn eine Teilnahme in London fördern könnte: "Die Motivation. Ich werde physisch 31 oder 32 Jahre alt sein. Also physisch gesehen nicht zu alt. Heute hat man als Athlet physisch gesehen mit 30, 31 den Höhepunkt. Die Frage ist, ob ich dann immer noch die schwarze Linie rauf- und runterschwimmen will." 7.7. Pressemitteilung südafrikanischer Schwimmverband. (Dirk Lange – Cheftrainer SSA) “Wir mussten reagieren und ungluecklicherweise die Goldstaffel von Athen von unserer Meldeliste streichen, da im Sport nichts vergaenglicher ist als der Erfolg und unser erklaertes Ziel ist, bei den Commonwealths Games im Maerz 2006 in Australien mit dieser Staffel erfolgreich zu sein. Aus diesem Grunde haben wir darueber hinaus ein hoch interessantes 4x200m Freistil Projekt der Damen gestartet, bei dem wir im September 2005 mit 12 Sportlerinnen beginnen werden, um im Dezember 2005 mit 5 Sportlerinnen die unmittelbare Wettkampfvorbereitung fuer Melbourne zu starten.” [SSA Press Release (Word)] 6.7. Olympische Spiele 2012 in London. Das Internationale Olympische Komitee hat die Spiele des Jahres 2012 an London vergeben. Im letzten Wahlgang erhielt Paris vier Stimmen weniger als die britische Hauptstadt. Mit London hat sich in Singapur der stärkste Aussenseiter durchgesetzt. London bekam im vierten Durchgang 54 Stimmen, Paris deren 50. Die Briten lagen bei der Abstimmung in Singapur vom ersten Wahlgang an immer vor Paris. Im zweiten Wahlgang bekam Madrid am meisten Stimmen. Im dritten Wahlgang hatte London bereits 6 Stimmen Vorsprung auf Paris (33) und Madrid (31), allerdings nicht die erforderliche absolute Mehrheit. Als erste der fünf Bewerberstädte fiel Moskau durch. In der zweiten Runde bekam dann New York die wenigsten Stimmen, im dritten Durchgang Madrid. In der Londoner Innenstadt fielen sich tausende Menschen jubelnd in die Arme, nachdem sie die Entscheidung auf einer Leinwand vor dem Trafalgar Square verfolgt hatten. In Paris machte sich bittere Enttäuschung breit. Die Vergabe der Sommerspiele 2012 an London ist eine Überraschung, die Niederlage für Paris im Final ein Super-Gau. Paris ist nun zum dritten Mal seit 1992 gescheitert, aber zum ersten Mal als Favorit und ausgerechnet gegen die Briten. Londons Sieg ist ein grosser persönlicher Triumph für Olympiasieger Sebastian Coe und für Regierungschef Tony Blair. Coe kam vor einem Jahr an die Spitze der Bewerbung, als man hinter Paris und Madrid nur auf Rang 3 lag. Er machte sich mit britischem Kampfgeist an die Aufholjagd. Mit seiner Präsentation in Singapur riss er die IOC-Mitglieder förmlich mit. 6.7. WM ohne Südafrikas 4x100-m-Freistilstaffel. Die Prognosen für den Gewinn der 4x100-m-Freistilstaffel bei den Männern müssen revidiert werden. Der Präsident des südafrikanischen Schwimmverbandes Jace Naidoo begründete den Rückzug der in Athen erfolgreichen Staffel: Schoeman und Neethling würden zwar an der WM teilnehmen, nicht aber Lyndon Ferns und der ausser Form geratene Darian Townsend. Kein anderer Schwimmer habe die Selektionskriterien für die Staffel erreicht. Neue Favoriten sind deshalb die USA, weil den Silbermedaillengewinnern von Athen, den Niederlanden, Pieter van den Hoogenband fehlt. 5.7. Caroline Steffen wird fünfte am Gigathlon 2005. Die ehemalige SVL-Spitzenschwimmerin Caroline Steffen absolvierte in der Einzelkategorie „Single Woman“ den diesjährigen Gigathlon 2005 und wurde nach 29h25min37s sensationell Fünfte. Unter dem Motto „Enjoy Your Limits“ führte die herausfordernde Strecke beim Gigathlon 2005 von der südlichen Landesgrenze im Tessin, vom tiefsten Punkt der Schweiz, über die höchsten Alpenkämme bis zur nördlichsten Grenzlinie in Basel. Eine 2-tägige gigathletische Berg- und Talfahrt. Dabei wurde am ersten Tag zuerst 3,5 km von Tenero nach Locarno geschwommen. Danach ging es 28 km und 250 Höhenmeter mit den Inline Skates von Locarno nach Cevio. Darauf folgten die Abschnitte auf zwei Rädern. Zuerst mit dem Bike 49 km und 2100 Höhenmeter von Cevio nach Airolo und danach mit dem Rennrad 118 km und 800 Höhenmeter von Airolo nach Sarnen. Denn Abschluss vom ersten Tag bildete die Laufstrecke von Sarnen nach Luzern mit 26 km und 800 Höhenmetern. Total am ersten Tag: 224,5 km und 5650 Höhenmeter. Am zweiten Tag ging es in ähnlicher Form weiter. 2,5 km schwimmen im Vierwaldstätersee vor Luzern, 32 km und 150 Höhenmeter Inline Skaten von Luzern nach Sursee, 69 km und 700 Höhenmeter mit dem Rennrad von Sursee nach Welschenrohr, mit dem Bike 35 km und 1000 Höhenmeter von Welschrohr nach Laufen und zum Abschluss die Laufstrecke von 31 km und 710 Höhenmeter von Laufen ins erlösende Ziel nach Basel. Mehr Infos zum Gigathlon 2005 unter www.gigathlon.ch (Kel) 5.7. Deutschland saniert Schwimm-Stützpunkt. Für die Sanierung der Schwimmhalle des Olympiastützpunktes in Berlin-Hohenschönhausen stellt der Bund 8,4 Millionen Euro zur Verfügung. Die Gesamtkosten für die Renovierung des bundesweit grössten Stützpunkts der deutschen Schwimmer belaufen sich auf zwölf Millionen Euro. Insgesamt investiert der Bund in diesem Jahr 24,9 Millionen Euro in Sanierungen von Trainingsstätten wie das Sportforum. "Um im internationalen Leistungsvergleich bestehen zu können, brauchen unsere Spitzenathleten Einrichtungen für Training und Wettkampf, die höchsten Ansprüchen genügen", sagte Bundesinnenminister Otto Schily. 5.7. Leisel Jones kann mit Widmer viel erreichen. Brooke Hanson glaubt, dass Stephan Widmer genau das ist, was Leisel Jones braucht, um ihre mentalen Schwachpunkte zu überwinden. Jones war Favoritin über 100 und 200 m Brust an den olympischen Spielen in Athen, kehrte aber nur mit Bronze und Silber zurück. Sie entschied sich in der Folge ihren Trainer zu wechseln. Brooke Hanson glaubt, dass Jones in Montréal damit viel ereichen wird: "Sie hat an sich gearbeitet," sagte Hanson über Jones' Arbeit an ihrer mentalen Stärke. "Ich habe zwar nicht mit ihr gesprochen, aber ich habe mit Stephan WIdmer an der letzten WM gearbeitet und auch an den letzten Kurzbahn-WM und ich weiss, er ist ein grosser Motivator. Er ist in der Lage, sie aus dem Tief zu reissen, wenn sie an sich zweifelt." Hanson ist aber überzeugt, dass sie selber im Duell die Stärkere sein wird: "Ihre neue Stärke wird mir nicht wehtun." Hanson hat soeben einen neuen 4-jährigen Sponorenvertrag mit Speedo unterzeichnet und fühlt sich fitter denn je. 5.7. Schwedisches WM-Team. Schweden wird mit einem 15-köpfigen Team in Montréal vertreten sein. Frauen: Therese Alshammar, Josefin Lillhage, Anna-Karin Kammerling, Petra Granlund, Rebecca Ejdervik, Josefin Wede, Therese Svendsen, Gabriella Fagundez und Teresia Gimholt . Männer: Lars Frölander, Stefan Nystrand, Jonas Persson, Petter Stymne, Marcus Piehl und Martin Gustafsson. Novy Karel Meichtry Domini Lang Flori (SVL) Massacand Jonathan (SVL) Gaffuri Alessandro Schneiter Christian Waeber Dimitri Stampfli Carla Obersonn Swann Die Schweizer Mannschaft des zweitgrösseten polysportiven Events nach den Olympischen Spielen wird von Fecht-Olympiasieger Marcel Fischer angeführt. Mit gleich 3 Olympiateilnehmern von Athen 2004 (Novy, Meichtry, Stampfli) stellen die Schwimmer die stärkste Mannschaft, die mit berechtigten Medaillenhoffnungen in die Türkei reist. Insbesondere Karel Novy hat seine Planung ganz auf die Universiade ausgerichtet und strebt eine Medaille an. Aber auch Domink Meichtry, Flori Lang und Carla Stampfli, die alle direkt von der WM in Montreal kommen werden, sind Finalkandidaten. Ihren ersten internationalen Einsatz an einer Meisterschaft bei der Elite werden Swann Oberson, Dimitri Weber und Christian Schneiter haben. Noch offen ist die Teilnahme von Olympiateilnehmer Yves Platel, der aufgrund einer Verletzung besondere Qualifikationsbedingungen erhielt. Er muss die Limitezeit an den Swiss Open in Genf (22.-24. Juli) erfüllen, um die Reise mit dem Schweizer Team in die Türkei antreten zu dürfen. Bei Badeunfällen sind dieses Jahr in der Schweiz bisher 27 Personen ums Leben gekommen. Betroffen waren 18 Männer, fünf Frauen und drei Kinder. Nach Angaben der der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft (SLRG) starben zwölf der 27 Personen in Seen und neun in Flüssen, nur drei aber in Bädern. 2004 hatte die Zahl der Ertrinkungsopfer 47 betragen, im Hitzesommer 2003 waren es 88 gewesen. Ertrinken ist laut SLRG die zweithäufigste Todesursache bei Unfällen von Kindern. In den letzten 20 Jahren ertranken in der Schweiz jährlich durchschnittlich zwölf Kinder. Dazu seien viele Fälle von Beinahe-Ertrinken bekannt. Es bleibe aber eine hohe Dunkelziffer. Selbst viele Kinder, die wiederbelebt werden können, bleiben geschädigt oder im Koma zurück. Die SLRG lancierte deshalb dieses Jahr unter dem Motto «alli mini Äntli» ein langfristiges Projekt, um Kinder bereits im Vorschulalter mit den Risiken im und am Wasser vertraut zu machen. 2.7. Deutsche WM-Schwimmer noch nicht in Form. Die deutschen WM-Starter sind drei Wochen vor dem Auftakt der Schwimm-Wettkämpfe bei der WM in Montreal noch nicht in Top-Form. Bei einem letzten Test in Hannover konnten am ersten Tag nur wenige Glanzpunkte gesetzt werden. Annika Liebs aus Würzburg (56,21) sowie die Berlinerin Sandra Völker (56,30), die sich nicht für Montreal qualifiziert hatte, hinter sich liess. Völker siegte dafür in 25,75 über 50m Freistil. Bei den Männern kam Thomas Rupprath (Hannover) über seine Nebenstrecken 50m Freistil in 23,27 nicht über Rang zwei hinaus und musste dem Bremer Alexander Kahl (23,07) den Vortritt lassen. Die 200m Delfin gingen in 2:00,46 an den dreifachen deutschen Meister Helge Meeuw (Wiesbaden). Der Uerdinger Steffen Driesen siegte über 100 m Rücken in 57,11 . Insgesamt sind in Hannover 20 der 30 WM-Teilnehmer des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) am Start. 2.7. WM-Aus für Schwimm-Hoffnung Teresa Rohmann. Die Olympia-Fünfte Teresa Rohmann wird nicht an der Schwimm-WM in Montréal (17. bis 31. Juli) teilnehmen. Die große deutsche Medaillenhoffnung laboriert noch immer an einer Arm-Verletzung, die sich als so gravierend herausstellte, dass ein Einsatz ausgeschlossen ist. Die 17-Jährige sollte in Montréal über 200 und 400 Meter Lagen an den Start gehen. Eine Ersatz-Schwimmerin wird nicht benannt. «Wir wollen jetzt nicht mit der Schmerzkeule auf sie losgehen. Es ist zwar sehr bedauerlich, aber Teresa ist noch jung genug, um an späteren Weltmeisterschaften teilnehmen zu können», sagte Ralf Beckmann, der Sportdirektor des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV). Laut Beckmann handelt es sich bei der Armverletzung von Teresa Rohmann um eine Sehnenentzündung und leichte Sehneneinrisse im linken Schultergelenk. Die Schwimmerin war von Beckmann bereits vor zwölf Tagen vom WM-Vorbereitungslager in Olbia auf Sardinien wegen dieser Verletzung nach Hause geschickt worden. «Da hatte Teresa schon so starke Schmerzen, dasss sie ihren linken Arm kaum noch heben konnte», sagte der Sportdirektor. 2.7. Kaltes Wasser macht hungrig. Wenn man 45 Minuten in kaltem Wasser trainiert (20°C) ist man hinterher wesentlich hungriger wie wenn man sich die gleiche Zeit in warmem Wasser bewegt (33°C) oder gar nichts tut. Dies fanden Lesley White und ihre Kollegen in einer Forschungsarbeit heraus [White, L.J. et al.: Increased Caloric Intake Soon After Exercise in Cold Water. Int J Sport Nut Exerc 15(1), 2005]. Während und nach dem Training auf einem ins Wasser gestellten Ergometer konnten die Versuchspersonen soviel essen wie sie wollten. Eine dritte Gruppe tat in dieser Zeit nichts (ruhende Kontrollgruppe). Die Energieaufnahme und der Energieverbrauch wurden während und nach dem Training bei 60% VO2max bzw. Ruhe gemessen. Der Energieaufwand war für beide Wassertemperaturen vergleichbar (rund 510 kCal). Nach dem Training in kaltem Wasser assen die Versuchspersonen durchschnittlich 877 kCal - 44% mehr als die Trainierenden im warmen Wasser und 41% mehr als die ruhenden Versuchspersonen. Schwimmen ist übrigens grundsätzlich nicht gut geeignet für die Gewichstabnahme. Im Gegenteil, viele Leute nehmen mit Schwimmen sogar noch zu, dies ist seit längerem bekannt. Gwinep zeigte bereits 1987 [Gwinep, G.: Weight loss without dietary restriction: Efficacy of different forms of aerobic exercise. Am J Sports Med, 15, 275-279 (1987)], dass Versuchspersonen in einem 3-monatigem Sportprogramm mit Walking durchschnittlich etwa 8 Kilo abnahmen und mit Radfahren ca. 9 Kilo. Die Schwimmer nahmen 2.5 Kilo zu! Der Körper wird durch kaltes Wasser zum Aufbau von Unterhautfettgewebe angeregt. Es ist darüber hinaus bekannt, dass man mit Sport nur abnimmt, wenn man sich intensiv und während längerer Zeit bewegt, wie wir berichtet haben [Macht Schwimmen dick?]. Die 38-jährige Zugerin gab an, EPO zu "therapeutischen Zwecken und in geringer Dosis" genommen zu haben. Dies in den letzten Wochen, als sie sich nach der Rückkehr von Frühjahrs-Trainingslagern plötzlich schlapp fühlte und sich die Blutwerte "in mehreren Bereichen, darunter auch der Anzahl roter Blutkörperchen" im Keller befanden, obschon sie in der Nahrungs-Ergänzung neben Multivitaminen auch Eisen supplementiert hätte. Die EPO-Bezugsquelle wollte McMahon nicht bekannt geben, "letztlich liegt die Verantwortung bei mir", sagte die Schweizer Sportlerin des Jahres 2000. Die gelernte Biochemikerin McMahon betonte, dass sie ihren Olympiasieg in Sydney nicht mit unerlaubten Substanzen errungen hätte. "Mir waren bis in diesem Frühling auch noch nie Dopingmittel angeboten worden." Die dreifache Mutter hatte in den letzten zwei Jahren den Tod ihres Vaters sowie die Trennung und Scheidung von Michael McMahon zu verkraften, der bei Olympia 2000 auch noch ihr Trainer gewesen war. Zurück zur Homepage / an den Anfang Juni 200529.6. US-Trials 2008 in Omaha. In Omaha, Nebraska, werden vom 30. Juni bis 7. Juli 2008 die US-Olympiaausscheidungen stattfinden. Dies teilte der US-Schwimmverband mit. Omaha gewann die Bewerbung um die begehrten Trials gegen St. Paul, Minnesota und San Antonio, Texas. Für die Trials werden im Qwest Center befristet 2 50-m-Becken aufgebaut. Sitzplätze für 17'000 Zuschauende sind im 2003 in Betrieb geangenen Unterhaltungspark bereits vorhanden.Omaha hat 800'000 Einwohner und wurde von seinen Mitbewerbern offensichtlich unterschätzt, sagte ein Vertreter von US Swimming. 28.8. Santa Clara International Swim Meet, 23.-26.6.2005 [Website] [alle Resultate] Einem allgemeinen Bedürfnis entsprechend wird der Vorstand des SV Limmat Sie auf der SVL-Homepage regelmässig über den Stand der Rekrutierung des neuen Cheftrainers informieren. Am Montag und Dienstag werden konkrete Gespräche mit drei qualifizierten Kandidaten, welche aus zahlreichen Bewerbungen eingegangen sind, durchgeführt. Nach diesen Gesprächen wird eine Beurteilung vorgenommen und in einer zweiten Gesprächsrunde der geeignetste Bewerber ermittelt. In diesem Evaluationsprozess stehen die Bedürfnisse der Schwimmer und Schwimmerinnen, sowie die Eigenschaften als Teamplayer und guter Kommunikator im Vordergrund. Selbstverständlich muss der Kandidat aber auch über die notwendigen ausbildungstechnischen Eigenschaften und Führungskompetenz verfügen. Wir werden Sie nach Abschluss dieser Gesprächsrunde mit einem weiteren News Flash wieder auf dem Laufenden halten. SV Limmat sucht neuen HeadcoachDer Schwimmverein Limmat in Zürich sucht auf den 1. September 2005 einen neuen Chef-Trainer.Wir setzen voraus:
Wir bieten:
Ihre Bewerbung mit allen erforderlichen Unterlagen (Lebenslauf, Qualifikationen, Zeugnis, Referenzen und Foto) senden Sie bitte an: Bernadette Pape, Vizepräsidentin Fellenbergstr. 219a 8047 Zürich Mail: bernadette @pape.ch
[Ausschreibung als PDF] 27.6. Phelps und Coventry siegen dreifach. Mit jeweils drei Tagessiegen haben US-Superstar Michael Phelps und Kirsty Coventry aus Simbabwe dem Schwimm-Meeting im kalifornischen Santa Clara ihren Stempel aufgedrückt. Eine gelungene Generalprobe für die WM haben US-Superstar Michael Phelps und Kirsty Coventry (Simbabwe) mit jeweils drei Siegen beim Schwimm-Meeting im kalifornischen Santa Clara abgeliefert. Der sechsfache Olympiasieger von Athen gewann am Schlusstag der viertägigen Veranstaltung über 200m Lagen in 1:59,31 Minuten, blieb dabei aber deutlich über seinem Weltrekord (1:55,94). Eine halbe Stunde zuvor musste sich Phelps über 100m Freistil in 50,15 Sekunden mit Rang drei hinter seinen Landsleuten Jason Lezak (49, 54) und Brent Hayden (49,94) begnügen. Der 19-jährige Phelps hatte an den beiden Tagen zuvor über 200m Freistil in 1:47,58 Minuten und über 100m Schmetterling in 52,74 Sekunden gewonnen. In Montreal hat er fünf Starts auf den Einzelstrecken geplant. Ebenfalls in WM-Form schwimmt Kirsty Coventry, die am letzten Tag einen Doppelsieg feierte. Die Olympiasiegerin dominierte über 200m Rücken in 2:11,48 Minuten. Über 200m Lagen, wo sie in Athen Bronze geholt hatte, war sie zuvor in 2:14,08 Minuten ebenfalls nicht zu schlagen - auch nicht von Olympiasiegerin Jana Klotschkowa. Die Ukrainerin schwamm in 2:18,81 Minuten als Dritte wie schon am Vortag über die 400-m-Distanz weit hinterher. Dort hatte sie als Weltrekordlerin in für sie indiskutablen 4:43,29 Minuten sogar knapp zehn Sekunden hinter Coventry gelegen. Allerdings befindet sich Jana Klotschkowa, viermalige Olympiasiegerin und jahrelang unbesiegt, noch nicht lange wieder im Training. Nach Athen hatte die "Weltschwimmerin 2004" eine Wettkampfpause eingelegt. 27.6. Ungarische Meisterschaften, Budapest, 23.-26.6.2005 [Resultate 1 Tag] [2. Tag] [3. Tag] [4. Tag] 27.6. Phelps und Coughlin in Form. Wenige Wochen vor der WM zeigt sich Michael Phelps bereits in guter Form. Beim Meeting im kalifornischen Santa Clara gewann der sechsfache Olympiasieger von Athen über 200 m Freistil in 1:47.58 und verwies seinen Goldstaffel-Kollegen Peter Vanderkaay (1: 48,88) auf Platz zwei. Einen Tag später dominierte Phelps auch über 100 m Delfin souverän in 52.74 vor Gabriel Mangabeira (53,79). Bereits in WM-Form schwimmt auch Nathalie Coughlin. Die zweifache Olympiasiegerin von Athen siegte am ersten der drei Wettkampftage Clara in 54.98 über 100m Freistil. Dann liess sie über die 200-m-Distanz einen Erfolg in 1:59.97 folgen. Weit entfernt von ihrer gewohnten Form war Jana Klotschkowa. Die Ukrainerin, die 2000 in Sydney und 2004 in Athen jeweils zweimal Gold auf den Lagen-Distanzen gewonnen hatte und jahrelang unbesiegt war, musste sich auf der 400-m-Strecke in für sie indiskutablen 4:51.87 mit Rang drei begnügen. Ihr im Jahr 2000 erzielter Weltrekord steht bei 4:33.59. Der Sieg in Santa Clara ging an die Amerikanerin Kirsty Coventry (4:43,29) [Website]. Bereits in WM-Form schwimmt auch Nathalie Coughlin. Die zweifache Goldgewinnerin von Athen siegte am ersten der drei Wettkampftage von Santa Clara in 54,98 über 100m Freistil. 25.6. Australischer Schwimm-Star von Depressionen verfolgt. Einen Monat vor ihrer ersten Olympiamedaille war Petria Thomas so deprimiert, dass sie darüber nachdachte, sich mit dem Messer ein Leid anzutun. Dies erzählte sie einer australischen Zeitung in einem sehr offenen Interview. Thomas hat heute ihre Krankheit überwunden, eine Krankheit die sie dreimal an den Rand des Selbstmords trieb. Niemand hat davon gewusst. "Es ging bei mir immer auf und ab," sagte Thomas. "Ich bin grundsätzlich eine sehr emotionale Person. Ganz leicht rege ich mich über etwas auf und Momente später kann ich wieder glücklich sein." Thomas erzählte, dass sie Jahre brauchte, um über die negativen Gedanken hinwegzukommen. Solch grundsätzlichen Fragen sind für Menschen in ihrem Alter auf der Suche nach dem Sinn des Lebens normal - aber nicht alle werden so stark depressiv wie Thomas. "Man braucht sich darüber nicht zu schämen, es ist ein verbreitetes Problem und man sollte offen darüber reden, " sagte Thomas. "Es ist wie eine Krankheit und man sollte Hilfe suchen und annehmen." Heute ist die 29-jährige Thomas verheiratet und denkt daran Kinder zu haben. Die ersten Depressionen hatte sie 1994, als sie von ihrere Familie ans Australian Institute for Sports zog. Als 19-Jährige war sie oft einsam, hatte mit Sportverletzungen zu kämpfen und war enormen Leistungsdruck ausgesetzt."Ich fühlte mich oft hilflos," berichtete Thomas. "Es ist wie wenn du im Dunkeln tappst und keinen Ausweg siehst." Damals schluckte Thomas eine Überdosis Schmerztabletten. Zum Glück hinterliess sie eine Notiz - sie konnte gerettet werden und man erkannte, dass es eine Art Hilfeschrei war. 24.6. Japanische Mannschaft im Höhentraining. 2004 etablierten sich die japanischen Schwimmern mit beeindruckenden Resultaten auf der Weltbühne des Schwimmsports. Und das Höhentrainingszentrum in Nordarizona spielte darin nach Meinung der Trainer eine wichtige Rolle. Auch vor der WM in Montréal führen die Japaner im Northern Arizona's Center for High Altitude Training wieder ein 3-wöchiges Trainingslager durch, das am kommenden Dienstag beginnt. Die japanische Delegation zählt 50 Personen.
23.6. Smith de Bruin "grösste Irin". In der Telefonumfrage von RTE, Radio Ireland, ist die Dopingünderin Michelle Smith de Bruin inzwischen zur grössten Irin in der irischen Geschichte aufgerückt, mit 17.8% der Stimmen, vor Nano Nagle, der Nonne, die vor 200 Jahren die Schule für junge Mädchen propagierte und Ex-Präsidentin und UN-Menschrechtskommissarin Mary Robinson auf Platz drei. Die Radiomacher können sich das Phänomen nicht erklären. 20.6. Duel in the Pool: Website zum Leben erweckt. 19.6. Thompson: Australierinnen in Form. Der australische Nationaltrainer Alan Thompson glaubt, dass das WM-Frauenteam für Montréal eines der stärksten ist, das Australien an einen wichtigen internationalen Wettkampf schickt - und dies trotz dem Rücktritt von Petria Thomas. 11 der 21 Australierinnensind in den Weltbestenlisten unter den ersten drei zu finden, die meisten in mehr als einer Disziplin. "Wir haben eines der stärksten Teams für die WM," sagte Thompson, "und wir werden dauernd besser." Fünf Jahre nach den olympischen Spielen in Sydney, als über die mangelnde Breite bei den Frauen geklagt wurde, ist offenbar das Gegenteil eingetreten. Thompson überlegt sich, wie man das Gleiche bei den Männern erreichen kann. 16.6. Mare Nostrum Meetings 2005: Monaco 14./15. Juni [Resultate 1. Tag] [Resultate 1.&2. Tag] [Website] 15.6. Schwimmen gegen Malaria. Die Organisatoren dieses weltweiten Wohltätigkeitsschwimmens hoffen auf eine hohe Infektionsrate: 1 Million Schwimmerinnen und Schwimmer sollen der häufigsten Todesursache von Kindern auf dieser Welt zu Leibe rücken: Der Malaria. Bereits engagiert haben sich Shane Gould und Adrian Moorhouse für den am 3. Dezember geplanten Anlass. "Aber man kann auch an einem anderen Tag schwimmen," sagte der in London operierende Organisator Rob Mather. "Es gibt keine Regel, die dich hindert, etwas beizutragen." Mathers Logik ist einfach. Jeden Tag sterben soviele Kinder an Malaria um 7 Jumbos zu füllen. 70% davon sind jünger als 5-jährig. Die Medizin ist simpel: Mückennetze während der Nachtruhe sind effektiv und effizient. Malaria kommt aus dem Wasser und so wurde Mathers Idee geboren: Kampf gegen die Malaria aus dem Wasser. Wenn man eine Million Schwimmende für ein Fundraising finden würde, sollte Einiges möglich sein. Mit 20 Netzen zu 3 Pfund das Stück kann man während ihrer Lebensdauer das Leben eines Kindes retten. Also 60 Pfund pro Leben, was als sehr kostengünstig eingestuft wird. Registrieren zum Mitmachen kann man sich bei: www.WorldSwimForMalaria.com. 13.6. Counsilman Classic, Indianapolis, 10.-12.6.2005 [Website] [Resultate 1. Tag] [Resultate 2. Tag] [Resultate 3. Tag] 13.6. Phelps nicht zu bremsen. Eine Klasse für sich war der sechsfache Olympiasieger Michael Phelps (USA) auch zum Abschluss des Counsil,an-Classic-Meetings in Indianapolis. Mit 50,10 über 100 m Freistil und 2:00,65 über 200 m Lagen fuhr er seine Siege Nummer fünf und sechs ein. Zuvor hatte der große Favorit für die Weltmeisterschaften in Montreal (17. bis 31. Juli) die 200 m (1:47,38) und 400 m Freistil (3:51,92) sowie die 100 m (52,87) und 200 m Schmetterling (1:56,28) für sich entschieden. Bei den Frauen war die Athener Staffel-Olympiasiegerin Natalie Coughlin die herausragende Teilnehmerin. Mit 54,66 über 100 m Freistil kam sie bei ihrem WM-Testlauf zu einem dritten Erfolg. Zuvor siegte die 22 Jahre alte Kurzbahn-Weltrekordlerin über 100 m Rücken (1:01,12). Nicht beeindrucken liess sie sich bei den 100 m Delfin. Unmittelbar vor dem Start musste das Schwimmbad wegen einer Tornado-Warnung evakuiert werden. Nachdem wenig später Entwarnung gegeben wurde, siegte Coughlin in 1:00,46. 13.6. Festival of Open Water Swimming, London, 11.-12.6.2005 [Website] 13.6. Golden Bear International, Zagreb, 11.-12.6.2005 [Resultate 1. Tag]: Dominik Meichtry Zweiter über 400 m Freistil in 3:57.67. 12.6. Mare Nostrum Meetings 2005: Rom 11./12. Juni [Resultate 1. Tag] 12.6. Hackett vs. Phelps bestätigt. Das Traumduell wird wahr: Grant Hackett und Michael Phelps werden an der WM über 200 m Freistil gegeneinander schwimmen. Hackett wird somit alle Distanzen, d.h. 200, 400, 800 und 1500 m Freistil sowie die 4x200-m-Freistilstaffel schwimmen.Grant Hackett freut sich auf das Duell: "Das wird eine gute Gelegenheit wieder gegen Michael Phelps zu schwimmen, er gilt ja als einer der besten Athleten weltweit. Auf keinen Fall wird er der einzige Gegner sein, und ich erwarte nicht, dass ich alles gewinnen werde," sagte Hackett. "Es ist einfach eine tolle Sache so Rennen zu schwimmen und das Beste zu geben." 12.6. Counsilman Classic, Indianapolis, 10.-12.6.2005 [Website] [Resultate 1. Tag] [Resultate 2. Tag] 12.6.Telstra Grand Prix / AIS Invitation Meet, Canberra, 10.-12.6.2005 [Website] [Resultate 1. Tag] [Resultate 2. Tag] 12.6. Yana Klochkova 4 weitere Jahre bei TYR. Die 4-fache Olympiagoldmedaillengewinnerin und Wletrekordhalterin konnte ihren Sponsorvertrag mit TYR um 4 Jahre bis nach den Beijing-Spielen verlängern. Vor Klochkova schaffte es noch keine Schwimmerin, ihre beiden Goldmedaillen an den folgenden olympischen Spielen erfolgreich zu verteidigen. Sie wurde deshalb von Swimming World Magazine zur Schwimmerin des Jahres 2004 gewählt. Der Vertrag wurde in Anwesenheit von den ehemaligen Schaimmstars Steve Furniss und Hans Fassnacht unterzeichnet. 10.6. Telstra Grand Prix / AIS Invitation Meet, Canberra, 10.-12.6.2005 [Website [Resultate 1. Tag] 9.6. Counsilman Classic, Indianapolis, 10.-12.6.2005 [Website]. Gemeldet sind unter anderm Michael Phelps und Natalie Coughlin. 9.6. Mare Nostrum Meetings 2005: Le Canet 7./8.Juni [Resultate 1. Tag] [Resultate 2. Tag] Die Mare Nostrum Serie findet am kommenden Wochenende in Rom seine Fortsetzung. Die vierte und letzte Etappe findet dann in Monaco am 14. und 15. Juni statt. An beiden Wettkämpfen wird Swiss Swimming kein Team mehr stellen. Einzig in Rom wird die für die Weltmeisterschaften qualifizierte Carla Stampfli für ihren italienischen Verein DDS starten. Die Finalresultate der Schweizer in Canet am 2. Tag: 200m Vierlagen Herren 1. Laszlo Cseh HUN 2:00.23 6. Stephan Bachmann SUI 2:09.69 (Vorlauf: 2:10.01) 11. Jonathan Massacand SUI 2:10.86 (Vorlauf: 2:10.59) 15. Dimitri Waeber SUI 2:13.79 (Vorlauf: 2:15.53) 200m Vierlagen Damen 1. Liu Jing CHN 2:16.89 11. Luana Calore SUI 2:24.15 (Vorlauf: 2:26.62) 15. Marina Ribi SUI 2:25.35 (Vorlauf: 2:26.38) 100m Delphin Herren 16. Jonathan Massacand SUI 56.72 (Vorlauf: 56.59) [Resultate] 8.6. Cseh verbessert eigenen Europarekord. Beim Meeting im französischen Canet-En-Roussillon konnte der Ungar Laszlo Cseh seinen eigenen Europarekord über 400 m Lagen mit einer Zeit von 4:10,10 unterbieten. Cseh verbesserte damit seine alte Bestmarke (4:10,79), die er am 27. Juli 2003 in Barcelona aufgestellt hatte, um 69 Hundertstelsekunden und verwies den Franzosen Nicolas Rostoucher (4:21,34) und den Niederländer Robin van Aggele (4:22,66) auf die Ränge zwei und drei [Website]. 8.6. Mare Nostrum Canet. (Swiss Swimming) Auf der zweiten Etape der Meetingserie Mare Nostrum in Canet konnte sich Jonathan Massacand sich über 100m Rücken für den A-Final qualifizieren und sich dort auf den 4. Platz vorarbeiten. Der 21 jährige schlug in der guten Zeit von 57.04 Sekunden an und verpasste das Podest nur um 71 Hundertstelsekunden. Ebenfalls im A-Final standen Julien Baillod (der Schweizer startete für einen französischen Verein) und Stephan Bachmann über 400m Vierlagen. Sie erreichten die Ränge 6 und 7. Im gleichen Final stellte der 20 jährige Ungare Laszlo Cseh einen neuen Europarekord auf. Er verbesserte seine eigene Bestzeit aus dem Jahr 2003 um 69 Hundertstelsekunden. 400m Vierlagen Herren 1. Laszlo Cseh HUN 4:10.10 neuer Europarekord (vorher Cseh 4:10.79, aus dem Jahr 2003) 6. Julien Baillod SUI 4:37.07 (Vorlauf: 4:38.20) 7. Stephan Bachmann SUI 4:38.23 (Vorlauf: 4:38.59) 100m Rücken Herren 1. Arkady Vyatchanin RUS 55.34 4. Jonathan Massacand SUI 57.04 (Vorlauf: 58.43) 200m Delphin Herren 1. Nikolay Skvortsov RUS 1:56.53 13. Simon Oberholzer SUI 2:06.95 (Vorlauf 2:08.34) 200m Brust Damen 1. Mirna Jukic AUT 2:28.39 13. Luana Calore SUI 2:43.31 (Vorlauf: 2:45.75) 14. Marina Ribi SUI 2:44.50 (Vorlauf 2:43.12) [Resultate 1. Tag] Franzi: "Ich habe das Schreiben für mich entdeckt. Jahrelang stand ich auf der anderen Seite, jetzt freue ich mich darauf, diejenige zu sein, die die Fragen stellt, und meinen Ex-Kollegen in der Sportwelt als Journalistin zu begegnen." 2.6. Deutsches Schwimm-Team mit 30 WM-Einzelstarts. (sid) Rund sechs Wochen vor der WM in Montreal (17. bis 31. Juli) hat der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) entschieden, vier der insgesamt 34 Einzel-Disziplinen nicht zu besetzen. Das ist das Ergebnis einer Sitzung von DSV-Sportdirektor Ralf Beckmann, Bundestrainer Manfred Thiesmann und den 22 Heimtrainern der 31 nominierten WM-Teilnehmer in Kassel. Außerdem werden 13 Strecken nur einfach besetzt. Die meisten Einzelstarts erhält Neuling Paul Biedermann (Halle/Saale), der dreifache Junioren-Europameister des vergangenen Jahres. 28 der 31 WM-Teilnehmer werden insgesamt 47 Einzelstarts bestreiten, drei Aktive kommen ausschließlich in den Staffeln zum Einsatz. Mit 21 der 31 WM-Teilnehmer geht der DSV vom 6. bis 26. Juni ins Trainingslager nach Olbia auf Sardinien. Die übrigen zehn wurden nach Rücksprache wegen anstehender Studien-Prüfungen vom Lehrgang freigestellt. Auf ein zeitgleich vom DSV angebotenes Höhentraining in der Sierra Nevada wird auf Wunsch der Heimtrainer wegen zu geringer Interessenlage bei den Aktiven erstmals seit der Wende verzichtet. Im Anschluss an diesen Lehrgang findet eine Form-Überprüfung mit einem offiziellen Wettkampf beim "International Summer Festival" in Hannover (1. bis 3. Juli) statt. Der Abschluss-Lehrgang unmittelbar vor der WM in Montreal wird vom 15. bis 20. Juli in Ottawa abgehalten. Die Schwimm-Wettkämpfe bei der WM beginnen am 24. Juli. 2.6. Phelps träumt von Medaillen-Regen. Michael Phelps will auch in Montreal seine Medaillenjagd fortsetzen. Ein Jahr nach sechsmal Gold und zweimal Bronze bei Olympia in Athen peilt der US-Amerikaner auch bei den Weltmeisterschaften in Kanada (17.-31. Juli) acht Medaillen an. Das erklärte der 19-Jährige in Monte Carlo in einem Interview mit dem Sport-Informations-Dienst (sid). "Ich träume in Montreal von acht Medaillen", meinte der bis auf Brustschwimmen in allen Stilarten kompletteste Schwimmer der Gegenwart. sid: "Sie waren bei den Sommerspielen 2000 in Sydney mit 15 Jahren und zweieinhalb Monaten der jüngste männliche Olympiateilnehmer seit 1932 und sechs Monate später mit ihren 1:54,92 Minuten über 200m Lagen der jüngste Weltrekordler des Schwimmsports. Im gleichen Jahr wurden sie über 200m Delfin schon Weltmeister. Wann dachten Sie zum ersten Mal daran, dass Sie einmal zu solchen Leistungen fähig sein könnten?" Michael Phelps: "Mit 11 Jahren kam ich mit meinem Trainer Bob Bowman zusammen. Etwa sechs Monate später hat er mir gesagt, dass ich mal einen Weltrekord schwimmen könnte. Es war eine starke Motivation für mich." sid: "Was empfanden Sie, als dies Realität wurde?" Phelps: "Es war phantastisch. Diesen Tag werde ich nie vergessen, genau wie mein erstes Olympia. Es war einfach cool, ein Traum, der in Erfüllung ging. Aber inzwischen sind Weltrekorde für mich nicht so wichtig. Ich habe keine Ahnung, wie viele ich geschwommen bin." sid: "Ihr Trainer Bob Bowman hat mit uns nachgerechnet. Es sind 14." Phelps: "Ich weiß, dass es allein fünf bei der WM 2003 in Barcelona waren. Damals war ich in der Form meines Lebens. Ich schwamm in dieser Zeit in 41 Tagen acht Weltrekorde." sid: "Bei der WM in Montreal verzichten Sie auf zwei Distanzen, auf denen Sie den Weltrekord halten, aber bei den US-Trials nicht angetreten sind: Die 200m Delfin und 400m Lagen. Andererseits fehlt auf den Freistil-Distanzen neben dem australischen Weltrekordler Ian Thorphe auch der dreimalige niederländische Olympiasieger Pieter van den Hoogenband nach einer Bandscheiben-Operation." Phelps: "Schade. Sie wären in Montreal auf einigen Strecken meine Gegner. Ich starte dort über 100, 200 und 400m Freistil, 100m Delfin, 200m Lagen und möchte in allen drei Staffeln dabei sein." Bislang wurden von 210'000 zur Verfügung stehenden Eintrittskarten erst 50'000 abgesetzt, das sind weniger als ein Viertel. Für die Stadt ist ein erfolgreicher Ticketverkauf angesichts der gravierenden finanziellen Probleme im Vorfeld extrem wichtig. Eingeplant sind 200'000 verkaufte Karten. Die nicht gesicherte Finanzierung war einer der Gründe für die Fina, zum Beginn des Jahres Montreal die WM sogar zu entziehen. 1.6. FINA-Jahresweltbestenlisten (50m) nachgeführt [Website]. 1.6. USA und Australien treffen sich zum Länderkampf. Im Anschluss an die Schwimm-WM in Montreal kommt es am 2. August in Omaha/Nebraska zum Länderkampf der Schwimm-Grossmächte USA und Australien. Die Aktiven erhalten für jeden Weltrekord 25.000 Dollar. Das erste Aufeinandertreffen 2003 hatten die US-Amerikaner für sich entschieden [Website]. 1.6. 2005 Telstra Grand Prix / AIS Invitation Meet, Canberra, 10.-12.6.2005 [Website]. Das Meeting dient als Standortbestimmung und Vorbereitung für die WM. Zurück zur Homepage / an den Anfang Mai 2005
24.5. Phelps präsentiert sich in WM-Form. Michael Phelps hat seine derzeitige Ausnahmestellung erneut bestätigt. Der sechsfache Olympiasieger machte auch beim Schwimmmeeting im kalifornischen Palo Alto das halbe Dutzend voll und empfahl sich damit eindrucksvoll für die WM vom 17. bis 31. Juli in Montreal. Der 19-Jährige US-Star holte sich am Schlusstag der dreitägigen Veranstaltung über 100m Rücken in 54,92 Sekunden und über 400m Lagen in 4:17,06 Minuten seine Siege Nummer fünf und sechs. Zuvor war Phelps über 100 (49,82) und 400m Freistil (3:51,94) sowie über 200m Delfin (1:57,31) und 200m Rücken (1:59,94) erfolgreich. Herausragende Schwimmerin in Palo Alto war Mary DeScenza, die nur einmal weniger als Michael Phelps gewann. Zum Abschluss schlug sie über 200m Freistil (2:01,60) und 100m Delfin (1:00,18) als Erste an. Siege hatte sie zuvor über 200m Rücken (2:15,40), 100m Freistil (56,18) und 200m Delfin (2:11,15) erzielt. DeScenza wird in Montreal mindestens fünfmal ins Becken steigen. Phelps ist auf sieben Strecken gemeldet. 23.5. Meichtry erfüllt doch noch WM-Limite. Dominik Meichtry hat sich als fünfter Schweizer für die WM Ende Juli in Montreal qualifiziert. Der St. Galler unterbot im Meeting in Palo Alto, Kalifornien, über 200 m Crawl in 1:49,95 die Limite um 0,84 Sekunden. Nachdem er bereits im Vorlauf (in 1:50,87) als Erster angeschlagen hatte, konnte der 21-Jährige diese Position auch im Final behaupten. Der Student der Universität in Berkeley war zwei Tage zuvor an der WM-Limite über 100 m gescheitert. Dominik Meichtry, der vor zwei Jahren schon an den Weltmeisterschaften in Barcelona teilnahm und in die Halbfinals vorstiess, wird sich am nächsten Wochenende in Irvine auch noch am Richtwert über 400 m versuchen. An den Tagen zuvor hatten sich an den Schweizer Meisterschaften in Zürich-Oerlikon schon Flavia Rigamonti, Carla Stampfli, Flori Lang und Remo Lütolf für den Saisonhöhepunkt in Kanada qualifiziert. Palo Alto. Internationales Meeting. Männer. 200 m Crawl: 1. Dominik Meichtry (Sz) 1:49,95. 2. Jayme Cramer (USA) 1:50,09. 3. Chris DeJong (USA) 1:50,11. - 100 m Rücken: 1. Michael Phelps (USA) 54,92. 2. Randall Bal (USA) 55,03. - 400 m Lagen: 1. Phelps 4:17,06. - Für die Langbahn-WM in Montreal (24. bis 31. Juli) qualifiziert (ohne verzichtende Athleten): Flavia Rigamonti (Team Atlantide- Locarno/800, 1500 m Crawl), Carla Stampfli (SC Solothurn/50 m Delphin), Flori Lang (SV Limmat/50 m Rücken), Remo Lütolf (SC Uster-Wallisellen/50 m Brust), Dominik Meichtry (SC Uster-Wallisellen/200 m Crawl). Swiss Swimming wird an den Weltmeisterschaften in Montreal (vom 24. bis 31. Juli) wahrscheinlich nur mit einer Handvoll Athleten vertreten sein. Zu Flavia Rigamonti (800 und 1500 m Crawl), Carla Stampfli (50 m Delfin), Flori Lang (50 m Rücken) und Remo Lütolf (50 m Brust) könnte noch Dominik Meichtry stossen. Crawler Karel Novy hingegen, der den Richtwert über 100 m erfüllte, verzichtet aus Studiengründen (Prüfungen). Am Schlusstag der Schweizer Meisterschaften in Zürich-Oerlikon schlug die Rigamonti in 16:22,85 an. Damit unterbot die Tessinerin, die Ende Juli in Kanada über die längste Distanz im 50-m-Pool zum Kreis der Favoritinnen auf WM-Gold gehört, die Limitenzeit um über zwölf Sekunden. Meichtry, der an der Universität in Berkeley (Kalifornien) bis am Donnerstag Prüfungen zu bestehen hatte, erhielt vom Verband die Erlaubnis, sein Glück an zwei amerikanischen Meetings zu versuchen. Das erstmals ausgesetzte Preisgeld von 1500 Franken für die beste Leistung an den Meisterschaften ging an Flavia Rigamonti, deren 16:22,85 über 1500 m Crawl am Schlusstag im Vergleich mit dem Weltrekord am wertvollsten waren. Mit den vier Titeln über 50 und 100 m Rücken und Delfin war die Solothurnerin Carla Stampfli die erfolgreichste Schwimmerin in Zürich-Oerlikon; je dreimal SM-Gold ging an die erst 15-jährige Berner Brust-Spezialistin Patrizia Humplik und an Stephan Bachmann vom Heimklub SV Limmat. Zürich-Oerlikon. Schweizer Meisterschaften (50 m). 3. und 4. Tag. Männer. 50 m Crawl: 1. Christoph Bühler (SK Langenthal) 23,40. 2. Karel Novy (SC Uster-Wallisellen) 23,43. 3. Alessandro Gaffuri (Red-Fish Neuenburg) 23,62. 100 m Delfin: 1. Luka Gabrilo (Team Atlantide-Locarno) 55,56. 2. Matthias Sigrist (SC Schaffhausen) 56,29. 3. Simon Oberholzer (SC Schaffhausen) 56,56. 200 m Lagen: 1. Stephan Bachmann (SV Limmat) 2:06,45. 2. Massacand 2:06,79. 3. Reber 2:10,14. 4x100 m Lagen: 1. SV Limmat (Flori Lang, Stephan Bachmann, Jonathan Massacand, Jens Reuter) 3:51,25. 2. SC Uster-Wallisellen (Joël Spirig, Remo Lütolf, Karel Novy, Gregory Widmer) 3:52,99. 3. Team Atlantide-Locarno (Luka Gabrilo, Alain Minelli, Christian Reber, Eugenio Bianchi) 3:57,22. Frauen. 50 m Crawl: 1. Dominique Diezi (SC Uster-Wallisellen) 26,12. 2. Laura Noccioli (PN Bissone) 26,93. 3. Marjorie Sagne (Renens-Natation) 27,04. 1500 m Crawl (Einlagerennen ausserhalb der SM): 1. Rigamonti 16:22,85 (WM-Limite erfüllt). 2. Oberson 17:38,04. 3. Iris Matthey (Genf Natation) 18:06,74. 100 m Delfin: 1. Carla Stampfli (SC Solothurn) 1:02,18. 2. Sagne 1:03,20. 3. Meier 1:04,47. 200 m Lagen: 1. Marina Ribi (SC Schaffhausen) 2:24,40. 2. Baillod 2:25,35. 3. Stephanie Lüscher (Team Atlantide-Locarno) 2:25,53. 4x100 m Lagen: 1. SC Winterthur (Martina van Berkel, Luana Calore, Senata Wagner, Masha Foursova) 4:25,61. 2. SC Schaffhausen (Anja Kolecki, Marina Ribi, Sarah Prosdocimo, Lea Meier) 4:30,16. 3. SV Kriens (Stefanie Haefeli, Marisa Molinaro, Manuela Noser, Ramona Knüsel) 4:31,69. 22.5. Offizieller Abschied für Van Almsick & Co. Bei den 117. deutschen Meisterschaften ist eine Gruppe erfolgreicher Schwimmer um Franziska van Almsick offiziell verabschiedet worden. Neun Monate nach ihrem letzten Start bei den Olympischen Spielen in Athen wurde die 200m-Freistil-Weltrekordlerin van Almsick in ihrer Heimatstadt zum Abschluss ihrer Karriere geehrt. Bei der EM 2002 stellte sie die Fabelzeit von 1:56,64 Minuten auf. Präsidentin Christa Thiel vom Deutschen Schwimm-Verband (DSV) überreichte dem Idol sowie auch Katrin Meißner (Spandau), Sven Lodziewski (Zehlendorf) und Christian Keller (Essen) neben einem Blumenstrauß als Anerkennung einen 500 Gramm schweren Silberbarren. Van Almsick: "Ich bleibe mir treu" "Ich wollte nie schwimmen, bis es nicht mehr geht. Athen schien mir der günstigste Zeitpunkt zum Rücktritt. Es gab Momente, in denen ich darüber nachgedacht habe, wieder anzufangen. Aber ich bleibe mir treu", sagte van Almsick. Bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona hatte die 27-Jährige mit Silber auf ihrer Spezialstrecke 200m Freistil den Grundstein für ihre Ausnahmekarriere gelegt. Zwei Jahre später gewann sie auf dieser Strecke den WM-Titel. Zumindest bis zu den Olympischen Spielen 2008 in Peking wird sie bei den Saisonhöhepunkten als ARD-Schwimmexpertin tätig sein. Meißner gewann in ihrer langen Karriere zwei Goldmedaillen bei Olympia in Seoul 1988 und wurde 2001 Staffelweltmeisterin. Der inzwischen 40-Jährige Lodziewski wurde erstmals 1986 Weltmeister in der langen Freistilstaffel und gehörte bei seinem internationalen Comeback 2001 zur 4x100m-Freistilstaffel, die in Fukuoka WM-Bronze gewann. Der langjährige Aktivensprecher Keller gewann 1993 über 200m Lagen als erster DSV-Athlet den WM-Titel auf der Kurzbahn und holte mit der langen Freistil-Staffel 2003 nochmals Bronze. Poleska triumphiert über ihre Paradestrecke Nach der Verabschiedung sicherte sich Anne Poleska Gold über 200m Brust und schob sich weiter ins Rampenlicht. Auf ihrer Lieblingsstrecke hatte sich Poleska in 2:27,77 Minuten vor Simone Weiler (2:28,43) aus Heidelberg und Vorjahressiegerin Birte Steven (2:28,67/Sindelfingen) durchgesetzt und will sich nun ganz auf die WM (17. bis 31. Juli) in Montreal konzentrieren: "Auch wenn ich die Richtzeit knapp verfehlt habe, denke ich, dass mich der DSV mitnimmt. Bis Montreal kann ich mich noch erheblich steigern." Auch bei den Männern machte eine starke, junge Garde auf sich aufmerksam. Im Herzschlagfinale über 100m Rücken schwammen die beiden Youngster Helge Meeuw und Marco di Carli zeitgleich zu ihren jeweils zweiten Erfolgen und fügten Kurzbahn-Weltmeister Thomas Rupprath die nächste schmerzhafte Pleite zu. Beide schwammen in 54,78 Sekunden zu ihrem zweiten Gold. "Super, so können wir uns beide freuen", meinten die beiden DSV-Talente unisono. Rupprath (Hannover) muss sich als Vierter (54,84) die WM-Teilnahme über diese Strecke hingegen ebenso abschminken wie der Wuppertaler Steffen Driesen (54,82) als Dritter. Neues Gesicht über 100m Freistil Antje Buschschulte verpasste ihr zweites Gold. Nach ihrem 25. nationalen Titel zum Auftakt über 100m Rücken musste sich die Magdeburgerin über 100m Freistil in 55,22 Sekunden der Erlangerin Daniela Götz geschlagen geben. Die erst 17-jährige Götz schwamm in deutscher Altersrekordzeit (54,94) zum Sieg, trat damit die Nachfolge von van Almsick an, meinte aber nachher: "Das bedeutet jetzt nicht, dass ich die neue Franzi bin." 22.5. Auch Flavia Rigamonti und Remo Lütolf für Montreal qualifiziert. Flavia Rigamonti (über 800 m Crawl) und Remo Lütolf (50 m Brust) haben am Samstag an den SM in Zürich-Oerlikon die WM-Delegation auf ein Quartett anwachsen lassen. Karel Novy hingegen lässt Montreal (24.-31. Juli) trotz geschaffter Limite aus. Rigamonti absolvierte die 16 Bahnlängen in 8:37,02, rund elf Sekunden über ihrem Schweizer Rekord, aber fast vier Sekunden unter der nötigen Richtzeit. Obwohl sie die SM nicht speziell vorbereitet hat und aus dem normalen Training heraus schwimmt, musste die 23-jährige Tessinerin nie zittern. Sie habe ständig auf der Anzeigetafel die Durchgangszeiten kontrolliert, verriet Rigamonti nach dem Rennen. Auf seiner Paradestrecke unterbot Brust-Spezialist Lütolf zunächst im Vorlauf (in 28,38) und anschliessend auch im Final, in welchem er sich auf 28,31 steigerte, die Limite um mehr als vier Zehntel. Der St. Galler war in seiner Karriere nur rund ein halbes Dutzend Mal schneller geschwommen. Auch Karel Novy blieb bei seinem Sieg über 100 m Crawl in 50,58 unter der Limite für Montreal - um genau eine Hundertstel. Doch der Waadtländer hatte schon im Vorfeld der nationalen Titelkämpfe aus Studiengründen seinen Verzicht auf eine WM-Teilnahme bekannt gegeben. Resultate vom Samstag. Männer. 100 m Crawl: 1. Karel Novy (SC Uster-Wallisellen) 50,58 (WM-Limite erfüllt). 2. Gregory Widmer (SC Uster-Wallisellen) 52,23. 3. Alessandro Gaffuri (Red-Fish Neuenburg) 52,36. 1500 m Crawl: 1. Sven Erni (Red-Fish Neuenburg) 16:20,37. 2. Julien Baillod (Genf Natation) 16:31,71. 3. Branko Milosevic (SN Bellinzona) 16:38,08. 200 m Rücken: 1. Jonathan Massacand (SV Limmat) 2:04,57. 2. Joël Spirig (SC Uster-Wallisellen) 2:09,35. 3. Adrien Perez (Rolle Natation) 2:12,42. 50 m Brust: 1. Remo Lütolf (SC Uster-Wallisellen) 28,31 (im Vorlauf: 28,38 -- zweimal WM-Limite erfüllt). 2. Dimitri Waeber (Genf Natation) 30,08. 3. Julien Lazarus (Genf Natation) 30,28. 400 m Lagen: 1. Stephan Bachmann (SV Limmat) 4:32,52. 2. Julien Baillod 4:33,43. 3. Alain Minelli (Team Atlantide-Locarno) 4:38,62. Frauen. 100 m Crawl: 1. Dominique Diezi (SC Uster-Wallisellen) 57,97. 2. Marjorie Sagne (Renens-Natation) 58,09. 3. Seraina Prünte (Swiss Swimming) 58,78. 800 m Crawl: 1. Flavia Rigamonti (Team Atlantide-Locarno) 8:37,02 (WM-Limite erfüllt). 2. Swann Oberson (NS Genf) 9:02,81. 3. Hanna Miluska (SV Basel) 9:20,59. 200 m Rücken: 1. Martina van Berkel (SC Winterthur) 2:22,54. 2. Anja Kolecki (SC Schaffhausen) 2:26,65. 3. Marie Gaitzsch (Genf Natation) 2:27,48. 50 m Brust: 1. Patrizia Humplik (SK Bern) 33,30. 2. Céline Baillod (Renens-Natation) 33,55. 3. Carmela Schlegel (SC Uster-Wallisellen) 34,00. 400 m Lagen: 1. Stephanie Lüscher (Team Atlantide-Locarno) 5:04,82. 2. Baillod 5:07,77. 3. Maria Moffat (Genf Natation) 5:08,43. Auf seiner Paradestrecke 50 m Brust unterbot Lütolf in 28,38 den Richtwert um 0,41 Sekunden. Noch am Vortag hatte der St. Galler auf die Teilnahme über die 100 m verzichtet, da er aus Studiengründen den Trainingsumfang in der nach-olympischen Saison reduziert hat. 21.5. Dominik Meichtry verpasste WM-Limite. Der St. Galler Dominik Meichtry (21) hat am internationalen Meeting in Palo Alto (USA) über 100 m Crawl in einer Zeit von 50,95 den 5. Rang erreicht und damit die WM-Limite um 36 Hundertstel verpasst. Der Olympia-Halbfinalist, der an der Universität in Berkeley studiert und als einziger der Schweizer Elite nicht an den Schweizer Meisterschaften in Zürich teilnehmen kann, qualifizierte sich mit dieser Zeit wenigstens für die Universiade in Izmir (Tür) von Mitte August. Sieger des Rennens wurde in 49,82 der Amerikaner Michael Phelps. 21.5. Schweizermeisterschaften: Online-Live-Resultate. 21.5. Wasserballweltliga: Es geht wieder los. Das jährliche Treffen der weltbesten Teams der Männer wird zwischen 16.6. und 14.8. und das der Frauen zwischen 29.6. und 21.8. ausgetragen. Dieses Jahr gibt es einige Neuerungen zu melden. Um die Weltliga attraktiver für Zuschauer und Medien zu machen, wird das Turnier in eine Vorrunde, eine Halbfinal- und eine Superfinalrunde gegliedert. Die Vorrunde (16.-26.6.) wird in Spanien, Ungarn, Serbien-Montenegro und Deustchland ausgetragen, die Halbfinalrunde in Kanada und den USA (6.-10.7.) und der Superfinal in Serbien-Montenegro (11.-14.8.). 14 Nationen können auf Nummer sicher teilnehmen (Australien, Brasilien, Kanada, China, Kroatien, Deutschland, Griechenland, Ungarn, Italien, Rumänien, Russland, Serbien-Montenegro, Spanien und USA). Bei den Frauen kämpfen 12 Nationen um den Sieg (Australien, Brasilien, Kanada, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Ungarn, Italien, Niederlande, Russland, Spanien und USA). Bei den Faruen gibt es keine Halbfinalrunde (Vorrunde in Italien, Russland und USA vom29.6.-10.7., Superfinal in Russland vom 18.8.-21.8.). 21.5. Rücken-Spezialist Flori Lang löst WM-Ticket. Flori Lang (22) rappelte sich am zweiten SM-Tag im heimischen Hallenbad in Zürich-Oerlikon nach enttäuschenden 100 m Rücken am Donnerstag auf und sicherte sich über seine Spezialdistanz 50 m Rücken souverän das WM-Ticket. Lang unterbot sowohl im Vorlauf (25,83) wie im Final (25,76) die für Montreal geforderte Richtzeit. Seinen zweijährigen Schweizer Rekord von 25,71 verpasste der Schwimmer vom SV Limmat zweimal nur um Sekundenbruchteile. "Uff, die wichtigste Aufgabe ist erledigt. Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen", sagte ein von Qualifikationsdruck erleichterter Lang, der den Vorlauf gemäss eigener Aussage "etwas zu verbissen" angegangen war. Der Stadtzürcher ist nach Carla Stampfli erst der zweite Swiss-Swimming-Athlet, der die Weltmeisterschaften vom 24. bis 31. Juli in Montreal (Ka) fix einplanen kann. Stampfli ihrerseits holte gestern in ihrem dritten Final zum dritten Mal Gold (über 50 m Rücken) und ist in Zürich-Oerlikon bisher die erfolgreichste Athletin. Ihren jeweils zweiten Triumph feiern konnten das Berner Nachwuchstalent Patrizia Humplik (15) und Dimitri Waeber (Genf Natation), die beide nach den 200 m Brust auch über die halbe Distanz gewannen. Resultate vom 2. Tag. Männer. 200 m Crawl: 1. Stephan Bachmann (SV Limmat) 1:55,31. 2. Matthias Siegrist (SC Schaffhausen) 1:55,47. 3. Christian Schneiter (ST Biel) 1:55,57. 50 m Rücken: 1. Flori Lang (SV Limmat) 25,76 (im Vorlauf: 25,83 -- zweimal WM-Limite erfüllt). 2. Jonathan Massacand (SV Limmat) 26,61. 3. Karel Novy (SC Uster-Wallisellen) 26,71. 100 m Brust: 1. Dimitri Waeber (Genf Natation) 1:05,20. 2. Julien Lazarus (Genf Natation) 1:06,68. 3. Alain Minelli (Team Atlantide-Locarno) 1:06,78. 200 m Delfin: 1. Simon Oberholzer (SC Schaffhausen) 2:05,97. 2. Christian Reber (Team Atlantide-Locarno) 2:06,39. 3. Julien Baillod (Genf Natation) 2:06,54. 4x100 m Crawl: 1. SC Uster-Wallisellen (Gregory Widmer, Patrik Schelbli, Karel Novy, Gerry Strasser) 3:28,92. 2. SV Limmat (Jonathan Massacand, Stephan Bachmann, Jens Reuter, Flori Lang) 3:30,23. 3. SC Liestal (Daniel Rast, Ralph Madörin, Simon Scheidegger, Pablo Marti) 3:34,06. Frauen. 200 m Crawl: 1. Nicole Zahnd (Genf Natation) 2:06,04. 2. Hanna Miluska (SV Basel) 2:06,14. 3. Swann Oberson (NS Genf) 2:06,96. 50 m Rücken: 1. Carla Stampfli (SC Solothurn) 29,98. 2. Luana Calore (SC Winterthur) 30,78. 3. Martina van Berkel (SC Winterthur) 31,03. 100 m Brust: 1. Patrizia Humplik (SK Bern) 1:12,39. 2. Carmela Schlegel (SC Uster-Wallisellen) 1:14,24. 3. Marina Ribi (SC Schaffhausen) 1:14,66. 200 m Delfin: 1. Maria Moffat (Genf Natation) 2:22,77. 2. Senata Wagner (SC Winterthur) 2:23,77. 3. Stephanie Lüscher (Team Atlantide-Locarno) 2:24,23. 4. 4x100 m Crawl: 1. Renens-Natation (Marjorie Sagne, Céline Baillod, Nadia Panchaud, Lise Cordey) 4:00,60. 2. SC Uster-Wallisellen (Dominique Diezi, Sandrine Paquier, Denise Schrader, Marion Brem) 4:00,75. 3. SC Schaffhausen (Lea Meier, Marina Ribi, Laila Werner, Sarah Prosdocimo) 4:02,90. 21.5. Deutscher Schwimmsport sucht junge Wilde. (dpa) Nach dem Rücktritt von Superstar Franziska van Almsick und der selbstverordneten Auszeit der fünffachen Weltmeisterin Hannah Stockbauer braucht der deutsche Schwimmsport neue Gesichter. Bei den nationalen Meisterschaften in Berlin soll der hungrige Nachwuchs den Deutschen Schwimm-Verband (DSV) zurück in die Erfolgsspur bringen. Cheftrainer Ralf Beckmann setzt auf die Jungen, "die da doch mächtig kratzen und das Establishment erschüttern wollen. Die Meisterschaft ist ganz wichtig als erste nacholympische Bestandsaufnahme." Berlin ist Qualifikation für die Weltmeisterschaften im Juli in Montréal und damit die grosse Chance für alle, die nach oben streben und denen bislang schier unüberwindbare Hürden wie Franziska van Almsick oder Hannah Stockbauer im Weg standen. "Franzi" wird künftig als Schwimm-Expertin für die ARD vor der Fernsehkamera stehen. Hannah Stockbauer hat nach dem Olympia-Debakel von Athen erst mal eine Pause eingelegt und konzentriert sich auf ihre Ausbildung zur Industriekauffrau. Spätestens bei Olympia 2008 in Peking will die 23-Jährige zurück sein: "Bei Franzi hat's geklappt, bei mir wird es auch klappen." Gerade über die "Franzi"-Strecken" 100 und 200 m Freistil sowie 100 m Schmetterling sind heisse Kämpfe um die Nachfolge der Weltrekordlerin zu erwarten. Die Zahl der Anwärter ist gross: Antje Buschschulte (Magdeburg), die Berlinerinnen Sophie Dietrich und Stephanie Backhaus, Daniela Samulski (Wuppertal), Meike Freitag (Frankfurt/Main), Daniela Götz (Erlangen), Petra Dallmann (Wuppertal), Janina-Kristin Götz (Leipzig). Die Bahnen der Hannah Stockbauer (400, 800, 1500 m) dürften der Jugend noch zu lang sein. Beckmann sieht in dem Fehlen der Erlangerin aber auch eine Chance. Er hofft, "dass von den Jungen auch auf diesen Strecken ein stärkeres Engagement ausgeht". Eine "weitere Fortentwicklung der jungen Jahrgänge" soll dem deutschen Schwimmsport schon in Berlin "eine Stabilisierung auf hohem Niveau" bringen. Zu Beginn der Langbahnsaison spricht aber auch Beckmann vom "Lesen im Kaffeesatz". Nach Olympia haben viele das Training gedrosselt und vorübergehend Priorität auf Studium und Ausbildung gelegt. Andere haben nach den Negativerlebnissen von Athen ihr Training umgestellt - und sind selbst gespannt auf das Ergebnis. "Duftmarken" mit Blick auf die WM wollen vor allem Weltmeister Thomas Rupprath, die Olympia-Dritten Antje Buschschulte und Anne Poleska, Sarah Poewe und Teresa Rohmann (Erlangen) setzen. Grosses vor haben auch die Jungspunde Marco di Carli (Sögel), Helge Meeuw (Wiesbaden) und Paul Biedermann (Halle/Saale). Mit den 117. deutschen Meisterschaften in Berlin und der grössten Leistungsschau der Verbandsgeschichte schlägt der DSV zudem neue Wege ein. Von der Zusammenlegung von offener Klasse, Junioren und Jugend mit insgesamt 330 Titelentscheidungen verspricht sich Beckmann "mehr Druck von unten nach oben". 1436 Aktive haben gemeldet. Im Olympia- Jahr 2004 waren es 614 Athleten. In 27,69 blieb die 21-jährige Stampfli im Vorlauf gleich um eine halbe Sekunde unter der für die Weltmeisterschaften Ende Juli geforderten Zeit. Zudem verbesserte sie auch um 55 Hundertstel den Schweizer Rekord, der zuvor von Veronica Ranieri (seit dem 21. April 2002 in Brescia/It) und von Dominique Diezi (4. Juli 2002 in Frauenfeld) gehalten wurde. Im Final bestätigte Stampfli, die seit zwei Jahren in Mailand, wo sie je zur Hälfte eine Dolmetscherschule und die Uni (Kommunikationswissenschaft) besucht, in 27,98 ihre morgendliche Leistung. Von einem Run auf die WM-Tickets konnte in Zürich-Oerlikon (noch) nicht gesprochen werden. Flavia Rigamonti, die erst am Mittwoch von ihrer Universität in Dallas her kommend in Kloten gelandet war, sicherte sich zwar wie erwartet überlegen SM-Gold über 400 m Crawl. Doch in 4:14,23 verpasste die 23-jährige Tessinerin die WM-Limite um 24 Hundertstel. Allerdings gilt Rigamontis Hauptaugenmerk ihren bevorzugten Distanzen über 800 m am Samstag und 1500 m am Sonntag. Die weiteren Titel am Eröffnungstag holten sich Karel Novy (SC Uster-Wallisellen/50 m Delfin), Marco Ferraro (SV Basel/400 m Crawl), Jonathan Massacand (SV Limmat/100 m Rücken), Dimitri Waeber (Genf Natation/200 m Brust) und die erst 15-jährige Patrizia Humplik (SK Bern/200 m Brust). Staffel-Gold über 4x200 m Crawl ging an den SV Limmat (Männer) und den SV Basel(Frauen). Resultate vom 1. Tag. Männer. 400 m Crawl: 1. Marco Ferraro (SV Basel) 4:05,31. 2. Martin Hohl (SK Bern) 4:06,94. 3. Gerry Strasser (SC Uster-Wallisellen) 4:08,11. 100 m Rücken: 1. Jonathan Massacand (SV Limmat) 56,51. 2. Flori Lang (SV Limmat) 57,28. 3. Luka Gabrilo (Team Atlantide-Locarno) 58,11. 200 m Brust: 1. Dimitri Waeber (Genf Natation) 2:19,16. 2. Alain Minelli (Team Atlantide-Locarno) 2:22,14. 3. Christophe Schmid (Genf Natation) 2:25,32. 50 m Delfin: 1. Karel Novy (SC Uster-Wallisellen) 24,85. 2. Luka Gabrilo (Team Atlantide-Locarno) 25,17. 3. Christoph Bühler (SK Langenthal) 25,24. 4x200 m Crawl: 1. SV Limmat (Stephan Bachmann, Olivier Fornaro, Flori Lang, Jonathan Massacand) 7:46,69. 2. Red-Fish Neuenburg (John Herzig, Pascal Haefeli, Sven Erni, Alessandro Gaffuri) 7:52,20. 3. SV Basel (Marco Ferraro, Joseph Gschwind, Constantin Knauf, Michael Lüscher) 7:54,67. Frauen. 400 m Crawl: 1. Flavia Rigamonti (Team Atlantide-Locarno) 4:14,23. 2. Swann Oberson (NS Genf) 4:24,24. 3. Hanna Miluska (SV Basel) 4:28,67. 100 m Rücken: 1. Carla Stampfli (SC Solothurn) 1:05,39. 2. Martina van Berkel (SC Winterthur) 1:07,40. 3. Melanie Schweiger (SV Baar) 1:07,75. 200 m Brust: 1. Patrizia Humplik (SK Bern) 2:35,01. 2. Carmela Schlegel (SC Uster-Wallisellen) 2:38,75. 3. Martina Ribi (SC Schaffhausen) 2:39,06. 50 m Delfin: 1. Stampfli 27,98 (WM-Limite erfüllt). 2. Dominique Diezi (SC Uster-Wallisellen) 28,20. 3. Lea Meier (SC Schaffhausen) 28,38. 4x200 m Crawl: 1. SV Basel (Hanna Miluska, Stefani Haas, Verena Albert, Karin Haas) 8:44,62. 2. SC Uster-Wallisellen (Dominique Diezi, Andrea Stehlin, Denise Schrader, Sandrine Paquier) 8:45,52. 3. Team Atlantide-Locarno (Flavia Rigamonti, Romina Perlini, Elena Beltrami, Alessia Baccalà) 8:53,80. 13.5. Südafrikanisches WM-Team. Frauen: Melissa Corfe, Tammy Laubscher, Mandy Loots, Suzaan van Biljon, Chanelle van Wyk. Männer: Jean Basson, Thabang Moeketsane, Ryk Neethling, Mark Randall, Troyden Prinsloo, Roland Schoeman, Karl Thaning (vorläufige Qualifikation), Darian Townsend, Garth Tune, Gerhard Zandberg (vorläufige Qualifikation). 13.5. 1436 Schwimmer an Deutscher Meisterschaft. (sid) Mit 1436 Athleten aus 273 Vereinen weisen die 117. deutschen Schwimm-Meisterschaften vom 21. bis 26. Mai in Berlin ein Rekord-Meldeergebnis auf. Die Schwimmer werden bei der einzigen nationalen Qualifikation für die Welt-Titelkämpfe im Juli in Montréal insgesamt 4441 Einzel- und 114 Staffelstarts absolvieren. Im Olympia-Jahr 2004 waren es 173 Clubs mit 1754 Einzel- und 86 Staffelstarts bei 614 Athleten. Die Zuwachsrate an Einzelstarts gegenüber 2004, die der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) mit 250 Prozent angab, beruht darauf, dass an den sechs Wettkampftagen eine Vielzahl von Jahrgängen von der offenen Klasse bis zu den Jüngsten im Jugend-Mehrkampf starten darf. Es werden 330 Titel vergeben. DSV-Sportdirektor Ralf Beckmann verspricht sich von der Zusammenlegung «mehr Druck von unten nach oben». Beckmann: «Wir werden durch diese Meisterschafts-Konzeption zwangsläufig zu einer Angleichung im Trainings- wie im Wettkampf-Prozess von den 'Kleinen' zu den 'Großen' kommen.». Ab 2006 ändert der DSV sein Konzept erneut und trennt die Qualifikation für die internationalen Top-Ereignisse eines Jahres (Olympische Spiele, Welt- und Europameisterschaften) von den deutschen Meisterschaften. Diese «Trials» gehören in den USA und Australien zu den Standards. Deutsche Meisterschaften, Berlin, 21.-26.5.2005 [Local Server] Im eigenen Kontrollprogramm wurden 150 Athletinnen und Athleten in Wettkämpfen und 231 (60%) ausserhalb der Wettkämpfe getestet. 62 Athletinnen und Athleten (16%) konnten im Juniorenalter getestet werden (geplant für 2005: 20-25%). Vermehrt werden die Athleten während Trainingsaufenthalten im Ausland kontrolliert. Vom 1. Januar – 31. März 2005 waren dies 41 (in Südafrika, Spanien, Italien, Australien). Die Kontrollen werden durch die Kontrolleure der FDB oder durch ausländische Dopingagenturen durchgeführt. Von den 134 im Auftrag externer Organisationen durchgeführten Kontrollen (davon 40 Kontrollen für die Welt-Anti-Doping-Agentur) entfielen 69 auf Wettkämpfe und 65 auf ausserhalb der Wettkämpfe. 31 Kontrollen wurden im Ausland durchgeführt und 35 im Juniorenbereich (hauptsächlich European Youth Olympic Festival in Monthey). Die durch die FDB durchgeführten Kontrollen haben einen positiven Befund ergeben (Cannabis). Im Ausland wurden zwei weitere Athleten mit Schweizer Lizenz positiv getestet (Carphedon und Cannabis). Die detaillierten Kontrollzahlen sind im Bericht (PDF) ersichtlich. 10.5. Brasilianisches WM-Team. Kurz nach Abschluss der Trofeu Brasil hat der brasilianische Schwimmverband 12 Schwimmerinnen und Schwimmer für die Teilnahme an der WM in Montréal selektioniert: Felipe May Araújo, Kaio Márcio de Almeida, Paula Baracho, Mariana Brochado, Flavia Delaroli, Monique Fereira, Rebeca Gusmão, Gabriel Mangabeira, Joanna Maranhão, Fabíola Molina, Thiago Pereira und Fernando Scherer [Website Brasilianischer Verband]. 10.5. Canadian Wold Championship Trials, Montréeal, 10.-14.5.2005 [Local Server] 10.5. Trofeu Brasil, Belo Horizonte, 4.-8.5.2005 [Resultate] 4.5. Schweizermeisterschaften: Provisorische Meldeliste 4.5. Thorpe mit eigenem Parfüm. Der Golden Boy des australischen Schwimmsports dringt mit einem eigenen Produkt in den Parfümmarkt ein: "Ian Thorpe for Men". "Das hatte ich schon seit einiger Zeit vor," sagte Thorpe. "Aber es brauchte ein bisschen Entwicklungszeit und das Resultate gefällt mir jetzt." Das Produkt ist Teil der StarBox-Linie, die auch Produkte unter den Namen Michael Schumacher, Boris Becker und Heidi Klum in 27 Ländern vertreibt. 4.5. Wasserballer Kreuzmann positiv auf Doping getestet. Der deutsche Nationalspieler Tobias Kreuzmann ist bei einer Trainingskontrolle positiv getestet und mit sofortiger Wirkung vom Deutschen Schwimmverband gesperrt worden. Er hatte seit Anfang 2004 auf Verschreibung seines Arztes ein Mittel gegen Haarausfall eingenommen, welches zur Wirkstoffgruppe der Finasteride gehört. Diese stehen seit 1. Januar 2005 auf der Verbotsliste der Welt Anti-Doping Agentur. 4.5. NCAA: Erosion geht weiter. An den amerikanischen Hochschulen geht die Erosion des Schwimmsport im Rahmen der erzwungenen Gleichberechtigung für Frauen weiter. Männersportangebote werden gegen Frauensportangebote ausgetauscht, weil die Mittel beschränkt sind, beides zu führen. Dieses Mal hat es das Schwimmen und Wasserspringen für Männer an der University of Louisiana in Monroe erwischt. Stattdesen wird der Damengolfsport aufgebaut. Die Unis gelten in den USA als der Motor des Schwimmsports. Schwimmvereine wie in Europa sind selten. |
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