Swim News Mai bis August 2006

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August 2006

Line element29.8. FINA Open Water World Championships, Neapel, 29.8.-3.9.2006. 5km, Frauen: 1. Larisa Ilchenko RUS 1h08:19.7, 2. Poliana Okimoto BRA 1h08:27.6, 3. Britta Kamrau-Corestein GER 1h08:46.3.
Männer: 1. Thomas Lurz GER 1h04:32.3, 2. Chip Peterson USA 1h04:32.7, 3. Simone Ercoli ITA 1h04:35.9 [OmegaTiming].

29.8. Doping im Breitensport erregt Gemüter. Einen Schlagabtausch zum Thema "Doping im Breitensport" liefern sich derzeit Wolfgang Konrad, Veranstalter des Vienna City Marathons, und Hans Holdhaus, Direktor des Instituts für medizinische und sportwissenschaftliche Beratung (IMSB) http://www.imsb.at. Grund für die heftige Auseinandersetzung ist ein Interview von Holdhaus in der U-Bahn-Zeitung "Heute" vom 22. August 2006, in dem der Doping-Experte davon spricht, dass bei Breitensportveranstaltungen wie dem Wien-Marathon ein Drittel der Starter zu unerlaubten Mitteln greift. Diese Behauptung von Holdhaus hat bei Konrad wenig Begeisterung ausgelöst. In einer Presseaussendung spricht der Veranstalter des Vienna City-Marathons von einer klaren Diskreditierung der Teilnehmer an dieser Veranstaltung. Im pressetext-Gespräch relativert Holdhaus jedoch die Aussagen: "Ich habe im Interview damals von einer Dunkelziffer zwischen zehn und 30 Prozent gesprochen. Leider wurde meine Aussage nicht richtig wiedergegeben." Von einer "Doping-Problematik" im Breitensport kann man jedoch nicht sprechen, so Holdhaus, denn es gelten für den Hobbysportler nicht die gleichen Bestimmungen wie für einen Profi. Würde man jedoch die gleichen Kriterien auch beim Hobbysportler anwenden, sähe die Situation anders aus. "Wenn ein Hobbyläufer beispielsweise einen Nasenspray verwendet, der offiziell auf der Doping-Liste angeführt ist, wäre er nach dem Reglement gedopt", so Holdhaus im pressetext-Interview. Dennoch ist Holdhaus davon überzeugt, dass auch im Breitensport bewusst gedopt wird. "Das sieht man beispielsweise in der Kraftszene und es gibt aus meiner Sicht keinen Grund, warum sich Sportler in anderen Sportarten nicht ähnlich verhalten sollten", so Holdhaus. Die Gefahr eines gesundheitlichen Schadens ist dabei für den Hobbysportler wesentlich höher einzustufen als für den Profi. "Die Spitzensportler unterziehen sich regelmässigen Untersuchungen durch Spitzenmediziner. Probleme werden dadurch früher erkannt", so Holdhaus abschliessend im presstext-Gespräch.Line element28.8. Schweizer Dopingjäger im Cannabis-Sumpf. Jan Ullrich, Floyd Landis, Justin Gatlin - Dopingfälle haben diesen Sommer wieder Hochkonjunktur. Im Schweizer Sport hingegen müssen sich die Dopingjäger insbesondere mit harmlosen Kiffern auseinandersetzen. Fast jedes zweite Dopingverfahren in der Schweiz betrifft einen kiffenden Spitzen- oder Freizeitsportler. Dabei hätten die Dopingfahnder zweifellos Wichtigeres zu tun, wie in diesem Sommer wieder einmal offensichtlich wurde. Seit zwei Jahren ist Cannabis weltweit in allen Sportarten verboten. Bei 28 der 60 Schweizer Dopingfälle der letzten Jahre handelte es sich aber um Kiffer, die in der Kontrolle hängenblieben. Vereinzelt betrifft dies Spitzensportler (wie der noch bis Anfang November gesperrte Jan von Arx), meist aber Amateursportler, die einfach das Pech hatten, in der jeweils höchsten nationalen Liga zu spielen - und somit von Swiss Olympic kontrolliert zu werden. So sind überdurchschnittlich viele American Footballer und Billardspieler vom Cannabis-Verbot betroffen. Dass auch diese Freizeitsportler mit einer Busse (meist einige Hundert Franken) und einer achtmonatigen Sperre gebüsst werden, stösst vielen sauer auf. «Früher hiess es, mit Sport hole man die Jugendlichen von der Strasse», so ein Statement von einem Schweizer Footballklub, «heute schickt man die Jugendlichen auf die Strasse zurück, wenn sie am Wochenende mal eins gekifft haben.» Dass die Betroffenen dabei auch noch öffentlich an den Pranger gestellt werden (die Namen der Dopingsünder werden in den nationalen Medien bekannt gemacht) lässt viele Hobbysportler endgültig die Faust im Sack machen. Denn dass Cannabis beispielsweise im American Football - wo sechs Schweizer Spieler in den letzten drei Jahren überführt wurden - leistungsfördernd sein soll, glaubt mittlerweile niemand mehr. Trotzdem sind auch heute noch von vielen Dopingkontrolleuren Platitüden à la «Sportler nehmen keine Drogen!» zu hören. Auch bei Swiss Olympic ist man sich der Cannabis-Problematik bewusst. Der Präsident der Disziplinarkammer, Gerhard Walter, weiss, dass es sich bei den «Gedopten» vorwiegend um Personen handelt, «die am Wochenende in den Ausgang gehen und unter anderem Haschisch konsumierten. Dann geht der Sportler oder die Sportlerin ein paar Tage später an einen Wettkampf und wird positiv getestet.» Die Freizeitkiffer mussten anschliessend wie alle «harten Fälle» im Haus des Sports in Bern zur mündlichen Verhandlung erscheinen, vor der Disziplinarkammer in dreiköpfiger Besetzung. Immerhin wurde dieses teure und aufwändige Vorgehen mittlerweile entschlackt. Neuerdings entscheidet nur noch ein Mitglied der Kammer und auf dem Schriftenweg. Die persönliche Anhörung der Dopingsünder fällt weg, diese dürfen sich schriftlich rechtfertigen. Noch lieber aber wäre den Dopingfahndern, wenn Haschisch international wieder den Status erhielte, den es vor 2004 hatte. Bis dahin wurde nach Sportart unterschieden, ob Cannabis auf die Dopingliste kam oder nicht. Der nationale Verband hat deshalb schon bei der internationalen Dopingagentur WADA versucht, Cannabis von der Dopingliste streichen zu lassen – ohne Erfolg. Das Verfahren ist damit zwar einfacher geworden, für kiffende Sportler bleibt aber faktisch alles beim Alten. Wer erwischt wird, muss mit einer Sperre, einer Busse und einer öffentlichen Blossstellung rechnen.

28.8. Drei Weltrekorde, zwei für Leisel Jones. (si) Die Australierinnen Leisel Jones und Lisbeth Lenton, die beide vom St. Galler Stephan Widmer trainiert werden, warteten am vierten und letzten Tag der nationalen Kurzbahn-Meisterschaften in Hobart innert weniger Stunden mit drei Weltrekorden auf. Zwei Tage vor ihrem 21. Geburtstag schlug Jones über 100 m Brust gleich zweimal in Weltrekordzeit an. Die Staffel-Olympiasiegerin von Athen, die über diese Distanz auch die Bestleistung auf der 50-m-Bahn innehat, unterbot zunächst im Halbfinal in 1:04,12 Minuten die zweieinhalb Jahre alte Marke von Tara Kirk (USA) um 0,67 Sekunden. Im Final steigerte sich Jones nochmals auf 1:03,86. Die 21-jährige Lisbeth Lenton verbesserte über 100 m Delfin in 55,95 Sekunden die vier Jahre alte Bestmarke der Amerikanerin Nathalie Coughlin um 39 Hundertstel [Website].Line element25.8.Australian Short Course Championships, Hobart, 25.-28.8.2006 [Website]Line element
24.8. 1st FINA World Youth Championships, Rio de Janeiro, 22.-27.8.2006 [OmegaTiming]

24.8. Serbien und Montenegro schwimmen getrennt. Die FINA hat die politische Trennung der beiden Staaten auch im Schwimmsport nachvollzogen. Beide Verbände werden anerkannt. Serbien erbt alle Rekorde and Titel, die früher von Serbien und Montenegro erzielt bzw. errungen wurden.Die FINA zählt somit 193 Mitgliedverbände.

24.8. Thorpe: Vom Regen in die Traufe. Auf der Flucht vor zuviel Publizität und Verletzung der Privatsphäre hat Ian Thorpe in Hollywood keine Ruhe gefunden. Im Gegenteil. Die professionellen Papparazzi geben ihm offenbar den Rest. Die Belästigungen sind offenbar so stark, das Thorpe an einen endgültigen Rücktritt denkt, nur um dem Rampenlicht zu entfliehen. "Ich spiele täglich mit dem Gedanken", sagte Thorpe. "Ich liebe das Training, die Rennen, aber alles weitere, die unerwünschte Aufmerksamkeit, die Betroffenheit meiner Familie, die Geschichten, das holt dich ein und macht dich betroffen. Ich frage mich dann, ob es die Sache wert ist? Es kommen dann Gedanken wie wenn ich mit Schwimmen aufhöre, hört auch das auf." Gleichzeitig wolle er aber "den Gürtel enger schnallen" (sprich abnehmen), um für Beijing fit zu werden. Australiens Presse berichtete von "Hamburger- und Cola-Eskapaden" und bemerkenswerter Gewichtszunahme des Champions, der Seit Athen 2004 kaum mehr an Wettkämpfen aufgetaucht ist. Nun berichtet Thorpe, er habe sein Trocken- und Wassertraining wieder aufgenommen und schwimmen pro Woche wieder während mindestens 20 Stunden. Darüber hinaus arbeite er mit Coach Dave Salo daran, noch stromlinienförmiger zu schwimmen. Sein optimales Renngewicht liege bei 96-101 Kilo. Zurzeit wiegt er 104 Kilo und plant, bis im Oktober wieder auf 100 Kilo zu reduzieren.Line element21.8. Weltrekorde durch Phelps und Hansen. Zum Abschluss der panpazifischen Schwimm-Meisterschaften im kanadischen Victoria, British Columbia, hat es durch die Amerikaner Michael Phelps (200 m Lagen) und Brendan Hansen (200 m Brust) zwei weitere Weltrekorde gegeben. Phelps verbesserte seinen Weltrekord über 200 Meter Lagen um ein Zehntel auf 1:55,84. Seine bisherige Bestmarke stammt aus dem Jahr 2003. Dennoch musste er hart um den Sieg kämpfen; erst nach der dritten Wende überholte er Teamkollege Ryan Lochte, der nach 1:56,11 anschlug. Allrounder Phelps errang damit sechs Medaillen bei den Pazifik-Meisterschaften, davon fünfmal Gold. Er hält nun bei 16 Weltrekorden, seinen 15. war er erst am Samstag mit der 4x100-m-Crawlstaffel geschwommen. Hansen unterbot über 200 m Brust mit 2:08,50 die eigene Weltbestleistung um 24 Hundertstel. Diese hatte er erst Anfang August an den US-Meisterschaften aufgestellt.

21.8. Zwei weitere Weltrekorde bei Pan Pacifics. Bei den panpazifischen Meisterschaften der Schwimmer in Victoria purzelten weiter die Weltrekorde. Der Amerikaner Aaron Peirsol über 200 m Rücken und die 4x100-m-Crawl-Staffel der USA sorgten am dritten Tag für die Weltbestmarken Nummer drei und vier. Olympiasieger Peirsol schraubte seinen eigenen Rekord auf 1:54,44 und war 22 Hundertstel schneller als vor einem Jahr bei der WM in Montreal. Die US-Staffel verbesserte mit dem sechsfachen Olympiasieger Michael Phelps die Bestmarke auf 3:12,46. Den alten Rekord (3:13,17) hatte Südafrika am 15. August 2004 im Olympiafinal von Athen aufgestellt [Website]. Line element20.8. Phelps und Hoff sorgen für Medaillenflut. Medaillenflut für die USA: Der sechsfache Olympiasieger Michael Phelps und Nachwuchs-Ass Katie Hoff haben am zweiten Tag der Pan-Pacific-Meisterschaft im kanadischen Victoria die Glanzpunkte gesetzt. Beide schwimmen weiter auf Rekordkurs und sorgten mit dafür, dass sieben von acht am Freitag möglichen Goldmedaillen an die USA gingen. Einen Tag nach seinem Weltrekord über 200m Delfin entschied Phelps die 400m Lagen in der Pan-Pacific-Rekordzeit von 4:10,47 für sich. Zudem führte er die USA-Staffel über 4x200m Freistil in 7:05,28 zum Sieg. Weltrekordhalter Australien musste sich in 7:17,21 mit Bronze hinter dem Quartett von Gastgeber Kanada (7:12,39) begnügen. Die 100m Brust gewann Brendan Hansen (59,90 Sekunden), die US-Dominanz durchbrach nur der Kanadier Brent Hayden (48,59) als 100-m-Freistilsieger. Wie Phelps feierte auch Hoff am Freitag zwei Siege. Die 18-Jährige verbesserte den Pan-Pacific-Rekord über 400m Lagen in 4:36,82 , dann siegte sie in der 4x200-m-Freistilstaffel (7:54,62). Dem US-Quartett gehörte auch Natalie Coughlin an, die zuvor in 53,87 die 100m Freistil gewonnen hatte. Ihre Teamkollegin Tara Kirk dominierte in 1:07,56 über 100m Brust. Line element19.8. Phelps und Schipper schwimmen Weltrekord. Phelps verbesserte seinen eigenen Weltrekord über 200 m Delfin bei den Pan-Pacific-Meisterschaften in Victoria um 13/100 Sekunden auf 1:53,80 . Jessica Schipper schickte in 2:05,40 die ein Jahr alte Bestmarke der Polin Otylia Jedrzejczak über 200 m Schmetterling (2:05,61) in die Vergangenheit. Phelps markierte seinen ersten Weltrekord seit 2004. «Es ist ein schöner Moment für mich», sagte der 21-Jährige nach seinem 14. Weltrekord, «das ist der glücklichste Moment im Schwimmen für mich seit Athen.» Bei den Olympischen Spielen 2004 war Phelps sechsfacher Olympiasieger. Der zweitplatzierte Japaner Ryuichi Shibata trieb ihn zur Bestzeit. Jessica Schipper war selbst überrascht über ihr Weltrekordrennen. «Ich hörte den Sprecher und die ganzen Menschen waren außer sich. Da habe ich gedacht: Oh, das musst du ganz gut gemacht haben», sagte sie. «Ich habe dafür seit August vergangenen Jahres trainiert und ich kann gar nicht glauben, dass es wirklich passiert ist.»Line element13.8. Schoeman: WR 50 m Freistil. Gleich zum Auftakt der "Aquatics" in Hamburg schwamm der Südafrikaner Roland Schoeman einen Weltrekord.. Er verbesserte im eigens eingerichteten 25-m-Becken im Tennisstadion am Rothenbaum den Weltrekord über 50m-Freistil auf 20.98 und unterbot dabei die über zwei Jahre alte Bestmarke des Franzosen Frederic Bousquet auf der Kurzbahn um zwölf Hundertstel [Website].Line element11.8. US Juniorenmeisterschaften, Irvine, 7.-11.8.2006 [Website]Line element10.8. DSV geht mit Doping-Thema weiter offensiv um. (sid) Sportdirektor Örjan Madsen vom Deutschen Schwimm-Verband (DSV) hat seinen Athleten seinen Anti-Dopingkurs noch einmal vehement ans Herz gelegt. Der Norweger verfasste einen offenen Brief an seine Kader-Schwimmer, in dem er auf Defizite im deutschen Team aufmerksam macht und seine Athleten unter anderem davor warnt, sich keinesfalls unangemeldeten Kontrollen zu entziehen. Das berichtete die Sport-Bild am Mittwoch. "Die SchwimmerInnen des Deutschen Schwimm-Verbandes sind in Sachen No Shows ´führend´ in Europa. Wir haben (zu viele) AthletInnen, die nicht dort anwesend sind, wo sie laut den selbst eingereichten Unterlagen sein sollten, wenn Dopingbeauftragte unangemeldete Tests durchführen wollen", zitiert das Wochenmagazin aus dem Brief. Darin spricht Madsen auch von einem "Imageproblem, das sich zu einem Glaubwürdigkeitsproblem entwickeln kann, falls wir nicht aktiv eine andere Haltung hierzu einnehmen und unsere Vorgehensweise ändern". Zugleich sei es aber auch Besorgnis erregend, dass "Skeptiker" (Madsen) noch immer voller Misstrauen über die Athleten redeten und sie damit in Misskredit bringen würden. Madsen hatte das Thema Doping zuletzt bei der am Sonntag zu Ende gegangenen EM in Budapest offensiv angegangen und eine Initiative auf den Weg gebracht, nach der schon ab Ende September für die 30 Olympia-Kandidaten ein erweiterter Athletenpass mit zusätzlichen Bluttests vor und nach den jeweiligen Höhentrainingslagern eingeführt werden. Zudem will Madsen die Antidoping-Agenturen um mehr Kontrollen seiner Athleten bitten. Line element8.8. Thompson bangt um "Aussie"-Dominanz. Die Leistungen der deutschen Schwimmerinnen bei der EM in Budapest haben offenbar auch bei den bis dato so dominanten Australiern für reichlich Respekt gesorgt. Dessen Cheftrainer Alan Thompson sieht die Vormachtstellung seiner Athletinnen offenbar stark gefährdet. "Ohne Zweifel sind unsere Frauen nicht mehr so dominant wie noch vor zwölf Monaten", sagte der Coach der Tageszeitung Herald Sun mit besonderem Blick auf Britta Steffen (Berlin) und die drei Weltrekorde der deutschen Frauen in Ungarn. Thompson nahm die Aktiven des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) ausdrücklich gegen Doping-Verdächtigungen in Schutz: "Es ist eine Schande, dass nach guten Leistungen immer wieder solche Fragen aufkommen. Es ist nach den Dopingfällen Floyd Landis und Justin Gatlin zwar leicht, auf dieses Thema aufzuspringen. Aber es gibt überhaupt keine Anzeichen dafür, in einem Atemzug über die Zeiten der deutschen Schwimmerinnen und Doping zu sprechen."

8.8. US-PanPac-Team. Für die vom 17.-21.8.2006 in Victoria, Kanada, stattfindenden PanPacific Swimming Championships hat die USA folgende Mannschaft bestimmt (Name, Alter, Wohnort, Verein, Disziplin[en]).. Männer: Randall Bal 25 Fair Oaks, Calif. / Stanford Swimming 100 Back, Fran Crippen 22 Philadelphia, Pa. / Mission Viejo 400 Free, Ian Crocker 23 Portland, Maine / Longhorn 100 Fly, Mark Gangloff 24 Akron, Ohio / Auburn Aquatics 100 Breast, Gary Hall 31 Paradise Valley, Ariz. / Cal Aquatics 50 Free, Brendan Hansen 25 Havertown, Pa. / Longhorn 100, 200 Breast, Cullen Jones 22 New Brunswick, N.J. / NC State Aquatics 50 Free, 4x100 FR, Klete Keller 24 Phoenix, Ariz. / Club Wolverine 200, 400 Free, 4x200 FR, Michael Klueh 19 Evansville, Ind. / Longhorn 400 Free, Jason Lezak 30 Irvine, Calif. / Irvine Novaquatics 100 Free, 4x100 FR, Ryan Lochte 21 Daytona Beach, Fla. / Daytona Beach Swimming 200 Back, 100 Fly, 200, 400 IM, 4x200 FR, Matthew Lowe 21 Minot, N.D. / Longhorn 100 Breast, Daniel Madwed 17 Stamford, Conn. / North Baltimore 200 Fly, Robert Margalis 24 St. Petersburg, Fla. / St. Petersburg Aquatics 400 IM, Peter Marshall 24 Atlanta, Ga. / Stanford Swimming 100 Back, Aaron Peirsol 23 Irvine, Calif. / Longhorn 100, 200 Back, Michael Phelps 21 Baltimore, Md. / Club Wolverine 200 Free, 200 Back, 100, 200 Fly, 200, 400 IM, 4x200 FR, David Plummer 20 Oklahoma City, Okla. / Minnesota Aquatics 100 Back, Eric Shanteau 22 Atlanta, Ga. / Swim Atlanta 200 Breast, 200 IM, Hongzhe Sun 20 Honolulu, Hawaii / Stanford Swimming 200 Back, Davis Tarwater 22 Knoxville, Tenn. / Club Wolverine 200 Fly, Scott Usher 23 Grand Island, Neb. / Wyoming Aquatics 100 Breast, Peter Vanderkaay 22 Rochester, Mich. / Club Wolverine 400, 1500 Free, 4x200 FR, Erik Vendt 25 North Easton, Mass. / Club Wolverine 1500 Free, 400 IM, Neil Walker 30 Verona, Wis. / Longhorn 100 Free, 4x100 FR, Ben Wildman-Tobriner 21 San Francisco, Calif. / Stanford Swimming 50 Free, 4x100 FR, Head Coach: Frank Busch (Arizona), Assistant Coaches: Bob Bowman (Club Wolverine), Chris Davis (Swim Atlanta), Eric Hansen (Wisconsin). Frauen:, Elizabeth Beisel 13 North Kingstown, R.I. / Bluefish 200 Back, Courtney Cashion 20 Irvine, Calif. / Tucson Ford 50 Free, Kristen Caverly 21 San Clemente, Calif. / Aquazot 200 Breast, Natalie Coughlin 23 Vallejo, Calif. / Cal Aquatics 50, 100, 200 Free, 100 Fly, 4x100 FR, 4x200 FR, Teresa Crippen 23 Conshohocken, Pa. / Germantown Academy 200 Back, Mary Descenza 21 Naperville, Ill. / Athens Bulldog 200 Fly, Kelsey Ditto 17 Austin, Texas / Longhorn 800 Free, Lauren English 17 Lincoln Park, N.J. / Cougar Aquatic Team 100 Back, Jessica Hardy 19 Long Beach, Calif. / Cal Aquatics 100 Breast, Kathleen Hersey 16 Atlanta, Ga. / Swim Atlanta 200 Fly, Margaret Hoelzer 23 Huntsville, Ala. / Auburn Aquatics 200 Back, Katie Hoff 17 Towson, Md. / North Baltimore 200, 400 Free, 200, 400 IM, 4x200 FR, Tara Kirk 24 Bremerton, Wash. / Stanford Swimming 100, 200 Breast, Megan Jendrick 22 Puyallup, Wash. / King Aquatic Club 100, 200 Breast, Kara Lynn Joyce 20 Ann Arbor, Mich. / Athens Bulldog 50 Free, 4x100 FR, Rachel Komisarz 29 Louisville, Ky. / Lakeside 100 Fly, Ariana Kukors 17 Auburn, Wash. / King Aquatic Club 400 IM, Whitney Myers 21 Oxford, Ohio / Tucson Ford 200 IM, Lacey Nymeyer 20 Tucson, Ariz. / Tucson Ford 4x100 FR, Hayley Peirsol 20 Irvine, Calif. / Club Wolverine 800 Free, Kaitlin Sandeno 23 Lake Forest, Calif. / Club Wolverine 400 IM, Leila Vaziri 21 Coral Springs, Fla. / Coral Springs Swim Club / Indiana 100 Back, Kim Vandenberg 22 Moraga, Calif. / UCLA Swimming 200 Fly, Dana Vollmer 18 Granbury, Texas / Fort Worth Area 4x200 FR, Amanda Weir 20 Lawrenceville, Ga. / Swim Atlanta 100 Free, 4x100 FR, 4x200 FR, Kate Ziegler 18 Great Falls, Va. / The Fish 400, 800 Free, Head Coach: Teri McKeever (Cal), Assistant Coaches: Mike DeBoor (Lakeside), Sean Hutchison (King Aquatic Club), Paul Yetter (North Baltimore). Pan Pacific Swimming Championships, Victoria, 17.-21.8.2006 [Website].Line element 7.8. Manadous 400-m-Crawl-Weltrekord. Laure Manaudou hat ihre phantastische Langbahn-EM mit dem Weltrekord über 400 m Crawl gekrönt. Mit vier Gold- und drei Bronzemedaillen war die Französin die überragende Athletin in Budapest. Zudem resultierten am Wochenende durch den Russen Arkadi Wjatschanin (200 m Rücken) und die italienische 4-mal-200-m-Crawlstaffel der Männer auch zwei Europarekorde. (si) Laure Manaudous Leistung im 400-m-Crawlrennen ist mit Worten kaum zu beschreiben. Die 19-Jährige glitt über das Wasser, als wäre sie eine Maschine. Ihre Energiereserven scheinen unerschöpflich zu sein. Der Schützling von Philippe Lucas lag während des gesamten Rennens unter dem eigenen Weltrekord, den er im Mai an den nationalen Meisterschaften in Tours aufgestellt hatte. Nach acht Bahnlängen waren es mit 4:02,13 neun Zehntel. Damit liegt Laure Manaudou bereits 1,72 Sekunden unter der alten Bestmarke der amerikanischen Legende Janet Evans, die immerhin 18 Jahre bestand hielt. Sonderklasse der Französin Es wäre keine Überraschung, wenn die in Villeurbanne bei Lyon geborene Athletin demnächst sogar die Vier-Minuten-Marke knacken würde. «Der Weltrekord war nicht in meinem Kopf. Ich bin überrascht, und er ist ein Bonus», sagte die nun siebenfache Europameisterin im 50-m-Becken. Dass sie unmittelbar nach ihrem Effort die 100 m Rücken in der Staffel als schnellste zurücklegte, ist ein weiterer Beweis ihrer Sonderklasse. Neben dem Weltrekord über 400 m Crawl erzielte Manaudou auch einen Europarekord über die doppelte Distanz; dabei durchbrach sie die zweitletzte europäische Bestleistung aus den DDR-Zeiten - danach wurde auch noch die letzte gelöscht (4-mal 200 m Crawl). Arkadi Wjatschanin, der bereits über 100 m Rücken Europameister geworden war, verbesserte die erst Ende Juni vom deutschen Helge Meeuw aufgestellte europäische Bestmarke um neun Zehntel auf 1:55,44. Schneller als der Osteuropäer sind bisher erst die Amerikaner Aaron Peirsol (1:54,66) und Michael Phelps (1:55,30) geschwommen. «Ich bin in guter Form und wusste, dass ich mit Europarekord gewinnen kann», gab sich Wjatschanin nicht sonderlich überrascht. Der österreichische Olympia- und WM-Zweite Markus Rogan musste sich mit Rang 4 begnügen. Dritter EM-Titel an König Magnini Die italienische Crawlstaffel in der Besetzung Massimiliano Rosolino, David Berbotto, Nicola Cassio und Filippo Magnini unterbot mit 7:09,60 den eigenen, 2001 an der WM in Fukuoka aufgestellten Europarekord um 1,26 Sekunden. Während es für die Südländer der vierte EM-Sieg in Serie war, sicherte sich König Magnini bereits den dritten Titel in Budapest nach den Triumphen über 4-mal 100 m und 100 m Crawl. Besonders zu erwähnen sind auch noch die Deutsche Britta Steffen und die Polin Otylia Jedrzejczak. Steffen gewann vier Gold- und eine Silbermedaille und war an drei Weltrekorden (100 m Crawl, 4-mal 100 m Crawl, 4-mal 200 m Crawl) beteiligt. Dies ist umso erstaunlicher, als die 23-jährige Studentin zuvor international auf Elite-Ebene keinerlei Erfolge zu verzeichnen hatte. Deshalb legte sie nach den Olympischen Spielen eine einjährige Pause ein, die offenbar ungeahnte Kräfte freigelegt hat. «Ich realisiere noch nicht, was ich hier geleistet habe», sagte Steffen. Jedrzejczak setzte sich am Samstag als lachende Dritte im mit grosser Spannung erwarteten 200-m-Crawl-Rennen der Frauen durch. Davor hatten alle nur vom Duell zwischen Annika Liebs, die in der Staffel die schnellste je erzielte Abschnittszeit geschwommen war, und Manaudou gesprochen und ob es einen Weltrekord geben würde. Jedrzejczak war zuvor nur auf Delphinstrecken an grossen Meisterschaften erfolgreich gewesen. Am Sonntag verteidigte sie über 200 m Delphin nach dem Olympiasieg und dem WM-Triumph auch noch zum dritten Mal in Serie den EM-Titel. Die zwei Goldmedaillen sind deshalb besonders hervorzuheben, weil die 23-jährige Polin im vergangenen Oktober einen schweren Unfall verursacht hat, bei dem ihr Bruder ums Leben gekommen ist.
Line element6.8. Flavia Rigamonti scheidet trotz guter Zeit im Vorlauf aus. Zum Abschluss der Europameisterschaften schwamm Flavia Rigamonti über 400m Freistil die viertschnellste Zeit ihrer Karriere, schied aber als 10. der Vorläufe aus. Mit ihrer Zeit von 4:13.87 verpasste sie den Einzug in den Final gerade mal um 26 Hundertstel. „Mit der Zeit und dem Rennen bin ich sehr zufrieden. Ich bin froh, dass es mir unter diesen Umständen gelungen ist, ein gutes Rennen zu zeigen“, war der Kommentar der 25-jährigen Tessinerin. In der Tat waren die äusseren Bedingungen garstig. Es regnete in Strömen und die Temperatur war merklich tiefer als anfangs Woche. Dem zweiten Schweizer im Einsatz, dem Zürcher Stephan Bachmann gelang bei seinem zweiten Rennen an dieser EM zwar eine leichte Steigerung, zufrieden durfte aber auch er nicht sein. Über 400m Lagen belegte Bachmann in 4:31.16 den 24. Rang und verpasste seine persönliche Bestzeit um fast vier Sekunden. Der Zürcher schwamm in einem der schnellsten Vorläufe und lag schon bald im Rückstand. Trotzdem kämpfte er bis am Schluss und bewies Moral. Die Schwimmwettkämpfe sind damit für das Schweizer Team beendet und die Bilanz fällt auf den ersten Blick nicht rosig aus: ein Final (Rigamonti), sechs Halbfinalklassierungen (bzw. Top 16) und ein Schweizerrekord mit der Staffel sind weniger als man im Vorfeld erwartet hat. Erwähnen muss man jedoch, dass den Schweizern ungewöhnlich oft das Pech an den Schuhen klebte, fehlte doch mehrmals nur eine Kleinigkeit für bessere Platzierungen oder den Einzug in den Final oder Halbfinal. Auch gilt es festzustellen, dass es nur ganz wenige Einsätze gegeben hat, die man unter dem Titel „Totalausfall“ abbuchen muss.

6.8. Madsen fordert WADA zu mehr Dopingkontrollen auf. (sid) Der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) geht beim Thema Doping weiter in die Offensive: Der neue Sportdirektor Örjan Madsen bittet die Welt-Antidoping-Agentur WADA freiwillig um mehr Kontrollen. "In der nächsten Woche wird ein Schreiben an die WADA rausgehen, darin bitten wir um häufigere Untersuchungen", sagte Madsen am Rande der EM in Budapest. Laut Madsen möchte der DSV zudem Blut- und Urinproben der eigenen Schwimmer einfrieren lassen, um nachträgliche Untersuchungen zu gewährleisten. "Darüber hinaus wollen wir, dass bei unseren Athleten auch Methoden angewendet werden, die noch nicht anerkannt sind", erklärte Madsen: "Wir wollen jegliche Vermutungen im Keim ersticken." Zuletzt hatte der DSV bereits angekündigt, seine internen Dopingkontrollen zu verschärfen. Auf Initiative von Madsen soll schon ab Ende September für die 30 Olympia-Kandidaten ein erweiterter Athletenpass mit zusätzlichen Bluttests vor und nach den jeweiligen Höhentrainingslagern eingeführt werden. "Das ist auch im Sinne unserer Athleten, damit nach solchen Leistungen wie dem Weltrekord durch Britta Steffen gar nicht erst irgendwelche Verdächtigungen aufkommen können", sagte Madsen.

6.8. Hansen erneut mit WR. An den US-Meisterschaften in Irvine, Kalifornien, verbesserte Brendan Hansen seinen eigenen Weltrekord über 200 m Brust aus dem Jahr 2004 von 2:09.04 auf 2:08.74. Der Weltmeister über 100 und 200 m Brust liess an den US-Meisterschaften mit den beiden Weltrekorden keinen Zweifel aufkommen, dass er zurzeit der beste Brustschwimmer ist. Hansen startete mit 28.87 und 1:01.58 sehr schnell und wendete bei 150 m mit 1:34.84. "Diese 200 m sind mein Baby," sagte Hansen. "Das ist meine Lieblingsstrecke. Nach dem 100-m-Rennen wusste ich, dass meine 200 m sehr schnell sein würden. Ich dachte eigentlich nur an eine kleine Verbesserung, aber nach dem Einschwimmen und dem Vorlauf wusste ich, dass mehr drin liegt. Es liegt schon noch was drin, 2:07 ist nicht weit," [Website]Line element5.8. Wjatschanin schwimmt Europarekord. Der deutsche Schwimmer Helge Meeuw aus Wiesbaden hat bei den Europameisterschaften in Budapest seinen erst am 25. Juni erzielten Europarekord von 1:56.34 über 200 Meter Rücken an den Arkadi Wjatschanin verloren. Der Russe wurde mit 1:55.54 neuer Titelträger.

5.8. Italien schwimmt 4x200-m-Europarekord. Die Mannschaft mit Massimiliano Rosolino (1:47.16), David Berbotto (1:47.87), Nicola Cassio (1:47.56) und Filippo Magnini (1:47.01) verbesserte den eigenen alten Rekord von 7:10.86 auf 7:09.60.

5.8. Novy auch über 50 m Crawl enttäuschend. (si) Nach dem schwachen Auftritt über 100 m Crawl enttäuschte Karel Novy an der Schwimm-EM in Budapest auch über die halbe Distanz. Der 26-jährige Romand schied mit 23,24 Sekunden als 32. der Vorläufe sang- und klanglos aus. Andere Schweizer standen nicht im Einsatz. Novy, dessen Schweizer Rekord bei 22,51 liegt, verpasste den Halbfinal-Einzug um sagenhafte 39 Hundertstel. Diese Leistung ist indiskutabel. Zu Erinnerung: An den Olympischen Spielen 2004 in Athen, wo das Niveau um einiges höher war, wurde er im Sprint guter 16. Bereits der Start missglückte Novy komplett. Mit einer Reaktionszeit von 0,89 ? der viertschlechtesten aller 52 Teilnehmer -- kam er äusserst langsam vom Startblock weg. Auch im Wasser schien er nicht richtig vorwärtszukommen. "Das war die Bestätigung des 100ers, mir fehlt die Schnelligkeit", sagte Novy. Woran es lag, wusste er nicht. Im Training sei es gut gegangen.

5.8. Magnini bleibt auf dem Thron. (si) Bereits 2004 an den Europameisterschaften in Madrid hatte Magnini das Prestige-Duell gegen van den Hoogenband für sich entschieden. Damals war es allerdings noch eine grosse Überraschung gewesen. Dieses Mal hingegen ging der in Pesaro geborene 24-jährige Italiener als Favorit ins Rennen und wurde dieser Rolle schliesslich auch gerecht. Magnini sorgte einmal mehr im Endspurt für die Differenz: Auf den letzten 25 m zündete er mit dem für ihn typischen Beinschlag gewissermassen den Turbo und zog an der Konkurrenz vorbei. Bei Rennhälfte hatte er noch auf Rang 7 gelegen. Mit 48,79 Sekunden, das sind 95 Hundertstel über dem Weltrekord van den Hoogenbands, distanzierte Magnini den zweitklassierten Nystrand schliesslich um zwölf Hundertstel. Van den Hoogenband verpasste die Silbermedaille um drei Hundertstel. Dennoch war er nicht enttäuscht, im Gegenteil: «Ich bin glücklich, da ich erstmals seit 2004 unter 49 Sekunden geschwommen bin. Es war ein sehr starker Final», sagte der dreifache Olympiasieger, der am Mittwoch über die doppelte Distanz seinen vierten EM-Titel auf der Langbahn gewonnen hatte. Der 28-jährige Holländer ist froh, dass er überhaupt noch zu solchen Leistungen fähig ist, nachdem er sich im vergangenen Jahr einer Bandscheiben-Operation hat unterziehen müssen. Die EM in Budapest sind sein erster Wettkampf seit Athen 2004 [Resultate Schwimmen].

5.8. 10 Meter gehen, 100 Meter fliegen. Vielleicht ist es die freundliche Art, die ihn ungewöhnlich macht. Wenn der Name vor einem Rennen vom Speaker ausgerufen wird, winkt er nicht prahlerisch in die Kamera oder ignoriert er nicht die ihm zugeteilte Aufmerksamkeit, sondern er verneigt sich vor dem Publikum. Die Bewegung ist jeweils eine sanfte, aber unbemerkt bleibt sie nicht. Wenn er, wie an den EM in Budapest nach dem Sieg über 200 m Crawl am Mittwoch, den Medien Auskunft gibt, bedankt er sich zum Schluss bei der Dolmetscherin. Er hatte so viel zu erzählen und sie so viel zu übersetzen, dass er ein Händeschütteln und ein Lächeln angebracht fand. Im persönlichen Gespräch hält er die Augen zu und sitzt er ruhig, gibt ehrliche und nie oberflächliche Antworten. Der Niederländer Pieter van den Hoogenband ist eine spezielle und erfrischende Erscheinung. Nicht nur überragt er die Masse europäischer Schwimmer, aus der nur wenige Berühmtheit abseits der Szene erlangen. Hoogenband wird zu Hause «Hoovercraft» oder «Flying Dutchman» genannt. Höher als jeder andere liegt er im (oder: auf dem) Wasser. Die Spezialisten des Hamburger Strömungskanals stellten fest, dass keiner so perfekte Voraussetzungen für diesen Sport hat wie er. Dass van den Hoogenband in 47,84 s der schnellste Mann der Welt ist über 100 m Crawl, die Königsdisziplin des Schwimmsports, setzt ihn dieser Tage per se einem Generalverdacht aus: Wurde die Leistung im Sommer 2000 ohne Doping erbracht? Fest steht: Die niederländischen Medien gelten als unzimperlich im Umgang mit zweifelhaften Erfolgen schwimmender Landsleute. Das wurde während der Karriere Inge de Bruijns, die der ungewöhnlichen Leistungskurve wegen latent unter Dopingverdacht stand, des Öfteren bewiesen. Van den Hoogenband («Ich werde vierzigmal pro Jahr getestet, dann und wann mehr als einmal pro Woche»), sah sich noch nie Anschuldigungen konfrontiert, die über das einem Ausdauersportler gegenüber grundsätzlich gehegte Misstrauen hinausgingen. Der 28-jährige Eindhovener hat seit 2000 drei olympische Goldmedaillen gewonnen. In Peking könnte er über 100 m Crawl der erste Schwimmer werden, der dreimal dasselbe Rennen gewinnt. Es gab eine Zeit, in der er nicht mehr glauben mochte, zum Triple ansetzen zu können. Schon als Knaben plagten ihn Rückenschmerzen, 2005 musste er sich an den Bandscheiben operieren lassen. «Ich konnte nicht mehr als 10 Meter gehen.» Seit Olympia in Athen fehlte er an jedem Ernstkampf; bis er an den EM nun die 200 m Crawl in 1:45,65 Minuten zum vierten Mal nach 1999, 2002 und 2004 gewann. Er blieb zwei Hundertstel hinter dem Weltrekordhalter Michael Phelps, der das Rennen am Donnerstag an den amerikanischen WM-Trials gewann. Am selben Tag qualifizierte sich der Niederländer in 49,27 s als Fünfter für EM-Final über 100 m Crawl. Van den Hoogenband sagt: «Ich bin wieder ein glücklicher Mensch.» Während der WM 2005 in Montreal, die er von zu Hause aus verfolgte, habe er realisiert, dass sein Traum nicht zu Ende sei. «Ich fragte mich, ob ich genügend Motivation aufbringen würde zur Rückkehr. Wissen Sie, Schwimmen ist ein harter Sport.» Es sei daher eine grosse Befreiung gewesen, festzustellen, dass es vorwärts gehe - «wenn das Training auch nicht ein Spiel ist wie früher». Auf intensives Krafttraining muss er seit der Operation gänzlich verzichten. Stattdessen macht er neuerdings Yoga. Punkto Berühmtheit, folgt van den Hoogenband in der Heimat hinter den Fussballern Johan Cruyff und Marco van Basten auf Platz 3 - 98 Prozent der Niederländer assoziieren mit seinem Namen Schwimmen und Olympiagold. Es wurde in den letzten Jahren ein Hype erzeugt um ihn wie in den USA um Phelps oder in Australien um Ian Thorpe. Philips, Sony und Volkswagen sind seine Sponsoren, der Fussballer Ruud van Nistelrooy war der Trauzeuge bei van den Hoogenbands Hochzeit mit der Schwimmerin Minouche Smit. Mit ihr lebt er in Belgien, nahe Eindhovens und der Grenze. Die Steuersätze sind tiefer dort. Was aus ihm einen nicht unfreundlicheren, aber beinahe schon gewöhnlichen Menschen macht.

5.8. Eine Fabelzeit birgt Verdächtigungen. 53,30 s? So schnell? Der Name der deutschen Schwimmerin Britta Steffen war selbst in der Szene lange nur wenigen ein Begriff. Entsprechend erstaunt wurde am Mittwoch ihr Weltrekord (0,12 s schneller als ihre Vorgängerin) über die 100 m Crawl registriert. Ihr Trainer Norbert Warnatzsch sah sich noch am selben Abend der Aufgabe ausgesetzt, die auf den ersten Blick wundersam anmutende Leistungsverbesserung seiner Athletin zu erklären. In Zeiten, in denen das kritische Hinterfragen aussergewöhnlicher Leistungen grösser ist denn je, setzen sich gute Ausdauersportler dem Generalverdacht aus. Hat sie? Ist sie sauber? Schwimmen hat eine belastende Vergangenheit, auch der Vorkommnisse (aber nicht nur) in der früheren DDR und in China wegen. Die gegenwärtige Situation ist schwierig zu beurteilen. Verhältnismässig viele Dopingkontrollen und wenig bis keine positiven Proben sprechen zwar für eine Läuterung - aus Sportarten wie Rad und Leichtathletik ist aber längst bekannt, dass nicht jeder Dopingsünder überführt wird, da die Schlupflöcher noch immer viel zu gross sind. Eine merkwürdig anmutende Theorie, die an den Europameisterschaften herumgereicht wird, lautet: Dopen tun diejenigen Athleten, die im Mittelfeld tingeln. Vordere Ränge würden von Ausnahmetalenten belegt. Britta Steffen, so das Argument des Trainers, gehört dazu. Im Jahr 1999 gewann sie sechs Titel an den Junioren-EM, persönliche und gesundheitliche Probleme hätten den raschen Aufstieg verhindert. Erst eine Auszeit von Herbst 2004 bis Herbst 2005 sowie psychologische Hilfe hätten die Schwimmerin (2004 hatte sie eine Bestzeit von 55,27 s) dorthin gebracht, wo sie laut Warnatzsch, der im DDR-Sportsystem aufgewachsen ist, mit kontinuierlichem Fortschritt im Lauf der vergangenen sieben Jahre jetzt angelangt wäre. Örjan Madsen, der Sportdirektor im Deutschen Schwimmverband, möchte gerne so argumentieren. «Wäre Britta Steffen nicht in meinem Team, würde ich zunächst auch Doping hinter ihrer Leistung vermuten.» Weil er sich der belastenden Vergangenheit bewusst ist, hat er in Budapest den «Weg des Pro- Aktivismus» angekündigt. Die sechs bis 2008 anstehenden Höhentrainingslager lässt er von einem wissenschaftlichen Institut und regelmässigen Blutentnahmen begleiten. Daraus sollen Aussagen zur Leistungsentwicklung gemacht und ein sogenannter Athleten-Pass kreiert werden. Diesen kennt der Internationale Skiverband bereits seit Jahren. Mit sechs und mehr Blutproben jährlich (je vor und nach einem Aufenthalt in der Höhe) lasse sich damit die Entwicklung der roten Blutkörperchen dokumentieren, immerhin. Neben höherer Glaubwürdigkeit erhofft sich Madsen mit der Offenlegung besagter Werte eine Vorbildwirkung und die Nachahmung durch andere Verbände. Die Nationale Antidoping- Agentur Deutschlands jedenfalls begrüsst die aktive Vorgehensweise.

5.8. Lütolf und Stampfli scheitern. Lütolfs Ausscheiden war Pech: Der EM-Dritte von 2000 verpasste die Halbfinals als 17. um eine Hundertstel. Dabei war seine Leistung von 28,37 Sekunden für den Morgen gar nicht einmal schlecht. «19 von 20 Mal reicht diese Zeit zum Weiterkommen, heute war das 20. Mal», erklärte Lütolf. Er sei sich keinen grossen Fehler bewusst. Der Athlet des SC Uster-Wallisellen scheiterte bei seiner fünften Teilnahme auf dieser Strecke an kontinentalen Titelkämpfen im 50-m-Becken zum ersten Mal in den Vorläufen. Den Kopf in den Sand stecken, will er deshalb allerdings nicht. Er weiss, dass sich die Situation in dieser Disziplin schnell wieder ändern kann. Auch für Carla Stampfli, die zuletzt wegen Schulterproblemen nicht wie gewünscht trainieren konnte, sind die Europameisterschaften zu Ende. Wie bereits über 50 m Delfin war die in Mailand studierende Solothurnerin auch über 50 m Rücken chancenlos. Mit 30,24 Sekunden klassierte sie sich im 22. Schlussrang. Um den Sprung unter die besten 16 zu schaffen, hätte sie ihre Bestzeit von 29,98 um neun Hundertstel unterbieten müssen. Ernüchternd bis enttäuschend hatte die EM für die Schweizer am Montag begonnen: Die 4-mal 100-m-Crawl-Staffel verpasste trotz Schweizer Rekord ihr Ziel, den Final, in 3:21,08 um 89 Hundertstel deutlich. Am Mittwoch verpasste Flavia Rigamonti über 800 m eine Medaille um einen Rang und Flori Lang scheiterte über 50 m Rücken im Halbfinal knapp. Gestern verpassten Karel Novy und Dominik Meichtry den Einzug in den Final der Königsdisziplin, 100 m Crawl. (cpm/si)

5.8. "Wir sind sauber und gläsern". Interviiew mit dem Trainer der 22-Jährigen, Norbert Warnatzsch, über die "Kopfsache" des Erfolgs, das leidige Thema Doping und was Steffen mit ihrer einstigen Klub-Kollegin Franziska van Almsick gemeinsam hat.
Frage: Herr Warnatzsch, Britta Steffen meinte, 70 Prozent Anteil an ihrem 100-m-Freistil-Weltrekord hat der Kopf. Wie muss man das verstehen?
Norbert Warnatzsch: Da ist zum einen die sehr akribische Saisonplanung, die sehr viel Köpfchen verlangt. Für Britta aber mindestens genauso wichtig ist, das sie nun so viel an Selbstvertrauen und Selbstsicherheit gewonnen hat, dass sie keine Angst mehr hat vor großen Namen. Das haben wir schon über viele Jahre versucht hinzukriegen. Jetzt kann sie frei aufzuschwimmen, hat keine Ressantiments mehr und große Namen interessieren sie nicht. Da wollten wir hin.
Frage: Wie war es denn früher?
Warnatzsch: Nun ja, Trainingsergebnisse in Wettkampfleistungen umzumünzen, das war Brittas großes Problem. Jetzt klappt das wunderbar. Jetzt weiß sie, dass sie es drauf hat, ganz vorne zu sein.
Frage: Auch ein Erfolg der Psychologin, mit der Sie zusammenarbeiten?
Warnatzsch: Natürlich, sie hat unglaublich viel bewegt, ist mit ihr Programme durchgegangen, hat ihr das Selbstbewusstsein eingeimpft. Aber vor allem ist es ein Erfolg des knochenharten Trainings.
Frage: Sie sollen auch neue Trainingsmethoden ausprobiert haben. Was genau haben Sie gemacht?
Warnatzsch: Es ging vor allem um die Belastungsgestaltung. Das war auch ein Lernprozess. Wir haben im Training jede Situation vermieden, die zu zu starker Ermüdung führte. Das verlangt natürlich ganz genaue Absprachen.
Frage: Ist das so unüblich?
Warnatzsch: Unüblich ist das nicht. Aber wir haben das ganz genau getimt. Aber da spielen natürlich auch andere Faktoren eine Rolle. Sie hat sich zum Beispiel sehr genau belesen, was die Ernährung betrifft.
Frage: Es heißt, sie hätte zehn Kilogramm abgenommen.
Warnatzsch: Ja, das stimmt. Sie schleppt nicht mehr viel mit sich rum. Das war in der Vergangenheit nicht immer so. Dadurch hat sich das Kraft-Last-Verhältnis sehr günstig geändert. Sie ist kräftig und trotzdem wiegt sie nicht allzu viel. Demzufolge fällt es ihr leichter, durchs Wasser zu fliegen.
Frage: DSV-Sportdirektor Madsen spricht vom idealen Schwimmkörper.
Warnatzsch: So ist das auch. Sie ist schlank wie eine Gerte, leicht wie eine Feder, ist groß, hat große Hebel. Das ist fürs Schwimmen optimal.
Frage: Sie haben mit Franziska van Almsick schon einen anderen Superstar trainiert. Was unterscheidet die beiden, was haben sie gemeinsam?
Warnatzsch: Beide sind zweifelsohne sehr motiviert, Britta ist genauso ehrgeizig und erfolgshungrig wie Franziska. Auch die körperlichen Voraussetzungen sind zumindest von der Körperhöhe ähnlich. Sie sind beide fast gleich groß. Allerdings ist Franziska mehr aus den Beinen geschwommen, Britta schwimmt mehr aus den Armen.
Frage: Das ist der sportliche Teil. Aber wie sieht's denn menschlich aus?
Warnatzsch: Zwei Menschen zu vergleichen, ist immer schwierig. Franziska ist Franziska und Britta ist Britta. Beide sind zwei intelligente junge Frauen, die ihren Weg gefunden haben. Beide sind bzw. waren leicht zu lenkende Sportler, weil sie ein Ziel haben und das auch eisenhart verfolgen.
Frage: Die Biographie von Steffen unterscheidet sich doch etwas von der von van Almsick. Steffen hat nach den verkorksten Olympischen Spielen 2004, als sie im Vorlauf ausschied, ein Jahr pausiert.
Warnatzsch: Bei Franziska war es doch ähnlich. Sie kam 2001 zu mir, war total runter, hatte Bandscheibenbeschwerden, war auch psychisch in einem Loch. Da hat es ja dann auch funktioniert, sie wieder aufzubauen.
Frage: Ein Jahr vom Leistungssport auszusetzen ist dennoch nicht die Normalität.
Warnatzsch: Ja, aber das Jahr Pause hatte Britta nötig. Sie musste erstmal den Kopf frei kriegen, was anderes sehen und sich selbst finden.
Frage: Und in diesem Jahr hat sie nichts gemacht?
Warnatzsch: Gar nichts in Sachen Leistungssport, aber natürlich hat sie sich fit gehalten. Radfahren, laufen oder Gymnastik. Aber kein wirkliches Training.
Frage: In den Zeiten der Landis', Gatlins und Co. ruft eine solche Leistungsexplosion nach einer einjährigen Pause natürlich auch die Zweifler auf den Plan.
Warnatzsch: Ich weiß, was jetzt kommt. Das leidige Thema Doping. Als mir die erste Frage dazu gestellt wurde, habe ich mich maßlos aufgeregt. Weil ich mich nicht in diesen Topf werfen lasse.
Frage: Aber jetzt verstehen sie die Frage?
Warnatzsch: Mittlerweile kann ich es nachvollziehen. Denn es ist für viele schon ein bisschen sensationell, was Britta abliefert. Aber wir arbeiten sauber. Wir verlangen auch, dass wir häufiger kontrolliert werden. Wir können nur immer wieder sagen: Kommt, kontrolliert uns, jeden Tag, jeder Zeit, wann immer ihr wollt. Wir sind offen, wir sind gläsern. Wir können damit nur offensiv umgehen und uns stellen. Aber wir haben diese Leistungssteigerung erreicht, in dem wir trainingsmethodische Dinge in den Vordergrund gestellt haben. Weil Britta störungsfrei trainieren konnte. Dazu kommt ihr außergewöhnliches Talent. Dass sie das hat, hat sie als Juniorin schon bewiesen. Jetzt ist es uns endlich gelungen, alles zusammenzufügen.
Frage: Budapest soll nur eine Zwischenstation sein. Ihr Hauptaugenmerk liegt auf Olympia 2008 in Peking. Was trauen Sie ihr in Zukunft noch zu?
Warnatzsch: Da werden Sie von mir keine Prognosen hören. Nur folgendes: Bei 100 Prozent ist sie noch nicht. Sie hat aber noch Reserven, zum Beispiel im konditionellen Bereich. Und wenn wir die noch ausnutzen, dann geht es noch ein bisschen schneller.
Frage: Deutschland hat jetzt einen neuen Star. Wissen Sie schon, was da in den nächsten Tagen und Wochen auf Steffen zukommt?
Warnatzsch: Wir müssen sie jetzt vor allzu großen Rummel schützen. Immerhin muss sie hier noch mal ins Wasser. Sie hat jetzt schon eine Lawine losgetreten. Aber darauf sind wir vorbereitet, entsprechende Gespräche - auch was die Vermarktung angeht - haben wir geführt. Noch ist nichts spruchreif. Aber bald.

Line element4.8. Weltrekord durch deutsche Freistil-Staffel. Gold und Weltrekord für die deutsche 4x200m-Freistil-Staffel der Frauen. Das Quartett des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) triumphierte bei den Europameisterschaften in Budapest in 7:50,82 Minuten und unterbot die zwei Jahre alte Bestmarke der USA um 2,60 Sekunden. Silber holte Polen (7:56,32). Bronze sicherte sich Frankreich (7:56,44).

4.8. Karel Novy und Dominik Meichtry im Halbfinal ausgeschieden. (Swiss Swimming) Das mit grosses Erwartungen verbundene Halbfinale über 100m Freistil der Männer, für welches sich mit Dominik Meichtry und Karel Novy gleich zwei Schweizer qualifizierten, endetet mit einer Enttäuschung aus Schweizer Sicht. Weder Meichtry noch Novy konnten am Abend über sich hinauswachsen und belegten die Ränge 14 und 16. Auch die geschwommenen Zeiten waren bei beiden langsamer als im Vorlauf. Karel Novy schlug in 50.08 an, Meichtry in 50.32. Karel Novy war nach seinem Einsatz sehr enttäuscht, wollte er doch unbedingt schneller schwimmen als am Morgen und den Final erreichen. „Es ist schwierig, das zu erklären. Ich wollte schneller angehen, tat das auch vom Gefühl her, war aber genau gleich schnell wie am morgen. Ich habe damit viel Energie verbraucht, die mir am Ende dann gefehlt hat“, analysierte der 26-jährige. „Auch ist es mir nicht gelungen, so locker wie in der Staffel an den Start zu gehen. Das ist sicher ein Punkt, an dem ich arbeiten muss“, so Novy weiter. Für den Final hätte Novy eine Zeit von 49.44 Sekunden benötigt. Viel gelernt hat auch Dominik Meichtry nach eigenen Angaben: „Ich war ziemlich müde, das war das fünfte Rennen in vier Tagen und das habe ich heute Nachmittag gespürt“. Der St. Galler schwamm zu Beginn mutig mit seinen Gegnern mit, musste diese aber nach der Wende nach und nach ziehen lassen. Meichtry konnte sich immerhin damit trösten, im Vorlauf zum zweiten Mal in seiner Karriere unter 50 Sekunden geblieben zu sein und zudem die entscheidenden Zehntel zur Staffelqualifikation beigetragen zu haben. Dank Meichtrys Steigerung wird in Melbourne die 4x100m Freistil Staffel an den Start gehen.

Line element3.8. Meichtry und Novy im Halbfinal über 100m Freistil. (Swiss Swimming) Dem Schweizer Team ist es gelungen, den Schwarzen Peter des gestrigen Tages abzugeben und gehörte heute wieder zu den Glücklichen. Dominik Meichtry in 49.98 und Karel Novy in 49.99 erreichten die Ränge 15 und 16 der Vorläufe über 100m Freistil und werden heute Nachmittag im Halbfinal antreten. In der Königsdisziplin, in der die Leistungsdichte so hoch wie in keinem anderen Rennen ist, gehört die Schweiz zu den wenigen Ländern, die gleich zwei Athleten in den Halbfinal brachten. Dominik Meichtry schwamm erst zum zweiten Mal überhaupt unter 50 Sekunden und war entsprechend glücklich: „ich wollte unbedingt gut schwimmen, nicht zuletzt, um die Staffel für Melbourne zu qualifizieren“, sagte der St. Galler nach seinem Effort. Dieses Ziel wurde erreicht – dank Meichtry Steigerung gegenüber dem Staffelrennen vom Montag, wird auch an der WM in Melbourne definitiv die Schweizer 4x100m Freistilstaffel an den Start gehen. Karel Novy war noch nicht zufrieden mit seiner Leistung und sah noch einige Zehntel Potential: „ich habe sehr schlecht gewendet und bin das ganze Rennen zu wenig aggressiv geschwommen“, schätze der Romand seine Leistung ein. Gelingt dem Captain der Nationalmannschaft die erwartete Steigerung, so liegt die Finalqualifikation durchaus im Bereich des Möglichen. Wie die Videoanalyse von Peter Herzig, dem Spezialisten von Swiss Swimming ergab, hat Novy im Vergleich zu Meichtry fast drei Zehntel allein bei der Wende verloren. Gefreut hat sich auch Gerard Moerland, der Coach der beiden Athleten: „es ist schon etwas Spezielles, wenn die Schweiz mit zwei Mann im Halbfinal über 100m Freistil antreten kann. Das hat es wahrscheinlich noch nicht oft gegeben!“. In der Tat muss man in den Geschichtsbüchern fast drei Jahrzehnte zurückgehen, nämlich in die Ära von Volery und Halsall, um ähnliche Erfolge zu finden

3.8. Medaille und Final knapp verpasst. (Swiss Swimming) Der gestrige Nachmittag an der EM in Budapest wird nicht als einer der erfolgreichen, sondern eher als einer der unglücklichen in die Schweizer Geschichtsbücher eingehen. Die im Einsatz stehenden Athleten hatten viel Pech und mussten sich mit undankbaren Rängen zufrieden geben. Flavia Rigamonti wurde über 800m Freistil Vierte und verpasste eine Medaille um gut zwei Sekunden. Vorne weg schwamm die Französin Laure Manaudou ein einsames Rennen und verbesserte den Europarekord auf 8:19.29. Bis 550m lag sie gar auf Weltrekordpace, konnte den Rhythmus aber nicht halten. Rigamonti ihrerseits spulte Länge für Länge im immer gleichen Tempo ab und überholte eine Gegnerin nach der anderen, die anfangs dem Tempo Manaudous folgen wollten, dann aber einbrachen. Rigamontis Zeit von 8:30.51 war aber immerhin die fünftschnellste Zeit, die sie je geschwommen ist. Flori Lang war heute Nachmittag der zweite Schweizer im Einsatz. In seinem Halbfinal machte er fast alles richtig und wurde trotzdem nur Neunter. Der Zürcher verbesserte sich gegenüber dem Vorlauf um zwölf Hundertstel, verpasste aber den Einzug ins Halbfinale um winzige drei Hundertstel. Dies ärgerte den Sprinter zu recht, gab es doch in Budapest eine Art „Zweiklassengesellschaft“: Bis und mit Rang 9 waren alle Schwimmer sehr nahe beieinander und hatten sehr geringe Abstände. Hinter Flori Lang aber klafft eine beträchtliche Zeitlücke. „Wenn ich wenigstens sagen könnte, wo ich Zeit verloren habe, wüsste ich warum ich mich ärgern muss. Aber ich habe im ganzen Rennen eigentlich nichts falsch gemacht“, sagte Lang anschliessend. Schlussendlich waren es zirka fünf Zentimeter, die Lang auf den achtplatzierten verlor. Trotz allem Pech dürfen sich Rigamonti und Lang freuen, jeweils die WM Limite unterboten zu haben. Beide werden somit im März 2007 in Melbourne für die Schweiz an den Start gehen.

3.8. mit "Augen zu und durch" zum Weltrekord. Ungläubig schaute Britta Steffen nach ihrem Sieg über 100m Freistil bei der EM in Budapest auf die Anzeigentafel. 53,30 Sekunden - Weltrekord. Im Interview spricht die Berlinerin über ihre Freude sowie Nah- und Fernziele.
Frage: "Britta Steffen, haben Sie nach der Weltbestzeit in der Staffel damit gerechnet, auch im Einzel über 100m Freistil Weltrekord schwimmen zu können?"
Britta Steffen: "Zu diesem Zeitpunkt auf keinen Fall. Nach der Staffel habe ich gedacht: Augen zu und schauen, was passiert. Dass es Weltrekord wurde, ist für mich jetzt noch unfassbar."
Frage: "Wie erklären Sie sich diese Leistungstteigerung?"
Steffen: "Ich bin bei Olympia 2000 und 2004 nur in den Staffeln gestartet. Das hatte mir definitiv nicht gereicht. Danach habe ich mich voll auf das Studium konzentriert. Dort habe ich gemerkt, dass ich es nochmal probieren will. Jetzt ist mein Kopf frei."
Frage: Es gibt einige Parallelen zu Franziska van Almsick, die bei der EM vor vier Jahren ebenfalls Weltrekord in der Staffel und im Einzel schwamm..."
Steffen: "Das Weltrekord-Rennen von Franzi habe ich selbst gesehen. Es hat mich wie wohl alle wirklich bewegt. Aber ich habe damals nicht gedacht, dass ich so etwas selbst schaffen kann."
Frage: "Wie sehen nun Ihre Ziele aus?"
Steffen: "Natürlich möchte ich bei der EM auch in meinen übrigen Rennen noch gut schwimmen. Aber das große Ziel ist natürlich Olympia 2008 in Peking. Da will ich mich mit den Besten messen. Da will ich ganz vorne mitmischen."

3.8. Brendan Hansen schwimmt Weltrekord über 100m-Brust. Auch abseits der Schwimm-EM in Budapest werden Höchstleistungen im Becken gezeigt. Bei den US-Meisterschaften in Los Angeles hat der Olympia-Zweite Brendan Hansen seinen eigenen Weltrekord im 100m Brustschwimmen weiter verbessert. Zum Auftakt der Veranstaltung in Los Angeles blieb Hansen in 59,13 Sekunden 17 Hundertstel unter seiner alten Bestmarke von den US-Olympia-Trials 2004. Hansen ist in 2:09,04 Minuten auch Weltrekordinhaber über die doppelte Distanz.

3.8. Van den Hoogenband noch immer «hungrig». Olympiasieger Pieter van den Hoogenband aus den Niederlanden ist nach eigenem Bekunden noch immer «hungrig und motiviert» und will bei den Spielen in Peking 2008 zum dritten Mal hintereinander Olympia-Gold über 100 Meter Freistil gewinnen. «Das hat bei den Männern noch keiner geschafft, das ist ein großer Traum für mich», sagte der 28 Jahre alte Schwimm-Profi nach seinem EM-Erfolg in Budapest über 200 Meter Freistil in Jahresweltbestzeit von 1:45,65 Minuten. Die Europameisterschaften in der ungarischen Hauptstadt sind für van den Hoogenband der erste Start bei einem international bedeutenden Ereignis seit Olympia 2004 und einer Bandscheiben-Operation. «Ich bin wirklich glücklich, dass ich nach dieser Operation wieder zurück bin. Die Siegerzeit ist nicht so entscheidend, aber 1:45 ist wirklich gut», sagte van den Hoogenband, der mit 1:44,89 Minuten seit dem 2. August 2002 den Europarekord hält, aufgestellt in Berlin. Mit dieser Leistung ist er hinter dem Australier Ian Thorpe (1:44,06) zweitschnellster Schwimmer der Welt. «Schwimmen ist mental eine harte Sache. Aber ich kann mich immer noch motivieren und habe viel Spaß am Training», sagte van den Hoogenband. In Peking will er erneut Olympiasieger werden. «Und danach werde ich aufhören», kündigte er seinen Rückzug an. Der Niederländer, der von Jacco Verhaeren trainiert wird, ist spätestens seit seinen sechs EM-Goldmedaillen von Istanbul 1999 einer der herausragende Athleten des Welt-Schwimmsports.

3.8. Deutsche Frauen-Staffel über Weltrekord zu Gold. Die deutsche 4x100m-Freistilstaffel der Frauen konnte bei der Schwimm-EM in Budapest einen Doppelerfolg feiern. Über einen neuen Weltrekord schwamm das DSV-Quartett zur Gold-Medaille. In der Besetzung Petra Dallmann (Heidelberg), Daniela Götz (Erlangen), Britta Steffen (Berlin) und Annika Liebs (Würzburg) triumphierte die Staffel des Deutschen Schwimm-Verbands (DSV) im Finale in 3:35,22 Minuten und blieb dabei 72 Hundertstelsekunden unter der zwei Jahre alten Bestmarke der Australierinnen bei deren Olympia-Sieg in Athen.





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Juli

Line element 28.7. Claudia Bellasi mit Gold und Silber an den Swiss Open. Mit einer kleinen Mannschaft nahmen die Limmat Sharks an den Swiss Open in Basel teil, für viele der letzte Wettkampf der Saison. Bei extrem hohen Temperaturen und unterschiedlichem Vorbereitungsstand waren die Leistungen gemischt. Sehr erfolgreich verlief der Wettkampf für Claudia Bellasi, die am zweiten Tag die 50m Brust gegen die nationale und internationale Konkurrenz gewinnen konnte. Über 100m Brust erreichte sie am darauffolgenden Tag trotz erneut sehr hoher Temperaturen gar mit Bestzeit einen hervorragenden 2. Platz hinter der deutschen EM-Teilnehmerin Simone Weiler. Gleich 2 Medaillen in einem Rennen gab es für die JEM-Teilnehmerin Stephanie Eisenring über 800m Freistil. Ihr anstrengende Programm der letzten Wochen ließ sie in allen anderen Freistilrennen nicht an ihr gewohntes Niveau herankommen, aber sie zeigte in ihrem letzten Rennen nochmals viel Herz und erreichte ihre zweitbeste Zeit über diese Strecke. Der Lohn war der schweizer Meistertitel in der Juniorenklasse sowie der dritte Platz in der offenen Klasse. David Karasek zeigte erneut, daß er in den mittleren Freistil-Strecken in der Schweiz neben Dominik Meichtry ganz vorne zu finden ist. Die selbstgesteckten Ziele konnte er zwar nicht ganz erreichen, bestätigte aber seine hervorragenden Leistungen der SM vor 2 Monaten. Er wurde in 200m Freistil 3. und über 400m Freistil 4., wobei er nur von Ausländern geschlagen werden konnte. In der 4x100m Lagenstaffel erreichte er zudem in 1:08.3 eine ansprechende Zeit über 100m Brust, was seine deutlichen Fortschritte auch in anderen Schwimmarten unterstreicht. Finalteilnahmen gab es für Ramona Pedretti in 100m Brust (4. Platz) und in 200m La (7.Platz), wobei sie in Lagen fast 2 Sekunden schneller war als noch an den Schweizer Meisterschaften. Mit deutlichen Bestzeiten in 6 von 7 Rennen erzielte Predrag Sunaric einen guten Saisonabschluß, über 200m Rücken belegte er im B-Finale den 3. Platz. Claude Pape zeigte sich mit guten Leistungen über 50 und 100m Delphin in der Lagen-Staffel über Nebenstrecken stark verbessert. Über die Freistilstrecken erreichte er ebenfalls gute Leistungen angesichts der absolvierten Maturprüfungen. Roland Denzler ging nur eine Woche nach den Schweizer Jugendmeisterschaften erneut an den Start und erzielte wieder gute Leistungen mit Bestzeiten in 100m Delphin und 1500m Freistil. Der letzte Limmat Shark, der diesen Sommer noch einen Einsatz hat, ist Stephan Bachmann, der nächste Woche in Budapest bei den Europameisterschaften antreten wird.Line element28.7. Magdalena Brunner qualifiziert sich als Achte für den Solo-Final vom Samstag. Magdalena Brunner hat sich heute Abend für den Final der besten 12 Solo Schwimmerinnen qualifiziert. Die 23-jährige Ostschweizerin war allerdings nicht ganz zufrieden mit ihrer Darbietung. Fast am Ende des technischen Programms missriet ihr ein Element, mit dem sie im Training nie grosse Probleme hatte. Allerdings unterlief ihr bereits an den Swiss Open vor zwei Wochen genau der gleiche Fehler. Auf ihre Klassierung hatte dies allerdings keinen Einfluss, sie konnte den achten Rang nach der freien Kür vom Morgen verteidigen. Im Final beginnt die Wertung wieder bei Null, so dass sie die Chance hat, sich rangmässig noch zu verbessern.

28.7. Synchron-Duett in Form. (si) Das Schweizer Synchronschwimm-Duett Magdalena Brunner/Ariane Schneider hat an der EM in Budapest das erste Zwischenziel locker erreicht. Die Bernerinnen, die bereits die Olympischen Spiele 2008 in Peking im Visier haben, belegten nach der zweiteiligen Qualifikation den angestrebten siebten Rang ohne Probleme. Der Final der besten zwölf Duos wird ohne die Punkte aus dem Vorwettkampf lanciert. Budapest. Schwimm-Europameisterschaften. Synchronschwimmen. Qualifikation: 1. Anastasia Dawidowa/Anastasia Jermakowa (Russ) 98,150 Punkte. 2. Gemma Mengual/Paola Tirados (Sp) 96,800. 3. Eleftheria Ftouli/Evanthia Makrygianni (Grie) 92,450. 4. Xenia Sidorenko/Darja Juschko (Ukr) 92,100. 5. Giulia Lapi/Beatrice Adelizzi (It) 91,550. 6. Anastasia Gloushkov/Viktoria Yarmolinskaya (Isr) 88,850. 7. Magdalena Brunner/Ariane Schneider 88,150. -- Final am Sonntagmorgen (ab 11 Uhr).Line element27.7. European Swimming Championship, Budapest, 27.7.-6.8.2006 [Website] [Programm und Infos] [Resultate Schwimmen] [Open Water] [Wasserspringen] [Synchronschwimmen] Line element25.7. Van den Hoogenband schlägt Thorpe. Wenn es darum geht, wer nach den olympischen Spielen wieder schneller an einem grossen Wettkampf teilnimmt, dann hat van den Hoogenband gewonnen. Der 28-jährige "fliegende Holländer" wird am Montag in Budapest an den Europameisterschaften über 100 und 200 m Freistil starten. Van den Hoogenband verpasste die WM in Montreal wegen einer Diskushärnienoperation. Thorpe wird demgegenüber kaum vor den Weltmeisterschaften vom kommenden März in Melbourne auf dem Startblock zu sehen sein.

25.7. Weiter Schlag für Aussie-PanPac-Team. Australiens Mannschaft für die Panpazifischen Meisterschaften vom kommenden Monat in Victoria, Kanada, muss einen weiteren Verlust verkraften: Nachdem Libby Lenton, Leisel Jones, Grant Hackett und Ian Thorpe fehlen, hat nun auch die Weltrekordhalterin über 50 m Brust, Jade Edmistone, mangels Training abgesagt. Australiens Nationaltrainer Alan Thompson sagte, da sie an einer Hüftverletzung leide, habe man nichts forcieren wollen. Ihr nächstes Ziel sind die australischen WM-Ausscheidungen, die Ende Jahr in Brisbane stattfinden werden. Line element23.7. Sweetenham von Zeitplanänderung unbeeindruckt. Der Chef Leistungssport von British Swimming lässt sich von der für ihn "praktisch beschlossenen" Verschiebung der Finals an den olympischen Spielen 2008 vom Abend auf den Morgen nicht beeindrucken. "Das sind die Bedingungen, mit denen wir uns abfinden müssen," sagte Sweetenham. "Sie gelten für alle Teams und Athleten gleich, das am besten vorbereitete Team und der am besten vorbereitete Schwimmer wird gewinnen." Er wäre einzig dann unzufrieden, wenn man nur einzelne Finals auf den Morgen legen würde. Sweetenham wird die britischen Schwimmer entsprechen vorbereiten. Die anderen Trainer und Schwimmer sollen sich nur stark aufregen, das nütze den Briten. Sich rechtzeitig anpassen oder sterben, lautet das Motto des unzimperlichen Australiers - aber er hat recht. Sweetenham wird sich dafür einsetzen, dass möglichst viele Wettkämpfe, zum Beispiel das Siebenhügel-Meeting von Rom, ebenfalls nach diesem Schema ausgetragen wird. Line element22.7. 81 Jahre alter Rekord gebrochen. Die 38-jährige australische Marathonschwimmerin Tammy van Wisse hat einen noch von der Schwimmlegende Gertrude Ederle aufgestellten Rekord gebrochen. Sie legte die 35 km zwischen Battery Park, New York City, nach Sandy Hook, New Jersey, in 5:06:48 zurück - mehr als 2 Stunden und 5 Minuten schneller als Gertrude Ederle 1925. Das Wasser ist zurzeit um die 22 Grad warm. "Die Anwesenheit von Gertrudes Familie hat mir sehr geholfen, mit Gertrudes Einstellung zu schwimmen," sagte van Wisse. "Sie war eine Pionierin des Frauensports, hat Grenzen durchbrochen und ist ein zeitloses Vorbild." Gertrude Ederle schwamm als erste Frau 1926 durch den Ärmelkanal und verbesserte den Rekord gleich um mehr als 2 Stunden. Darüber hinaus holte sie für die USA an den olympischen Spielen 1924 3 Medaillen. Die Schwimmstrecke um New York herum führt an der Freiheitsstatue, Governors Island und Coney Island vorbei.

22.7. Österreichische EM-Mannschaft. Im Bestreben, in der Medaillenrangliste vorne mitzumischen, schickt der österreichische Verband 22 Schwimmerinnen und Schwimmer nach Budspest. Schwimmen, Frauen:: Fabienne Nadarajah, Marilies Demal, Nina Dittrich, Jördis Steinegger, Birgit Koschischek. Männer: Markus Rogan, Maxim Podoprigora, Dominik Koll, David Brandl, Dominik Dür, Stefan Wipplinger, Dinko Jukic, Martin Spitzer, Thomas Narnhofer, Martin Cernansky, Sebastian Stoss. Wasserspringen, Frauen: Anja Richter, Marion Reiff, Veronika Kratochwil. Männer: Constantin Blaha. Synchrinschwimmen: Lisbeth Mahn, Nadine Brandl.Line element 20.7. EU-Gericht stützt Doping-Entscheide. Die beiden Profi-Schwimmer David Meca und Igor Majcen wurden 1999 wegen positiven Nandrolontests an einem FINA Marathon Swimming Wolrdcup von der FINA für 2 Jahre gesperrt. Der Gang vors internationale Sportgericht in Lausanne half den beiden nicht. Anschliessend richteten sie Beschwerde an die EU-Kommission -ohne Erfolg. Sowohl die Vorinstanz als nun auch das oberste EU-Gericht stützten den Entscheid der EU-Kommission. Die Dopingsperre stehe in Einklang mit EU-Recht bzw. verletze dieses nicht. Die Antidopinggesetze und -regeln würden in den Kompetenzbereich der EU-Rechtssprechung fallen, aber die Regeln würden bloss den ordnungsgemässen Ablauf des Wettkampfsport sicherstellen und tangierten die Wettbewerbs- und persönliche Freiheit nicht. Line element19.7. Limmat-Sharks Nachwuchs erfolgreich beim Schweizer Nachwuchskriterium. Die Schweizer Nachwuchsmeisterschaften fanden von 13. bis 16.09. bei hervorragendem Wetter in Schaffhausen statt. Der Nachwuchs der Limmat Sharks, der zum großen Teil von Yvonne Sigrist trainiert wird, nahm dieses Jahr mit der mit Abstand größten Mannschaft der letzten Jahre teil und erreichte dabei 11 Medaillen. Damit war die Medaillenausbeute nur um eine höher als im Jahr zuvor, allerdings hat sich die Anzahl der erreichten Finalrennen bzw. Plazierungen unter den ersten 8 von 23 auf 43 fast verdoppelt, was die positive Entwicklung in diesem Bereich sehr deutlich zeigt. 15 der 17 Teilnehmer durften am Nachmittag in mindestens einem Final antreten, auch den beiden jüngsten Teilnehmerinnen, Florence Sigg und Katrin Appenzeller gelang dies gleich bei ihren ersten Meisterschaften. Neben der hervorragenden Mannschaftsleistung ist insbesondere Marcel Betschart hervorzuheben, der beide Rückenstrecken in seiner Altersgruppe mit Veranstaltungsrekord für sich entscheiden konnte. Über 100m R war der Sieg allerdings hart umkämpft, wenn auch nur vereinsintern, denn Marcels Mannschaftskamerad Fabio Egg wurde mit nur 3/100 s Rückstand zweiter in einem packenden Duell, in dem beide unter der bestehenden Meisterschaftsbestzeit blieben. Über 200m Rücken schwamm er dann ein einsames Rennen und unterbot in 2:25.01 die bestehende Meisterschaftsbestzeit nicht nur um mehr als 4 Sekunden, sondern erreichte auch die Limite für die Jugend-Nationalmannschaft. Neben diesen beiden Siegen erschwamm er sich noch drei weitere Medaillen, eine silberne in 200m Lagen und zwei bronzene in 100 bzw. 200m Delfin. Ein weiterer Sieg gelang Lara Kim Hehr über 200m Delphin bei den 16 jährigen, wobei sie zum ersten Mal unter 2:30 blieb, und das nur eine Woche nach ihrem 7. Platz bei der Team-Jugendeuropameisterschaft im Triathlon in Kroatien. Während Fabio Egg neben der Silbermedaille in 100m Rücken noch einen 3. Platz in 100m Kraul erreichte, erschwamm sich seine Schwester Alexandra drei Medaillen, eine silberne in 200m Rücken sowie zwei bronzene in 100m Rü bzw. 200m Lagen.

Herzlichen Glückwunsch an die Mannschaft und Yvonne für diese guten Leistungen!Line element18.7. Sandrine Paquier tritt zurück. Die 29-jährige Lausannerin, die seit 1997 für den Schwimmclub Uster-Wallisellen startete, hat heute ihren Rücktritt bekannt gegeben. An den Schweizer Meisterschaften im Mai in Genf hat die Freistilspezialistin ihr letztes Rennen bestritten und nun offiziell bekannt gegeben, dass sie keine Wettkämpfe mehr bestreiten wird. Im Grunde hat sie ihre „Einzelkarriere“ bereits nach den Olympischen Spielen 2004 beendet und stand in den letzten beiden Jahren ihrem Verein noch in Staffeln und an Vereinsmeisterschaften zur Verfügung. „Jetzt ist die Zeit gekommen und den Jungen meinen Platz zu überlassen“, kommentierte Paquier ihren Entscheid. Sandrine Paquier hat 1996 und 2004 jeweils als Staffelschwimmerin an den Olympischen Spielen teilgenommen und stand an beinahe unzähligen Europa- und Weltmeisterschaften zwischen 1994 und 2004 im Einsatz. In ihrer langen Karriere gewann sie 14 Schweizermeistertitel in Einzelrennen und war zeitweilig Schweizerrekordhalterin über 200m Freistil. (Swiss Swimming) Line element16.7. Deutsche Schwimmerinnen für EM bereit. Bei der Generalprobe für die in zwei Wochen beginnende EM in Budapest haben sich die deutschen Schwimmerinnen in guter Form präsentiert. Beim internationalen Schwimmfest in Darmstadt machte vor allem die Würzburgerin Annika Liebs durch ihren Sieg über 200m Freistil in 1:58,79 Minuten auf sich aufmerksam. In guter Verfassung nach einem dreiwöchigen Trainingslehrgang in Heidelberg präsentierte sich auch Britta Steffen (Berlin) als Siegerin über 50m Freistil in 24,96 Sekunden. Antje Buschschulte (Magdeburg) verfehlte über 50m Delfin in 26,71 Sekunden ihren deutschen Rekord nur um 16 Hundertstelsekunden. Berechtigte Medaillenhoffnungen für die EM darf sich auch Kurzbahn-Weltmeisterin Janine Pietsch (Ingolstadt) machen, die das Rennen über 100m Rücken in 1:02,09 für sich entschied. Meeuw schwimmt hinterher Dagegen müssen die Männer noch an ihrer EM-Norm feilen. Der fünffache DM-Titelträger Helge Meeuw (Wiesbaden) blieb in 2:01,36 über 200m Rücken deutlich hinter seinem Europarekord (1:56,34) zurück. Zu Siegen kam immerhin der Potsdamer Johannes Dietrich über 50m Freisitl (23,03) und 50m Delfin (24,40) [Resultate].

16.7. EM ohne Klochkova? An den ukrainischen Meisterschaften in Donetsk schwamm Yana Klochkova 1:00.38 über 100 m Delfin und 2:19.82 über 200 m Lagen und öffnete damit Spekulationen die Türe, dass die Olympiameisterin nach langem Traininsunterbruch noch nicht für eine grössere Meisterschaft bereit sei. Iryna Amshennikova schwamm die 50 m Rücken in 29.52, die 100 m Rücken in 1:01.84 und die 200 m Lagen vor Klochkova in 2:16.68. Oleg Lisogor erzielte 1:03.07 über 100 m Brust und wurde Vierter. Er steckt mitten in den Vorbereitungen für Budapest.

16.7. Lezak und Coughlin drehen auf. Am Janet Evans Invitational schwammen Jason Lazak 49.04 und Nathalie Coughlin 54.28 über 100 m Freistil. Der schnellste Amerikaner auf der langen Bahn brach seinen eigenen Meeting-Rekord von 49.20 aus dem Jahr 2004. Nur knapp hinter ihm schlugen Roland Schoeman (49.87) und Nick Brunelli (49.94) an. Nathalie Coughlin hatte keine Gegnerinnen. Mit fast 2 Sekunden Abstand folgte Lacey Nymeyer mit 56.13 und Allison Wagner wirkte mit 57.19 sehr müde [Resultate].Line element13.7. FINA WM-Programm mit Abendfinals. Die FINA hat das Programm für die vom 17.3. bis 1.4. 2007 in Melbourne stattfindenen Weltmeisterschaften bekannt gegeben [Website]. Die Finals im Schwimmen werden am Abend ausgetragen. Die Spekulationen über eine mögliche Programmanpassung haben sich nicht bewahrheitet. Line element12.7. EM ohne Davies. Der britische 1500-m-Spezialist lässt die EM in Budapest ausfallen, teilte sein Trainer Dave Haller gestern mit. Der 21-Jährige kehrte soeben aus einem einmonatigen Trainingslager aus Malta nach Cardiff zurück. Es war seine erste grössere Trainingseinheit nach der Operation zur Entfernung eines Abzesses am linken Fussgelenk. Als Ursache des Abszesses wurde eine längerdauernde Sepsis ("Blutvergiftung") genannt. Aufgrund des Trainingsrückstandes mache es keinen Sinn, an der EM zu starten. Als nächsten wichtigen Wettkampf visiere Davies stattdessen die WM vom kommenden März an, wo er Larsen Jensen und Grant Hackett das Leben schwer machen wolle.

12.7. FINA Marathon Swimming World Cup.(9.7.2006, 19 km in Sabac, Serbien-Montenegro). Frauen: 1. Angela Maurer GER 2h46:30, 2. Britta Kamrau-Corestein GER 2h46:31.10, 3. Anna Uvarova RUS 2h46:31.85. Männer: 1. Anton Sanatchev RUS 2h30:36, 2. Stéphane Gomez FRA 2h30:38, 3. Mohamed El-Zanaty EGY 2h30:39. Nächste Etappe: Oridsee, Mazedonien, 30 km (15.7.2006).Line element 10.7. Schöner Abschluss der Junioren-EM dank hervorragender Leistung von Damien Courtois mit WM-Limite! (swiss Swimming) Am vierten und letzten Tag der Junioren-EM in Palma sorgten Damien Courtois von Lancy-Natation und ein weiteres Mal die Damenstaffel für die herausragenden Leistungen. Die 4x100m Lagenstaffel der Damen erreichte zwar als 12. nach dem Vorlauf den Final der besten Acht nicht, das Quartett mit Laila Werner, Patrizia Humplik, Laetitia Perez und Ramona Knüsel blieb aber mit 4:24.86 wiederum unter der alten Juniorenbestmarke. Somit hat das junge Damenteam in allen drei Staffeln dieser Meisterschaften Bestleistungen erreicht. Für den zweiten Höhepunkt an diesem Tag war der 18-jährige Damien Courtois besorgt, der im Halbfinal mit 24.79 auf die Hundertstelsekunde genau die WM-Limite über 50m Delfin schwamm. Im Final blieb er mit 24.82 ganz knapp über dieser Bestmarke und klassierte sich im sechsten Schlussrang. Mit dieser Leistung hat er sich als erster Schweizer für WM in Melbourne im Frühling 2007 qualifiziert! Adrien Perez unterbot im gleichen Rennen zweimal seine persönliche Bestzeit und erreichte mit 25.16 den guten 11. Rang. Eine weitere persönliche Bestzeit schwamm Carine Rognon aus Neuchâtel über 50m Freistil (27.80), sie blieb aber ebenso wie Stefanie Eisenring (27.29) im Vorlauf hängen. Letztere musste sich mit dem unglücklichen 17. Rang begnügen. Patrizia Humplik schliesslich startete über 200m Lagen und erreichte mit 2:26.85 den 18. Rang. Sie konnte allerdings auch in diesem Rennen nicht ihr Potential ausschöpfen - kämpfte aber bis zum letzten Meter. Die Bernerin gehörte an diesen Meisterschaften zu den Verliererinnen, im Gegensatz zu den jungen Romands Damien Courtois und Adrien Perez. Auch die Damenstaffeln mit einer sehr guten Ramona Knüsel aus Kriens sowie der jungen Laila Werner aus Schaffhausen, die in allen Staffeln über sich hinausgewachsen ist, erreichten die anvisierten Ziele vollauf. Headcoach François Willen war mit den Leistungen seiner Mannschaft bedingt zufrieden. Er musste zugeben, dass die angestrebte Medaille ebenso verpasst wurde wie die Vorgabe bei der Bestzeitenquote. Die Verbesserung von Vorlauf zu Halbfinal und Final gelang auch nur teilweise. "Ich will, dass ihr an internationalen Meisterschaften nicht zuschaut, sondern um Finalplätze und Medaillen kämpft!", meinte dazu François Willen. Hier muss an der Mentalität der jungen Schwimmerinnen und Schwimmer gearbeitet werden. Er ist trotzdem stolz auf sein Team, weil es sich diszipliniert zeigte und auch in schwierigen Momenten nie aufgegeben hat. Und schliesslich kann sich auch die Bilanz mit fünf Top 16 Platzierungen und vier Top 8 Rängen im Vergleich zu früheren Jahren durchaus sehen lassen. Die Resultate der Schweizer vom Sonntag:
50m Freistil Damen:
Stefanie Eisenring, 17. im Vorlauf 27.29
Carine Rognon, 26. im Vorlauf 27.80
50m Delfin Herren:
Damien Courtois, 6. im Vorlauf 25.09, 4. im Semifinal 24.79 (WM-Limite!), 6. im Final 24.82
Adrien Perez, 9. im Vorlauf 25.18, 11. im Semifinal 25.16
200m Vierlagen Damen:
Patrizia Humplik, 18. im Vorlauf 2:26.85
4x100m Vierlagen Damen
Schweiz, 12. im Vorlauf 4:24.86
Laila Werner 1:07.65
Patrizia Humplik 1:14.59
Laetitia Perez 1:04.63
Ramona Knüsel 57.99

10.7. Durchzogene Leistungen der Schweizer an der JEM. (Swiss Swimming) Die Leistungen der im Einsatz stehenden SchwimmerInnen waren am dritten Tag doch recht unterschiedlich. Sehr erfreulich war der Vorstoss unter die besten 16 von Damien Courtois über 50m Brust. Seiner Unerfahrenheit ist es zuzuschreiben, dass er sich im Semifinale mit 16. Platz begnügen musste. Durch einen schlimmen Fehler beim Anschlag vergab er über eine halbe Sekunde, wie die Videoauswertung von Fachmann Peter Herzig zeigte. Somit war der Traum von Finale auf dem allerletzten Meter geplatzt. Noch schlechter erging es Patrizia Humplik, die als Medaillenanwärterin nach Palma gereist war. Mit einer verkrampften Vorlaufleistung schied sie als 17. aus. Diese Niederlage wird die junge Athletin aus Bern noch verarbeiten müssen. Ihr Coach Martin Salmingkeit ist allerdings überzeugt, dass seine Athletin gestärkt aus dieser Krise gehen wird. Am Sonntag wird sie sich in der 4x100 Lagenstaffel rehabilitieren können. Viel Freude bereitete wiederum die Damenstaffel, diesmal mit neuer Juniorenbestleistung über 4x100 Kraul in 3:55.43. Der achte Rang nach dem Vorlauf konnten die Damenstaffel in der Besetzung Ramona Knüsel, Laila Werner, Stephanie Eisenring und Carine Rognon nicht mehr verbessern. Das Quartett blieb aber noch ein zweites Mal unter der alten Juniorenbestmarke [Website mit Resultaten]..
Die Resultate der Schweizer:
100m Brust Damen:
Patrizia Humplik, 17. im Vorlauf 1:15.00
50m Brust Herren:
Damien Courtois 11. im Vorlauf 29.55, 16. im Semifinal 30.03
100m Freistil Herren:
Adrien Perez, 28. im Vorlauf 52.76
Duncan Furrer, 39. im Vorlauf 54.57
100 Delfin Damen:
Laetitia Perez
30. im Vorlauf 1:05.57
4x100 Kraul Damen
Schweiz, 8. im Vorlauf 3:55.43
Knüsel 58.39
Werner 57.81
Eisenring 59.66
Rognon 59.57
Schweiz, 8. im Final 3:55.64
Knüsel 58.47
Werner 58.14
Eisenring 58.99
Rognon 1:00.04Line element9.7. Adrien Riccucci schnellster Dietiker-Fisch [Bericht und Bild]. Line element9.7. Wenig Starts und keine Finals am 2. Tag der JEM. (Swiss Swimming) Nur gerade vier SchwimmerInnen standen in den Vorläufen über 50 Kraul der Herren und 50 Delfin der Damen im Einsatz. Alle verpassten den Einzug in die Halbfinals. Nur gerade 14/100 Sekunden fehlten Laetita Perez zum angestrebten Semi-Finalplatz. Ärgerlich, dass sie in ihrem Rennen mit 29.09 zwei Zehntelsekunden über ihrer persönlichen Bestzeit blieb. Zufriedener konnte Carine Rognon sein. Sie schwamm mit 29.45 eine halbe Sekunde unter ihrer persönlichen Bestleistung. Duncan Furrer und Adrien Perez erreichten in ihrem Vorlauf die Ränge 25 und 26. Beide konnten mit 24.45 und 24.48 ihre persönlichen Bestzeit knapp nicht verbessern. So hat das Schweizer Team einen freien Abend ohne Finals. Die beiden Coaches François Willen und Sébastien Gautsch werden die Athleten mit einem gezielten Training und einer Teamaktivität auf die beiden ausstehenden zwei Wettkampftage vorbereiten. Zu den grössten Finalkandidaten und sogar Medaillenanwärter gehören dabei Damien Courtois und Patrizia Humplik.
Die Resultate der Schweizer:
50m Freistil Herren:
Duncan Furrer, 25. im Vorlauf 24.45
Adrien Perez, 26. im Vorlauf 24.48
50m Delfin Damen:
Laetita Perez, 21. im Vorlauf 29.09
Carine Rognon, 29. im Vorlauf 29.45 Line element8.7. WM 2007 Zeitplan. Sollte das IOC auf den Antrag von NBC eingehen und an den olympischen Spielen 2008 die Vorläufe und Halbfinals am Abend, die Finals am darauffolgenden Morgen durchführen, wird dies auf die Vorbereitung der Schwimmerinnen und Schwimmer einen grossen Einfluss haben. Die 2007 in Melbounre ausgetragenen Weltmeisterschaften würden voraussichtlich nach dem gleichen Zeitplan gestaltet. Darüber hinaus würde man auch andere internationale Wettkämpfe nach diesem Schema organisieren, um den Athleten die Möglichkeit zu geben, sich an das neue Programm zu gewöhnen. Die Umstellung wird in Schwimmerkreisen sowie von den Fernsehstationen in Europa und Austral-Asien nicht gewünscht. Bei den olympischen Spielen 1988 in Seoul wurden die Hälfte der Finals am Morgen, die andere Hälfte am Abend durchgeführt.Line element7.7. Starke Leistung am ersten Tag der Junioren-Europameisterschaften: 6. Rang und Juniorenbestleistung über 4x200 Kraul der Damen und 7. Rang von Adrien Perez über 50 Rücken. Noch nie ist eine Schweizer Juniorenstaffel bei den Damen über 4x200 Kraul so schnell geschwommen. Insbesondere Ramona Knüsel (2:06.61) und Laila Werner (2:04.24!) zeigten eine überzeugende Leistung mit persönlichen Bestzeiten. Mit 8:30.19 erreichten sie den 6. Rang und waren über 4 Sekunden schneller als am Multinations-Meeting im vergangenen April. Mit der viertbesten Zeit ist Adrien Perez über 50 Rücken ins Finale vorgestossen. In 26.80 Sekunden kam er der Juniorenbestleistung von Flori Lang (26.64) aus dem Jahr 2001 sehr nahe. Im Finale verlor er zuviel Zeit beim Start und konnte den Rückstand nicht mehr wettmachen. Anstatt einer Medaille musste er sich in 27.03 mit dem 7. Rang begnügen. Ramona Knüsel über 100 Kraul und Patrizia Humplik über 50 Brust erreichten beide als 16. er Vorläufe die Semifinals. Die Bernerin Humplik vermochte sich noch auf den 11. Schlussrang zu steigern. Ramona Knüsel konnte ihr Potential über 100 Kraul nicht ganz ausschöpfen und blieb in 58.61 auf dem 16. Rang. Damien Courtois blieb als einziger Schweizer schon im Vorlauf hängen. Die Zeit von 56.75 über 100 Delfin bedeutete trotzdem seine zweitbeste je geschwommene Zeit [Resultate].
Die Resultate der Schweizer:
100 Freistil Damen: Ramona Knüsel 16. im Vorlauf 58.69 16. im Semi-Final 58.61
50 Rücken Herren: Adrien Perez 4. im Vorlauf 26.95 4. im Semi-Final 26.80 7. im Final 27.03
50 Brust Damen: Patrizia Humplik 16. im Vorlauf 34.29 11. im Semi-Final 33.80
100 Delfin Herren: Damien Courtois 27. im Vorlauf 56.75
4x200 Kraul Damen: Schweiz 6. Rang im Final 8:30.19
Ramona Knüsel 2:06.61
Laila Werner 2:04.24
Stefanie Eisenring 2:08.70
Carine Rognon 2:10.64

7.7. Britisches EM-Team. Schwimmen: Amy Smith, Caitlin McClatchey, Cassie Patten, Elizabeth Simmonds, Francesca Halsall, Hannah Miley, Jessica Dickons, Jessica Sylvester, Jo Jackson, Julia Beckett, Kate Haywood, Katherine Wyld, Katy Sexton, Keri-Anne Payne, Kerry Buchan, Kirsty Balfour, Mel Marshall, Rebecca Adlington, Rebecca Cooke, Rebecca Shaw, Ros Brett, Stephanie Proud, Terri Dunning Andrew Hunter, Chris Alderton, Chris Cook, Chris Cozens, Craig Houston, Darren Mew, David Carry, David Davies, Euan Dale, Gregor Tait, James Gibson, James Goddard, James Kirton, Joe Roebuck, Kris Gilchrist, Lewis Smith, Liam Tancock, Matt Bowe, Matt Clay, Robbie Renwick, Ross Davenport, Simon Burnett, Todd Cooper. Wasserspringen: Sarah Barrow, Claire Blencowe, Tonia Couch, Brooke Graddon, Monique McCarroll, Jodie McGroarty, Louise van Hoof, Gary Hunt, Callum Johnstone, Benjamin Swain. Langstrecken: Philippa Davies, Isobel Newman, Cassie Patten, Alan Bircher, John Owen. Synchronschwimmen: Olivia Allison, Jenna Randall, Lauren Smith.Line element7.7. Stephanie Eisenring an der JEM in Mallorca. Am ersten Tag der JEM in Mallorca hat Stephanie Eisenring mit der 4x200m F Staffel der Schweiz einen neuen Junioren-Schweizerrekord aufgestellt. In der Zeit von 8:30.19 erreichten die 4 Schweizerinnen (Ramona Knüsel, Laila Werner, Stephanie Eisenring und Carine Rognon) den 6. Platz. Herzlichen Glückwunsch! Steffis Einzelzeit: 2:08.70 [Resultate].Line element6.7. Hackett begeistert von Pope. Grant Hackett wird vorerst bei seinem neuen Trainer Ian Pope in Melbourne bleiben, mindestens bis zu den nationalen Kurzbahnmeisterschaften in Hobart (25.-28.8.3006). Der radikale Umbau seines Trainings habe seinem Aufbau neues Leben eingehaucht im Hinblick auf die WM-Trials vom Dezember in Brisbane. Auf einen dritten olympischen Titel über 1500 m Freistil schielend, kündigte Hackett im Mai an, dass er künftig je zur Hälfte bei seinem bisherigen Trainer Denis Cotterell an der Gold Coast und bei Ian Pope in Melbourne trainieren wolle. Ursprünglich wollte er schon im Juli in den Norden zurückkehren, entschied sich aber jetzt in Victoria zu bleiben. "Ich bin sehr glücklich über den Entscheid, es gab mir ein neues Leben im Hinblick auf Beijing," sagte der seit Juni in Melbourne trainierende Hackett. "Ich werde bis Ende August bei Ian bleiben und freue mich ausserordentlich auf die Rennen in Hobart. Im Dezember werde ich meine Vorbereitungen mit Denis und Ian neu beurteilen." Der nach seiner Schulteroperation mit neuer Energie zurückgekehrte Hackett jagt seinen Gegnern schon jetzt Angst ein. Er stellte am Grand Prix in Brisbane vom Mai eine JWB über 400 m Freistil in 3:46.99 auf. Auch Pope ist begeistert von Hackett. Der Trainer von Klim, Welsh und Rooney sagte, er habe selten einen Schwimmer gesehen, der mit soviel Einsatz und Begeisterung trainiere. Sein Professionalismus wirke ansteckend und erfrischend. Seine Art zu kommunizieren und über das Tarining zu diskutieren überrasche selbst Pope.

6.7. Russland zahlt olympisches Preisgeld. Der russische Schwimmverband legte gestern die Preisgelder für die olympischen Spiele 2008 fest. "Ein finanzieller Reiz ist notwendig, damit gute Leistungen erzielt werden," meint Verbandspräsident Sergei Naryshkin. "Wir glauben nicht, dass Geld der wichtigste Faktor ist, aber er ist einer der wichtigen." US$ 50'000 werden für eine Goldmedaille bezahlt, 30'000 für Silber und 15'000 für Bronze. Zusätzlich werden US$ 15'000 für einen Weltrekord, 5'000 für einen Europarekord und 1'000 für einen russischen Rekord versprochen.

6.7. Junioren-Europameisterschaften. (Swiss Swimming) Am Donnerstag beginnen auf der Insel Mallorca die Europameisterschaften der Junioren im Schwimmen. Während vier Tagen kämpfen die besten 15-/16-jährigen Mädchen sowie die 17-/18-jährigen Knaben um Titel und Ehren. Swiss Swimming ist mit einer Mannschaft von neun Athleten vertreten. Angeführt wird die Mannschaft von der 16-jährigen Bernerin Patrizia Humplik und vom 18-jährigen Damien Courtois von Lancy-Natation, die beide mit grossen Erwartungen nach Palma reisen. Die Brustspezialistin Humplik ist in der europäischen Saisonbestenliste auf den Plätzen 4 (100m) und 6 (50m) klassiert und gehört damit zum erweiterten Favoritenkreis. Dasselbe gilt für den Romand Courtois, der über 50m Brust an der fünften und über 50m Delfin gar an dritter Stelle im europäischen Klassement (à http://www.swimrankings.net) zu finden ist. Viel Potential haben zudem die Freistilstaffeln über 4x100 und 4x200m der Juniorinnen, die aller Voraussicht nach mit Ramona Knüsel (Kriens), Stephanie Eisenring (Limmat Sharks), Carine Rognon (Red Fish Neuchâtel) und Laila Werner (Schaffhausen) an den Start gehen. Ein Finalplatz ist dem Quartett auf alle Fälle zuzutrauen.
Die Schweizer und ihre Einsätze:
Damien Courtois, 88, Lancy-Natation: 50m Brust, 50m & 100m Delfin
Duncan Furrer, 89, Lausanne Natation: 50m & 100m Freistil
Adrien Perez, 88, Red Fish Neuchâtel: 50m & 100m Freistil, 50m Delfin, 50m Rücken
Stephanie Eisenring, 90, Limmat Sharks: 50m Freistil, Staffeln
Patrizia Humplik, 90, SK Bern: 50m & 100m Brust, 200m Lagen, Staffel
Ramona Knüsel, 90, SV Kriens: 100m Freistil, Staffeln
Laetitia Perez, 90, Red Fish Neuchâtel: 50m & 100m Delfin, Staffel
Carine Rognon, 90, Red Fish Neuchâtel: 50m Freistil, 50m Delfin, Staffeln
Laila Werner, 91, SC Schaffhausen: Staffeln
Die Damen sind für alle Staffeln (4x100m & 4x200m Freistil sowie 4x100m Lagen) eingeschrieben.
Der Zeitplan
vom Donnerstag 6. bis Sonntag, 9. Juli: Vorläufe jeweils 9:30 Uhr, Finals ab 17:30 Uhr
[Website] Line element 5.7. European Junior Swimming and Diving Championships, Palma de Mallorca, 6.-9.7.2006 [Website]

5.7. Brembillas steiniger Weg nach Budapest. Emiliano Brembillas Aussichten, den vierten Titel über 400 m Freistil in Folge und den fünften Titel überhaupt an der EM in Budapest verteidigen zu können sind getrübt, nachdem er wegen einem Nierenstein hospitalisiert worden ist. Der 3 mm grosse Stein hielt Brembilla vom Training ab. Das erste Mal gewann Brembilla die 400 m 1997 in Sevilla in 3:45.96, was immer noch Meisterschaftsrekord bedeutet, 1999 verlor er gegen den Briten Palmer, dann gewann er in 3:48.56 (2000), 3:46.60 (2002) und 3:49.14 (2004). Line element 3.7. Nicola Spirig und Reto Hug gewinnen Züri-Triathlon . Obwohl von den Europameisterschaften noch nicht ganz erholt, gewannen die bei den Limmat Sharks Zürich trainierenden Triathleten Nicola Spirig und Reto Hug den Züri Traithlon über die olympische Distanz. Herzliche Gratulation! Weitere Infos unter www.nicolaspirig.ch und www.retohug.ch. Line element2.7. swim-talk.com: neues Wassersportportal. Das neu gegründete Internetportal swim-talk.com ermöglicht Wassersportlern und Fans eine vereinfachte Kommunikation. Basierend auf den Vorbildern der Partyseiten werden an den wichtigsten Schweizer Wassersportevents jeweils die Fotografen von swim-talk.com vor Ort sein und ihre Fotos an den folgenden Tagen im Internet kostenlos zur Verfügung zu stellen. Das Ziel der Betreiber ist es, eine europaweite Community aufzubauen.

2.7. Kamrau disqualifiziert - Lurz holt Titel. Die Rostockerin wurde bei den deutschen Meisterschaften im Langstreckenschwimmen in Erfurt-Stotterheim über zehn km nur Vierte. Nach Auswertung der Videobilder wurde die WM-Dritte dieser Strecke anschließend wegen grober Unsportlichkeit von der Jury auch noch disqualifiziert. Der Sieg ging nach 2:10:35,87 Stunden an Angela Maurer (Wiesbaden) und Stefanie Biller (Burghausen), die gleichzeitig die Ziellinie überquerten. Mit nur 1,91 Sekunden Rückstand belegte die Hamburgerin Alessa Dörling Platz drei und sicherte sich damit erstmals eine EM- Teilnahme. Titelverteidigerin Gina Mohr (Elmshorn) belegte als Leidtragende der Attacke von Britta Kamrau-Corestein lediglich Platz fünf (2:10:41,34). Britta Kamrau-Corestein kann damit bei der EM ihren Titel von Madrid 2004 nicht verteidigen und muss voraussichtlich auch über diese Strecke auf die WM in Neapel (29. August bis 3. September) verzichten und die WM im März 2007 in Melbourne. «Ich bin fassungslos. Es ärgert mich kolossal, dass ich bei den nächsten drei internationalen Höhepunkten wahrscheinlich raus bin. Die zehn Kilometer sind das wichtigste Rennen», sagte die dreimalige Europameisterin Britta Kamrau-Corestein. Die 27 Jahre alte Jurastudentin hat über die 25-km-Distanz aber noch die Chance auf einen weiteren EM-Startplatz, nachdem sie sich einen bereits als Siegerin über die fünf km gesichert hatte. Bei den Männern kam dagegen der Würzburger Vize-Weltmeister Thomas Lurz nach 1:58:24,11 Stunden über die zehn Kilometer zu seinem zweiten Titel. Er hatte am Freitag bereits die halb so lange Distanz für sich entschieden. Über zehn km lag der 26 Jahre alte Student erneut vor dem Mainzer Christian Hein (1:58:27,02). Den dritten EM-Startplatz sicherte sich Alexander Studzinski aus Wiesbaden (1:58:33,62).Line element1.7. Deutsche Langstreckenmeisterschaften. Thomas Lurz hat sich den ersten Titel bei den deutschen Meisterschaften im Langstreckenschwimmen gesichert. Zum Auftakt der Veranstaltung in Erfurt verwies der Würzburger in 55:04 Minuten Titelverteidiger Christian Hein aus Mainz (55:07) auf den zweiten Platz. Dritter wurde der Leipziger Toni Franz (56:16,0). Das Trio sicherte sich zudem die Fahrkarten zu den Europameisterschaften im ungarischen Plattensee (26. bis 30. Juli). "Damit habe ich mein Minimalziel erreicht", sagte Lurz zufrieden. Der 5-km-Weltmeister des vergangenen Jahres greift am Sonntag über die doppelte Distanz nach einem zweiten EM-Ticket. Dies hat er nach der DM im Becken in der vergangenen Woche in Berlin bereits über 1500m Freistil sicher. Bei den Frauen setzte sich Vize-Weltmeisterin Britta Kamrau-Corestein nach 1:00:43 Stunden im Schlussspurt gegen die Junioren-Europameisterin Johanna Manz aus Mainz (1:00:44) durch. Platz drei ging an die deutsche 200-m-Freistil-Meisterin Annika Liebs (Würzburg), die weitere drei Sekunden zurücklag und sich ebenfalls für die EM im Plattensee empfahl. "Ich werde aber wohl verzichten", sagte die 26 Jahre alte Lehramtstudentin, die ihre Position für die Viertplatzierte Antje Mahn aus Rostock( 1:00:48) freimachen würde. Die EM in den Beckenwettbewerben wird im Anschluss an die Langstreckenwettkämpfe vom 31. Juli bis 6. August in Budapest ausgetragen.



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Juni 2006

Line element29.6. Van Almsick: The next generation? Gemäss Bild-Zeitung - in dieser Hinsicht oft aber nicht immer richtig liegend - ist Franziska van Almsick (28), Weltrekorhalterin über 200 m Freistil, schwanger. "Kein Kommentar", lautet die Stellungnahme van Almsicks. "Ich gebe über mein Privatleben keine Erklärungen ab." Seit letztem Jahr ist sie mit dem 46-jährigen Geschäftsmann Jürgen Harder liiert. Line element27.6. NBC setzt IOC unter Druck. Nicht nur die Schwimmfinals der olympischen Spiele 2008, auch die Finals im Kunstturnen und Leichtathletik stehen auf der Einkaufsliste der US-amerikanischen Fernsehkette NBC. Auch diese sollen am Vormittag stattfinden, damit sich die Investitionen von 894 Millionen US $ (mindestens) amortisieren lassen. Im August wird IOC-Präsident Jacques Rogge die IOC-Kommission leiten, die sich mit der Vergabe der Fernsehrechte befasst. Es wird die Antwort auf die Frage gesucht, ob das Geld oder die Interessen der Sportlerinnen und Sportler wichtiger sind. "Der Wettkampfplan liegt als Entwurf vor," sagte eine IOC-Sprecherin. "Wir müssen nun das Gespräch mit den Interessenvertretern suchen, um den Zeitplan 2 Jahre vor den Spielen zu bereinigen." Seit Seoul 1988 hat der Einfluss von NBC abgenommen. Damals zahlten die Amerikaner 300 Millionen US $, die europäische EBU 30.2 Millionen US $. Für Beijing sind die Amerikaner bereit 894 Millionen zu zahlen, die Europäer 443.4 Millionen. Die BBC als Vertreterin der Europäer teilte dem IOC lakonisch mit, wer denn in Europa zur besten Schlafenszeit Finals gucke, wenn diese in Beijing am Morgen ausgetragen würden. Europa und Australien versuchen nun das IOC davon abzuhalten, die Austragung der Finals auf den Vormittag zu legen. Line element26.6. Texas A&M Grand Prix, College Station, 23.-25.6.2006 [Resultate] (Flavia Rigamonti 400 Freistil in 4:14.23).

26.6. Meeuw schwimmt zweiten ER. Ein Rekord bei den deutschen Meisterschaften in Berlin war Helge Meeuw zu wenig. Zum Abschluss der Wettkämpfe ist der 21-Jährige zu seinem zweiten Europarekord geschwommen. Einen Tag nach seiner Bestmarke über 200m Rücken in 1:56,34 Minuten blieb der Startschwimmer der 4x100-m-Lagen-Staffel des SC Wiesbaden in 53,46 Sekunden 46 Hundertstel unter dem drei Jahre alten Rekord des Russen Arkadi Wjatschanin. Für die Wiesbadener reichte es dennoch nur zu Platz vier. Meeuw ist aber mit fünf Titeln erfolgreichster Schwimmer der Titelkämpfe [Resultate im Überblick] [Website].

26.6. 27 Deutsche nach Budapest. Der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) hat im Anschluss an die deutschen Meisterschaften im Schwimmen in Berlin ein 27-köpfiges Team mit 14 Frauen und 13 Männern für die Europameisterschaften Ende Juli in Budapest nominiert. Einzige Neulinge im Team sind die Hildesheimerin Katharina Schiller (200 m Lagen), Johannes Neumann aus Riesa (Brust über 4x100 m Lagen) und der Frankfurter Jan Wolfgarten (4x200 m Freistil). Das DSV-Aufgebot: Männer: Paul Biedermann (Halle/Saale), Steffen Deibler (Biberach), Marco di Carli (Frankfurt/Main), Johannes Dietrich (Potsdam), Steffen Driesen (Wuppertal/Uerdingen/Dormagen), Christian Hein (Mainz), Stefan Herbst (Leutzsch), Helge Meeuw (Wiesbaden), Johannes Neumann (Riesa), Benjamin Starke (Cottbus), Jens Thiele (Hamburg), Jan Wolfgarten (Frankfurt/Main) und Thomas Lurz (Würzburg) Frauen: Vipa Bernhardt (Frankfurt/Main), Antje Buschschulte (Magdeburg), Petra Dallmann (Heidelberg), Daniela Götz (Erlangen), Nicole Hetzer (Burghausen), Annika Liebs (Würzburg), Annika Mehlhorn (Baunatal), Janine Pietsch (Ingolstadt), Sarah Poewe, Daniela Samulski (beide Wuppertal/Uerdingen/Dormagen), Katharina Schiller (Hildesheim), Britta Steffen (Berlin), Simone Weiler (Heidelberg) und Janne Schäfer (Wolfsburg).

26.6. Phelps macht die Konkurrenz nass. Der sechsfache Schwimm-Olympiasieger Michael Phelps bleibt beim US-Grand-Prix auf Erfolgskurs. Zum Auftakt des Schwimm-Meetings mit australischen Gästen im kalifornischen Santa Clara entschied der vierfache Weltmeister die 400 m Lagen in 4:11,40 Minuten vor seinem US-Landsmann Erik Vendt (4:18,66) deutlich für sich Eine Niederlage kassierte 100-m-Brust-Weltrekordler Brendan Hansen. Der Weltmeister musste sich in 1:01,64 Minuten dem Australier Brenton Rickard (1:01,58) geschlagen geben. Das 200-m-Freistilfinale machten die Staffel-Olympiasieger Klete Keller (1:48,69) und Peter Vanderkaay (1:48,72) unter sich aus. Vanderkaay (2:00,81) wurde zudem Dritter über 200 m Delfin hinter seinem US-Teamkollegen Davis Tarwater (1:58,68) und dem Australier Joshua Krogh (1:59,86). Bei den Frauen feierte Doppel-Olympiasiegerin Natalie Coughlin zwei Siege. Über 100 m Freistil dominierte die Vize-Weltmeisterin in 54,06 Sekunden, die 100 m Delfin gewann sie in 58,22 Sekunden. 400-m-Freistilsiegerin wurde Hayley Peirsol (4:11,00) vor Doppel-Weltmeisterin Kate Ziegler (4:11,64). Auch Kurzbahn-Weltmeisterin Tara Kirk (2:28,56) wurde über 200 m Brust nur Zweite hinter Megan Jendrick (2:28,36). Für die beste Leistung beim Grand Prix im texanischen College Station sorgte die Slowakin Martina Moravcova. Die Olympiazweite von Sydney siegte in 55,30 Sekunden über 100 m Freistil [Website]. Line element25.6. Europarekord 200 m Rücken. Der deutsche Helge Meeuw verbesserte an den Deutschen Meisterschaften in Berlin Martin Zuberos 15 Jahre alten Europarekord über 200 m Rücken um 23/100 auf 1:56.34. Line element 24.6. DM: Meeuw der grosse Star. Helge Meeuw schickt sich an, bei den deutschen Meisterschaften der Schwimmer in Berlin zum nationalen Superstar aufzusteigen. Über 200m Rücken qualifizierte sich der 21-Jährige aus Wiesbaden in 2:01,38 Minuten als Vorlaufzweiter hinter dem Berliner Ernest Fahrland (2:01,33) für das Finale am Samstag und peilt somit seinen fünften Titel an. Dann greift auch Thomas Rupprath (Hannover) nach seinem ersten Einzel-Titel in Berlin. Nachdem der 29-Jährige über seine Weltrekordstrecke 50m Rücken sowie auf der doppelten Distanz hinter Meeuw geblieben war, schwamm er über 50m Schmetterling in 24,22 Sekunden mit der zweitbesten Zeit in den Endlauf. Dort müsste er die Richtzeit von 24,03 Sekunden knacken und zudem Platz eins oder zwei belegen, um erstmals in Berlin die Qualifikation für die EM in Budapest (26. Juli bis 6. August) zu schaffen. Das insgesamt dritte Duell zwischen Antje Buschschulte (Magdeburg) und Janine Pietsch (Ingolstadt), die bislang zweimal die Nase vorn hatte und über die beiden kurzen Rückendistanzen triumphierte, steht über 50m Schmetterling an. Pietsch legte in 27,01 Sekunden wieder die Vorlaufbestzeit vor Buschschulte mit 27,12 vor [Website].

24.6. Michael Phelps beim US-Grand-Prix stark. Beim US-Grand-Prix bleibt Michael Phelps, sechsfacher Schwimm-Olympiasieger auf Erfolgskurs. Das Schwimm-Meeting, das mit australischen Gästen im kalifornischen Santa Clara stattfindet, hat der vierfache Weltmeister die 400m Lagen deutlich in 4:11,40 Minuten vor seinem Landsmann Erik Vendt (4:18,66) für sich entschieden. Ein australischer Gast, nämlich Brenton Rickard, sorgte für die Niederlage des 100-m-Brust-Weltrekordlers Brendan Hansen. Der Weltmeister musste sich in 1:01,64 Minuten dem Australier (1:01,58) geschlagen geben. Das 200-m-Freistilfinale machten die Staffel-Olympiasieger Klete Keller (1:48,69) und Peter Vanderkaay (1:48,72) unter sich aus. Vanderkaay (2:00,81) wurde zudem Dritter über 200 m Schmetterling hinter seinem US-Teamkollegen Davis Tarwater (1:58,68) und dem Australier Joshua Krogh (1:59,86). Die Doppel-Olympiasiegerin und Vize-Weltmeisterin Natalie Coughlin dominierte am Freitag über die 100m Freistil (54,06 Sekunden) und die 100m Schmetterling (58,22 Sekunden). 400-m-Freistilsiegerin wurde Hayley Peirsol (4:11,00) vor Doppel-Weltmeisterin Kate Ziegler (4:11,64). Auch Kurzbahn-Weltmeisterin Tara Kirk (2:28,56) wurde über 200 m Brust nur Zweite hinter Megan Jendrick (2:28,36). Die Slowakin Martina Moravcova zeigte beim Grand Prix im texanischen College Station die beste Leistung. Über 100m Freistil siegte die Olympiazweite in 55,30 Sekunden [Website].Line element22.6. Donau ohne Grenzen. Ladove medvede Bratislava und der Erste Wiener Donau Schwimm Club 1903 veranstalten am 12. August 2006 unter dem Motto "Donau ohne Grenzen" das Langstreckenschwimmen Wien - Bratislava. Die Strecke kann von Einzelschwimmern oder von Staffeln mit beliebig vielen Schwimmern geschwommen werden, wobei ein Staffelschwimmer zumindest eine halbe Stunde im Wasser bleiben sollte. Es ist erlaubt, einen Staffelschwimmer mehrfach einzusetzen. Start ist um 9:00 beim Landhaus Winter (Wien Freudenau) und die geschätzte Schwimmzeit für die 53 Stromkilometer nach Bratislava beträgt sechs Stunden. Das Projekt besitzt ausser dem sportlichen auch einen gesellschaftlichen Charakter. Das gemeinsame Schwimmen symbolisiert die regionale Zusammenarbeit, weist auf die Wichtigkeit des Umweltschutzes hin und zeigt Sportmöglichkeiten auf. Darüber hinaus stellt es die wunderschöne Donaugegend als einen geeigneten Ort der aktiven Freizeitgestaltung dar. Fragen und Anmeldungen richten Sie bitten an den Obmann des Ersten Wiener Donau Schwimm Clubs 1903, Hanns Pekarek [pekarek@voelkl.at] Line element22.6. Stephanie Eisenring am int. Meeting Porto. Zusammen mit der Mannschaft der Junioreneuropameisterschaften hat Stephanie Eisenring als Vorbereitung am internationalen Meeting in Porto teilgenommen. Die Leistungen der Schwimmer waren ansprechend auch wenn derzeit das Training kaum Spitzenzeiten erlaubt. Dennoch erreichte das Schweizer Team den zweiten Platz in der Teamwertung und kam mit insgesamt 10 Medaillen nach Hause [Resultate der Schweizer] . Line element22.6. Thorpe 3 Monate in den USA. Nach einem letzten medizinischen Test bekam Ian Thorpe grünes Licht für einen 3-monatigen Traingsaufenthalt in den USA: Nach einem bisher schlecht verlaufenen Jahr – Virusinfektion und eine gebrochene Hand – schlägt Thorpe seine Zelte in Kalifornienauf. Möglicherweise geht er bereits diese Woche in Santa Clara an den Start. Er wird sich vom 47-jährigen Dave Salo betreuen lassen, der als Nachfolger von Mark Schubert das University-of-Southern-California-Team trainiert. Ian hat dazu den Segen seiner Trainer Tracey Menzies. Ende September ist die Rückkehr nach Australien geplant, um sich auf die WM-Trials vorzubereiten, die im Dezember in Brisbane stattfinden.

22.6. Lenton: USA sind arrogant. Einen arroganten Beigeschmack habe der Antrag der Amerikaner, die Olympiafinals auf den Morgen zu verlegen, sagte Libby Lenton den Medien. Mit wenigen Ausnahmen sind alle Schwimmer und Trainer in Australien vehement gegen den Antrag von NBC. "Ich möchte niemandem zu Nahe treten oder ihn gar beleidigen," sagte Lenton. "Aber dieser Antrag ist schlichtweg arrogant." "Das ist nicht das Beste für unseren Sport, weder für die Sportler noch die Zuschauer. Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass wir am frühen Abend am besten schwimmen. Das ganze ist lächerlich, weil sich die Spiele an den Meistbietenden verkauft werden."

22.6. Deutsche Top-Stars schwimmen bei DM hinterher. Auch am zweiten Tag der nationalen Meisterschaften in Berlin konnten die deutschen Vorzeigeschwimmer ihrem Ruf nicht gerecht werden. Antje Buschschulte rutschte schon am Start aus und Thomas Rupprath musste sich auch im zweiten Duell mit dem überragenden Youngster Helge Meeuw geschlagen geben. Die Magdeburgerin Buschschulte durfte die erfolgreiche Titelverteidigung auf ihrer Paradestrecke 100m Rücken nach dem Patzer schon vor dem ersten Armschlag abschreiben. Als Zweite hatte sie in 1:02,85 Minuten einen satten Rückstand auf Kurzbahn-Weltmeisterin Janine Pietsch (Ingolstadt), die in 1:01,06 triumphierte. Buschschulte blieb zwar über der Norm für die EM in Budapest (26. Juli bis 6. August), darf aber trotzdem starten, da sie die Zeit schon bei ihrem WM-Silbergewinn 2005 in Montreal geschafft hatte. "Ich komme mit den Anschlagmatten einfach nicht zurecht, schon im Vorlauf bin ich weggerutscht", sagte Buschschulte nach ihrer 13. DM-Medaille über ihre Paradestrecke seit 1994. Seriensieger Rupprath schlug über 100m Rücken in 55,17 Sekunden wie am Vortag über die halbe Distanz nur als Dritter hinter dem überragenden Helge Meeuw (Wiesbaden/54,23) sowie Steffen Driesen (Wuppertal/55,16) an. Auch die EM findet auf dieser Strecke ohne ihn statt. "International habe ich mit dieser Zeit ohnehin keine Chance. Aber ich freue mich für Helge. Er ist der Mann dieser Meisterschaften und wir werden noch viel Spaß mit ihm haben", erklärte "Ruppi", der sich im letzten Rennen als Schlussschwimmer über 4x100-m-Freistil der Wasserfreunde Hannover mit Staffelgold ein wenig trösten konnte. Der 21 Jahre alte Meeuw hat nach seinen Siegen über 50m Rücken und 200m Schmetterling am Mittwoch schon jetzt wie im Vorjahr drei Titel zu Buche stehen und jeweils das EM-Ticket gelöst. Lohn für harte Arbeit: "Ich habe trainiert wie noch nie. Übung macht eben den Meister. In Budapest werde ich aber mit Sicherheit nicht so viele Strecken absolvieren." Janine Pietsch war angesichts ihres ganz auf die EM ausgelegten Trainings "überrascht, dass es hier schon zum Titel gereicht hat." Ihren insgesamt sechsten Titel über 400m Lagen gewann Nicole Hetzer (Burghausen) in 4:44,42 Minuten vor der früheren WM-Zweiten und 200-m-Schmetterling-Siegerin Annika Mehlhorn (Baunatal/4:49,57). In Budapest dürfen nur die beiden Ersten der DM starten - vorausgesetzt sie haben die Norm erfüllt. Härtefallregelungen hat der neue Sportdirektor Örjan Madsen schon vor seinen ersten deutschen Meisterschaften ausgeschlossen. Rupprath und Buschschulte sind zwei von neun Sportlern, die die Richtzeiten bereits in elf Fällen bei der WM in Montreal unterboten haben [Website].

22.6. Santa Clara International Swim Meet, 22.-25.6.2006 [Website]Line element21.6. Talbot: Morgenfinals prüfenswert. Die grosse Mehrzahl der Schwimmerinnen und Schwimmern sowie der Offiziellen und der Trainer haben sich gegen die Möglichkeit von Olympia-Finals am Morgen ausgesprochen, wie dies von der US-amerikanischen Fernsehkette NBC beantragt wurde. Don Talbot findet es "dumm", sich die Sache nicht genauer anzuschauen. Es könne durchaus auch Vorteile bringen. "Der Schwimmsport hat sich in den vergangenen 15 Jahre aufgrund des Engagements von Sponsoren dramatisch verändert, sagte Talbot. "Wenn die Morgenfinals den Schwimmern und Trainern mehr Profil in den Medien bringt, müssen wir das genauer prüfen." Auf gar keinen Fall dürfe der Geldfluss durch falsche Handlungen versiegen, meinte Talbot. Er sprach sich für Finals zu der für den Schwimmsport einträglichsten Tageszeit aus, aber nicht ohne dass dies in der Schwimmgemeinde eingehend diskutiert worden sei. Talbot glaubt nicht daran, dass es wegen der Morgenfinals zu einem Abreissen von Rekorden kommen würde. Diese Aussage steht diametral Denis Cotterells Meinung gegenüber, wonach das Nervensystem am Morgen noch nicht voll leistungsfähig sei.

21.6. Youngster deklassiert Rupprath. Helge Meeuw war beim Auftakt der deutschen Schwimm-Meisterschaften in Berlin der gefeierte Mann. Der Youngster sicherte sich gleich zweimal Gold und stellte dabei selbst Weltrekordler Thomas Rupprath auf dessen Paradestrecke in den Schatten. Meeuw sicherte sich im ersten Rennen der Titelkämpfe den Titel über 50m Rücken und liess in 25,41 Sekunden Steffen Driesen (Wuppertal/25,36) sowie Rupprath (Hannover/25,41) hinter sich. Während der 21 Jahre alte dreimalige Titelträger des Vorjahres nur wenige Minuten später auch über 200m Delfin in 1:57,31 Minuten triumphierte, verpasste Rupprath mit dem dritten Rang die erforderliche Platzierung für die EM in Budapest (26. Juli und 6. August) und verschwand erstmal wortlos in den Katakomben der Schwimmhalle im Europasportpark. Später erklärte der 62-malige deutsche Meister nur noch enttäuscht: "Das war einfach schlecht. Der Start, der Anschlag, alles schlecht." Bei der EM in Ungarn sollen nach den Vorgaben des neuen Sportdirektors Örjan Madsen nur die beiden Ersten der DM starten - vorausgesetzt sie haben die Norm erfüllt. Für einen Paukenschlag sorgte Lokalmatadorin Britta Steffen. Nach zweijähriger Durststrecke gewann sie über 100m Freistil den Titel und verbesserte in 54,29 Sekunden den gemeinsam von Franziska van Almsick (2002) und Antje Buschschulte (2000) gehaltenen Rekord um eine Zehntel. Die Magdeburgerin wurde diesmal nur Fünfte. Die 22 Jahre alte Steffen erklärte hinterher selbstbewusst: "Man muss hohe Ziele haben. Ich habe in der letzten Zeit begriffen, dass eine Buschschulte oder früher Franziska van Almsick auch nur mit Wasser kochen." Amerika-Rückkehrerin Anne Poleska, Olympia-Dritte und WM-Zweite über 100m Brust, kam zum Auftakt über die halbe Distanz nur auf Rang sechs. Den Titel sicherte sich Simone Weiler (Heidelberg) in 1:09,19 vor der deutschen Rekordhalterin Sarah Poewe (Wuppertal/1:09,55). Beide erfüllten die EM-Norm. "Ich bin nicht überrascht, weil ich viel trainiert habe in der letzten Zeit. Aber eigentlich hatte ich die 50 Rücken nur als Einschwimmen für die 200m Delfin heute abend betrachtet", sagte Meeuw, der sich für Berlin das Mammutprogramm von sieben Starts vorgenommen hat. Neben Meeuw überzeugten zum Auftakt auch weitere Nachwuchsleute im Deutschen Schwimm-Verband (DSV). Der 19-Jährige Paul Biedermann holte sich den Titel über 400m Freistil und blieb dabei deutlich unter der EM-Norm. Meeuws WG-Kollege Marco Di Carli (Frankfurt) verpasste bei seinem Sieg über 100m Freistil dagegen die Richtzeit. Auch die grösste DSV-Nachwuchshoffnung, der 18-jährige Steffen Deibler (Biberach), blieb als Zweiter über der Norm [Website].

21.6. Santa Clara International Swim Meet, 22.-25.6.2006 [Website]. Mit Michael Phelps, Ryan Lochte, Brendan Hansen, Natalie Coughlin und Roland Schoeman. Thorpe könnte ebenfalls starten.

21.6. Deutsche Meisterschaften. Britta Steffen hat sich zum Auftakt der Schwimm-DM in Berlin mit einem Erfolg zurückgemeldet. Nach zweijähriger Erfolglosigkeit qualifizierte sich die 22 Jahre alte Studentin am Dienstag als Vorlaufschnellste mit ihrer persönlichen Bestzeit von 54,61 Sekunden für das Finale über 100m Freistil. Über 50m Rücken peilt Thomas Rupprath seinen 63. DM-Titel an. Der 28-Jährige erzielte mit 25,43 Sekunden die beste Vorlaufzeit und blieb wie Helge Meeuw (25,43) unter der EM-Norm. Der Wiesbadener schwamm zudem über 200m Schmetterling in 1:58,51 als Schnellster ins Finale. Marco di Carli (Frankfurt), mit dem er eine WG führt, hat über 100m Freistil mit 49,50 Sekunden als Schnellster die Titelverteidigung im Visier. Die beste Zeit in der Qualifikation über 100m Brust erzielte in 1:02,15 Johannes Neumann (Riesa). Titelverteidiger Mark Warnecke blieb in 1:04,15 auf der Strecke und schied aus. Bei den Frauen erzielte Simone Weiler (Heidelberg/1:09,67) die beste Zeit über diese Strecke. Über 200m Schmetterling kann Annika Mehlhorn (Baunatal) als Vorlaufschnellste (2:10,93) den sechsten Titel in Folge gewinnen [Website].Line element20.6. IOC-Entscheid erst im August. Der Entscheid, zu welcher Tageszeit an den olympischen Spielen die Finals im Schwimmen durchgeführt werden, fällt erst im August. Die US-Fernsehkette beantragte dem IOC, dass die Finals am Morgen, also zur US "Prime-Time", durchgeführt werden. In Australien ist diese Idee auf heftigen Widerstand gestossen. "Zu dieser Tageszeit seien Australiens Schwimmer noch nicht leistungsfähig", und "die Schwimmer werden so keine Rekorde brechen", lauten die Argumente. Natürlich sind dann selbst in Australien die meisten Leute am Arbeiten. Letztlich geht es nur ums Geld. Der australische Channel Seven, der die Übertragungsrechte für den 5. Kontinent besitzt, schrieb der FINA als Fachgremium einen Protestbrief. Das Thema hätte vom IOC am Donnerstag in Lausanne diskutiert werden sollen. Nun sollen zuerst alle TV-Firmen mit Übertragungsrechten konsultiert werden, was einige Wochen beanspruchen wird. Line element19.6. Zahlreiche Qualifikationen für die JSM. Mit sehr guten Leistungen auf den Langbahnwettkämpfen in den letzten Monaten haben bereits 16 Nachwuchsschwimmer der Limmat Sharks die Limite für die Schweizer Jugendmeisterschaften in Schaffhausen erreicht, und das gleich in 78 Rennen. Damit fahren fast 2/3 mehr Sportler zu diesem Ereignis als im Jahr zuvor. Zum ersten Mal dabei sind Florence Sigg und Kathrin Appenzeller, die im jüngsten startberechtigten Jahrgang an den Start gehen werden. Beide haben in Winterthur beim Eulach-Meeting jeweils die Limite über 100m Freistil und Rücken unterboten. Sehr gute Chancen auf vordere Plazierungen hat Marcel Betschart, der in einem beherzten Rennen ebenfalls in Winterthur eine hervorragende Zeit in 200m Rücken erzielte, die um einiges unter dem bestehenden Meisterschaftsrekord bei den schweizer Jugendmeisterschaften liegt. Die Liste aller Schwimmer, die sich bisher qualifiziert haben, ist hier zu finden (Qualifikationen [PDF]), die Ergebnisse der Limmatsharks bei den Wettkämpfen in Winterthur und Bellinzona finden sich wie immer hier (Ergebnisarchiv).

19.6. EM- Qualifikationen der Triathleten der Limmat Sharks. Nicola Spirig und Reto Hug zeigten zum Auftakt ihrer Wettkampfsaison hervorragende Ergebnisse. Nicola erreichte anläßlich des Weltcupstarts in Madrid trotz Defektes auf der Radstrecke einen 17. Platz in einem sehr starken Feld. Damit gelang ihr die Qualifikation für die Europameisterschaften am Ende dieses Monats in Autun / Frankreich. Eine Woche später erzielte sie ihr bisher bestes Weltcup-Ergebnis mit dem 8. Platz in Richard's Bay, Südafrika. Bei beiden Rennen fand Nicola insbesondere ihre deutlich verbesserten Schwimmleistungen sehr zufriedenstellend. Die EM und später die WM in heimischen Landen können also kommen. Ebenso erfolgreich war bei diesen beiden Weltcups der bereits für die EM gesetzte Vize-Weltmeister Reto Hug. Lief es in Madrid mit einem 22. Platz noch eher mäßig, erreichte er in Südafrika einen hervorragenden 2. Platz. Die auch im Schwimmbecken aufstrebende Lara Kim Hehr hat derweil die Qualifikation für die TEam-Jugend-EM im Triathlon erreicht. Sie kam beim Youth League Triathlon in Zug auf einen sehr guten 5. Platz, noch vor einer für die Team-JEM gesetzten Sportlerin. Herzlichen Glückwunsch an unsere Triathleten für ihre hervorragenden Leistungen!Line element
19.6. Deutsche Meisterschaften, Berlin, 20.-25.6.2006 [Website]. Sie müssen gegen den Strom schwimmen - und haben selbst auch nur Fussball im Kopf. Deutschlands Spitzenschwimmer kämpfen vom 20. bis 25. Juni in der WM-Stadt Berlin um deutsche Meisterehren und die Qualifikation für die EM vom 26. Juli bis 6. August in Budapest. «Ich würde auch lieber die WM gucken», sagt Rekordjäger Thomas Rupprath. Der Schwimmprofi aus Hannover setzt auf schnelle Informationen des Bad-Sprechers: «Deutsche Tore sind für mich Motivation.» Örjan Madsen hat bei seinem Meisterschafts-Debüt als Cheftrainer und Sportdirektor des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) «keine speziellen Erwartungen - ausser, dass alle in Topform sind». Der Norweger, der mit einem 30-köpfigen EM-Team rechnet, macht deutlich: «Um möglichen Streitpunkten von Anfang an entgegenzuwirken: Ich werde die Nominierungs-Kriterien unmissverständlich handhaben. Das heisst: Eine hundertstel Sekunde über der Qualifikationszeit ist nicht gut genug.» Für die Schwimm-Woche von Berlin haben 273 Vereine für 1436 Aktive insgesamt 4441 Einzel-Meldungen abgegeben. Dabei müssen sich die Teilnehmer wegen der Fussball-WM an ganz neue Zeiten gewöhnen. Die Finals finden bereits mittags statt und nicht wie gewohnt am späten Nachmittag. Entsprechend werden die Vorläufe am Abend statt am frühen Vormittag gestartet. Für Rupprath ist es «kein Problem». Der Schwimm-Profi aus Hannover könnte seine nationale Titelausbeute auf 66 deutsche Meisterschaften erhöhen. Geplant hat Rupprath Starts über 50 und 100 m Schmetterling sowie 50 und 100 m Rücken. Zum ersten Mal seit sieben Jahren ist der 28-Jährige zur Vorbereitung wieder in die Höhe gegangen. Das grösste Programm hat sich mit sieben Starts der 21 Jahre alte Wiesbadener Helge Meeuw vorgenommen. Anne Poleska konzentriert sich nach Abschluss ihres Studiums in den USA ganz auf den Sport: «Ich mache keine halben Sachen.» Stev Theloke (Chemnitz) versucht nach dem Eklat bei der WM 2005 in Montréal, als er vorzeitig nach Hause geschickt worden war, ein Comeback. Neun Schwimmer haben die EM-Norm bereits bei der WM 2005 erfüllt: die vierfache WM-Medaillengewinnerin Antje Buschschulte (Magdeburg/50 und 100 m Rücken sowie 50 m Schmetterling), Kurzbahn-Weltmeisterin Janine Pietsch (Ingolstadt/50 m Rücken), Sarah Poewe (Wuppertal/100 m Brust), Anne Poleska (Essen/200 m Brust), Annika Mehlhorn (Baunatal/ 200 m Schmetterling), Christian Hein (Mainz/1500 m Freistil), Thomas Rupprath (Hannover/50 m Rücken), Helge Meeuw (Wiesbaden/200 m Schmetterling) und Mark Warnecke (Essen/50 m Brust). Voraussetzung für die EM-Nominierung bleibt aber trotz der bereits erfüllten Normen Platz eins und zwei bei den deutschen Meisterschaften.

19.6. TYR Swim Meet of Champs, Mission Viejo, 15.-18.6.2006 [Resultate 1. Tag] [2. Tag] [3.Tag] [4. Tag]Line element18.6. Fina Marathon Swimming World Cup. Sevilla, 17.6.2006, 10km. Resultate Frauen: 1. Britta Kamrau-Corestein GER 1h59:6, 2. Erica Rose USA 2h00:0, 3. Angela Mauer GER 2h00:0 Resultate Männer: 1. Gilles Rondy FRA 1h54:0, 2. Maarten Ven Der Weijden NED 1h54:0, 3. Stephane Gómez FRA 1h54:0.Line element16.6. Niederländische Landesmeisterschaften, Eindhoven, 9.-11.6.2006 [Resultate]

15.6. Warnecke verzichtet auf EM. Mark Warnecke aus Essen verzichtet auf einen Start bei den Schwimm-EM vom 26. Juli bis 6. August in Budapest. «Mark hat in den zurückliegenden Monaten mehr Wert auf seine berufliche Ausrichtung gelegt, hat keine grossen Ambitionen für die EM. Er ist durchaus in guter Verfassung, aber für ihn geht es nicht mehr darum, nur an einer EM teilzunehmen», sagte sein Trainer Horst Melzer. Der 36-jährige Brust-Weltmeister will im Herbst wieder voll in die WM-Vorbereitung einsteigen. Die Weltmeisterschaften 2007 in Melbourne finden bereits vom 17. März bis 1. April statt. Der EM-Verzicht gilt laut Melzer auch für den Fall, dass Warnecke in der nächsten Woche (20. bis 25. Juni) in Berlin wieder deutscher Meister werden sollte und seinen zehnten nationalen Titel in Folge über 50 m Brust gewinnt. Eine ähnliche Dominanz auf einer Strecke kann sonst niemand im Deutschen Schwimm-Verband (DSV) aufweisen. Die DM-Generalprobe für den frisch verheirateten Mediziner verlief mit 28,31 Sekunden bei den nordrheinwestfälischen Landesmeisterschaften am vergangenen Wochenende zufrieden stellend. Line element13.6. FINA Marathon Swimming World Cup. Es geht in die nächste Runde, und zwar in Europa, wo am 17. Juni in Sevilla 67 Schwimmerinnen und Schwimmer aus 21 Ländern über 10 km an den Start gehen. Bei den Männern starten 38 Schwimmer unter anderem mit dem Favoriten und dem Punkteführer Petar Stoychev aus Bulgarien. Bei den Frauen starten im 29-köpfigen Feld auch die Ranglistenerste und -zweite Britta Kamrau und Angela Maurer.

13.6. Widmer: Geheimtrick für Lenton. Stephan Widmer hat für Libby Lenton eine technische Verbesserung entdeckt, mit der sie über 100 m bis zu einer halben Sekunde schneller schwimmen kann. Bereits in Barcelona habe Lenton versucht den Trick anzuwenden - mit Erfolg. Sie gewann die 100 m Freistil in 54.17 und schlug mehr als eine Sekunde vor Jodie Henry und Hanna Maria Seppala an. Natürlich verrät uns Widmer den Trick nicht, er lässt nur soviel durchblicken: "Es hat mit der Balance zu tun." Eingeweihte wissen natürlich genau, was er meint!Line element12.6. Phelps dominiert in Charlotte. Michael Phelps hat sich beim US-Grand-Prix in Chalotte in herausragender Form präsentiert. Mit fünf Siegen bei sechs Starts dominierte Phelps die Konkurrenz nach Belieben. Am Wochenende hatte auch die in den USA studierende Frankfurterin Vipa Bernhard bei dem Meeting mit 14 US-Olympiastartern durch ihren 200-m-Brust-Sieg (2:32,90) und Platz zwei über 100m (1:11,47) in North Carolina für positive Schlagzeilen gesorgt. Am Schlusstag langte Phelps noch zweimal zu. Der vierfache Weltmeister entschied die 200m Lagen weit unter seiner eigenen Weltrekordzeit (1:55,94) in 2:00,39 Minuten für sich und verwies über 100m Freistil in 50,41 Sekunden 50-m-Sieger Cullen Jones (50,60) auf den zweiten Platz. Lediglich über 200m Brust hatte sich Phelps Vize-Weltmeister Mark Gangloff geschlagen geben müssen. Im 800-Freistil-Finale waren die Staffel-Olympiasieger Peter Vanderkaay und Klete Keller sowie ihr US-Kollege Erik Vendt an der Spitze unter sich. Nach den 400m gewann Vanderkaay auch die 800m in 7:58,04 Minuten vor dem zweifachen Olympiazweiten Vendt (8:03,79), der schon über 400m Lagen triumphiert hatte. Keller wurde bei seinem dritten Podestplatz in 8:04,40 Minuten gestoppt. Bei den Frauen war Lagen-Weltmeisterin Katie Hoff mit Siegen über 200 und 400m Freistil die erfolgreichste Starterin. Zum Abschluss triumphierte auch Staffel-Olympiasiegerin Katie Sandeno in 2:18,16 Minuten über Vize-Weltmeisterin Jessica Hardy (2:19,07), die am zweiten Tag die 100m Brust vor Bernhardt für sich entschieden hatte.

12.6. Seven Hills Trophy, Rom, 10.-11.6.2006 [Resultate] Line element11.6. Olympiafnals am Vormittag? Das IOC und die US-amerikanische Fernsehkette NBC haben bei der FINA ein Gesuch eingereicht, an den olympischen Spielen die Vorläufe am Abend und die Finals am Vormittag durchzuführen. Die Begründung lautet, dass die Finals damit in den USA in der besten Fernsehzeit ab 18.30 Uhr lägen. In Australien wäre es dann 11 Uhr 30 am Morgen. Bei uns müsste man dagegen sehr früh aus den Federn (6 Stunden Zeitdifferenz).

11.6. Phelps schwimmt allen davon. Mit gleich zwei Siegen glänzte der sechsfache Schwimm-Olympiasieger Michael Phelps am zweiten Tag des US-Grand-Prix in Charlotte und war gleichzeitig der erfolgreichste Starter. Er stellte allerdings keine Rekordmarken auf. Über 200m Freistil siegte der vierfache Weltmeister in 1:48,88 Minuten vor seinen Landsleuten Pet Vanderkaay (1:49,46) und dem 400-m-Olympiadritten Klete Keller (1: 49,93). Über 100m Delfin wurden für Vizeweltmeister Phelps 52,90 Sekunden notiert. Bei den Frauen gewann 50-m-Vizeweltmeisterin Jessica Hardy die 100m Brust in 1:08,07 Minuten deutlich vor der in den USA studierenden Frankfurterin Vita Bernhardt. Für die frühere deutsche Kurzbahnmeisterin wurden 1:11,47 Minuten gestoppt. Nur drei Siege am Freitag gingen auf das Konto von insgesamt 14 US-Olympiastartern. Ausser Phelps triumphierte über 400m Lagen noch der Olympiazweite Erik Vendt in 4:19,62 Minuten vor Kurzbahn-Weltmeister Ryan Lochte (4:25,58). Die 100m Brust entschied 50-m-Vizeweltmeister Mark Gangloff (1:02,51) für sich. Lagen-Weltmeisterin Katie Hoff musste sich über 100m Delfin in 1:00,69 Sekunden gegen Rache Komisarz (1:00,20) geschlagen geben, dominierte aber die 200m Freistil in 1:58,24 Minuten unangefochten. 400-m-Lagensiegerin wurde Lauren Duerk (4:50, 52). Line element10.6. Charlotte Ultraswim, Mecklenburg, 8.-11.6.2006 [Website] ... wo sich Hoff und Phelps aufwärmen ...

10.6. Mare Nostrum Serie, 10./11.6.2006 Barcelona [Website] [Resultate Monaco] [Resultate Canet] [Resultate Barcelona]Line element9.6. Deutsche Meisterschaften, Berlin, 20.-25.6.2006 [Website] Line element7.6. Mare Nostrum Serie, 7./8.6. Canet und 10./11.6.2006 Barcelona [Website] [Resultate Monaco] [Resultate Canet]Line element 4.6. Lütolf 5. über 50m Brust. (L. Liechti) Am internationalen Meeting in Monaco, der ersten von drei Stationen der Mare Nostrum Serie, belegte Remo Lütolf vom SC Uster-Wallisellen über 50m Brust den ansprechenden fünften Platz. In 28.93 schied er im Viertelfinal aus und verpasste nur knapp den Einzug in den Halbfinal, der in Turnierform ausgetragenen Sprintrennen [Resultate].

4.6. Gary Hall ist zurück. Gary Hall zieht die Badehose an und bereitet sich für Beijing vor: Er will sich um den Titel des ersten Schwimmers bewerben, der an drei olympischen Spielen Gold in der gleichen Disziplin holt. Nach einem 15. Platz und 23.91 am Zagreber Meeting sagte er gegenüber l'Equipe auf die Frage, ob er in Beijing dabei sein werde: "Natürlich". Er wird sich mit Thorpe, Hackett und Van den Hoogenband um diesen speziellen Titel anlegen. Und welches sind die Gründe? "Schwimmen ist keine Wissenschaft sondern eine Kunst ... eine Frage des Gefühls und des Anpassungsvermögens," sagte Hall. "Ich kann nicht sagen, wie mein Training aussehen wird. Nur eines weiss ich: ich werde mein Bestes geben und hart arbeiten." Gary Hall, der vor 6 Wochen Vater geworden ist, wird als nächstes im August an den Nationals in Irvine starten. "Aber eigentlich interessieren mich nur die olympischen Spiele. Solange ich Badehosen anziehen kann, werde ich nicht aufhören. Es spielt keine Rolle ob Becken oder Meer, ich bin und bleibe für den Rest des Lebens Schwimmer." Line element3.6. Mare Nostrum Serie, 3./4.6. Monaco, 7./8.6. Canet und 10./11.6.2006 Barcelona [Website] [Resultate]

3.6. Neethlings Medaillen gestohlen. Einbrecher haben aus Ryk Neethlings Wohnung in Johannesburg mindestens 20 Medaillen gestohlen, darunter die der Commonwealth Games und diverser Weltmeisterschaften. Das Olympiagold war glücklicherweise nicht in der Wohnung. Line element1.6. Herasimenia egalisierte WR über 50m Rücken. Bei den weissrussischen Meisterschaften der Schwimmer in Minsk hat die in Frankreich lebende Alexandra Herasimenia in 28,19 Sekunden den Weltrekord über 50m Rücken egalisiert. Bisherige Rekordhalterin war die Deutsche Janine Pietsch . Pietsch hatte den Rekord vor fast genau einem Jahr am 25. Mai in Berlin aufgestellt. Es ist der erste Schwimm-Weltrekord für eine Athletin aus Weissrussland.

1.6. David Wilkie sieht Briten auf dem richtigen Weg. Der erfolgreichste britische Schwimmer aller Zeiten wird heutzutage selten am Beckenrand gesehen. Kürzlich wurde der 52-jährige Olympiachampion von 1976 in Glasgow zu einer Werbeveranstaltung für einen Schwimmsportanlass der britischen Schulen eingeladen, wo er sich in einer Ansprache über den von ihm eingeschätzten Zustand des britischen Schwimmsports äusserte. Er sei positiv überrascht von den Leistungen, insbesondere von Caitlin McClatchey und David Carry, die beide das Zeugs hätten in Beijing Medaillen zu holen. Das hörten die anwesenden Schotten sehr gern - beide kommen aus Schottland. Carry wurde Commonwealth-Meister über 400 m Freistil und Lagen, McClutchey gewann die 200 und 400 m Freistil. Aber auch das übrige Team von British Swimming schwimme sehr überzeugend und er hoffe, dass die Morgendämmerung keine Illusion sei, sagte Wilkie.



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Mai 2006

Line element31.5. Thorpe soll 400er schwimmen. Die australische Schwimmlegende Dawn Fraser bittet Ian Thorpe seinen Entscheid, die 400 m Freistil in Beijing nicht zu schwimmen, nochmals zu überdenken. Damit könnte er ihren Rekord, an drei aufeinanderfolgenden olympischen Spielen in der gleichen Disziplin Gold zu holen, egalisieren. Neben Fraser (100 m Freistil 1956 - 1964) hat das bisher nur die Ungarin Krisztina Egerszegi geschafft (200 m Rücken 1988 - 1996). Thorpe gewann die 400 m Freistil in Sydney und Athen. Fraser meint, dieser Rekord sei besonders viel wert, weil eine Konstanz an der Spitze über 12 Jahre besonders schwierig sei.Seit Ian Thorpe sich bei den Commonwealth Games wegen einer Virusinfektion abgemeldet hat, wird in Australien spekuliert, dass er selber sich nicht mehr als Gewinner und Rekordbrecher sieht. Fraser ist überzeugt, dass diese Mutmassungen nicht zutreffen, er habe immer noch den Killer-Instinkt, den es für einen Spitzenschwimmer brauche.Line element30.5. Stephan Bachmann - S.O.R. Stephan Bachmann ist nicht nur S.O.R. (Swimmer on the Road) für "Arena", den offiziellen Ausrüster der Limmat Sharks Zürich, sondern seit den Schweizer Meisterschaften in Genf auch 'Swimmer on the roll'. Nach dem sehr erfolgreichen Abschneiden in Genf mit der Qualifikation für die Europameisterschaften in Budapest über seine Paradestrecken 200m und 400m Lagen hat er anläßlich des "Bilka Swim Cups" in Esbjerg / DK die Qualifikation für die Kurzbahn-Europameisterschaften in Helsinki im Dezember dieses Jahres erreicht. Um die Qualifikationsnorm von 4:18.13 über 400m Lagen zu unterbieten, mußte er seine bisherige Bestzeit (4:22.23, aufgestellt erst im Februar diesen Jahres) deutlich unterbieten, was ihm mit der Zeit von 4:17.50 äußerst eindrucksvoll gelang. Damit gelang ihm der Sprung von Platz fünf auf Platz zwei in der ewigen Schweizer Bestenliste, denselben Platz den er auch auf der Langbahn belegt. Auch über 200m Lagen belegt er in dieser Liste jetzt auf der kurzen Bahn den zweiten Platz, nachdem er mit der ebenfalls hervorragenden Leistung von 2:00.84 der zweite Schweizer ist, der die Marke von 2:00 erreicht. Die Qualifikationszeit für Helsinki verpaßte er hier nur um die Winzigkeit von 7/100s. In beiden Rennen belegte Stephan den ersten Platz beim "größten Schwimmfest Europas". Auch seine weiteren Ergebnisse und Plazierungen vom Wochenende waren herausragend. So gewann er die 100m Lagen in 56.56, belegte den 2. Rang über 100m Delphin mit 54.92, wiederum den ersten Platz in 25m Delphin mit 11.38 und den 3. Platz in 25m Brust in 13.33. Alle Zeiten sind Bestzeiten für Stephan, und alle Zeiten bis auf 100m Delphin auch Vereinsrekorde für die Limmat Sharks Zürich. Line element30.5. Rom: Sturm im Schwimmbecken. Ein Telefonanruf von Trainer Claudio Rosetto, der unter anderen Filippo Magnini und Massimiliano Rosolino zu seinen Schützlingen zählt, genügte, um im italienischen Verband einen Sturm zu entfachen. Im Anruf beschwerte sich Rosetto über die miserablen Trainingsbedingungen im Olympic Foro Italico. Man hätte zuwenig Platz und der Pool sei schlecht organisiert. Magnini bestätigte Rosettos Darstellung. Im Verband gefiel das gar niemandem, schon gar nicht demPpräsidenten Paolo Barelli, der in Rom auch ein politisches Schwergewicht ist. Das könnte auch schon das Ende der Geschichte sein, aber Rosetto muss nun vor Gericht, um sich gegen eine Klage zu wehren. Eine Strafe könne folgen, meint die Gazetta dello Sport. Aber niemand weiss, auf was die Klage sich abstützt, die italienische (Sport)politik ist eben kompliziert. In den Medien wird Magninis Sicht unterstützt. Der Verband verteidige seine Haut anstatt sich den wahren Problemen zu widmen, lautet der Tenor. Anstatt dass man sich auf die EM in Budapest vorbereite, streite man sich vor Gericht um den zur Verfügung stehenden Platz und Zeit im Schwimmbecken...

30.5. Erfolgreiche Schweizer Schwimmer rund um den Erdball – Meichtry unter 50 Sekunden, Bachmann mit Kurzbahn-EM-Limite. An der Speedo Grand Challange, einem Langbahnmeeting im kalifornischen Irvine knackt Dominik Meichtry im Final über 100 m Freistil die magische 50-Sekunden-Grenze. Der 22-jährige St. Galler, der in der Schweiz für den SC Uster-Wallisellen startet, befindet sich mitten in den Vorbereitungen für die EM (31.Juli bis 6. August, Budapest). Nichts desto trotz legte Meichtry die erste Länge in 24,03 Sekunden zurück und benötigte für den Rückweg 25,83 Sekunden. Mit seiner Endzeit von 49,86 belegte er hinter dem amerikanischen Rekordhalter Jason Lezak (49,29) den zweiten Platz. Damit ist der an der renommierten Universität Berkley in den USA studierende Crawlschwimmer vom SC Uster Wallisellen nach seinem Klubkollegen Karel Novy erst der zweite Schweizer Schwimmer der für die 100 m Freistil weniger als 50 Sekunden benötigte. Schon am Freitag und Samstag feierte Meichtry wertvolle Siege: über 200m du 400m Freistil setzte er sich mit beachtlichen Zeiten gegen starke Konkurrenz durch. In 1:49.73 und 3:57.09 bewies es seine starke Form [Resultate].

Am internationalen Kurzbahn-Meeting in Esbjerg / DEN präsentierte sich Stephan Bachmann in ausgezeichneter Verfassung. Vor Wochenfrist qualifizierte er sich für die EM in Budapest und stellte als einziger einen Schweizer Rekord auf, dieses Wochenende nun unterbot der Zürcher die Limite für die Kurzbahn-Europameisterschaften in Helsinki im Dezember. Mit seiner Zeit von 4:17.50 über 400m Lagen schob er sich auf den zweiten Platz in der ewigen Bestenliste von Swiss Swimming hinter Yves Platel [Resultate].Line element29.5. Meichtry mit 3:57.09 und 1:49.73. Am Speedo Grand Challenge in Irvine, Kalifornien (27.-28.5.2006), schwamm Dominik Meichtry als Einziger die 400 m Freistil unter 4 Minuten (3:57.09) und die 200 m unter 1:50 (1:49.73) [Resultate 1 Tag] [Resultate 2. Tag]. Line element27.5. Lange trainiert Neethling. Der südafrikanische olympische Staffel-Champion Ryk Neethling wird nach Abschluss der Trainingspause beim deutschen Sprinttrainer Dirk Lange in Pretoria wieder mit trainieren beginnen. Neethling hat nach einer anstrengenden Saison – Weltcupgesamtsieg, Commonwealth Games und Kurzbahn-WM – eine Pause verdient gehabt. "Dirk und ich werden gut zusammenarbeiten," sagte Neethling. "Nach den Commonwealth Games wäre es ein Leichtes gewesen zu sagen, ich gehe nicht an die WM. Aber Dirk half mir zu fokussieren und so konnte ich den 100er mein Bestes geben." Lange war jahrelang Trainer in Hamburg, bevor er nach Südafrika auswanderte. Er trainierte u.a. Sandra Völker, Therese Alshammar und Mark Foster. Das Schwimmzentrum in Pretoria kommt nach Neethling demjenigen von Tucson, Arizona am nächsten, wo er vor Athen 8 Jahre lang trainierte, zusammen mit Roland Schoeman und Simon Burnett und mit den Trainern Frank Busch und Rick Demont. Demont hielt früher den WR über 400 m Freistil und ist jetzt Sprinttrainer. Neethling wird im Juli mit Trainieren beginnen und plant, im August in Hamburg an einem Kurzbahn-Meeting teilzunehmen.Line element26.5. Marjorie Sagne zurückgetreten. Motivationsproblemen. Sie will sich ganz auf ihr Studium an der Universität Genf konzentrieren. Sagne war an den Olympischen Spielen 2004 in Athen Mitglied der 4x100-m-Crawl-Staffel. An Schweizer Meisterschaften gewann sie allein in der Elite-Kategorie 20 Einzel-Medaillen (6 Gold, 8 Silber, 6 Bronze).

26.5. Lochte unterschrieb 10-Jahres-Vertrag. Ryan Lochte, der als Erster die 100 und 200 m Rücken unter 50 Sekunden bzw. 1:50 schwamm, hat mit Speedo einen 10-Jahres-Sponsorenvertrag unterschrieben. Der Vertrag läuft also weit über die olympischen Spiele 2012 in London hinaus, was für den 21-Jährigen ein wichtiger Schritt in seiner Karriere ist. Lochte wurde im Anschluss an die Kurzbahn-WM in Shanghai aufgrund seiner Weltrekorde über 100 und 200 m Rücken sowie 400 m Lagen zum besten Schwimmer der WM gewählt. "Ich bin begeistert, dass ich mit meinem Freund und Gegner Phelps Teil des Speedo-Teams sein darf. Das ist eine einmalige Chance und ich freue mich, für die Marke bis nach 2008 schwimmen zu dürfen," sagte Lochte.
Line element25.5. Shane Gould versetzt Trainer in Rage. Aussagen von Shane Gould über die Trainingsmethoden und Umgangsformen australischer Schwimmtrainer haben diese und insbesondere Don Talbot sehr erzürnt. Gould sagte, Talbots Methoden habe sie in München 1972 zwei Goldmedaillen gekostet. Talbot und Sweetenham hätten ein schikanöses System eingeführt, sagte Gould. Die heutigen australischen Trainingsmethoden würden vermehrt zu Verletzungen und Gesundheitsproblemen bei jungen Schwimmerinnen und Schwimmern führen. Goulds Kommentare wurden von australischen Trainern als extrem ungenau und schädigend eingestuft. Gould gewann in München 3-mal Gold, aber bloss Bronze über 800 m und Silber über 100 m Freistil. Sie sei von Talbot in einem 6-wöchigen Trainingslager vor den Spielen übertrainiert worden."Ich war des Schwimmens total überdrüssig und das Training war total ungeeignet," sagte Gould, die sich 16-jährig nach den olympischen Spielen vom Schwimmsport zurückzog."Währenddem Don als einer der grössten australischen Trainer gefeiert wird, meine ich, dass er Steven Holland 1976 in Montréal ebenfalls schlecht beraten hat," sagte Gould (Holland war Favorit über 1500 m, wurde aber nur Dritter). "Don und Sweetenham haben wahrscheinlich mehr Talente zerstört als aufgebaut." Gould unterrichtet heute nach der Total-Immersion-Technik Schwimmer in Australien. Rohan Taylor, Präsident des australischen Schwimmtrainerverbandes, sagte, dass er Gould als Athletin respektiere, aber ihre Meinung zu diesem Thema sei total unverantwortlich. Die heutigen Trainer würden ihre Pflicht den Schwimmern Sorge zu tragen sehr ernst nehmen. Die Schulterverletzungen hätten stark abgenommen, sagte Taylor. Im Schwimmsport sei die gesundheitliche Vorsorge extrem gut.

25.5. Lenton litt an Asthmaattacken. Sie habe an den Commonwealth Games während einem Rennen eine ernsthaften Asthmaattacke gehabt, teilte Libby Lenton mit. Die Ärzte hätten ihr mitgeteilt, dass sie sich in Bezug auf Asthma extrem in Acht nehmen müsse. Die 21-Jährige wird sich in den kommenden 2 Wochen einer Reihe von Tests unterziehen müssen."Im 100er hatte ich bereits nach 35 Metern Probleme mit der Atmung," sagte Lenton. "Ich musste hart kämpfen und in der Garderobe bekam ich Sauerstoff." Bis jetzt hätte sie niemandem etwas gesagt, sie wolle keine grossen Geschichten machen. Ihre Eltern spürten, dass etwas nicht stimme und Trainer Widmer hatte extreme Sorgen. "Sie stieg aus dem Wasser und kaum ausser Sichtweite der Zuschauer kollabierte sie," sagte Widmer. Lenton hatte von jung auf Atmungsprobleme, das Asthma wurde aber erst vor 6 Jahren diagnostiziert. In Beijing könnte Lenton gut und gerne in 15 Rennen starten, Vorläufe und Halbfinals inklusive. Neben Beijing hegt sie aber noch andere grosse Pläne: Im nächsten Jahr will sie ihren Freund Luke Trickett heiraten.

25.5. Thorpe startet nicht in Europa. Ian Thrope hat sich von den Mare-Nostrum-Meetings abgemeldet. Es wären seine ersten Meetings nach den Commonwealth-Games gewesen, wo er über 100 und 200 m gewann. Dann traf ihn die infektiöse Mononukleose, die er nie mehr richtig loswerden wird und über allem brach er sich beim Ausgleiten im Badezimmer einen Handwurzelknochen. Nationaltrainer Alan Thompson berichtete, dass sich Thorpe nach Rücksprache mit seiner Trainerin für solides Training anstatt Wettkämpfe entschieden habe, das sei für den langfristigen Wiederaufbau der Form wichtiger. Thompson stützt Thorpes Entscheid. Das australische Kontingent umfasst Leisel Jones, Libby Lenton, Jodie Henry, Alice Mills, Sophie Edington und Tay Zimmer.

25.5. Brasilianische Meisterschaften, São Paulo, 23.-28.5.2006 [Website] Line element23.5. Starker Auftritt der Limmat Sharks Zürich in Genf bei den Schweizer Meisterschaften. Die vier Tage der Schweizer Meisterschaften in Genf verliefen für die gesamte Mannschaft der Limmat Sharks Zürich äußerst erfolgreich. Kein anderes Team hat mehr Medaillen gewonnen (6x Gold, 7x Silber, 8x Bronze), mit David Karasek kommt der meistdekorierte Athlet aus unseren Reihen (7 Medaillen, 4x Gold, 1x Silber, 2x Bronze), und Stephan Bachmann hat mit seiner hervorragenden Leistung in 200m Lagen den einzigen Schweizer Rekord der Meisterschaften aufgestellt. Zudem hat er sich erstmals in Einzeldisziplinen für die Europameisterschaften qualifiziert, und das gleich auf zwei Strecken (200m und 400m Lagen). 5 neue Klubrekorde sind zu verzeichnen, davon 4 von Stephan Bachmann (200 La, 400 La, 200 Delphin, 200 Brust), und einer von Stephanie Eisenring (400m F). Neben dem Klubrekord hat sich Stephanie auch ihre 2. Teilnahme an den Jugendeuropameisterschaften verdient, wo sie mit der 4x200m F Staffel an den Start gehen wird.

Neben diesen starken Einzelleistungen war war insbesondere die kompakte Mannschaftsleistung beeindruckend, mit einer Fülle von Bestzeiten auch und gerade über schwierige Strecken und durch alle Alterstufen hinweg.

Die Medaillengewinner:
Einzelrennen:

  • Stephan Bachmann: 2x Gold (200m La, 400m La), 1x Silber (200m Delphin)
  • Claudia Bellasi: 1x Silber (100m Brust), 1x Bronze (50m Brust)
  • Kilian Bossard: 1x Bronze (200m Brust)
  • Stephanie Eisenring: 1 Silber (50m F), 2x Bronze (400m F, 800m F)
  • David Karasek: 3x Gold (200m F, 400m F, 1500mF), 1x Bronze (200m La)
  • Jonathan Massacand: 2x Silber (100m Brust, 100m R), 1x Bronze (100m Delphin)
  • Ramona Pedretti: 1x Silber (200m Brust), 1x Bronze (100m Brust)

Staffeln:

  • 1x Gold: 4x200m F Männer (Stephan Bachmann, David Karasek, Claude Pape, Jonathan Massacand)
  • 1x Silber: 4x100m La Männer (Jonathan Massacand, Kilian Bossard, Stephan Bachmann, David Karasek)
  • 1x Bronze: 4x100m F Männer (David Karasek, Jonathan Massacand, Claude Pape, Stephan Bachmann)

weitere A-Final-Teilnahmen:

  • Stephanie Eisenring: 100m F (5.), 200m F (6.)
  • David Karasek: 200m Rü (8.)
  • Christian Müller: 200m Delphin (8.)
  • Ramona Pedretti: 50m Br (4.), 200m La (8.)
  • Sara Pedretti: 200m Br (5.), 400m La (5.)
  • Matthias Vauthier: 100m Br (8.)

Staffeln:

  • 4x200m F Damen (8., Stephanie Eisenring, Lara Kim Hehr, Ramona Pedretti, Sara Pedretti)
  • 4x100m La Damen (4., Alexandra Egg, Claudia Bellasi, Ramona Pedretti, Stephanie Eisenring)

B-Final-Teilnahmen:

  • Alexandra Egg: 400m La (12.)
  • Marcel Eyer: 200m Delphin (12.), 1500m F (9.)
  • Lara Kim Hehr: 200m Delphin (11.)
  • Christian Müller: 400m La (16.)
  • Claude Pape: 200m F (16.), 400m F (12.), 1500m F (10.)
  • Sara Pedretti: 100m Br (9.), 200m La (11.)
  • Matthias Vauthier: 200m Br (9.), 200m La (11.)

Die vollständigen Ergebnisse sind hier zu finden:
swimrankings.net

Line element23.5. 7-Jähriger schimmt Weltrekord vor Alcatraz. Der siebenjährige Braxton Bilbrey hat in der Bucht von San Francisco einen neuen Schwimm-Weltrekord aufgestellt. Der Amerikaner schwamm die 2,1 km lange Strecke von der Gefängnisinsel Alcatraz zum Festland in 47 Minuten. Den bisherigen «Weltrekord» hielt ein Neunjähriger, der die Strecke in der kalten und unruhigen See in etwas weniger als zwei Stunden absolvierte. «Er las einen Artikel darüber und sagte, er wolle diese Zeit brechen. Seither trainierte er viermal die Woche», so Bilbreys Trainer Joe Zemaitis. Bilbrey ist zwar nur 1,20 m gross und knapp 30 kg schwer, hat laut seinem Trainer aber das Herz eines Champions: «Er hatte überhaupt keine Angst vor dem kalten, unruhigen und dunklen Wasser. Unglaublich, wie zielgerichtet er das Ganze anging.» Die Bucht von San Francisco hatte durch den Film «Escape from Alcatraz» Berühmtheit erlangt. Dabei ist nicht nur der unruhige und kalte Pazifische Ozean ein kaum zu überwindendes Hindernis für die Gefangenen auf Alacatraz, sondern auch die grosse Anzahl Haie vor Nord-Kalifornien - auch davon liess sich der mutige Weltrekord-Knirps nicht beeindrucken [WindowsMedia Video].

23.5. Medaillenspiegel Schweizermeisterschaften.
Rang -Verein - Gold Silber Bronze
1. Schwimmclub Uster-Wallisellen SCUW 8 3 3
2. Team Atlantide & Locarno TAL 7 2 4
3. Limmat Sharks Zürich LIMM 6 7 8
4. Schwimmclub Solothurn SCSO 4 - -
5. Schwimmclub Schaffhausen SCSH 3 4 2
6. Genève Natation 1885 GEN 2 3 6
7. Schwimm-Klub Bern SKBE 2 2 2
8. Schwimmclub Winterthur WINT 2 1 2
9. Swiss Swimming FSN 2 1 -
10. Renens-Natation RN 1 2 2

23.5. Christoph Bühler tritt zurück. (L. Liechti) Mit Christoph Bühler hat ein langjähriges Mitglied der Schweizer Nationalmannschaft heute seinen Rücktritt verkündet. Der 32-jährige Ur-Langenthaler, der während der ganzen Karriere immer seinem Stammverein Schwimmklub Langenthal treu blieb, war über 10 Jahre Mitglied der Nationalmannschaft und nahm als Schwimmer an nicht weniger als 14 Europa-, 6 Weltmeisterschaften, 2 Universiaden und als einer der Höhepunkte den Olympischen Spielen in Sydney teil. Bühler gewann 11 Titel an Schweizer Meisterschaften, 10 davon über 50m Freistil, seiner Paradedisziplin. In dieser Disziplin stellte Bühler im Frühling 2001 sogar eine Jahresweltbestzeit auf, die ihm allerdings nur einen Tag später wieder entrissen wurde. An internationalen Meisterschaften war der oberaargauer Modelathlet regelmässig in Halbfinals und Finals vertreten, aufs Siegerpodest reichte es allerdings nie ganz. Je zweimal belegte er mit der Nationalstaffel einen vierten Platz an Europameisterschaften und einen sechsten Rang an einer Universiade. Vielleicht nicht sportlich aber als Erlebnis hinterliessen die Olympischen Spiele in Sydney einen bleibenden Eindruck in seinem Leben. Seine ausserordentlich lange Karriere verdankt Bühler sicherlich seiner Einstellung zum Sport und der Tatsache, dass er immer einen gesunden Ausgleich zum Sport hatte. Selbst in den intensivsten Jahren konzentrierte er sich nicht ausschliesslich auf den Sport sondern ging seinem Beruf oder dem Studium nach. Christoph Bühler wird nicht vollständig aus der Schwimmszene verschwinden. Zumindest in seinem Verein, dem SKLA, wird er weiterhin den Sport betreiben und sich engagieren. Zunächst steht aber seine Hochzeit an, am 10. Juni heiratet Bühler seine langjährige Partnerin.

23.5. Briten senden 34 Schwimmer ans Mittelmeer. Für die am 7. Juni in Canet beginnende Mare-Nostrum-Serie haben die Briten eine 34-köpfige Mannschaft zusammengestellt: Frauen: Emma Bird (Nova Centurion), Jazmin Carlin (Tigersharks, Swindon), Sophie Collier (Plymouth Leander), Georgia Davies (Swim Swansea), Terri Dunning (City of Birmingham), Natalie Durant (Ealing), Ellen Gandy (Beckenham), Kate Haywood (Loughborough Unviersity), Zoe Hester (Reading), Jo Jackson (Durham Aquatics), Steph Proud (Chester-le-Street), Jessica Sylvester (Nova Centurion), Katherine Wyld (Nova Centurion), Ceri Unwin (Hatfield). Männer: Matt Bowe (Loughborough University), Matt Clay (Swansea Performance), Chris Cook (City of Newcastle), Chris Cozens (Loughborough University), Gregor Tait (Cardiff). Zusätzliche Schwimmer für Barcelona, Frauen: Rebecca Adlington (Nova Centurion), Kirsty Balfour (City of Edinburgh), Ros Brett (Loughborough University), Mel Marshall (Loughborough University), Hannah Miley (Garioch), Cassie Patten (Plymouth Leander), Keri-Anne Payne (Stockport Metro), Katy Sexton (Portsmouth Northsea), Männer: David Carry (City of Aberdeen), Euan Dale (Loughborough University), Kris Gilchrist (City of Edinburgh), James Goddard (Stockport Metro), James Kirton (City of Sheffield), Joe Roebuck (Loughborough University), Liam Tancock (Loughborough University) [Website].
Line element22.5. Vendt wiederentdeckt Liebe zum Schwimmen. Der Silbermedaillengewinner über 400 m Lagen von Athen wurde am vergangenen Wochenende nach fast zweijähriger Schwimmpause in 4:28.07 hinter Phelps und Margalis Dritter über seine Lieblingsstrecke. Zuletzt war Vendt auf Weltreise, Tahiti, Tonga, Neuseeland, Australien und Europa und wollte sich eigentlich in New York einen Job suchen. An den Stellangeboten habe es nicht gefehlt, sagte Vendt. "Aber ich hätte jeden Tag 13 bis 14 Stunden arbeiten müssen." "Ich realisierte aber, dass wenn mich der Job nicht fasziniert, ich es hassen würde aufzuwachen." So fand Vendt zu seiner alten Liebe zurück, dem Schwimmen. Er fand zuerst eine Stelle als Schwimmlehrer, das habe ihm grossen Spass gemacht. Aber dann vor dem Fernseher passierte es endgültig: "Die olympische Hymne von Turin jagte mir Schauer den Rücken hinunter, und ich rief Bob Bowman an, ob er mich in sein Team aufnehmen würde," sagte Vendt. "Das war gar keine Frage," sagte Bowman. "Wenn er es wünschte, würde ich ihm selbstverständlich helfen." Der Weg nach Beijing steht Vendt nun offen.

22.5. Polnische Meisterschaften, Ostrowiec, 19.-21.5.2006 [Resultate]Line element21.5. Neuner-Delegation für EM in Budapest. (si) Nach den Schweizer Meisterschaften in Genf sind zwei Frauen und sieben Männer für die EM in Budapest (31. Juli - 6. August) qualifiziert. Die Neuner-Delegation könnte aber bis am 4. Juni, wenn die zweite Qualifikationsphase endet, noch Zuwachs erhalten. Nebst den arrivierten Schwimmern Flavia Rigamonti, Karel Novy, Dominik Meichtry, Remo Lütolf, Flori Lang und Carla Stampfli hat ein Trio das erste Mal ein Ticket für einen internationalen Grossanlass im 50-m-Becken gelöst: Dimitri Waeber (über 200 m Brust), Stephan Bachmann (über 200 und 400 m Lagen) sowie Crawlsprinter Alessandro Gaffuri. Der Glarner hat als einziger der neun Selektionierten keine Einzellimite erfüllt, er wird aber als viertes Mitglied der 4x100-m-Crawlstaffel (mit Novy, Meichtry, Lang) mitgenommen. Am Sonntag sorgte Stephan Bachmann über 200 m Lagen für den einzigen Landesrekord im Hallenbad "Les Vernets". In 2:04,21 verbesserte der 22-jährige Zürcher die letztjährige Bestmarke von Jonathan Massacand um 0,49 Sekunden. Erfolgreichste Athletin an den vier Wettkampftagen in Genf war Carla Stampfli, die seit zwei Jahren in Mailand trainiert und lebt. Die 22-jährige Solothurnerin sicherte sich viermal SM-Gold (50, 100 m Rücken und Delfin). Je drei Einzeltitel holten sich Flavia Rigamonti, Karel Novy sowie der aufstrebende Aargauer David Karasek. Flori Lang sicherte sich dank den 25,91 im Final über 50 m Rücken die 1500 Franken Preisgeld für die beste Leistung in Genf.

21.5. Thorpe investiert in Heim und Stall. Ian Thorpe hat für knapp 1 Mio US$ ein Haus in den Hollywood Hills, Los Angeles, erworben. Das ist sozusagen ein Schnäppchen, wenn man ans Preisniveau in Los Angeles denkt. Darüber hinaus soll er für etwas weniger als 1 Million einen Anteil am 3-jährigen Rennpferd Turnip McKenzie aus Neuseeland erworben haben.

21.5. Bachmann mit Schweizerrekord über 200m Lagen. (L.Liechti) Der Zürcher Stephan Bachmann krönte ein für ihn sehr erfolgreiches Wochenende mit seinem ersten Schweizerrekord und der zweiten EM-Limite für Budapest. Über 200m Lagen verbesserte der 22-jährige den bisherigen Rekord von Klubkollege Jonathan Massacand um 49 Hundertstel auf 2:04.21 und unterbot sowohl seine eigene Bestzeit und die EM-Limite deutlich. Über 100m Delfin gewann die Solothurnerin Carla Stampfli ihren vierten Titel an diesem Wochenende. Um sich auch in dieser Disziplin noch für die EM zu qualifizieren, hätte die in Mailand Studierende allerdings im Bereich ihres Schweizerrekords schwimmen müssen. Stampfli wird es verschmerzen können, hat sie doch die Limiten über 50m Delfin und 50m Rücken geschafft. Die Lagenstaffel, die traditionell den Abschluss der Meisterschaft bildet, waren bei den Herren eine klare Angelegenheit des SC Uster-Wallisellen. Das Quartett mit Lang, Lütolf, Novy und Strasser gewann mit fast fünf Sekunden Vorsprung auf die Limmat Sharks. Bei den Damen entschied nach packendem Kampf die Winzigkeit von vier Hundertstel zu Gunsten des SC Schaffhausen. Die Schlussschwimmerin Céline Hofer konnte den Vorsprung auf die Ustermerin Dominique Diezi gerade noch ins Ziel retten uns sicherte dem Verein den ersten Staffeltitel an Schweizer Meisterschaften seit über 20 Jahren. Das Team für die Europameisterschaften anfangs August umfasst damit neun Namen: Stephan Bachmann (LIMM), Flori Lang, Remo Lütolf, Dominik Meichtry, Karel Novy (alle SCUW), Dimitri Waeber (GEN), Flavia Rigamonti (TAL), Carla Stampfli (SCSO) sowie Alessandro Gaffuri (RFN), der für die Staffel über 4x100m Freistil selektioniert wurde [Website] [Resultate].

21.5. Noch eine Limite für Karel Novy. (L. Liechti) Karel Novy vom SC Uster-Wallisellen unterbot in den Vorläufen des letzten Tages der SM in Genf die Limite für die Europameisterschaften über 50m Freistil. In 23.09 blieb der Captain der Nationalmannschaft zwei Zehntel unter der Qualifikationszeit. Im gleichen Rennen blieb der 17-jährige Duncan Furrer von Lausanne Natation unter der Limite für die Junioreneuropameisterschaften. Der Romand erreichte eine Zeit von 24.44 und qualifizierte sich damit als sechster Schweizer für die Meisterschaft in Palma.

21.5. Bachmann überrascht, Lütolf bezwungen, Rigamonti entledigt sich der Pflicht. (L. Liechti) Gleich zum Auftakt des dritten Finalnachmittags an den Schweizermeisterschaften in Genf landete Stephan Bachmann von den Limmat Sharks eine schöne Überraschung: über 400m Lagen unterbot der Zürcher seine knapp zwei Jahre alte Bestzeit deutlich und qualifizierte sich in 4:27.49 für die Europameisterschaften. Es ist dies nicht die erste Teilnahme des 22-jährigen an einer EM, 2004 war Bachmann allerdings „nur“ als Staffelschwimmer eingesetzt worden. Mit einer fast noch grösseren Überraschung ging es über 50m Brust weiter: der haushohe Favorit Remo Lütolf, der noch nie ein Rennen über die Brust-Sprintdistanz verloren hatte, fand seinen Bezwinger. Der 18-jährige Damien Courtois von Lancy Natation nutze die Gunst der Stunde und düpierte Lütolf, der am Morgen im Vorlauf noch die EM-Limite unterboten hatte. In 29.16 unterbot der Junior zudem die Limite für die JEM – bereits die zweite nach 50m Delfin. Flavia Rigamonti erfüllte über 800m Freistil die Limite – ohne allerdings zu brillieren. In 8:38.88 blieb sie rund sechs Sekunden unter der geforderten Zeit, ihren gewohnten Level erreichte die USA-Studentin aus verschiedenen, nachvollziehbaren Gründen nicht. Der 25-jährigen Tessinerin ging es an der SM einzig um die Qualifikation, viel mehr erwartete sie nicht. Das mit Spannung erwartete Rennen über 100m Freistil hielt nicht ganz, was die Affiche versprach. Karel Novy siegte überlegen, blieb aber ganz knapp über 50 Sekunden. Die nach ihm folgenden Alessandro Gaffuri und Flori Lang konnten vom Sog des Nationalmannschaftscaptains nicht wie erhofft profitieren und bleiben beide über der Limitezeit für Budapest. Dennoch zeigt sich in dieser Disziplin eine sehr erfreuliche Entwicklung, die im Hinblick auf die Staffeln an internationalen Meisterschaften der kommenden Jahre hoffen lässt. Line element20.5. Auch Lütolf und Novy in Budapest dabei. (L.Liechti) Am dritten Tag der Schweizer Meisterschaften in Genf sicherten sich Remo Lütolf übe 50m Brust und Karel Novy über 100m Freistil schon im Vorlauf das Ticket für die EM in Budapest. Lütolf unterbot die Limite in 28.80 um zwei Zehntel, meinte aber nach dem Rennen, dass es heute Abend schon noch ein bisschen schneller gehen sollte. „Wenn das die EM gewesen wäre, hätte ich wohl nach dem Start 2 Meter Rückstand gehabt“, kommentierte er seinen missratenen Start. Novy absolvierte seine Paradestrecke gar unter 50 Sekunden. In 49.87 schwamm er zum elften Mal in seiner Karriere unter der magischen Grenze. Einige Zuschauer werden sich wahrscheinlich erinnert haben, dass Novy vor sechs Jahren an gleicher Stätte, ebenfalls im Vorlauf, den heute noch gültigen Schweizerrekord von 49.58 aufgestellt hatte. Nun da der Druck der Limite weg ist, kann Novy heute Nachmittag im Final einen Angriff auf die Bestzeit starten. Mit den beiden Athleten des SC Uster-Wallisellen wächst die voraussichtliche Delegation an den Europameisterschaften auf sechs Schweizer Schwimmer. Ramona Knüsel vom Schwimmverein Kriens unterbot über 100m Freistil in 58.09 die Limite für die Junioreneuropameisterschaften in Palma. Die 16-jährige schwamm zwei Zehntel schneller als für die Qualifikation gefordert [Website] [Resultate].Line element19.5. SM Finals 2. Tag – Lang bestätigt, Stampfli auch über 50m Rücken. (L. Liechti) Während Flori Lang (SC Uster-Wallisellen) die Limite über 50m Rücken im Final ein zweites Mal bestätigte und in 25.91 überlegen seinen fünften Titel in Serie über die Sprintdistanz gewann, unterbot Carla Stampfli (SC Solothurn) im gleichen Rennen bereits die zweite Limite. In 30.08 war sie exakt ein Hundertstel schneller als gefordert. Über 200m Freistil der Herren gewann David Karasek von den Limmat Sharks seinen zweiten Titel an diesen Meisterschaften und stellte erneut seine grossen Fortschritte unter Beweis: mit seiner Siegerzeit von 1:53.23 verbesserte er die persönliche Bestzeit um über drei Sekunden, ohne damit aber in den Bereich einer EM-Limite zu kommen. Flavia Rigamonti gewann den Titel bei den Damen – notabene den 26. ihrer Karriere aber den ersten über diese Distanz. Aber auch sie kam nicht in den Bereich der Limite für die EM. Bei den Rennen über 100m Brust stand sowohl bei den Herren als auch bei den Damen die gleiche Person zuoberst auf dem Podest wie gestern über die doppelte Distanz: Dimitri Waeber (Genève Natation) gewann in 1:04.50 und Patrizia Humplik (SK Bern) in 1:12.93. Letztere unterbot wie bereits im Vorlauf die Limite für die Junioreneuropameisterschaften, verpasste ihren vor drei Wochen in Wien aufgestellten Schweizerrekord aber deutlich. Über 200m Delfin der Herren konnte Simon Oberholzer aus Schaffhausen den Titel vom Vorjahr erfolgreich verteidigen. In 2:03.20 verbesserte er seine persönliche Bestleistung deutlich, was aber auch nötig war, da Stephan Bachmann (Limmat Sharks) nur gerade 18 Hundertstel langsamer war. Bei den Damen gewann Martina van Berkel (SC Winterthur) in 2:21.25. Die Staffeln über 4x100m Freistil waren eine Beute des Schwimmclubs Uster-Wallisellen. Die Herren verpassten bei ihrem Sieg den Schweizerrekord für Vereinsstaffeln nur um vier Zehntel. Die Damen aus dem Zürcher Oberland siegten in 4:00.90.

19.5. Chinesische Meisterschaften
, Luoyang, 12.-17.5.2006 [Resultate]

19.5. EM-Limite für Flori Lang. (L. Liechti) Der für den SC Uster-Wallisellen startende Flori Lang unterbot am zweiten Tag der Schweizer Meisterschaften in Genf die Limite über 50m Rücken. In 25.99 blieb der 23-jährige drei Zehntel unter dem Richtwert für Budapest. Lang ist damit nach Dominik Meichtry, Carla Stampfli und Dimitri Waeber der vierte Schweizer Athlet, der die Qualifikation schaffte. Flori Lang war mit seinem Rennen nur bedingt zufrieden: „wenn ich meine Vorbereitung anschaue, ist das Resultat OK. Aber ich kann mehr und vor allem würde ich gern auch die 100m Rücken schwimmen. Das werde ich am Start der Lagenstaffel nochmals probieren“. Mit ihrer Vorlaufzeit erfüllte auch Patrizia Humplik von Schwimmklub Bern die Limite für die Junioreneuropameisterschaften über 100m Brust. In 1:12.98 musste die Schweizerrekordhalterin allerdings die Karten nicht mal ganz aufdecken, um dieses Ziel zu erreichen. Im Final von heute Abend wird die 16-jährige den Titel und ihren Rekord ins Visier nehmen [Website] [Resultate].Line element18.5. SM Finals 1. Tag - EM Limite für Waeber. (L. Liechti) Der Auftakt der Schweizer Meisterschaften in Genf darf aus sportlicher Sicht durchaus als geglückt betrachtet werden. Gleich im ersten Final nutzt David Karasek von den Limmat Sharks die ihm gebotene Bühne und deutete an, dass künftig mit ihm zu rechnen ist. Für eine EM-Limite reichte es zwar noch nicht aber die Fortschritte des 19-jährigen Aargauers sind beeindruckend: mit einer persönlichen Bestzeit von 4:09.99 reiste er nach Genf, nach 4:00.17 blieb die Uhr im Final stehen, womit er seinen ersten Titel an Schweizer Meisterschaften gewann. Im gleichen Rennen der Damen enttäuschte Flavia Rigamonti bei ihrem ersten Auftritt seit einem Jahr in einem Schweizer Schwimmbad. Die US-Studentin verpasste es, sich über 400m Freistil für die EM in Budapest zu qualifizieren. In 4:17.98 gewann sie das Rennen zwar überlegen vor Swann Oberson, konnte die geforderte Limite aber nicht unterbieten. Ein hartes Los zug Yul Münger. Der 18-jährige Bieler schwamm zwar sowohl im Vorlauf als auch im Final unter der geforderten Limite über 50m Delfin für die Junioreneuropameisterschaften, musste sich aber den gleichaltrigen Damien Courtois und Adrien Perez beugen, die beide um einen Tick schneller anschlugen. Die Regeln sind in so einem Fall hart aber klar: Wenn Yul Münger doch in Palma am Start sein will, muss er sich in einer anderen Disziplin qualifizieren. Courtois (25.21) und Perez (25.37) belegten im Final die Ränge zwei und vier - Karel Novy gewann das Rennen in 25.16. Eine weitere Limite über 50m Delfin für die Junioreneuropameisterschaften unterbot Laetitia Perez, die sich im Final um die entscheidenden Hundertstel gegenüber dem Vorlauf steigern konnte. In 28.81 unterbot die 16-jährige erneut ihre persönlich Bestzeit und belegte Rang zwei hinter Carla Stampfli, die als überlegene Siegerin die EM-Limite für Budapest sowohl im Vorlauf als auch im Final unterbot. Stampfli stieg nur wenige Minuten nach ihrem Sieg schon wieder ins Becken und gewann auch die 100m Rücken in 1:05.87 mit beträchtlichem Vorsprung. Sie erweiterte damit ihre Goldmedaillensammlung an Schweizer Meisterschaften auf nunmehr 17 Titel. Eine erfreuliche Leistung zeigte der Genfer Dimitri Waeber über 200m Brust. Im Final unterbot der 20-jährige vor heimischem Publikum die geforderte Zeit für die EM um rund eine halbe Sekunde und qualifizierte sich damit erstmals für eine Europameisterschaft der Elite [Website] [Resultate].

18.5. Stampfli erfüllt EM-Limite. (si) Zum Auftakt der Schweizermeisterschaften in Genf erfüllte Carla Stampfli vom Schwimmclub Solothurn die Limite über 50m Delfin für die Europameisterschaften in Budapest vom kommenden August. Die in Mailand lebende Studentin unterbot in 28.16 die geforderte Zeit um 43 Hundertstel. Die 22-jährige realisierte im ersten Moment gar nicht, dass sie die Limite unterboten hatte. „Ich konnte die Zeit auf der Videowand nicht erkennen und des Speaker habe ich nicht verstanden“, meinte Stampfli nach dem Rennen. Umso glücklicher und erleichtert war sie, als sie von Zuschauern erfuhr, wie schnell sie gerade geschwommen war. Über 50m Delfin der Herren unterboten gleich drei Junioren die Limite für die Junioreneuropameisterschaften. Damien Courtois (Lancy-Natation), Adrien Perez (Red Fish Neuchâtel) und Yul Münger (ST Biel-Bienne) werden im Final von heute Abend die beiden Plätze unter sich ausmachen.

18.5. Südafrikanische Schwimmer belohnt. Der südafrikanische Verband hat seine erfolgreichen Schwimmerinnen, Schwimmer und Trainer für ihre Erfolge an den Commonwealth Games und an den Kurzbahn-Weltmeisterschaften belohnt. Neun Athleten und fünf Trainer bekamen Preisgelder. Roland Schoeman bekam mit 27'500 Rand (5'600 Franken) den grössten Scheck, Ryk Neethling stand nicht viel nach (5'100 Franken). Bei den Frauen stahl die Behinderte Natalie du Toit mit mehrfachem paralympischem Gold allen anderen die Show (4100 Franken). "Ganz klar wollen wir sicherstellen, dass gute Leistungen an internationalen Meetings gefördert und belohnt werden." sagte der Chef Leistungssport Rushdee Warley. "Junge Schwimmer knapp unter der Spitze sollen motiviert werden." Aber auch verschiedene hierzulande wohl eher unbekannte Trainer gingen nicht leer aus (100 Rand = ca. 200 Franken)
Commonwealth Games
Roland Schoeman - R27,500
Ryk Neethling - R10,000
Natalie Du Toit - R20,000
George du Rand - R5,000
Gerhard Zandberg - R7,500
Lyndon Ferns - R5,000
Lize Mari Retief - R2,500
Troyden Prinsloo - R2,500
Suzaan Van Biljon - R2,500
Weltmeisterschaften
Ryk Neethling - R15,000
Suzaan van Biljon - R2,500
Trainer
Dean Price (Co-Trainer von Ryk Neethling) - R12,500
Peter Williams (Co-Trainer von Ryk Neethling) - R12,500
Simon Gray (Trainer von George du Rand) - R5,000
Nick Gray (Trainer von Troyden Prinsloo) - R2,500
Theo Verster (Trainer von Lize-Mari Retief) - R2,500 Line element17.5. Budapest bereit? In ungarischen Zeitungen erschienen Berichte, wonach die Wettkampfstätte für die Europameisterschaften Ende Juli/anfnags August nicht rechtzeitig fertiggestellt werden könnten. Bis heute sei man hinter dem Fahrplan. Als Gründe werden politische Streitereien und Proteste von Donau-Umweltschützern genannt. László Szakadáti, Delegierter des ungarischen Verbandes, gab zu, dass man nicht ganz nach Fahrplan bauen konnte, die Verzögerung habe aber keinen Einfluss auf die rechtzeitige Fertigstellung. Ursprünglich wollte man für die Meisterschaften ein gedecktes Becken in der Nähe der technischen Universität bauen, aber die Universität wollte dies nicht und konnte sich durchsetzen. Der Beschluss, aus finanziellen Gründen bloss die Alfréd-Hajós-Anklage auf der Margaretinsel zu erneuern, kam vom damaligen ungarischen Finanzminister Tibor Draskovics. Umweltschützer protestierten gegen die Fällung von 40 Bäumen, verloren aber ihre Einsprache. Verbandsdelegierter Szakadáti weigert sich von "Versagen" zu sprechen, das würde dem Image Ungarns auf die Dauer schaden. Line element16.5 Hackett warnt Rivalen. Hackett rechnet damit, dass seine Rivalen Larsen Jensen und David Davis sich bis zu den olympischen Spielen verbessern werden. Der über 1500 m Freistil seit 10 Jahren ungeschlagene Hackett spürte bereits in Athen die Verfolger an seinen Fersen. Er habe die beiden in Athen unterschätzt, sagte Hackett, aber das werde ihm nicht mehr passieren, obwohl er ihnen weitere 10 Sekunden Verbesserung zugesteht. Hackett sagte, nach Beijing werde er die 1500 m voraussichtlich zugunsten der 400 m Freistil aufgeben, da sehe er für sich noch ein wesentliches Verbesserungspotenzial (seine PB 3:42.51, Thorpes WR 3:40.08). In der Zwischenzeit erholt sich David Davies von seiner Fussoperation, die wegen einer Infektion notwendig wurde. Der 21-jährige Goldmedaillengewinner der Commonwealth Games in Melbourne über 1500 m konnte deswegen einen Monat lang nicht trainieren. Davies ist zuversichtlich, dass er den Rückstand bis zu den Europameisterschaften in Budapest wieder aufholen kann.

16.5. Elka Graham folgt Giaan Rooney. Auch die 24-jährige Graham strebt nach der Aufgabe des Schwimmsports eine Karriere im Fernsehen als Sportkommentatorin an. Graham schaffte es 1999 zum ersten Mal ins Nationalteam und nahm an den olympischen Spielen 2000 und 2004 teil. Sie hatte wiederholt mit gesundheitlichen Problemen und Verletzungen zu kämpfen. An der WM 2003 in Barcelona kam sie wegen ihren Herzproblemen in die Schlagzeilen und an die WM in Montréal konnte sie wegen einer Hüftoperation erst gar nicht hinreisen.

16.5. Manaudou jagt Van Almsicks Rekord. Frankreich hat 32 Schwimmerinnen und Schwimmer für die Europameisterschaften in Budapest selektioniert. In Budapest wird Laure Manaudou sieben Einzeltitel anvisieren. Sie wird ¨ber 200, 400 und 800 m Freistil, 50 und 100 m Rücken und 200 und 400 m Lagen starten. Darüber hinaus ist sie für die 4x100-m-Staffel vorgemerkt. Bis jetzt hat einzig Franziska Van Almsick es geschafft, 6 Titel zu gewinnen (Sheffield 1993, 3 Einzel- und 3 Staffelsiege). DIe französische Mannschaft, Männer: : Alain Bernard (CN Marseille, 23); Frédérick Bousquet (CN Marseille, 25); Hugues Duboscq (CN Le Havre, 24); Simon Dufour (Montpellier ANUC, 27); Fabien Gilot (C Vikings Rouen, 22); Fabien Horth (Aqua club Pontault-Roissy, 20); Christophe Lebon (CN Antibes, 23); Amaury Leveaux (Mulhouse ON, 21); Matthieu Madelaine (CN Antibes, 22); David Maitre (CS Clichy 92, 26); Grégory Mallet (RCF-ASPTT, 22); Julien Nicolardot (Mulhouse ON, 24); Christophe Richard (Cergy Pontoise Natation, 23); Nicolas Rostoucher (Mulhouse ON, 25); Sébastien Rouault (CNO Saint-Germain-en-Laye, 20); Guy-Noël Schmitt (CN Cannes, 23); Julien Sicot (CS Clichy 92, 28). Frauen: Joanne Andraca (AC Hyères, 17); Esther Baron (CN Melun Val de Seine, 19); Sarah Bey (CN Melun Val de Seine, 20); Céline Couderc (CN Cevennes Alès, 23); Sophie de Ronchi (ES Massy natation, 20); Sophie Huber (CN Sarreguemines, 20); Anne-Sophie Le Paranthoën (CS Clichy 92, 29); Laure Manaudou (CN Melun Val de Seine, 19); Malia Metella (USLM Pacoussines Cayenne, 24); Aurore Mongel (Mulhouse, 24); Camille Muffat (Olympic Nice natation, 16); Alena Pochanka (CS Clichy 92, 26); Alexandra Putra (Dauphins Toulouse OEC, 19); Angéla Tavernier (CN Marseille, 22); Cylia Vabre (Lyon natation, 22).
Line element15.5. Neue Mitglieder Hall of Fame. Im Rahmen einer Feier wurden am Samstag, 13. Mai bekannte Gesichter und Namen neu in die International Swimming Hall of Fame, ISHOF, aufgenommen:
Jane Asher (GBR) – Mastersschwimmer
Joe Bottom (USA) – Schwimmer
Flip Darr (USA) – Trainer
Carlo Dibiasi (ITA) – Trainer
Tom Dolan (USA) – Schwimmer
Igor Milanovic (YUG) – Wasserballer
Susan O’Neill (AUS) – Schwimmer
Kieren Perkins (AUS) – Schwimmer
Alison Streeter (GBR) – Langstreckenschwimmerin
Xiong Ni (CHN) – Springer Line element14.5. Hackett schwimmt WJB. Beim Telstra Grand-Prix in Brisbane schwamm Grant Hackett im Finale über 400 m Freistil deutlich unter seiner Wunschzeit von 3:50: 3:46.99, die schnellste Zeit auf dieser Strecke in diesem Jahr. Damit signalisiert er, dass mit ihm auch in Zukunft zu rechnen ist. Aber Leisel Jones stahl ihm fast die Show: Mit 1:06.29 gewann sie die 100 m Brust, vor einem Jahr wäre das noch Weltrekord (jetzt 1:05.09) gewesen. Jones schwamm damit von den 7 schnellsten 100-m-Bruststrecken deren 6. Jessica Hardy (1:06.20) gehört die drittbeste Zeit. Jones freut sich nun auf die Mare-Nostrum-Serie....

14.5. Brustwende: Alles klar! (mitgeteilt: Hans-Ulrich Schweizer) Nun ist es definitiv: Der am FINA-Kongress 2005 in Montreal beschlossene Delfinkick bei der Brustwende darf NICHT vor dem Unterwasserarmzug gemacht werden. Der überarbeitete Reglementstext lautet wie folgt:
«Nach dem Start und nach den Wenden darf der Schwimmer die Hände bis zum Strecken der Arme nach hinten stossen und während oder am Schluss des Armzuges, aber vor Beginn des Brustbeinschlags, einen einzigen Delfinbeinschlag ausführen.»
Reglement 7.3.1
Reglement 7.3.2Line element13.5. Hacketts Comeback.In einem schwach besetzten Vorlauf am Telstra-Meeting in Brisbane schwamm der 26-jährige 3:53.46. Er war sehr zufrieden mit seiner Schulter und sagte, er werde am Final teilnehmen. "Ich werde versuchen unter 3:50 zu schwimmen," sagte Hackett. "Meine Schulter ist prima, ich muss aber an meiner Fitness arbeiten, aber das ist alles auf gutem Weg."Line element12.5. Manaudou mit Weltrekord über 400 m Crawl. Laure Manaudou hat bei den nationalen Meisterschaften in Tours einen Weltrekord über 400 m Crawl aufgestellt. Die 19-Jährige blieb in 4:03,03 Minuten mehr als acht Zehntelsekunden unter der 18 Jahre alten Marke von Janet Evans (USA). Manaudou, die Olympiasiegerin und Weltmeisterin über 400 m Crawl, brach damit den ältesten, noch bestehenden Schwimm-Weltrekord.

12.5. Manaudou bricht Rekord. An den französischen Meisterschaften hat Laure Manaudou ihren eigenn Landesrekord über 400 m Lagen von 4:45.84 (Mülhausen, 26.3.2006) sprunghaft auf 4:40.06 verbessert. Ihre Splits: 1:04.18; 2:15.15 (1:11.0); 3.36.29 (1:21.11); 4:40.06 (1:03.77). Championats de Natation de Françe, Tours, 10.-14.5.2006 [Website]

12.5. Telstra Grand-Prix, Brisbane, 12.-14.5.2006 [Website]Line element11.5. Stephanie Eisenring lebt und schwimmt in Florida [Bericht, PDF 2 Seiten, 500 kB].Line element11.5. Australischer Trainer angeklagt. Der 36-jährige Mark Graham Thompson kommt in Melbourne im Juli vor Gericht. Er wird angeklagt, zwischen 1998 und 1999 21-mal einen damals 14 Jahre alten Schwimmer sexuell missbraucht zu haben. Thompson trainierte unter anderen Brooke Hanson und war Trainer des Jahres 2005 im Gliedstaat Viktoria. Thompson sagte aus, er sei unschuldig. Der ungenannt bleibende, heute 21-jährige Schwimmer sei eines der grössten Talente Australiens gewesen und habe den Schwimmsport wegen seinem Trainer aufgegeben.Line element10.5. Thorpe: "Ich bleibe Sprinter." Ian Thorpe hat eine Rückkehr zu den Mittel- und Langtrecken ab 400 m im Vorfeld der olympischen Spiele ausgeschlossen. Er würde sein vorolympisches Programm mit seiner Trainerin Tracey Menzies diskutieren, aber die Mittelstrecken seien kaum ein Thema. "Kürzer ist sicherer als länger," sagte Thorpe. "Zuerst muss ich in einigen kleineren Wettkämpfen starten und dann werde ich voraussichtlich im Oktober über die folgenden 12 Monate entscheiden, mit Blickrichtung Beijing.

10.5. Manaudous rechte Schulter. Manaudous rechte Schulter, bzw. die rekurrierenden Schmerzen und Probleme, bleiben ein Thema. Eine medizinische Untersuchung resultierte mit "keiner schwerwiegenden Ursache". Die Schwimmerin habe zur Kompensation zusätzliche Muskeln um den Entzündungsherd aufgebaut. Manaudou beugt regelmässig vor, indem sie u.a. nie auf der verletzten Schulter schläft. Sie spielt die Verletzung herunter, das gehöre nun mal zum Spitzensport. Die am 10. Mai beginnenden französischen Meisterschaften werden zeigen, wo sie steht [Website].

10.5. Niederländisches EM-Team. Männer: Pieter van den Hoogenband, Mitja Zastrow, Johan Kenkhuis, Sebastiaan Verschuren, Nick Driebergen, Lennart Stekelenburg, Robin van Aggele, Bastiaan Tamminga, Bas van Velthoven, Stefan Oosting, Gijs Damen, Frauen: Marleen Veldhuis, Inge Dekker, Linda Bank, Hinkelien Schreuder, Moniek Nijhuis, Chantal Groot, Femke Heemskerk, Ranomi Kromowidjojo, Rieneke Terink, Manon van Rooijen, Jolijn van Valkengoed.

10.5. Syrischer Schwimmer für 4 Jahre gesperrt. Der in Deutschland bei der SG Neukoelln Berlin trainerende Rafed El Masri ist von der FINA auf Antrag des syrischen Schwimmverbandes für 4 Jahre gesperrt worden. Als Grund werden disziplinarische Probleme genannt, hinter denen ein geplanter Startrechtswechsel stehen könnte. Der 24-Jährige wurde in Athen 18. über 50 m Freistil und gewann letztes Jahr den deutschen Titel mit 22.37.

10.5. Vorschau SM Genf 18. bis 21. Mai 2006. (Swiss Swimming) 416 Schwimmer und Schwimmerinnen aus 49 Vereinen werden am Wochenende vom 18. bis 21. Mai 2006 in Genf um 32 Medaillensätze in Einzel- und deren sechs in Staffelndisziplinen kämpfen. Die Wettkämpfe im Hallenbad Les Vernets werden traditionsgemäss von Genève Natation organisiert. Das Hauptaugenmerk der Schweizer Topathleten, die mit Ausnahme von Dominik Meichtry und Matthias Sigrist alle am Start sein werden, gilt den Limiten für die internationalen Meisterschaften in diesem Sommer. Bei der Elite ist dies die Europameisterschaft in Budapest anfangs August und bei Jüngeren die Junioreneuropameisterschaft in Palma de Mallorca anfangs Juli. Wie im vergangenen Jahr haben die Schweizer Meisterschaften „Trials-Charakter“. Wer im Sommer international schwimmen will, muss in Genf reüssieren. Andernfalls bleibt nur noch ein Meeting zwei Wochen später, wo man sich für freie Plätze qualifizieren kann. Dieser Pflicht entledigt hat sich einzig Dominik Meichtry, der wegen Prüfungen an seiner Uni in Berkeley/USA nicht in Genf sein kann. Sein Antrag wurde gutgeheissen und er erfüllte die geforderte Limite an den US-Meisterschaften anfangs April über 100m und 200m Freistil. Die heissesten Anwärter auf EM-Limiten sind Flavia Rigamonti (Team Atlantide&Locarno), Karel, Novy, Remo Lütolf, Flori Lang (alle SC Uster-Wallisellen), Carla Stampfli (SC Solothurn), Dimitri Waeber (Genève Natation), Jonathan Massacand (Limmat Sharks) sowie Patrizia Humplik (SK Bern) und Damien Courtois (Lancy-Natation), die zwar noch im Juniorenalter sind, aber bereits sehr nah oder gar unter der geforderten Limitezeit geblieben sind. Bei den Junioren kommt zu den oben genannten Humplik und Courtois noch Adrien Perez (Red Fish Neuchâtel) dazu, deren Start praktisch feststeht, sofern sie ihre gewohnten Leistungen abrufen können. Weitere Kandidaten sind hier Duncan Furrer (Lausanne Natation), Ramona Knüsel (SV Kriens), Yul Münger (ST Biel-Bienne), Laila Werner (SC Schaffhausen), Stephanie Eisenring (Limmat Sharks) und Laetitia Perez (Red Fish Neuchâtel), die alle die Limitezeiten schon einmal unterboten haben oder zumindest ganz in der Nähe waren. Eine reelle Chance haben auch die beiden Freistilstaffeln der Damen über 4x100m und 4x200m. Bei den Herren wird einzig über 200m Freistil mit Sicherheit ein neuer Schweizer Meister gekürt. Alle anderen Vorjahressieger treten zur Titelverteidigung an. Bei den Damen wird nicht zuletzt wegen den Rücktritten von Dominique Diezi und Nicole Zahnd in den drei kurzen Freistilstrecken sowie über 200m Delfin eine neue Schweizermeisterin erkoren. Sehr offen präsentiert sich die Ausgangslage bei den Staffeln, wo einige spannende und knappe Entscheidungen erwartet werden können. Die Vorläufe beginnen von Donnerstag bis Sonntag jeweils um 9:30 Uhr. Die Finals starten von Donnerstag bis Samstag um 17:30 Uhr, am Sonntag bereits um 16:30 Uhr [Website] [Resultate].Line element9.5. Libby Lenton verlobt. Seit November 2004 ist Libby Lenton mit ihrem Schwimmerkollegen Luke Trickett verlobt, erklärten die beiden überraschend den verdutzten Journalisten. Dabei hätten sie es ahnen können, wenn sie die innige Umarmung der beiden vor dem 100-m-Freistil-Halbfinal in Athen richtig interpretiert hätten."Ich bin eine sehr offene und ehrliche Person," erklärte Lenton. "Aber wir wahrten das Geheimnis, weil ich damals erst 19 war, und wir wollten nicht beurteilt werden." Die Familien hätten Bescheid gewusst, aber viele hätten eigenartige Vorstellungen von einer jungen Liebe. Auf die Frage, was ihre Muskeln beim Hochzeit für eine Rolle spielten, meinte Lenton: "Ich werde nach einem nicht die Schultern betonenden Hochzeitskleid Ausschau halten. Ich werde selbstverständlich keine egozentrische Braut sein."

9.5. Völker: Kleine Surprise. Für eine kleine Überraschung sorgte Sandra Völkers Mitteilung, sie sei im vierten Monat schwanger. Diese Information kommt gleich nach der Ankündigung, sie plane eine Teilnahme an den olympischen Spielen in Beijing. Das glückliche Ereignis werde sie nicht von ihren Plänen abhalten, sagte die 32-Jährige.Line element7.5. Widmer Trainer des Jahres. Stephan Widmer und Denis Cotterell wurden vom australischen Schwimmtrainer und -lehrerverband [ASCTA] zum Trainer des Jahres gewählt. Seit 1997 ist es wieder das erste Mal, dass sich zwei Trainer den Preis teilen (damals: John Carew und Scott Volkers). Bei Cotterell trainieren u.a. Grant Hackett und der mit Thorpe verglichene 14-jährige Daniel Smith. Stephan Widmer brachte die Sterne Libby Lentons und, seit sie vor kurzem zu ihm gewechselt hat, Leisel Jones' zum leuchten. Line element5.5. Giaan Rooney hört auf. Die Australierin Giaan Rooney wird eine Karriere als Fernsehmoderatorin antreten. 1998 trat sie als 15-jährige auf die internationale Bühne, als sie an dern Commonwealth Games die 100 m Rücken gewann. In Athen holte sie Gold mit der Weltrekord-Lagenstaffel und an der WM in Montréal wurde sie Erste über 50 m Rücken. Dieses Jahr meldete sie sich von den Commonwealth Games mit zwei Silbermedaillen ab.

5.5. Hackett vor Comeback. Beinahe 6 Monate nach seiner Schulteroperation wird Grant Hackett am kommenden Wochenende in Brisbane seinen ersten Wettkampf bestreiten [Telstra Grand Prix]. Er wird über 400 m Freistil starten. Gemäss seinem Trainer Denis Cotterell ist die Heilung und der Wiedereinstieg ins Training reibungslos verlaufen. Line element4.5. FINA und Australien trauern um Roger Smith. Smith, ein langjähriger Mitarbeiter der FINA und des australischen Verbandes ist im Alter von 73 Jahren in Hobart, Tasmanien, gestorben. Der ehemalige Advokat diente den Verbänden während mehr als 50 Jahren und erhielt für seine Verdienste die Medal of the Order of Australia. Zwischen 1996 und 2005 vertrat er die Länder Ozeaniens in der FINA und war im technischen Schwimmkomitee der FINA als Kontaktperson tätig. Line element3.5. Schweizer Meisterschaften, Genf, 18.-21.5.2006 [Website] Line element2.5. George Haines gestorben. Der Gründer und ehemalige Trainer des Santa Clara Swim Club ist am 1. Mai in Carmichael, Kalifornien, im Alter von 82 Jahren gestorben, vier Jahre nach einem schweren Schlaganfall. Haines war zwischen 1960 und 1988 als Chefcoach des Santa Clara Swim Club (SCSC) einer der erfolgreichsten Trainer in den USA. 53 Olympiaschwimmer kamen aus seiner Schule, sie gewannen insgesamt 44-mal Gold, 14-mal Silber und10 Bronzemedaillen.Haines war dreimal Cheftrainer des US-Olympiateams und 1978 des WM-Teams von Berlin, der erfolgreichsten US WM-Mannschaft [Erfolgreichster Trainer] [Würdigung SCSC].

2.5. Fünf Podestplätze und ein Schweizer Rekord am Austria Meeting in Wien. Am traditionell stark besetzten Austria Meeting in der Wiener Stadthalle vom vergangenen Wochenende konnten sich einige Schweizer Schwimmer sehr gut in Szene setzen. Insgesamt resultierten fünf Podestplätze und zahlreiche Finals für Schweizer Athleten, wovon insbesondere der zweite Platz von Patrizia Humplik über 100m Brust in neuer Schweizerrekordzeit (1:11.61) und der Sieg von Karel Novy über 50m Freistil herausstechen. Die 16-jährige Bernerin ist bereits 3 Wochen vor den Schweizer Meisterschaften in Genf in bestechender Form und verbesserte nach dem Kurzbahnrekord im Januar nun auch jenen auf der langen Bahn. Novy brillierte 3 Wochen vor der SM in Genf noch nicht mit der Zeit (23.49) aber er konnte sich erfolgreich für das knappe Fotofinish revanchieren, das am Tag zuvor über 100m Freistil zu seinen Ungunsten ausgefallen war – der Captain der Nationalmannschaft wurde in 51.15 gestoppt, nur sieben Hundertstel langsamer als der Sieger Atila Zubor aus Ungarn. Zwei Bronzemedaillen durch Patrizia Humplik über 50m Brust (33.77) und Alessandro Gaffuri über 50m Freistil (24.01) rundeten die positive Bilanz aus Schweizer Sicht ab [Resultate].

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