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Swim News September bis Dezember 2006 |
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3.12. Phelps siegt ohne zu glänzen. Siege sind für Michael Phelps nicht das Mass aller Dinge - der US-Schwimmstar ist auf der Jagd nach Bestzeiten. Und dreieinhalb Monate vor den Weltmeisterschaften in Melbourne (17. März bis 1. April) ist der sechsfache Olympiasieger von seiner Bestform noch ein gutes Stück entfernt. Bei den US Open in West Lafayette im Bundesstaat Indiana holte er zwar seine Siege Nummer drei und vier, blieb aber hinter seinen Topzeiten zurück. Am dritten Tag gewann Phelps über 100m Freistil in 49,16 Sekunden, eher er sich auch über 200m Delfin in 1:55,77 Minuten schadlos hielt, dabei seinen Weltrekord (1:53,80) aber deutlich verfehlte. An den ersten beiden Tagen hatte der "Weltschwimmer des Jahres" bereits die 200m Freistil (1:49,48) und die 200m Lagen (1:59,265) für sich entschieden, über seine Spezialsstrecke 400m Lagen als Zweiter aber eine Niederlage gegen den Tunesier Oussama Mellouli einstecken müssen. Manadou mit drei Landesrekorden in Istres Bei den französischen Kurzbahn-Meisterschaften in Istres in der Provence unterstrich Olympiasiegerin Laure Manadou ihre Favoritenstellung für die Kurzbahn-Europameisterschaften ab Donnerstag in Helsinki. Innerhalb von 90 Minuten stellte die 20 Jahre alte Welt- und Europameisterin über 200m Freistil, 100m Rücken und 400m Lagen drei Landesrekorde auf. 2.12. WM-Limite für Waeber. Dimitri Waeber hat sich an einem internationalen Langbahn-Meeting in Eindhoven für die Weltmeisterschaften in Melbourne (24. März bis 1. April) qualifiziert. Der 20-jährige Genfer blieb über 200 m Brust in 2:17,41 um fast neun Zehntel unter der geforderten Limite. Waeber war noch vor Wochenfrist an den Schweizer Meisterschaften im 25-m-Becken an der Marke für die Kurzbahn-EM gescheitert. Nun verbesserte der Brustspezialist von Genf Natation seine persönliche Bestzeit um rund 1,5 Sekunden. Den 18-jährigen Landesrekord von Etienne Dagon - den ältesten noch bestehenden bei den Männern - verpasste Waeber nur um 54 Hundertstel. 2.12. Swimming World wählt Schwimmer des Jahres: Frauen 1. LEISEL JONES, Australien 2. Laure Manaudou, Frankreich 3. Jessicah Schipper, Australien 4. Britta Steffen, Deutschland 5. Lisbeth Lenton, Australien Männer 1. MICHAEL PHELPS, USA 2. Brendan Hansen, USA 3. Aaron Peirsol, USA 4. Laszlo Cseh, Ungarn 5. Ryan Lochte, USA [Link Swimming World] 1.12. Phelps holt ersten Sieg bei US Open. Gleich zu Beginn der US Open in West Lafayette/Indiana hat Michael Phelps den ersten Sieg verbucht. Über 200m Lagen gewann der 21-Jährige zwar souverän, verpasste seinen eigenen Weltrekord aber deutlich. Michael Phelps ist bei den US Open zwar schon erfolgreich, hat aber noch Steigerungsmöglichkeiten. Der sechsfache Schwimm-Olympiasieger ist mit einem glanzlosen Sieg gestartet. Zum Auftakt in West Lafayette im Bundesstaat Indiana gewann der 21-Jährige die 200m Lagen in 1:59,26 Minuten, blieb dabei aber deutlich über seinem eigenen Weltrekord (1:55,94). Staffelweltmeister Klete Keller verkalkulierte sich über 400m Freistil gründlich. Der US-Boy verpasste den Endlauf und lag im B-Finale in 3:52,53 Minuten unter der Zeit des Siegers Oussama Mellouli aus Tunesien (3:53,20). Zurück zur [Homepage] / [an den Anfang] November30.11. DSV reist mit Rekord-Aufgebot nach Helsinki. Ganze 41 Athleten werden bei den Kurzbahn-Europameisterschaften in Helsinki für den DSV auf Medaillenjagd gehen. In dem Rekordaufgebot des Deutschen Schwimm-Verbands stehen auch zwölf Neulinge. So viele deutsche Schwimmer wie nie zuvor werden in der kommenden Woche zu den Kurzbahn-Europameisterschaften nach Helsinki (7. bis 10. Dezember) reisen. Durch die Nachnominierungen von Robin Backhaus (SG Neukölln Berlin), Steffen Deibler (TG Biberach) und Robert Könneker (SG Dortmund) erhöht sich die Mannschaftsstärke des Deutschen Schwimm-Verbands (DSV) auf 41 Aktive, darunter 19 Frauen und 22 Männer. Abgesagt hat aus Studiengründen Christian Hein (SG EWR Rheinhessen-Mainz), Vizemeister in Hannover über 800 und 1500m Freistil. DSV-Sportdirektor Dr. Örjan Madsen will Backhaus, Deibler und Könneker in Helsinki die Chance einräumen, internationale Erfahrungen zu sammeln. Einschließlich Backhaus und Könneker bringt der DSV in Helsinki zwölf Neulinge an den Start. Der DSV wird auch weitgehend die Möglichkeiten nutzen, die der Europäische Schwimm-Verband LEN bei seinen Titelkämpfen bietet. Die LEN erlaubt in den Vorläufen bis zu vier Meldungen pro Einzel-Disziplin und Verband. Halbfinale und Finale können jedoch nur die beiden Schnellsten jedes Verbandes erreichen. Das DSV-Team absolviert vom 1. bis 4. Dezember noch einen zentralen Vorbereitungslehrgang auf die Kurzbahn-EM in Hamburg. 30.11. Championnats de France en petit basin, Istres, 1.-3.12.2006 [Website] 29.11. US Open, West Lafayette, 30.11.-2.12.2006 [Omegatiming] 29.11. Definitive Selektion für die Kurzbahn-Europameisterschaften in Helsinki (7.-10. Dezember 2006). Swiss Swimming hat folgende Athleten für die Kurzbahn-EM selektioniert: Stephan Bachmann (Team Atlantide & Locarno) Damien Courtois (Lancy-Natation) Alessandro Gaffuri (Red Fish Neuchâtel / NLZ) Patrizia Humplik (SK Bern) Flori Lang (SC Uster-Wallisellen) Adrien Perez (Red Fish Neuchâtel / NLZ) Daniel Rast (SC Liestal) Flavia Rigamonti (Team Atlantide & Locarno / Dallas) Carla Stampfli (SC Solothurn / Milano) Gerry Strasser (SC Uster-Wallisellen) Karel Novy verzichtet aus Studiengründen und daraus resultierendem Trainingsrückstand auf eine Teilnahme. Dominik Meichtry muss ebenfalls aus Studiengründen passen. Die Mannschaft wird betreut von: Pierre-André Weber (Teamchef) Guennadi Touretski, Ruth Scheidegger, Stefan Trümpler (Coaches) René Albertin (Massage) Peter Herzig (Wettkampfanalyse)
27.11. Schweizer Meisterschaft Savosa, 3. Tag. Daniel Rast vom SC Liestal packt die Chance und sichert sich den frei gewordenen Platz über 100m Freistil an der Kurzbahn-EM - Team Atlantide & Locarno nutzt Heimvorteil aus und gewinnt am meisten Goldmedaillen. Gleich zu Beginn der Finals am Sonntag erfuhr das Schweizer Team für die Kurzbahn-Europameisterschaften in Helsinki die erhoffte Vergrösserung. Über 100m Freistil hat Swiss Swimming erleichterte Selektionsbedingungen geschaffen, um der Disziplin und damit der Schweizer 4x100m Staffel einen Entwicklungsschub zu ermöglichen. Die schnellsten vier Schwimmer qualifizieren sich automatisch – ungeachtet der Zeit. Damit kommen neue, junge Athleten zu Einsätzen auf internationalem Niveau, was für die Zukunft der Freistilstaffel von grosser Bedeutung ist. Da Karel Novy aus Studiengründen und daraus folgendem Trainingsrückstand auf die Kurzbahn-EM verzichtet, wurde der vierte Platz wieder frei. Diese Chance packte Daniel Rast vom SC Liestal der als zweiter des Rennens schnellster aller noch nicht Qualifizierten war. Gewonnen wurde das Rennen von Alessandro Gaffuri in 50.23. Rast war nur 17 Hundertstel langsamer und schlug noch vor dem ebenfalls für Helsinki qualifizierten Flori Lang an. Bei den Damen wurde der Freistilsprint erneut eine Beute von Laura Noccioli (Bissone), die in 57.70 das zweite Gold nach demjenigen über 50m Freistil gewann und damit (wie Gaffuri bei den Männern) den Titel „schnellste Schweizerin“ für sich in Anspruch nehmen kann. Lange sah es im Rennen über 200m Rücken nach einer Überraschung aus. Der Einheimische Luka Gabrilo war bis 150m auf Kurs um die Limite für Helsinki zu unterbieten. Auf den letzten Metern fehlte ihm allerdings etwas die Frische und er konnte das angeschlagene Tempo nicht halten. „Wenn ich vor der Wende so viel atmen muss, dann ist das ein Zeichen, dass ich wirklich schon etwas müde bin“, kommentierte Gabrilo sein Rennen. „Schade, dass die 200m Rücken nicht am Freitag waren. Aber ich bin trotzdem zufrieden mit all meinen Rennen“. Die in Mailand studierende Carla Stampfli (SC Solothurn, 2:16.82) gewann bei den Damen und konnte den Angriff von Martina van Berkel auf den letzten Metern gerade noch abwehren. Viel weiter hätte das Rennen allerdings nicht gehen dürfen, sonst wäre die Winterthurerin an Stampfli vorbeigezogen. Über 100m Brust konnte Dimitri Waeber zwar seinen dritten Titel gewinnen, musste den obersten Platz auf dem Podest allerdings mit dem überraschenden Sergio Carradori teilen. Der Krienser Carradori ist erst im Herbst zum Team Atlantide & Locarno gestossen und zeigt bereits eindrückliche Fortschritte. Ohne die Leistungen schmälern zu wollen, muss man aber feststellen, dass nach dem Rücktritt von Remo Lütolf eine grosse Lücke klafft und der Abstand zur internationalen Elite in den Brustdisziplinen beträchtlich ist. Bei den Damen setzte sich Patrizia Humplik aus Bern durch und bestätigte mit ihrer Zeit von 1:10.09, dass sie auf gutem Weg ist, in zwei Wochen in Helsinki die Bestform zu erreichen. 50m Delfin wurde von Damien Courtois gewonnen, der in dieser Disziplin sowohl für Helsinki als auch für die Weltmeisterschaften in Melbourne im kommenden März qualifiziert ist. Die Siegerzeit von 24.83 lässt noch nicht aufhorchen, Courtois muss aber auch erst in zwei Wochen in Topform sein. Das Rennen der Damen wurde von Maria Ugolkova (Lugano Nuoto) gewonnen, die damit den eindrücklichen Siegeszug der Tessiner Vereine fortsetzte und ihren dritten Titel an dieser Meisterschaft gewann. Der Titel über 200m Lagen ging an Stephan Bachmann (TAL), der damit alle drei Lagenrennen für sich entscheiden konnte. In 2:03.52 schlug er 1.83 Sekunden vor seinem Teamkollegen Christian Reber an. Bei den Damen siegte Marina Ribi in 2:18.44. Die im Leistungszentrum Magglingen trainierende Schaffhauserin konnte Céline Baillod und Luana Calore auf die Ehrenplätze verweisen. Über 800m Freistil gewann Swann Oberson (NS Genève) in 8:50.81 vor Iris Matthey (Genève Natation) und Martina van Berkel (Winterthur), ohne allerdings in den Bereich der Limite für die Kurzbahn-EM zu kommen. Die abschliessenden Staffeln über 4x50m Lagen wurde bei den Männern eine Beute des Schwimmclubs Uster-Wallisellen. Es wurde allerdings am Ende noch knapp da Schlussschwimmer Alessandro Gaffuri von Red Fish Neuchatel noch beinahe an Gerry Strasser herankam. Gaffuri schwamm eine Abschnittszeit von 21.85. Der Schwimmclub Winterthur siegte in einem ganz spannenden Rennen hauchdünn vor Bern und Schaffhausen. Die drei Mannschaften lagen am Ende gerade mal 19 Hundertstel auseinander. Den Medaillenspiegel gewann das Team Atlantide & Locarno überlegen mit 9 Gold-, 2 Silber- und 2 Bronzemedaillen vor Red Fish Neuchâtel (3-11-4) und Genève Natation (3-4-7). Die besten Einzellistungen der Meisterschaft ging auf das Konto von Luka Gabrilo mit 834 Punkten im Rennen über 200m Rücken sowie Carla Stampfli mit 833 Punkten über 50m Rücken. Die definitiven Selektionen für die Kurzbahn-Europameisterschaften in Helsinki vom 7. bis 10. Dezember 2006 werden am Sonntagabend gemacht und am Montag kommuniziert [Resultate]. 27.11. Weltmeister Warnecke steht vor Karriereende. Eine grosse Karriere steht vor ihrem Ende. Schwimm-Weltmeister Mark Warnecke kündigte seinen Rücktritt an für den Fall, dass er nicht mit zur WM nach Melbourne darf. Der Essener hatte bei den deutschen Wintermeisterschaften in Hannover die Qualifikation für die WM knapp verpasst. Warnecke, der sich im Vorjahr mit 35 Jahren zum ältesten Weltmeister gekürt hatte, blieb über 50m Brust in 28,18 Sekunden acht Hundertstel über der geforderten Norm. "Diese Entscheidung lag nicht in meiner Hand. Ich hatte natürlich schon gehofft, dass ich als Titelverteidiger mit nach Australien darf", sagte Warnecke. "Ich werde die endgültige Mannschaft für Australien doch erst am Montag bekannt geben. Es gibt gute Argumente in die eine oder andere Richtung", sagte DSV-Sportdirektor Örjan Madsen, der Warnecke zuvor ein "Gnadengesuch" verweigert hatte. "Aber jetzt bin ich zwei Stunden älter und klüger", erklärte der Norweger. 27.11. Licht und Schatten bei Winter-DM. Die Winter-DM und WM-Qualifikation in Hannover brachte für die deutschen Schwimmer Licht und Schatten. Zu den Highlights zählten ein Fast-Weltrekord durch Annika Lurz und vier nationale Bestmarken, auf der Gegenseite standen aber auch Rückschläge und die beiden großen Hoffnungsträger Britta Steffen und Helge Meeuw als kranke Teilzeitarbeiter. Vier Monate vor der WM in Melbourne blieb der erhoffte weitere Leistungsschub nach den starken Auftritten bei der EM im Sommer in Budapest aus. "Ich habe nie gesagt, dass unsere Athleten sofort über das Wasser fliegen würden. Wir werden mit einem guten und soliden Team nach Melbourne reisen", beschwichtigte Örjan Madsen, Sportdirektor des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV): "Es war etwas holprig. Dass gerade Britta und Helge krank geworden sind, schlägt natürlich ins Kontor. Aber mit der überragenden Annika hatten wir zum Beispiel auch eine richtige Überfliegerin." Doch ausgerechnet die neue Schwimm-Königin Britta Steffen und Helge Meeuw entpuppten sich als Sorgenkinder, deren ärztliche Bulletins den Rest teilweise ins Abseits stellten. Die vierfache Europameisterin zeigte zum Abschluss aber Kämpferqualitäten und qualifizierte sich trotz der Auswirkungen einer Magen-Darm-Grippe über ihre Weltrekordstrecke 100m Freistil in starken 53,78 Sekunden souverän für Australien. "Ich habe in den letzten beiden Tagen nur im Bett gelegen und dabei ein paar Kilo verloren. Jetzt sind mir zusätzlich auch noch ein paar Steine vom Herzen gefallen", erklärte die 23-Jährige aus Berlin, die nach dem Auftakterfolg über 50m ihren Start und die WM-Qualifikation über 200m abschreiben musste. Noch schlimmer erwischte es Europameister Meeuw. Wegen einer starken Erkältung sicherte sich der Neu-Frankfurter, der bei der DM im Sommer in Berlin noch als fünfmaliger Titelträger geglänzt hatte, lediglich als Zweiter über 100m Rücken das Ticket für die WM. In die Bresche sprang zumindest Annika Lurz. Die Würzburgerin, die bei der EM noch unter ihrem Mädchennamen Liebs Silber gewonnen und danach ihren Trainer Stefan Lurz geheiratet hatte, verpasste über 200m Freistil in 1:56,73 Minuten den Weltrekord von Franziska van Almsick nur um neun Hundertstel. "Im Nachhinein ärgere ich mich schon ein bisschen über die verpasste Chance, aber vielleicht kann ich das ja noch nachholen", sagte Lurz, die in Australien auf drei Strecken an den Start gehen darf. Ihr Schwager Thomas Lurz über 800m Freistil (7:51,59), die Magdeburgerin Antje Buschschulte über 50m Schmetterling (26,35), Kurzbahn-Europameisterin Janne Schäfer aus Wolfsburg über 50m Brust (30,89) und Daniela Samulski (Wuppertal) über 100m Schmetterling sorgten mit deutschen Rekorden für weitere Höhepunkte. Bezeichnend: Sowohl Annika und Thomas Lurz als auch Schäfer und Samulski hatten im Vorfeld auf das von Madsen verordnete Höhentrainingslager in der Sierra Nevada verzichtet. Der Norweger will trotzdem an seinem Konzept zur Vorbereitung auf die WM sowie Olympia 2008 festhalten. "Es wäre zu früh, jetzt irgendwelche negativen Rückschlüsse abzuleiten. Wir ziehen das mit Sicherheit weiter durch", erklärte der 60-Jährige, räumte aber auch mögliche Ausnahmen in Einzelfällen ein: "Wir wollen ja nicht mit dem Kopf gegen die Wand rennen." Der Traum von der erfolgreichen Titelverteidigung bei der WM über 50m Brust ist für Altmeister Mark Warnecke dagegen womöglich geplatzt. Der Essener, der sich im Vorjahr in Montreal mit 35 Jahren zum ältesten Weltmeister gekürt hatte, blieb bei seinem Sieg in 28,18 Sekunden acht Hundertstel über der Richtzeit für Australien. Örjan Madsen hatte zunächst auch erklärt, hart bleiben zu wollen, machte kurze Zeit später aber einen überraschenden Rückzieher. "Ich werde die endgültige Mannschaft für Australien doch erst am Montag bekannt geben. Es gibt gute Argumente in die eine oder andere Richtung", sagte Madsen, der Warnecke und auch der Olympiadritten Anne Poleska zuvor noch ein "Gnadengesuch" verweigert hatte. "Aber jetzt bin ich zwei Stunden älter und klüger", erklärte der Norweger. Für den Fall, dass er in Melbourne nicht antreten dürfe, hat Warnecke bereits sein sofortiges Karriereende angekündigt. Auf Madsens Gnade angewiesen ist auch Poleska, die über 200m Brust in 2:28,55 Minuten fünf Hundertstel über der Richtzeit blieb. Die Aktivensprecherin des DSV, die bereits die Teilnahme an der EM im Juli in Budapest verpasst hatte, brach nach dieser Entscheidung in Tränen aus, konnte kurz danach aber wie Mark Warnecke zumindest noch einmal 24 Stunden hoffen. Janine Pietsch aus Ingolstadt verzichtete auf einen Start über ihre Weltrekordstrecke 50m Rücken. Die Europameisterin reiste wegen der Erkrankung ihrer Mutter vorzeitig ab. In ihrer Abwesenheit sicherte sich die Magdeburgerin Antje Buschschulte in 28,92 Sekunden Titel und WM-Startrecht. Der deutsche Rekordmeister Thomas Rupprath holte sich über 100m Schmetterling in 53,20 Sekunden zwar seinen 64. nationalen Titel, verpasste im Gegensatz zu seiner Weltrekordstrecke 50m Rücken aber um drei Zehntel die WM-Norm. 26.11. Schweizermeisterschaft Savosa 2. Tag. (Swiss Swimming) Erneute keine neuen Limiten für die Kurzbahn-EM in Helsinki – Die Einheimischen Bianchi und Gabrilo sorgen erneut für die Höhepunkte aus sportlicher Sicht. Zum Auftakt über 200m Freistil wurde der Frauenfelder Gerry Strasser in den Diensten des SC Uster-Wallisellen seiner Favoritenrolle gerecht und gewann in 1:50.97 vor Alessandro Gaffuri (Red Fish Neuchatel) und Christian Schneiter (ST Biel). Bei den Damen sicherte sich Maria Ugolkova (Lugano Nuoto, 2:03.25) mit ihrem zweiten Start an Schweizermeisterschaften auch die zweite Goldmedaille. Die gebürtige Russin konnte die junge Laila Werner aus Schaffhausen auf Distanz halten, die aber ihrerseits in 2:04.09 eine neue Schweizer Bestleistung der 15-jährigen aufstellte. 100m Rücken bei den Herren war ein äusserst knappes und hochstehendes Rennen: Ralph Madöri aus Liestal gewann in 55.47 vor Titelverteidiger Jonathan Massacand (Genève Natation, 55.84) und Adrien Perez (Red Fish Neuchatel, 55.90). Keiner der Athleten unterbot damit zwar die Limite für die die Kurzbahn-EM in Helsinki, allerdings musste man bisher noch nie unter 56 Sekunden schwimmen, um an einer SM eine Medaille zu gewinnen. Im Rennen über 50m Brust konnten sich Dimitri Waeber (Genève Natation) und Céline Baillod (Renens Natation) ihren jeweils zweiten Titel an dieser Meisterschaft sichern, mit ihren Siegerzeiten dürften beide allerdings nicht zufrieden sein. Sowohl Waeber (30.14) als auch Baillod (33.16) blieben über ihren Vorlaufzeiten und deutlich über den Limiten für Helsinki Der Einheimische Luka Gabrilo (TAL) gewann nach den 100m auch die 200m Delfin. Erneut stellte er dabei seine Klasse unter Beweis und siegte wie gestern in neuer Meisterschaftsbestzeit von 1:59.84 vor Simon Oberholzer (SC Schaffhausen) und Christian Reber (TAL). Bei den Damen sicherte sich Martina van Berkel aus Winterthur den Titel in 2:17.53 die Goldmedaille und bleibt damit weiterhin in zwei Sportarten die Beste des Landes. Als „Ausgleich“ macht Martina Triathlon und ist in auch da in ihrer Alterskategorie Schweizer Meisterin. Der Neotessiner Stephan Bachmann (TAL) sicherte sich über 100m Lagen den zweiten Titel an dieser Meisterschaft vor dem Vielstarter Adrien Perez (Red Fish Neuchatel) und Ulysse Martinot (Renens Natation), der seine erste Medaille an Schweizer Meisterschaften gewann. Der Titel bei den Damen ging an Céline Baillod, die sich schon zum dritten Mal zuoberst aufs Podest stellen konnte, sie blieb allerdings deutlich über der geforderten Zeit für Helsinki. 1500m Freistil der Herren war die Beute des Newcomers Eugenio Bianchi (TAL), der nur 24 Stunden nach seinem Effort über 400m Freistil eine weitere Glanzleistung ablieferte und für den Höhepunkt des heutigen Tages sorgte. Bis 1100m lag Titelverteidiger Martin Hohl (SK Bern) nur wenige Zehntel zurück. Dann allerdings erhöhte der 17-jährige Tessiner die Pace als wäre alles vorher nur zum Aufwärmen gewesen und schüttelte seinen Gegner innert kürzester Zeit ab. Bis am Schluss konnte Bianchi den Vorsprung auf über fünf Sekunden ausbauen und schlug in 15:46.49 an. Die abschliessenden Staffeln über 4x50m Freistil brachten zwei Überraschungssieger hervor. Bei den Herren konnte Red Fish Neuchatel dank zwei starken mittleren Abschnitten (Herzig und Perez jeweils 22.57) den Titel vor dem Favoriten SC Uster-Wallisellen gewinnen. Dies obwohl Karel Novy als Schlussschwimmer in 21.77 gleich mehrere Meter gut machte und den Abstand damit wesentlich verringerte. Bei den Damen war das Rennen sehr offen. Durchsetzen konnte sich der SC Schaffhausen vor Red Fish Neuchatel und dem ST Biel-Bienne. [Resultate]. Am Sonntagnachmittag wird das Tessiner Fernsehen auf dem zweiten Kanal live von den Finals aus Savosa berichten. Beginn der Finals ist um 16:00 Uhr. 26.11. Deutsche Schwimm-Stars bleiben blass. (Deutsche Wintermeisterschaften, Hannover, 23.-26.11.2006 [Website] ) - Anne Poleska hat die Chance auf ein WM-Ticket verspielt und Europameister Helge Meeuw scheidet krankheitsbedingt aus. Bei der Winter-DM in Hannover mussten Deutschlands Top-Schwimmer erneut Rückschläge hinnehmen. Während Meeuw seine restlichen Starts wegen einer anhaltenden Erkältung absagen musste, blieb Poleska über 200m Brust als Zweite in 2:28,55 Minuten fünf Hundertstel über der WM-Norm und verpasste nach der EM auch das Ticket für Australien. Für einen Höhepunkt am Samstag sorgte wenigstens Daniela Samulski, die über 100m Schmetterling den 18 Jahre alten deutschen Rekord von Kristin Otto unterbot. "Das ist phantastisch. Ich bin sprachlos und völlig überrascht", meinte Samulski. In 58,75 Sekunden blieb die Wuppertalerin 25 Hundertstel unter Ottos bisheriger Bestmarke bei ihrem Olympiasieg 1988 in Seoul und verwies die ebenfalls starke Magdeburgerin Antje Buschschulte (58,83) auf Platz zwei. Poleska hingegen ärgerte sich nach ihrem erneuten Scheitern maßlos. "Diese fünf Hundertstel tun ganz schön weh. Ich war zwar etwas besser als im Sommer, aber am Ende hat es wieder nicht gereicht", sagte die für Essen startende Wahl-Amerikanerin. Auch die Unterstützung ihres eigens aus den USA angereisten Trainers Mike Lohberg brachte nicht den erhofften Erfolg. Im Ziel hatte Poleska 1,29 Sekunden Rückstand auf die Siegerin Birte Steven aus Hamburg (2:27,26). Nach Melbourne gezittert hat sich unterdessen Thomas Rupprath. Der deutsche Rekordmeister musste sich auf seiner Weltrekordstrecke 50m Rücken in Meeuws Abwesenheit in 25,37 Sekunden zwar um zwei Hundertstel dem Wuppertaler Steffen Driesen geschlagen geben, konnte sich aber mit der WM-Qualifikation trösten. "Ich bin in Australien dabei. Nachdem ich die EM verpasst habe, ist das für mich das Wichtigste", sagte der Schwimm-Profi aus Hannover. Für positive Schlagzeilen sorgte erneut Annika Lurz. Die Würzburgerin, die über 200m Freistil den Weltrekord von Franziska van Almsick knapp verpasst hatte, sicherte sich über die doppelte Distanz in 4:08,93 Titel und WM-Start Nummer zwei. Der Knoten geplatzt ist beim ehemaligen Junioren-Europameister Paul Biedermann. Der 20-Jährige aus Halle gewann über 200m Freistil in 1:48,05 Minuten und machte mit persönlicher Bestzeit die WM-Teilnahme perfekt. Bereits vorzeitig beendet war im Stadionbad von Hannover unterdessen das Engangement von Helge Meeuw. "Es hat keinen Zweck. Es ist zwar bitter, aber die Gesundheit geht vor", sagte der Neu-Frankfurter. Weiter fraglich ist der Auftritt von Britta Steffen zum Abschluss am Sonntag über ihre Weltrekordstrecke 100m Freistil. Die vierfache Europameisterin aus Berlin laboriert noch immer an einer Magen-Darm-Grippe. Ihr Trainer Norbert Warnatzsch ließ einen Start der 23-Jährigen offen. 25.11. Schweizer Meisterschaft Savosa, 1. Tag. (Swiss Swimming) An diesem Wochenende geht im perfekt hergerichteten Centro Atlantide in Savosa die Schweizer Meisterschaft auf der kurzen Bahn über die Bühne. Der Auftakt am Freitag wurde geprägt von einigen Überraschungen, herausragenden Leistungen von Newcomern und mehreren Bestätigungen von arrivierten Athleten, die sich ihre Teilnahme an der Kurzbahn Europameisterschaft in zwei Wochen in Helsinki sicherten. Über 400m Freistil der Herren konnte der 17-jährige Lokalmatador Eugenio Bianchi vom Team Atlantide & Locarno den Heimvorteil für sich nutzen und gewann in persönlicher Bestzeit von 3:54.99. Er überraschte damit die Favoriten Martin Hohl, Gerry Strasse und David Karasek, die sich in dieser Reihenfolge mit den Ehrenplätzen zufrieden geben mussten. Bei den Damen konnte Swann Oberson (NS Genève) den Titel vom Vorjahr zwar verteidigen, unterbot die angestrebte Limite für Helsinki aber nicht. Grosse Abwesende in diesem Rennen war Flavia Rigamonti, die studienhalber die Heimreise nicht antreten konnte. 50m Rücken war sowohl bei den Herren als auch bei den Damen eine klare Angelegenheit für die Favoriten: Flori Lang vom SC Uster-Wallisellen gewann deutlich vor Adrien Perez und Ralph Madörin. Lang, der bereits für die EM in Helsinki qualifiziert ist, schwamm mit 25.44 nicht im Bereich seiner Bestleistung. Die Bestform soll verständlicherweise aber erst in zwei Wochen erreicht werden. Bei den Damen sicherte sich die ebenfalls bereits qualifizierte Carla Stampfli (SC Solothurn) den Titel in ansprechenden 29.27 und unterbot die geforderte Limite ein weiteres Mal. Dimitri Waeber von Genève Natation konnte im Rennen über 200m Brust zwar den Titel vom Vorjahr verteidigen, blieb aber mit 2:17.48 weit unter seinen Möglichkeiten und dem angestrebten Ziel der EM-Limite. Helsinki wird mit grosser Wahrscheinlichkeit ohne den Genfer über die Bühne gehen. Matthias Vauthier sicherte sich die Silbermedaille und verhinderte damit den totalen Triumph von Genève Natation, welche fünf Schwimmer im Final hatte und die Plätze 1, 3, 4 und 5 belegte. Bei den Damen ging der Titel an Patrizia Humplik (SK Bern) in 2:33.52, die sich aber nur knapp die wieder erstarkte Ramona Pedretti von den Limmat Sharks vom Hals halten konnte. Wie andere Topschwimmer ist aber auch Humplik noch nicht in Topform, sondern plant diese erst in zwei Wochen zu erreichen. 100m Delfin war eine Tessiner Angelegenheit: Luka Gabrilo vom Team Atlantide & Locarno sicherte sich in neuer Meisterschaftsbestzeit (54.15) den Titel und überraschte damit wohl am meisten sich selber. Für Helsinki reicht diese Zeit noch nicht – sie stimmt Gabrilo im Hinblick auf seine Spezialdisziplinen aber sehr zuversichtlich. Bei den Damen gewann Irina Ugolkova (Lugano Nuoto) gleich bei ihrer ersten Teilnahme an Schweizer Meisterschaften den Titel die gebürtige Russin lebt und trainiert seit über einen Jahr im Tessin und ist deshalb berechtigt an den Meisterschaften teilzunehmen – und natürlich auch zu gewinnen. Auch sie stellte mit einer Zeit von 1:01.41 eine neue Meisterschaftsbestzeit auf. Im Rennen über 400m Lagen stand wiederum ein „Tessiner“ zuoberst auf dem Siegerpodest. Der Zürcher Stephan Bachmann, der erst im Herbst von den Limmat Sharks zum Team Atlantide & Locarno gewechselt ist, feierte mit der Goldmedaille einen optimalen Einstand bei seinem neuen Verein. Seine Zeit von 4:21.83 ist ansprechend – auch er befindet sich erst in der letzten Phase der Vorbereitung auf die EM in Helsinki, für die er bereits qualifiziert ist. Bei den Damen überraschten Céline Baillod und Ramona Pedretti die Favoritin Marina Ribi aus Schaffhausen und gewannen Gold und Silber. Ribi büsste für ihr forsches Anfangstempo und wurde am Ende sogar auf den fünften Platz durchgereicht. Über 50m Freistil gewann nach Bianchi und Ugolkova auch Alessandro Gaffuri seinen ersten Titel an Schweizer Meisterschaften. Mit seiner Zeit von 22.93 dürfte der Glarner in Diensten von Red Fish Neuchâtel zwar nicht ganz zufrieden sein, die Freude über die Goldmedaille überwiegt aber sicher und die Zeit kann Gaffuri ja in zwei Wochen verbessern, wenn er in Helsinki am Start steht. Bei den Damen sorgte Laura Noccioli für den fünften Tessiner Sieg – wahrlich ein starker Auftritt der Einheimischen. Noccioli siegte in 26.25 vor Carine Rognon und Luana Calore. [Resultate]. 25.11. Annika Lurz kratzt an Van Almsicks Weltrekord. Vize-Europameisterin Annika Lurz ist beim Angriff auf den Schwimm-Weltrekord der grossen Franziska van Almsick nur ganz knapp gescheitert, hat die vier Jahre alte Bestmarke von "FvA" aber kräftig ins Wanken gebracht.Die Würzburgerin schwamm bei den deutschen Winter-Meisterschaften über 200 m Freistil in 1:56,73 Minuten zum Titel, verfehlte "Franzis" Rekord nur um neun Hundertstel und liess sogar die kurzfristig erkrankte Britta Steffen vergessen. Das Familienglück perfekt machte Schwager Thomas Lurz, der über 800 m Freistil ebenso einen deutschen Rekord aufstellte wie Antje Buschschulte über 50 m Delfin. Nach ihrem Husarenritt war Annika Lurz fast fassungslos. "Zuerst habe ich die Zeit der Zweitplatzierten Meike Freitag für meine gehalten. Dann habe ich mich richtig erschrocken", erklärte die 27-Jährige, die bei der EM in Budapest noch unter ihrem Mädchennamen Liebs als "Golden-Girl" in der Staffel für Furore gesorgt und danach ihren Trainer Stefan Lurz geheiratet hatte. "Den Weltrekord hatte ich nie im Visier. Deshalb ärgert es mich auch nicht, dass ich ihn knapp verpasst habe." Das mit Spannung erwartete Duell zwischen Lurz und Steffen fiel unterdessen ins Wasser. Steffen war bereits am Morgen von einer Magen-Darm-Grippe gestoppt worden und musste ihren Start absagen. "Ich habe mich schon am Donnerstag nicht wohl gefühlt und den ganzen Tag gefroren", sagte die vierfache Europameisterin, die fünf Wochen nach ihrem doppelten Fingerbruch einen erneuten gesundheitlichen Rückschlag verkraften musste. Ob Steffen, die zum Auftakt über 50 m Freistil gewonnen hatte, zumindest zum Abschluss am Sonntag über ihre Weltrekordstrecke 100 m Freistil starten kann, ist noch fraglich. Unklar ist auch, ob die 23 Jahre alte Berlinerin durch die Absage ihre WM-Qualifikation über 200 m Freistil verspielt hat. DSV-Sportdirektor Örjan Madsen deutete eine mögliche "Lex Steffen" an: "Es ist zwar die höchste Pflicht jedes Sportlers, beim Wettkampf gesund zu sein. Aber meine Aufgabe ist es, die stärksten Schwimmer bei der WM starten zu lassen", sagte Madsen. Dazu gehört im Becken auch endgültig Langstreckenkönig Thomas Lurz. Der Welt- und Europameister über fünf und zehn Kilometer verbesserte in 7:51,59 Minuten die 15 Jahre alte Bestmarke des Potsdamers Jörg Hoffmann um 96 Hundertstel und darf sich bei der WM somit auf einen Start in der Bucht vor Melbourne als auch im Becken freuen. 23.11. Härterer Dopingkampf droht am Geld zu scheitern. Die verschärften Dopingkontrollen des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) drohen an den Finanzen zu scheitern. DSV-Sportdirektor Örjan Madsen räumte auf der Pressekonferenz vor den nationalen Wintermeisterschaften von Donnerstag bis Sonntag in Hannover "organisatorische Schwierigkeiten" ein. Statt der kalkulierten Kosten für Bluttests in Höhe von 30.000 Euro ist nun von 120.000 Euro pro Jahr die Rede. Ob der DSV die Kontrollen bei seinen Athleten wie geplant im vollen Umfang vornehmen kann, ist fraglich. DSV-Präsidentin Christa Thiel hatte nach der EM in Budapest erklärt, dass die Tests "nicht am Geld scheitern werden". Unterdessen hat Weltmeister Mark Warnecke, der im Vorjahr mit seinem Triumph in Montreal über 50m-Brust mit 36 Jahren zum ältesten Weltmeister aufgestiegen war, allmählich das Ende seiner aktiven Karriere angekündigt. Letzter Höhepunkt des Esseners wird wohl die WM vom 17. März bis 1. April 2007 in Melbourne sein. Bei Olympia 2008 in Peking werde er "eher nicht mehr" dabei sein, erklärte Warnecke. In Hannover will sich Warnecke das WM-Ticket für Melbourne sichern. Im Rampenlicht steht in Hannover aber vor allem der neue deutsche Schwimmstar Britta Steffen. Drei Monate nach ihrer Gala bei der EM in Budapest mit viermal Gold, einmal Silber und drei Weltrekorden peilt die 23-Jährige aus Berlin im Stadionbad über 50, 100 und 200m- Freistil einen Titel-Hattrick an. Sein umfangreiches Programm drosseln muss hingegen wohl Europameister Helge Meeuw. Der Neu-Frankfurter wird wegen einer Erkältung statt sechs geplanter Starts wahrscheinlich "nur" viermal ins Wasser des Stadionbades springen. 23.11. Deutsche Wintermeisterschaften, Hannover, 23.-26.11.2006 [Website] 21.11. Ian Thorpe tritt mit 24 Jahren zurück. Der australische Schwimmstar Ian Thorpe hat seinen Abschied vom Leistungssport erklärt. Es sei ihm schon klar, dass er mit 24 Jahren eigentlich noch zu jung sei, sagte der fünfmalige Olympiasieger und elffache Weltmeister. Das Schwimmen gehöre jedoch nicht mehr zu seinen höchsten Prioritäten. "Es ist nicht die beste Zeit, um sich vom Sport abzuwenden, aber es ist meine Zeit", sagte Thorpe, der sich nach den Olympischen Spielen 2004 in Athen eine einjährige Auszeit genommen hatte. Thorpes Comeback war von Krankheit, Verletzungen und schwindender Motivation gekennzeichnet. Seine endgültige Entscheidung zum Aufhören sei am vergangenen Sonntag gefallen, als klar war, dass er nicht an den Weltmeisterschaften im nächsten Jahr in Melbourne teilnehmen wird, sagte Thorpe. Thorpe trat 1998 erstmals ins internationale Rampenlicht. Als 15-Jähriger triumphierte er in Perth (Au) über 400 m Crawl und mit der 4x200-m-Crawlstaffel, womit er der jüngste Weltmeister überhaupt war. Zwei Jahre später hielt Thorpe an den Olympischen Spielen in Sydney dem Druck mit dreimal Gold und zweimal Silber stand. Im Jahre 2001 trat Thorpe noch dominanter auf: An den WM in Fukuoka schrieb er mit sechs Goldmedaillen und vier Weltrekorden Geschichte. 20.11.Thorpe kündigt wichtige Mitteilung an. Für Morgen hat Ian Thorpe eine wichtige Mitteilung angekündigt. Möglicherweise wird er seinen Rücktritt vom Wettkampfschwimmen bekanntgeben, wird in Australien spekuliert. Zurzeit ist nur fast sicher, dass er nicht an den australischen WM-Ausscheidungen teilnehmen wird. Kieren Perkins und Don Talbot haben sich bereits dahingehend geäussert, dass Thorpe ohne WM-Teilnahme die Hürden bis Beijing 2008 nicht schaffen werde. Je länger er warte mit Wettkämpfen, desto schwieriger werde es den Anschluss zu finden. Nur mit Trainieren und Fitness allein schaffe man das nicht. Man müsse sich den Schliff an den internationalen Wettkämpfen holen, meinte Perkins. 18.11. Thorpe droht vorzeitiges WM-Aus. Ian Thorpe kann wegen gesundheitlicher Probleme vielleicht nicht an der australischen WM-Qualifikation teilnehmen. Damit droht dem Ausnahmekönner das vorzeitige Aus für die Titelkämpfe 2007 in Melbourne. Die australischen WM-Ausscheidungen Anfang Dezember in Brisbane werden womöglich ohne Superstar Ian Thorpe über die Bühne gehen. Damit würde Thorpe auch die WM 2007 in Melbourne verpassen. Der fünfmalige Olympiasieger konnte nach einem Bericht einer australischen Nachrichtenagentur seit seiner Rückkehr aus Kalifornien nach Sydney Anfang Oktober aufgrund gesundheitlicher Probleme noch nicht wieder trainieren. Thorpe hat seit den Olympischen Spielen 2004 in Athen keine Wettkämpfe mehr bestritten. Nach einer sechsmonatigen Pause verhinderten Krankheiten und ein Handbruch eine frühere Rückkehr. Es folgten im August 2006 erste Rücktrittsgedanken und die Trennung von seinem US-Trainer Dave Salo. Thorpe wird seitdem wieder von seiner früheren Trainerin Tracey Menzies unterstützt. 13.11. San Antonio Grand Prix, 10.-12.11.2006 [Resultate] 12.11. Deutsche Mannschaftsmeisterschaften. Die deutsche "Schwimm-Hauptstadt" heißt weiterhin Hannover. Bei den nationalen Schwimm-Mannschaftsmeisterschaften konnte der SV Wasserfreunde 98 Hannover seinen Vorjahrestitel erfolgreich verteidigen. Vor heimischem Publikum sammelte die Mannschaft von Trainer Frank Lamodke auf der 25m-Bahn 29,381 Punkte und verwies den überraschend starken Aufsteiger SG Dortmund (28,476) auf Platz zwei. Dritter wurde die SG Neukölln Berlin (27,921), die zuletzt 2004 den Titel gewonnen hatte. Für eine kleine Sensation sorgte bei den Frauen der SV Halle/Saale. Der Aufsteiger setzte sich in einem spannenden Vierkampf knapp mit 26,916 Punkten durch und holte sich damit zum ersten Mal den Titel. Dabei wurden die SSG Erlangen (26,861), die SG Frankfurt/Main (26,516) sowie Titelverteidiger SV Nikar Heidelberg (26,414) auf die Plätze verwiesen. Knapp zwei Wochen vor den deutschen Winter-Meisterschaften und gleichzeitiger WM-Qualifikation an gleicher Stelle in Hannover (23. bis 26. November) meldete sich bei den Frauen Britta Steffen nach überstandenem doppelten Fingerbruch zurück. Die vierfache Europameisterin von Budapest legte dabei beim Siebten SG Neukölln Berlin die 50m Freistil in 24,56, die 100m Freistil in 53,66 Sekunden und die 200m Freistil in 1:56,72 Minuten zurück. Meister Hannover hatte in Thomas Rupprath eine seiner stärksten Waffen, der die 50m Rücken in 23,76 Sekunden, die 100m Rücken in 51,95 Sekunden, die 100m Schmetterling in 52,14 Sekunden und die 200m Schmetterling in 1:55,44 Minuten, sowie die 100m Lagen in 53,70 Sekunden zurücklegte. Über 200m Brust verfehlte Kamil Kasprowicz (ebenfalls Hannover) mit 2:10,63 Minuten den deutschen Rekord nur um 48 Hundertstelsekunden. Am Tabellenende des Erstliga-Zwölferfeldes mussten bei den Männern der SC Chemnitz (25,328) und Wasserfreunde Spandau 04 (24,583) den Weg in die Zweitklassigkeit antreten. Bei den Frauen gab es für den 1. Münchner SC (23,582) und den SC Chemnitz (23,452) keine Rettung. An ihre Stelle treten in der kommenden Saison bei den Männern die SSG Saar Max Ritter (26,436), die nach acht Jahren in das Oberhaus zurückkehrte, und nach elf Jahren Abwesenheit der DSW 12 Darmstadt (25,385). Bei den Frauen konnten sich beim Aufstiegskampf in Baunatal der SC Wiesbaden (24,363) und dem ATMV-FTV Hamburg (23,751) durchsetzen, denen der erstmalige Sprung in die erste Bundesliga gelang. 12.11. Deutsche Wintermeisterschaften, Hannover, 23.-26.11.2006 [Website] 12.11. Deutsche Mannschaftsmeisterschaften. Hannover, 11./12.11.2006. Hannover hat Mannschafts-Titel vor Augen. Nach Tag eins der deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Schwimmer haben die Wasserfreunde 98 Hannover beste Aussichten auf eine erfolgreiche Titelverteidigung. Die Niedersachsen sicherten sich vor heimischem Publikum auf der 25-m-Bahn des "Stadionbades" mit 14.888 Punkten die Führung. Aufsteiger SG Dortmund (14.287) und die SG Neukölln Berlin (13.879) folgen auf den Plätzen zwei und drei. Dagegen muss bei den Frauen Titelverteidiger SV Nikar Heidelberg um den erneuten Erfolg bangen. Der bislang neunfache Meister liegt mit 13.188 Punkten nur auf Rang vier. In Führung die SSG Erlangen als Vorjahresdritter (13.557), für die es der erste Titel überhaupt wäre. Dahinter folgen Aufsteiger SV Halle/Saale (13.539) und die SG Frankfurt/Main (13.403). Knapp zwei Wochen vor den Deutschen Winter-Meisterschaften und der gleichzeitigen WM-Qualifikation an gleicher Stelle in Hannover (23. bis 26. November) meldete sich bei den Frauen Britta Steffen nach dem doppelten Fingerbruch zurück. Die vierfache Europameisterin von Budapest legte für die SG Neukölln Berlin die 50m Freistil in 24,56 Sekunden zurück. Stark auch Rückenspezialistin Antje Buschschulte (Magdeburg) mit 54,28 Sekunden über 100m und 1:57,30 Minuten über 200m Freistil. Für Titelverteidiger Hannover gewann Thomas Rupprath die 50m Rücken in 23,76 Sekunden, die 100m Rücken in 51,95 und die 100m Lagen in 53,70. Über 200m Brust verfehlte Teamkamerad Kamil Kasprowicz in 2:10,63 Minuten den deutschen Rekord nur um 0,48 Sekunden. Bereits als Aufsteiger stehen bei den Männer die nach acht Jahren ins Oberhaus zurückkehrende SSG Saar Max Ritter (26.436) und nach elf Jahren Erstliga-Abwesenheit der DSW 12 Darmstadt (25.385) fest. Bei den Frauen gelang in Baunatal dem SC Wiesbaden (24.363) und dem ATMV-FTV Hamburg (23.751) der erstmalige Sprung in die erste Bundesliga. 10.11. Neue FINA-Open-Water-Serie. Der bisherige, seit 1993/94 ausgetragenen FINA Marathon Swimming World Cup wird ab 2007 ersetzt durch zwei neue Worldcups. Die FINA führt einen neuen Worldcup im Open Water ein: Den FINA 10 km Marathon Swimming World Cup. Dieser wird zusätzlich zum neuen FINA Open Water Swimming Grand Prix ausgetragen, wie die FINA auf ihrer [Website] miteilt. Dieser Grand Prix wird in Zukunft nur noch Distanzen von mehr als 15 km aufweisen. 10.11. EBU prüft Klage gegen IOC. Die European Broadcasting Union hat ihre Anwälte beauftragt, eine Klagemöglichkeit gegen das IOC wegen der in Beijing 2008 auf den Morgen verschobenen Finals im Schwimmen und Kunstturnen zu suchen. Die EBU vertritt den Standpunkt, dass die Interessen von 2.2 Milliarden Fernsehzuschauern in Australasien und Europa höher zu gewichten seien als die 560 Millionen in Nordamerika. Die NBC hat für die Fernsehrechte 2000 - 2008 US$ 3.55 Milliarden bezahlt. Die EBU für die Spiele 2010 und 2012 US$ 1.02 Milliarden. Die NBC zahlt für die Spiele 2010 und 2012 nochmals zusätzlich US$ 2.2 Milliarden. Die EBU findet, dass mit Blick auf die Verbreitung des olympischen Gedankens das Geld nicht die erste Rolle spielen darf. 8.11. Erfolgreicher Limmat Sharks Nachwuchs beim Schluefi Meeting. Mit einer kleinen Mannschaft von jüngeren Schwimmern traten die Limmat Sharks in Kloten beim Schluefi Meeting an und setzten dabei die Erfolge des letzten Wochenendes fort. Insbesondere die Jungen der Jahrgänge 1992 und 1993 haben derzeit einen Lauf und konnten sich hervorragend in Szene setzen. Marcel Betschart erreichte erneut eine schweizer Bestmarke für 13jährige, diesmal in 100m Rücken mit 1:03.27 . Auch seine anderen Leistungen konnten sich sehen lassen, er schwamm in jedem seiner 5 Rennen deutliche Bestzeiten. Fabio Egg, ebenfalls 13, wollte da nicht zurückstehen, und verbesserte seine Bestzeit über 100m Rücken um 2 Sekunden und blieb mit 1:04.75 ebenfalls unter der alten Bestmarke. Über 100m Freistil wiederholte er dieses Kunstück und verbesserte sich gleich um 2 1/2 Sekunden und durchbrach mit 58.36 erstmals die Minutengrenze, und das gleich deutlich. Nebenbei bemerkt ist die Leistungsdichte im Jahrgang 1993 im Rückenschwimmen beachtlich, da sich im gleichen Rennen wie Marcel und Fabio auch noch Elijah Stolz aus Schaffhausen auf den 5. Platz der alltime-Bestenliste schwimmen konnte. Adrien Riccucci (Jg. 1992) verbesserte seine gerade erst eine Woche alte Bestzeit über 400m Freistil erneut um 3.5s und rangiert jetzt unter den 10 besten Schweizern in seinem Alter (alltime). Die Medaillengewinner in den Jahrgangsfinals waren (immer 2 Jahrgänge zusammengewertet): Alexander Ammann (94), 1. in 100m Brust, Attilio Bernasconi (95), 2. in 100m Delphin, Marcel Betschart (93), 1. in 100m Rücken, Roland Denzler (90), 3. in 100m Freistil, 2. in 100m Delphin, Fabio Egg (93), 2. in 100m Rücken und 100m Freistil, Arik Lars Hehr, 2. in 100m Brust, Tim Keller (92), 1. 100m Brust, Adrien Riccucci (92), 1. 100m Freistil, 1. 100m Delphin, Kathrin Appenzeller (94), 3. 100m Freistil, Fiammetta Bernasconi (91), 2. 100m Delphin. 7.11. Neue FINA-Website. Die FINA-Website hat ein Facelifting erfahren: www.fina.org. 4.11. Erfolgreiches Wochenende für die Limmat Sharks. Am vergangenen Wochenende war ein Grossteil der Wettkampfschwimmer der Limmat Sharks im Einsatz, zum einen bei den RZO-Hallenmeisterschaften in Uster, zum anderen bei ersten Kidsliga-Durchgang und dem Nachwuchswettkampf in Leimbach. Die RZO-Hallenmeisterschaften waren der erste Formtest nach dem Trainingslager bzw. den Herbstferien. Hervorragende Leistungen zeigten deutlich, dass sich die Arbeit der letzten Wochen gelohnt hat. Das vergleichsweise junge Team der Limmat Sharks kam mit 33 Medaillen auf den zweiten Gesamtplatz in der Medaillenwertung. Marcel Betschart gewann alle seine Rennen mit ebenfalls deutlicher persönlicher Bestzeit und belegte so dreimal den ersten Platz in der Altersklasse 13 und jünger (1500F, 200R, 400La). Über 200m Rücken verbesserte er dabei mit herrausragenden 2:16.05 seinen eigenen, erst 4 Wochen alten schweizer Altersklassenrekord über diese Strecke um über 4 Sekunden. Auch über die beiden anderen Strecken konnte er sich unter den besten Schweizern in seinem Alter klassieren. Der ebenfalls 13 jährige Fabio Egg gewann hinter Marcel in 200R und 400m La jeweils die Silbermedaille, und Aron Serafini komplettierte auf beiden Distanzen mit dem 3. Platz das Limmat Sharks Podium. In der offenen Altersklasse gab es folgende Medaillen: Roland Denzler (90), 3. Platz 1500F, Michi Durrer (89), 3. Platz 200m Brust, Joel Kempter (91), 3. Platz 100m Delphin, Val Mikos (89), 2. Platz 200m La, 3. Platz 400m La, Jens Reuter (80), 2. Platz 50m F, Nico Van Duijn (90) 2. 100m Delphin, 3. 200m Delphin, Claudia Bellasi, 1. 50m Brust, 2. 100 und 200m Brust, Alexandra Egg (90), 1. 800m F, 200m La, 2. 100m Rü, 3. 200m Rü, Susanne Keller, 3. 800m F, Ramona Pedretti, 1. 400m La, 200m Br, Stephanie Spahn, 2. 50m Br, 3. 100m Br, 200m Br . Mit sehr beherzten Leistungen erreichten die Staffeln über 4x200m männlich und weiblich jeweils den 2. Platz, wie auch die Damen- und Herrenstaffel über 4x50m Freistil. Einen dritten Platz erreichte die Frauenstaffeln über 4x50m La. Ohne Medaillen in der offenen Klasse blieb Adrien Riccucci (Jg 92) der aber bei allen seinen Starts ganz deutliche persönliche Bestzeiten erzielte, die ihn ebenfalls zu den schnellsten Schweizern in seinem Alter (alltime) gehören lassen. Im zeitgleich stattfindenden Nachwuchswettkampf in Leimbach dominierte der Limmat Sharks Nachwuchs die Konkurrenz mit 25 Medaillen, , wobei neben den bereits oben erwähnten Marcel Betschart, Fabio Egg und Aron Serafini auch Attilio Bernasconi (95) und Sergio Zarro (95) bei den Jungs sowie Mirjam Daniellsson und Irene Lee bei den Mädchen häufige Gäste auf dem Podium waren. Marcel und Sergio gewannen dabei jedes ihrer Rennen. Die jüngsten Mitglieder der Limmat Sharks schliesslich waren ebenfalls in Leimbach beim ersten Durchgang der Kidsliga am Start, um ihren älteren Mannschaftskollegen nachzueifern.Sier erreichten auch hier gute Ergebnisse. Die vollständigen Resultate sind wie immer auf unserer [Resultateseite] zu finden. 2.11. USA, Kanada: Boykottaufruf. Auch in Nordamerika stört man sich am IOC-Entscheid, die Schwimmfinals an den olympischen Spielen 2008 in Beijing um 10 Uhr morgens durchzuführen. IOC: Der Entscheid ist definitiv. Ein Protestschreiben namhafter Schwimmer (Ian Thorpe, Grant Hackett, Michael Klim, Roland Schoeman, Otylia Jedrezjack, Arkady Vijatchnin, Kosuke Kitajima, Markus Rogan, Laure Manaudou und Peter Van den Hoogenband) und der European Broadcasting Union haben nichts gefruchtet. Auf verschiedenen Websites in den USA und Kanada sind Forderungen nach einem Boykott von Produkten des Mutterhauses der amerikanischen Fernsehkette NBC aufgetaucht. Es handelt sich um die bekannte Firma "General Electric", deren Produkte auf der Website [www.ge.com/en/] zu finden sind. Zurück zur [Homepage] / [an den Anfang] Oktober 200631.10. Steffen bricht sich beim Ballspiel den Finger. Einen doppelten Fingerbruch in der linken Hand hat sich die vierfache Schwimm-Europameisterin Britta Steffen während des ersten Höhentrainingslagers im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2008 in Peking zugezogen. Die 22-Jährige aus Berlin zog sich die Verletzung beim Aufwärmen mit dem Ball in der spanischen Sierra Nevada schon vor einigen Tagen zu und musste sich im Wasser deshalb zuletzt auf Beinarbeit konzentrieren. Ihr Start bei den deutschen Wintermeisterschaften vom 23. bis 26. November in Hannover ist laut Sportdirektor Örjan Madsen vom Deutschen Schwimm-Verband (DSV) aber nicht gefährdet. Steffen hätte damit auch die Chance zur Qualifikation für die Kurzbahn-EM in Helsinki (7. bis 10. Dezember) sowie die Langbahn-Weltmeisterschaften in Melbourne 2007. Am Freitag kehrt Steffen mit dem DSV-Team vom ersten von insgesamt sechs vierwöchigen Höhentrainingslagern bis Peking nach Deutschland zurück. Dann erfolgen wie schon beim Abflug direkt in der Flughafen-Klinik in Frankfurt/Main vom DSV gewünschte Blutabnahmen. Diese hatte der DSV für alle Mitglieder seines aktuellen Top Teams im Schwimmen für verbindlich erklärt und damit seine Anti-Doping-Offensive eingeleitet. 27.10. Schwimmer müssen in Peking früh ran. Morgenstund´ hat in Peking Gold im Mund: Die Schwimmer und Turner müssen bei den Olympischen Spielen 2008 anders als sonst üblich bereits in den Morgenstunden um Medaillen kämpfen. Nach monatelangen Diskussionen verabschiedete das Internationale Olympische Komitee (IOC) den Zeitplan, nach dem die Finals nicht wie bei grossen Meisterschaften meist üblich am Abend, sondern vormittags ausgetragen werden. Bei vielen Athleten und dem Schwimmweltverband FINA waren die Pläne zuletzt auf Ablehnung gestossen, während sich das Organisationskomitee BOCOC dafür ausgesprochen hatte. Von Schwimmerseite wurde vielfach argumentiert, dass man am Morgen physiologisch noch nicht auf dem Höhepunkt sei, und dass deshalb im Gegensatz zu Finals am frühen Abend weniger Weltrekorde fallen werden. Andere hielten dem entgegen, dass der Leistungshöhepunkt am Morgen auch erreicht werden könne - das sei reine Kopfsache. Hintergrund der Verschiebung in Peking war ein Vorstoss des Fernsehsenders NBC, der die Entscheidungen in den USA zur Prime Time am Abend live übertragen möchte. Der Sender hat die Übertragungsrechte an den Spielen in China für 894 Millionen Dollar erworben. Zu deutscher Zeit fallen die Entscheidungen damit in der Nacht. Das IOC erklärte, die aktuelle Entscheidung habe nichts mit den Wünschen einzelner Fernsehstationen zu tun. Sie sei ein Kompromiss aus langen Konsultationen. 17.10. Van den Hoogenband: Rücktritt 2008. Der Doppelolympiasieger bestätigte seine Absicht, sich nach den olympischen Spielen aus dem aktiven Wettkampfgeschehen zurückzuziehen. "ich werde 30 und hatte Riesenspass, aber ich gedenke meine Karriere nach Beijing abzuschliessen," teilte er den Medien mit. In Beijing wir Hoogie versuchen seinen dritten Titel über 100 m zu gewinnen. 9.10. Manaudou feiert Geburtstag. Die französische Sportpresse feierte heute den 20. Geburtstag von Laure Manaudou, Galliens Superfisch. Le Parisien kam ins schwärmen über"das hübsche junge Mädchen mit dem lieblichen Lächeln und dem sizilianischen Freund sowie mit einem gut gefüllten Bankkonto, die Welt zu ihren Füssen". Manaudou wird zitiert: "Als ich jung war träumte ich davon Olympiasiegerin zu werden, jetzt wo ichs bin will ichs zweimal". 2010 will sie ihr erstes Baby. Manaudou ist klar ein Star in Frankreich mit 100'000 Hits auf ihrer Website pro Monat wenn es ruhig ist und 360'000 während der EM im August. Arena will eine Linie unter ihrem namen lancieren, andere Marken und Produkte stehen Schlange. 4.10. Rücktritt von Dominique Diezi. (Swiss Swimming) Dominique Diezi hat nur wenige Tage nach dem Karrierenende von Remo Lütolf ebenfalls ihren Rücktritt bekannt gegeben. Gleich wie bei Lütolf ist auch dieser Entscheid über längere Zeit gereift und kommt nicht ganz überraschend. Diezi, die auf eine sehr lange Karriere zurückblicken kann, bleibt dem Schwimmsport erhalten: seit anfangs August hat sie eine Anstellung als Assistenztrainerin bei Steve Collins an der renommierten Universität in Dallas/Texas. Sie betreut dort das Damenteam der Universitätsmannschaft, in dem auch Flavia Rigamonti trainiert. Dominique Diezi trat bereits Ende 2004 aus der Nationalmannschaft zurück, stand aber bis zuletzt ihrem Stammverein SC Uster-Wallisellen immer für Staffeln und Vereinsmeisterschaften zur Verfügung. Die lange Karriere der Freistil- und Rückensprinterin begann 1992 an den Junioreneuropameisterschaften. Schon ein Jahr später war sie bei der Elite im Aufgebot für die EM und bis 2004 qualifizierte sie sich weitere 20 Mal für eine internationale Meisterschaft, darunter zweimal für Olympische Spiele. Höhepunkte waren der 4. Platz über 50m Rücken an den Kurzbahn-Europameisterschaften in Antwerpen 2001 und zahlreiche Staffeln mit der Schweizer Nationalmannschaft, in denen Diezi regelmässig über sich hinauswuchs. An Schweizer Meisterschaften stand die Zürcherin 39 Mal in einem Einzelrennen zuoberst auf dem Podest.
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28.9. DSV will Doping keine Chance geben. Wenn die deutschen Schwimm-Asse heute ins erste Höhentrainingslager in der Sierra Nevada/Spanien (bis 27. Oktober) starten, bekommen sie als erste die Anti-Doping-Offensive des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) zu spüren. So wird den Athleten unter Regie von Sportdirektor Örjan Madsen vor dem Abflug und unmittelbar nach der Rückkehr aus Spanien in der Frankfurter Flughafen-Klinik Blut entnommen. Die Blutabnahme dient zur Doping-Kontrolle und im Hinblick auf Olympia 2008 zur Dokumentation der Trainingsdaten. DSV-Präsidentin Christa Thiel hatte Anfang August eine neue Initiative des DSV im Kampf gegen Doping ergriffen, um "unbegründeten Mutmaßungen den Boden zu entziehen, die die deutschen Weltrekorde bei der EM in Budapest in die aktuelle Doping-Diskussion einbezogen haben". Mit 20 der aktuell 27 Mitglieder des neuformierten Top-Teams beginnt für die DSV-Schwimmer in der Sierra Nevada die zweijährige Olympia-Vorbreitung. Die Konzeption von Madsen sieht bis Peking insgesamt sechs vierwöchige Lehrgänge in der Höhe vor. Madsen will die Spitzen-Athleten des DSV 2007 und 2008 grundsätzlich an rund 170 Tagen im Jahr zusammenfassen. 27.9. FINA Marathon Swimming World Cup. Im Rennen über 10 km im chinesischen Xin Jin Fluss gewannen Alexander Studzinski und Britta Kamrau. Resultate Frauen: 1.Britta Kamrau-Corestein GER 1h53:14, 2.Angela Maurer GER 1h53:19, 3.Jing Zheng CHN 1h53:21. Männer: 1.Alexander Studzinski GER 1h47:46, 2.Brian Ryckeman BEL 1h47:48, 3.Mohamed El Zanaty EGY 1h47:59. Das nächste Rennen findet dieses Wochenende über 10 kk in Hong Kong statt. 27.9. Essstörungen bei Sportlern: Berner Ärzte schlagen Alarm. Hungern und Erbrechen für den Sieg: Der Leistungswahn treibt immer mehr Sportler in die Magersucht. Im Berner Inselspital suchen sie Hilfe. «Die Verbreitung von Essstörungen bei Sportlern hat ein besorgniserregendes Ausmass angenommen», sagt Bettina Isenschmid vom Inselspital. Rund 50 Prozent ihrer Patienten, die wegen Magersucht oder zwanghaftem Erbrechen in die Sprechstunde kommen, stammen aus einem sportlichen Umfeld. «Darunter sind bekannte Athleten, die sich auch nach der Karriere an ihre falschen Ernährungsgewohnheiten klammern», sagt Isenschmid. Die Sportidole verschweigen ihre Hungersnöte. Nur der Ex-Skispringer Stefan Zünd, der bis zum Zusammenbruch nach dem Motto «ein Kilo weniger ist ein Skiflug-Meter mehr» lebte, hat sich bisher geoutet. Neu ist, dass nicht nur Kunstturner oder Bergflöhe aus dem Radrennzirkus den gesunden Appetit verlieren. Auch Amateure aus Disziplinen wie Rudern, Leichtathletik, Eiskunstlauf und Kampfsportarten knabbern nur noch Spezialnahrung und vergessen, wie eine normale Mahlzeit aussieht. Besonders erschreckend sind die Essstörungen von Nachwuchssportlern, die dem Leistungsanspruch ihrer Eltern nicht gewachsen sind. Isenschmid fordert deshalb: «Die Trainer sowie das gesamte Umfeld müssen hellhörig werden und rascher handeln.» 26.9. Remo Lütolf tritt zurück. (Swiss Swimming) Der 26-jährige Remo Lütolf hat seinen Rücktritt vom Spitzensport bekannt gegeben. Der gebürtige Rheintaler, der seit 1997 für den Schwimmclub Uster-Wallisellen startete gab für diesen Entscheid in erster Linie das Verschieben der persönlichen Prioritäten an. Im nächsten Sommer schliesst der Brustspezialist sein Studium an der Zürcher Hochschule in Winterthur ab. Zudem sei er nach all den erfolgreichen Jahren nicht mehr genug motiviert, um den grossen Aufwand auf sich zu nehmen um ganz an der Spitze mit zu schwimmen. „Nur dabei sein reicht mir nicht“, kommentierte Lütolf seinen Schritt. Mit Remo Lütolf beendet einer der erfolgreichsten Schweizer Schwimmer seine Karriere. Der Ostschweizer hat in 12 Jahren nicht weniger als 25 Nationale Titel gewonnen, nahm an 16 Europa- und 7 Weltmeisterschaften teil und gehörte zweimal zur Mannschaft an Olympischen Spielen. Sieben Mal stand er auf dem Podest an internationalen Grossanlässen, stets über 50 oder 100m Brust, seiner bevorzugten Lage. Seinen nach eigenen Angaben grössten Erfolg feierte er im Jahr 2000 in Sydney an den Olympischen Sommerspielen, wo er eher überraschend den Final erreichte und den noch heute bestehenden Schweizerrekord aufstellte. Einer breiten Öffentlichkeit wurde Lütolf damals bekannt durch seine Unbekümmertheit und kernigen Aussagen in Interviews („I schwümm de Final doch nöd zum mis Füdeli wäsche…“). Lütolf prägte den Schweizer Schwimmsport massgeblich und war eine der tragenden Figuren der „96er-Rostock-Generation“. Nach der grossen Baisse im Schweizer Schwimmen Mitte der Neunzigerjahre und dem „Neuanfang“ an den ersten Kurzbahneuropameisterschaften, die im Dezember 1996 in Rostock ausgetragen wurden, war Lütolf einer jener Schwimmer, die von Anfang an dabei waren und mit ihrer Mentalität massgeblich zum grossen Aufschwung beigetragen haben. Remo Lütolf wird dem Schwimmsport nicht gänzlich verloren gehen. Er wird weiterhin gelegentlich ins Wasser steigen und vielleicht sogar ab und zu an einem Wettkampf teilnehmen – allerdings ohne Ambitionen. 23.9. Bundesrat: Kampf dem Doping. (baspo) Endlich unternimmt der Bundesrat Anstrengungen, um dem Doping-Sumpf Einhalt zu gebieten. Er fasst die Gründung einer nationalen Agentur zur Dopingbekämpfung ins Auge. Das Sportdepartement (VBS) wurde am Freitag beauftragt, den Beitritt zur Dopingkonvention der UNESCO vorzubereiten und die Dopinggesetzgebung zu überprüfen. Die Dopingbekämpfung in der Schweiz geniesse national und international einen guten Ruf, schreibt das Bundesamt für Sport (BASPO). Um diese Reputation zu erhalten, seien auf dem Hintergrund der Entwicklung der Dopingproblematik und der internationalen Anstrengungen weitere Schritte nötig. Eine nationale Anti-Doping-Agentur könnte ein Erfolgsfaktor sein, schreibt das BASPO. Heute teilen sich Swiss Olympic, der Dachverband der Schweizer Sportverbände und das BASPO in die Aufgaben. Swiss Olympic ist verantwortlich für Kontrollen und Sanktionen, das BASPO für Information, Prävention und Forschung. Die UNESCO-Konvention gegen Doping schafft weltweit klare Standards für die Dopingbekämpfung. Die Schweiz erfüllt die Vorgaben zur Ratifizierung. Mit einer möglichst raschen Unterzeichnung könnte sie ein Zeichen der Solidarität im weltweiten Kampf gegen Doping setzen, schreibt das BASPO. Schliesslich habe die bisherige Erfahrung mit den Dopingbestimmungen im Bundesgesetz über die Förderung von Turnen und Sport von 2002 Schwierigkeiten in der Umsetzung gezeigt. Straftatbestände und Strafen gegen das Umfeld von Athletinnen und Athleten sollen deshalb umfassend überprüft werden. 22.9. FINA WM: 2 Mio. US$ Preisgelder. An den Weltmeisterschaften vom kommenden März in Melbourne wird die FINA insgesamt 2 Millionen US$ an Preisgeldern verleihen. Goldmedaillengewinner erhalten 12'000 $, für Silber und Bronze gibt es 7'000 bzw. 5'000 $. Die Mannschaftswettbewerbe erhalten auch höhere Preisgelder als früher, kündigte der FINA-Direktor Cornel Marculescu an. Darüber hinaus wird die FINA die Kosten für Transport, Unterkunft und Verpflegung von ausgewählten 2'500 Athletinnen und Athleten übernehmen. Für die Auswahl aus den Verbänden zählen u.a. die Teilnahme an früheren WMs. Die Verbände sollen die Budgets für den Bau und Unterhalt von Bädern und nicht fürs Reisen einsetzen, sagte Marculescu. Die Verbände aus Afrika und Südamerika nennen mangelnde Ressourcen als Grund für die niedrige Popularität des Wassersports auf diesen Kontinenten. 21.9. Thorpe zurück nach Australien. Ende Monat wird Ian Thorpe von seinem Trainingsaufenthalt unter Dave Salo in Los Angeles nach Australien zurückkehren, um sich in Brisbane im Dezember für die WM zu qualifizieren. Obwohl er eine schwierige Zeit hinter sich hat – Krankheiten und Verletzungen zwangen ihn seit Februar das Training zu reduzieren – wird erwartet, dass er an den Trials über 100 und 200 m starten wird. Er hat aber seit Athen 2004 international keine Rennen mehr bestritten. Über seine Pläne herrscht Ungewissheit. Die Rückkehr Thorpes würde die australische Herrenmannschaft wesentlich verstärken. 20.9. Brendan Hansen US-Schwimmer des Jahres. Der Olympia-Goldmedaillen-Gewinner wurde von US Swimming zum Schwimmer des Jahres 2006 gewählt. Ausschlaggebend war sein weltrekord über 200 m Lagen Ebenfalls zur Wahl vorgeschlagen waren Michael Phelps, Aaron Peirsol, Katie Hoff, Amanda Beard und Kate Ziegler. 20.9. 22 Kanadier für WM selektioniert. Für die im März 2007 in Melbourne stattfindenden Weltmeisterschaften hat der kanadische Verband 12 Männer und 10 Frauen selektioniert. Die bekanntesten Namen sind:: Brent Haydn (Mission BC /UBC Dolphins), Mike Brown (Perth ON/ University of Calgary Swim Club), Andrew Hurd (Cambridge, ON /Toronto Swim Club), Rick Say (Salmon Arm, BC/IS), Brian Johns (Richmond, BC/UBC Dolphins), Brittany Reimer (Victoria BC/IS), Audrey Lacroix (Pont Rouge QC/CAMO) und Erica Morningstar (Calgary, AB/CP). 20.9. Luo Xujuan nicht an den Asien-Spielen. Die Olympiameisterin über 100 m Brust wird an den im Dezember in Doha ausgetragenen Asien-Spielen aus "gesundheitlichen" Gründen nicht teilnehmen. Sie qualifizierte sich im August an den Landesmeisterschaften wurde aber aus dem Trainingslager nach Hause geschickt, um sich von ihren "Verletzungen und Stresssymptomen" zu erholen. Sie habe mit einer Reihe von Problemen zu kämpfen: Sponsoren, Freund und Motivation. Sie habe eine Art Urlaub bekommen, sagten Offizielle. Sie habe aber genügend Zeit bis Beijing, um wieder körperlich und geistig fit zu werden. Asien-Spiele, Doha, 1.-15.12.2006 [Website]. 20.9. FINA Marathon Swimming. Das 15. Rennen in dieser Saison gewannen in Brasilien (Bélem, 17.9.) über 10 km Britta Kamrau und Mark Warkentin. Resultate Frauen: 1. Britta Kamrau-Corestein GER 1h28:19, 2. Angela Maurer GER 1h28:51, 3. Ana Marcela Cunha BRA 1h30:51. Männer: 1. Mark Warkentin USA 1h26:49, 2. Petar Stoychev BUL 1h27:55, 3. Stephane Gomez FRA 1h27:55. Das nächste Rennen findet am 24.9. im chinesischen Xin Jinhe statt. 17.9. Südamerikanische Spiele, Buenos Aires, 9.-19.11.2006 [Website]. Für die Südamerikanischen Spiele (Schwimmen: 15.-18.11.2006) hat Brasilien die Mannschaft wie folgt zusammengesetzt. Frauen: Fernanda Alvarenga, Rebeca Bretanha, Lilian Cerroni, Larissa Cieslak, Monique Ferreira, Natalia Grava, Barbara Jatobá, Mariana Katsuno, Michelle Lenhardt, Carolina Mussi, Monick Perez, Nayara Ribeiro, Talita Ribeiro, Gabriella Silva. Männer: Raphael Bydlowski, Conrado Chede, Leonardo Fim, Eduardo Fischer, Felipe França, Guilherme Guido, Ricardo Kojima, Daniel Orzechowski, Thiago Parravicini, Artur Rocha, Luiz Rogerio, Jader Souza, Fernando Torres, Diogo Yabe. 11.9. Maurer und Kindonow. Am FINA Langstreckenweltcup über 36 km in Capri, Italien siegte bei den Frauen eine Woche nach den Weltmeisterschaften über die lange Strecke erneut Angela Maurer. Die 31 Jahre alte Mainzerin gewann in 7:10:13,0 Stunden und verwies Britta Kamrau-Corestein mit 7:11:37,0 Stunden auf den zweiten Platz. Damit liegt die Vorjahres-Zweite im Weltcup, Kamrau-Corestein, nach 14 von 19 Rennen nur noch vier Punkte vor ihrer Herausforderin. «Das wird ein spannendes Finale», meinte Angela Maurer, die den Weltcup 2002 und 2004 bereits zwei Mal für sich entscheiden konnte. Bei den Männern siegte der Russe Juri Kindonow nach 7:08:57,0 Stunden mit einem Vorsprung von nur acht Sekunden vor dem Franzosen Stephane Gomez. In der Gesamtwertung liegt weiterhin der Bulgare Petar Stojchew auf Platz eins. 7.9. Brasilianische Meisterschaften, Rio de Janeiro, 5.-10.9.2006 [Website] 7.9. Deutsches Olympiakader. Mit Weltrekordlerin Britta Steffen an der Spitze und insgesamt 28 Mitgliedern in seinem «Top Team» startet der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) das Projekt Olympia 2008 in Peking. Sportdirektor Örjan Madsen kann die nationale Elite fast komplett in sein Konzept integrieren. Der 60 Jahre alte Norweger Madsen will die besten deutschen Schwimmer massiv in die Pflicht nehmen. Sein «Projekt Weltklasse» sieht umfangreiche Lehrgangs- und Wettkampfmaßnahmen vor, die es nach Verbandsangaben in dieser Intensität im DSV noch nie gab. Die Athleten werden dabei an rund 170 Tagen im Jahr zusammengefasst. Der erste zentrale Lehrgang findet in der kommenden Woche vom 11. bis 17. September in Hamburg statt, das erste Höhentrainingslager folgt vom 28. September bis 27. Oktober in der Sierra Nevada/Spanien. Mit wenigen Ausnahmen hat sich die DSV-Elite Madsens Konzeption verpflichtet. Staffel-Weltrekordlerin Annika Liebs und ihr Schwager Thomas Lurz (beide Würzburg) als Doppel-Weltmeister im Langstrecken- Bereich fehlen noch. «Bei der Entscheidung von Annika und Thomas spielen Studiengründe eine vorrangige Rolle. Aber vielleicht lassen die sich ja noch ausräumen», sagte Madsen. Zwei weitere Athleten stünden in seinen Überlegungen noch auf Abruf. Madsen zeigte sich «hoch erfreut, dass so viele Aktive bemüht sind, bei der zu erwartenden Belastung voll mitzuziehen». Unter den aktuell 28 Aktiven befinden sich in Weltmeisterin Angela Maurer, Britta Kamrau-Corestein, Stefanie Biller und Christian Hein auch vier Langstreckenschwimmer. In Peking 2008 stehen erstmals die 10 km für Männer und Frauen auf dem Olympia-Programm. Frauen (14): Stefanie Biller, Nicole Hetzer (beide SV Wacker Burghausen), Antje Buschschulte (SC Magdeburg), Petra Dallmann (SV Nikar Heidelberg), Meike Freitag (SG Frankfurt), Daniela Götz (SSG 81 Erlangen), Britta Kamrau-Corestein (SC Empor Rostock 2000), Angela Maurer (SG EWR Rheinhessen-Mainz), Annika Mehlhorn (SG ACT/Baunatal), Janine Pietsch (SC Delphin Ingolstadt), Sarah Poewe, Daniela Samulski (beide SG Bayer Wuppertal/Uerdingen/Dormagen), Anne Poleska (SG Essen), Britta Steffen (SG Neukölln Berlin) Manner (14): Paul Biedermann (SV Halle/Saale), Steffen Deibler (TG Biberach), Marco di Carli (SG Frankfurt), Steffen Driesen (SG Bayer Wuppertal/Uerdingen/Dormagen), Christian Hein (SG EWR Rheinhessen- Mainz), Stefan Herbst (SSV Leutzsch), Robert Könneker (SG Dortmund) Leif-Marten Krüger (SC Magdeburg), Jens Kruppa, Johannes Neumann (beide SC Riesa), Helge Meeuw (SC Wiesbaden), Thomas Rupprath (Wfr. 98 Hannover), Benjamin Starke (PSV Cottbus 90), Oliver Wenzel (SG Neukölln Berlin). 4.9. Neapel: Gold für Santacaterina. Über die 25-km-Strecke gewann an den FINA Open WM in Neapel der Australier Josh Santacaterina (5:47:34.1) vor dem Russen Yuri Kudinov (5:48:56.9) und dem Bulgaren Petar Stoychev (5:49:00.2). 2.9. US Swimming: Mannschaften für internationale Meisterschaften und Wettkämpfe 1.9. Neapel: Lurz holt zweiten Titel. Resultate 10 km: 1. Thomas Lurz (D), 2h10:39.4, 2. Valerio Cleri (ITA) 1h10:40.5, 3. Evgeny Drattsev (RUS) 2h10:40.7). Frauen: 1. Larisa Ilchenko (RUS) 2h19:49.9, 2. Poliana Okimoto (BRA) 2h19:49.3, 3. Ksenia Popova (RUS) 2h19:59.8 [OmegaTiming]. |
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