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Swim News Mai bis August 2009 |
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[Mai 2009] [Juni 2009] [Juli 2009] [August 2009] August 200924.8. Fitness ohne Training durch "Phytodoping" ? (Ärztezeitung) Ganz ohne Trainingsanstrengung die körperliche Fitness verbessern - diese "bequeme" Leistungssteigerung scheint mit dem Wirkstoff [Quercetin] möglich zu sein. Ein neuer Fall für die Dopingkontrolleure? Das Polyphenol Quercetin - sein Name verweist auf eine Beziehung zur Eiche (lateinisch Quercus) - kommt in höherer Konzentration etwa in Zwiebeln, Äpfeln oder Brokkoli vor. Dem Pflanzenfarbstoff werden starke antioxidative und antiinflammatorische Eigenschaften zugeschrieben. Ein US-Forscherteam um Dr. J. Mark Davis an der Universität in Columbia hat seit einiger Zeit eine weitere potenzielle Wirkung im Visier. Im Tierexperiment fand die Gruppe Anhaltspunkte dafür, dass Quercetin auch die Biogenese der Mitochondrien, die als biochemische "Kraftwerke" der Zellen gelten, verbessern kann. In der Studie war die Verbesserung der mitochondrialen Biogenese mit einer erhöhten Ausdauerkraft assoziiert. Lässt sich mit dem Polyphenol Quercetin auch bei Menschen die Fitness ohne die Mühsal eines schweißtreibenden Ausdauertrainings verbessern? Die Antwort brachte kürzlich eine kleine Studie bei zwölf gesunden, aber sportlich untrainierten Probanden. Diese erhielten jeweils sieben Tage lang entweder zweimal täglich ein Präparat mit 500 mg reinem Quercetin oder Placebo. Am Beginn und am Ende der einwöchigen Behandlungsperiode stand jeweils ein Belastungstest auf dem Fahrradergometer. Die Einnahme von Quercetin war mit einer moderaten Verbesserung der maximalen Sauerstoffaufnahme (VO2) um 3,9 Prozent assoziiert, berichten die Forscher im "International Journal of Sport Nutrition and Exercise Metabolism". Deutlicher war die Verbesserung beim Parameter Zeit bis zur Erschöpfung (time to fatigue), die um 13,2 Prozent verlängert wurde. Die Autoren schlussfolgern: Quercetin verbesserte bei Untrainierten die Ausdauerleistung in einem Maße, wie es sonst nur durch konsequentes Training zu erreichen ist. Ob das neue Möglichkeiten nicht nur zum Doping, sondern auch zur Krankheitsprävention eröffnet, bleibt abzuwarten. 16.8. Abgelaufener Führerschein: Phelps muss vor Gericht. (sid) Schwimm-Superstar Michael Phelps hat nach seinem Autounfall von Donnerstagnacht eine gerichtliche Vorladung erhalten. Der 24-jährige US-Amerikaner hatte nach Angaben der Polizei der Stadt Baltimore einen abgelaufenen Führerschein. Außerdem wurde bekannt, dass Phelps etwa 75 Minuten vor dem Crash ein Bier getrunken hatte. Da er keinerlei Anzeichen einer Beeinträchtigung zeigte, verzichtete die Polizei aber auf einen Alkoholtest. Der Vorfall an einer Kreuzung, bei dem Phelps' Cadillac Escalade stark beschädigt wurde, wurde durch die Fahrerin eines anderen Wagens verursacht, die eine rote Ampel übersah. Sie wurde wegen Rückenschmerzen im Krankenhaus behandelt. Der Rekord-Olympiasieger Phelps klagte über Schmerzen im rechten Knöchel, verzichtete aber auf medizinische Untersuchungen. Seine beiden Mitfahrer blieben unverletzt. Phelps droht laut der Nachrichtenagentur AFP keine Geldstrafe, er muss aber vor Gericht erscheinen. Seine Fahrerlaubnis war nicht nur abgelaufen, sondern stammte außerdem noch aus seinem alten Wohnort in Michigan. Zugezogene in Maryland müssen nach der Ummeldung ihren Führerschein erneuern, damit er seine Gültigkeit beibehält. Für Phelps ist es bereits das dritte Mal, dass er mit dem Gesetz in Konflikt gerät. Nach seinen sechs Olympiasiegen 2004 in Athen wurde er wegen Trunkenheit am Steuer zu 18 Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt. Anfang des Jahres wurde gegen Phelps wegen Rauschgiftbesitzes ermittelt, eine Anklage wurde wegen Mangel an Beweisen nicht erhoben. Zuvor hatten Fotos, auf denen Phelps mit einer Wasserpfeife zu sehen war, für negative Schlagzeilen gesorgt. 15.8. Rückblick JSM Renens. Mit 19 Sportlern machten sich die Limmat Sharks unter der Leitung von Kathi Massow und Christian Müller auf nach Renens zu den Schweizer Jugendmeisterschaften. 18 davon konnten sich für einen Finallauf qualifizieren, und 13, also mehr als 2/3 der Teilnehmer, brachten schließlich Medaillen nach Hause (10 in Einzelrennen, drei weitere mit den Staffeln). Mit insgesamt 26 Medaillen haben die LimmatSharks die dritthöchste Ausbeute aller schweizer Vereine erreicht. Eifrigste Medaillensammlerin war Danielle Villars (Jg. 93), die in ihren Einzelrennen 5 Gold-, eine Silber- und eine Bronzemedaille gewann. Dazu kommt eine weitere Silbermedaille mit der 4x100m Freistil-Staffel der Mädchen. Danielle konnte eine Woche nach der JEM über 100m Freistil, 100 und 200m Rücken, 100m Delphin und 200m Lagen (hier ein wenig überraschend) gewinnen, über 400m Freistil wurde sie 2., und in 200m Freistil blieb nach einem nicht geglückten Rennen der 3. Platz. Auf Seiten der Herren war der eifrigste Medaillensammler Neu-Shark This Oderbolz (Jg. 95), der 100m und 200m Freistil und 200m Lagen deutlich für sich entscheiden konnte. In allen drei Rennen gelang ihm das Unterbieten der Nationalkader-Limite, ein wenig überraschend war auch hier die Leistung über 200m Lagen, die noch höher einzuschätzen ist als die über die gleichlange Freistildistanz. Dies ist ein Novum für This. Über 400m Freistil konnte er noch einen dritten Platz erschwimmen, wobei er hier seine Bestzeit nicht ganz erreichen konnte. Sergio Zarro (Jg. 95) konnte sich mit drei Bronzemedaillen (100 und 200m Delphin, 200m Rücken) in die Ergebnislisten eintragen, mit seiner besten Leistung über die lange Rückendistanz. Kathrin Appenzeller (Jg. 94) erschwamm sich ebenfalls drei Medaillen, zwei dritte Plätze über 100 und 200m Rücken, sowie einen 2. Platz in 200m Lagen, hier mit ihrer bestem Rennen. Die noch fehlenden Medaillengewinner erschwammen sich je eine in ihren Einzelrennen: Flavio De Corso (Jg. 92), der sehr starke Konkurrenz in seinen Hauptrennen hatte, wurde dritter in 200m Brust, brachte auf der anderen Seite das Kunstück fertig, sich gleich in beiden Lagendistanzen disqualifizieren zu lassen, Daniel Grice (Jg. 94) wurde dritter in 1500m Freistil, Aron Serafini (Jg. 93) erreichte denselben Platz in 200m Rücken, Stephanie Dreier (Jg. 96) konnte zweite über 200m Delphin werden, dasselbe gelang Elina Piesbergen (Jg. 91), und Tamara Rangelov sicherte sich den 3. Rang über 100m Rücken. Die 4x100m Freistil-Staffeln der Mädchen konnte in der Besetzung Florence Sigg (Jg. 94), Kathrin Appenzeller, Sara Mamié (Jg. 96) und Danielle Villars einen guten 2. Rang erreichen, bei den Jungen wurden die 4x100m Freistil- und -Lagen-Staffeln bestehend aus Aron Serafni, Sergio Zarro, Alexander Ammann (Jg. 94) und This Oderbolz jeweils dritte. Zusätzlich zu den Medaillen standen noch 12 viete, 8 fünte und ebensoviele sechste Plätze zu Buche, die das erneut starke Bild der Limmat Sharks an den Nachwuchsmeisterschaften abrundeten. Danach hatten sich Schwimmer und Trainer die Sommerpause verdient, in der neue Energie für die nächste Saison gesammelt wird. 15.8. Michael Phelps nach Autounfall unverletzt. (dpa) - Schwimmstar Michael Phelps hat einen Autounfall unverletzt überstanden. Der 14-fache Olympiasieger aus den USA kollidierte in der Nacht auf den 14. August in seinem Cadillac mit einem anderen Fahrzeug. Phelps konnte in Baltimore ebenso wie seine beiden Mitfahrer sein beschädigtes Auto unverletzt verlassen. Die Fahrerin des anderen Wagens wurde in einem Krankenhaus behandelt, teilte die örtliche Polizei mit. Phelps wurde über den Unfallhergang befragt; Alkohol hat nach Polizeiangaben keine Rolle gespielt. Der 24-Jährige hatte mehrfach Probleme mit dem Gesetz. Im November 2004 war er wegen Trunkenheit am Steuer verhaftet und zu 18 Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt worden. Nach einem Foto, das ihn mit einer Wasserpfeife an den Lippen zeigt, war Phelps vom US-Verband Anfang Februar für drei Monate suspendiert worden. Ein Sheriff im US-Bundesstaat South Carolina hatte ermittelt, wegen fehlender Beweise aber kein Verfahren angestrengt. Trotz der Eskapade und reduzierten Trainings war Phelps mit fünf Goldmedaillen bei den Weltmeisterschaften in Rom der erfolgreichste Schwimmer. Über die 200 Meter Freistil hatte ihm jedoch Paul Biedermann (Halle/Saale) seine erste Niederlage seit fünf Jahren hinzugefügt. 13.8. Schipper verbesssert Delfin-Weltrekord. (sid) Die Weltrekordflut im Schwimmen hält auch bei den australischen Meisterschaften auf der Kurzbahn in Hobart an. Nach Lisbeth Trickett (100 m Freistil), Christian Sprenger (200 m Brust) und Emily Seebohm (100 Meter Lagen) verbesserte Jessicah Schipper die Bestmarke über 100 m Delfin. Die 22-Jährige schlug nach 55,68 Sekunden an und unterbot damit die bisherige Bestzeit von Trickett um sechs Hundertstelsekunden [Resultate]. 12.8. Australier setzen Rekordflut im Schwimmen fort. (sid) Die Weltrekordflut im Schwimmen hält auch nach der WM in Rom unvermindert an. Bei den australischen Meisterschaften auf der Kurzbahn in Hobart stellten Lisbeth Trickett über 100 Meter Freistil, Christian Sprenger über 200 Meter Brust und Emily Seebohm über 100 Meter Lagen weitere Bestmarken auf. Trickett schraubte ihre eigene drei Jahre alte Marke um 69 Hundertstel auf 51,01 Sekunden. In Rom hatte die 24-Jährige auf der 50-Meter-Bahn beim Weltrekord von Britta Steffen (52,07) hinter der Berlinerin und der Britin Francesca Halsall Platz drei belegt. Sprenger verbesserte den fünf Jahre alten Weltrekord von Ed Moses aus den USA um 94 Hundertstel auf 2:01,98 Minuten. Seebohm blieb in 58,54 Sekunden 26 Hundertstel unter der sieben Jahre alten Marke der US-Amerikanerin Natalie Coughlin. Allein in Rom hatte es 43 Weltrekorde gegeben. Bis zum Ende des Jahres ist mit einer Vielzahl von weiteren Rekorden zu rechnen. Ab 1. Januar 2010 greift dann das Verbot des Weltverbandes FINA für die umstrittenen High-Tech-Anzüge. Dann sind nur noch Badehosen und Badeanzüge in Textil bis oberhalb der Knie erlaubt [Resultate]. 9.8. Jackson schwimmt Weltrekord über 400m Freistil. (sid) Die britische Schwimmerin Joanne Jackson hat einen neuen Kurzbahn-Weltrekord über 400m Freistil aufgestellt. Bei den britischen Meisterschaften in Leeds schlug die 22-Jährige nach 3:54, 92 Minuten an und blieb damit 1,17 Sekunden unter der alten Bestmarke der Französin Laure Manaudou (3:56,09). Jackson war über diese Distanz im März auch auf der 50-m-Bahn bereits Weltrekord geschwommen (4:00,66). Diese Bestmarke wurde von Federica Pellegrini aber bereits zweimal verbessert. Bei der Schwimm-WM in Rom schwamm die Italienerin die 400m Freistil als erste Frau unter vier Minuten (3:59,15) [Resultate]. 8.8. Hardy steigert WR auch über 100 m Brust. Die 22-jährige Amerikanerin stellte an den offenen nationalen Meisterschaften in Federal Way auch einen neuen Weltrekord über 100 m Brust auf. In 1:04,45 war Hardy um 40 Hundertstel schneller als ihre Landsfrau Rebecca Soni vor acht Tagen bei den Weltmeisterschaften in Rom. 8.8. Hardy nach Sperre mit Weltrekord. (dpa) - Die Amerikanerin Jessica Hardy hat nur eine Woche nach Ablauf ihrer einjährigen Dopingsperre in der US-Kleinstadt Federal Way einen Schwimm-Weltrekord über 50 Meter Brust aufgestellt. Sie blieb bei den offenen US-Meisterschaften in 29,95 Sekunden 14/100 Sekunden unter der Bestmarke von Julija Efimowa, die damit lediglich vier Tage bestand. Erst am 2. August war die Russin bei den Weltmeisterschaften in Rom Rekord über diese nichtolympische Strecke geschwommen. Die 22-jährige Hardy war bei den US-Ausscheidungen für die Olympischen Spiele 2008 in Peking beim Missbrauch von Clenbuterol erwischt worden. Dieses Asthmamittel ist für seine anabole Wirkung bekannt. Vor einem amerikanischen Gericht konnte sie die zunächst für zwei Jahre ausgesprochene Sperre um die Hälfte reduzieren. Allerdings droht ihr weiteres Ungemach: Weder der Welt-Schwimmverband FINA noch die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA wollen sich mit der Einjahressperre abfinden und ziehen vor den Internationalen Sportgerichtshof (CAS). Ziel ist die nachträgliche Verlängerung von Hardys Sperre bis Juli 2010 sowie ihr vorzeitiger Ausschluss von den Olympischen Spielen 2012 in London. Das Ansinnen beruht auf der erneuerten Charta des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), nach der ein Sportler für die kommenden Spiele gesperrt ist, wenn er mindestens sechs Monate vor Olympia positiv getestet wurde. Eine Entscheidung des CAS wird für Ende des Jahres erwartet [Resultate US Open]. 8.8. Pierse schwimmt Weltrekord über 200 m Brust. (sid) Die Kanadierin Annamay Pierse hat beim britischen Kurzbahn-Grand-Prix der Schwimmer in Leeds am Freitag einen Kurzbahn-Weltrekord über 200m Brust aufgestellt. Die Vizeweltmeisterin von Rom unterbot in 2:16,83 Minuten ihre eigene Bestmarke vom März dieses Jahres um 67 Hundertstelsekunden. Pierse hatte bei der WM in Rom im Halbfinale auch den Weltrekord der US-Amerikanerin Rebecca Soni über 200 m Brust auf der 50-m-Bahn auf 2:20,12 Minuten verbessert. Im Finale musste sie dann Gold der Serbin Nadja Higl überlassen. 5.8. «Ich wäre in Kalifornien willkommen». An der WM in Rom verpasste Flori Lang den Final um eine Hundertstel. Wie er mit dem Ärger umgeht, was ihn tröstet und wieso er mit einem Kunsthändler essen geht [weiter]. 3.8. Rom für die Ewigkeit: 43 Weltrekorde an den Schwimm-WM. Michael Phelps ist an den Schwimm-WM in Rom mit fünf Gold- und einer Silbermedaille der erfolgreichste Athlet gewesen. Der US-Star aus Baltimore hatte sich nach seinen acht Goldmedaillen in Peking eine Pause von sechs Monaten gegönnt und war deshalb nicht in optimaler Verfassung nach Rom gereist [weiter]. [Website] [Omegatiming Swimming] 2.8. «Es macht mich traurig und etwas wütend». Deutscher Schwimmstar Biedermann weiss, dass er die Römer Leistungen erklären muss. Letzten Sonntag brachen Sie den scheinbar ewigen Weltrekord von Ian Thorpe über 400 m Crawl, am Dienstag waren Sie über 200 m schneller als der scheinbar unschlagbare Michael Phelps – und schnappten sich auch diesen Rekord. Alles nur wegen der Schwimmanzüge? [weiter] 2.8. Versöhnlicher Abschluss der WM mit zwei Rekorden. Marina Ribi über 400m Lagen und die 4x100m Lagenstaffel der Männer sorgten für einen versöhnlichen Abschluss der WM in Rom. Ribi unterbot im Vorlauf ihren eigenen Schweizerrekord um satte 2,4 Sekunden auf 4:50,53. Die Schaffhauserin darf mit ihren beiden Einsätzen sehr zufrieden sein zumal sie dazwischen eine ganze Woche überbrücken musste, was im Umfeld einer grossen Meisterschaft nicht einfach ist. Die Lagenstaffel mit Flori Lang, Benjamin Le Maguet, Damien Courtois und Gregory Widmer kam mit einer Zeit von 3:41,10 ins Ziel, 1,68 Sekunden schneller als die Olympiastaffel von Sydney im Jahr 2000. Mit der Zeit kam die Staffel aber nicht über den 25. Rang hinaus. Damit geht die WM für das Schweizer Team zu Ende. Mit zwei Halbfinals (Meichtry und Lang jeweils 9.), einer Bestzeitenquote von knapp 30% sowie acht Schweizerrekorden fällt die Bilanz schlechter aus als erwartet. Meichtry und Lang fehlte das kleine Quäntchen Glück für den Einzug in den Final, beide haben aber bewiesen, dass sie mit der Weltspitze mithalten können. Unter den Erwartungen schnitten vor allem die Hoffnungsträger ab, von denen man sich Halbfinal- oder im besten Fall sogar Finalplätze erhofft hatte. Ihnen gelang die notwendige Steigerung nicht und sie konnten auch ihre Leistungen vom Frühjahr, mit denen sie sich qualifiziert hatten, nicht bestätigen. Positiv zu erwähnen sind die grossen Fortschritte von David Karasek und Marina Ribi sowie die Staffelexploits von Gregory Widmer, welche allesamt die Erwartungen übertrafen. Die Resultate der Schweizer vom Sonntag: 400m Lagen Frauen 30. Marina Ribi 4:50,53 (SR) 4x100m Lagen Männer 25. Schweiz 3:41,10 (SR) Flori Lang 55,41 Benjamin Le Maguet 1:03,12 Damien Courtois 53,92 Gregory Widmer 48,65 [Resultate Omegatiming Swimming] 2.8. Flori Lang scheidet unglücklich aus. (Swiss Swimming) Flori Lang gelang im Halbfinal über 50m Rücken ein gutes Rennen, aber kein perfektes. Die Winzigkeit einer Hundertstelsekunde entschied am Ende zu Ungunsten des Zürchers. Lang schlug nach 24,77 Sekunden an – 0,02 langsamer als im Vorlauf – und wurde damit Neunter. Sechs Schwimmer kamen innerhalb von vier Hundertstel ins Ziel und belegten damit die Ränge 7 bis 12. Knapper kann ein Rennen kaum ausgehen. Die Geschichte ist damit beinahe eine Kopie des Geschehens an den Weltmeisterschaften vor zwei Jahren in Melbourne. Der Schweizer wurde damals in seiner Spezialdisziplin ebenfalls Neunter und verpasste den Final um einen Wimpernschlag. Damals entschieden fünf Hundertstel, heute eine einzige. „Natürlich ärgert mich das gewaltig“, sagte Lang gleich nach dem Rennen. Er habe sich sehr gut gefühlt und könne spontan nicht sagen, warum er langsamer als im Vorlauf geschwimmen war. „Ich bin traurig, dass es nicht gereicht hat, enttäuscht bin ich aber nicht. Es war ein gutes Rennen und ich habe alle gegeben, was ich konnte“. Superstar Michael Phelps eroberte mit der 4-mal-200-m-Crawlstaffel sowie über 100 m Delphin seine Goldmedaillen Nummern 3 und 4 in Rom und ist nun bei 21 WM-Titeln angelangt.In letzterer Disziplin entschied der 14-fache Olympiasieger das mit viel Spannung erwartete Duell gegen den Serben Milorad Cavic dank eines fulminanten Endspurts um 13 Hundertstel für sich – in Peking hatte die Differenz zwischen den beiden lediglich eine Hundertstelsekunde oder 4,7 Millimeter betragen. Zugleich holte sich Phelps mit 49,82 den Weltrekord zurück; diesen hatte ihm Cavic am Freitag im Halbfinal (50,01) entrissen. Wie wichtig ihm das war, verdeutlichten seine Gesten. Er schlug mit den Händen aufs Wasser, zeigte die Fäuste und deutete immer wieder auf seinen Anzug, der nicht zu den schnellsten zählt. Auch mit der Staffel hatte Phelps eine Weltbestleistung aufgestellt; er ist nun bei 36 persönlichen Weltrekorden angelangt (29 in einer Einzeldisziplin). [Resultate Omegatiming Swimming] 1.8. Flori Lang qualifiziert sich mit Schweizerrekord für den Halbfinal. (Swiss Swimming) In den Vorläufen über 50m Rücken an der WM in Rom verbesserte Flori Lang seinen eigenen Schweizerrekord um neun Hundertstel auf 24,75 Sekunden und qualifizierte sich damit für den Halbfinal. Der Zürcher war nach seinem Wettkampf erleichtert über die gute Leistung, ist ihm die WM bisher nicht in allen Rennen nach Wunsch geglückt. „Ich bin froh, dass ich das abrufen konnte, wozu ich fähig bin und freue mich auf den Halbfinal“, sagte Lang. „Ich bin ein Schwimmer, der sich im Verlauf einer Meisterschaft steigern kann und darum bin ich zuversichtlich für heute Nachmittag“: Der 25-Jährige schwamm die achtschnellste Zeit aller Teilnehmer. Der Halbfinal findet am Samstagabend gegen 19 Uhr statt. 1.8. Steffen und Peirsol mit Weltrekorden zu WM-Gold. An den Olympischen Spielen in Peking hatte Steffen noch hauchdünn gewonnen, nachdem sie bei der Hälfte des Rennens Letzte gewesen war. Diesmal liess die 25-jährige Berlinerin ihren Konkurrentinnen nicht den Hauch einer Chance. Mit 52,07 - 15 Hundertstel schneller als bei ihrem am vergangenen Sonntag in der Crawlstaffel erzielten Weltrekord - distanzierte sie die zweitklassierte Britin Fran Halsall um acht Zehntel. Die Australierin Lisbeth Trickett, die Weltmeisterin von 2007, wurde lediglich Dritte. Über 200 m Rücken feierte der Amerikaner Aaron Peirsol den vierten WM-Titel in dieser Disziplin nach 2001, 2003 und 2005. Dabei verbesserte er wenig erstaunlich die eigene Weltbestmarke, und zwar um 1,16 Sekunden auf 1:51,92. Michael Phelps holte mit der 4x200-m-Crawlstaffel in Weltrekord-Zeit (6:58,55, zuvor 6:58,56) seine dritte Goldmedaille in Rom - die zweite in einem Staffel-Wettbewerb und die 20. insgesamt. Wesentlich schwieriger dürfte es für den 14-fachen Olympiasieger werden, am Samstag den Titel über 100 m Delfin zu verteidigen. Denn sein Hauptkonkurrent, der Serbe Milorad Cavic, machte ihm mit einer Weltbestleistung im Halbfinal (50,01, zuvor 50,22) eine deutliche Kampfansage. Zuvor hatte Phelps den Weltrekord inne gehabt - es ist bereits sein dritter, der in der italienischen Hauptstadt gebrochen wurde. Da bei den Frauen in den Halbfinals über 50 m Delfin durch Magdalena Veldhuis (Ho/25,28, zuvor 25,33) und Therese Alshammar (Sd/25,07) gleich zwei Weltbestmarken fielen, stieg die Zahl der Weltrekorde an diesen Titelkämpfen auf 35. [Resultate Omegatiming Swimming] 1.8. Neue Anzugsregeln doch ab 1. Januar 2010 gültig. Die Hightech-Anzüge sind nun doch nur noch bis zum Jahresende erlaubt. Noch am Dienstag hatte der Weltverband FINA verlauten lassen, dass es April oder Mai werden könne, bis die neuen Regeln in Kraft treten könnten. In der Zwischenzeit wurden die wichtigsten Hersteller kontaktiert und der 1. Januar 2010 als Starttermin festgelegt. Das Verbot der Ganzkörper-Anzüge aus Kunststoff war am vorletzten Freitag vom FINA-Kongress mit 168:7 Stimmen beschlossen worden. Ab kommendem Jahr sind nur noch Textil-Materialien erlaubt - die genaue Beschaffenheit muss noch definiert werden. Zudem dürfen die Männer nur noch Hosen bis oberhalb der Knie tragen und die Frauen Badeanzüge bis zu den Knien mit freiem Nacken und Schultern. Damit dürfte die unsägliche Weltrekord-Flut ab 2010 der Vergangenheit angehören. Die aktuellen Weltbestleistungen sollen allerdings beibehalten werden. Das Technische Komitee der FINA könnte diesen Entscheid aber noch umwerfen. Zurück zur [Homepage] / [an den Anfang] Juli 200931.7. 4x200m Staffel mit Rekord. Die 4x200m Freistilstaffel der Männer sorgte mit der Zeit von 7:22,63 für einen Schweizerrekord in den heutigen Vorläufen an der WM in Rom. David Karasek, Dominik Meichtry, Duncan Furrer und Simon Rabold unterboten die alte Bestzeit um rund drei Sekunden. Allerdings konnte keiner der vier Schwimmer über sich hinauswachsen und so wurde eine wesentlich schnellere Zeit vergeben. Die Schweizer mussten sich mit Platz 17 begnügen – der Final wäre auch im Idealfall ausser Reichweite gelegen. Von den übrigen Schweizern, die in den Einzelrennen angetreten waren, kamen einzig Damien Courtois über 100m Delfin und Swann Oberson über 800m Freistil nah an ihre Bestzeiten heran. Courtois verpasste seinen eigenen Schweizerrekord um nur gerade zwei Hundertstelsekunden. Die restlichen Resultate fielen nicht befriedigend aus. Ärgerlich ist dies vor allem bei Flori Lang, der das Potential für eine Halbfinalqualifikation hätte. „Mir fehlte die Power, die ich zum Beispiel in Peking oder in diesem Frühling hatte. Technisch schwimme ich besser als damals und die Vorbereitung auf den Wettkampf hätte nicht besser sein können“, kommentierte der Zürcher sein Abschneiden. Sein wichtigster Wettkampf folgt morgen über 50m Rücken. Die Resultate der Schweizer 50m Freistil Männer 25. Flori Lang 22,31 56. Aurélien Künzi 23,00 50m Delfin Frauen 49. Laetitia Perez 27,61 100m Delfin Männer 65. Damien Courtois 53,91 200m Rücken Frauen 34. Martina van Berkel 2:17,05 800m Freistil Frauen 26. Swann Oberson 8:44,93 31. Iris Matthey 8:49,28 4x200m Freistil Männer 17. Schweiz 7:22,63 (SR) (Karasek 1:49,46 / Meichtry 1:48,67 / Furrer 1:53,00 / Rabold 1:51,50) 31.7. Cielo Filho 100-m-Crawl-Weltmeister. Cesar Cielo Filho hat an den Schwimm-Weltmeisterschaften in Rom die Königsdisziplin für sich entschieden. Der Brasilianer gewann in der Weltrekordzeit von 46,91 Sekunden die 100 Meter Crawl. Zweiter wurde Olympiasieger Alain Bernard (Fr) vor seinem Landsmann Frederick Bousquet [weiter]. [Resultate Omegatiming Swimming] 30.7. Kein Exploit von Humplik. (Swiss Swimming) Patrizia Humplik, die einzige Schweizer Starterin am fünften Tag der Vorläufe an den Weltmeisterschaften in Rom, konnte nicht wie erhofft über sich hinauswachsen. Die 19-Jährige belegte über 200m Brust Platz 32 und mit ihrer Zeit von 2:30,27 blieb sie über drei Sekunden hinter ihrer Bestzeit zurück. Die Athletin des Schwimmklubs Worb fühlte sich vor dem Start gut, fand aber im Rennen den richtigen Rhythmus nicht. Die Frequenz war insbesondere auf den ersten 50m zu hoch und später im Rennen unkonstant. Ein Hinweis darauf, dass sie nie das gute Gefühl fand, mit welchem sie im Frühjahr zu ihrem Schweizerrekord geschwommen war. Die Zwischenzeiten zu Beginn waren durchaus vielversprechend, doch Humplik musste zu viel Energie dafür investieren – Energie, welche ihr auf der zweiten Streckenhälfte fehlte: „es hat sich von Anfang an nie richtig gut angefühlt und nach der Hälfte des Rennens war fertig und ich konnte nicht mehr zulegen“, so der erste Eindruck von Patrizia nach dem Wettkampf. Um in die Halbfinals einzuziehen, hätte Humplik ihre Bestzeit um rund vier Zehntel unterbieten müssen – für sie grundsätzlich kein unmögliches Unterfangen in der aktuellen Form. 30.7. Weltrekord von Michael Phelps. Michael Phelps hat nach der Niederlage vom Dienstag über 200 m Crawl eine eindrückliche Reaktion gezeigt. Der 14-fache Olympiasieger siegte an den Schwimm-Weltmeisterschaften in Rom über 200 m Delphin überlegen und erreichte mit seinem 34. Weltrekord einen weiteren Meilenstein [weiter]. 29.7. Alle Schweizer in den Vorläufen ausgeschieden. (Swiss Swimming) Es war kein Schweizer Tag im Foro Italico in Rom, wo heute Morgen der vierte Abschnitt der Weltmeisterschaftsvorläufe ausgetragen wurde. Vier Schweizer standen im Einsatz, kein Athlet zeigte eine schlechte Leistung aber alle schieden in den Vorläufen aus, ohne ihre persönlichen Ziele erreicht zu haben. Mit Spannung erwartete das Schweizer Team das Duell zwischen Rekordhalter Meichtry und Herausforderer Lang über 100m Freistil. Die beiden Schweizer traten im gleichen Vorlauf an, nur getrennt durch eine Bahn. Die beiden Zimmerkollegen, welche eine Freundschaft verbindet, waren für einmal direkte Gegner, die sich nichts schenkten. Der Sieg des internen Zweikampfs ging knapp an Meichtry, der nach 49,17 Sekunden anschlug - 0,03 Sekunden vor dem Zürcher. Zufrieden waren aber beide nicht mit ihrer Leistung Meichtry kam wie Lang nicht an seine Bestzeit heran, hatte aber eine Erklärung dafür: „Ich bin nicht so enttäuscht, wie das Resultat vielleicht vermuten lässt. Ich bin in den letzten Jahren immer kontinuierlich besser geworden und da ist es normal, dass es mal ein Jahr gibt, ohne grosse Fortschritte. Wenn ich diesen Rückschritt überwinde und meine Lehren daraus ziehe, werde ich nächstes Jahr stärker zurückkommen“, sagte der St. Galler. Flori Lang hingegen zeigte sich enttäuscht: „Ich habe keines meiner gesteckten Ziele erreicht und das ist frustrierend. Ich wollte unter 49 Sekunden kommen, Dominik schlagen, und im Idealfall den Schweizerrekord verbessern und in den Halbfinal kommen. Es bleicht mir nun nichts anderes übrig als den Kopf leeren und mich auf die beiden 50er konzentrieren, die noch kommen“. Am Freitag startet Lang über 50m Freistil und einen Tag später, am Nationalfeiertag über 50m Rücken. Ivana Gabrilo über 50m Rücken erzielte die drittbeste Zeit ihrer Karriere und blieb 0,12 über ihrer Bestzeit. In letzter Minute wurde die Startliste geändert, was zur Folge hatte, dass die Tessinerin statt auf Bahn 4 ganz aussen auf Bahn 9 schwimmen musste. „Das soll keine Entschuldigung sein, aber es hat mich schon einen kurzen Moment aus dem Konzept gebracht“, war die Reaktion auf die unvorgesehene Änderung. Schliesslich konnte auch Martina van Berkel nicht die gewünschte Leistung abrufen. Sie klassierte sich über 200m Delfin im 25. Rang, kam aber mit 2:11,41 nicht an ihre Bestzeit heran. „Beim Einschwimmen fühlte ich mich noch sehr gut aber schon kurz nach dem Start fühlte es sich an, als sei ich übersäuert“, sagte die 20-Jährige etwas ratlos und enttäuscht. Auch van Berkel liebäugelte mit einem Platz im Halbfinal. Um diesen zu erreichen, hätte sie jedoch ihren Schweizerrekord deutlich verbessern müssen. Die Resultate der Schweizer 50m Rücken Frauen 41. Ivana Gabrilo 29,51 100m Freistil Männer 33. Dominik Meichtry 49,17 35. Flori Lang 49,20 (Qualifikation für den Halbfinal: 48,43 – exakt mit dieser Zeit wurden Magnini und Hayden zeitgleich Weltmeister 2007 in Melbourne…) 200m Delfin Frauen 25. Martina van Berkel 2:11,41 (Halbfinalqualifikation 2:08,63) [Resultate Omegatiming Swimming] 29.7. Descenza mit Weltrekord. Schon im Vorlauf hat die Amerikanerin Mary Descenza bei der Schwimm-WM in Rom in 2:04,14 Minuten einen Weltrekord über 200 Meter Schmetterling aufgestellt. Es war bereits die 16. Weltbestmarke der WM von Rom [Resultate Omegatiming Swimming]. 29.7. Biedermann entzaubert Phelps in Rom. Paul Biedermann hat an den WM in Rom Michael Phelps bezwungen und ist Weltmeister über 200 m Crawl geworden. Der 22-jährige Deutsche eroberte damit die 2. Goldmedaille nach den 400 m Crawl. Phelps wurde Zweiter. Der 14-fache Olympiasieger aus den USA verlor sein erstes grosses Rennen seit fünf Jahren [weiter]. Gold über 1500m der Frauen gab es für die Gastgebernation Italien. Alessia Filippi siegte mit Europarekord von 15:44,93 Minuten. 400m-Freistil-Weltmeisterin und Lokalmatadorin Federica Pellegrini drückte ihren eigenen Weltrekord über die halbe Distanz auf 1:53,67 Minuten. 29.7. FINA bestätigt Textil-Anzug - Zeitpunkt unklar. (dpa) - Der Vorstand des Schwimmweltverbandes FINA hat die Entscheidung des Kongresses bestätigt, alle High-Tech-Anzüge von 2010 an zu verbieten. «Wir respektieren den Beschluss des Kongresses vom 24. Juli», sagte der neue FINA-Präsident Julio Maglione auf einer Pressekonferenz in Rom. Bis zum 30. September sollen nach genauen Untersuchungen in einem Schweizer Labor Anweisungen für die neuen Textil-Anzüge an die Hersteller ergehen. So müssen noch die Durchlässigkeit und die Dicke der Anzüge geklärt werden. Der genaue Zeitpunkt der neuen Regeln ist noch unklar. «Wir wollen sie so bald wie möglich umsetzen. Alle stehen in den Startlöchern», sagte FINA-Generaldirektor Cornel Marculescu. Gespräche mit den Herstellern stehen nach seinen Angaben jedoch noch aus. Von 2010 an sollen die Ganzkörperanzüge, mit denen Weltrekorde am Fließband erzielt wurden, verboten sein. Männer sollen lange Hosen vom Bauchnabel bis oberhalb der Knie tragen, Frauen Badeanzüge bis zu den Knien mit freiem Nacken und Schultern. Das hatte der FINA-Kongress mit großer Mehrheit auf Antrag der USA beschlossen. 28.7. Damien Courtois mit Schweizerrekord über 50m Brust. (Swiss Swimming) Am dritten Tag der Weltmeisterschaften in Rom unterbot Damien Courtois Im Vorlauf den Schweizerrekord über 50m Brust von Remo Lütolf. Mit seiner Zeit von 27,81 war der Romand um eine Zehntelsekunde schneller als der Ostschweizer vor neun Jahren an der EM in Helsinki. Courtois musste sich trotz der starken Leistung mit Platz 32 begnügen und hatte vor dem Start auch noch mit einem kaputten Anzug zu kämpfen. Kurz vor dem Rennen riss der Anzug von Courtois auf der Vorderseite unterhalb des Halses. Davon liess sich der 20-Jährige nicht aus dem Konzept bringen und schwamm trotzdem zu neuer Rekordzeit. Der zweite Schweizer im Einsatz, Benjamin Le Maguet, kam in der gleichen Disziplin in 28,72 ins Ziel. Der 19-Jährige, der seine erste WM bestreitet, blieb damit knapp über seiner persönlichen Bestzeit, konnte sich jedoch gegenüber dem Rennen über 100m deutlich steigern. Die Resultate der Schweizer: 50m Brust Männer 32. Damien Courtois 27,81 (SR) 63. Benjamin Le Maguet 28,72 [Resultate Omegatiming Swimming] 28.7. Dominik Meichtry verpasst Final knapp. (Swiss Swimming) Im Halbfinal über 200m Freistil verpasste Dominik Meichtry den angestrebten Finalplatz nur knapp. In 1:46,13 konnte sich der St. Galler um fast eine Sekunde gegenüber dem Vorlauf steigern und musste am Ende trotzdem mit dem undankbaren neunten Rang Vorlieb nehmen. Es ist dies die zweitschnellste Zeit, die der 24-Jährige je erzielte. 31 Hundertstel fehlten dem Captain der Nationalmannschaft, um wie bei den Olympischen Spielen in Peking in den Final einzuziehen. Damals reichte eine Zeit von 1:47,07. „Natürlich wäre ich gern im Final gestanden, aber die Zeit ist gut und ich bin mit meinem Wettkampf eigentlich zufrieden. Ich schwamm auf der Aussenbahn mein eigenes Rennen, ohne auf die anderen zu schauen“, so die Analyse kurz nach dem Rennen. Die Enttäuschung war von kurzer Dauer: Meichtry freute sich bereits nach dem Ausschwimmen auf seine weiteren Einsätze. Er muss ganz einfach - wie viele andere auch - zur Kenntnis nehmen, dass die WM in Rom nicht wie sonst im nacholympischen Jahr etwas weniger stark besetzt ist. An der grossen Leistungsdichte und den schnellen Zeiten, die in Rom in praktisch allen Disziplinen erzielt werden, haben die Schwimmanzüge sicherlich ihren Anteil. Wie gross dieser ist, kann aber kaum beziffert werden. Die Zahlen sind aber bereits nach zwei Wettkampftagen eindrücklich: Elf Weltrekorde sind schon gefallen und gleich mehrmals schwamm auch der oder die Zweitklassierte noch unter der alten Bestmerke. Die zweite Finalsession brachte fünf Weltrekorde. Nach dem Australier Brenton Rickard über 100 m Brust und der Schwedin Sarah Sjoström über 100 m Delphin schlugen auch die US-Amerikanerin Rebecca Soni über 100 m Brust in 1:04,84, die Russin Anastasia Sujewa in 58,48 über 100 m Rücken sowie deren Landsfrau Ariana Kukors in 2:06,15 über 200 m Lagen in Weltrekordzeit an. [Resultate Omegatiming Swimming] Kilian erreichte in seinem ersten Rennen über 200m Lagen mit einer mäßigen Vorlaufzeit ein wenig überraschend das Halbfinale, wo er die sich ihm bietende Chance nutzte und eine schöne Bestzeit erzielen konnte, was ihm schließlich einen guten 15. Platz einbrachte. Sein Hauptrennen, die 200m Brust, gelangen ihm dann am darauffolgenden Tag leider nicht mehr ganz nach Wunsch, und er blieb 1.5s über seiner Bestzeit, was am Ende Platz 29 bedeutete. Stephanie konnte über 200 und 800m Freistil in 2:04.05 und 8:56.02 jeweils neue Hausmarken und Clubrekorde erzielen (Platz 22 und 12), und blieb in 400m Freistil in 4:20.48 nur knapp über ihrer persöhnlichen Bestleistung (ebenfalls 12.). Für David und Martina stand an rennfreien Tagen noch normales Training auf dem Plan, und dafür waren bei beiden die Leistungen sehr ansprechend.David konnte über 400m Freistil mit 3:56.52 eine neue Bestzeit erreichen, fühlte sich hier aber noch nicht erholt genug, um sein wahres Potential auszuschöpfen. Er wurde mit dieser Leistung 18. Eine kleine Überraschung gelang ihm über 200m Freistil, wo er zunächst souverän als 3. der Vorläufe das anvisierte Halbfinale erreichte und mit 1:49.35 ebenfalls Bestzeit erzielen konnte. Im Halbfinale dann schwamm er erneut Bestzeit und erreichte in 1:49.09 den guten 6. Gesamtrang, womit er sich für das Finale am Folgetag qualifizierte. Hier bestätigte er dann seine Zeit und wurde in 1:49.22 guter 6. in seinem ersten internationalen Finale. Des weiteren standen für ihn noch die beiden 4x100m Freistil Staffeln an (Vorlauf und Finale), wo er mit Zeiten von 49.89 und 49,57 erstmals unter 50s bleiben konnte, wenn auch mit Staffelablöse. Auch hier gab es einen schönen 6. Platz. Die 4x200m Kraulstaffeln brachte ihm den 4. und 5. Start über 200m Freistl. innert weniger Tage. In 1:50.14 und 1:50.16 konnte er die vorhergegangenen Ergebnisse nicht mehr toppen, schwamm aber solide Rennen und belgete mit der Staffel den 7. Platz. Abgerundet wurde das ganze noch mit ein Bestzeit über 400m Lagen. Martina war die Vielstarterin im Team, und das Ziel hieß, vor allem Wettkampferfahrug auf hohem Niveau zu sammeln. Sie kam über 50m und 100m Delphin sowie 200m Rücken jeweils in das Halbfinale, mit den Plätzen 15, 9, und 14, wobei sie das Finale in 100 Delphin nur um Haaresbreite verfehlte. Über ihre Paradestrecke, die 200m Delphin, schwamm sie sich locker ins Finale und sorgte mit Rang 4 für die beste Schweizer Schwimm-Plazierung bei dieser Universiade. Zufrieden war sie dennoch nicht ganz, da eine Medaille (und eine Bestzeit) durchaus in Reichweite lag. Eine verrutschte Schwimmbrille machte ihr da einen Strich durch die Rechnung. Allerdings konnte sie in allen Rennen ihre zweitschnellsten Zeiten erzielen. Schließlich schwamm sie mit der 4x100m Lagenstaffel im Vorlauf den Schweizer Rekord über diese Distanz, und erreichte im Finale einen 8. Platz, ohne allerdings die Vorlaufleistung nochmal verbessern zu können. ückt, entweder am Saisonhöhepunkt mit Bestzeiten aufzuwarten, oder eine abschließende Standortbestimmung vor der WM unter Realbedingungen zu erzielen, neben den vielen interessanten Erfahrungen, die man auf einer derartigen Großveranstaltung fast zwangsläufig macht. 27.7. Dominik Meichtry im Halbfinal über 200m Crawl. (Swiss Swimming) Dominik Meichtry qualifizierte sich am zweiten Tag der Weltmeisterschaften für den Halbfinal seiner Paradestrecke 200m Crawl. In 1:47,10 kam der St. Galler auf Platz 14 und hat damit noch Reserven zu seiner Bestzeit. Neben Paul Biedermann schwimmend, der gestern den Weltrekord über 400m verbesserte, ging Meichtry das Rennen ähnlich schnell an, wie bei seiner Bestzeit, konnte aber auf der zweiten Hälfte das Tempo nicht mehr ganz halten. Für den Halbfinal zeigte sich der 24-Jährige dennoch optimistisch, konnte er doch in der Vergangenheit am Abend stets noch zulegen. Weniger nach dem Wunsch der Athleten verliefen die Rennen von Flori Lang über 100m Rücken und Patrizia Humplik über 100m Brust. Beide gehörten zum erweiterten Kreis der Halbfinalanwärter und verpassten das angestrebte Ziel deutlich. Vor allem Lang war etwas ratlos, nachdem ihm gestern ein sehr gutes Rennen in der Staffel gelungen war. „Ich war mir sicher, dass ich heute den Schweizerrekord brechen werde. Nach der Wende war aber von einem Meter auf den anderen der Ofen aus und ich konnte nicht mehr zulegen.“ So der Kommentar des Zürchers. David Karasek kam bei seinem zweiten Einsatz erneut mit persönlicher Bestzeit ins Ziel und blieb mit 1:48,97 über 200m Freistil zum ersten Mal in seiner Karriere unter 1:49. Ebenfalls persönliche Bestzeit schaffte Iris Matthey im Vorlauf über 1500m Freistil. Die Resultate der Schweizer in den Vorläufen: 100m Rücken Frauen 43. Martina van Berkel 1:03,44 200m Freistil Männer 14. Dominik Meichtry 1:47,10 à damit im Halbfinal vom Montagabend (19:10 Uhr, Finalsession beginnt um 18:00 Uhr) 38. David Karasek 1:48,97 (PB) 100m Brust Frauen 48. Patrizia Humplik 1:10,99 100m Rücken Männer 38. Flori Lang 55,84 1500m Freistil Frauen 27. Swann Oberson 16:44,08 28. Iris Matthey 16:51,99 (PB) [Resultate Omegatiming Swimming] 26.7. WM-Auftakt mit Weltrekordflut [weiter]. 26.7. Guter Start für Swiss Swimming. (SwissSwimming) Am ersten Tag der Weltmeisterschaften im Foro Italico in Rom zeigten die Schweizer Athleten gute Leistungen. Acht Mal stand ein Schweizer auf dem Startblock – drei Mal blieb die Uhr unter dem jeweiligen Schweizerrekord stehen, weitere schwammen persönliche Bestzeiten. Die beste Leistung des Tages geht auf das Konto der 4x100m Freistilstaffel der Männer. In der Besetzung Meichtry, Lang, Widmer, Künzi kam die Staffel auf den guten 12. Rang und war mit 3:16,13 für einen der nationalen Rekorde verantwortlich. Gegenüber den Olympischen Spielen konnten sich die Schweizer um acht Zehntel und zwei Ränge steigern. Die Finalqualifikation verpassten die Schweizer allerdings deutlich. Martina van Berkel durchbrach über 100m Delfin zum ersten Mal die Barriere von einer Minute. Die 20-Jährige schlug nach 59,87 an und war damit 33 Hundertstel schneller als bei ihrem eigenen Rekord im März dieses Jahres. Den dritten Rekord stellte die Schaffhauserin Marina Ribi auf. Über 200m Vierlagen war sie über 1,5 Sekunden schneller als bei ihrer eigenen Bestzeit und kam in 2:15,65 ins Ziel. Persönliche Bestzeiten erzielten Laetitia Perez über 100m Delfin und David Karasek über 400m Freistil, letzterer gleich um über vier Sekunden. Die Resultate der Schweizer: 100m Delfin Frauen 34. Martina van Berkel 59,76 (SR) 44. Laetitia Perez 1:00,67 (PB) 400m Freistil Männer 30. David Karasek 3:52,64 (PB) 200m Vierlagen Frauen 30. Marina Ribi 2:15,65 (SR) 50m Delfin Männer Damien Courtois 24,33 Daniel Rast 24,89 100m Brust Männer 75. Benjamin Le Maguet 1 :04,02 4x100m Freistil Männer 12. Schweiz 3:16,13 (SR) Dominik Meichtry 49,02 Flori Lang 48,15 Gregory Widmer 48,63 Aurélien Künzi 50,33 [Resultate Omegatiming Swimming] 25.7. FINA-Präsident für Beibehaltung der Weltrekorde. (dpa) - Der neue Präsident des Weltschwimmverbandes FINA, Julio Maglione, ist für die Beibehaltung aller Weltrekorde, auch wenn vom kommenden Jahr an nur noch langsamere Textil-Anzüge zugelassen sind. «Ich denke, die Entscheidung der FINA am 28. wird sein: Den Rekord zu respektieren, der unter bestimmten Bedingungen erlangt wurde, denen die FINA zustimmte und die von allen akzeptiert wurden. Die Rekorde werden aufrechterhalten», sagte Maglione der Deutschen Presse-Agentur dpa. Das sei allerdings seine private Meinung. Der FINA-Vorstand (Bureau) wird sich bei seiner Sitzung am 28. Juli mit der Weltrekord-Frage befassen. Die Weltrekord-Flut wurde in High-Tech-Materialien erzielt, die vom kommenden Jahr an verboten sind. Die Entscheidung des FINA- Kongresses vom Freitag begrüßte Maglione. «Die Technologie ist wichtig, aber das Schwimmen ist der Körper, das Training, die Arbeit, der Mensch. Jetzt beginnt der Ära des Respekts vor dem Schwimmer», sagte er. 25.7. WM: CAS lehnt Eilantrag ab. (dpa) - Der Internationale Sportgerichtshof in Lausanne (CAS) hat den Eilantrag der französischen Schwimmer Amaury Leveaux und Aurore Mongel abgelehnt. Die Athleten wollten doch noch die bereits abgelehnten Anzüge ihres Hersteller bei den Becken-Wettbewerben der Schwimm- Weltmeisterschaften in Rom tragen zu dürfen. CAS-Generalsekretär Matthieu Reeb sagte der Nachrichtenagentur AP, dass der Gerichtshof entschieden habe, den Fall nicht unter Notfallbedingungen anzuhören. Er könne möglicherweise aber generell noch behandelt werden. Der Internationale Schwimm-Verband (FINA) hatte die Anzüge im vergangenen Monat für die WM nicht zugelassen, weil das Material zu 100 Prozent aus Polyethuran bestehe. Der amerikanische Ausrüster (TYR) argumentiert jedoch, dass Modelle aus demselben Kunststoff eines italienischen Herstellers (Jaked) erlaubt worden seien. Der FINA-Kongress hatte mit großer Mehrheit entschieden, dass die Schwimm-Anzüge von 2010 an nur noch aus Textil-Stoffen bestehen dürfen und zudem knapper geschnitten sein müssen. 24.7. Aufregung um angeblichen Dopingmittelfund bei WM. (dpa) - Am Rande der Schwimmweltmeisterschaften in Rom hat ein angeblicher Dopingmittelfund bei einem australischen Teamarzt für Aufregung gesorgt. Die italienische Gesundheitspolizei hatte den Mediziner am Vortag kontrolliert und aus seinem Notfallkoffer Präparate beschlagnahmt. Dabei soll es sich nach Angaben der Polizei um Dopingpräparate gehandelt haben. Wie die Behörden mitteilten, seien juristische Schritte gegen den Australier eingeleitet und die australische Botschaft informiert worden. Das australische Team wies die Vorwürfe zurück: Bei den beschlagnahmten Mitteln habe es sich um Präparate gehandelt, die die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) zu therapeutischen Zwecken erlaube. Es seien zum Beispiel Asthma-Mittel darunter gewesen. Der Vorfall basiere auf einem Missverständnis. «Zum Glück werden wir ab Sonntag wieder unsere Aufmerksamkeit auf die Schwimmbecken richten können», sagte der australische Nationaltrainer Alan Thompson. 24.7. WM-Wettstreit: Nur im richtigen Anzug zum Sieg. (dpa) - Die Schwimmer haben ein Problem mit der Kleiderordnung - von 2010 an müssen sie wieder normale Textilien tragen. Wer aber bei der WM in Rom nicht den richtigen Anzug überstreift, hat schon verloren. Unmittelbar vor den Beckenwettbewerben hat ein Kampf um den Zugang zu den High-Tech-Produkten eingesetzt. Britta Steffen musste sich direkt nach ihrer Ankunft Angriffen erwehren, ihr Vertragspartner adidas würde den neuen Wunderanzug der Konkurrenz verweigern. Die Weltrekordlerin aus Berlin konterte cool: «Das ist kein Problem von adidas, sondern der FINA.» Der Schwimm-Weltverband hatte mit seiner Anzug-Politik für ein Riesenwirrwarr gesorgt. Rom verspricht ein Rekord-Festival. Umgehend beschloss der FINA-Kongress nach Informationen des Internetportals «swimmnews.com» ein Verbot des Ganzkörperanzugs und die Rückkehr zu alten Zeiten mit reinen Textil-Produkten ohne Kunststoffbeschichtung von Januar 2010 an. Dann dürfen Männer nur noch lange Hosen bis zum Knie, Frauen nur noch schulterfreie Badeanzüge bis zum Knie tragen. Rom wird einmalig bleiben. Doppel-Olympiasiegerin Steffen nimmt die WM mit der 4 x 100-Meter- Freistil-Staffel auf. «Ich bin gespannt, wie es sich anfühlt, im schwarzen Anzug zu sein und die Sonne brennt, das wird bestimmt nicht angenehm sein, aber man springt ja ins kühle Nass», sagte sie. Allein der WM-Titel fehlt noch in ihrer Sammlung. Steffen: «Sicherlich wäre es schön, Weltmeisterin zu werden. Wenn ich dann verliere, gut, dann nehme ich das hin.» Paul Biedermann, Europarekordler und Medaillen- Kandidat über 200 Meter Freistil, hat über die doppelte Distanz WM- Generalprobe. «Ehrlicherweise wird der Anzug über 200 Meter ein bis zwei Sekunden ausmachen», sagte Biedermann, «er ist ziemlich schnell, unheimlich schnell.» Bundestrainer Dirk Lange: «Der Kampf um Rom kann beginnen. Wir sind gut aufgestellt. Und ich bin überzeugt, dass wir ein gehöriges Wort mitsprechen können.» Steffen lässt sich von den Anzug-Diskussionen nicht verrückt machen. Als sie vor einem Jahr in Peking antrat, wurde sie fast bedauert, weil sie in adidas schwamm. Sie holte zweimal Gold. Ende des Jahres kündigte adidas wegen anhaltender Kritik den Vertrag mit dem Deutschen Schwimm-Verband. Steffen hat fast Mitleid mit ihrer australischen Herausforderin Lisbeth Trickett, die im vor einem Jahr als Wunderanzug gepriesenen Speedo-Produkt der Entwicklung hinterher schwimmen könnte. Wie der US-Superstar Michael Phelps, der in Peking mit sieben Weltrekorden acht Goldmedaillen gewann. «Es ist schon eine komische Sache. Ich weiß, ich schwimme einen besseren Anzug als sie, das macht nicht so Spaß», sagte Steffen mit Blick auf Trickett. «Ich finde es gut, dass sie loyal bei ihrem Ausrüster geblieben ist. Andere sind umgefallen wie die Fliegen. Das finde ich nicht so gut.» Trickett, mit Steffen fast in Freundschaft verbunden, nimmt es gelassen: «Es langweilt schon, über Anzüge zu reden.» Australiens Cheftrainer Alan Thompson wird noch deutlicher: «Ich habe genug von dieser Diskussion. Wir sind hergekommen, um zu schwimmen, und nicht für eine Modenschau.» Bei der WM in Rom haben zum ersten Mal alle Ausrüster einen Outlet-Laden aufgemacht. Nach FINA-Vorgaben müssen sie ihre Produkte in ausreichender Zahl allen WM-Startern zur Verfügung stellen. Die Hersteller kommen aber offensichtlich mit der Produktion der rund 400 Euro teuren Anzüge, die einen extrem geringen Wasserwiderstand haben und für eine bessere Lage im Wasser sorgen, nicht nach. Bundestrainer Lange hat die Diskussion satt. «Wir machen nur, was legitim ist», sagt er, «es wäre schlecht, Leute in eine Doping-Ecke zu stellen, nur weil sie einen schnellen Anzug haben.» Und er betont mit Nachdruck: «Jetzt haben wir alle die gleiche Ausgangsposition.» 21.7. Russische Synchronschwimmerinnen Duett-Weltmeister. (dpa) - Russlands Synchronschwimmerinnen waren bei den Weltmeisterschaften in Rom auch in der Technischen Kür des Duetts nicht zu schlagen. Die Titelverteidiger und Olympiasieger Anastasia Dawidowa/Swetlana Romaschina holten bei der dritten WM-Entscheidung den dritten Titel für Russland. Mit 98,667 Punkten lag das Duo vor den Spanierinnen Andrea Fuentes/Gemma Mengual (97,333). Die Bronzemedaille ging an Jiang Tingting/Jiang Wenwen (China/95,667) [Synchro 18-25/07]. 21.7. Russin Ischtschenko Synchronschwimm-Weltmeisterin. (dpa) - Die russische Synchronschwimm-Weltmeisterin Natalia Ischtschenko hat ihren Titel in der Technischen Kür verteidigt. Sie setzte sich in Rom mit 98,667 Punkten vor der Spanierin Gemma Mengual (97,833) und der Kanadierin Marie-Pier Boudreau-Gagnon (96,000) durch. Die Schweizerin Stephanie Jost wurde Elfte (87.167) 18.7. WM 2013 in Dubai. Mit einer knappen Mehrheit hat sich das Emirat Dubai im Kampf um die Austragung der Schwimm-Weltmeisterschaften 2013 gegen die beiden Kandidaten Hamburg und Moskau durchgesetzt. Das Präsidium der FINA entschied nach der Präsentation der Bewerberstätte am Samstag über den Austragungsort der fünftgrössten Sportveranstaltung der Welt. 2011 finden die Titelkämpfe in Shanghai (China) statt. 17.7. Schwimm-WM in Rom: High-Tech, Hitze und Rekorde. (dpa) - Am 17. Juli beginnt die 13. Schwimm- Weltmeisterschaft in Rom. Bis zum 2. August werden im Foro Italico Medaillen in 65 Wettbewerben vergeben. Einige wichtige Fragen und Punkte: Wie viele Teilnehmer sind dabei? 2556 Athleten aus 185 Ländern sorgen für eine Rekordbeteiligung. Der bisherige WM-Teilnehmerrekord wurde 2007 im australischen Melbourne aufgestellt. Vor zwei Jahren waren es 2158 Schwimmer aus 167 Ländern. 1470 Athleten aus 164 Ländern haben für die Bahnrennen im Foro Italico gemeldet. Am Strand von Ostia treten 152 Schwimmer aus 39 Ländern im Langstreckenschwimmen an. Zudem wollen 416 Wasserballer aus 21 Ländern, 200 Kunst- und Turmspringer (43 Länder) und 269 Synchronschwimmer (41 Länder) in der Ewigen Stadt um WM- Medaillen kämpfen. Werden es wieder Phelps-Festspiele? Mit 14 Goldmedaillen ist Michael Phelps der erfolgreichste Olympionike. Zu seinen bislang 15 Weltmeistertiteln können in Rom maximal sechs für den erfolgreichsten Schwimmer hinzukommen. Der 24- jährige Amerikaner tritt im Einzel über 100 und 200 Meter Schmetterling sowie 200 Meter Freistil an. Zusätzlich soll er beide Freistil-Staffeln und das Lagen-Quartett zum Sieg führen. Die Lagen- Wettbewerbe lässt Phelps aus, für ihn ist die WM nach seiner dreimonatigen Affäre wegen der Wasserpfeifen-Affäre nur eine Zwischenstation auf dem Weg zu Olympia 2012 in London. Purzeln wieder die Weltrekorde? Das umstrittene, immer weitere verfeinerte High-Tech-Material lässt eine neue Rekordflut erwarten. 108 Weltrekorde waren es 2008, in diesem Jahr kamen bereits knapp 30 hinzu. Allerdings steht bei den meisten die Anerkennung durch den Weltverband FINA noch aus, da die Anzüge erst noch geprüft werden müssen. Welche Auswirkungen hat eine WM unter freiem Himmel? Die Hitze von bis zu 39 Grad in dieser Woche macht den Schwimmern weniger aus, sie fürchten vor allem den Wind. Vor drei Jahren mussten sogar EM-Wettbewerbe wegen heftiger Gewitter abgebrochen werden. Die Wasserspringer stellten sich bei einem Trainingslager in Palma de Mallorca auf die starke und blendende Sonneneinstrahlung ein. [Website] [Omegatiming Swimming 26/07-02/08] [Diving 18-27/07] [Synchro 18-25/07] [Polo] 14.7. WM droht Anzug-Chaos. (dpa) - Den WM droht ein unvorstellbares Anzug-Chaos. Selbst die Experten sind ratlos. «Fast jeden Tag bekommen wir neue Regeln beziehungsweise Interpretationen von bestehenden Regeln in unserem Schwimm-Monopoly-Spiel», beschreibt Bundestrainer Dirk Lange die Situation vor den am 17. Juli mit dem Wasserspringen beginnenden Titelkämpfen. «Wir reagieren derzeit nur und versuchen unsere Karten so gut es geht auszuspielen.» Die bevorzugte Antwort von Trainern, Funktionären und Schwimmern auf die Frage, was denn nun erlaubt ist und was nicht: «Keine Ahnung.» Jürgen Fornoff, Generalsekretär des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV): «Das ist alles hanebüchen. Das stimmt von der Logik her von vorn bis hinten nicht.» Zu allem Überfluss drohen rechtliche Auseinandersetzungen. Vom 15. Juli an müssen die Hersteller ihre Produkte allen WM-Teilnehmern zur Verfügung stellen. Ansonsten drohen Sanktionen und Sperre durch den Weltverband FINA. Aber wer wird gesperrt? Der Anzug oder der Hersteller? Die Antworten sind wenig erleuchtend: «Weiß ich nicht.» Und was macht der einzelne Athlet, wenn sein Anzug zugelassen ist, sein Ausrüster aber gesperrt wird? Fornoff: «Das ist die Frage.» Die Verbände müssen alle Anzüge ihrer Athleten vorab zur Abnahme vorlegen, der Deutsche Schwimm-Verband am 17. Juli. Jeder Anzug wird gekennzeichnet und namentlich einem Athleten zugeordnet. Nur wer beim Check Grünes Licht bekommt, darf auf den Startblock. WM-Starter Helge Meeuw: «Das ist wie beim Flugzeug-Einstieg.» Die Athleten dürfen mehrere Anzüge einreichen, fraglich ist aber, ob es auch Produkte verschiedener Hersteller sein dürfen. «Ich weiß es nicht», sagt Fornoff. Nachmeldungen sind offensichtlich nicht möglich. Rückenspezialist Meeuw nimmt es mit Galgenhumor: «Diese Anzüge sind schneller zerrissen, als man glaubt. Wenn ich vier Anzüge anmelde und einer geht kaputt, habe ich ja noch drei. Gehen alle kaputt, muss ich nackelig schwimmen. Eigentlich auch doof.» Die deutschen WM-Starter haben in Rom noch ein besonderes Problem zu lösen. Sie haben zwar freie Anzugwahl, der Hersteller darf aber nicht erkennbar sein. Die Label müssen unkenntlich gemacht, überklebt oder geschwärzt werden. Für das kommende Jahr strebt der DSV eine Pool-Lösung mit verschiedenen Ausrüstern an, wer dabei ist, darf auch für sich werben. Norbert Warnatzsch, Trainer von Doppel-Olympiasiegerin und Weltrekordlerin Britta Steffen, würde «lieber zurück zu den Wurzeln gehen: Badehose für den Mann, normaler Schwimmanzug für die Frau». Ihm ist aber auch klar: «Man will Märkte erschließen, es ist auch eine Frage des Profits.» Doping ist vor Rom kein Thema, alle reden nur noch über den Anzug. Dabei droht der Sportler unterzugehen. In der High-Tech-Diskussion gerät der Athlet immer mehr in den Hintergrund. «Es geht gar nicht mehr um den Sportler, immer nur Anzug, Anzug, Anzug», sagt Paul Biedermann. Den Europarekordler über 200 Meter Freistil nervt das Ganze nur noch, aber er kann sich dem nicht entziehen, wenn er im Kampf um die Medaillen mithalten will. «Das ist eine ziemliche Farce», sagt Biedermann, «ich weiß noch nicht, was ich davon halten soll. Ich hoffe, dass wir nächstes Jahr klare Regeln haben.» Den jetzigen Zustand nennt er «ominös». 13.7. Phelps wird vom Anzug gebremst. (dpa) - Er ist die Personifizierung des Schwimmens, 14-facher Olympiasieger, Werbemillionär, Superstar. Vor den am 17. Juli beginnenden Weltmeisterschaften in Rom wird Überschwimmer Michael Phelps aber vom eigenen Anzug gebremst. «Ich bin hier, um zu schwimmen und nicht, um über Anzüge zu diskutieren», grantelte er bei den US-Meisterschaften in Indianapolis. Die Art und Weise, wie er es sagte, sagte mehr als sein Schweigen. Phelps' Frust richtet sich gegen seinen Ausrüster (Speedo). Der Sportartikelhersteller hat im Kampf der neuen «Wunder-Waffen» um mehr Auftrieb und weniger Wasserwiderstand offenbar nicht mithalten können. Phelps schwimmt noch im alten LZR-Modell des Vorjahres - und musste tatenlos zusehen, wie beispielsweise der bisher eher Unbekannte Tyler Clary mit dem neuesten High-Tech-Modell seine Bestzeit über die 400 Meter Lagen seit Mai um acht Sekunden verbessert hat. Da konnte Phelps auch der eigene Weltrekord über 100 Meter Schmetterling nicht wirklich trösten. Die Konkurrenz ist ihm nahegekommen. Paul Biedermann (Halle/Saale), der in Rom über 200 Meter Freistil gegen Phelps antritt und bei seinem Europarekord nur eine halbe Sekunde langsamer war, warnt allerdings: «Sein Weltrekord ist fast anderthalb Sekunden schneller. Ich denke, da geht bei ihm schon noch was.» Dass Phelps nach seinem sensationellen Sommer 2008 mit achtmal Olympia-Gold überhaupt dieses Jahr in den Pool springt, ist beachtlich. Andere US-Stars nahmen sich eine Auszeit, Phelps will es dagegen nach dreimonatiger Sperre wegen der Wasserpfeifen-Affäre wieder wissen. Dennoch macht der 24-Jährige keinen Hehl daraus, dass es für ihn nur noch um die Sommerspiele 2012 in London geht. Die WM in Rom mag für andere ein Highlight sein - für Phelps ist es eine Zwischenstation auf dem Weg zum Final Countdown. «Ich hoffe, dass er motiviert bleibt. Allein seine Präsenz sorgt für eine ganz andere Stimmung und Atmosphäre im Publikum - und sowas ist gut für unseren Sport», sagt Nationaltrainer Mark Schubert. In Indianapolis war Phelps vor allem eines: ein charmanter Champion und ein Kumpel und Kollege im Pool. Im Ausschwimmbecken wartete er wie alle anderen, bis er seine Bahnen ziehen konnte. Auch beim Laktattest stellte sich Phelps geduldig hinten an - keine Allüren, keine Arroganz. «Ich genieße es hier, die Fans sind super und mein Programm ist überschaubar», sagte der erfolgreichste Schwimmer der Welt. Statt Marathon-Programm diesmal nur Starts über drei Strecken. Die 100 Meter Freistil sagte er wegen einen steifen Halses ab. 2000 trat Phelps erstmals in Indianapolis auf - damals als schüchterner 15 Jahre alter Schlaks, der sich für die Sommerspiele in Sydney qualifizieren wollte. Neun Jahre, 14 olympische Goldmedaillen, 17 WM-Titel und unzählige Weltrekorde später gab es niemanden mehr in der Arena, der seinen Namen nicht kannte. Und selbst die Passagiere auf dem Flughafen von Indianapolis erfuhren, dass der prominente Profi in der Stadt ist. «Letzter Aufruf für die Passagiere Robert Bowman und Michael Phelps. Bitte kommen sie umgehend zum Gate 4, ansonsten verpassen Sie Ihren Flug», hallte es aus den Lautsprechern durch die Flughafen-Halle - kein Sonderstatus für den erfolgreichsten Olympioniken und seinen Trainer. Als der Southwest-Airline-Flug 1048 nach Baltimore fünf Minuten später abhob, waren Phelps und sein Förderer nicht an Bord. 13.7. WM ohne Australier Sullivan und Stoeckel. (dpa) - Australiens Schwimmer müssen bei der Weltmeisterschaft in Rom (17. Juli bis 2. August) auf die Medaillenkandidaten Eamon Sullivan und Hayden Stoeckel verzichten. Sullivan, Olympia-Zweiter über 100 Meter Freistil, leidet an einem Virus und kehrte in seine Heimat zurück. Der 23-Jährige hatte bei den Olympischen Spielen in Peking dreimal Edelmetall und bei der WM 2007 in Melbourne die Goldmedaille mit der australischen 4-x-100-Meter- Staffel geholt. Teamkollege Stoeckel, Olympia-Dritter über 100 Meter Rücken, zog sich im Training eine Schulterverletzung zu. «Kurz vor der WM zwei olympische Medaillengewinner zu verlieren, ist schon sehr enttäuschend. Aber wir hatten bei unserer Entscheidung auch Olympia 2012 im Blick. Eamon schlägt sich mit dem Virus schon seit sechs Wochen herum», sagte Australiens Cheftrainer Alan Thompson. 12.7. US-WM-Team: Frauen: Alyssa Anderson: 800 Free Relay, Hayley Anderson: 800 Free, Elizabeth Beisel: 400 IM, 200 back, Emily Brunamen: 5K, 10K, Kasey Carlson: 100 breast, Mary Descenza: 200 Fly, Kate Dwelley: 400 Free Relay, Caitlin Geary: 400 Free Relay, Eva Fabian: 10K, 25K, Emily Hanson: 5K, 25K, Keri Hehn: 200 breast, Kathleen Hersey: 200 Fly, Ariana Kukors 200 IM: 800 Free Relay, Dagny Knutson: 800 Free Relay, Christine Magnuson: 100 Fly, 400 Free Relay, Hayley McGregory: 100 Back, Lacey Nymeyer: 800 Free Relay, Elizabeth Pelton: 100 & 200 Back, Allison Schmitt: 200 Free, 400 Free, Julia Smit: 200 IM, 400 IM, 400 Free Relay, Rebecca Soni: 100 Breast, 200 Breast, Chloe Sutton: 400 Free, 800 Free, Dara Torres: 50 Free, Dana Vollmer: 100 Fly, 100 Free, 200 Free, Amanda Weir: 50 Free, 100 Free. Männer: Nathan Adrian: 50 Free, 100 Free, Ricky Berens: 400 Free Relay, 800 Free Relay, Tyler Clary: 400 IM, 200 Fly, Fran Crippen: 5K, 10K, Mark Gangloff: 100 Breast, Andrew Gemmell: 5K, 10K, Matt Grevers: 100 Back, Adam Klein: 200 Breast, Cullen Jones: 50 Free, Ryan Lochte: 200, 400 IM, 200 Back, Dan Madwed: 400 Free, Tyler McGill: 100 Fly, Alex Meyer: 25K, Brennan Morris: 1500 Free, Michael Phelps: 100 Fly, 200 Fly, 200 Free, Aaron Peirsol: 100 Back, 200 Back, Sean Ryan: 25K, Eric Shanteau: 100 Breast, 200 Breast, 200 IM, Davis Tarwater: 800 Free Relay, Peter Vanderkaay: 400 Free, David Walters: 100 Free, 200 Free, Garrett Weber-Gale: 400 Free Relay, Jackson Wilcox: 1500 Free . 12.7. Peirsol mit 200 Meter-Rücken-Weltrekord. (dpa) - Aaron Peirsol hat zum Abschluss der US-Schwimm-Meisterschaften in Indianapolis für den dritten Weltrekord gesorgt. Der Olympiazweite und Vizeweltmeister gewann die 200 Meter Rücken in 1:53,08 Minuten und blieb somit 86/100 unter der Bestmarke seines Landsmannes Ryan Lochte. Lochte wurde in 1:54,21 Minuten Zweiter. Für Peirsol war es neben dem zweiten Titel auch der zweite Weltrekord bei den Trials. Am 08. Juli hatte er bereits über die 100 Meter Rücken in 51,94 Sekunden eine neue Bestzeit aufgestellt. Eric Shanteau, Cullen Jones und Dara Torres haben die US-Rekorde Nummer sechs bis acht aufgestellt. Shanteau schwamm bei seinem Sieg über die 200 Meter Brust 2:08,01 Minuten. Jones setzte sich im Kampf über die 50 Meter Freistil um den zweiten Startplatz bei den Weltmeisterschaften vom 17. Juli bis 2. August in Rom in 21,41 Sekunden gegen den alten Rekordhalter Garrett Weber-Gale durch. Die 42-jährige Torres sprintete über die 50 Meter Schmetterling auf 25,50 Sekunden [Website] [OmegaTiming]. 12.7. Lochte sticht Phelps aus. (dpa) Der Superstar gönnte sich eine Pause, doch Ryan Lochte war mehr als nur ein Lückenfüller. In Abwesenheit von Olympiasieger und Weltrekordler Michael Phelps avancierte der 24-Jährige bei den amerikanischen Titelkämpfen zum Topfavoriten für die WM in Rom. Lochte gewann die 200 Meter Lagen in Indianapolis in 1:54,56 Minuten und erzielte somit für die zweitschnellste je geschwommene Zeit auf dieser Distanz. Nachdem Phelps am Vormittag aufgrund eines steifen Halses auf die 100 Meter Freistil verzichtete, nutzte Nathan Adrian die Gunst der Stunde und holte sich in 48,00 Sekunden den Titel - obwohl er nicht der Schnellste war. Konkurrenz- und trotzdem sieglos blieb Cesar Cielo im 100-Meter-Sprint. Der brasilianische Olympia-Dritte schwamm mit 47,69 Sekunden Bestzeit - allerdings nur im B-Finale. Als Ausländer war er nicht für den A-Endlauf startberechtigt, da die Trials als WM-Qualifikation des US-Verbandes gelten. "Es ist schön, schneller als der US-Meister zu sein. Diese Zeit bedeutet mir einiges, aber in Rom muss ich sicherlich noch schneller schwimmen", sagte Cielo. Mit Blick auf Phelps Vorhaben, künftig über die 100 Meter Freistil zu starten, meinte Cielo, dass es immer gut sei, wenn ein derartiger Ausnahme- Athlet etwas Neues ausprobiere. Dadurch würde die Strecke sicherlich mehr in den Fokus rücken. "Und ich würde es nicht wagen, einen Michael Phelps selbst auf der Sprintstrecke zu unterschätzen. Lochte jubelte indes bereits über sein zweiten Lagen-Gold, nachdem er am Dienstag bereits auf der doppelten Distanz triumphiert hatte. "Als ich auf die Anzeigetafel geschaut hatte, habe ich zuerst eine 1:55 gesehen und gedacht, das ist ziemlich gut. Dann habe ich nochmal hingeschaut und mich gefragt, steht da wirklich eine 1:54? Das war schon eine große Überraschung", sagte Brillenträger Lochte, der zwischenzeitlich sogar Phelps Weltrekord (1:54,23 Minuten) attackierte. Nach der Bruststrecke lag der Olympiadritte noch 2/100 Sekunden unter Phelps Bestmarke, verlor aber auf der abschließenden Freistil-Lage noch den knappen Vorsprung. "Ich habe mit meinen Trainer das Rennen analysiert und wir haben jede Menge Verbesserungs-Möglichkeiten gesehen. Bei der WM wirds hoffentlich um einiges schneller. Ich fühle, dass ich mindestens eine Sekunde schneller schwimmen kann", erklärte Lochte, der trotz der goldenen WM-Aussichten seinen einstigen Dauerrivalen vermisst. "Ich würde mir wünschen, dass Michael die Lagen schwimmen würde. Er ist ein guter Gegner und ich mag es, gegen die Besten anzutreten. Aber es gibt noch jede Menge andere Kontrahenten." [Website] [OmegaTiming] 11.7. Verletzter Phelps sagt Freistil-Start ab. (dpa) - Michael Phelps hat bei den amerikanischen Schwimm-Meisterschaften in Indianapolis seinen geplanten Start über die 100 Meter Freistil abgesagt. Der 14-fache Olympiasieger hatte sich bereits in der Nacht zum Donnerstag einen steifen Hals zugezogen. «Ich habe mich verlegen. Wir haben seitdem alles versucht, ich habe Massagen und Wärmebehandlungen bekommen, aber es war heute Morgen schlimmer als gestern», sagte Phelps auf einer Pressekonferenz. Da die US-Trials die einzige Qualifikation für die Weltmeisterschaften vom 17. Juli bis 2. August in Rom sind, wird Phelps somit nur über die 100 und 200 Meter Schmetterling und über die 200 Meter Freistil an den Einzelstart gehen. Auf allen drei Strecken hatte der 24-Jährige in Indianapolis gewonnen und über die 100 Meter Schmetterling sogar in 50,22 Sekunden einen neuen Weltrekord aufgestellt. «Ich habe mich in diesem Jahr zwar intensiv auf die 100 Meter Freistil vorbereitet, aber ich wäre sie in Rom nicht geschwommen, selbst wenn ich hier Meister geworden wäre. Der Zeitplan ist ziemlich eng gesteckt und ich habe über die 200 Meter Schmetterling einfach größere Chancen» , sagte Phelps [Website] [OmegaTiming]. 11.7. Phelps fliegt zu Weltrekord und flippt aus. (dpa) - Erst «flog» er übers Wasser, dann flippte er aus: Michael Phelps hat sich bei den US-Schwimm-Meisterschaften in Indianapolis den langersehnten Weltrekord über 100 Meter Schmetterling geholt. Der 14- malige Olympiasieger schwamm in 50,22 Sekunden zum Titel und blieb 18/100 Sekunden unter der bisherigen Bestmarke seines Landmannes Ian Crocker. Sechs Jahre Warten und Wut im Bauch hatten endlich ein Ende. Phelps war völlig aus dem Häuschen: «Das ist riesig, etwas, dass ich unbedingt erreichen wollte. Ian und ich haben eine großartige Geschichte über diese Distanz und uns großartige Rennen geliefert. Seitdem er mir bei der WM 2003 den Weltrekord abgenommen hat, wollte ich ihn mir zurückholen.» Fünf Einzelstrecken-Weltrekorde hält der 24-Jährige jetzt - keiner war ihm so wichtig wie dieser. «Es tut gut, den Rekord zurückzuhaben. Ich denke, jeder hat gesehen, wie aufgedreht ich danach war», betonte der Superstar, der sich mit der linken Hand am Beckenrand festhielt und mit der rechten Faust unaufhörlich ins Wasser schlug. Vor knapp drei Wochen hatte Phelps Crockers Bestmarke beim Meeting in Montreal noch um 8/100 verfehlt. «Seitdem wusste Michael, dass er den Rekord brechen kann. Und seitdem war er heiß darauf», sagte Bob Bowman. Obwohl er Phelps seit 13 Jahren trainiert, wurde der erfahrene Coach erstmals so richtig von seinem Schützling überrascht. Er habe in diesem Jahr nicht mit einem Weltrekord gerechnet, so Bowman. Doch dank seines Fabel-Flugs baute Phelps seinen unglaublichen Rekord-Reigen aus. Seit 2001 hat er mit Ausnahme von 2005 in jedem Jahr einen Weltrekord aufgestellt. «Dies zeigt, dass du alles erreichen kannst, wenn du alles dafür tust. In Peking war ich in der Form meines Lebens, dennoch bin ich erst jetzt diesen Rekord geschwommen - mit nicht einmal sechs Monaten Training. Das ist schon ziemlich geil», meinte Phelps voller Genugtuung. Und Bowman kündigte an, dass sein Ausnahme-Athlet «mit etwas mehr Pause und einigen Wochen mehr Training» bei der Weltmeisterschaft in Rom vom 17. Juli bis 2. August noch schneller sein werde. Er wolle nicht ausschließen, dass dann sogar die Marke von 50 Sekunden unterboten wird. «Michael hätte es hier schon schaffen können, aber seine Wende war nicht die beste», so Bowman. Glücklich und kritisch zugleich war auch Bowmans Kollege Michael Lohberg. Der deutsche Trainer von Dara Torres freute sich, dass die 42-Jährige in 24,43 Sekunden zum Titel über die 50 Meter Freistil sprintete und damit erstmals seit 1986 wieder bei einer WM startet. «Aber ihr Start ganz war ganz schlecht. Deshalb musste sie von hinten das Rennen schwimmen», nörgelte Lohberg im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. Allerdings betonte der Coach, dass die Olympiazweite über 50 und 100 Meter Freistil starke Schmerzen im linken Knie gehabt habe. «Dadurch kann sie sich nicht richtig abdrücken und ist somit beim Start und der Wende benachteiligt», so Lohberg. Deshalb werde Torres an diesem Samstag lediglich im Vorlauf über die 100 Meter Freistil starten, um sich so ihren WM-Platz in der Staffel zu sichern. Für das dritte Highlight sorgte Rebecca Soni. Die Olympiasiegerin und Weltrekordlerin über 200 Meter Brust stellte über die halbe Distanz in 1:05,34 Minuten den vierten US-Rekord der Trials auf. 10.7. Nico Van Duijn mit drei Meistertiteln. Als erster Sommerhöhepunkt stand für einige Limmat-Sharks Schwimmer die Schweizer Sommermeisterschaft in Tenero auf dem Programm. Aufgrund der zahlreichen internationalen Wettkämpfe, die der Juli für den Schwimmsport bereit hält, war die Teilnehmerzahl und die Qualität der Leistungen an den Meisterschaften übersichtlich. Voll überzeugen konnte aus den Reihen der Limmat-Sharks Nico Van Duijn, der einen 'Clean-Sweep' über alle Delphin-Distanzen erreichte, und, was wichtiger ist, hervorragende Zeiten erzielen konnte. So verbesserte er seinen Vereinsrekord in 100m Delphin auf 54.49, konnte sich in 50m Delphin in einem knappen Rennen mit deutlicher Bestzeit von 24.71 gegen Adrien Perez durchsetzen, und gewann schlußendlich überlegen die 200m Delphin in 2:03.40. Abrunden konnte er seine guten Leistungen in 100m Freistil, wo er zum ersten mal unter 52 Sekunden blieb und in 51.84 knapp hinter Maximilian Bon die Silbermedaille erreichte. Susanne Keller erschwamm sich 2 zweite Plätze, zunächst über 400m Freistil, wo sie knapp über ihrer Bestzeit blieb, nur um auf der doppelten Distanz ihren Hausrekord gleich um 19 Sekunden auf gute 9:11.25 zu verbessern. Tamara Rangelov konnte eine neue Bestzeit über 50m Rücken erreichen und gewann über diese Distanz das Juniorenfinale. In den längeren Rückendistanzen zeigte sie sich noch verbesserungsfähig. Joel Kempter konnte über 50m Delphin den zweiten und 50m Freistil den 3. Platz im Juniorenfinale verbuchen, was nach langen Verletzungsproblemen ein versöhnlicher Saisonabschluß ist. David Fässler hare auch keinen optimalen Wettkampf, sein bestes Resultat war ein 4. Platz in der Juniorenwertung in 50m Rücken. Weniger gut lief der Wettkampf für Elina Piesbergen, die sich sicher für die Schweizer Jugendmeisterschaften noch deutlich steigern kann und sollte. Ihr bestes Resultat war ein 6. Platz in 400m Lagen, wobei sie schon einiges von ihrer Bestform vermissen ließ. In zwei Wochen stehen dann die Schweizer Jugendmeisterschaften an, wo die Limmat-Sharks mit einer soliden Mannschaft vertreten sein werden. 9.7. RZO-Regionalmeisterschaften Winterthur. Die Aufforderung des Schwimmverbandes nach den Schweizer Jugendmeisterschaften im letzten Jahr, die Sportler auch auf Wassertemperaturen von 23 Grad vorzubereiten, nahmen sich die Veranstalter der Regionalmeisterschaften offensichtlich zu Herzen und beließen es bei einer Temperatur von knapp 20 Grad. Die Medaillenwertung zeigt, daß die Limmat Sharks ihre Hausaufgaben erfüllt haben, weil man trotz nicht einmal halb so großer Anzahl von Starts den einzigen echten Konkurrenten aus Uster mit 35 Gold-, 24 Silber- und 19 Bronzemedaillen auf den zweiten Platz verweisen konnte. In der offenen Klasse konnten sich Ahmed Gad und David Karasek mit je drei Siegen und ansprechenden Zeiten gut in Szene setzen. Tamara Rangelov konnte sich ebenfalls drei mal vorne plazieren, Pia Oderbolz zwei mal. Nico Van Duijn gewann seine Paradedisziplin 100m Delphin, Flavio De Corso 100m Brust und Alexander Ristic die 100m Rücken In den Altersklassen siegten Alexander Ammann 1x, Kathrin Appenzeller 4x, Stephanie Dreier 2x, Sara Mamié 3x, Thies Oderbolz 4x, Aron Serafini 1x, Florence Sigg, 1x, Alexandra Tewes 1x und Sergio Zarro 4x. Übrigens, die FINA-Regeln zur Wassertemperatur besagen folgendes (Punkt 2.11): http://www.competitorswim.com/technical/2005_FINA_Facility_Rules.pdf 9.7. Peirsol stiehlt Phelps mit Weltrekord die Show. (dpa) - Aaron Peirsol hat bei den US-Meisterschaften mit einem Fabelweltrekord eine neue Zeitrechnung über die 100 Meter Rücken eingeläutet und damit selbst Superstar Phelps in den Schatten gestellt. Olympiasieger und Weltmeister Peirsol schwamm auf seiner Paradestrecke 51,94 Sekunden und blieb somit als Erster unter 52 Sekunden über diese Distanz. Phelps leistete indes Dienst nach Vorschrift und setzte sich erwartungsgemäß über 200 Meter Freistil (1:44,23 Minuten) und 200 Meter Schmetterling (1:52,76) durch. Seine Trainingspartnerin Katie Hoff verpasste auch über 200 Meter Freistil die Qualifikation für die WM vom 17. Juli bis 2. August in Rom. Einen Tag nach Platz sechs über 400 Meter Freistil wurde sie über die halbe Distanz Letzte. Rücken-Riese Peirsol holte sich eindrucksvoll «seinen» Weltrekord zurück, den ihm der Spanier Aschwin Wildeboer (52,38) erst am 1. Juli abgenommen hatte. «Er hatte ihn eine Woche und sich bestimmt darüber gefreut. In Rom bekommt er eine neue Chance», meinte Peirsol mit Blick auf das Duell am 28. Juli. Nachdem der 25-Jährige unter dem Jubel der 2000 Zuschauer angeschlagen hatte, schaute er für einen Moment regungslos Richtung Anzeige. Als er seine Fabelzeit realisiert hatte, riss sich Peirsol die graue Badekappe vom Kopf und ballte beide Fäuste. «Jedes Mal, wenn man eine Mauer durchbricht, ist das was Besonderes. Du siehst neue Zahlen auf der Tafel, das ist schon cool», sagte Peirsol, der eine Stunde nach seinem Rennen immer noch vergnügt durch die Mixed-Zone lief und Gratulationen entgegennahm. Für Phelps, der für gewöhnlich ein «Glückwunsch-Abonnement» hat, gab es diesmal keine «High Fives» und auch keine Umarmungen. Und der 14-malige Olympiasieger sah trotz seines erfolgreichen Doppelstarts auch keinen Anlass dazu. «Ich bin es nicht gewohnt, keine Bestzeit zu schwimmen, oder zumindest nah dran zu sein. Aber dies wird mir helfen, härter zu trainieren und mich besser vorzubereiten», meinte der 24-Jährige nach den ersten beiden von vier möglichen Titeln. Nächste Woche werde er schon schneller schwimmen, ergänzte Trainer Bob Bowman. Besonders über die 200 Meter Schmetterling habe er gemerkt, dass er erst seit fünf Monaten wieder trainiere und davor ein halbes Jahr lang nichts gemacht habe, so Phelps. Für Hoff klingen derartige Probleme wie Luxus-Sorgen. Die sechsmalige Weltmeisterin ist immer noch ohne WM-Ticket. «Alles was ich dieses Jahr gemacht habe, war komplett anders. Wir müssen von neuem anfangen», meinte die durch eine Grippe geschwächte 20-Jährige, die auch von Bowman trainiert wird. Nach dem sieglosen Sommer 2008 hatte sie sich ihm angeschlossen. Die Zusammenarbeit war jedoch nicht so erfolgreich wie die zwischen dem Coach und Phelps. «Nicht jeder ist ein Phelps. Er scheint kein Problem mit hartem Gewichtstraining und Wiederholungen zu haben. Keine Ahnung, wie er das macht. Ich weiß nur, dass mein Körper nicht so wie seiner funktioniert und darüber muss ich mit dem Trainer sprechen», kündigte Hoff an [Website] . 8.7. Teilnehmer-Rekord bei Schwimm-WM im Rom. (dpa) - Rekord in Rom: An den Schwimm-Weltmeisterschaften in Rom vom 17. Juli bis 2. August werden 2556 Athleten aus 185 Ländern teilnehmen, teilte der Weltverband FINA mit. Die Titelkämpfe in der italienischen Hauptstadt setzen damit eine Bestmarke. Der bisherige WM-Teilnehmerrekord wurde 2007 im australischen Melbourne aufgestellt. Vor zwei Jahren waren 2158 Schwimmer aus 167 Ländern am Start gewesen. 1470 Athleten aus 164 Ländern haben für die Bahnrennen im Foro Italico gemeldet. Am Strand von Ostia treten 152 Schwimmer aus 39 Ländern im Langstreckenschwimmen an. Zudem wollen 416 Wasserballer aus 21 Ländern, 200 Kunst- und Turmspringer (43 Länder) und 269 Synchronschwimmer (41 Länder) in der Ewigen Stadt um WM-Medaillen kämpfen. 8.7. US National Champonships and WM-Trials, Indianapolis, 7.-11.7.2009 [Website] [OmegaTiming] 8.7. Jugend-Europameisterschaften, Prag, 8.-12.7.2008 [Website]
2.7. Wildeboer mit Weltrekord über 100m Rücken. (sid) Einen Tag nach seinem Europarekord ist der Spanier Aschwin Wildeboer bei den Mittelmeerspielen in Pescara am Mittwochabend über 100m Rücken Weltrekord geschwommen. Der 23-Jährige wurde als Startschwimmer der 4x100-m-Lagenstaffel in 52,38 Sekunden gestoppt. Die bisherige Bestmarke von 52,54 Sekunden hielt der US-Amerikaner Aaron Peirsol, der diese Zeit bei den Olympischen Sommerspielen 2008 in Peking aufgestellt hatte. Am Dienstag war Wildeboer über die gleiche Distanz die europäische Bestmarke von 52,87 Sekunden geschwommen. Zurück zur [Homepage] / [an den Anfang] Juni 200929.6. Der deutsche Schwimmverband schickt eine 21-köpfige Delegation an die WM in Rom: (Frauen) Britta Steffen (Berlin), Daniela Samulski (Essen), Kerstin Vogel (Köln), Sarah Poewe (Wuppertal), Caroline Ruhnau (Essen), Daniela Schreiber (Halle/S.), Petra Dallmann (Heidelberg), Isabelle Härle (Heidelberg), Annika Mehlhorn (Baunatal). (Männer) Paul Biedermann (Halle/S.), Helge Meeuw (Frankrurt), Thomas Rupprath (Rostock), Hendrik Feldwehr (Essen), Johannes Neumann (Riesa), Johannes Dietrich (Wiesbaden), Jan Wolfgarten (Würzburg), Felix Wolf (Potsdam), Marco Koch (Darmstadt), Clemens Rapp (Bad Saulgau), Steffen Deibler (Hamburg), Benjamin Starke (Berlin), Yannick Lebherz (Darmstadt) [Aufgebot]. 29.6. Die Briten doppeln nach: Sie schicken 40 nach Rom. (Frauen) Rebecca Adlington – Nova Centurion, Jazmin Carlin – Swansea ITC, Jess Dickons – Stockton, Ellen Gandy – Tritans, Melbourne, Fran Halsall – City of Liverpool/Loughborough ITC, Kate Haywood - Loughborough University/Loughborough ITC, Jo Jackson – Derwentside/Loughborough ITC, Jemma Lowe – Stockton, Caitlin McClatchey - Loughborough University/Loughborough ITC, Hannah Miley – Garioch, Keri-Anne Payne – Stockport Metro/Stockport ITC, Lizzie Simmonds - Loughborough University/Loughborough ITC, Amy Smith - Loughborough University, Gemma Spofforth – Portsmouth Northsea/Florida, Stacey Tadd - University of Bath/Bath ITC, Lowri Tynan - Wrexham, Katherine Wyld – Nova Centurion, Emma Wilkins – Plymouth Leander (Männer) Robert Bale - Loughborough University/Loughborough ITC, Adam Brown – Hatfield, Simon Burnett – Wycombe District, David Carry – Aberdeen Dolphins/Stockport ITC, Richard Charlesworth - Hatfield, Ross Davenport - Loughborough University/Loughborough ITC, David Davies – City of Cardiff /Loughborough ITC, James Gibson – Marseille, Kris Gilchrist – University of Edinburgh, James Goddard - Stockport Metro/Stockport ITC, Tom Haffield – City of Cardiff, Ian Hulme – City of Sunderland, Andy Hunter – Stirling Swimming/Stirling ITC, Marco Loughran – Guildford City, Michael Rock - Stockport Metro/Stockport ITC, Robbie Renwick – City of Glasgow, Joe Roebuck - Loughborough University, Lewis Smith – Warrender Baths Club/ Stirling ITC, Liam Tancock - Loughborough University/Loughborough ITC, Grant Turner - Loughborough University/Loughborough ITC, Chris Walker-Hebborn – Team Ipswich/Bath ITC, Richard Webb – University of Bath/Bath ITC. 28.6. Koch und Biedermann schwimmen Europarekord. (sid) Britta Steffen fehlte nach ihrer Fabel-Zeit über 100m Freistil zum Abschluss die Kraft für einen weiteren Streich, dafür sorgten Paul Biedermann und Marco Koch mit Europarekorden für einen grandiosen Abschluss der deutschen Schwimm-Meisterschaften. Zudem rundeten Helge Meeuw, Benjamin Starke und Annika Mehlhorn am letzten Tag das starke Auftreten der Athleten des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) mit nationalen Rekorden ab. Insgesamt lösten 16 DSV-Starter auf Einzelstrecken das Ticket für die WM (17. Juli bis 2. August) in Rom. Britta Steffen hakte ihren Pflichtsieg in 24,45 Sekunden schnell ab. "Ich bin hier zwei Weltrekorde geschwommen und sehr zufrieden. Am Ende war ein bisschen die Luft raus, aber das zeigt, dass ich auch nur ein Mensch bin. Mein neuer Anzug ist zwar fantastisch, aber er schwimmt nicht von alleine", erklärte die 25 Jahre alte Berlinerin. Am Tag zuvor hatte Steffen über 100m Freistil den Weltrekord auf 52,56 Sekunden geschraubt, war dabei nochmal 29 Hundertstel unter ihrer eigenen Bestmarke aus dem Vorlauf am Donnerstag geblieben und hatte sich endgültig in die Favoritenrolle für Rom geschwommen. Dort will auch Biedermann über 200m Freistil für Furore sorgen. Der Olympiafünfte unterbot in 1:44,71 Minuten seinen eigenen Europarekord um 17 Hundertstel. "Ich habe meine Form von Monaco vor zwei Wochen bestätigt. Es war ein optimales Rennen", jubelte der 22-Jährige aus Halle/Saale. Zugleich machte Biedermann im dritten und letzten Anlauf das WM-Ticket perfekt. Zuvor hatte Biedermann über 100 und 400m Freistil zwar jeweils deutsche Rekorde aufgestellt, die vom DSV geforderte Norm aber nicht unterboten. Koch blieb über 200m Brust in 2:08,33 Minuten 35 Hundertstel unter der alten Bestmarke des Ungarn Daniel Gyurta und löste damit ebenfalls noch das WM-Ticket. Am Tag zuvor war der Darmstädter im schnellsten deutschen Rennen über 100m hinter dem nationalen Rekordhalter Hendrik Feldwehr (59,45) und Johannes Neumann (59,63) unglücklicher Dritter. Erstmals waren deutsche Schwimmer unter der Schallmauer von einer Minute geblieben. Meeuw knackte über 100m Rücken in 53,08 Sekunden seine eigene Rekordmarke um zwei Hundertstel. Deutsche Bestmarken stellten zudem über 100m Schmetterling Benjamin Starke (51,47) und Annika Mehlhorn (58,45) auf. 27.6. Pellegrini schwimmt Weltrekord über 400m Freistil. (sid) Federica Pellegrini hat sich am Samstag in Pescara den Weltrekord über 400-m-Freistil zurückgeholt. Die 20-Jährige schwamm eine Zeit von 4,00:41 Minuten und unterbot damit die bisherige Bestmarke der Britin Joanne Jackson von 4,00:61 Minuten. 27.6. Steffen schon wieder mit Fabel-Weltrekord. (sid) Britta Steffen stieg aus dem Becken, verneigte sich vor dem tosenden Publikum und ließ sich feiern: Mit einem weiteren Fabel-Rekord hat die Doppel-Olympiasiegerin die Schwimm-Welt in ihrem neuen Anzug einmal mehr aufgewühlt, bei den deutschen Meisterschaften für das nächste Glanzstück gesorgt und dabei auch das nationale Rekord-Double von Paul Biedermann sowie die Bestmarke von Hendrik Feldwehr in den Schatten gestellt. Steffen schraubte über 100m Freistil den Weltrekord auf 52,56 Sekunden und blieb dabei noch einmal 29 Hundertstel unter ihrer eigenen Bestmarke aus dem Vorlauf am Donnerstag. "Ich möchte mich bei den Fans bedanken. Ich habe mich wie auf einer Woge gefühlt", sagte Steffen nach ihrem nächsten Husarenstreich emotional bewegt: "Im Finale ist es mir aber viel schwerer gefallen, als im Vorlauf. Da ging es noch wie Butter." Am Schlusstag am Sonntag kann Steffen noch beim Sprint über 50m nachlegen. Höhepunkt sind dann die Weltmeisterschaften (17. Juli bis 2. August) in Rom. "Ich weiß, dass ich dort eine Favoritenrolle zu tragen habe. Aber für mich ist das eine weitere Herausforderung und ich möchte immer weiter wachsen." Stark waren auch die Auftritte von Biedermann. Der 22-Jährige aus Halle/Saale unterbot zunächst über 400m Freistil in 3:46,67 Minuten die 21 Jahre alte deutsche Marke von Uwe Daßler um 28 Hundertstel und blieb dann auch über 100 m (48,39) 16 Hundertstel unter dem Rekord des entthronten Titelverteidigers Steffen Deibler. Allerdings verfehlte Biedermann in beiden Fällen die WM-Norm. Die fünf Wochen Trainingsausfall nach meiner Viruserkrankung machen sich schon bemerkbar", sagte Biedermann, der aber am Sonntag über seine Europarekordstrecke 200m nochmal für Furore sorgen will. Das schnellste deutsche Rennen aller Zeiten gab es über 100m Brust. Feldwehr steigerte den Rekord von Johannes Neumann um exakt eine Sekunde auf 59,45 Sekunden, Neumann (59,63) schaffte ebenfalls die WM-Qualifikation. Erstmals blieben deutsche Schwimmer unter der Schallmauer von einer Minute. Am Tag zuvor waren Feldwehr und Neumann über die halbe Distanz zeitgleich zur nationalen Bestmarke geschwommen. Für die WM qualifizierten sich über 100m Brust auch die Wuppertalerin Sarah Poewe (1:07,57) und die Essenerin Caroline Ruhnau (1:07,87) sowie der Potsdamer Felix Wolf (1:58,03) über 200m Rücken, wo Helge Meeuw auf seine Titelverteidigung verzichtet hatte. Für etwas Unruhe sorgte Ex-Weltmeister Mark Warnecke, der dem Deutschen Schwimm-Verband (DSV) vorwarf, auf die Entwicklung mit den High-Tech-Anzügen nicht rechtzeitig reagiert zu haben. "Ich hatte einen geilen Anzug gebaut. Ich bin zur Kommunikation bereit gewesen, so dass wir im DSV als erste die besten Anzüge gehabt hätten. So was hat man nicht für nötig erachtet", sagte Warnecke im Interview mit der Berliner Zeitung. 27.6. Samulski sorgt mit Weltrekord für Paukenschlag. (sid) Weltrekord durch Daniela Samulski trotz Anzugschock und nationale Bestmarken von Helge Meeuw, Hendrik Feldwehr, Johannes Neumann und Johannes Dietrich: Am dritten Tag der nationalen Meisterschaften in Berlin haben Deutschlands Schwimmer das Wasser auf den Sprintstrecken im Minutentakt zum Kochen gebracht und einen Monat vor der WM in Rom mit absoluten Top-Leistungen geglänzt. Vor allem Samulski überragte bei ihrer Rekord-Show über 50m Rücken - und ließ sich auch nicht von einem gerissenen Anzug kurz vor dem Start aus der Fassung bringen. "Die Angst, dass ich es nicht mehr rechtzeitig in den anderen Anzug schaffe, hat mir einen Adrenalinschub verpasst", erklärte die Essenerin ganz aufgewühlt: "Aber am Ende ist zum Glück alles gut gegangen. Es ist fantastisch, super. Ich fühle mich riesig." In 27,61 Sekunden blieb Samulski einen Tag nach dem Weltrekord von Britta Steffen über 100m Freistil sechs Hundertstelsekunden unter der bisherigen Marke von Sophie Edington (Australien) und Zhao Jing (China) und unterbot ihre Europarekord-Marke aus dem Vorlauf einen Tag zuvor um 24 Hundertstelsekunden. Zum Abschluss gewann Samulski auch über 50m Schmetterling, blieb in 26,65 Sekunden aber über der WM-Norm. Seine starke Form unterstrich Meeuw mit deutschem Rekord über 50m Rücken. "Das hat richtig Spaß gemacht", meinte er mit einem gelösten Lächeln. In 24,64 Sekunden knackte der Frankfurter im gleichen, neuen Anzugmodell wie Britta Steffen die bisherige Marke von Thomas Rupprath aus dem Vorlauf um neun Hundertstelsekunden. Rupprath musste sich in 24,99 Sekunden ebenso mit Rang zwei begnügen wie über 50m Schmetterling (23,50) beim Triumph von Dietrich (23,43). Allerdings blieb "Evergreen" Rupprath auf beiden Strecken unter der geforderten Richtzeit für die WM. Einen deutschen Rekord im Doppelpack gab es über 50m Brust. Feldwehr und Neumann schlugen in 27,30 Sekunden zeitgleich an und blieben sieben Hundertstelsekunden unter der Marke, die Feldwehr einen Tag zuvor im Vorlauf gesetzt hatte. Beide qualifizierten sich mit ihrer Zeit zudem für Rom. Titel und WM-Ticket sicherte sich auch die Kölnerin Kerstin Vogel über 50m Brust (31,20). Der Hamburger Steffen Deibler verteidigte über 50m Freistil in 22,19 Sekunden zwar erfolgreich seinen Titel, blieb aber ebenso über der WM-Norm wie Silko Lippok (Pforzheim) bei ihrem Sieg über 200m Freistil (1:59,65) [Website]. 26.6. Schwimmsport im Weltrekord- und High-Tech-Wahn. (dpa) - Die Weltrekordflut im Schwimmsport geht weiter. Neuartige Schwimm-Anzüge ermöglichten 108 Weltrekorde 2008. Olympiasiegerin Britta Steffen schwamm im Vorlauf der deutschen Meisterschaften in Berlin über 100 Meter Freistil Weltrekord. Wichtige Fragen und zentrale Punkte: Warum purzeln durch die High-Tech-Anzüge die Weltrekorde? Durch verschiedene Materialien wird der Wasserwiderstand reduziert und ein Auftrieb erzeugt, der Schwimmer besser durch das Wasser gleiten lässt. Die Athleten «liegen» besser im Wasser, bewegen sich mehr als früher an der Wasseroberfläche. Was ist neu an Britta Steffens Anzug? Hersteller adidas verwendete bei seinem weniger als 200 Gramm schweren Modell «Hydrofoil» nach eigenen Angaben ultraleichten Webstoff, der mit einer Oberfläche aus Polyurethan komplett beschichtet ist. Das neue Material saugt kaum Wasser, bleibt daher leicht und glatt. Darüber hinaus wurde die Kompression verbessert, dadurch wird die Durchblutung gefördert und die Stabilität gewährleistet. Früher wurde das durch intensives Rumpftraining der Schwimmer erreicht. Was kosten die neuen Schwimm-Anzüge? Zu Zeiten der guten alten Badehose war ein Schwimmer mit höchstens 40 Euro dabei, ein High-Tech-Anzug kostet im Schnitt das Zehnfache. Weil diese Anzüge extrem eng anliegen und die Schwimmer sich meist nur mit fremder Hilfe aus den Anzügen schälen können, ist die Haltbarkeit sehr begrenzt. Wo sich früher eine Handvoll Hersteller den Markt aufteilten, verdienen heute auch Nischenhersteller groß mit. Einweg-Anzüge, wie es sie auch schon gab, sollen aber verboten bleiben. Warum wurden vom Weltverband FINA Anzüge nun doch genehmigt, andere aber verboten? Über diese Frage wird in Schwimmkreisen heftig spekuliert. So ist oft von finanziellen Interessen die Rede. Auffallend war die Genehmigung des besonders umstrittene Anzugs eines italienischen Herstellers («Jaked01»), der zugleich Ausrüster des italienischen Verbandes ist. In Rom finden Ende Juli die Weltmeisterschaften statt. Offizielle Antwort der FINA zu der überraschend hohen Anzahl der genehmigten Anzüge: Die Zeit für wissenschaftliche Tests sei vor der WM zu kurz gewesen. Dies wird von Athleten und Trainern aber massiv in Zweifel gezogen. Was passiert bis Anfang 2010, wenn strengere Regeln erlassen und neue Anzüge vorgelegt werden müssen? Weltrekorde werden weiter in Dimensionen verbessert werden, die je nach Strenge und Konsequenz der neuen Regeln wohl so schnell nicht mehr erreicht werden können. Ob die von allen Schwimmern eingeforderte Chancengleichheit mit neuen Bestimmungen erreicht werden kann, bleibt die Kernfrage eines fairen Schwimmsports. 25.6. Der Schwimmsport wird zur Farce [Bericht]. 25.6. Steffen schwimmt Weltrekord über 100 Meter. (dpa) - Olympiasiegerin Britta Steffen hat mit Weltrekord über 100 Meter Freistil für einen Paukenschlag bei den 121. deutschen Schwimm-Meisterschaften gesorgt. Die 25-Jährige schwamm im Vorlauf in Berlin 52,85 Sekunden und verbesserte die bisherige Bestmarke der Australierin Lisbeth Tricket vom 27. März 2008 um 3/100. Steffen blieb zudem 2/10 Sekunden unter dem von ihr gehaltenen Europarekord. Sie machte vor allem ihren neu entwickelten Anzug für den Rekord verantwortlich. «Das ist das krasseste Teil, was ich je getragen habe. Du stirbst nicht auf den letzten Metern, hast keine Schmerzen», sagte Steffen, die die WM-Norm um 1,19 Sekunden unterbot. 23.6. FINA genehmigt weitere High-Tech-Anzüge. (dpa) - Die FINA hat weitere High-Tech-Anzüge als regelkonform genehmigt. Auf der am 22. Juni veröffentlichten Liste stehen Modelle 20 verschiedener Hersteller, die in einer ersten Genehmigungs-Runde im Mai noch durchgefallen waren. 136 Anzüge waren damals zurückgewiesen worden, die Hersteller durften aber Änderungen vornehmen. Die Genehmigung gilt nur für dieses Jahr, 2010 sollen weitergehende Regelungen erlassen werden. Knapp einen Monat vor der Weltmeisterschaft in Rom (17. Juli bis 2. August) wurden auch Anzüge genehmigt, die wegen ihrer Auftriebs-Eigenschaften für andauernde Diskussionen sorgen. Die FINA begründete ihre Entscheidung damit, dass es für ein zuverlässiges Kontrollverfahren mehr Zeit bedürfe. Der Weltverband betonte, dass alle nun genehmigten Anzüge für die WM verfügbar sein müssten. Das dürfte in der Kürze der Zeit aber nur theoretisch möglich sein, da die Firmen in den verbleibenden fünf Wochen bis zu Beginn der Schwimm-Wettbewerbe kaum mit der Produktion für alle Schwimmer nachkommen können. «Die FINA macht sich ja lächerlich», sagte Österreichs Trainer Christian Gödecke der Nachrichtenagentur APA. Der Deutsche sieht «keine Chance», jetzt noch einen der Anzüge der führenden Hersteller zu bekommen. Unter den nun von der FINA genehmigten Anzügen befinden sich auch Modelle, mit denen nach den 108 Weltrekorden des vergangenen Jahres im Frühjahr neue Bestmarken geschwommen worden waren. Sechs Rekorde wurden anerkennt, fünf werden weiter geprüft. Sechs Bestzeiten aber werden nicht anerkannt, da sie in ungültigen Anzügen erzielt wurden. Darunter auch die Weltrekorde über 100 Meter Freistil von Alain Bernard (Frankreich) vom 23. April (46,94 Sekunden) und von Anastasia Zujewa (Russland) über 50 Meter Rücken (27,47) vom 28. April in Moskau. 21.6. Phelps verpasst knapp Delfin-Weltrekord. (dpa) - Einen Monat vor den Weltmeisterschaften in Rom schwimmt sich Michael Phelps langam in Bestform. Der 14-fache Olympiasieger aus den USA verfehlte beim Meeting in Montreal den Weltrekord über 100 Meter Delfin seines Landsmannes Ian Crocker von 50,40 Sekunden nur um 8/100. Phelps verbesserte im Olympia-Becken von 1976 in 50,48 Sekunden seine persönliche Bestzeit um 1/10 Sekunde. Bei seinen acht Olympiasiegen in Peking waren die 100 Meter Delfin die einzige Strecke, bei der Phelps nicht in Weltrekord-Zeit gewann. Der 23-Jährige feierte damit eine gelungene Generalprobe für die US-Trials vom 11. Juli an in Indianapolis. «Die Intensität und die Liebe zum Schwimmen ist immer noch da, ich komme immer besser in Form», sagte Phelps über seinen dritten Wettkampf nach der Wasserpfeifen-Affäre und einer dreimonatigen Sperre durch den US-Schwimmverband [Website]. 17.6. Verbotsliste für "Wunderanzüge" kommt am 22. Juni. (sid) Auf Drängen des französischen Schwimm-Verbandes FFN wird der Weltverband FINA die aktualisierte Liste der verbotenen "Wunderanzüge" erst am 22. Juni und damit drei Tage später als geplant veröffentlichen. Die FFN hatte um diese "Gnadenfrist" gebeten, damit die Paris Open (19. bis 21. Juni) noch nicht von den neuen Regelungen beeinflusst werden. Die FINA hatte nach einer Überprüfung von 348 Anzügen von 21 Herstellern lediglich 202 Modellen die Zulassung erteilt. Zehn Modellen verweigerte der Weltverband wegen "nicht regelkonformer Auftriebswerte und unzulässiger Dicke" sofort die Anerkennung, 136 wies die FINA mit Bitte um Anpassung an die neuen Regularien bis zum 19. Juni an die Hersteller zurück [Paris Open Website]. 14.6. Phelps kommt in Schwung. (sid) Michael Phelps schwimmt bei seinem zweiten Auftritt nach neunmonatiger Pause wieder auf WM-Kurs. Am dritten Tag des Meetings im kalifornischen Santa Clara feierte der achtfache Olympiasieger von Peking den zweiten Erfolg, nachdem er bei seinem Comeback vor 2 Wochen neben zwei Siegen auch die ersten beiden Niederlagen seit einem Jahr kassiert hatte. Beim 400-m-Freistilerfolg in 3:48,05 Minuten vor dem Kanadier Ryan Cochrane (3:48,40) war Phelps aber überhaupt nicht zufrieden. "Auf den ersten 250 Metern habe ich mich furchtbar gefühlt. Die letzten 150m habe ich mich gefragt, warum ich diese Strecke hier überhaupt schwimme", sagte Phelps, der am Freitag über 200m Schmetterling noch mit über fünf Sekunden Vorsprung vor den Verfolgern gewonnen hatte. Gerüstet für die WM in Rom (11. Juni bis 2. August) scheint Dana Vollmer (USA) zu sein. Die Staffel-Weltmeisterin dominierte die 200m Freistil in 1:57,46 Minuten, nachdem sie an den ersten beiden Tagen schon 100-m-Siegerin im Freistil und Schmetterling geworden war. Jeweils zum zweiten Mal auf dem Siegerpodest standen am Samstag die Olympiasieger Ryan Lochte (USA) und Leisel Jones (Australien). Jones gewann nach den 200m auch die 100m Brust in 1:07,11 Minuten. Der bereits über 400m Lagen erfolgreiche Lochte entschied die 200m Rücken in 1:56,83 Minuten für sich. 14.6. Biedermann knackt Europarekord. Paul Biedermann hat mit Europarekord über 200 Meter Freistil ein sensationelles Comeback nach längerer Krankheit geschafft. Der 22-Jährige aus Halle/Saale verbesserte in Monte-Carlo in 1:44,88 Minuten die sieben Jahre alte Bestmarke des Niederländers Pieter van den Hoogenband um 1/100 Sekunde. Biedermann war im Winter am Epstein-Barr-Virus erkrankt und hatte mehr als einen Monat nicht trainieren können. Auch für seinen Trainer Frank Embacher kam die Bestmarke völlig überraschend. "Ich kann es gar nicht richtig glauben", sagte er der Deutschen Presse-Agentur dpa. Embacher hatte vor dem Meeting lediglich mit einer Zeit unter 1:50 Minuten geliebäugelt. Biedermann, Europameister und Kurzbahn-Weltrekordler über 200 Meter, hatte im Fürstentum Monte Carlo bereits am Samstag seine gute Form angedeutet. Die 400 Meter Freistil gewann er in 3:48,77 Minuten. "Offensichtlich hat er seine Krankheit voll überwunden. Der Europarekord ist schon überraschend", meinte Bundestrainer Dirk Lange zum ersten deutschen Europarekordhalter über diese Strecke seit Michael Groß vor 20 Jahren [Website]. 12.6. Santa Clara International Swim Meet, 11.-14.6.2009 [Website] 11.6. Meeting wegen Schweinegripppe verschoben. (dpa) Wegen der gestiegenen Zahl von Schweingegrippe-Fällen in Australien ist ein Schwimm-Meeting auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Die teilte der Verband auf seiner Internetseite mit. Die zweitägige Veranstaltung sollte eigentlich am 20. und 21. Juni in Melbourne stattfinden. «Es ist eine bedauerliche Entscheidung, die wir fällen mussten», meinte Verbandsboss Kevin Neil. Man habe aber eine Fürsorge-Pflicht gegenüber den Athleten und müsse ihnen die besten Möglichkeiten geben, sich für die WM in Rom vom 19. Juli bis 2. August vorzubereiten. Chef-Trainer Alan Thompson sprach ebenfalls von der besten Entscheidung im Interesse der Athleten, auch wenn er den Ausfall des Telstra Grand Prix im Melbourne Sports and Aquatic Centre zugleich bedauert. «Natürlich hätten wir das Event gern abgehalten», sagte Thompson. Bei dem Meeting wären Top-Schwimmer aus Australien und Neuseeland an den Start gegangen. Die Zahl der mit Schweinegrippe infizierten Menschen war in den letzten Tagen in Australien auf 1039 gestiegen und hatte sich damit gegenüber der Vorwoche verdreifacht, wie die Gesundheitsbehörden erklärten. 874 Fälle sind aus dem Bundesstaat Victoria bekannt, dessen Hauptstadt Melbourne ist. Erst am Vortag war im australischen Rugby der erste Fall von Schweinegrippe im Profisport bekanntgeworden. Spieler Ben Hannant von den Canterbury Bulldogs wurde gemäß den Vorschriften der Gesundheitsbehörden unter Quarantäne gestellt, ebenso andere Spieler, die beim State-of-Origin-Spiel zwischen Queensland und New South Wales beteiligt gewesen waren. 5.6. Vitaminschlucker Achtung. Wir berichten hier regelmässig über die positiven Seiten einer gesunden, ausgewogenen Ernährung, die eine Vitaminsupplementation überflüssig macht, und über mögliche Nebenwirkungen von Vitaminpillen, die von vielen Sporttreibenden ohne Überlegung bedenkenlos geschluckt werden. Es werden immer häufiger unerwünschte Nebenwirkungen von Vitaminen entdeckt. Zum Beispiel: Regelmäßig eingenommene Folsäure erhöht bei Männern anscheinend das Risiko für Prostatakrebs. Folsäure ist ein wichtiges Vitamin in der Nahrungskette, ein Mangel kann sich auf das Blutbild negativ auswirken. Kinder, die während der Schwangerschaft eine Unterversorgung an Folsäure erleiden mussten, können Fehlbildungen wie eine Kiefer-Gaumen-Spalte erleiden. Bei zuviel Folsäure bekamen laut einer amerikanischen Studie fast zehn Prozent der Männer, die über zehn Jahre lang täglich mehr als 1000 µg Folsäure eingenommen haben, Krebs an der Vorsteherdrüse. In der Kontrollgruppe, in der die männlichen Teilnehmer ein Scheinvitamin verabreicht bekamen, erkrankten hingegen nur 3,3 Prozent. Durch eine ausgewogene Ernährung kann der Mensch genug Folat zu sich nehmen. Das Vitamin steckt beispielsweise in Vollkornprodukten, grünem Blattgemüse, Roter Bete, Brokkoli, Eigelb und Nüssen. Der tägliche Bedarf liegt je nach Gewicht und Geschlecht zwischen 60 und 600 Mikrogramm Folsäure. Da die Be Zurück zur [Homepage] / [an den Anfang] Mai 200930.5. FINA: «Übergangsperiode» bei Anzügen. Die Verunsicherung über die High-Tech-Anzüge der Spitzenschwimmer könnte auch bis zu den Weltmeisterschaften Ende Juli in Rom anhalten. Der Geschäftsführer der FINA, Cornel Marculescu, erklärte, 2009 sei eine «Übergangsperiode», bevor vom kommenden Jahr an strengere Regeln gelten sollten. «Wir sind nicht perfekt. In diesem Prozess gibt es Probleme, die wir nicht lösen können», sagte er in Lausanne. Die FINA hatte nach 108 Weltrekorden des vergangenen Jahres im März neue Schwimmanzugs-Regeln bekanntgegeben. Marculescu räumte ein: «Es gibt keinen wissenschaftlichen Beweis, zu sagen, ein Schwimmanzug sei besser als ein anderer.» Vergangene Woche hatte die FINA 202 Anzüge genehmigt, 10 abgelehnt und 136 zurück zu den Herstellern geschickt, die bis zum 19. Juni Änderungen vornehmen können. Marculescu schloss nicht aus, dass einige der abgelehnten Anzüge doch noch genehmigt werden könnten. «Dieser Prozess benötigt Zeit und wirft neue Fragen auf, die wir vorher noch nicht kannten.» Ahmed Gad, ägyptischer Ausstausch-Schüler, durfte bei den Herren außer Konkurrenz mitschwimmen. Er begann sehr beherzt und konnte das Tempo dennoch bis 3200m halten, schwamm sogar langsam auf den drittplazierten Martin Hohl aus Bernn auf.. Dann kam genau wie bei Susanne eine schwerere Phase, wobei Ahmed seinem hohen Anfangstempo ein wenig Tribut zollen mußte. Seine 100m-Zeiten wurden zwei bis drei Sekunden langsamer, und erst am Ende konnte er noch einmal zwei schnelle 100er schwimmen. In 57:19,82 verpaßte er den Vereinsrekord von Stephan Bachmann denkbar knapp um 9s. Das bedeutete gleichzeitig die fünftschnellste Zeit des Tages. 27.5. Italienische Meisterschaften, Pescara, 26.-30.5.2009 [Website] 26.5. Janet Evans Invitational, Los Angeles, 22.-24.5.2009 [Resultate] 20.5. Zugelassene Schwimmanzüge. Die FINA hat 202 Anzüge zugelassen; 136 müssen modifiziert werden und nochmals für eine Bewilligung anstehen [FINA-approved Swimsuits]. 17.5. Peirsol zeigt Phelps den Meister. Aaron Peirsol fügte Michael Phelps an einem Meeting in Charlotte (North Carolina) die erste Niederlage seit einem Jahr zu. Peirsol gewann in seiner Paradedisziplin über 100 m Rücken in 53,32 Sekunden und war damit fast eine halbe Sekunde schneller als Phelps, der in 53,79 anschlug. Seine letzte Niederlage musste der insgesamt 14-fache Olympiasieger aus Baltimore ebenfalls gegen Aaron Peirsol einstecken (über 200 m Rücken in Santa Carla im Mai 2008). Am Tag zuvor gewann Phelps bei seinem ersten Wettkampf seit den Olympischen Spielen in Peking innert nur 55 Minuten über 200 m Crawl (in 1:46,02) und 100 m Delfin (51,72) [Website]. 16.5. Phelps gewinnt wieder. (sid) "Gold-Fisch" Michael Phelps hat bei seinem ersten Wettkampf seit Olympia 2008 in Peking mit starken Leistungen aufgewartet. Der insgesamt 14-fache Olympiasieger aus Baltimore hat seit August keinen Wettkampf mehr bestritten und war zuletzt wegen ungebührlichem Verhalten - er wurde beim Hantieren mit einer Marihuana-Pfeife fotografiert - drei Monate gesperrt. An einem Meeting in Charlotte (North Carolina) gewann Phelps, der sich erst seit rund zwei Monaten wieder im Training befindet, innert nur 55 Minuten über 200 m Crawl (in 1:46,02) und 100 m Delfin (51,72). Phelps blieb über beide Distanzen zwar deutlich über seinen persönlichen Bestleistungen, aber trotzdem unter seinen jeweils drei Jahre alten Meetingrekorden. Phelps wird in Charlotte noch über drei weitere Strecken (50 und 100 m Crawl, 100 m Rücken) an den Start gehen. "Ich bin sehr zufrieden. Das war ein exzellenter Start und ich bin definitiv vor meinem Zeitplan", sagte Phelps, der bei seiner Rückkehr ins Wettkampfbecken von einem Bodyguard beschützt und von Medien aus aller Welt verfolgt wurde. "Das war mehr als bei den Olympischen Spielen", meinte der 23-Jährige. Den angekündigten neuen Schwimmstil auf den Freistilstrecken zeigte er nur auf den letzten 15 Metern. "Das war eine klitzekleine Vorschau. Ich wollte sehen, ob ich das Tempo bis zum Anschlag noch steigern kann. Es war nicht schlecht", sagte Phelps. Die neue Technik, bei der er die Arme im Windmühlenstil rotieren lässt, will er bei seinen Starts 50 und 100m Freistil in Charlotte anwenden [Website]. 15.5. Phelps fordert FINA zum Handeln auf. (sid) Michael Phelps hat sich in der neu entfachten Diskussion um High-Tech-Anzüge für weitere Maßnahmen durch den Weltverband FINA ausgesprochen. "Die FINA muss die bestmögliche Entscheidung treffen. Nachdem man gesehen hat, welche Zeiten bei den französischen Meisterschaften geschwommen wurden, weiß man, was zu tun ist", sagte der achtfache Olympiasieger von Peking vor seinem mit Spannung erwarteten Comeback beim Meeting in Charlotte. Am Montag will sich der Weltverband in der Schweiz erneut mit der Problematik beschäftigen. Bei den nationalen Titelkämpfen hatten die Franzosen Frederick Bousquet über 50m Freistil (20,94 Sekunden) und Olympiasieger Alain Bernard über die doppelte Distanz (46,94) mit neuen "Wunderanzügen" Fabelweltrekorde aufgestellt. Da die Anzüge von der FINA noch nicht ratifiziert sind, droht den Rekorden die Aberkennung. Dabei hatte der Weltverband erst Mitte März neue Regeln zur Eindämmung der Materialschlacht und der damit einhergehenden Weltrekordflut erlassen. Doch diese seien unpräzise und würden nicht die Beschaffenheit des Materials betreffen, kritisieren viele Schwimmer und Trainer. "Ich hoffe, dass die FINA einen Schritt nach vorne macht und diese Dinge reguliert", sagte Phelps" Coach Bob Bowman. Die Schwimmer würden sicher hart für die Weltrekorde arbeiten, "aber einige Dinge, die passiert sind, sind außerhalb der Reichweite einer normalen Verbesserung anzusehen". 13.5. «Entspannter» Phelps: Comeback nach Foto-Affäre. (dpa) - Michael Phelps taucht wieder auf. Der mit 14 Goldmedaillen erfolgreichste Olympionike schwimmt neun Monate nach den Festspielen von Peking seinen ersten Wettkampf. Beim Grand Prix von Charlotte im US-Bundesstaat North Carolina springt der 23-Jährige vom 14. Mai an über fünf Strecken ins Wasser. Anfang Februar war Phelps wegen eines Fotos, das ihn während einer College-Party beim vermeintlichen Gebrauch einer Marihuana-Pfeife zeigte, vom amerikanischen Schwimmverband für drei Monate suspendiert worden. «Es war ein dummer Fehler, den ich für den Rest meines Lebens mit mir rumschleppen werde», hatte der achtmalige Olympiasieger von Peking wieder und wieder beteuert. Seinen für 2012 geplanten Rücktritt sofort zu vollziehen, war inmitten des Skandals nur kurz ein Gedanke: «Ich liebe das Schwimmen zu sehr.» Nach dem weltweiten Wirbel um seine Person und der langen Trainingspause ist die Schwimm-Gemeinde gespannt auf die sportliche Form des Ausnahme-Athleten. «Ich schwimme einige anständige Zeiten im Training, aber ich weiß nicht, wie ich das in einem Wettkampf umsetze», sagte Phelps. Charlotte dürfte somit mehr zum Einschwimmen denn als erster Fingerzeig für die Weltmeisterschaft Ende Juli in Rom taugen. Der Rauch um das Wasserpfeifen-Foto hat sich verzogen, geblieben ist für Phelps eine andere Einstellung. «Ich denke, ich bin entspannter als jemals zuvor in meinem Leben. Ich sehe einige Dinge gelassener, vielleicht weil ich älter und erfahrener werde», sagte er vergangene Woche. Folgen hatte das von Phelps eingeräumte «Fehlverhalten» kaum: Nur ein großer Sponsor verlängerte den auslaufenden Vertrag nicht, der Weltschwimmverband FINA und sogar das Internationale Olympische Komitee IOC sahen Phelps' Vorbildfunktion nur wenig beschädigt. Nach dem Coup von Peking hatte sich der Amerikaner mit vielen Dingen beschäftigt, der trainingsintensive Schwimmsport war erst einmal weit weg. «Es war wahrscheinlich das erste Mal, dass ich wie ein Kind sein konnte», sagte Phelps, der mit sechs Jahren das Schwimmen begann. Während andere ihre Erfahrungen des Erwachsenwerdens sammelten, nahm der 15-jährige Michael 2000 das erste Mal an Olympischen Spielen teil. Das süße Party-Leben abseits der monotonen Kachelzählerei war für ihn keine vertane Zeit: «Das vergangene Jahr war etwas, was ich mir mein ganzes Leben gewünscht habe. Ich habe irgendwann nachgedacht, dass es noch andere Interessen und Ziele gibt.» Phelps kämpft nach eigenen Angaben mit einer «post-olympischen» Depression. «Wir wissen dann einfach nichts mit uns anzufangen.» Nach den sechs Goldmedaillen 2004 hatte der Amerikaner bereits mit einer Trunkenheitsfahrt samt kurzer Verhaftung für Aufsehen neben dem Becken gesorgt. Er steht nun mehr denn je unter Aufsicht, jeder weitere Fehltritt würde wohl erneut sofort öffentlich werden und nicht ohne Konsequenzen bleiben. Sein Trainer Bob Bowman rät seinem Schützling dringend zu mehr Vorsicht: «Michael muss sich nun Jedem mit Skepsis nähern, das ist traurig und ein sehr hoher Preis.» 13.5. Vitaminpillen sind ungesund. (sda) Vitaminpräparate unterdrücken positive Wirkungen von Sport auf die Gesundheit und können das Diabetes-Risiko erhöhen. Das hat eine Studie von Forschern aus Deutschland und den USA ergeben. In der Untersuchung absolvierten 39 junge Männer vier Wochen lang ein Sportprogramm. Einige von ihnen mussten dabei täglich Vitaminpräparate einnehmen und die Forscher untersuchten den Einfluss dieser Stoffe auf die gesundheitsfördernde Wirkung von Bewegung. Die im Fachmagazin «PNAS» publizierten Resultate zeigten einen negativen Einfluss der Vitaminpräparate. «Die gesundheitsfördernde Wirkung von körperlicher Bewegung wird durch die Einnahme von sogenannten Antioxidantien in Form von Vitamin C und E unterdrückt», sagte Michael Ristow, von der Universität Jena. Antioxidantien haben eigentlich eine nützliche Wirkung: Sie machen Sauerstoffradikale unschädlich, die Zellschäden verursachen. Solche Sauerstoffradikale werden beim Sport vermehrt gebildet. Allerdings aktivieren die Radikale auch die körpereigene Abwehr. Freie Radikale wirkten deshalb langfristig wie ein Impfstoff gegen oxidativen Stress, sagte Ristow. «Antioxidantien unterdrücken die körpereigene Produktion von freien Radikalen - und damit diesen Impfeffekt.» Laut dem Forscher könnten die beim Sport verstärkt gebildeten freien Radikale sogar den Blutzucker-Stoffwechsel verbessern und damit möglicherweise das Diabetes-Risiko verringern. Die Ergebnisse deuteten darauf hin, dass die durch Bewegung entstandenen Sauerstoffradikale einer Insulin-Resistenz entgegenwirkten und damit eine wichtige Rolle gegen Typ-2-Diabetes spielen könnten. Dieser Effekt werde jedoch durch die Einnahme von Vitaminpräparaten unterdrückt. Die Studie gebe weitere Anhaltspunkte darauf, dass Antioxidantien schädigend seien und kaum die Gesundheit förderten, resümierte Ristow. Er betonte, dass sich dies nur auf Vitaminpräparate beziehe. Der gesundheitsfördernde Effekt von frischem Obst und Gemüse bleibe unbestritten, obwohl sie Antioxidantien enthalten [Zitat und Abstract]. 11.5. Extremsport – bis die Lunge überläuft. Ärzte in der Schweiz haben zunehmend mit einem Krankheitsbild zu tun, das man seinem Namen nach eher in Küstenregionen ansiedeln würde: „swimming-induced pulmonary oedema“. Ursache dieses Lungenödems ist die Gier nach Grenzerfahrungen. Sich mal richtig verausgaben, den Körper in extremer Weise belasten – das ist offenbar der Kick, den einige Teilnehmer des eidgenössischen Wettbewerbs „Gigathlon“ zum Glücklichsein benötigen. Bei der letzten Veranstaltung im Jahr 2007 war bei diesem Ultraausdauerwettbewerb auf dem Weg von Basel nach Bern in sieben Tagen laufend, radelnd, schwimmend und inlineskatend eine Strecke von 1432 km zu absolvieren. Auf dieser Distanz galt es insgesamt 27 Kilometer Höhenunterschied zu überwinden. Am fünften Tag des Gigathlons, nach 819,5 Kilometern, 15 650 Höhenmetern und 50 Stunden Quälerei sagte der Körper eines 37-Jährigen: „Nein, jetzt reicht es!“ Während des morgendlichen Auftaktschwimmens (1,5 km) im Thuner See verließ den Athleten sein masochistisch anmutendes Hochgefühl. Es stellte sich ein massives Unwohlsein ein, er begann nach Luft zu japsen, konnte nicht mal mehr crawlen, sondern nur noch Brust schwimmen, musste sich zwischenzeitlich gar mit Schaum vor dem Mund an ein Begleitboot klammern, um nicht im 14 Grad kalten Wasser „abzusaufen“, und erreichte schließlich mit höchster Not das rettende Ufer. Dort brach der Athlet zusammen – die Sauerstoffsättigung betrug gerade noch 60 %. Schluss mit Gigathlon! Mit einer Atemfrequenz von 32 pro Minute und einer O2-Sättigung von 88 % unter der Gabe von immerhin zehn Litern Sauerstoff per Maske kam der verhinderte „Innere-Schweinehund-Überwinder“ ins Spital. Über allen Lungenfeldern hörte man Rasselgeräusche, der Blutdruck lag bei 140/60 mmHg. Der Patient atmete schwer unter Einsatz der Hilfsmuskulatur, berichten die Ärzte. Radiologisch bestätigte sich ein riesiges Lungenödem. Der pulmonal-arterielle Druck lag nahe der oberen Normgrenze, der rechte Ventrikel erschien sonographisch diskret erweitert. Beides passte zur kurzen Diagnose: SIPE. Diese vier Buchstaben stehen für „swimming-induced pulmonary oedema“. SIPE wurde zwar auch schon bei Badewannentemperatur beschrieben, entsteht jedoch vor allem beim Schwimmen in kaltem Wasser. Die Zentralisation des Kreislaufs lässt Vor- und Nachlast steigen, heißt es in der Zeitschrift „Schweizerisches Medizin-Forum“. Zudem erhöht sich durch das Eintauchen ins Wasser und über Reflexmechanismen der Druck in den Pulmonal-arterien. Noch dazu steigert die körperliche Belastung die pulmonale Flussrate. Schon diese Veränderung allein führt in Tierversuchen zu Lecks in kleinsten Bluttransportgefäßen. Aus diesem Grund haben nicht nur Rennpferde oft Lungenödeme, sondern – in milder Form – auch Triathleten. „Sicherlich ein nicht alltäglicher Fall, jedoch im ausdauersportverrückten Berner Oberland keine Seltenheit“, schreiben die Ärzte. So seien allein beim Gigathlon vier Fälle dokumentiert worden sowie einer etwas später beim „Inferno-Rennen“. Der im Thunersee Kollabierte konnte übrigens tags darauf aus der Klinik entlassen werden. Die Erfahrung hat ihn nicht kuriert, er macht weiter Ausdauersport. Nur aufs Schwimmen verzichtet der Mann jetzt vorsichtshalber. Quelle: Andreas M. Bloch et al., Schweiz Med Forum 2009; 9: 171–173 [Originalartikel]. 10.5. Irie schwimmt Fabel-Weltrekord über 200m Rücken. (sid) Japans Schwimm-Youngster Ryosuke Irie hat beim Länderkampf in Canberra gegen Gastgeber Australien den Weltrekord über 200m Rücken pulverisiert. Der 19-Jährige aus Osaka wurde in 1:52,86 Minuten gestoppt und unterbot die bisherige Rekordmarke von des Amerikaners Ryan Lochte (1:53,94) um 1,08 Sekunden. "Es ist unglaublich. Ich hätte nicht gedacht, dass ich so schnell sein könnte", sagte Irie, der bei Lochtes Olympiasieg Fünfter geworden war. In Canberra gewann der Asienmeister mit mehr als fünf Sekunden Vorsprung vor der Konkurrenz. "Jetzt werde ich bei der WM in Rom antreten und noch einmal einen Weltrekord aufstellen", sagte Irie, der bereits bei den japanischen Meisterschaften im April bis auf acht Hundertstelsekunden an Lochtes Weltrekord herangekommen war [Website]. 9.5. Brasilianer schwimmt WR. Nach mehr als 27 Jahren schwamm wieder einmal ein Brasilianer einen Weltrekord. Der letzte WR eines Brasilianers wurde 1982 von Ricardo Prado an der WM über 400 m Lagen in 4:19.78 erzielt. Jetzt holte sich Felipe Silva den Rekord über 50 m Brust mit einer Zeit unter 27 Sekunden: 26.89; zuvor wurde der WR von Cameron van den Burgh (Südafrika) in 27.06 gehalten (18. April 2009) [Website]. 6.5. Phelps kehrt ins Wettkampf-Becken zurück. Michael Phelps kehrt nach einer dreimonatigen Sperre in das Wettkampf-Becken zurück. Der achtmalige Olympiasieger von Peking 2008 war vom amerikanischen Verband suspendiert worden, nachdem er mit einer Marihuana-Pfeife fotografiert worden war. Die Sperre ist am 5. Mai abgelaufen. Nächste Woche will Phelps in Charlotte im US-Bundesstaat North Carolina seinen ersten Wettkampf seit Peking bestreiten [Website]. Im Juli stehen in Rom die Weltmeisterschaften auf dem Programm. 5.5 Hardys Schwimmsperre auf ein Jahr reduziert. Die Doping-Sperre der amerikanischen Schwimmerin Jessica Hardy ist von einem Berufungsgericht um die Hälfte auf ein Jahr reduziert worden. Damit endet die Sperre der ehemaligen Weltrekordhalterin über 100 Meter Brust am 31. Juli dieses Jahres. Der 22-Jährigen wurde während der US-Ausscheidungen für die Olympischen Spiele in Peking im Juli 2008 der Missbrauch von Clenbuterol nachgewiesen. Das Asthma- Mittel ist für seine anabole Wirkung bekannt. Das Gericht begründete seine Entscheidung damit, dass eine längere Sperre gemessen an den vorliegenden Fakten unangemessen wäre. |
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