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Swim News Januar bis April 2008 |
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[Januar 2008]
[Februar 2008] [März 2008] [April 2008] April 200830.4. Kurzbahn-WM war sauber. Alle bei den Kurzbahn-Weltmeisterschaften vor drei Wochen in Manchester durchgeführten Doping-Kontrollen waren negativ. Dies gab heute die FINA in Lausanne bekannt. Demnach wurden bei den Titelkämpfen, bei denen unter anderem auch 18 Welt- und 22 Europarekorde aufgestellt wurden, bei 116 Teilnehmern zusammen 175 Kontrollen vorgenommen. Bei 60 davon wurde auch auf das Blutdopingmittel EPO getestet. 29.4. DSV droht Rechtsstreit um Olympia-Trainer. Der deutsche Trainer Manfred Thiesmann will sich juristisch gegen eine Nichtnominierung für die Olympischen Spiele in Peking wehren. «Ich habe rechtsanwaltlichen Beistand genommen, nachdem mir Sportdirektor Örjan Madsen deutlich mitgeteilt hat, dass ich nicht dabei sein werde», sagte Thiesmann gegenüber der Presse . Der 62 Jahre alte Thiesmann, der nach 28 Jahren als Bundestrainer im September in den Ruhestand tritt, machte deutlich: «Ich werde das nicht akzeptieren.» Die offizielle Nominierung nimmt der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) auf Vorschlag des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) vor. 29.4. Wer schwimmt in Beijing 10 km? Zum ersten Mal wird an olympischen Spielen über 10 km im offenen Gewässer um Medaillen gekämpft. Die ersten 16 der 2008 Weltmeisterschaften werden automatisch für die 10 km in Beijing qualifiziert werden (Sevilla, 3.-8.5.2008 [Website]). Zusätzliche Plätze werden den ersten 10 Schwimmern am Qualifikationswettkampf vom Juni in Beijing zugeteilt. Zu den Favoriten für die Teilnahme in Beijing zählen die folgenden Schwimmer: Grant Hackett, Australien: Doppel-Olympiasieger über 1500 m, zurzeit in guter physischer Verfassung Vladimir Dyatchin, Russland: Weltmeister 2007 über 10 km Thomas Lurz, Deutschland: Weltmeister 2007 über 10 km, sehr guter Navigator Chip Peterson, USA: Weltmeister 2005 über 10 km Mark Warkentin, USA: Starker Schwimmer, wird immer besser Mohamed El-Zanaty, Ägypten: Physisch stark, starke Motivation als Schwimmer aus dem arabischen Raum Spyridon Gianniotis, Griechenland: 15:03 über 1500 m, stark im Abschluss David Davies, Grossbritannien: 14:45 über 1500 m, 2004 Bronze in Athen Valerio Cleri, Italien: Mehrfacher FINA-Worldcup-Sieger Petar Stoychev, Bulgarien: Meisterfahrener Open-Water-Schwimmer und -Gewinner im Feld, wettkampfgierig 28.4. Olympialimite für Rast - SR für Stampfli. (si) Mit Daniel Rast ist überraschend ein siebenter Schweizer Schwimmer auf den Olympia-"Zug" aufgesprungen. Der 22-jährige Baselbieter unterbot am internationalen Meeting in Wien über 100 m Crawl in 50,88 die B-Limite der FINA. Daniel Rast blieb um sieben Hundertstel unter der geforderten Norm. Der Zierpflanzengärtner, der eine Zweitausbildung zum Büroassistenten absolviert, kann damit von Swiss Swimming als Ersatzschwimmer für die 4x100-m-Crawlstaffel (mit den gesetzten Dominik Meichtry, Karel Novy, Flori Lang und Adrien Perez) zur Selektion vorgeschlagen werden. An den Landesmeisterschaften in Genf vor drei Wochen war Rast noch um drei Hundertstel über der Limite geblieben. Ausser Rast setzten sich in Wien zwei weitere Schweizer positiv in Szene. Carla Stampfli senkte über 100 m Rücken den über 16-jährigen Schweizer Rekord von Eva Gysling um sechs Hundertstel auf 1:03,42. Die in Mailand trainierende Solothurnerin verpasste die Olympialimite allerdings um mehr als eine Sekunde. Flori Lang siegte im Wiener Stadthallenbad über 50 m Crawl in persönlicher Bestzeit von 22,80. 27.4. Leveaux schwimmt ER. Über 50m Freistil hat Amaury Leveaux bei der französischen Meisterschaften in Dünkirchen einen neuen Europarekord aufgestellt (in einem TYR Anzug). Der neue Rekord steht nun bei 21,38, 12/100 schneller als der alte ER von Alain Bernard. Der vorherige Titelträger wurde hinter Leveaux Zweiter. In der ewigen Zehnbestenliste belegt Leveaux nun hinter Sullivan den zweiten Platz (s. unten). Ihren dritten Olympia-Startplatz sicherte sich unterdessen Laure Manaudou. In 2:06,64 Minuten gewann sie über 200m Rücken und löste damit ebenso wie über 400m Freistil und 100m Rücken das Peking-Ticket. Über ihre Weltrekordstrecke 200m Freistil verzichtet Manaudou auf einen Start in China. 27.4. D'Arcy: AOC hat zwei Massstäbe. Nick d'Arcys Familie wirft dem Australian Olympic Committee vor, mit verschiedenen Massstäben zu messen. In Athen habe der gegen Kaution freigelassene Boxer Peter Wakefield teilnehmen dürfen. Wakefield stand unter Anklage, seine Schwester und ihren Freund angegriffen zu haben. Er wurde nach Athen zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Der Radfahrer Chris Jongewaard hat eine Schlägerei in angetrunkenem Zustand vor Gericht zu verantworten, wird aber fast mit Sicherheit in Beijing starten. Nicks Mutter Sue sagte den Medien, das AOC messe eindeutig mit verschiedenen Massstäben. Die Einzelheiten dieser beiden Fälle seien Nicks Anwalt übergeben worden. Ihnen sei gesagt worden, man gehe mit Nick so streng um, weil der Schwimmsport sauber gehalten werden müsse - sie freue sich nun darauf, dass sich die Gerichte die Sache genauer anschauen. 26.4. Trickett und Jones schwimmen WR. Die Australierinnen Leisel Jones (22) und Libby Trickett (23) haben am Grand-Prix-Meeting in ihrer Hauptstadt Canberra Kurzbahn-Weltrekorde aufgestellt. Jones unterbot über 100 m Brust (1:03,72) ihre eigene Bestmarke aus dem Jahr 2006 um 0,14 Sekunden. Trickett schwamm über 100 m Delfin (55,74) 15 Hundertstelsekunden schneller als ihre Landsfrau Felicity Galvez kürzlich an den Weltmeisterschaften in Manchester [Resultate]. 26.4. Alles nur eine Frage des Anzuges? Die All-Time Top-Ten-Liste über 50 m Freistil und die Entwicklung des Weltrekordes über 100 m Freistil über die letzten 50 Jahre gibt keine klaren Hinweise, dass die Anzüge Wesentliches beitragen, worüber wir nächsten Monat berichten werden (Thema des Monats). All-Time Top-Ten: 21.28 Sullivan AUS 2008 LZR 21.38 Amaury Leveaux FRA TYR 21.50 Bernard FRA 2008 LZR 21.53 Leveaux FRA 2008 TYR 21.60 Bousquet FRA 2008 LZR 21.64 Popov RUS 2000 21.69 Schoeman RSA 2005 21.76 Hall Jr USA 2000 21.80 WildmanTobriner USA 2007 21.80 Ervin USA 2000 21.81 Jager USA 1990 Weltrekord-Entwicklung bis 2000: 2000 00:21.64 POPOV A. (RUS) 1990 00:21.81 JAGER T. (USA) 1990 00:21.98 JAGER T. (USA) 1990 00:22.12 JAGER T. (USA) 1988 00:22.14 BIONDI M. (USA) 1988 00:22.18 WILLIAMS P. (SAF) 1988 00:22.23 JAGER T. (USA) 1987 00:22.32 JAGER T. (USA) Zusammengefasst wurde der Weltrekord über 50 m Freistil in zwanzig Jahren um eine Sekunde verbessert, d.h. durchschnittlich 5/100 pro Jahr. Nach 2000 kam es zu einem Unterbruch in der Entwicklung – jetzt sieht es so aus, als wäre der Anzug das ausschlaggebende Element. 25.4. Tracer besser als Racer? Der amerikanische Sportartikelhersteller TYR hat im Rahmen der französischen Meisterschaften den neuen Schwimmanzug Tracer der Öffentlichkeit vorgestellt. Als erster Anzug besteht er aus dem Kunststoff Polyurethan [Bild]. Die FINA bewilligte den Anzug am 12. April. TYR war die erste Firma, die den von Schwimmern verursachten Widerstand in die Komponenten Frontalwiderstand, Wellenwiderstand und Wirbelwiderstand zerlegte und erkannte, dass mit einem besseren Anzug der Wirbelwiderstand (auch Oberflächenwiderstand) verringert werden könnte. Beim Tracer sei es gemäss TYR gelungen, den Wirbelwiderstand weiter zu reduzieren und zwar deutlich mehr als dies mit dem Speedo Racer möglich sei. Der Trick liege darin, die Muskelkonturen besser nachzuformen, dadurch würde die Körperform noch stromlinienförmiger. Währenddem mit dem Speedo Racer theoretisch bloss 2% schneller geschwommen werden könne, würden beim Tracer 4% Verbesserungspotenzial drin liegen. Nach unseren Berechnungen müsste man demzufolge mit dem Racer den 100-m-Weltrekord um fast eine Sekunde und mit dem Tracer um fast zwei Sekunden verbessern können... 24.4. 25 Schwimmer für Peking vorgeschlagen. (dpa) Der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) hat 25 Schwimmer (15 Frauen/10 Männer) für die Olympischen Spiele in Peking vorschlagen. Das gab DSV-Sportdirektor und Cheftrainer Örjan Madsen einen Tag nach den Qualifikationswettbewerben von Berlin bekannt. Die endgültige Entscheidung fällt der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB). In dem Deutsch-Syrer Rafed El-Masri (Berlin) und Johannes Neumann (Riesa) stehen noch zwei weitere Athleten in Wartestellung. Im Falle El-Masris ist die Startberechtigung für den DSV noch endgültig zu klären, Neumanns Olympia-Teilnahme hängt von der Qualifikation der 4x100 m Lagenstaffel ab. Angeführt wird das Team von der Berliner Gold-Hoffnung Britta Steffen. Von Sonntag bis Dienstag treffen sich die Kandidaten mit ihren Trainern und Betreuern zu einer dreitägigen ersten Team- Bildungsmaßnahme in Potsdam. Das Seminar steht unter dem Motto «Nihao Beijing - Guten Tag Peking». Der DSV-Vorschlag zur Olympia-Nominierung: Frauen (15): Antje Buschschulte (SC Magdeburg), Petra Dallmann (SV Nikar Heidelberg), Jaana Ehmcke (Potsdamer SV), Meike Freitag (SG Frankfurt), Daniela Götz (SSG 81 Erlangen), Nicole Hetzer (SV Wacker Burghausen), Annika Lurz (SV Würzburg 05), Sarah Poewe (SG Bayer Wuppertal/Uerdingen/Dormagen), Anne Poleska (SG Krefeld), Daniela Samulski (SG Bayer Wuppertal/Uerdingen/ Dormagen), Katharina Schiller (VfV Hildesheim), Sonja Schöber (SG Dortmund), Britta Steffen (SG Neukölln Berlin), Lisa Vitting (SG Mülheim/Ruhr), Christin Zenner (VfV Hildesheim) Männer (10): Paul Biedermann (SV Halle/Saale), Lars Conrad (Wfr. 98 Hannover), Markus Deibler (TG Biberach), Steffen Deibler (TG Biberach), Stefan Herbst (SSV Leutzsch), Christian Kubusch (SC Magdeburg), Helge Meeuw (SG Frankfurt), Thomas Rupprath (SC Empor Rostock 2000), Jens Schreiber (Wfr. 98 Hannover), Benjamin Starke (SG Neukölln) 24.4. Schweizer Rekord durch Seraina Prünte. (si) Seraina Prünte hat an den deutschen Meisterschaften in Berlin ihren letzten Dezember in Eindhoven aufgestellten Schweizer Rekord über 100 m Crawl um 0,32 Sekunden auf 56,06 gesenkt. Die angestrebte Olympialimite allerdings verpasste die 20-jährige Schweizerin, die für den Schwimmverein Nikar Heidelberg startet, um neun Hundertstel. Auch über 50 m Crawl gelang Prünte in 26,23 zwar eine persönliche Bestzeit, womit sie aber deutlich über dem Landesrekord sowie der Olympianorm blieb. 24.4. Steffen schwimmt erneut deutschen Rekord. (dpa) - Britta Steffen aus Berlin hat zum Abschluss der 120. deutschen Schwimm-Meisterschaften in ihrer Wahlheimat über 50 Meter Freistil in 24,19 Sekunden einen nationalen Rekord erzielt, zum Europarekord der Niederländerin Marleen Veldhuis fehlte Steffen lediglich eine Zehntelsekunde. Damit qualifizierte sich die 24-Jährige nach den 100 Metern auch im Freistil-Sprint für die Olympischen Spiele. Britta Steffens bisherige Bestmarke hatte erst seit dem 5. April mit 24,53 Sekunden Bestand und war ebenfalls in Berlin erzielt worden. Als Zweite verpasste Dorothea Brandt (Berlin) in 25,24 die Olympia- Richtzeit von 25,10 knapp. Zuvor war Titelverteidigerin Jaana Ehmcke aus Potsdam erneut deutsche Schwimm-Meisterin über 800 Meter Freistil geworden. Sie schlug nach 8:26,70 Minuten an und löste damit das Olympia-Ticket. Die Richtzeit für eine Olympia-Teilnahme liegt bei 8:31,53 [Website]. 23.4. Steffen schwimmt ER. (sid) Drei Wochen nach ihrer Entthronung als Weltrekordhalterin über ihre Paradestrecke hat Britta Steffen ein Ausrufezeichen gesetzt. Bei den nationalen Meisterschaften triumphierte die Berlinerin in ihrer Heimatstadt über 100m Freistil und stellte dabei einen neuen Europarekord auf. In 53,20 Sekunden sicherte sich die WM-Dritte gleichzeitig die Olympia-Teilnahme. Steffen blieb ein Zehntel unter ihrer eigenen Bestmarke und ihrem früheren Weltrekord, den sie bei ihrem EM-Triumph am 2. August 2006 in Budapest aufgestellt hatte. Steffen verfehlte zudem lediglich um 32 Hundertstel den vor drei Wochen geschwommenen Weltrekord der Australierin Lisbeth Lenton-Trickett. Als Zweite verpasste Petra Dallmann (Heidelberg) in 54,90 nur knapp die Olympia-Norm (54,61). Antje Buschschulte (Magdeburg) kam in 55,04 Sekunden als Dritte ins Ziel und hat sich damit das Startrecht für die 4x100-m-Staffel bei Olympia gesichert und wird ihren Traum von der Teilnahme an ihren vierten Spielen erfüllen. 22.4. Manaudou sagt 200 m Freistil ab. Britta Steffen steht mit ihrer Absage über 200m Freistil in Beijing nicht mehr allein da. Auch Laure Manaudou verzichtet auf diese Strecke bei den olympischen Spielen. Einen Tag nach ihrer glanzlosen Qualifikation als Zweite über die doppelte Distanz sagte Manaudou bei der nationalen Ausscheidung in Dünkirchen den Start im Halbfinale über ihre Weltmeister- und Weltrekordstrecke ab. Manaudou steckt offenbar in der Krise. Der Traum vom erneuten Olympiasieg über 400m Freistil wie 2004 in Athen wäre für sie am Montag beinahe geplatzt. Hinter der Rumänin Camelia Potec und Coralie Balmy hatte sie nur Platz drei belegt, sich aber auf ihrer favorisierten Distanz neben Balmy das Beijing-Ticket gesichert. Nach ihrer ersten Niederlage auf dieser Strecke seit vier Jahren brach Manaudou in Tränen aus, schwänzte den Fototermin nach der Siegerehrung und schimpfte auf den alten Anzug ihres Ausrüsters arena - allerdings war Potec im gleichen Anzug geschwommen. Frankreichs Cheftrainer Claude Fauquet sprach von einem "Unfall und schweren Problem". Manaudou hat stürmische Zeiten hinter sich. Allein in dieser Saison wechselte sie viermal ihren Trainer. Bei der EM in Eindhoven verlor sie unter anderem ihren Weltrekord über 400m Freistil an die Italienerin Federica Pellegrini, die inzwischen auch noch mit Manaudous Ex-Freund Luca Marin zusammen ist [Website]. 22.4 Steffen Vorlaufzweite. (dpa) Die WM-Dritte und Ex-Europameisterin, die mit ihrem Olympia-Verzicht über 200m Freistil für Wirbel gesorgt hatte, zog bei der deutschen Meisterschaft und Olympia-Qualifikation in Berlin über ihre ehemalige Weltrekordstrecke 100m Freistil sicher ins Finale ein. Steffen musste beim Heimspiel in Berlin in 54,78 Sekunden aber Petra Dallmann aus Heidelberg (54,35) vor sich dulden. Die Chance auf ihre vierte Olympia-Teilnahme wahrte Antje Buschschulte als Vorlaufdritte (54,95). Die Magdeburgerin muss unter die ersten vier schwimmen, um sich mit einem Staffelplatz das Ticket für Beijing zu sichern. Auf einen Start über 200m Rücken, wo sie vor vier Jahren in Athen noch Bronze gewonnen hatte, verzichtete Buschschulte. Für eine Überraschung sorgte Rafed El-Masri mit deutschem Rekord im Vorlauf über 50m Freistil. Der Neuköllner blieb in 22,15 Sekunden elf Hundertstel unter der drei Jahre alten Marke von Steffen Deibler aus Biberach. El Masri ist allerdings bislang nicht für den Deutschen Schwimm-Verband (DSV), sondern für Syrien gestartet. Ihre gute Form unterstrichen die frischen Europarekordler Helge Meeuw und Sarah Poewe. Der Frankfurter Meeuw schwamm über 200m Rücken ebenso Vorlaufbestzeit (2:00,18 Minuten) wie Poewe über 200m Brust (2:28,28) vor Titelverteidigerin Birte Steven aus Hamburg (2:28,41) und der für Essen startenden Olympiadritten Anne Poleska (2:28,55 [Website]). 22.4. Tränen bei Laure Manaudou. Bei den französischen Meisterschaften in Dunkirk schlug die Olympiasiegerin und Weltmeisterin über ihrer Paradestrecke 400m Freistil nur als Dritte an und musste damit die erste Niederlage seit knapp vier Jahren hinnehmen. Zur Qualifikation für Peking reichte ihre Zeit von 4:06,67 trotzdem. Die 21 Jahre alte Manadou hatte in Athen über die 400m Gold gewonnen und vor einem Monat erst den Weltrekord auf der Mittelstrecke an die Italienerin Federica Pellegrini (4:01,53 Minuten) verloren. Nun musste sich Manaudou ihrer Landsfrau Coralie Balmy (4:06,41) und der rumänischen Siegerin Camelia Potec (4:06,08) geschlagen geben, die bei Manaudous ehemaligem Coach Philippe Lucas in Canet trainiert. Manaudou, die nach dem Trainer- und Klubwechsel eine stürmische Saison durchmacht, ist dieses Jahr erst einmal über die 400m Freistil gestartet." Es ist hart, nach alledem geschlagen zu werden. Ich kann nur eines sagen, ich warte auf einen neuen Anzug von Arena", sagte Manaudou in Tränen aufgelöst nach dem Rennen. Da sie beim Ausrüster Arena unter Vertrag steht, konnte sie nicht in dem neuen "Wunderanzug" von Speedo schwimmen, mit dem zuletzt 18 von 19 neuen Weltrekorden erzielt wurden [Website]. 22.4. Nur Deibler schwimmt bei DM unter Olympia-Norm. (dpa) - Am vierten Tag der deutschen Schwimm-Meisterschaften in Berlin hat nur der Biberacher Steffen Deibler mit deutschem Rekord von 48,55 Sekunden über 100 Meter Freistil die Norm für einen Olympia-Start unterboten. Dagegen blieben die Titelträger Nina Schiffer (Bonn) mit 2:09,49 Minuten über 200 Meter Schmetterling und Marco Koch aus Darmstadt mit 2:13,74 Minuten über 200 Meter Brust jeweils über der Richtzeit. Damit sind bislang 15 von 32 möglichen Olympia-Normen erfüllt worden. Die Titelkämpfe sind die einzige Qualifikation der deutschen Elite für Peking [Website]. 21.4. Staffel-Absage: Kritik an Steffen. Britta Steffen muss sich nach ihrer Staffel-Absage für Olympia harte Kritik gefallen lassen. "Ich finde es inzwischen fast eine Frechheit", kommentierte die WM-Zweite über 200 Meter, Annika Lurz, die Steffen-Absage an die Staffel. "Es sollte eine Ehre sein, für Deutschland zu schwimmen", sagte sie. Trotzdem lässt sich Steffen nicht umstimmen. "Ich werde die 200- Meter-Staffel definitiv nicht schwimmen", sagte der Schwimmstar bei den Qualifikationswettbewerben in Berlin. Die frühere Weltrekordlerin will ihre Chance auf Gold in Peking über 100 Meter Freistil nicht gefährden. "Ich bin keine Maschine", meinte Steffen. Ihre Mitschwimmerinnen fühlen sich um ihre olympische Medaillenchance gebracht. Laut Kriterien müssen sich zwar alle nominierten Athleten für die Staffeln zur Verfügung stellen. Aber, so Cheftrainer Örjan Madsen: "Zwang macht keinen Sinn." Britta Steffen verweist darauf, dass sie bei einem Staffel-Einsatz über 4 x 200 m an einem Tag Vorlauf und Halbfinale über 100 m, die Staffel und 24 Stunden später das Finale über 100 m zu bestreiten habe. Bei der WM 2007 habe sie sich durch diese Wettkampfgestaltung den angestrebten Titel schon "versaut". Das soll nicht noch einmal passieren. Steffen: "Ich muss und will über 100 Meter fit sein." Den Vorwurf des mangelnden Teamgeistes lässt sie nicht gelten. Sie argumentiert, dass sie im Fall der erfolgreichen Qualifikation in Peking über 50 und 100 m Freistil sowie mit Sprint- und Lagenstaffel zehn Rennen zu bestreiten habe. Und: "Alle tun so, als wenn ich die 200-Meter-Göttin bin. Aber das ist nicht so." Wenn sie die 200 m schwimme, dann sei sie "platt". Deshalb verbiete sich ein Vergleich mit der früheren 200-m-Weltrekordlerin Franziska van Almsick. Van Almsick übte Kritik, zeigte aber auch Verständnis für Britta Steffen. "Es hat natürlich einen bitteren Beigeschmack, weil es ja auch um Teamfähigkeit geht und das natürlich auch eine klare Absage auch gegen das Team ist", sagte van Almsick dem ARD-Hörfunk. "Auf der anderen Seite kann ich das natürlich sehr gut verstehen. Man trainiert vier Jahre, man bereitet sich auf die Olympischen Spiele vor. Sie ist da echt eine große Medaillen-Hoffnung für uns. Wenn sie sich da lieber konzentrieren möchte, dann finde ich, sollte man das zumindest versuchen zu verstehen." "Ich bin jetzt richtig unter Druck geraten", sagte Britta Steffen. Die internationale Konkurrenz verlange heute die Fokussierung. Halbherzigkeit werde bestraft. "Was erwartet man von mir? Egal, was ich jetzt tue, es ist sowieso falsch", sagte sie. 21.4. Steffen verteidigt Start-Verzicht. Britta Steffen hat ihren Verzicht auf einen Start über 200 m Freistil bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin verteidigt. "Ich habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht, aber ich möchte mich vor allem auf die 100 m Freistil konzentrieren. Ich habe in der Vergangenheit die Erfahrung gemacht, dass die 200 m viel Kraft gekostet haben", sagte die 24-Jährige mit Blick auf die in der Hauptstadt laufende Olympia-Qualifikation. "Die internationale Elite liegt so nah zusammen, da zählt für eine Medaille jede Hundertstel", so Steffen weiter. 21.4. Deutsche Schwimmer erfüllen weitere Olympia-Normen. (dpa) - Mit Rekorden und Weltklassezeiten haben Deutschlands Schwimmer ihre Antwort auf anhaltende Kritik gegeben und sich teilweise eindrucksvoll für Peking empfohlen. Zur Halbzeit der 120. deutschen Meisterschaften sind bereits 14 von 26 Olympia-Richtzeiten unterboten worden. Über 200 Meter Freistil erfüllte die WM-Zweite Annika Lurz aus Würzburg mit 1:57,83 Minuten und die Heidelbergerin Petra Dallmann mit 1:58,60 die Norm. In der Disziplin 200 Meter Lagen schafften Katharina Schiller (Hildesheim) in 2:13,73 und Sonja Schöber (Dortmund) in 2:14,48 die Norm für Peking. Die Europarekorde von Sarah Poewe in 1:07,10 Minuten über 100 Meter Brust und Helge Meeuw in 53,10 Sekunden über 100 Meter Rücken sowie eine deutsche Bestmarke von Paul Biedermann in 1:46,37 Minuten über 200 Meter Freistil waren am Vortag ein bemerkenswerter Beweis von Stärke. Zur Halbzeit waren bereits 14 Peking-Tickets gelöst. Die WM-Zweite Annika Lurz machte nach der verpassten Norm über 400 m über ihre Lieblingsstrecke 200 m Freistil alles klar. Der Magdeburger Christian Kubusch schwamm über die nicht-olympischen 800 Meter Freistil deutschen Rekord. In 7:49,22 Minuten unterbot der 19-jährige Kubusch die von Thomas Lurz (Würzburg) am 24. November 2006 in Hannover aufgestellte Marke von 7:51,59 um 2,37 Sekunden. Dennoch: In vielen Disziplinen ist die Weltelite noch weit weg. «Wer uns schon abgeschrieben hatte, hat uns zu früh abgeschrieben. Wir sind noch da», stellte Cheftrainer Örjan Madsen fest. «Ein Lob den Athleten und den Trainern. Sie haben Ruhe bewahrt und sich weder von der Anzug-Diskussion noch von den internationalen Ergebnissen verrückt machen lassen.» Erste große Enttäuschung der bis zum 23. April dauernden deutschen Meisterschaften war das Aus der früheren Weltmeisterin Antje Buschschulte über 100 m Rücken. Für Diskussionen sorgte Superstar Britta Steffen mit der Absage der 200 m Freistil, die die 4 x 200-m-Staffel schon vor Peking fast um alle Medaillenchancen bringt. Die Berlinerin will sich auf die 100 m konzentrieren. «Schade», sagte Madsen. Im Team gibt es Gesprächsbedarf. Annika Lurz: «Ich finde es traurig. Das letzte Wort ist hierüber noch nicht gesprochen.» Steffen machte deutlich: «Ich bin eine Sprinterin und wollte keine zweitkllassige 200-Meter-Zeit schwimmen.» Meeuw zeigt sich selbstbewusst. «Ich bin noch nicht ganz da, wo ich hin will», stellte der Frankfurter nach Weltjahresbestzeit über 100 m Rücken fest. Der Weltrekord reizt. Sarah Poewe feierte nach zweijähriger Durststrecke über 100 m Brust eine beeindruckende Rückkehr. Die Wuppertalerin war selbst überrascht: «Das ist der Hammer.» Europameister Biedermann (Halle/Saale) löste über 200 m Freistil sein zweites Olympia-Ticket nach dem Sieg über 400 m. Annika Lurz, die die Richtzeit über 400 m um 1/10 Sekunde verfehlt hatte, war nach den 200 m Freistil wieder mit sich im Reinen. «Mir fällt ein Riesenstein vom Herzen», sagte die Würzburgerin. Als Zweitplatzierte qualifizierten sich der Rostocker Thomas Rupprath (100 m Rücken), Steffen Deibler (Biberach/200 m Freistil), Petra Dallmann (Heidelberg/200 m Freistil) und Schöber (100 m Brust) mit erfüllter Norm für Peking. Antje Buschschulte war tief enttäuscht. «Schade», sagte die Magdeburgerin nach dem deprimierenden zweiten Platz über 100 m Rücken hinter der 17 Jahre alten Überraschungssiegerin Christin Zenner aus Hildesheim. Buschschulte baut im Kampf um ihre vierte Olympia- Teilnahme jetzt auf die 100 m Freistil, verzichtete auf die 200 m. Die Qualifikation für die Staffel könnte ihr wieder die Tür für den Einzelstart über 100 m Rücken öffnen. Wie Zenner, die die Peking-Norm um 1/100 Sekunde verpasste, als Staffel-Starterin aber gesetzt ist. 20.4. Keine Anzugextratouren beim DSV. (sid) Bei den Olympischen Spielen in Peking wird es bei den deutschen Schwimmern keine freie Wahl der Anzüge geben. Der Verband DSV hat sich klar zum Ausrüster adidas bekannt. Die deutschen Schwimmer tragen bei Olympia adidas. In der seit Wochen herrschenden Diskussion um die Schwimm-Anzüge der deutschen Athleten hat der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) nun ein endgültiges Machtwort gesprochen. Die Führungsspitze des DSV hat sich geschlossen zum eigenen Ausrüster (adidas) bekannt, einer freien Wahl der Wettkampfanzüge für Peking eine Absage erteilt und damit einen Schlussstrich unter die Debatte der vergangenen Wochen gezogen. "Diese Entscheidung haben das Präsidium und der gesamte Hauptausschuss des Verbandes getroffen", sagte DSV-Chefin Christa Thiel am Rande der deutschen Meisterschaften und Olympia-Qualifikation in Berlin. Thiel sprach adidas noch einmal ausdrücklich das Vertrauen aus. "Insbesondere der Europarekord von Helge Meeuw über 100m Rücken hat doch gezeigt, dass auch in diesem Anzug sehr schnell geschwommen werden kann", meinte Thiel. Kritiker hatten adidas zuletzt ein vermeintlich schlechtes Produkt unterstellt. Die Diskussion war vor allem aufgekommen, weil 18 der bislang 19 Weltrekorde im Olympia-Jahr im Anzug des australischen Herstellers Speedo aufgestellt wurden. Den Vorwurf, dass der DSV Medaillenchancen bei Olympia zugunsten eines gut datierten Sponsorenvertrages opfern würde, konterte Thiel vehement. "Unter anderem mit dem Geld aus diesem Vertrag schaffen wir die Rahmenbedingungen, dass unsere Schwimmer überhaupt Medaillen in Peking ins Visier nehmen können", meinte Thiel: "Die Feststellung darf nicht lauten: Geld statt Gold. Wir setzen das Geld ein, um Gold zu gewinnen." 20.4. Nick d'Arcy wird rekurrieren. Nicholas d'Arcy wird den Rechtsweg beschreiten. D'Arcy, unterstützt von seinem Vater, wird sich einerseits gegen die mögliche, bis zu 10-jährige Gefängnisstrafe wehren, die die ihn infolge der strafrechtlichen relevanten Schlägerei blühen könnte, andererseits wird er den Ausschluss aus der Olympiamannschaft dem CAS vorlegen. Der betroffene Simon Cowley muss zeitlebens mit 5 Platinplatten im Schädel leben, die ihm infolge der multiplen Brüche (Kiefer, Nase, Augenhöhle, Backenknochen und Gaumenknochen) eingesetzt werden mussten. 19.4. Dawn Fraser: D'Arcy muss rekurrieren. (fox) Die Schwimmlegende Dawn Fraser empfiehlt Nick d'Arcy beim Court of Arbitration for Sport in Lausanne gegen den Entscheid des australischen olympischen Komitees Rekurs einzulegen. Sie sei über den Entscheid des AOC enttäuscht, verstehe ihn aber. D'Arcys Schuld sei aber nicht bewiesen und er habe als unschuldig zu gelten, bis das Gegenteil bewiesen sei. Es sei interessant zu sehen, wie das CAS entscheiden wird, denn jede Geschichte habe zwei Seiten, gehört habe man aber nur eine. D'Arcys Trainer sagte, dass d'Arcy das Schwimmen aufgeben werde; Dawn Fraser meinte, dieser Entscheid sei voreilig, Nick stehe erst am Anfang seiner Karriere. 19.4. Zweimal ER an DM. (sid) Während Paul Biedermann bei der DM in Berlin seinen eigenen deutschen Rekord über die 200-m-Freistil steigerte, schwammen Sahra Poewe und Helge Meeuw sogar Europarekord. Bei den Deutschen Schwimm-Meisterschaften in Berlin gab es gleich drei Rekorde zu feiern. Helge Meeuw und Sarah Poewe schwammen Europarekord, Paul Biedermann sicherte sich die nationale Bestmarke. Die Resultate führten die deutschen Schwimmer bei der nationalen Meisterschaft und Olympia-Qualifikation ein Stück aus der Krise und wieder näher an die Weltelite heran. Weitere Tickets für Peking sicherten sich neben Daniela Samulski, Christian Kubusch und Nicole Hetze nun auch Thomas Rupprath, Steffen Deibler und Sonja Schöber. Antje Buschschulte verpasste hingegen auch die Norm über 100m Rücken und muss damit immer mehr um ihre vierte Olympia-Teilnahme bangen. Einen Rückschlag gab es zudem für Vize-Weltmeisterin Annika Lurz, die über 400m Freistil knapp über der Richtzeit blieb. Für die Höhepunkte sorgten Meeuw und Poewe. Meuw kündigte mit Blick auf Peking sogar noch einen weiteren Sprung an. "Ich bin immer noch nicht da, wo ich hin kann", sagte der Frankfurter, der über 100m Rücken in 53,10 Sekunden seinen eigenen Europarekord um 36 Hundertstelsekunden verbesserte. Als Zweiter schaffte auch der Rostocker Rupprath (54,16) die Norm für Peking. Poewe war von ihrem Rekord über 100m Brust selbst überrascht. "Das ist ein absoluter Hammer", meinte die Wuppertalerin, die die gemeinsame Bestmarke von Emma Igelstroem (Schweden) und Anna Chlistunowa (Ukraine) in 1:07,10 Minuten um 17 Hundertstelsekunden unterbot. Während sich auch die Dortmunderin Sonja Schöber (1:08, 17) als Zweite für Peking qualifizierte, blieb Wahl-Amerikanerin Anne Poleska (1:09,13) als Fünfte ebenso auf der Strecke wie 50-m-Europameisterin Janne Schäfer aus Wolfsburg (1:09,45) auf Rang sechs. Poleska, Olympia-Dritte in Athen, kann ihr Ticket aber noch über 200m lösen. Biedermann verbesserte über 200m Freistil in 1:46,37 Minuten seinen Rekord vom EM-Triumph in Eindhoven nochmal um 22 Hundertstelsekunden und gab in der Diskussion um die Wettkampfanzüge anschließend ein klares Bekenntnis zum eigenen Ausrüster adidas ab. "Diese Rekorde sprechen für sich", meinte der 21-Jährige aus Halle, der in Eindhoven den 24 Jahre alten Rekord von Michael Groß geknackt hatte. Als Zweiter löste auch Steffen Deibler aus Biberach (1:47,71) die Fahrkarte nach Peking. Sportdirektor Madsen: "Die Athleten haben die richtige Antwort gegeben" Zufrieden zeigte sich Örjan Madsen, Sportdirektor des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV). "Das war ein guter Tag für uns. Die Athleten haben nach der Unsicherheit im Vorfeld der Wettkämpfe die richtige Antwort gegeben", erklärte Madsen. Für Buschschulte wird es mit Blick auf Peking allerdings immer enger. "Jetzt hoffe ich auf die 200m Rücken oder einen Start in der Freistilstaffel", meinte die Magdeburgerin. Über 100m Rücken musste sich die Olympia-Dritte von Athen in 1:01,30 Minuten überraschend Christin Zenner aus Hildesheim geschlagen geben, die in 1:01,24 um eine Hundertstel ebenfalls über der geforderten Richtzeit blieb. Enttäuschend verlief der Auftritt von Janine Pietsch aus Ingolstadt (1:01,60) auf Platz vier. Zudem verpasste Annika Lurz über 400m Freistil in 4:08,48 Minuten die Norm um eine Zehntelsekunde. Die Würzburgerin, die Anfang des Jahres mit Rückenproblemen zu kämpfen hatte, hofft nun am Sonntag über die halbe Distanz auf die Qualifikation. Über 200m Freistil ist Lurz Vize-Weltmeisterin [Website]. 19.4. Mehr Schweizer treiben regelmässig Sport. (sda) 27 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer betreiben keinen Sport. Ihr Anteil blieb gegenüber 2000 stabil Die Zahl der regelmässigen Sportler nahm hingegen zu. Diese Zunahme der regelmässig Sport betreibenden Bevölkerung geschah nicht zu Lasten der Sportmuffel sondern geht auf das Konto der Gelegenheitssportler, wie das Bundesamt für Sport in der Studie «Sport Schweiz 2008» ausweist. Insgesamt betreiben gemäss der Studie zwei Fünftel der Bevölkerung mehrmals und mindestens drei Stunden pro Woche Sport. Ein gutes Viertel frönt mindestens einmal wöchentlich dem Sport, 6 Prozent immerhin gelegentlich. Von den 27 Prozent erklärten Sportmuffeln räumten indessen zwei Drittel auf Nachfrage ein, wenigstens ab und zu einer Bewegungsaktivität nachzugehen. Nach Geschlecht betrachtet setzten die Frauen ihre Aufholjagd fort. 39 Prozent der Frauen zählen zu den Regelmässigen, bei den Männern sind es 41 Prozent. Ebenfalls vergleichbar ist der Anteil der Nichtsportlerinnen. Im Alter nimmt die sportliche Betätigung ab; indessen leben ältere Menschen keineswegs Sport-abstinent. 39 Prozent der 65- bis 74-jährigen Männer gehören zu den regelmässigen Sportlern, bei den Frauen sind es 30 Prozent. Inaktiv ist in diesem Alter je rund ein Drittel. Bei den Landesteilen zeigen sich deutliche Unterschiede: 45 Prozent in der Deutschschweiz erklären sich als regelmässige Sportler. In der Westschweiz sind es 28 und in der Südschweiz 30 Prozent. Sozial sind ebenfalls Unterschiede auszumachen: Je höher Bildung, berufliche Stellung und Einkommen, desto stärker sind die sportlichen Aktivitäten. Ausländerinnen und Ausländer sind deutlich weniger aktiv als Schweizer Bürger. Dabei zeigt sich aber ein Unterschied: West- und Nordeuropäer unterscheiden sich sportlich kaum von Schweizern, Süd- und Osteuropäer dagegen stark. Grund fürs sportliche Engagement ist allem voran die Gesundheit sowie der Spass. 95 Prozent nannten dies. Am beliebtesten ist Sport an der frischen Luft: Velofahren, Wandern, Schwimmen, Skifahren, Joggen, Fitness und Turnen führen die Hitparade an. Sport geniesst ein ausgezeichnetes Image. Für 98 Prozent der Befragten leistet er einen positiven Beitrag zur Erziehung. Problematische Seiten werden nicht ausgeklammert, wobei die meisten Doping als Hauptproblem nennen, gefolgt von Kommerzialisierung und Hooliganismus. Negative Sportfolgen erlitten im vergangenen Jahr 12 Prozent der Befragten. Sie gaben an, sie hätten sich verletzt. Jeder vierte Verletzte blieb deshalb mindestens einen Tag lang der Arbeit fern. Vier Fünftel interessieren sich für das Sportgeschehen. Beliebteste «Passiv-Sportarten» sind dabei Fussball, Tennis und Skisport. Das Fernsehen ist die wichtigste Sport- Informationsquelle. Für die Studie wurden über 10 000 Personen im Alter von 15 bis 74 Jahren in allen Landesteilen befragt. Die Damen konnten das Ergebnis aus dem Vorjahr um knapp 1200 Punkte steigern und erreichten mit 19229 Punkten ein Ergebnis, das nicht nur das mit Abstand beste der Limmat Sharks seit Einführung der aktuellen Punktetabelle vor drei Jahren ist, sondern in den letzten 3 Jahren auch immer zu einer Medaille gereicht hätte, im letzten Jahr gar zum Sieg. Die Leistung der Mannschaft, bestehend aus Kathrin Appenzeller (Jg. 94), Claudia Bellasi (Jg. 82), Alexandra Egg (Jg. 90), Susanne Keller (Jg. 80), Elina Piesbergen (Jg. 91), Stépahnie Spahn (Jg. 91), Yasmin Strahm (Jg. 92) und Martina Van Berkel (Jg. 89), war umso beeindruckender, als dass die Top-Scorerin des letzten Jahres, Stephanie Eisenring, schulisch bedingt nach nach der SM nach Amerika zurück musste. Lag man nach dem ersten Tag noch um ca. 300 Punkte hinter dem SCUW zurück, so kämpfte man sich am zweiten Tag mit einer Reihe sehr beeindruckender Leistungen immer näher an Platz drei und musste sich am Ende dennoch knapp geschlagen geben. Im abschliessenden 100m Freistil Rennen macht ein Unterschied von 5 Punkten gerade einmal 12/100s aus, und das nach 28 Rennen. Jede Schwimmerin der Mannschaft konnte Bestzeiten für sich verbuchen, angeführt von Martina, die sich über 100m Delphin um über eine Sekunde verbessern konnte und sich in 1:01.08 dem vier Jahre alten Schweizer Rekord von Carla Stampfli bis auf 13/100s näherte. Damit verbesserte sie sich auch vom 5. auf den 2. Platz in der ewigen schweizer Bestenliste und erreichte einen neuen Meisterschaftsrekord. Das startete die Aufholjagd, in deren Rahmen einige hervorragende Zeiten geschwommen wurden. Claudia Bellasi z.B. erreichte ausgrechnet über die eher ungeliebte 200m Strecke ihre erste Bestzeit in ihrer Hauptlage auf der kurzen Bahn. Zwei Rennen vor Schluss lagen die Sharks noch mit über 130 Punkten hinter Uster zurück, als Susanne über 800m Freistil und und Elina in 100m Freistil in äusserst beherzten Rennen noch einmal gehörig Spannung aufkommen liessen. Susanne konnte ihre Bestzeit um 5s verbessern und halbierte damit den Vorsprung annähernd. Elina durchbrach dann, lautstark von allen Sharks unterstützt, in ihrem Rennen gleich mehrere 'Schallmauern' und konnte ihre Bestzeit (aufgestellt tags zuvor als 200m Angangszeit) um über 3 Sekunden verbessern, kam zum ersten mal unter eine Minute und in 59.02 dann fast auch noch unter die 59s. Auch wenn es schliesslich nicht mehr ganz zu einer Medaille reichte, wird dieser Tag, die Stimmung und das Erreichte so schnell nicht vergessen gehen. Die Männer standen den Frauen in nichts nach und konnten ihr Vorjahresergebnis gleich um fast 1800 Punkte auf 19827 Punkte verbessern, ebenfalls eine Leistung, die auch schon für Medaillen gereicht hat. Die Mannschaft bestand aus Kilian Bossard (Jg. 86), Michael Durrer (Jg. 89), David Karasek (Jg. 87), Joel Kempter (Jg. 91), Thomas Kern (Jg. 86), Markus Marthaler (Jg. 86), Val Mikos (Jg. 89), Christian Müller (Jg. 80), Claude Pape (Jg. 86), Adrien Riccucci (Jg. 92) und Nico Van Duijn (Jg. 90), letzterer durch Krankheit gehandicapt. Auch hier konnte die gute Form der Langbahn-SM auf die Kurzbahn übertragen werden und es gab eine Bestzeitenquote von 50%. David stellte mit hervorragenden 1:47.89 nicht nur eine neue Bestzeit und einen neuen Vereinsrekord auf, sondern auch eine Meisterschaftsbestleistung. Auch in allen anderen Rennen konnte er mit guten und sehr guten Leistungen überzeugen, insbesondere in 200m Lagen mit einer sehr guten Zeit von 2:02.51. Kilian zeigte, dass seine hervorragenden Zeiten der Kurzbahn-SM im Dezember kein Einzelfall waren, er erzielte Bestzeiten über 400m Lagen und 200m Brust, Val zeigt sich weiter stark verbessert und sorgte über die kurzen Freistil-Distanzen und über 100m Lagen für 4 teils sehr gute Bestzeiten in 4 Rennen. Zusammenfassend und die Resultate aller Mannschaften überblickend lässt sich sagen, dass das neue Datum der Vereinsmeisterschaften auf jeden Fall gut gewählt ist, was die durch die Bank sehr guten Ergebnisse zweifellos zeigen. 18.4. Nick D'Arcy aus dem Aussie-Team entlassen. Für Australiens Medaillenhoffnung über 200 m Delfin, Nicholas D'Arcy, ist der Olympia-Traum vorbei. Der australische Schwimmverband hat beschlossen, d'Arcy aus der Olympiamannschaft auszuschliessen. Dies teilte der Verbandspräsident John Coates heute mit. Nick d'Arcy wurde am 29. März im Anschluss an die australischen Meisterschaften für die Teilnahme an den olympischen Spielen selektionert. In der Nacht zum 30. März war er im Rahmen einer Feier hauptverantwortlich in eine Schlägerei verwickelt, die dem Mannschaftsmitglied Simon Cowley schwere Gesichtsverletzungen zufügte. D'Arcy wurde wegen schwerer Körperverletzung angeklagt. "Wenn er im Team bleiben würde, würde das ein schlechtes Licht auf den Sport, das Team und das australische olympische Komitee werfen", sagte dessen Chef John Coates am Freitag. 18.4. Brunner/Schneider an Peking 2008 dabei. (si) Magdalena Brunner und Ariane Schneider haben als Neunte am Qualifikationswettkampf in Peking ihre Chance gepackt. Nach dem ersten Teil der Olympiaqualifikation, der Technischen Kür, hatte das Schweizer Synchronschwimm-Duett noch Rang elf belegt. Swiss Olympic hatte mindestens Platz zehn gefordert. Mit einer starken Darbietung in der Freien Kür gelang der St. Gallerin Brunner und der Bernerin Schneider eine Verbesserung um zwei Positionen und die Qualifikation für die Olympischen Spiele im August. Obwohl im Duett insgesamt 24 Quotenplätze vergeben werden, verlangte Swiss Olympic von Brunner/Schneider eine Rangierung im ersten Dutzend. Weil die bereits qualifizierten Russinnen und Amerikanerinnen in Peking nicht am Start sind, war von den Schweizerinnen der 10. Rang gefordert worden. 18.4. Deutschland: Materialschlacht im Schwimmen. (dpa) Von einem Krisentreffen will Örjan Madsen, Sportdirektor des Deutschen Schwimm-Verbandes, nicht sprechen. Doch der DSV wird sich nach der DM und Olympia-Qualifikation in Berlin mit Ausrüster "adidas" treffen - zur "Feinabstimmung", so die offizielle Begründung. Die Rekordflut sowie die "Materialschlacht" des australischen Herstellers "Speedo" mit dem "Wunderanzug" LZR Racer haben Verband und Sponsor unter Zugzwang gesetzt. Denn bei Deutschlands Schwimmern geht die Angst um, dass sie in Peking nicht konkurrenzfähig sind - auch aufgrund des möglicherweise unterlegenen Wettkampfanzugs. "Bei der Kurzbahn-WM in Manchester bin ich ausgelacht worden, weil ich in 'adidas' schwimmen musste. Das hat mich den Titel und vielleicht sogar den Weltrekord - und damit einen Haufen Prämien gekostet", schimpfte der Rostocker. In Berlin darf Rupprath zwar im "Speedo"-Anzug auf die Jagd nach dem Olympia-Ticket gehen, doch in Peking müsste der 31-Jährige im "adidas"-Produkt ins Wasser springen. Der Forderung von Rupprath nach einer freien Anzug-Wahl bei Olympia hat Madsen bereits eine Absage erteilt - für Rupprath ein Unding. "Es kann nicht sein, dass sich der DSV lieber das Geld aus einem gut dotierten Sponsoren-Vertrag einsteckt, die Athleten bei Olympia aber hinterherschwimmen", meinte Rupprath. "Ich weiß, dass in unserem Team mehrere unzufrieden sind, aber leider haben sie nicht den Mut, es auszusprechen." DSV-Präsidentin Christa Thiel gab dagegen ein klares Bekenntnis zum Ausrüster ab und geht von einem "Produkt von gleicher Qualität und Güte" aus. Goldhoffnung Britta Steffen fühlt sich in "adidas" "wohl". Madsen äußerte sich diplomatisch. "Wenn in diesem Jahr 18 von 19 Weltrekorde in 'Speedo' aufgestellt wurden, sind das natürlich harte Fakten. Aber ein Paul Biedermann ist in Eindhoven auch ohne den vermeintlichen Wunderanzug Europameister mit deutschem Rekord geworden. Und die meisten unserer Top-Schwimmer waren noch gar nicht am Start", meinte der diplomierte Sportwissenschaftler aus Norwegen. Doch für die Zeit nach Berlin kündigte Madsen Treffen mit dem Ausrüster und den deutschen Schwimmern an, um mögliche Feinabstimmungen vorzunehmen. Auch wenn dies laut Thiel schon länger geplant und keine Reaktion auf das Konkurrenzprodukt ist - für einige Athleten könnte es zu spät sein, wenn sie die Olympia-Norm verpassen sollten. Die Konkurrenz um US-Superstar Michael Phelps und Steffens Rivalin Lisbeth Lenton-Tricket lobt den "Speedo"-Anzug unterdessen in den höchsten Tönen. Phelps sprach von einem "Produkt wie aus einer anderen Welt". Der US-Boy, der in Peking achtmal Gold anpeilt und damit Mark Spitz als olympischer Rekordhalter ablösen will, war an der Entwicklung - zusammen mit der US-amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA - selbst beteiligt. Steffen sehnt sich nach den "guten, alten Zeiten" zurück. "Dann wünsche ich mir, dass wir wieder alle in unseren normalen Badeanzügen schwimmen", meinte die 24-Jährige. "Das Ganze erinnert im Moment an die Formel 1. Dabei sollte nicht derjenige, mit dem besten Material, sondern immer der Schnellste gewinnen." Doch auch für Madsen ist klar, dass sich die Entwicklung nicht zurückschrauben lässt: "Wir können die Köpfe nicht in den Sand stecken und hoffen, dass wir alle nackt schwimmen." 18.4. Deutsche Meisterschaften, Berlin, 18.-23.4.2008 [Website] 18.4. Keine Kompromisse mit Madsen. (dpa) - Örjan Madsen ist nicht zu Zugeständnissen bereit. Unbeirrt will der Sportdirektor des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) die Wahl treffen, wer das Peking-Ticket bekommen soll und wer nicht. Harte Zeitnormen plus Platz eins oder zwei - jedem Olympia-Kandidaten ist vor den deutschen Meisterschaften klar, dass es nur eine Chance gibt und schon 1/100 Sekunde zu viel Endstation Berlin bedeutet. «Es wird schonungslos zeigen, wo wir stehen», sagte Madsen der Deutschen Presse-Agentur dpa. Die Normen liegen hoch, über 100 Meter Freistil und 100 Meter Brust der Männer sogar unterhalb der aktuellen deutschen Rekorde. Madsen wich 2006 von seinen Prinzipien ab: Anne Poleska und Mark Warnecke durften ohne Norm mit zur WM 2007 nach Melbourne. Resultat: Der als Weltmeister angetretene Warnecke schied als 17. im Vorlauf über 50 m Brust aus, die WM-Zweite Poleska endete als 20. (200 m Brust). Bevor er sich damals erweichen ließ, gab Madsen einen Satz von sich, den er heute doppelt unterstreicht: «Wir können die Messlatte nicht nach unten legen, wenn wir bei Olympia in Peking vorn mitmischen wollen. Sonst lullen wir uns wieder ein.» Doch genau das droht: An der Entwicklung des Olympia-Jahres mit 39 Weltrekorden (Kurz- und Langbahn) war der DSV nicht beteiligt - bis zu seinem Vertragsende nach Peking will Madsen dies ändern, fürchtet aber, «dass die Post abgeht und wir auf dem Abstellgleis stehen». In Berlin sieht er seine gesamte Systematik auf dem Prüfstand. Zwei Jahre nach dem Amtsantritt mit der Vorgabe «Weltklasse auf allen Gebieten» gibt es Zweifel: Sind die Forderungen zu ultimativ? Sind die Limits zu hart? Sollte es mehr Chancen zur Qualifikation geben? «Klares Nein», meint Madsen. «Alles, was den Druck von den Schwimmern nimmt, ist der falsche Weg.» Die scharfen Limits seien «offen, klar und fair». Allerdings gebe es zu viele, die zu viel Angst hätten, die sich nicht stellen wollten. Schon vor der EM im März gab Madsen dies zu bedenken, als sich das Gros seiner Besten aus unterschiedlichsten Gründen nicht in der Lage sah, etwas für Wettkampfhärte und Leistungs-Ego zu tun. «International ist der Druck unheimlich groß. Und international hast du auch nur eine Chance. Du musst deine Leistung dann abrufen können, wenn es drauf ankommt», sagt Madsen, der zu wenig Verhaltens-Professionalität ausmacht. Britta Steffen und Paul Biedermann sind Ausnahme-Erscheinungen. Die Berlinerin verlor zwar ihren 100-m-Freistil-Weltrekord an Australiens Weltmeisterin Lisbeth Trickett, doch mit deutschem Rekord von 24,53 Sekunden (50 m Freistil) absolvierte sie einen erfolgreichen Test. Sie ist «nervös wie ein Rennpferd». Biedermann, der 21-Jährige aus Halle/Saale, schwamm bei der EM die Konkurrenz in Grund und Boden und gilt nach seiner nationalen Bestmarke von 1:46,59 Minuten als Peking-Geheimtipp über 200 m Freistil. Die jüngsten Trainingserkenntnisse stärken Madsens Zuversicht: «Wir sind gut.» Doch das müsse auch in die Köpfe der Athleten, ohne daran zu denken, ob man den neuen «Wunderanzug» (LZR Racer) trage oder nicht. Der Sportdirektor sieht «einen gewaltigen psychologischen Effekt», der sich leistungshemmend auswirken könnte: «Wenn ich den nicht habe, kann ich nicht schnell sein.» Britta Steffen, die ihre Weltbestmarke 2006 im Produkt eines anderen Herstellers erzielte, bringt es auf den Punkt: «Ein Anzug schwimmt nicht von allein, in jedem stecken Menschen.» 17.4. Über 4500 Dopingtests in Beijing. Bei den Olympischen Spielen in Peking wird es 4500 Dopingtests geben. Zwischen 120 und 150 Spezialisten werden in drei Schichten rund um die Uhr tätig sein, damit die Auswertung der Proben spätestens 48 Stunden nach Entnahme vorliegt. Dieses Prozedere hat Professor Mario Thevis vom Institut für Biochemie der Deutschen Sporthochschule in Köln und selbst einer der Kontrolleure in Peking angekündigt.Etwa 10 500 Athleten treten bei 302 Wettbewerben in 28 Sportarten an. Thevis ist einer der 15 so genannten "external experts", die die Arbeit im offiziellen Anti-Doping-Labor in Peking unterstützen. Die schnelle Analyse der 4500 Proben sei eine "gewaltige Aufgabe", so Thevis im Pressegespräch mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB). "Bei negativen Proben wird das Ergebnis binnen 24 Stunden vorliegen, bei positiven Proben innerhalb von 48 Stunden." Nur die Auswertung der Tests auf Erythropoietin (EPO) werde länger dauern und nach zwei bis drei Tagen vorliegen. In Peking ist nach Einschätzung des Kölner Dopingexperten ein optimales Kontrollsystem garantiert. Das vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) und der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) akkreditierte Labor verfüge über ausreichend Räumlichkeiten und modernste Geräte. Chinesische Wissenschaftler hätten sich unter anderem am Kölner Institut für Biochemie mit neuen Analysetechniken vertraut gemacht. Das IOC kündigt intelligente Dopingtests an. Dazu gehört laut Thevis, sich auf Substanzen mit kurzer Nachweisbarkeit zu konzentrieren. Auf welche Substanzen getestet wird, hält das IOC unter Verschluss, um potenzielle Sünder abzuschrecken. Auch wie viele von den 4500 Tests Blut- und Urinkontrollen sind, wird kurzfristig mitgeteilt. Für entscheidend hält Thevis vor allem auch die kompromisslose Arbeit der 60 nationalen Anti-Doping-Agenturen, welche die Sportler in der Vorbereitungsphase gezielt testen müssten. 17.4. Brunner/Schneider auf Olympiakurs. (si) Magdalena Brunner und Ariane Schneider belegen nach dem ersten Teil der Olympia-Qualifikation der Synchronschwimmerinnen in Peking den elften Platz. Das Schweizer Duett befindet sich damit auf gutem Weg, die Teilnahme an den Olympischen Spielen sicherzustellen. Swiss Olympic fordert vom Duo Brunner/Schneider mindestens eine Rangierung im ersten Dutzend. In Führung nach der Technischen Kür, die für die Schlusswertung zu 50 Prozent zählt, liegen die Spanierinnen Andrea Fuentes und Gemma Mengual. Am Freitag folgt mit der Freien Kür der zweite Teil der Olympia-Qualifikation. 16.4. Rupprath kritisiert. (dpa) Thomas Rupprath hat harte Kritik an den hohen Qualifikationsnormen für die Olympischen Spiele in Peking geübt. "Damit machst Du den Olympia-Traum von vielen Schwimmern zu einer Illusion und raubst ihnen die Motivation", sagte der Rostocker Schwimmstar. Für die deutschen Meisterschaften in Berlin als einzige Qualifikation hat der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) die Messlatte hoch gelegt, zum Teil höher als der Weltverband FINA. Über 100 Meter Freistil und 100 Meter Brust der Männer liegt die Norm unterhalb der aktuellen deutschen Rekorde. Rekordjäger Rupprath hat dafür kein Verständnis. Über 100 m Schmetterling beispielsweise sei die von der FINA vorgeschlagene Zeit 52,86 Sekunden, die DSV-Norm 52,26. Rupprath: "Das ist ein riesiger Unterschied. Ich bin bislang der einzige Deutsche, der je unter 52,5 geschwommen ist. Ich verstehe nicht, warum man die Trauben so hoch hängt." Zudem fordert der Rostocker für Olympia die freie Wahl des Schwimmanzuges. Die deutschen Schwimmer müssen bei Berufungen in die Nationalmannschaft, also auch bei den Spielen in Peking, Produkte von DSV-Ausrüster adidas tragen. Rupprath ist bei Speedo unter Vertrag. In dem neuen "Wunderanzug" (LZR Racer) des australischen Herstellers wurden in den vergangenen Wochen zahlreiche Welt- und Europarekorde aufgestellt. Rupprath musste bei der Kurzbahn-Weltmeisterschaft vergangene Woche in Manchester einen Anzug vom offiziellen DSV-Ausrüster tragen. "Was mich den Weltmeistertitel über 50 m Rücken und den Verlust von 35.000 Euro an Preis- und Sponsorengeldern gekostet hat, denn ich bin nur um 16 Hundertstel am Titel vorbeigeschwommen", sagte Rupprath. "Der DSV muss sich ernsthaft Gedanken machen, sonst rutschen wir gänzlich in die Mittelmäßigkeit ab", sagte Rupprath. Zur Anzugdebatte meint Rupprath: "Der Anzug ist mein Arbeitsgerät. Ich sehe das so wie bei der Fußball-Nationalmannschaft: Dort spielt ein Michael Ballack auch in den Schuhen, die ihm am besten passen. Die Fußballer haben das durchgesetzt. Bei uns Schwimmern ärgert es mich, dass nicht mehr den Arsch in der Hose haben und sich zu dem Thema äußern." In Berlin darf Rupprath in "seinem" Anzug starten. Aber welchen Anzug will er bei Olympia tragen? Rupprath: "Das muss man abwägen. Ich habe gehört, dass Geldstrafen, Einforderung der Reisekosten und Ausschluss aus der Nationalmannschaft drohen können, da überlegt man es sich natürlich, ob man sich widersetzt. Sollte der DSV bei seiner Linie bleiben, muss man sich wirklich überlegen, ob man aufhört. Fakt ist, und das sagen auch viele Trainer: Ohne diesen Anzug hast Du international keine Chance." 16.4. Steffen ist nervös. (dpa) Die internationale Konkurrenz schwimmt Weltrekorde am Fließband, Britta Steffen ist "nervös wie ein Rennpferd". Doch ihre innere Unruhe ist positiver Natur. Gut 100 Tage vor den Olympischen Spielen hat die 24-Jährige ausschließlich ein Ziel: "Ich möchte mich mit den Besten der Welt messen." Um das in Peking tun zu können, muss sie sich zunächst der Mitbewerberinnen des eigenen Lagers erwehren: Nur Platz eins oder zwei und erfüllte Zeit-Normen bei den deutschen Meisterschaften von diesem Freitag an in Berlin bringen das Flugticket Richtung China. Ein Ausrufezeichen hat die Berlinerin bereits gesetzt. Ihr deutscher Rekord von 24,53 Sekunden über 50 Meter Freistil ist ein klares Signal, dass Britta Steffen niemanden fürchten muss - nicht einmal diejenigen, die den neuen "Wunderanzug" namens LZR Racer tragen und damit das Gefühl entwickeln, "bergab zu schwimmen", wie sich die Australierin Lisbeth Trickett (Lenton) ausdrückte. Die Weltmeisterin hatte Britta Steffen am 27. März mit 52,88 Sekunden den Weltrekord über 100 Meter Freistil entrissen. 42/100 liegen zwischen aktueller und ehemaliger Weltrekord-Inhaberin - doch Britta Steffen, die ein anderes Produkt trägt, nimmt es gelassen: "Bei allen Diskussionen sollte man nicht vergessen, dass ein Anzug nicht von allein schwimmt." Wer drin stecke, sei das Entscheidende - eine Einstellung, die sie mit Michael Phelps' Coach Bob Bowman teilt. Bowman kann die Aufregung um die zweite Haut der Top-Schwimmer nur bedingt nachvollziehen. Es sei keine "Zauberei" im Spiel, maßgeblich seien immer noch Trainings-Intensität und Können des Athleten. Britta Steffen will wenig dazu sagen, was sie sich bei erfolgreicher Qualifikation in Peking zutraut. Auf dem Treppchen würde sie gern stehen, erklärte sie. Doch fürs Spekulieren sei ihr Trainer zuständig, Norbert Warnatzsch berechne gern Monate im Voraus, welche Zeiten sie seiner Einschätzung nach erzielen könne. Kleine, geheime Zettelchen sind ein fast magisches Ritual zwischen Schwimmerin und Coach. Schon bei Franziska van Almsick und deren Weltrekord über 200 m Freistil vom 3. August 2002 (1:56,64 Minuten) hat es funktioniert. Bei einem Aspekt denkt Britta Steffen schon weit über den 24. August 2008 hinaus, die Tibet-Unruhen beschäftigen sie: "Vielleicht sollten wir uns mehr Gedanken darüber machen, wie es nach den Olympischen Spielen weitergeht." Andernfalls, fürchtet sie, "werden in den nächsten 50 Jahren die Menschenrechtsverletzungen in Tibet in den Medien genauso wenig ein Thema sein wie in den letzten 50 Jahren". Zwiespältig seien ihre Gefühle, bei den Auseinandersetzungen um den Fackellauf stünden sich Menschen gegenüber, die einerseits die olympische Idee symbolisieren sollen, andererseits gebe es die Demonstranten, "deren Gründe für ihren Protest ich auch total verstehe". Eigentlich seien diese beiden Parteien gar keine Gegner, vermutet Britta Steffen - und hofft inständig auf positive Effekte: "Während der Spiele wird Tibet mehr Aufmerksamkeit bekommen als je zuvor." 16.4. FINA Masters Championships, Perth, 15.-25.4.2007 [Website] 16.4. Japanische Meisterschaften, Tokyo, 15.-20.4.2008 [Resultate]. Die Japanerin Reko Nakamura schwimmt sich über 100 m Rücken in den unter 1-Minute-Klub. Dieses Jahr haben das bereits 10 Schwimmerinnen geschafft: Natalie Coughlin, U.S., 59.21 (World Record) Anastasia Zueva, Russia, 59.41 Kirsty Coventry, Zimbabwe, 59.42 Laure Manaudou, France, 59.50 Emily Seebohm, Australia, 59.59 Zhao Jin, China, 59.81 Sophie Edington, Australia, 59.84 Gemma Spofforth, Great Britain, 59.89 Reiko Nakamura, Japan, 59.96 Belinda Hocking, Australia, 59.97 15.4. Zürifisch in neuem Schuppenkleid. Nach zehn Jahren Pause schwimmen sie wieder, die Zürifische. Der schnellste Zürfisch ist einer der grössten Jugendsportanlässe in der Stadt Zürich [weiter]. 14.4. WM Manchester: Zum Abschluss nochmals WR. (dpa) - 18 Welt- und 14 Europarekorde sind gefallen, die vorolympische Rekordflut im Schwimmen ist auch bei den Kurzbahn-Weltmeisterschaften in Manchester nicht abgeebbt. Am Schlusstag trugen sich Sanja Jovanovic (Kroatien) mit 26,37 Sekunden über 50 Meter Rücken, der österreichische Olympia- Zweite Markus Rogan mit 1:47,84 Minuten über 200 Meter Rücken und der Amerikaner Ryan Lochte mit 51,15 Sekunden über 100 Meter Lagen in die Weltrekordlisten ein. Felicity Galvez (Australien) mit 55,89 über 100 Meter Delfin und Marleen Veldhuis aus den Niederlanden (50 m Freistil in 23,25) ließen die Zahl weltweiter Höchstmarken bei dieser WM auf unglaubliche 18 anwachsen. Durch die überragende Kirsty Coventry (Simbabwe) fiel auch der älteste Frauen-Weltrekord auf 25-Meter-Bahnen: Die 24-Jährige war mit ihrer Fabelzeit von 2:06,13 Minuten über 200 m Lagen um 1,66 Sekunden schneller als Alison Wagner am 5. Dezember 1993 in Palma de Mallorca. Für Coventry war es in Manchester der vierte Titel, drei davon mit Weltrekord. Für viermal Gold und die Weltbestmarken kassierte sie eine Prämie von 65 000 Dollar. Ryan Lochte, mit dreimal Einzel-Gold männliches Pendant zu Kirsty Coventry, war über 100 m Lagen bereits im Halbfinale mit 51,25 Sekunden Weltrekord geschwommen [Website] [OmegaTiming] . 14.4. Schweizer Vereinsmeisterschaft Neuchâtel, 12. und 13. April 2008: Beide Titel an Genève Natation, Courtois und Massacand mit weiteren Schweizerrekorden. (Swiss Swimming) Genève Natation gewinnt sowohl bei den Herren wie auch bei den Damen überlegen den Schweizer Meistertitel der besten Vereinsmannschaft. Die Ehrenplätze gehen bei den Herren an den Schwimmclub Uster-Wallisellen und Gastgeber Red Fish Neuchâtel, bei den Damen erobern Lausanne Natation und Uster-Wallisellen Silber beziehungsweise Bronze. Schon nach dem ersten Tag lagen die Genfer sowohl bei den Herren wie auch bei den Damen in Führung und könnten am zweiten Tag den Vorsprung kontinuierlich ausbauen. Am Ende siegten sie deutlich mit 552 beziehungsweise 575 Punkten Vorsprung auf die ersten Verfolger. Für die besten Einzelleistungen sorgten die Romands Damien Courtois (Lancy-Natation) und Jonathan Massacand (Genève Natation). Der 20-jährige Courtois verbesserte die Schweizerrekorde über 50 und 100m Delfin. Über 100m verbesserte er die alte Bestmarke von Dano Hallsal aus dem Jahr 1987 um 53 Hundertstel auf 52.82 Sekunden. Courtois löschte damit den letzten Rekord von Hallsal aus den Rekordbüchern von Swiss Swimming. Einen Monat nachdem der Genfer den Rekord aufgestellt hatte, kam Courtois erst auf die Welt! Den 50m Rekord entriss er Adrien Perez, der sich gleich im Lauf nach Courtois den Rekord um ein Haar zurückerobert hätte. Die neue Bestmarke steht nun bei 23.77. Perez schlug nur zwei Hundertstel später an, blieb aber immer noch deutlich unter dem alten Rekord von 24.04 aus dem Jahr 2007. Jonathan Massacand liess dem Rekord über 200m Rücken gestern jener über 100m folgen. In 53.22 Sekunden war er 71 Hundertstel schneller als Flori Lang im Jahr 2004. Letzterer musste sich zwar über 100m Rücken geschlagen geben, überzeugte aber über 100m Freistil mit einer Zeit von 48.27 Sekunden. Damit unterbot er seine persönliche Bestzeit, die er erst am Samstag an den Kurzbahn-Weltmeisterschaften in Manchester aufgestellt hatte, nochmals um 73 Hundertstel. Zum Schweizerrekord von Karel Novy fehlt dem Zürcher aber noch knapp eine halbe Sekunde. Am Finalwochenende werden traditionellerweise die Nationalliga A und B ausgetragen und damit auch die Auf- und Absteiger bestimmt, die im nächsten Jahr eine Liga höher oder tiefer antreten müssen. Bei den Herren steigen Renens-Natation und Vevey-Natation aus der höchsten Liga ab und werden durch Lugano Nuoto und dem SV Emmen ersetzte, welche sich in der Nationalliga B durchgesetzt haben. Bei den Damen trifft es Mendrisiotto Nuoto und Renens-Natation als Absteiger, neu in der höchten Liga werden der SC Schaffhausen und der SC Liestal vertreten sein [Resultate]. Der Schlussstand nach dem zweiten Tag: Männer, Nationalliga A: 1. Genève Natation 21'352 Punkte (Schweizer Vereinsmeister 2008) 2. SC Uster-Wallisellen 20’800 3. Red Fish Neuchâtel 20’647 4. Limmat Sharks Zürich 19’827 5. SC Liestal 19’078 6. SK Bern 19’009 7. Lancy Natation 18’881 8. Lausanne Natation 18’732 9. SV Kriens 17’817 10. SV Baar 17’257 11. Renens-Natation 16'704 (Absteiger in NLB) 12. Vevey-Natation 15'393 (Absteiger in NLB) Damen Nationalliga A: 1. Genève Natation 19'966 Punkte (Schweizer Vereinsmeister 2008) 2. Lausanne Natation 19’391 3. SC Uster-Wallisellen 19’234 4. Limmat Sharks 19’229 5. SK Bern 17’884 6. Swim Team Biel 17’584 7. Red Fish Neuchâtel 17’575 8. SV Kriens 16’905 9. SV Basel 16’393 10. SK Langenthal 16’271 11. Mendrisiotto Nuoto 16'190 (Absteiger in NLB) 12. Renen Natation 16'051 (Absteiger in NLB) 13.4. WM Manchester: ER 4x100 Lagen. Die russische Staffel über 4 x 100 Meter Lagen hat am letzten Tag der Kurzbahn-WM in Manchester mit 3:28,36 bereits im Vorlauf einen Europarekord erzielt. Bislang stand die europäische Bestmarke bei 3:28,62 , aufgestellt von der Ukraine am 9. April 2006 bei der WM in Schanghai. In Manchester war es bereits die 13. Europa-Bestmarke. 13.4. WM Manchster: Weltrrkorde fallen. (sid) Auch am vierten Tag der Schwimm-Weltmeisterschaften auf der Kurzbahn in Manchester hat die Weltrekordjagd kein Ende genommen. Dabei setzten am Samstag Superstar Kirsty Coventry, Ryan Lochte und die 4x100-m-Freistilstaffel der niederländischen Frauen neue Bestmarken. Im Schatten dieser Rekorde blieben Thomas Rupprath (Rostock) und das Team des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) ohne Medaille. Im Finale über 50m Rücken belegte Rupprath bei seinem einzigen Start nach 23,65 Sekunden den undankbaren vierten Rang. Den Titel holte sich Peter Marshall aus den USA (23,49). "Wenigstens ist mein Weltrekord nicht in Gefahr gewesen, aber ich kann schneller", sagte der 31-Jährige. Rupprath hält mit 23,27 Sekunden seit über drei Jahren die Weltbestmarke über diese Distanz. Eine knappe Stunde später war der Rostocker aber seinen Europarekord über 100m Lagen los. Laim Tancock blieb mit 52,27 Sekunden um 31 Hundertstelsekunden unter der bisherigen Marke.Kirsty Coventry (Simbabwe) erzielte über 200m Lagen mit 2:06,13 Minuten bereits ihren dritten Fabelweltrekord und gewann zudem ihren vierten Titel. Sie blieb um 1,66 Sekunden unter der bisherigen Marke von Allison Wagner (USA), die diese am 5. Dezember 1993 aufgestellt hatte. Zugleich war es der älteste Weltrekord überhaupt auf der Kurzbahn. Coventry kassierte damit bislang ein Preisgeld in Höhe von 67.000 US-Dollar bei der WM in Manchester. Ryan Lochte (USA) verbesserte den Weltrekord über 100m Lagen von Ryk Neethling (Südafrika) um 27 Hundertstelsekunden auf 51,25. Die niederländische 4x100-m-Freistilstaffel der Frauen machte in 3:29,42 Minuten das Dutzend an Weltrekorden voll [Website] [OmegaTiming] . 13.4. Schweizer Vereinsmeisterschaft Neuchâtel, 12. und 13. April 2008: Massacand mit Schweizerrekord über 200m Rücken. (Swiss Swimming) Am Finalwochenende der Schweizer Vereinsmeisterschaft in Neuenburg zeichnet sich ein hoch spannendes Rennen um den Titel ab. Nach der Hälfte des Programms führt bei den Männern Genève Natation mit rund 350 Punkten Vorsprung auf ein praktisch gleichauf liegendes Verfolgertrio bestehend aus den Limmat Sharks Zürich, Red Fish Neuchâtel und dem SC Uster-Wallisellen. Bei den Damen führt ebenfalls Genève Natation vor dem SC Uster-Wallisellen und Lausanne Natation. Auch da sind die Abstände noch gering und eine Vorentscheidung ist noch nicht gefallen. Nur eine Woche nach den Schweizer Meisterschaften befinden sich die meisten Schwimmer nach wie vor in Topform und nutzen diese zu guten Leistungen auf der kurzen Bahn. Jonathan Massacand sorgte mit seinem Schweizerrekord über 200m Rücken für den Höhepunkt des Nachmittags. In 1:56.12 Minuten verbesserte der Romands die Bestleistung von Luka Gabrilo aus dem Jahr 2002 um acht Zehntelsekunden. In glänzender Verfassung befindet sich auch Damien Courtois (Lancy Natation), der bei seinen drei Starts stets persönliche Bestzeit aufstellte. Der 20-jährige war jeweils schnellster über 50m Brust (27.36 Sekunden), 100m Brust (1:00.58 Minuten) und 100m Lagen (55.09 Sekunden). Am Sonntag stossen mit Flori Lang (SC Uster-Wallisellen) und Patrizia Humplik (SK Bern) die beiden Kurzbahn-WM-Teilnehmer zu ihren Teams. Beide sind am Samstag aus Manchester zurückgereist und werden am Sonntag für ihren Verein im Einsatz stehen. Der Zwischenstand nach dem ersten Tag: Männer: 1. Genève Natation 10'592 Punkte 2. Limmat Sharks Zürich 10’246 3. Red Fish Neuchâtel 10’200 4. SC Uster-Wallisellen 10’193 5. Lancy Natation 9’600 6. SC Liestal 9’596 Damen: 1. Genève Natation 9'943 Punkte 2. SC Uster-Wallisellen 9’871 3. Lausanne Natation 9’740 4. Limmat Sharks 9’570 5. Red Fish Neuchâtel 8’991 6. Swim Team Biel 8’808 [Resultate] 12.4. Liam Tancock verbessert ER. Der britische Schwimmer Liam Tancock hat bei den Kurzbahn-Weltmeisterschaften in Manchester den Europarekord von Thomas Rupprath über 100 Meter Lagen unterboten: Tancock erzielte bereits im Halbfinale 52,27 Sekunden. Ruppraths bisherige kontinentale Bestmarke von 52,58 hatte seit dem 25. Januar 2003 Bestand, aufgestellt in Berlin. 12.4. Kurzbahn-WM 2012 in Istanbul. Die türkische Metropole Istanbul ist von der FINA zum Austragungsort der Kurzbahn-WM 2012 bestimmt worden. 2009 findet dort bereits die Kurzbahn-EM statt. 2010 finden die Welt-Titelkämpfe mit Dubai im arabischen Raum statt. 12.4. FINA hat keine Einwände gegen Weltrekord-Anzug. Der im Februar vorgestellte LCR Racer der australischen Firma Speedo entspricht den Regeln. Das gab der Weltverband FINA am Samstag während der Kurzbahn-Weltmeisterschaften in Manchester nach einer Zusammenkunft mit Herstellern von Schwimm- Bekleidung bekannt. In dem neuen Produkt der Australier mit der Bezeichnung LZR Racer sind im Olympia-Jahr bislang 18 von 19 Weltrekorden auf 50-Meter-Bahnen erzielt worden. Konkurrenten des australischen Herstellers hatten die Regel-Konformität des neuen Produkts angezweifelt. 12.4. WM Manchester: Flori Lang nochmals mit Bestzeit. (Swiss Swimming) Flori Lang unterbot im Vorlauf über 100m Freistil an den Kurzbahn-Weltmeisterschaften in Manchester seine persönliche Bestzeit. Der Zürcher schlug nach exakt 49 Sekunden an womit er Rang 25 belegte. Für die Halbfinalqualifikation hätte Lang aber nochmals vier Zehntel schneller sein müssen. 12.4. WM Manchester: Fünf Weltrekorde. (sid) In Manchester purzelten die Weltrekorde am Freitag nahezu nach Belieben. Für die dritte Bestmarke sorgte bei den Kurzbahnweltmeisterschaften in Manchester der Kroate Duje Draganja. Über 50 Meter Freistil sprintete er zu 20,81 Sekunden und blieb damit zwölf Hundertstel unter der bisherigen Bestmarke des Schweden Stefan Nystrand vom 18. November des vergangenen Jahres. Ryan Lochte aus den USA sorgte mit 1:51,36 Minuten über 200m Lagen für den vierten neuen Weltrekord. Er verbesserte die bisherige Marke des Ungarn Laszlo Cseh (1:52,99) vom 13. Dezember vergangenen Jahres deutlich. Zuvor hatte es bereits je zwei Welt- und zwei Europarekorde gegeben. Kristy Coventry aus Simbabwe steigerte die Bestmarke über 200m Rücken um 2,33 Sekunden auf glanzvolle 2:00,91 Minuten. In 2:02,60 blieb die Zweitplatzierte Elizabeth Simmonds aus Großbritannien ebenfalls noch unter der alten Marke und erzielte damit einen Europarekord. Für den zweiten Weltrekord sorgte die Australierin Felicity Galvez über 50m Delfin in 25,32 Sekunden. Sie unterbot damit die die fünf Jahre alte Bestmarke der Schwedin Anna-Karin Kämmerling um eine Hundertstelsekunde. Europarekord schwamm in 3:37,25 über 400m Freistil der Russe Juri Prillukow. Der fünfte Weltrekord des Tages ging über 4x100m Lagen der Frauen mit 3:51,36 Minuten auf das Konto der USA. Die drittplazierten Britinnen schwammen mit 3:53,02 Minuten Europarekord. Hinter der australischen Siegerin Shayne Reese (59,58) verbesserte die Finnin Hannah-Maria Seppälä mit 59,62 Sekunden die Europabestmarke über 100 m Lagen um neun Hundertstelsekunden [Website] [OmegaTiming] .
Medienberichte über Martina von Berkel: [1]
[2] [3] März 200831.3. Australischer Schwimmer in Schlägerei verwickelt. (sid) Nur wenige Stunden nach Abschluss des Meisterschaften in Sydney wurde der australische Schwimmer Nick D'Arcy wegen einer Kneipenschlägerei vorübergehend festgenommen. Dem Delfin-Spezialisten wird vorgeworfen, dem früheren Commonwealth-Sieger Simon Cowley Gesichtverletzungen, darunter einen Nasenbeinbruch, zugefügt zu haben. Gegen D'Arcy ermittelt nun auch der australische Verband (SA). Seine ursprünglich geplante Teilnahme an der Kurzbahn-WM Anfang April in Manchester sagte der 20-Jährige bereits freiwillig ab. Nach dem achttägigen Qualifikationsturnier war am Samstag das 42-köpfige australische Aufgebot für Peking benannt worden. Insgesamt stehen sieben Weltrekordler im Olympia-Team. 30.3. Trickett krönt Weltrekord-Festival. Die australischen Meisterschaften sind mit dem achten Weltrekord in acht Tagen zu Ende gegangen. Libby Trickett verbesserte zum Abschluss die erst fünf Tage alte Bestleistung der Niederländerin Marleen Veldhuis über 50 Meter Freistil von 24,09 auf 23,97 Sekunden. Für die früher unter ihrem Mädchennamen Lenton bekannte Schwimmerin war es bereits der zweite Weltrekord, nachdem sie zwei Tage zuvor der Berlinerin Britta Steffen die Bestmarke über 100 Meter Freistil abgenommen hatte. "Ehrlich gesagt habe ich gedacht, dass der Rekord über 50 Meter außerhalb meiner Reichweite sein würde", sagte Trickett vor Tausenden von begeisterten Zuschauern. Zweiter Höhepunkt des Abends war die erfolgreiche Olympia-Qualifikation von Grant Hackett. Der Langstreckenspezialist und Teamcaptain der australischen Schwimmer blieb zwar über 1500 Meter in 14:48,65 Minuten 14 Sekunden hinter seinem eigenen Weltrekord zurück, erzielte aber seine beste Zeit seit seiner Schulteroperation im Jahr 2006. Hackett könnte bei den Olympischen Spielen in Peking Geschichte schreiben. Er hat die Chance, als erster männlicher Schwimmer drei Mal hintereinander in der selben Disziplin zu gewinnen. Bisher haben das nur zwei Frauen geschafft: die Australiern Dawn Fraser (1956 bis 1964 über 100 Meter Freistil) sowie die Ungarin Krisztina Egerszegi, die 1988 bis 1992 drei Mal die 200 Meter Rücken gewann. Die Australier haben mit ihrer Weltrekord-Flut bewiesen, dass sie auch in Peking wieder zu den besten Nationen im Pool zählen werden [Resultate] [Website] . 28.3. Sullivan rekordelt weiter. Der australische Schwimmer Eamon Sullivan ist bei den australischen Meisterschaften in einer grandiosen Form. Er unterbot im Final der Olympia-Trials seinen eigenen Weltrekord über 50m Freistil, den er keine 24 Stunden vorher im Halbfinal aufgestellt hatte, nochmal um 0,13 Sekunden auf 21,28 Sekunden. Damit verbesserten zwei Schwimmer die Weltbestzeit innerhalb von nur fünf Tagen gleich dreimal, denn der Europameister Alain Bernard (Frankreich/21,50) hatte den Weltrekord bei den Europameisterschaften in Eindhoven vor vier Tagen bereits geknackt [Resultate] [Website]. Rekordentwicklung: 21.28 Sullivan, AUS, März 2008 21.41 Sullivan, AUS, März 2008 21.50 Bernard, F, März 2008 Frühere Weltrekorde siehe: www.agendadiana.com/cerca_record.php: 2008 00:21.56 SIDNEY SULLIVAN E. (USA) 2000 00:21.64 MOSCA POPOV A. (RUS) 1990 00:21.81 NASHVILLE JAGER T. (USA) 1990 00:21.98 NASHVILLE JAGER T. (USA) 1990 00:22.12 NASHVILLE JAGER T. (USA) 1988 00:22.14 SEUL BIONDI M. (USA) 1988 00:22.18 INDIANAPOLIS WILLIAMS P. (SAF) 1988 00:22.23 ORLANDO JAGER T. (USA) 1987 00:22.32 BRISBANE JAGER T. (USA) 27.3. Weltrekorde für Sullivan und Trickett. (si) In Sydney hat sich Eamon Sullivan an den australischen Olympia-Qualifikations-Wettkämpfen mit 21,41 Sekunden den Weltrekord über 50 m Crawl zurückgeholt. Im 100-m-Crawl der Frauen verbesserte Libby Trickett mit 52,88 Sekunden den bisherigen Rekord. Sullivan war als Rekordhalter erst am vergangenen Sonntag anlässlich der EM in Eindhoven vom Franzosen Alain Bernard (21,50) abgelöst worden. In Sydney unterbot er diese Marke im Halbfinal um neun Hundertstelssekunden. Am Mittwoch hatte Sullivan Bernards 100-m-Crawl-Rekord um nur zwei Hunderstel verpasst. Im Februar hatte der Australier mit 21,56 den seit Juni 2000 unangetastet gebliebenen Weltrekord des Russen Alexander Popow verbessert. Libby Trickett, die unter ihrem Mädchennamen Lenton 2004 in Athen Staffel-Olympiasiegerin geworden war, blieb um 42 Hundertstelsekunden unter dem Weltrekord der Deutschen Britta Steffen (53,30) aus dem Jahr 2006 [Resultate] [Website] . 26.3. Entäuschte Zürcherinnen in Eindhoven ... [mehr]. 26.3. Sullivan verpasst Weltrekord. Knapp verpasste Eamon Sullivan den Weltrekord bei den Olympia-Ausscheidungen in Sydney, ihm fehlten nur zwei Hundertstelsekunden zur 100-m-Freistil-Bestmarke. Der 22 Jahre alte frühere 50-m-Weltrekordler sicherte sich das Olympiaticket in 47,52 Sekunden vor Matthew Target (48,36) und Andrew Lauterstein (48,57), nachdem er bereits im Halbfinale in 47,55 Sekunden geglänzt hatte. "Wenn man zwei 47er-Zeiten binnen 24 Stunden schwimmt, kann man nicht verstehen, warum es mit dem Rekord nicht geklappt hat", sagte Sullivan. Den Weltrekord hält seit seinem EM-Sieg in 47,50 Sekunden am vergangenen Wochenende in Eindhoven der Franzose Alain Bernard, der Sullivan in den Niederlanden auch als 50-m-Weltrekordler abgelöst hatte. In glänzenden 2:09,51 Minuten entschied Brenton Rickard die 200m Brust für sich, derweil Staffel-Olympiasiegerin Jessicah Schipper über 200m Delfin bis zur letzten Wende auf Weltrekordkurs schwamm. Dann erlebte die Doppel-Weltmeisterin von Melbourne einen Einbruch und blieb bei ihrem Sieg in 2:06,82 Minuten um 1,42 Sekunden über der von ihr selbst gehaltenen Weltrekordmarke. Bei den Olympia-Trials hat es bislang schon drei Weltrekorde gegeben [Resultate] [Website] . 26.3. Matt Welsh hört auf. Der frühere Weltmeister über 50 m Delfin (2003, Barcelona) und 100 m Rücken (2001, Fukuoka) hört nach den australischen Meisterschaften auf, wo er über 100 m Rücken nur Dritter wurde. Der 31-Jährige wurde letztes Jahr über die gleiche Distanz mit neuem Commonwaelth Rekord in 50.71 noch australischer Meister. Ein Höhepunkt in seiner Karriere war sicher auch die Bronzemedaille über 200 m Rücken an den olympischen Spielen 2000 in Sydney. 25.3. Rice schwamm erneut Weltrekord. Stephanie Rice hat bei den australischen Olympia-Trials in Sydney innerhalb von drei Tagen ihren zweiten Schwimm-Weltrekord aufgestellt. Über 200 m Lagen schlug die 19-Jährige nach 2:08,92 Minuten an und war damit 0,8 Sekunden schneller als die Chinesin Wu Yanyan 1997 in Schanghai. Yanyans Zeit war die zweitälteste Rekordmarke über die 50-Meter-Bahn. Bereits am Samstag (Ortszeit) hatte Commonwealth-Siegerin Rice über 400 m Lagen in 4:31,46 Minuten für einen Weltrekord gesorgt und dabei die vorherige Bestzeit von US-Weltmeisterin Katie Hoff vom April 2007 um 1,43 Sekunden verbessert. Rice hat damit als erste Schwimmerin seit der damaligen DDR-Athletin Petra Schneider (1980) beide Lagen-Rekordzeiten gleichzeitig inne. 25.3. Pellegrini schwimmt 400-m-WR. (si) Federica Pellegrini ist bei der EM in Eindhoven Weltrekord über 400 Meter Freistil geschwommen. Die 19-jährige Italienerin unterbot in 4:01,53 Minuten um sechs Zehntel die Bestmarke von Weltmeisterin Laure Manaudou aus Frankreich, die auf einen Start über diese Strecke verzichtet hatte. Silber holte sich die Französin Coralie Balmy (4:04,15), Bronze ging an die Rumänin Camelia Potec (4:05,62). Die Holländerin Marleen Veldhuis stellte einen Weltrekord über 50 m Crawl auf. Sie gewann in 24,09 Sekunden und verbesserte damit die am 22. September 2000 in Sydney von ihrer Landsfrau Inge de Bruijn geschwommene Bestmarke um 4 Hundertstel. Laszlo Cseh hat bei der EM in Eindhoven seinen Titel über 400 Meter Lagen mit Europarekord erfolgreich verteidigt. Der Ungar hat damit seine zweite Goldmedaille nach dem Triumph über die halbe Distanz gewonnen. Cseh unterbot in 4:09,59 Minuten seine eigene, drei Jahre alte Bestmarke um vier Hundertstel und verwies den Griechen Ioannis Drymonakos (4:14,72) sowie den Italiener Luca Marin (4:16,89) souverän auf die Plätze zwei und drei. Bei den 4x100-m-Lagenstaffeln gabs nochmals einen Europarekord: Die Britinnen blieben in 3:59,33 MInuten 2,21 Sekunden unter der sechs Jahre alten Bestmarke der Deutschen. Silber ging an Russland (4:00,47), Bronze sicherten sich die Niederlande. Bei den Männern gewann Russland in 3:34,25 Minuten vor Kroatien (3:36,32) und Schweden (3:36,85) auf die Plätze zwei und drei. 25.3. Achter Platz zum Abschluss von Flavia Rigamonti. (Swiss Swimming) Der letzte Einsatz des Schweizer Teams an der EM 2008 in Eindhoven war der erfolgreichsten Atheltin vorbehalten. Flavia Rigamonti stand im Final über 400m Freistil und verabschiedete sich mit einer weiteren guten Leistung. Sie kam zwar in 4:12.67 nicht mehr ganz an die Zeit des Vorlaufs heran und musste mit Rang 8 Vorlieb nehmen, was der gesamten EM-Bilanz aber keinen Abbruch tut. „Auch ich darf mal müde werden…“, war die Kurzanalyse der „Marathonfrau“. Insgesamt schwamm die Tessinerin in den letzten fünf Tagen bei sieben Starts insgesamt 5600 Meter im Wettkampftempo! Das allein ist eine Leistung, die grössten Respekt verdient! Eine erfolgreiche EM aus Schweizer Sicht geht damit zu Ende. Die Bilanz in Zahlen sieht wie folgt aus: 1 Gold- und 1 Silbermedaille 3 (weitere) Finals 1 Staffelfinal 5 Semifinals (d.h. Platz 9-16, Staffeln nicht eingerechnet sonst 9) 2 Olympiaqualifikationen im Einzel (Rigamonti und Massacand) sowie 4x100m Freistilstaffel praktisch gesichert durch B-Limite von Adrien Perez 35% persönliche Bestzeiten 4 Schweizerrekorde 25.3. Medaillenspiegel Eindhoven. G S B RUS 8 6 5 FRA 5 4 3 ITA 4 4 5 NED 4 3 3 HUN 3 3 2 AUT 3 2 2 GRE 2 2 - SWE 2 1 5 GER 2 - - ESP 1 3 - GBR 1 2 - NOR 1 2 - UKR 1 1 1 SLO 1 1 - SUI 1 1 - SRB 1 - - CRO - 2 1 ROU - 1 4 POL - 1 1 FIN - 1 - BLR - - 1 DEN - - 1 LTU - - 1 SVK - - 1 24.3. Flavia Rigamonti im Final. (Swiss Swimming) Flavia Rigamonti ist es gelungen, die Müdigkeit nach der grossartigen Leistung von gestern Abend zu überwinden. In 4:12.05 schlug sie als sechste der Vorläufe an, qualifizierte sich für den Final und unterbot dabei auch eine weitere Limite für die Olympischen Spiele. Sie wird damit auch für den letzten Einsatz aus Schweizer Sicht besorgt sein, wenn sie heute Abend zum Final antritt. „Nach den vielen Einsätzen in den letzten Tagen wäre ich nicht unglücklich gewesen, wenn ich mit einer guten Zeit Neunte geworden wäre. Aber klar freue ich mich über die Qualifikation und ich werde sicher versuchen, nochmals schneller zu schwimmen“, sagte Rigamonti nach dem Rennen. Die anderen Schweizer konnten am letzten Tag nicht mehr über sich hinauswachsen und erreichten ihre persönlichen Bestzeiten nicht. Für die Staffeln war ebenfalls im Vorlauf Endstation obwohl die Zeiten durchaus ansprechend waren. Die Resultate der Schweizer: 400m Freistil Damen: 6. Flavia Rigamonti 4:12.05 (OS-Limite) 17. Swann Oberson 4:17.54 25. Stephanie Eisenring 4:23.65 400m Vierlagen Herren: 22. Stephan Bachmann 4:30.11 4x100m Lagen Damen 14. Schweiz 4:17.22 (Stampfli 1:04.32, Humplik 1:13.20, van Berkel 1:03.07, Prünte 56.57) 4x100m Lagen Herren 16. Schweiz 3:44.20 (Massacand 55.94, Waeber 1:03.65, Courtois 54.91, Novy 49.70) 24.3. Flavia Rigamonti Europameisterin über 1500m. (Swiss Swimming) Flavia Rigamonti ist die erste Europameisterin der Geschichte über 1500m Freistil! Die Tessiner Ausnahmeathletin bewies in Eindhoven auf eindrückliche Art, dass sie zu Recht als Favoritin gehandelt wurde. In einem Rennen, das sie vorher sehr genau geplant hatte, liess sie den Konkurrentinnen keine Chance und gewann in 15:58.94 Minuten – lediglich gut drei Sekunden über ihrem eigenen Europarekord. „Bei 1000 Meter sind alle am Limit. Wer da noch zusetzten kann, der gewinnt“, so die Erklärung von Rigamonti. Die ersten Vier setzten sich bald einmal ab und nach 800 Metern übernahm die Schweizerin erstmals die Führung, die sie bis zum Schluss ausbaute, und dies obwohl die härteste Gegnerin, die Spanierin Erika Villaecija, kaum langsamer wurde. „Es war ein tolles Gefühl die Hymne zu hören. Nicht nur für mich. Wir haben ein Team mit vielen Jungen hier und für die war es sehr wichtig zu sehen, dass Schweizer auch zuoberst auf dem Podest stehen können“, sagte die 26-jährige. Es ist dies der zweite Europameistertitel für Rigamonti auf der langen Bahn nach dem Triumph im Jahr 2000 über 800m Freistil und ihr Total an Medaillen bei internationalen Meisterschaften stieg auf deren 18. Die erfolgreichste Schweizer Schwimmerin aller Zeiten bekam damit einen schönen Motivationsschub für die weitere Vorbereitung auf die Olympischen Spiele. Im Schatten von Rigamonti schwamm auch die zweite Schweizerin im Final zu einer sensationellen Zeit. Die Genferin Swann Oberson schlug als Fünfte in 16:31.81 Minuten an und verbesserte damit zum zweiten Mal an dieser EM die persönliche Bestzeit. Im Vorlauf waren es schon 10, nun nochmals 9 Sekunden! „Es ist unglaublich, ich kann es noch gar nicht richtig fassen“, so die 21-jährige. Für sie beginnt nun bereits die Vorbereitung auf die Open Water Wettkämpfe. Oberson wird versuchen, sich an den Weltmeisterschaften in Sevilla von anfangs Mai über 10km für die Olympischen Spiele zu qualifizieren. In dieser Form gehört sie ganz sicher zu den Anwärterinnen auf einen Quotenplatz. Karel Novy beklagte im Halbfinal über 50m Freistil sehr viel Pech. Unmittelbar vor dem Start riss der Bändel an seinem Anzug und die brandneue Hose wurde ungewollt zum Bremsfallschirm. „Ich hatte keine Chance etwas zu machen, es passierte wenige Sekunden vor dem Start. Ich wusste nicht, ob ich nach dem Eintauchen noch etwas anhaben werde“, war die Reaktion des enttäuschten Romands, der das Rennen zwar zu Ende schwimmen konnte aber ohne um die Finalqualifikation mitreden zu können. 24.3. WR 50 m Freistil.Der Franzose Alain Bernard hat am letzten Tag der EM den Weltrekord über 50 m Freistil um 6/100 auf 21.50 verbessert (zuvor verbessert von Eamon Sullivan, AUS, am 17.2.08). Bernard ist nach Matt Biondi (1986) erst der zweite Schwimmer, der am gleichen Meeting beide Rekordmarken (50 und 100 m) verbessert hat. 24.3. Australien in Rekordlaune. Die australische Olympia-Qualifikation hat in Sydney mit einer Weltrekordflut begonnen. Am Samstag und Sonntag stellten die Schwimmer vom Fünften Kontinent im Olympia-Becken des Jahres 2000 drei neue Weltbestzeiten auf. Am beeindruckendsten war dabei die Leistung von Stephanie Rice. Die 19-Jährige erreichte über 400 m Lagen eine Zeit von 4:31,46 Minuten, verbesserte ihre eigene Bestzeit um erstaunliche sechs Sekunden und war 1,43 Sekunden schneller als die US-Amerikanerin Katie Hoff bei der Weltmeisterschaft des Vorjahres in Melbourne. Die erst 15 Jahre alte Schülerin Emily Seebohm unterbot in 27,95 Sekunden den erst zwei Wochen alten Weltrekord der Amerikanerin Hayley McGregory über die nicht-olympischen 50 m Rücken um 5/100 Sekunden. Die im Halbfinale erzielte Bestmarke hielt nicht einmal 24 Stunden. Am Sonntag verbesserte Sophie Eddington den Rekord auf 27,67 Sekunden. Ermutigend verlief der erste Auftritt von Langstreckenkönig Grant Hackett. Der 1500-m-Olympiasieger von Sydney und Athen überzeugte über 400 m mit seiner besten Zeit seit drei Jahren. Eineinhalb Jahre nach dem Rücktritt seines großen Rivalen Ian Thorpe erzielte der Kapitän des australischen Schwimmteams 3:45,15 Minuten und unterstrich, dass er durchaus das Zeug hat, als erster männlicher Schwimmer in der olympischen Geschichte drei Goldmedaillen hintereinander in derselben Disziplin zu gewinnen. Zu den herausragenden Leistungen am zweiten Tag der Wettkämpfe gehörten die 56,81 Sekunden der frisch verheirateten Libby Trickett (geborene Lenton) über 100 m Schmetterling. Sie blieb nur 20/100 unter dem Weltrekord der niederländischen Ausnahmeschwimmerin Inge De Bruijn. Trickett kündigte anschließend an, sie werde nun den 100-m-Freistil-Weltrekord der Berlinerin Britta Steffen angreifen. 23.3. Rücken-Rekord hielt nur einen Tag. Sophie Edington hat bei den australischen Olympia-Ausscheidungen in Sydney für den dritten Weltrekord innerhalb von 24 Stunden gesorgt. Die 23-Jährige unterbot im Finale über 50 m Rücken in 27,67 Sekunden die erst einen Tag bestehende Bestmarke von Emily Seebohm (27,95) um 28/100. 23.3. Nur Novy im Halbfinal. (Swiss Swimming) Der zweitletzte Tag der Europameisterschaften in Eindhoven stand für das Schweizer Team ganz im Zeichen der 50 Meter Sprints. Von acht Starts waren deren sieben nach einer Länge zu Ende. Am schnellsten absolvierte Teamsenior Karel Novy den Freistilsprint, der in 22.85 ins Ziel kam und sich als 15. für den Halbfinal qualifizierte. Flori Lang (23.07) und Alessandro Gaffuri (23.37) erreichten zwar eine persönliche Bestzeit, schieden aber aus. Im Rennen über 200m Delfin der Damen, in dem Martina van Berkel für die Schweiz am Start stand, stellte sich vor dem Start die Frage, ob der älteste Schweizerrekord aus dem Jahr 1981 von Carole Brook ins Wanken geriet. Er tat es nicht, obwohl die 20-jährige bis 150 Meter gut auf Kurs war. Sie schlug schliesslich in 2:16.56 und war mit ihrem Abschneiden nicht zufrieden: „Alle Wenden sind mir nicht gut gelungen und ich muss wirklich an meiner Unterwasserphase arbeiten, da verliere ich zu viel auf die anderen“. Die Resultate der Schweizer in den Vorläufen: 50m Brust Damen 26. Céline Baillod 33.31 31. Patrizia Humplik 33.66 50m Freistil Herren 15. Karel Novy 22.85 24. Flori Lang 23.07 (PB) 36. Alessandro Gaffuri 23.37 (PB) 50. John Herzig 24.11 200m Delfin Damen 22. Martina van Berkel 2:16.56 50m Freistil Damen 37. Laura Noccioli 26.68 Der zweitletzte Tag der Europameisterschaften in Eindhoven stand für das Schweizer Team ganz im Zeichen der 50 Meter Sprints. Von acht Starts waren deren sieben nach einer Länge zu Ende. Am schnellsten absolvierte Teamsenior Karel Novy den Freistilsprint, der in 22.85 ins Ziel kam und sich als 15. für den Halbfinal qualifizierte. Flori Lang (23.07) und Alessandro Gaffuri (23.37) erreichten zwar eine persönliche Bestzeit, schieden aber aus. Im Rennen über 200m Delfin der Damen, in dem Martina van Berkel für die Schweiz am Start stand, stellte sich vor dem Start die Frage, ob der älteste Schweizerrekord aus dem Jahr 1981 von Carole Brook ins Wanken geriet. Er tat es nicht, obwohl die 20-jährige bis 150 Meter gut auf Kurs war. Sie schlug schliesslich in 2:16.56 und war mit ihrem Abschneiden nicht zufrieden: „Alle Wenden sind mir nicht gut gelungen und ich muss wirklich an meiner Unterwasserphase arbeiten, da verliere ich zu viel auf die anderen“. Die Resultate der Schweizer in den Vorläufen: 50m Brust Damen 26. Céline Baillod 33.31 31. Patrizia Humplik 33.66 50m Freistil Herren 15. Karel Novy 22.85 24. Flori Lang 23.07 (PB) 36. Alessandro Gaffuri 23.37 (PB) 50. John Herzig 24.11 200m Delfin Damen 22. Martina van Berkel 2:16.56 50m Freistil Damen 37. Laura Noccioli 26.68 23.3. Guennadi Touretski wieder in der Schweiz. (Swiss Swimming) Der Headcoach des Schweizer Nationalteams Guennadi Touretski ist wieder in der Schweiz. Nachdem er sich gestern Abend wegen Kreislaufproblemen in ärztliche Betreuung begeben musste, war sein Zustand heute stabil genug, um die Heimreise anzutreten. Von Teamarzt Dr. Ewen Cameron begleitet flog er zurück nach Zürich und befindet sich nun wieder zu Hause. Weitere Untersuchungen erfolgen nun im gewohnten Umfeld zu Hause. 23.3. Jonathan Massacand Zehnter. (Swiss Swimming) Der 24-jährige Jonathan Massacand erreichte im Halbfinal über 200m Rücken mit 2:00.95 die zehntschnellste Zeit. Er war damit acht Zehntel langsamer als bei seinem Schweizerrekord heute morgen. Etwas ärgern dürfte den Vaudois die Tatsache, dass er mit 2:00.25 den Final erreicht hätte. „ich war physisch und mental ein bisschen müde“, sagte Massacand nach dem Rennen. Und weiter: „Es ist bereits der fünfte Tag und heute Morgen habe ich mich überhaupt nicht geschont“. Der Ärger über den verpassten Final dürfte bald schon der Freude über die praktisch gesicherte Qualifikation für die Olympischen Spiele weichen. Sein Coach Chris Morgan war mit seinem Schützling mehr als zufrieden: „es war richtig, dass er im Vorlauf schon ans Limit ging und die Limite damit ins Trockene brachte. Der Final wäre eine schöne Zugabe gewesen, zufrieden sind wir aber auch so“. 23.3. Bernard bricht eigenen WR. (si) Alain Bernard aus Frankreich hat seinen eigenen Weltrekord über 100 m Freistil verbessert. In 47,50 Sek. blieb der 24-Jährige eine Zehntel unter seiner Bestmarke vom Vortag und siegte vor dem Schweden Stefan Nystrand und dem Italiener Filippo Magnini. Nina Zhivanevskaya hat über 50 m Rücken den Europarekord von Janine Pietsch unterboten. Im Halbfinale blieb die Spanierin in 28,13 sechs Hundertstel unter der zwei Jahre alten Bestmarke von Pietsch. Der Russe Juri Prilukow gewann in 14:50,40 Gold über 1500 m Freistil. 22.3. Rice und Seebohm schwimmen Weltrekord. Stephanie Rice hat mit einem WR über 400 m Lagen für das erste Highlight bei den australischen Olympiaausscheidungen in Sydney gesorgt. Die zweifache Bronzemedaillengewinnerin der letztjährigen WM in Melbourne wurde in 4:31,46 gestoppt. Damit war die 19-Jährige aus Brisbane 1,43 Sekunden schneller als dieAmerikanerin Katie Hoff, die den bisherigen Weltrekord von 4:32,89 am 1. April 2007 bei der WM geschwommen war. Inspiriert durch Rice, schwamm auch die 15-jährige Emily Seebohm auf WR-Kurs: Sie schlug über die 50 m Rücken nach 27.95 an, 0.05 Sekunden weniger als die Amerikanerin Hayley McGregory anfangs Monat am Texas Grand-Prix. Australian Swimming Championships, Sydney, 22.-29.3.2008 [Resultate] [Website] . 22.3. Massacand mit Topleistung. (Swiss Swimming) Jonathan Massacand scheinen die frühen Morgenstunden zu behagen: gleich zum Auftakt der Vorläufe um 9 Uhr schwamm er unbeirrt zu einem neune Schweizerrekord über 200m Rücken und unterbot auch gleich die Limite für die Olympischen Spiele. Als zweiter der Vorläufe qualifizierte er sich sicher für die Halbfinals vom Nachmittag. Seinen eigenen alten Rekord, den er an der Universiade im vergangenen August aufgestellt hatte, verbesserte der Genfer gleich um 1.84 Sekunden auf 2:00.16, die Limite für Peking um 1.4 Sekunden. „Ich war schon etwas nervös vor dem Start und wollte schon im Vorlauf alles klar machen für Peking“, sagte ein zufriedener Massacand nach dem Wettkampf. Flavia Rigamonti musste im Vorlauf über 1500m Freistil nicht an ihr Limit gehen. Kraft sparend und kontrolliert schwamm sie in 16:40.14, fast 45 Sekunden über ihrem Schweizerrekord. Diese Zeit reichte aber immer noch zu Rang vier. In ihrem Sog unterbot Swann Oberson im gleichen Vorlauf ihre persönliche Bestzeit um rund 10 Sekunden und schlug unmittelbar nach Rigamonti an. Sie steht damit bei ihrer ersten EM-Teilnahme gleich im ersten Final. Wenig fehlte und gleich mehrere Schweizer hätten sich ebenfalls für die Halbfinals qualifiziert: Seraina Prünte (200m Freistil), Carla Stampfli (50m Rücken) und Damien Courtois (50m Brust) verpassten dieses Ziel nur knapp. Mit Ausnahme von Stampfli schwammen sie aber persönliche Bestzeit, wie auch Stephanie Eisenring über 200m Freistil. Die Resultate der Schweizer in den Vorläufen 200m Rücken Herren 2. Jonathan Massacand 2:00.16 (SR und OS-Limite) 200m Freistil Damen 21. Seraina Prünte 2:02.70 (PB) 33. Stephanie Eisenring 2:04.64 (PB) 100m Delfin Herren 46. Damien Courtois 55.49 52. Adrien Perez 57.24 50m Rücken Damen 20. Carla Stampfli 30.49 50m Brust Herren 23. Damien Courtois 28.76 (PB) 1500m Freistil Damen 4. Flavia Rigamonti 16.40.14 5. Swann Oberson 16:40.87 (PB) [Website] [Results Swimming] 22.3. Lang beendet die lange Durststrecke ... [mehr in der NZZ]. 22.3. Guennadi Touretski musste hospitalisiert werden. (Swiss Swimming) Parallel zum Jubel über die Medaille von Flori Lang hatte die Schweizer Delegationsleitung am Freitagabend ein ernstes Problem zu lösen: Guennadi Touretski musste mit gesundheitlichen Problemen hospitalisiert werden. Beim 59-jährigen wurden Kreislaufprobleme festgestellt, die es ihm verunmöglichen, seine Funktion als Headcoach des Schweizer Teams für den Rest der Europameisterschaften in Eindhoven wahrzunehmen. Sébastien Gautsch und Benjamin Paris, die beiden Coaches neben Guennadi Touretski, werden die Aufgaben des Headcoachs übernehmen. Die Betreuung der Schweizer Schwimmer ist damit gewährleistet. Wir halten euch auf dem Laufenden, sobald wir mehr Informationen haben. 22.3. Bernard schwimmt Weltrekord über 100 m Freistil. Der Franzose Alain Bernard hat bei den Europameisterschaften in Eindhoven den Schwimm-Weltrekord über 100 Meter Freistil gelöscht. In 47,60 Sekunden unterbot der 24-Jährige die fast acht Jahre alte Bestmarke des Niederländers Pieter van den Hoogenband bei dessen Olympiasieg in Sydney um 24/100. Van den Hoogenband hatte wegen einer Erkrankung auf den Start verzichtet. Nach dem Weltrekord der niederländischen Frauen über 4 x 100 Meter Freistil war die Leistung von Bernard der zweite Weltrekord dieser EM [Website] [Results Swimming]. 22.3 Europarekorde in Einhoven purzeln. Ioannis Drymonakos aus Griechenland hat bei den Europameisterschaften in Eindhoven überraschend den Europarekord über 200 Meter Delfin unterboten. Der 24-Jährige schlug im Finale nach 1:54,16 Minuten an und war 46/100 Sekunden schneller als Franck Esposito aus Frankreich am 17. April 2002. Auch der zweitplatzierte polnische Titelverteidiger Pawel Korzeniowski blieb in 1:54,38 noch unter dem bisherigen Europarekord. Die 17 Jahre alte Russin Anastasia Zueva verbesserte als Siegerin über 100 m Rücken in 59,41 Sekunden den Europarekord der französischen Favoritin Laure Manaudou aus dem Halbfinale um 9/100. 22.3. Rigamonti schwimmt am Podest vorbei, Lang sprint in die Bresche. (Swiss Swimming) Die Medaille lag in der Luft, allerdings hätte man sie heute eher Flavia Rigamonti zugetraut. Diese wurde Vierte doch dazu später. Flori Lang stand zwar als zweitschnellster der Halbfinals im Final – allerdings durfte sich jeder der acht Finalisten Chancen auf eine Medaille ausrechnen, so eng lagen alle beieinander. Es war das fast perfekte Rennen des Zürchers, der in 25.18 die Silbermedaille gewann und den Schweizerrekord um 16 Hundertstel verbesserte. „im ersten Moment habe ich nur den Rang und die Zeit gesehen und erst mal gejubelt. Erst später habe ich gesehen, dass der Sieger nur vier Hundertstel schneller war. Ich bin trotzdem extrem happy!“, freute sich Lang. Er habe Nervosität und Anspannung optimal kontrollieren können und in ein Superrennen umwandeln können. „Es war OK“, war der mit einem Schulterzucken verbundene Kommentar. Abgegeben hat ihn Flavia Rigamonti nach ihrem Final über 800m Freistil, in welchem sie als Vierte angeschlagen hatte. Nach 8:28.16 blieb die Uhr stehen – nur zwei Mal in ihrer langen Karriere war die Tessinerin bisher schneller. Zur Bronzemedaille fehlten knapp drei Sekunden, etwas mehr als zu ihrem Schweizerrekord. „Unter 8:30 ist immer gut, vor allem wenn man das In-Season macht“, kommentierte die 27-jährige weiter. Damit liess sie durchblicken, dass diese Meisterschaft zwar einen hohen, aber nicht übergeordneten Stellenwert in ihrer Vorbereitung geniesst. Der Fokus liegt in der laufenden Saison ganz klar auf den Olympischen Spielen. Karel Novy bestätigte in seinem Halbfinalrennen über 100m Freistil seine Zeit vom Morgen und blieb in 49.72 erneut unter 50 Sekunden, was zum 13. Schlussrang reichte. Nur vier Mal war der Romand bisher schneller: je zwei Mal an der Schweizer Meisterschaften im Jahr 2000 in Genf und an den Europameisterschaften 2004 in Madrid. Diese Leistung ist umso erstaunlicher, als dass Novy den Schwerpunkt vom Schwimmen ganz klar auf sein Studium an der ETH in Zürich verlegt hat. „Es war eine kurze aber intensive Vorbereitung auf diese EM. Wegen dem Studium kann ich nur noch ein Bruchteil von dem Umfang trainieren, was ich früher gemacht habe“, sagte Novy. Die starke Zeit kann man deshalb nur dadurch erklären, dass der 28-jährige über eine sehr solide Basis verfügt, die er sich in seinen jungen Jahren antrainiert hat [Website] [Results Swimming]. 21.3. Novy in alter Frische – Perez mit Bestzeit und „Staffellimite“. (Swiss Swimming) Karel Novy, der Captain der Nationalmannschaft, der kein Geheimnis draus macht, dass er in erster Linie für seine drei Kollegen in der Staffel schwimmt und in Einzelrennen keine Ambitionen mehr hegt, überraschte alle im Vorlauf über 100m Freistil. Mit einer Zeit von 49.75 Sekunden qualifizierte er sich als 14. für die Halbfinals. Am meisten war Novy selber überrascht: „ich hatte keine Ahnung wie schnell ich unterwegs war“, so der Vaudois. Gestartet war er im Einzelrennen eigentlich nur, weil er für die Staffel das Zusatzkriterium „FINA-B-Limite“ erfüllen muss. Die Pflicht hat er mit der Vorlaufzeit bei weitem übertroffen und kann am Nachmittag unbeschwert und ohne Druck zur Kür antreten. Im gleichen Rennen erfüllte auch Adrien Perez in 50.91 Sekunden die FINA-B-Limite und hievte sich damit in den Kreis der Kandidaten für die Staffel in Peking. „Es war ein Rennen ohne Fehler für mich – Ziel vorerst erreicht!“ freute sich der 20-jährieg, der am Nationalen Leistungszentrum in Tenero trainiert. Er schied damit aber trotz persönlicher Bestzeit im Vorlauf aus, gleich wie John Herzig, der gegenüber der Staffel am Dienstag gar nicht auf Touren kam und in 52.29 deutlich unter seinen Erwartungen blieb. Flori Lang verzichtete auf einen Start über 100m Freistil, um sich voll auf den 50m Rückenfinal vom Abend zu konzentrieren. Auch Patrizia Humplik konnte den Knopf noch nicht aufmachen und schlug über 200m Brust nach 2:38.34 als 28. an. „Ich fühle mich irgendwie nicht frisch und spritzig. Seit dem Trainingslager im Februar bin ich die Müdigkeit nicht losgeworden“, kommentierte die junge Bernerin ihre Leistung. Martina van Berkel bestritt heute ein Vorbereitungsrennen für ihre Spezialdistanz 200m Delfin. Die halbe Distanz absolvierte sie in 1:03.23, rund sieben Zehntel über ihrer persönlichen Bestzeit. „Ich war extrem nervös und es wurde Zeit, dass ich endlich mal wettkampfmässig starten konnte. Die Zeit ist zwar nicht super aber das war auch nicht das Wichtigste in diesem Rennen“, zeigte sich die 19-jährige erleichtert. Die abschliessende Staffel über 4x200m Freistil der Damen konnte die angestrebte Finalqualifikation ebenfalls nicht erreichen. In der Besetzung Prünte, Eisenring, Oberson, Rigamonti erreichte das Schweizer Team eine Zeit von 8:14.27. Alle vier Schwimmerinnen blieben dabei zwischen 2:03.25 und 2:04.35 und klassierten sich im elften Rang. Die Resultate der Schweizer: 200m Brust Damen: 28. Patrizia Humplik 2:38.35 100m Freistil Herren: 14. Karel Novy 49.75 41. Adrien Perez 50.91 (PB) 64. John Herzig 52.29 100m Delfin Damen: 38. Martina van Berkel 1:03.23 4x200m Freistil Damen: 11. Schweiz 8.14.27 (Prünte 2:03.31 Eisenring 2:03.46, Oberson 2:04.35, Rigamonti 2:03.25) [Website] [Results Swimming] 21.3. Cavic von EM ausgeschlossen. (sid) Die europäische Schwimm-Verband LEN hat auf die politische Aktion von Europameister Milorad Cavic reagiert und den Serben von den Titelkämpfen in Eindhoven ausgeschlossen. Die LEN reagierte damit auf eine Aktion von Cavic, der bei der Siegerehrung ein T-Shirt mit der Aufschrift "Kosovo ist Serbien" getragen hatte. Zudem muss Cavic eine Geldstrafe in Höhe von 7000 Euro zahlen. Der Disziplinarausschuss der LEN wertete das Verhalten von Cavic als "verbotene politische Aktion und Verstoß gegen die Richtlinien des Verbandes". Cavic, der in Islamorada im US-Bundesstaat Florida lebt, hatte über 50 m Delifn zwei Europarekorde aufgestellt und Serbien das erste WM-Gold beschert. Der 23-Jährige wollte eigentlich noch über 100 m Freistil und Delfin an den Start gehen. 21.3. Europarekord von Manaudou. Frankreichs Schwimmstar Laure Manaudou sorgte bei den Europameisterschaften in Eindhoven für die beste Leistung am Donnerstag . Die 400-m-Olympiasiegerin von Athen schlug im Halbfinal über 100 m Rücken in 59,50 an - 0,37 Sekunden unter ihrem eigenen Europarekord und nur 29 Hundertstel über dem Weltrekord der Amerikanerin Natalie Coughlin von letztem Monat. Der alte ER der Russin Anastasia Suewa von 59,64 war nur einen Monat gültig. Die Goldmedaillen gingen an den Deutschen Paul Biedermann (200 m Crawl), der einen 24-jährigen Landesrekord von Michael "Albatros" Gross deutlich verbesserte, sowie die beiden Ungaren Gergo Kis (800 m Crawl) und Laszlo Cseh (200 m Lagen). Bei den Frauen gewannen die Einheimische Marleen Veldhuis (100 m Crawl) und die Österreicherin Mirna Jukic (100 m Brust) [Website] [Results Swimming]. 21.3. Flori Lang als Zweitschnellster im Final über 50m Rücken. (swiss Swimming) Der Zürcher Flori Lang zeigte im Halbfinal über 50m Rücken eine sehr starke Leistung. In 25.53 Sekunden gewann er den ersten Halbfinal und geht insgesamt als zweitschnellster hinter dem Israeli Guy Barnea in den Final von morgen Freitag. Es ist dies der erste grosse Final für den 25-jährigen Sprintspezialisten auf der langen Bahn und die zweitschnellste Zeit, die Lang je erzielt hat. Bis zum Schweizerrekord fehlten nur 21 Hundertstel. „Das fühlte sich sehr gut an“, strahlte Lang nach dem Rennen, „auf den zweiten 25m liegt vielleicht noch ein bisschen etwas drin im Final“. Die direkten Konkurrenten liegen alle sehr nahe beieinander, so dass eine Prognose sehr schwierig ist. Der Schweizer Modellathlet geht zumindest mit gestärktem Selbstvertrauen an den Start und weiss, dass alles möglich ist – auch das selbst formulierte Ziel Europameister! Damit steht fest, dass am Freitag mindestens zwei Schweizer in den Finals vorne mit dabei sind. Neben Lang auch Flavia Rigamonti, die sich über 800m souverän qualifizierte [Website] [Results Swimming]. 21.3. Völker beendet Laufbahn. (dpa) Die frühere Weltklasse-Schwimmerin Sandra Völker beendet ihre Karriere. Die 33-jährige Lübeckerin, die 44 deutsche Meistertitel und über 60 internationale Medaillen bei Olympischen Spielen sowie der WM und EM gewonnen hat, hat ihre Comeback-Pläne für die Olympischen Spiele in Peking aufgegeben. "Es ist ein Abschied mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Aber ich bin sicher, es ist die richtige Entscheidung", schrieb Sandra Völker in einer Presse-Information. Bis vor wenigen Tagen hatte Sandra Völker, Mutter einer 16 Monate alten Tochter, noch trainiert. Künftig will sie sich auf ihre Arbeit für die Sandra-Völker-Stiftung für asthma- und allergiekranke Kinder und ihre Schwimm-Seminare konzentrieren. Völker: "In den vergangenen Monaten hat sich meine Zukunft immer mehr in den Vordergrund gedrängt, meine Zukunftspläne realisieren sich schneller als geplant. Beidem konnte ich nicht genügen. Und so habe ich mich entschieden, mich von meiner aktiven Laufbahn als Schwimmerin zu verabschieden." 20.3. Klotschkowa weiter. Jana Klotschkowa aus der Ukraine hat sich bei den Schwimm-Europameisterschaften in Eindhoven zurückgemeldet. Nach ihrem Vorlauf-Aus über 400 Meter Lagen qualifizierte sich die 25-Jährige über die halb so lange Distanz in 2:15,24 Minuten als Dritte hinter Camille Muffat (Frankreich/2:14,54) und Evelyn Verraszto aus Ungarn (2:14,61) sicher für das Halbfinale. Der polnische Titelverteidiger Pawel Korzeniowski erzielte über 200 Meter Delfin die zweitbeste Vorlauf-Zeit. Er wurde in 1:57,56 Minuten knapp hinter dem griechischen WM-Siebten Ioannis Drymonakos (1:57,33) gestoppt. Vorlauf-Schnellster über 200 Meter Brust war der Franzose Hugues Duboscq (2:10,72). Titelverteidigerin Laure Manaudou (Frankreich/1:00,78) wurde über 100 Meter Rücken um 6/100 von der Spanierin Nina Zhivanevskaya bezwungen. Im Kampf um die Nachfolge des erkrankt fehlenden Frankfurters Helge Meeuw legte der Israeli Guy Barnea über 50 Meter Rücken (25,49) die beste Vorlauf-Zeit vor. Dem serbischen Schwimm-Europameister Milorad Cavic droht wegen einer politischen Provokation eine Bestrafung durch die europäische Dachorganisation LEN. Während der Siegerehrung für seinen Erfolg über 50 Meter Delfin präsentierte Cavic ein T-Shirt mit dem Aufdruck «Kosovo ist serbisch». Damit wollte der 23-Jährige, der in den USA lebt, gegen die Unabhängigkeit des Kosovo demonstrieren. Derartige Bekundungen werden laut LEN-Statuten nicht geduldet. Wie in Eindhoven bekannt wurde, wird sich die aus fünf Mitgliedern bestehende LEN-Disziplinarkommission mit der Aktion des serbischen Europarekordlers beschäftigen. Weil sich derzeit nur eines der Kommissionsmitglieder in Eindhoven aufhält, ist der zeitliche Ablauf bis zu einer Entscheidung ungewiss. Die LEN sieht in ihrem Regelwerk unterschiedliche Strafen vor. Sie reichen von einer Verwarnung bis zum Ausschluss. 20.3 Die schwimmenden Holländerinnen ... [mehr in der NZZ]. 20.3. Rigamonti und Lang souverän. (Swiss Swimming) Flavia Rigamonti und Flori Lang erledigten ihre Aufgaben in den Vorläufen des dritten Tages an der Schwimm-EM sehr souverän und liessen keinen Zweifel an ihren Ambitionen aufkommen. Rigamonti schwamm zum Auftakt ihres Mammutprogramms in den kommenden Tagen über 800m Freistil die drittschnellste Zeit aller Konkurrentinnen und qualifizierte sich damit für den Final von morgen Freitag. Ganz nebenbei blieb sie in 8:32.50 unter der Olympialimite und bestätigte damit ihre Qualifikation für Peking. Flori Lang überzeugte über 50m Rücken mit einer guten Zeit von 25.72 Sekunden und dem vierten Platz. „Ich kann beim Start noch ein bisschen länger unter Wasser bleiben und der Anschlag muss besser klappen. Aber sonst war das ein ganz gutes Rennen für einen Vorlauf“, zeigte sich der Zürcher mit seinem Einsatz zufrieden. Er steht damit im Halbfinal und gehört – Steigerung vorausgesetzt – zu den Finalkandidaten. Carla Stampfli verbesserte über 100m Rücken ihre alte persönliche Bestzeit aus dem Jahr 2002 um 39 Hundertstel auf 1:03.93. Als 19. der Vorläufe verpasste die in Mailand studierende Solothurnerin die Halbfinalqualifikation nur um zwei Zehntel. Gar nicht nach Wunsch verliefen die Einsätze von Céline Baillod über 200m Lagen und Dimitri Waeber über 200m Brust. Beide blieben deutlich unter den Erwartungen und kamen nicht in den Bereich ihrer persönlichen Bestzeiten. Die Resultate der Schweizer in den Vorläufen: 200m Vierlagen Damen 25. Céline Baillod 2:22.09 200m Brust Herren: 36. Dimitri Waeber 2:20.83 100m Rücken Damen: 19. Carla Stampfli 1:03.93 50m Rücken Herren 4. Flori Lang 25.72 800m Freistil Damen 3. Flavia Rigamonti 8:32.50 [Website] [Results Swimming] 20.3. Europarekorde durch Cavic und Oen. Der Serbe Milorad Cavic schraubte bei der EM von Eindhoven seinen am Vortag im Halbfinale erzielten Europarekord über 50 Meter Delfin als Titelträger auf 23,11. Alexander Dale Oen aus Norwegen siegte über 100 Meter Brust in 59,76 ebenfalls in Europarekordzeit. Die Niederländerin Marleen Veldhuis verfehlte den Weltrekord (53,30) der Berlinerin Britta Steffen über 100 Meter Freistil in 53,67 schon im Halbfinale nur knapp. Veldhuis will Steffen noch in Eindhoven vom Thron stoßen. Die Berlinerin fehlt wegen einer Schulterverletzung. Veldhuis hatte mit den niederländischen "Meisjes" bereits den Weltrekord der deutschen Frauen über 4 x 100 m Freistil geknackt. Cavic machte deutlich, dass auch der Weltrekord des Südafrikaners Roland Schoeman (22,96) für ihn erreichbar ist: "Er war schon heute drin", sagte er. Die weiteren Titel gingen an Markus Rogan (Österreich) in 54,03 über 100 m Rücken, Chantal Groot (Niederlande) in 26,03 über 50 m Schmetterling und Frankreichs Star Laure Manaudou in 2:07,99 über 200 m Rücken. Titelverteidiger Pieter van den Hoogenband (Niederlande) schied erkrankt im Vorlauf aus und wird nicht mehr starten. 19.3. Humplik verpasst erste Chance. (Swiss Swimming) Das aus Schweizer Sicht mit Spannung erwartete Rennen über 100m Brust brachte nicht den erhofften Paukenschlag. Patrizia Humplik, der man im Vorfeld viel zugetraut hatte, konnte nicht an die Leistungen auf der kurzen Bahn vom Dezember anknüpfen und schied überraschend im Vorlauf aus. Die Bernerin blieb dabei knapp zwei Sekunden über ihrem Schweizerrekord und verpasste die angestrebte Olympialimite um 2.42 Sekunden. Der Pekingtraum ist damit noch nicht zu Ende. An den Schweizer Meisterschaften vom 3. bis 6. April in Genf bekommt die 18- jährige die nächste Gelegenheit. Einen Tag nach seiner Top-Leistung über 100m Rücken war Jonathan Massacand erneut sehr schnell unterwegs. Über 200m Vierlagen verpasste der 24-jährige den Schweizerrekord nur knapp, schwamm aber persönlichen Bestzeit und blieb damit seinem Motto treu: jeder Start eine persönliche Bestzeit! Die in Heidelberg studierende Seraina Prünte schlug sich über 100m Freistil trotz leichter Erkältung beachtlich. Die 21-jährige Schweizerrekordhalterin blieb mit 56.57 nur zwei Zehntel über ihrer Bestzeit, verpasste aber die Halbfinalqualifikation um 29 Hundertstel. Für die gastgebenden Holländer könnte die EM bisher kaum gegensätzlicher verlaufen: Die Damen befinden sich im Weltrekordrausch und haben über 100m Freistil das „Luxusproblem“, das die dritte und vierte Athletin mit 54.24 beziehungsweise 54.59 nicht im Halbfinal starten dürfen, obwohl sie als viert- und fünftschnellste anschlugen. Die Regeln sind nun mal so, dass nur zwei pro Land eine Runde weiterkommen! Dabei geht fast unter, dass Superstar und Publikumsliebling Pieter van den Hoogenband im Vorlauf über 200m Freistil sang- und klanglos mit 1:49.99 ausschied – mehr als fünf Sekunden langsamer als bei seinem eigenen Europarekord. Die Resultate der Schweizer: 100m Brust Damen 31. Patrizia Humplik 1:12.46 36. Céline Bailod 1:13.18 (PB) 200m Vierlagen Herren 25. Jonathan Massacand 2:04.55 (PB) 28. Stephan Bachmann 2:06.08 100m Freistil Damen 26. Seraina Prünte 56.57 52. Stephanie Eisenring 58.14 55. Laura Noccioli 58.41 19.3. Buschschulte muss mit Verwarnung rechnen. (sid) Antje Buschschulte wird voraussichtlich wegen eines verpassten Dopingtests am 28. August vergangenen Jahres vom Deutschen Schwimm-Verband (DSV) offiziell verwarnt. Der Verband stufte Buschschultes Abwesenheit bei einer unangemeldeten Kontrolle im August vergangenen Jahres in Magdeburg als so genannten "Missed Test" ein. Einen entsprechenden Bericht der Sport Bild bestätigte DSV-Generalsekretär Jürgen Fornoff dem sid. Allerdings könne die Olympiadritte dagegen noch bis zum 23. März Einspruch einlegen, erst danach wird das Urteil rechtskräftig. "Ich glaube nicht, dass sie das tun wird. Sie hat sich bereits einsichtig gezeigt", sagte Fornoff. Buschschulte, die nach ihrer Schulter-Operation auf die EM in Eindhoven verzichtet, weilte zu der Zeit auf Lanzarote und hatte sich nach eigenen Angaben lediglich beim Weltverband FINA, nicht aber wie vorgeschrieben bei der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) abgemeldet. Fornoff betonte, hinter dem Vorfall stehe "keine Taktik, sondern Schussligkeit der Athletin", schickte jedoch eine unmissverständliche Warnung an die 28-Jährige: "Sie sollte sich keinen zweiten Missed Test erlauben. Dies würde heftige Diskussionen über einen Start bei den Olympischen Spielen nach sich ziehen." 19.3. WR und ER in Eindhoven. Das "Team Oranje" (Inge Dekker, Ranomi Kromowidjojo, Femke Heemskerk und Marleen Veldhuis) blieb in 3:33,62 1.6 Sekunden unter der zwei Jahre alten Bestmarke des deutschen Quartetts bei der EM vor zwei Jahren. Auf Platz zwei kam Italien (3:41,06) vor Schweden (3:41,28). Zuvor hatte der Serbe Milorad Cavic über 50 Meter Delfin in 23,25 einen neuen Europarekord aufgestellt. 19.3. Jonathan Massacand nochmals mit Schweizerrekord – aber knapp am Final vorbei. (Swiss Swimming) Der Waadtländer Jonathan Massacand verbesserte im Halbfinal über 100m Rücken erneut den Schweizerrekord, den erst am morgen an sich gerissen hatte. In 55.24 Sekunden blieb er nochmals 36 Hundertstel unter der Bestmarke und verbesserte insgesamt seine persönliche Bestzeit am heutigen Tag um exakt eine Sekunde. Den Final verpasste der Erdwissenschaftsstudent als Elfter nur gerade um 16 Hundertstel. „Ich habe auf den ersten 50 Metern etwas mehr riskiert als am Morgen und konnte trotzdem bis am Ende das Tempo halten“, zeigte sich der 24-jährige zufrieden. In der Tat schwammen nur gerade zwei Konkurrenten die zweite Länge schneller als Massacand, der dafür 27.95 Sekunden benötigte. Diese Tempofestigkeit lässt bereits für das Rennen über die doppelte Distanz hoffen. Massacand ist eigentlich 200m Spezialist und legte den Fokus in der Vorbereitung auf die längere Rückendistanz. „Mein Ziel für die 100m war eigentlich unter 56 Sekunden schwimmen. Dass ich nun den Schweizerrekord und die Olympialimite deutlich unterboten habe, überrascht mich schon ein wenig“, so der Romand lachend. Im Final der 4x100m Freistilstaffel der Damen hatten die Schweizerinnen erwartungsgemäss hartes Brot zu essen. Auf Bahn 8 schwimmend konnten sie zwar recht lange mithalten, mussten am Ende aber doch mit Rang 8 Vorlieb nehmen. Immerhin steigerte sich das Schweizer Quartett um über zwei Sekunden gegenüber dem Vorlauf. Bis zum Schweizerrekord aus dem Jahr 2002 fehlte der jungen Staffel mit Potential nur gut eine Sekunde. Im gleichen Rennen waren die Holländerinnen eine Klasse für sich und verbesserten den Weltrekord um mehr als anderthalb Sekunden! Die Resultate der Schweizer 100m Rücken Herren, Semifinal 11. Jonathan Massacand 55.24 (SR, OS-Limite) 4x100m Freistil Damen, Final 8. SUI 3:48.56 Prünte 56.72, Eisenring 56.73, Noccioli 57.86, Baillod 57.25 [Results Swimming] 19.3. Österreichisches WM-Team. Für die WM vom 9.-13.4. in Manchester hat der österreichische Schwimmverband fünf Schwimmer selektioniert: Mirna und Dinko Jukic, Hunor Mate, Maxim Podoprigora und Markus Rogan . 18.3. Massacand mit Olympialimite und Schweizerrekord. (Swiss Swimming) Der Genfer Jonathan Massacand hat bereits in den Vorläufen über 100m Rücken für das erste Glanzlicht aus Schweizer Sicht gesorgt. In einem taktisch hervorragend geschwommenen Rennen verbesserte er den Schweizer Rekord von Karel Novy aus dem Jahr 2003 um 22 Hundertstel auf 55.60 und unterbot damit auch die Limite für die Olympischen Spiele. Als Zehnter steht der 200m Spezialist zudem im Halbfinal von heute Nachmittag. „Ich bin sehr überrascht“, kommentierte der 24-jährige seine Verbesserung, „ich habe eigentlich eher über 200m damit gerechnet, dass ich die Limite schaffen kann“. Etwas überraschend qualifizierte sich die 4x100m Freistilstaffel der Damen für den Final – ohne allerdings mit der Zeit zu brillieren. Mit 3:50.62 blieben sie über drei Sekunden über dem Schweizerrekord und keine Athletin wuchs über sich hinaus. Nur um 13 Hundertstel verpasste die Herrenstaffel über 4x100m das angestrebte Ziel der Finalqualifikation. Das ist ärgerlich, zumal mit Dominik Meichtry der beste Schweizer gefehlt hat und mit ihm die Finalqualifikation sicherlich hätte realisiert werden können. Startschwimmer Alessandro Gaffuri legte seinen nachfolgenden Kollegen mit 51.98 eine zu grosse Hypothek auf, die sie trotz guten Abschnittszeiten nicht mehr aufholen konnten. Nicht optimal starteten alle anderen Schweizer in den Einzelrennen in den Wettkampf. Flori Lang über 100m Rücken schlug elf Hundertstel über seiner persönlichen Bestzeit an und verfehlte die angestrebte Olympialimite deutlich. Damien Courtois und Adrien Perez schieden über 50m Delfin ebenso im Vorlauf aus wie auch Carla Stampfli in der gleichen Disziplin und Dimitri Waeber über 100m Brust. Kein Schweizer kam dabei an die persönliche Bestzeit heran. 18.3. European Swimming Championships, Eindhoven, 13.-24.3.2008 [Website] [Results Swimming] [Results Diving] [Results Synchro] (Beginn der Schwimmwettkämpfe heute Dienstag). 18.3. Duett behauptet sich im sechsten Rang. (Swiss Swimming) Das Duett mit Magdalena Brunner und Ariane Schneider konnte im Final den sechsten Rang verteidigen und beschloss den Wettkampf mit einer starken Darbietung und 89.900 Punkten. Brunner und Schneider setzten sich gegen das israelische Duett erneut durch und erreichte damit das angestrebte Ziel. „Ich bin trotzdem nicht ganz zufrieden“, kommentierte Trainerin Julia Vasileva die Leistung. „Der Rang geht in Ordnung aber die beiden sind gut geschwommen und müssten mit der neuen Kür eigentlich Noten über 9 bekommen“, sagte die ehemalige Olympiasiegerin aus Russland weiter. Gegenüber dem Vorkampf war eine erneute Steigerung sichtbar und die beiden Athletinnen befinden sich offensichtlich auf gutem Weg Richtung Olympische Spiele. In vier Wochen findet in Peking der Qualifikationswettkampf statt, an dem die Quotenplätze vergeben werden. Den Abschluss der Synchronwettkämpfe bildete der Final in der Free Routine Combination. Das Schweizer Team verabschiedete sich mit einer guten Leistung und einem 9. Rang aus Eindhoven. Einige asynchrone Bewegungen kosteten ein paar Zehntel, was zu Noten im Bereich 8.4 führten. Mit dem Spektakel, welches beispielsweise die neuen Europameisterinnen aus Spanien zeigten, können die Schweizerinnen im Moment nicht mithalten. Die Ibererinnen nutzen die Absenz der Russischen Dominatorinnen aus und gewannen alle vier zu vergebenden Goldmedaillen im Synchronschwimmen. Im Solo und Duett erfüllten die Schwimmerinnen die Zielvorgaben des Verbandes und dürfen auf eine zufrieden stellende EM zurückblicken. Die beiden Teamwettkämpfe gelangen unter dem Strich nicht wie gewünscht und die Schweizerinnen konnten das gesteckte Ziel nicht ganz erreichen [Website] [Results Synchro]. 18.3. Arena Powerskin Revolution. Auch Arena hat einen nahtlosen, ultraleichten Schwimmanzug im Sortiment: den Arena Powerskin Revolution. Der neue Anzug wurde im Rahmen der Europameisterschaften der Öffentlichkeit vorgestellt. 17.3. Magdalena Brunner im siebten, das Team im neunten Rang. (Swiss Swimming) Am ersten Finaltag der 29. Schwimm-EM in Eindhoven hat Magdalea Brunner mit dem 7. Rang im Solo-Wettkampf exakt das angestrebte Ziel erreicht, welches sie sich für die Europameisterschaften in Eindhoven gesteckt hat. Die Vorbereitung für diesen Wettkampf genoss für die 24-jährige St. Gallerin keine Priorität. Viel wichtiger war die Vorbereitung für den (Olympischen) Duettbewerb. "Ich habe die Kür erst sehr spät mit meiner Trainerin fertig zusammengestellt. Mit dem Auftritt bin ich zufrieden, mit den erhaltenen Noten nicht ganz", sagte Magdalena Brunner zu ihrem Abschneiden. Der wichtigere Wettkampf steht mit dem Duett erst am Montag auf dem Programm. Da steht sie zusammen mit der Bernerin Ariane Schneider im Final. Im Final des Teambewerbs zeigte die sehr junge Schweizer Equipe erneut eine ansprechende Leistung im Rahmen der Erwartungen. Primäres Ziel waren nicht Topklassierungen oder hohe Noten sondern die unerfahrenen Athletinnen Erfahrungen machen lassen und sich gegen direkte Konkurrentinnen durchzusetzen. Dies haben die Schweizerinnen zumindest teilweise erreicht und mit dem neunten Schlussrang das angestrebte Ziel nur knapp verpasst. Die zwei ersten Goldmedaillen der Europameisterschaften gingen beide nach Spanien. Jene im Solobewerb von Gemma Mengual eher etwas überraschend und hauchdünn – jene im Teambewerb überlegen und den Erwartungen entsprechend [Website] [Results Synchro]. 16.3. Junges Synchroteam mit ansprechender Leistung. (Swiss Swimmg) Am dritten Tag der Europameisterschaften in Eindhoven wurde die Qualifikation im Teambewerb ausgetragen. Am Start für die Schweiz stand ein sehr junges und grösstenteils unerfahrenes Team mit einem Altersdurchschnitt von knapp 17 Jahren, welches aufgrund der knappen Vorbereitungszeit die Kür zum allerersten Mal an einem Wettkampf zeigen konnte. Nicht zuletzt die knappen finanziellen Ressourcen des Verbandes verhinderten weitere Starts der Nationalmannschaft an internationalen Wettkämpfen. Die Zielsetzung im Teambewerb war daher nicht allzu hoch angesetzt. Es galt in erster Linie, sich gegen aufstrebende Nationen in Europa zu behaupten. In der freien Kür erreichten die Schweizerinnen mit der von Olga Sedakova geschriebenen Kür den neunten Platz und hatten nur einen grösseren Patzer zu beklagen. Die Noten entsprachen in etwa den Erwartungen. Trainerin Jessica Young war mit der Darbietung zufrieden: „Dafür, dass wir so wenig Zeit hatten, um die Kür gemeinsam einzustudieren und daran zu arbeiten, ist uns der Wettkampf sehr gut gelungen“. Die technische Kür am Abend gelang ebenfalls recht ansprechend. Einzig das abschliessende Stossen gelang nicht ganz so synchron wie gewünscht. Die Noten bewegten sich im ähnlichen Rahmen wie am Morgen und der neunte Rang war die logische Konsequenz daraus. Die Schweizerinnen werden damit im Final vom Sonntag nochmals die Gelegenheit erhalten, sich zu verbessern. In Abwesenheit der Russinnen, die sich vor den Olympischen Spielen nicht in die Karten blicken lassen wollen und nur gerade im Solobewerb vertreten sind, zeigen sich bisher die Spanierinnen als stärkste Nation. Gut möglich, dass sie in den Finals vom Sonntag und Montag alle vier zu vergebenden Titel gewinnen werden. 15.3. Synchronduett als sechste im Final. (Swiss Swimming) Der zweite Tag der Wettkämpfe an den Europameisterschaften in Eindhoven war den Duetten im Synchronschwimmen vorbehalten - einer der beiden Disziplinen, die auch an den Olympischen Spielen zur Austragung kommen. Für das Schweizer Duett mit Magdalena Brunner und Ariane Schneider ist die EM so etwas wie die Hauptprobe für den Olympischen Qualifikationswettkampf in einem Monat, der in Peking ausgetragen wird. Die freie Kür am Mittag gelang den Schweizerinnen mit wenigen Unsauberkeiten gut. Brunner/Schneider klassierten sich im siebten Zwischenrang in Tuchfühlung zu den vor ihnen liegenden Israeli und Holländerinnen. Erst zum zweiten Mal zeigte das Duett ihre Kür an einem internationalen Wettkampf. Tempo und Schwierigkeit wurden gegenüber der letzten Kür massiv gesteigert. Entsprechend hoch ist das Potential der beiden für künftige Verbesserungen. Trainerin Julia Vasileva: „Sie konnten die Kür schon fast bis zum Ende mit dem hohen Rhythmus durchstehen, vor einem Monat hatten sie die Kraft dazu noch nicht. Ich bin zuversichtlich, dass wir auf dem richtigen Weg sind und einige Konkurrentinnen, die vor uns liegen noch ein- und überholen können. Einige unserer direkten Gegnerinnen schwimmen die gleiche Kür wie im Vorjahr, die haben darum nicht so viel Spielraum um sich noch zu steigern.“ Die technische Kür am Abend gelang den Bernerinnen ebenfalls ansprechend. Es schlichen sich zwar einige kleine Fehler ein, die vorgeschrieben Elemente gelangen jedoch gut und technisch sauber. Wichtig für die Schweizerinnen war insbesondere das Abschneiden des Israelischen Duetts, welches den Schweizerinnen den sechsten Platz streitig macht. Das Duell entschieden Brunner/Schneider (vorläufig) zu ihren Gunsten und beendeten die Qualifikation auf dem sechsten Rang. Damit kommen sie im Final in die zweite Gruppe und profitieren so von einer besseren, späten Startnummer. Da die Wertung im Final bei Null beginnt, ist aber noch nichts entschieden European Swimming Championships, Eindhoven, 13.-24.3.2008 [Website] [Results Synchro]. 14.3. Deutscher Schwimm-Verband mit 10 Schwimmern bei EM. (dpa) - Der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) nimmt mit 35 Athleten an den Europameisterschaften in Eindhoven (13. bis 24. März) teil. Das Aufgebot im Schwimmen ist mit zehn der kleinste deutsche Mannschaftsteil. Weil die nationalen Titelkämpfe vom 18. bis 23. April in Berlin einziger Olympia-Qualifikationswettkampf sind, verzichtet ein erheblicher Teil der deutschen Spitzenklasse auf einen Start in den Niederlanden. Weltrekordlerin und Titelverteidigerin Britta Steffen aus Berlin fällt wegen einer Schulterverletzung aus. Das Aufgebot: Männer (5): Paul Biedermann (Halle/Saale) - 200, 400 m Freistil, Helge Meeuw (Frankfurt/Main) - 50, 100, 200 m Rücken, Lagenstaffel, Johannes Neumann (Riesa) - Lagenstaffel, Benjamin Starke (Berlin) - Lagenstaffel, Jens Thiele (Hamburg) - Lagenstaffel Frauen (5): Franziska Hentke (Halle/Saale) - 200 m Schmetterling, Janne Schäfer (Wolfsburg) - 50 m Brust, Birte Steven (Hamburg) - 200 m Brust, Kerstin Vogel (Köln) - 50 m Brust. 14.3. Auftakt mit Synchronbewerben. (Swiss Swimming) Die 29. Europameisterschaften sind mit drei Bewerben im Synchronschwimmen eröffnet worden. Am Morgen bzw. Mittag standen die freie und technische Kür im Solo auf dem Programm, am Abend dann die Qualifikation der Free Combination. Für die Schweiz erfolgreich im Einsatz war Magdalena Brunner im Solo. Nach der freien Kür lag sie auf Platz 7, nur einen Hauch hinter den angestrebten Top-6. In der technischen Kür waren die Konkurrentinnen der Wahlbernerin einen Tick präziser, so dass Brunner auf dem siebten Zwischenrang nach der Qualifikation verblieb. Sie hat nun das Handicap, dass sie im Final in der ersten Gruppe starten muss – und zog zudem die ungeliebte Startnummer 1. Mit dieser Ausgangslage dürfte es relativ schwierig werden, sich zu verbessern. Dennoch war die bald 25-jähirge mit ihren beiden Darbietungen zufrieden. So auch die Trainerin Julia Vasileva: „wir haben recht wenig Solo trainiert, da der Schwerpunkt im Moment auf dem Duett für die Olympischen Spiele liegt“. Das junge Schweizer Team zeigt am Abend in der Free Combination eine ansprechende Leistung und klassierte sich im 8. Rang. Die Schweizerinnen erreichten damit vorerst das hoch gesteckte Ziel der Top-8. Dass die Schweizerinnen den Final erreich würden, stand bei elf teilnehmenden Nationen schon vor dem Start fest. Die neu einstudierte Kür, welche von der Nationaltrainerin Jessica Young geschrieben wurde, wurde heute zum ersten Mal an einem Wettkampf gezeigt. Obwohl die gemeinsame Trainingszeit der Sportlerinnen sehr knapp war, glückte die Kür recht gut und gegenüber den Trainingseinheiten in den letzten Tagen war eine deutliche Steigerung sichtbar [Results Synchro]. 14.3. Thomas Ruppraths Abschied auf Raten. (dpa) - Er merkt sein Alter. Mehr als ein Jahrzehnt Weltklasse in den Schwimmbecken aller Kontinente hinterlassen langsam ihre Spuren. Thomas Rupprath muss sich mehr und mehr quälen, um den Jungen noch folgen zu können. Jetzt will er sich allmählich zurückziehen. «Es wird ein Abschied auf Raten», sagt er. Wann genau der finale Startsprung erfolgen wird, weiß er selbst nicht. «Es gibt keinen festen Event, wo ich sagen werde, jetzt ist Schluss. Alles steht in den Sternen.» Definitiv ist für den fast 31-Jährigen aus Rostock nur eines: «Peking werden meine letzten Olympischen Spiele sein, wenn ich mich qualifiziere.» Die Prioritäten im Leben des Schwimm-Profis Rupprath haben sich längst verschoben. Die Familie ist ihm wichtiger, die Geburt seines Sohnes Mick am 29. Februar hat seine Gefühle überwältigt. «Ich war dabei. Ein schöneres Erlebnis kann es fast nicht geben.» Vieles tritt zurück, selbst eine - bislang nicht erreichte - olympische Einzelmedaille übt keinen ultimativen Reiz mehr auf Rupprath aus. Silber (2004) und Bronze (2000) mit deutschen Lagenstaffeln bei den Spielen in Athen und Sydney sind nicht zu überbieten. «Und Gold ist so weit weg wie ein Sechser im Lotto mit Superzahl.» Das Schwimmen hat das Leben des gebürtigen Neussers bestimmt. «Es war eine unwahrscheinlich schöne, aber auch harte Zeit mit Höhen und Tiefen» - so blickt Rupprath zurück, obwohl seine Karriere noch nicht beendet ist. Bei den Europameisterschaften in der kommenden Woche in Eindhoven steht er auf Abruf für einen Staffel-Einsatz bereit, die Kurzbahn-WM im April in Manchester «wird vielleicht meine letzte sein». National will er es den Jungen noch einmal zeigen, die deutschen Meisterschaften in Berlin (18. bis 23. April) als einzige Qualifikation für Peking sind ein enormer Ansporn für den achtfachen Weltrekordler. Vom ausschließlich beruflichen Dasein als schwimmender Profi hat Rupprath Abstand genommen. Seit Oktober 2007 ist er Inhaber und Geschäftsführer eines Figurzentrums in Rostock - mit großem Erfolg, wie er sagt: «Im Februar lief es so gut, dass ich für März keine neuen Kunden mehr annehmen konnte.» Abnehmen auf simple Weise, Ernährungsberatung, personalisiertes Training, Klienten, die dadurch viel Gewicht verlieren: «Es ist für mich total schön zu sehen, wenn meine Kunden so viel Erfolg haben.» So viel Erfolg, wie er Rupprath stets beschert war. Einzige große Ausnahme: die WM 2005 in Montréal, als er nur die Fersen der Anderen sah: «Das war richtig schlecht.» Eineinhalb Jahre habe er «geschludert» - ein ehrliches Bekenntnis. Die EM 2006 in Budapest fand ohne ihn statt. Doch der Ehrgeiz blieb ungebrochen, bei der Kurzbahn-EM im Dezember 2007 wurde er Titelträger über 50 Meter Rücken, Ruppraths Domäne, aber eben nicht olympisch. Und sollte es mit der dritten Olympia-Teilnahme nichts werden, wird die Welt für ihn nicht untergehen: «Ich kann stolz und zufrieden sein mit dem, was ich erreicht habe.» 11.3. European Swimming Championships, Eindhoven, 13.-24.3.2008 [Website] [Results Swimming] [Results Diving] [Results Synchro] 8.3. Weltrekord 50 m Rücken. Beim Texas Grand-Prix in Austin, Texas, verbesserte Hayley McGregory (Texas Longhorns) als Startschwimmerin der 4x-50-m-Lagenstaffel den WR der Chinesin Yang Li von 28.09 auf 28.00. Yang Li erzielte den alten Rekord am 19.10.2007 an den World Military Games in Hyderabad [Resultate Texas Grand-Prix]. 5.3. Spanisches EM-Team. Männer: Aschwin Wildeboer, Eduard Lorente, Rafa Muñoz, Javier Noriega, Borja Iradier, Marco Rivera, Melquíades Álvarez, Alan Cabello, Brenton Cabello, Ignacio Fernández Ordóñez, Sergio García Ortiz. Frauen: Érika Villaécija (pre-selected for Beijing), Mireia Belmonte, Nina Zhivanevskaia, Escarlata Bernard, Melanie Costa, María Fuster, Duane da Rocha, Mercedes Peris, Arantxa Ramos, Tatiana Rouba, Ángela San Juan. 5.3. Van den Hoogenband setzt IOK unter Druck. (si/Reuters) Der niederländische Olympiasieger Pieter van den Hoogenband hat die IOK-Verantwortlichen im Namen aller Athleten dazu aufgefordert, in der Frage um Menschenrechte in China eine klare Stellung zu beziehen. «Das würde uns erlauben, auf die Position des IOK zurückzugreifen, wenn wir in diesem heiklen Thema nach unserer Meinung gefragt werden», so van den Hoogenband. Der dreifache Olympiasieger und Weltrekordhalter über 100 m Crawl hat diese Forderungen an das IOK in seiner Kolumne für die holländische Zeitung «De Telegraaf» aufgestellt. «Jacques Rogge als 'pater familias' der olympischen Bewegung ist der richtige Mann, um den Athleten eine Stimme zu geben», so van den Hoogenband, dessen Coach Jacco Verhaeren sich im letzten Monat über die passive Haltung des IOK geärgert hatte. 1.3. Olympische Spiele ohne Jodie Henry.Was sich abgezeichnet hat, ist nun definitiv: Die dreifache Schwimm-Olympiasiegerin Jodie Henry wird an den Olympischen Spielen in Peking nicht starten können. Wegen anhaltender Schmerzen im Beckenbereich, die ihren Ursprung in einer Muskelschwäche haben, verpasst die 24-jährige Australierin die nationalen Meisterschaften vom 22. bis 29. März in Sydney, die als Olympia-Ausscheidung gewertet werden. Zurück zur [Homepage] / [an den Anfang] Februar 200829.2. EM ohne Steffen. (sid) Wegen einer Schulterverletzung hat Weltrekordlerin Britta Steffen ihre Teilnahme an der EM Mitte März in Eindhoven abgesagt. Die vierfache Schwimm-Europameisterin musste gut fünf Monate vor den Olympischen Spielen in Peking wegen einer erneuten Schulterverletzung ihre Teilnahme an der EM in Eindhoven (13. bis 24. März) absagen. Zuletzt hatte Steffen schon vor der WM 2007 in Melbourne wegen Schulterproblemen pausieren müssen. Nach ihrem Ausfall reist der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) mit nur zehn Athleten in die Niederlande und wird auf Staffel-Meldungen bei den Frauen verzichten. Bei den Männern wird eine 4x100-m-Lagenstaffel antreten. Die EM ist im Olympia-Jahr nur Zwischenstation, als einzige Qualifikation für Peking gelten die deutschen Meisterschaften im April in Berlin. "Vor Olympia kann selbst eine Europameisterschaft bei dieser Terminierung nicht mehr als eine Durchgangsstation sein. Aber eine gute Standortbestimmung ist die EM allemal", sagte DSV-Sportdirektor Örjan Madsen. Auch zur Kurzbahn-WM in Manchester (9. bis 13. April) schickt der Verband mit neun Aktiven nur ein kleines Aufgebot. Einziger Teilnehmer aus dem "Top Team" für Peking ist der Rostocker Thomas Rupprath. Das DSV-Aufgebot für Langbahn-EM in Eindhoven im Überblick: Paul Biedermann (SV Halle/Saale), Helge Meeuw (SG Frankfurt), Johannes Neumann (SC Riesa), Benjamin Starke (SG Neukölln), Jens Thiele (SV Eidelstedt Hamburg), Franziska Hentke (SV Halle/Saale), Janine Pietsch (SC Delphin Ingolstadt), Janne Schäfer (TV Jahn Wolfsburg), Birte Steven (AMTV/FTV Hamburg), Kerstin Vogel (SV Rhenania Köln). 27.2. Henrys Olympiateilnahme gefährdert. (sid) Die Olympischen Sommerspiele in Peking könnten ohne Jodie Henry (Australien) über die Bühnen gehen. Die 24 Jahre alte dreimalige Olympiasiegerin konnte zuletzt wegen starker Schmerzen im Beckenbereich fast drei Monate nicht richtig trainieren und droht für die Olympia-Qualifikation des australischen Verbandes im März auszufallen. Spezialisten hatten bei Freistil-Ass Henry, die zuletzt nur noch mit Schmerzmitteln schwimmen konnte, eine Muskelschwäche im Beckenbereich diagnostiziert, die nur schwer zu beheben ist. Wettkampfbeginn: Samstag 01.02.2008, Morgen ab 09.00 Uhr / Nachmittag ab 14.00 Uhr Sonntag 02.03.2008, Morgen ab 09.00 Uhr / Nachmittag ab 14.00 Uhr Der Eintritt ist frei. 24.2. Zwei Kurzbahn-Weltrekorde. An den japanischen offenen Meisterschaften in Tokyo wurden am Samstag zwei Weltrekorde erzielt: Reiko Nakamua senkte Nathalie Coughlins Rekord über 200 m Rücken vom 27.11.2001 von 2:03.62 auf 2:03.24, und Yuko Nakanishi verbesserte Otylia Jedrzejczaks Rekord vom 7.12.2007 über 200 m Delfin von 2:03.53 auf 2:03.12. Am Sonntag gab es erneut mehrere Spitzenleistungen, aber keine Weltrekorde mehr [Website]. 23.2. Olympische Jugendspiele in Singapur. (sid) Ein kleiner Stadtstaat in Südostasien schreibt Sportgeschichte und empfängt im Sommer 2010 die Nachwuchsathleten der Welt zu den 1. Olympischen Jugendspielen. "Das Internationale Olympische Komitee hat die Ehre, die ersten Sommerspiele der Jugend nach Singapur zu vergeben", sagte IOC-Präsident Jacques Rogge am Donnerstag am Ende einer per Internet übertragenen 15-minütigen Zeremonie aus dem Olympischen Museum Lausanne. Mit 53:44-Stimmen hatten sich die IOC-Mitglieder per Briefwahl für das 4,5 Millionen Einwohner zählende Land und gegen Moskau ausgesprochen, das mit der Tradition seiner Jugend-Spartakiaden warb. Als Handicap erwies sich womöglich, dass Russland bereits mit Sotschi im Winter 2014 Gastgeber von Olympischen Spielen ist. Rogge: "Singapur trägt jetzt eine große Verantwortung" Rogge, von dem die Idee der Jugendspiele stammt, sprach von einem "Schlüsselmoment" der Olympischen Bewegung: "Singapur trägt jetzt eine große Verantwortung. Ich habe viel Vertrauen in das Organisationskomitee. Die Spiele sind eine Plattform, durch die junge Menschen olympische Werte näher gebracht werden." Ihre Einführung war erst vor siebeneinhalb Monaten auf der IOC-Session in Guatemala beschlossen worden. IOC-Vize Thomas Bach wertete die Entscheidung für Singapur als richtungsweisend: "Die Wahl eines Landes, das die "großen Spiele" kaum ausrichten kann, ist ein klares Zeichen gegen Gigantismus." Zudem ziele die Vergabe in eine Region mit sehr junger Bevölkerung auf eine Gruppe, "die wir für die Olympische Bewegung gewinnen wollen". Singapurs Premier Lee Hsien Loong, der die Übertragung aus Lausanne inmitten tausender Landsleute vor einer großen Leinwand im Zentrum verfolgte, sprach von einem "großen Tag" für Land und Region. "Zum ersten Mal wird das Olympische Feuer in Südostasien brennen." IOC rechnet mit 3200 Athleten An den ersten Jugendspielen sollen 3200 Athleten zwischen 14 und 18 Jahren in jenen 26 Sportarten teilnehmen, die auch auf dem Programm der Sommerspiele von London 2012 stehen. Die Spiele sollen vom 14. bis 26. August 2010 stattfinden und neben den Wettkämpfen breiten Raum für die Themen Olympische Erziehung, Kultur und Antidopingkampf bieten. Singapur, das 2005 Gastgeber der 117. IOC-Session mit der Vergabe der Sommerspiele 2012 nach London war, plant mit einem Budget von 75,5 Millionen Dollar. Eigentlich hatte das IOC eine Obergrenze von 30 Millionen festgelegt, auch Sportstätten-Neubauten sollte es nicht geben. Doch in Singapur sind nur 19 der 24 Sportanlagen vorhanden. Vier sollen temporär errichtet, ein Reitplatz neu angelegt werden. Das Olympische Dorf ist auf einem neuen Campus der Nationalen Universität geplant. Für Athleten und rund 800 Betreuer sind Anreise und Aufenthalt frei. Aus Sicht von Bach bietet der Stadtstaat optimale Bedingungen: "Die Konzentration auf engem Raum ist ein Vorteil. Alle Teilnehmer können ohne weite Wege in die Bereiche Sport, Erziehung und Kultur eingebunden werden." Das Wettkampfprogramm wird gerade von einer IOC-Arbeitsgruppe unter Leitung des Darmstädters Klaus Schormann zusammengestellt. "Es gibt ein vorläufiges Programm, das wir im April in Peking den Nationalen Olympischen Komitees vorlegen", sagte der Weltpräsident der Modernen Fünfkämpfer. Die endgültige Entscheidung trifft die IOC-Vollversammlung im August. Bis dahin muss auch geklärt sein, ob es Flaggen und Hymnen geben wird. "Sicher ist bislang nur, dass wir einen Einmarsch der Nationen haben." Auch Debrecen, Posen, Turin und Athen waren im Rennen Ursprünglich hatten sich neun Städte beworben, von denen Singapur und Moskau nach zwei Vorauswahlen ins Finale kamen. Kuala Lumpur (Malaysia), Debrecen (Ungarn), Posen und Guatemala City waren bereits im Dezember ausgeschieden. Athen, Bangkok und Turin wurden im Januar gestrichen. Die Jugendspiele sollen alle zwei Jahre im Wechsel von Sommer und Winter stattfinden. Die Winter-Premiere ist für 2012 angesetzt. Bewerbungen können bis zum 6. März eingereicht werden. 22.2. Steffen und Rupprath deutsche Schwimmer des Jahres. (sid) Zum zweiten Mal nacheinander geht die Krone der Schwimmerin des Jahres an die Berlinerin Britta Steffen. Mit 308 Punkten setzte sich die WM-Dritte vor der Ingolstädterin Janine Pietsch (160) mit über 140 Zählern Vorsprung durch. Den dritten Platz teilen sich Annika Lurz (Würzburg) sowie Britta Kamrau-Corestein (Rostock/beide 153). Bei den Männern wurde Thomas Rupprath (Rostock) mit dem Titel "Schwimmer des Jahres 2007" geehrt. Für den Vizeweltmeister über 50m Rücken, der mit 324 Punkten vor Paul Biedermann (Halle/Saale/185) und Thomas Lurz (Würzburg/164) lag, war es die insgesamt achte Auszeichnung. Für die Auswahl wurden Ergebnisse der WM in Melbourne, der deutschen Meisterschaften und der Kurzbahn-EM sowie Platzierungen unter den Top 5 der nationalen Bestenliste herangezogen. 21.2. Petar Stoychev und Natalya Pankina gewinnen wieder FINA Open Water Grand Prix. Stoychev beendigte das dritte Rennen in Patagones-Viedma, Argentinien, über 15 km in 2:42:19.74, Andrea Volpini (I, 2:42:28.27) und Rodolfo Valenti (I, 2:42:28.59) wurden Zweiter bzw. Dritter. Bei den Frauen gewann die Russin Pankina (2:44:22.71). Annegret Braun (D, 2:46:35.49) und Marianela Mendoza (Arg, 3:00:36.10) wurden Zweite bzw. Dritte. In der Gesamtwertung haben Stoychev und Pankina ihre Führung mit je 45 Punkten ausgebaut. Die Langstreckentour wird am 6. Juli in Italien mit dem Rennen Capri-Neapel fortgesetzt. 20.2. ER 100 m Rücken. Die Russin Anastasia Sujewa ist neue Europarekordhalterin über 100 m Rücken. Mit 59,64 unterbot sie bei einem Meeting in St. Petersburg den bisherigen ER der Französin Laure Manaudou von der WM 2007 um 23/100. Erst am vergangenen Sonntag hatte Weltmeisterin Natalie Coughlin (USA) den Weltrekord in Columbia in den USA auf 59,21 Sekunden geschraubt. Anastasia Sujewa ist erst die vierte Schwimmerin, die über diese Distanz die Minutenbarriere unterbieten konnte. Zudem ist es der erste Europarekord im Olympiajahr. 19.2. Weltrekorde durch Sullivan und Coventry. (si) Der Australier Eamon Sullivan und Olympiasiegerin Kirsty Coventry aus Simbabwe haben am Wochenende am NSW Open bzw. Missouri Grand-Prix zwei der ältesten Weltrekorde im Schwimmsport gebrochen. Der 22-jährige Sullivan schlug am Sonntag in Sydney über 50 Meter Crawl nach 21,56 Sekunden an. Er war damit um acht Hundertstel schneller als der Russe Alexander Popow am 16. Juni 2000 in Moskau. Sullivan steigerte seine persönliche Bestzeit um fast eine halbe Sekunde. Am Samstag hatte die 24-jährige Kirsty Coventry in Columbia im US-Bundesstaat Missouri über ihre Paradestrecke 200 Meter Rücken in 2:06,39 Minuten eine Bestmarke aufgestellt. Sie war 0,23 Sekunden schneller als Krisztina Egerszegi vor mehr als 16 Jahren. Die Ungarin war am 25. August 1991 in Athen 2:06,62 Minuten geschwommen (Links s. oben). 19.2. Coughlin schwimmt Weltrekord. (dpa) Die fünffache Olympia-Medaillengewinnerin Natalie Coughlin hat einen Weltrekord über 100 Meter Rücken aufgestellt. Die Schwimmerin aus den USA schlug beim Missouri Grand Prix in Columbia nach 59,21 Sekunden an und verbesserte ihre eigene Bestmarke um 0,23 Sekunden [Website]. 15.2. New South Wales Open, Sydney, 15.-17.2.2008 [Website]: Hackett überzeugt mit 3:45.24. 15.2. Missouri Grand Prix, 15.-18.2.2008 [Website] 15.2.Kommentare zum LZR Racer. (sid Rund ein halbes Jahr vor den Olympischen Spielen in Peking hat im Schwimmsport das Wettrüsten im Kampf um Hundertstelsekunden begonnen. Ein australischer Ausrüster (Speedo) stellte parallel in London, Tokio, Sydney und New York den neuen Wettkampfanzug vor, der dank einer neuen Verarbeitungstechnik entscheidende Vorteile beim Kampf um die Medaillen im Reich der Mitte bringen soll. "Ich fühle mich wie eine Rakete, der Anzug wird das Schwimmen auf ein neues Level hieven", sagte Michael Phelps. Der US-Star war an der Entwicklung des Anzugs beteiligt und will damit bei Olympia als erster Schwimmer achtmal Gold gewinnen. Damit würde Phelps zugleich eine Prämie seines Ausrüsters von einer Million US-Dollar erhalten. Erstmals wurden die verschiedenen Stoffteile nicht vernäht, sondern per Ultraschall verschweißt. Damit sind an der Oberfläche keine Nähte mehr vorhanden, die bislang für einen Widerstand im Wasser gesorgt haben. Speedo hat nach Auskunft von Vizepräsident David Robinson mehrere Millionen Euro in die Entwicklung investiert. Unter anderem waren die US-amerikanische Weltraumbehörde NASA sowie das australischen Institut für Sport in Canberra eingebunden. Auch die anderen namhaften Unternehmen der Branche wie Arena, TYR oder Adidas als Ausrüster des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) haben für Peking neue Produkte angekündigt. Die Anzüge sollen in den kommenden Wochen präsentiert werden. 15.2. Phelps denkt ans Aufhören. (sid) Michael Phelps will seine aktive Laufbahn als Schwimmer spätestens am 30. Juni 2015 zu seinem 30. Geburtstag beenden. Der siebenmalige Olympiasieger kündigte dies auf der Internetseite des US-Magazins "Sports Illustrated" an. Bis dahin könnte Phelps der erfolgreichste Olympiateilnehmer aller Zeiten sein. Bei bislang zwei Olympia-Starts gewann er sieben Goldmedaillen und peilt in diesem Jahr in Peking achtmal Gold an. Bei Olympia 2012 in London könnten weitere Medaillen hinzukommen. Nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn, so Phelps, könne er sich durchaus vorstellen, dem Schwimmsport verbunden zu bleiben.
13.2. Speedos LZR Racer vorgestellt. Speedos futuristischer Anzug,
der mit Hilfe der NASA, des Australian Institute of Sports und der University
of Otaga entwickelt wurde, ist veröffentlicht worden. Der LZR Racer
hat keine Nähte und weist in Laborversuchen 5% weniger Oberflächenwiderstand
auf als Speedos bisheriger bester Anzug [Speedo].
Der im Bild gezeigte High-Neck Bodysuit kostet US$ 550.12.2. FINA Open Water Swimming Grand Prix. Das zweite Rennen über 17 km in Rosario, Argentinien, wurde wiederum von Petar Stoychev und Natalya Pankina gewonnen. Rangliste Männer: 1. Petar Stoychev (BUL) 2h09m27s; 2. Stephane Gomez (FRA) 2h09m28s05; 3. Damian Blaum (ARG) 2h09m28s82. Frauen:1. Natalia Pankina (RUS) 2h11m38s; 2. Esther Nunez (ESP) 2h16m23s; 3. Alessandra Romiti (ITA) 2h17m35s. Punktestand nach zwei Rennen: 1. Petar Stoychev (BUL) 30 Punkte; 2. Stephane Gomez (FRA) 22 Punkte; 3. Damian Blaum (ARG) 18 Punkte. Frauen: 1. Natalia Pankina (RUS) 30 Punkte; 2. Esther Nunez (ESP) 18 Punkte; 3. Alessandra Romiti (ITA) and Laura La Piana (ITA) 14 Punkte. 12.2. Verzögerte Einführung des neuen Startblocks. Die FINA hat entschieden, dass der neue von Omega vorgeschlagene Startblock mit einem Keil zum Abstossen (s. Bild unten) noch nicht an den olympischen Spielen verwendet werden wird. Die Premiere soll auf die WM 2009 verschoben werden. Er soll den Verbänden zum Üben voraussichtlich ab September 2008 zur Verfügung gestellt werden. 7.2. Erstes Bildmaterial von Speedos neuem Anzug. Auf der Speedo-Website zum 80. Firmenjubiläum ist erstes - noch unverfängliches - Bildmaterial zu sehen [Website].
6.2. Kontroverser neuer Startblock. Omega Timing hat die Zeitmessung
im Schwimmen revolutioniert; Anschlagplatten mit automatischer Zeitmessung
und -anzeige, Fehlstart-Detektion , Life-Timing und nun ein neuer Startblock
für die olympischen Spiele: Eine Fussstütze ähnlich dem Startblock
bei den Leichtathleten auf dem hinteren Teil der Plattform soll helfen,
den Start schneller werden zu lassen. Bis zu einer Zehntelsekunde könne
gewonnen werden. Die Neuentwicklung stösst aber nicht bei allen auf
Gegenliebe: Der australische Nationalcoach Alan Thompson findet die Neuerung
ungerecht, weil nicht alle rechtzeitig damit üben können. Die
FINA soll an der kommenden Kurzbahn-WM über die Einführung beschliessen.
6.2. Deutsche Schwimmer zufrieden mit Olympia-Test und -Schwimmhalle. (dpa) Der sportliche Wert hielt sich trotz acht Siegen bei der Generalprobe in Peking zwar in Grenzen, doch Deutschlands Schwimmer haben sich sieben Monate vor Olympia auf den Geschmack gebracht.Britta Steffen gehört in Peking zu den deutschen Gold-Kandidaten "Jetzt weiss ich, wie es sich anfühlt, hier auf dem Podium zu stehen. Ich werde alles dafür tun, das im August zu wiederholen", erklärte Gold-Hoffnung Britta Steffen. Den letzten Sieg für den Deutschen Schwimm-Verband (DSV) durch Helge Meeuw über 200 m Rücken verfolgte Steffen zum Abschluss im neuen futuristischen "Wasser-Würfel" der chinesischen Hauptstadt als Fan auf der Tribüne. Zuvor hatte die 25 Jahre alte Berlinerin mit den Erfolgen über 50 und 100 m Freistil sowie in der 4x100m-Freistilstaffel ihre olympischen Ansprüche eindrucksvoll untermauert.Starke Konkurrenz fehlt "Natürlich weiss ich den Wert einzuordnen", meinte Steffen mit Blick auf das Fehlen der starken Konkurrenz aus den USA und Australien. "Aber dieser Test war trotzdem wertvoll. Er hat Mut gemacht und nochmal für zusätzliche Motivation gesorgt", erklärte die viermalige Europameisterin, die das erste Olympia-Gold seit Dagmar Hase 1992 in Barcelona gewinnen soll. Zufrieden zeigte sich auch DSV-Sportdirektor &Oslah;rjan Madsen. "Es war wichtig, dass sich die Athleten an die Bedingungen und die ungewohnten Endlaufzeiten am Vormittag gewöhnen", erklärte der Norweger: "Diese Umstellung ist vor allem Britta gut gelungen. Sie hat erneut bewiesen, dass sie sehr professionell und zuverlässig ist." Neben Steffen konnte vor allem Helge Meeuw überzeugen. Der Europameister aus Frankfurt, der vor knapp einem Jahr bei der WM in Melbourne noch stark enttäuscht hatte, gewann zum Abschluss über 200 m Rücken in 1:59,65 Minuten und feierte damit seinen dritten Erfolg im Aquatic-Center nach seinen Siegen über die halbe Distanz sowie mit der 4x100m-Lagenstaffel. Mit insgesamt acht Siegen musste der DSV nur Gastgeber China (10) den Vortritt lassen. Erfolge verbuchten auch Paul Biedermann (Halle/Saale) über 200 m Freistil und Vize-Weltmeisterin Annika Lurz über die ungewohnte doppelte Distanz. Für die Würzburgerin Lurz, die sich über 200 m Freistil noch mit Platz zwei begnügen musste, stand nach der Zwangspause wegen Rückenproblemen insbesondere die Wettkampfpraxis im Vordergrund. Das galt auch für Meeuws Lebensgefährtin Antje Buschschulte nach ihrer Schulter-Operation Ende des Jahres. Die Olympia-Dritte aus Magdeburg belegte nach Rang drei über 200 m Rücken am letzten Wettkampftag über die halbe Strecke in 1:02,47 Minuten hinter der Chinesin Yanyan Chen (1:01,98) Platz zwei. Zusätzliche Motivation zogen die DSV-Athleten aus der neuen Schwimmhalle in Peking. "Das ist grandios", meinte Steffen: "Wenn die Halle bei Olympia mit 17.000 Zuschauern gefüllt ist, dann wird das eine fantastische Atmosphäre. Ich freue mich schon jetzt darauf, hier wieder ins Wasser zu springen." [Website und Resultate] 4.2. Nahrungs-Supplement-Faktenblätter. Die Ergänzung der Nahrung mit spezifischen Supplementen wird von vielen Sportlerinnen und Sportlern praktiziert oder in Erwägung gezogen. Der Markt bietet eine unübersichtliche Fülle an leistungssteigernden Produkten. Die Faktenblätter sollen helfen, sich im Dschungel der Anpreisungen und Versprechungen zu orientieren und den aktuellen Stand des Wissens darlegen [Faktenblätter]. 3.2. Hackett kündigt den Rücktritt an. Die olympischen Spiele in Beijing werden seine letzten sein: nie mehr um 4:45 Uhr Aufstehen, um ins Training zu fahren, nie mehr ermüdende 70 Kilometer pro Woche trainieren. Hackett wird in Beijing versuchen, den Titel über 1500 m Freistil nochmals zu holen und über 10 km im Freiwasserschwimmen zu gewinnen. Obwohl er nicht ausschliesst, nach Beijing weiter an Wettkämpfen teilzunehmen, seien für ihn die Spiele 2012 in London ausser Reichweite. Er sei nun seit 12 Jahren Eliteschwimmer und habe mehr erreicht, als er sich je erhofft habe, nämlich eine einzige goldene Olympiamedaille zu gewinnen. Nun seien es einige mehr geworden. 3.2. Good-Luck China Open, Beijing, 31.1.-5.2.2008 [Website und Resultate]. 1.2. IMU. Nur eine Woche nach dem CIG stand mit dem internationalen Schwimmfest in Uster gleich der zweite hochkarätige internationale Wettkampf mit auf schweizer Boden statt. Auch dieses Meeting hat Tradition und wurde bereits zum 17. Mal ausgetragen, und auch hier war eine kleine Delegation der Limmat Sharks am Start, die durchweg mit guten Leistungen zu überzeugen wusste. Thomas Kern konnte mit 4:02.00 als 6. das A-Finale erreichen und bestätigte dort sein Bestzeit aus dem Vorlauf, was schlussendlich Platz 5 bedeutete. Über 200m Rücken wurde er kurz danach mit einer ebenfalls guten Leistung nahe seiner Bestzeit 9. Marcel Betschart ging ebenfalls über 200m Rücken an den Start und konnte dort das B-Finale erreichen, wo er nur haarscharf seine Bestzeit verfehlte und einen 11. Platz belegte. Markus Marthaler konnte sich über 200m Delphin für das B-Finale qualifizieren, wo er seine Plazierung aus dem Vorlauf bestätigte und 8. wurde. Adrien Riccucci erreichte etwas überraschend das B-Finale in 400m Lagen, langte dort aber beherzt zu und konnte seine Bestzeit vom letzten Dezember um mehr als 7s verbessern, was schlussendlich Platz 10 bedeutete. Claudia Bellasi schliesslich konnte das B-Finale über 100m Brust mit einer guten Zeit gewinnen, wobei sie sich am Nachmittag deutlich steigern konnte. 1.2. FINA-Kurzbahn-WM 2012: Von den ursprünglich sechs Bewerbern um die elfte Kurzbahn-WM 2012 bleiben vier übrig: Argentinien (City Mar Del Plata), Österreich (Wien), Hong Kong und Türkei (Istanbul). Ausgeschieden sind gemäss FINA Australien (Sydney) und Brasilien (Rio de Janeiro). Der endgültige Entscheid wird am 12. April im Rahmen der 9. FINA-Kurzbahn-WM in Manchester fallen. Die 10. Kurzbahn-WM wird vom 7.-11. April 2010 in Dubai, UAR, ausgetragen. 1.2. Selektion EM Eindhoven. (Swiss Swimming) Swiss Swimming wird die Langbahn-EM in Eindhoven (18. bis 24. März) mit 18 Athleten beschicken. Je neun Frauen und Männer sind vom Verband für die Olympia-Hauptprobe selektioniert worden und gehen auf Limitenjagd für Peking.Flavia Rigamonti - einmal mehr die Schweizer Hoffnung auf eine EM-Medaille. Angeführt wird die stattliche Delegation von Flavia Rigamonti, der WM-Zweiten über 1500 m Crawl von Melbourne 2007. Dominik Meichtry wird als einziger Schweizer Spitzenschwimmer in Holland nicht am Start sein. Der in Berkeley, Kalifornien, studierende St. Galler gibt im März den Universitätswettkämpfen der NCAA den Vorzug. Meichtry hat letztmals die Chance, den Titel über 200 Yards zu gewinnen, den er letztes Jahr als Zweiter nur ganz knapp verpasst hatte. Ohne Meichtry erfüllt die 4x200m Freistilstaffel die Qualifikationsanforderungen nicht mehr und konnte nicht selektioniert werden. Wer sich für die Olympischen Spiele in Peking qualifizieren will, der erhält von Swiss Swimming zwei Gelegenheiten, die Limitenzeit zu unterbieten: in Eindhoven und zwei Wochen danach an den Schweizer Meisterschaften in Genf (vom 3. bis 6. April). Für Peking ist bis anhin nur Rigamonti vorqualifiziert, dazu hat die 4x100-m-Crawlstaffel der Männer in Melbourne einen Quotenplatz errungen. Um die Selektionskriterien zu erfüllen, gibt es nicht nur eine Richtzeit (mittels Addition der vier besten Schwimmer) zu unterbieten, es ist auch vom IOC gefordert, dass mindestens vier Schweizer Schwimmer die B-Limite von 50,95 über die zwei Bahnlängen unterbieten. Die Mitte April in Manchester stattfindenden Kurzbahn-WM hingegen sind für den Verband kein prioritärer Anlass. Von den Qualifizierten werden einzig der Zürcher Flori Lang (in den Rückensprints) und die Berner Brust-Spezialistin Patrizia Humplik auf eigenen Wunsch nach England reisen. Flavia Rigamonti hat ihren Verzicht auf Manchester schon frühzeitig bekanntgegeben. Männer: Stephan Bachmann TAL 200 Lagen Damien Courtois LYN 50 Brust, 50/100 Delfin, Lagenstaffel Alessandro Gaffuri RFN 4x100 Freistil John Herzig RFN 4x100 Freistil Flori Lang SCUW 50/100 Rücken, 50 Delfin, Staffeln Jonathan Massacand GEN 100/200 Rücken, 200 Lagen Karel Novy SCUW 50/100 Freistil, Staffeln Adrien Perez RFN 50 Delfin Dimitri Waeber GEN 200 Brust, Lagenstaffel Damen: Céline Baillod LN 50 Brust, ev. Staffel Stephanie Eisenring Florida/LIMM 4x100 Freistil, 4x200 Freistil) Patrizia Humplik SKBE 50/100 Brust, Lagenstaffel Laura Noccioli BISS 4x100 Freistil Swann Oberson NSG 4x200 Freistil Seraina Prünte Heidelberg 100 Freistil, Staffeln Flavia Rigamonti Dallas/TAL 400/800/1500 Freistil, Staffeln Carla Stampfli Milano/SCSO 50 Rücken, 50 Delfin, Lagenstaffel Martina van Berkel LIMM 200 Delfin, Lagenstaffel Laila Werner verzichtet von sich aus mangels Form auf eine Teilnahme. Sie wäre als Schwimmerin der 4x100m Freistilstaffel vorgesehen gewesen. Für Werner wird keine Schwimmerin nachselektioniert. Die Staffel wird mit den Athletinnen vor Ort geschwommen. --> Total 9 Männer und 9 Frauen Trainerteam Guennadi Touretski, Head Coach Sebastian Gautsch RFN Ein weiterer Coach wird noch bestimmt. Delegationsleitung (alle Sportarten) Christof Keller (Delegationsleiter) Dr. Ewen Cameron (Verbandsarzt) Martin van der Spoel (Physiotherapeut) Lorenz Liechti (Medienarbeit und Organisation) 1.2. Erneut brasilianischer Schwimmer gesperrt. Der brasilianische Schwimmverband hat Rogério Karfunkelstein (31)für zwei Jahre gesperrt. Dieser Schwimmer testete am Open Correios Meeting vom 14.12.2007 in São Paulo, wo er Dritter über 50 m Brust wurde, positiv auf das Steroid Stanazolol. Zurück zur [Homepage] / [an den Anfang] Januar 200830.1. Der grösste Pool der Welt [Clip] 29.1. Olympia-Schwimmhalle fertiggestellt. (sid) Am Montag ist in Beijing das «National Aquatics Center» (NAC) als eine der zwei Haupt-Wettkampfstätten der Olympischen Spiele im August offiziell eröffnet worden. Der rund 100 Millionen Euro teure Schwimmkomplex mit dem Spitznamen "Wasser-Würfel" gilt wegen seiner hellblauen Aussenfassade in Form von Bienenwaben und des komplett lichtdurchlässigen Daches als architektonische Besonderheit. Überschattet wurde die Zeremonie allerdings von einem kleinen Makel. Das Dach der Halle war nach den letzten Bauarbeiten noch nicht gesäubert worden und warf im wahrsten Sinn des Wortes einen Schatten auf die Eröffnungsfeier. Mit 17'000 Sitzplätzen ist der "Wasser-Würfel" unmittelbar in der Nähe des Olympiastadions eine der grössten Schwimmhallen der Welt. Insgesamt finden dort zwischen dem 8. und 24. August im Schwimmen, Wasserspringen und Synchronspringen 42 Entscheidungen statt. Eine erste Bewährung muss das Aquatic-Center vom 1. bis zum 5. Februar beim Olympia-Test bestehen. 28.1. Auch Arena mit neuem Anzug. Im Jahr der olympischen Spiele will keine Firma den Marketingeffekt dieses Sportanlasses verpassen: Deshalb kündigen alle führenden Marken neue Modelle an. Die 1973 als Spin-off von Adidas gegründete Arena wird ihren neuen Superanzug im März im Rahmen der Europameisterschaften in Eindhoven vorstellen. Der Name und die Eigenschaften ausser dass er "superschnell" sei sind noch nicht bekannt. Mit Arena schwammen seinerzeit Mark Spitz, Shane Gould, Matt Biondi, Alex Popov und Franziska Van Almsick; heute gehören Filippo Magnini, Massimiliano Rosolino, Roland Schoemann, Ryk Neethling, Lazlo Cseh und Laure Manadou in den Rennstall. Diese Athleten wurden in die Entwicklung einbezogen, unter Geheimhaltungspflicht, versteht sich. Bis zu einem gewollten gewissen Grad: Rosolino liess durchblicken, dass der Anzug ein sehr gutes Gefühl verleihe und sich wie eine zweite Haut anfühle. Er helfe dem Körper durch das Wasser zu gleiten, mehr als jeder andere ihm bekannte Anzug. 28.1. Sechs Meetingrekorde in Luxemburg. Christian Kubusch 400 m Freistil 3:53.34, Jens Thiele 200 m Rücken 2:02.58, Petra Dallmann 100 m Freistil 55.25, Kerstin Vogel 50 m Brust 31.92, Kamil Kasprowicz 200 m Lagen 2:03.27 und Igor Porysik 200 m Brust 2:14.78 [Website] . 27.1. Speedos neuer Superanzug bewilligt. Gemäss Speedos Pressemitteilung wurde der neue Schwimmanzug von der FINA soeben bewilligt. Gerüchteweise hätte Phelps damit am Missouri-Grand-Prix starten sollen jetzt wird das Debüt für den kommenden Februar erwartet. Es handle sich um einen Anzug des Weltraumzeitalters, der mit Hilfe der neuester Forschung entwickelt worden sei. Man habe sich "jahrzehntelang" auf diesen Moment vorbereitet im Hinblick auf Speedos 80. Geburtstag [75. Geburtstag]. Michael Phelps meinte zum neuen Anzug: "Er fühlt sich an wie ein Weltraumanzug". 27.1 Deutsche Schwimmer in Luxemburg stark. (sid) Starker Start in das olympische Wettkampfjahr für die DSV-Schwimmer: Am zweiten Tag des 10. Euro-Meetings in Luxemburg überzeugten die deutschen Teilnehmer mit insgesamt sieben Siegen. Der deutsche Rekordhalter Helge Meeuw (Frankfurt/Main) hielt dabei über 100m Rücken in 55,67 Sekunden die Konkurrenz in Schach. Beim ersten Wettkampf nach einer Schulteroperation Mitte November kam Antje Buschschulte (Magdeburg) in 1:02,89 Minuten zum Sieg über die gleiche Distanz. "Ich bin schmerzfrei und konnte schon gut trainieren", meinte die 29 Jahre alte Vize-Europameisterin, die erst am vergangenen Wochenende von einem dreiwöchigen Trainingslager aus Stellenbosch in Südafrika zurückgekehrt war. Dagegen musste sich Annika Lurz (Würzburg) bei ihrem Comeback nach der Verletzungspause wegen eines Ermüdungsbruchs am vierten Lendenwirbel über ihre Spezialstrecke 200m Freistil im Endspurt hauchdünn geschlagen geben. Die Vizeweltmeisterin utnerlag nach 2:00,01 Minuten der Schwedin Ida Marko-Varga (1:59,96). Zum Auftakt des Meetings am Freitag hatte Annika Lurz die 800m Freistil (8:36, 95) für sich entschieden. Über 50m Freistil verpasste Steffen Deibler (Biberach) mit 22,50 Sekunden seinen deutschen Rekord nur um 24 Hundertstelsekunden. Eine gute Leistung zeigte auch der Hannoveraner Kamil Kasprowicz beim Erfolg über 200m Lagen in 2:03,27 Minuten. Weitere deutsche Siege auf der 50-m-Bahn im Grossherzogtum gab es über 200m Freistil durch den Hamburger Jens Thiele (1:50,12). Petra Dallmann aus Heidelberg entscheid die 50m Freistil in 25,41 Sekunden für sich. Die 50m Brust gingen in guten 31,92 Sekunden an die Kölnerin Kerstin Vogel. 26.1. Euro Meet Luxembourg, 24.-26.1.2008 [Website]. Thomas Lurz sorgte mit 15:13,48 über 1500m Freistil für einzigen Meeting-Rekord am ersten Tag. Für den 5-km-Weltmeister ist das Meeting der vorläufig einzige Start im Becken. "Ab Montag konzentriere ich mich auf die Freiwasser-Weltmeisterschaften und die damit verbundene Olympia-Qualifikation", sagte er. Die Titelkämpfe der Langstreckler finden vom 3. bis 8. Mai in Sevilla statt. 25.1. Phelps verblüffte zum Saisonauftakt. (sid) Michael Phelps ist eindrucksvoll in die Olympia-Saison gestartet. Der 22-jährige Amerikaner glänzte beim Southern California Grand Prix in Long Beach/Kalifornien mit starken Zeiten und einem Marathonprogramm. Innerhalb von 85 Minuten startete der siebenmalige Weltmeister des Vorjahres über drei Strecken und gewann dabei die 100 Yards Delfin in 45,40 Sekunden und die 100 Yards Rücken in 45,50 Sekunden. Zudem wurde er in 53,41 Zweiter über die 100 Yards Brust. Alle drei Zeiten waren schneller als Phelps' Vorjahreswerte. «Ich hoffe, dass dieses Jahr noch besser als 2007 wird. Ich bin jetzt entspannter, aber das Wichtigste ist, im Training immer dran zu bleiben - Woche für Woche, Monat für Monat. Nur so kann ich meine Ziele dieses Jahr erreichen», sagte Phelps, der bei den Olympischen Spielen im August in Peking den Rekord seines Landsmanns Mark Spitz einstellen will. Spitz hatte in München 1972 siebenmal Gold gewonnen. Insgesamt setzte sich Phelps an den drei Wettkampftagen im Belmont Plaza Indoor Pool von Long Beach in fünf seiner sechs Finals durch. «Seine Zeiten haben meine Erwartungen übertroffen. Er war weitaus schneller als vor einem Jahr, und das war ja immerhin seine erfolgreichste Saison», meinte Trainer Bob Bowman. Der sechsmalige Olympiasieger von Athen nutzt das Kurzbahnmeeting in Long Beach seit Jahren als Saisoneinstieg. 23.1. Italien mit 41 Schwimmern in Eindhoven. Der italienische Verband hat eine Mannschaft bestehend aus 41 Schwimmerinnen und Schwimmern für die EM in Eindhoven ausgewählt: Romina Armellini, Marco Belotti, Alessio Boggiatto, Paolo Bossini, Nicola Cassio, Elena Gemo, Caterina Giacchetti, Damiano Lestingi, Federica Pellegrini (CC Aniene); Christian Galenda (Fiamme Gialle / CC Aniene); Rachele Bruni, Cristina Chiuso, Alessia Filippi, Diego Statuti (Aurelia Nuoto); Flavia Zoccari (Esercito / Aurelia Nuoto); Alessandro Terrin (Fiamme Gialle / Aurelia Nuoto); Paolo Villa (Esercito / Busto Nuoto); Mattia Nalesso (Carabinieri); Cristina Maccagnola, Roberta Panara, Matteo Pelliciari (DDS); Alessandro Calvi (CS Carabinieri / DDS); Samuel Pizzetti (Carabinieri / Nuotatori Milanesi); Erica Ferraioli (Forum SC); Emiliano Brembilla, Michele Cosentino (Ispra); Francesca Segat (Fiamme Gialle / Ispra Nuoto); Mirco Di Tora (Fiamme Oro / Azzurra '91); Chiara Boggiatto, Enrico Catalano, Nicola Febbraro, Luca Marin (LaPresse Torino), Filippo Magnini (Larus Nuoto); Silvia Florio (Nuoto Livorno); Massimiliano Rosolino (CN Posillipo); Loris Facci (RN Torino); Alice Carpanese, Irene Debiasi, Renata Fabiola Spagnolo, Maria Laura Simonetto (Plain Team Veneto); Federico Colbertaldo (Veneto Banca Montebelluna) 19.1. Schweizerrekord von Céline Baillod über 50m Brust. (Swiss Swimming) Die Rekordlust von Céline Baillod scheint weiterhin ungebrochen. Nachdem die 26-jährige im November und Dezember schon acht Mal eine Schweizer Bestmarke verbessert hatte, startete sie auch ins Jahr 2008 mit einem Exploit: am Internationalen Meeting in Genf erzielte die Schwimmerin von Renens Natation im Vorlauf über 50m Brust eine Zeit von 32.57 elf Hundertstel schneller als der bisherige Schweizerrekord von Carmela Schlegel aus dem Jahr 2001 [Resultate]. 14.1. Southern California Grand Prix, Long Beach, 18.-21.1.2008 [Website] Internationales Schwimm-Meeting Uster, 26./27.1.2008 [Website] 14.1. Laure Manaudou wechselt erneut den Club. Und wieder ist gemäss einem AFP-Bericht ein Boyfriend der Auslöser, dieses Mal ein Schwimmer aus Mülhausen. Der Vereinspräsident von Mülhausen soll dem Wechsel bereits zugestimmt haben, einige Einzelheiten müssten noch geregelt werden. 12.1. Flanders Swim Cup, Antwerpen, 11.-13.1.2007 [Website] Direkt im Anschluss an Eindhoven ging es nach Ungarn zur Kurzbahn-EM, über die auf diesen Seiten ja schon berichtet wurde. Aus Sicht der Limmat-Sharks verlief der Wettkampf erneut sehr positiv. Martina Van Berkel und David Karasek konnten bei vier Starts vier Bestzeiten verbuchen. Martina schwamm über 200m Delphin in 2:13.34 erneut einen Schweizer Rekord, ihren dritten innerhalb 2er Monate, was für sie einen guten 12. Platz bedeutete. In 200m Rücken wurde sie ebenso gute 16. mit 2:14.27. In beiden Rennen lag sie bis 150m noch auf deutlich schnelleren Zeiten, musste am Ende aber ein wenig der angeschlagenen Geschwindigkeit Tribut zollen. Gleiches gilt für David Karasek, der über 400m Freistil in 3:53.71 2.5s Bestzeit schwamm (24. Platz) und über 200m Freistil mit 1:48.72 (29.) seine schon hervorragende Zeit der SM erneut unterbot. Auch ihm ging in beiden Rennen das letzte Viertel nicht mehr ganz aus, aber die Leistungen sprechen für sich. Stephanie Eisenring konnte über die gleichen Strecken ihre Leistungen der SM bestätigen, war ebenfalls bis 300 bzw. 150m schneller als je zuvor, konnte dann aber nicht mehr zusetzen und blieb in 4:12.69 (400m Freistil, 19.) und 2:00.06 (200m Freistil, 22.) knapp über ihren Bestleistungen. Für alle drei Schwimmer der Limmat Sharks ist hervorzuheben, dass sie ihre Rennen auch auf internationalem Niveau sehr mutig geschwommen sind und sich nicht zu verstecken brauchen, was in der Vergangenheit nicht immer ein Merkmal Schweizer Schwimmer auf internationalen Wettkämpfen war. Dies gilt allerdings auch für die gesamte Mannschaft dieser Kurzbahn-EM, die eine sehr überzeugende Leistung geboteen hat. Auf diesen Leistungen lässt sich aufbauen. Für David stand eine Woche später noch die Französische Mannschaftsmeisterschaft an, die er für Paris St. Germain-En-Laye schwamm. Trotz bereits wieder erhöhtem Trainingspensum schwamm er erneut hervorragende Zeiten. Mit 1:48.26 in 200m Freistil war er nochmals eine halbe Sekunde schneller als an der Kurzbahn-EM, und in der etwas ungewöhnlichen 10x100m Freistil Staffel erziele er mit 49.68 erstmals eine Zeit unter 50 Sekunden. Damit endete das Jahr 2007 für die Limmat Sharks auf ausgesprochen hohem Niveau, und jetzt gilt es, im Frühjahr und Sommer auf der langen Bahn dieses nicht 10.1. Agnes Kovacs sagt Olympia-Teilnahme ab. (dpa) Die ungarische Olympiasiegerin Agnes Kovacs wird bei den Olympischen Spielen in Peking nicht an den Start gehen. Sie leide noch immer unter dem Image, das durch den inzwischen widerlegten Dopingverdacht entstanden sei, begründete sie in Budapest ihre Entscheidung. Kovacs will nur noch an den ungarischen Landesmeisterschaften in diesem Sommer teilnehmen. Es gehe ihr immer noch sehr nahe, dass wegen einer unzureichenden Urinprobe am 30. Oktober vergangenen Jahres der Dopingverdacht aufgekommen sei, sagte Kovacs. «Neben meinem Namen wird immer das Wort Doping stehen.» An dem betreffenden Tag hatte sie statt der geforderten Menge von 75 Millilitern nur 25 Milliliter Urin abgegeben. Sie könne nicht verstehen, warum die Kontrolleure nicht am gleichen Tag für einen neuen Versuch wiedergekommen seien. Nach der acht Tage später erfolgten Kontrolle hatten der ungarische Schwimmverband sowie der Weltverband FINA Kovacs vom Dopingverdacht freigesprochen. Die Sportlerin hatte bei den Spielen 2000 in Sydney Gold über 200 Meter Brust gewonnen. In Athen wurde sie 2004 Vierte über 200 Meter Lagen. 10.1. Niederländisches Kurzbahn-WM-Team. Die Weltrekordlerinnen Marleen Veldhuis, Inge Dekker, Hinkelien Schreuder und Ranomi Kromowidjojo werden das 17-köpfige niederländische Team an der Kurzbahn-WM vom April in Manchester anführen. Pieter van den Hoogenband ist nicht dabei, weil er sich auf die olympischen Spiele konzentrieren will. Mitglieder: Marleen Veldhuis, Inge Dekker, Hinkelien Schreuder, Femke Heemskerk, Ranomi Kromowidjojo, Chantal Groot, Manon van Rooijen, Mitja Zastrow, Robin van Aggele, Robert Lijesen, Stefan Oosting, Bas van Velthoven, Olaf Wildeboer, Joost Reijns, Nick Driebergen, Joeri Verlinden und Bastiaan Tamminga. 7.1. Victorian Swimming Championships, Melbourne, 4.-8.1.2008 [Website]. Mit Ziegler, Hackett und Coughlin. 2.1. Federer Nummer Eins Phelps Nummer Zwei. Zum dritten Mal in Folge hat die französische Sporttageszeitung L'Equipe Roger Federer als "Sportler des Jahres" ausgezeichnet. Michael Phelps belegte Platz zwei, Rallye-Weltmeister Sebastien Loeb Rang drei. Bei der Wahl erhielt Federer beinahe doppelt so viele Stimmen wie Michael Phelps. Federer ist nach dem siebenmaligen Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher erst der zweite Sportler, der die seit 1980 vergebene Auszeichnung drei Mal in Folge erhält. |
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