29.8.
FINA Open Water World Championships, Neapel, 29.8.-3.9.2006. 5km,
Frauen: 1. Larisa Ilchenko RUS 1h08:19.7, 2. Poliana Okimoto BRA 1h08:27.6,
3. Britta Kamrau-Corestein GER 1h08:46.3.
Männer: 1. Thomas Lurz GER 1h04:32.3, 2. Chip Peterson USA 1h04:32.7,
3. Simone Ercoli ITA 1h04:35.9 [OmegaTiming].
29.8. Doping im Breitensport erregt Gemüter. Einen Schlagabtausch
zum Thema "Doping im Breitensport" liefern sich derzeit Wolfgang
Konrad, Veranstalter des Vienna City Marathons, und Hans Holdhaus, Direktor
des Instituts für medizinische und sportwissenschaftliche Beratung
(IMSB) http://www.imsb.at. Grund für die heftige Auseinandersetzung
ist ein Interview von Holdhaus in der U-Bahn-Zeitung "Heute"
vom 22. August 2006, in dem der Doping-Experte davon spricht, dass bei
Breitensportveranstaltungen wie dem Wien-Marathon ein Drittel der Starter
zu unerlaubten Mitteln greift. Diese Behauptung von Holdhaus hat bei Konrad
wenig Begeisterung ausgelöst. In einer Presseaussendung spricht der
Veranstalter des Vienna City-Marathons von einer klaren Diskreditierung
der Teilnehmer an dieser Veranstaltung. Im pressetext-Gespräch relativert
Holdhaus jedoch die Aussagen: "Ich habe im Interview damals von einer
Dunkelziffer zwischen zehn und 30 Prozent gesprochen. Leider wurde meine
Aussage nicht richtig wiedergegeben." Von einer "Doping-Problematik"
im Breitensport kann man jedoch nicht sprechen, so Holdhaus, denn es gelten
für den Hobbysportler nicht die gleichen Bestimmungen wie für
einen Profi. Würde man jedoch die gleichen Kriterien auch beim Hobbysportler
anwenden, sähe die Situation anders aus. "Wenn ein Hobbyläufer
beispielsweise einen Nasenspray verwendet, der offiziell auf der Doping-Liste
angeführt ist, wäre er nach dem Reglement gedopt", so Holdhaus
im pressetext-Interview. Dennoch ist Holdhaus davon überzeugt, dass
auch im Breitensport bewusst gedopt wird. "Das sieht man beispielsweise
in der Kraftszene und es gibt aus meiner Sicht keinen Grund, warum sich
Sportler in anderen Sportarten nicht ähnlich verhalten sollten",
so Holdhaus. Die Gefahr eines gesundheitlichen Schadens ist dabei für
den Hobbysportler wesentlich höher einzustufen als für den Profi.
"Die Spitzensportler unterziehen sich regelmässigen Untersuchungen
durch Spitzenmediziner. Probleme werden dadurch früher erkannt",
so Holdhaus abschliessend im presstext-Gespräch.28.8.
Schweizer Dopingjäger im Cannabis-Sumpf. Jan Ullrich, Floyd Landis,
Justin Gatlin - Dopingfälle haben diesen Sommer wieder Hochkonjunktur.
Im Schweizer Sport hingegen müssen sich die Dopingjäger insbesondere
mit harmlosen Kiffern auseinandersetzen. Fast jedes zweite Dopingverfahren
in der Schweiz betrifft einen kiffenden Spitzen- oder Freizeitsportler.
Dabei hätten die Dopingfahnder zweifellos Wichtigeres zu tun, wie
in diesem Sommer wieder einmal offensichtlich wurde. Seit zwei Jahren
ist Cannabis weltweit in allen Sportarten verboten. Bei 28 der 60 Schweizer
Dopingfälle der letzten Jahre handelte es sich aber um Kiffer, die
in der Kontrolle hängenblieben. Vereinzelt betrifft dies Spitzensportler
(wie der noch bis Anfang November gesperrte Jan von Arx), meist aber Amateursportler,
die einfach das Pech hatten, in der jeweils höchsten nationalen Liga
zu spielen - und somit von Swiss Olympic kontrolliert zu werden. So sind
überdurchschnittlich viele American Footballer und Billardspieler
vom Cannabis-Verbot betroffen. Dass auch diese Freizeitsportler mit einer
Busse (meist einige Hundert Franken) und einer achtmonatigen Sperre gebüsst
werden, stösst vielen sauer auf. «Früher hiess es, mit
Sport hole man die Jugendlichen von der Strasse», so ein Statement
von einem Schweizer Footballklub, «heute schickt man die Jugendlichen
auf die Strasse zurück, wenn sie am Wochenende mal eins gekifft haben.»
Dass die Betroffenen dabei auch noch öffentlich an den Pranger gestellt
werden (die Namen der Dopingsünder werden in den nationalen Medien
bekannt gemacht) lässt viele Hobbysportler endgültig die Faust
im Sack machen. Denn dass Cannabis beispielsweise im American Football
- wo sechs Schweizer Spieler in den letzten drei Jahren überführt
wurden - leistungsfördernd sein soll, glaubt mittlerweile niemand
mehr. Trotzdem sind auch heute noch von vielen Dopingkontrolleuren Platitüden
à la «Sportler nehmen keine Drogen!» zu hören.
Auch bei Swiss Olympic ist man sich der Cannabis-Problematik bewusst.
Der Präsident der Disziplinarkammer, Gerhard Walter, weiss, dass
es sich bei den «Gedopten» vorwiegend um Personen handelt,
«die am Wochenende in den Ausgang gehen und unter anderem Haschisch
konsumierten. Dann geht der Sportler oder die Sportlerin ein paar Tage
später an einen Wettkampf und wird positiv getestet.» Die Freizeitkiffer
mussten anschliessend wie alle «harten Fälle» im Haus
des Sports in Bern zur mündlichen Verhandlung erscheinen, vor der
Disziplinarkammer in dreiköpfiger Besetzung. Immerhin wurde dieses
teure und aufwändige Vorgehen mittlerweile entschlackt. Neuerdings
entscheidet nur noch ein Mitglied der Kammer und auf dem Schriftenweg.
Die persönliche Anhörung der Dopingsünder fällt weg,
diese dürfen sich schriftlich rechtfertigen. Noch lieber aber wäre
den Dopingfahndern, wenn Haschisch international wieder den Status erhielte,
den es vor 2004 hatte. Bis dahin wurde nach Sportart unterschieden, ob
Cannabis auf die Dopingliste kam oder nicht. Der nationale Verband hat
deshalb schon bei der internationalen Dopingagentur WADA versucht, Cannabis
von der Dopingliste streichen zu lassen – ohne Erfolg. Das Verfahren
ist damit zwar einfacher geworden, für kiffende Sportler bleibt aber
faktisch alles beim Alten. Wer erwischt wird, muss mit einer Sperre, einer
Busse und einer öffentlichen Blossstellung rechnen.
28.8. Drei Weltrekorde, zwei für Leisel Jones. (si) Die Australierinnen
Leisel Jones und Lisbeth Lenton, die beide vom St. Galler Stephan Widmer
trainiert werden, warteten am vierten und letzten Tag der nationalen Kurzbahn-Meisterschaften
in Hobart innert weniger Stunden mit drei Weltrekorden auf. Zwei Tage
vor ihrem 21. Geburtstag schlug Jones über 100 m Brust gleich zweimal
in Weltrekordzeit an. Die Staffel-Olympiasiegerin von Athen, die über
diese Distanz auch die Bestleistung auf der 50-m-Bahn innehat, unterbot
zunächst im Halbfinal in 1:04,12 Minuten die zweieinhalb Jahre alte
Marke von Tara Kirk (USA) um 0,67 Sekunden. Im Final steigerte sich Jones
nochmals auf 1:03,86. Die 21-jährige Lisbeth Lenton verbesserte über
100 m Delfin in 55,95 Sekunden die vier Jahre alte Bestmarke der Amerikanerin
Nathalie Coughlin um 39 Hundertstel [Website].25.8.Australian
Short Course Championships, Hobart, 25.-28.8.2006 [Website] 24.8. 1st FINA World Youth Championships, Rio de Janeiro, 22.-27.8.2006
[OmegaTiming]
24.8. Serbien und Montenegro schwimmen getrennt. Die FINA hat die
politische Trennung der beiden Staaten auch im Schwimmsport nachvollzogen.
Beide Verbände werden anerkannt. Serbien erbt alle Rekorde and Titel,
die früher von Serbien und Montenegro erzielt bzw. errungen wurden.Die
FINA zählt somit 193 Mitgliedverbände.
24.8. Thorpe: Vom Regen in die Traufe. Auf der Flucht vor zuviel
Publizität und Verletzung der Privatsphäre hat Ian Thorpe in
Hollywood keine Ruhe gefunden. Im Gegenteil. Die professionellen Papparazzi
geben ihm offenbar den Rest. Die Belästigungen sind offenbar so stark,
das Thorpe an einen endgültigen Rücktritt denkt, nur um dem
Rampenlicht zu entfliehen. "Ich spiele täglich mit dem Gedanken",
sagte Thorpe. "Ich liebe das Training, die Rennen, aber alles weitere,
die unerwünschte Aufmerksamkeit, die Betroffenheit meiner Familie,
die Geschichten, das holt dich ein und macht dich betroffen. Ich frage
mich dann, ob es die Sache wert ist? Es kommen dann Gedanken wie wenn
ich mit Schwimmen aufhöre, hört auch das auf." Gleichzeitig
wolle er aber "den Gürtel enger schnallen" (sprich abnehmen),
um für Beijing fit zu werden. Australiens Presse berichtete von "Hamburger-
und Cola-Eskapaden" und bemerkenswerter Gewichtszunahme des Champions,
der Seit Athen 2004 kaum mehr an Wettkämpfen aufgetaucht ist. Nun
berichtet Thorpe, er habe sein Trocken- und Wassertraining wieder aufgenommen
und schwimmen pro Woche wieder während mindestens 20 Stunden. Darüber
hinaus arbeite er mit Coach Dave Salo daran, noch stromlinienförmiger
zu schwimmen. Sein optimales Renngewicht liege bei 96-101 Kilo. Zurzeit
wiegt er 104 Kilo und plant, bis im Oktober wieder auf 100 Kilo zu reduzieren.21.8.
Weltrekorde durch Phelps und Hansen. Zum Abschluss der panpazifischen
Schwimm-Meisterschaften im kanadischen Victoria, British Columbia, hat
es durch die Amerikaner Michael Phelps (200 m Lagen) und Brendan Hansen
(200 m Brust) zwei weitere Weltrekorde gegeben. Phelps verbesserte seinen
Weltrekord über 200 Meter Lagen um ein Zehntel auf 1:55,84. Seine
bisherige Bestmarke stammt aus dem Jahr 2003. Dennoch musste er hart um
den Sieg kämpfen; erst nach der dritten Wende überholte er Teamkollege
Ryan Lochte, der nach 1:56,11 anschlug. Allrounder Phelps errang damit
sechs Medaillen bei den Pazifik-Meisterschaften, davon fünfmal Gold.
Er hält nun bei 16 Weltrekorden, seinen 15. war er erst am Samstag
mit der 4x100-m-Crawlstaffel geschwommen. Hansen unterbot über 200
m Brust mit 2:08,50 die eigene Weltbestleistung um 24 Hundertstel. Diese
hatte er erst Anfang August an den US-Meisterschaften aufgestellt.
21.8. Zwei weitere Weltrekorde bei Pan Pacifics. Bei den panpazifischen
Meisterschaften der Schwimmer in Victoria purzelten weiter die Weltrekorde.
Der Amerikaner Aaron Peirsol über 200 m Rücken und die 4x100-m-Crawl-Staffel
der USA sorgten am dritten Tag für die Weltbestmarken Nummer drei
und vier. Olympiasieger Peirsol schraubte seinen eigenen Rekord auf 1:54,44
und war 22 Hundertstel schneller als vor einem Jahr bei der WM in Montreal.
Die US-Staffel verbesserte mit dem sechsfachen Olympiasieger Michael Phelps
die Bestmarke auf 3:12,46. Den alten Rekord (3:13,17) hatte Südafrika
am 15. August 2004 im Olympiafinal von Athen aufgestellt [Website].
20.8.
Phelps und Hoff sorgen für Medaillenflut. Medaillenflut für
die USA: Der sechsfache Olympiasieger Michael Phelps und Nachwuchs-Ass
Katie Hoff haben am zweiten Tag der Pan-Pacific-Meisterschaft im kanadischen
Victoria die Glanzpunkte gesetzt. Beide schwimmen weiter auf Rekordkurs
und sorgten mit dafür, dass sieben von acht am Freitag möglichen
Goldmedaillen an die USA gingen. Einen Tag nach seinem Weltrekord über
200m Delfin entschied Phelps die 400m Lagen in der Pan-Pacific-Rekordzeit
von 4:10,47 für sich. Zudem führte er die USA-Staffel über
4x200m Freistil in 7:05,28 zum Sieg. Weltrekordhalter Australien musste
sich in 7:17,21 mit Bronze hinter dem Quartett von Gastgeber Kanada (7:12,39)
begnügen. Die 100m Brust gewann Brendan Hansen (59,90 Sekunden),
die US-Dominanz durchbrach nur der Kanadier Brent Hayden (48,59) als 100-m-Freistilsieger.
Wie Phelps feierte auch Hoff am Freitag zwei Siege. Die 18-Jährige
verbesserte den Pan-Pacific-Rekord über 400m Lagen in 4:36,82 , dann
siegte sie in der 4x200-m-Freistilstaffel (7:54,62). Dem US-Quartett gehörte
auch Natalie Coughlin an, die zuvor in 53,87 die 100m Freistil gewonnen
hatte. Ihre Teamkollegin Tara Kirk dominierte in 1:07,56 über 100m
Brust. 19.8.
Phelps und Schipper schwimmen Weltrekord. Phelps verbesserte seinen
eigenen Weltrekord über 200 m Delfin bei den Pan-Pacific-Meisterschaften
in Victoria um 13/100 Sekunden auf 1:53,80 . Jessica Schipper schickte
in 2:05,40 die ein Jahr alte Bestmarke der Polin Otylia Jedrzejczak über
200 m Schmetterling (2:05,61) in die Vergangenheit. Phelps markierte seinen
ersten Weltrekord seit 2004. «Es ist ein schöner Moment für
mich», sagte der 21-Jährige nach seinem 14. Weltrekord, «das
ist der glücklichste Moment im Schwimmen für mich seit Athen.»
Bei den Olympischen Spielen 2004 war Phelps sechsfacher Olympiasieger.
Der zweitplatzierte Japaner Ryuichi Shibata trieb ihn zur Bestzeit. Jessica
Schipper war selbst überrascht über ihr Weltrekordrennen. «Ich
hörte den Sprecher und die ganzen Menschen waren außer sich.
Da habe ich gedacht: Oh, das musst du ganz gut gemacht haben», sagte
sie. «Ich habe dafür seit August vergangenen Jahres trainiert
und ich kann gar nicht glauben, dass es wirklich passiert ist.»13.8.
Schoeman: WR 50 m Freistil. Gleich zum Auftakt der "Aquatics"
in Hamburg schwamm der Südafrikaner Roland Schoeman einen Weltrekord..
Er verbesserte im eigens eingerichteten 25-m-Becken im Tennisstadion am
Rothenbaum den Weltrekord über 50m-Freistil auf 20.98 und unterbot
dabei die über zwei Jahre alte Bestmarke des Franzosen Frederic Bousquet
auf der Kurzbahn um zwölf Hundertstel [Website].11.8.
US Juniorenmeisterschaften, Irvine, 7.-11.8.2006 [Website]10.8.
DSV geht mit Doping-Thema weiter offensiv um. (sid) Sportdirektor
Örjan Madsen vom Deutschen Schwimm-Verband (DSV) hat seinen Athleten
seinen Anti-Dopingkurs noch einmal vehement ans Herz gelegt. Der Norweger
verfasste einen offenen Brief an seine Kader-Schwimmer, in dem er auf
Defizite im deutschen Team aufmerksam macht und seine Athleten unter anderem
davor warnt, sich keinesfalls unangemeldeten Kontrollen zu entziehen.
Das berichtete die Sport-Bild am Mittwoch. "Die SchwimmerInnen des
Deutschen Schwimm-Verbandes sind in Sachen No Shows ´führend´
in Europa. Wir haben (zu viele) AthletInnen, die nicht dort anwesend sind,
wo sie laut den selbst eingereichten Unterlagen sein sollten, wenn Dopingbeauftragte
unangemeldete Tests durchführen wollen", zitiert das Wochenmagazin
aus dem Brief. Darin spricht Madsen auch von einem "Imageproblem,
das sich zu einem Glaubwürdigkeitsproblem entwickeln kann, falls
wir nicht aktiv eine andere Haltung hierzu einnehmen und unsere Vorgehensweise
ändern". Zugleich sei es aber auch Besorgnis erregend, dass
"Skeptiker" (Madsen) noch immer voller Misstrauen über
die Athleten redeten und sie damit in Misskredit bringen würden.
Madsen hatte das Thema Doping zuletzt bei der am Sonntag zu Ende gegangenen
EM in Budapest offensiv angegangen und eine Initiative auf den Weg gebracht,
nach der schon ab Ende September für die 30 Olympia-Kandidaten ein
erweiterter Athletenpass mit zusätzlichen Bluttests vor und nach
den jeweiligen Höhentrainingslagern eingeführt werden. Zudem
will Madsen die Antidoping-Agenturen um mehr Kontrollen seiner Athleten
bitten. 8.8.
Thompson bangt um "Aussie"-Dominanz. Die Leistungen der
deutschen Schwimmerinnen bei der EM in Budapest haben offenbar auch bei
den bis dato so dominanten Australiern für reichlich Respekt gesorgt.
Dessen Cheftrainer Alan Thompson sieht die Vormachtstellung seiner Athletinnen
offenbar stark gefährdet. "Ohne Zweifel sind unsere Frauen nicht
mehr so dominant wie noch vor zwölf Monaten", sagte der Coach
der Tageszeitung Herald Sun mit besonderem Blick auf Britta Steffen (Berlin)
und die drei Weltrekorde der deutschen Frauen in Ungarn. Thompson nahm
die Aktiven des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) ausdrücklich gegen
Doping-Verdächtigungen in Schutz: "Es ist eine Schande, dass
nach guten Leistungen immer wieder solche Fragen aufkommen. Es ist nach
den Dopingfällen Floyd Landis und Justin Gatlin zwar leicht, auf
dieses Thema aufzuspringen. Aber es gibt überhaupt keine Anzeichen
dafür, in einem Atemzug über die Zeiten der deutschen Schwimmerinnen
und Doping zu sprechen."
8.8. US-PanPac-Team. Für die vom 17.-21.8.2006 in Victoria,
Kanada, stattfindenden PanPacific Swimming Championships hat die USA folgende
Mannschaft bestimmt (Name, Alter, Wohnort, Verein, Disziplin[en]).. Männer:
Randall Bal 25 Fair Oaks, Calif. / Stanford Swimming 100 Back, Fran Crippen
22 Philadelphia, Pa. / Mission Viejo 400 Free, Ian Crocker 23 Portland,
Maine / Longhorn 100 Fly, Mark Gangloff 24 Akron, Ohio / Auburn Aquatics
100 Breast, Gary Hall 31 Paradise Valley, Ariz. / Cal Aquatics 50 Free,
Brendan Hansen 25 Havertown, Pa. / Longhorn 100, 200 Breast, Cullen Jones
22 New Brunswick, N.J. / NC State Aquatics 50 Free, 4x100 FR, Klete Keller
24 Phoenix, Ariz. / Club Wolverine 200, 400 Free, 4x200 FR, Michael Klueh
19 Evansville, Ind. / Longhorn 400 Free, Jason Lezak 30 Irvine, Calif.
/ Irvine Novaquatics 100 Free, 4x100 FR, Ryan Lochte 21 Daytona Beach,
Fla. / Daytona Beach Swimming 200 Back, 100 Fly, 200, 400 IM, 4x200 FR,
Matthew Lowe 21 Minot, N.D. / Longhorn 100 Breast, Daniel Madwed 17 Stamford,
Conn. / North Baltimore 200 Fly, Robert Margalis 24 St. Petersburg, Fla.
/ St. Petersburg Aquatics 400 IM, Peter Marshall 24 Atlanta, Ga. / Stanford
Swimming 100 Back, Aaron Peirsol 23 Irvine, Calif. / Longhorn 100, 200
Back, Michael Phelps 21 Baltimore, Md. / Club Wolverine 200 Free, 200
Back, 100, 200 Fly, 200, 400 IM, 4x200 FR, David Plummer 20 Oklahoma City,
Okla. / Minnesota Aquatics 100 Back, Eric Shanteau 22 Atlanta, Ga. / Swim
Atlanta 200 Breast, 200 IM, Hongzhe Sun 20 Honolulu, Hawaii / Stanford
Swimming 200 Back, Davis Tarwater 22 Knoxville, Tenn. / Club Wolverine
200 Fly, Scott Usher 23 Grand Island, Neb. / Wyoming Aquatics 100 Breast,
Peter Vanderkaay 22 Rochester, Mich. / Club Wolverine 400, 1500 Free,
4x200 FR, Erik Vendt 25 North Easton, Mass. / Club Wolverine 1500 Free,
400 IM, Neil Walker 30 Verona, Wis. / Longhorn 100 Free, 4x100 FR, Ben
Wildman-Tobriner 21 San Francisco, Calif. / Stanford Swimming 50 Free,
4x100 FR, Head Coach: Frank Busch (Arizona), Assistant Coaches: Bob Bowman
(Club Wolverine), Chris Davis (Swim Atlanta), Eric Hansen (Wisconsin).
Frauen:, Elizabeth Beisel 13 North Kingstown, R.I. / Bluefish 200 Back,
Courtney Cashion 20 Irvine, Calif. / Tucson Ford 50 Free, Kristen Caverly
21 San Clemente, Calif. / Aquazot 200 Breast, Natalie Coughlin 23 Vallejo,
Calif. / Cal Aquatics 50, 100, 200 Free, 100 Fly, 4x100 FR, 4x200 FR,
Teresa Crippen 23 Conshohocken, Pa. / Germantown Academy 200 Back, Mary
Descenza 21 Naperville, Ill. / Athens Bulldog 200 Fly, Kelsey Ditto 17
Austin, Texas / Longhorn 800 Free, Lauren English 17 Lincoln Park, N.J.
/ Cougar Aquatic Team 100 Back, Jessica Hardy 19 Long Beach, Calif. /
Cal Aquatics 100 Breast, Kathleen Hersey 16 Atlanta, Ga. / Swim Atlanta
200 Fly, Margaret Hoelzer 23 Huntsville, Ala. / Auburn Aquatics 200 Back,
Katie Hoff 17 Towson, Md. / North Baltimore 200, 400 Free, 200, 400 IM,
4x200 FR, Tara Kirk 24 Bremerton, Wash. / Stanford Swimming 100, 200 Breast,
Megan Jendrick 22 Puyallup, Wash. / King Aquatic Club 100, 200 Breast,
Kara Lynn Joyce 20 Ann Arbor, Mich. / Athens Bulldog 50 Free, 4x100 FR,
Rachel Komisarz 29 Louisville, Ky. / Lakeside 100 Fly, Ariana Kukors 17
Auburn, Wash. / King Aquatic Club 400 IM, Whitney Myers 21 Oxford, Ohio
/ Tucson Ford 200 IM, Lacey Nymeyer 20 Tucson, Ariz. / Tucson Ford 4x100
FR, Hayley Peirsol 20 Irvine, Calif. / Club Wolverine 800 Free, Kaitlin
Sandeno 23 Lake Forest, Calif. / Club Wolverine 400 IM, Leila Vaziri 21
Coral Springs, Fla. / Coral Springs Swim Club / Indiana 100 Back, Kim
Vandenberg 22 Moraga, Calif. / UCLA Swimming 200 Fly, Dana Vollmer 18
Granbury, Texas / Fort Worth Area 4x200 FR, Amanda Weir 20 Lawrenceville,
Ga. / Swim Atlanta 100 Free, 4x100 FR, 4x200 FR, Kate Ziegler 18 Great
Falls, Va. / The Fish 400, 800 Free, Head Coach: Teri McKeever (Cal),
Assistant Coaches: Mike DeBoor (Lakeside), Sean Hutchison (King Aquatic
Club), Paul Yetter (North Baltimore). Pan Pacific Swimming Championships,
Victoria, 17.-21.8.2006 [Website].7.8. Manadous 400-m-Crawl-Weltrekord. Laure Manaudou hat ihre phantastische
Langbahn-EM mit dem Weltrekord über 400 m Crawl gekrönt. Mit
vier Gold- und drei Bronzemedaillen war die Französin die überragende
Athletin in Budapest. Zudem resultierten am Wochenende durch den Russen
Arkadi Wjatschanin (200 m Rücken) und die italienische 4-mal-200-m-Crawlstaffel
der Männer auch zwei Europarekorde. (si) Laure Manaudous Leistung
im 400-m-Crawlrennen ist mit Worten kaum zu beschreiben. Die 19-Jährige
glitt über das Wasser, als wäre sie eine Maschine. Ihre Energiereserven
scheinen unerschöpflich zu sein. Der Schützling von Philippe
Lucas lag während des gesamten Rennens unter dem eigenen Weltrekord,
den er im Mai an den nationalen Meisterschaften in Tours aufgestellt hatte.
Nach acht Bahnlängen waren es mit 4:02,13 neun Zehntel. Damit liegt
Laure Manaudou bereits 1,72 Sekunden unter der alten Bestmarke der amerikanischen
Legende Janet Evans, die immerhin 18 Jahre bestand hielt. Sonderklasse
der Französin Es wäre keine Überraschung, wenn die in Villeurbanne
bei Lyon geborene Athletin demnächst sogar die Vier-Minuten-Marke
knacken würde. «Der Weltrekord war nicht in meinem Kopf. Ich
bin überrascht, und er ist ein Bonus», sagte die nun siebenfache
Europameisterin im 50-m-Becken. Dass sie unmittelbar nach ihrem Effort
die 100 m Rücken in der Staffel als schnellste zurücklegte,
ist ein weiterer Beweis ihrer Sonderklasse. Neben dem Weltrekord über
400 m Crawl erzielte Manaudou auch einen Europarekord über die doppelte
Distanz; dabei durchbrach sie die zweitletzte europäische Bestleistung
aus den DDR-Zeiten - danach wurde auch noch die letzte gelöscht (4-mal
200 m Crawl). Arkadi Wjatschanin, der bereits über 100 m Rücken
Europameister geworden war, verbesserte die erst Ende Juni vom deutschen
Helge Meeuw aufgestellte europäische Bestmarke um neun Zehntel auf
1:55,44. Schneller als der Osteuropäer sind bisher erst die Amerikaner
Aaron Peirsol (1:54,66) und Michael Phelps (1:55,30) geschwommen. «Ich
bin in guter Form und wusste, dass ich mit Europarekord gewinnen kann»,
gab sich Wjatschanin nicht sonderlich überrascht. Der österreichische
Olympia- und WM-Zweite Markus Rogan musste sich mit Rang 4 begnügen.
Dritter EM-Titel an König Magnini Die italienische Crawlstaffel in
der Besetzung Massimiliano Rosolino, David Berbotto, Nicola Cassio und
Filippo Magnini unterbot mit 7:09,60 den eigenen, 2001 an der WM in Fukuoka
aufgestellten Europarekord um 1,26 Sekunden. Während es für
die Südländer der vierte EM-Sieg in Serie war, sicherte sich
König Magnini bereits den dritten Titel in Budapest nach den Triumphen
über 4-mal 100 m und 100 m Crawl. Besonders zu erwähnen sind
auch noch die Deutsche Britta Steffen und die Polin Otylia Jedrzejczak.
Steffen gewann vier Gold- und eine Silbermedaille und war an drei Weltrekorden
(100 m Crawl, 4-mal 100 m Crawl, 4-mal 200 m Crawl) beteiligt. Dies ist
umso erstaunlicher, als die 23-jährige Studentin zuvor international
auf Elite-Ebene keinerlei Erfolge zu verzeichnen hatte. Deshalb legte
sie nach den Olympischen Spielen eine einjährige Pause ein, die offenbar
ungeahnte Kräfte freigelegt hat. «Ich realisiere noch nicht,
was ich hier geleistet habe», sagte Steffen. Jedrzejczak setzte
sich am Samstag als lachende Dritte im mit grosser Spannung erwarteten
200-m-Crawl-Rennen der Frauen durch. Davor hatten alle nur vom Duell zwischen
Annika Liebs, die in der Staffel die schnellste je erzielte Abschnittszeit
geschwommen war, und Manaudou gesprochen und ob es einen Weltrekord geben
würde. Jedrzejczak war zuvor nur auf Delphinstrecken an grossen Meisterschaften
erfolgreich gewesen. Am Sonntag verteidigte sie über 200 m Delphin
nach dem Olympiasieg und dem WM-Triumph auch noch zum dritten Mal in Serie
den EM-Titel. Die zwei Goldmedaillen sind deshalb besonders hervorzuheben,
weil die 23-jährige Polin im vergangenen Oktober einen schweren Unfall
verursacht hat, bei dem ihr Bruder ums Leben gekommen ist. 6.8.
Flavia Rigamonti scheidet trotz guter Zeit im Vorlauf aus. Zum Abschluss
der Europameisterschaften schwamm Flavia Rigamonti über 400m Freistil
die viertschnellste Zeit ihrer Karriere, schied aber als 10. der Vorläufe
aus. Mit ihrer Zeit von 4:13.87 verpasste sie den Einzug in den Final
gerade mal um 26 Hundertstel. „Mit der Zeit und dem Rennen bin ich
sehr zufrieden. Ich bin froh, dass es mir unter diesen Umständen
gelungen ist, ein gutes Rennen zu zeigen“, war der Kommentar der
25-jährigen Tessinerin. In der Tat waren die äusseren Bedingungen
garstig. Es regnete in Strömen und die Temperatur war merklich tiefer
als anfangs Woche. Dem zweiten Schweizer im Einsatz, dem Zürcher
Stephan Bachmann gelang bei seinem zweiten Rennen an dieser EM zwar eine
leichte Steigerung, zufrieden durfte aber auch er nicht sein. Über
400m Lagen belegte Bachmann in 4:31.16 den 24. Rang und verpasste seine
persönliche Bestzeit um fast vier Sekunden. Der Zürcher schwamm
in einem der schnellsten Vorläufe und lag schon bald im Rückstand.
Trotzdem kämpfte er bis am Schluss und bewies Moral. Die Schwimmwettkämpfe
sind damit für das Schweizer Team beendet und die Bilanz fällt
auf den ersten Blick nicht rosig aus: ein Final (Rigamonti), sechs Halbfinalklassierungen
(bzw. Top 16) und ein Schweizerrekord mit der Staffel sind weniger als
man im Vorfeld erwartet hat. Erwähnen muss man jedoch, dass den Schweizern
ungewöhnlich oft das Pech an den Schuhen klebte, fehlte doch mehrmals
nur eine Kleinigkeit für bessere Platzierungen oder den Einzug in
den Final oder Halbfinal. Auch gilt es festzustellen, dass es nur ganz
wenige Einsätze gegeben hat, die man unter dem Titel „Totalausfall“
abbuchen muss.
6.8. Madsen fordert WADA zu mehr Dopingkontrollen auf. (sid) Der
Deutsche Schwimm-Verband (DSV) geht beim Thema Doping weiter in die Offensive:
Der neue Sportdirektor Örjan Madsen bittet die Welt-Antidoping-Agentur
WADA freiwillig um mehr Kontrollen. "In der nächsten Woche wird
ein Schreiben an die WADA rausgehen, darin bitten wir um häufigere
Untersuchungen", sagte Madsen am Rande der EM in Budapest. Laut Madsen
möchte der DSV zudem Blut- und Urinproben der eigenen Schwimmer einfrieren
lassen, um nachträgliche Untersuchungen zu gewährleisten. "Darüber
hinaus wollen wir, dass bei unseren Athleten auch Methoden angewendet
werden, die noch nicht anerkannt sind", erklärte Madsen: "Wir
wollen jegliche Vermutungen im Keim ersticken." Zuletzt hatte der
DSV bereits angekündigt, seine internen Dopingkontrollen zu verschärfen.
Auf Initiative von Madsen soll schon ab Ende September für die 30
Olympia-Kandidaten ein erweiterter Athletenpass mit zusätzlichen
Bluttests vor und nach den jeweiligen Höhentrainingslagern eingeführt
werden. "Das ist auch im Sinne unserer Athleten, damit nach solchen
Leistungen wie dem Weltrekord durch Britta Steffen gar nicht erst irgendwelche
Verdächtigungen aufkommen können", sagte Madsen.
6.8. Hansen erneut mit WR. An den US-Meisterschaften in Irvine,
Kalifornien, verbesserte Brendan Hansen seinen eigenen Weltrekord über
200 m Brust aus dem Jahr 2004 von 2:09.04 auf 2:08.74. Der Weltmeister
über 100 und 200 m Brust liess an den US-Meisterschaften mit den
beiden Weltrekorden keinen Zweifel aufkommen, dass er zurzeit der beste
Brustschwimmer ist. Hansen startete mit 28.87 und 1:01.58 sehr schnell
und wendete bei 150 m mit 1:34.84. "Diese 200 m sind mein Baby,"
sagte Hansen. "Das ist meine Lieblingsstrecke. Nach dem 100-m-Rennen
wusste ich, dass meine 200 m sehr schnell sein würden. Ich dachte
eigentlich nur an eine kleine Verbesserung, aber nach dem Einschwimmen
und dem Vorlauf wusste ich, dass mehr drin liegt. Es liegt schon noch
was drin, 2:07 ist nicht weit," [Website]5.8.
Wjatschanin schwimmt Europarekord. Der deutsche Schwimmer Helge Meeuw
aus Wiesbaden hat bei den Europameisterschaften in Budapest seinen erst
am 25. Juni erzielten Europarekord von 1:56.34 über 200 Meter Rücken
an den Arkadi Wjatschanin verloren. Der Russe wurde mit 1:55.54 neuer
Titelträger.
5.8. Italien schwimmt 4x200-m-Europarekord. Die Mannschaft mit
Massimiliano Rosolino (1:47.16), David Berbotto (1:47.87), Nicola Cassio
(1:47.56) und Filippo Magnini (1:47.01) verbesserte den eigenen alten
Rekord von 7:10.86 auf 7:09.60.
5.8. Novy auch über 50 m Crawl enttäuschend. (si) Nach
dem schwachen Auftritt über 100 m Crawl enttäuschte Karel Novy
an der Schwimm-EM in Budapest auch über die halbe Distanz. Der 26-jährige
Romand schied mit 23,24 Sekunden als 32. der Vorläufe sang- und klanglos
aus. Andere Schweizer standen nicht im Einsatz. Novy, dessen Schweizer
Rekord bei 22,51 liegt, verpasste den Halbfinal-Einzug um sagenhafte 39
Hundertstel. Diese Leistung ist indiskutabel. Zu Erinnerung: An den Olympischen
Spielen 2004 in Athen, wo das Niveau um einiges höher war, wurde
er im Sprint guter 16. Bereits der Start missglückte Novy komplett.
Mit einer Reaktionszeit von 0,89 ? der viertschlechtesten aller 52 Teilnehmer
-- kam er äusserst langsam vom Startblock weg. Auch im Wasser schien
er nicht richtig vorwärtszukommen. "Das war die Bestätigung
des 100ers, mir fehlt die Schnelligkeit", sagte Novy. Woran es lag,
wusste er nicht. Im Training sei es gut gegangen.
5.8. Magnini bleibt auf dem Thron. (si) Bereits 2004 an den Europameisterschaften
in Madrid hatte Magnini das Prestige-Duell gegen van den Hoogenband für
sich entschieden. Damals war es allerdings noch eine grosse Überraschung
gewesen. Dieses Mal hingegen ging der in Pesaro geborene 24-jährige
Italiener als Favorit ins Rennen und wurde dieser Rolle schliesslich auch
gerecht. Magnini sorgte einmal mehr im Endspurt für die Differenz:
Auf den letzten 25 m zündete er mit dem für ihn typischen Beinschlag
gewissermassen den Turbo und zog an der Konkurrenz vorbei. Bei Rennhälfte
hatte er noch auf Rang 7 gelegen. Mit 48,79 Sekunden, das sind 95 Hundertstel
über dem Weltrekord van den Hoogenbands, distanzierte Magnini den
zweitklassierten Nystrand schliesslich um zwölf Hundertstel. Van
den Hoogenband verpasste die Silbermedaille um drei Hundertstel. Dennoch
war er nicht enttäuscht, im Gegenteil: «Ich bin glücklich,
da ich erstmals seit 2004 unter 49 Sekunden geschwommen bin. Es war ein
sehr starker Final», sagte der dreifache Olympiasieger, der am Mittwoch
über die doppelte Distanz seinen vierten EM-Titel auf der Langbahn
gewonnen hatte. Der 28-jährige Holländer ist froh, dass er überhaupt
noch zu solchen Leistungen fähig ist, nachdem er sich im vergangenen
Jahr einer Bandscheiben-Operation hat unterziehen müssen. Die EM
in Budapest sind sein erster Wettkampf seit Athen 2004 [Resultate Schwimmen].
5.8. 10 Meter gehen, 100 Meter fliegen. Vielleicht ist es die freundliche
Art, die ihn ungewöhnlich macht. Wenn der Name vor einem Rennen vom
Speaker ausgerufen wird, winkt er nicht prahlerisch in die Kamera oder
ignoriert er nicht die ihm zugeteilte Aufmerksamkeit, sondern er verneigt
sich vor dem Publikum. Die Bewegung ist jeweils eine sanfte, aber unbemerkt
bleibt sie nicht. Wenn er, wie an den EM in Budapest nach dem Sieg über
200 m Crawl am Mittwoch, den Medien Auskunft gibt, bedankt er sich zum
Schluss bei der Dolmetscherin. Er hatte so viel zu erzählen und sie
so viel zu übersetzen, dass er ein Händeschütteln und ein
Lächeln angebracht fand. Im persönlichen Gespräch hält
er die Augen zu und sitzt er ruhig, gibt ehrliche und nie oberflächliche
Antworten. Der Niederländer Pieter van den Hoogenband ist eine spezielle
und erfrischende Erscheinung. Nicht nur überragt er die Masse europäischer
Schwimmer, aus der nur wenige Berühmtheit abseits der Szene erlangen.
Hoogenband wird zu Hause «Hoovercraft» oder «Flying
Dutchman» genannt. Höher als jeder andere liegt er im (oder:
auf dem) Wasser. Die Spezialisten des Hamburger Strömungskanals stellten
fest, dass keiner so perfekte Voraussetzungen für diesen Sport hat
wie er. Dass van den Hoogenband in 47,84 s der schnellste Mann der Welt
ist über 100 m Crawl, die Königsdisziplin des Schwimmsports,
setzt ihn dieser Tage per se einem Generalverdacht aus: Wurde die Leistung
im Sommer 2000 ohne Doping erbracht? Fest steht: Die niederländischen
Medien gelten als unzimperlich im Umgang mit zweifelhaften Erfolgen schwimmender
Landsleute. Das wurde während der Karriere Inge de Bruijns, die der
ungewöhnlichen Leistungskurve wegen latent unter Dopingverdacht stand,
des Öfteren bewiesen. Van den Hoogenband («Ich werde vierzigmal
pro Jahr getestet, dann und wann mehr als einmal pro Woche»), sah
sich noch nie Anschuldigungen konfrontiert, die über das einem Ausdauersportler
gegenüber grundsätzlich gehegte Misstrauen hinausgingen. Der
28-jährige Eindhovener hat seit 2000 drei olympische Goldmedaillen
gewonnen. In Peking könnte er über 100 m Crawl der erste Schwimmer
werden, der dreimal dasselbe Rennen gewinnt. Es gab eine Zeit, in der
er nicht mehr glauben mochte, zum Triple ansetzen zu können. Schon
als Knaben plagten ihn Rückenschmerzen, 2005 musste er sich an den
Bandscheiben operieren lassen. «Ich konnte nicht mehr als 10 Meter
gehen.» Seit Olympia in Athen fehlte er an jedem Ernstkampf; bis
er an den EM nun die 200 m Crawl in 1:45,65 Minuten zum vierten Mal nach
1999, 2002 und 2004 gewann. Er blieb zwei Hundertstel hinter dem Weltrekordhalter
Michael Phelps, der das Rennen am Donnerstag an den amerikanischen WM-Trials
gewann. Am selben Tag qualifizierte sich der Niederländer in 49,27
s als Fünfter für EM-Final über 100 m Crawl. Van den Hoogenband
sagt: «Ich bin wieder ein glücklicher Mensch.» Während
der WM 2005 in Montreal, die er von zu Hause aus verfolgte, habe er realisiert,
dass sein Traum nicht zu Ende sei. «Ich fragte mich, ob ich genügend
Motivation aufbringen würde zur Rückkehr. Wissen Sie, Schwimmen
ist ein harter Sport.» Es sei daher eine grosse Befreiung gewesen,
festzustellen, dass es vorwärts gehe - «wenn das Training auch
nicht ein Spiel ist wie früher». Auf intensives Krafttraining
muss er seit der Operation gänzlich verzichten. Stattdessen macht
er neuerdings Yoga. Punkto Berühmtheit, folgt van den Hoogenband
in der Heimat hinter den Fussballern Johan Cruyff und Marco van Basten
auf Platz 3 - 98 Prozent der Niederländer assoziieren mit seinem
Namen Schwimmen und Olympiagold. Es wurde in den letzten Jahren ein Hype
erzeugt um ihn wie in den USA um Phelps oder in Australien um Ian Thorpe.
Philips, Sony und Volkswagen sind seine Sponsoren, der Fussballer Ruud
van Nistelrooy war der Trauzeuge bei van den Hoogenbands Hochzeit mit
der Schwimmerin Minouche Smit. Mit ihr lebt er in Belgien, nahe Eindhovens
und der Grenze. Die Steuersätze sind tiefer dort. Was aus ihm einen
nicht unfreundlicheren, aber beinahe schon gewöhnlichen Menschen
macht.
5.8. Eine Fabelzeit birgt Verdächtigungen. 53,30 s? So schnell?
Der Name der deutschen Schwimmerin Britta Steffen war selbst in der Szene
lange nur wenigen ein Begriff. Entsprechend erstaunt wurde am Mittwoch
ihr Weltrekord (0,12 s schneller als ihre Vorgängerin) über
die 100 m Crawl registriert. Ihr Trainer Norbert Warnatzsch sah sich noch
am selben Abend der Aufgabe ausgesetzt, die auf den ersten Blick wundersam
anmutende Leistungsverbesserung seiner Athletin zu erklären. In Zeiten,
in denen das kritische Hinterfragen aussergewöhnlicher Leistungen
grösser ist denn je, setzen sich gute Ausdauersportler dem Generalverdacht
aus. Hat sie? Ist sie sauber? Schwimmen hat eine belastende Vergangenheit,
auch der Vorkommnisse (aber nicht nur) in der früheren DDR und in
China wegen. Die gegenwärtige Situation ist schwierig zu beurteilen.
Verhältnismässig viele Dopingkontrollen und wenig bis keine
positiven Proben sprechen zwar für eine Läuterung - aus Sportarten
wie Rad und Leichtathletik ist aber längst bekannt, dass nicht jeder
Dopingsünder überführt wird, da die Schlupflöcher
noch immer viel zu gross sind. Eine merkwürdig anmutende Theorie,
die an den Europameisterschaften herumgereicht wird, lautet: Dopen tun
diejenigen Athleten, die im Mittelfeld tingeln. Vordere Ränge würden
von Ausnahmetalenten belegt. Britta Steffen, so das Argument des Trainers,
gehört dazu. Im Jahr 1999 gewann sie sechs Titel an den Junioren-EM,
persönliche und gesundheitliche Probleme hätten den raschen
Aufstieg verhindert. Erst eine Auszeit von Herbst 2004 bis Herbst 2005
sowie psychologische Hilfe hätten die Schwimmerin (2004 hatte sie
eine Bestzeit von 55,27 s) dorthin gebracht, wo sie laut Warnatzsch, der
im DDR-Sportsystem aufgewachsen ist, mit kontinuierlichem Fortschritt
im Lauf der vergangenen sieben Jahre jetzt angelangt wäre. Örjan
Madsen, der Sportdirektor im Deutschen Schwimmverband, möchte gerne
so argumentieren. «Wäre Britta Steffen nicht in meinem Team,
würde ich zunächst auch Doping hinter ihrer Leistung vermuten.»
Weil er sich der belastenden Vergangenheit bewusst ist, hat er in Budapest
den «Weg des Pro- Aktivismus» angekündigt. Die sechs
bis 2008 anstehenden Höhentrainingslager lässt er von einem
wissenschaftlichen Institut und regelmässigen Blutentnahmen begleiten.
Daraus sollen Aussagen zur Leistungsentwicklung gemacht und ein sogenannter
Athleten-Pass kreiert werden. Diesen kennt der Internationale Skiverband
bereits seit Jahren. Mit sechs und mehr Blutproben jährlich (je vor
und nach einem Aufenthalt in der Höhe) lasse sich damit die Entwicklung
der roten Blutkörperchen dokumentieren, immerhin. Neben höherer
Glaubwürdigkeit erhofft sich Madsen mit der Offenlegung besagter
Werte eine Vorbildwirkung und die Nachahmung durch andere Verbände.
Die Nationale Antidoping- Agentur Deutschlands jedenfalls begrüsst
die aktive Vorgehensweise.
5.8. Lütolf und Stampfli scheitern. Lütolfs Ausscheiden
war Pech: Der EM-Dritte von 2000 verpasste die Halbfinals als 17. um eine
Hundertstel. Dabei war seine Leistung von 28,37 Sekunden für den
Morgen gar nicht einmal schlecht. «19 von 20 Mal reicht diese Zeit
zum Weiterkommen, heute war das 20. Mal», erklärte Lütolf.
Er sei sich keinen grossen Fehler bewusst. Der Athlet des SC Uster-Wallisellen
scheiterte bei seiner fünften Teilnahme auf dieser Strecke an kontinentalen
Titelkämpfen im 50-m-Becken zum ersten Mal in den Vorläufen.
Den Kopf in den Sand stecken, will er deshalb allerdings nicht. Er weiss,
dass sich die Situation in dieser Disziplin schnell wieder ändern
kann. Auch für Carla Stampfli, die zuletzt wegen Schulterproblemen
nicht wie gewünscht trainieren konnte, sind die Europameisterschaften
zu Ende. Wie bereits über 50 m Delfin war die in Mailand studierende
Solothurnerin auch über 50 m Rücken chancenlos. Mit 30,24 Sekunden
klassierte sie sich im 22. Schlussrang. Um den Sprung unter die besten
16 zu schaffen, hätte sie ihre Bestzeit von 29,98 um neun Hundertstel
unterbieten müssen. Ernüchternd bis enttäuschend hatte
die EM für die Schweizer am Montag begonnen: Die 4-mal 100-m-Crawl-Staffel
verpasste trotz Schweizer Rekord ihr Ziel, den Final, in 3:21,08 um 89
Hundertstel deutlich. Am Mittwoch verpasste Flavia Rigamonti über
800 m eine Medaille um einen Rang und Flori Lang scheiterte über
50 m Rücken im Halbfinal knapp. Gestern verpassten Karel Novy und
Dominik Meichtry den Einzug in den Final der Königsdisziplin, 100
m Crawl. (cpm/si)
5.8. "Wir sind sauber und gläsern". Interviiew mit
dem Trainer der 22-Jährigen, Norbert Warnatzsch, über die "Kopfsache"
des Erfolgs, das leidige Thema Doping und was Steffen mit ihrer einstigen
Klub-Kollegin Franziska van Almsick gemeinsam hat.
Frage: Herr Warnatzsch, Britta Steffen meinte, 70 Prozent Anteil an ihrem
100-m-Freistil-Weltrekord hat der Kopf. Wie muss man das verstehen?
Norbert Warnatzsch: Da ist zum einen die sehr akribische Saisonplanung,
die sehr viel Köpfchen verlangt. Für Britta aber mindestens
genauso wichtig ist, das sie nun so viel an Selbstvertrauen und Selbstsicherheit
gewonnen hat, dass sie keine Angst mehr hat vor großen Namen. Das
haben wir schon über viele Jahre versucht hinzukriegen. Jetzt kann
sie frei aufzuschwimmen, hat keine Ressantiments mehr und große
Namen interessieren sie nicht. Da wollten wir hin.
Frage: Wie war es denn früher?
Warnatzsch: Nun ja, Trainingsergebnisse in Wettkampfleistungen umzumünzen,
das war Brittas großes Problem. Jetzt klappt das wunderbar. Jetzt
weiß sie, dass sie es drauf hat, ganz vorne zu sein.
Frage: Auch ein Erfolg der Psychologin, mit der Sie zusammenarbeiten?
Warnatzsch: Natürlich, sie hat unglaublich viel bewegt, ist mit ihr
Programme durchgegangen, hat ihr das Selbstbewusstsein eingeimpft. Aber
vor allem ist es ein Erfolg des knochenharten Trainings.
Frage: Sie sollen auch neue Trainingsmethoden ausprobiert haben. Was genau
haben Sie gemacht?
Warnatzsch: Es ging vor allem um die Belastungsgestaltung. Das war auch
ein Lernprozess. Wir haben im Training jede Situation vermieden, die zu
zu starker Ermüdung führte. Das verlangt natürlich ganz
genaue Absprachen.
Frage: Ist das so unüblich?
Warnatzsch: Unüblich ist das nicht. Aber wir haben das ganz genau
getimt. Aber da spielen natürlich auch andere Faktoren eine Rolle.
Sie hat sich zum Beispiel sehr genau belesen, was die Ernährung betrifft.
Frage: Es heißt, sie hätte zehn Kilogramm abgenommen.
Warnatzsch: Ja, das stimmt. Sie schleppt nicht mehr viel mit sich rum.
Das war in der Vergangenheit nicht immer so. Dadurch hat sich das Kraft-Last-Verhältnis
sehr günstig geändert. Sie ist kräftig und trotzdem wiegt
sie nicht allzu viel. Demzufolge fällt es ihr leichter, durchs Wasser
zu fliegen.
Frage: DSV-Sportdirektor Madsen spricht vom idealen Schwimmkörper.
Warnatzsch: So ist das auch. Sie ist schlank wie eine Gerte, leicht wie
eine Feder, ist groß, hat große Hebel. Das ist fürs Schwimmen
optimal.
Frage: Sie haben mit Franziska van Almsick schon einen anderen Superstar
trainiert. Was unterscheidet die beiden, was haben sie gemeinsam?
Warnatzsch: Beide sind zweifelsohne sehr motiviert, Britta ist genauso
ehrgeizig und erfolgshungrig wie Franziska. Auch die körperlichen
Voraussetzungen sind zumindest von der Körperhöhe ähnlich.
Sie sind beide fast gleich groß. Allerdings ist Franziska mehr aus
den Beinen geschwommen, Britta schwimmt mehr aus den Armen.
Frage: Das ist der sportliche Teil. Aber wie sieht's denn menschlich aus?
Warnatzsch: Zwei Menschen zu vergleichen, ist immer schwierig. Franziska
ist Franziska und Britta ist Britta. Beide sind zwei intelligente junge
Frauen, die ihren Weg gefunden haben. Beide sind bzw. waren leicht zu
lenkende Sportler, weil sie ein Ziel haben und das auch eisenhart verfolgen.
Frage: Die Biographie von Steffen unterscheidet sich doch etwas von der
von van Almsick. Steffen hat nach den verkorksten Olympischen Spielen
2004, als sie im Vorlauf ausschied, ein Jahr pausiert.
Warnatzsch: Bei Franziska war es doch ähnlich. Sie kam 2001 zu mir,
war total runter, hatte Bandscheibenbeschwerden, war auch psychisch in
einem Loch. Da hat es ja dann auch funktioniert, sie wieder aufzubauen.
Frage: Ein Jahr vom Leistungssport auszusetzen ist dennoch nicht die Normalität.
Warnatzsch: Ja, aber das Jahr Pause hatte Britta nötig. Sie musste
erstmal den Kopf frei kriegen, was anderes sehen und sich selbst finden.
Frage: Und in diesem Jahr hat sie nichts gemacht?
Warnatzsch: Gar nichts in Sachen Leistungssport, aber natürlich hat
sie sich fit gehalten. Radfahren, laufen oder Gymnastik. Aber kein wirkliches
Training.
Frage: In den Zeiten der Landis', Gatlins und Co. ruft eine solche Leistungsexplosion
nach einer einjährigen Pause natürlich auch die Zweifler auf
den Plan.
Warnatzsch: Ich weiß, was jetzt kommt. Das leidige Thema Doping.
Als mir die erste Frage dazu gestellt wurde, habe ich mich maßlos
aufgeregt. Weil ich mich nicht in diesen Topf werfen lasse.
Frage: Aber jetzt verstehen sie die Frage?
Warnatzsch: Mittlerweile kann ich es nachvollziehen. Denn es ist für
viele schon ein bisschen sensationell, was Britta abliefert. Aber wir
arbeiten sauber. Wir verlangen auch, dass wir häufiger kontrolliert
werden. Wir können nur immer wieder sagen: Kommt, kontrolliert uns,
jeden Tag, jeder Zeit, wann immer ihr wollt. Wir sind offen, wir sind
gläsern. Wir können damit nur offensiv umgehen und uns stellen.
Aber wir haben diese Leistungssteigerung erreicht, in dem wir trainingsmethodische
Dinge in den Vordergrund gestellt haben. Weil Britta störungsfrei
trainieren konnte. Dazu kommt ihr außergewöhnliches Talent.
Dass sie das hat, hat sie als Juniorin schon bewiesen. Jetzt ist es uns
endlich gelungen, alles zusammenzufügen.
Frage: Budapest soll nur eine Zwischenstation sein. Ihr Hauptaugenmerk
liegt auf Olympia 2008 in Peking. Was trauen Sie ihr in Zukunft noch zu?
Warnatzsch: Da werden Sie von mir keine Prognosen hören. Nur folgendes:
Bei 100 Prozent ist sie noch nicht. Sie hat aber noch Reserven, zum Beispiel
im konditionellen Bereich. Und wenn wir die noch ausnutzen, dann geht
es noch ein bisschen schneller.
Frage: Deutschland hat jetzt einen neuen Star. Wissen Sie schon, was da
in den nächsten Tagen und Wochen auf Steffen zukommt?
Warnatzsch: Wir müssen sie jetzt vor allzu großen Rummel schützen.
Immerhin muss sie hier noch mal ins Wasser. Sie hat jetzt schon eine Lawine
losgetreten. Aber darauf sind wir vorbereitet, entsprechende Gespräche
- auch was die Vermarktung angeht - haben wir geführt. Noch ist nichts
spruchreif. Aber bald.
4.8.
Weltrekord durch deutsche Freistil-Staffel. Gold und Weltrekord für
die deutsche 4x200m-Freistil-Staffel der Frauen. Das Quartett des Deutschen
Schwimm-Verbandes (DSV) triumphierte bei den Europameisterschaften in
Budapest in 7:50,82 Minuten und unterbot die zwei Jahre alte Bestmarke
der USA um 2,60 Sekunden. Silber holte Polen (7:56,32). Bronze sicherte
sich Frankreich (7:56,44).
4.8. Karel Novy und Dominik Meichtry im Halbfinal ausgeschieden.
(Swiss Swimming) Das mit grosses Erwartungen verbundene Halbfinale über
100m Freistil der Männer, für welches sich mit Dominik Meichtry
und Karel Novy gleich zwei Schweizer qualifizierten, endetet mit einer
Enttäuschung aus Schweizer Sicht. Weder Meichtry noch Novy konnten
am Abend über sich hinauswachsen und belegten die Ränge 14 und
16. Auch die geschwommenen Zeiten waren bei beiden langsamer als im Vorlauf.
Karel Novy schlug in 50.08 an, Meichtry in 50.32. Karel Novy war nach
seinem Einsatz sehr enttäuscht, wollte er doch unbedingt schneller
schwimmen als am Morgen und den Final erreichen. „Es ist schwierig,
das zu erklären. Ich wollte schneller angehen, tat das auch vom Gefühl
her, war aber genau gleich schnell wie am morgen. Ich habe damit viel
Energie verbraucht, die mir am Ende dann gefehlt hat“, analysierte
der 26-jährige. „Auch ist es mir nicht gelungen, so locker
wie in der Staffel an den Start zu gehen. Das ist sicher ein Punkt, an
dem ich arbeiten muss“, so Novy weiter. Für den Final hätte
Novy eine Zeit von 49.44 Sekunden benötigt. Viel gelernt hat auch
Dominik Meichtry nach eigenen Angaben: „Ich war ziemlich müde,
das war das fünfte Rennen in vier Tagen und das habe ich heute Nachmittag
gespürt“. Der St. Galler schwamm zu Beginn mutig mit seinen
Gegnern mit, musste diese aber nach der Wende nach und nach ziehen lassen.
Meichtry konnte sich immerhin damit trösten, im Vorlauf zum zweiten
Mal in seiner Karriere unter 50 Sekunden geblieben zu sein und zudem die
entscheidenden Zehntel zur Staffelqualifikation beigetragen zu haben.
Dank Meichtrys Steigerung wird in Melbourne die 4x100m Freistil Staffel
an den Start gehen.
3.8.
Meichtry und Novy im Halbfinal über 100m Freistil. (Swiss Swimming)
Dem Schweizer Team ist es gelungen, den Schwarzen Peter des gestrigen
Tages abzugeben und gehörte heute wieder zu den Glücklichen.
Dominik Meichtry in 49.98 und Karel Novy in 49.99 erreichten die Ränge
15 und 16 der Vorläufe über 100m Freistil und werden heute Nachmittag
im Halbfinal antreten. In der Königsdisziplin, in der die Leistungsdichte
so hoch wie in keinem anderen Rennen ist, gehört die Schweiz zu den
wenigen Ländern, die gleich zwei Athleten in den Halbfinal brachten.
Dominik Meichtry schwamm erst zum zweiten Mal überhaupt unter 50
Sekunden und war entsprechend glücklich: „ich wollte unbedingt
gut schwimmen, nicht zuletzt, um die Staffel für Melbourne zu qualifizieren“,
sagte der St. Galler nach seinem Effort. Dieses Ziel wurde erreicht –
dank Meichtry Steigerung gegenüber dem Staffelrennen vom Montag,
wird auch an der WM in Melbourne definitiv die Schweizer 4x100m Freistilstaffel
an den Start gehen. Karel Novy war noch nicht zufrieden mit seiner Leistung
und sah noch einige Zehntel Potential: „ich habe sehr schlecht gewendet
und bin das ganze Rennen zu wenig aggressiv geschwommen“, schätze
der Romand seine Leistung ein. Gelingt dem Captain der Nationalmannschaft
die erwartete Steigerung, so liegt die Finalqualifikation durchaus im
Bereich des Möglichen. Wie die Videoanalyse von Peter Herzig, dem
Spezialisten von Swiss Swimming ergab, hat Novy im Vergleich zu Meichtry
fast drei Zehntel allein bei der Wende verloren. Gefreut hat sich auch
Gerard Moerland, der Coach der beiden Athleten: „es ist schon etwas
Spezielles, wenn die Schweiz mit zwei Mann im Halbfinal über 100m
Freistil antreten kann. Das hat es wahrscheinlich noch nicht oft gegeben!“.
In der Tat muss man in den Geschichtsbüchern fast drei Jahrzehnte
zurückgehen, nämlich in die Ära von Volery und Halsall,
um ähnliche Erfolge zu finden
3.8. Medaille und Final knapp verpasst. (Swiss Swimming) Der gestrige
Nachmittag an der EM in Budapest wird nicht als einer der erfolgreichen,
sondern eher als einer der unglücklichen in die Schweizer Geschichtsbücher
eingehen. Die im Einsatz stehenden Athleten hatten viel Pech und mussten
sich mit undankbaren Rängen zufrieden geben. Flavia Rigamonti wurde
über 800m Freistil Vierte und verpasste eine Medaille um gut zwei
Sekunden. Vorne weg schwamm die Französin Laure Manaudou ein einsames
Rennen und verbesserte den Europarekord auf 8:19.29. Bis 550m lag sie
gar auf Weltrekordpace, konnte den Rhythmus aber nicht halten. Rigamonti
ihrerseits spulte Länge für Länge im immer gleichen Tempo
ab und überholte eine Gegnerin nach der anderen, die anfangs dem
Tempo Manaudous folgen wollten, dann aber einbrachen. Rigamontis Zeit
von 8:30.51 war aber immerhin die fünftschnellste Zeit, die sie je
geschwommen ist. Flori Lang war heute Nachmittag der zweite Schweizer
im Einsatz. In seinem Halbfinal machte er fast alles richtig und wurde
trotzdem nur Neunter. Der Zürcher verbesserte sich gegenüber
dem Vorlauf um zwölf Hundertstel, verpasste aber den Einzug ins Halbfinale
um winzige drei Hundertstel. Dies ärgerte den Sprinter zu recht,
gab es doch in Budapest eine Art „Zweiklassengesellschaft“:
Bis und mit Rang 9 waren alle Schwimmer sehr nahe beieinander und hatten
sehr geringe Abstände. Hinter Flori Lang aber klafft eine beträchtliche
Zeitlücke. „Wenn ich wenigstens sagen könnte, wo ich Zeit
verloren habe, wüsste ich warum ich mich ärgern muss. Aber ich
habe im ganzen Rennen eigentlich nichts falsch gemacht“, sagte Lang
anschliessend. Schlussendlich waren es zirka fünf Zentimeter, die
Lang auf den achtplatzierten verlor. Trotz allem Pech dürfen sich
Rigamonti und Lang freuen, jeweils die WM Limite unterboten zu haben.
Beide werden somit im März 2007 in Melbourne für die Schweiz
an den Start gehen.
3.8. mit "Augen zu und durch" zum Weltrekord. Ungläubig
schaute Britta Steffen nach ihrem Sieg über 100m Freistil bei der
EM in Budapest auf die Anzeigentafel. 53,30 Sekunden - Weltrekord. Im
Interview spricht die Berlinerin über ihre Freude sowie Nah- und
Fernziele.
Frage: "Britta Steffen, haben Sie nach der Weltbestzeit in der Staffel
damit gerechnet, auch im Einzel über 100m Freistil Weltrekord schwimmen
zu können?"
Britta Steffen: "Zu diesem Zeitpunkt auf keinen Fall. Nach der Staffel
habe ich gedacht: Augen zu und schauen, was passiert. Dass es Weltrekord
wurde, ist für mich jetzt noch unfassbar."
Frage: "Wie erklären Sie sich diese Leistungstteigerung?"
Steffen: "Ich bin bei Olympia 2000 und 2004 nur in den Staffeln gestartet.
Das hatte mir definitiv nicht gereicht. Danach habe ich mich voll auf
das Studium konzentriert. Dort habe ich gemerkt, dass ich es nochmal probieren
will. Jetzt ist mein Kopf frei."
Frage: Es gibt einige Parallelen zu Franziska van Almsick, die bei der
EM vor vier Jahren ebenfalls Weltrekord in der Staffel und im Einzel schwamm..."
Steffen: "Das Weltrekord-Rennen von Franzi habe ich selbst gesehen.
Es hat mich wie wohl alle wirklich bewegt. Aber ich habe damals nicht
gedacht, dass ich so etwas selbst schaffen kann."
Frage: "Wie sehen nun Ihre Ziele aus?"
Steffen: "Natürlich möchte ich bei der EM auch in meinen
übrigen Rennen noch gut schwimmen. Aber das große Ziel ist
natürlich Olympia 2008 in Peking. Da will ich mich mit den Besten
messen. Da will ich ganz vorne mitmischen."
3.8. Brendan Hansen schwimmt Weltrekord über 100m-Brust. Auch
abseits der Schwimm-EM in Budapest werden Höchstleistungen im Becken
gezeigt. Bei den US-Meisterschaften in Los Angeles hat der Olympia-Zweite
Brendan Hansen seinen eigenen Weltrekord im 100m Brustschwimmen weiter
verbessert. Zum Auftakt der Veranstaltung in Los Angeles blieb Hansen
in 59,13 Sekunden 17 Hundertstel unter seiner alten Bestmarke von den
US-Olympia-Trials 2004. Hansen ist in 2:09,04 Minuten auch Weltrekordinhaber
über die doppelte Distanz.
3.8. Van den Hoogenband noch immer «hungrig». Olympiasieger
Pieter van den Hoogenband aus den Niederlanden ist nach eigenem Bekunden
noch immer «hungrig und motiviert» und will bei den Spielen
in Peking 2008 zum dritten Mal hintereinander Olympia-Gold über 100
Meter Freistil gewinnen. «Das hat bei den Männern noch keiner
geschafft, das ist ein großer Traum für mich», sagte
der 28 Jahre alte Schwimm-Profi nach seinem EM-Erfolg in Budapest über
200 Meter Freistil in Jahresweltbestzeit von 1:45,65 Minuten. Die Europameisterschaften
in der ungarischen Hauptstadt sind für van den Hoogenband der erste
Start bei einem international bedeutenden Ereignis seit Olympia 2004 und
einer Bandscheiben-Operation. «Ich bin wirklich glücklich,
dass ich nach dieser Operation wieder zurück bin. Die Siegerzeit
ist nicht so entscheidend, aber 1:45 ist wirklich gut», sagte van
den Hoogenband, der mit 1:44,89 Minuten seit dem 2. August 2002 den Europarekord
hält, aufgestellt in Berlin. Mit dieser Leistung ist er hinter dem
Australier Ian Thorpe (1:44,06) zweitschnellster Schwimmer der Welt. «Schwimmen
ist mental eine harte Sache. Aber ich kann mich immer noch motivieren
und habe viel Spaß am Training», sagte van den Hoogenband.
In Peking will er erneut Olympiasieger werden. «Und danach werde
ich aufhören», kündigte er seinen Rückzug an. Der
Niederländer, der von Jacco Verhaeren trainiert wird, ist spätestens
seit seinen sechs EM-Goldmedaillen von Istanbul 1999 einer der herausragende
Athleten des Welt-Schwimmsports.
3.8. Deutsche Frauen-Staffel über Weltrekord zu Gold. Die
deutsche 4x100m-Freistilstaffel der Frauen konnte bei der Schwimm-EM in
Budapest einen Doppelerfolg feiern. Über einen neuen Weltrekord schwamm
das DSV-Quartett zur Gold-Medaille. In der Besetzung Petra Dallmann (Heidelberg),
Daniela Götz (Erlangen), Britta Steffen (Berlin) und Annika Liebs
(Würzburg) triumphierte die Staffel des Deutschen Schwimm-Verbands
(DSV) im Finale in 3:35,22 Minuten und blieb dabei 72 Hundertstelsekunden
unter der zwei Jahre alten Bestmarke der Australierinnen bei deren Olympia-Sieg
in Athen.
28.7. Claudia Bellasi mit Gold und Silber an den Swiss Open. Mit
einer kleinen Mannschaft nahmen die Limmat Sharks an den Swiss Open in Basel
teil, für viele der letzte Wettkampf der Saison. Bei extrem hohen Temperaturen
und unterschiedlichem Vorbereitungsstand waren die Leistungen gemischt.
Sehr erfolgreich verlief der Wettkampf für Claudia Bellasi, die am
zweiten Tag die 50m Brust gegen die nationale und internationale Konkurrenz
gewinnen konnte. Über 100m Brust erreichte sie am darauffolgenden Tag
trotz erneut sehr hoher Temperaturen gar mit Bestzeit einen hervorragenden
2. Platz hinter der deutschen EM-Teilnehmerin Simone Weiler. Gleich 2 Medaillen
in einem Rennen gab es für die JEM-Teilnehmerin Stephanie Eisenring
über 800m Freistil. Ihr anstrengende Programm der letzten Wochen ließ
sie in allen anderen Freistilrennen nicht an ihr gewohntes Niveau herankommen,
aber sie zeigte in ihrem letzten Rennen nochmals viel Herz und erreichte
ihre zweitbeste Zeit über diese Strecke. Der Lohn war der schweizer
Meistertitel in der Juniorenklasse sowie der dritte Platz in der offenen
Klasse. David Karasek zeigte erneut, daß er in den mittleren Freistil-Strecken
in der Schweiz neben Dominik Meichtry ganz vorne zu finden ist. Die selbstgesteckten
Ziele konnte er zwar nicht ganz erreichen, bestätigte aber seine hervorragenden
Leistungen der SM vor 2 Monaten. Er wurde in 200m Freistil 3. und über
400m Freistil 4., wobei er nur von Ausländern geschlagen werden konnte.
In der 4x100m Lagenstaffel erreichte er zudem in 1:08.3 eine ansprechende
Zeit über 100m Brust, was seine deutlichen Fortschritte auch in anderen
Schwimmarten unterstreicht. Finalteilnahmen gab es für Ramona Pedretti
in 100m Brust (4. Platz) und in 200m La (7.Platz), wobei sie in Lagen fast
2 Sekunden schneller war als noch an den Schweizer Meisterschaften. Mit
deutlichen Bestzeiten in 6 von 7 Rennen erzielte Predrag Sunaric einen guten
Saisonabschluß, über 200m Rücken belegte er im B-Finale
den 3. Platz. Claude Pape zeigte sich mit guten Leistungen über 50
und 100m Delphin in der Lagen-Staffel über Nebenstrecken stark verbessert.
Über die Freistilstrecken erreichte er ebenfalls gute Leistungen angesichts
der absolvierten Maturprüfungen. Roland Denzler ging nur eine Woche
nach den Schweizer Jugendmeisterschaften erneut an den Start und erzielte
wieder gute Leistungen mit Bestzeiten in 100m Delphin und 1500m Freistil.
Der letzte Limmat Shark, der diesen Sommer noch einen Einsatz hat, ist Stephan
Bachmann, der nächste Woche in Budapest bei den Europameisterschaften
antreten wird.28.7.
Magdalena Brunner qualifiziert sich als Achte für den Solo-Final vom
Samstag. Magdalena Brunner hat sich heute Abend für den Final der
besten 12 Solo Schwimmerinnen qualifiziert. Die 23-jährige Ostschweizerin
war allerdings nicht ganz zufrieden mit ihrer Darbietung. Fast am Ende des
technischen Programms missriet ihr ein Element, mit dem sie im Training
nie grosse Probleme hatte. Allerdings unterlief ihr bereits an den Swiss
Open vor zwei Wochen genau der gleiche Fehler. Auf ihre Klassierung hatte
dies allerdings keinen Einfluss, sie konnte den achten Rang nach der freien
Kür vom Morgen verteidigen. Im Final beginnt die Wertung wieder bei
Null, so dass sie die Chance hat, sich rangmässig noch zu verbessern.
28.7. Synchron-Duett in Form. (si) Das Schweizer Synchronschwimm-Duett
Magdalena Brunner/Ariane Schneider hat an der EM in Budapest das erste Zwischenziel
locker erreicht. Die Bernerinnen, die bereits die Olympischen Spiele 2008
in Peking im Visier haben, belegten nach der zweiteiligen Qualifikation
den angestrebten siebten Rang ohne Probleme. Der Final der besten zwölf
Duos wird ohne die Punkte aus dem Vorwettkampf lanciert. Budapest. Schwimm-Europameisterschaften.
Synchronschwimmen. Qualifikation: 1. Anastasia Dawidowa/Anastasia Jermakowa
(Russ) 98,150 Punkte. 2. Gemma Mengual/Paola Tirados (Sp) 96,800. 3. Eleftheria
Ftouli/Evanthia Makrygianni (Grie) 92,450. 4. Xenia Sidorenko/Darja Juschko
(Ukr) 92,100. 5. Giulia Lapi/Beatrice Adelizzi (It) 91,550. 6. Anastasia
Gloushkov/Viktoria Yarmolinskaya (Isr) 88,850. 7. Magdalena Brunner/Ariane
Schneider 88,150. -- Final am Sonntagmorgen (ab 11 Uhr).27.7.
European Swimming Championship, Budapest, 27.7.-6.8.2006 [Website]
[Programm
und Infos] [Resultate Schwimmen]
[Open
Water] [Wasserspringen]
[Synchronschwimmen]
25.7.
Van den Hoogenband schlägt Thorpe. Wenn es darum geht, wer nach
den olympischen Spielen wieder schneller an einem grossen Wettkampf teilnimmt,
dann hat van den Hoogenband gewonnen. Der 28-jährige "fliegende
Holländer" wird am Montag in Budapest an den Europameisterschaften
über 100 und 200 m Freistil starten. Van den Hoogenband verpasste die
WM in Montreal wegen einer Diskushärnienoperation. Thorpe wird demgegenüber
kaum vor den Weltmeisterschaften vom kommenden März in Melbourne auf
dem Startblock zu sehen sein.
25.7. Weiter Schlag für Aussie-PanPac-Team.
Australiens Mannschaft für die Panpazifischen Meisterschaften vom kommenden
Monat in Victoria, Kanada, muss einen weiteren Verlust verkraften: Nachdem
Libby Lenton, Leisel Jones, Grant Hackett und Ian Thorpe fehlen, hat nun
auch die Weltrekordhalterin über 50 m Brust, Jade Edmistone, mangels
Training abgesagt. Australiens Nationaltrainer Alan Thompson sagte, da sie
an einer Hüftverletzung leide, habe man nichts forcieren wollen. Ihr
nächstes Ziel sind die australischen WM-Ausscheidungen, die Ende Jahr
in Brisbane stattfinden werden. 23.7.
Sweetenham von Zeitplanänderung unbeeindruckt. Der Chef Leistungssport
von British Swimming lässt sich von der für ihn "praktisch
beschlossenen" Verschiebung der Finals an den olympischen Spielen 2008
vom Abend auf den Morgen nicht beeindrucken. "Das sind die Bedingungen,
mit denen wir uns abfinden müssen," sagte Sweetenham. "Sie
gelten für alle Teams und Athleten gleich, das am besten vorbereitete
Team und der am besten vorbereitete Schwimmer wird gewinnen." Er wäre
einzig dann unzufrieden, wenn man nur einzelne Finals auf den Morgen legen
würde. Sweetenham wird die britischen Schwimmer entsprechen vorbereiten.
Die anderen Trainer und Schwimmer sollen sich nur stark aufregen, das nütze
den Briten. Sich rechtzeitig anpassen oder sterben, lautet das Motto des
unzimperlichen Australiers - aber er hat recht. Sweetenham wird sich dafür
einsetzen, dass möglichst viele Wettkämpfe, zum Beispiel das Siebenhügel-Meeting
von Rom, ebenfalls nach diesem Schema ausgetragen wird. 22.7.
81 Jahre alter Rekord gebrochen. Die 38-jährige australische Marathonschwimmerin
Tammy van Wisse hat einen noch von der Schwimmlegende Gertrude Ederle aufgestellten
Rekord gebrochen. Sie legte die 35 km zwischen Battery Park, New York City,
nach Sandy Hook, New Jersey, in 5:06:48 zurück - mehr als 2 Stunden
und 5 Minuten schneller als Gertrude Ederle 1925. Das Wasser ist zurzeit
um die 22 Grad warm. "Die Anwesenheit von Gertrudes Familie hat mir
sehr geholfen, mit Gertrudes Einstellung zu schwimmen," sagte van Wisse.
"Sie war eine Pionierin des Frauensports, hat Grenzen durchbrochen
und ist ein zeitloses Vorbild." Gertrude
Ederle schwamm als erste Frau 1926 durch den Ärmelkanal und verbesserte
den Rekord gleich um mehr als 2 Stunden. Darüber hinaus holte sie für
die USA an den olympischen Spielen 1924 3 Medaillen. Die Schwimmstrecke
um New York herum führt an der Freiheitsstatue, Governors Island und
Coney Island vorbei.
22.7. Österreichische EM-Mannschaft. Im Bestreben, in der
Medaillenrangliste vorne mitzumischen, schickt der österreichische
Verband 22 Schwimmerinnen und Schwimmer nach Budspest. Schwimmen, Frauen::
Fabienne Nadarajah, Marilies Demal, Nina Dittrich, Jördis Steinegger,
Birgit Koschischek. Männer: Markus Rogan, Maxim Podoprigora, Dominik
Koll, David Brandl, Dominik Dür, Stefan Wipplinger, Dinko Jukic, Martin
Spitzer, Thomas Narnhofer, Martin Cernansky, Sebastian Stoss. Wasserspringen,
Frauen: Anja Richter, Marion Reiff, Veronika Kratochwil. Männer: Constantin
Blaha. Synchrinschwimmen: Lisbeth Mahn, Nadine Brandl.20.7. EU-Gericht stützt Doping-Entscheide. Die beiden Profi-Schwimmer
David Meca und Igor Majcen wurden 1999 wegen positiven Nandrolontests an
einem FINA Marathon Swimming Wolrdcup von der FINA für 2 Jahre gesperrt.
Der Gang vors internationale Sportgericht in Lausanne half den beiden nicht.
Anschliessend richteten sie Beschwerde an die EU-Kommission -ohne Erfolg.
Sowohl die Vorinstanz als nun auch das oberste EU-Gericht stützten
den Entscheid der EU-Kommission. Die Dopingsperre stehe in Einklang mit
EU-Recht bzw. verletze dieses nicht. Die Antidopinggesetze und -regeln würden
in den Kompetenzbereich der EU-Rechtssprechung fallen, aber die Regeln würden
bloss den ordnungsgemässen Ablauf des Wettkampfsport sicherstellen
und tangierten die Wettbewerbs- und persönliche Freiheit nicht. 19.7.
Limmat-Sharks Nachwuchs erfolgreich beim Schweizer Nachwuchskriterium. Die
Schweizer Nachwuchsmeisterschaften fanden von 13. bis 16.09. bei hervorragendem
Wetter in Schaffhausen statt. Der Nachwuchs der Limmat Sharks, der zum großen
Teil von Yvonne Sigrist trainiert wird, nahm dieses Jahr mit der mit Abstand
größten Mannschaft der letzten Jahre teil und erreichte dabei
11 Medaillen. Damit war die Medaillenausbeute nur um eine höher als
im Jahr zuvor, allerdings hat sich die Anzahl der erreichten Finalrennen
bzw. Plazierungen unter den ersten 8 von 23 auf 43 fast verdoppelt, was
die positive Entwicklung in diesem Bereich sehr deutlich zeigt. 15 der 17
Teilnehmer durften am Nachmittag in mindestens einem Final antreten, auch
den beiden jüngsten Teilnehmerinnen, Florence Sigg und Katrin Appenzeller
gelang dies gleich bei ihren ersten Meisterschaften. Neben der hervorragenden
Mannschaftsleistung ist insbesondere Marcel Betschart hervorzuheben, der
beide Rückenstrecken in seiner Altersgruppe mit Veranstaltungsrekord
für sich entscheiden konnte. Über 100m R war der Sieg allerdings
hart umkämpft, wenn auch nur vereinsintern, denn Marcels Mannschaftskamerad
Fabio Egg wurde mit nur 3/100 s Rückstand zweiter in einem packenden
Duell, in dem beide unter der bestehenden Meisterschaftsbestzeit blieben.
Über 200m Rücken schwamm er dann ein einsames Rennen und unterbot
in 2:25.01 die bestehende Meisterschaftsbestzeit nicht nur um mehr als 4
Sekunden, sondern erreichte auch die Limite für die Jugend-Nationalmannschaft.
Neben diesen beiden Siegen erschwamm er sich noch drei weitere Medaillen,
eine silberne in 200m Lagen und zwei bronzene in 100 bzw. 200m Delfin. Ein
weiterer Sieg gelang Lara Kim Hehr über 200m Delphin bei den 16 jährigen,
wobei sie zum ersten Mal unter 2:30 blieb, und das nur eine Woche nach ihrem
7. Platz bei der Team-Jugendeuropameisterschaft im Triathlon in Kroatien.
Während Fabio Egg neben der Silbermedaille in 100m Rücken noch
einen 3. Platz in 100m Kraul erreichte, erschwamm sich seine Schwester Alexandra
drei Medaillen, eine silberne in 200m Rücken sowie zwei bronzene in
100m Rü bzw. 200m Lagen.
Herzlichen Glückwunsch an die Mannschaft und Yvonne für diese
guten Leistungen!18.7.
Sandrine Paquier tritt zurück. Die 29-jährige Lausannerin,
die seit 1997 für den Schwimmclub Uster-Wallisellen startete, hat heute
ihren Rücktritt bekannt gegeben. An den Schweizer Meisterschaften im
Mai in Genf hat die Freistilspezialistin ihr letztes Rennen bestritten und
nun offiziell bekannt gegeben, dass sie keine Wettkämpfe mehr bestreiten
wird. Im Grunde hat sie ihre „Einzelkarriere“ bereits nach den
Olympischen Spielen 2004 beendet und stand in den letzten beiden Jahren
ihrem Verein noch in Staffeln und an Vereinsmeisterschaften zur Verfügung.
„Jetzt ist die Zeit gekommen und den Jungen meinen Platz zu überlassen“,
kommentierte Paquier ihren Entscheid. Sandrine Paquier hat 1996 und 2004
jeweils als Staffelschwimmerin an den Olympischen Spielen teilgenommen und
stand an beinahe unzähligen Europa- und Weltmeisterschaften zwischen
1994 und 2004 im Einsatz. In ihrer langen Karriere gewann sie 14 Schweizermeistertitel
in Einzelrennen und war zeitweilig Schweizerrekordhalterin über 200m
Freistil. (Swiss Swimming) 16.7.
Deutsche Schwimmerinnen für EM bereit. Bei der Generalprobe für
die in zwei Wochen beginnende EM in Budapest haben sich die deutschen Schwimmerinnen
in guter Form präsentiert. Beim internationalen Schwimmfest in Darmstadt
machte vor allem die Würzburgerin Annika Liebs durch ihren Sieg über
200m Freistil in 1:58,79 Minuten auf sich aufmerksam. In guter Verfassung
nach einem dreiwöchigen Trainingslehrgang in Heidelberg präsentierte
sich auch Britta Steffen (Berlin) als Siegerin über 50m Freistil in
24,96 Sekunden. Antje Buschschulte (Magdeburg) verfehlte über 50m Delfin
in 26,71 Sekunden ihren deutschen Rekord nur um 16 Hundertstelsekunden.
Berechtigte Medaillenhoffnungen für die EM darf sich auch Kurzbahn-Weltmeisterin
Janine Pietsch (Ingolstadt) machen, die das Rennen über 100m Rücken
in 1:02,09 für sich entschied. Meeuw schwimmt hinterher Dagegen müssen
die Männer noch an ihrer EM-Norm feilen. Der fünffache DM-Titelträger
Helge Meeuw (Wiesbaden) blieb in 2:01,36 über 200m Rücken deutlich
hinter seinem Europarekord (1:56,34) zurück. Zu Siegen kam immerhin
der Potsdamer Johannes Dietrich über 50m Freisitl (23,03) und 50m Delfin
(24,40) [Resultate].
16.7. EM ohne Klochkova? An den ukrainischen Meisterschaften
in Donetsk schwamm Yana Klochkova 1:00.38 über 100 m Delfin und 2:19.82
über 200 m Lagen und öffnete damit Spekulationen die Türe,
dass die Olympiameisterin nach langem Traininsunterbruch noch nicht für
eine grössere Meisterschaft bereit sei. Iryna Amshennikova schwamm
die 50 m Rücken in 29.52, die 100 m Rücken in 1:01.84 und die
200 m Lagen vor Klochkova in 2:16.68. Oleg Lisogor erzielte 1:03.07 über
100 m Brust und wurde Vierter. Er steckt mitten in den Vorbereitungen für
Budapest.
16.7. Lezak und Coughlin drehen auf. Am Janet
Evans Invitational schwammen Jason Lazak 49.04 und Nathalie Coughlin 54.28
über 100 m Freistil. Der schnellste Amerikaner auf der langen Bahn
brach seinen eigenen Meeting-Rekord von 49.20 aus dem Jahr 2004. Nur knapp
hinter ihm schlugen Roland Schoeman (49.87) und Nick Brunelli (49.94) an.
Nathalie Coughlin hatte keine Gegnerinnen. Mit fast 2 Sekunden Abstand folgte
Lacey Nymeyer mit 56.13 und Allison Wagner wirkte mit 57.19 sehr müde
[Resultate].13.7.
FINA WM-Programm mit Abendfinals. Die FINA hat das Programm für
die vom 17.3. bis 1.4. 2007 in Melbourne stattfindenen Weltmeisterschaften
bekannt gegeben [Website].
Die Finals im Schwimmen werden am Abend ausgetragen. Die Spekulationen über
eine mögliche Programmanpassung haben sich nicht bewahrheitet. 12.7.
EM ohne Davies. Der britische 1500-m-Spezialist lässt die EM in
Budapest ausfallen, teilte sein Trainer Dave Haller gestern mit. Der 21-Jährige
kehrte soeben aus einem einmonatigen Trainingslager aus Malta nach Cardiff
zurück. Es war seine erste grössere Trainingseinheit nach der
Operation zur Entfernung eines Abzesses am linken Fussgelenk. Als Ursache
des Abszesses wurde eine längerdauernde Sepsis ("Blutvergiftung")
genannt. Aufgrund des Trainingsrückstandes mache es keinen Sinn, an
der EM zu starten. Als nächsten wichtigen Wettkampf visiere Davies
stattdessen die WM vom kommenden März an, wo er Larsen Jensen und Grant
Hackett das Leben schwer machen wolle.
12.7. FINA Marathon
Swimming World Cup.(9.7.2006, 19 km in Sabac, Serbien-Montenegro). Frauen:
1. Angela Maurer GER 2h46:30, 2. Britta Kamrau-Corestein GER 2h46:31.10,
3. Anna Uvarova RUS 2h46:31.85. Männer: 1. Anton Sanatchev RUS 2h30:36,
2. Stéphane Gomez FRA 2h30:38, 3. Mohamed El-Zanaty EGY 2h30:39.
Nächste Etappe: Oridsee, Mazedonien, 30 km (15.7.2006).10.7. Schöner Abschluss der Junioren-EM dank hervorragender Leistung
von Damien Courtois mit WM-Limite! (swiss Swimming) Am vierten und letzten
Tag der Junioren-EM in Palma sorgten Damien Courtois von Lancy-Natation
und ein weiteres Mal die Damenstaffel für die herausragenden Leistungen.
Die 4x100m Lagenstaffel der Damen erreichte zwar als 12. nach dem Vorlauf
den Final der besten Acht nicht, das Quartett mit Laila Werner, Patrizia
Humplik, Laetitia Perez und Ramona Knüsel blieb aber mit 4:24.86 wiederum
unter der alten Juniorenbestmarke. Somit hat das junge Damenteam in allen
drei Staffeln dieser Meisterschaften Bestleistungen erreicht. Für den
zweiten Höhepunkt an diesem Tag war der 18-jährige Damien Courtois
besorgt, der im Halbfinal mit 24.79 auf die Hundertstelsekunde genau die
WM-Limite über 50m Delfin schwamm. Im Final blieb er mit 24.82 ganz
knapp über dieser Bestmarke und klassierte sich im sechsten Schlussrang.
Mit dieser Leistung hat er sich als erster Schweizer für WM in Melbourne
im Frühling 2007 qualifiziert! Adrien Perez unterbot im gleichen Rennen
zweimal seine persönliche Bestzeit und erreichte mit 25.16 den guten
11. Rang. Eine weitere persönliche Bestzeit schwamm Carine Rognon aus
Neuchâtel über 50m Freistil (27.80), sie blieb aber ebenso wie
Stefanie Eisenring (27.29) im Vorlauf hängen. Letztere musste sich
mit dem unglücklichen 17. Rang begnügen. Patrizia Humplik schliesslich
startete über 200m Lagen und erreichte mit 2:26.85 den 18. Rang. Sie
konnte allerdings auch in diesem Rennen nicht ihr Potential ausschöpfen
- kämpfte aber bis zum letzten Meter. Die Bernerin gehörte an
diesen Meisterschaften zu den Verliererinnen, im Gegensatz zu den jungen
Romands Damien Courtois und Adrien Perez. Auch die Damenstaffeln mit einer
sehr guten Ramona Knüsel aus Kriens sowie der jungen Laila Werner aus
Schaffhausen, die in allen Staffeln über sich hinausgewachsen ist,
erreichten die anvisierten Ziele vollauf. Headcoach François Willen
war mit den Leistungen seiner Mannschaft bedingt zufrieden. Er musste zugeben,
dass die angestrebte Medaille ebenso verpasst wurde wie die Vorgabe bei
der Bestzeitenquote. Die Verbesserung von Vorlauf zu Halbfinal und Final
gelang auch nur teilweise. "Ich will, dass ihr an internationalen Meisterschaften
nicht zuschaut, sondern um Finalplätze und Medaillen kämpft!",
meinte dazu François Willen. Hier muss an der Mentalität der
jungen Schwimmerinnen und Schwimmer gearbeitet werden. Er ist trotzdem stolz
auf sein Team, weil es sich diszipliniert zeigte und auch in schwierigen
Momenten nie aufgegeben hat. Und schliesslich kann sich auch die Bilanz
mit fünf Top 16 Platzierungen und vier Top 8 Rängen im Vergleich
zu früheren Jahren durchaus sehen lassen. Die Resultate der Schweizer
vom Sonntag:
50m Freistil Damen:
Stefanie Eisenring, 17. im Vorlauf 27.29
Carine Rognon, 26. im Vorlauf 27.80
50m Delfin Herren:
Damien Courtois, 6. im Vorlauf 25.09, 4. im Semifinal 24.79 (WM-Limite!),
6. im Final 24.82
Adrien Perez, 9. im Vorlauf 25.18, 11. im Semifinal 25.16
200m Vierlagen Damen:
Patrizia Humplik, 18. im Vorlauf 2:26.85
4x100m Vierlagen Damen
Schweiz, 12. im Vorlauf 4:24.86
Laila Werner 1:07.65
Patrizia Humplik 1:14.59
Laetitia Perez 1:04.63
Ramona Knüsel 57.99
10.7. Durchzogene Leistungen
der Schweizer an der JEM. (Swiss Swimming) Die Leistungen der im
Einsatz stehenden SchwimmerInnen waren am dritten Tag doch recht unterschiedlich.
Sehr erfreulich war der Vorstoss unter die besten 16 von Damien Courtois
über 50m Brust. Seiner Unerfahrenheit ist es zuzuschreiben, dass er
sich im Semifinale mit 16. Platz begnügen musste. Durch einen schlimmen
Fehler beim Anschlag vergab er über eine halbe Sekunde, wie die Videoauswertung
von Fachmann Peter Herzig zeigte. Somit war der Traum von Finale auf dem
allerletzten Meter geplatzt. Noch schlechter erging es Patrizia Humplik,
die als Medaillenanwärterin nach Palma gereist war. Mit einer verkrampften
Vorlaufleistung schied sie als 17. aus. Diese Niederlage wird die junge
Athletin aus Bern noch verarbeiten müssen. Ihr Coach Martin Salmingkeit
ist allerdings überzeugt, dass seine Athletin gestärkt aus dieser
Krise gehen wird. Am Sonntag wird sie sich in der 4x100 Lagenstaffel rehabilitieren
können. Viel Freude bereitete wiederum die Damenstaffel, diesmal mit
neuer Juniorenbestleistung über 4x100 Kraul in 3:55.43. Der achte Rang
nach dem Vorlauf konnten die Damenstaffel in der Besetzung Ramona Knüsel,
Laila Werner, Stephanie Eisenring und Carine Rognon nicht mehr verbessern.
Das Quartett blieb aber noch ein zweites Mal unter der alten Juniorenbestmarke
[Website mit
Resultaten]..
Die Resultate der Schweizer:
100m Brust Damen:
Patrizia Humplik, 17. im Vorlauf 1:15.00
50m Brust Herren:
Damien Courtois 11. im Vorlauf 29.55, 16. im Semifinal 30.03
100m Freistil Herren:
Adrien Perez, 28. im Vorlauf 52.76
Duncan Furrer, 39. im Vorlauf 54.57
100 Delfin Damen:
Laetitia Perez
30. im Vorlauf 1:05.57
4x100 Kraul Damen
Schweiz, 8. im Vorlauf 3:55.43
Knüsel 58.39
Werner 57.81
Eisenring 59.66
Rognon 59.57
Schweiz, 8. im Final 3:55.64
Knüsel 58.47
Werner 58.14
Eisenring 58.99
Rognon 1:00.049.7.
Adrien Riccucci schnellster Dietiker-Fisch [Bericht
und Bild]. 9.7.
Wenig Starts und keine Finals am 2. Tag der JEM. (Swiss Swimming)
Nur gerade vier SchwimmerInnen standen in den Vorläufen über 50
Kraul der Herren und 50 Delfin der Damen im Einsatz. Alle verpassten den
Einzug in die Halbfinals. Nur gerade 14/100 Sekunden fehlten Laetita Perez
zum angestrebten Semi-Finalplatz. Ärgerlich, dass sie in ihrem Rennen
mit 29.09 zwei Zehntelsekunden über ihrer persönlichen Bestzeit
blieb. Zufriedener konnte Carine Rognon sein. Sie schwamm mit 29.45 eine
halbe Sekunde unter ihrer persönlichen Bestleistung. Duncan Furrer
und Adrien Perez erreichten in ihrem Vorlauf die Ränge 25 und 26. Beide
konnten mit 24.45 und 24.48 ihre persönlichen Bestzeit knapp nicht
verbessern. So hat das Schweizer Team einen freien Abend ohne Finals. Die
beiden Coaches François Willen und Sébastien Gautsch werden
die Athleten mit einem gezielten Training und einer Teamaktivität auf
die beiden ausstehenden zwei Wettkampftage vorbereiten. Zu den grössten
Finalkandidaten und sogar Medaillenanwärter gehören dabei Damien
Courtois und Patrizia Humplik.
Die Resultate der Schweizer:
50m Freistil Herren:
Duncan Furrer, 25. im Vorlauf 24.45
Adrien Perez, 26. im Vorlauf 24.48
50m Delfin Damen:
Laetita Perez, 21. im Vorlauf 29.09
Carine Rognon, 29. im Vorlauf 29.45 8.7.
WM 2007 Zeitplan. Sollte das IOC auf den Antrag von NBC eingehen
und an den olympischen Spielen 2008 die Vorläufe und Halbfinals am
Abend, die Finals am darauffolgenden Morgen durchführen, wird dies
auf die Vorbereitung der Schwimmerinnen und Schwimmer einen grossen Einfluss
haben. Die 2007 in Melbounre ausgetragenen Weltmeisterschaften würden
voraussichtlich nach dem gleichen Zeitplan gestaltet. Darüber hinaus
würde man auch andere internationale Wettkämpfe nach diesem Schema
organisieren, um den Athleten die Möglichkeit zu geben, sich an das
neue Programm zu gewöhnen. Die Umstellung wird in Schwimmerkreisen
sowie von den Fernsehstationen in Europa und Austral-Asien nicht gewünscht.
Bei den olympischen Spielen 1988 in Seoul wurden die Hälfte der Finals
am Morgen, die andere Hälfte am Abend durchgeführt.7.7.
Starke Leistung am ersten Tag der Junioren-Europameisterschaften: 6.
Rang und Juniorenbestleistung über 4x200 Kraul der Damen und 7. Rang
von Adrien Perez über 50 Rücken. Noch nie ist eine Schweizer Juniorenstaffel
bei den Damen über 4x200 Kraul so schnell geschwommen. Insbesondere
Ramona Knüsel (2:06.61) und Laila Werner (2:04.24!) zeigten eine überzeugende
Leistung mit persönlichen Bestzeiten. Mit 8:30.19 erreichten sie den
6. Rang und waren über 4 Sekunden schneller als am Multinations-Meeting
im vergangenen April. Mit der viertbesten Zeit ist Adrien Perez über
50 Rücken ins Finale vorgestossen. In 26.80 Sekunden kam er der Juniorenbestleistung
von Flori Lang (26.64) aus dem Jahr 2001 sehr nahe. Im Finale verlor er
zuviel Zeit beim Start und konnte den Rückstand nicht mehr wettmachen.
Anstatt einer Medaille musste er sich in 27.03 mit dem 7. Rang begnügen.
Ramona Knüsel über 100 Kraul und Patrizia Humplik über 50
Brust erreichten beide als 16. er Vorläufe die Semifinals. Die Bernerin
Humplik vermochte sich noch auf den 11. Schlussrang zu steigern. Ramona
Knüsel konnte ihr Potential über 100 Kraul nicht ganz ausschöpfen
und blieb in 58.61 auf dem 16. Rang. Damien Courtois blieb als einziger
Schweizer schon im Vorlauf hängen. Die Zeit von 56.75 über 100
Delfin bedeutete trotzdem seine zweitbeste je geschwommene Zeit [Resultate].
Die Resultate der Schweizer:
100 Freistil Damen: Ramona Knüsel 16. im Vorlauf 58.69 16. im Semi-Final
58.61
50 Rücken Herren: Adrien Perez 4. im Vorlauf 26.95 4. im Semi-Final
26.80 7. im Final 27.03
50 Brust Damen: Patrizia Humplik 16. im Vorlauf 34.29 11. im Semi-Final
33.80
100 Delfin Herren: Damien Courtois 27. im Vorlauf 56.75
4x200 Kraul Damen: Schweiz 6. Rang im Final 8:30.19
Ramona Knüsel 2:06.61
Laila Werner 2:04.24
Stefanie Eisenring 2:08.70
Carine Rognon 2:10.64
7.7. Britisches EM-Team. Schwimmen: Amy Smith, Caitlin
McClatchey, Cassie Patten, Elizabeth Simmonds, Francesca Halsall, Hannah
Miley, Jessica Dickons, Jessica Sylvester, Jo Jackson, Julia Beckett, Kate
Haywood, Katherine Wyld, Katy Sexton, Keri-Anne Payne, Kerry Buchan, Kirsty
Balfour, Mel Marshall, Rebecca Adlington, Rebecca Cooke, Rebecca Shaw, Ros
Brett, Stephanie Proud, Terri Dunning Andrew Hunter, Chris Alderton, Chris
Cook, Chris Cozens, Craig Houston, Darren Mew, David Carry, David Davies,
Euan Dale, Gregor Tait, James Gibson, James Goddard, James Kirton, Joe Roebuck,
Kris Gilchrist, Lewis Smith, Liam Tancock, Matt Bowe, Matt Clay, Robbie
Renwick, Ross Davenport, Simon Burnett, Todd Cooper. Wasserspringen:
Sarah Barrow, Claire Blencowe, Tonia Couch, Brooke Graddon, Monique
McCarroll, Jodie McGroarty, Louise van Hoof, Gary Hunt, Callum Johnstone,
Benjamin Swain. Langstrecken: Philippa Davies, Isobel Newman,
Cassie Patten, Alan Bircher, John Owen. Synchronschwimmen: Olivia
Allison, Jenna Randall, Lauren Smith.7.7.
Stephanie Eisenring an der JEM in Mallorca. Am ersten Tag der JEM in
Mallorca hat Stephanie Eisenring mit der 4x200m F Staffel der Schweiz einen
neuen Junioren-Schweizerrekord aufgestellt. In der Zeit von 8:30.19 erreichten
die 4 Schweizerinnen (Ramona Knüsel, Laila Werner, Stephanie Eisenring
und Carine Rognon) den 6. Platz. Herzlichen Glückwunsch! Steffis Einzelzeit:
2:08.70 [Resultate].6.7.
Hackett begeistert von Pope. Grant Hackett wird vorerst bei seinem neuen
Trainer Ian Pope in Melbourne bleiben, mindestens bis zu den nationalen
Kurzbahnmeisterschaften in Hobart (25.-28.8.3006). Der radikale Umbau seines
Trainings habe seinem Aufbau neues Leben eingehaucht im Hinblick auf die
WM-Trials vom Dezember in Brisbane. Auf einen dritten olympischen Titel
über 1500 m Freistil schielend, kündigte Hackett im Mai an, dass
er künftig je zur Hälfte bei seinem bisherigen Trainer Denis Cotterell
an der Gold Coast und bei Ian Pope in Melbourne trainieren wolle. Ursprünglich
wollte er schon im Juli in den Norden zurückkehren, entschied sich
aber jetzt in Victoria zu bleiben. "Ich bin sehr glücklich über
den Entscheid, es gab mir ein neues Leben im Hinblick auf Beijing,"
sagte der seit Juni in Melbourne trainierende Hackett. "Ich werde bis
Ende August bei Ian bleiben und freue mich ausserordentlich auf die Rennen
in Hobart. Im Dezember werde ich meine Vorbereitungen mit Denis und Ian
neu beurteilen." Der nach seiner Schulteroperation mit neuer Energie
zurückgekehrte Hackett jagt seinen Gegnern schon jetzt Angst ein. Er
stellte am Grand Prix in Brisbane vom Mai eine JWB über 400 m Freistil
in 3:46.99 auf. Auch Pope ist begeistert von Hackett. Der Trainer von Klim,
Welsh und Rooney sagte, er habe selten einen Schwimmer gesehen, der mit
soviel Einsatz und Begeisterung trainiere. Sein Professionalismus wirke
ansteckend und erfrischend. Seine Art zu kommunizieren und über das
Tarining zu diskutieren überrasche selbst Pope.
6.7. Russland
zahlt olympisches Preisgeld. Der russische Schwimmverband legte gestern
die Preisgelder für die olympischen Spiele 2008 fest. "Ein finanzieller
Reiz ist notwendig, damit gute Leistungen erzielt werden," meint Verbandspräsident
Sergei Naryshkin. "Wir glauben nicht, dass Geld der wichtigste Faktor
ist, aber er ist einer der wichtigen." US$ 50'000 werden für eine
Goldmedaille bezahlt, 30'000 für Silber und 15'000 für Bronze.
Zusätzlich werden US$ 15'000 für einen Weltrekord, 5'000 für
einen Europarekord und 1'000 für einen russischen Rekord versprochen.
6.7. Junioren-Europameisterschaften. (Swiss Swimming) Am Donnerstag
beginnen auf der Insel Mallorca die Europameisterschaften der Junioren im
Schwimmen. Während vier Tagen kämpfen die besten 15-/16-jährigen
Mädchen sowie die 17-/18-jährigen Knaben um Titel und Ehren. Swiss
Swimming ist mit einer Mannschaft von neun Athleten vertreten. Angeführt
wird die Mannschaft von der 16-jährigen Bernerin Patrizia Humplik und
vom 18-jährigen Damien Courtois von Lancy-Natation, die beide mit grossen
Erwartungen nach Palma reisen. Die Brustspezialistin Humplik ist in der
europäischen Saisonbestenliste auf den Plätzen 4 (100m) und 6
(50m) klassiert und gehört damit zum erweiterten Favoritenkreis. Dasselbe
gilt für den Romand Courtois, der über 50m Brust an der fünften
und über 50m Delfin gar an dritter Stelle im europäischen Klassement
(à http://www.swimrankings.net) zu finden ist. Viel Potential haben
zudem die Freistilstaffeln über 4x100 und 4x200m der Juniorinnen, die
aller Voraussicht nach mit Ramona Knüsel (Kriens), Stephanie Eisenring
(Limmat Sharks), Carine Rognon (Red Fish Neuchâtel) und Laila Werner
(Schaffhausen) an den Start gehen. Ein Finalplatz ist dem Quartett auf alle
Fälle zuzutrauen.
Die Schweizer und ihre Einsätze:
Damien Courtois, 88, Lancy-Natation: 50m Brust, 50m & 100m Delfin
Duncan Furrer, 89, Lausanne Natation: 50m & 100m Freistil
Adrien Perez, 88, Red Fish Neuchâtel: 50m & 100m Freistil, 50m
Delfin, 50m Rücken
Stephanie Eisenring, 90, Limmat Sharks: 50m Freistil, Staffeln
Patrizia Humplik, 90, SK Bern: 50m & 100m Brust, 200m Lagen, Staffel
Ramona Knüsel, 90, SV Kriens: 100m Freistil, Staffeln
Laetitia Perez, 90, Red Fish Neuchâtel: 50m & 100m Delfin, Staffel
Carine Rognon, 90, Red Fish Neuchâtel: 50m Freistil, 50m Delfin, Staffeln
Laila Werner, 91, SC Schaffhausen: Staffeln
Die Damen sind für alle Staffeln (4x100m & 4x200m Freistil sowie
4x100m Lagen) eingeschrieben.
Der Zeitplan
vom Donnerstag 6. bis Sonntag, 9. Juli: Vorläufe jeweils 9:30 Uhr,
Finals ab 17:30 Uhr
[Website]
5.7. European Junior Swimming and Diving Championships, Palma de
Mallorca, 6.-9.7.2006 [Website]
5.7. Brembillas steiniger Weg nach Budapest. Emiliano Brembillas
Aussichten, den vierten Titel über 400 m Freistil in Folge und den
fünften Titel überhaupt an der EM in Budapest verteidigen zu können
sind getrübt, nachdem er wegen einem Nierenstein hospitalisiert worden
ist. Der 3 mm grosse Stein hielt Brembilla vom Training ab. Das erste Mal
gewann Brembilla die 400 m 1997 in Sevilla in 3:45.96, was immer noch Meisterschaftsrekord
bedeutet, 1999 verlor er gegen den Briten Palmer, dann gewann er in 3:48.56
(2000), 3:46.60 (2002) und 3:49.14 (2004). 3.7. Nicola Spirig und Reto Hug gewinnen Züri-Triathlon . Obwohl
von den Europameisterschaften noch nicht ganz erholt, gewannen die bei den
Limmat Sharks Zürich trainierenden Triathleten Nicola Spirig und Reto
Hug den Züri Traithlon über die olympische Distanz. Herzliche
Gratulation! Weitere Infos unter www.nicolaspirig.ch
und www.retohug.ch.2.7.
swim-talk.com: neues Wassersportportal. Das neu gegründete Internetportal
swim-talk.com ermöglicht
Wassersportlern und Fans eine vereinfachte Kommunikation. Basierend auf
den Vorbildern der Partyseiten werden an den wichtigsten Schweizer Wassersportevents
jeweils die Fotografen von swim-talk.com vor Ort sein und ihre Fotos an
den folgenden Tagen im Internet kostenlos zur Verfügung zu stellen.
Das Ziel der Betreiber ist es, eine europaweite Community aufzubauen.
2.7. Kamrau disqualifiziert - Lurz holt Titel. Die Rostockerin
wurde bei den deutschen Meisterschaften im Langstreckenschwimmen in Erfurt-Stotterheim
über zehn km nur Vierte. Nach Auswertung der Videobilder wurde die
WM-Dritte dieser Strecke anschließend wegen grober Unsportlichkeit
von der Jury auch noch disqualifiziert. Der Sieg ging nach 2:10:35,87 Stunden
an Angela Maurer (Wiesbaden) und Stefanie Biller (Burghausen), die gleichzeitig
die Ziellinie überquerten. Mit nur 1,91 Sekunden Rückstand belegte
die Hamburgerin Alessa Dörling Platz drei und sicherte sich damit erstmals
eine EM- Teilnahme. Titelverteidigerin Gina Mohr (Elmshorn) belegte als
Leidtragende der Attacke von Britta Kamrau-Corestein lediglich Platz fünf
(2:10:41,34). Britta Kamrau-Corestein kann damit bei der EM ihren Titel
von Madrid 2004 nicht verteidigen und muss voraussichtlich auch über
diese Strecke auf die WM in Neapel (29. August bis 3. September) verzichten
und die WM im März 2007 in Melbourne. «Ich bin fassungslos. Es
ärgert mich kolossal, dass ich bei den nächsten drei internationalen
Höhepunkten wahrscheinlich raus bin. Die zehn Kilometer sind das wichtigste
Rennen», sagte die dreimalige Europameisterin Britta Kamrau-Corestein.
Die 27 Jahre alte Jurastudentin hat über die 25-km-Distanz aber noch
die Chance auf einen weiteren EM-Startplatz, nachdem sie sich einen bereits
als Siegerin über die fünf km gesichert hatte. Bei den Männern
kam dagegen der Würzburger Vize-Weltmeister Thomas Lurz nach 1:58:24,11
Stunden über die zehn Kilometer zu seinem zweiten Titel. Er hatte am
Freitag bereits die halb so lange Distanz für sich entschieden. Über
zehn km lag der 26 Jahre alte Student erneut vor dem Mainzer Christian Hein
(1:58:27,02). Den dritten EM-Startplatz sicherte sich Alexander Studzinski
aus Wiesbaden (1:58:33,62).1.7.
Deutsche Langstreckenmeisterschaften. Thomas Lurz hat sich den ersten
Titel bei den deutschen Meisterschaften im Langstreckenschwimmen gesichert.
Zum Auftakt der Veranstaltung in Erfurt verwies der Würzburger in 55:04
Minuten Titelverteidiger Christian Hein aus Mainz (55:07) auf den zweiten
Platz. Dritter wurde der Leipziger Toni Franz (56:16,0). Das Trio sicherte
sich zudem die Fahrkarten zu den Europameisterschaften im ungarischen Plattensee
(26. bis 30. Juli). "Damit habe ich mein Minimalziel erreicht",
sagte Lurz zufrieden. Der 5-km-Weltmeister des vergangenen Jahres greift
am Sonntag über die doppelte Distanz nach einem zweiten EM-Ticket.
Dies hat er nach der DM im Becken in der vergangenen Woche in Berlin bereits
über 1500m Freistil sicher. Bei den Frauen setzte sich Vize-Weltmeisterin
Britta Kamrau-Corestein nach 1:00:43 Stunden im Schlussspurt gegen die Junioren-Europameisterin
Johanna Manz aus Mainz (1:00:44) durch. Platz drei ging an die deutsche
200-m-Freistil-Meisterin Annika Liebs (Würzburg), die weitere drei
Sekunden zurücklag und sich ebenfalls für die EM im Plattensee
empfahl. "Ich werde aber wohl verzichten", sagte die 26 Jahre
alte Lehramtstudentin, die ihre Position für die Viertplatzierte Antje
Mahn aus Rostock( 1:00:48) freimachen würde. Die EM in den Beckenwettbewerben
wird im Anschluss an die Langstreckenwettkämpfe vom 31. Juli bis 6.
August in Budapest ausgetragen.
29.6.
Van Almsick: The next generation? Gemäss Bild-Zeitung - in dieser
Hinsicht oft aber nicht immer richtig liegend - ist Franziska van Almsick
(28), Weltrekorhalterin über 200 m Freistil, schwanger. "Kein
Kommentar", lautet die Stellungnahme van Almsicks. "Ich gebe über
mein Privatleben keine Erklärungen ab." Seit letztem Jahr ist
sie mit dem 46-jährigen Geschäftsmann Jürgen Harder liiert.
27.6.
NBC setzt IOC unter Druck. Nicht nur die Schwimmfinals der olympischen
Spiele 2008, auch die Finals im Kunstturnen und Leichtathletik stehen auf
der Einkaufsliste der US-amerikanischen Fernsehkette NBC. Auch diese sollen
am Vormittag stattfinden, damit sich die Investitionen von 894 Millionen
US $ (mindestens) amortisieren lassen. Im August wird IOC-Präsident
Jacques Rogge die IOC-Kommission leiten, die sich mit der Vergabe der Fernsehrechte
befasst. Es wird die Antwort auf die Frage gesucht, ob das Geld oder die
Interessen der Sportlerinnen und Sportler wichtiger sind. "Der Wettkampfplan
liegt als Entwurf vor," sagte eine IOC-Sprecherin. "Wir müssen
nun das Gespräch mit den Interessenvertretern suchen, um den Zeitplan
2 Jahre vor den Spielen zu bereinigen." Seit Seoul 1988 hat der Einfluss
von NBC abgenommen. Damals zahlten die Amerikaner 300 Millionen US $, die
europäische EBU 30.2 Millionen US $. Für Beijing sind die Amerikaner
bereit 894 Millionen zu zahlen, die Europäer 443.4 Millionen. Die BBC
als Vertreterin der Europäer teilte dem IOC lakonisch mit, wer denn
in Europa zur besten Schlafenszeit Finals gucke, wenn diese in Beijing am
Morgen ausgetragen würden. Europa und Australien versuchen nun das
IOC davon abzuhalten, die Austragung der Finals auf den Vormittag zu legen.
26.6.
Texas A&M Grand Prix, College Station, 23.-25.6.2006 [Resultate]
(Flavia Rigamonti 400 Freistil in 4:14.23).
26.6. Meeuw schwimmt
zweiten ER. Ein Rekord bei den deutschen Meisterschaften in Berlin war
Helge Meeuw zu wenig. Zum Abschluss der Wettkämpfe ist der 21-Jährige
zu seinem zweiten Europarekord geschwommen. Einen Tag nach seiner Bestmarke
über 200m Rücken in 1:56,34 Minuten blieb der Startschwimmer der
4x100-m-Lagen-Staffel des SC Wiesbaden in 53,46 Sekunden 46 Hundertstel
unter dem drei Jahre alten Rekord des Russen Arkadi Wjatschanin. Für
die Wiesbadener reichte es dennoch nur zu Platz vier. Meeuw ist aber mit
fünf Titeln erfolgreichster Schwimmer der Titelkämpfe [Resultate
im Überblick] [Website].
26.6. 27 Deutsche nach Budapest. Der Deutsche Schwimm-Verband
(DSV) hat im Anschluss an die deutschen Meisterschaften im Schwimmen in
Berlin ein 27-köpfiges Team mit 14 Frauen und 13 Männern für
die Europameisterschaften Ende Juli in Budapest nominiert. Einzige Neulinge
im Team sind die Hildesheimerin Katharina Schiller (200 m Lagen), Johannes
Neumann aus Riesa (Brust über 4x100 m Lagen) und der Frankfurter Jan
Wolfgarten (4x200 m Freistil). Das DSV-Aufgebot: Männer: Paul Biedermann
(Halle/Saale), Steffen Deibler (Biberach), Marco di Carli (Frankfurt/Main),
Johannes Dietrich (Potsdam), Steffen Driesen (Wuppertal/Uerdingen/Dormagen),
Christian Hein (Mainz), Stefan Herbst (Leutzsch), Helge Meeuw (Wiesbaden),
Johannes Neumann (Riesa), Benjamin Starke (Cottbus), Jens Thiele (Hamburg),
Jan Wolfgarten (Frankfurt/Main) und Thomas Lurz (Würzburg) Frauen:
Vipa Bernhardt (Frankfurt/Main), Antje Buschschulte (Magdeburg), Petra Dallmann
(Heidelberg), Daniela Götz (Erlangen), Nicole Hetzer (Burghausen),
Annika Liebs (Würzburg), Annika Mehlhorn (Baunatal), Janine Pietsch
(Ingolstadt), Sarah Poewe, Daniela Samulski (beide Wuppertal/Uerdingen/Dormagen),
Katharina Schiller (Hildesheim), Britta Steffen (Berlin), Simone Weiler
(Heidelberg) und Janne Schäfer (Wolfsburg).
26.6. Phelps
macht die Konkurrenz nass. Der sechsfache Schwimm-Olympiasieger Michael
Phelps bleibt beim US-Grand-Prix auf Erfolgskurs. Zum Auftakt des Schwimm-Meetings
mit australischen Gästen im kalifornischen Santa Clara entschied der
vierfache Weltmeister die 400 m Lagen in 4:11,40 Minuten vor seinem US-Landsmann
Erik Vendt (4:18,66) deutlich für sich Eine Niederlage kassierte 100-m-Brust-Weltrekordler
Brendan Hansen. Der Weltmeister musste sich in 1:01,64 Minuten dem Australier
Brenton Rickard (1:01,58) geschlagen geben. Das 200-m-Freistilfinale machten
die Staffel-Olympiasieger Klete Keller (1:48,69) und Peter Vanderkaay (1:48,72)
unter sich aus. Vanderkaay (2:00,81) wurde zudem Dritter über 200 m
Delfin hinter seinem US-Teamkollegen Davis Tarwater (1:58,68) und dem Australier
Joshua Krogh (1:59,86). Bei den Frauen feierte Doppel-Olympiasiegerin Natalie
Coughlin zwei Siege. Über 100 m Freistil dominierte die Vize-Weltmeisterin
in 54,06 Sekunden, die 100 m Delfin gewann sie in 58,22 Sekunden. 400-m-Freistilsiegerin
wurde Hayley Peirsol (4:11,00) vor Doppel-Weltmeisterin Kate Ziegler (4:11,64).
Auch Kurzbahn-Weltmeisterin Tara Kirk (2:28,56) wurde über 200 m Brust
nur Zweite hinter Megan Jendrick (2:28,36). Für die beste Leistung
beim Grand Prix im texanischen College Station sorgte die Slowakin Martina
Moravcova. Die Olympiazweite von Sydney siegte in 55,30 Sekunden über
100 m Freistil [Website].
25.6.
Europarekord 200 m Rücken. Der deutsche Helge Meeuw verbesserte
an den Deutschen Meisterschaften in Berlin Martin Zuberos 15 Jahre alten
Europarekord über 200 m Rücken um 23/100 auf 1:56.34. 24.6. DM: Meeuw der grosse Star. Helge Meeuw schickt sich an, bei
den deutschen Meisterschaften der Schwimmer in Berlin zum nationalen Superstar
aufzusteigen. Über 200m Rücken qualifizierte sich der 21-Jährige
aus Wiesbaden in 2:01,38 Minuten als Vorlaufzweiter hinter dem Berliner
Ernest Fahrland (2:01,33) für das Finale am Samstag und peilt somit
seinen fünften Titel an. Dann greift auch Thomas Rupprath (Hannover)
nach seinem ersten Einzel-Titel in Berlin. Nachdem der 29-Jährige über
seine Weltrekordstrecke 50m Rücken sowie auf der doppelten Distanz
hinter Meeuw geblieben war, schwamm er über 50m Schmetterling in 24,22
Sekunden mit der zweitbesten Zeit in den Endlauf. Dort müsste er die
Richtzeit von 24,03 Sekunden knacken und zudem Platz eins oder zwei belegen,
um erstmals in Berlin die Qualifikation für die EM in Budapest (26.
Juli bis 6. August) zu schaffen. Das insgesamt dritte Duell zwischen Antje
Buschschulte (Magdeburg) und Janine Pietsch (Ingolstadt), die bislang zweimal
die Nase vorn hatte und über die beiden kurzen Rückendistanzen
triumphierte, steht über 50m Schmetterling an. Pietsch legte in 27,01
Sekunden wieder die Vorlaufbestzeit vor Buschschulte mit 27,12 vor [Website].
24.6. Michael Phelps beim US-Grand-Prix stark. Beim US-Grand-Prix
bleibt Michael Phelps, sechsfacher Schwimm-Olympiasieger auf Erfolgskurs.
Das Schwimm-Meeting, das mit australischen Gästen im kalifornischen
Santa Clara stattfindet, hat der vierfache Weltmeister die 400m Lagen deutlich
in 4:11,40 Minuten vor seinem Landsmann Erik Vendt (4:18,66) für sich
entschieden. Ein australischer Gast, nämlich Brenton Rickard, sorgte
für die Niederlage des 100-m-Brust-Weltrekordlers Brendan Hansen. Der
Weltmeister musste sich in 1:01,64 Minuten dem Australier (1:01,58) geschlagen
geben. Das 200-m-Freistilfinale machten die Staffel-Olympiasieger Klete
Keller (1:48,69) und Peter Vanderkaay (1:48,72) unter sich aus. Vanderkaay
(2:00,81) wurde zudem Dritter über 200 m Schmetterling hinter seinem
US-Teamkollegen Davis Tarwater (1:58,68) und dem Australier Joshua Krogh
(1:59,86). Die Doppel-Olympiasiegerin und Vize-Weltmeisterin Natalie Coughlin
dominierte am Freitag über die 100m Freistil (54,06 Sekunden) und die
100m Schmetterling (58,22 Sekunden). 400-m-Freistilsiegerin wurde Hayley
Peirsol (4:11,00) vor Doppel-Weltmeisterin Kate Ziegler (4:11,64). Auch
Kurzbahn-Weltmeisterin Tara Kirk (2:28,56) wurde über 200 m Brust nur
Zweite hinter Megan Jendrick (2:28,36). Die Slowakin Martina Moravcova zeigte
beim Grand Prix im texanischen College Station die beste Leistung. Über
100m Freistil siegte die Olympiazweite in 55,30 Sekunden [Website].22.6.
Donau ohne Grenzen. Ladove medvede Bratislava und der Erste Wiener Donau
Schwimm Club 1903 veranstalten am 12. August 2006 unter dem Motto "Donau
ohne Grenzen" das Langstreckenschwimmen Wien - Bratislava. Die Strecke
kann von Einzelschwimmern oder von Staffeln mit beliebig vielen Schwimmern
geschwommen werden, wobei ein Staffelschwimmer zumindest eine halbe Stunde
im Wasser bleiben sollte. Es ist erlaubt, einen Staffelschwimmer mehrfach
einzusetzen. Start ist um 9:00 beim Landhaus Winter (Wien Freudenau) und
die geschätzte Schwimmzeit für die 53 Stromkilometer nach
Bratislava beträgt sechs Stunden. Das Projekt besitzt ausser dem
sportlichen auch einen gesellschaftlichen Charakter. Das gemeinsame Schwimmen
symbolisiert die regionale Zusammenarbeit, weist auf die Wichtigkeit des
Umweltschutzes hin und zeigt Sportmöglichkeiten auf. Darüber hinaus
stellt es die wunderschöne Donaugegend als einen geeigneten Ort der
aktiven Freizeitgestaltung dar. Fragen und Anmeldungen richten Sie bitten
an den Obmann des Ersten Wiener Donau Schwimm Clubs 1903, Hanns Pekarek
[pekarek@voelkl.at] 22.6.
Stephanie Eisenring am int. Meeting Porto. Zusammen mit der Mannschaft
der Junioreneuropameisterschaften hat Stephanie Eisenring als Vorbereitung
am internationalen Meeting in Porto teilgenommen. Die Leistungen der Schwimmer
waren ansprechend auch wenn derzeit das Training kaum Spitzenzeiten erlaubt.
Dennoch erreichte das Schweizer Team den zweiten Platz in der Teamwertung
und kam mit insgesamt 10 Medaillen nach Hause [Resultate
der Schweizer] . 22.6.
Thorpe 3 Monate in den USA. Nach einem letzten medizinischen Test bekam
Ian Thorpe grünes Licht für einen 3-monatigen Traingsaufenthalt
in den USA: Nach einem bisher schlecht verlaufenen Jahr – Virusinfektion
und eine gebrochene Hand – schlägt Thorpe seine Zelte in Kalifornienauf.
Möglicherweise geht er bereits diese Woche in Santa Clara an den Start.
Er wird sich vom 47-jährigen Dave Salo betreuen lassen, der als Nachfolger
von Mark Schubert das University-of-Southern-California-Team trainiert.
Ian hat dazu den Segen seiner Trainer Tracey Menzies. Ende September ist
die Rückkehr nach Australien geplant, um sich auf die WM-Trials vorzubereiten,
die im Dezember in Brisbane stattfinden.
22.6. Lenton: USA sind
arrogant. Einen arroganten Beigeschmack habe der Antrag der Amerikaner,
die Olympiafinals auf den Morgen zu verlegen, sagte Libby Lenton den Medien.
Mit wenigen Ausnahmen sind alle Schwimmer und Trainer in Australien vehement
gegen den Antrag von NBC. "Ich möchte niemandem zu Nahe treten
oder ihn gar beleidigen," sagte Lenton. "Aber dieser Antrag ist
schlichtweg arrogant." "Das ist nicht das Beste für unseren
Sport, weder für die Sportler noch die Zuschauer. Es ist wissenschaftlich
nachgewiesen, dass wir am frühen Abend am besten schwimmen. Das ganze
ist lächerlich, weil sich die Spiele an den Meistbietenden verkauft
werden."
22.6. Deutsche Top-Stars schwimmen bei DM hinterher.
Auch am zweiten Tag der nationalen Meisterschaften in Berlin konnten
die deutschen Vorzeigeschwimmer ihrem Ruf nicht gerecht werden. Antje Buschschulte
rutschte schon am Start aus und Thomas Rupprath musste sich auch im zweiten
Duell mit dem überragenden Youngster Helge Meeuw geschlagen geben.
Die Magdeburgerin Buschschulte durfte die erfolgreiche Titelverteidigung
auf ihrer Paradestrecke 100m Rücken nach dem Patzer schon vor dem ersten
Armschlag abschreiben. Als Zweite hatte sie in 1:02,85 Minuten einen satten
Rückstand auf Kurzbahn-Weltmeisterin Janine Pietsch (Ingolstadt), die
in 1:01,06 triumphierte. Buschschulte blieb zwar über der Norm für
die EM in Budapest (26. Juli bis 6. August), darf aber trotzdem starten,
da sie die Zeit schon bei ihrem WM-Silbergewinn 2005 in Montreal geschafft
hatte. "Ich komme mit den Anschlagmatten einfach nicht zurecht, schon
im Vorlauf bin ich weggerutscht", sagte Buschschulte nach ihrer 13.
DM-Medaille über ihre Paradestrecke seit 1994. Seriensieger Rupprath
schlug über 100m Rücken in 55,17 Sekunden wie am Vortag über
die halbe Distanz nur als Dritter hinter dem überragenden Helge Meeuw
(Wiesbaden/54,23) sowie Steffen Driesen (Wuppertal/55,16) an. Auch die EM
findet auf dieser Strecke ohne ihn statt. "International habe ich mit
dieser Zeit ohnehin keine Chance. Aber ich freue mich für Helge. Er
ist der Mann dieser Meisterschaften und wir werden noch viel Spaß
mit ihm haben", erklärte "Ruppi", der sich im letzten
Rennen als Schlussschwimmer über 4x100-m-Freistil der Wasserfreunde
Hannover mit Staffelgold ein wenig trösten konnte. Der 21 Jahre alte
Meeuw hat nach seinen Siegen über 50m Rücken und 200m Schmetterling
am Mittwoch schon jetzt wie im Vorjahr drei Titel zu Buche stehen und jeweils
das EM-Ticket gelöst. Lohn für harte Arbeit: "Ich habe trainiert
wie noch nie. Übung macht eben den Meister. In Budapest werde ich aber
mit Sicherheit nicht so viele Strecken absolvieren." Janine Pietsch
war angesichts ihres ganz auf die EM ausgelegten Trainings "überrascht,
dass es hier schon zum Titel gereicht hat." Ihren insgesamt sechsten
Titel über 400m Lagen gewann Nicole Hetzer (Burghausen) in 4:44,42
Minuten vor der früheren WM-Zweiten und 200-m-Schmetterling-Siegerin
Annika Mehlhorn (Baunatal/4:49,57). In Budapest dürfen nur die beiden
Ersten der DM starten - vorausgesetzt sie haben die Norm erfüllt. Härtefallregelungen
hat der neue Sportdirektor Örjan Madsen schon vor seinen ersten deutschen
Meisterschaften ausgeschlossen. Rupprath und Buschschulte sind zwei von
neun Sportlern, die die Richtzeiten bereits in elf Fällen bei der WM
in Montreal unterboten haben [Website].
22.6. Santa Clara International Swim Meet, 22.-25.6.2006 [Website]21.6.
Talbot: Morgenfinals prüfenswert. Die grosse Mehrzahl der Schwimmerinnen
und Schwimmern sowie der Offiziellen und der Trainer haben sich gegen die
Möglichkeit von Olympia-Finals am Morgen ausgesprochen, wie dies von
der US-amerikanischen Fernsehkette NBC beantragt wurde. Don Talbot findet
es "dumm", sich die Sache nicht genauer anzuschauen. Es könne
durchaus auch Vorteile bringen. "Der Schwimmsport hat sich in den vergangenen
15 Jahre aufgrund des Engagements von Sponsoren dramatisch verändert,
sagte Talbot. "Wenn die Morgenfinals den Schwimmern und Trainern mehr
Profil in den Medien bringt, müssen wir das genauer prüfen."
Auf gar keinen Fall dürfe der Geldfluss durch falsche Handlungen versiegen,
meinte Talbot. Er sprach sich für Finals zu der für den Schwimmsport
einträglichsten Tageszeit aus, aber nicht ohne dass dies in der Schwimmgemeinde
eingehend diskutiert worden sei. Talbot glaubt nicht daran, dass es wegen
der Morgenfinals zu einem Abreissen von Rekorden kommen würde. Diese
Aussage steht diametral Denis Cotterells Meinung gegenüber, wonach
das Nervensystem am Morgen noch nicht voll leistungsfähig sei.
21.6. Youngster deklassiert Rupprath. Helge Meeuw war beim Auftakt
der deutschen Schwimm-Meisterschaften in Berlin der gefeierte Mann. Der
Youngster sicherte sich gleich zweimal Gold und stellte dabei selbst Weltrekordler
Thomas Rupprath auf dessen Paradestrecke in den Schatten. Meeuw sicherte
sich im ersten Rennen der Titelkämpfe den Titel über 50m Rücken
und liess in 25,41 Sekunden Steffen Driesen (Wuppertal/25,36) sowie Rupprath
(Hannover/25,41) hinter sich. Während der 21 Jahre alte dreimalige
Titelträger des Vorjahres nur wenige Minuten später auch über
200m Delfin in 1:57,31 Minuten triumphierte, verpasste Rupprath mit dem
dritten Rang die erforderliche Platzierung für die EM in Budapest (26.
Juli und 6. August) und verschwand erstmal wortlos in den Katakomben der
Schwimmhalle im Europasportpark. Später erklärte der 62-malige
deutsche Meister nur noch enttäuscht: "Das war einfach schlecht.
Der Start, der Anschlag, alles schlecht." Bei der EM in Ungarn sollen
nach den Vorgaben des neuen Sportdirektors Örjan Madsen nur die beiden
Ersten der DM starten - vorausgesetzt sie haben die Norm erfüllt. Für
einen Paukenschlag sorgte Lokalmatadorin Britta Steffen. Nach zweijähriger
Durststrecke gewann sie über 100m Freistil den Titel und verbesserte
in 54,29 Sekunden den gemeinsam von Franziska van Almsick (2002) und Antje
Buschschulte (2000) gehaltenen Rekord um eine Zehntel. Die Magdeburgerin
wurde diesmal nur Fünfte. Die 22 Jahre alte Steffen erklärte hinterher
selbstbewusst: "Man muss hohe Ziele haben. Ich habe in der letzten
Zeit begriffen, dass eine Buschschulte oder früher Franziska van Almsick
auch nur mit Wasser kochen." Amerika-Rückkehrerin Anne Poleska,
Olympia-Dritte und WM-Zweite über 100m Brust, kam zum Auftakt über
die halbe Distanz nur auf Rang sechs. Den Titel sicherte sich Simone Weiler
(Heidelberg) in 1:09,19 vor der deutschen Rekordhalterin Sarah Poewe (Wuppertal/1:09,55).
Beide erfüllten die EM-Norm. "Ich bin nicht überrascht, weil
ich viel trainiert habe in der letzten Zeit. Aber eigentlich hatte ich die
50 Rücken nur als Einschwimmen für die 200m Delfin heute abend
betrachtet", sagte Meeuw, der sich für Berlin das Mammutprogramm
von sieben Starts vorgenommen hat. Neben Meeuw überzeugten zum Auftakt
auch weitere Nachwuchsleute im Deutschen Schwimm-Verband (DSV). Der 19-Jährige
Paul Biedermann holte sich den Titel über 400m Freistil und blieb dabei
deutlich unter der EM-Norm. Meeuws WG-Kollege Marco Di Carli (Frankfurt)
verpasste bei seinem Sieg über 100m Freistil dagegen die Richtzeit.
Auch die grösste DSV-Nachwuchshoffnung, der 18-jährige Steffen
Deibler (Biberach), blieb als Zweiter über der Norm [Website].
21.6. Santa Clara International Swim Meet, 22.-25.6.2006
[Website].
Mit Michael Phelps, Ryan Lochte, Brendan Hansen, Natalie Coughlin und Roland
Schoeman. Thorpe könnte ebenfalls starten.
21.6. Deutsche Meisterschaften. Britta Steffen hat sich zum Auftakt
der Schwimm-DM in Berlin mit einem Erfolg zurückgemeldet. Nach zweijähriger
Erfolglosigkeit qualifizierte sich die 22 Jahre alte Studentin am Dienstag
als Vorlaufschnellste mit ihrer persönlichen Bestzeit von 54,61 Sekunden
für das Finale über 100m Freistil. Über 50m Rücken peilt
Thomas Rupprath seinen 63. DM-Titel an. Der 28-Jährige erzielte mit
25,43 Sekunden die beste Vorlaufzeit und blieb wie Helge Meeuw (25,43) unter
der EM-Norm. Der Wiesbadener schwamm zudem über 200m Schmetterling
in 1:58,51 als Schnellster ins Finale. Marco di Carli (Frankfurt), mit dem
er eine WG führt, hat über 100m Freistil mit 49,50 Sekunden als
Schnellster die Titelverteidigung im Visier. Die beste Zeit in der Qualifikation
über 100m Brust erzielte in 1:02,15 Johannes Neumann (Riesa). Titelverteidiger
Mark Warnecke blieb in 1:04,15 auf der Strecke und schied aus. Bei den Frauen
erzielte Simone Weiler (Heidelberg/1:09,67) die beste Zeit über diese
Strecke. Über 200m Schmetterling kann Annika Mehlhorn (Baunatal) als
Vorlaufschnellste (2:10,93) den sechsten Titel in Folge gewinnen [Website].20.6.
IOC-Entscheid erst im August. Der Entscheid, zu welcher Tageszeit an
den olympischen Spielen die Finals im Schwimmen durchgeführt werden,
fällt erst im August. Die US-Fernsehkette beantragte dem IOC, dass
die Finals am Morgen, also zur US "Prime-Time", durchgeführt
werden. In Australien ist diese Idee auf heftigen Widerstand gestossen.
"Zu dieser Tageszeit seien Australiens Schwimmer noch nicht leistungsfähig",
und "die Schwimmer werden so keine Rekorde brechen", lauten die
Argumente. Natürlich sind dann selbst in Australien die meisten Leute
am Arbeiten. Letztlich geht es nur ums Geld. Der australische Channel Seven,
der die Übertragungsrechte für den 5. Kontinent besitzt, schrieb
der FINA als Fachgremium einen Protestbrief. Das Thema hätte vom IOC
am Donnerstag in Lausanne diskutiert werden sollen. Nun sollen zuerst alle
TV-Firmen mit Übertragungsrechten konsultiert werden, was einige Wochen
beanspruchen wird. 19.6.
Zahlreiche Qualifikationen für die JSM. Mit sehr guten Leistungen
auf den Langbahnwettkämpfen in den letzten Monaten haben bereits 16
Nachwuchsschwimmer der Limmat Sharks die Limite für die Schweizer Jugendmeisterschaften
in Schaffhausen erreicht, und das gleich in 78 Rennen. Damit fahren fast
2/3 mehr Sportler zu diesem Ereignis als im Jahr zuvor. Zum ersten Mal dabei
sind Florence Sigg und Kathrin Appenzeller, die im jüngsten startberechtigten
Jahrgang an den Start gehen werden. Beide haben in Winterthur beim Eulach-Meeting
jeweils die Limite über 100m Freistil und Rücken unterboten. Sehr
gute Chancen auf vordere Plazierungen hat Marcel Betschart, der in einem
beherzten Rennen ebenfalls in Winterthur eine hervorragende Zeit in 200m
Rücken erzielte, die um einiges unter dem bestehenden Meisterschaftsrekord
bei den schweizer Jugendmeisterschaften liegt. Die Liste aller Schwimmer,
die sich bisher qualifiziert haben, ist hier zu finden (Qualifikationen
[PDF]), die Ergebnisse der Limmatsharks bei den Wettkämpfen in Winterthur
und Bellinzona finden sich wie immer hier (Ergebnisarchiv).
19.6. EM- Qualifikationen der Triathleten der Limmat Sharks. Nicola
Spirig und Reto Hug zeigten zum Auftakt ihrer Wettkampfsaison hervorragende
Ergebnisse. Nicola erreichte anläßlich des Weltcupstarts in Madrid
trotz Defektes auf der Radstrecke einen 17. Platz in einem sehr starken
Feld. Damit gelang ihr die Qualifikation für die Europameisterschaften
am Ende dieses Monats in Autun / Frankreich. Eine Woche später erzielte
sie ihr bisher bestes Weltcup-Ergebnis mit dem 8. Platz in Richard's Bay,
Südafrika. Bei beiden Rennen fand Nicola insbesondere ihre deutlich
verbesserten Schwimmleistungen sehr zufriedenstellend. Die EM und später
die WM in heimischen Landen können also kommen. Ebenso erfolgreich
war bei diesen beiden Weltcups der bereits für die EM gesetzte Vize-Weltmeister
Reto Hug. Lief es in Madrid mit einem 22. Platz noch eher mäßig,
erreichte er in Südafrika einen hervorragenden 2. Platz. Die auch im
Schwimmbecken aufstrebende Lara Kim Hehr hat derweil die Qualifikation für
die TEam-Jugend-EM im Triathlon erreicht. Sie kam beim Youth League Triathlon
in Zug auf einen sehr guten 5. Platz, noch vor einer für die Team-JEM
gesetzten Sportlerin. Herzlichen Glückwunsch an unsere Triathleten
für ihre hervorragenden Leistungen! 19.6. Deutsche Meisterschaften, Berlin, 20.-25.6.2006 [Website].
Sie müssen gegen den Strom schwimmen - und haben selbst auch nur Fussball
im Kopf. Deutschlands Spitzenschwimmer kämpfen vom 20. bis 25. Juni
in der WM-Stadt Berlin um deutsche Meisterehren und die Qualifikation für
die EM vom 26. Juli bis 6. August in Budapest. «Ich würde auch
lieber die WM gucken», sagt Rekordjäger Thomas Rupprath. Der
Schwimmprofi aus Hannover setzt auf schnelle Informationen des Bad-Sprechers:
«Deutsche Tore sind für mich Motivation.» Örjan Madsen
hat bei seinem Meisterschafts-Debüt als Cheftrainer und Sportdirektor
des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) «keine speziellen Erwartungen
- ausser, dass alle in Topform sind». Der Norweger, der mit einem
30-köpfigen EM-Team rechnet, macht deutlich: «Um möglichen
Streitpunkten von Anfang an entgegenzuwirken: Ich werde die Nominierungs-Kriterien
unmissverständlich handhaben. Das heisst: Eine hundertstel Sekunde
über der Qualifikationszeit ist nicht gut genug.» Für die
Schwimm-Woche von Berlin haben 273 Vereine für 1436 Aktive insgesamt
4441 Einzel-Meldungen abgegeben. Dabei müssen sich die Teilnehmer wegen
der Fussball-WM an ganz neue Zeiten gewöhnen. Die Finals finden bereits
mittags statt und nicht wie gewohnt am späten Nachmittag. Entsprechend
werden die Vorläufe am Abend statt am frühen Vormittag gestartet.
Für Rupprath ist es «kein Problem». Der Schwimm-Profi aus
Hannover könnte seine nationale Titelausbeute auf 66 deutsche Meisterschaften
erhöhen. Geplant hat Rupprath Starts über 50 und 100 m Schmetterling
sowie 50 und 100 m Rücken. Zum ersten Mal seit sieben Jahren ist der
28-Jährige zur Vorbereitung wieder in die Höhe gegangen. Das grösste
Programm hat sich mit sieben Starts der 21 Jahre alte Wiesbadener Helge
Meeuw vorgenommen. Anne Poleska konzentriert sich nach Abschluss ihres Studiums
in den USA ganz auf den Sport: «Ich mache keine halben Sachen.»
Stev Theloke (Chemnitz) versucht nach dem Eklat bei der WM 2005 in Montréal,
als er vorzeitig nach Hause geschickt worden war, ein Comeback. Neun Schwimmer
haben die EM-Norm bereits bei der WM 2005 erfüllt: die vierfache WM-Medaillengewinnerin
Antje Buschschulte (Magdeburg/50 und 100 m Rücken sowie 50 m Schmetterling),
Kurzbahn-Weltmeisterin Janine Pietsch (Ingolstadt/50 m Rücken), Sarah
Poewe (Wuppertal/100 m Brust), Anne Poleska (Essen/200 m Brust), Annika
Mehlhorn (Baunatal/ 200 m Schmetterling), Christian Hein (Mainz/1500 m Freistil),
Thomas Rupprath (Hannover/50 m Rücken), Helge Meeuw (Wiesbaden/200
m Schmetterling) und Mark Warnecke (Essen/50 m Brust). Voraussetzung für
die EM-Nominierung bleibt aber trotz der bereits erfüllten Normen Platz
eins und zwei bei den deutschen Meisterschaften.
19.6. TYR Swim
Meet of Champs, Mission Viejo, 15.-18.6.2006 [Resultate
1. Tag] [2.
Tag] [3.Tag]
[4.
Tag]18.6.
Fina Marathon Swimming World Cup. Sevilla, 17.6.2006, 10km. Resultate
Frauen: 1. Britta Kamrau-Corestein GER 1h59:6, 2. Erica Rose USA 2h00:0,
3. Angela Mauer GER 2h00:0 Resultate Männer: 1. Gilles Rondy FRA 1h54:0,
2. Maarten Ven Der Weijden NED 1h54:0, 3. Stephane Gómez FRA 1h54:0.16.6.
Niederländische Landesmeisterschaften, Eindhoven, 9.-11.6.2006
[Resultate]
15.6. Warnecke verzichtet auf EM. Mark Warnecke aus Essen
verzichtet auf einen Start bei den Schwimm-EM vom 26. Juli bis 6. August
in Budapest. «Mark hat in den zurückliegenden Monaten mehr Wert
auf seine berufliche Ausrichtung gelegt, hat keine grossen Ambitionen für
die EM. Er ist durchaus in guter Verfassung, aber für ihn geht es nicht
mehr darum, nur an einer EM teilzunehmen», sagte sein Trainer Horst
Melzer. Der 36-jährige Brust-Weltmeister will im Herbst wieder voll
in die WM-Vorbereitung einsteigen. Die Weltmeisterschaften 2007 in Melbourne
finden bereits vom 17. März bis 1. April statt. Der EM-Verzicht gilt
laut Melzer auch für den Fall, dass Warnecke in der nächsten Woche
(20. bis 25. Juni) in Berlin wieder deutscher Meister werden sollte und
seinen zehnten nationalen Titel in Folge über 50 m Brust gewinnt. Eine
ähnliche Dominanz auf einer Strecke kann sonst niemand im Deutschen
Schwimm-Verband (DSV) aufweisen. Die DM-Generalprobe für den frisch
verheirateten Mediziner verlief mit 28,31 Sekunden bei den nordrheinwestfälischen
Landesmeisterschaften am vergangenen Wochenende zufrieden stellend. 13.6.
FINA Marathon Swimming World Cup. Es geht in die nächste Runde,
und zwar in Europa, wo am 17. Juni in Sevilla 67 Schwimmerinnen und Schwimmer
aus 21 Ländern über 10 km an den Start gehen. Bei den Männern
starten 38 Schwimmer unter anderem mit dem Favoriten und dem Punkteführer
Petar Stoychev aus Bulgarien. Bei den Frauen starten im 29-köpfigen
Feld auch die Ranglistenerste und -zweite Britta Kamrau und Angela Maurer.
13.6. Widmer: Geheimtrick für Lenton. Stephan Widmer hat
für Libby Lenton eine technische Verbesserung entdeckt, mit der sie
über 100 m bis zu einer halben Sekunde schneller schwimmen kann. Bereits
in Barcelona habe Lenton versucht den Trick anzuwenden - mit Erfolg. Sie
gewann die 100 m Freistil in 54.17 und schlug mehr als eine Sekunde vor
Jodie Henry und Hanna Maria Seppala an. Natürlich verrät uns Widmer
den Trick nicht, er lässt nur soviel durchblicken: "Es hat mit
der Balance zu tun." Eingeweihte wissen natürlich genau, was er
meint!12.6.
Phelps dominiert in Charlotte. Michael Phelps hat sich beim US-Grand-Prix
in Chalotte in herausragender Form präsentiert. Mit fünf Siegen
bei sechs Starts dominierte Phelps die Konkurrenz nach Belieben. Am Wochenende
hatte auch die in den USA studierende Frankfurterin Vipa Bernhard bei dem
Meeting mit 14 US-Olympiastartern durch ihren 200-m-Brust-Sieg (2:32,90)
und Platz zwei über 100m (1:11,47) in North Carolina für positive
Schlagzeilen gesorgt. Am Schlusstag langte Phelps noch zweimal zu. Der vierfache
Weltmeister entschied die 200m Lagen weit unter seiner eigenen Weltrekordzeit
(1:55,94) in 2:00,39 Minuten für sich und verwies über 100m Freistil
in 50,41 Sekunden 50-m-Sieger Cullen Jones (50,60) auf den zweiten Platz.
Lediglich über 200m Brust hatte sich Phelps Vize-Weltmeister Mark Gangloff
geschlagen geben müssen. Im 800-Freistil-Finale waren die Staffel-Olympiasieger
Peter Vanderkaay und Klete Keller sowie ihr US-Kollege Erik Vendt an der
Spitze unter sich. Nach den 400m gewann Vanderkaay auch die 800m in 7:58,04
Minuten vor dem zweifachen Olympiazweiten Vendt (8:03,79), der schon über
400m Lagen triumphiert hatte. Keller wurde bei seinem dritten Podestplatz
in 8:04,40 Minuten gestoppt. Bei den Frauen war Lagen-Weltmeisterin Katie
Hoff mit Siegen über 200 und 400m Freistil die erfolgreichste Starterin.
Zum Abschluss triumphierte auch Staffel-Olympiasiegerin Katie Sandeno in
2:18,16 Minuten über Vize-Weltmeisterin Jessica Hardy (2:19,07), die
am zweiten Tag die 100m Brust vor Bernhardt für sich entschieden hatte.
12.6. Seven Hills Trophy, Rom, 10.-11.6.2006 [Resultate]
11.6.
Olympiafnals am Vormittag? Das IOC und die US-amerikanische Fernsehkette
NBC haben bei der FINA ein Gesuch eingereicht, an den olympischen Spielen
die Vorläufe am Abend und die Finals am Vormittag durchzuführen.
Die Begründung lautet, dass die Finals damit in den USA in der besten
Fernsehzeit ab 18.30 Uhr lägen. In Australien wäre es dann 11
Uhr 30 am Morgen. Bei uns müsste man dagegen sehr früh aus den
Federn (6 Stunden Zeitdifferenz).
11.6. Phelps schwimmt allen
davon. Mit gleich zwei Siegen glänzte der sechsfache Schwimm-Olympiasieger
Michael Phelps am zweiten Tag des US-Grand-Prix in Charlotte und war gleichzeitig
der erfolgreichste Starter. Er stellte allerdings keine Rekordmarken auf.
Über 200m Freistil siegte der vierfache Weltmeister in 1:48,88 Minuten
vor seinen Landsleuten Pet Vanderkaay (1:49,46) und dem 400-m-Olympiadritten
Klete Keller (1: 49,93). Über 100m Delfin wurden für Vizeweltmeister
Phelps 52,90 Sekunden notiert. Bei den Frauen gewann 50-m-Vizeweltmeisterin
Jessica Hardy die 100m Brust in 1:08,07 Minuten deutlich vor der in den
USA studierenden Frankfurterin Vita Bernhardt. Für die frühere
deutsche Kurzbahnmeisterin wurden 1:11,47 Minuten gestoppt. Nur drei Siege
am Freitag gingen auf das Konto von insgesamt 14 US-Olympiastartern. Ausser
Phelps triumphierte über 400m Lagen noch der Olympiazweite Erik Vendt
in 4:19,62 Minuten vor Kurzbahn-Weltmeister Ryan Lochte (4:25,58). Die 100m
Brust entschied 50-m-Vizeweltmeister Mark Gangloff (1:02,51) für sich.
Lagen-Weltmeisterin Katie Hoff musste sich über 100m Delfin in 1:00,69
Sekunden gegen Rache Komisarz (1:00,20) geschlagen geben, dominierte aber
die 200m Freistil in 1:58,24 Minuten unangefochten. 400-m-Lagensiegerin
wurde Lauren Duerk (4:50, 52). 10.6.
Charlotte Ultraswim, Mecklenburg, 8.-11.6.2006 [Website]
... wo sich Hoff und Phelps aufwärmen ...
10.6. Mare Nostrum
Serie, 10./11.6.2006 Barcelona [Website]
[Resultate
Monaco] [Resultate
Canet] [Resultate
Barcelona]9.6.
Deutsche Meisterschaften, Berlin, 20.-25.6.2006 [Website]
7.6.
Mare Nostrum Serie, 7./8.6. Canet und 10./11.6.2006 Barcelona [Website]
[Resultate
Monaco] [Resultate
Canet]4.6. Lütolf 5. über 50m Brust. (L. Liechti) Am internationalen
Meeting in Monaco, der ersten von drei Stationen der Mare Nostrum Serie,
belegte Remo Lütolf vom SC Uster-Wallisellen über 50m Brust den
ansprechenden fünften Platz. In 28.93 schied er im Viertelfinal aus
und verpasste nur knapp den Einzug in den Halbfinal, der in Turnierform
ausgetragenen Sprintrennen [Resultate].
4.6. Gary Hall ist zurück. Gary Hall zieht die Badehose
an und bereitet sich für Beijing vor: Er will sich um den Titel des
ersten Schwimmers bewerben, der an drei olympischen Spielen Gold in der
gleichen Disziplin holt. Nach einem 15. Platz und 23.91 am Zagreber Meeting
sagte er gegenüber l'Equipe auf die Frage, ob er in Beijing dabei sein
werde: "Natürlich". Er wird sich mit Thorpe, Hackett und
Van den Hoogenband um diesen speziellen Titel anlegen. Und welches sind
die Gründe? "Schwimmen ist keine Wissenschaft sondern eine Kunst
... eine Frage des Gefühls und des Anpassungsvermögens,"
sagte Hall. "Ich kann nicht sagen, wie mein Training aussehen wird.
Nur eines weiss ich: ich werde mein Bestes geben und hart arbeiten."
Gary Hall, der vor 6 Wochen Vater geworden ist, wird als nächstes im
August an den Nationals in Irvine starten. "Aber eigentlich interessieren
mich nur die olympischen Spiele. Solange ich Badehosen anziehen kann, werde
ich nicht aufhören. Es spielt keine Rolle ob Becken oder Meer, ich
bin und bleibe für den Rest des Lebens Schwimmer." 3.6.
Mare Nostrum Serie, 3./4.6. Monaco, 7./8.6. Canet und 10./11.6.2006
Barcelona [Website]
[Resultate]
3.6. Neethlings Medaillen gestohlen. Einbrecher haben aus
Ryk Neethlings Wohnung in Johannesburg mindestens 20 Medaillen gestohlen,
darunter die der Commonwealth Games und diverser Weltmeisterschaften. Das
Olympiagold war glücklicherweise nicht in der Wohnung. 1.6.
Herasimenia egalisierte WR über 50m Rücken. Bei den weissrussischen
Meisterschaften der Schwimmer in Minsk hat die in Frankreich lebende Alexandra
Herasimenia in 28,19 Sekunden den Weltrekord über 50m Rücken egalisiert.
Bisherige Rekordhalterin war die Deutsche Janine Pietsch . Pietsch hatte
den Rekord vor fast genau einem Jahr am 25. Mai in Berlin aufgestellt. Es
ist der erste Schwimm-Weltrekord für eine Athletin aus Weissrussland.
1.6. David Wilkie sieht Briten auf dem richtigen Weg.
Der erfolgreichste britische Schwimmer aller Zeiten wird heutzutage selten
am Beckenrand gesehen. Kürzlich wurde der 52-jährige Olympiachampion
von 1976 in Glasgow zu einer Werbeveranstaltung für einen Schwimmsportanlass
der britischen Schulen eingeladen, wo er sich in einer Ansprache über
den von ihm eingeschätzten Zustand des britischen Schwimmsports äusserte.
Er sei positiv überrascht von den Leistungen, insbesondere von Caitlin
McClatchey und David Carry, die beide das Zeugs hätten in Beijing Medaillen
zu holen. Das hörten die anwesenden Schotten sehr gern - beide kommen
aus Schottland. Carry wurde Commonwealth-Meister über 400 m Freistil
und Lagen, McClutchey gewann die 200 und 400 m Freistil. Aber auch das übrige
Team von British Swimming schwimme sehr überzeugend und er hoffe, dass
die Morgendämmerung keine Illusion sei, sagte Wilkie.
31.5.
Thorpe soll 400er schwimmen. Die australische Schwimmlegende Dawn Fraser
bittet Ian Thorpe seinen Entscheid, die 400 m Freistil in Beijing nicht
zu schwimmen, nochmals zu überdenken. Damit könnte er ihren Rekord,
an drei aufeinanderfolgenden olympischen Spielen in der gleichen Disziplin
Gold zu holen, egalisieren. Neben Fraser (100 m Freistil 1956 - 1964) hat
das bisher nur die Ungarin Krisztina Egerszegi geschafft (200 m Rücken
1988 - 1996). Thorpe gewann die 400 m Freistil in Sydney und Athen. Fraser
meint, dieser Rekord sei besonders viel wert, weil eine Konstanz an der
Spitze über 12 Jahre besonders schwierig sei.Seit Ian Thorpe sich bei
den Commonwealth Games wegen einer Virusinfektion abgemeldet hat, wird in
Australien spekuliert, dass er selber sich nicht mehr als Gewinner und Rekordbrecher
sieht. Fraser ist überzeugt, dass diese Mutmassungen nicht zutreffen,
er habe immer noch den Killer-Instinkt, den es für einen Spitzenschwimmer
brauche.30.5.
Stephan Bachmann - S.O.R. Stephan Bachmann ist nicht nur S.O.R. (Swimmer
on the Road) für "Arena", den offiziellen Ausrüster
der Limmat Sharks Zürich, sondern seit den Schweizer Meisterschaften
in Genf auch 'Swimmer on the roll'. Nach dem sehr erfolgreichen Abschneiden
in Genf mit der Qualifikation für die Europameisterschaften in Budapest
über seine Paradestrecken 200m und 400m Lagen hat er anläßlich
des "Bilka Swim Cups" in Esbjerg / DK die Qualifikation für
die Kurzbahn-Europameisterschaften in Helsinki im Dezember dieses Jahres
erreicht. Um die Qualifikationsnorm von 4:18.13 über 400m Lagen zu
unterbieten, mußte er seine bisherige Bestzeit (4:22.23, aufgestellt
erst im Februar diesen Jahres) deutlich unterbieten, was ihm mit der Zeit
von 4:17.50 äußerst eindrucksvoll gelang. Damit gelang ihm der
Sprung von Platz fünf auf Platz zwei in der ewigen Schweizer Bestenliste,
denselben Platz den er auch auf der Langbahn belegt. Auch über 200m
Lagen belegt er in dieser Liste jetzt auf der kurzen Bahn den zweiten Platz,
nachdem er mit der ebenfalls hervorragenden Leistung von 2:00.84 der zweite
Schweizer ist, der die Marke von 2:00 erreicht. Die Qualifikationszeit für
Helsinki verpaßte er hier nur um die Winzigkeit von 7/100s. In beiden
Rennen belegte Stephan den ersten Platz beim "größten Schwimmfest
Europas". Auch seine weiteren Ergebnisse und Plazierungen vom Wochenende
waren herausragend. So gewann er die 100m Lagen in 56.56, belegte den 2.
Rang über 100m Delphin mit 54.92, wiederum den ersten Platz in 25m
Delphin mit 11.38 und den 3. Platz in 25m Brust in 13.33. Alle Zeiten sind
Bestzeiten für Stephan, und alle Zeiten bis auf 100m Delphin auch Vereinsrekorde
für die Limmat Sharks Zürich. 30.5.
Rom: Sturm im Schwimmbecken. Ein Telefonanruf von Trainer Claudio Rosetto,
der unter anderen Filippo Magnini und Massimiliano Rosolino zu seinen Schützlingen
zählt, genügte, um im italienischen Verband einen Sturm zu entfachen.
Im Anruf beschwerte sich Rosetto über die miserablen Trainingsbedingungen
im Olympic Foro Italico. Man hätte zuwenig Platz und der Pool sei schlecht
organisiert. Magnini bestätigte Rosettos Darstellung. Im Verband gefiel
das gar niemandem, schon gar nicht demPpräsidenten Paolo Barelli, der
in Rom auch ein politisches Schwergewicht ist. Das könnte auch schon
das Ende der Geschichte sein, aber Rosetto muss nun vor Gericht, um sich
gegen eine Klage zu wehren. Eine Strafe könne folgen, meint die Gazetta
dello Sport. Aber niemand weiss, auf was die Klage sich abstützt, die
italienische (Sport)politik ist eben kompliziert. In den Medien wird Magninis
Sicht unterstützt. Der Verband verteidige seine Haut anstatt sich den
wahren Problemen zu widmen, lautet der Tenor. Anstatt dass man sich auf
die EM in Budapest vorbereite, streite man sich vor Gericht um den zur Verfügung
stehenden Platz und Zeit im Schwimmbecken...
30.5. Erfolgreiche
Schweizer Schwimmer rund um den Erdball – Meichtry unter 50 Sekunden,
Bachmann mit Kurzbahn-EM-Limite. An der Speedo Grand Challange, einem
Langbahnmeeting im kalifornischen Irvine knackt Dominik Meichtry im Final
über 100 m Freistil die magische 50-Sekunden-Grenze. Der 22-jährige
St. Galler, der in der Schweiz für den SC Uster-Wallisellen startet,
befindet sich mitten in den Vorbereitungen für die EM (31.Juli bis
6. August, Budapest). Nichts desto trotz legte Meichtry die erste Länge
in 24,03 Sekunden zurück und benötigte für den Rückweg
25,83 Sekunden. Mit seiner Endzeit von 49,86 belegte er hinter dem amerikanischen
Rekordhalter Jason Lezak (49,29) den zweiten Platz. Damit ist der an der
renommierten Universität Berkley in den USA studierende Crawlschwimmer
vom SC Uster Wallisellen nach seinem Klubkollegen Karel Novy erst der zweite
Schweizer Schwimmer der für die 100 m Freistil weniger als 50 Sekunden
benötigte. Schon am Freitag und Samstag feierte Meichtry wertvolle
Siege: über 200m du 400m Freistil setzte er sich mit beachtlichen Zeiten
gegen starke Konkurrenz durch. In 1:49.73 und 3:57.09 bewies es seine starke
Form [Resultate].
Am internationalen Kurzbahn-Meeting in Esbjerg / DEN präsentierte sich
Stephan Bachmann in ausgezeichneter Verfassung. Vor Wochenfrist qualifizierte
er sich für die EM in Budapest und stellte als einziger einen Schweizer
Rekord auf, dieses Wochenende nun unterbot der Zürcher die Limite für
die Kurzbahn-Europameisterschaften in Helsinki im Dezember. Mit seiner Zeit
von 4:17.50 über 400m Lagen schob er sich auf den zweiten Platz in
der ewigen Bestenliste von Swiss Swimming hinter Yves Platel [Resultate].29.5.
Meichtry mit 3:57.09 und 1:49.73. Am Speedo Grand Challenge in Irvine,
Kalifornien (27.-28.5.2006), schwamm Dominik Meichtry als Einziger die 400
m Freistil unter 4 Minuten (3:57.09) und die 200 m unter 1:50 (1:49.73)
[Resultate
1 Tag] [Resultate
2. Tag]. 27.5.
Lange trainiert Neethling. Der südafrikanische olympische Staffel-Champion
Ryk Neethling wird nach Abschluss der Trainingspause beim deutschen Sprinttrainer
Dirk Lange in Pretoria wieder mit trainieren beginnen. Neethling hat nach
einer anstrengenden Saison – Weltcupgesamtsieg, Commonwealth Games
und Kurzbahn-WM – eine Pause verdient gehabt. "Dirk und ich werden
gut zusammenarbeiten," sagte Neethling. "Nach den Commonwealth
Games wäre es ein Leichtes gewesen zu sagen, ich gehe nicht an die
WM. Aber Dirk half mir zu fokussieren und so konnte ich den 100er mein Bestes
geben." Lange war jahrelang Trainer in Hamburg, bevor er nach Südafrika
auswanderte. Er trainierte u.a. Sandra Völker, Therese Alshammar und
Mark Foster. Das Schwimmzentrum in Pretoria kommt nach Neethling demjenigen
von Tucson, Arizona am nächsten, wo er vor Athen 8 Jahre lang trainierte,
zusammen mit Roland Schoeman und Simon Burnett und mit den Trainern Frank
Busch und Rick Demont. Demont hielt früher den WR über 400 m Freistil
und ist jetzt Sprinttrainer. Neethling wird im Juli mit Trainieren beginnen
und plant, im August in Hamburg an einem Kurzbahn-Meeting teilzunehmen.26.5.
Marjorie Sagne zurückgetreten. Motivationsproblemen. Sie will sich
ganz auf ihr Studium an der Universität Genf konzentrieren. Sagne war
an den Olympischen Spielen 2004 in Athen Mitglied der 4x100-m-Crawl-Staffel.
An Schweizer Meisterschaften gewann sie allein in der Elite-Kategorie 20
Einzel-Medaillen (6 Gold, 8 Silber, 6 Bronze).
26.5. Lochte
unterschrieb 10-Jahres-Vertrag. Ryan Lochte, der als Erster die 100
und 200 m Rücken unter 50 Sekunden bzw. 1:50 schwamm, hat mit Speedo
einen 10-Jahres-Sponsorenvertrag unterschrieben. Der Vertrag läuft
also weit über die olympischen Spiele 2012 in London hinaus, was für
den 21-Jährigen ein wichtiger Schritt in seiner Karriere ist. Lochte
wurde im Anschluss an die Kurzbahn-WM in Shanghai aufgrund seiner Weltrekorde
über 100 und 200 m Rücken sowie 400 m Lagen zum besten Schwimmer
der WM gewählt. "Ich bin begeistert, dass ich mit meinem Freund
und Gegner Phelps Teil des Speedo-Teams sein darf. Das ist eine einmalige
Chance und ich freue mich, für die Marke bis nach 2008 schwimmen zu
dürfen," sagte Lochte. 25.5.
Shane Gould versetzt Trainer in Rage. Aussagen von Shane Gould über
die Trainingsmethoden und Umgangsformen australischer Schwimmtrainer haben
diese und insbesondere Don Talbot sehr erzürnt. Gould sagte, Talbots
Methoden habe sie in München 1972 zwei Goldmedaillen gekostet. Talbot
und Sweetenham hätten ein schikanöses System eingeführt,
sagte Gould. Die heutigen australischen Trainingsmethoden würden vermehrt
zu Verletzungen und Gesundheitsproblemen bei jungen Schwimmerinnen und Schwimmern
führen. Goulds Kommentare wurden von australischen Trainern als extrem
ungenau und schädigend eingestuft. Gould gewann in München 3-mal
Gold, aber bloss Bronze über 800 m und Silber über 100 m Freistil.
Sie sei von Talbot in einem 6-wöchigen Trainingslager vor den Spielen
übertrainiert worden."Ich war des Schwimmens total überdrüssig
und das Training war total ungeeignet," sagte Gould, die sich 16-jährig
nach den olympischen Spielen vom Schwimmsport zurückzog."Währenddem
Don als einer der grössten australischen Trainer gefeiert wird, meine
ich, dass er Steven Holland 1976 in Montréal ebenfalls schlecht beraten
hat," sagte Gould (Holland war Favorit über 1500 m, wurde aber
nur Dritter). "Don und Sweetenham haben wahrscheinlich mehr Talente
zerstört als aufgebaut." Gould unterrichtet heute nach der Total-Immersion-Technik
Schwimmer in Australien. Rohan Taylor, Präsident des australischen
Schwimmtrainerverbandes, sagte, dass er Gould als Athletin respektiere,
aber ihre Meinung zu diesem Thema sei total unverantwortlich. Die heutigen
Trainer würden ihre Pflicht den Schwimmern Sorge zu tragen sehr ernst
nehmen. Die Schulterverletzungen hätten stark abgenommen, sagte Taylor.
Im Schwimmsport sei die gesundheitliche Vorsorge extrem gut.
25.5.
Lenton litt an Asthmaattacken. Sie habe an den Commonwealth Games während
einem Rennen eine ernsthaften Asthmaattacke gehabt, teilte Libby Lenton
mit. Die Ärzte hätten ihr mitgeteilt, dass sie sich in Bezug auf
Asthma extrem in Acht nehmen müsse. Die 21-Jährige wird sich in
den kommenden 2 Wochen einer Reihe von Tests unterziehen müssen."Im
100er hatte ich bereits nach 35 Metern Probleme mit der Atmung," sagte
Lenton. "Ich musste hart kämpfen und in der Garderobe bekam ich
Sauerstoff." Bis jetzt hätte sie niemandem etwas gesagt, sie wolle
keine grossen Geschichten machen. Ihre Eltern spürten, dass etwas nicht
stimme und Trainer Widmer hatte extreme Sorgen. "Sie stieg aus dem
Wasser und kaum ausser Sichtweite der Zuschauer kollabierte sie," sagte
Widmer. Lenton hatte von jung auf Atmungsprobleme, das Asthma wurde aber
erst vor 6 Jahren diagnostiziert. In Beijing könnte Lenton gut und
gerne in 15 Rennen starten, Vorläufe und Halbfinals inklusive. Neben
Beijing hegt sie aber noch andere grosse Pläne: Im nächsten Jahr
will sie ihren Freund Luke Trickett heiraten.
25.5. Thorpe startet
nicht in Europa. Ian Thrope hat sich von den Mare-Nostrum-Meetings abgemeldet.
Es wären seine ersten Meetings nach den Commonwealth-Games gewesen,
wo er über 100 und 200 m gewann. Dann traf ihn die infektiöse
Mononukleose, die er nie mehr richtig loswerden wird und über allem
brach er sich beim Ausgleiten im Badezimmer einen Handwurzelknochen. Nationaltrainer
Alan Thompson berichtete, dass sich Thorpe nach Rücksprache mit seiner
Trainerin für solides Training anstatt Wettkämpfe entschieden
habe, das sei für den langfristigen Wiederaufbau der Form wichtiger.
Thompson stützt Thorpes Entscheid. Das australische Kontingent umfasst
Leisel Jones, Libby Lenton, Jodie Henry, Alice Mills, Sophie Edington und
Tay Zimmer.
25.5. Brasilianische Meisterschaften, São Paulo, 23.-28.5.2006
[Website]
23.5.
Starker Auftritt der Limmat Sharks Zürich in Genf bei den Schweizer
Meisterschaften. Die vier Tage der Schweizer Meisterschaften in Genf
verliefen für die gesamte Mannschaft der Limmat Sharks Zürich
äußerst erfolgreich. Kein anderes Team hat mehr Medaillen gewonnen
(6x Gold, 7x Silber, 8x Bronze), mit David Karasek kommt der meistdekorierte
Athlet aus unseren Reihen (7 Medaillen, 4x Gold, 1x Silber, 2x Bronze),
und Stephan Bachmann hat mit seiner hervorragenden Leistung in 200m Lagen
den einzigen Schweizer Rekord der Meisterschaften aufgestellt. Zudem hat
er sich erstmals in Einzeldisziplinen für die Europameisterschaften
qualifiziert, und das gleich auf zwei Strecken (200m und 400m Lagen). 5
neue Klubrekorde sind zu verzeichnen, davon 4 von Stephan Bachmann (200
La, 400 La, 200 Delphin, 200 Brust), und einer von Stephanie Eisenring (400m
F). Neben dem Klubrekord hat sich Stephanie auch ihre 2. Teilnahme an den
Jugendeuropameisterschaften verdient, wo sie mit der 4x200m F Staffel an
den Start gehen wird.
Neben diesen starken Einzelleistungen war war insbesondere die kompakte
Mannschaftsleistung beeindruckend, mit einer Fülle von Bestzeiten auch
und gerade über schwierige Strecken und durch alle Alterstufen hinweg.
1x Gold: 4x200m F Männer (Stephan Bachmann, David Karasek, Claude
Pape, Jonathan Massacand)
1x Silber: 4x100m La Männer (Jonathan Massacand, Kilian Bossard,
Stephan Bachmann, David Karasek)
1x Bronze: 4x100m F Männer (David Karasek, Jonathan Massacand,
Claude Pape, Stephan Bachmann)
weitere A-Final-Teilnahmen:
Stephanie Eisenring: 100m F (5.), 200m F (6.)
David Karasek: 200m Rü (8.)
Christian Müller: 200m Delphin (8.)
Ramona Pedretti: 50m Br (4.), 200m La (8.)
Sara Pedretti: 200m Br (5.), 400m La (5.)
Matthias Vauthier: 100m Br (8.)
Staffeln:
4x200m F Damen (8., Stephanie Eisenring, Lara Kim Hehr, Ramona Pedretti,
Sara Pedretti)
4x100m La Damen (4., Alexandra Egg, Claudia Bellasi, Ramona Pedretti,
Stephanie Eisenring)
B-Final-Teilnahmen:
Alexandra Egg: 400m La (12.)
Marcel Eyer: 200m Delphin (12.), 1500m F (9.)
Lara Kim Hehr: 200m Delphin (11.)
Christian Müller: 400m La (16.)
Claude Pape: 200m F (16.), 400m F (12.), 1500m F (10.)
Sara Pedretti: 100m Br (9.), 200m La (11.)
Matthias Vauthier: 200m Br (9.), 200m La (11.)
Die vollständigen Ergebnisse sind hier zu finden: swimrankings.net
23.5.
7-Jähriger schimmt Weltrekord vor Alcatraz. Der siebenjährige
Braxton Bilbrey hat in der Bucht von San Francisco einen neuen Schwimm-Weltrekord
aufgestellt. Der Amerikaner schwamm die 2,1 km lange Strecke von der Gefängnisinsel
Alcatraz zum Festland in 47 Minuten. Den bisherigen «Weltrekord»
hielt ein Neunjähriger, der die Strecke in der kalten und unruhigen
See in etwas weniger als zwei Stunden absolvierte. «Er las einen Artikel
darüber und sagte, er wolle diese Zeit brechen. Seither trainierte
er viermal die Woche», so Bilbreys Trainer Joe Zemaitis. Bilbrey ist
zwar nur 1,20 m gross und knapp 30 kg schwer, hat laut seinem Trainer aber
das Herz eines Champions: «Er hatte überhaupt keine Angst vor
dem kalten, unruhigen und dunklen Wasser. Unglaublich, wie zielgerichtet
er das Ganze anging.» Die Bucht von San Francisco hatte durch den
Film «Escape from Alcatraz» Berühmtheit erlangt. Dabei
ist nicht nur der unruhige und kalte Pazifische Ozean ein kaum zu überwindendes
Hindernis für die Gefangenen auf Alacatraz, sondern auch die grosse
Anzahl Haie vor Nord-Kalifornien - auch davon liess sich der mutige Weltrekord-Knirps
nicht beeindrucken [WindowsMedia
Video].
23.5. Christoph Bühler tritt
zurück. (L. Liechti) Mit Christoph Bühler hat ein langjähriges
Mitglied der Schweizer Nationalmannschaft heute seinen Rücktritt verkündet.
Der 32-jährige Ur-Langenthaler, der während der ganzen Karriere
immer seinem Stammverein Schwimmklub Langenthal treu blieb, war über
10 Jahre Mitglied der Nationalmannschaft und nahm als Schwimmer an nicht
weniger als 14 Europa-, 6 Weltmeisterschaften, 2 Universiaden und als einer
der Höhepunkte den Olympischen Spielen in Sydney teil. Bühler
gewann 11 Titel an Schweizer Meisterschaften, 10 davon über 50m Freistil,
seiner Paradedisziplin. In dieser Disziplin stellte Bühler im Frühling
2001 sogar eine Jahresweltbestzeit auf, die ihm allerdings nur einen Tag
später wieder entrissen wurde. An internationalen Meisterschaften war
der oberaargauer Modelathlet regelmässig in Halbfinals und Finals vertreten,
aufs Siegerpodest reichte es allerdings nie ganz. Je zweimal belegte er
mit der Nationalstaffel einen vierten Platz an Europameisterschaften und
einen sechsten Rang an einer Universiade. Vielleicht nicht sportlich aber
als Erlebnis hinterliessen die Olympischen Spiele in Sydney einen bleibenden
Eindruck in seinem Leben. Seine ausserordentlich lange Karriere verdankt
Bühler sicherlich seiner Einstellung zum Sport und der Tatsache, dass
er immer einen gesunden Ausgleich zum Sport hatte. Selbst in den intensivsten
Jahren konzentrierte er sich nicht ausschliesslich auf den Sport sondern
ging seinem Beruf oder dem Studium nach. Christoph Bühler wird nicht
vollständig aus der Schwimmszene verschwinden. Zumindest in seinem
Verein, dem SKLA, wird er weiterhin den Sport betreiben und sich engagieren.
Zunächst steht aber seine Hochzeit an, am 10. Juni heiratet Bühler
seine langjährige Partnerin.
23.5. Briten senden 34 Schwimmer
ans Mittelmeer. Für die am 7. Juni in Canet beginnende Mare-Nostrum-Serie
haben die Briten eine 34-köpfige Mannschaft zusammengestellt: Frauen:
Emma Bird (Nova Centurion), Jazmin Carlin (Tigersharks, Swindon), Sophie
Collier (Plymouth Leander), Georgia Davies (Swim Swansea), Terri Dunning
(City of Birmingham), Natalie Durant (Ealing), Ellen Gandy (Beckenham),
Kate Haywood (Loughborough Unviersity), Zoe Hester (Reading), Jo Jackson
(Durham Aquatics), Steph Proud (Chester-le-Street), Jessica Sylvester (Nova
Centurion), Katherine Wyld (Nova Centurion), Ceri Unwin (Hatfield). Männer:
Matt Bowe (Loughborough University), Matt Clay (Swansea Performance), Chris
Cook (City of Newcastle), Chris Cozens (Loughborough University), Gregor
Tait (Cardiff). Zusätzliche Schwimmer für Barcelona, Frauen: Rebecca
Adlington (Nova Centurion), Kirsty Balfour (City of Edinburgh), Ros Brett
(Loughborough University), Mel Marshall (Loughborough University), Hannah
Miley (Garioch), Cassie Patten (Plymouth Leander), Keri-Anne Payne (Stockport
Metro), Katy Sexton (Portsmouth Northsea), Männer: David Carry (City
of Aberdeen), Euan Dale (Loughborough University), Kris Gilchrist (City
of Edinburgh), James Goddard (Stockport Metro), James Kirton (City of Sheffield),
Joe Roebuck (Loughborough University), Liam Tancock (Loughborough University)
[Website]. 22.5.
Vendt wiederentdeckt Liebe zum Schwimmen. Der Silbermedaillengewinner
über 400 m Lagen von Athen wurde am vergangenen Wochenende nach fast
zweijähriger Schwimmpause in 4:28.07 hinter Phelps und Margalis Dritter
über seine Lieblingsstrecke. Zuletzt war Vendt auf Weltreise, Tahiti,
Tonga, Neuseeland, Australien und Europa und wollte sich eigentlich in New
York einen Job suchen. An den Stellangeboten habe es nicht gefehlt, sagte
Vendt. "Aber ich hätte jeden Tag 13 bis 14 Stunden arbeiten müssen."
"Ich realisierte aber, dass wenn mich der Job nicht fasziniert, ich
es hassen würde aufzuwachen." So fand Vendt zu seiner alten Liebe
zurück, dem Schwimmen. Er fand zuerst eine Stelle als Schwimmlehrer,
das habe ihm grossen Spass gemacht. Aber dann vor dem Fernseher passierte
es endgültig: "Die olympische Hymne von Turin jagte mir Schauer
den Rücken hinunter, und ich rief Bob Bowman an, ob er mich in sein
Team aufnehmen würde," sagte Vendt. "Das war gar keine Frage,"
sagte Bowman. "Wenn er es wünschte, würde ich ihm selbstverständlich
helfen." Der Weg nach Beijing steht Vendt nun offen.
22.5.
Polnische Meisterschaften, Ostrowiec, 19.-21.5.2006 [Resultate]21.5.
Neuner-Delegation für EM in Budapest. (si) Nach den Schweizer Meisterschaften
in Genf sind zwei Frauen und sieben Männer für die EM in Budapest
(31. Juli - 6. August) qualifiziert. Die Neuner-Delegation könnte aber
bis am 4. Juni, wenn die zweite Qualifikationsphase endet, noch Zuwachs
erhalten. Nebst den arrivierten Schwimmern Flavia Rigamonti, Karel Novy,
Dominik Meichtry, Remo Lütolf, Flori Lang und Carla Stampfli hat ein
Trio das erste Mal ein Ticket für einen internationalen Grossanlass
im 50-m-Becken gelöst: Dimitri Waeber (über 200 m Brust), Stephan
Bachmann (über 200 und 400 m Lagen) sowie Crawlsprinter Alessandro
Gaffuri. Der Glarner hat als einziger der neun Selektionierten keine Einzellimite
erfüllt, er wird aber als viertes Mitglied der 4x100-m-Crawlstaffel
(mit Novy, Meichtry, Lang) mitgenommen. Am Sonntag sorgte Stephan Bachmann
über 200 m Lagen für den einzigen Landesrekord im Hallenbad "Les
Vernets". In 2:04,21 verbesserte der 22-jährige Zürcher die
letztjährige Bestmarke von Jonathan Massacand um 0,49 Sekunden. Erfolgreichste
Athletin an den vier Wettkampftagen in Genf war Carla Stampfli, die seit
zwei Jahren in Mailand trainiert und lebt. Die 22-jährige Solothurnerin
sicherte sich viermal SM-Gold (50, 100 m Rücken und Delfin). Je drei
Einzeltitel holten sich Flavia Rigamonti, Karel Novy sowie der aufstrebende
Aargauer David Karasek. Flori Lang sicherte sich dank den 25,91 im Final
über 50 m Rücken die 1500 Franken Preisgeld für die beste
Leistung in Genf.
21.5. Thorpe investiert in Heim und Stall.
Ian Thorpe hat für knapp 1 Mio US$ ein Haus in den Hollywood Hills,
Los Angeles, erworben. Das ist sozusagen ein Schnäppchen, wenn man
ans Preisniveau in Los Angeles denkt. Darüber hinaus soll er für
etwas weniger als 1 Million einen Anteil am 3-jährigen Rennpferd Turnip
McKenzie aus Neuseeland erworben haben.
21.5. Bachmann mit Schweizerrekord
über 200m Lagen. (L.Liechti) Der Zürcher Stephan Bachmann
krönte ein für ihn sehr erfolgreiches Wochenende mit seinem ersten
Schweizerrekord und der zweiten EM-Limite für Budapest. Über 200m
Lagen verbesserte der 22-jährige den bisherigen Rekord von Klubkollege
Jonathan Massacand um 49 Hundertstel auf 2:04.21 und unterbot sowohl seine
eigene Bestzeit und die EM-Limite deutlich. Über 100m Delfin gewann
die Solothurnerin Carla Stampfli ihren vierten Titel an diesem Wochenende.
Um sich auch in dieser Disziplin noch für die EM zu qualifizieren,
hätte die in Mailand Studierende allerdings im Bereich ihres Schweizerrekords
schwimmen müssen. Stampfli wird es verschmerzen können, hat sie
doch die Limiten über 50m Delfin und 50m Rücken geschafft. Die
Lagenstaffel, die traditionell den Abschluss der Meisterschaft bildet, waren
bei den Herren eine klare Angelegenheit des SC Uster-Wallisellen. Das Quartett
mit Lang, Lütolf, Novy und Strasser gewann mit fast fünf Sekunden
Vorsprung auf die Limmat Sharks. Bei den Damen entschied nach packendem
Kampf die Winzigkeit von vier Hundertstel zu Gunsten des SC Schaffhausen.
Die Schlussschwimmerin Céline Hofer konnte den Vorsprung auf die
Ustermerin Dominique Diezi gerade noch ins Ziel retten uns sicherte dem
Verein den ersten Staffeltitel an Schweizer Meisterschaften seit über
20 Jahren. Das Team für die Europameisterschaften anfangs August umfasst
damit neun Namen: Stephan Bachmann (LIMM), Flori Lang, Remo Lütolf,
Dominik Meichtry, Karel Novy (alle SCUW), Dimitri Waeber (GEN), Flavia Rigamonti
(TAL), Carla Stampfli (SCSO) sowie Alessandro Gaffuri (RFN), der für
die Staffel über 4x100m Freistil selektioniert wurde [Website]
[Resultate].
21.5. Noch eine Limite für Karel Novy. (L. Liechti) Karel
Novy vom SC Uster-Wallisellen unterbot in den Vorläufen des letzten
Tages der SM in Genf die Limite für die Europameisterschaften über
50m Freistil. In 23.09 blieb der Captain der Nationalmannschaft zwei Zehntel
unter der Qualifikationszeit. Im gleichen Rennen blieb der 17-jährige
Duncan Furrer von Lausanne Natation unter der Limite für die Junioreneuropameisterschaften.
Der Romand erreichte eine Zeit von 24.44 und qualifizierte sich damit als
sechster Schweizer für die Meisterschaft in Palma.
21.5.
Bachmann überrascht, Lütolf bezwungen, Rigamonti entledigt sich
der Pflicht. (L. Liechti) Gleich zum Auftakt des dritten Finalnachmittags
an den Schweizermeisterschaften in Genf landete Stephan Bachmann von den
Limmat Sharks eine schöne Überraschung: über 400m Lagen unterbot
der Zürcher seine knapp zwei Jahre alte Bestzeit deutlich und qualifizierte
sich in 4:27.49 für die Europameisterschaften. Es ist dies nicht die
erste Teilnahme des 22-jährigen an einer EM, 2004 war Bachmann allerdings
„nur“ als Staffelschwimmer eingesetzt worden. Mit einer fast
noch grösseren Überraschung ging es über 50m Brust weiter:
der haushohe Favorit Remo Lütolf, der noch nie ein Rennen über
die Brust-Sprintdistanz verloren hatte, fand seinen Bezwinger. Der 18-jährige
Damien Courtois von Lancy Natation nutze die Gunst der Stunde und düpierte
Lütolf, der am Morgen im Vorlauf noch die EM-Limite unterboten hatte.
In 29.16 unterbot der Junior zudem die Limite für die JEM – bereits
die zweite nach 50m Delfin. Flavia Rigamonti erfüllte über 800m
Freistil die Limite – ohne allerdings zu brillieren. In 8:38.88 blieb
sie rund sechs Sekunden unter der geforderten Zeit, ihren gewohnten Level
erreichte die USA-Studentin aus verschiedenen, nachvollziehbaren Gründen
nicht. Der 25-jährigen Tessinerin ging es an der SM einzig um die Qualifikation,
viel mehr erwartete sie nicht. Das mit Spannung erwartete Rennen über
100m Freistil hielt nicht ganz, was die Affiche versprach. Karel Novy siegte
überlegen, blieb aber ganz knapp über 50 Sekunden. Die nach ihm
folgenden Alessandro Gaffuri und Flori Lang konnten vom Sog des Nationalmannschaftscaptains
nicht wie erhofft profitieren und bleiben beide über der Limitezeit
für Budapest. Dennoch zeigt sich in dieser Disziplin eine sehr erfreuliche
Entwicklung, die im Hinblick auf die Staffeln an internationalen Meisterschaften
der kommenden Jahre hoffen lässt. 20.5.
Auch Lütolf und Novy in Budapest dabei. (L.Liechti) Am dritten
Tag der Schweizer Meisterschaften in Genf sicherten sich Remo Lütolf
übe 50m Brust und Karel Novy über 100m Freistil schon im Vorlauf
das Ticket für die EM in Budapest. Lütolf unterbot die Limite
in 28.80 um zwei Zehntel, meinte aber nach dem Rennen, dass es heute Abend
schon noch ein bisschen schneller gehen sollte. „Wenn das die EM gewesen
wäre, hätte ich wohl nach dem Start 2 Meter Rückstand gehabt“,
kommentierte er seinen missratenen Start. Novy absolvierte seine Paradestrecke
gar unter 50 Sekunden. In 49.87 schwamm er zum elften Mal in seiner Karriere
unter der magischen Grenze. Einige Zuschauer werden sich wahrscheinlich
erinnert haben, dass Novy vor sechs Jahren an gleicher Stätte, ebenfalls
im Vorlauf, den heute noch gültigen Schweizerrekord von 49.58 aufgestellt
hatte. Nun da der Druck der Limite weg ist, kann Novy heute Nachmittag im
Final einen Angriff auf die Bestzeit starten. Mit den beiden Athleten des
SC Uster-Wallisellen wächst die voraussichtliche Delegation an den
Europameisterschaften auf sechs Schweizer Schwimmer. Ramona Knüsel
vom Schwimmverein Kriens unterbot über 100m Freistil in 58.09 die Limite
für die Junioreneuropameisterschaften in Palma. Die 16-jährige
schwamm zwei Zehntel schneller als für die Qualifikation gefordert
[Website]
[Resultate].19.5.
SM Finals 2. Tag – Lang bestätigt, Stampfli auch über 50m
Rücken. (L. Liechti) Während Flori Lang (SC Uster-Wallisellen)
die Limite über 50m Rücken im Final ein zweites Mal bestätigte
und in 25.91 überlegen seinen fünften Titel in Serie über
die Sprintdistanz gewann, unterbot Carla Stampfli (SC Solothurn) im gleichen
Rennen bereits die zweite Limite. In 30.08 war sie exakt ein Hundertstel
schneller als gefordert. Über 200m Freistil der Herren gewann David
Karasek von den Limmat Sharks seinen zweiten Titel an diesen Meisterschaften
und stellte erneut seine grossen Fortschritte unter Beweis: mit seiner Siegerzeit
von 1:53.23 verbesserte er die persönliche Bestzeit um über drei
Sekunden, ohne damit aber in den Bereich einer EM-Limite zu kommen. Flavia
Rigamonti gewann den Titel bei den Damen – notabene den 26. ihrer
Karriere aber den ersten über diese Distanz. Aber auch sie kam nicht
in den Bereich der Limite für die EM. Bei den Rennen über 100m
Brust stand sowohl bei den Herren als auch bei den Damen die gleiche Person
zuoberst auf dem Podest wie gestern über die doppelte Distanz: Dimitri
Waeber (Genève Natation) gewann in 1:04.50 und Patrizia Humplik (SK
Bern) in 1:12.93. Letztere unterbot wie bereits im Vorlauf die Limite für
die Junioreneuropameisterschaften, verpasste ihren vor drei Wochen in Wien
aufgestellten Schweizerrekord aber deutlich. Über 200m Delfin der Herren
konnte Simon Oberholzer aus Schaffhausen den Titel vom Vorjahr erfolgreich
verteidigen. In 2:03.20 verbesserte er seine persönliche Bestleistung
deutlich, was aber auch nötig war, da Stephan Bachmann (Limmat Sharks)
nur gerade 18 Hundertstel langsamer war. Bei den Damen gewann Martina van
Berkel (SC Winterthur) in 2:21.25. Die Staffeln über 4x100m Freistil
waren eine Beute des Schwimmclubs Uster-Wallisellen. Die Herren verpassten
bei ihrem Sieg den Schweizerrekord für Vereinsstaffeln nur um vier
Zehntel. Die Damen aus dem Zürcher Oberland siegten in 4:00.90.
19.5. EM-Limite für Flori Lang. (L. Liechti) Der für
den SC Uster-Wallisellen startende Flori Lang unterbot am zweiten Tag der
Schweizer Meisterschaften in Genf die Limite über 50m Rücken.
In 25.99 blieb der 23-jährige drei Zehntel unter dem Richtwert für
Budapest. Lang ist damit nach Dominik Meichtry, Carla Stampfli und Dimitri
Waeber der vierte Schweizer Athlet, der die Qualifikation schaffte. Flori
Lang war mit seinem Rennen nur bedingt zufrieden: „wenn ich meine
Vorbereitung anschaue, ist das Resultat OK. Aber ich kann mehr und vor allem
würde ich gern auch die 100m Rücken schwimmen. Das werde ich am
Start der Lagenstaffel nochmals probieren“. Mit ihrer Vorlaufzeit
erfüllte auch Patrizia Humplik von Schwimmklub Bern die Limite für
die Junioreneuropameisterschaften über 100m Brust. In 1:12.98 musste
die Schweizerrekordhalterin allerdings die Karten nicht mal ganz aufdecken,
um dieses Ziel zu erreichen. Im Final von heute Abend wird die 16-jährige
den Titel und ihren Rekord ins Visier nehmen [Website]
[Resultate].18.5.
SM Finals 1. Tag - EM Limite für Waeber. (L. Liechti) Der Auftakt
der Schweizer Meisterschaften in Genf darf aus sportlicher Sicht durchaus
als geglückt betrachtet werden. Gleich im ersten Final nutzt David
Karasek von den Limmat Sharks die ihm gebotene Bühne und deutete an,
dass künftig mit ihm zu rechnen ist. Für eine EM-Limite reichte
es zwar noch nicht aber die Fortschritte des 19-jährigen Aargauers
sind beeindruckend: mit einer persönlichen Bestzeit von 4:09.99 reiste
er nach Genf, nach 4:00.17 blieb die Uhr im Final stehen, womit er seinen
ersten Titel an Schweizer Meisterschaften gewann. Im gleichen Rennen der
Damen enttäuschte Flavia Rigamonti bei ihrem ersten Auftritt seit einem
Jahr in einem Schweizer Schwimmbad. Die US-Studentin verpasste es, sich
über 400m Freistil für die EM in Budapest zu qualifizieren. In
4:17.98 gewann sie das Rennen zwar überlegen vor Swann Oberson, konnte
die geforderte Limite aber nicht unterbieten. Ein hartes Los zug Yul Münger.
Der 18-jährige Bieler schwamm zwar sowohl im Vorlauf als auch im Final
unter der geforderten Limite über 50m Delfin für die Junioreneuropameisterschaften,
musste sich aber den gleichaltrigen Damien Courtois und Adrien Perez beugen,
die beide um einen Tick schneller anschlugen. Die Regeln sind in so einem
Fall hart aber klar: Wenn Yul Münger doch in Palma am Start sein will,
muss er sich in einer anderen Disziplin qualifizieren. Courtois (25.21)
und Perez (25.37) belegten im Final die Ränge zwei und vier - Karel
Novy gewann das Rennen in 25.16. Eine weitere Limite über 50m Delfin
für die Junioreneuropameisterschaften unterbot Laetitia Perez, die
sich im Final um die entscheidenden Hundertstel gegenüber dem Vorlauf
steigern konnte. In 28.81 unterbot die 16-jährige erneut ihre persönlich
Bestzeit und belegte Rang zwei hinter Carla Stampfli, die als überlegene
Siegerin die EM-Limite für Budapest sowohl im Vorlauf als auch im Final
unterbot. Stampfli stieg nur wenige Minuten nach ihrem Sieg schon wieder
ins Becken und gewann auch die 100m Rücken in 1:05.87 mit beträchtlichem
Vorsprung. Sie erweiterte damit ihre Goldmedaillensammlung an Schweizer
Meisterschaften auf nunmehr 17 Titel. Eine erfreuliche Leistung zeigte der
Genfer Dimitri Waeber über 200m Brust. Im Final unterbot der 20-jährige
vor heimischem Publikum die geforderte Zeit für die EM um rund eine
halbe Sekunde und qualifizierte sich damit erstmals für eine Europameisterschaft
der Elite [Website]
[Resultate].
18.5. Stampfli erfüllt EM-Limite. (si) Zum Auftakt
der Schweizermeisterschaften in Genf erfüllte Carla Stampfli vom Schwimmclub
Solothurn die Limite über 50m Delfin für die Europameisterschaften
in Budapest vom kommenden August. Die in Mailand lebende Studentin unterbot
in 28.16 die geforderte Zeit um 43 Hundertstel. Die 22-jährige realisierte
im ersten Moment gar nicht, dass sie die Limite unterboten hatte. „Ich
konnte die Zeit auf der Videowand nicht erkennen und des Speaker habe ich
nicht verstanden“, meinte Stampfli nach dem Rennen. Umso glücklicher
und erleichtert war sie, als sie von Zuschauern erfuhr, wie schnell sie
gerade geschwommen war. Über 50m Delfin der Herren unterboten gleich
drei Junioren die Limite für die Junioreneuropameisterschaften. Damien
Courtois (Lancy-Natation), Adrien Perez (Red Fish Neuchâtel) und Yul
Münger (ST Biel-Bienne) werden im Final von heute Abend die beiden
Plätze unter sich ausmachen.
18.5. Südafrikanische
Schwimmer belohnt. Der südafrikanische Verband hat seine erfolgreichen
Schwimmerinnen, Schwimmer und Trainer für ihre Erfolge an den Commonwealth
Games und an den Kurzbahn-Weltmeisterschaften belohnt. Neun Athleten und
fünf Trainer bekamen Preisgelder. Roland Schoeman bekam mit 27'500
Rand (5'600 Franken) den grössten Scheck, Ryk Neethling stand nicht
viel nach (5'100 Franken). Bei den Frauen stahl die Behinderte Natalie du
Toit mit mehrfachem paralympischem Gold allen anderen die Show (4100 Franken).
"Ganz klar wollen wir sicherstellen, dass gute Leistungen an internationalen
Meetings gefördert und belohnt werden." sagte der Chef Leistungssport
Rushdee Warley. "Junge Schwimmer knapp unter der Spitze sollen motiviert
werden." Aber auch verschiedene hierzulande wohl eher unbekannte Trainer
gingen nicht leer aus (100 Rand = ca. 200 Franken)
Commonwealth Games
Roland Schoeman - R27,500
Ryk Neethling - R10,000
Natalie Du Toit - R20,000
George du Rand - R5,000
Gerhard Zandberg - R7,500
Lyndon Ferns - R5,000
Lize Mari Retief - R2,500
Troyden Prinsloo - R2,500
Suzaan Van Biljon - R2,500
Weltmeisterschaften
Ryk Neethling - R15,000
Suzaan van Biljon - R2,500
Trainer
Dean Price (Co-Trainer von Ryk Neethling) - R12,500
Peter Williams (Co-Trainer von Ryk Neethling) - R12,500
Simon Gray (Trainer von George du Rand) - R5,000
Nick Gray (Trainer von Troyden Prinsloo) - R2,500
Theo Verster (Trainer von Lize-Mari Retief) - R2,500 17.5.
Budapest bereit? In ungarischen Zeitungen erschienen Berichte, wonach
die Wettkampfstätte für die Europameisterschaften Ende Juli/anfnags
August nicht rechtzeitig fertiggestellt werden könnten. Bis heute sei
man hinter dem Fahrplan. Als Gründe werden politische Streitereien
und Proteste von Donau-Umweltschützern genannt. László
Szakadáti, Delegierter des ungarischen Verbandes, gab zu, dass man
nicht ganz nach Fahrplan bauen konnte, die Verzögerung habe aber keinen
Einfluss auf die rechtzeitige Fertigstellung. Ursprünglich wollte man
für die Meisterschaften ein gedecktes Becken in der Nähe der technischen
Universität bauen, aber die Universität wollte dies nicht und
konnte sich durchsetzen. Der Beschluss, aus finanziellen Gründen bloss
die Alfréd-Hajós-Anklage auf der Margaretinsel zu erneuern,
kam vom damaligen ungarischen Finanzminister Tibor Draskovics. Umweltschützer
protestierten gegen die Fällung von 40 Bäumen, verloren aber ihre
Einsprache. Verbandsdelegierter Szakadáti weigert sich von "Versagen"
zu sprechen, das würde dem Image Ungarns auf die Dauer schaden. 16.5
Hackett warnt Rivalen. Hackett rechnet damit, dass seine Rivalen Larsen
Jensen und David Davis sich bis zu den olympischen Spielen verbessern werden.
Der über 1500 m Freistil seit 10 Jahren ungeschlagene Hackett spürte
bereits in Athen die Verfolger an seinen Fersen. Er habe die beiden in Athen
unterschätzt, sagte Hackett, aber das werde ihm nicht mehr passieren,
obwohl er ihnen weitere 10 Sekunden Verbesserung zugesteht. Hackett sagte,
nach Beijing werde er die 1500 m voraussichtlich zugunsten der 400 m Freistil
aufgeben, da sehe er für sich noch ein wesentliches Verbesserungspotenzial
(seine PB 3:42.51, Thorpes WR 3:40.08). In der Zwischenzeit erholt sich
David Davies von seiner Fussoperation, die wegen einer Infektion notwendig
wurde. Der 21-jährige Goldmedaillengewinner der Commonwealth Games
in Melbourne über 1500 m konnte deswegen einen Monat lang nicht trainieren.
Davies ist zuversichtlich, dass er den Rückstand bis zu den Europameisterschaften
in Budapest wieder aufholen kann.
16.5. Elka Graham folgt Giaan
Rooney. Auch die 24-jährige Graham strebt nach der Aufgabe des
Schwimmsports eine Karriere im Fernsehen als Sportkommentatorin an. Graham
schaffte es 1999 zum ersten Mal ins Nationalteam und nahm an den olympischen
Spielen 2000 und 2004 teil. Sie hatte wiederholt mit gesundheitlichen Problemen
und Verletzungen zu kämpfen. An der WM 2003 in Barcelona kam sie wegen
ihren Herzproblemen in die Schlagzeilen und an die WM in Montréal
konnte sie wegen einer Hüftoperation erst gar nicht hinreisen.
16.5. Manaudou jagt Van Almsicks Rekord. Frankreich hat 32 Schwimmerinnen
und Schwimmer für die Europameisterschaften in Budapest selektioniert.
In Budapest wird Laure Manaudou sieben Einzeltitel anvisieren. Sie wird
¨ber 200, 400 und 800 m Freistil, 50 und 100 m Rücken und 200 und
400 m Lagen starten. Darüber hinaus ist sie für die 4x100-m-Staffel
vorgemerkt. Bis jetzt hat einzig Franziska Van Almsick es geschafft, 6 Titel
zu gewinnen (Sheffield 1993, 3 Einzel- und 3 Staffelsiege). DIe französische
Mannschaft, Männer: : Alain Bernard (CN Marseille, 23); Frédérick
Bousquet (CN Marseille, 25); Hugues Duboscq (CN Le Havre, 24); Simon Dufour
(Montpellier ANUC, 27); Fabien Gilot (C Vikings Rouen, 22); Fabien Horth
(Aqua club Pontault-Roissy, 20); Christophe Lebon (CN Antibes, 23); Amaury
Leveaux (Mulhouse ON, 21); Matthieu Madelaine (CN Antibes, 22); David Maitre
(CS Clichy 92, 26); Grégory Mallet (RCF-ASPTT, 22); Julien Nicolardot
(Mulhouse ON, 24); Christophe Richard (Cergy Pontoise Natation, 23); Nicolas
Rostoucher (Mulhouse ON, 25); Sébastien Rouault (CNO Saint-Germain-en-Laye,
20); Guy-Noël Schmitt (CN Cannes, 23); Julien Sicot (CS Clichy 92,
28). Frauen: Joanne Andraca (AC Hyères, 17); Esther Baron (CN Melun
Val de Seine, 19); Sarah Bey (CN Melun Val de Seine, 20); Céline
Couderc (CN Cevennes Alès, 23); Sophie de Ronchi (ES Massy natation,
20); Sophie Huber (CN Sarreguemines, 20); Anne-Sophie Le Paranthoën
(CS Clichy 92, 29); Laure Manaudou (CN Melun Val de Seine, 19); Malia Metella
(USLM Pacoussines Cayenne, 24); Aurore Mongel (Mulhouse, 24); Camille Muffat
(Olympic Nice natation, 16); Alena Pochanka (CS Clichy 92, 26); Alexandra
Putra (Dauphins Toulouse OEC, 19); Angéla Tavernier (CN Marseille,
22); Cylia Vabre (Lyon natation, 22). 15.5.
Neue Mitglieder Hall of Fame. Im Rahmen einer Feier wurden am Samstag,
13. Mai bekannte Gesichter und Namen neu in die International Swimming Hall
of Fame, ISHOF,
aufgenommen:
Jane Asher (GBR) – Mastersschwimmer
Joe Bottom (USA) – Schwimmer
Flip Darr (USA) – Trainer
Carlo Dibiasi (ITA) – Trainer
Tom Dolan (USA) – Schwimmer
Igor Milanovic (YUG) – Wasserballer
Susan O’Neill (AUS) – Schwimmer
Kieren Perkins (AUS) – Schwimmer
Alison Streeter (GBR) – Langstreckenschwimmerin
Xiong Ni (CHN) – Springer 14.5.
Hackett schwimmt WJB. Beim
Telstra Grand-Prix in Brisbane schwamm Grant Hackett im Finale über
400 m Freistil deutlich unter seiner Wunschzeit von 3:50: 3:46.99, die schnellste
Zeit auf dieser Strecke in diesem Jahr. Damit signalisiert er, dass mit
ihm auch in Zukunft zu rechnen ist. Aber Leisel Jones stahl ihm fast die
Show: Mit 1:06.29 gewann sie die 100 m Brust, vor einem Jahr wäre das
noch Weltrekord (jetzt 1:05.09) gewesen. Jones schwamm damit von den 7 schnellsten
100-m-Bruststrecken deren 6. Jessica Hardy (1:06.20) gehört die drittbeste
Zeit. Jones freut sich nun auf die Mare-Nostrum-Serie....
14.5. Brustwende: Alles klar! (mitgeteilt: Hans-Ulrich
Schweizer) Nun ist es definitiv: Der am FINA-Kongress 2005 in Montreal beschlossene
Delfinkick bei der Brustwende darf NICHT vor dem Unterwasserarmzug gemacht
werden. Der überarbeitete Reglementstext lautet wie folgt: «Nach
dem Start und nach den Wenden darf der Schwimmer die Hände bis zum
Strecken der Arme nach hinten stossen und während oder am Schluss des
Armzuges, aber vor Beginn des Brustbeinschlags, einen einzigen Delfinbeinschlag
ausführen.» Reglement
7.3.1 Reglement
7.3.213.5.
Hacketts Comeback.In einem schwach besetzten Vorlauf am Telstra-Meeting
in Brisbane schwamm der 26-jährige 3:53.46. Er war sehr zufrieden mit
seiner Schulter und sagte, er werde am Final teilnehmen. "Ich werde
versuchen unter 3:50 zu schwimmen," sagte Hackett. "Meine Schulter
ist prima, ich muss aber an meiner Fitness arbeiten, aber das ist alles
auf gutem Weg."12.5.
Manaudou mit Weltrekord über 400 m Crawl. Laure Manaudou hat bei
den nationalen Meisterschaften in Tours einen Weltrekord über 400 m
Crawl aufgestellt. Die 19-Jährige blieb in 4:03,03 Minuten mehr als
acht Zehntelsekunden unter der 18 Jahre alten Marke von Janet Evans (USA).
Manaudou, die Olympiasiegerin und Weltmeisterin über 400 m Crawl, brach
damit den ältesten, noch bestehenden Schwimm-Weltrekord.
12.5. Manaudou bricht Rekord. An den französischen Meisterschaften
hat Laure Manaudou ihren eigenn Landesrekord über 400 m Lagen von 4:45.84
(Mülhausen, 26.3.2006) sprunghaft auf 4:40.06 verbessert. Ihre Splits:
1:04.18; 2:15.15 (1:11.0); 3.36.29 (1:21.11); 4:40.06 (1:03.77). Championats
de Natation de Françe, Tours, 10.-14.5.2006 [Website]
12.5. Telstra Grand-Prix, Brisbane, 12.-14.5.2006 [Website]11.5.
Stephanie Eisenring lebt und schwimmt in Florida [Bericht,
PDF 2 Seiten, 500 kB].11.5.
Australischer Trainer angeklagt. Der 36-jährige Mark Graham Thompson
kommt in Melbourne im Juli vor Gericht. Er wird angeklagt, zwischen 1998
und 1999 21-mal einen damals 14 Jahre alten Schwimmer sexuell missbraucht
zu haben. Thompson trainierte unter anderen Brooke Hanson und war Trainer
des Jahres 2005 im Gliedstaat Viktoria. Thompson sagte aus, er sei unschuldig.
Der ungenannt bleibende, heute 21-jährige Schwimmer sei eines der grössten
Talente Australiens gewesen und habe den Schwimmsport wegen seinem Trainer
aufgegeben.10.5.
Thorpe: "Ich bleibe Sprinter." Ian Thorpe hat eine Rückkehr
zu den Mittel- und Langtrecken ab 400 m im Vorfeld der olympischen Spiele
ausgeschlossen. Er würde sein vorolympisches Programm mit seiner Trainerin
Tracey Menzies diskutieren, aber die Mittelstrecken seien kaum ein Thema.
"Kürzer ist sicherer als länger," sagte Thorpe. "Zuerst
muss ich in einigen kleineren Wettkämpfen starten und dann werde ich
voraussichtlich im Oktober über die folgenden 12 Monate entscheiden,
mit Blickrichtung Beijing.
10.5. Manaudous rechte Schulter.
Manaudous rechte Schulter, bzw. die rekurrierenden Schmerzen und Probleme,
bleiben ein Thema. Eine medizinische Untersuchung resultierte mit "keiner
schwerwiegenden Ursache". Die Schwimmerin habe zur Kompensation zusätzliche
Muskeln um den Entzündungsherd aufgebaut. Manaudou beugt regelmässig
vor, indem sie u.a. nie auf der verletzten Schulter schläft. Sie spielt
die Verletzung herunter, das gehöre nun mal zum Spitzensport. Die am
10. Mai beginnenden französischen Meisterschaften werden zeigen, wo
sie steht [Website].
10.5. Niederländisches EM-Team. Männer: Pieter van
den Hoogenband, Mitja Zastrow, Johan Kenkhuis, Sebastiaan Verschuren, Nick
Driebergen, Lennart Stekelenburg, Robin van Aggele, Bastiaan Tamminga, Bas
van Velthoven, Stefan Oosting, Gijs Damen, Frauen: Marleen Veldhuis, Inge
Dekker, Linda Bank, Hinkelien Schreuder, Moniek Nijhuis, Chantal Groot,
Femke Heemskerk, Ranomi Kromowidjojo, Rieneke Terink, Manon van Rooijen,
Jolijn van Valkengoed.
10.5. Syrischer Schwimmer für 4
Jahre gesperrt. Der in Deutschland bei der SG Neukoelln Berlin trainerende
Rafed El Masri ist von der FINA auf Antrag des syrischen Schwimmverbandes
für 4 Jahre gesperrt worden. Als Grund werden disziplinarische Probleme
genannt, hinter denen ein geplanter Startrechtswechsel stehen könnte.
Der 24-Jährige wurde in Athen 18. über 50 m Freistil und gewann
letztes Jahr den deutschen Titel mit 22.37.
10.5. Vorschau SM
Genf 18. bis 21. Mai 2006. (Swiss Swimming) 416 Schwimmer und Schwimmerinnen
aus 49 Vereinen werden am Wochenende vom 18. bis 21. Mai 2006 in Genf um
32 Medaillensätze in Einzel- und deren sechs in Staffelndisziplinen
kämpfen. Die Wettkämpfe im Hallenbad Les Vernets werden traditionsgemäss
von Genève Natation organisiert. Das Hauptaugenmerk der Schweizer
Topathleten, die mit Ausnahme von Dominik Meichtry und Matthias Sigrist
alle am Start sein werden, gilt den Limiten für die internationalen
Meisterschaften in diesem Sommer. Bei der Elite ist dies die Europameisterschaft
in Budapest anfangs August und bei Jüngeren die Junioreneuropameisterschaft
in Palma de Mallorca anfangs Juli. Wie im vergangenen Jahr haben die Schweizer
Meisterschaften „Trials-Charakter“. Wer im Sommer international
schwimmen will, muss in Genf reüssieren. Andernfalls bleibt nur noch
ein Meeting zwei Wochen später, wo man sich für freie Plätze
qualifizieren kann. Dieser Pflicht entledigt hat sich einzig Dominik Meichtry,
der wegen Prüfungen an seiner Uni in Berkeley/USA nicht in Genf sein
kann. Sein Antrag wurde gutgeheissen und er erfüllte die geforderte
Limite an den US-Meisterschaften anfangs April über 100m und 200m Freistil.
Die heissesten Anwärter auf EM-Limiten sind Flavia Rigamonti (Team
Atlantide&Locarno), Karel, Novy, Remo Lütolf, Flori Lang (alle
SC Uster-Wallisellen), Carla Stampfli (SC Solothurn), Dimitri Waeber (Genève
Natation), Jonathan Massacand (Limmat Sharks) sowie Patrizia Humplik (SK
Bern) und Damien Courtois (Lancy-Natation), die zwar noch im Juniorenalter
sind, aber bereits sehr nah oder gar unter der geforderten Limitezeit geblieben
sind. Bei den Junioren kommt zu den oben genannten Humplik und Courtois
noch Adrien Perez (Red Fish Neuchâtel) dazu, deren Start praktisch
feststeht, sofern sie ihre gewohnten Leistungen abrufen können. Weitere
Kandidaten sind hier Duncan Furrer (Lausanne Natation), Ramona Knüsel
(SV Kriens), Yul Münger (ST Biel-Bienne), Laila Werner (SC Schaffhausen),
Stephanie Eisenring (Limmat Sharks) und Laetitia Perez (Red Fish Neuchâtel),
die alle die Limitezeiten schon einmal unterboten haben oder zumindest ganz
in der Nähe waren. Eine reelle Chance haben auch die beiden Freistilstaffeln
der Damen über 4x100m und 4x200m. Bei den Herren wird einzig über
200m Freistil mit Sicherheit ein neuer Schweizer Meister gekürt. Alle
anderen Vorjahressieger treten zur Titelverteidigung an. Bei den Damen wird
nicht zuletzt wegen den Rücktritten von Dominique Diezi und Nicole
Zahnd in den drei kurzen Freistilstrecken sowie über 200m Delfin eine
neue Schweizermeisterin erkoren. Sehr offen präsentiert sich die Ausgangslage
bei den Staffeln, wo einige spannende und knappe Entscheidungen erwartet
werden können. Die Vorläufe beginnen von Donnerstag bis Sonntag
jeweils um 9:30 Uhr. Die Finals starten von Donnerstag bis Samstag um 17:30
Uhr, am Sonntag bereits um 16:30 Uhr [Website]
[Resultate].9.5.
Libby Lenton verlobt. Seit November 2004 ist Libby Lenton mit ihrem
Schwimmerkollegen Luke Trickett verlobt, erklärten die beiden überraschend
den verdutzten Journalisten. Dabei hätten sie es ahnen können,
wenn sie die innige Umarmung der beiden vor dem 100-m-Freistil-Halbfinal
in Athen richtig interpretiert hätten."Ich bin eine sehr offene
und ehrliche Person," erklärte Lenton. "Aber wir wahrten
das Geheimnis, weil ich damals erst 19 war, und wir wollten nicht beurteilt
werden." Die Familien hätten Bescheid gewusst, aber viele hätten
eigenartige Vorstellungen von einer jungen Liebe. Auf die Frage, was ihre
Muskeln beim Hochzeit für eine Rolle spielten, meinte Lenton: "Ich
werde nach einem nicht die Schultern betonenden Hochzeitskleid Ausschau
halten. Ich werde selbstverständlich keine egozentrische Braut sein."
9.5. Völker: Kleine Surprise. Für eine kleine Überraschung
sorgte Sandra Völkers Mitteilung, sie sei im vierten Monat schwanger.
Diese Information kommt gleich nach der Ankündigung, sie plane eine
Teilnahme an den olympischen Spielen in Beijing. Das glückliche Ereignis
werde sie nicht von ihren Plänen abhalten, sagte die 32-Jährige.7.5.
Widmer Trainer des Jahres. Stephan Widmer und Denis Cotterell wurden
vom australischen Schwimmtrainer und -lehrerverband [ASCTA]
zum Trainer des Jahres gewählt. Seit 1997 ist es wieder das erste Mal,
dass sich zwei Trainer den Preis teilen (damals: John Carew und Scott Volkers).
Bei Cotterell trainieren u.a. Grant Hackett und der mit Thorpe verglichene
14-jährige Daniel
Smith. Stephan Widmer brachte die Sterne Libby Lentons und, seit sie
vor kurzem zu ihm gewechselt hat, Leisel Jones' zum leuchten. 5.5.
Giaan Rooney hört auf. Die Australierin Giaan Rooney wird eine
Karriere als Fernsehmoderatorin antreten. 1998 trat sie als 15-jährige
auf die internationale Bühne, als sie an dern Commonwealth Games die
100 m Rücken gewann. In Athen holte sie Gold mit der Weltrekord-Lagenstaffel
und an der WM in Montréal wurde sie Erste über 50 m Rücken.
Dieses Jahr meldete sie sich von den Commonwealth Games mit zwei Silbermedaillen
ab.
5.5. Hackett vor Comeback. Beinahe 6 Monate nach seiner
Schulteroperation wird Grant Hackett am kommenden Wochenende in Brisbane
seinen ersten Wettkampf bestreiten [Telstra
Grand Prix]. Er wird über 400 m Freistil starten. Gemäss seinem
Trainer Denis Cotterell ist die Heilung und der Wiedereinstieg ins Training
reibungslos verlaufen. 4.5.
FINA und Australien trauern um Roger Smith. Smith, ein langjähriger
Mitarbeiter der FINA und des australischen Verbandes ist im Alter von 73
Jahren in Hobart, Tasmanien, gestorben. Der ehemalige Advokat diente den
Verbänden während mehr als 50 Jahren und erhielt für seine
Verdienste die Medal
of the Order of Australia. Zwischen 1996 und 2005 vertrat er die Länder
Ozeaniens in der FINA und war im technischen Schwimmkomitee der FINA als
Kontaktperson tätig. 3.5.
Schweizer Meisterschaften, Genf, 18.-21.5.2006 [Website]
2.5.
George Haines gestorben. Der Gründer und ehemalige Trainer des
Santa Clara Swim Club ist am 1. Mai in Carmichael, Kalifornien, im Alter
von 82 Jahren gestorben, vier Jahre nach einem schweren Schlaganfall. Haines
war zwischen 1960 und 1988 als Chefcoach des Santa Clara Swim Club (SCSC)
einer der erfolgreichsten Trainer in den USA. 53 Olympiaschwimmer kamen
aus seiner Schule, sie gewannen insgesamt 44-mal Gold, 14-mal Silber und10
Bronzemedaillen.Haines war dreimal Cheftrainer des US-Olympiateams und 1978
des WM-Teams von Berlin, der erfolgreichsten US WM-Mannschaft [Erfolgreichster
Trainer] [Würdigung
SCSC].
2.5. Fünf Podestplätze und ein Schweizer
Rekord am Austria Meeting in Wien. Am traditionell stark besetzten Austria
Meeting in der Wiener Stadthalle vom vergangenen Wochenende konnten sich
einige Schweizer Schwimmer sehr gut in Szene setzen. Insgesamt resultierten
fünf Podestplätze und zahlreiche Finals für Schweizer Athleten,
wovon insbesondere der zweite Platz von Patrizia Humplik über 100m
Brust in neuer Schweizerrekordzeit (1:11.61) und der Sieg von Karel Novy
über 50m Freistil herausstechen. Die 16-jährige Bernerin ist bereits
3 Wochen vor den Schweizer Meisterschaften in Genf in bestechender Form
und verbesserte nach dem Kurzbahnrekord im Januar nun auch jenen auf der
langen Bahn. Novy brillierte 3 Wochen vor der SM in Genf noch nicht mit
der Zeit (23.49) aber er konnte sich erfolgreich für das knappe Fotofinish
revanchieren, das am Tag zuvor über 100m Freistil zu seinen Ungunsten
ausgefallen war – der Captain der Nationalmannschaft wurde in 51.15
gestoppt, nur sieben Hundertstel langsamer als der Sieger Atila Zubor aus
Ungarn. Zwei Bronzemedaillen durch Patrizia Humplik über 50m Brust
(33.77) und Alessandro Gaffuri über 50m Freistil (24.01) rundeten die
positive Bilanz aus Schweizer Sicht ab [Resultate].