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Swim News Januar bis März 2000 |
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März 2000
Februar 2000 Januar 2000
März 2000
Der Internationale Sportgerichtshof in Lausanne hat den kanadischen Rechtsanwalt Professor Richard McLaren mit einem Gutachten über die Legalität des neuen Speedo Bodysuit beauftragt. Das Australische Olympische Komitee hatte die Untersuchung beantragt, um für Sydney Klarheit zu schaffen. Gemäss AOC-Mitglied Simon Rofe wird McLaren die Argumente des AOC und von Speedo prüfen. Die FINA wurde auch um eine Stellungnahme gebeten, aber sie hat sich ja schon eine Meinung gebildet, nämlich, dass diese Anzüge legal sind. Die italienische Staatsanwaltschaft hat das Ermittlungsverfahren gegen das Doping-Kontrolllabor des Nationalen olympischen Komitee Italiens (Coni) in Rom eingestellt. Es gebe keine Beweise für manipulierte Dopingkontrollen im Labor "Acqua Acetosa", berichtete die "La Gazzetta dello Sport" am Donnerstag unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft. Das Verfahren war im Herbst 1998 eröffnet worden, nachdem das Labor in den Verdacht geraten war, vor allem Doping-Analysen von Profi-Fussballern verschleiert zu haben. Staatsanwälte ermittelten gegen Nizzola Die Staatsanwaltschaft hatte gegen die Verantwortlichen des Labors und gegen den Präsidenten des italienischen Fussballverbands (Figc), Luciano Nizzola, sowie dessen Vorgänger Antonio Matarrese ermittelt. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte dem Labor wegen Unregelmässigkeiten in den Kontrollen zwischenzeitlich die Lizenz entzogen. Mittlerweile hat das Labor "Acqua Acetosa" seine Arbeit unter neuer Leitung wieder aufgenommen.
Bei den US-Frühjahrsmeisterschaften in Federal Way im Bundesstaat Washington dominierte am zweiten Tag der Nachwuchs. Vor allem Aaron Peirsol und Michael Phelps schwammen ins Rampenlicht. Für die Glanzleistung sorgte der 16-jährige Peirsol als Sieger über 200 Meter Rücken in 1:57,03 Minuten. In Abwesenheit von Weltrekordler Lenny Krayzelburg, dessen Konzentration ganz der Olympia-Qualifikation gilt, blieb der Silbermedaillengewinner der Pan-Amerika-Spiele von 1999 über zwei Minuten unter dem von ihm selbst gehaltenen Altersklassenrekord (1:59,77). Eine Sekunde unter dem Jahrgangsrekord und gleich 5,5 unter seiner bisherigen persönlichen Bestzeit schwamm der erst 14-jährige Phelps als Bronzemedailliengewinner in 1:59,02 Minuten über 200 Meter Delfin. Die Konkurrenz gewann der Brite Stephen Perry (1:56,34) vor Tom Malchow (1:56,67) aus den USA. In den beiden übrigen Herren-Konkurrenzen am Mittwoch dominierten die US-Schwimmer Neil Walker und Ed Moses, die bereits in den vergangenen Wochen, allerdings auf 25-m-Bahnen, für Schlagzeilen gesorgt hatten. Als siebenfacher Medaillengewinner bei der Kurzbahn-WM in Athen dominierte Walker in 49,02 Sekunden über 100 Meter Freistil. Brust-Spezialist Moses, der in der vergangenen Woche bei den US-Collegemeisterschaften Kurzbahn-Weltrekorde über 100 und 200 Meter aufgestellt, wurde 200-m-Meister in 2:13,86 Minuten. Bei den Frauen feierte die dreimalige Olympiastarterin Dara Torres ein gelungenes Comeback. Die 32-jährige Kalifornierin siegte in 54,98 Sekunden über 100 Meter Freistil und holte sich damit ihren ersten Titel seit 1991. US-Triumphe gab es auch über 200 Meter Brust durch Kristy Kowal (2:25,74) und Jamie Reid (2:12,00) über 200 Meter Rücken, dagegen wurde die Britin Margaretha Peddar in 2:10,57 Minuten Siegerin über 200 Meter Delfin. Phillips 66 National Championsships, Federal Way, USA, 28.3.-1.4. US Swimming
Französische Meisterschaften: Resultate Australische SchwimmerInnen sind verunsichert und beunruhigt: Grant Hackett und Susan O'Neill mischen sich nun auch in die Bodysuit-Debatte ein, indem sie aussagten, dass ihre Begeisterung an der Olympiade in einem solchen Anzug zu schwimmen, stark abnehme. Hackett sagte, er werde nerv&oum;s bei dem Gedanken, dass er etwas Illegales tun könnte. Er bezieht sich dabei auf den Vorstoss von australischen Olympiaoffiziellen beim Internationalen Sportgerichtshof in Lausanne, die Frage der Legalität abzuklären. Hackett: Wenn nur eine 5%- oder 10%-Chance einer Disqualifikation besteht, ist es die Sache nicht wert. O'Neill möchte gerne Mary T. Meaghers 200 m Delfin WR holen (2:05.96 - 1981), bevor sie die Schwimmbrille an den Nagel hängt. O'Neills Bestzeit beträgt 2:06.53. Aber Susie will den Rekord nicht Dank des Anzuges sondern Dank ihrer Leistung holen. Sie wird hin und her gerissen. Wenn ihre direkten Konkurrentinnen einen Anzug tragen, könnte sie verlieren. Inzwischen ergreift die Bodysuit-Debatte auch die australische Öffentlichkeit. Ein führender Publizist bezeichnete die Anzüge als langweilig, unvorteilhaft [für die Figur, Red.] und anti-sexy. Es sei Baywatch gegen Stopwatch. Von der Diktatur des Idealgewichts Phillips 66 National Championsships, Federal Way, USA, 28.3.-1.4. Australische "Age-Group" [Jugend-] Bestenlisten -> Australian Rankings
Kieren Perkins kann auch einen Fastsuit bekommen. Nach seinen Klagen vom 25.3. offeriert ihm Speedo einen Anzug innerhalb eines Monats, falls er das wünscht. Obwohl diese Anzüge nicht dem Geist des Sportes entsprechen, nachdem er am Testmeeting vom Samstag über 400 m bloss Vierter geworden ist. Nur aus ethischen Gründen gebe er seinen Konkurrenten keinen Vorteil. Joe Fields Speedo: Alle WettkampfschwimmerInnen - auch die, die nicht bei Speedo unter Vertrag stünden und einen Anzug wünschen, können einen bis in der dritten Aprilwoche erhalten. Speedo produziere bis dann 6000 Stück. Gunnar Werner von der FINA erklärte, dass das Gewebe von Speedo schon 1996 der FINA vorgestellt wurde. Die FINA liess sich überzeugen, dass der Anzug keinen Auftrieb verleihe, obwohl einige SchwimmerInnen behaupten, dass sich die Wasserlage (Anstellwinkel des Körpers) verändere. Der einzige Unterschied zu damals sei, dass das Material nun auch die Arme und Beine bedeckt. Niemand habe früher reklamiert.
Wasserball: Trainingswochenende in Dänemark der Schweizer Nationalmannschaft Die Nationalmannschaft wurde vom Dänischen Meister "KVIK" in Kopenhagen für ein Turnier eingeladen. Die vorgesehenen Turniermannschaften waren: KVIK (DK), Becej (YUG), USG (DK) und die Schweizer Nationalmannschaft. Dieses Turnier war als Vorbereitungsevent für das Qualifikationsturnier vorgesehen. Leider hat sich Becej in letzter Minute zurückgezogen. Das Turnier wurde abgesagt aber die Verantwortlichen beschlossen trotzdem nach Kopenhagen zu reisen. Es gelang für das schweizerische Aushängeschild des Wasserballs 7 Spiele zu organisieren, wovon 2 gegen die Dänische Nationalmannschaft. Spielresultate:
Die FINA und ARENA erneuern die Partnerschaft für die 9. WM vom Juli 2001 in Fukuoka (Jpn). Klim mit neuem Commonwealth-Rekord: An einem lokalen Meeting des New South Wales Institute of Sport (50 m Bahn) erzielte er im neuen Fastsuit-Anzug 48.72 (vorher Klim 48.73). Thorpes Zeit betrug 50.30 Popov belastet Kollegen: Der Schwimm-Olympiasieger Alexander Popow fürchtet unbemerktes Doping bei den Olympischen Spielen in Sydney. Deswegen bittet er das Internationale Olympische Komitee (IOC) ausdrücklich um die Einführung von Blut- und DNA-Tests. Der Doppelsieger von Barcelona 1992 und Atlanta 1996 über 50 und 100 Meter Freistil schätzt, dass rund 50 Prozent der Schwimmer in der Vorbereitung auf die Spiele in Sydney verbotene leistungsfördernde Substanzen zu sich nehmen würden. "Da sind eine Menge, die dopen". "Ich kann nicht sagen, dass ich sicher weiss, wer sauber ist und wer nicht, aber da sind eine Menge, die dopen und in Sydney Gold gewinnen werden", sagte Popow dem "Sydney Sunday Telegraph". Wissenschaftler des Australischen Sport-Instituts (AIS) hatten sich in der vergangenen Woche optimistisch geäussert, schon in Sydney zuverlässige Bluttests durchführen zu können. Die bei einem Autounfall verletzte 21-jährige Lori Munz (AUS) ist wieder im Wasser: Die gebrochene Kniescheibe ist zwar noch nicht verheilt wird aber durch einen Stützverband fixiert. Daneben steht viel Physiotherapie auf dem Programm. Ob sie sich bei den Trials im Mai einen Platz in der Staffel holen kann, ist aber fraglich.
China will in Sydney 16 Goldmedaillen - und setzt AthletInnen damit unter Druck. Zwar relativierten Chinas Sportfunktionäre ihre Medaillenansprüche im Vorfeld der Olympischen Spiele in Sydney (15. September bis 1. Oktober), setzen die Athleten aber dennoch weiterhin unter Druck. Eine Fokussierung auf den Gewinn von Goldmedaillen würde den Dopingmissbrauch fördern, stellten die Offiziellen auf einer Sitzung der Sportführung fest. "Das Sammeln von Goldmedaillen, die mit Doping gewonnen werden, zerstört den olympischen Geist", sagte Sportkommissar Wu Shaozu. Ungeachtet dessen fordert die chinesische Sportführung von ihren Athleten mindestens 16 Goldmedaillen in Sydney. NCAA-Championships: | Resultate SwimNews WR 200 Brust: Ed Moses 2:06.40 Vorher Sloudnov 2:07.59 (Athen)
Vierjährige Sperre von der FINA für die italienische Sprinterin Viviana Susin (27) wegen Testosterondoping. Susin hät die Landesrekorde über 50 und 100 Frei. Sie wurde am 24.1.1999 an einem Meeting in Lyon erwischt. Das italienische CONI sei zu keiner Entscheidung gelangt, das Testosteron hätte auch natürlichen Ursprungs sein können. Der italienische Verband wolle beim Internationalen Sportgerichtshof appellieren. Was die NZZ alles weiss über Bodysuits NCAA-Championships: Roland Schoeman 100 Freistil: 47.89 WR 100 Brust 2mal gebrochen: Ed Moses 58.05 im Vorlauf und 57.66 im Final (vorher Sloudnov the 58.50 in Athen) Wasserspringen: Prix.ambassadeur der Sporthilfe / Protokoll Sitzung Ressort Elite vom 24.3.2000
«Doping - ein kollektiver Wahnsinn» - Gespräch mit Sandro Donati, einem der führenden Anti-Doping-Spezialisten NCAA-Championships: | Resultate SwimNews WR 50 Freistil gebrochen: Anthony Ervin in 21.21. Nur 30 Minuten, nachdem der Südafrikaner Roland Schoeman 21.28 geschwommen war. WR 4x50 Frei durch Auburn University (Matt Busbee, Aaron Ciarla, Oswaldo Quevedo of Venezuela und Greg Busse 1:24.83 (vorher NL 1:26.99, Sheffield 1998) WR 200 Lagen egalisiert durch den Ungaren Atilla Czene (Olympiasieger 1996) 1:54.65 (gehalten durch Jani Sievinen) Speedo gibt Fastskin frei: Der kontroverse Anzug wird offiziell an diesem Wochenende von Michael Klim und Grant Hackett an einem Meeting in Australien getragen werden. Schwere Schulterbeschwerden bei Daniel Kowalski: Die Aerzte haben ihn nach seiner Schulteroperation in vergangenen Juni um Schonung in den 1500er Rennen gebeten. Für Kowalski bedeutet das, dass er an den Trials evtl. einen der beiden Plätze für Sydney nicht gewinnt.
Olympisches: Ein Anliegen der WADA ist die Realisation von Kontrollen, die den Gebrauch von EPO nachweisen können. Diesbezüglich zeigte sich der Präsident des Forschungs-Komitees, der Schwede Arne Ljungqvist, indes wenig optimistisch: "Es braucht sicher noch ein Jahr, bis wir solche Kontrollen durchführen können. Auf alle Fälle werden sie an den Olympischen Spielen in Sydney noch nicht realisierbar sein." Franziska van Almsick drückte den offenen französischen Schwimm-Meisterschaften in Rennes am dritten Tag ihren Stempel auf und präsentierte sich dabei in ansteigender Form. Die Weltrekordlerin über 200 Meter Freistil dominierte auf dieser Distanz in Frankreich auf der Langbahn in guten 1:59,46 Minuten und war bereits deutlich schneller als vor zwei Wochen bei ihrem Sieg in Magdeburg. Zudem gewann sie die 50 Meter Freistil in 26,30 Sekunden vor der Slowenin Urska Slapsak (26:42).Bereits am Dienstag hatte van Almsick die viertbeste Zeit ihrer Karriere über 100 Meter Schmetterling verbucht, nachdem sie im Vorlauf in 1:00,70 Minuten gestoppt worden war. Im Finale hatte sie die Zeit allerdings nicht wiederholen können und wurde Dritte. Bei den US-Studentenmeisterschaften in Minneapolis egalisierte der Südafrikaner Roland Schoeman in 21,31 Sekunden den Kurzbahn-Weltrekord über 50 Meter Freistil. Er hält die Bestmarke nun gemeinsam mit dem Briten Mark Foster, der diese Zeit bei den Kurzbahn-Europameisterschaften 1998 in Sheffield erzielt hatte. NCAA-Championships: Resultate - NCAA-Homepage Doping von Minderjährigen in der DDR: Bundesgericht schafft Klarheit Weltrekorde in Gefahr: Die amerikanischen Universitäts-Schwimm- und Spring-Meisterschaften der Männer der NCAA (Sprich: en sii double e_i; National Collegiate Athletics Association) werden zum ersten Mal in einem 25-m-Becken durchgeführt - was eine Revolution in den USA bedeutet. Sie beginnen heute im University of Minnesota Aquatic Center in Minneapolis. Der Wechsel von Yards zu Metern begann als Experiment schon letztes Wochenende an an den NCAA-Frauenmeisterschaften, wo gleich eine Uni-Mannschaft einen neuen WR setzte (s. Meldung vom 17.3.).
Die Internationale Doping-Agentur (Wada) plant 2500 zusätzliche Dopingkontrollen vor den Sommerspielen in Sydney. Laut Dick Pound, Vizepräsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) und Wada-Chef, ist dies eine erhoffte Zahl von Trainingstests. Als Mindestsumme nannte er 2000 Kontrollen. "Ich hoffe, die ersten Tests können Anfang Mai beginnen", meinte Pound in Lausanne, wo bei einer Wada-Vorstandstagung auch über den Sitz der unabhängigen Behörde entschieden werden soll. Nachdem bei der Welt-Doping-Konferenz 1999 die Angleichung der Dopingstrafen in den Fachverbänden beschlossen worden war, sieht Pound Probleme bei der Umsetzung. Vor allem der Internationale Fussball-Verband (Fifa) und der Radsport-Weltverband (UCI) seien mit einer Serie von Klagen von Athleten konfrontiert. Nur mit voller Unterstützung und Rückendeckung der Regierungen könnte die Vereinheitlichung des Strafmasses erreicht werden. "Suit up or Sink" heisst die Devise für die Olympischen Spiele gemäss dem australischen Cheftrainer Don Talbot. Obwohl bisher ein Gegner der Bodysuits, warnte er die Australier, sie wären im Nachteil, wenn sie die neuen Anzüge nicht trügen.
Alles über die neuen Schwimmanzüge: Bodysuit, Fastskin, Mach 1 Bodysuits - der Streit geht weiter: Australien will Sportgericht anrufen. Australien bleibt beim Streit um den neuen High.Tech-Anzug hart und will nun sogar den Internationalen Sportgerichtshof (CAS) des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) in Lausanne anrufen. Dort soll die Konformität mit den sportlichen Regeln höchstrichterlich bestätigt werden. Der Weltverband Fina unterstrich zwar nochmals die Übereinstimmung des neuen Wunderanzugs mit den Regeln, aber der Präsident des Nationalen Olympischen Komitees Australiens (AOC), John Coates, befürchtet weiter, dass die "Entscheidungen über Medaillen im Schwimmen in Zukunft nicht im Becken, sondern am grünen Tisch fallen werden". Bessere Gleitfähigkeit durch Anzüge. AOC-Generalsekretär Craig McLatchey bestätigte am Dienstag in Sydney, dass die Fina an der Testprozedur nicht teilnehmen werde: "Es wäre eine Katastrophe, wenn der Anzug nicht mit den Regeln übereinstimmen würde." McLatchey bedauerte die Vorstellung des neuen Anzuges "ausgerechnet in der olympischen Saison". Die australischen Schwimmer hatten den Anzug im Gegensatz zu ihrem NOK ebenso akzeptiert wie die Nationalmannschaft Frankreichs. Die Athleten des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) sollen im April mit dem Anzug ausgestattet werden. Der Produzent (Speedo) hatte Leistungssteigerungen bis zu drei Prozent versprochen. Die Gleitfähigkeit der Schwimmer soll durch den Anzug sogar um bis zu 7, 5 Prozent zunehmen. Doping: EPO - vom Medikament zur perfekten Wunderwaffe im Sport. Zum Stand der Forschung nach einem Nachweisverfahren von Doping mit Erythropoietin
Die Kurzbahnweltmeisterschaften 2004 werden in den USA stattfinden: Indianapolis, Conesco Fieldhouse - "one of the world's most unique state-of-the-art sports and entertainment facility" Die Titelkämpfe sollen vom 7. bis 10. Oktober stattfinden, fünf Wochen nach der olympischen Schlussfeier 2004 in Athen. Für die WM soll ein mobiles 25-Meter-Bassin im Indiana Fieldhouse montiert werden, der Halle, in der die Basketballprofis der Indiana Pacers spielen. Die Kurzbahn-WM 2002 findet Moskau statt. Bei der fünften WM in Athen hatten die Amerikaner sechs von insgesamt 15 Weltrekorden aufgestellt.
Mässiger Abschluss der Schweizer Schwimmer an der Kurzbahn-WM. In Athen kam der Eindruck auf, dass nach den erfolgreich verlaufenen Schweizer Hallenmeisterschaften vor Wochenfrist in Genf mit den Olympia-Qualifikationen von Rigamonti, Strasser, Lütolf, Novy, Platel und Bühler bei den Schweizern die Spannung vorbei war. Zweimal hintereinander schnell schwimmen, wollte den wenigsten gelingen. Flavia Rigamontis Gewinn der Bronzemedaille über 800 m Crawl und der vierte Rang von Chantal Strasser im selben Rennen vom zweiten Wettkampftag blieben damit die besten Resultate. Karel Novy, dem über 100 m Crawl ein Finalplatz zugetraut worden war, schied am Wochenende in den Halbfinals in 48,91 als Neunter aus. An den EM in Lissabon vor vier Monaten hatte der Waadtländer Bronze in der Rekordzeit von 48,44 gewonnen. Auch wenn einige der grossen Schwimm-Nationen wie die USA, China oder Australien nicht mit dem stärksten Aufgebot in Athen waren, erhöhte sich am Wochenende die Anzahl Weltrekorde um 6 auf insgesamt 15. Erfolgreichster Schwimmer mit fünf Weltrekorden war Neil Walker. Der 23-jährige Texaner stellte über 50 m Rücken im Vorlauf (24,04) und im Halbfinal (23,42) Bestmarken auf wie auch über 100 m Lagen (52,79), 100 m Rücken (50,75) und mit der Staffel über 4-mal 200 m Crawl (7:01,33). Er verdiente sich damit fünf Checks von je 15 000 Dollar. Die Schwedin Therese Alshammar blieb über 50 m Crawl als erste Frau unter 24 Sekunden und verbesserte ihren Weltrekord um 0,50 Sekunden auf 23,59. (Si.)
WR 50 Delfin durch Lars Frolander 23.19 WR 100 Rücken durch Neil Walker 50.75 WR 200 Brust durch Roman Sloudnov 2:07.59 Medaillenspiegel
Doping Vorwürfe an die Aussies: Aussies" zu 80 Prozent gedopt? Ein ehemaliger australischer Olympia-Teilnehmer hat weit reichende Doping-Vorwürfe gegen die Spitzensportler des Landes erhoben. In einer Fernsehsendung am Sonntag behauptete der Sprinter, der anonym bleiben wollte, 80 Prozent aller australischen Topsportler verwendeten illegale Dopingmittel. Manipulierte "Aussies" auch in Atlanta. Manipuliert hätten auch 80 Prozent der australischen Leichtathleten bei den Olympischen Spielen in Atlanta 1996. Sie hätten das synthetische Insulin-Wachstumshormon IGF1 verwendet, das zu schnellerer Muskelzunahme und gleichzeitig verringertem Körperfett führe. Die Vorwürfe wurden von Sportfunktionären umgehend zurückgewiesen. Die australische Sportministerin Jackie Kelly ordnete aber eine Untersuchung an. Neben dem anonymen Athleten trat der Kraftsportler Grant Ellison in der Sendung auf. Ellison gab die Benutzung von Dopingmitteln zu und behauptete, 20 Athleten in der Vorbereitung auf die Spiele in Sydney in Sachen Doping beraten zu haben. Warnungen vor der Substanz IGF1. Der Generalsekretär des australischen Nationalen Olympischen Komitees, Craig McLatchey, sagte, es sei unglücklich, dass es sich um Informationen ohne Beweise "von Dopingbetrügern oder Leuten, die Dopingbetrügern helfen" handele. "Trotzdem löst die Story Bedenken aus und beweist, wie wichtig es ist, im Kampf gegen Doping im Sport zu handeln." Der weltweit größte Hersteller des Mittels IGF1, das Unternehmen GroPep, erklärte, die gesamte Menge, die auf der Welt hergestellt werde, reiche noch nicht einmal, um eine Handvoll Sportler zu versorgen. GroPep-Direktor John Ballard warnte Sportler davor, Ampullen des Medikaments für umgerechnet 1000 Franken pro Stück zu kaufen, da sie wahrscheinlich nur Zuckerwasser enthielten.
Tagesbericht Athen. Obschon einige der grossen Schwimmnationen (USA, China, Australien) nicht mit dem stärksten Aufgebot an die Kurzbahn-WM gereist waren, erhöhte sich gestern die Anzahl Weltrekorde um drei auf nunmehr zwölf. Der Amerikaner Neil Walker schwamm über 100 m Lagen in 52,79 Sekunden zu seinem dritten Rekord. Der 23-Jährige verbesserte die bisherige Bestleistung des in 54,08 zweitklassierten Finnen Jani Sievinen um 0,31 Sekunden. IOK-Präsident Samaranch überreichte Walker bei der Siegerehrung eigenhändig einen weiteren Check über 15 000 Dollar. Diese Prämie hat der Internationale Schwimmverband für Weltrekorde festgesetzt. Das selbe Preisgeld holte die Amerikanerin Jenny Thompson ab. Die Olympiasiegerin und Weltmeisterin im 50-m-Becken verbesserte über 100 m Delfin ihre Bestmarke um 34 Hundertstel auf 56,56. Und schliesslich blieb die Schwedin Therese Alshammar über 50 m Crawl als erste Frau unter 24 Sekunden und pulverisierte ihre eigene Bestleistung um nicht weniger als 0,49 Sekunden auf 23,59. Am Vortag hatte die 22-Jährige über 100 m ihren Weltrekord von 52,80 auf 52,17 gesenkt. Bei den Schweizern verpasste Karel Novy (Vevey-Natation) den Finaleinzug über 100 m Crawl um eine Zehntelsekunde. Er schied in den Halbfinals in 48,91 als Neunter aus. An den EM in Lissabon vor vier Monaten hatte der Waadtländer Bronze in der Schweizer Rekordzeit von 48,44 Sekunden gewonnen. Dominator der Halbfinals war der Schwede Lars Frolander, der in 46,75 lediglich um eine Hundertstelsekunde über dem Weltrekord Alexander Popows blieb. Ausser Novy schieden die übrigen Schweizer am dritten Wettkampftag bereits in den Vorläufen aus. Christoph Bühler (Langenthal) wurde in 50,16 über 100 m Crawl 29., Chantal Strasser (Agno) verpasste als Neunte über 400 m Crawl in 4:11,84 den Einzug in den Final der besten acht knapp, Angela Zumstein belegte über 50 m Crawl in 26,58 Rang 23, Philippe Gilgen (Basel) über 100 m Rücken in 55,43 Rang 28 und Luka Gabrilo (Locarno) über 200 m Delfin in 2:01,52 Rang 17. Erfolgreicher war hingegen Nils-Ole Janshon (Agno), der an den Tessiner Kurzbahn-Meisterschaften in Lugano seine eigenen Schweizer Rekorde über 800 m und 1500 m im gleichen Rennen verbesserte. Janshon legte die 800 m in 8:04,37 zurück (SR zuvor 8:10,55), und die 1500 m in 15:16,09 (SR zuvor 15:22.95). ER Sandra Völker 100 Rücken: 56.88 Sekunden WR Jenny Thompson 100 Delfin 56.56 WR Therese Alshammar 50 Freistil 23.59 WR Neil Walker 100 Lagen 52.79 NZZ 18.3.: Exploit Flavia Rigamontis - WM-Bronze über 800 m Crawl Kroatische Wintermeisterschaften Sandra Völker hat ihren Weltrekord über 50 m Rücken verloren. Bei den amerikanischen College-Meisterschaften in Indianapolis unterbot Haley Cope (USA) in 27.25 Sekunden den Rekord um 2/100.
Auf der gestrigen Sitzung des FINA-Bureaus und der Veranstalter der FINA-Weltcups wurde ein Vorschlag zur Veränderung/ Verbesserung der Weltcup-Serie 2000/2001 vorgelegt, der mit aller Wahrscheinlichkeit auch so umgesetzt wird. Danach wird es nur noch acht Stationen geben: Rio de Janeiro, Washington, Edmonton, Melbourne, Paris, Berlin, Sheffield und Stockholm. Auch die Preisgelder werden nach einem neuen Modus vergeben, hier ist aber die endgültige Entscheidung noch nicht gefallen. Sicher ist nur, dass pro Veranstaltung 100.000 US$ als Preisgeld vergeben werden, plus einem Preisgeld der FINA für die Platzierung im Geamtweltcup.
Neue Weltrekorde:
Indianapolis - Bei den nordamerikanischen Universitätsmeisterschaften im Schwimmen hat die 4x100-m-Damen-Lagenstaffel der Universität von Georgia in Indianapolis einen neuen Kurzbahn-Weltrekord aufgestellt. Courtney Shealy, Kristy Kowal, Keegan Walkley und Martiza Correia benötigten 3:57.46 Minuten. Das College-Team blieb 16 Hundertstelsekunden unter der alten Bestmarke, die 1999 von den Japanerinnen bei der Kurzbahn-WM in Hongkong aufgestellt worden war. Athen - Lütolf nur 23.: An den Kurzbahn-WM in Athen musste sich Remo Lütolf (SC Uster) über 100 m Brust in 1:02,49 mit Rang 23 zufrieden geben. Der WM-Dritte vom letzten Jahr in Hongkong über 50 m Brust schied damit in den Vorläufen aus. Die beste Schweizer Leistung in den Vorläufen des 2. Wettkampftages erbrachte der für die Olympischen Spiele in Sydney qualifizierte Christoph Bühler (SK Langenthal), der über 50 m Crawl als Elfter in 22,30 Sekunden die Halbfinals von heute Nachmittag erreichte. Ebenfalls für die Halbfinals qualifizierten sich Lorenz Liechti (SC Uster) über 100 m Lagen als 12. in 56,85 und Nicole Zahnd (Vevey Natation) über 100 m Lagen als 15. in 1:04,71. Agata Czaplicki (Atlantide) schied über 200 m Brust als 14. in 2:30,92 aus. Der Amerikaner Lenny Krayzelburg ukainischer Abstammung muss sich wegen einer tiefen Schnittwunde an einer mittleren Zehe aus dem 200 Rücken-Finale zurückziehen. Er zog sich diese am 50 m Final zu. Er wartet ab, ob er die 100 m schwimmt.
Wouda und Krayzelburg im Objekt der Begierde: Die klassische Badehose hat im Schwimmbecken bald ausgedient. Immer mehr Athleten setzen auch bei der Kurzbahn-Weltmeisterschaft in Athen auf Ganzkörper-Anzüge oder Radlerhosen aus High-Tech-Material. Ging es lange Jahre darum, so wenig Stoff wie möglich am Körper zu tragen, sollen nun wie zu Ur-Omas Zeiten möglichst nur noch Hände und Füsse unbedeckt bleiben. Australiens Schwimm-Star Ian Thorpe markierte etwa seinen Fabelweltrekord über 200 m Freistil (1:41,10 Minuten) beim Weltcup in Berlin in einem solchen "Full-Body-Suit". Der Stoff gleitet angeblich besser durch das Wasser als die menschliche Haut. Neil Walker (USA) reichte am ersten WM-Tag dagegen eine schnöde Hose, um den 50-m-Rücken- Weltrekord gleich zwei Mal zu verbessern. In Athen stellte nun das Unternehmen Speedo, unter anderem Ausrüster des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) sowie der Teams aus den USA, Australien und Russland, seinen neusten Anzug vor und löste eine heftige Debatte über die Chancengleichheit im Becken aus. Offenbar waren die markigen Sprüche bei der Präsentation, die an die Enthüllung eines Formel 1-Renners erinnerte, mehr als der übliche Werberummel. Denn der Präsident des Nationalen Olympischen Komitees von Australien, John Coates, warnte den australischen Schwimmverband davor, die "Fast Skin" (Schnelle Haut)-Anzüge bei den Olympischen Spielen in Sydney zu tragen. Schwimmer ohne Anzug könnten protestieren: Schwimmer, die keinen solchen Anzug hätten, könnten protestieren, "dann würden die Entscheidungen um Medaillen am grünen Tisch fallen und nicht im Schwimmbecken", warnte Coates, der seine Sorge mit den Regularien des Weltverbandes FINA begründete. Darin heisst es, dass kein Schwimmer etwas tragen oder benutzen darf, dass seine Geschwindigkeit oder Ausdauer in einem Rennen verbessert. Am Freitag gab die FINA, deren Hauptsponsor im übrigen der Speedo-Konkurrent Arena ist, eine offizielle "Badeanzug"-Erklärung heraus. Die neue Technologie bei den Ganzkörperanzügen stimme mit den FINA-Regeln überein, heißt es. Hintergrund der Diskussion ist die besondere Oberflächenstruktur der über 600 Mark teuren Speedo-Anzüge, die der Haut eines Hais nachempfunden ist und die Gleitfähigkeit nach Herstellerangaben um 7,5 Prozent verbessern soll. Diese Technik ist jedoch alles andere als neu. Seit Jahren werden Tragflächen von Flugzeugen und Rümpfe von Regattayachten mit Folien beklebt, deren Oberfläche der rauen Haihaut nahe kommt, um den Reibungswiderstand zu verringern. Ganzkörper-Rasur hinfällig: Seit Jahren rasieren sich die Schwimmen die Haare vom Körper, um schneller zu sein. Nun kam eine Studie zu dem überraschenden Ergebnis, dass die Athleten zwar schneller werden, die fehlenden Haare als Grund aber ausfallen. Allein der Glaube an die Wirkung, so vermuten die Wissenschaftler, macht die Schwimmer schnell. Athen: WR 100 Delfin durch Lars Frolander 50.59 Remo Lütolf im Halbfinal disqualifiziert. Wieder neuer WR 50 Rücken durch Neil Walker 23.42 Verbandsserver www.fsn.ch ausgefallen seit Mittag. WR 50 Rücken durch Neil Walker: 24.04 (vorher 24.11 Matt Welsh (Aus, Jan 2000) WR 4x200 Freistil Damen Grossbritannien: 7:49.11 Schwimmen wie die Haie dank Speedo: Speedo präsentiert den neuesten Wettkampfanzug, dessen Oberfläche der Haut der Haifische nachempfunden sei - FASTSKIN!. Die FINA habe gemäss Gunnar Werber (FINA-Sekretär) keinen Grund, den neuen Anzug nicht zu zu lassen. Der neue Anzug sei prinzipiell nichts Neues im Vergleich zu den bisherigen Bodysuits, z.B. Aquablade, - weil auch er nicht als "Schwimmhilfe" eingestuft wird. Speedo behauptet, dass der neue Anzug wie eine zweite Haut am Körper liege und extrem hydrodynamisch sei. Der Gleitwiderstand des Körpers werde um 7.5 % reduziert, was eine Verbesserung der Zeiten um 3 % erlaube [!! ?? die Redaktion]. Der neue Anzug soll in Form einer "Ladenversion" auch für Normalsterbliche erhältlich sein. Olympisches: Für den Import von Dopingmitteln droht den Athleten der Olympischen Sommerspiele in Sydney (15. September bis 1. Oktober) erstmals in der Geschichte des Sports eine Haftstrafe. Bisher war die Einfuhr von anabolen Steroiden in Australien keine kriminelle Handlung, doch unter dem neuen Strafgesetz stehen auf die Einführung von Stimulanzmitteln Haftstrafen bis zu fünf Jahre sowie Geldstrafen bis zu 122.000 Mark zu Buche. "Es wird keine Rücksicht auf große Namen genommen. Für jeden gilt dieses Gesetz. Das ist eine Schlüsselinitiative gegen Doping, nicht nur während der Spiele, ein Signal, das Australien dieses Problem sehr ernst nimmt", begründete Australiens Justizministerin Amanda Vanstone die harten Maßnahmen. Olympisches: Die Olympic Coordination Authority (OCA) wird die Reparaturarbeiten am Schwimmstadion überwachen, um die Sicherheit der Bauarbeiter und des Publikums auf der Erweiterung der grossen Tribüne zu gewährleisten. Die Bauarbeiter waren am 6.3. in Streik getreten, weil schwere Mängel an der Tragkonstruktion aus Stahl festgestellt wurden. Die Tragkonstruktion biege sich mehr als zulässig unter der Last der vorgefertigten Betonelemente durch - einige Bolzen seien bereits heraus gesprungen, elektrische Leitungen seien freigelegt worden. Die OCA hat den Zugang zur Tribüne vorläufig gesperrt. Die Gewerkschaften sagten aus, dass einIngenieurgutachten die schweren Mängel bestätigte. Das OCA akzeptiert die Vorwürfe, aber die Bauarbeiten könnten weiter gehen. Die OCA habe volles Vertrauen in die Integrität der Konstruktion. Der Bau könne plangemäss bis zu den australischen Trials fertig gestellt werden. Synchronschwimmen: Delegationsbericht und Ranglisten von den 1ier Internationaux de France de natation synchronisée, 09. - 12. März 2000, mit Teilnahme des Schweizer Olympiateams Abschluss des World Sports Forum 2000 Resultate Schottische Meisterschaften Resultate Israelische Meisterschaften
Resultate Finnische Meisterschaften
15.3. Kurzbahn-WM-Titelhalter (+ verteidigen den Titel in Athen)
15.3. Bei den Kurzbahn-Weltmeisterschaften in Athen haben 77 Nationen insgesamt 558 Teilnehmer gemeldet. Beide Zahlen bedeuten einen neuen Rekord für Kurzbahn-Weltmeisterschaften. Die 10 stärksten Nationen sind (Teilnehmerzahl): Grossbritannien (49), Griechenland (39), Russland (27), USA (25), Deutschland (24), Australien (24), Sweden (22), China (20), Italy (19), Costs Rica (16) Die erste Kurzbahn-Weltmeisterschaft fand 1993 in Palma de Mallorca statt. Damit wurde dem Schwimmen auf der kurzen Bahn erstmals ein Rahmen geboten, der seine Bedeutung gegenüber dem Schwimmen auf der langen Bahn deutlich anhob. Trotzdem war die Akzeptanz bei diesen ersten Weltmeisterschaften noch gering. Viele Weltklasse-Schwimmer und Schwimmerinnen blieben der Veranstaltung fern. Das war aber für die teilnehmenden Sportler erst recht ein Ansporn und 15 Weltrekorde sind der Beweis für ein hohes Niveau der Veranstaltung. Eindeutig dominiert wurde die Veranstaltung von China, das 10 Goldmedaillen bei den Frauen und sechs Goldmedaillen bei den Männer gewann. 1995 fand dann die zweite Kurzbahn-Weltmeisterschaft in Rio de Janeiro statt. Dort wurde vier Weltrekorde geschwommen. Australien (12 Gold-, 7 Silber- und 7 Bronzemedaillen) wurde erfolgreichste Nation vor China. Erstmals in Europa traf sich die Weltelite dann 1997 in Göteburg. Es wurden acht Weltrekorde geschwommen. Auch hier wurde Australien (9 Gold-, 2 Silber- und 8 Bronzemedaillen) stärkste Nation vor China. In Hongkong 1999 wurden ebenfalls acht Weltrekorde geschwommen und auch hier wurden die Australier erfolgreichste Mannschaft ( 9 Gold-, 11 Silber- und 7 Bronzemedaillen) Der Dopingforschung fehlt eine Finanzspritze Arbeit am Konzept über Sportpolitik. In Magglingen haben rund 70 Fachleute aus Sport, Wissenschaft, Politik und Wirtschaft mit der Erarbeitung des vom Bundesrat im Dezember in Auftrag gegebenen "Konzepts Sportpolitik Schweiz" begonnen. In 14 Teilprojektgruppen werden die gesellschaftsrelevanten Aspekte des Sports durchleuchtet. Bis Ende 2000 sollen beim Bundesrat Empfehlungen für eine optimale Förderung von Sport und Bewegung deponiert werden. Zu den Teilaspekten zählen "Sport und Gesundheit", "Dopingbekämpfung" und "Berufssport". 13 Schweizer an Kurzbahn-WM. Vier Tage nach Abschluss der Hallen-Meisterschaften stehen 13 Schweizer an den Kurzbahn-WM in Athen erneut im Einsatz. Gelingt es ihnen, ihre Hochform zu konservieren, können Flavia Rigamonti, Chantal Strasser sowie Remo Lütolf oder Karel Novy Medaillenchancen eingeräumt werden. Im Olympiajahr nimmt die Kurzbahn-WM keinen sonderlich grossen Stellenwert ein. Australien, die erwartete Nummer 1 in Sydney, schickt ein Junioren-Team. Der internationale Verband honoriert jeden Weltrekord mit 15 000 Dollar. Athen. Schweizer Aufgebot. Männer: Bühler (Langenthal/50 m, 100 m Crawl), Novy (Vevey/100 m, 200 m Crawl), Lütolf (Uster/50 m, 100 m Brust), Liechti (Uster/50 m Delfin, 100 m Lagen), Gabrilo (Locarno/200 m Delfin), Platel (Vevey/200 m, 400 m Lagen), Gilgen (Basel/100 m Rücken). - Frauen: Zahnd (Vevey/200 m Crawl, 100 m Lagen), Paquier (Uster/200 m Crawl), Strasser (Agno/400 m, 800 m Crawl), Rigamonti (Agno/800 m Crawl), Czaplicki (Agno/200 m Brust), Zumstein (Kriens/50 m Crawl).
Programm (Finals). Morgen Donnerstag. Männer: 200 m Crawl, 50 m Brust, 50 m Rücken, 400 m Lagen, 4x100 m Crawl. Frauen: 50 m Brust, 50 m Rücken, 200 m Delfin, 400 m Lagen, 4x200 m Crawl. - Freitag. Männer: 50 m Crawl, 400 m Crawl, 200 m Rücken, 100 m Delfin, 4x200 m Crawl. Frauen: 100 m Crawl, 800 m Crawl, 200 m Brust, 100 m Rücken, 50 m Delfin. - Samstag. Männer: 100 m Brust, 200 m Delfin, 100 m Lagen. Frauen: 50 m Crawl, 400 m Crawl, 100 m Lagen, 4x100 m Crawl. - Sonntag. Männer: 100 m Crawl, 1500 m Crawl, 200 m Brust, 100 m Rücken, 50 m Delfin, 200 m Lagen, 4x100 m Lagen. Frauen: 200 m Crawl, 100 m Brust, 200 m Rücken, 100 m Delfin, 200 m Lagen, 4x100 m Lagen. Penny Heyns nicht in Athen: Nach dem tragischen Tod der kanadischen Brustschwimmerin Tara Sloan verzichtet die zweifache Olympiasiegerin Penny Heyns aus Südafrika auf einen Start bei der am Donnerstag beginnenden Kurzbahn-WM der Schwimmer in Athen. Heyns, die elf Weltbestmarken im Brustschwimmen aufgestellt hat, bleibt in Calgary, um der Familie ihrer Freundin Trost und Beistand zu leisten. Tara Sloan, Heyns Studienkollegin an der Universität in Calgary, erlag den Folgen eines schweren Autounfalls, seit dem sie im Koma lag. Heyns wird beim Begräbnis der kanadischen Olympia-Schwimmerin die Grabrede halten. V FINA Kurzbahnweltmeisterschaften in Athen, 16.-19. März Die Resultate des Schweizer Teams / les résultats de l'equipe Suisse Die letzte Woche bei einem Autounfall verletzte 21-jährige australische Spitzenschwimmerin Lori Munz kann voaraussichtlich nächste Woche das Training wieder aufnehmen. Sie brach sich die rechte Kniescheibe und erlitt Verletzungen am Brustkorb. Munz gewann 1998 an den Commonwealth Games in Kuala Lumpur zweimal Gold mit der 4x100 und 4x200 Freistil-Staffel. Am Weltsportforum in St. Moritz erklärte der frühere Wimbledonsieger Pat Cash, dass der Druck des Geldes und der Sponsoren ein wesentlicher Grund für die grosse Zunahme der Dopingfälle im Sport seien. Der Vizepräsident von adidas, Michel Perraudin, entgegnete, die Sponsoren würden keinen Druck ausüben. Alle SprecherInnen forderten konsequenteres Handeln und schärfere Strafen für gedopte SportlerInnen. Die neue World Antidoping Agency (WADA) müsse rasch und gradlinig Massnahmen erarbeiten, die in allen Sportarten gleich angewendet werden sollen.
Synchronschwimmen: Int. französische Meisterschaften in Amiens. Duett: 1. Frankreich 97,333. 2. Mexiko 95,133. 3. Spanien 94,8. 4. Italien 92,467. 5. Schweiz (Perk/Schmid [Limmat-Nixen Zürich]) 92,133. 6. Ukraine 89,933 Glanzleistung des SV Limmat an den Schweizer Hallenmeisterschaften in Genf. Der SV Limmat macht weiter von sich reden. An den Schweizer Hallenmeisterschaften in Genf gewannen die SchwimmerInnen des SVL nicht weniger als eine Gold-, drei Silber und fünf Bronzemedaillen. Denn Start zur Medaillenjagd eröffnete am ersten Tag Flori Lang mit seinem Rennen über 50m Delphin. Mit der neuen Klubrekordzeit von 25.54, schaffte er alls dritter den Sprung aufs Podest. Kurz darauf doppelte Patrizia von Allmen über 200m Brust nach. Sie verbesserte ihre Bestzeit um knapp drei Sekunden auf 2.46.41 und wurde ebenfalls sensationell dritte. Denn Abschluss dieses verrückten ersten Tages bildete die 4x200m Freistilstaffel der Herren. In der Besetzung Lang, Pavicic, Bachmann und Reuter, wurden sie in 8.00.13 dritte. Womit sie den den Klubrekord aus dem Jahre 1980 (!) buchstäblich pulverisierten. Damit konnten die SchwimmerInnen SV Limmat, bereits am ersten Tag soviele Medaillen verbuchen, wie an der letzten Schweizermeisterschaft insgesamt. Der zweite Tag sollte noch viel besser werden. Nach den drei Bronzemedaillen stieg der Appetit auf anderes Edelmetall: Mit der neuen Klubrekordzeit von 1.14.26 gewann Carmela Schlegel die Silbermedaille. Bereits vorher verbuchte Flori Lang seine zweite Medaille an diesen Meisterschaften. In einem schnellen Rennen über 50m Rücken, wobei die ersten drei alle unter dem alten Schweizerrekord blieben, platzierte er sich mit dem neunen Klubrekord von 27.44 auf Rang drei.
Der letzte Tag sollte zwar keine Medaillen mehr bringen, doch auch nach vier Tagen Meisterschaftsstress waren die SchwimmerInnen des SVL zu Exploits fähig und erreichten zahlreiche A- und B-Finalqualifikationen.
Neun Medaillen, 14 neue Klubrekorde, 65 neue Bestzeiten. Sensationeller dritter Rang im Mannschaftsklassement hinter dem SC Uster und Vevey Natation. Qualifikation für die Europameisterschaften von Carmela Schlegel, Qualifikation für die Jugend Europameisterschaften von Flori Lang und Renato Sydler. Nicht weniger als hs SchwimmerInnen in der Schweizer Nationalmannschaft: Carmela Schlegel, Katja Reuter und Jens Reuter in der Elite Nationalmannschaft und Flori Lang, Renato Sydler und Stephan Bachmann in der Junioren Nationalmannschaft. Fakten die den SV Limmat wieder in Gespräch bringen. Sind wir gespannt auf die Fortsetzung ...
13.3. IAAF kündigt Nandrolon-Forschungsprojekt an. Angesichts der Flut von weltweit über hundert positiven Dopingfällen mit Nandrolon sieht sich der Leichtathletik-Weltverband IAAF zum Handeln veranlasst. In einem Forschungsprojekt soll Nandrolon und dessen Wirkung nun genauer untersucht werden. Nach einer Tagung der Medizinischen Kommission und der Anti-Doping-Kommission am Wochenende in Monte Carlo gab die IAAF am Montag bekannt, an ausgesuchten Freiwilligen würde eine ganze Reihe von Substanzen auf ihre möglichen Doping-Eigenschaften getestet, darunter auch Nahrungsergänzungsmittel und Kräuterextrakte. Mit dem Forschungsprojekt kommt die IAAF auch einer Forderung des britischen Leichtathletik-Verbandes UKA nach. Ausgewertet werden alle Daten über positive Nandrolonfälle oder andere Substanzen der durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) akkreditierten Labors sowie die Erklärungen der positiv getesteten Athleten. Das Projekt wird geleitet von dem schwedischen Wissenschaftler und IAAF-Vizepräsidenten Prof. Arne Ljungqvist, Chef der Medizinischen und der Anti-Doping-Kommission des Weltverbandes. Das anabole Steroid Nandrolon war unter anderem in Proben der Olympiasieger Dieter Baumann, Merlene Ottey (Jamaika), Linford Christie und weiteren britischen Stars gefunden worden. Die Ergebnisse dieser Studie werden auch die Nandrolonproblematik im Schwimmsport beeinflussen.
Fazit der Hallenmeisterschaften:
Für EM in Helsinki (3. bis 8. Juli) qualifiziert
13.3. Die NZZ zum Schweizer Schwimmsport:
Medaillenspiegel
Wasserspringen: Grand-Prix Moskau Wasserspringen: Nachwuchswettkämpfe Burgdorf
Weltbestenliste 100 Frei
Sonntagszeitung: Nicht länger in Erinnerungen schwelgen
Franzi van Almsick doch nach Sydney? Franziska van Almsick darf wieder auf Sydney 2000 hoffen. Zwölf Wochen vor den deutschen Meisterschaften und der damit verbundenen Olympiaqualifikation gewann die Weltrekordlerin und Weltmeisterin von 1994 in Rom beim Schwimm-Meeting in Magdeburg den Wettbewerb 200 Meter Freistil in 2:01,69 Minuten. Die Berlinerin bewies damit eine "überraschende Frühform", wie Magdeburgs Trainer Bernd Henneberg nach Abschluss des ersten Wettkampftages feststellte. Für die beste Leistung des Tages sorgte bei dem ersten Test auf der langen Bahn die Schwedin Therese Alshammer und sicherte sich damit den Pokal der Gothaer Versicherungen. Die 22-Jährige, die wie Deutschlands Vorzeigeschwimmerin Sandra Völker in Hamburg bei Dirk Lange trainiert, gewann über 50 Meter Freistil in 25,29 Sekunden vor Britta Steffen aus Schwedt (25,87) und Völker (25,94). Die kanadische 20-jährige 100-m-Brust Rekordhalterin Tara Sloan ist an den Folgen ihres Autounfalls vom 3. März gestorben. Sie gewann an den Kanadischen Meisterschaften 5-mal Gold.
Australian Institute of Sports: Mit ausbalancierten Methoden zu sportlicher Vortrefflichkeit
Schwimm-EM 2002 in Berlin / Wasserball-EM 2001 in Budapest. Helsinki - Auf seiner Jahrestagung hat der Europäische Schwimmverband (LEN) in Helsinki entschieden, dass die Schwimm-Europameisterschaften 2002 im Europa-Sportpark an der Landsberger Allee in Berlin ausgetragen werden. Die 26. kontinentalen Meisterschaften im Schwimmen, Wasserspringen, Synchronschwimmen und Langstreckenschwimmen werden voraussichtlich vom 25. Juli bis zum 4. August 2002 stattfinden.
11.3. Hallenmeisterschaften 3. Tag
Medaillenspiegel
Exploit Lütolfs: Rekord und Olympialimite. (si) Am zweiten Tag der Schweizer Schwimm- Meisterschaften in der Halle hat sich Remo Lütolf als dritter Schwimmer für die Olympischen Spiele in Sydney qualifiziert. Der 20jährige Rheintaler vom SC Uster verbesserte über 100 m Brust den eigenen Schweizer Rekord um beachtliche 0,82 s auf die auch international hervorragende Zeit von 1:02,28 (Platz 16 in der Weltrangliste). Lütolf machte es seinen Nationalmannschaftskolleginnen Flavia Rigamonti und Chantal Strasser gleich, die am Donnerstag in einem packenden 400-m-Rennen ebenfalls die Olympialimite deutlich unterboten hatten. Einzig die Tageszeit (11 Uhr) und die Umstände des Rekords (Vorlauf) schmälern Lütolfs Leistung ein bisschen. Denn die Regularien des Schweizer Verbandes sehen eigentlich vor, dass Olympialimiten in Finals geschwommen werden müssen. Nach Rücksprache mit Flavio Bomio, dem Technischen Direktor der Nationalmannschaft, erhielt Lütolf jedoch eine Sonderbewilligung. Den A-Final gewann der Titelhalter dann in mässigen 1:03,72. Die Chancen, dass die Olympiadelegation am Wochenende weiteren Zuwachs bekommt, stehen gut. Vor allem dank Lütolf und Philipp Gilgen, der am Donnerstag über 100 m Rücken den 13jährigen Rekord Patrick Ferlands brach, glaubt die Lagenstaffel an ihre Chance. Dazu bedarf es noch der Exploits durch den Crawler Karel Novy und den Delphinspezialisten Philippe Meyer. Die Hoffnungen Nicole Zahnds auf die Reise nach Sydney erhielten dagegen einen Dämpfer: Am Donnerstag verbesserte die Bernerin als Startschwimmerin der 4-mal-200-m-Staffel zwar ihren eigenen Rekord auf 2:03,30, enttäuschte jedoch im Einzelfinal über 200 m. Die chinesische Mannschaft für die Kurzbahn-WM in Athen: China hat die Zusammensetzung des 20-köpfigen Teams bekanntgegeben. Mit Ausnahme des Veteranen Zeng Qiliang (Silbermedaille 100 Brust an der WM 1998) handelt es sich um unerfahrene Leute. Die Freistil Spezialistin Yang Yu (Spitzenplatz WorldCup 200 Frei) und Xie Xufeng die Nr. 1 bei den Herren über 100 und 200 Lagen nehmen ebenfalls teil. Die chinesischen Schwimmer bereiten sich auf die Asiatischen Meisterschaften im April und die chinesischen Olympiaausscheidungen im Mai vor. In Athen gehen insgesamt 563 Schwimmer/innen aus 78 Ländern an den Start. Herren: Xie Xufeng, Zhu Yi, Zeng Qiliang, Yu Rui, Du Hongxiang, Chen Zuo, Wang Chuan, Wang Wei, Zhang Xiao, Liu Ziqian. Damen: Chen Hua, Cheng Xiaru, Lang Lina, Li Wei, Yang Yu, Li Jin, Sun Dan, Liu Yin, Wang Danna, Hao Ping.
Kanadische Wintermeisterschaften, Toronto 8.-11.3.00 SwimNews Online berichtet: News from the Swiss Nationals in Geneva
Medaillenspiegel
Wasserspringen: Grand Prix Moskau Keine Belege für Baumanns Anschlag-Theorie. Die Chancen für eine Entlastung des wegen Dopingverdachts suspendierten Langläufers Dieter Baumann sind weiter gesunken. Nach einem Bericht der "Stuttgarter Zeitung" kann auch das Institut für Biochemie an der Deutschen Sporthochschule in Köln keinen Nachweis erbringen, dass die im Urin des Athleten analysierten Spuren des anabolen Steroids Nandrolon zweifelsfrei von den mit Nandrolon kontaminierten Zahnpastatuben stammen, die in Baumanns Haus gefunden worden sind. Auch das Institut für Dopinganalytik und Biochemie in Kreischa hatte hierfür keine Hinweise entdeckt, weshalb die Anschlag-Theorie, die Baumanns Unschuld beweisen soll, weiterhin mit nichts belegt werden kann. Eine letzte Chance für Baumann birgt jetzt das von der Tübinger Staatsanwaltschaft in Auftrag gegebene Gutachten des Instituts für Biomedizinische und Pharmazeutische Forschung (IBMP) in Nürnberg, das eventuell schon an diesem Wochenende, auf jeden Fall aber innerhalb der nächsten 14 Tage vorliegen soll. Sollte sich umgekehrt jedoch herausstellen, dass das in Baumanns Urin entdeckte Nandrolon eindeutig nicht aus der Zahnpasta stammt, könnte dies für den Athleten ernste Konsequenzen haben: Dann droht ihm nämlich ein Verfahren wegen Vortäuschung einer Straftat. Flavia Rigamonti und Chantal Strasser: Gemeinsam zum ersten Ziel Aktuelle Resultate Hallenmeisterschaften
DDR-Staatsdoping: Geschundene Sportlerinnen klagen an Norwegische Wintermeisterschaften Olympisches: Bau der Schwimmhalle bestreikt. (Si.) Die Bauarbeiter von Sydneys Olympia-Schwimmstadion sind in einen unbefristeten Streik getreten. Sie bezeichnen die Halle als "tödliche Falle". Nach Angaben der Gewerkschaft gab es zahlreiche Verstösse gegen die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften. 9.3. Tages-Anzeiger: Erste Chance - letzter Auftritt
RESULTATE Schweizer Hallenmeisterschaften Doping-Experte Franke verteidigt Vorgehen der Fifa. Erneut streiten sich Experten darüber, ob die im Profisport geltenden Grenzwerte für das anabole Steroid Nandrolon zu niedrig angesetzt sind. Hintergrund ist die Entscheidung des Internationalen Fussball-Verbands (Fifa), vorläufig keine Sportler mehr zu bestrafen, die auf Nandrolon positiv getestet worden sind. Die Fifa hatte ihre Entscheidung am Wochenende ohne Absprache mit dem Internationalen Olympischen Komitee bekannt gegeben. Sie berief sich auf eine selbst in Auftrag gegebene Studie, deren Ergebnisse der Schweizer Biochemiker Martial Saugy kürzlich veröffentlicht hatte. Saugy hatte 148 Schweizer Fussballer untersucht und festgestellt, dass die körpereigene Produktion von Nandrolon durch starke Belastung angekurbelt wird. Schlussfolgerung der Fifa: "Wenn rechtliche Schritte eingeleitet werden, haben die bestehenden Grenzwerte für Nandrolon vor keinem Gericht mehr Bestand." Professor Wilfried Kindermann, Internist der deutschen Fussball-Nationalmannschaft, hat die Fifa ob ihrer Reaktion kritisiert und ihr vorgeworfen, quasi zum Doping aufzurufen. Ihm widerspricht der Heidelberger Zellbiologe Professor Werner Franke, der sich auch schon für den vermeintlichen Nandrolon-Sünder Dieter Baumann eingesetzt hatte. Die Entscheidung der Fifa, sagte Franke in der Zeitung "Die Welt", sei keine Aufforderung zum Doping, sondern eine Aufforderung an die Naturwissenschaftler, sauberer zu arbeiten". Diese nämlich hätten bislang kein Fundament gelegt, das rechtfertige, Sanktionen auszusprechen". Der zulässige Grenzwert liegt für Männer derzeit bei zwei Nanogramm Nandrolon pro Milliliter Urin. Auf dieser Grundlage hat es im vergangenen Jahr insgesamt 383 Fälle von Nandrolon-Doping gegeben. Für Aufsehen haben die Nandrolon-Fälle um die Sprinter Linford Christie, Doug Walker sowie Merlene Ottey und zuletzt um den 5000-Meter-Läufer Dieter Baumann gesorgt, der im Gegensatz zu seinen Sprinterkollegen von seinem nationalen Verband, dem Deutschen Leichtathletik-Verband, suspendiert worden ist.
Munz schwer verunfallt. Australiens Medaillenhoffnung Lori Munz (21) muss ihre Teilnahme an den Olympischen Spielen in Sydney wahrscheinlich abschreiben. Sie erlitt bei einem Verkehrsunfall schwere Verletzungen an Kopf und Beinen. Die Spitalärzte bezeichneten ihren Zustand als ernst, aber stabil. Munz war als Mitglied der olympischen Staffeln über 4-mal 100 und 4-mal 200 m eingeplant und eventuell in einem Lagenrennen als Einzelstarterin vorgesehen.
Ungarischer Wasserballer verlor die Nerven: Der Wasserballer Mate Hesz, Sohn einer berühmten ungarischen Sportler-Familie, sorgte im Pokal-Halbfinale zwischen den Budapester Klubs BVSC und FTC (12:7) vor laufenden Fernsehkameras für einen Skandal. Aus grenzenloser Verärgerung über seinen Ausschluss wegen groben Spiels schlug FTC-Akteur Hesz beim Weg in die Kabinen den gegnerischen Trainer und Olympiasieger György Gerendas zweimal ins Gesicht. Wasserspringen: Grandprix in Rostock Meldung Sonntags-Zeitung: Pellandini zu Genf. Tony Ulrich (60), langjähriger Nationaltrainer des Schwimmverbandes und Chefcoach von Genève Natation, wird Administrativer Direktor des NLB-Eishockeyklubs Servette. Den Nationaltrainer-Posten werden sich künftig alternierend Christophe Pellandini (Agno), Laurent Vouilloz (Vevey-Natation) und Gerard Moerland (SC Uster) teilen. Allerdings hat Ulrichs Wechsel auch auf Klubebene Folgen: Pellandini, Trainer von Flavia Rigamonti in Agno, wird nach den Olympischen Spielen im Oktober 2000 sein Nachfolger in Genf. Pellandini betonte jedoch, er bleibe Präsident von Atlantide Agno und werde auch die Zusammenarbeit mit Rigamonti fortführen. Ein Jahr - bis nach den Matura-Prüfungen 2001 - werde sie auf jeden Fall noch im Tessin schwimmen. Danach liege auch ein Wechsel nach Amerika im Bereich des Möglichen. Dass Pellandinis langfristige Zukunft wohl eher im Tessin als in Genf liegt, belegt sein Projekt einer neuen Schwimmhalle in Agno, die er bis in rund vier Jahren realisiert haben will.mos.
Sieben ehemalige DDR-Spitzensportlerinnen haben beim Berliner Landgericht eine Sammelklage eingereicht, um die Auswirkungen des Zwangsdopings auf die eigene Nachkommenschaft klären zu lassen. Die Frauen, unter ihnen die ehemaligen Schwimmerinnen Martina Gottschalt und Jutta Gottschalk, werden von dem Heidelberger Zellbiologen Professor Werner Franke und dem Baumann-Anwalt Michael Lehner beraten, wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtet. Schon in voraufgegangenen Prozessen um die systematische Vergabe von Anabolika im DDR-Leistungssport war von Fehl- und Missbildungen bei Kindern ehemaliger ostdeutscher Leistungssportler die Rede gewesen. Dieser Aspekt stand seinerzeit jedoch nicht im Mittelpunkt der Verhandlungen. Martina Gottschalt hat 1985 einen Sohn mit einem Klumpfuss zur Welt gebracht, die Tochter von Jutta Gottschalk wurde 1994 mit einem blinden Auge geboren. Auch von Früh- und Fehlgeburten durch Anabolika ist die Rede. Gesperrter Marathonschwimmer Meca beweist Ausdauer: Er hat den belgischen Anwalt Jean-Louis Dupont mit einer zivilrechtlichen Klage gegen den Entscheid das Court d'Arbitrage du Sport in Lausanne beauftragt. Dupont ist als Anwalt von Jean-Marc Bosman bekannt geworden. Der Fussballer Bosman hat sich 1995 gegen die UEFA in Bezug auf die schikanösen Transferbestimmungen zur Wehr gesetzt und vor Gericht gewonnen. Dupont sagte, dass wenn Meca den Fall gewinnt, das ganze Dopingsystem im Sport neu organisiert werden muss. Meca sei der Bosman im Doping, er sei das Opfer eines Systems, das nicht funktioniere und revidiert werden müsse, fügte Dupont bei. Meca bleibt auf dem Standpunkt, dass seine erhöhten Nandrolonwerte auf den Genuss von Wildschweinfleisch (Keiler) zurückzuführen sei.
Fifa sperrt Nandrolon-Doper nicht. Der Weltfussballverband Fifa wird Spielerinnen und Spieler, denen die Einnahme des anabolen Steroids Nandrolon nachgewiesen wird, nicht mehr sperren. Dies gab Fifa-Sprecher Andreas Herren bekannt. Begründet wird die Entscheidung mit einer Schweizer Studie, die den Grenzwert für Nandrolon in Frage stellt. "Die bisherigen Grenzwerte für Nandrolon würden danach vor keinem Gericht mehr Bestand haben", erklärte Herren. Prominente Nandrolon-Fälle betreffen die Olympiasieger Dieter Baumann, Linford Christie und eine Reihe von Schwimmern. Auf absehbare Zeit wird es kein direktes Nachweis-Verfahren für das umstrittene Hormon Erythropoietin (EPO) geben. In dieser skeptischen Einschätzung waren sich die Experten bei einem Seminar "Dopingfreier Sport" des Landessportbundes Hessen (lsbh) über neue wissenschaftliche Erkenntnisse für die Doping-Bekämpfung einig. "Ein direkter Nachweis wird in den nächsten Jahren nicht ins Haus kommen", sagte der Freiburger Sportmediziner Josef Keul am Mittwochnachmittag in Frankfurt/Main. Auch aus der Sicht des Leiters des Kölner Doping-Analyse-Labors, Wilhelm Schänzer, gibt es weltweit keine Gruppe, die bei einer Erkennung von künstlich zugeführtem EPO vor dem Durchbruch steht. Allerdings sieht der Nachfolger von Manfred Donike dennoch Chancen, dass es auf einem indirekten Weg zu einem Nachweis der unerlaubten EPO-Einnahme kommt. Durch das vor allem im Radsport verbreitete Hormon wird vor allem die Ausdauerleistung verbessert. In Australien wird, so Schänzer, derzeit eine Untersuchung durchgeführt, die noch vor den Olympischen Spielen im September in Sydney abgeschlossen sein soll. Dabei sollen rund 1.000 Top-Sportler weltweit untersucht werden, um eine solide Basis für die Grenzwerte zu bekommen. Diese Auswertung wird finanziell vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) mit einer Million Dollar gefördert. Beim indirekten Nachweis sollen insgesamt fünf Kriterien erfasst werden, neben Hämatokrit auch das Hämoglobin. Beide sind für die Sauerstoff-Transportfähigkeit des Bluts entscheidend. Laut Schänzer könnte dieses Verfahren dann sogar bei Olympia angewandt werden, wenn die Wissenschaftler auf dem fünften Kontinent rechtzeitig fertig werden. "Möglich ist vieles", meinte der Kölner Biochemiker. Keul sieht dagegen eher praktische Hinderungsgründe. Um den indirekten Nachweis führen und einen Ausschluss dann auch gerichtlich absichern zu können, müsste von allen Sydney-Startern ein Datenstamm über Blutwerte gesammelt werden. Bei rund 10.000 Sportlern ist dies ein in der Kürze der Zeit kaum noch durchzuführendes Vorhaben. Die Top-Ten Schwimm Webseiten in den USA
Australien schickt nur zweitkassige Equippe an die Kurzbahn-WM in Athen (16.-19.3.00): Die Topleute bleiben lieber zu Hause, um sich für die Trials vorzubereiten, teilte der Sprecher von Swimming Australia Ian Hanson mit. Teilnehmer: Männer: Robert Abernethy, Ashley Callus, Brett Hawke, Darren Lange, Steven McBrien, Adrian Radley, Burl Reid, Edward Roche, Robert Wyllie, Leo Biggs, Kaine Love, Ian Van der Wal. Frauen: Rebecca Brown, Carmen Cosgrove, Yasmin Dunn, Brooke Hanson, Kellie McMillan, Clementine Stoney, Jordana Webb, Elka Graham, Joy Symons, Kirsten Thomson. Dopingtests in Berlin waren regulär. Die umstrittenen Doping-Kontrollen beim Schwimm-Weltcup Anfang Februar in Berlin sind nach Erkenntnis des Weltverbandes FINA völlig regulär abgelaufen. Es habe "keine Verletzung der FINA-Doping-Kontrollbestimmungen gegeben, weder durch den Medizinischen Delegierten der FINA noch durch irgendjemand anderen", teilte die FINA am Mittwoch in einer Presseerklärung aus Lausanne mit. Nach Prüfung mehrerer schriftlicher Berichte von FINA- Funktionären sowie beteiligten Schwimmern und Trainern sei die Exekutive zu dem Schluss gekommen, "dass keine Maßnahmen in dieser Angelegenheit unternommen werden müssen". Berliner Weltrekorde offiziell. Damit sind auch die in Berlin aufgestellten drei Weltrekorde offiziell: Neue Kurzbahn-Bestmarken hatten der Australier Ian Thorpe über 200 m Freistil (1:41,10 Minuten), der Amerikaner Lenny Krayzelburg über 100 m Rücken (51,28 Sekunden) sowie über 200 m Rücken (1:52,43 Minuten) aufgestellt. Alle Dopingtests waren negativ ausgefallen. Unmittelbar nach dem Weltcup-Meeting hatte Terry Gathercole als Präsident des australischen Schwimm-Verbandes eine Annullierung der Doping-Kontrollen gefordert. Thorpe und Krayzelburg hatten die IOC- zugelassenen Behälter moniert und waren erst nach einem Polizeieinsatz bereit, ihre Urinproben abzugeben, die von der Berliner Polizei in einem Container amtlich versiegelt wurden.
Schuldig: David Meca-Medina (Spanien) und Igor Majcen (Slowenien) sind vom Internationalen Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne des Dopings mit Nandrolon, das auch im Urin des Leverkusener Läuferstars Dieter Baumann gefunden worden war, für schuldig befunden worden. Sie konnten die Richter nicht mit ihrer Version von der Einnahme des Mittels durch den Verzehr mehrerer Schweine-Menüs überzeugen. In Lausanne hatten beide gegen Vier-Jahres-Sperren des Schwimm-Weltverbandes (FINA) geklagt und argumentiert, das Nandrolon sei beim Verzehr des Fleisches eines unkastrierten Keilers in ihren Körper gekommen. Dieses hatten sie vor den positiven Proben beim Weltcup im Januar 1999 in Brasilien angeblich an fünf aufeinander folgenden Tagen in ihrem Hotel in Salvador de Bahia zu sich genommen. Das Menü beinhaltete nach ihren Angaben auch Leber, Nieren und Innereien des Schweines. Wissenschaftliche Expertisen, die der CAS für seine Entscheidung eingeholt hatte, ließen diese Form der Zufuhr verbotener Substanzen jedoch als wenig wahrscheinlich erscheinen. News Schwimmverband:
13 SchweizerInnen nach Athen. Die Schweiz ist an den Kurzbahn-WM vom 16. bis 19. März in Athen mit 13 Teilnehmern vertreten. Angeführt wird die Delegation von den beiden Bronzemedaillengewinnern der letztjährigen WM in Hongkong, Flavia Rigamonti und Remo Lütolf. Kurzbahn-WM Athen. 16. bis 19. März. Selektion. Männer: Bühler (SK Langenthal/50 m, 100 m Crawl), Novy (Vevey-Natation/100 m, 200 m Crawl), Lütolf (SC Uster/50 m, 100 m Brust), Liechti (SC Uster/50 m Delfin, 100 m Lagen), Gabrilo (Flippers Team Locarno/200 m Delfin), Platel (Vevey-Natation/200 m, 400 m Lagen), Gilgen (SV Basel/100 m Rücken). - Frauen: Zahnd (Vevey-Natation/200 m Crawl, 100 m Lagen), Paquier (SC Uster/200 m Crawl), Chantal Strasser (Atlantide Agno/400 m, 800 m Crawl), Rigamonti (Atlantide Agno/800 m Crawl), Czaplicki (Agno/200 m Brust), Zumstein (SV Kriens/50 m Crawl). Zurück zur Homepage / an den Anfang
Februar 2000
Internationales Meeting Sindelfingen Auch am Internationalen Wettkampf in Sindelfingen, der mit 2800 Einzelstarts und einem Teilnehmerfeld von mehr als 700 SchwimmerInnen stark besucht wurde, gelangen dem mitten in einer harten Trainingsphase steckendem Team des SVL einige Medaillen und Bestzeiten. In den Jahrgangskategorien 83 und 82 erreichten Stephan Bachmann, Flori Lang, Renato Sydler sowie Carmela Schlegel, Patrizia von Allmen und Katja Reuter eine eindrückliche Zahl an Podestplätzen. Aber auch den in der offenen Kategorie schwimmenden Limmatlern Georg Miler über 50m + 100 Brust, dem sogar ein neuer Klubrekord über 50 gelang, sowie Jens Reuter über 50m Crawl im CUT OFF Final gelangen Medaillen. Weiter wurden bei diesem letzten Wettkampf vor den Schweizerischen Hallenmeisterschaften in Genf bei 94 Starts 32 neue Bestzeiten realisiert.
28.2. Protokolle der DV 1999 in Bissone jetzt abrufbar Neues vom Schwimmverband: Bestenlisten Masters Suisse / Ersatzzeiten beim Ausfall des Automaten / Neue Formulare
Neue Links
Don Talbots Job steht zur Debatte. Während mehr als 40 Jahren bürgte ein Name für australische Schwimmqualitäten: Don Talbot. Talbot machte klar, dass er nach Sydney das Zepter abgeben möchte. Dieses Wochenende wird darüber diskutiert, wer sein Nachfolger werden könnte, oder lieber, wie man ihn unterstützen könnte, dass er trotzdem noch als Nationalcoach erhalten bliebe. Denn die Qualitäten von Talbot hat ncoh keine(r) erreicht. Der Schweizerische Schwimmverband plant den Ausbau der Internetpräsenz: Wer sich über den aktuellen Stand der Entwicklung der neuen FSN-Homepage interessiert, kann sich das mal hier anschauen: http://www.fsn.ch/fsn_d_develop.htm Der SV Limmat wird seine Dienstleistung der "Swim-News" voraussichtlich dem Verband auf seiner Frontpage zur Verfügung stellen. Diskussionsbeträge bitte schicken an: christian.kaufmann@gmx.net und gleichzeitig auch an mich harald.mueller@awi-gmbh.ch Darüber hinaus existiert versuchsweise bereits ein automatischer e-mail-push-service, d.h. man wird automatisch über news per e-mail orientiert. Anmeldungen bei http://www.fsn.ch/sw. Chantal Strasser: Vom Vergnügen sich selbst zu quälen
Büchse und Kamrau führen Marathon Swimming World Cup an: Hernandarias/Argentinien - Die beiden Rostockerinnen Peggy Büchse und Britta Kamrau führen gemeinsam den Fina-Marathon-Weltcup an. Nach drei von insgesamt elf Rennen liegen sie in der Gesamtwertung vorne. Mit einem zweiten Platz beim mit 88 Kilometer längsten Rennen im Rio Parana bei Hernandarias in Argentinien konnte Peggy Büchse nach 10:06:54,0 Stunden zu ihrer Vereinskollegin Britta Kamrau aufschließen, die mit 10:12:39,0 Stunden Dritte wurde. Vor einer Woche hatte Kamrau in Rosario über 64 Kilometer gewonnen. Vize-Europameisterin Angela Maurer musste bereits nach zwei Stunden aufgegeben. Der Sieg ging in 10:01:14,0 Stunden an die Niederländerin Edith van Dijk.
Kreatin-Supplementation: Neue Erkenntnisse der Wissenschaft (Prof. T. Wallimann, ETH Zürich). Weitere Informationen über Kreatin.
Völker: "Mehr und bessere Kontrollen". "Ich bin für Doping-Pässe, aus denen weltweit ersichtlich wird, wer in welchem Zeitraum wie oft kontrolliert wurde", sagte die derzeit erfolgreichste deutsche Schwimmerin. Nach eigenen Angaben wird die Weltrekordhalterin über 50 m Rücken derzeit "öfter als einmal pro Monat kontrolliert". Doch die Bekämpfung geht ihr selbst im eigenen Land zu langsam voran: "Es gibt so viele Tagungen und Beschlüsse. Da ist schon verwunderlich, dass so wenig dabei herauskommt." Dass am Thema Doping derzeit kaum ein Spitzensportler vorbeikommt, hat die 25-jährige Hamburgerin längst einsehen müssen. "Das Schlimme ist, dass im Moment die Glaubwürdigkeit zerstört ist. Du kannst allen nur hundert Mal sagen, dass du noch nie etwas genommen hast. Überzeugen kannst du damit aber nicht." In Sydney hat sich die Freistil- und Rückenspezialistin zum Ziel gesetzt, "auf allen Strecken eine Medaille zu gewinnen". Den Trubel um Werbekönigin Franziska van Almsick, die seit ihren ersten Olympiamedaillen 20 Millionen Mark verdient haben soll, sieht Sandra Völker inzwischen gelassen: "Franziskas Popularität hat nichts mit Schwimmen zu tun." Allerdings wünscht sie sich, dass die sportlichen Leistungen der Athleten wieder mehr in den Vordergrund rücken. Derzeit trainiert Sandra Völker in Abu Dabhi (Arabische Emirate) auf das erste große Saisonziel hin: Bei den Kurzbahn-Weltmeisterschaften in Athen (16. bis 19. März) will sie über 50 m Rücken ihren eigenen Weltrekord verbessern.
Wasserspringen: Weltcup in Sydney Samaranch vermittelt zwischen Knight und Pound. Mit einem Kuss unter Männern ist am Freitag die Tagung des Exekutivkomitees des Internationalen Olympischen Komitees IOC) in Sydney höchst ungewöhnlich zu Ende gegangen. Der umstrittene Olympia-Minister Michael Knight verpasste seinen Wangenkuss mit IOC-Vizepräsident Richard Pound ausgerechnet jenem Mann, der ihm am Vortag noch eine Misswirtschaft vorgehalten hatte. Neben dieser Demonstration vor laufenden Kameras gab es am Schlusstag des dreitägigen Treffens der Exekutive zwei wichtige Nachrichten: Es wird immer wahrscheinlicher, dass eine zuverlässige Testmethode für das Blutdopingmittel EPO doch schon bis zu den Spielen im September in Sydney zur Verfügung steht: Positivstes Ergebnis der Tagung in der Olympiastadt war wohl die Tatsache, dass der EPO-Test nur noch eine Frage der Zeit zu sein scheint. Allan Hahn vom Australischen Sportinstitut in der Hauptstadt Canberra berichtete am Freitag, dass bei der Aufspürung des Dopingmittels durch eine Blutuntersuchung nur noch eine Fehlerquote von 1:100 000 bestehe. Das IOC beteiligt sich mit einer weiteren Million US-Dollar an den Forschungsarbeiten, die ansonsten vom australischen Staat finanziert werden. Das IOC hatte bereits vor einem Jahr beschlossen, bei den Spielen in Sydney erstmals Bluttests durchzuführen. Ob positive Proben auch sanktioniert werden, will das IOC von einer zu 100 Prozent verlässlichen Testmethode abhängig machen. Die Spitzenverdiener des Kurzbahn-Weltcups der Schwimmer waren die US-Amerikaner Jenny Thompson und Lenny Krayzelburg. Staffel-Olympiasiegerin und Weltmeisterin Thompson kommt mit vier Disziplinsiegen und Weltrekordprämien auf 26.000, ihr Teamkollege Krayzelburg insgesamt auf 22.000 Dollar. Der "Topf" des Weltverbandes Fina für die 34 Disziplinen und zusätzliche Weltrekorde liegt insgesamt bei 278.500 Dollar. 13.000 Dollar nehmen die deutschen Schwimmer mit. Weltrekordler Mark Warnecke (Essen) und die EM-Dritte Janne Schäfer (Wolfsburg) erhalten jeweils 4.000 Dollar für ihre Erfolge über 50 m Brust. Für zweite Ränge bekommen Sylvia Gerasch (Berlin/ebenfalls 50 m Brust) und Kurzbahn-Europameisterin Anne Poleska (Krefeld/200 m Brust) jeweils 2.000 Dollar, Alexander Lüderitz (Berlin) als Dritter über 50 m Freistil 1.000 Dollar.
Straffung des Worldcup-Programmes. Der Weltverband Fina will zur Steigerung der Attraktivität seine derzeit zwölf Weltcup-Veranstaltungen für die Saison 2000/2001 auf zehn kürzen. Ab der Weltcupsaison 2001/2002 ist sogar eine Reduzierung auf nur noch sechs oder sieben Meetings vorgesehen, die in lediglich einem Monat ausgetragen werden sollen.
Verfassungsrechtler Peter Tettinger zur Dopingproblematik: "Das Doping-Problem ist staatsfern zu lösen" Slowenische Kurzbahnmeisterschaften Synchronschwimmen: Neues vom Verband Wasserball: Das Damenteam des WSV Basel ist im Europacup der Meister eine Runde weiter!
Doping-Kontrollen in Sydney: Das Internationale Olympische Komitee (IOC) und Australiens Regierung sind sich einig. Auch mit Blick auf die angekündigten Dopingkontrollen im Vorfeld der Olympischen Spiele 2000 in Sydney haben sie am Dienstag gemeinsame Anti-Doping-Richtlinien beschlossen. Somit steht auch die Zusammenarbeit zwischen der australischen Anti-Doping-Agentur (ASDA), dem IOC sowie dem Organisationskomitee (SOCOG) bei den angekündigten Tests von akkreditierten Sportlern unmittelbar vor Beginn der olympischen Wettkämpfe am 15. September auf juristisch sicheren Füßen. Die Vereinbarung enthält von beiden Seiten ausgearbeitete Richtlinien zur Umsetzung aller Maßnahmen beim Thema Doping. IOC und Regierung bekräftigen zudem noch einmal, dass sie gemeinsam alles daran setzen würden, noch vor den Spielen einen zuverlässigen Test zur Überführung von EPO-Sündern zu entwickeln. Vom 2. September an sollen Athleten im olympischen Dorf und in Privatunterkünften ausserhalb von Sydney kontrolliert werden. Das hatte der Belgier Jacques Rogge, Chef der IOC-Koordinierungskommission, angekündigt. Dabei denkt das IOC an eine Größenordnung von bis zu 400 Sportlern.
15.2. SVL-Klubrekorde nachgeführt Weltrekord: Jenny Thompson, 100 m Delphin: 56.80 SR: Agata Czaplicki, 200 Brust: 2:29.20 (Qualifiziert für WM) Überblick Resultate 1.+2. Tag: Frauen. 50 m Crawl: 1. Thompson (USA) 24,94. 25,34. - 21. Zumstein (Sz) 26,08. 24. Flühmann (Sz) 26,77. 29. Funk (Sz) 26,91. - 100 m Crawl: 1. Thompson 53,73. - 27. Zahnd (Sz) 58,07. 28. Zumstein 58,11. - 200 m Crawl: 1. Arsenault (USA) 1:57,80. - 7. Zahnd (Sz) 2:01,73 (im Vorlauf 2:01,28). 21. Zumstein 2:03,60. 22. Steffen (Sz) 2:04,14. 26. Paquier (Sz) 2:05,46. - 400 m Crawl: 1. Bennett (USA) 4:07,43. - 11. Strasser (Sz) 4:17,69. 16. Zahnd 4:20,22. - 800 m Crawl: 1. Bennett 8:23,46. 2. Strasser 8:29,61. 3. Rigamonti (Sz) 8:36,09. - 50 m Brust: 1. Leprest (Fr) 32,04. - 16. Funk 34,28. - 100 m Brust: 1. Becue (Bel) 1:08,09. - 11. Schlegel (Sz) 1:11,70. 13. Czaplicki (Sz) 1:11,88. 20. Funk 1:14,16. - 50 m Rücken: 1. Schiwanewskaja (Sp) 28,44. - 24. Reuter (Sz) 30,69. - 100 m Rücken: 1. Coughlin (USA) 59,52. - 23. Reuter 1:05,34. - 200 m Brust: 1. Becue 2:25,91. - 4. Czaplicki (Sz) 2:29,20 (SR, zuvor Czaplicki 2:29,60), 14. Gross (Sz) 2:42,17. - 200 m Rücken: 1. Maracineanu (Fr) 2:08,27. - 26. Reuter 2:18,44. - 50 m Delfin: 1. Leprest 32,04. - 18. Grämiger (Sz) 30,02. 19. Paquier 30,19. 20. Flühmann 30,38. - 100 m Delfin: 1. Thompson 56,80 (WR, zuvor Thompson 56,90). - 16. Niklaus (Sz) 1:05,92. 19. Grämiger 1:06,57. - 100 m Lagen: 1. Thompson 1:01,22. - 19. Zumstein 1:06,78. 20. Steffen 1:06,84. 27. Reuter 1:08,23. - 200 m Lagen: 1. Caslaru (Rum) 2:10,65. - 22. Gross 2:23,35. Männer. 50 m Crawl: 1. Vismara (It) 22,17. - 24. Karel Novy (Sz) 23,33. - 100 m Crawl: 1. Borges (Br) 48,54. - 12. Novy 49,98. 37. Bühler (Sz) 51,60. 47. Gilgen (Sz) 52,24. - 400 m Crawl: 1. Szabados (Un) 3:47,01. - 13. Janshon (Sz) 4:08,18. 15. Vedovatti (Sz) 4:14,30. - 50 m Brust: 1. Malek (Tsch) 27,80. - 100 m Brust: 1. Maliarow (Russ) 1:00,53. - 12. Gabrilo 56,82. - 100 m Rücken: 1. Strahija (Kro) 53,75. - 14. Gilgen 56,74. - 50 m Delfin: 1. Wales (USA) 24,11. - 20. Bühler 26,21. 22. Gabrilo (Sz) 26,39. - 200 m Delfin: 1. Hickman (Gb) 1:52,26. - 11. Meyer (Sz) 2:03,87. 16. Platel (Sz) 2:06,27. - 100 m Lagen: 1. Hickman (Gb) 54,79. - 9. Novy 57,90. 14. Gilgen 58,72. - 400 m Lagen: 1. Wouda (Ho) 4:10:48. - 4. Platel (Sz) 4:18,29. 13.2. Schwimmer des SV Limmat am Weltcup Meeting in Paris (12. - 13. Februar 2000) Am zweitletzten Meeting der Weltcup Serie waren mit Katja Reuter, Carmela Schlegel und Jens Reuter auch drei Schwimmer des SV Limmat zusammen mit der Schweizer Nationalmannschaft am Start. Katja Reuter unterbot dabei ihren eigenen Klubrekord über 200m Rücken und setzte die Marke auf 2.18.44. Über 100m Lagen gab es gleich zweimal einen Klubrekord zu verzeichnen. Zuerst unterbot Katja Reuter denn alten Rekord der Klubkameradin Carmela Schlegel von 1.08.75, mit ihrer neuen Bestzeit von 1.08.23. Carmela Schlegel holte sich den Rekord aber wieder zurück und konterte mit dem neuen Klubrekord von 1.07.47. Mit den weiteren Einsätzen und den daraus resultierenden Zeiten über 50m Rücken (30.69) und 100m Rücken (1.05.34), blieb Katja Reuter nur knapp über ihren alten Klubrekorden. Neben dem Klubrekord über 100m Lagen, schwamm Carmela Schlegel über 100m Brust nur knapp an einer Finalqualifikation vorbei (Rang 1-8). Mit 1.11.70 belegte sie nach den Vorläufen Rang elf. Über 50m Brust verpasste sie eine realistische Finalqualifikation mit einer Disqualifikation in den Vorläufen. Jens Reuter, das erste mal mit der Schweizer Nationalmannschaft an solch einem internationalen Anlass dabei, konnte wichtige Erfahrungen für kommende Grossanlässe sammeln. Seine Zeiten über 50m Freistil (24.34), 100m Freistil (54.08), 200m Freistil (1.59.23) und 50m Delphin (27.02).
Neues vom Verband
Olympiamedaillengewinnerin Lenore Kight Wingard im Alter von 88 Jahren gestorben. Sie war Mitglied der US-Delegation 1932 (Los Angeles, Gold und Silber) und 1936 (Berlin, Bronze) und wurde von der Presse als "schnellste Nixe der Welt" bezeichnet. Sie schwamm weit übers Alter von 80 Jahren. Sie brauchte 1932 für den 400er 5:28.6 - unter dem alten Weltrekord, die ersten drei Damen schlugen innerhalb einer Zehntelsekunde an. Die Zielrichter brauchten 15 Minuten um die Siegerin zu erklären.
Verhängnisvolle Entwicklung am DDR-Doping-Prozess in München: Absprache im anstehenden Prozess gegen Ewald und Höppner.
Thorpe fürchtet um seinen Weltrekord: Noch am Sonntag war er der gefeierte Star bei den Arena-Worldcups in Berlin. Mit 1:41,10 Minuten über 200 m Freistil hatte Ian Thorpe einen neuen Kurzbahn-Weltrekord aufgestellt. Doch jetzt muss der Australier um seinen Weltrekord bangen. Die internationale Dachorganisation Fina stimmte jetzt einer Aufforderung des australischen Verbandes nach einer Untersuchung des Prozederes bei den in Berlin genommenen Dopingproben zu, nachdem die Australier versucht hatten, die Entnahme wegen nicht regelkonformer Transportbehälter generell für ungültig erklären zu lassen.
Swimming World wählte die SchwimmerInnen des Jahres 1999:
Gegen Dopingsünder soll es eine nationale Strafbehörde geben. In der Schweiz braucht es weitere Anstrengungen gegenüber dem Problem Doping. Noch ist das Bestrafen von Dopingsündern Sache der einzelnen Sportverbände. Ziel ist deshalb eine zentrale Strafbehörde für die ganze Schweiz. Dann würden alle Sportlerinnen und Sportler gleich behandelt und bestraft. Die Doping-Kontrolle funktioniert in der Schweiz mittlerweile gut, ist der Schweizerische Olympische Verband der Ansicht. [TA 9.2.] London: Gedopte Athleten beschuldigen Lebensmittelzusätze. Mehrere auf Nandrolon postiv getestete Athtleten behaupten, dass Nandrolon oder Metaboliten in Nahrungsmittelzusätzen enthalten seien. Die Dopingspezialisten halten entgegen, dass die im Urin gefundenen Mengen nur im Wissen der Athleten genommen wurden. In England haben die Sportler gute Chancen, mit dieser Ausrede weg zu kommen. Im November hat die IAAF die drei Fälle Linford Christie, Doug Walker und Gary Cadogan an sein Schiedsgericht überwiesen, nachdem sie von UK Athletics rein gewaschen worden waren. Merlene Otteys Fall wird am kommenden Wochenende in Monaco von der IAAF behandelt, für Dieter Baumann beantragt der DLV eine 2-Jahressperre. Nandrolon ist seit 1975 auf der Dopingliste. Es ist ein sehr effizientes Body-Buildingmittel, aber, wenn gespritzt, sehr leicht nachzuweisen. Oral eingenommen verschwindet es nach drei bis vier Tagen unter der Nachweisschwelle im Urin. Letztes Jahr entdeckten die akkreditierten Dopinlabors weltweit 343 Nandrolonfälle. Die Dopingspezialisten schuütteln unisono wegen den abstrusen Schutzbehauptungen der ertappten SportlerInnen verständnislos die Köpfe. "Denken die wir seien Idioten" sagte der kanadische Spezialist Professor Christiane Ayotte. "Wir arbeiten seit rund 20 Jahren am Nandrolon. Wir wissen sehr genau, was das bedeutet, wenn wir es in einem Test finden." [Reuters] Der Doping-Streit im Welt-Schwimmsport im Anschluss an den World-Cup in Berlin eskaliert weiter. Weitere Infos zum Doping-Skandal am Weltcup in Berlin
Thorpe fliegt evtl. von Berlin nach London, um sich von unabhängiger Stelle auf Doping testen zu lassen. Der Test muss innerhalb von 24 Stunden nach dem WR gemacht worden sein, sonst wird er nicht anerkannt. Der australische Verband gelangt an die FINA, mit dem Antrag, das Dopingverfahren in Berlin zu untersuchen. Die Proben von mindestens 5 Schwimmern seien nicht richtig vor Manipulationen geschützt gewesen. Der Präsident des australischen Schwimmverbandes, Terry Gathercole, wirft den Deutschen Nachlässigkeit in der Dopongbekämpfung und beim Dopingtesten vor: "Sie haben einen Schulterzucken-Einstellung". Gathercole betonte, das sei das erste Mal, dass sich die Australier in Europa beklagten. Weltcup Berlin: Wichtigste Resultate 2. Tag. 50 m Crawl: 1. Chengii (China) und Foster (Gb) 21,79. - 200 m Crawl: 1. Thorpe 1:41,10 (WR). - 1500 m Crawl: 1. Charvin 14:43,69. - 50 m Rücken: 1. Krayzelburg 24,17. 2. Watson 24,76. - 200 m Rücken: 1. Krayzelburg 1:52,43 (WR). 2. Watson 1:55,82. - 200 m Lagen: 1. Parkin 1:58,18. 2. Letzin 1:58,56. - Frauen. 100 m Crawl: 1. Moracova 54,29. 2. Tappin (USA) 54,37. - 50 m Brust: 1. Poewe 31,13. - 200 m Brust: 1. Kovacs 2:23,33. - 100 m Rücken: 1. Bedford 58,89. 2. Calub (Au) 59,51. 3. Wittstock (SA) 1:00,59. - 50 m Delfin: 1. Tappin 26,33. 2. Yi 26,45. - 200 m Delfin: 1. Jacobsen (Dä) 2:08,41. - 400 m Lagen: 1. Koschkowa 4:35,01. 2. Crippen (USA) 4:35,60.
Medaillen für den SV Limmat am XXI Meeting Int. del Ceresio, Lugano. Am Int. Meeting del Ceresio in Lugano konnte der SV Limmat einige Podestplätze verbuchen. Katja Reuter (1. 200m Rücken und 2. 200m Lagen) und Carmela Schlegel (1. 100m Brust und 2. 200m Lagen) gewannen jeweils eine Gold- und eine Silbermedaille. Flori Lang holte einmal Bronze über 100m Freistil. Die beiden Staffeln über 4x50m Freistil (Damen), bzw. 5x50m Freistil (Herren) wurden jeweils Dritte bzw. Erste. Total wurden 12 Bestzeiten erzielt. Ultra-Schwimmmarathon-WR angesagt: Am 1. März will der Südafrikaner Hulme Scholes den Marathon-Rekord von Susie Maroney brechen (206 km, Isla Mujeres (Mexico) -> Las Tumbas (Kuba) aus dem Jahre 1998). Scholes wollte ursprünglich von Bahia Honda (Kuba) nach Key West (Florida) schwimmen, aber dies ist wegen zunehmender politischen Spannungen zwischen Kuba und den USA nun nicht möglich. Stattdessen plant Scholes von Marathon (sic!) in Florida nach Fort Lauderdale zu schwimmen. Scholes will auf einen Haikäfig verzichten. Es ist eine Website eingerichtet, die während Scholes' Einsatz vom Begleitboot aus alle 2 Stunden nachgeführt wird. International Masters Calendar 2000
Forbes Carlile am Herzen operiert: Die ersten Stunden nach der 8-stündigen Bypass-Operation sind gut verlaufen, die Genesungschancen seien intakt (s. Meldung vom 2.2.). Der Weltcup bleibt auch nach der letzten Reform des Weltverbandes Fina ohne jeden Stellenwert im Schwimmsport. Den Erfolg prominenter Vorbilder wie den Wettkampfserien der Skifahrer oder Tenniscracks konnten die Schwimmer nicht einmal annähernd erreichen. Hauptgrund für das Desinteresse der Stars an den 12 Weltcup-Stationen, ist zum einen der Terminstress der Olympia-Saison. Zum anderen werden die Spitzenschwimmer durch den unübersichtlichen Modus und die mageren Verdienstmöglichkeiten von nur 4 000 Dollar pro Disziplin-Gesamtsieg vergrault. Weltcup Sheffield: Thorpe stark überlegen.
Philip Whitten, Chefredaktor des US-Magazins Swimming World verteidigt Thorpe gegen deutsche Dopingvorwürfe: "Es gibt absolut keinen Grund für einen Dopingverdacht. Detaillierte Unterwasserstudien zeigen, dass Thorpe eine ausserordentlich gute Technik hat. Darüber hinaus zeigt er auch physisch absolut keine Anzeichen von Doping. Er hat eine ausserordentliche Physis, Naturtalent, exzellentes Coaching und überlegene Technik. Es ist eine Schande, dass überhaupt jemand den Schatten eines Verdachtes auf die Leistungen dieses jungen Mannes wirft." Deutsche Trainer äussern Dopingverdacht: Ian Thorpe im Kreuzfeuer! "Wir standen beim 200er auf der Tribüne und schüttelten nur die Köpfe als es WR gab" Don Talbot verteidigt Thorpe. Thorpe: "Ich weiss, dass ich nichts genommen habe und werde es auch nie tun. Ich verstehe die Leute nicht, die solche Mittel nehmen - es ist unentschuldbar." Aufgebot für den World-Cup in Paris Fehler im Programm der CH-Hallenmeisterschaft! Der bekannte australische Trainer und "Anti-Dopingpapst" Forbes Carlile liegt nach einem Herzinfarkt offenbar guten Mutes in einem Spital in Sydney. Er wird in den nächsten Tagen einer Bypass-Operation unterzogen. Die Erfolgsaussichten seien gut. Er wurde hospitaliisert für eine Gallenblasenoperation, als die Ärzte eine Herzanomalie vermuteten und mit einem Angiogramm den Verschluss entdeckten. Offenbar "machte" der unter Stress stehende Carlile wegen der bevorstehenden Gallenblasenoperation einen Infarkt, der glücklicherweise sofort erkannt wurde. Die Europäische Masters-Zehnbestenliste 1998 kann direkt bei der LEN bestellt werden. Vorher sind 20.-- Fr. auf das Konto der UBS, Aeschenvorstadt 1, 4002 Basel (Konto 233-10413.535.0) einzubezahlen. Die eigentliche Bestellung ist zusammen mit einer Kopie des Zahlungsbeleges per Fax an das LEN-Office in Rom zu richten (Fax-Nr. 0039-06-323'70'68). Die besten Ergebnisse des Jahres 1999 (25m und 50m) müssen bis spätestens 28. Februar 2000 durch den SSCHV an den Vorsitzenden des LEN Masters Committee (Frantisek Stochl) geschickt sein. Das Ressort Masters der Techn. Kommission Schwimmen kümmert sich darum. (LEN & Hans Ulrich Schweizer) Weltcup Sheffield: Zusammenfassung Resultate erster Tag. Männer. 400 m Crawl: 1. Thorpe (Au) 3:40,54. - 200 m Brust: 1. Parkin (SA) 2:09,75. - 100 m Rücken: 1. Krayzelburg (USA) 52,09. - 200 m Delfin: 1. Malchow (USA) 1:53,61. - 400 m Lagen: 1. Parkin 4:13,14. - Frauen. 200 m Crawl: 1. Moravcova (Slk) 1:55,61. - 100 m Brust: 1. Poewe (SA) 1:07,33. - 200 m Lagen: 1. Moravcova 2:11,65.
Antidoping-Agentur-Sitz umstritten. Frankreichs Ministerin für Jugend und Sport, Marie-George Buffet, erklärte, dass ihr Land die Kandidatur von Österreich als neuem Sitz der Welt-Antidoping-Agentur im Falle der Realisierung der politischen Veränderung nicht unterstützen werde. Wenn es sich bestätige, dass Repräsentanten einer ausländerfeindlichen Partei in der Regierung dieses Landes seien, sei es komplett ausgeschlossen, dass Frankreich die Kandidatur unterstütze, sagte die Ministerin. Auch in Australien wird gedopt und wie:376 Dopingfälle! Nach der Sperre des zu den olympischen Medaillenanwärtern gezählten Bahnradrennfahrers Tim Lyons gab Natalie Howson von der australischen Anti-Doping-Agentur bekannt, dass auf dem fünften Kontinent in zehn Jahren 376 Sportlerinnen und Sportler des Dopings überführt worden sind. "Wir dürfen nicht mehr mit den Fingern auf andere zeigen", sagte daraufhin Craig McLatchey, der Generalsekretär des Nationalen Olympischen Komitees. Lyons wurde wegen Anbolikamissbrauchs für zwei Jahre gesperrt. Zurück zur Homepage / an den Anfang
Januar 2000
Die A-Mannschaft des SV Limmat, im Moment in einer harten Aufbauphase steckend, schwamm neben den zwei Klubrekorden noch 16 neue Bestzeiten und qualifizierte sich dreimal für das A- Finale und zwölfmal für das B-Finale. Der neuseeländische Schwimmer Trent Bray (Auckland) wurde positiv auf Nandrolon getestet. Der 26-jährige Freistilwschwimmer Bray gewann1994 Silber an den Commonwealth Games und an der Kurzbahn-WM. Auch er behauptet, nie etwas Unerlaubtes genommen zu haben. Er riskiert eine 4-jährige Sperre.
Die Wasserspringerinnen Jacqueline Schneider und Catherine Maliev qualifizierten sich für den olympischen Synchronwettkampf. Die Bülacherin Jacqueline Schneider (27) qualifizierte sich am Samstag im Olympiabecken von Sydney zusammen mit ihrer Westschweizer Kollegin Catherine Maliev-Aviolat (29) für den Synchronwettkampf vom 3-m-Brett im September. Die Weltcupveranstaltung war vom internationalen Verband Fina zum Ausscheidungswettkampf ernannt worden. Michael Geissbühler, der Technische Direktor des Schweizer Verbandes, bezeichnete die Ausscheidung als Horrorwettkampf, weil sich auf Grund dieser einzigen Möglichkeit 18 Duos gemeldet hatten. "Wir erreichten in den letzten Jahren immer wieder dritte und vierte Ränge im Synchronspringen, mitgemacht haben bei diesen Springen aber immer höchstens acht oder neun Teams." Schneider und Maliev-Aviolat qualifizierten sich als 12. und letztes Team mit einem verpatzten Vorkampf doch noch für den Final, in dem sie Achte werden mussten für die Olympiaqualifikation (acht teilnahmeberechtigt). "Mit einer wahnsinnigen Leistungssteigerung haben sie dies geschafft", sagte ein überraschter Geissbühler. Als Achte liessen die Schweizerinnen die besser eingestuften Amerikanerinnen, die Weissrussinnen und die Französinnen hinter sich. Die Französinnen hatten an der EM Silber gewonnen, während Schneider/Maliev sich als Sechste platzierten.
Neue Schweizerrekorde am IMU: 200 Brust, Agatha Czaplicki 2:29.60 (vorher Agata Czaplicki 2:30.00)
Brisbane Mini Championships 28.-30.1.00: Resultate Zum 30. Geburtstag ein Sieg: Schwimm-Weltmeister Jörg Hoffmann feierte seinen 30. Geburtstag am Samstag standesgemäss: Der Langstrecken-Experte aus Potsdam, viermal Europameister überber 1500 m Freistil, gewann beim IMU die 200 m Freistil in guten 1:48.08.
NEUE LINKS Wasserspringen: Catherine Maliev und Jacqueline Schneider qualifizieren sich für Sydney. Resultate Weltcup Sydney Sandra Völker: Im fremden Element zuhause Sandra Völker und Mark Foster in Magglingen: In der Eidgenössischen Sportschule Magglingen wurde in den letzten 3 Tagen ein Lehrfilm über das Training des Sprinters im Schwimmen hergestellt. Der Film entsteht in Zusammenarbeit zwischen dem Schweizer Bundesamt für Sport, dessen Sportlehrfilme mehrfach preisgekrönt sind, und dem vom Deutschen Dirk Lange trainierten Sprint-Weltklasseduo Sandra Völker (De) und Mark Foster (Gb), das zusammen 39 Einzelmedaillen an Europa- und Weltmeisterschaften sowie Olympischen Sommerspielen gewonnen hat. Wasserspringen: Sydney (Au). Weltcup. Männer. 10-m-Brett, Synchron: 1. Tian Lian/Huang Olang (China) 353,34. 2. Helm/Newbery (Au) 337,20. 3. Waterfield/Taylor (Gb) 328,29. - Frauen. 3-m-Brett: 1. Guo Jingjing (China) 571,68. 2. Fu Mingxia (China) 566,25. 3. Bulmer (Ka) 520,47.
Amy Van Dyken will in Sydney, entegen früherer Berichte, nicht nur über 50 m sondern auch über 100 m Frei starten. Sie lasse bloss die 100 Delfin fallen.
Resultate B-Wettkampf in Bülach China wehrt sich gegen Anschuldigungen. Die chinesischen Schwimmer haben sich vehement gegen die nach den jüngsten Erfolgen erhobenen Doping-Verdächtigungen zur Wehr gesetzt. Diese Anschuldigungen seien absurd, sagte Zhang Qiuping, Vizepräsident des chinesischen Verbandes, der Zeitung "China Daily". Der australische Cheftrainer Graeme McDonald hatte die Schwimmer aus dem Reich der Mitte der illegalen Leistungssteigerung verdächtigt. Die Chinesen seien immer stärker geworden, je länger die Rennen gedauert hätten. Sie seien überhaupt nicht müde geworden, sagte McDonald, nachdem die Gastgeber am Weltcup in Shanghai 28 von 34 Konkurrenzen zu ihren Gunsten entschieden hatten. Auch US-Coach John Leonard hatte sich überrascht über diese Erfolge geäussert. Dagegen sagte Zhang, die FINA sei am Weltcup für die Dopingtests zuständig gewesen, daher sollten Anschuldigungen an deren Adresse gerichtet werden.
Thorpe mit Flossen. Der australische Biomechaniker Robert Neal (University of Queensland) stellte fest, dass Thorpe von Natur aus etwa 2-mal so grosse Fussflächen aufweist wie der Durchschnittsmensch. Dies könne auf die Effizienz des Beinschlags signifikante Auswirkungen haben. Thorpes Manager Dave Flaskas meinte, man dürfe die grossen Füssen nicht zu sehr betonen. Thorpe habe "auch den Oberkörper viel trainiert".
Wasserspringen: Erste Resultate Weltcup Sydney
Neues vom Verband: Trainerkurse, Programme CH-Meisterschaften, Reglementsbeschlüsse, Protokoll Zentralvorstand Diplomatenpässe fürs IOC: Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Juan Antonio Samaranch, will den Mitarbeitern der insgesamt 22 in der Schweiz ansässigen internationalen Sportverbände durch die Ausstattung mit einem Diplomatenpass zur Immunität verhelfen. Am Mittwoch erklärte der selbst mit einem entsprechenden Papier ausgestattete Samaranch, dass ein entsprechendes Entgegenkommen unabdingbar sei, wenn die Schweiz die Organisationen auf längere Sicht im eigenen Land behalten wollen. Auch Angestellte der noch in Lausanne beheimateten Welt-Antidoping-Agentur sollen den entsprechenden Status erhalten.
Ian Thorpe ist der australische Schwimer des Jahres 1999
Resultate World-Cup Sydney 17./18.1.:
Zwei Weltrekorde. Am zweiten Tag des Weltcups in Sydney haben der Australier Ian Thorpe (17) und dessen Landsfrau Susie O'Neill (26) ihre eigenen Weltrekorde verbessert. Thorpe, der 1999 vier Weltbestzeiten geschwommen war, schlug über 200 m Freistil nach 1:42,54 Minuten an. Er war damit 74 Hundertstel schneller als am 1. April an der Kurzbahn-WM in Hongkong. O'Neill gewann über 200 m Delfin in 2:04,16 und unterbot damit die eigene Bestleistung um 27 Hundertstel. Drei Schweizerinnen in einer Sekunde. Flavia Rigamonti, Chantal Strasser und Nicole Zahnd blieben im Sydney Aquatic Center über 400 m Freistil praktisch gleich schnell. Die zwölftplatzierte Zahnd (4:12,95 Minuten) trennte nur 84 Hundertstel von der achten Rigamonti. Die Tessinerin verpasste damit ihre persönliche Bestzeit von 4:11,36, die sie am Vortag im 800-m-Rennen geschwommen war, nur um 75 Hundertstel.
Überblick Resultate 2. Tag. Männer. Crawl. 50 m: 1. Kizierowski (Pol) 22,16. - Ferner: 19. Bühler 22,91. 26. Novy 23,15. - 200 m: 1. Thorpe (Au) 1:42,54 (WR, zuvor Thorpe 1:43,28). - Ferner: 23. Novy 1:51,12. - 1500 m: 1. Hackett (Au) 14:29,52. - Brust. 100 m: 1. Zhu Yi (China) 59,75. - Rücken. 50 m: 1. Welsh (Au) 24,29. - 200 m: 1. Krayzelburg 1:52,56. - Delfin. 100 m: 1. Klim (Au) 51,18. - Lagen. 200 m: 1. Dunn (Au) 1:57,89. 2. Sievinen (Fi) 1:58,13. - Ferner: 24. Platel 2:06,28. - Frauen. Crawl. 100 m: 1. Thompson (USA) 53,05. - Ferner: 32. Baumgartner 58,02. 33. Zahnd 58,13. - 400 m: 1. D'Arcy (Au) 4:03,50. - Ferner: 8. Rigamonti 4:12,11. 9. Strasser 4:12,17. 12. Zahnd 4:12,95. - Brust. 200 m: 1. Riley (Au) 2:24,78. - Rücken. 100 m: 1. Calub (Au) 59,68. - Delfin. 50 m: 1. Thompson 26,08. - Ferner: 20. Baumgartner 29,32. - 200 m: 1. O'Neill (Au) 2:04,16 (WR, bisher O'Neill 2:04,43). - Lagen. 100 m: 1. Thompson 1:00,78. - Ferner: 27. Czaplicki 1:09,55. - 400 m: 1. Kristine Quance (USA) 4:36,47. [TA 19.1.] Überblick Resultate 1. Tag. Männer. Crawl. 100 m: 1. Klim (Au) 47,59. 12. Novy (Sz) 49,81, 42. Bühler (Sz) 51,56. - 400 m: 1. Thorpe (Au) 3:35,75. 22. Jahnson (Sz) 4:04,10. - Brust. 50 m: 1. Yi (China) 27,50. - 200 m: 1. Mitchell (Au) 2:07,95. 15. Platel (Sz) 2:19,42 (PB). - Rücken. 100 m: 1. Krayzelburg (USA) 51,73. - Delfin. 50 m: 1. Klim 23,27. 32. Bühler 26,26. 200 m: 1. Miller (Au) 1:54,48. - Lagen. 100 m: 1. Sievinen (Fi) 54,87. 17. Novy 58,06 (PB). 400 m: 1. McGregor (Au) 4:10,60. 9. Platel 4:18,73. - Frauen. Crawl. 50 m: 1. Thompson (USA) 24,78. 26. Baumgartner (Sz) 27,02 (PB). 200 m: 1. O'Neill (Au) 1:55,66. 13. Zahnd (Sz) 2:01,72. 29. Baumgartner 2:04,07 (PB). 800 m: 1. Yamada (Jap) 8:17,76. 3. Rigamonti (Sz) 8:25,57. (400 m in 4:11,36 = PB). 4. Strasser (Sz) 8:27,79 (PB). - Brust. 100 m: 1. Heyns (SA) 1:06,61. 17. Czaplicki (Sz) 1:11,66. - Rücken. 50 m: 1. Calub (Au) 28,17. 200 m: 1. Benko (USA) 2:08,89. - Delfin. 100 m: 1. Thompson 57,29. - Lagen. 200 m: 1. Su (China) 2:10,26. 14. Zahnd 2:19,34. Jenny Thompson in Uster. Die fünffache Olympiasiegerin Jenny Thompson (26) wird am internationalen Meeting in Uster (29./30. Januar) starten. Die Amerikanerin ist Weltrekordhalterin über 100 Meter Delfin und Lagen (Kurzbahn).
Wasserball. Hans Frey neuer Administrator und technischer Koordinator des Nationalteams. Er soll die Vorbereitung auf die EM-Qualifikation vom Mai 2000 koordinieren. Hans Frey war Trainer des Frosch Aegeri-Teams, das als Aufsteiger überraschend in die Play-offs erreichte.
Resultate Hi-Point Meeting, Zürich 15.1.00
Resultate Jugendmeeting, Zürich 16.1.00
Doping-Handel blüht in Deutschland. Der illegale Handel mit Dopingmitteln übers Internet blüht in Deutschland. Die "Eßlinger Zeitung" bestellte über eine deutsche Homepage 100 Tabletten des anabolen Steroids Dianabol. "Die Bestellung war ein Kinderspiel, das Anabolikum wurde nach sieben Tagen aus Berlin geliefert", schreibt das Blatt in seiner Samstagausgabe.
Die Weltdopingagentur WADA nahm heute Donnerstag in Lausanne ihre Arbeit auf. Der kanadische Sportminister Dennis Coderre hat der Anti-Doping-Weltagentur (WADA) des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) am Donnerstag existenzielle Bedeutung zugewiesen: "Wenn die Agentur scheitert, bedeutet dies das Ende der Olympischen Bewegung." Auch Ex-General Barry McCaffrey, Leiter der Drogenbehörde des Weissen Hauses in Washington, blieb bei der ersten WADA-Arbeitssitzung in Lausanne unter Leitung von IOC-Vizepräsident Richard "Dick" Pound zurückhaltend: "Die USA unterstützen grundsätzlich die Agentur, aber nur dann, wenn ihre Unabhängigkeit gesichert ist." McCaffrey, Coderre und die australische Justizministerin Amanda Vanstone weilten als Beobachter am Genfer See, um gegenüber dem IOC die Interessen von 26 Regierungen zu vertreten, die sich Mitte November in Sydney zu einem Anti-Doping-Gipfel getroffen, ein gemeinsames Kommunique erstellt und Australier sowie Kanadier zu ihren Vertretern ernannt hatten. Erst Mitte Februar wird die Politik in Montreal über die Besetzung der ihr zustehenden 16 Aufsichtsratssitze in der Agentur befinden. In Lausanne erhielten Coderre und Vanstone Rückendeckung von McCaffrey. Der australische Trainer Grame McDonald, der als Coach am World-Cup in Schanghai dabei war, hat den starken Verdacht, dass die Chinesen wieder gedopt seien. Mehr als 80% der chinesischen MedaillengewinnerInnen seien gemäss einer US-Analyse noch nie auf einer Weltbestenliste aufgetaucht. Die Chinesen seien immer stärker und ermüdungsresistent im Lauf des Meetings gewesen. Er habe nicht gesehen, dass man diese Leute getestet habe. Auf seine Frage, warum sie nicht getestet worden seien, hätten die Chinesen nicht geantwortet. HGH- und EPO-Doping kann man sowieso nur mit Blutproben feststellen.
Neues vom Zentralverband WADA: Einen Tag vor der ersten Sitzung des Stiftungsrates der Welt-Antidoping-Agentur (WADA) haben Spitzenvertreter des Sports und nationaler Regierungen ihren Willen bekundet, im Kampf gegen die unerlaubte Manipulation der Leistung eng zusammenzuarbeiten. "Dieses Ziel vereint uns bei unserer Arbeit, die Integrität des Sports zu bewahren und die Gesundheit der Athleten in aller Welt zu schützen", heisst es in einer vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) verbreiteten gemeinsamen Pressemitteilung in Lausanne. An dem Treffen nahmen von IOC-Seite Präsident Juan Antonio Samaranch, Vizepräsident Richard Pound und Generaldirektor Francois Carrard teil. Pound ist der erste Chef von WADA, die mit 25 Millionen Mark zunächst nur vom IOC finanziert wird. Die Regierungen waren vertreten durch den Drogenbeauftragten von US-Präsident Bill Clinton, Berry McCaffrey, der australischen Justizministerin Amanda Vanstone und der kanadischen Staatssekretärin Denis Coderre. Sie gehören einer Kommission an, die die kürzlich in Sydney tagende internationale Doping-Konferenz von Regierungsvertretern nominiert hatte. Die Kooperation zwischen dem olympischen Sport und den Regierungsvertretern soll über die Antidoping-Agentur erfolgen. McCaffrey gehörte noch bis vor wenigen Wochen zum einem Kritiker von WADA. Er zog die Absicht des IOC in Zweifel, die Agentur als ein unabhängiges Organ einzurichten. Offen ist, ob sich die US-Regierung mit einem Sitz in der WADA-Führung beteiligen wird. Kieren Perkins und Daniel Kowalski möchten nach Abschluss ihrer Karriere (Sydney) Mitlied der 115-köpfigen IOC-Mitglied werden. Gemäss des IOC-Reformvoschlags vom Dezember müssen 15 der 115 IOC-Delegierten Athleten sein. BIsher hatten die Athleten im IOC kein Stimmrecht. Tod eines Schwimmers. Juristische Auseinandersetzung um das Buch «Anklage: Kinderdoping». Der Widerstand gegen das Enthüllungsbuch über DDR-Doping, «Anklage: Kinderdoping» der Herausgeber Holger Schück und Hans-Joachim Seppelt, war in diesen Spalten angekündigt worden (NZZ 8. 1. 00). Und schon jetzt ist es soweit: Der Sportarzt Eberhard Köhler beantragte eine einstweilige Verfügung, an deren Ende möglicherweise ein Vertriebsstopp des Buches stehen könnte. Köhlers Person wird im Buch im Kapitel über den Tod des damals 17jährigen Schwimmers Jörg Sievers genannt, der an den Folgen einer Herzmuskelentzündung verstarb. Seppelt hatte den Fall Sievers schon vor zwei Jahren thematisiert: In einer Dokumentation der «ARD» suchte er Köhler in dessen Praxis auf. Der Mediziner mochte sich an den Namen des Schwimmers nicht erinnern. Später konnte Köhler gegenüber der «Leipziger Volkszeitung» mit dem Namen etwas anfangen, sagte jedoch, von einer Dopingvergabe nichts gewusst zu haben. Sievers starb am 17. Januar 1973. Wenngleich die Herausgeber Köhler nicht direkt bezichtigen, hinterfragen sie die Position des Sportarztes. Eine Verbindung zum Tode von Sievers hat Köhler nicht zuletzt seiner widersprüchlichen Aussagen wegen auch selbst hergestellt. Insofern kommt die Beantragung einer einstweiligen Verfügung überraschend. Denn Köhler hatte nach der «ARD»-Dokumentation stillgehalten. Ebenso betroffen von einer einstweiligen Verfügung ist der Sporthistoriker Giselher Spitzer, der sich in verschiedenen Beiträgen mit Köhlers Person beschäftigt hatte. In einem Schreiben an Spitzer weist Köhlers Anwältin darauf hin, dass der Tod des Schwimmers die Folge einer «Herzmuskelentzündung» gewesen sei. Ein eher unfreiwillig komischer Hinweis, denn Dopingmittel können diverse Krankheitsbilder beschleunigen. Die Herausgeber erwägen nun eine Feststellungsklage, die es ihnen weiterhin erlaube, sich mit Köhlers Rolle im DDR-System zu befassen. [NZZ vom 12.1.00]
Johannes Weberling, der Anwalt der Herausgeber, ist sicher, dass es Köhler um blosse Ablenkung von anderen Tätigkeiten gehe. Aus Ermittlungskreisen soll bekanntgeworden sein, dass manche Indizien für Köhlers Verwicklungen ins Dopingsystem schon zu Magdeburger Zeiten sprechen. Und tatsächlich ist gegen Köhler ein Verfahren hängig. Am Dienstag bestätigte die Staatsanwaltschaft Leipzig auf Anfrage, dass gegen Köhler ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung laufe. NZZ 11.1.: Die Schweizer Schwimmer bereiten sich auf Sydney 2000 vor Neue Rekorddurchquerung der Magellanstrasse: Der Mastersschwimmer und Triathlet Pedro Ordenes durchschwamm die Magellanstrasse am 30.12. in 1:58 im 4.5 grädigen, welligen Wasser. Er wurde von der chilensischen Navy und Delfinen eskortiert.
Neues vom Zentralverband Der schwedische Schwimmer Jens Johansson leidet an einer Virusinfektion des Hirns, die seinen ganzen Körper gelähmt hat. Johansson war in Lissabon im 100 Brustfinal. Die Ärzte hoffen, dass sich die Lähmung wieder zurückbildet.
US-Olympiastar Amy van Dyken zum zweitenmal an der Schulter operiert. Mit dieser Operation wurde narbiges Gewebe in der rechten Rotatorenmanschette entfernt. Van Dyken wurde vor mehr als einem Monat zum erstenmal operiert, um eine Verletzung beim Gewichtstraining zu kurieren. Im vergangenen November verletzte sie sich am Weltcup erneut an der rechten Schulter. Manche Stimmen sagten, sie hätte nach der ersten Operation zu früh und falsch wieder mit Leistungstraining begonnen. Jetzt hofft sie bereits in 8 bis 12 Wochen das Training erneut zu beginnen. van Almsick schließt Doping in der Nationalmannschaft nicht aus. Van Almsick meinte dazu: "Ich sage das klipp und klar: Ich bin absolut gegen Doping und habe es noch nie probiert, war trotzdem erfolgreich. Also weiß ich, wovon ich rede." Der Schwimm-Star schließt allerdings nicht aus, dass auch in der deutschen Schwimm-Nationalmannschaft gedopt wird. "Mit Vorverurteilungen halte ich mich zurück. Ich würde aber meine Hand nicht ins Feuer legen, weil die Nationalmannschaft einfach zu groß ist", erklärte die Berliner Ex-Weltmeisterin. "Ich bin sicher, dass in unserem Sport gedopt wird. Warum sollten alle Länder dopen, nur die Deutschen nicht?", fügte sie hinzu. Zum aktuellen Fall Dieter Baumann sagte die 21 Jahre alte Berlinerin: "Das ist irgendwie so mystisch. Man hat das Gefühl, es kann jeden treffen. Als ich jetzt zwei Wochen krank war, hätte ich so gern Wick Medinait genommen. Aber das steht ja auf der Liste." Franzi dachte vor dem Spiegel schon ans Aufhören. Von der Boulevardpresse fühlte sich "Franzi" nach ihrem schwachen zehnten Platz bei der Kurzbahn-EM unfair behandelt: "Wenn ich jetzt tausendmal lese, ich sei zu fett, berührt mich das. Ich habe mich schon ein paar Mal vor dem Spiegel selbst gefragt: Bist du jetzt 'ne fette Sau, die aufhören sollte? Als Schwimmerin habe ich sicherlich ein bis zwei Kilo zu viel - dagegen ist überhaupt nichts zu sagen." In ihr Privatleben will sich der deutsche Schwimm-Star auch weiterhin nicht hineinreden lassen: "Der Punkt ist, dass ich keine kesse Göre mehr bin, sondern eine junge Frau. Ich lebe nun mal nicht wie eine Nonne. Und wenn ich Bock habe, dann zünde ich mir eben eine Zigarette an oder trinke mal über den Durst. Das ist mein Leben, das hat mit dem Sport nichts zu tun."
Kritik von Sandra Völkers Trainer Lange lässt van Almsick kalt. Die Kritik von Sandra Völkers Trainer Dirk Lange, "es mal mit richtigen Training zu versuchen", will die Hauptstädterin so nicht stehen lassen. "Das hat er schon immer gemacht. Früher gab es auch schon Spitzen von anderen, angesichts der Erfolge konnte damals niemand was sagen. Wenn der Erfolg nicht mehr da ist, kann man leicht den Mund aufmachen. So einen Satz hätte Lange vor fünf Jahren nicht ausgesprochen, da hätte ihm jeder einen Vogel gezeigt", so van Almsick. Vor diesem Hintergrund hatten sich die Leistungsträger von Wuppertal/Uerdingen freiwillig Bluttests unterzogen, um eine Studie zur Verbesserung von Doping-Nachweisverfahren zu unterstützen. "Mich hat erstaunt, welche Schwierigkeiten wir hatten, um überhaupt so einen Bluttest zu machen", bemängelt die diplomierte Sportlehrerin und Initiatorin Osygus. "Ich hatte gedacht, der Deutsche Schwimmverband begrüßt das, aber dem war nicht so. Mittlerweile wird das mehr oder weniger tot geschwiegen".
Untersuchungs-Ergebnisse nicht den Athleten mitgeteilt. Auf die zwischen 1992 und 1996 vorgenommenen Steroid-Profile und deren Entschlüsselung warte sie noch heute: "Wenn die erstellt worden sind, denke ich, habe ich auch Anspruch darauf, meines zu bekommen." Daher sei das Interesse der Athleten bei neuerlichen Aufrufen zur Teilnahme an Steroid-Langzeituntersuchungen als Maßnahme zur Doping-Bekämpfung verständlicherweise gesunken: "Ich denke nicht, dass der Verband daran interessiert ist, das wirklich aufzuklären", so Simone Osygus im "Deutschlandfunk" Synchronschwimmen: Die Russin Anna Kozlowa, 1993 mit Olga Sedakova aus Russland ausgewandert, wird das US-Synchroteam in Sydney anführen. Sie ist heute eindeutig die stärkste Schwimmerin im im US-Synchronschwimmen.
Marathon-Schwimmer Renford (72) hat seinen Herzanfall vom 30.12. (s. Meldung vom 31.12.) leider nicht überlebt. Schweden will Sitz der WADA. Die schwedische Sportministerin Ulrica Messing sagte, dass Stockholm der bessere Standort für die World Anti-Doping Agency sei als Lausanne. Schweden habe die nötige Kompetenz und das Fachwissen. Ausserdem zeige Schweden den nötigen Willen und Einsatz bei der Doping-Bekämpfung. Die WADA wurde letzten Monat in am Sitz des IOC in Lausanne gegründet. Viele europäische Nationen haben das Interesse für den Sitz der WADA angemeldet. |
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