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Swim News September bis Dezember 2008 |
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[September 2008] [Oktober 2008] [November 2008] [Dezember 2008] Dezember 200828.12. Duyet schwimmt Europarekord. (sid) Auch kurz vor dem Jahreswechsel reißt die Rekordflut im Schwimmsport nicht ab. Bei einem Meeting in Saint Paul auf der zu Frankreich gehörenden Inselgruppe von La Reunion im Indischen Ozean hat die im Überseegebiet Neukaledonien geborene Französin Diane Bui Duyet mit 56,50 Sekunden über 100m Schmetterling für einen Europarekord gesorgt. Damit verbesserte die 29-Jährige die älteste derzeit bestehende kontinentale Bestmarke auf der 25-m-Bahn um fünf Hundertstelsekunden. Bisher wurde dieser Rekord seit dem 26. Januar 2002 von Martina Moravcova aus der Slowakei gehalten. Insgesamt war es Europarekord Nummer 142 in diesem Jahr. 23.12. Veldhuis stellt neuen Europarekord auf. (sid) Marleen Veldhuis hat zum Abschluss der niederländischen Kurzbahnmeisterschaften der Schwimmer in Amsterdam ihren eigenen Europarekord über 100m Freistil verbessert. In 51,74 Sekunden verpasste Veldhuis den Weltrekord der Australierin Lisbeth Trickett nur um 0,04 Sekunden. Erst vor einer Woche bei den Europameisterschaften in Rijeka hatte die Niederländerin den Europarekord auf 51,91 Sekunden gedrückt. Zum Auftakt der Titelkämpfe hatte die Damenstaffel des PSV Eindhoven über 4x100m Freistil in 3:28,22 Minuten einen Weltrekord aufgestellt. Außerdem wurden an den drei Meisterschaftstagen im Sloterbad in Amsterdam zehn niederländische Rekorde geschwommen. Frohe Weihnachten – Merry Christmas – Ein gutes neues Jahr – A Happy New Year ![]() Wir wünschen euch frohe Festtage, etwas Zeit, um sich zu erholen, und viel Erfolg, Freude, Gesundheit und Glück im 2009. Wishing you a good Christmas/New Year break, some time to relax, and much success, enjoyment, health and happiness in 2009.
22.12. WR 100 m Rücken. An den spanischen Kurzbahnmeisterschaften brach der Spanier Aschwin Wildeboer als Startschwimmer der 4x100-m-Lagenstaffel den Weltrekord über 100 m Rücken. Die neue Bestmarke von 49.20 ist 12/100 schneller als der bisherige, erst eine Woche alte Rekord des Russen Stanislav Donets. 21.12. Weltreekord 4x100 m Freistil. (sid) Die Franzosen Gregory Mallet, Fabien Gilot, William Meynard und Frederick Bousquet sind über 4x100m Freistil bei den französischen Interklub-Meisterschaften in Istres Weltrekord geschwommen. Das für Marseille startende Quartett siegte in 3:04,98 Minuten und blieb damit 3,46 Sekunden unter der Bestleistung der US-Staffel vom April. 20.12. Groß sieht Schwimmsport in Gefahr. (dpa) - Der frühere Weltklasseschwimmer Michael Groß hat seine Nachfolger eindringlich vor dem Abgleiten ins sportliche Abseits gewarnt und zur «Rückkehr zu den Ursprüngen» aufgefordert. Der dreifache Olympiasieger und fünfmalige Weltmeister aus Frankfurt/Main sieht seinen Sport angesichts von Anzug-Diskussion und Rekordflut vor dem Untergang. «Der Schwimmsport läuft Gefahr, sich ins Abseits zu manövrieren», sagte der 44-Jährige in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. Die körperliche und schwimmerische Leistungsfähigkeit gerate immer mehr in den Hintergrund. Groß: «Im Prinzip ist es ja eine Technologie-Schlacht geworden, die sogar die Doping-Diskussion überdeckt. Das ist für den Schwimmsport eine völlige Fehlentwicklung.» Auf Dauer sei dies eine Gefahr für den Kern des Schwimmsports, in dem die eigene Leistungsfähigkeit im Vordergrund stehen müsse, sagte der promovierte Medienwissenschaftler. Der Materialschlacht und der Weltrekord-Inflation mit über 100 Bestzeiten in dieser Saison müsse schnell und effektiv begegnet werden. «Zurück zu Badehose und Badeanzug» zum Beispiel. Groß: «Eine Möglichkeit wäre aber ein Einheitsanzug wie beim Skispringen.» Um Sponsoren gerecht zu werden, könnten entsprechende Flächen auf dem Anzug für Werbung freigegeben werden. Der jetzige «Kuddelmuddel» würde Geldgeber langfristig eher abschrecken und dem Schwimmsport so auch die finanzielle Grundlage entziehen. Groß: «Wer soll sich im internationalen Schwimmsport noch engagieren, wenn die Leistung nicht mehr transparent ist?» «Der Reiz ist ziemlich weg», stellte «Albatros» Groß, Olympiasieger 1984 in Los Angeles und 1988 in Seoul, auch mit Blick auf sein eigenes Interesse am Schwimmsport fest. «Ich bin froh, dass wir damals diese Diskussionen nicht hatten. Das Schlimme aber ist, dass der Reiz auch für die Schwimmer langsam weg ist nach dem Motto: Ich kann mich hier abzappeln wie ich will, es gewinnt der Anzug.» Medienwissenschaftler Groß hat Veränderungen ausgemacht, die den Schwimmsport immer mehr in Erklärungsnot bringen. Die globale Verteilung spreche dafür, «dass ein großer Teil der Rekorde in diesem Jahr mit den Anzügen zu tun hat». Zugleich hätten aber auch Athleten extreme Leistungssprünge oder extreme Programme hingelegt. «Was wiederum nichts mit dem Anzug zu tun hat. Das sind Auffälligkeiten, die kann ich mir nicht erklären», sagt Groß, «ob da gedopt wird, kann ich nicht sagen. So lange nichts bewiesen ist, gilt die Unschulds- Vermutung.» Was der Schwimmsport jetzt brauche, so Deutschlands viermaliger Sportler des Jahres, «ist der Mut zum Umdenken». Groß studierte Germanistik, politische Wissenschaften und Medienwissenschaften und promovierte 1994 über «Ästhetik und Öffentlichkeit: Die Publizistik der Weimarer Klassik». Heute ist er Inhaber einer PR-Agentur in Frankfurt/Main. 20.12. Van der Weijden hört auf. (dpa) - Die Peking-Olympiasieger Maarten van der Weijden (Langstreckenschwimmen), Marianne Vos (Radrennfahren) und die Damen- Wasserballmannschaft sind in den Niederlanden zu den Sportlern des Jahres gekürt worden. In seiner Dankesrede kündigte van der Weijden überraschend seinen Rücktritt an. Der ehemalige Leukämie-Patient hatte in Peking im offenen Wasser auf der zehn Kilometer-Distanz Gold gewonnen. Er ist auch Weltmeister über 25 Kilometer. «Nachdem ich die Leukämie besiegt hatte, setzte ich mir selbst das Ziel, den Menschen zu zeigen, was alles möglich ist. Mit dem Olympiasieg habe ich das erreicht», sagte der 27 Jahre alte Langstreckenschwimmer. 20.12. Nächster Weltrekord für Eindhoven-Quartett. (sid) Zum Auftakt der niederländischen Kurzbahn-Meisterschaften in Amsterdam haben die Schwimmerinnen des PSV Eindhoven den 4x100m Freistil-Weltrekord auf 3:28,22 Minuten gedrückt. Das Quartett mit Hinkelien Schreuder, Inge Dekker, Ranomi Kromowidjojo und Marleen Veldhuis unterbot dabei die Bestmarke ihrer eigenen Nationalstaffel. Für die waren im April in Manchester Schreuder, Dekker und Veldhuis mit Femke Heemskerk 3:29,42 Minuten geschwommen. Bei der Kurzbahn-EM vor einer Woche in Rijeka hatten Schreuder, Dekker, Kromowidjojo und Veldhuis bereits einen Weltrekord mit der 4x50m Freistilstaffel aufgestellt. 15.12. Dominik Meichtry gewinnt Silber, Patrizia Humplik Vierte und Staffel mit Exploit. [Website] [Omegatiming] Dominik Meichtry gewinnt an der Kurzbahn Europameisterschaft in Rijeka seine erste Medaille auf internationalem Parkett. Der St. Galler erobert über 200m Freistil die Silbermedaille und stellt mit 1:43,11 neuen Schweizerrekord auf. Meichtry verpasste den Titel gerade mal um 2/100, war aber deswegen gar nicht traurig: „Ich wollte diese Medaille unbedingt und im Moment spielt es mir keine Rolle, welche Farbe sie hat“, sagt der glückliche 24-jährige. Mit nur gerade acht Wochen Training seit den Olympischen Spielen, ging Meichtry das Rennen sehr mutig an und suchte sein Glück in der Flucht nach vorn. Unter 50 Sekunden bei 100 Metern und bis 150 Meter unter Weltrekordpace, damit überraschte er sein Gegner und lag deutlich in Führung. Auf den letzten Metern büsste er zwar für sein Tempo, musste aber nur einen Gegner passieren lassen. Patrizia Humplik gelang im Final über 100m Brust erneut eine Steigerung, die aber nicht mit einer Medaille belohnt wurde. Die Bernerin, die seit wenigen Monaten für den SK Worb startet, schlug nach 1:05,91 an und wurde Vierte. Zur Bronzemedaille fehlten der 18-jährigen drei Zehntel. Nach Halbzeit des Rennens lag sie noch zurück, drehte dann aber auf und legte die zweite Hälfte in 34,56 Sekunden zurück – so schnell wie sonst keine Konkurrentin. Zum Abschluss der Meisterschaft setzte die 4x50m Freistilstaffel der Männer einen schönen Schlusspunkt: die Schweizer klassierten sich im siebten Rang und verbesserten den Schweizerrekord vom Vorlauf erneut um 1,33 Sekunden auf 1:26,34. Flori Lang stellte dabei als Startschwimmer mit 21,75 gleich noch einen Schweizerrekord auf (Vorher: Novy 21,81 aus dem Jahr 2003). Die weiteren Abschnittszeiten: Dominik Meichtry 21,68 – Aurélien Künzi 21,31 – Daniel Rast 21,53. Die Bilanz des Schweizer Teams in Rijeka fällt positiv aus: zwei Medaillen, drei weitere Finalplätze, eine Bestzeitenquote von gegen 70%, 22 Schweizerrekorde und eine starkes Auftreten als Team stellen eine sehr gute Ausbeute dar. Leistungssportchef Steffen Liess fasst die Leistungen mit dem Wort „ermutigend“ zusammen. „Ich bin sehr zufrieden und sehe, dass die Schwimmer mit ganz wenigen Ausnahmen Fortschritte gemacht haben und mit der Entwicklung im Schwimmsport Schritt halten können“. 15.12. WRs und ERs in Rijeka. Schwimmen. (dpa) - Auch am Schlusstag der Kurzbahn-Europameisterschaft in Rijeka ging die Rekord-Jagd weiter. Über 400 Meter Lagen stellte die Spaniern Mireia Belmonte Garcia in 4:25,06 Minuten einen Weltrekord auf. Sie blieb 81/100 Sekunden unter der alten Bestmarke von Julia Smit (USA) vom 28. November. Es war der achte Weltrekord dieser Kurzbahn-EM. Die Italienerin Alessia Filippi sicherte sich die Silbermedaille vor Francesca Segat aus Frankreich. Theresa Michallak aus Halle/Saale war im Vorlauf gescheitert. Auch Federica Pellegrini aus Italien stellte über 200 Meter Freistil eine neue Bestmarke auf. Sie verbesserte in 1:51,85 Minuten den bisherigen Weltrekord von Coralie Balmy (Frankreich) vom 6. Dezember dieses Jahres um 1,33 Sekunden. Der Franzose Hugues Duboscq hat als Sieger über 200 Meter Brust in 2:04,59 Minuten einen Europarekord markiert. Die alte Bestzeit lag bei 2:05,02 Minuten. Einen weiteren Europarekord hat Peter Mankoc aufgestellt. Mankoc schwamm in 51,97 Sekunden zu seinem neunten EM-Titel hintereinander über 100 Meter Lagen. Am Morgen hatte Amaury Leveaux bereits im Vorlauf über 50 Meter Schmetterling seinen eigenen Weltrekord verbesert. In 22,18 Sekunden war Leveaux 11/100 schneller als am 6. Dezember. Es war bereits sein vierter Weltrekord an der kroatischen Adria und der insgesamt 103. in diesem Jahr auf Kurz- oder Langbahnen. Frankreichs überragende Freistil-Schwimmer hatten ebenfalls im Vorlauf über 4-x-50 Meter Freistil die von Schweden gehaltene Bestmarke um fast zwei Sekunden auf 1:22,38 Minuten verbessert. 15.12. «Anzug-Doping»: Schwimm-Trainer fordern Regeln. (dpa) - In der Dauerdiskussion um die Weltrekordflut durch High-Tech-Anzüge formiert sich eine gemeinsame Front der führenden europäischen Schwimm-Nationen. Trainer aus 15 Ländern haben den Weltverband FINA in einer gemeinsamen Resolution aufgefordert, bis zur Weltmeisterschaft im Juli 2009 in Rom klare Regeln zu schaffen. So soll unter anderem das Anzug- Material eindeutig bestimmt werden. «Ich glaube, dass man sich dieser Argumentation der Cheftrainer nicht verschließen kann», sagte der Sportdirektor des Deutschen Schwimm-Verbandes, Lutz Buschkow, am Sonntag bei der Kurzbahn-EM in Rijeka. Immer neue Fortentwicklungen an den Anzügen führten in diesem Jahr zu einer Rekord-Explosion im dreistelligen Bereich. «Das ist schon Anzug-Doping», meinte Bundestrainer Dirk Lange. Oft ist offiziell nicht bekannt, aus welchem Material die Anzüge sind. Durch immer verfeinerte Stoffe verbessert sich die Lage im Wasser und verringert sich der Wasser-Widerstand. «Es geht nur noch um Kraft und Muskeln, gar nicht mehr um die Stabilität», sagt Rücken-Spezialist Helge Meeuw, der davor warnt, dass Schwimmen auf eine «High-Tech-Sportart» reduziert wird. Daher soll nach dem Willen der Trainer eine unabhängige Kommission künftig neue Anzüge prüfen, die nach Willen der Trainer mindestens neun Monate vor großen Wettkämpfen allen Schwimmern zur Verfügung gestellt werden sollen. «Es ist großartig, dass diese Aktion auch von Trainern der mit diesen Anzügen erfolgreichen Nationen unterstützt wird. Sie sagen, unsere Schwimmer tragen diese Anzüge nicht, weil sie es wollen, sondern weil es erlaubt ist», sagt der niederländische Trainer Jacco Verhaeren. Die Anzug-Problematik führte an der kroatischen Adria mitunter zu skurrilen Szenen. So trugen Schwimmer zwei oder drei Anzüge übereinander. Was zunächst unsinnig erscheint, erzeugt Luftpolster und einen verbesserten Auftrieb. Kaum aus dem Becken, reißen sich die Athleten die engen Anzüge vom Körper. Den französischen Rekord- Freistilschwimmern sollen ihre Anzüge sogar im wahrsten Wortsinn auf den Leib geschneidert worden sein, als kostspieliges Einmal-Produkt. Nach der Resolution von Rijeka soll bei einer internationalen Trainer-Konferenz im Januar auch eine gemeinsame Linie mit den dominierenden Schwimm-Nationen Australien und USA gefunden werden. Auch DSV-Präsidentin Christa Thiel unterstützt die Forderungen und hofft auf eine Umsetzung noch vor der WM: «Ich bin da sehr optimistisch. Unter den Kollegen gibt es eine einhellige Meinung.» 14.12. Dominik Meichtry und Freistilstaffel der Männer im Final, Marina Ribi mit Schweizerrekord. (Swiss Swimming) Dominik Meichtry qualifizierte sich mit neuer Schweizerrekordzeit von 1:44.10 für den Final über 200m Freistil, der am Sonntagnachmittag ausgetragen wird. Der St. Galler verbesserte seinen eigenen Rekord um 1,71 Sekunden, den er vor einem Jahr aufgestellt hatte. „Es lief mir nicht alles so, wie ich es wollte. Ich kam nicht richtig in den Rhythmus rein“, war die Kurzanalyse von Meichtry nach dem Rennen. Als Viertschnellster hat er eine gute Ausgangslage, zumal alle Konkurrenten sehr eng beieinander liegen und Weltrekordmann Paul Biedermann als Neunter der Vorläufe ausschied. Wenig später sorgte Meichtry zusammen mit seinen Staffelkollegen Flori Lang, Aurélien Künzi und Daniel Rast für eine kleine Überraschung, indem sich das Quartett für den Final über 4x50m Freistil qualifizierte. In 1:27,67 verbesserten sie den Schweizerrekord aus dem Jahr 2003 um 0,58 Sekunden und schafften als Achte den Einzug in den Final. Für den dritten Rekord des Vormittags sorgte die Schaffhauserin Marina Ribi über 400m Lagen. Die 20-jährige schwamm eine Zeit von 4:47,59 und war damit fast zwei Sekunden schneller als Agata Czaplicki im Jahr 1999. Die Resultate der Schweizer: Männer: 200m Freistil 4. Dominik Meichtry 1:44,10 (SR) 52. Christian Schneiter 1:49,22 (PB) 58. Martin Hohl 1:51,23 (PB) 61. Aurélien Künzi 1:52,25 200m Brust 25. Kilian Bossard 2:13,85 (PB) 50m Delfin 26. Damien Courtois 23,95 4x50m Freistil 8. Schweiz 1:27,67 (SR) Flori Lang 22,00 Dominik Meichtry 21,82 Aurélien Künzi 21,95 Daniel Rast 21,90 Frauen: 50m Freistil 32. Laura Noccioli 25,59 (PB) 48. Seraina Prünte 26,08 200m Freistil 30. Swann Oberson 2:00,52 32. Seraina Prünte 2:00,81 200m Rücken 24. Martina van Berkel 2:12,54 400m Lagen 22. Marina Ribi 4:47,59 (SR) 14.12. Patrizia Humplik überzeugend im Final. (Swiss Swimming) Die Bernerin Patrizia Humplik qualifizierte sich an den Kurzbahn Europameisterschaften auf überzeigende Art für den Final über 100m Brust, der am Sonntag ausgetragen wird. In 1:05,96 stellte sie die zweitschnellste Zeit aller Halbfinalistinnen auf und verbesserte damit erneut den Schweizerrekord um beinahe eine halbe Sekunde, den sie erst im Vorlauf aufgestellt hatte. Mit dieser Zeit steht die 18-jährige an achter Stelle in der ewigen Bestenliste Europas. 13.12. Patrizia Humplik gewinnt Bronzemedaille über 200 Meter Brust. Patrizia Humplik gewinnt an den Kurzbahn Europameisterschaften in Rijeka die Bronzemedaille über 200m Brust und bewies damit eindrücklich ihr enormes Potential. Die 18-jährige gebürtige Kroatin, die beinahe so etwas wie Heimvorteil hatte, schwamm in 2:21,68 erneut Schweizerrekord und schaffte mit dieser Medaille endgültig den Durchbruch auf internationalem Parkett. „Der Anfang des Rennens lief mir eigentlich nicht so gut. Je länger es aber dauerte, umso besser kam ich rein und auf den letzten 50 Metern konnte ich nochmals richtig Gas geben. Ich wollte einfach nicht Vierte werden!“, sagte eine glückliche Humplik nach dem Wettkampf. Sie sei im Sommer schon per Zufall an der Eröffnung des neuen Bades in Rijeka dabei gewesen und war schon damals sehr angetan. Sie habe sich deshalb enorm auf diese Meisterschaft gefreut. Flori Lang zeigte in seiner Paradestrecke 50m Rücken eine sehr starke Leistung. Zunächst schwamm er im Halbfinal eine Zeit von 24,02, womit er sich als Siebter für den Final qualifizierte. Im nur 90 Minuten später ausgetragene Endlauf konnte sich der Zürcher gleich nochmals steigern und schlug nach 23,83 Sekunden an, was zu Rang vier reichte. Lang verpasste die Medaille um 0,36 Sekunden, verbesserte aber seinen Schweizerrekord an diesem Wettkampf um nicht weniger als 0,58 Sekunden. Im Final wurde deutlich, was die Schwimmer derzeit am meisten beschäftigt: die neue Generation der Anzüge. Während Lang erst in der Mittagspause noch ein neues Modell erhielt und grosses Risiko einging, indem er es ungetestet für den Halbfinal- und Final anzog, protestierten die beiden deutschen Finalteilnehmer Meeuw und Rupprath gegen die Pflicht, den Anzug ihres Verbandsausrüsters anziehen zu müssen. Die beiden traten in „normalen“ Badehosen an – und belegten Rang 5 und 8. Nicht ganz nach Wunsch erging es Dominik Meichtry im Halbfinal über 100m Freistil. „Ich hatte auf der ersten Bahn eine zu hohe Frequenz und konnte darum das Tempo nicht bis am Ende halten“, analysierte der St. Galler sein Rennen. In 47,96 Sekunden blieb er knapp drei Zehntel über seiner Zeit vom Vorlauf und wurde Zehnter. Schliesslich gelang auch Melanie Schweiger ein sehr gutes Rennen im Halbfinal über 50m Delfin. Die Innerschweizerin schlug nach 26,73 Sekunden an und war damit nochmals 0,21 Sekunden schneller als im Vorlauf, in dem sie auch schon den Schweizerrekord verbessert hatte. Schweiger belegte Rang 14 im Schlussklassement. 13.12.Anzugstreit bei den deutschen Schwimmern. (dpa) Der Streit um die High-Tech-Anzüge der Schwimmer eskaliert. Europameister Paul Biedermann will das Material des Ausrüsters des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) nicht mehr akzeptieren, weil er um seine Konkurrenzfähigkeit fürchtet. «Ich werde die WM in Rom nicht in adidas schwimmen, das steht für mich fest», sagte Biedermann bei der Kurzbahn-EM in Rijeka (Kroatien). Der 22-Jährige aus Halle/Saale plädierte wie andere Teammitglieder für eine freie Anzug-Wahl. DSV-Sportdirektor Lutz Buschkow verwies auf den bis Ende 2009 laufenden Vertrag und betonte: «Der DSV hält sich daran. Wir sind zuverlässige Vertragspartner.» Alle Schwimmer sind laut Vertrag bei EM, WM oder Olympia an den offiziellen Ausrüster gebunden. Schon bei der Anreise hatte es Ärger um die Ausrüstung gegeben. Die DSV-Schwimmer erhielten nach Problemen mit dem kroatischen Zoll ihre Anzüge erst unmittelbar vor EM-Beginn. Zudem fehlte in Rijeka weitere Ausrüstung. «Viele von uns haben nicht einmal einen Anzug oder ein T-Shirt. Das ist natürlich extrem peinlich und frustrierend», sagte Biedermann dem ARD-Hörfunk. adidas-Sprecher Oliver Brüggen betonte dagegen: «Die Anzüge sind in Absprache mit dem DSV Ende der vergangenen Woche und am Montag rechtzeitig ausgeliefert worden.» Bereits vor Olympia hatten mehrere deutsche Athleten angesichts der Weltrekordflut der Konkurrenz eine freie Anzug-Wahl gefordert, waren dafür teilweise abgemahnt und mit Geldstrafen belegt worden. Der Vertrag mit adidas bringt dem DSV nach Schätzungen etwa eine Million Euro jährlich an Sach- und Geldwerten ein. Derzeit laufen Verhandlungen. Da passt die erneute Kritik gar nicht. «Es sind weitere Gespräche geplant. Vertragsdetails werden bei adidas und dem DSV grundsätzlich nicht öffentlich diskutiert», sagte adidas-Sprecher Brüggen. In Peking schwamm Britta Steffen im adidas-Anzug zum Doppel-Olympiasieg. Den zu erwartenden finanziellen Verlust des Verbandes bei einer freien Anzugwahl wollen die Schwimmer mittragen. «Wir sind bereit, Trainingslager und Wettkämpfe selber zu zahlen. Wir wünschen uns alle, dass wir uns allein an den Leistungen messen können», sagte Biedermann, der seine Europarekorde im Dress eines anderen Ausrüsters schwamm. «Wir werden alles dafür tun, dass wir die gleiche Chance haben wie die Konkurrenz», sagte Teamkollege Steffen Deibler. Janne Schäfer, die Vize-Europameisterin über 50 Meter Brust: «Der Anzug macht schon einen großen Unterschied. Das beweisen die Rekorde.» Der neue Bundestrainer Dirk Lange zeigte Verständnis für die Nöte seiner Sportler, meinte aber auch: «Man kann nicht alles auf die Anzüge reduzieren, es hat nichts mit dem Anbieter zu tun. Das ist ein grundsätzliches Problem.» Wegen fehlender Regeln des Weltverbandes FINA könne derzeit fast jeder machen, was er will. So würden schon zwei oder drei Anzüge übereinander getragen, um mit einem Luftpolster und einem entsprechenden Auftrieb schneller zu sein. «Das ist schon Anzug-Doping», sagte Lange. Er hofft auf eine gemeinsame Regelung bei einem internationalen Trainer-Treffen im Januar. 12.12. Welt- und Europarekorde in Rijeka. Website] [Omegatiming] Die Italienerin Alessia Filippi hat bei den Kurzbahn-Europameisterschaften der Schwimmer in Rijeka in 8:04,53 Minuten einen Weltrekord über 800 Meter Freistil der Frauen aufgestellt. Es war der insgesamt 97. Weltrekord dieser Saison. Der Franzose Amaury Leveaux hat bei der Kurzbahn-EM der Schwimmer in Rijeka über 100 Meter Freistil in 45,12 Sekunden schon im Halbfinale einen Weltrekord markiert. In der Europarekordzeit von 57,33 Sekunden hat sich der Ukrainer Igor Borysik bei den Kurzbahn-Europameisterschaften der Schwimmer in Rijeka den Titel über 100 Meter Brust gesichert. Der Weltrekord des Südafrikaners Cameron van den Burgh blieb unangetastet. Die Niederländerin Hinkelien Schreuder ist bei den Kurzbahn-Europameisterschaften in Rijeka Europarekord über 50 Meter Delfin geschwommen. Schreuder siegte am Freitag in 25,21 Sekunden. 12.12. Patrizia Humplik gewinnt Bronzemedaille über 200 Meter Brust. (Swiss Swimming) [Website] [Omegatiming] Patrizia Humplik gewinnt an den Kurzbahn Europameisterschaften in Rijeka die Bronzemedaille über 200m Brust und bewies damit eindrücklich ihr enormes Potential. Die 18-jährige gebürtige Kroatin, die beinahe so etwas wie Heimvorteil hatte, schwamm in 2:21,68 erneut Schweizerrekord und schaffte mit dieser Medaille endgültig den Durchbruch auf internationalem Parkett. „Der Anfang des Rennens lief mir eigentlich nicht so gut. Je länger es aber dauerte, umso besser kam ich rein und auf den letzten 50 Metern konnte ich nochmals richtig Gas geben. Ich wollte einfach nicht Vierte werden!“, sagte eine glückliche Humplik nach dem Wettkampf. Sie sei im Sommer schon per Zufall an der Eröffnung des neuen Bades in Rijeka dabei gewesen und war schon damals sehr angetan. Sie habe sich deshalb enorm auf diese Meisterschaft gefreut. Flori Lang zeigte in seiner Paradestrecke 50m Rücken eine sehr starke Leistung. Zunächst schwamm er im Halbfinal eine Zeit von 24,02, womit er sich als Siebter für den Final qualifizierte. Im nur 90 Minuten später ausgetragene Endlauf konnte sich der Zürcher gleich nochmals steigern und schlug nach 23,83 Sekunden an, was zu Rang vier reichte. Lang verpasste die Medaille um 0,36 Sekunden, verbesserte aber seinen Schweizerrekord an diesem Wettkampf um nicht weniger als 0,58 Sekunden. Im Final wurde deutlich, was die Schwimmer derzeit am meisten beschäftigt: die neue Generation der Anzüge. Während Lang erst in der Mittagspause noch ein neues Modell erhielt und grosses Risiko einging, indem er es ungetestet für den Halbfinal- und Final anzog, protestierten die beiden deutschen Finalteilnehmer Meeuw und Rupprath gegen die Pflicht, den Anzug ihres Verbandsausrüsters anziehen zu müssen. Die beiden traten in „normalen“ Badehosen an – und belegten Rang 5 und 8. Nicht ganz nach Wunsch erging es Dominik Meichtry im Halbfinal über 100m Freistil. „Ich hatte auf der ersten Bahn eine zu hohe Frequenz und konnte darum das Tempo nicht bis am Ende halten“, analysierte der St. Galler sein Rennen. In 47,96 Sekunden blieb er knapp drei Zehntel über seiner Zeit vom Vorlauf und wurde Zehnter. Schliesslich gelang auch Melanie Schweiger ein sehr gutes Rennen im Halbfinal über 50m Delfin. Die Innerschweizerin schlug nach 26,73 Sekunden an und war damit nochmals 0,21 Sekunden schneller als im Vorlauf, in dem sie auch schon den Schweizerrekord verbessert hatte. Schweiger belegte Rang 14 im Schlussklassement. 12.12. Humplik im Final über 200m Brust, drei Semifinals und vier Schweizerrekorde. (Swiss Swimming) [Website] [Omegatiming] Am zweiten Tag der Kurzbahn Europameisterschaften in Rijeka qualifizierte sich Patrizia Humplik mit einem beherzten Rennen und neuer Schweizerrekordzeit für den Final über 200m Brust. In 2:22.09 war sie 1,24 Sekunden schneller als an den Schweizermeisterschaften in Lausanne vor zwei Wochen und belegt Rang vier. Für die Halbfinals konnten sich Flori Lang über 50m Rücken, Melanie Schweiger über 50m Delfin und Dominik Meichtry über 100m Freistil qualifizieren. Schweiger unterbot dabei ebenfalls ihren eigenen Schweizerrekord um 0,46 auf 26,94 Sekunden – Meichtry jenen von Karel Novy aus dem Jahr 2003 um 0,1 auf 47,68 Sekunden. Den vierten Rekord erzielte die 4x50m Freistilstaffel der Damen in der Besetzung Laura Noccioli, Melanie Schweiger, Céline Baillod und Seraina Prünte. Das Quartett verbesserte die Zeit aus dem Jahr 2003 um 0,8 Sekunden auf 1:42,21. Die Schweizer haben am zweiten Tag weiterhin ihre sehr hohe Quote an Bestzeiten gehalten und wurden nun auch mit Halbfinal- und Finalqualifikationen belohnt. Die Resultate der Schweizer: Männer: 100m Freistil 12. Dominik Meichtry 47,68 (SR, Semifinal am Freitagnachmittag) 37. Daniel Rast 48,74 (PB) 39. Flori Lang 48,85 51. Aurélien Künzi 49,33 (PB) 50m Rücken 13. Flori Lang 24,58 (Semifinal am Freitagnachmittag) 400m Lagen 20. Kilian Bossard 4:29,30Frauen: 800m Freistil Swann Oberson 8:32,39 (PB, schnellster Lauf findet am Nachmittag statt, mindestens Rang 13 ist sicher) 200m Brust 4. Patrizia Humplik 2:22,09 (SR, Final am Freitagnachmittag) 19. Carmela Schlegel 2:27,43 (PB) 30. Marina Ribi 2:32,52 (PB) 50m Delfin 18. Melanie Schweiger 26,94 (SR, Halbfinal am Freitagnachmittag. Zwei Konkurrentinnen haben verzichtet und eine ist überzählig da nur die beiden besten pro Land weiterkommen) 33. Martina van Berkel 27,43 (PB) 100m Lagen 28. Céline Baillod 1:03,504x50m Freistil 14. Schweiz 1:42,21 (SR) Laura Noccioli 25,99 Melanie Schweiger 25,22 Céline Baillod 25,90 Seraina Prünte 25,10 12.12. Humplik, van Berkel und Lang schwimmen Rekord. (Swiss Swimming) Der Auftakt zu den Kurzbahn Europameisterschaften in Rijeka (Kroatien) ist dem Schweizer Team geglückt. Zwar qualifizierte sich kein Schweizer für einen Halbfinal oder Final, die Resultate lassen sich aber durchaus sehen. In den Vorläufen unterbot Patrizia Humplik den Schweizerrekord über 50 Meter Brust um 0,02 Sekunden auf 31,59. Sie klassierte sich damit im undankbaren 17. Rang und verpasste den Einzug in den Halbfinal um 0,01 Sekunden. Für den zweiten Rekord sorgte Martina van Berkel über 200 Meter Delfin. In 2:09,20 verbesserte sie ihre eigene Bestmarke um 0,77 Sekunden. Auch sie verpasste als Zehnte den Einzug in den Final nur knapp. Insgesamt war das bereits die fünfte Verbesserung dieses Rekords der 19-jährigen in dieser Saison Schliesslich verbesserte Flori Lang als Startschwimmer der Lagenstaffel seinen eigenen Schweizerrekord. Der Zürcher absolvierte die 50 Meter Rücken in 24,39 Sekunden und war 0,02 Sekunden schneller als vor Jahresfrist in Debrecen. Die Resultate der Schweizer: (SR: Schweizerrekord, PB: Persönliche Bestzeit) Männer: 50m Freistil 27. Dominik Meichtry 22,00 (PB) 42. Flori Lang 22,52 43. Daniel Rast 22,54 (PB) 44. Aurélien Künzi 22,57 (PB) 400m Freistil 24. Martin Hohl 3:50,49 (PB) 200m Rücken 24. Lukas Räuftlin 2:01,58 100m Brust 42. Kilian Bossard 1:02,98 (PB) 100m Delfin 34. Christian Schneiter 53,70 (PB) 41. Damien Courtois 54,52 4x50m Lagen 13. Schweiz 1:37,41 Flori Lang 24.39 (SR) Damien Courtois 27,18 Dominik Meichtry 23.94 Daniel Rast 21,90 Frauen: 100m Freistil 26. Seraina Prünte 55,18 41. Laura Noccioli 56,45 (PB) 100m Rücken 26. Melanie Schweiger 1:01,22 (PB) 50m Brust 17. Patrizia Humplik 31,59 (SR) 25. Céline Baillod 32,13 26. Carmela Schlegel 32,15 200m Delfin 10. Martina van Berkel 2:09,20 (SR) 200m Lagen 20. Marina Ribi 2:16,07 (PB) 24. Céline Baillod 2:17,19 10.12. European Short-Course Championships, Rijeka, 11.-14.12.2008 [Website] [Omegatiming] 8.12. Steffen will nach Australien. Britta Steffen hat ihre Australien-Pläne bekräftigt. Vorgesehen ist dabei ein gemeinsames Training der deutschen Schwimmerin mit Lokalmatadorin Jodie Henry. Die aus Brisbane stammende 25-Jährige hat 2004 in Athen Gold über 100 Meter Freistil gewonnen. "Ich stelle mir einen halbjährigen Aufenthalt nach der WM in Rom ab August oder September vor. Dabei gibt es aber noch viele Fragezeichen, da ist eine Menge zu klären", sagte Steffen am Rande des Champions-League-Spiels zwischen dem deutschen Eishockey-Meister Eisbären Berlin und Metallurg Magnitogorsk. "Jodie Henry wird mein Anlaufpunkt sein, zu ihr habe ich ein besonderes Verhältnis", erklärte Steffen, die in Peking Gold über 50 und 100 m Freistil gewonnen hat. Die Australierin fehlte wegen anhaltender Beckenprobleme in China und hat seitdem das Training auch noch nicht wieder aufgenommen. Die Frage, ob sie ihre Karriere fortsetzen wird, hat Henry bislang ausdrücklich offen gelassen. "Ich würde sie sehr gerne wieder im Becken sehen", betonte Steffen, die nach Olympia keine größeren Wettkämpfe bestritten hat. Derzeit baut sie ihre Grundlagenausdauer auf, um dann ab dem Frühjahr die WM-Vorbereitung aufzunehmen. Zur aktuellen Situation im deutschen Schwimmsport nach Peking äußerte sich Steffen zurückhaltend. "Ich hatte zuletzt wenig Kontakt, um das genau beurteilen zu können. Was ich gehört habe, klingt positiv", meinte sie. Allerdings seien personelle Fragen aus ihrer Sicht erst spät geregelt worden. "Wo die Stützpunkte sind, ist ja endlich klar. Aber wer dort die Stützpunkttrainer sein werden, das hätte man früher klären sollen. Wenn man damit erst fünf Monate nach den Peking-Spielen anfängt, dann droht die Gefahr, das zwischendurch einiges auf der Strecke bleibt", sagte Steffen. 8.12. Bernard schwimmt Rekord - FINA diskutiert Anzüge. (dpa) - Während Freistilsprinter Alain Bernard bei den französischen Schwimm-Meisterschaften über 100 m Freistil den 95. Weltrekord der Saison aufstellte, will der Weltverband FINA die High-Tech-Anzüge auf den Prüfstand stellen. FINA-Vizepräsident Dale Neuburger hat in einem Brief an die Verbands-Exekutive die Aussetzung der Genehmigung von neuen Anzügen bis nach der Weltmeisterschaft im kommenden Jahr in Rom (18. Juli bis 2. August) gefordert. Alle Hersteller sind von der FINA für den 20. Februar kommenden Jahres zu einem Treffen nach Lausanne eingeladen. Im Becken ging die Rekordflut weiter. Olympiasieger Bernard schlug in Angers über 100 Meter Freistil nach 45,69 Sekunden an und verbesserte die Bestmarke von Stefan Nystrand um 0,14 Sekunden. Der Schwede war seine Rekordzeit im November 2007 in Berlin geschwommen. Bereits am Vortag hatte die Französin Coralie Balmy in Angers die Kurzbahn-Bestmarke der Ausralierin Lisbeth Lenton über 200 Meter Freistil auf 1:53,18 Minuten. Balmys Landsmann Amaury Leveaux blieb über 50 Meter Schmetterling in 22,29 Sekunden 21/100 unter der bisherigen Top-Zeit des Australiers Matt Jaukovic. Der Wiesbadener Johannes Dietrich büßte dadurch seinen erst eine Woche zuvor bei den deutschen Meisterschaften in Essen aufgestellten Europarekord ein. In Eindhoven schraubte der US-Amerikaner Randall Bal den Weltrekord des Briten Liam Tancock über 50 Meter Rücken auf der Langbahn um 14/100 auf 24,33 Sekunden. 7.12. Zwei Kurzbahn-WR an französischen Meisterschaften. (sid) Coralie Balmy setzte in Angers über 200 Meter Freistil in 1:53,18 Minuten die neue Bestmarke; den alten Weltrekord hielt drei Jahre lang die Australierin Lisbeth Lenton (1:53,29). Zuvor hatte der Franzose Amaury Leveaux den Weltrekord über 50 Meter Schmetterling verbessert. In 22,29 Sekunden blieb er 21/100 Sekunden unter der bisherigen Top-Zeit des Australiers Matt Jaukovic. Gleichzeitig unterbot Leveaux den Europarekord von des Wiesbadeners Johannes Dietrich (22,62), den dieser erst vor einer Woche bei den deutschen Kurzbahn-Meisterschaften in Essen aufgestellt hatte [Website] . 7.12. WR 50 m Rücken. (dpa) An den Dutch Open der Schwimmer in Eindhoven ist der Amerikaner Randall Bal eine neue Bestmarke über 50 Meter Rücken geschwommen. Mit einer Zeit von 24,33 Sekunden verbesserte der 28-Jährige die bisherige Marke des Briten Liam Tancock um 14 Hundertstelsekunden. Es war bereits der 92. Schwimm-Weltrekord auf Kurz- und Langbahnen in diesem Jahr. Angesichts der Flut von Bestzeiten, die mit der Einführung von High-Tech-Schwimmanzügen in Verbindung gebracht werden, fordert der Vize-Präsident des Weltschwimmverbandes FINA, Dale Neuburger, laut Internetportal swimnews.com die Aussetzung der Genehmigung von neuen Anzügen bis zum 15. August des kommenden Jahres. Zudem sollten, so Neuburger, alle bisher von der FINA abgenommenen Anzüge nochmals überprüft werden. Der Weltverband hat bereits alle Hersteller zu einem entsprechenden Meeting am 20. Februar 2009 nach Lausanne eingeladen [Website]. 6.12. Rigamonti und Meichtry nominiert. (Swiss Swimming) Bei den am Samstagabend anstehenden Sports Awards, bei denen die Sportlerin und der Sportler des Jahres 2008 ermittelt werden, sind gleich zwei Swiss Swimming Athleten nominiert worden: Flavia Rigamonti und Dominik Meichtry. Die beiden Aushängeschilder des Schweizer Schwimmsports haben im vergangenen Jahr für viele positive Schlagzeilen gesorgt und gehören verdientermassen zum Kreis der jeweils zehn nominierten Kandidaten. Im Rahmen der Live-Sendung auf SF1, TSR2 und TSI2 (ab 20:05 Uhr) entscheidet das Fernsehpublikum mittels Telefon- und SMS-Abstimmung, wer zur Sportlerin und zum Sportler des Jahres gewählt wird. Seien Sie dabei und geben Sie unseren Athleten Ihre Stimme! In der Kategorie Trainer des Jahres wurde zudem Stephan Widmer nominiert. Der St. Galler, der seit Jahren in Australien lebt und arbeitet, betreute auf die Olympischen Spiele hin drei Athleten – darunter die Weltrekordhalterin Libby Trickett - die insgesamt zwei komplette Medaillensätze gewannen. Der Trainer des Jahres wird von der Vereinigung Schweizer Diplomtrainer (VDT) gewählt. 4.12. US Short Course National Championships, Atlanta, 4.-6.12.2008 [Omegatiming] 4.12 Rekordteilnahme an EM. Über 40 Nationen haben sich für die in einer Woche beginnenden Kurzbahn-Europameisterchaften in Rijeka angemeldet, mit insgesamt 530 Teilnehmenden (249 Frauen und 281 Männer)., was neuen Teilnahmerekord bedeutet [Website] [Omegatiming]. Im B-Finale über 100m Freistil war Val Mikos am Start, der trotz Trainingsrückstand in 50.63 eine schöne Bestzeit über 100m Freistil schwamm und erstmals unter 51 Sekunden blieb. Es war die sechstschnellste Zeit der Meisterschaften. Nico Van Duijn war gerade so ins B-Finale über 50m Delphin gerutscht, konnte hier aber in 25.55 eine Bestzeit schwimmen und den 8. Platz erreichen. Denselben Platz erreichte Laura Häringer über 800m Freistil. 1.12. 9th African Swimming Championships, Johannesburg, 1.-7.12.2008 [Website] 1.12. Deutsche Schwimmer wieder ermutigt. (dpa) Paul Biedermann ist für Deutschlands Schwimmer der nacholympische Mutmacher. Im Sog zweier Europarekorde des 22-Jährigen bei den deutschen Kurzbahn-Meisterschaften lässt neben Routinier Thomas Rupprath mit seinem 75. nationalen Titel auch der Nachwuchs für die EM hoffen. Der Olympia-Fünfte Biedermann pulverisierte in Essen über 400 Meter Freistil in 3:34,98 Minuten den bisherigen Europarekord des Russen Juri Prilukow (3:37,58) und verfehlte die Weltbestmarke des Australiers Grant Hackett um nur 4/10 Sekunden. "Das war ein sehr entspanntes Rennen", sagte Biedermann. "Die Zeit ist schön und gut, aber erst, wenn ich bei der EM neben den Top-Schwimmern bestehe, sehe ich mich bestätigt." Insgesamt vier Europarekorde und weitere neun deutsche Bestmarken werteten die Bilanz von Essen auf. "Ich bin überrascht, welche Breite wir beim Nachwuchs haben", sagte der neue Bundestrainer Dirk Lange mit Blick auf die EM in Rijeka/Kroatien vom 11. bis 14. Dezember. Für den 45-Jährigen zählt jedoch nicht die weniger bedeutende Kurzbahn-Saison, sondern einzig die Langbahn-WM im Juli 2009. "Wir werden in Rom noch kleine Brötchen backen. 2010 sollten wir bessere Chancen haben", blickte Lange realistisch voraus. Dabei kann er auch auf die noch pausierende Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen zählen, die ihre Karriere bis 2012 fortsetzen will. Hingegen gab Antje Buschschulte ihren endgültigen Rücktritt bekannt. In Essen beteiligte sich auch der erst 18-jährige Marco Koch an der Rekordwelle und setzte über 200 m Brust neue nationale Maßstäbe. Der Darmstädter verbesserte erst im Vorlauf und dann im Finale den deutschen Rekord und steigerte in 2:06,57 Minuten seine Leistung vom Weltcup am 11. November in Stockholm um insgesamt 3,01 Sekunden. Koch hatte bereits zuvor nach seinem Rekord über 100 m Brust eine neue Bestmarke über die längere Distanz angekündigt. Auch Steffen Deibler (Hamburg), sein Bruder Markus (Biberach), Daniela Samulski (Essen) und Jan Wolfgarten (Würzburg) glänzten mit deutschen Rekorden. Über 100 m Freistil verbesserte Steffen Deibler seine Bestmarke in starken 46,67 Sekunden gleich um 56/100 und sicherte sich den dritten Titel nacheinander über diese Strecke. Über die halb so lange Distanz steigerte er seine eigene Bestmarke von 21,42 Sekunden um 12/100. Samulski verbesserte vor heimischem Publikum den Rekord über 50 m Rücken in 26,89 um 3/100 Sekunden und blieb über die doppelte Distanz nur um 2/10 Sekunden über der bestehenden Bestmarke. Über 1500 m Freistil unterbot Wolfgarten in auch international wertvollen 14:34,24 Minuten die Bestmarke von Paul Biedermann um 2,46 Sekunden. Wegen einer Schulterverletzung muss Wolfgarten um die EM- Teilnahme bangen. Der 18-jährige Markus Deibler verbesserte in 1:55,69 Minuten über 200 m Lagen Ruppraths Rekord um 72/100 Sekunden. Mit 31 Jahren sicherte sich der ewig junge Rupprath seine Titel 74 und 75. Der Rostocker bleibt über 100 m Lagen in Deutschland ohne Konkurrenz. Über 100 m Schmetterling musste sich Rupprath allerdings strecken, um in starken 50,34 vor Steffen Deibler (50,74) zu bleiben. "Eigentlich ist das ja eine Frechheit, dass mir diese Leistung mit so wenig Training gelungen ist, und bei Olympia ist so wenig gelaufen", sagte Rupprath nach seinem 13. Strecken-Titel. Zurück zur [Homepage] / [an den Anfang] November 2008Nico Van Duijn zeigte über 200m Delphin ein beherztes Rennen, was mit einer guten Zeit von 2:03.32, aber leider nicht mit einer Medaille belohnt wurde, da er auf den letzten Zentimetern noch von Julien Baillod abgefangen wurde. Kilian Bossard hatte heute nach den beiden langen Rennen gestern nur ein Kurzprogramm, wurde aber mit Bestzeit und Vereinsrekord über 50 Brust belohnt (5. Platz in 29.51s). Val Mikos erreichte über 100m Lagen denselben Platz, mit einer schönen Bestzeit von 58.64s. Die Kraulstaffeln der Limmat Sharks schlugen sich achtsam, die Herren konnten ihre Plazierung aus dem Vorjahr auch ohne David Karasek um einen Platz verbessern und wurde gute vierte. Hier waren Joel Kempter, Val Mikos, Nico Van Duijn und Flavio De Corso am Start. Die Damen wurden in einem knappen Rennen um die Plätze 5 bis 7 schließlich siebte, hier schwammen Danielle Villars, Martina van Berkel, Kathrin Appenzeller und Elina Piesbergen. Am Morgen schon gab es die langsameren Läufe über 1500m Freistil, hier konnte Adrien Riccucci in 16:24.93 einen guten 8.Platz erreichen, wenn er auch das Rennen etwas forsch begann. Alex Studzinski war gut 30s langsamer und wurde 11. Ein Nachtrag noch zu den Ergebnissen von gestern, Elina Piesbergen konnte in 400m Lagen in neuer Bestzeit von 5:02.35 einen guten 5. Rang belegen. 30.11. Weitere Landesrekorde in Lausanne. (Swiss Swimming) Melanie Schweiger vom SV Baar krönte eine äusserst erfolgreiche Meisterschaft mit ihren ersten beiden Schweizerrekorden in Einzelrennnen. Die 24-jährige Innerschweizerin unterbot über 50 Meter Delfin den bisherigen Rekord von Dominique Diezi aus dem Jahr 2003 im Vorlauf um 0.27 und im Final nochmals um 0.11 Sekunden. Die neue Rekordzeit steht bei 27.40, womit sie zudem in der fünften Disziplin die Limite für Rijeka erfüllte und die vierte Goldmedaille an diesem Wochenende gewann. Mit einer weiteren Silber- und Bronzemedaille ist sie die erfolgreichste Athletin dieser Meisterschaft. Martina van Berkel liess dem Rekord über 200m Delfin am Samstag eine weitere Bestzeit folgen: sie absolvierte die 200m Rücken in 2:11.64 und war damit 0.21 Sekunden schneller als vor zwei Wochen am Weltcup in Berlin. Die 19-jährige unterbot damit bereits zum achten Mal in dieser Kurzbahnsaison einen Schweizerrekord. Für die Kurzbahn Europameisterschaften in Rijeka, die vom 11. bis 14. Dezember ausgetragen werden, qualifizierten sich am Sonntag nochmals drei Schwimmer, womit das Aufgebot von Swiss Swimming insgesamt 19 Namen umfassen wird. Am letzten Wettkampftag qualifizierten sich Lukas Räuftlin (SV Kriens) über 200 Meter Rücken sowie die beiden 100m Freistilschwimmer Daniel Rast (SC Liestal) und Aurélien Künzi (Lancy Natation) [Resultate]. Das Team für Rijeka: Flori Lang (50m und 100m Freistil, 50 und 100m Rücken) Daniel Rast (100m Freistil) Aurélien Künzi (100m Freistil) Martin Hohl (1500m Freistil) Damien Courtois (50m Brust, 50 und 100m Delfin, 100m Vierlagen) Kilian Bossard (200m Brust) Christian Schneiter (100m Delfin) Dominik Meichtry (Wildcard für 100 und 200m Freistil) Laura Noccioli (50m Freistil) Swann Oberson (200 und 400m Freistil) Melanie Schweiger (50 und 100m Rücken, 100m Delfin, 100m Vierlagen) Ivana Gabrilo (50m Rücken) Patrizia Humplik (50 und 200m Brust, 100m Lagen) Carmela Schlegel (50 und 200m Brust) Céline Baillod (50m Brust) Martina van Berkel (100 und 200m Delfin) Seraina Prünte (100m Vierlagen) Marina Ribi (100m Vierlagen) Zu den Disziplinen in Klammern kommen fallweise noch Zusatzrennen dazu. Die Schweiz tritt zudem in allen vier Staffeln an (4x50 Meter Freistil und Lagen). 30.11. Martina van Berkel mit Rekord über 200m Delfin – vier neue Namen im Team für die Kurzbahn-EM. (Swiss Swimming) Am zweiten Finalnachmittag der Kurzbahn-SM in Lausanne verbesserte Martina van Berkel zum vierten Mal innert Monatsfrist den Schweizerrekord über 200 Meter Delfin. Die 18-jährige schwamm der Konkurrenz weit davon und schlug nach 2:09.97 Minuten an. Die Athletin der Limmat Sharks Zürich war damit 62 Hundertstel schneller als vor zwei Wochen am Weltcup in Berlin. Das Team für die in zwei Wochen anstehenden Kurzbahn Europameisterschaften wuchs um vier Namen auf die Zahl von 16 Qualifizierten an. Am Samstag eine Limite unterboten haben: Martin Hohl (SK Bern, 1500m Freistil), Céline Baillod (Lausanne Natation, 50m Brust), Seraina Prünte (Swiss Swimming, 100m Lagen) und Marina Ribi (SC Schaffhausen, 100m Lagen). Melanie Schweiger (SV Baar) siegte heute gleich zwei Mal und steht als erfolgreichste Schwimmerin mit einer Zwischenbilanz von 3 Gold-, je einer Silber- und Bronzemedaille, sowie 4 Limiten für Rijeka da. Jeweils drei Goldmedaillen und ebenso viele Limiten haben Flori Lang (SC Uster-Wallisellen) und Damien Courtois (Lancy Natation) auf ihrem Konto [Resultate]. Bisher qualifiziert für die Kurzbahn-EM in Rijeka: Flori Lang (50m Freistil, 50 und 100m Rücken) Martin Hohl (1500m Freistil) Damien Courtois (50m Brust, 100m Delfin, 100m Vierlagen) Kilian Bossard (200m Brust) Christian Schneiter (100m Delfin) Dominik Meichtry (Wildcard für 100 und 200m Freistil) Laura Noccioli (50m Freistil) Swann Oberson (200 und 400m Freistil) Melanie Schweiger (50 und 100m Rücken, 100m Delfin, 100m Vierlagen) Ivana Gabrilo (50m Rücken) Patrizia Humplik (50 und 200m Brust, 100m Lagen) Carmela Schlegel (50 und 200m Brust) Céline Baillod (50m Brust) Martina van Berkel (100 und 200m Delfin) Seraina Prünte (100m Vierlagen) Marina Ribi (100m Vierlagen) 30.11. Rückzug von adidas? Gemäss einem Bericht der Londoner Times soll adidas Nike folgen mit der wohl an die FINA gerichteten Warnung, sich aus dem Schwimmsport zurückziehen. Adidas habe gemäss der Times in den vergangenen zehn Jahren mehrere zehn Millionen US$ in die Entwicklung von Schwimmanzügen gesteckt. Die Warnung gelte, falls keine "fairen und standardisierten Bewilligungsverfahren" eingeführt würden. Adidas' Ankündigung folgt eine Woche nach der Inititaive der US-Trainer, wonach "Doping-Anzüge" zu verbieten seien. Seit Einführung des LZR Racers und anderer High-Tech-Anzüge sind über 90 Weltrekorde gefallen (70 mit LZR Racer) und die durchschnittlichen Geschwindigkeitssteigerungen betragen 1.5%. Viele Verträge der Verbände und Schwimmer mit anderen Herstellern als Speedo wurden auf die Probe gestellt oder sogar aufgelöst. Zeitgleich mit der Finanzkrise und der daraus entstandenen ökonomischen Krise musste Nike die Segel streichen und seine Schwimmer aus den Verträgen freigeben. Ein Kenner der Szene sagte gemäss der Londoner Times, dass der Schwimmsport im Chaos landen könne, wenn das mit den Anzügen so weiter gehe [Bericht der Times]. Mit 5 Medaillen, zwei Titeln und 2 Kurzbahn-EM Qualifikationen war der erste Tag der Kurzbahn SM in Lausanne für die Limmat Sharks bereits sehr erfolgreich. Herausragende Ergebnisse waren die Qualifikation von Martina van Berkel (100m Delphin) und Kilian Bossard (200m Brust) für die Europameiterschaften in Rijeka in 2 Tagen. Während dies für Martina nach den herrausragenden Ergebnissen der letzten Wochen (u.a. 5 Schweizer Rekorde innerhalb von 30 Stunden beim Weltcupfinale in Berlin) fast zu erwarten war, sah die Sache für Kilian völlig anders aus, da seine Bestzeit vor 3 Wochen noch fast 4 Sekunden von der geforderten Zeit entfernt war. Nachdem er im Vorlauf mit 2:14.58 noch um 38/100 über der Qualifikationsnorm blieb, zeigte er im Final beherzte letzten 50m und konnte trotz langsameren Beginn in 2:14.14 nicht nur seinen 2. Vereinsrekord an diesem Tag schwimmen, sondern hatte mit 6/100 auch die Quali für Rijeka erreicht. Keine schlechte Entwicklung für einen jungen Mann, der noch vor drei Jahren fast 20 Sekunden langsamer war... Den Tag rundete er mit einem guten 2. Platz über 400m Lagen ab, wo er in 4:26.33 ebenfalls siene Beszeit deutlich unterbieten konnte. Martina wurde über 100m Delphin stark gefordert. Im Vorlauf konnte sie schon die EM-Linite unterbieten, aber Melanie Schweiger aus Baar war ihr dicht auf den Fersen. Mit einer starken letzten Bahn konnte sie das Rennen in 1:00.47 (Vorlauf 1:00.34) schließlich knapp für sich entscheiden. Sie konnte damit die Leistungen von Berlin bestätigen. Bis 75m ebenfalls erfreulicherweise noch mit im Rennen war die 15 jährige Danielle Villars bei ihren ersten Meisterschaften für die Limmat Sharks. Bei 50m sogar noch in Führung, war das Anfangstempo doch ein wenig hoch, und sie belegte schließlich in 1:02.77 dn dritten Platz. Im Vorlauf war sie in 1:02.04 einen guten Schweizer Altersklassenrekord für 15-Jährige geschwommen (zuvor 1:03,72 von Senata Wagner). Eine weitere herausragende Leistung gelang Alexandra Egg, die mit einem sehr geschickt geschwommenen Rennen über 400m Lagen einen hervorragenden 2. Platz erreichte. In 4:54,72 unterbot sie zum ersten Mal die 5 Minutengrenze und konnte ihre Bestzeit um fast 10s verbessern, und erschwmm sich so trotz großer Verletzungsprobleme im Laufe der Saison ihre erste Medaille auf offenen Schweizer Meisterschaften. Ebenso überraschend belegte sie auch über 400m Freisteil einen guten 7. Rang. Nico Van Duijn konnte in 100m Schmetterling zum ersten Mal die 55 Sekunden-Marke durchbrechen und wurde ganz knapp vierter in 54,92s. Nico, mit dem Ergebnis nicht zufrieden, hatte er doch ebenfalls mit der Kurzbahn-EM geliebäugelt, wird morgen über die doppelte Distanz versuchen, seine erste Medaille an Schweizer Meisterschaften zu bekommen. Joel Kempter schließlich konnte mit hervorragenden 23.24 als 3. in das 50m Freistil A-Finale einziehen, erstmals in seiner Karriere. Hier konnte er seine Leistung nicht mehr ganz bestätigen und wurden mit 23.52s 6. In einer guten Leistung wurde Adrien Riccucci über 400m Freistil mit gleichmäßig geschwommenen 4:05,42s 10. 29.11. Buschschulte beendet Karriere. (sid) Antje Buschschulte hat ihre Karriere für beendet erklärt. "Ich habe mich entschlossen, aus dem Becken zu steigen und mehr Zeit meines Lebens an Land zu verbringen", sagte sie. Buschschulte, 2003 Weltmeisterin über 100 Meter Rücken, hat fast ihr ganzes Leben im Wasser verbracht. "Schwimmen kann ich nun seit 23 Jahren, Schwimmsport kann man es vielleicht seit 20 Jahren nennen und Leistungssport seit 17 Jahren", rechnete sie zum Abschied auf. 54 internationale Medaillen hat Antje Buschschulte bei Olympischen Spielen sowie Welt- und Europameisterschaften gewonnen. Zum Höhepunkt Olympia in Peking konnte sie "noch einmal zeigen, was ich zeigen wollte" und schwamm mit der zweitschnellsten Zeit ihrer Karriere in das Halbfinale über 100 Meter Rücken. Jetzt ist Schluss. Antje Buschschulte sagt: "Die Welt ist mir enteilt in diesem Jahr, doch ich bin glücklich, so abtreten zu können." Wettkämpfe will sie keine mehr bestreiten, vielleicht noch einmal bei einem Einladungs-Schwimmfest den Spaß im Wasser suchen. Ab sofort geht der Beruf vor. An der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg arbeitet Antje Buschschulte an ihrer Promotion in kognitiver Neurobiologie. In ihrer Freizeit will sie sich als Jugend- und Technik-Trainerin beim SC Magdeburg engagieren. 29.11. Ehrung für Bernard und Adlington. Rebecca Adlington (19) und Alain Bernard (25) sind zu Europas Schwimmern des Jahres gewählt worden. Adlington und Bernard wurden von Vertretern der europäischen Schwimmverbände sowie von Fachjournalisten gewählt. Die Britin wurde in Beijing überraschend Doppel-Olympiasiegerin über 400 und 800 m Crawl, der Franzose gewann Gold über 100 m Crawl sowie zwei weitere Medaillen. 29.11. Biedermann gewinnt DM-Titel über 200 m Freistil. (dpa) - Deutschlands Vorschwimmer Paul Biedermann lässt sich auch von Krankheit nicht aufhalten, Johannes Dietrich glänzt mit Europarekord im Doppelpack. Trotz einer Halsentzündung verteidigte Weltrekordler Biedermann bei den deutschen Kurzbahn-Meisterschaften seinen Titel über 200 Meter Freistil erfolgreich. Der 22-Jährige aus Halle/Saale gewann in Essen in 1:41,42 Minuten vor Steffen Deibler aus Hamburg, der in starken 1:42,74 die Richtzeit für die europäischen Titelkämpfe vom 11. bis 14. Dezember in Rijeka/Kroatien ebenfalls unterbot. «Ich bin ein bisschen kaputt und vom Körper her ein wenig ausgezehrt. Aber bis jetzt geht es noch», sagte Langbahn-Europameister Biedermann, der seinen zwölf Tage alten Weltrekord von 1:40,83 knapp verfehlte. Gleich zweimal verbesserte der Wiesbadener Dietrich den Europarekord über 50 m Schmetterling. Im Vorlauf war das Kraftpaket mit dem Spitznamen «Hulk» am Morgen zunächst in 22,64 Sekunden um 22/100 schneller als der Ukrainer Sergej Breus am 11. April 2008 in Manchester. Im Endlauf steigerte sich Dietrich noch einmal um 2/100. Am Weltrekord des Australiers Matt Jaukovic schwamm der 23-Jährige um lediglich 12/100 vorbei. «Mit einer besseren Wende und einem besseren Anschlag wäre noch mehr drin gewesen. Ich wollte Weltrekord schwimmen», sagte Dietrich, in dessen Sog sich Deibler auf 22,80 steigerte. Ebenfalls bereits im Vorlauf hatte Marco Koch (Darmstadt) seinen nationalen Rekord über 100 m Brust auf 58,50 Sekunden verbessert. Der 18-Jährige unterbot die alte Bestmarke von 58,96 um 46/100. «Das hat mich schon sehr überrascht», sagte er. Im Finale musste Koch kämpfen, um in 58,57 vor Johannes Neumannn (Riesa/58,73) zu bleiben. Biedermann hatte am Donnerstag über 800 Meter Freistil in 7:35,23 Minuten einen Europarekord erzielt. «Das war doch zu hart für ihn», meinte sein Trainer Frank Embacher und ließ zunächst weitere Starts über 100 m Freistil und die 400 m zum DM-Abschluss offen. «Ich weiß nicht, ob ich mich in Essen weiter so belasten kann. Es ist weniger die leichte Erkältung als vielmehr der Wettkampfstress der letzten 14 Tage», sagte Biedermann. Thomas Rupprath (Rostock) gewann über 50 m Rücken in 23,69 Sekunden seinen 73. nationalen Titel und schaffte ebenso wie Helge Meeuw (Frankfurt/Main/23,69) die EM-Richtzeit. «Ich bin nicht ganz zufrieden, weil ich näher an meine Bestzeit vom 23,23 ranschwimmen wollte», analysierte Rupprath. Die Richtzeit für Rijeka schaffte auch die erst 17-jährige Lisa Vitting (Mülheim/53,84) über 100 m Freistil. «Ich bin völlig überwältigt, da mein Start furchtbar schlecht war», sagte sie nach ihrem Premieren-Titel in Abwesenheit von Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen. Über 100 m Brust qualifizierte sich die neue Meisterin Caroline Ruhnau (Essen) ebenso für die EM wie ihre Teamkollegin Daniela Samulski über 50 m Schmetterling. 29.11. Britta Steffen peilt Olympia 2012 an. (sid) Britta Steffen hat die kleine schöpferische Pause nach Peking genutzt, um neue Motivation zu tanken: Die Doppel-Olympiasiegerin will ihre Schwimm-Karriere bis Olympia 2012 in London fortsetzen. "Wir haben zusammen über die Ziele gesprochen. Wir sind uns einig, dass die Planungen und Überlegungen bis London gehen - und zwar für die 50 und 100m Freistil", sagte Steffens Heimtrainer Norbert Warnatzsch dem Sport-Informations-Dienst (sid) am Rande der deutschen Kurzbahn-Meisterschaften in Essen. Steffen hatte nach ihrem Doppeltriumph in Peking zunächst ein weiteres Engagement bis 2012 offengelassen oder in London lediglich einen Start über die Sprintdistanz favorisiert. Doch nun will die 25 Jahre alte Berlinerin laut Warnatzsch doch noch mal "vier Jahre richtig durchziehen". Dazu wird Steffen ab Januar wieder voll ins Training einsteigen. Ziel 2009 ist der Titel bei der WM in Rom (17. Juli bis 2. August). "Wenn ich das erreichen würde, hätte ich alle Titel zusammen. Das wäre natürlich fantastisch", hatte Steffen zuletzt erklärt. Zusätzliche Motivation und Anreize soll ein Aufenthalt in Australien bringen. "Es geht Britta darum, auch mal etwas Zeit in einem anderen Umfeld zu verbringen. Außerdem möchte sie sehr gerne ihr Englisch verbessern. Ich unterstütze das voll, dass sie sich auch als Persönlichkeit immer weiterentwickeln möchte", erklärte Warnatzsch. Zurzeit pausiert Steffen allerdings noch. Bei der DM am Wochenende fehlt der "Goldfisch" ebenso wie bei der EM in zwei Wochen in Rijeka/Kroatien. "Das Training ist noch stark reduziert. Im Moment konzentriert sie sich stark auf ihr Studium. Im Januar werden die Zügel dann wieder angezogen", sagte Warnatzsch. Zuletzt war Steffen Anfang November bei den deutschen Mannschafts-Meisterschaften in Hannover ins Becken gesprungen - und das auch nur über die ungewohnten Nebenstrecken 50m Rücken, 50m Schmetterling und 100m Lagen. 29.11. Deutschland will gegen Doping im Freizeitsport vorgehen. (dpa). Wegen erheblicher Risiken für viele Jugendliche will die Bundesregierung verstärkt gegen den Missbrauch von Medikamenten im Freizeitsport vorgehen. Minderjährige greifen regelmäßig zu "zerstörerischen Aufbaupräparaten", sagte der Sprecher von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD), Klaus Vater, am Freitag in Berlin. Leber- und Nierenschäden und sogar Tod könnten die Folge sein. Grund sei oft überzogener Leistungsdruck. Weitere Ursachen, das Ausmaß und die Möglichkeiten gegen den Missbrauch sollen am kommenden Dienstag unter dem Titel "Muskeln auf Pump: Medikamentenmissbrauch im Breiten- und Freizeitsport" bei einer Veranstaltung debattiert werden. 29.11. Italian Short Course Championships, Genova, 28.-29.11.2008 [Website]. An den italiensichen Kurzbahnmeisterschaften in Genua erreichte Edoardo Giorgetti (19) nach 200 m Brust die Wand in neuer Europarekordzeit. Er verbesserte den alten, von Danial Gyurta gehaltenen Rekord (EM Debrecen) von 2:05.49 auf 2:05.02. 29.11. Canada Cup, Toronto, 28.-30.11.2008 [Resultate].Weltrekord 400 Lagen: Am Canada Cup in Toronto schwamm die Amerikanerin Julia Smit auf der kurzen Bahn die 400 m Lagen schneller als Kirsty Coventry: Der WR steht jetzt bei 4:25.87 (zuvor 4:26.52). 29.11. Humplik mit Schweizerrekord – 11 Schwimmer mit Limiten für Kurzbahn-EM. (Swiss Swimming) Patrizia Humplik befindet sich bereits in beneidenswerter Form: die 18-jährige verbesserte am ersten Finalnachmittag der Kurzbahn SM in Lausanne zum zweiten Mal am heutigen Tag den Schweizerrekord über 200 Meter Brust. Im Final gewann sie überlegen in 2:23,35 Minuten und war damit nochmals 1,8 Sekunden schneller als im Vorlauf. Mit dieser Zeit schwimmt sich Humplik in die europäische Spitze, und dies, obwohl sie über 100 Meter bisher deutlich stärker war. In dieser Saison haben nur gerade vier Schwimmerinnen eine bessere Bestzeit zu Buche stehen. Nicht weniger als 11 Schwimmer und Schwimmerinnen unterboten am ersten Tag die Limitezeiten für die Kurzbahn Europameisterschaften in Rijeka. Mit Dominik Meichtry, der aus Studiengründen nicht in Lausanne am Start ist, jedoch eine Wildcard bekommen hat, ist das erste Dutzend bereits voll. Unter den 11 Athleten befinden sich mit Swann Oberson (400m Freistil) und Flori Lang (50m Rücken) auch die Olympiateilnehmer von Peking, die sich der Pflichtaufgabe entledigten. Adrien Perez, ein weiterer Pekingstarter, schaffte dies noch nicht, da er in den vergangenen Wochen durch eine Rückenverletzung handicapiert war. Zum ersten Mal an einer Meisterschaft bei der Elite wird Kilian Bossard (Limmat Sharks Zürich, 200m Brust) dabei sein. Bei ihrem Comeback nach sechs Jahren schaffte es auch Ivana Gabrilo (A-Club Swimming Team, 50m Rücken) auf Anhieb wieder eine Limite zu unterbieten. Sie war bereits in den Jahren 2000 und 2001 an Europa- und Weltmeisterschaften dabei [Resultate]. 29.11. Deutsche Kurzbahnmeisterschaften, Essen, 27.-30.11.2008 [DSV Webseite] An den DSV-Kurzbahnmeisterschaften fielen bislang zwei Europarekorde: Paul Biedermann schlug nach 7:35.23 an und verbesserte damit Jörg Hoffmans Rekord aus dem Jahr 1997 um 1.01 Sekunden. Über 50 m Delfin zerschmetterte Johannes Dittrich den alten, von Sergiy Breus (Ukr) gehaltenen Rekord von 22.86 mit neuen 22.62. 26.11. Ilchenko und Van der Weijden Open Water Swimmer des Jahres. Swimming World hat die Russin Larisa Ilchenko zum dritten Mal hintereinander als Beste erkoren. Sie verlor seit 2004 an keiner WM ihre Rennen und holte sich mit ihrer Strategie, ihre Gegnerinnen am Schluss zu übersprinten, auch in Beijing Gold. Bei den Männern wurde der Olympia-Goldmedaillengewinner, der Niederländer Maarten van der Weijden, als Bester gewählt. 25.11. Zwei Schwimmer gesperrt. Der israelische Schwimmverband sperrte den Schwimmer Max Jaben (23) nach einem positiven Dopingtest auf Boldenon für ein Jahr. Der Test wurde im April geamcht, die Sperre läuft bis Juni 2009. Jaben schwamm an der EM in Eindhoven israelischen Rekord über 200 m Freistil in 1:49.48 und qualifzierte sich damit für die olympischen Spiele. Nach Bekanntwerden der Sperre wurde er aus dem Olympiateam ausgeschlossen. Der Italiener Tommaso Zambelli wurde am 6. Juli auf Cannabis positiv getestet. Er wurde vom italienischen Verband für 6 Monate gesperrt. 25.11. Liess sich die FINA schmieren? Der Sydney Morning Herald beruft sich in einem Bericht vom 21.11. auf eine Aussage eines US-Trainers, wonach die Schwimmanzug-Hersteller während den Zulassungsprüfungen für die neuen Bodysuits die FINA mit Millionen von Dollars sponsorten. Die FINA-Leitung kommt damit unter zusätzlichen Beschuss, kurz nachdem sie auf internationalen Druck einen Workshop zum Thema im kommenden Februar einberufen musste. Die US-Trainer wollen die Anzüge verbieten lassen, oder nur mit einschränkenden Regelungen zulassen. John Leonhard als Geschäftsführer der US-Trainervereinigung sagte, dass FINA-Direktor Cornel Marculescu seine Kompetenzen überschritten habe. "Cornel gehe es nur ums Geld," sagte Leonhard. Die Firmen hätten der FINA zwischen 4 bis 5 Millionen US$ bezahlt. Marculescu meine, was gut sei für die FINA, sei auch gut für den Schwimmsport. Es sei kaum zu glauben, dass in der FINA ein Mann allein Entscheidungen fällen könne [mehr im SMH]. 24.11.
Davydova/Ermakova beste Synchronschwimmerinnen. Swimming World hat die
beiden Moskauerinnen Anastasia Davydova und Anastasia Ermakova als Synchronschwimmerinnen
des Jahres gewählt. Die beiden 25-Jährigen haben mehr als 10 Jahre
lang zusammen trainiert und gewannen das Duett in Beijing mit sagenhaften
99.5 Punkten - im technischen Bereich hagelte es 10er [Bild
gross].23.11. US Swimming schlägt Bodysuit-Bann vor. Die Sunday Times schreibt heute, dass US Swimming der FINA vorschlage, Bodysuits zu verbieten, weil diese den Schwimmsport auf die Dauer ruinieren werden [The Sunday Times]. 23.11. Viagra als Doping. Gemäss einem Bericht der New York Times unterstützt die WADA ein Forschungsprojekt am Human Performance Laboratory an der Marywood University in Pennsylvania. Danach soll die gefässerweiterende Wirkung der blauen Pillen – bislang als Doping im Bett bekanntgeworden – auf eine mögliche Leistungsförderung bei sportlichen Leistungen in der Höhe getestet werden. Viagra wurde ja ursprünglich entwickelt, um den Bluthochdruck im Lungenkreislauf zu behandeln. Bei den klinischen Tests stiess man dann auf die Wirkung bei impotenten Männern. Im Sport könnte Viagra zu einer Erhöhung des Herzminutenvolumens führen sowie zu einer besseren Durchblutung der Muskulatur, was bei Ausdauerleistungen vor allem in der Höhe ein Vorteil sein könnte. Falls das zutrifft, kommt Viagra auf die Dopingliste. Einige Experten sind allerdings sehr skeptisch, ob es möglich sein wird, die leistungsfördernde Wirkung nachzuweisen, weil diese möglicherweise zu gering für einen Nachweis sein könnte. Allerdings trifft das auch für menschliches Wachstumshormon zu – trotzdem ist es auf der Dopingliste. In der bislang einzigen, 2006 publizierten Studie der Stanford University wurde gezeigt, dass manche Probanden ihre Leistung über eine 10-km-Radstrecke auf einer simulierten Höhe von ca. 3'900 Metern um 40 Prozent steigern konnten. Das ist natürlich keine realistische Übungsanlage; sportliche Events auf dieser Höhe sind sehr selten. Auf Meereshöhe wurde kein Effekt nachgewiesen. Gemäss Berichten deutscher Bergsteiger hilft Viagra beim Aufstieg auf den Mount Everest. Zurzeit gibt es keine Hinweise darauf, dass Viagra im Sport missbraucht wird. Kunststück, es wird ja auch nicht getestet. Aber bei einem Giro d'Italia Fahrer fand man vergangenen Mai 82 blaue Pillen im Auto.Viagra hat auch unangenehme Nebenwirkungen: Kopfschmerzen, Sehstörungen und – keine Überraschung – Dauererektionen. Im Schwimmsport wird sich also neu die Sehkontrolle am Start einbürgern .... Unabhängig davon, was für Resultate die Untersuchungen über Viagra bringen, sei daran erinnert, dass die Einnahme rezeptpflichtiger Medikamente ohne Rezept an Wettkämpfen verboten ist [New York Times]. 22.11. Vergrösserung Team Arena. Drei neue Top-Schwimmer sind zum [Team ARENA] gestossen: Cesar Cielo (Bra), Milorad Cavic (Srb) und Alain Bernard (F). 20.11. FINA überdenkt Bodysuit-Regeln. Gemäss einem Bericht in [The Times] wird die FINA im Februar die Regeln über die High-Tech-Schwimmanzüge diskutieren. "Es war ein geschäftiges Jahr," klagt FINA-Direktor Cornel Marculescu der Times. "Jetzt müsse man mal durchatmen und alle Aspekte der Anzüge zu betrachten." Das Februar-Meeting soll dabei als Katalysator für mögliche Regeländerungen dienen, die in einen vernünftigen Rahmen zu passen hätten. Die FINA werde dem IOC beantragen, 2012 in London die 50-m-Sprintstrecken Rücken, Brust und Delfin ins Programm aufzunehmen. Ausserdem sollen beim Frauenwasserball 12 statt 8 Teams zugelassen werden.
19.11. Gary Hall hängt Badehose an den Nagel. Wegen mangelnder Motivation hat der fünfmalige Olympiasieger Gary Hall Jr. sein Karriereende bekanntgegeben. Der 34 Jahre alte Sprint-Spezialist gewann bei drei Olympia-Teilnahmen zweimal Gold über 50m Freistil (2000 und 2004), dreimal Gold mit der Staffel sowie dreimal Silber und zweimal Bronze. "Ich kann mich nicht noch einmal vier Jahre motivieren. Es war schon im letzten Jahr schwer, getrennt von meiner Frau und meinen beiden Kindern zu sein. Um ehrlich zu sein: Ich hatte mehr Spass mit meinen Kindern als mit dem Schwimmen", sagte Hall Jr. Sein Vater Gary Hall Senior war ebenfalls ein erfolgreicher Schwimmer und gewann bei den Olympischen Spielen 1972 in München Silber über 200m Delfin und 1976 in Montreal Bronze über 100m Delfin. Dort trug er bei der Eröffnungsfeier beim Einmarsch der Athleten seinen damals zweijährigen Sohn auf dem Arm. Gary Hall Jr., in den Olympia-Trials für Peking gescheitert, erkrankte 1999 an Diabetes. Er gründete eine Stiftung, die sich für Zuckerkranke engagiert. "Ich denke, meine Kräfte werden hier mehr gebraucht als im Pool", sagte Hall Jr. 18.11. Phelps und Coughlin beste US-Schwimmer. Nicht überraschend gewinnt Michael Phelps gleich drei Golden Goggles, die am Montag in den USA im Rahmen eines US-Swimming-Banketts verliehen wurden: Bester Schwimmer, bestes Rennen (100 m Delfin Finale in Beijing) und beste Staffelleistung (mit Garrett Weber-Gale, Cullen Jones and Jason Lezak über 100 m Freistil in Beijing). Nathalie Coughlin wurde beste Schwimmerin (6 Medaillen in Beijing). Das beste Rennen lieferte bei den Frauen Rebecca Soni (200 m Brust in Beijing). Eric Shanteau, der sich eine Woche nach der Hodenkrebs-Diagnose für Beijing qualifizierte, gewann die Goggle für Beharrlichkeit und Bow Bowman wurde zum besten Trainer gewählt. 16.11. Berlin: Drei WRs. Deutschlands Paul Biedermann hat beim FINA-Worldcup für einen Paukenschlag gesorgt und völlig überraschend einen Weltrekord über 200 Meter Freistil aufgestellt. Der 22-Jährige aus Halle an der Saale schlug in Berlin nach 1:40,83 Minuten an. Biedermann verbesserte die alte Bestmarke des Australiers Ian Thorpe vom 6. Februar 2008 um 27/100 Sekunden. Es war der zehnte Weltrekord dieser Kurzbahn-Saison. Seine eigene nationale Bestmarke verbesserte der Europameister um 1,56 Sekunden. Den bisherigen Europarekord des Niederländers Pieter van den Hoogenband unterbot Biedermann um 1,06 Sekunden. Die beiden weiteren Rekorde wurden von Randall Bal über 50 m Rücken (22.87) und der Australierin Marieke Guehrer über 50 m Delfin erzielt (24.99). Bal und Peter Marshall lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen und lagen am Schluss unter Marshalls wenige Tage alten, in Stockholm geschwommenen Rekord (23.05). Das gleiche Bild wiederholte sich bei den Frauen: Guehrer schlug Therese Alsammar (25.35), die den Rekord erst wenige Tage zuvor in Stockholm verbessert hatte (25.31). 16.11. Martina van Berkel mit fünftem Rekord. (Swiss Swimming) Auch bei ihrem letzten Einsatz am Weltcup in Berlin unterbot Martina van Berkel einen Schweizerrekord. Im Final über 200 Meter Delfin riskierte die 19-jährige viel und ging das Rennen unerschrocken mit der Konkurrenz mit. Nach 100 Metern hatte sie über eine Sekunde Vorsprung auf die Durchgangszeit vom Vorlauf. Am Ende büsste sie allerdings für die hohe Anfangspace und schlug noch neun Hundertstel unter der Zeit vom Morgen an. 2:10.59 Minuten lautet die neue Schweizer Bestmarke. Marina Ribi kam im Final über 100 Meter Lagen nicht mehr ganz an die Vorlaufzeit heran. In 1:04.50 Minuten kam sie wie van Berkel auf Rang 8. 16.11. FINA Weltcup Berlin - Martina van Berkel erneut mit Schweizerrekord. (Swiss Swimming) Die Rekordlaune von Martina van Berkel nimmt kein Ende. In den Vorläufen über 200 Meter Delfin unterbot sie ihre eigene Bestleistung, die nur wenige Wochen alt war, um beinahe zwei Sekunden auf 2:10.68 Minuten. Sie qualifizierte sich als Siebtschnellste für den Final vom Nachmittag. Ebenfalls im Final steht Marina Ribi über 100 Meter Lagen. Die Schaffhauserin schlug nach 1:04.24 Minuten an und wurde damit Achte. Neben dem Rekord von van Berkel schauten bei insgesamt 24 Starts sieben persönliche Bestzeiten heraus. Die Resultate der Schweizer: Herren: 1500m Freistil (Hauptlauf mit 7 Schwimmern am Nachmittag) Stefan Sigrist 15:34.65 (PB, mindestens 8. Platz) Martin Hohl 15:44.31 (mindestens 9. Platz) 200m Freistil 23. Eugenio Bianchi 1:50.40 (PB) 31. Lukas Räuftlin 1:53.61 (PB) 32. Matthias Sigrist 1:54.57 100m Brust 21. Damien Sandini 1:05.29 100m Delfin 21. Daniel Rast 55.60 (PB) 27. Matthias Sigrist 57.64 50m Rücken 18. Lukas Räuftlin 27.13 200m Lagen 21. Stefan Sigrist 2:10.90 50m Freistil 22. Daniel Rast 22.99 200m Rücken 13. Lukas Räuftlin 2:04.64 Damen: 100m Freistil 31. Laura Noccioli 58.26 50m Brust 10. Patrizia Humplik 33.07 13. Stephanie Spahn 33.82 400m Lagen (Hauptlauf mit 6 Schwimmerinnen am Nachmittag) Marina Ribi 4:49.88 (PB, mindestens 8. Platz) 100m Rücken 14. Laetitia Perez 1:04.71 17. Ivana Gabrilo 1:05.47 200m Delfin 7. Martina van Berkel 2:10.68 (SR) 200m Brust 9. Patrizia Humplik 2:33.89 12. Francesca Testoni 2:37.64 (PB) 14. Stephanie Spahn 2:44.36 100m Lagen 8. Marina Ribi 1:04.24 (PB) 50m Delfin 16. Laetitia Perez 28.43 15.11. WR 100 m Rücken. Der Amerikaner Peter Marshall verbessserte am FINA-Worldcup in Berlin verbesserte seinen erst wenige Tage, in Stockholm geschwommenen alten Weltrekord über 100 m Rücken von 49.94 auf 49.63 [Website] [Omegatiming]. 15.11. Nochmals 2 Schweizerrekorde. (Swiss Swimming) Martina van Berkel beweisst in den Finals am FINA Weltcup in Berlin ihre derzeit ausgezeichnete Form. Die 19-jährige verbesserte zunächst ihre eigene nur wenige Stunden alte Bestmarke über 100 Meter Delfin auf 59.94 Sekunden. Sie ist damit die erste Frau, welche die Minutengrenze in dieser Disziplin knacken konnte. Damit nicht genug: nur eine halbe Stunde später stand sie erneut im Einsatz und verbesserte den fünf Jahre alten Rekord über 200 Meter Rücken von Chantal Strasser auf nunmehr 2:11.85 Minuten. Patrizia Humplik sorgte mit dem 5. Rang über 100 Meter Brust für die beste Klassierung des heutigen Tages. Auch mit der Zeit von 1:08.28 Minuten darf die Bernerin sehr zufrieden sein. Einen guten sechsten Platz errichte Stefan Sigrist über 400 Meter Lagen in 4:25.87 Minuten. Der Schaffhauser reiste zusammen mit Bruder Matthias extra für diesen Wettkampf aus dem Studienort Ohio / USA an und schwamm trotz Jetlag persönliche Bestzeit. Die Resultate der Schweizer: 100m Brust Damen 5. Patrizia Humplik 1:08.28 400m Lagen Herren 6. Stefan Sigrist 4:25.87 (PB) 100m Delfin Damen 8. Martina van Berkel 59.94 (SR) 200m Rücken Damen 7. Martina van Berkel 2:11.85 (SR) 15.11. FINA Weltcup Berlin – Martina van Berkel verbessert Schweizerrekord über 100m Delfin. (Swiss Swimming) Martina van Berkel hat in den Vorläufen des FINA Weltcups in Berlin den Schweizer Kurzbahnrekord über 100 Meter Delfin auf 1:00.25 Minuten verbessert. Die 19-jährige war damit sieben Zehntel schneller als die bisherige Rekordhalterin Carla Stampfli im Jahr 2004. Van Berkel qualifizierte sich damit als Achte auch für den Final vom Samstagnachmittag. Auch über 200 Meter Rücken steht die Schwimmerin in der Limmat Sharks Zürich im Final. Sie erreichte diesen mit der siebtschnellsten Zeit von 2:13.11 Minuten und blieb damit nur zwölf Hundertstel über dem Schweizerrekord. Patrizia Humplik über 100 Meter Brust und Stefan Sigrist über 400 Meter Lagen werden in den Finals ebenfalls die Schweizer Farben vertreten. Das junge Team, das sich aus den Schweizer Meistern der Sommermeisterschaft in Bellinzona zusammenstellt, schnitt insgesamt sehr gut ab. Aus 24 Starts resultieren bislang zehn persönlich Bestzeiten, drei Finals und ein Schweizerrekord. Auch blieben bereits vier Schwimmerinnen unter den Limitezeiten für die Kurzbahn-EM in Rijeka, was allerdings noch keiner Qualifikation gleichkommt. Diese ist nur an den Schweizer Meisterschaften in Lausanne vom 28.-30. November 2008 möglich. Die Resultate der Schweizer: Herren: 100m Freistil 24. Daniel Rast 49.99 38. Matthias Sigrist 51.58 41. Lukas Räuftlin 52.21 50m Brust 17. Damien Sandini 30.08 (PB) 100m Rücken 19. Lukas Räuftlin 56.69 21. Joel Spirig 58.49 200m Delfin 13. Matthias Sigrist 2:04.77 400m Freistil 10. Eugenio Bianchi 3:52.76 (PB) 13. Martin Hohl 3:55.32 15. Stefan Sigrist 3:56.55 (PB) 200m Brust 16. Damien Sandini 2:23.64 (PB) 100m Lagen 22. Lukas Räuftlin 59.65 50m Delfin 16. Daniel Rast 25.01 (PB) Damen: 100m Brust 7. Patrizia Humplik 1:08.60 17. Stephanie Spahn 1:13.84 (PB) 19. Francesca Testoni 1:16.28 100m Delfin 8. Martina van Berkel 1:00.25 (SR) 23. Marina Ribi 1:02.53 (PB) 25. Laetitia Perez 1:03.77 50m Rücken 15. Ivana Gabrilo 29.90 18. Laetitia Perez 30.87 200m Lagen 10. Marina Ribi 2:16.74 (PB) 50m Freistil 17. Laura Noccioli 25.92 27. Ivana Gabrilo 27.06 (PB) 200m Rücken 7. Martina van Berkel 2:13.11 (PB) 13.11. FINA/ARENA Swimming World Cup, Berlin, 15.-16.11.2008 [Website] [Omegatiming][Live TV 1] [Live TV 2] 12.11. Zwei Weltrekorde fielen in Stockholm. Auf der 50-m-Rücken-Sprintstrecke senkte der Amerikaner Peter Marshall Robert Hurleys (Australien) alten Rekord von 23.24 auf 23.05. Über 50 m Delfin verbesserte die Schwedin Therese Alsahammar Felicity Galvez' Rekord von 25.32 auf 25.31 [Website] [Omegatiming]. 12.11. Geoff Huegill versucht Comeback. Der Bronzemedaillengewinner über 100 m Delfin in Sydney 2000 plant ein Comeback an den kommenden Commonwealth Games 2010 in New Delhi, wo er über 50 und 100 m Delfin starten will. Sein Comeback ist nicht ganz einfach: Mehr als 30 kg Übergewicht muss der 29-Jährige abtrainieren! Bereits im vergangenen Januar hat er sich bei Swimming Australia registriert, damit er auf die Dopingkontroll-Liste gesetzt werden kann - es handelt sich wohl tatsächlich um ein ernsthaftes Unterfangen. 12.11. Zwei Weltrekorde in Stockholm. Zuerst verbesserte der Südafrikaner Cameron Van den Burgh seinen erst wenigen Tage alten Rekord über 50 m Brust von 26.08 auf 25.94. Etwas später löschte der Amerikaner Peter Marshall Ryan Lochtes alten Rekord über 100 m Rücken von 49.99 aus. Marshall legte die Strecke in 49.94 hin [Website] [Omegatiming][Live TV 1] [Live TV 2]. 11.11. FINA/ARENA Swimming World Cup, Stockholm, 11.-12.11.2008 [Website] [Omegatiming][Live TV 1] [Live TV 2] 11.11. Leisel Jones passt in Rom. (sid) Leisel Jones wird im kommenden Jahr nicht bei den Weltmeisterschaften in Rom (18. Juli bis 2. August) an den Start gehen, ihre Karriere aber auch noch nicht beenden. "Ich werde viele kleinere Meetings bestreiten und damit mehr Rennen schwimmen als wenn ich bei der WM antreten würde", sagte die 23-Jährige, die in Peking über 100m Brust ihr erstes olympisches Einzelgold gewonnen hatte. Ob die Weltrekordlerin die Olympischen Spiele 2012 in London ins Visier nimmt, ließ sie offen. "Ich kann abwarten und mich dann entscheiden. Wenn ich 2010 wirklich gut schwimme, sind es bis London nur noch zwei Jahre. Dann werde ich es überdenken", sagte Jones. 11.11. Eskalation beim DSV. Der Streit um den Start der Deutschen beim Weltcup-Finale in Berlin eskaliert. "Wenn der DSV den Fehler macht und uns nicht anspricht, dann müssen wir später nicht als Sündenbock dastehen", erklärte Antje Buschschulte. Das ZDF plant seine Sendezeit zu verkürzen, da so wenig Deutsche am Start sind. Doch das Verhältnis zwischen DSV und Athleten scheint äußerst angespannt. "Ich finde es komisch, dass sie nicht fragen und sich dann beschweren, wenn man nicht startet", sagte Antje Buschschulte, "der Kontakt ist einfach nicht da zur DSV-Spitze. Es gibt seit langem Kommunikationsprobleme. Irgendwer hat irgendwas überhaupt nicht im Griff." Und: "Wenn man dann öffentlich Kritik übt, läuft man Gefahr, sofort eine Abmahnung zu bekommen." Der Wiesbadener Helge Meeuw will sich nach Peking auf sein Studium konzentrieren. "Ich starte nicht, weil es der DSV befiehlt", so Meeuw. "Wir haben ganz andere Probleme, als in Berlin beim Weltcup gut dazustehen." Wichtiger sei es, "eigene Fehler zu erkennen und zu benennen. Da hapert es ja schon." Thomas Rupprath (Rostock), seit 1996 bei jedem deutschen Weltcup dabei, beklagt ebenfalls Kommunikationsprobleme. "Bis Montag hat sich niemand dafür interessiert, ob ich starte oder nicht. Das ist schon bemerkenswert." Jetzt ist der frühere Rekordschwimmer bei einem Wohltätigkeitstermin in Düsseldorf gebunden. Auch Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen will in ihrer Heimatstadt nicht starten. "Ich bin erst seit sechs Wochen wieder im Aufbautraining. Mit meinen jetzigen Zeiten würde ein Start keinen Sinn machen", sagte Steffen. Stattdessen will die noch 24-Jährige am Sonntag "erstmals seit Jahren meinen Geburtstag zu Hause im Kreise meiner Liebsten feiern". Bis Montag hatte von den Spitzenschwimmern allein Olympia- Teilnehmer Paul Biedermann für Berlin gemeldet. Der DSV reagierte. "Die Landesverbände sind aufgefordert worden, ihren Einfluss geltend zu machen. Sie sollen ihre Athleten von der Notwendigkeit eines Starts überzeugen", sagte DSV-Generalsekretär Jürgen Fornoff. Niemand verlange ein Vierteljahr nach Olympia Bestzeiten, ein Start sollte aber "für die Athleten und ihre Trainer doch eine Selbstverständlichkeit sein". Dies widerspreche nicht der Zusage des früheren Cheftrainers Örjan Madsen, den Athleten nach Olympia Zeit für die Regelung privater und beruflicher Dinge einzuräumen. Laut Fornoff "ist es erste Bürgerpflicht, bei einer solchen Veranstaltung seinen Verband zu vertreten". Dies liege auch im eigenen Interesse. "Das ist schon bemerkenswert", sagte ZDF-Sportchef Dieter Gruschwitz zum Nein der deutschen Stars zum internationalen Höhepunkt im eigenen Land. Auswirkungen dürfte die Situation auch auf die anstehenden Verhandlungen des DSV über einen neuen Fernsehvertrag ab 2009 haben. "Das will ich nicht vorhersagen", meinte Gruschwitz: "Aber der Schwimmsport muss sich wie andere Disziplinen messen lassen an den Erfolgen der deutschen Athleten und damit an der Attraktivität." 10.11. WR 100 m Brust. Der Südafrikaner Cameron Van den Burgh doppelte am zweiten Tage des FINA Worldcups in Moskau mit der Verbesserung des 100-m-Brust-Weltrekordes nach: Er unterbot die alte, von Ed Moses 2002 aufgestellte Bestmarke von 57.47 auf 56.88 [Website] [Omegatiming]. Am Samstag hatte er sich den WR über 50 m Brust geholt. 9.11. Deutsche Schimmer vor neuen Rückschlägen? (dpa) Nach den enttäuschenden Spielen in Peking, drohen den deutschen Schwimmern neue Rückschläge. Der Vertrag mit Adidas ist nicht gesichert. Ein Wegfall des Vertrags würde den DSV finanziell hart treffen. Ärger bereitet auch das Weltcup-Finale, für das sich das Gros der Deutschen nicht gemeldet hat. Grund für den möglichen Ausstieg des Hauptsponsors ist die öffentliche Kritik einiger Athleten am adidas-Schwimmanzug im Vorfeld der Olympischen Spiele. Am 17. November stehen die entscheidenden Verhandlungen an. Ein Kurzbahn-Weltcup im eigenen Land ohne deutsche Stars dürfte die Ambitionen eines Sponsors zudem nicht positiv befördern und zugleich die internationale Reputation des deutschen Schwimmsports weiter beschädigen. Der in Warnemünde anwesende Präsident des Schwimm-Weltverbandes FINA, Mustapha Larfaoui, dürfte den Start-Verzicht mit Erstaunen zur Kenntnis genommen haben. Christa Thiel soll Deutschlands Schwimmer zu erfolgreichen Olympischen Spielen in London 2012 führen. Die seit 2000 amtierende Juristin wurde von den Delegierten mit 349 Ja- bei 46 Nein-Stimmen für weitere vier Jahre im Amt bestätigt. "Wir stehen vor einem Neuanfang und müssen aus den Fehlern von Peking lernen", sagte Christa Thiel. Unterstützung bekam der DSV, der mit neuen Strukturen den Weg in eine bessere Zukunft sucht, von Thomas Bach, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und Vizepräsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). "Sie haben Ihre Analysen ehrlich getroffen, sie haben nicht versucht, die Schuld auf Dritte zu schieben", sagte Bach als Gastredner in Warnemünde mit Blick auf das insgesamt schlechte Abschneiden der deutschen Schwimmer bei Olympia in Peking, "das verdient Anerkennung und Respekt." Er hoffe, so Bach, dass die Schwimmer "in London wieder einer der Leuchttürme unserer Olympia-Mannschaft sind". Lutz Buschkow, erfolgreicher früherer Bundestrainer Springen und noch in Peking als für alle DSV-Sparten zuständiger Sportdirektor verpflichtet, steht vor einer Herkulesaufgabe. "Im Schwimmen hat sich der Abwärtstrend seit 1992 kontinuierlich fortgesetzt. Darüber können auch die zwei Goldmedaillen von Britta Steffen nicht hinwegtäuschen", sagt Buschkow, "wir sind in großen Bereichen weit weg von der Weltelite." Für Buschkow steht als nächstes das Wettkampfsystem auf dem Prüfstand, mehr Training, mehr Wettkämpfe sollen die Schwimmer wieder nach vorne bringen. 8.11. FINA/ARENA Swimming World Cup, Moskau, 8.-9.11.2008 [Website] [Omegatiming] [Live TV 1] [Live TV 2] 8.11. WR 50 m Brust. Der Südafrikaner Cameron Van der Burgh verbesserte am Worldcup in Moskau den von Oleg Lisogor seit dem 21.6.2006 gehaltenen Weltrekord von 26.17 auf 26.08. 8.11. "Swiss Swimming Awards" gehen an Dominik Meichtry, Corinne Meier und Amanda Picard. (Swiss Swimming) Der Gala-Abends des Schweizer Schwimmsports, der am Samstag im Hotel Marriott in Zürich über die Bühne ging, stand ganz im Zeichen der Olympischen Spiele von Peking. In drei Kategorien wurden die „Swiss Swimming Awards“ vergeben. „Athlete of the Year“ wurde Dominik Meichtry, der sich an den Olympischen Spielen über 200 Meter Freistil in die absolute Weltklasse vorkämpfte und auf dem Weg dorthin auch Superstar Michael Phelps zwischenzeitlich in die Schranken wies. In der Kategorie „Nachwuchsschwimmer des Jahres“ wurde Corinne Meier gewählt, Amanda Picard sicherte sich den Award für in der Kategorie „Master of the Year“. Die Ausgangslage in der Kategorie „Swimmer of the Year“ war alles andere als eindeutig. Eine Europameisterin, ein Vize-Europameister sowie zwei Olympiadiplomgewinner und ein Schwimmer mit beeindruckendem Leistungssprung im Olympiajahr hätten es alle verdient gehabt, den Award zu gewinnen. Dennoch wurde Dominik Meichtry mit grossem Vorsprung gewählt. Der St. Galler, der für den Gala-Abend von seinem Studien- und Wohnort San Francisco eingeflogen wurde, gewann am Ende den Award deutlich vor Flori Lang und Flavia Rigamonti, die sich dank dem höheren Anteil Stimmen im Saal gegen Swann Oberson durchsetzen konnte. Mit seinen Auftritten an den Olympischen Spielen bewies er, dass er zur absoluten Weltspitze gehört. Im Vorlauf sah ihn Michela Phelps nur von hinten und auch im Halbfinal und Final zeigte sich Meichtry unerschrocken, was schliesslich mit dem sechsten Platz und einem Diplom belohnt wurde. Mit seiner Zeit von 1:45.80 Minuten ist er der zweitschnellste Europäer aller Zeiten hinter Pieter van den Hoogenband, der seine Karriere in wenigen Wochen beenden wird. Dieser Leistungsausweis überzeugte sowohl die Jury, das Saalpublikum und alle das Schwimmpublikum, die über das sms-Voting ihre Favoriten kürte. Die Emmenerin Corinne Meier machte das Rennen in der Kategorie „Nachwuchsschwimmer des Jahres“ und siegte vor dem Schaffhauser Elijah Stolz. Weil drei der vier Nominierten an einem Wettkampf der Junioren-Nationalmannschaft in Norwegen waren, konnten sie nur per Videokonferenz zugeschaltet werden, was allerdings dem Unterhaltungswert im Saal kaum abträglich war. In der neu geschaffenen Kategorie „Master of the Year“ wurden die besten Schwimmer der Seniorenkategorien gewählt. Dass der Schwimmsport bis ins hohe Alter leistungsmässig betrieben werden kann, beweist insbesondere der 75-jährige Luzerner Josef Krejci. Er war einer der Nominierten, gehört in seiner Alterskategorie zu den besten der Welt und gewann schon zahlreiche Medaillen an Welt- und Europameisterschaften. Den Award gewann allerdings Amanda Picard, die dreifache Weltmeisterin und Europarekordhalterin in den längeren Freistildisziplinen, die unter anderem auch schon am Gigathlon im Teambewerb siegte. Einer der Höhepunkte des Gala-Abends war schliesslich die Verabschiedung der beiden langjährigen Aushängeschilder Flavia Rigamonti und Karel Novy. Die erfolgreichste Schweizer Schwimmerin aller Zeiten sowie der langjährige Captain und schnellste Mann der Nationalmannschaft traten nach den Olympischen Spielen zurück. Die Tessinerin, die in ihrer langen Karriere 18 Medaillen an Europa- und Weltmeisterschaften gewann, ist nach ihrem Studienabschluss im Frühling bereits ins Berufsleben in den USA eingestiegen. Karel Novy bleibt dem Schwimmsport trotz seines Rücktritts als Aktiver erhalten und wird neuer Athletenbetreuer von Swiss Swimming. Die Gäste erlebten im Hotel Marriott einen festlichen Abend, der von einer Gruppe ehemaliger Nationalmannschaftsschwimmer zum vierten Mal organisiert wurde. Die beiden ehemaligen Top-Schwimmer Regula Späni und Yves Platel moderierten professionell durch das Programm, bei dem unter anderem auch zum ersten Mal die Bekleidungslinie des neuen Verbandsausrüsters NIKE präsentiert wurde. 8.11. Manaudou folgt Lockruf des Geldes. (sid) Über 500.000 Dollar Preisgelder werden am 15./16. November in Berlin beim hochklassig besetzten Kurzbahn-Weltcup der Schwimmer ausgeschüttet. Einer der Stars der siebten und letzten Station der Serie ist wie schon 2007 die 22 Jahre alte Französin Laure Manaudou, die ihr internationales Saison-Debüt nach dem enttäuschenden Abschneiden bei den Spielen in Peking gibt. Die dreimalige Weltmeisterin und Olympiasiegerin von Athen hat über sechs Strecken gemeldet: 100 und 200 m Freistil, 50, 100 und 200 m Rücken sowie über 100 m Lagen. Mit Spannung erwartet wird in Berlin der Auftritt der neuen Weltrekordler-Generation aus Australien. Robert Hurley (20) und Matt Jaukovic (23) schwammen beim Weltcup im heimischen Sydney erste Weltrekorde auf der Kurzbahn. Hurley nahm Thomas Rupprath mit 23,24 Sekunden über 50 m Rücken den letzten Weltrekord, Jaukovic erzielte 22,50 Sekunden über 50 m Schmetterling. Die beiden Gesamtsieger nach sieben Wettbewerben des Fina/Arena-Weltcups erhalten jeweils 100.000 Dollar, 50.000 gehen an die Zweit-, 30.000 an die Drittplatzierten. Hinzu kommen 40.000 Dollar aus dem Weltrekordtopf. Zusätzlich gibt es für die jeweils drei Erstplatzierten pro Disziplin in Berlin insgesamt 102.000 Dollar. 8.11. Nach Problem-Jahren: Schwimmer wollen Neuanfang. (dpa) - Verbesserte Strukturen und neue Kräfte sollen Deutschlands in die Zweitklassigkeit versunkene Schwimmer in die Weltelite zurückführen. Nach Jahren voller Probleme und sportlicher Pleiten will der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) auf dem Verbandstag in Rostock-Warnemünde die Grundlagen für bessere Zeiten schaffen. Ein mit mehr Macht ausgestattetes Hauptamt, ein neues Stützpunkt- und Wettkampfsystem und neue Trainer sollen die Schwimmer für Olympia 2012 in London wieder konkurrenzfähig machen. Präsidentin Christa Thiel, seit Herbst 2000 als Verbandschefin im Amt, stellt sich der Wiederwahl. Ihr Motto für die Zukunft: «Einheit in Vielfalt.» Sorgen bereitet ihr ein Antrag auf Senkung der Mitgliedsbeiträge. Der DSV arbeitet seit Jahren mit einem strukturellen Defizit und ist auf Einnahmen aus Sponsoren- und TV- Verträgen angewiesen. Mindereinnahmen würden den Verband zurückwerfen, zumal unklar ist, ob adidas die Option auf Verlängerung des 2009 auslaufenden Vertrags wahrnimmt. Rund eine Million Euro erhält der DSV jährlich an Geld- und Sachwerten von dem Sportartikel-Hersteller. Schlechte Leistungen im Wasser und öffentliche Kritik einiger Athleten am Schwimmanzug vor den Olympischen Spielen haben das Verhältnis belastet. Allein Superstar Britta Steffen sorgte in Peking mit Gold über 50 und 100 Meter Freistil für Entspannung. Denkbar wäre allerdings auch, dass sich adidas aus dem Verbands-Sponsoring zurückzieht und sich für die Zusammenarbeit mit einzelnen, erfolgreichen Athleten entscheidet. Der DSV will sich in Rostock neu aufstellen - und für Olympia 2012 neu empfehlen. Das Präsidium soll mittelfristig in die Funktion eines Aufsichtsrats wechseln, das Hauptamt mit dem Generalsekretär, einem Direktor Leistungssport und einem Direktor Breitensport an der Spitze soll mehr Entscheidungsgewalt bekommen. Die bisher je vier Bundes- und Nachwuchs-Stützpunkte dürften einem System mit fünf oder sechs Leitenden Stützpunkten weichen. Mehr Professionalität heißt die Devise. «Die Zeit ist reif dafür», sagt DSV-Generalsekretär Jürgen Fornoff. Die enttäuschenden Olympia-Resultate sollten helfen. Thiel: «Peking hat im Bereich Leistungssport eklatante Mängel aufgezeigt.» Nicht gelöst wird in Rostock die Frage nach den neuen Cheftrainern Schwimmen und Springen. Örjan Madsen, bisher Sportdirektor und Chefcoach Schwimmen in Personalunion, ist nach Olympia ausgeschieden. Die Trennung der beiden Positionen ist Teil der Strukturreform. Lutz Buschkow, bisher Springer-Cheftrainer und noch in China als für alle DSV-Sparten zuständiger Sportdirektor verpflichtet, will nichts übers Knie brechen. «Erst die Struktur, dann das Personal», heißt sein Motto. «Ich hoffe, dass der Verbandstag die Signale der Vergangenheit wahrgenommen hat und alle wissen, dass es so nicht weitergehen kann.» Wasserball-Bundestrainer Hagen Stamm soll gehalten werden, hat aber noch nicht entschieden, ob er weitermacht. 8.11. Epo-Doping funktioniert wohl anders als bisher gedacht. Mehr Hämoglobin - mehr Sauerstoff - mehr Leistung. So einfach funktioniert ErythropoetinDoping nicht, meinen zwei Sportmediziner. Die maximale Sauerstoffaufnahme korreliere bei gesunden Personen nicht oder nur schwach mit der Hämoglobin-Konzentration und dem Hämatokritwert, so die Professoren Dieter Böning aus Berlin und Norbert Maassen aus Hannover. Möglicherweise hätten die vorgeschriebenen Obergrenzen für Hb oder Hk bei Sportlern sogar einen unbeabsichtigten Effekt, nämlich dass Epo-Doper den optimalen Wert besser treffen, als wenn sie hemmungslos die hämatologischen Laborparameter in die Höhe treiben würden. Äthiopische und kenianische Läufer und Läuferinnen gehören seit Jahren zu den schnellsten der Welt. Äthiopier leben seit Jahrtausenden in großer Höhe. Bei ihnen steigt der Hb im Hochland kaum an und sie sind trotzdem leistungsfähig. Auch bei Kenianern ändern sich die Hb-Konzentrationen kaum, egal ob sie sich in 2100 m Höhe befinden oder im Flachland. Kommt dagegen ein europäischer Sportler von seinem Höhentraining, finden sich regelmäßig abfallende Hb-Werte. "Daher kann eine eventuelle Verbesserung ihrer Leistungsfähigkeit in Normoxie nicht mit dieser Größe zusammenhängen", argumentieren Böning und Maassen in der "Deutschen Zeitschrift für Sportmedizin" (7-8, 2008, 175). Auch Ausdauertraining mit Zunahme der maximalen Sauerstoffaufnahme führe zu einer leichten Absenkung des Hb. Zudem nützt ein gesteigerter Sauerstoffgehalt des Blutes nichts, wenn die Durchblutung abnimmt. Genau das passiert jedoch, wenn der optimale Hämatokrit überschritten wird: Die Viskosität des Blutes nimmt zu, und das Herz kann die zunehmende Pumpleistung nicht mehr aufbringen. Wo der optimale Hk beim Menschen liegt, ist unbekannt. Er dürfte jedoch nach Ansicht von Böning und Maassen unter 50 Prozent liegen, vor allem wegen der im Vergleich zu Tieren, die für Leistungsvergleiche herangezogen werden, größeren Erythrozyten. Es sei denkbar, dass in der Evolution des Menschen ein suboptimaler Wert selektiert wurde, weil ansonsten das Thromboserisiko und damit die Sterbewahrscheinlichkeit größer sind, meinen die Sportmediziner. Helfen also die Anti-Doping-Vorschriften mit Bezug auf hämatologische Grenzwerte indirekt den Dopern, weil das Sauerstoffangebot an die Muskulatur bei Hk-Werten über 50 bis 60 Prozent abnimmt? Zumindest sind es wohl andere Faktoren als die genannten Laborparameter, die beim Epo-Doping wirken:
5.11. FINA WM 2013. Sieben Städte bewerben sich um die Weltmeisterschaften 2013: Belgrad, Budapest/Belatonfüred, Dubai, Hamburg, Hong Kong, Madrid und Moskau. Die Bewerber stellen sich am 4. Dezember bei der FINA in Lausanne vor, die schriftlichen Bewerbungsunterlagen sind bis am 2.3.09 einzureichen. Die FINA wird im Juli 2009 in Rom (WM) die Titelkämpfe vergeben. 2011 findet die WM in Shanghai statt vom 16.-31. Juli statt. 1.11. FINA/ARENA Swimming World Cup, Singapore, 1.-2.11.2008 [Website] [Omegatiming] [Live TV 1] [Live TV 2] Zurück zur [Homepage] / [an den Anfang] Oktober 200831.10. Gelungener Saisonauftakt für die Limmat Sharks. Die Regionaleisterschaften in Baar am letzten Wochenende waren der erste Wettkampf der neuen Saison für die A- und B-Gruppen der Limmat Sharks. Gerade aus dem Trainingslager zurück, stellte dies eine erste Standortbestimmung für die kommenden Wettkämpfe dar. Nicht jedem fielen die ersten Einsätze leicht, was nach der intensiven Arbeit der letzten Wochen auch zu erwarten war. Martina van Berkel ließ sich davon nicht beirren und konnte überlegen gleich 4 Titel einheimsen, allesamt mit sehr guten Leistungen. Die Krönung war natürlich ihr mittlerweile vierter Schweizer Rekord über 200m Delphin, der, wie die anderen Ergebnisse auch, für sie doch ein wenig unerwartet kam, fühlten sich die Rennen doch bei weitem noch nicht so schnell an wie sie waren. Über 200 und 400m Lagen gelangen Martina zwei gute Bestzeiten, und auch die 400m Freistil, die sie in Rücken absolvierte, ergaben eine gute Zeit. Einen weiteren Regionalmeistertitel bei den Damen erschwamm sich Danielle Villars über 100m Freistil. Bei ihrem ersten offiziellen Einsatz für die Limmat Sharks konnte sie noch fünf weitere Medaillen erringen, einen zweiten Platz über 100m Lagen sowie vier dritte Plätze über 50 und 200m Rücken, 400m Lagen und 800m Freistil. Yasmin Strahm erschwamm sich eine Silber und eine Bronzemedaille über 100m bzw. 200m Delphin, Elina Piesbergen erreichte dasselbe über 200 und 100m Lagen. Laura Häringer, ebenfalls mit ihrem ersten Einsatz für die Limmat Sharks, wurde mit Bestzeit zweite über 800m Freistil, Alexandra Egg dritte über 200m Lagen (damit ein komplettes Limmat Sharks Podium), Claudia Bellasi gewann die Silbermedaille über 200m Brust und zwei Bronzemedaillen über die kürzeren Brustdistanzen, und Kathrin Appenzeller wurde dritte über 100m Freistil. Bei den Herren gewann Kilian Bossard zwei Mal mit überzeugenden Zeiten über 200m Brust und 400m Lagen, und die 400m Freistil, in Brust geschwommen, absolvierte er zum ersten Mal unter fünf Minuten. Dazu kommt ein dritter Platz über 200m Lagen. Joel Kempter gewann die 50m Freistil erstmals und wurde dritter in 50m Delphin, der 16jährige David Fässler gewann etwas überraschend über 50m Rücken, Thomas Kern konnte sich in einem spannenden Rennen über 400m Freistil durchsetzen und wurde zweiter über 100m Rücken. Nico Van Duijn, letztes Jahr noch Seriensieger, erschwamm sich erneut die meisten Medaillen, diesmal allerdings wurde er je drei Mal zweiter (50 und 100m Delphin und 1500m Freistil) und dritter (100 und 400m Freistil und 200m Delphin). Val Mikos konnte einen zweiten Platz über 100m Freistil und einen dritten über die halb so lange Distanz erreichen. Die Limmat Sharks konnten 4 von 6 Staffeln für sich entscheiden, darunter die 4x200m Freistil Staffel bei den Männern (dank einer furiosen Leistung von Nico Van Duijn, der einen 15m Rückstand aufholte) und bei den Damen (hier mit Vereinsrekord, geschwommen von Kathrin Appenzeller, Laura Häringer, Elina Piesbergen und Danielle Villars), sowie die 4x50m Freistil-Staffel bei den Männern und die 4x50m Lagenstaffel bei den Damen. In der Altersklasse 13 und jünger konnte Sergio Zarro in allen seinen drei Rennen Medaillen erreingen, er gewann die 200m Freistil vor seinem Teamkollegen Attilio Bernasoni und wurde 2. über 200m Rücken und 400m Lagen. Vier Medaillen aus vier Starts gab es für Stephanie Dreier, sie konnte 200m Lagen gewinnen, wurde 2. in 200m Freistil und 200m Rücken, und 3. in 200m Brust, was für ihre Vielseitigkeit spricht. Weitere beachtenswerte Steigerungen erreichten Alexander Ammann, Remo Betschart, Erik Nilsson, Sara Mamie und Florence Sigg. 30.10. LZR-Racer Verbot in Australien? Australische Trainer ziehen ein Verbot des Speedo LZR-Racer in Betracht. Dies ist das Ergebnis einer Diskussion am Rande des FINA/Arena(!)-Worldcups in Sydney. Der Vorschlag wird in Form einer Empfehlung dem australischen Schwimmverband weitergereicht. Der Anzug sei zu teuer und bereits nach wenigen Rennen kaputt. Einige Trainer wollen das Verbot nur in den Nachwuchskategorien bis 12 Jahre, andere wollen es in allen Alterskategorien einführen. Der australische Cheftrainer Alan Thompson bestätigt die Gespräche und die weiteren Abklärungen durch die FINA. Eine australische Journalistin meint, es könne sogar sein, dass die Anzuggeschichte einen Einfluss auf die Wahl des FINA-Präsidenten haben könne. Der Amtsinhaber Mustapha Larfaoui - eine nicht über alles erhabene Führungsperson - sei wegen der Anzuggeschichte unter Druck geraten. Die Weltrekordflut sei nur auf den Anzug zurückzuführen. Die Journalistin zitiert die Berechnungen von Prof. Joel Stager (Indiana University), der seit vielen Jahren auf dem Gebiet der Bodysuits forscht. Gemäss Stager wäre beispielsweise der Weltrekord über 100 m Freistil bei den Männern ohne den Anzug während weiterer 16 Jahre nicht gebrochen worden. Sechzig der Hundert schnellsten je geschwommenen Zeiten seien 2008 mit dem LZR Racer geschwommen worden. Die Zeiten hätten sich allein dieses Jahr um 1.3 bis 2.6 % verbessert [Grenzen bei den Weltrekorden?]. 30.10. Schwimmgala am 8. November 2008 in Zürich. Es hat noch einige wenige Plätze frei an der Schwimmgala 2008, die in wenigen Tagen im Hotel Marriott über die Bühne gehen wird. Sichern Sie sich jetzt eines der Tickets und seien Sie dabei, wenn die Swiss Swimming Awards vergeben werden. Für die vierte Schwimmgala werden Flavia Rigamonti und Dominik Meichtry extra aus den USA anreisen. Ebenfalls werden alle anderen Olympiaschwimmer vor Ort sein und dem Abend olympischen Glanz verleihen. Das SMS Voting für die Swiss Swimming Awards läuft bereits auf Hochtouren. Als Gast an der Gala dürfen Sie gleich nochmals für ihre Favoriten stimmen und vielleicht den entscheidenden Beitrag leisten. Anmeldungen am besten per Email an galanatation @gmx.ch.
Wer an diesem Abend neben Dominik Meichtry oder Flavia Rigamonti sitzen
möchte, kann sich diesen Platz ersteigern. Das Gebot liegt bei 500.-.
Mehr Informationen zur Gala gibt es unter www.schwimmgala.ch .28.10. Hackett beendet schwimmerische Laufbahn. (sid) Der dreimalige Schwimm-Olympiasieger Grant "The Machine" Hackett wird seine Karriere beenden. Das kündigte der 28-jährige Australier am Montag im TV-Sender Nine Network an, für den er seit einiger Zeit in Melbourne die Sportredaktion am Wochenende unterstützt. "Ich habe den Sport jetzt schon eine lange Zeit betrieben. Und jetzt ist das alles für mich Erinnerung", sagte Hackett. Nähere Angaben über seine Zukunftsspläne will Hackett zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgeben. In der vergangenen Woche hatte er aber schon erklärt, eine Bank-Karriere anstreben zu wollen. Zudem kündigte der Freistil-Spezialist ein Engagement in der Politik an. Hackett ist einer der besten Langstrecken-Schwimmer aller Zeiten. Bei den Olympischen Spielen in Peking wollte der gebürtige Queensländer seine dritte 1500-m-Goldmedaille holen, musste sich aber knapp geschlagen hinter dem Tunesier Oussama Mellouli mit Silber begnügen. Dreimal Olympia-Gold in einer Disziplin wurde noch nie gewonnen. Hacket erschwamm von 2000 bis 2008 sieben Medaillen über die Langstrecken - je dreimal Gold (1500/Staffel/Sydney plus 1500/Athen) und Silber sowie einmal Bronze waren seine Ausbeute. Seine Karriere hatte der 800- und 1500-m-Weltrekordler 1994 als 14-Jähriger begonnen, vier Jahre später holte er im heimischen Perth seinen ersten von insgesamt zehn WM-Titeln im 50-m-Becken. Hinzu kamen sieben Kurzbahn-Titel. In den Weltrekordlisten stand Hackett sechsmal an der Spitze, vier Bestmarken schwamm er dabei auf 25-m-Bahnen. Seine am 29. Juli 2001 in Fukuoka/Japan 1500-m-Weltrekordzeit von 14:34,56 Minuten hatte sieben Jahre Bestand. 26.10. Steffen noch ohne konkrete Zukunftspläne. (dpa) - Mehr als zwei Monate nach ihren Olympiasiegen in Peking hat Schwimmstar Britta Steffen noch keine konkreten Zukunftspläne. So ist die Weltmeisterschaft 2009 in Rom für die 24-Jährige noch kein Thema. «Mit dem Gedanken trage ich mich noch nicht rum. Ich werde mich erst im nächsten Jahr damit befassen, welche Ambitionen ich habe», sagte Steffen in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa in Stuttgart. Es sei noch fraglich, wie sich ihre rund achtwöchige Trainingspause auf ihre Leistungen bei dem nächsten Großereignis auswirke: «Es ist möglich, dass ich nicht 100 Prozent fit in die WM gehe.» Ihre Goldmedaillen über 50 und 100 Meter Freistil hätten sich auch finanziell ausgezahlt, berichtete Steffen. Ob sie versuchen wird, ihre Titel bei den Olympischen Spielen 2012 in London zu verteidigen, hat die Berlinerin noch nicht entschieden: «Ich würde nicht sagen, dass ich es gar nicht machen wollte. Aber da muss man abwarten. Vier Jahre wären noch drin. Da lasse ich mich überraschen.» Steffen hat zudem bislang nicht endgültig geklärt, ob sie von Januar bis März eine Trainingsphase in Australien einlegt, um neue Reize zu setzen und ihr Englisch zu verbessern. Als nächstes werde sie in der Bundesliga antreten. Ihr Start beim Weltcup am 15. und 16. November in Berlin werde von ihrer Form abhängen, so Steffen. 26.10. Martina van Berkel unterbietet Schweizer Rekord über 200m Delfin. (Swiss Swimming) Anlässlich der Regionalmeisterschaften in Baar unterbot die 19-jährige Martina van Berkel den eigenen Schweizer Kurzbahnrekord über 200m Delfin um 78 Hundertstel auf 2:12.56 Minuten. Die Athletin der Limmat Sharks aus Winkel/ZH verbesserte diesen Rekord damit schon zum vierten Mal innert eines Jahres. Damit spielte sich das gleiche Szenario wie im Vorjahr ab: direkt aus dem Trainingslager kommend, stellen die Regionalmeisterschaften eigentlich eher eine Standortbestimmung im Hinblick auf die Schweizer- und Europameisterschaften Ende November und anfangs Dezember dar. Trotz der Müdigkeit und ohne das Training in den letzten Tagen zu reduzieren schwamm van Berkel zu einer neuen Bestzeit und wird sich in den kommenden Wochen wohl noch weiter steigern können. 26.10. WR 50 m Rücken. Am zweiten Tag des FINA-Worldcups in Sydney schnappte der Australier Robert Hurley Thomas Rupprath den Weltrekord über 50 m Rücken weg. Mit 23.24 war Hurley um 3/100 schneller als Rupprath im jahr 2004 [Omegatiming] [Website]. 25.10. WR 50 m Delfin. Am FINA-Worldcup in Sydney fiel der 50-m-WR über 50 m Delfin: Der Australier Matt Jaukovic schlug nach 22.50 an; er war damit 1/10 Sekunde schneller als der Brasilianer Kaio Almeida im Jahr 2005. 25.10. FINA/ARENA SwimmingWorld Cup, Sydney, 25./26.10.2008 [Omegatiming] [Website] 23.10. Stoychev gewinnt 2008 FINA Open Water Swimming Grand Prix. Zum chten Mal hintereinander gewann der Bulgare den Grand Prix! Im letzten Rennen der Saison musste er das 15-km-Rennen zwar aufgeben, aber seinen Punktevorsprung konnte niemand mehr einholen. Er gewann sechs der acht Rennen. Bei den Frauen holte sich die Russin Natalia Pankina den Gesamtsieg. Gesamtrangliste: Männer 1. Petar Stoychev (BUL) / 126 pts / US$ 15,000 2. Brendan Capell (AUS) / 89 pts / US$ 10,000 3. Stéphane Gomez (FRA) / 84 pts / US$ 5,000 Frauen 1. Natalia Pankina (RUS) / 110 pts / US$ 15,000 2. Stefanie Biller (GER) / 99 pts / US$ 10,000 3. Esther Nuñez Morera (ESP) / 85 pts / US$ 5,000 22.10. Durchführung der Universiade 2009 in Belgrad gesichert. Der internationale Verband für Hochschulsport (FISU) hat bekannt gegeben, dass die Durchführung der Universiade 2009 in Belgrad gesichert ist. Vergangene Woche ist eine hochrangige Delegation der FISU in die serbische Hauptstadt gereist, um mit dem teils neu konstituierten Organisationskomitee zu verhandeln. Aufgrund der weltweiten Finanzkrise war die neue serbische Regierung nicht mehr bereit, die ursprünglich gemachten Zusicherungen einzuhalten. Nun wurde eine Kompromisslösung ausgearbeitet, bei der neben den regulären Sportarten noch zwei statt der ursprünglich geplanten acht optionalen Sportarten zur Austragung kommen. Nicht mehr im Programm sind Handball, Kanu, Karate, Ringen, Rudern und Schiessen. Auch bei der Eröffnungs- und Schlussfeier wurden Abstriche gemacht. Damit werden voraussichtlich 8’500 statt 13'000 Teilnehmer aus rund 150 Ländern an der Universiade vom 1.-12. Juli 2009 teilnehmen. Die Schweizer Delegation erfährt dadurch ebenfalls eine Verkleinerung und ist insbesondere bei den Schützen betroffen, da eine grössere Mannschaft vorgesehen war. Die anderen gestrichenen Sportarten wären, wen überhaupt, nur mit kleinen Teams am Start gewesen. Kontaktperson für Fragen: Leonz Eder, FISU-Exekutivmitglied und Mitarbeiter der Taskforce, welche mit dem OK zusammen die weiteren Schritte plant. Tel. 079 467 61 64, leonz.eder@unisg.ch 17.10. FINA/ARENA SwimmingWorld Cup, Durban, 17./18.10.2008 [Omegatiming] [Website]
15.10. Fitness Swimming in der zweiten Auflage. Emmett Hines' Buch
stiess bereits in der ersten Auflage auf grosse Beachtung. Das Buch zielt
vor allem auf den Bedarf und die Interessen der Fitnessschwimmer und Triathleten
- ich war aber überrascht, wieviel man als Eliteschwimmer von Hines'
Tipps und Tricks profitieren kann (zu bestellen beispielsweise beim Amazon.de).
15.10. Doug Frost zieht nach Grossbritannien. Der Mentor Ian Thorpes verlässt Australien, um in Sterling im British Swimming Intensive Training Center als Headcoach zu wirken. Forst gilt weltweit als einer der besten Trainer und hat neben Thorpe eine grosse Zahl australischer Eliteschwimmer trainiert. Die Besetzung dieser Stelle mit Frost signalisiert den Willen des britischen Verbandes, zusätzliche Kräfte im Hinblick auf London 2012 aufzubieten. 10.10. FINA/Arena Swimming World Cup, Belo Horizonte, 10.-12.10.2008 [OmegaTiming] [Live TV] 9.10. Swiss Swimming Awards - SMS Voting ist eröffnet! Fenster schliessen Swiss Swimming Awards 2008. Swiss Swimming verleiht in diesem Herbst zum zweiten Mal die «Swiss Swimming Awards» und zeichnet damit die Besten des Jahres aus. In drei Kategorien wurden die Finalisten von einer Jury bestehend aus der Direktion von Swiss Swimming ermittelt. Sie haben nun die Möglichkeit, per SMS Ihren Favoriten die Stimme zu geben! Die Preise werden am 8. November anlässlich des Gala-Abends des Schweizer Schwimmsports im Hotel Marriott in Zürich vergeben. Der Entscheid, wer in der jeweiligen Kategorie gewinnt, setzt sich zu jeweils 33% aus Juryentwahl, SMS-Voting und Publikumswahl der anwesenden Gäste am Gala-Abend zusammen. Alle Nominierten Athleten sind selbstverständlich zum Gala-Abend eingeladen und werden den Gästen vorgestellt. Schicken Sie ein SMS mit dem Keyword und der Nummer ihres Favoriten an die Nummer 9234. Ein SMS kostet CHF 1.- In folgenden Kategorien können Sie wählen: «Swimmer of the Year» (alphabetische Reihenfolge): - Flori Lang (SC Uster-Walliselllen, Keyword: ELITE 1) - Jonathan Massacand (Genève Natation, ELITE 2) - Dominik Meichtry (SC Uster-Wallisellen, ELITE 3) - Swann Oberson (Natation Sportive Genève, ELITE 4) - Flavia Rigamonti (Team Atlantide & Locarno, ELITE 5) Wenn sie Ihre Stimme beispielsweise Flori Lang geben wollen, schreiben Sie ein SMS mit dem Text: ELITE 1 und senden dies an die Nummer 9234. analog funktioniert es für die anderen Kategorien: «Junior Swimmer of the Year» (alphabetische Reihenfolge): - Aurélien Künzi (Lancy Natation, Keyword: ROOKIE 1) - Corinne Meier (SV Emmen, ROOKIE 2) - Elijah Stolz (SC Schaffhausen, ROOKIE 3) - Erik van Dooren (Lancy Natation, ROOKIE 4) «Master Swimmer of the Year» (alphabetische Reihenfolge): - Josef Krejci (SK Luzern, Keyword: MASTER 1) - Amanda Picard (Aquatic Masters Team, MASTER 2) - Regula Steiger (SV Basel, MASTER 3) Den aktuellen Zischenstand des SMS-Votings können Sie jederzeit nachsehen: Swimmer of the Year Rookie of the Year Master of the Year Für die Nominierung der Athleten wurden in der Kategorie Elite und Nachwuchs die Resultate der internationalen Einsätze gewertet. Bei der Kategorie Master wurden die drei Schwimmer ausgewählt mit der höchsten Punkteleistung in der Masterstabelle, die das Alter berücksichtigt. Bis am 7. November 2008 können Sie für Ihre Favoriten die Stimmer abgeben - auch mehrmals wenn Sie möchten! Pro SMS können Sie nur in einer Kategorie die Stimme abgeben. Beachten Sie auch, dass ein SMS 1.- kostet. 9.10. Leisel Jones will nicht an die WM. Die Australierin Leisel Jones hat erstmal genug vom Schwimmen. Die Olympiasiegerin plant einen Startverzicht bei den Weltmeisterschaften 2009 in Rom. Momentan hat die australische Weltrekordlerin eine Trainingspause eingelegt und will ihr Programm danach auf die Vorbereitung für die Olympischen Spiele 2012 in London ausrichten. 9.10. WADA mit neuer Dopingliste. Auf ihrer Website hat die WADA die für 2009 nachgeführte Liste der verbotenen Substanzen und methoden veröffentlicht [zur WADA]. 9.10. Golden Goggle Awards. US Swimming hat die für den Golden-Goggle-Preis vorgeschlagenen Personen auf ihrer Website aufgelistet [zur Golden Goggle Seite]. 8.10. FINA/Arena Swimming World Cup, Belo Horizonte, 10.-12.10.2008 [OmegaTiming] 7.10. Nakamura hört mit Wettkampfschwimmen auf. Reiko Nakamura, die zweifache Bronzemedaillengewinnerin über 200 m Rücken an den olympischen Spielen 2004 und 2008, hört mit dem Wettkampfschwimmen auf. Die 26-Jährige gewann darüber hinaus dreimal Bronze and Weltmeisterschaften und hält mit 59.36 und 2:07.13 die asiatischen Rekorde über 100 bzw. 200 m Rücken. 6.10. Gendoping. Gendoping könnte für skrupellose Sportler reizvoll, aber auch extrem gefährlich sein. Die Olympischen Spiele sind seit Wochen vorbei, aber der Zweifel an der Natürlichkeit einiger gezeigter Leistungen bleibt. Nicht ohne Grund wurden alle 4500 Dopingproben eingefroren, um sie zu einem späteren Zeitpunkt, wenn neue Testverfahren entwickelt sein werden, erneut zu analysieren. Möglicherweise - wenngleich aus heutiger Sicht nicht sehr wahrscheinlich - werden sich dabei auch erste Hinweise auf Manipulationen auf genetischer Ebene zeigen. In seinem jetzt vorgelegten Bericht über Gendoping kommt das Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB) jedenfalls zu dem Ergebnis, dass diese Form der Leistungsmanipulation bereits "in den kommenden Jahren eine neue Qualität von Doping zur Folge haben und die Dopingbekämpfung vor neue Herausforderungen stellen" wird. In seiner Beschreibung, was Gendoping sei, folgt das TAB der Definition der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA), wonach man unter diesem Begriff "die nichttherapeutische Anwendung von Zellen, Genen, Genelementen oder der Regulierung der Genexpression, welche die sportliche Leistungsfähigkeit erhöhen kann", vereint. Dabei werde zumeist "konkret genetisches Material in Form von DNA oder RNA einer Zelle, einem Organ oder Organismus zugeführt". Hingegen seien Strategien der Menschenselektion oder gar -züchtung mit dem Ziel der sportlichen Leistungssteigerung in "absehbarer Zukunft" aller Voraussicht nach nicht umsetzbar, weil das molekulargenetische Wissen zu "Hochleistungsgenvarianten" bislang äusserst begrenzt, unscharf und widersprüchlich sei. Das Ziel von Gendoping sei viel eher eine Modifikation der körpereigenen Genaktivität - ob in Form einer Aktivierung, Verstärkung, Abschwächung oder Blockade der Genexpression. Wahrscheinliche Ansatzpunkte sehen die Autoren des TAB-Berichts in drei physiologischen Bereichen und deren molekularer Regulation: dem Aufbau der Skelettmuskulatur, der Sauerstoffversorgung und der Energiebereitstellung. Ein Ansatz für eine genetische Manipulation im Bereich der Skelettmuskulatur bildet das Myostatin-Gen. Laborversuche mit Mäusen etwa haben ergeben, dass man durch das Ausschalten dieses Gens ein abnormes Muskelwachstum erzielen kann. Eine verbesserte Sauerstoffversorgung könnte durch eine körpereigene Stimulation der Synthese von Erythropoeitin (EPO) erreicht werden - hier gibt es in der Forschung schon vielversprechende Ansätze. Schliesslich kann beispielsweise die Glucoseverwertung (vor allem im Skelettmuskel) durch die Überexpression des Gens GLUT4 (Glucosetransporter4) gesteigert werden. Die gesundheitlichen Risiken solcher Manipulationen sind kaum abschätzbar, da sie ohne empirische Basis nur wissenschaftlich plausible Annahmen darstellen. Beim Einschleusen von genetischem Material ergeben sich mögliche Risiken durch unkontrollierte Ausbreitung des Fremdgens im Organismus, durch Mutationen und Immunreaktionen. Eine Folge der übermässigen Genexpression von leistungsrelevanten Biomolekülen könnte ein unkontrolliertes Zellwachstum sein. Die unwägbaren Gesundheitsrisiken des Gendopings, so vermuten die Autoren, werden jedoch keinen manipulationsbereiten Athleten abschrecken. "Entscheidend für eine Nutzung (...) von Gendopingmethoden dürften (...) in erster Linie die potenzielle Steigerung der Leistungsfähigkeit, sowie die (Nicht-)Nachweisbarkeit sein." Hier setzt die WADA an, die schon vor Jahren ein internationales Förderprogramm zum Gendopingnachweis ins Leben gerufen hat. Derzeit werden zwanzig Forschungsprojekte gefördert. Die meisten Forscher wollen beim Athleten Abweichungen vom normalen physiologischen Zustand bestimmen und zielen damit auf einen indirekten Nachweis von Gendoping. Hierbei geht es um die Bestimmung hochdifferenzierter Profile verschiedener Moleküle in Blut- und Gewebeproben, so genannter Biomarker. Ob eindeutige Hinweise auf eine Manipulation der Genaktivität allein als Nachweis ausreichen oder nur einen Anfangsverdacht begründen werden, dem sich spezifische Einzelnachweise anschliessen müssen, ist derzeit noch nicht geklärt. Der TAB-Bericht stellt die zurzeit wohl umfassendste Untersuchung zu den Entwicklungen möglichen Gendopings dar. Deutlich wird, dass es mehrere Ansatzpunkte und viele medizinisch-pharmazeutische Methoden und Verfahren gibt, die zur Leistungssteigerung missbraucht werden könnten. Die Autoren weisen darauf hin, dass solche Manipulationen über den Leistungssport hinaus künftig auch gesamtgesellschaftliche Entwicklungen beeinflussen könnten, etwa im Bereich in der Anti-Aging-Medizin. [Der Bericht im Internet] 1.10. Libby Trickett nicht mehr mit Stephan Widmer. Die australische Olympia-Siegerin Libby Trickett wird nicht mehr vom Ostschweizer Stephan Widmer betreut. Die 23-Jährige sagte, sie brauche eine Veränderung, um bis zu den Spielen von London 2012 motiviert zu bleiben. Der St. Galler Widmer ist seit 1997 in Australien tätig und arbeitete an der Queensland Academy of Sports in Brisbane unter anderem auch mit Brust-Spezialistin Leisel Jones. Der ETH-Sportlehrer wurde mehrfach zum australischen "Trainer des Jahres" gewählt. Die Weltrekord-Halterin über 50 m Crawl dankte Widmer für die sechsjährige Zusammenarbeit während der sie vom unbekannten Teenager zur dreifachen Olympia-Siegerin, Weltmeisterin und Weltrekordhalterin avancierte: "Ich hätte alle meine Erfolge nicht erreichen können, wenn er nicht so hinter mir gestanden hätte." 1.10. US-College Trainer gegen Hi-Tech-Schwimmanzüge. Die NCAA, der Dachverband des US-Collegesports, wollte das Moratorium gegen die neuen Hi-Tech-Schwimmanzüge auf die Saison 2009 aufheben. Gegen die Aufhebung wehrt sich aber der Verband der College Schwimmtrainer, mit dem Argument, die Ausgangslage habe sich nicht geändert, die Anzüge seien nach wie vor nicht für alle erhältlich und zu teuer. Viele Colleges wären nicht in der Lage, die neuen Anzüge zu beschaffen. Nur Anzüge, die vor dem 1.1. 2008 erhältlich waren, sollen deshalb zugelassen sein. Darüber hinaus bemerkt der Trainerverband, dass die neuen Anzüge möglicherweise als Auftriebshilfen eingestuft werden müssen, was sowohl von der FINA als auch der NCAA nicht zugelassen ist. Zurzeit würde der von den Anzügen vermittelte Auftrieb von unabhängigen Stellen geprüft. Resultate seien in den nächsten Monaten zu erwarten. Zurück zur [Homepage] / [an den Anfang] September 200830.9. Phelps US-Schwimmer des Jahres. Nicht überraschend ist Michael Phelps von US Swimming zum Schwimmer des Jahres gewählt worden. Phelps' Mutter Debbie durfte den Preis für ihren Sohn entgegen nehmen. Zuvor wurde Phelps' Trainer Bob Bowman von der amerikanischen Trainervereinigung zum Trainer des Jahres gewählt. 30.9. US Swimming verbietet Hi-Tech-Anzüge für die Jugend. Schwimm-Anzüge, die über den Nacken, die Knie oder die Schultern hinausreichen, sind für so genannte Age-Group-Swimmers nicht erlaubt, heisst es in der Erklärung von US Swimming, die den Entscheid mit der Wahrung der Chancengleichheit im Jugendsport begründet. Bei den unter 12-jährigen spiele der Anzug sowieso keine Rolle. Es stellt sich nun die Frage wie andere Verbände und die FINA reagieren. 29.9. Karlyn Pipes-Neilsen Nabs 4 Masters World Records; Several Other Records Also Fall in Zurich [Link]. 24.9. Schwimm-Weltrekorde in Zürich. Als voller Erfolg gehen die von den Limmat Sharks Zürich lancierten Zürich International Masters Championships (ZIMC) vom 5.-7. September 2008 in die Annalen ein. Mit einem ausgesprochen hochkarätigen Teilnehmerfeld mit Schwimmern aus über zehn Ländern - Tschechien, Finnland, Schweden, Deutschland, Italien, Russland, Ukraine, Polen, USA, Spanien, Schweiz - wurde es seinem internationalen Anspruch vollumfänglich gerecht. Unter den gemeldeten Schwimmern befand sich eine Vielzahl von häufig mehrfachen Medaillengewinnern an der Europameisterschaft 2007 in Kranj (Slowenien) und an der Masters-WM 2008 in Perth (AUS), allen voran die US-Masters-Ikone Karlyn Pipes-Neilsen, daneben etwa Oleg Panov (Kiev/UKR), Margareta Rainer (Stockholm/SWE), Alexander Bashmakov (Moskau/RUS), Rudolf Smerda und Jan Ziegler (Altersklasse 80-84!) aus Brno/CZ, nebst einer Vielzahl von einheimischen Spitzenleuten. Ebenfalls am Start war Michael Kleiber (Sparta Konstanz/D), der Weltrekordhalter über 1500m Freistil in der Altersklasse 45-49. Auch wenn bezüglich der Teilnehmeranzahl noch Wünsche offen blieben, ist mit gegen 150 teilnehmenden Schwimmern bei der erstmaligen Austragung dieses Wettkampfs, der im gesamteuropäischen Masters-Wettkampfkalender wohl bald einen festen Platz wird beanspruchen können, ein guter Anfang gemacht. Das Meeting begann mit einem Paukenschlag: Gleich im ersten Rennen des ersten Wettbewerbes verbesserte Pipes-Neilsen (Altersklasse 45-49) mit 5:13.85 ihren eigenen) Weltrekord über 400m Lagen. Diesem fügte sie im Verlaufe des Meetings über 100m Delphin (1:05.69), 400m Freistil (4:35.84) und 50m Delphin (29.52) drei weitere Weltrekorde hinzu. Über 50m Rücken verpasste sie den Weltrekord ihrer Landsfrau Susan Walsh mit 32.25 nur um 4/10s. Weitere herausragende Leistungen aus Schweizer Sicht waren der Europarekord der Baslerin Regula Steiger über 50m Freistil, die in der Altersklasse 55-59 mit 29.99s siegte. Natürlich war dies auch ein Schweizer Masters-Rekord, einer von sechsen an diesem Wochenende. Weitere Schweizer Rekorde wurden erzielt von Benjamin Rusch (AK 50-54) über 1500m Freistil in 21:32.43, Marco Pilloud (AK 40-44) über 200m Rücken in 2:34.66, Marie Stutz (AK 55-59) über 400m Freistil in 5:44.61, Maya-Claire Diezi (AK 65-69) über 200m Brust in 4:54.54 und Elmira Simitovic (AK 25-29) über 200m Vierlagen in 2:48.91. Darüber hinaus verbesserten einige aus dem Ausland angereiste Schwimmer Landesrekorde. Den Pokal für die beste Mannschaftsleistung durfte das Zürcher Aquatic Masters Team (AMT) entgegen nehmen; dahinter rangierte der Plavecky Veteransky Klub Brno aus Tschechien, auf dem dritten Rang die heimischen Limmat Sharks Zürich. Für die wie gewohnt einwandfreie Organisation des Wettkampfs in erstklassiger Anlage konnten die Sharks von allen Seiten Lob und Anerkennung einheimsen. Nicht zuletzt fanden auch die brandneuen "Haibiss"-Medaillen, sowie die als "goodie" abgegebene ZIMC-Trinkflasche und die speziell bedruckten ZIMC-Sweatshirts grössten Anklang. Sicher ist, dass die diesjährigen Teilnehmer zuhause als begeisterte Botschafter des ZIMC für dessen nächste Austragung Werbung betreiben werden. 23.9. «Trainingsmethodische Fehler» bei den deutschen Schwimmern. (dpa) - Das schlechte Abschneiden der deutschen Schwimmer bei den Olympischen Spielen in Peking hat «vielschichtige trainingsmethodische Fehler». Zu dieser Erkenntnis kommt der neue Direktor Leistungssport im Deutschen Schwimm-Verband (DSV), Lutz Buschkow, nach der sogenannten Olympia-Auswerte-Tagung am Wochenende in Göttingen. Die Tagung wurde letztmals von dem Norweger Örjan Madsen geleitet, der zum Monatsende als Sportdirektor Schwimmen des DSV ausscheidet. Mit Ausnahme von Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen (Berlin) und Paul Biedermann (Halle/Saale) hatte es in China keine weiteren deutschen Endlauf-Teilnehmer gegeben. «Eine ausreichende tiefschürfende trainingsmethodische Analyse der Trainer unserer Olympia-Teilnehmer von Peking habe ich auf der Tagung in Göttingen vermisst», teilte Buschkow mit. Man müsse von unterschiedlichen individuellen Fehlern ausgehen. Ein Teil der Athleten habe in der unmittelbaren Olympia-Vorbereitung zu viel trainiert, andere zu wenig. «Mir scheinen die Trainingsumfänge für den aktuellen Leistungsstand in der Welt nicht ausreichend zu sein», kritisierte Buschkow. Der Leistungsabfall in Peking im Vergleich zu den deutschen Meisterschaften als Qualifikation sei einfach zu gross gewesen. «Viele Athleten waren wohl ganz auf die Qualifikation ausgerichtet, dann aber nicht mehr steigerungsfähig», sagte Buschkow. Die Heimtrainer hätten in einigen Fällen das eigene Konzept «auf halbem Weg» verlassen, meinte er. Und die konzeptionellen Vorgaben von Cheftrainer Madsen seien nicht hundertprozentig umgesetzt worden. 20.9. Australian Shortcourse Championships, Melbourne, 20.-24.9.2008 [Website] 8.9. Paralympics: Wie kann man ohne Arme und mit nur einem Bein Schwimmen? [weiter...] [Paralympics Beijing Website] 8.9. Wettkampfkalender FINA Swimming World Cup 2008. Oktober 10-12: Belo Horizonte, Brasilien Oktober 17+18: Durban, Südafrika [Website] Oktober 25+26: Sydney, Australien [Website] November 1+2: Singapur November 8+9: Moskau, Russland November 12+13: Stockholm, Schweden [Website] November 15+16: Berlin, Deutschland [Website] 8.9. 11th European Open Water Championships, Dubrovnik, Croatia, 9.-14.9.2008 [Omegatiming] 7.9. WR 50 m Freistil. Roland Schoeman verbesserte an den Südafrikanischen Kurzbahnmeisterschaften in Germistion den alten, von Duje Draganja im April in Manchester aufgestellten Rekord von 20.81 auf 20.64 [Resultate]. 6.9. Rebeca Gusmao lebenslänglich gesperrt. Rückwirkend auf den 18.7.2007 ist die brasilianische Schwimmerin Rebeca Gusmao von der FINA lebenslänglich gesperrt worden. Gusmao wurde zweimal gedopt erwischt: Ein erstes Mal 2006 (Testosteron) und das zweite Mal im Juli 2007 (wiederum Testosteron). Ein Protest ist noch beim Internationalen Sportsgerichtshof hängig mit der Begründung, dass ihr Körper übermässig viel Testosteron produziere. 6.9. Phelps gründet Stiftung. Michael Phelps wird zum Philantropen: Mit seiner Speedo-Million güindet Phelps die Michael-Phelps-Foundation. Als erste Aktion startet Phelps eine 8-Städte-Tour mit Speedo, auf der er seine Erlebnisse in Beijing mit Kindern teilen will. Darüber hinaus will Phelps den Kindern sein Motto bekannt machen: Dream, Plan, Reach oder träume, plane, erreiche. Das Motto hat Phelps von seinem Trainer Bob Bowman gelernt, eigentlich sollte es Bob-Bowman-Prinzip heissen, meint Phelps. Nach dem Gewinn seiner acht Goldmedaillen will Phelps Kinder befähigen Ziele zu setzen und zu erreichen. Speedo und die Muttergesellschaft Warnaco schossen für die achte Goldmedaille zusätzliche US$ 200'000 in die Stiftung ein. Der Stiftungszweck wird umschrieben mit "gemeinnütziger Erziehung und Forschung" sowie "Förderung einer gesunden, aktiven Lebensweise, vor allem bei Kindern, mittels Chancenverbesserung zur Teilnahme im Schwimmsport, sowohl national wie auch international". 6.9. Unprofessioneller Umgangston einzelner Schwimmvereine: Stellungnahme der Verbandsdirektion im Anschluss an die Nachwuchs-Schweizermeisterschaften. 5.9. Steffen schwimmt weiter. (sid) Die Doppel-Olympiasiegerin beendete Spekulationen um ein vorzeitiges Ende ihrer Karriere. Stattdessen hat sie für das kommende Jahr den Weltmeistertitel ins Visier genommen. "Der Plan sieht so aus, dass ich natürlich weiter schwimmen werde. In den nächsten sechs Monaten will ich allerdings zunächst voll studieren", sagte die Berlinerin in einem Interview mit der Nachrichtensendung RTL aktuell. "Wenn ich Mitte Februar meine Prüfung abgelegt habe, dann würde ich gerne für sechs bis acht Wochen in Australien trainieren, einfach um neue Leute kennenzulernen und mit ihnen natürlich einen neuen Trainingsreiz zu setzen", erklärte Steffen. Nach Gold über 100m und 50m Freistil bei den Olympischen Spielen in Peking hatte die 24-jährige Steffen die Fortsetzung ihrer Karriere offen gelassen, sagte nun aber: "Es war mehr oder weniger nur ein Spruch zu sagen, eigentlich müsste man jetzt aufhören. Weil es gibt ja den Spruch, man sollte aufhören, wenn es am schönsten ist. Und natürlich war das in dem Moment das Schönste und das Grösste, was ich jemals erreicht habe." Ihrer Titelsammlung will Steffen 2009 in Rom das erste WM-Gold hinzufügen: "Es gibt natürlich viel Motivation - unter anderem, dass ich noch Weltmeisterin werden möchte. Das ist im nächsten Jahr fällig beziehungsweise die Chance besteht. Und wenn ich das erreichen würde, dann hätte ich alle Titel zusammen. Und das wäre natürlich fantastisch." 5.9. Kammerling hört auf. Die Bronzemedaillengewinnerin mit der schwedischen Freistilstaffel in Sydney 2000, Anna Karin Kammerling, hört mit dem Wettkampfsport auf. Die 28-Jährige gewann an der WM 2005 Silber über 50 m Delfin, nachdem sie in dieser Dispziplin schon 2001 und 2003 Bronze gewonnen hatte. 5.9. Phelps unterstützt Chicagoer Olympia-Bewerbung. (dpa) - Schwimmstar Michael Phelps will die Chicagoer Bewerbung für die Olympischen Sommerspiele 2016 unterstützen. «Ich will alles tun, was ich machen kann, um zu helfen», sagte der achtmalige Goldmedaillengewinner von Peking bei einem Pressetermin in Chicago. Er selbst werde in acht Jahren jedoch nicht mehr starten, so der 23 Jahre alte Amerikaner. Er hoffe zwar, so Phelps, dass er in vier Jahren in London noch einmal antreten könne, aber mit über 30 wolle er dann auf keinen Fall mehr schwimmen. Chicago bewirbt sich zusammen mit Rio de Janeiro, Tokio und Madrid um die Ausrichtung der Sommerspiele 2016. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) entscheidet auf seiner Vollversammlung am 2. Oktober 2009 in Kopenhagen über die Vergabe. |
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