Swim News Januar bis April 2009

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April 2009

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30.4. Russlands Schwimm-Nachwuchs mit Weltrekordflut . (dpa) - Russlands Schwimm-Nachwuchs schockt die Konkurrenz drei Monate vor den Weltmeisterschaften in Rom mit einer Weltrekordflut. Die erst 17 Jahre alte Julija Jefimowa verbesserte ihren im Halbfinale erzielten Weltrekord über 50 Meter Brust im Endlauf noch einmal von 30,23 auf 30,05 Sekunden. Über 100 Meter hatte sie zuvor in 1:05,80 Minuten einen Europarekord aufgestellt. Gleich zweimal Weltrekord schwamm bei den nationalen Meisterschaften in Moskau auch die 18 Jahre alte Anastasia Sujewa über 50 Meter Rücken: Ihre Bestzeit aus dem Vorlauf in 27,48 Sekunden verbesserte sie im Finale noch mal um eine Hunderstelsekunde auf 27,47 Sekunden.
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27.4. Einmal WR, zweimal ER. (dpa) In 20,94 Sekunden schaffte Frederick Bousquet den neuen Weltrekord bei den französischen Meisterschaften in Montpellier. Bousquet unterbot die 21,28 Sekunden von Eamon Sullivan, die der Australier im März 2008 schwamm. Zwei weitere Europarekorde wurden an diesem Wochenende augestellt: Ebenfalls in Montpellier blieb der Spanier Rafael Munoz über 100 Meter Delfin um 12/100 Sekunden unter seinem Rekord, der jetzt bei 50,46 steht. Die Rumänin Camelia Potec stellt über 1500 Meter Freistil in 15:52,37 Minuten ebenfalls eine kontinentale Bestmarke auf.
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26.4. Jukic schwimmt zweimal ER. Die Österreicherin Mirna Jukic hat Sandra Poewe als Europarekordlerin über 100m Brust entthront und binnen 24 Stunden eine weitere Bestzeit über die 200-m-Distanz nachgelegt. Die Olympiadritte von Peking wurde beim Meeting in Wien am Freitag auf der kürzeren Strecke in 1:07,00 Minuten gestoppt. Damit war die 23-Jährige eine Zehntelsekunde schneller als Poewe (1:07,10) am 19. April 2008 in Berlin. Am Samstag verbesserte sie dann ihre eigene Bestmarke über 200m um 45 Hundertstel auf 2:22,46 Minuten. Die alte Bestmarke von 2:22,91 Minuten war Jukic am 28. Februar dieses Jahres an gleicher Stätte geschwommen. Sie gilt als Österreichs hoffnungsvollste Medaillenanwärterin bei den Weltmeisterschaften im Sommer in Rom (26. Juli bis 2. August).
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25.4. Bernards Rekord möglicherweise nicht anerkannt. Bernard schwamm die Rekordzeit in einem von der FINA noch nicht anerkannten Arena X-Glide. Gemäss dem gewöhnlich gut unterrichtenen Craig Lord von Swimnews.com kann ein Rekord nur mit einem anerkannten Anzug geschwommen werden [weiter auf Swimnews.com].
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24.4. Alain Bernard mit Weltrekord: 46,94! Der französische Olympiasieger Alain Bernard hat in 46,94 Sekunden einen Weltrekord über 100m Freistil aufgestellt. Er unterbot im Halbfinale der französischen Meisterschaften in Montpellier die bisherige Marke des Australiers Eamon Sullivan vom Olympia-Halbfinale in Peking (47,05) um 0,11 Sekunden. Er trug den neuen Arena X-Glide-Anzug [Video]. Bernard hatte bereits im Dezember 2008 bei den französischen Kurzbahnmeisterschaften in 45,69 Sekunden einen Weltrekord auf dieser Distanz aufgestellt. Er war dabei als Erster unter 46 Sekunden geblieben.

24.4. D'Arcy darf nach der WM wieder starten. (sid) Nick D'Arcy erhält vom Verband seines Heimatlandes eine zweite Chance. Der wegen einer Schlägerei mit seinem früherern Teamkollegen Simon Cowley aus dem Kader von Swimming Australia (SA) für die Weltmeisterschaften (17. Juli bis 2. August) in Rom ausgebootete 21-Jährige ist ab dem 3. August wieder startberechtigt. Darauf einigte sich SA-Präsident David Urquhart mit D'Arcy, der sein Startrecht nach dem WM-Ausschluss vor Gericht einklagen wollte. Der Delfin-Spezialist war wegen der Schlägerei in einer Disco vor den Olympischen Spielen 2008 in Peking von einem Gericht Ende März zu 14 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Daraufhin hatte der Verband den WM-Ausschluss für den 200-m-Meister beschlossen, der sich sportlich mit einem Landesrekord bei den nationalen Titelkämpfen für die WM qualifiziert hatte. Bei der Prügelei hatte D'Arcy seinem Kollegen Cowley Nase und Kiefer gebrochen. Er war deshalb bereits aus dem Olympia-Team für Peking verbannt worden.
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23.4. Triathlon tödlicher als Marathon. In an der Jahreskonferenz der amerikanischen Kardiologen vorgestellten Studie wurde vor kurzem berichtet, dass während Triathlons etwa doppelt so viele Todesfälle auftreten als während Marathons. Bei Triathlons streben etwa 1.5 pro 100 000 Teilnehmenden, bei Marathons nur etwa 0.8. Bei den Marathons kannte man die Häufigkeit der Todesfälle schon länger, aber für Triathlons waren bislang keine Zahlen bekannt. Es wurden vom Januar 2006 bis September 2008 insgesamt 2 846 Triathlons untersucht mit total 922 810 Teilnehmenden. Todesfälle traten sowohl bei kurzen als auch bei langen Rennen auf. Auffallend war, dass bei den Triathlons fast alle, nämlich 13 Personen, während dem Schwimmen starben; nur einer starb auf der Radstrecke. Die Schlussfolgerung ist nun nicht, das Schwimmen an sich gefährlicher als Radfahren oder Laufen wäre, sondern dass in Schwierigkeiten geratende Schwimmer sich entweder nicht bemerkbar machen können oder von den Helfern in den grossen Teilnahmefelder übersehen werden.
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22.4. Japanisches WM-Team. Frauen: Misaki YAMAGUCHI, Haruka UEDA, Natsumi IWASHITA, Maiko FUJITA, Ren SATO, Yayoi MATSUMOTO, Aya TERAKAWA, Shiho SAKAI, Hanae ITO, Nanaka TAMURA, Hitomi NOSE, Rie KANETO, Yuka KATO, Yui MIYAMOTO, Asami KITAGAWA, Tomoyo FUKUDA, Männer: Sho UCHIDA, Takeshi MATSUDA, Ryoji SONONAKA, Shogo HINOHARA, Yoshihiro OKUMURA, Shunsuke KUZUHARA, Jyunya KOGA, Ryosuke IRIE, Takashi NAKANO, Ryo TATEISHI, Yuki HONDA, Yuta SUENAGA, Naoya TOMITA, Ryo TAKAYASU, Masayuki KISHIDA, Ryusuke SAKATA, Ken TAKAKUWA, Yuya HORIHATA
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21.4. Marleen Veldhuis schwimmt zweimal Weltrekord. (sid) Mit zwei 50-m-Weltrekorden binnen 90 Minuten hat die dreifache Schwimm-Europameisterin Marleen Veldhuis aus den Niederlanden am Sonntag bei einem Meeting in Amsterdam für einen doppelten Paukenschlag gesorgt. Zunächst wurde die Staffel-Olympiasiegerin von Peking im Delfinstil in 25,33 Sekunden gestoppt und war damit 13 Hundertstelsekunden schneller als die Schwedin Therese Alshammer am 13. Juli 2007 in Barcelona. Kurze Zeit später schwamm sie im Freistil 23,96 Sekunden und verbesserte den alten Richtwert der dreimaligen Olympiasiegerin Libby Trickett aus Australien vom 29. März 2008 (Sydney) um eine Hundertstel. Therese Alshammer war zwar Mitte März dieses Jahres in Melbourne über 50m Delfin selbst schon in 25,44 Sekunden schneller als bei ihrer alten Bestmarke. Die Leistung war aber wegen eines Verstoßes gegen die neuen Anzug-Regeln annulliert worden. Grund für die Disqualifikation war die Tatsache, dass Alshammar verbotenerweise zwei Schwimm-Anzüge getragen hatte.

21.4. "DSV stiftet zum Dopen an". Der Dopingopfer-Hilfeverein hat eine neue Doping-Debatte im deutschen Schwimmsport ausgelöst, den Deutschen Schwimm-Verband (DSV) mit massiven Vorwürfen konfrontiert und dem DSV dabei unter anderem "Anstiftung zum Doping" vorgeworfen. "Wir bewerten die Haltung des DSV als Anstiftung zum Doping und als besonders verwerflich", hieß es in einer Presseerklärung. Hintergrund der scharfen Kritik sind die hohen Normzeiten bei den deutschen Meisterschaften in Berlin vom 24. bis 28. Juni für die WM in Rom (17. Juli bis 2. August). Dabei muss auf 14 Strecken der deutsche Rekord für ein WM-Ticket unterboten werden. "Die Führung des DSV hat offensichtlich nichts dazugelernt. Wer die Leistungsspirale hochdreht, will einen weitgehend dopingfreien Sport nicht", heißt es in der Presseerklärung weiter. Und: "Wir fordern die Führung des DSV deshalb unverzüglich auf, ihre Entscheidung zu revidieren und menschliche Normzeiten, die durch Leistung ohne Doping erzielbar sind, anzusetzen. Der DSV wies jegliche Vorwürfe entschieden zurück. "Wir orientieren uns mit unseren WM-Normzeiten an möglichen unteren Halbfinalergebnissen, die sogar unter den Ansprüchen des Deutschen Olympischen Sportbundes liegen", sagte DSV-Sportdirektor Lutz Buschkow. "Außerdem ist der DSV im Kampf gegen Doping sehr aktiv. Wir leisten eine starke präventive Arbeit und unterstützen zum Beispiel eine hohe Zahl an Kontrollen."
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19.4. WR 50 m Brust. An den südafrikanischen Meisterschaften hat Cameron van den Burgh Oleg Lisogors Weltrekord über 50 m Brust auf der langen Bahn von 27.18 auf 27.06 verbessert. Van den Burgh hält bereits die Weltrekorde über 50 un 100 m Brust auf der 25-m-Bahn [Resultate].
Line element 15.4. Steffen-Coach Warnatzsch kein Stützpunkttrainer. (dpa) - Erfolgscoach Norbert Warnatzsch ist nicht mehr leitender Stützpunkttrainer in Berlin. Der bis Ende Dezember laufende Vertrag mit dem 62-Jährigen wurde nicht verlängert. Einen entsprechenden Bericht der Tageszeitung «Die Welt» bestätigte der Leistungssportdirektor des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV), Lutz Buschkow. «Es gab Bewerbungsgespräche, auch mit Norbert Warnatzsch», sagte Buschkow, der die Stelle «langfristig» noch im April neu besetzen will. Berlin ist der einzige von sechs künftigen Bundesstützpunkten, dessen Trainingsleitung noch offen ist. Warnatzsch, der Britta Steffen im vergangenen Jahr in Peking zu zwei olympischen Goldmedaillen geführt hatte, reagierte überrascht. «Ich muss erst mal schauen, wie ich jetzt zurechtkomme. Der DSV ist eine souveräne Institution. Mehr will ich dazu nicht sagen. Ich muss mich erst einmal sammeln», sagte er der Deutschen Presse-Agentur dpa. Warnatzsch war in der DDR langjähriger Trainer beim BFC Dynamo, dem Hauptstadt-Sportclub der Staatssicherheit und der Polizei. Der frühere Coach von Franziska van Almsick hatte vor den Olympischen Spielen in Peking wie alle anderen deutschen Trainer auch eine Ehrenerklärung unterschrieben, nicht an Doping beteiligt gewesen zu sein. Warnatzsch könne natürlich mit Britta Steffen weiter am Stützpunkt in Berlin trainieren, betonte Buschkow. Bis auf Berlin stehen die restlichen Coaches fest, die an sechs deutschen Stützpunkten ein neues Trainingskonzept umsetzen sollen. Martin Grabowski wird den Stützpunkt in Frankfurt/Main leiten, Frank Embacher in Halle/Saale, Petra Wolfram in Hamburg, Henning Lambertz in Essen und Michael Spiekermann in Heidelberg.

15.4. Die Einsamkeit des männlichen Synchronschwimmers. Der zurzeit einzige aktive männliche Synchronschwimmer der Welt, der 17-jährige Deutsche Niklas Stoepel, kämpft gegen die Regeln der FINA, die besagen, dass er an internationalen Wettkämpfen aufgrund seines Geschlechts nicht teilnehmen darf. So schwimmt er auf nationaler Ebene mit - aber auch dort wird ihm das Leben schwer gemacht. Die Juroren benoten ihn nämlich strenger als die Girls, was ihn aber nicht abschreckt - im Gegenteil [weiter]. Line element 12.4. Jiao Liuyang nochmals mit asiatischem Rekord. Über 50 m Delfin gewann Jiao Liuyang an den chinesischen Meisterschaften in asiatischer Rekordzeit nach den 100 und 200 m auch die 50 m Delfin in 26.04. Sie verbesserte damit ihre eigene Bestzeit von 26.08 vom Freitag. Auch die 100 m Delfin schwamm sie in asiatischer Rekordzeit (57.16).

12.4. Indien will dazu lernen. Wie die indische Zeitung "The Hindu" berichtet, will Indien im Schwimmsport aufholen. Das bevölkerungsmässig zweitgrösste Land, und die grösste Demokratie der Welt, wo zurzeit Wahlen stattfinden, hat ein grosses Potential - wenn es nur richtig genutzt würde. Mithilfe der American Swimming Coaches Association (ASCA) wurde am vergangenen Freitag und Samstag eine "Swim Clinic" für die indischen Schwimmtrainer durchgeführt. Drei ASCA-Experten, John Leonard, Jack Bauerle und Richard Shoulberg, die US Swimming für Beijing 2008 unterstützten, verbrachten mit den Indern eine intensive Zeit am Pool und im Theorieraum. Der indische Nationaltrainer der Swimming Federation India, S. Pradeep Kumar, wünschte sich mehr solcher Events. Leonard bestätigte, dass die Inder mit besseren Trainingsmethoden und besseren Bädern mehr Erfolg haben würden. Er spüre, dass die indischen Schwimmer begabt seien und schnell schwimmen könnten, aber sie bräuchten ein wissenschaftlich fundiertes Training, viel Arbeit im Becken und internationale Wettkämpfe.
Line element 10.4. Philipp Hildebrand wird SNB-Präsident. Der ehemalige Freistilspezialist Philipp Hildebrand wird ab dem 1.1.2010 Präsident der Schweizerischen Nationanlbank. Hildebrand schwamm in den achtziger Jahren für Uster und Genf [Bericht].

10.4. Drei Europarekorde aberkannt. (dpa) Der europäische Schwimm-Verband LEN hat vier Europarekorden wegen fehlender Unterlagen die Anerkennung verweigert und damit die Wuppertalerin Sarah Poewe wieder zur Europarekordlerin gemacht. Poewes Zeit von 1:07,10 Minuten über 100m Brust war im Vorlauf von Peking von Julia Efimowa auf 1:06,08 Minuten verbessert worden. Ebenfalls keine Anerkennung fanden die Rekorde von Juri Prilukow über 1500m Freistil sowie die Bestzeiten der russischen Staffeln über 4x200m Freistil und 4x100m Lagen. Auch beim Weltverband FINA droht mindestens vier Weltrekorden die Nichtanerkennung. Der Rekord der australischen Schwimmerin Sophie Edington (50m Rücken) auf der Langbahn sowie die Kurzbahn-Bestmarken ihrer Landsleute, Lisbeth Lenton-Trickett (100m Schmetterling), Leisel Jones (100m Brust) und Grant Hackett (800m Freistil) befinden sich noch in der Warteschleife.

10.4. Starke Chinesen. An den chinesischen Schwimmmeisterschaften in Shaoxing gab es bislang einen Weltrekord, zwei asiatiasche und drei Landesrekorde zu verzeichnen. Über 50 m Rücken egalisierte Zhao Jing Sophie Edingtons WR über 50 m Rücken (27.67). Die 18-jährige Zhao hatte zuvor eine PB von 28.02; letztes Jahr schwamm sie 29.12 - wenn das sich so weiter entwickelt... Über 100 m Freistil bei den Männern schwamm Gao Chang asiatischen Rekord in 48.73. Insgesamt schwammen sieben unter 50 Sekunden. Line element 9.4. D'Arcy will Startrecht bei WM vor Gericht erklagen. (dpa) Der am Dienstag vom australischen Schwimmverband aus dem Aufgebot für die Weltmeisterschaften in Rom (17. Juli bis 2. August) ausgeschlossene Delfin-Spezialist Nick D'Arcy will sein WM-Startrecht vor Gericht erstreiten. Das bestätigte am Mittwoch sein Anwalt Jack Leitner der Tageszeitung The Australian. D'Arcy war wegen einer Disco-Schlägerei vor Olympia 2008 mit dem früheren Teamkollegen Simon Cowley von einem Gericht Ende März zu 14 Monaten Gefängnisstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Daraufhin entschied der Schwimmverband den WM-Ausschluss, gegen den es den Verbandsregeln entsprechend keine Einspruchsmöglichkeit gibt. Sportlich hatte sich der 21-Jährige aus Brisbane mit seinem Titelgewinn über 200m Delfin bei den australischen Meisterschaften im vergangenen Monat in Sydney für die WM qualifiziert. Line element 7.4. D'Arcy aus Schwimm-Team ausgeschlossen. (dpa) Der wegen Körperverletzung verurteilte Nick D'Arcy ist aus dem Nationalteam ausgeschlossen worden. Der 21 Jahre alte Schmetterlings-Spezialist darf damit nicht an den Weltmeisterschaften im Juli in Rom teilnehmen. D'Arcy hatte vor einem Jahr den früheren Champion Simon Cowley nach einem Streit in einem Pub in Sydney niedergeschlagen. Cowley erlitt dabei mehrere Knochenbrüche im Gesicht, bei einer Operation mussten Metallplatten eingesetzt werden. D'Arcy wurde vom australischen Verband für die Olympischen Spielen in Peking ausgeschlossen. Ein Richter verurteilte ihn wegen schwerer Körperverletzung zu 14 Monaten Gefängnis auf Bewährung.

7.4. Britta Steffen nimmt Bad im Trevi-Brunnen in Rom. (dpa) Acht Monate nach ihrem Triumph von Peking ließ sich die Berliner Schwimmerin von dem legendären Hollywood-Film «La dolce Vita» inspirieren - und planschte wie vor 50 Jahren Anita Ekberg und Marcello Mastroianni im bekanntesten Brunnen der Welt. Britta Steffen war begeistert: «Rom ist unglaublich energetisierend und ich freue mich schon, wieder zu kommen», sagte sie. «Ich hatte zwischendurch mit dem Gedanken gespielt, ganz reinzuspringen, das hätte mir, glaube ich, auch sicher große Freude gemacht, aber es ist verboten.» Also verzichtete sie bei den Aufnahmen für ihren Ausrüster «adidas» 100 Tage vor WM-Beginn lieber. Denn dann hätten die Carabinieri wohl auch nicht mehr gelächelt. Der WM-Titel fehlt noch in der Sammlung der Berlinerin. Aber noch macht sie sich keinen Stress. Nach Peking hat sie erst einmal Urlaub gemacht, danach hatte das Studium Vorrang. Spätestens bei der WM-Qualifikation im Juni in ihrer Heimatstadt muss sie aber wieder fit sein für den Kampf im Wasser. Doch sie lässt sich nicht unter Druck setzen. «Das Gute ist, dass ich mir keine großen Gedanken über Sachen mache, die noch in weiter Ferne liegen». «Und von daher glaube ich eigentlich, dass ich schon etwas abgezockter bin als früher. Man hat einfach was im Rücken was einem keiner mehr nehmen kann. Der Unterschied zu dem Olympiasieg ist halt, das bist du immer und ansonsten bist du Ex-Europameister oder Ex-Weltmeister. Das ist natürlich eine andere Lockerheit, die man jetzt einfach mitbringt. Die nächsten vier Jahre jedenfalls.» Für Rom setzt sie wie in Peking auf Understatement. Lieber den Ball flach halten - und dann im Wasser alle wieder überraschen. «Ich sehe mich nicht ganz als Favoritin», sagt sie. Die Rolle überlässt sie der australischen 100-Meter-Freistil-Weltrekordlerin Lisbeth Trickett. 52,99 Sekunden ist die Rekordmarke. Britta Steffen würde sich in Rom «gerne mal einen eigenen Traum erfüllen, der da lautet: auch unter 53 Sekunden schwimmen zu können.» Vor Peking hatte sie Angst, neue Trainingsreize auszuprobieren. Mit zweimal Gold ist die Furcht vor einem Fehler weg. «Wir haben der Welt bewiesen, dass wir an dem einen Tag gut waren - und unsere Leistung abrufen konnten», sagt sie, «und von daher sind wir im Moment eigentlich ganz glücklich, dass wir jetzt die Möglichkeit haben, andere Sachen auszuprobieren.» Sie hat das Krafttraining verändert, mehr für die Beinmuskulatur getan. Jetzt ist sie einfach nur gespannt, «ob der Plan dann aufgeht».

7.4. Mit fragwürdiger Verspätung. (nzz) Der Auftritt war gut orchestriert, es war fast wie früher im Spitzensport Chinas. Auf der einen Seite sass Li Hua, ein Offizieller des chinesischen Schwimmverbandes. Daneben sass Liu Zige, die Olympiasiegerin über 200 m Delphin. Anlass war ein Mediengespräch im Rahmen der Antidoping-Konferenz in Shaoxing. Die Botschaft, vermittelt durch Li Hua, ging so: 2008 wurden in China 7 Schwimmer des Clenbuterol-Dopings überführt und lebenslänglich gesperrt. Dann sprach Zige: «Ich wende mich an alle Schwimmer Chinas: <Hört auf zu dopen!>» Das war am Samstag. Am Sonntag fand die Meldung ihren Weg via die gut informierte Internetseite swimnews.com nach Europa. Am Montagmorgen fragte die NZZ Cornel Marculescu, den Generalsekretär des Weltverbands Fina, was er davon halte. Er sagte: «Ich weiss nichts.» Schon am Montagnachmittag schrieb die Fina in einem Statement, es gebe nur 5 chinesische Clenbuterol-Fälle im Jahr 2008, es seien keine lebenslänglichen, sondern zweijährige Sperren ausgesprochen worden, ausserdem datierten alle vom Juni 2008. Wie auch immer: Man könnte meinen, dies sei eine gute Nachricht, weil hier eine Nation durchgreift im Antidoping-Kampf und dann erst noch eine, deren Schwimmsport in den 1990er Jahren von über 40 Dopingfällen erschüttert wurde. Man könnte meinen, dies sei Vergangenheit. Aber vielleicht ist es nicht so. Die grosse Frage ist: Warum informiert Chinas Verband erst jetzt, im April 2009, über die Fälle vom Juni 2008? Die zurzeit einzig vernünftige Erklärung ist nicht schön. Sie geht so: Im August 2008 waren die Olympischen Spiele in Peking, China wollte der Welt auf allen Ebenen ein perfektes Bild präsentieren, sowohl beim Organisieren wie beim sauberen Trainieren. Dass die Fälle erst jetzt publik werden, erinnert an die von China in den neunziger Jahren gepflegte Verzögerungstaktik. Es führt zur Vermutung, dass der Landesverband irgendwem zuvorkommen wollte, weil er ahnte, dass jemand von den positiven Proben Wind bekommen hatte. Denn die Regel 12.1 der Fina besagt, dass ein Landesverband für ein Jahr nicht an internationalen Meisterschaften teilnehmen darf, wenn innert einem Jahr 4 oder mehr Doper geschnappt werden – die Regel gilt nicht, wenn das betroffene Land die Fälle selber publik macht. Im Sommer sind WM. Vielleicht ist auch der Weltverband froh – der Trubel um die Suspendierung eines ganzen Landes wäre ihm vielleicht nicht recht gewesen. Line element 5.4. Munoz gelingt Schmetterling-Weltrekord. (sid) Der spanische Schwimmer Rafael Munoz hat über 50m Delfin einen Weltrekord aufgestellt. Der 21-Jährige schlug bei den nationalen Meisterschaften in Malaga nach 22,43 Sekunden an und verbesserte damit die alte Bestmarke des Südafrikaners Roland Schoeman vom 25. Juli 2005 um 53 Hundertstel. Bereits am Samstag hatte Munoz über die doppelte Distanz in 50,58 Sekunden einen Europarekord aufgestellt.



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März 2009

Line element 30.3. SC Uster-Wallisellen und Limmat Sharks Schweizer Vereinsmeister. Der Schwimmclub Uster-Wallisellen bei den Männern und die Limmat Sharks Zürich bei den Frauen sichern sich die Titel als Schweizer Vereinsmeister 2009. Beide Teams kamen überlegen zum Triumph. Im Jahr 2005 siegten die Seriensieger aus Uster zum letzten Mal. An diesem Wochenende kehrten sie zum Erfolg zurück und fügten Titel Nr. 14 der letzten 20 Jahre zu ihrem Palmares. Die Limmat Sharks aus Zürich gewannen 2002 bei den Männern ihren ersten Titel überhaupt und feierten nun mit dem Frauenteam den zweiten Sieg der Vereinsgeschichte. Auf den Ehrenplätzen folgten bei den Männern die Mannschaften von Red Fish Neuchâtel und Lancy Natation. Silber und Bronze ging bei den Frauen an Lausanne Natation und den SC Uster-Wallisellen. Bei den Männer steigen die Schwimmvereine aus Baar und Emmen in die Nationalliga B ab. Bei den Damen trifft es nach hartem Kampf bis zum letzten Rennen die Teams von Bern und Liestal. Auch am zweiten Tag der Meisterschaft gab es wiederum einige Schweizerrekorde. Flori Lang (SC Uster-Wallisellen) verbesserte zunächst seinen eigenen Rekord über 100m Rücken um neun Hundertstel auf 53,07 und wenig später egalisierte er seine Bestmarke über 50m Rücken (23,83). Martina van Berkel pulverisierte den Rekord über 400m Lagen von Marina Ribi geradezu. In 4;42,97 war die 20-jährige über vier Sekunden schneller als Ribi im Dezember vergangenen Jahres. Die persönliche Bestzeit unterbot van Berkel um knapp zehn Sekunden. In den letzten beiden Wochen stellte van Berkel nicht weniger als elf Rekorde auf! Weiter blieben Flori Lang (50m Delfin in 23,79), Damien Courtois (100m Delfin in 52,87), Martina van Berkel (100m Delfin in 59,52) nur ganz knapp über den bestehenden Rekorden [Resultate]. Die Schlussrangliste:

Herren
1. Schwimmclub Uster Wallisellen 22285
2. Red-Fish Neuchatel 20696
3. Lancy Natation 20138
4. Limmat Sharks Zuerich 19722
5. Schwimm-Klub Bern 18978
6. Lausanne Natation 18958
7. Geneve Natation 17932
8. Lugano Nuoto 17664
9. Schwimmclub Liestal 17398
10. Schwimmverein Kriens 17283
11. Schwimmverein Baar 15200
12. Schwimmverein Emmen 15063

Damen
1. Limmat Sharks Zuerich 21068
2. Lausanne Natation 19513
3. Schwimmclub Uster Wallisellen 19344
4. Swim Team Biel-Bienne 18788
5. Schwimmclub Schaffhausen 18673
6. Red-Fish Neuchatel 18349
7. Schwimmklub Langenthal 17004
8. Geneve Natation 16850
9. Schwimmverein Kriens 16671
10. Schwimmverein beider Basel 16637
11. Schwimm-Klub Bern 16529
12. Schwimmclub Liestal 16509

30.3. Steffen gewinnt trotz schwacher Zeit in Berlin. (sid) Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen ist nach ihrem zweiten Wettkampf im neuen Jahr noch weit von ihrer Bestform entfernt. Die Berlinerin gewann bei einem Meeting in ihrer Heimatstadt zwar die 200m Freistil, doch die Zeit von 2:02,86 Minuten enttäuschte. So war Daniela Schreiber bei ihrem Sieg über gleiche Strecke in Halle/Saale fast drei Sekunden schneller (2:00, 03). Steffen gewann mit 56,91 Sekunden auch die 100 Meter Freistil. Überragender Athlet des Schwimmfests in Halle, bei dem ein Teil der Elite des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) teilnahm, war Steffen Deibler. Der Hamburger gewann über 50m Freistil (22,78 Sekunden), 100m Freistil (49,83), 50m Delfin (24,58) und 100m Delfin (54,44). "Das war ein Trainingswettkampf für meine Athleten mit kleinen Außreißern nach oben und nach unten", sagte Bundestrainer Dirk Lange. Der Olympia-Fünfte und Europameister Paul Biedermann fehlte bei der Formüberprüfung für die WM-Kandidaten in seiner Heimatstadt. Biedermann laboriert noch an den Nachwirkungen einer Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus.

30.3. Riesenwelle tötet acht Studenten beim Schwimmen. (sda/dpa) Eine Riesenwelle hat am Sonntag im Roten Meer vor der jemenitischen Küste 56 Studenten der Sportschule der Houdieda University während eines Schwimmtrainings erfasst. Acht von ihnen kamen ums Leben, zahlreiche weitere wurden nach Behördenangaben mit Atemnot ins Spital gebracht. Zwei junge Personen wurden noch vermisst. Das Unglück ereignete sich in Houdieda, rund 220 Kilometer westlich der Hauptstadt Sanaa. Line element 29.3. BBC Swimming News. Im Hinblick auf London 2012 hat die BBC ihr Swimming News Bulletin aufgepeppt: [Swimming News in English]

29.3. D'Arcy: 14 Monate auf Bewährung. Der australische Schwimmer Nick D'Arcy wurde von einem australischen Gericht zu 14 Monaten auf Bewährung verurteilt. Grund ist eine Discoschlägerei mit seinem Schwimmteamkollegen Simon Cowley, bei der D'Arcy diesem Nase und Kiefer gebrochen hatte. D'Arcy war aufgrund dieses Vorfalls aus dem Olypiateam für 2008 in Peking ausgeschlossen worden. Der 21-Jährige sei provoziert worden, von daher das recht milde Urteil des Richters. D'Arcy hofft nun auf eine Begnadigung durch den australischen Schwimmverband und eine Teilnahme an der Schwimm-WM in Rom, für die er sich auch qualifiziert hatte.

29.3. Australisches WM-Team. Frauen: Bronte Barratt, Cate Campbell, Merindah Dingjan, Sophie Edington, Blair Evans, Sally Foster, Ellen Fullerton, Felicity Galvez, Melissa Gorman, Marieke Guehrer, Samantha Hamill, Belinda Hocking, Sarah Katsoulis, Meagen Nay, Shayne Reese, Stephanie Rice, Jessicah Schipper, Emily Seebohm, Libby Trickett, Tarnee White. Männder: Matthew Abood, Leith Brodie, Nick D'Arcy, Ashley Delaney, Tommaso D'Orsogna, Nicholas Frost, Robert Hurley, Andrew Lauterstein, Kenrick Monk, Patrick Murphy, Ryan Napoleon, Kirk Palmer, Stephen Parkes, Adam Pine, Kyle Richardson, Brenton Rickard, Christian Sprenger, Hayden Stoeckel, Eamon Sullivan, Matthew Targett, Christopher Wright. Die Mannschaft unter der Leitung von Cheftrainer Alan Thompson wird das Manchester Aquatic Centre als Trainings-Basis verwenden.

29.3. WM in Rom ohne Kitajima. Die Weltmeisterschaften werden im Sommer in Rom ohne Doppel-Olympiasieger Kosuke Kitajima stattfinden. Der Japaner verzichtet auf die nationalen Meisterschaften, bei denen im April die WM-Tickets vergeben werden. Seit seinen Triumphen in Peking, wo er die Brust-Olympiasiege von Athen über 100 und 200m wiederholt hatte, war Kitajima nicht mehr im Training.

29.3. Schweizer Vereinsmeisterschaft – zahlreiche Rekorde am ersten Tag. (Swiss Swimming) Anlässlich der Schweizer Vereinsmeisterschaft in Neuchâtel nutzen zahlreiche Schwimmerinnen und Schwimmer die gute Form der Landesmeisterschaft vor einer Woche und verbesserten gleich mehrere Schweizerrekorde auf der kurzen Bahn. Nach dem ersten Tag und dem halben Programm fielen bereits acht Bestmarken. In der Clubwertung führen nicht überraschend der Schwimmclub Uster-Wallisellen bei den Männern und die Limmat Sharks Zürich bei den Frauen. Damien Courtois (Lancy-Natation) verbesserte gleich zwei Rekorde von Remo Lütolf. Sowohl über 50m als auch über 100m Brust ist der Romand neuer Rekordhalter. 26,91 bzw. 59,46 Sekunden, sind die neuen Bestwerte, die es zu schlagen gilt. Courtois war damit 0,11 über 50m und 0,23 Sekunden über 100m schneller als der Ostschweizer im Jahr 2003. Martina van Berkel (Limmat Sharks), die an der Schweizermeisterschaft bereits acht Rekorde verbesserte, startete standesgemäss in den Wettkampf. Über 200m Rücken unterbot sie die eigene Bestmarke um knapp eine halbe Sekunde, die sie im November des letzten Jahres aufgestellt hatte. Damit nicht genug: Über 200m Delfin liess die 20-jährige gleich die nächste Bestzeit folgen: 2:08,47 lautet die neue Rekordmarke, 0,73 Sekunden schneller als zuvor. Schliesslich verbesserte auch Flori Lang (SC Uster-Wallisellen) zwei Rekorde. Über 50m Freistil drückte er die eigene Bestmarke auf 21,68 Sekunden und über 100m Freistil jene von Clubkollege Dominik Meichtry um 0,18 Sekunden auf 47,50. Beide Rekorde wurden an der Kurzbahn-EM in Rijeka aufgestellt. Laetitia Perez (Lausanne Natation) verbesserte ihrerseits einen Rekord von van Berkel. Über 100m Delfin erreichte die 19-jährige eine Zeit von 59,35 und war damit 0,2 Sekunden schneller als die Zürcherin an der Kurzbahn-EM in Rijeka. Marina Ribi (SC Schaffhausen) addierte eine weitere Bestmarke zu ihrem Palmares: über 200m Vierlagen kam die Ostschweizerin nach 2:14,68 ins Ziel – 1,17 Sekunden schneller als Céline Baillod im Dezember 2007. Ein ansprechendes Comeback nach einer langen Wettkampfpause gab Olympiateilnehmer Jonathan Massacand. Über 100m Delfin und Rücken blieb er jeweils unter 54 Sekunden. Der Zwischenstand der Nationalliga A nach dem ersten Tag:
Männer
1. Schwimmclub Uster Wallisellen 11027
2. Lancy Natation 10362
3. Red-Fish Neuchatel 10229
4. Limmat Sharks Zuerich 9815
5. Schwimm-Klub Bern 9517
6. Lausanne Natation 9494
7. Lugano Nuoto 9042
8. Geneve Natation 8801
9. Schwimmclub Liestal 8698
10. Schwimmverein Kriens 8382
11. Schwimmverein Emmen 7655
12. Schwimmverein Baar 7608
Frauen
1. Limmat Sharks Zuerich 10497
2. Lausanne Natation 9676
3. Swim Team Biel-Bienne 9627
4. Schwimmclub Uster Wallisellen 9512
5. Red-Fish Neuchatel 9383
6. Schwimmclub Schaffhausen 9265
7. Schwimmklub Langenthal 8547
8. Schwimmclub Liestal 8542
9. Geneve Natation 8407
10. Schwimmverein Kriens 8329
11. Schwimm-Klub Bern 8269
12. Schwimmverein beider Basel 8159

[Resultate]

29.3. Patrizia Humplik mit Schweizerrekord über 100m Brust. Patrizia Humplik verbessert am Freitag am internationalen Meeting von Strassburg ihren eigenen Schweizerrekord über 100m Brust auf der langen Bahn um neun Hundertstel auf 1:09,52. Die bisherige Bestmarke hatte sie erst vor einer Woche an der Schweizermeisterschaft in Zürich aufgestellt. Die Bernerin gewann damit das Rennen vor Sophie de Ronchi und Carmela Schlegel, die ihrerseits in 1:11,35 die angestrebte Limite für die WM verpasste.
Line element 27.3. Die beste SM aller Zeiten. Die 'beste SM aller Zeiten' (23 nationale Rekorde) war auch für die Limmat Sharks eine denkwürdige Veranstaltung, und das gleich auf mehreren Ebenen. Einmal aufgrund der sportlichen Leistungen im Heimbecken, denn man hatte am Rekordfestival mit 9 Schweizer Rekorden den größten Anteil, zum anderen aber auch in organisatorischer Hinsicht, in der sich das Organisationsteam um Martin Kelemen selbst übertroffen hat und das ohnehin schon hohe Niveau der letzten Veranstaltungen locker in den Schatten stellte. Einen herzlichen Dank an das OK Team und alle Helfer dafür.
Die Sportlerin der Meisterschaften war eindeutig Martina van Berkel, die gleich mit 7 Siegen nach Hause gehen konnte (4 im Einzel und 3 in mit den Staffeln), wobei sie insgesamt 8 nationale Bestmarken auslöschte (wiederum 5 im Einzel und drei mit der Staffel) und sich für die WM in Rom für 4 Strecken (50, 100 und 200m Delphin sowie 200m Rücken) qualifizieren konnte, was durchaus beachtlich für eine Erstqualifikation ist. Nach der nicht nach Wunsch verlaufenen Olympia-Saison zeigt sie, daß sie wesentlich reifer geworden ist, und daß sie ihre Rekord-Serie aus dem letzten Winter auf der kurzen Bahn auch auf der langen Bahn weiterführen kann. Die international hochwertigste Leistung gelang ihr dabei über 200m Delphin in 2:10.36. Auch auf Seiten der Herren konnten die Limmat Sharks eine WM-Qualifikation verbuchen: David Karasek legte die 200m Freistil erstmals unter 1:50 zurück und sicherte sich damit einen Einzelstart über die Strecken in der italienischen Metropole im Juli. David war nicht einmal vollständig vorbereitet für diese Meisterschaften, da er diese Woche an den NCAA Meisterschaften teilnimmt. Über 100 und 400m Freistil sowie 400m Lagen konnte er die Universiade-Limite unterbieten, in 200 und 400m Lagen wurde er zudem Schweizer Meister, über die gleichlangen Freistilstrecken wurder er jeweils hinter Dominik Meichtry zweiter.
Danielle Villars zeigte wie Martina, daß sie einer eher entäuschenden Langbahnsaison im letzten Jahr nicht noch eine weitere folgen lassen will. Daß es dann gleich so gut lief, war doch ein wenig überraschend. Sie konnte sich gleich über 6 Einzelstrecken für die Junioren-EM in Prag qualifizieren (50 und 100m Delphin, 100 und 200m Rücken und Kraul), gewann ihre ersten SM-Medaillen auf der langen Bahn (3. in 100m Delphin, 100 und 200m Rücken), und blieb über die die beiden Delphin-Strecken gar unter dem bis vor den Meisterschaften stehenden Schweizer Rekord. Über 50m Delphin, 100 und 200m Kraul blieb ihr der eher undankbare vierte Platz, aber sie konnte sich mit einem Clubrekord über 100m Freistil schadlos halten.
Ebenfalls seine ersten Medaillen auf der langen Bahn erschwamm sich Nico Van Duijn, der über 100 und 200m Delphin jeweils dritter wurde. Dabei machte er es über die kürzere Distanz den beiden hochfavorisierten Dominik Meichtry und Rekordhalter Damien Courtois nicht leicht, lag sogar nach 90m in Führung, bevor er seinem hohen Anfangstempo Tribut zollen mußte und sich denkbar knapp geschlagen geben mußte.
Kilian Bossard gelang gleich zum Auftakt der Meisterschaften ein ebenso bemerkenswerter wie unerwarteter Schweizer Rekord über 200m Brust. Hier konnte er die Rekordmarke von Etienne Dagon aus dem Jahre 198 unterbieten und qualifizierte sich damit auch souverän für die Universiade in Belgrad, seinem 2. internationalen Wettkampf in den Reihen der Nationalmannschaft nach der Kurzbahn-EM im Dezember. Am Nachmittag war diese Leistung dann schon wieder Makulatur, als er sich Yannick Käser geschlagen geben mußte, der nochmals einige Zehntel schneller schwimmen konnte als Kilian am Morgen. Kilian wurde 2. über 200m und 3. über 400m Lagen, wobei er auch hier die Universiade-Limite unterbieten konnte.
Stephanie Eisenring, krankheitsbedingt nicht in Bestform, gelang die Unterbietung der Universiade-Limite über 400m Freistil, wo sie, wie auch über 800m Freistil, dritte werden konnte.
Alexandra Egg zeigte, daß trotz Verletzungsproblemen immer mit ihr zu rechnen ist. Sie konnte über 200 und 400m Lagen jeweils den zweiten Platz erreichen, Elina Piesbergen wurde dritte über die kurze Lagenstrecke.
In den Staffeln schafften die Damen einen 'Clean Sweep' und konnten alle drei Wettberwerbe in neuen Rekordzeiten für sich entscheiden. Über die Freistil Staffeln waren dies Danielle, Steffi, Susanne Keller und Martina, in der Lagenstaffel Danielle, Elina, Martina und Steffi. Martina zeigte hier auch Freistil sehr starke Leistungen und konnte in 100m Delphin unter einer Minute bleiben. Bei den Herren gelang dem Quartett aus David Karasek, Nico Van Duijn, Val Mikos und Adrien Riccucci ein souveräner 2. Platz über 4x200m Freistil, wobei man unter dem bis dahin stehenden Schweizer Rekord blieb, über die halb so lange Distanz schwamm Joel Kempter an Nicos Stelle und man konnte einen dritten Platz für sich verbuchen. Beide Zeiten bedeuteten jeweils Klubrekord.
Weiter bemerkenswerte Leistungen schwammen Val Mikos, der über 50m Freistil einen neuen Klubrekord erzielte und das B-Finale gewann (ebenso solide über 100m Freistil) und Flavio de Corso, der nach eher verhaltenem Meisterschaftsbeginn mit einer hervorragenden Zeit über 200 Lagen ebenfalls das B-Finale gewinnen konnte.
Die Gesamtausbeute der Limmat Sharks beläuft sich auf 27 Medaillen (9 Gold, 8 Silber, 10 Bronze), die höchste Medaillenanzahl in der (jüngeren) Vereinsgeschichte und das höchste Gesamttotal aller Mannschaften. Zudem stellte man nicht weniger als 22 Klubrekorde auf. Der Seriensieger im Medaillenspiegel, der Schwimmclub Uster Wallisellen, mußte schon in Bestbesetzung mit all seinen Legionären antreten, um in der Schlußabrechnung mit 11 Siegen noch vor den Limmat Sharks im Medaillenspiegel zu liegen. Line element 26.3. Rom soll für du Toit ein Schritt nach London sein. (sid) Die fünfmalige Paralympics-Siegerin Natalie du Toit, die 2008 in Peking als erste Beinamputierte an Olympischen Spielen teilgenommen hat, will auch bei den Schwimm-Weltmeisterschaften 2009 in Rom (17. Juli bis 2. August) über die Langstrecke an den Start gehen. "Das ist für mich der erste Schritt auf dem Weg zu Olympia 2012 in London", sagte die Südafrikanerin am Mittwoch. In Peking hatte du Toit über 10km Platz 16 belegt. Die 25-Jährige hatte vor sieben Jahren ihr linkes Bein bei einem Unfall verloren, als eine Autofahrerin sie beim Ausparken erfasst hatte.

26.3. Kroatische Schwimmmeisterschaften, Zagreb, 20.-23.3.2009 [Resultate] Line element 24.3. Presseberichte SM: Line element 23.3. Jones verzichtet auf WM in Rom. (sid) Australiens Doppel-Weltmeisterin Leisel Jones wird ihre Titel bei der Schwimm-WM im Sommer in Rom nicht verteidigen. Die dreifache Olympiasiegerin gab den Verzicht am Samstag bei den australischen Meisterschaften in Sydney bekannt, wo sich ihre Teamkameradin Stephanie Rice sechs WM-Startplätze sicherte. Die 23-Jährige Jones trainiert seit Peking nur noch sporadisch und konzentriert sich auf ihre Ausbildung zur Kosmetikerin. Der Lehrplan kollidiert mit dem WM-Termin. Jones' sportliche Fernziele sind die Commonwealth-Spiele im kommenden Jahr in Neu Delhi und die Olympischen Spiele 2012 in London. Trotz Training-Rückstandes präsentierte sich Jones in Sydney glänzend in Form. Im 100-m-Rückenfinale siegte sie überlegen in 1:06,10 Minuten. Rice entschied am Schlusstag die 400m Lagen in 4:36,71 Minuten für sich. Die dreifache Olympiasiegerin von Peking hatte zuvor überraschend das WM-Ticket über 200m Schmetterling verpasst. Eine unerwartete Niederlage erlitt Rices früherer Lebensgefährte Eamon Sullivan. Acht Wochen nach einer Hüftoperation musste sich der Weltrekordler seinem Trainingspartner Matthew Abood über 50m Freistil geschlagen geben. Beide hatte bereits zuvor ihre WM-Starts sicher. Über 50m Freistil gewann die dreifache Olympiasiegerin Libby Trickett in 24,23 Sekunden vor der 16-jährigen Cate Campbell, nachdem sie sich schon zuvor die WM-Tickets über 50m Schmetterling und 100m Freistil gesichert hatte. Line element
22.3. Schweizermeisterschaft Zürich – 19. bis 22. März 2009: Van Berkel mit siebtem Rekord, Künzi mit WM-Limite. (Swiss Swimming) Die Überfliegerin der Schweizermeisterschaft 2009 heisst eindeutig Martina van Berkel. In ihrem fünften Einzelrennen gewann sie zum vierten Mal Gold und verbesserte zum siebten Mal einen Schweizerrekord. Über 100m Delfin siegte sie in 1:00,20 und unterbot damit den Schweizerrekord um 1,66 Sekunden und addierte eine weitere Disziplin zu ihrem Programm an den Weltmeisterschaften. Zusammen mit der Silbermedaille über 50m Delfin und dem Edelmetall, das sie mit den Staffeln der Limmat Sharks gewann, kommt die 20-jährige auf insgesamt acht Medaillen an diesem Wochenende, sieben davon in Gold.
Laura Noccioli verbesserte den letzten Schweizerrekord auf der langen Bahn, der noch aus dem vorigen Jahrtausend stammte. Die Tessinerin verbesserte über 50m Freistil die Bestzeit von Marie-Therese Armentero aus dem Jahr 1986 auf 25,81 Sekunden. Stefan Sigrist vom SC Schaffhausen verbesserte den Schweizerrekord über 800m Freistil auf 8:11,62. Er ist damit der erste Schweizermeister in dieser Disziplin, welche erstmals offiziell im Programm war.
Zum Abschluss sorgten die Männer des SC Uster-Wallisellen und die Damen der Limmat Sharks über 4x100m Lagen für die Schweizerrekorde Nr. 22 und 23 dieser Meisterschaft.

Acht Schwimmer und sechs Schwimmerinnen haben die Qualifikation für die WM in Rom geschafft. Als vorläufig letzter tat dies Aurélien Künzi (Lancy-Natation) über 50m Freistil. Für freie Plätze bleibt bis am 3. Mai nochmals die Möglichkeit, an einem angekündigten Wettkampf nach Wahl die Zeiten zu unterbieten.
Für die Junioren-Europameisterschaften und das European Youth Olympic Festival unterboten jeweils 10 Schwimmer die Limiten. Auch hier ist die Qualifikationsphase noch nicht ganz abgeschlossen.

Den Medaillenspiegel gewann der Schwimmclub Uster-Wallisellen mit 11 Gold-, 9 Silber- und 3 Bronzemedaillen vor den Limmat Sharks (9 - 8 - 10) und Lancy-Natation (3 - 4 - 0).

Die Rennen vom Sonntag im Überblick:
200m Vierlagen
David Karasek (Limmat Sharks) gewann auch die kürzere Lagenstrecke und damit seine zweite Goldmedaille dieser Meisterschaft. Mit seiner Zeit von 2:07,17 hatte er knapp eine Sekunde Vorsprung auf Clubkollege Kilian Bossard. Dritter wurde Matthias Vauthier (Red Fish Neuchâtel) in 2:09,11.
Marina Ribi (SC Schaffhausen), die im Vorlauf noch den Schweizerrekord und WM-Limite unterboten hatte, kam im Final nicht mehr an ihre Zeit heran. Die Ostschweizerin gewann in 2:18,60 aber trotzdem mit deutlichen Vorsprung auf Alexandra Egg und Elina Piesbergen (beide Limmat Sharks)

100m Delfin
Bei den Männern setzte sich eher überraschend Dominik Meichtry (SC Uster-Wallisellen) vor Damien Courtois (Lancy-Natation) und Nico van Duijn (Limmat Sharks) durch. Der St. Galler gewann in 54,33 seinen dritten Einzeltitel dieser Meisterschaft. Schweizerrekordhalter Courtois kam in 54,61 ins Ziel, vier Hundertstel vor van Duijn.
Martina van Berkel gewann Einzeltitel Nr. 4 und stellte dabei den siebten Rekord auf. In 1:00,20 war die 20-jährige 1,66 Sekunden schneller als vor zwei Monaten, wo sie in Genf letztmals den Rekord verbesserte. Letitia Perez (Lausanne Natation) als Zweite und Danielle Villars (Limmat Sharks) als Dritte bleiben ebenfalls noch unter der alten Rekordzeit von van Berkel und schlugen in 1:00,89 beziehungsweise 1:01,26 an.

50m Freistil
Aurélien Künzi (Lancy-Natation) nutze die Gunst der Stunde und gewann seinen ersten Meistertitel. In 22,68 unterbot der 19-jährige zudem die Limite für die WM in Rom deutlich. Rekordhalter Lang, der im Vorlauf disqualifiziert wurde, musste tatenlos zuschauen. Silber und Bronze gingen an Gregory Widmer (SC Uster-Wallisellen) in 22,94 und Erik van Dooren (Genève Natation) in 23,20.
Ein weiterer Uralt-Rekord fiel im Sprint der Damen. Laura Noccioli (Lugano Nuoto) war in 25,81 um zwölf Hundertstel schneller als Marie-Therese Armentero im Jahr 1986. Damals wurde die Genferin mit dieser Zeit Vize-Wektmeisterin – Noccioli war damals noch nicht auf der Welt. Zur WM-Limite fehlen der Tessinerin noch sechs Hundertstel. Silber ging an Seraina Prünte (Heidelberg/Swiss Swimmming) in 26,26 und Bronze an Ivana Gabrilo (A-Club Swimming Team) in 26,40.

800m Freistil Herren
Stefan Sigrist (SC Schaffhausen) ist der erste Schweizermeister in dieser Disziplin, die in Zürich Premiere hatte. Der Ostschweizer gewann in 8:11,62 und verbesserte damit den Schweizerrekord von Nils-Ole Jahnson aus dem Jahr 2000 um gut vier Sekunden. Zweiter wurde der Meister über 1500m Martin Hohl (SK Bern) in 8:17,39 und Bronze ging an Joël Escher (SC Aarefisch) in 8:23,51.

1500m Freistil Damen
Swann Oberson erfüllte die Erwartungen und qualifizierte sich mit ihrer Siegerzeit von 16:40,95 für die WM in Rom. Wie Sigrist ist sie die erste Schweizermeisterin in dieser Disziplin. Silber gewann Iris Matthey in 16:52,63 und Bronze ging an Julia Hassler (SC Unterland) in 17:28,22.

4x100m Lagen
Die Männer des SC Uster-Wallisellen feierten einen Doppelsieg: die erste Mannschaft mit Flori Lang (55,25), Martin Schweizer (1:04,09), Alex Liess (55,11) und Dominik Meichtry (51,20) unterbot mit der Endzeit von 3:45,65 den eigenen Schweizerrekord vom Vorjahr. Platz drei ging an den SC Liestal.
Bei den Damen siegten die Limmat Sharks und eroberten damit alle Goldmedaillen der Damenstaffeln. Danielle Villars (1:04,75), Elina Piesbergen (1:15,52), Martina van Berkel (59,73) und Stephanie Eisenring (58,19) verbesserten damit wie auch in den beiden anderen Staffeln der Schweizerrekord, der vom SC Uster-Wallisellen gehalten wurde. In 4:18,19 waren die Stadtzürcherinnen um gut eine Sekunde schneller als die alte Bestzeit.
Line element
21.3. Schweizermeisterschaft Zürich – 19. bis 22. März 2009: Van Berkel mit sechstem Rekord. (Swiss Swimming) Martina van Berkel gewann am dritten Finalnachmittag der Schweizermeisterschaft in Zürich ihren dritten Einzeltitel und stellte schon zum sechsten Mal innert drei Tagen einen Schweizerrekord auf. Über 200m Rücken siegte die Schwimmerin der Limmat Sharks in 2:13,97 und war damit 2,1 Sekunden schneller als Nathalie Wunderlich im Jahr 1992.
Ebenfalls den dritten Einzeltitel gewann Flori Lang über 100m Freistil, der den Favoriten und Rekordhalter Dominik Meichtry auf den zweiten Platz verwies.
Mit Bejamin Le Maguet über 50m Brust und Swann Oberson kamen zwei neue Namen dazu, welche die Qualifikation für die WM in Rom schafften.
Im Medaillenspiegel führt der SC Uster-Wallisellen mit sieben Gold- und drei Silbermedaillen. Auf Platz zwei und drei folgen die Limmat Sharks Zürich (4-5-4) und dem SK Worb (2-0-0).


Die Rennen im Überblick:
400m Vierlagen
David Karasek (Limmat Sharks Zürich) trat in 4:31,44 die Nachfolge vom zurückgetretenen Stephan Bachmann als Schweizermeister an. Eugenio Bianchi (Team Nuoto Tesserete) kam in 4:32,00 auf den zweiten Platz und fing dabei auf den letzten Metern noch Kilian Bossard (Limmat Sharks) ab, der als Brustspezialist nach 300m noch führte.
Marina Ribi (SC Schaffhausen), welche im Vorlauf bereits den Schweizerrekord verbessert hatte, griff im Final nochmals die Limite für die WM an. Sie teilte sich das Rennen klug ein und war erneut schneller als im Vorlauf – allerdings unterlief ihr bei einer Wende ein folgenschwerer Fehler, wodurch die Schaffhauserin disqualifiziert werden musste. Wenigstens musste sie sich nicht auch noch ärgern, dass sie die Limite für Rom unterboten hätte – das nimmt sie sich nun für das Rennen über 200m Lagen vom Sonntag vor. So kam die 16-jährige Annick van Westendorp (SC Winterthur) überraschend zu ihrem ersten Schweizermeistertitel. Die Ehrenplätze gingen an Alexandra Egg (Limmat Sharks) in 5:07,86 und Mia Baric (SC Uster-Wallisellen) in 5:09,82

50m Brust
Damien Courtois (Lancy-Natation) verteidigte seinen Meistertitel souverän und gewann in guten 28,05. er nähert sich damit Schritt für Schritt dem Rekord von Remo Lütolf. Benjamin Le Maguet gewann in 28,60 die Silbermedaille und unterbot damit wie Courtois die Limite für die WM in Rom. Dritter wurde Martin Schweizer (SC Uster-Wallisellen) in ebenfalls sehr respektablen 28,68 Sekunden. Der 20-jährige aus Meilen ist damit nämlich der viertschnellste Schweizer aller Zeiten.
Bei den Damen setzte sich Carmela Schlegel (SC Uster-Wallisellen) in 32,62 vor Corinne Meier (SV Emmen) in 32,78 durch. Franziska Hügli vom Swim-Team Biel-Bienne gewann Bronze in 32,95 und schnappte damit überraschend Patrizia Humplik die Medaille weg.

1500m Freistil Herren
Die längste Freistilstrecke der Männer wurde eine Beute von Martin Hohl. Der 25-jährige aus Hasle, der für den SK Bern startet gewann in 15:43,73 und verwies damit Stefan Sigrist (SC Schaffhausen) auf den zweiten Platz. Dritter wurde Joël Escher (SC Aarefisch) in 15:57,71.

100m Freistil
Flori Lang gewann sein drittes Einzelrennen dieser Meisterschaft und verwies Schweizerrekordhalter Dominik Meichtry auf den zweiten Platz. In 49,03 verbesserte Lang seine persönliche Bestzeit um über eine Sekunde und kam erstmals in einem Einzelrennen unter 50 Sekunden ins Ziel. Meichtry schlug nach 49,67 an und qualifizierte sich damit ebenfalls für Rom. Mit Gregory Widmer auf Platz drei feierte der SC Uster-Wallisellen gar einen Dreifachsieg. Widmer kam in 50,09 ins Ziel, noch knapp vor Dani Rast (50,18) und Aurélien Künzi (50,20), womit klar ist, dass die 4x100m Staffel in Rom am Start sein wird.
Seraina Prünte gewann zwar in 56,60, verpasste jedoch die angestrebte Limite für die WM um etwas mehr als eine halbe Sekunde. Zweite wurde Laura Noccioli (Lugano Nuoto) in 57,05 vor Maria Ugolkova (Team Nuoto Tesserete), die nach 57,12 anschlug.

200m Rücken
Der Krienser Lukas Räuftlin gewann seinen fünften Schweizermeistertitel der Karriere. In 2:05,12 setzte er sich gegen Joël Spirig (SC Uster-Walliselllen 2:06,30) und Oliver Lüscher (SK Bern 2:07,66) durch.
Bei den Damen wurde das Publikum Zeuge des sechsten Schweizerrekords von Martina van Berkel an dieser Meisterschaft. Die 20-jährige nutze ihre grossartige Form und verbesserte den alten Rekord von Nathalie Wunderlich aus dem Jahr 1992 um über zwei Sekunden. Mit der Zeit von 2:13,97 qualifizierte sie sich auch in dieser Disziplin für die WM. Zweite wurde Danielle Sims (SC Uster-Wallisellen) in 2:20,58 vor Danielle Villars (Limmat Sharks) in 2:20,80.

800m Freistil Damen
Swann Oberson (NS Genève) lieferte sich ein einsames Rennen gegen die Uhr. Die Langstrecklerin gewann mit klarem Vorsprung in 8:44,66 und schaffte damit auch die Qualifikation in dieser Disziplin für die Weltmeisterschaften in Rom. Zweite wurde Iris Matthey (Lancy-Natation) in 8:56,70 und qualifizierte sich damit für die Universiade. Bronze ging an Stephanie Eisenring (Limmat Sharks) in 9:03,58.

21.3. Schweizermeisterschaft Zürich – 19. bis 22. März 2009: Lang und Van Berkel mit grosser Klasse. (Swiss Swimming) Der zweite Finalnachmittag der Schweizermeisterschaft in Zürich war eine Sache der Einheimischen. Ein Stadtzürcher, eine Zürcher Unterländerin sowie die Staffeln des SC Uster-Wallisellen und der Limmat Sharks Zürich sorgten für die Höhepunkte: Vize-Europameister Flori Lang siegt über 50m Rücken in 24,84 und verbessert seinen eigenen Schweizerrekord um 0,35 Sekunden. Der 26-jährige Co-Captain der Schweizer Nationalmannschaft ist damit sechstschnellster Schwimmer aller Zeiten weltweit in dieser Disziplin und liess schon mal seine Ambitionen für die WM in Rom durchscheinen.
Für den zweiten Höhepunkt sorgte Martina van Berkel, die über 200m Delfin in 2:10,36 den Schweizerrekord geradezu pulverisierte und sich auf Platz 13 der Weltrangliste schob.
Schliesslich verbesserten die Männer des SC Uster-Wallisellen und die Damen der Limmat Sharks Zürich den jeweiligen Schweizerrekord über 4x100m Freistil. Die Bestzeit der Männer liegt neu bei international sehr beachtlichen 3:19,27 – jene der Damen bei 3:54,40.
Das Total der erzielten Schweizerrekorde stieg damit nach Halbzeit der Meisterschaft auf 15.

Die einzelnen Rennen im Detail:
200m Freistil
Dominik Meichtry (SC Uster-Wallisellen) spürt das intensive Training, das er für die Meisterschaft nicht sonderlich reduziert hat. Die Frische fehlt ihm deswegen verständlicherweise ein bisschen, was den St. Galler aber nicht davon abhält, seine Spezialdisziplin überlegen zu gewinnen. In 1:48,74 unterbot der 24-jährige auch die Limite für die WM in Rom ein weiteres Mal. In seinem Sog kamen David Karasek (Limmat Sharks) in 1:50,73 und Duncan Furrer (Lausanne Natation) in 1:52,05 auf die Ehrenplätze. Karasek sicherte sich damit ebenfalls das Ticket für die WM in Rom.
Bei den Damen siegte Maria Ugolkova (Team Nuoto Tesserete) in 2:02,83 vor Seraina Prünte (Heidelberg/Swiss Swimming) in 2:04,50 und Swann Oberson (NS Genève) in 2:04,72.

50m Rücken
Vize-Europameister Flori Lang (SC Uster-Wallisellen) liess die Extraklasse in seiner Lieblingsdisziplin aufblitzen und gewann überlegen vor Ralph Madörin (SC Liestal) und Lukas Räuftlin (SV Kriens). In 24,84 Sekunden unterbot er deutlich seinen eigenen Schweizerrekord, den er vor einem Jahr an der EM in Eindhoven aufgestellt hatte. Madörin verpasste in 26,54 die Limite für die WM nur knapp, qualifizierte sich aber für die Universiade.
Bei den Damen setzte sich Ivana Gabrilo (A-Club Swimming Team) durch und bestätigte in 29,48 die Limite für die WM. Im Vorlauf stellte sie mit 29,39 einen neuen Schweizerrekord auf, den sie im Final aber nicht mehr unterbieten konnte. Hinter Gabrilo schlugen Laetitia Perez (Lausanne Natation) in 29,54 und die erst 14-jährige Adriana Crovetto (A-Club Swimming Team) in 29,89 an – eine hervorragende Zeit für ihr Alter.

100m Brust
Benjamin Le Maguet gewann in 1:03,34 zwar seinen ersten Meistertitel bei der Elite, kam aber nicht mehr ganz an die Zeit des Vorlaufs heran. Am Morgen kam der 19-jährige Veveysan, der in Kanada studiert, mit 1:02,75 sehr nahe an die Limite für die WM. Martin Schweizer (SC Uster-Wallisellen) gewann in 1:04,19 Silber vor Yannick Käser (SV Basel) in 1:04,28.
Bei den Damen war es ein erstaunlich ausgeglichenes Rennen. Bis 75 Meter konnte sich Favoritin und Geburtstagskind Patrizia Humplik nicht von den Gegnerinnen absetzen – bei halber Renndistanz lag sie sogar deutlich hinter Corinne Meier (am Ende Bronze) und Carmela Schlegel (Silber) zurück. Auf den letzten Metern setze sich die Bernerin allerdings durch und gewann in 1:10,05 - leicht langsamer als bei ihrem Schweizerrekord im Vorlauf. Schlegel kam als Zweite in 1:10,41 ins Ziel und blieb damit nur knapp über der Limite für die WM. Die noch nicht 16-jährige Corinne Meier ging das Rennen so beherzt an, dass sie nach 50m in 32,25 unter der Schweizerrekordmarke wendete. Die Zwischenzeit gilt allerdings gemäss Reglement nicht als Rekord. Die Emmenerin wird es verschmerzen können, da sie morgen über 50m Brust die Chance bekommt, den Rekord tatsächlich an sich zu reissen und den „Grossen“ ein Bein zu stellen.

200m Delfin
Alex Liess vom Schwimmclub Uster-Wallisellen, der Schweizerrekordhalter auf der kurzen Bahn, setzte sich in 2:02,14 durch und gewann seinen zweiten Meistertitel der Karriere. Der 17-jährige gewann vor Matthias Sigrist (SC Schaffhausen), der sich mit seiner Zeit von 2:02,40 für die Universiade qualifizierte und Dritter wurde Nico van Duijn (Limmat Sharks), der sich Bronze in 2:04,53 sicherte.
Das Rennen der Damen wurde zum Schaulaufen der Lokalmatadorin Martina van Berkel. Gold machte der 20-Jährigen niemand streitig, die Frage war nur wie schnell würde sie sein? Nach 2:10,36 kam van Berkel ins Ziel, fast 2,5 Sekunden unter ihrem eigenen Schweizerrekord und deutlich unter der Limite für Rom. Damit liegt sie aktuell auf Position 13 der Weltrangliste und darf sich für die WM neue Ziele stecken – diese hatte sie nämlich mit ihrer Zeit schon erreicht. Silber ging an Maria Ugolkova in 2:18,94 und Bronze an Sara Gaffuri (Mendrisiotto Nuoto) in 2:22,36.

4x100m Freistil
Die Titelverteidiger und Rekordhalter vom SC Uster-Wallisellen gewannen mit fast 10 Sekunden Vorsprung und verbesserten in 3:19,27 den Schweizerrekord vom Vorjahr. Das Quartett mit Meichtry (49,76), Lang (49,00), Gregory Widmer (49,44) und Maximilien Bon (51,07) war damit knapp eine Sekunde schneller als vor einem Jahr. Silber und Bronze gingen an Red Fish Neuchâtel und die Limmat Sharks.
Bei den Damen gewannen die Limmat Sharks mit Danielle Villars (57,57), Stephanie Eisenring (58,75), Susanne Keller (1:00,47) und Martina van Berkel (57,61) die Goldmedaille und verbesserten dabei den 15. Schweizerrekord dieser Meisterschaft. In 3:54,40 waren die Zürcherinnen 1,38 Sekunden schneller als die Mannschaft des SC Uster-Wallisellen im Jahr 2004. Silber ging an das Team des SC Schaffhausen und Bronze an Red Fish Neuchâtel.
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20.3 Schweizermeisterschaft Zürich – 19. bis 22. März 2009: Ivana Gabrilo und Patrizia Humplik verbessern Schweizerrekorde im Vorlauf. Der zweite Tag der Schweizermeisterschaft in Zürich begann, wie der erste aufgehört hatte: mit Schweizerrekorden und Limiten für die WM in Rom. Ivana Gabrilo eröffnete den Rekordreigen über 50m Rücken. Die 24-jährige Tessinerin vom A-Club Swimming Team Savosa unterbot in 29,39 Sekunden den Schweizerrekord von Dominique Diezi aus dem Jahr 2001 um neun Hundertstel und qualifizierte sich damit auch für die WM in Rom. Der zweite Rekord ging auf das Konto von Patrizia Humplik, die über 100m Brust die eigene, zwei Wochen alte Bestzeit um 0,21 Sekunden auf 1:09,61 drückte. Damit verbesserte die Bernerin vom Schwimmklub Worb bei ihrem dritten Einsatz zum dritten Mal eine nationale Bestmarke (Swiss Swimming).

20.3. Schweizermeisterschaft Zürich – 19. bis 22. März 2009 (Swiss Swimming) Der erste Finalnachmittag der Schweizermeisterschaft in Zürich konnte den höchsten Erwartungen gerecht werden. Es wurde Schwimmsport auf Top-Niveau geboten und die spannenden Rennen brachten einige Überraschungen an den Tag.
Laetitia Perez sorgte mit ihrem Sieg in Schweizerrekordzeit und dem Unterbieten der WM-Limite über 50m Delfin für die erste grosse Überraschung des Finalnachmittags. Die 19-jährige war in 27,18 um 24 Hundertstel schneller als Martina van Berkel im Vorlauf. Die Zürcherin blieb zwar ebenfalls unter dem Rekord, musste sich aber überraschend mit Silber begnügen.
Nur wenig später folgte die noch grössere Sensation: Kilian Bossard, der im Vorlauf die uralte Rekordmarke von Etienne Dagon über 200m Brust gebrochen hatte, musste mit Platz zwei Vorlieb nehmen und verlor zudem auch gleich noch den Rekord. Der erst 16-jährige Yannick Käser vom Schwimmverein Basel schnappte Bossard die Goldmedaille und den Rekord weg. In 2:16,21 war er nochmals um vier Zehntel schneller als der Aargauer im Vorlauf. Damit ist er aktuell der zweitschnellste Junior Europas der Saison.
Patrizia Humplik über 200m Brust (2:26,89), Martina van Berkel über 100m Rücken (1:03,18) sowie die 4x200m Staffeln des SC Uster-Wallisellen (7:29,33) und der Limmat Sharks (8:27,64) stellten ebenfalls neue Schweizerrekorde auf, womit am ersten Tag bereits neun Bestmarken gefallen sind. Acht Athleten haben bereits die Limite für Weltmeisterschaften in Rom unterboten.

Die einzelnen Rennen im Detail:

400m Freistil
Dominik Meichtry (SC Uster-Wallisellen) liess zwar keine Zweifel aufkommen, wer das Rennen am Ende gewinnen würde. Mit seiner Zeit von 3:56,24 kam der St. Galler allerdings nicht in die Nähe seines Schweizerrekords. Gegen Ende des Rennens kamen David Karasek (Limmat Sharks) und Martin Hohl (SK Bern) bedrohlich nahe und beendeten das Rennen in 3:57,11 beziehungsweise 3:57,38.
Bei den Damen setzte sich die Olympia-Sechste über 10km Swann Oberson (NS Genève) klar durch und schlug nach 4:17,44 an. Damit blieb die 23-jährige Langstreckenspezialistin aber über der Limite für die WM. Auf Platz zwei und drei folgten Iris Matthey (Lancy-Natation) und Stephanie Eisenring (Limmat Sharks). Alle drei Schwimmerinnen unterboten die Limite für die Universiade, wobei nur zwei Startplätze vergeben werden können.

50m Delfin
Schweizerrekordhalter Damien Courtois (Lancy-Natation) setzte sich durch und unterbot in 24,29 die Limite für die WM in Rom – ebenso wie der zweitplazierte Daniel Rast (SC Liestal) in 24,37. Er verdrängt damit Flori Lang, der im Vorlauf exakt die gleiche Zeit erzielte vom WM-Platz in dieser Disziplin. Lang verzichtete auf den Final womit Rast durch die bessere Endklassierung den Vorrang erhält. Dritter wurde mit Ralph Madörin ein zweiter Liestaler, der bei seinem Comeback nach einem Jahr Auszeit in 24,61 anschlug.
Bei den Damen gab es die erwähnte dicke Überraschung durch Laetitia Perez (Lausanne Natation), die Martina van Berkel (Limmat Sharks) den im Vorlauf erzielten Rekord abjagte und auf Platz zwei verwies. Die Romande verbesserte ihre persönliche Bestzeit um nicht weniger als 1,52 Sekunden! Beide unterboten damit die Limite für die WM in Rom. Dritte wurde die gebürtige Russin Maria Ugolkova (Lugano Nuoto) in 27,56

100m Rücken
Eine sichere Beute von Flori Lang (SC Uster-Wallisellen). Der Zürcher gewann in persönlicher Bestzeit von 55,36 und war damit nur wenige Hundertstel über dem Schweizerrekord von Jonathan Massacand, der an dieser Meisterschaft noch nicht am Start steht. Silber ging an den Krienser Lukas Räuftlin, der in 57,61 ebenfalls deutlich unter seiner eigenen Bestzeit blieb. Dritter wurde Vio Niccolò (Lugano Nuoto) in 59,05, der zum dritten Mal in seiner Karriere eine Bronzemedaille an Schweizermeisterschaften gewann
Martina van Berkel hatte nur wenig Pause und zeigte die perfekte Reaktion auf die Niederlage über 50m Delfin: sie gewann über 100m Rücken mit deutlichem Vorsprung und unterbot den Schweizerrekord. In 1:03,18 war sie 24 Hundertstel schneller als Carla Stampfli im April 2008. Letztere verlor am heutigen Tag bereits den zweiten Schweizerrekord nach jenem über 50m Delfin. Auf die Plätze zwei und drei kamen Ivana Gabrilo (A-Club Swimming Team Savosa) und Danielle Villars (Limmat Sharks).

200m Brust
Während 175 Metern lag Kilian Bossard in Führung – danach konnte er dem Angriff des heranstürmenden Yannick Käser nicht mehr widerstehen. Der 16-jährige Basler schwamm die letzte Länge in 34,59 Sekunden und gewann schliesslich in 2:16,21 mit über einer Sekunde Vorsprung auf den Schwimmer der Limmat Sharks, der im Vorlauf noch den 20-jährigen Rekord von Etienne Dagon aus den Statistiken gelöscht hatte. Dritter wurde mit Yves Mauron (ST Biel-Bienne) noch ein 16-jähriger, der seine persönliche Bestzeit um über fünf Sekunden auf 2:18,53 verbesserte. Überhaupt sind die Resultate in diesem Rennen sehr erstaunlich: die ersten sechs Schwimmer der Rangliste verbesserten ihre persönliche Bestzeit um durchschnittlich 4,6 Sekunden. Die einzige Gemeinsamkeit: alle Finalisten trugen einen Rennanzug der neueren Generation. Damit ist die Welle der High-Tech Anzüge definitiv auch in der Schweiz angekommen… Ähnliche Verbesserungen der Bestzeiten sind auch in anderen Disziplinen zu beobachten.
Einen weiteren Schweizerrekord stellte bei den Damen Patrizia Humplik (SK Worb) auf. In 2:26,89 blieb sie über zwei Sekunden unter der Bestzeit vom Vorlauf und bewies damit eindrücklich ihre grossen Fortschritte. Natürlich unterbot sie mit dieser Weltklassezeit auch die Limite für die WM in Rom. Zweite wurde Carmela Schlegel in 2:32,19 – Bronze ging an Claudia Bellasi vom Schwimmklub Langenthal in 2:37,39.

4x200m Freistil
Der SC-Uster-Wallisellen, angeführt von Dominik Meichtry, landete einen Start-Ziel Sieg und war mit der Zeit von 7:29,33 über neun Sekunden schneller die bisherige Rekordmarke, aufgestellt vom gleichen Club in anderer Besetzung vor einem Jahr. Auf den Positionen zwei bis vier schwammen Maximilien Bon, Alex Liess und Simon Rabold. Silber und Bronze gingen an die Limmat Sharks Zürich und an Lausanne Natation. Die Zürcher blieben mit ihrer Zeit ebenfalls noch unter dem alten Schweizerrekord.
Bei den Damen siegten die Limmat Sharks in der Besetzung Stephanie Eisenring, Danielle Villars, Susanne Keller und Martina van Berkel und verbesserten zum Abschluss den Schweizerrekord Nr. 9 am heutigen Tag. In 8:27,64 waren die Zürcherinnen knapp drei Sekunden schneller als die Rivalinnen vom SC Uster-Wallisellen im Vorjahr. Die Ehrenplätze gingen an den SC Schaffhausen und Red Fish Neuchâtel.
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19.3. Drei Schweizerrekorde zum Auftakt. (Swiss Swimming) Zum Auftakt der Schweizermeisterschaft in Zürich sind bereits drei Schweizerrekorde gefallen. Martina van Berkel über 50m Delfin sowie Kilian Bossard und Patrizia Humplik über 200m Brust verbesserten jeweils eine Bestmarke. Die grösste Überraschung lieferte dabei eindeutig Kilian Bossard. Der 22-jährige Aargauer, der für die Limmat Sharks Zürich schwimmt, verbesserte den ältesten Schweizerrekord auf der langen Bahn um 25 Hundertstel auf 2.16,62. Zuvor war Etienne Dagon während über 20 Jahren unangetastet Rekordhalter. Seine eigene persönliche Bestzeit, die er vor einem Jahr aufgestellt hatte, pulverisierte Bossard um beinahe fünf Sekunden. Ob sich Bossard bei seinem Exploit von seiner Freundin Martina van Berkel inspirieren liess, die nur wenige Minuten zuvor selber einen Rekord aufgestellt hatte, liess er offen. Die Rekordmarke von Martina van Berkel überraschte die Zuschauer weniger. Die 20-jährige aus ist bereits Rekordhalterin über die längeren Delfindistanzen und es war eine Frage der Zeit, bis sie sich den Rekord über 50m auch erobern würde. In ihrem Vorlauf tat sie dies und war in 27,42 Sekunden um 27 Hundertstel schneller als Carla Stampfli im Jahr 2005. Patrizia Humplik liess schliesslich auch in ihrem Vorlauf keine Zweifel über ihren Formstand offen und verbesserte ihren eigenen Rekord über 200m Brust um etwas mehr als eine Sekunde auf 2:29,04. Vor zwei Wochen erst stellte die Schwimmerin des Schwimmklubs Worb den bisherigen Rekord in Berlin auf. Humplik und van Berkel unterboten damit jeweils die WM-Limiten, so wie auch Damien Courtois und Flori Lang über 50m Delfin.

19.3. Alshammar kritisiert Anzugregel. 24 Stunden nach der Aberkennung ihres Weltrekords über 50 Meter Schmetterling hat die Schwedin Therese Alshammar erneut Kritik an ihrer Disqualifikation durch den Weltverband FINA geübt. Die 31-Jährige hatte in Sydney ihre eigene Bestzeit von 25,46 Sekunden auf 25,44 Sekunden gedrückt. Bei den internationalen australischen Meisterschaften hatte Alshammar jedoch entgegen der neuen FINA-Regeln zwei Schwimm-Anzüge getragen. Die Athletin empfinde es als "ein wenig sexistisch", dass Frauen und Männer zwar Slips unter ihren Renn-Anzügen tragen dürfen, die Brüste der Frau jedoch nicht zusätzlich bedeckt werden dürfen. Dies sagte die Schwedin am Mittwoch dem australischen Sender Ten TV. "Falls dein Schwimm-Anzug reißt, ist es gut, Ersatz zu haben", hatte Alshammar ihren Fauxpas noch am Dienstag - fünf Stunden nach dem "verschenkten" Weltrekord - entschuldigt. Erst am vergangenen Samstag hatte die FINA in Dubai neue Bestimmungen für die Renn-Anzüge eingeführt, die im Olympia-Jahr 2008 mehr als 100 Weltrekorde begünstigt hatten. So gilt es als erwiesen, dass zwei Anzüge den Auftrieb fördern und somit bessere Zeiten ermöglichen. Das australische Reglement erlaubt zwei Renn-Anzüge zwar, die FINA aber nicht. "Ich denke, dass allgemein jede Missachtung von Regeln Betrug darstellt", hatte Alan Thompson, der Chef-Trainer der australischen Schwimmer, bei den internationalen australischen Meisterschaften erklärt.
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18.3. Anzugsregel. (Swiss Swimming) Der Weltschwimmverband FINA hat am vergangenen Wochenende neue Regeln betreffend Schwimmanzüge erlassen. In der so genannten Dubai Charta (siehe Attachment) wurden die neuen Anforderungen und Bestimmungen für die Zulassung neuer Anzüge festgehalten. Material, Dicke, Auftrieb, Schnitt und der Ablauf des Verfahrens wurden neu definiert. Alle bestehenden und neuen Anzüge werden im Auftrag der FINA an der ETH Lausanne geprüft. Sie müssen den neuen Kriterien entsprechen. Der Prozess für diese Zulassungsverfahren läuft. Da im Moment noch keine neue Liste der zugelassenen Anzüge existiert, dürfen an Wettkämpfen in der Schweiz weiterhin alle Anzüge getragen werden, die in einem früheren Verfahren von der FINA zugelassen wurden. Zusätzlich hat das FINA Bureau die Regel 5.3 der General Rules neu interpretiert und präzisiert. Swiss Swimming hat mit der FINA Rücksprache genommen und die Bestätigung für die neue Auslegung erhalten, die ab sofort gültig ist

GR 5.3 “In swimming competitions the competitor must wear swimsuit in one or two pieces […].”

Die Regel ist neu so zu interpretieren, dass an Wettkämpfen nur noch ein (1) Schwimmanzug getragen werden darf, der aus einem oder zwei Teilen besteht. Explizit nicht erlaubt ist das Tragen von zwei oder mehr Anzügen übereinander. Hingegen ist das Tragen einer normalen Badehose, eines Slips und/oder eines Bikinioberteils unter dem Schwimmanzug toleriert. Damit diese Regel kontrolliert werden kann, müssen sich die Schwimmer rechtzeitig beim Startordner einfinden und es wird bei jedem Athleten geprüft, ob nur ein Anzug getragen wird. Das gilt sowohl für die Vorläufe als auch für die Finals und die Staffeln. Leider wurde in den vergangenen Tagen viel spekuliert und verschiedene Versionen der Interpretation herumgereicht. Wir berufen uns auf die FINA und haben eine eindeutige Antwort erhalten, die sich auch in anderen Ländern durchsetzen wird.
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17.3. Alshammar trug zwei Schwimmanzüge. Der Weltrekord der Schwedin Therese Alshammar über 50 m Delfin war nur von kurzer Dauer. Die Schwedin wurde einige Stunden nach dem Rennen über 50 m Delfin an den australischen Meisterschaften in Sydney disqualifiziert, da sie während des Wettkampfs zwei Schwimmanzüge getragen hatte. Dies ist laut FINA-Regelwerk seit letzter Woche nicht mehr erlaubt. Die 31-jährige Weltmeisterin war mit 25,44 zwei Hundertstel unter ihrer im Juni 2007 aufgestellten Bestmarke geblieben. Die Schwedin, die vor zwei Jahren in Melbourne den WM-Titel über 50 m Delfin gewonnen hatte, bereitete sich den ganzen Winter in Australien auf die Saison vor.

17.3. Jackson schwimmt Weltrekord über 400 Meter Freistil. Die Britin Jo Jackson hat den Schwimm-Weltrekord über 400 Meter Freistil um fast eine Sekunde auf 4:00,66 Minuten verbessert. Bei den britischen Meisterschaften blieb die Olympia- Dritte deutlich unter der ein Jahr alten Bestmarke der Italienerin Federica Pellegrini (4:01,53). Die zweimalige Olympiasiegerin Rebecca Adlington blieb in 4:00,89 Minuten als Zweite hinter Jackson ebenfalls noch unter Pellegrinis Rekordzeit.
Line element 15.3. Zehn Limmat Sharks für das Jugendcup-Finale qualifiziert. Anläßlich des RZO-Jugendcups in Uster am vergangenen Wochenende haben sich 10 Schwimmerinnen und Schwimmer der Limmat Sharks für das Jugendcup-Finale in Liestal qualifiziert, wo sie für die Auswahlmannschaft der RZO an den Start gehen werden. Geschafft haben dies Alexander Ammann (Jg 94), Remo Betschart (Jg. 95), Stephanie Dreier (Jg 96), Sara Mamié (Jg. 96), Axel Nilsson (Jg. 93), Erik Nilsson (Jg. 96), Luise Pfeifer (Jg. 93), Aron Serafini (Jg. 93) und Florence Sigg (Jg 94). Vielstarter werden Stephanie Dreier und Aron Serafini mit jeweils vier Einzelstarts sein, Alexander Ammann und Eric Nilsson sind über je drei Einzelstrecken qualifiziert. Line element
14.3. Diskussion um Schwimm-Anzüge beendet. Die FINA hat mit neuen Vorschriften den Anzug-Streit beendet. Auf einer Sitzung in Dubai legte die FINA rechtzeitig vor den Weltmeisterschaften im August in Rom klare Regeln fest. Die Schwimmanzüge dürfen nicht mehr über Nacken, Schulter und Knöchel hinausgehen. Das Material darf nicht dicker als ein Millimeter sein, muss direkt auf der Haut liegen und darf maximal einen Auftrieb von 1 Newton/100 Gramm haben. Einzelanfertigungen sind nicht mehr erlaubt. Die Schwimmer dürfen künftig nur noch einen Anzug tragen, nachdem Athleten in der Vergangenheit mehrere Anzüge übereinander getragen hatten, um den Auftrieb zu erhöhen. 108 Weltrekorde in den vergangenen zwölf Monaten hatten die Schwimm-Welt verunsichert und die olympische Sportart zu einer Materialschlacht im Wasser werden lassen. Jetzt soll der Athlet wieder in den Vordergrund rücken. Zur Überwachung der Regeln wird der Weltverband ein eigenes Kontrollsystem installieren. Anträge auf Zulassung der Anzüge müssen die Hersteller bis zum 31. März gestellt werden. Die am 14. März veröffentlichte Übergangsregelung gilt bis zum 31. Dezember dieses Jahres. Ab 2010 treten zusätzliche Vorschriften in Kraft. Für die ab Januar 2010 verwendeten Anzüge müssen bis zum kommenden November Anträge gestellt werden. Künftig müssen dann die Genehmigungen jeweils bis zum 1. August eines Jahres erneuert oder neu gestellt werden, mindestens aber 12 Monate vor Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen. Das genehmigte Modell muss mindestens sechs Monate vor Welt-Titelkämpfen und Olympia auf dem Markt sein. Die FINA wird eine Liste der zugelassenen Modelle veröffentlichen. Eine Arbeitsgruppe unter anderem mit Vertretern der Hersteller soll die weitere Entwicklung beobachten.
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11.3. FINA-Masters-Bestenlisten. Auf der FINA-Website sind die Masters-Bestenlisten aller Zeiten und des Jahres 2008 publiziert worden [Link].
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8.3. Weltrekord 200 Freistil. An den italienischen Meisterschaften in Riccione verbesserte Federica Pellegrini ihren eigenen in Beijing aufgestellten Weltrekord über 200 m Freistil von 1:54.82 auf 1:54.47. Ihre Splitzeiten im Vergleich zu 2008:
2009: 27.31, 56.05 (28.74), 1:25.63 (29.58), 1:54.47 (28.84)
2008: 27.27, 55.92 (28.65), 1:25.57 (29.65), 1:54.82 (29.25)
[Website] Line element7.3. Gelungene Generalprobe für die Schweizer Meisterschaften. Frisch aus dem Trainingslager zurückgekehrt zeigten sich die Limmat Sharks am vergangenen Wochenende beim HiPoint Meeting im heimischen Bad in Oerlikon schon in guter Form für die nahenden Schweizer Meisterschaften an gleicher Stelle. Allen voran Martina van Berkel, die ihre Rekordserie dieser Saison fortsetzen konnte und mit 2:12.73 über 200m Delphin den ältesten Schweizer Rekord aus den Listen tilgen konnte. Carole Brook (die Martina zu ihrer Leistung herzlich gratulierte) schwamm vor 27 1/2 Jahren mit 2:14.58 fast zwei Sekunden langsamer. Mit dieser Zeit unterbot Martina auch die Norm für die Weltmeisterschaften in Rom im Juli diesen Jahres. Allerdings muß sie für eine Qualifikation die Norm an den Schweizer Meisterschaften erneut unterbieten. Dies war bei weitem nicht die einzige hervorragende Leistung von Martina, auch über 50m Delphin näherte sie sich bis auf wenige Hunderstel dem Schweizer Rekord. Sie konnte in der ersten Runde des KO-Finales über diese Strecke mit 27.76 ihre alte Bestzeit um über eine Sekunde verbessern. Der Schweizer Rekord von Carla Stampfli steht bei 27.69. In der dritten Runde des KO Finales, das sie schließlich vor ihrer Teamkollegin Danielle Villars für sich entscheiden konnte, war sie in 27.79 erneut sehr nahe am Schweizer Rekord. Auch über 200m Rücken konnte sie in 2:17.58 eine deutliche Bestzeit erzielen und nähert sich auch hier langsam der nationalen Rekordmarke. Aber Martina war bei weitem nicht die einzige aus den Reihen der Limmat Sharks, die hervorragende Leistungen zeigte. Danielle Villars konnte kurz vor ihrem 16. Geburtstag unter Beweis stellen, daß dieses Jahr auch auf der Langbahn mit ihr zu rechnen sein wird. Über 50m Delphin (28.33) und 100m Freistil (58.55 als Startschwimmerin in der 4x100m Freistilstaffel) konnte sie die Normen für die Junioren-EM in Prag unterbieten, wobei auch hier gilt, daß sie sicher erst anläßlich der Schweizer Meisterschaften qualifizieren kann. In 50m Delphin unterbot sie zudem die Norm für die Nationalmannschaft, der sie ab nächstem Jahr wieder angehören wird. Fortschritte zeigte sie auch über 200 und 400m Frestil, wo sie mit Bestzeiten aufwarten konnte, und über 50m Rücken. Hier gewann sie das KO-Finale vor Tamara Rangelov, wobei sie das Kunststück fertig brachte und in allen drei Finalrunden schneller wurde und Bestzeit schwamm. Weitere Medaillen mit guten Zeiten erschwammen sich Kilian Bossard (Sieger über 200m Brust nahe seiner Bestleistung, zweiter über 400m Lagen und dritter über die halb so lange Dinstanz), David Fässler (3. über 50m Rücken), Susanne Keller (2. über 400m Freistil), Val Mikos (3. über 100m Freistil), Elina Piesbergen (2. über 400 und dritte über 200m Lagen) und Nico Van Duijn (zweiter über 100m Delphin). Die Limmat Sharks konnten drei der vier Staffeln für sich entscheiden, einzig über 4x100m Lagen der Herren belegte man einen zweiten Platz. Die 4x100m Freistil-Staffel der Damen (bestehend aus Danielle Villars, Elina Piesbergen, Martina Van Berkel und Susanne Keller) konnte dabei in 3:58.75 einen Klubrekord erzielen und ist damit sogar ein Medaillenkandidat für die Schweizer Meisterschaften. Auch die Jung-Sharks konnten sich gut in Szene setzen.Alexaander Ammann, Remo Betschart, Stepahnie Dreier, Sara Mamié, Axel Nilsson, Florence Sigg und Sergio Zarro konnten bereits die Limite für die Schweizer Jugendmeisterschaften unterbieten. Mit der Einführung der KO-Finale zeigte sich das HiPoint-Meeting in einem runderneuerten, abwechslungsreichen Format, das bei Schwimmern und beim Publikum gut ankam. Line element
7.3. Patrizia Humplik erneut mit Rekord. (swiss swimming) Die Bernerin Patrizia Humplik unterbot am International Swim Meeting in Berlin den Schweizerrekord über 100m Brust. Zunächst verbesserte sie im Vorlauf ihre eigene Rekordzeit um drei Hundertstel auf 1:10,59 und setzte im Final am Nachmittag noch einen drauf. Mit der neuen Schweizerrekordzeit von 1:09,82 blieb die 19-jährige erstmals in ihrer Karriere unter 1:10 Minuten und stellte damit den dritten Rekord innert 24 Stunden auf. Bereits gestern zeigte sich die EM-Dritte bei ihrem letzten Test vor der Schweizer Meisterschaft gut in Form und verbesserte den Landesrekord über 200m Brust [Resultate].

7.3 Patrizia Humplik unterbietet Schweizerrekord über 200m Brust. Patrizia Humplik unterbot am International Swim Meeting ISM in Berlin den Schweizerrkord über 200m Brust auf der langen Bahn. Die 19-jährige Bernerin, die für den Schwimmklub Worb startet, war in 2:30.31 Minuten um 0.73 Sekunden schneller als Agata Czaplicki im Jahr 2000. Humplik gewann vor drei Monaten an den Kurzbahn-Europameisterschaften in eben dieser Disziplin die Bronzemedaille. In Berlin gewann sie den Wettkampf überlegen mit beinahe sieben Sekunden Vorsprung [Resultate].
Line element4.3. Die Konkurrenz sorgte für schnelle Zeiten: [Bericht].Line element
1.3. Martina van Berkel verbessert Uraltrekord. (Swiss Swimming) Martina van Berkel verbesserte anlässlich des Int. Hi-Point Meetings in Zürich den ältesten aller bestehenden Schweizerrekorde, der unglaubliche 28 Jahre bestand hielt. Die 20-jährige Schwimmerin der Limmat Sharks Zürich unterbot über 200m Delfin – ihrer Lieblingsdisziplin - in 2:12,73 die Bestmarke von Carole Brook aus dem Jahr 1981 um nicht weniger als 1,85 Sekunden. Es war eine Frage der Zeit, bis van Berkel diesen Rekord schlagen würde. Sowohl über 100m wie auch auf der kurzen Bahn über 100 und 200m ist sie aktuelle Rekordhalterin. Der Zeitpunkt ist doch eher überraschend, da es erst in drei Wochen, anlässlich der Schweizermeisterschaften gilt, die beste Form abzurufen und sich für die Weltmeisterschaften zu qualifizieren. Van Berkel ist aber bekannt dafür, dass sie auch aus dem Training heraus sehr starke Zeiten schwimmen kann. Bereits am Samstag verbesserte Marina Ribi vom Schwimmclub Schaffhausen den Schweizerrekord über 200m Vierlagen. Die 21-jährige unterbot in 2:18,97 ihre eigene Bestmarke, die sie erst im Januar dieses Jahres aufgestellt hatte, um 1,79 Sekunden. Beide Athletinnen fühlten sich in Form und waren zuversichtlich, ein gutes Rennen zu zeigen. Beide waren aber erstaunt darüber, dass sie gleich neue Schweizerrekorde aufgestellt hatten.

1.3 Europarekord 200 m Brust. Bei den österreichischen Meisterschaften holte sich Mirna Jukic den Titel über 200m Brust und schwamm dabei in 2:22,91 Minuten einen neuen europarekord. Die 22 Jahre alte Vize-Europameisterin auf der Kurzbahn blieb mit 2:22,91 Minuten um elf Hundertstelsekunden unter der bisherigen Marke der Norwegerin Sara Nordenstam, den diese bei den Olympischen Spielen in Peking im vergangenen Jahr aufgestellt hatte. Der Weltrekord der US-Amerikanerin Rebecca Soni (2:20,22) war nicht in Gefahr. Über die 100-m-Brustdistanz schraubte Mirna Jukic ihren eigenen Landesrekord auf 1:07,06 Minuten, blieb aber deutlich über dem Peking-Europarekord der Russin Julia Efimowa (1:06,08). Dagegen schrammte Markus Rogan über 50 m Rücken mit 24,53 Sekunden nur knapp am Europarekord des Briten Liam Tancock von 24,47 Sekunden vorbei.


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Februar 2009

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28.2. Torres und Peirsol starten in Austin. Zehn Mitglieder der US-Olympiamannschaft 2009 werden am Grand Prix in Austin starten (5.-7.3.2008), unter anderem Aaron Peirsol, Dara Torres, Katie Hoff , Lacey Nymeyer, Peter Vanderkaay und weitere [Website].Line element
25.2. Phelps plant Start nach «Wasserpfeifen»-Affäre. (dpa) Nach Ablauf seiner Sperre wegen der «Wasserpfeifen»-Affäre im Mai will Schwimmstar Michael Phelps in Charlotte erstmals wieder an den Start gehen. Wie die Organisatoren des Grand Prix mitteilten, hat der Rekord-Olympiasieger seine Teilnahme zugesagt. Die Wettbewerbe vom 14. bis 17. Mai sind für Phelps, der vom US-Schwimmverband für drei Monate gesperrt worden ist, der erste Test für die Weltmeisterschaften im Juli in Rom. Eine britische Zeitung hatte ein Foto veröffentlicht, auf dem Phelps beim Gebrauch einer Wasserpfeife zu sehen ist. Der 23-Jährige hatte Anfang Februar die Echtheit des im November 2008 offenbar bei einer Uni-Party im US-Bundesstaat South Carolina aufgenommenen Bildes bestätigt, einen Marihuana-Konsum aber nicht explizit eingeräumt.
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23.2. Sakai schwimmt Kurzbahn-Weltrekord. Die erst 18 Jahre alte japanische Schwimmerin Shiho Sakai hat in 56,15 einen Kurzbahn-Weltrekord über 100 Meter Rücken aufgestellt. Sie verbesserte damit die alte Bestmarke der Amerikanerin Natalie Coughlin von November 2007 um 36/100 Sekunden. «Vor dem Rennen habe ich an den Weltrekord gedacht», sagte Shiho Sakai, «aber als ich die Zeit sah, war ich doch überrascht. Ich bin sehr glücklich.»
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21.2. Das Ende des LZR Racers? Der Tod der leistungssteigernden Schwimmanzüge könnte nahe sein. Die FINA hat als Ergebnis der Gespräche über die Zukunft dieser 'Ausrüstungsgegenstände' ein Communiqué veröffentlicht, das diesen Schluss zumindest für einige Modelle zulässt. Die Guillotine-Kriterien wären der Auftrieb und die Durchlässigkeit des Materials. Allerdings lässt sich die FINA Zeit, vor 2010 sind die Änderungen wohl kaum in Kraft.

Das Communiqué lässt erkennen, dass die FINA nach einigen Wirren nun Tritt fassen könnte und in die richtige Richtung marschieren will. Noch sind allerdings nicht alle Details geklärt, wie man dem Problem endgültig Herr werden möchte. Der LZR darf die neuen Kriterien sicher nicht bestehen. Dies betrifft insbesondere die Frage des Auftriebs. Es geht nicht nur darum, dass der Anzug für sich allein keinen Auftrieb verleihen darf, sondern auch, wenn er vom Schwimmer getragen wird. Hier kommt das Kriterium der Durchlässigkeit ins Spiel. Ob bereits für die WM in Rom Beschränkungen wirksam werden, ist nicht bekannt.

Das FINA Communiqué lautet (frei übersetzt):
  • Form: Der Schwimmanzug darf den Hals nicht bedecken und darf weder über die Schultern noch das Fussgelenk hinausreichen.
  • Material: Das Material darf höchstens 1 mm dick sein. Wenn getragen muss das Material der Körperform folgen. Die Verwendung verschiedener Materialien darf nicht zur Bildung von Luftpolstern führen.
  • Auftrieb: Die Auftriebskraft muss kleiner als 1 N sein (entspricht 100 Gramm).
  • Bau: Es ist verboten Systeme zu verwenden, die eine externe Stimulation verleihen (z.B. Schmerzverminderung, Freisetzung von chemischen oder medizinischen Stoffen, Elektrostimulation).
  • Massanfertigung: Alle Schwimmanzüge eines zugelassenen Modells müssen identisch sein; Anpassungen oder Änderungen für den einzelnen Schwimmer im Vergleich zum zugelassenen Modell sind nicht erlaubt.
  • Gebrauch: Der Schwimmer darf nur einen Anzug auf einmal tragen.
  • Kontrolle: Die FINA wird ein eigenes unabhängiges Kontrollorgan aufbauen. Die wissenschaftlichen Tests werden durch die Gruppe unter der Leitung von. Prof. Jan-Anders Manson von der Eidg. Technischen Hochschule in Lausanne durchgeführt werden (Labor für Polymer- und Verbundstoff-Technologie).
  • Bewilligungen: Die Hersteller können bis am 31.3.2009 Gesuche einreichen.
Die FINA hat also letztlich zugegeben, dass die rasche Zulassung der High-Tech-Anzüge unüberlegt und überstürzt erfolgte – in der gut gemeinten Absicht mehr Spannung in den Schwimmsport zu bringen [ganzer Artikel auf Englisch].
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17.2. Phelps wird nicht angeklagt. Gegen den US-Schwimmstar Michael Phelps wird keine Anklage wegen seiner Marihuana-Affäre erhoben. Das kündigte der Bezirkssheriff von Richland im US-Staat South Carolina, Leon Lott, an. Phelps war auf einer Party mit einer Marihuana-Pfeife fotografiert worden. Der Besitz der Droge ist in South Carolina ein Vergehen, das bei Ersttätern mit einer Geldbusse von 200 Dollar und 30 Tagen Gefängnis geahndet werden kann. Das Foto von Phelps mit der Marihuana-Pfeife hatte Anfang Februar weltweit für Wirbel gesorgt. Der 23-Jährige entschuldigte sich für sein Verhalten. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) akzeptierte dies. Der US-Schwimmverband sperrte Phelps aber für drei Monate. Das Foto wurde auf einer Party im November aufgenommen, als Phelps die University of South Carolina besuchte. Ihm wurde nicht vorgeworfen, selbst Marihuana geraucht zu haben. Medienberichten zufolge soll der Sportler an einer Pfeife gezogen haben, die typischerweise für das Rauchen der Droge verwendet wird.
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14.2. Geoff Huegill vor dem Comeback. Nach dem Gewinn der Bronzemedaille über 50 m Delfin an den olympischen Spielen 2000 und dem WM-Titel 2001 konnte Geoff Huegill nicht mehr reüssieren und zog sich nach Athen 2004 aus dem Wettkampfsport zurück. Das sah man ihm bis vor kurzem auch an: Letztes Jahr wog der 29-jährige130 Kilo. Jetzt hat er die WM-Teilnahme als Ziel, und er befindet sich dafür auf dem besten Weg: An den New South Wales Championships wurde er über 50 m Delfin mit 24.05 Dritter - nur 0.6 Sekunden langsamer als an der WM 2001. Das Gewicht hat er bereits auf 100 Kilo reduziert. Die olympischen Spiele in London seien durchaus auch ein Thema, meinte Huegill. Die WM-Ausscheidungen werden in Australien vom 19.-22. März ausgetragen werden (Telstra Australian Swimming Championships, Sydney, 17.-22.3.2009 [Website]).
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13.2. Skwortsow verbessert eigenen Weltrekord. Der Russe Nikolai Skwortsow hat bei den nationalen Schwimm-Meisterschaften in St. Petersburg seinen eigenen Weltrekord über 200 m Delfin verbessert. In 1:50,53 blieb er 7/100 Sekunden unter der Bestzeit, die er am 13. Dezember 2008 bei den Kurzbahn-Europameisterschaften im kroatischen Rijeka aufgestellt hatte. Für 2009 war dies der erste Weltrekord im Schwimmen, nachdem es im Vorjahr mit 108 Top-Zeiten eine bislang noch nie erlebte Rekordflut gegeben hatte.
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12.2. Jennifer Figge – die schwimmende Hochstaplerin. Letzte Woche liess sich die 56-jährige Amerikanerin als erste Frau feiern, die es schaffte, den Atlantischen Ozean zu durchschwimmen. In Tat und Wahrheit schwamm sie aber nur rund 400 der über 4000 km. Den Rest der Reise verbrachte Figge gemeinsam mit Freunden an Bord eines luxuriösen Riesen-Katamarans. An einem Tag habe sie sogar nur 21 Minuten lang «gebadet». All das gab Figge Anfang Woche in ihrem Wohnort Aspen im US-Bundesstatt Colorado zu, nachdem ihr die «Chicago Sun Times» am 9. Februar vorgerechnet hatte, dass sie mit ihrer deklarierten Schwimmzeit ein Tempo von 35 km/h hätte erreichen müssen.

12.2. Mehrere Festnahmen in der Phelps-Affäre. (dpa) In der Marihuana-Affäre um den US-Schwimmstar Michael Phelps sind mehrere Personen festgenommen worden. Phelps Anwalt wirft der Polizei Übereifer vor. Der Anwalt Joseph McCulloch erklärte am Donnerstag, einem seiner Mandanten werde der Besitz von Marihuana vorgeworfen. Er sei von der Polizei zu der Party vernommen worden, bei der Phelps mit einer Marihuana-Pfeife fotografiert worden sei. Auch ein Zimmergenosse seines Mandanten sei festgenommen worden, obwohl beide nicht auf der Party gewesen seien. Anwalt Dick Harpootlian sagte, sein Mandant sei bei der Festnahme nicht nach der Herkunft oder dem Verkäufer seines Marihuanas befragt worden, sondern nur zu Phelps. Die Festnahmen seien offenbar der Versuch, «einen Helden des öffentlichen Lebens» zu zerstören, sagte McCulloch. Nach Recherchen eines lokalen Fernsehsenders und Angaben von Studenten wurden insgesamt acht Personen festgenommen. Die Polizei im Bezirk Richland wollte sich dazu nicht äussern. «Wir sind noch mitten in den Ermittlungen», sagte Sprecher Chris Cowan. Sheriff Leon Lott hatte angekündigt, Phelps wie jeden anderen Straftäter behandeln zu wollen. Anwalt Harpootlian wirft der Polizei jedoch Übereifer vor. Er werde «völlig anders» behandelt als jeder andere, der Monate zuvor Marihuana geraucht habe. Der Besitz von Marihuana ist in South Carolina ein Vergehen, das bei Ersttätern mit einer Geldbusse von 200 Dollar und 30 Tagen Gefängnis geahndet werden kann. Das Foto von Phelps mit der Marihuana-Pfeife hatte Anfang Februar weltweit für Wirbel gesorgt. Der 23-Jährige entschuldigte sich für sein Verhalten. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) akzeptierte dies. Der US-Schwimmverband sperrte Phelps aber für drei Monate. Das Foto wurde auf einer Party im vergangenen November aufgenommen, als Phelps die University of South Carolina besuchte. Phelps wurde nicht vorgeworfen, selbst Marihuana geraucht zu haben. Medienberichten zufolge soll er an einer Pfeife gezogen haben, die typischerweise für das Rauchen der Droge verwendet wird.
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10.2. Deutsches-Duo mit Siegen. (dpa) Britta Kamrau-Corestein hat ihren ersten Saisonsieg gefeiert. Die 29-Jährige gewann der diesjährigen FINA-Grand-Prix-Serie im argentinischen Rosario das Rennen über 15 Kilometer. Im Schlussspurt setzte sie sich gegen Ana Uwarowa nach 2:11:10 Stunden durch und hatte sechs Sekunden Vorsprung. Bei den Männern war Alexander Studzinksi nach 2:05:02 Stunden am Ziel und verwies dabei den Lokalmatadoren Damian Blaum (2:06:56) aus Argentinien auf Rang zwei. In der Gesamtwertung führt Kamrau-Corestein mit 26 Punkten. Beim Auftaktrennen hatte sie im argentinischen Santa Fe über 57 Kilometer Platz zwei belegt.
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9.2. Frau schwimmt über den Atlantik. Als erste Frau überquerte Jennifer Figge den Atlantik. Die Extremschwimmerin war beinahe einen Monat zwischen riesigen Wellen, Walen und Delphinen unterwegs – und ist trotzdem noch nicht am Ziel. Am 12. Januar war Jennifer Figge vom Kap Verde losgeschwommen – ins Nichts. Denn normalerweise liegt das Ziel nicht am anderen Ende des Atlantiks. Bei Jennifer Figge schon. Jetzt hat sie in Trinidad zum ersten Mal seit beinahe einem Monat wieder festen Boden unter den Füssen. Bei ihrer Schwimmodyssee wurde Figg von einer Crew auf einem Boot begleitet. Zum Schutz vor Haien schwamm sie in einem Schlepp-Käfig. Bis zu acht Stunden verbrachte die Extremsportlerin pro Tag im Wasser – die Crew warf ihr vom Boot aus Energy-Getränke zu. Wenns stürmte, brachte ihr ein Taucher die Zwischenverpflegung. Um den täglichen Verbrauch von ca. 8000 Kalorien zu decken, futterte Figg reichlich Kraftnahrung: Am Morgen jeweils Pasta und Kartoffeln, am Abend Fleisch, Fisch und Erdnussbutter. Um diese Leistung überhaupt vollbringen zu können, trainierte Figg in einem Freibad, auch wenn es draussen schneite. Noch vor dem Start liess sie gegenüber der «Assosiated Press» verlauten, sie werde derart an ihre Grenzen gehen müssen, dass sie täglich mehrere Male erbrechen werde. Deshalb gehörte auch ein Arzt zu ihrem Betreuerstab. Auf ihrer Reise wurde Jeniffer Figge von Delphinen, Schildkröten und Walen begleitet. Haifische sah die Schwimmerin allerdings nie. Beinahe 10 Meter hohe Wellen sorgten aber dafür, dass das Schwimmen im Atlantik aber trotzdem nicht immer ungefährlich war. Figge ist die erste Frau, welche den Atlantik schwimmend überquert – dem Franzosen Benoit Lecomte ist das Kunststück bereits 1999 gelungen, als er die über 4000 Meilen von Massachusetts nach Frankreich schwimmend zurücklegte. Wie viele Meilen Figg unterwegs war, wird erst am Schluss ihrer Leistung errechnet – und die endet nicht in Trinidad. Sie will nämlich weiter bis zu den Britischen Virgin Islands schwimmen. Dort will sie Ende Februar ankommen.

9.2. Pietsch: Leistungssport hat Krebs gefördert. Die an Brustkrebs erkrankte Schwimmerin Janine Pietsch hat offen über die Folgen ihrer Chemotherapie gesprochen und den Hochleistungssport als mögliche Ursache für ihr Leiden ausgemacht. "Als Sportler rennst du durchs Leben wie ein Bekloppter. Ich bin mit Antibiotika wieder ins Wasser gegangen. Ich glaube, dass das auch Dinge sind, die den Krebs fördern", sagte die 26-jährige der "Bild am Sonntag". "Der Körper bildet jeden Tag 1000 Krebszellen. Das Immunsystem schafft es irgendwann nicht mehr, sich dagegen zu wehren, weil man als Leistungssportler ständig an die Grenzen geht."
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6.2. Phelps für drei Monate gesperrt. (dpa) - Der US-Schwimmverband hat den 14-fachen Olympiasieger Michael Phelps wegen der Wasserpfeifen-Affäre für drei Monate gesperrt. Wie der US-Nachrichtensender CNN weiter berichtete, werde Phelps in dieser Zeit auch keine finanzielle Unterstützung erhalten. Phelps habe zwar keine Anti-Doping-Regel verletzt, jedoch habe der achtmalige Goldmedaillengewinner der Olympischen Sommerspiele von Peking viele Menschen enttäuscht. Der Schwimmstar entschuldigte sich für «sein Fehlverhalten», einen möglichen Konsum von Marihuana hatte er bisher aber nicht eingeräumt. Zuvor hatte Kellogg Co. mitgeteilt, der Vertrag mit Phelps werde nicht verlängert. Eine Sprecherin des Nahrungsmittelkonzerns sagte, das Verhalten passe nicht zum Image von Kellogg. Der Vertrag läuft Ende Februar aus. Das britische Boulevard-Blatt «News of the World» hatte ihn mit einer Wasserpfeife am Mund abgebildet. Ein Verlust seiner acht Goldmedaillen von Peking droht Phelps allerdings nicht. Insgesamt hat Phelps bisher bei olympischen Spielen 14 Mal Gold geholt und ist damit der erfolgreichste Athlet der olympischen Geschichte. Im Dezember 2004 hatte ein US-Gericht Phelps zu 18 Monaten auf Bewährung verurteilt, weil er alkoholisiert am Steuer seines Wagens erwischt wurde. Die Sponsoren hatten damals seine Reue akzeptiert. Nach der neuerlichen unrühmlichen Episode muss er nun mit Millionen- Verlusten rechnen. Zwei Top-Sponsoren (Speedo, Omega) bekannten sich indes bereits zum weiteren Engagement mit ihm und werteten seine Erklärung als positives Zeichen.
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4.2. Van Almsick: Zweite Chance für DDR-Doping-Trainer. (dpa) - Franziska van Almsick fordert eine zweite Chance für ehemalige Doping-Trainer. In einem Interview der «Bild»-Zeitung» machte sich die stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Sporthilfe für einen faireren Umgang mit Trainern stark, die zu DDR-Zeiten Athleten gedopt haben. Man solle sich 20 Jahre nach dem Mauerfall und teilweise 30 Jahre nach solchen Vergehen, «schnellstmöglich etwas einfallen lassen, um diese Themen abzuschließen». «Ich bin für ein rechtsstaatliches Prinzip. Jeder hat eine zweite Chance verdient», erklärte die ehemalige Schwimmerin. Durch ihre Kindheit in der ehemaligen DDR kenne sie den dortigen «Systemzwang». «Nicht jeder hat die Courage, sich gegen ein ganzes System zu stellen», sagte sie in dem Interview weiter, «Aber soll man diesen Menschen dann ein ganzes Leben verteufeln?» An einen neuen Ost-West-Konflikt glaube sie unterdessen nicht. Man solle nicht glauben, dass «Doping nur in der DDR existierte». «Nein, das gab es damals auch im Westen, wenn auch kein systematisches», betonte van Almsick.
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3.2. IOC akzeptiert Phelps' Entschuldigung. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat die Entschuldigung von Michael Phelps in der Wasserpfeifen-Affäre akzeptiert und ist zuversichtlich, dass der Schwimmstar aus seinem "unangemessenem Verhalten" lernen wird. In einer Medienmitteilung erklärte das IOC, Phelps sei ein "grosser olympischer Champion". "Er hat sich für sein unangemessenes Verhalten entschuldigt. Wir haben keinen Grund, an seiner Ernsthaftigkeit und an seinem Willen zu zweifeln, sich in Zukunft wie ein Vorbild verhalten zu wollen", so das IOC weiter. Der 14-fache Olympiasieger hatte sich am Sonntagabend für "sein Fehlverhalten" entschuldigt, nachdem das britische Boulevard-Blatt "News of the World" ihn mit einer Wasserpfeife am Mund abgebildet hatte.

3.2. Wasserpfeifen-Affäre um Phelps. (dpa) - Das Saubermann-Image von US-Schwimmstar Michael Phelps hat einen tiefen Kratzer abbekommen. Der 14-malige Olympiasieger hat ein Fehlverhalten eingeräumt, nachdem ihn die britische Zeitung «News of the World» mit einer Wasserpfeife am Mund abgebildet hatte. Phelps sprach in einer der Nachrichten-Agentur AP übermittelten Stellungnahme von einem «bedauerlichen Verhalten», das eine «Fehleinschätzung» demonstriere. Gleichzeitig bestätigte der 23-Jährige die Echtheit des Fotos. Nach Angaben des Boulevard-Blatts wurde das Bild am 6. November 2008 bei einer Feier an der Universität South Carolina aufgenommen. «News of the World» berichtete, es handele sich dabei um eine Cannabis-Pfeife. Andere Medien schrieben von einer Marihuana-Pfeife. «Trotz meiner Erfolge im Becken habe ich unangemessen agiert, nicht so, wie man es von mir erwarten kann. Das tut mir leid. Ich verspreche meinen Fans und der Öffentlichkeit, dass so etwas nie wieder passieren wird», sagte Phelps, der bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking acht Goldmedaillen gewonnen und damit den Rekord von Mark Spitz aus dem Jahr 1972 (7) verbessert hatte. Mit insgesamt 14 Olympiasiegen ist er der erfolgreichste Sportler. Cannabis steht auf der Doping-Liste. In der Vergangenheit wurden Sportler bereits wegen Cannabis-Konsums gesperrt, allerdings nur, nachdem die Substanz bei Doping-Tests festgestellt worden war. Seit den olympischen Schwimm-Wettkämpfen im August hat Phelps keine Wettbewerbe mehr bestritten. Erst vor einigen Wochen hatte er wieder mit dem Training begonnen und bekannt, wie schwer ihm die Einheiten fielen. Der Star von Peking schloss millionenschwere Werbeverträge ab und hatte zahlreiche öffentliche Auftritte. Die Schwimm-WM im Juli in Rom will Phelps nur mit einem reduzierten Wettkampf-Programm angehen. Erst vor kurzem hatte er sein Karriereende nach den Olympischen Spielen 2012 in London angekündigt.
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2.2. Flori Lang unterbietet Schweizerrekord über 100m Rücken. (Swiss Swimming) Flori Lang unterbot am internationalen Meeting in Uster den Schweizerrekord über 100m Rücken auf der kurzen Bahn. Der Zürcher im Dienst des Schwimmclubs Uster-Wallisellen schlug nach 53,16 Sekunden an und war damit sechs Hundertstel schneller als Jonathan Massacand im April 2008. Lang stellte den Rekord bereits in den Vorläufen auf und verzichtete auf den Final, für den er sich als Viertschnellster qualifiziert hätte. Er zog es vor, über 50m Freistil an den Start zu gehen, wo er in 21,93 Sekunden Dritter wurde. Für den zweiten Schweizer Podestplatz sorgte Carmela Schlegel vom Schwimmclub Uster-Wallisellen über 200m Brust. Die Bündnerin wurde in 2:27,63 ebenfalls Dritte [Resultate].



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Januar 2009

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31.1. Alex Liess unterbietet Schweizerrekord über 200m Delfin. (Swiss Swimming) Alex Liess vom Schwimmclub Uster-Wallisellen unterbot beim Internationalen Meeting von Uster den Schweizerrekord über 200m Delfin. In 1:58,31 schwamm der 17-jährige überraschend zu seinem ersten Schweizerrekord. Er unterbot die alte Bestmarke von Philippe Meyer aus dem Jahr 1999 um 0,44 Sekunden. Im ausserordentlich stark besetzen Feld belegt Liess den dritten Rang. Die drei weiteren Podestplätze des ersten Finaltages aus Schweizerr Sicht erreichten Swann Oberson als Dritte über 400m Freistil (4:12,30), Carmela Schlegel als Zweite über 100m Brust (1:08,40) und Flori Lang als Zweiter über 100m Freistil in ausgezeichneten 47,84 Sekuden. Der Zürcher verpasste damit den Schweizerrekord von Dominik Meichtry gerade mal um 16 Hundertstel [Resultate].
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28.1. Noch einmal Olympia, dann ist Schluss. (si/sid) Michael Phelps, mit vierzehn Goldmedaillen bisher der erfolgreichste Olympionike, wird nach den Sommerspielen 2012 in London seine Karriere beenden und sich danach den Freuden des Lebens widmen. In vier Jahren werde ich meinen Schwimmanzug an den Nagel hängen, sagte der 23-Jährige aus Baltimore am Dienstag in einer Pressekonferenz in Saudiarabiens Hauptstadt Riad. Michael Phelps war am Arabischen Golf gemeinsam mit dem neunmaligen Leichtathletik-Olympiasieger Carl Lewis und dem viermaligen Eisschnelllauf-Olympiasieger Johann Olav Koss Teilnehmer an einem Kongress zum Thema Sport und seine gesellschaftliche Entwicklung. Der Amerikaner bestätigte in Riad, dass er inzwischen wieder mit dem Training begonnen habe. Es sei sehr schmerzhaft und hart gewesen, meinte Phelps, der im Juli in Rom an den Weltmeisterschaften starten will. Dort möchte er aber nur auf kurzen Distanzen antreten. In London 2012 strebt Phelps keinen neuerlichen achtfachen Gold-Coup wie in Peking an. Er werde an grossen Veranstaltungen nie wieder acht Wettbewerbe absolvieren, hatte er vor seiner Abreise nach Saudiarabien erklärt. Die Olympischen Spiele in Englands Hauptstadt will er entspannter angehen. «Ich habe dadurch mehr Zeit, um Eindrücke zu sammeln oder vielleicht auch einmal am Rand zu stehen und anzufeuern. Das ist etwas, worauf ich mich wirklich freue und was sicherlich viel Spass bringt.»
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22.1. Manaudou macht Pause. (sid) Die von mentalen Problemen und Verletzungen belastete Doppel-Weltmeisterin Laure Manaudou hat wenige Wochen nach Beginn des WM-Jahres ihren Rückzug für diese Saison bekannt gegeben. Die 22-jährige Französin will eine Wettkampfpause einlegen, die Karriere allerdings noch nicht beenden. "Laure fühlt sich völlig ausgelaugt und hat die Freude am Schwimmen verloren. Deshalb kann sie im Moment nicht die physischen und mentalen Qualitäten aufbieten, die man für Topleistungen braucht", teilte Manaudous Anwalt Didier Poulmaire in einem offiziellen Statement mit. "Sie legt nur eine Pause ein, ihre Karriere will sie definitiv noch nicht beenden", verkündete anschließend Paul Leccia, der Vorsitzende von Manaudous derzeitigem Verein in Marseille. Nach Auskunft von Manaudous Vater Jean-Luc hat seine Tochter vor, die nächste Zeit in den USA zu verbringen: "Ich verrate keine Geheimnisse. Sie wird in die USA gehen und vielleicht Frederic Bousquet begleiten." Der zweifache Kurzbahn-Weltmeister will sich im Team der Auburn-Universität auf die WM vorbereiten. Freistil-Spezialistin Manaudou hatte seit der Trennung von ihrem langjährigen Trainer Philippe Lucas im Mai 2007 nur noch Rückschläge hinnehmen müssen. Fünfmal wechselte die 400-m-Olympiasiegerin von Athen in diesem Zeitraum den Verein, hinzu kamen private Schwierigkeiten und die Trennung von Lebenspartner Luca Marin. Als weiteres Handicap erwies sich eine hartnäckige Schulterverletzung, die sie schon bei den Olympischen Spielen in China behinderte. Peking endete für die Französin in einem Desaster. In diesem Jahr wollte Manaudou eigentlich ihre WM-Titel über 200- und 400-m-Freistil bei den Weltmeisterschaften in Rom verteidigen. Erstmals 400-m-Weltmeisterin war sie schon 2005.
Line element21.1. Zeitungsberichte:
[Danielle Villars: Ich schwimme jetzt viel mehr]
[Start in die Langbahnsaison]
Line element20.1. Überraschung für die Limmat Sharks [Bericht]Line element
18.1. Marina Ribi verbessert Schweizerrekord über 200m Vierlagen. (Swiss Swimming) Die Schaffhauserin Marina Ribi hat am internationalen Rhenania Cup in Köln den Schweizerrekord über 200m Vierlagen auf der langen Bahn verbessert. Mit ihrer Zeit von 2:20,76 war die 20-jährige um 0,06 Sekunden schneller als Céline Baillod im Jahr 2007. Es ist dies nach dem 400m Vierlagenrekord vor einem Monat in Rijeka das zweite Mal, dass RIbi eine nationale Bestmarke aufstellt.
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17.1. Martina van Berkel mit Schweizerrekord über 100m Delfin. (Swiss Swimming) Martina van Berkel hat am internationalen Meeting von Genf den Schweizerrekord über 100m Delfin verbessert. Mit ihrer Zeit von 1:01,86 war sie 0,21 Sekunden schneller als Carla Stampfli im Jahr 2004. Van Berkel, die in einer Woche 20 Jahre alt wird, stellt damit den ersten Rekord im neuen Jahr auf. Speziell vorbereitet sei sie nicht gewesen, so ihr Trainer Dirk Reinicke, einfach frei im Kopf und unbeschwert angetreten. Es war dies schon der fünfte Einsatz der Limmat Sharks Athletin am Freitag, die zuvor schon den Vorlauf und Final über 200m Rücken, den Final über 400m Lagen und den Vorlauf über 100m Delfin absolviert hatte [Resultate] .
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14.1. Phelps nach Olympia-Triumph völlig außer Form. (sid) Vier Monate nach seinem achtfachen olympischen Triumph ist US-Schwimmstar Michael Phelps in Peking erstmals wieder ins Wasser gestiegen. "Meine Form existiert im Moment nicht. Ich bin weit davon entfernt, in Form zu sein", sagte Phelps im Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. "Vier Monate sind die längste Zeitspanne, in der ich nicht geschwommen bin. Ich weiß, dass mich in den kommenden Monaten viel Schmerz erwartet", erklärte der 23-Jährige im "Yingdong Natatorium", Schauplatz der olympischen Wasserball-Wettbewerbe. Phelps war nach Peking zurückgekehrt, um einen Werbespot für einen japanischen Automobilhersteller zu drehen. Er besuchte auch den "Wasserwürfel", in dem er mit acht Goldmedaillen den Rekord seines Landsmannes Mark Spitz (sieben Mal Gold 1972) geknackt hatte. "Jetzt aber will ich nach Hause und wieder einen normalen Lebensrhythmus beginnen", sagte Phelps: "Es wird Tage geben, an denen ich aufwache und sage: Ich will das alles nicht mehr. Aber im Moment habe ich große Ziele, und ich werde nicht aufhören, bevor ich diese erreicht habe." Erste Station 2009 ist die WM im Juli in Rom.
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11.1. Zeitungsberichte:
Als Trainer Olympische Spiele erleben
Es gibt keine Zielsetzung für Medaillen
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7.1. Junior Pan-Pacific Swimming Championships, Guam, 8.-12.1.2009 [Website]
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2.1. Bolt siegt knapp vor Phelps. (si) Der 22-jährige jamaicanische Spinter Usain Bolt und die 26-jährige russische Stabspringerin Jelena Isinbajewa sind von den Mitgliedern der Internationalen Sportjournalisten-Vereinigung (AIPS) zu den Sportlern des Jahres 2008 gewählt worden. Der dreifache Olympiasieger Bolt trat mit seinem Sieg die Nachfolge von Roger Federer an, dem die Ehre in den letzten drei Jahren zuteil kam. (si/apa) Usain Bolt setzte sich in der Online-Umfrage unter 571 Journalisten aus 96 Ländern knapp vor dem Amerikaner Michael Phelps, dem achtfachen Gold-Gewinner von Peking, und Wimbledon- und French-Open- Sieger Rafael Nadal aus Spanien durch. Bei den Frauen siegte Olympiasiegerin und Weltrekordhalterin Jelena Isinbajewa überlegen vor der Kenyanerin Pamela Jelimo (Leichtathletik) und der Tennis-Weltranglisten-Ersten Jelena Jankovic aus Serbien. Bei den Teams setzte sich Fussball-Europameister Spanien vor der jamaicanischen Sprint-Staffel der Männer und Champions-League-Sieger Manchester United durch.


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