Swim News Mai bis August 2010

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Mai 2010

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27.5. US Swimming nennt Namen im Sex-Skandal. In einem seit Wochen schwelenden Sex-Skandal hat US Swimming nun Namen von Beteiligten genannt. Auf der Liste werden 46 Personen aufgeführt, die auf Lebenszeit vom Verband ausgeschlossen wurden - in den meisten Fällen wegen sexueller Vergehen [Liste der Gesperrten]. Dabei soll es vor allem um den Missbrauch oder die Belästigung von Nachwuchsschwimmern gehen. Auch der Ex-Chef der Nationalmannschaft, Everett Uchiyama, steht auf dem Papier, zu seinen Vergehen wurden aber keine näheren Angaben gemacht. Uchiyama hatte seit 1999 als Nationalteam-Koordinator gearbeitet und war kurz vor den Olympischen Spielen 2004 zum Direktor befördert worden. Ende 2006 legte er ohne Angabe von Gründen sein Amt nieder. Wie er seien auch die weiteren Beschuldigten auf Lebenszeit aus dem Verband ausgeschlossen worden, teilte US Swimming mit. Die erste Entlassung gehe ins Jahr 1991 zurück. Nach den Angaben des Verbandes wurden allein seit Anfang 2009 elf Personen von ihren Ämtern enthoben. Der Verband war zuletzt stark für sein nachlässiges Vorgehen gegen Trainer und Offizielle kritisiert worden, die nachweislich Athletinnen sexuell missbraucht oder belästigt hatten. Auf einer Vorstandssitzung gab der Verband daraufhin einen Vier-Punkte-Plan bekannt. Dieser beinhaltet auch die Veröffentlichung einer Liste mit den Namen aller ausgeschlossenen Personen. "Die Eltern erwarten von uns, alles zu unternehmen, damit ihre Kinder vor Individuen geschützt sind, die ihnen Schaden zufügen wollen. Wir nehmen dieses Vertrauen, dass sie in unsere Institution setzen, sehr ernst", sagte Verbands-CEO Chuck Wielgus. In den USA sind mehr als 300 000 Personen im nationalen Schwimmverband organisiert. Nach den acht Goldmedaillen von Ausnahmekönner Michael Phelps bei den Olympischen Spielen in Peking war die Popularität des Schwimmsports enorm angestiegen.
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21.5. Fall Hardy: CAS weist WADA-Beschwerde zurück. (dpa) - Die 2008 des Dopings überführte US-Schwimmerin Jessica Hardy hat vor dem Internationalen Sportgerichtshof in Lausanne einen Teilerfolg errungen. Die Sportrichter wiesen einen Antrag der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) zurück, die Sperre für die 23-Jährige von einem Jahr auf zwei Jahre auszudehnen. Hardy war bei der US-Ausscheidung für die Olympischen Spiele 2008 in Peking positiv auf das Asthmamittel Clenbuterol getestet und daraufhin gesperrt worden. Offen ließ der CAS, ob Hardy an den Olympischen Spielen 2012 in London an den Start gehen kann. Die Schwimmerin hatte nach dem positiven Dopingbefund die Spiele in Peking verpasst. Vor einem amerikanischen Gericht konnte sie die zunächst für zwei Jahre ausgesprochene Sperre um die Hälfte reduzieren. Damit fand sich jedoch die WADA nicht ab und zog vor den CAS. Ziel dieser Beschwerde war die nachträgliche Verlängerung der Sperre bis Juli 2010 sowie ein vorzeitiger Ausschluss der Schwimmerin von den Spielen in London. Dies sieht die Charta des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) für Fälle vor, in denen ein Sportler mindestens sechs Monate vor Olympia positiv getestet wurde. Hardy hatte nach Ablauf ihrer Sperre im Juli 2009 mehrere Weltrekorde im Brustschwimmen aufgestellt.
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19.5. Phelps nimmt Fahrwasser auf. (dpa) Michael Phelps hat zum Abschluss des Ultra-Schwimm-Meetings in Charlotte im US-Bundesstaat North Carolina das Rennen über die 200 Meter Lagen gewonnen. Der 14-malige Olympiasieger setzte sich im Mecklenburg Aquatic Center nach 1:58,35 Minuten klar vor Landsmann Eric Shanteau (1:59,90) durch. Für Phelps war es das erste Rennen über die Distanz seit dem vergangenen Sommer. Positives nach durchwachsenem Start "Dieses Wochenende gibt mir mehr Motivation als alles andere. Wir wollten sehen, wo ich in Sachen Fitness stehe, und wir haben es auf den ersten 25 Metern herausgefunden", meinte Phelps. Schon zuvor hatte der Amerikaner über seine Spezialstrecke, die 200 Meter Freistil, in 1:47,73 Minuten gesiegt. Zudem kam er über die 100 Meter Rücken als Zweiter (53,92 Sekunden) hinter Kurzbahn-Weltmeister Nick Thoman ins Ziel. Insgesamt bezeichnete Phelps seine Auftritte in Charlotte als "nicht großartig, nicht schrecklich." Weltrekordhalter Ryan Lochte verzichtete auf ein Duell mit Phelps über 200 Meter Lagen. Stattdessen startete er über 200 Meter Rücken, seiner zweiten Paradestrecke, auf der er Olympiasieger ist: Er siegte in 1:58,93 Minuten vor dem Italiener Sebastiano Ranfagni (1:59,74).
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16.5. Dubai steigt aus WM 2013 aus. Die FINA WM2013 werden nicht in Dubai stattfinden. Das Golf-Emirat gab die Veranstaltung an diw FINA zurück, will aber an der Ausrichtung der Kurzbahn-WM im kommenden Dezember festhalten. Wegen der Wirtschaftskrise hatte es seit Monaten Gerüchte über Finanzprobleme bei dem ambitionierten Projekt gegeben. Dubai hatte sich mit ehrgeizigen Neubauplänen im Juli vergangenen Jahres gegen Hamburg und Moskau durchgesetzt. Nun wird die FINA die WM neu ausschreiben.
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15.5. Charlotte Grand Prix, Mecklenburg, 13.-16.45.2010 [Website]. Chloe Sutton 800 m Freistil in 8:30.07. Peter Vanderkaay 1500 m Freistil in 15:05.96. Michael Phelps 200 m Freistil in 1:47.73. Rebecca Soni 100 m Brust in 1:05.90.



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Juni 2010

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27.6. Phelps ohne Chance gegen 17-jährigen Agnel. (dpa) - Bei den «Open de Paris» in der französischen Hauptstadt siegte der erst 17-jährige Yannick Agnel mit 1:46,30 Minuten über 200 Meter Freistil. Zudem blieb Frankreichs neue Hoffnung 5/100 Sekunden unter seiner bisherigen Weltjahresbestzeit. Nur den dritten Platz belegte in 1:47,54 US-Superstar Michael Phelps. Im Niederländer Sebastian Verschuren (1:46,97) hat Titelverteidiger Biedermann (Halle/Saale) bei der EM in Budapest (9. bis 15. August) neben Agnel und den starken Russen einen weiteren Kontrahenten. Phelps konnte in Paris aber auch zwei Siege über seine Spezialstrecken 200 Meter Schmetterling (1:55,70) und 200 Meter Lagen (1:58,95) einfahren. «Ich habe noch nicht so das richtige Wassergefühl und muss noch ein wenig daran arbeiten», sagte er. Beim Sieg des Franzosen Fabien Gilot über 100 Meter Freistil (48,65) war der 14-malige Olympiasieger als Siebter in 49,70 allerdings chancenlos. Weltmeister Cesar Cielo (Brasilien) schwamm über 50 Meter Freistil in 21,55 Sekunden Weltjahresbestzeit.

27.6. Karriere-Ende für Rupprath: "Reiz verloren". (dpa) In den Startlisten der deutschen Schwimm-Meisterschaft kommende Woche in Berlin fehlt erstmals seit 17 Jahren ein Name: Thomas Rupprath. Heimlich, still und leise hat der 33-Jährige nach 77 deutschen Titeln und 58 internationalen Medaillen seinen Schwimm-Anzug ausgezogen und an Nagel gehängt. "Ich habe ein bißchen den Reiz verloren. Es ist außerdem nicht ganz einfach, sich als 33-Jähriger mit zehn Jahre jüngeren Leuten zu messen", so Rupprath. Der Familienvater wurde 77-mal deutscher Meister und schwamm 2004 in der Lagen-Staffel zu Olympia-Silber. Ein Jahr zuvor war Rupprath Weltmeister über 50 Meter Rücken geworden. Von 1996 bis 2009 holte er bei jeder Kurzbahn-EM mindestens eine Medaille: Insgesamt bescherte er dem Deutschen Schwimm-Verband (DSV) 58 mal internationales Edelmetall. Seit der Kurzbahn-EM 2009, als er jeweils Zweiter über 50 Meter Rücken und mit der Lagen- Staffel wurde, hat Rupprath nicht mehr trainiert. "Ich Moment vermisse ich es nicht. Ich bin komplett zufrieden mit dem, was ich erreicht habe", sagte er. Nun will sich Rupprath in Rostock auf sein Sportgeschäft und Fitnessstudio konzentrieren sowie mehr Zeit für Frau Urte, Tochter Elisabeth (17) und Sohn Mick Barron (2) haben. "Das alles hätte ich ohne familiäre Unterstützung mit meiner Frau Urte an der Spitze nicht schaffen können. Sie hielten mir sportlich und geschäftlich den Rücken frei, gaben mir Kraft." Urte, Schwester der Olympia-Dritten von Sydney im Kunstspringen vom Dreimeterbrett, Dörte Lindner, hatte er 2000 im "Club der Besten" in der Türkei kennengelernt. 2002 folgte die Heirat. Für den TV-Sender "Eurosport" wird Rupprath in den nächsten drei Jahren als Co-Kommentator internationale Schwimm-Wettbewerbe verfolgen. Der Geschäftsmann kann sich beim DSV eine Tätigkeit "analog zu Oliver Bierhoff" vorstellen, "als Bindeglied zwischen Athleten und Teamleitung". Die deutschen Meisterschaften wird Rupprath erstmals seit zwei Jahrzehnten nicht im Becken erleben. "Vielleicht werde ich irgendwann bei einer Mannschaftsmeisterschaft starten, aus Spaß", sagt er.
Line element 25.6. Wolf Schweitzer Internationaler Deutscher Meister. Bei den 24. internationalen deutschen Meisterschaften im Schwimmen der Behinderten hat Wolf Schweitzer, den Titel des Internationalen Deutschen Meisters über 200m Lagen in seiner Start- und Altersklasse gewonnen. Mit über 600 Schwimmern aus annähernd 50 Nationen und mehr als 3000 Starts ist dieser Wettkampf einer der größten für Behinderte weltweit. Entsprechend stark ist die Konkurrenz, und es wurden fast 50 Weltrekorde aufgestellt. Wolf, der in der Mastergruppe der Limmat Sharks trainiert, konnte noch weitere gute Plätze für sich verbuchen. Er konnte den 2. Rang in 200m Freistil und 50m Delphin erreichen, einen dritten Platz über 100m Brust, den 4. über 100m Freistil, und den 5. über die halbe Distanz. Line element19.6. Danielle Villars aus Gockhausen ist ins Rampenlicht geschwommen. Der Trainer lobt sie. Perspektiven eröffnen sich. Die Medien werden aufmerksam. Doch die 17-Jährige hat auch Rückschläge hinzunehmen und zu bewältigen [mehr].Line element
19.6. Deutschland hakt WM in Hamburg ab. (dpa) - Die Stadt am Wasser spart sich die Schwimm-WM. Angesichts eines Finanzlochs von mehr als einer halben Milliarde Euro im Hamburger Haushalt muss der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) seine Ambitionen auf die Weltmeisterschaft 2013 in der Hansemetropole abhaken. «Ohne die Stadt geht es nicht. Perdu ist perdu», sagte DSV- Präsidentin Christa Thiel der Nachrichtenagentur dpa. Zuvor hatte Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust (CDU) bei der Verkündung eines strikten Sparprogramms erklärt, die Hansestadt werde sich nicht weiter um die Schwimm-WM bemühen. «Wir wären organisatorisch in der Lage gewesen, da gibt es keinen Zweifel», sagte Thiel und verkniff sich Kritik an der Entscheidung. Hamburg war neben Moskau bisher einziger Interessent im neuen Rennen um die WM. Die Hansestadt war mit einem Etat von etwa 45 Millionen Euro zunächst im Juli 2009 bei der Wahl an Dubai gescheitert. Das in Finanznöte geratene Emirat am Golf hatte jedoch die WM vor einem Monat zurückgegeben. Seitdem ist der Weltverband FINA auf der Suche nach einer neuen WM-Stadt und will nun die WM komplett neu ausschreiben. «Jeder Verband, jede Stadt kann an der Ausschreibung teilnehmen», erklärte FINA-Direktor Cornel Marculescu. «Es wäre ein zweistelliger Millionenbetrag, der dafür erforderlich ist. Den können wir nicht zahlen», stellte von Beust in einer Rede vor der Bürgerschaft klar. Auch weitere sportliche Großveranstaltungen können nicht mehr mit städtischen Subventionen rechnen: Dazu zählen das Tennisturnier am Rothenbaum und das Deutsche Galopp-Derby in Horn. «Das sind keine Dinge, für die die Stadt andauernd einstehen kann», sagte von Beust. Die seien schön, die seien wünschenswert, «die mögen gerne gemacht werden, aber nicht mit Mitteln des Steuerzahlers». Die Sparvorgaben sind nach der Rückgabe der Universiade 2015 ein weiterer Rückschlag für die Sport-Stadt Hamburg. Mit der schnellen Entscheidung stieg die Metropole aus dem sich abzeichnenden Pokerspiel mit dem Weltverband FINA aus - bevor die Karten verteilt wurden. Denn nach dem Ausstieg Dubais wäre die Chance auf finanzielle Zugeständnisse der FINA groß gewesen, immerhin müssen die Funktionäre bald eine WM-Stadt präsentieren. 2500 Athleten, 1500 Medienvertreter und die Zuschauer-Massen hätten zudem viel Geld in die Hansestadt gebracht. Untersuchungen ergaben, dass Melbourne (Australien) 2007 seine WM-Ausgaben mehr als wieder reinholte. Nun aber dürfte der DSV Hamburg als Standort künftiger Großveranstaltungen endgültig zu den Akten legen. Mit dem jährlichen Kurzbahn-Weltcup im Rücken ist Berlin nun endgültig die deutsche Schwimm-Hauptstadt.

19.6. Steffen entscheidet noch über DM-Start. (dpa) - Britta Steffen will am 22. Juni bei einem Gespräch mit Schwimm-Bundestrainer Dirk Lange entscheiden, ob sie an den Deutschen Meisterschaften vom 29. Juni bis 4. Juli in Berlin teilnehmen kann. Dies teilte die Doppel-Olympiasiegerin am Rande einer Veranstaltung des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in Berlin mit. «Ich fühle mich besser, habe aber im letzten halben Jahr keine zehn Tage am Stück trainieren können», sagte die 26-Jährige. Infolge mehrerer Erkältungen und einer Nasennebenhöhlen-Entzündung habe sie in den vergangenen Monaten einen «gravierenden Trainingsausfall» in Kauf nehmen müssen, erklärte Britta Steffen. «So eine Entzündung habe ich zum ersten Mal. In den letzten fünf Jahren war ich überhaupt nicht krank.» Ihren letzten großen Wettkampf bestritt Steffen im Juli 2009: Bei der WM in Rom holte sie mit Weltrekord die Titel über 50 und 100 Meter Freistil. Zurzeit kompensiert die Berlinerin fehlende Ausdauereinheiten im Becken mit verstärktem Training an Land, unter anderem mit Joggen und Radfahren. Das nationale Championat ist die einzige Möglichkeit, sich für die Europameisterschaften in Budapest (4. bis 15. August) zu qualifizieren. Eine Hintertür gibt es aber auch ohne DM-Teilnahme: «Theoretisch könnte mich der Bundestrainer auch so mitnehmen», sagte Steffen. Ob dies angesichts einer laut Steffen «zerstückelten» Vorbereitung sinnvoll sei, bezweifelte der Schwimmstar jedoch: «Wenn ich mich nicht hundertprozentig fit fühle, bin ich dann eine Hilfe? Wir haben einen guten Nachwuchs.» Als unverzichtbare Fernziele nannte die 26-Jährige hingegen die Weltmeisterschaften 2011 in Shanghai sowie die Olympischen Spiele 2012 in London. «Verstehen Sie mich nicht falsch, aber wir sind 'nur' in einem EM-Jahr», ließ Steffen am Freitag durchklingen, auf eine Teilnahme in Budapest verzichten zu können. Ihr Herz rate ihr zu einer Teilnahme an DM und EM, doch ihr Verstand könne sich auch eine längere Pause bis nach der EM vorstellen: «Die letzten vier Jahre haben enorm an mir gezogen.» Die vom Schwimm-Weltverband FINA angeordnete «Kleiderordnung» im Becken mit Schulter- und Unterschenkel-Freiheit nimmt Steffen gelassen: «Für mich ist das kein Problem, da ich ohnehin immer im Badeanzug trainiere und nur im Wettkampf Spezialanzüge getragen habe.»
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16.6. Santa Clara Swim Meet, 17.-20.6.2010 [Website]
Line element 15.6. Mare Nostrum: Martina Van Berkel mit guten Leistungen. Zwei Tage nach Abschluß ihres Studiums hat Martina Van Berkel wieder Wettkampf-Luft geschnuppert und beim Pilatus-Cup in Kriens teilgenommen. Hier war das Ziel, in kurzer Zeit viele Rennen zu schwimmen, was mit 5 Starts in etwa zwei Stunden auch problemlos gelang. Dabei konnte sie dennoch einige gute Zeiten erzielen, die 100m Delphin schwamm sie schneller als bei den Schweizer Meisterschaften, und über 100m Freistil, 100m Brust und 200m Lagen gelangen ihr Bestzeiten. Mit einem minimalen Vorsprung von 5 Punkten gewann sie den mit einem Geldpreis dotierten Pilatus Cup vor dem stark schwimmenden Lokalmatador Lukas Räuftlin. Für diese Wertung werden die Fina-Punkte der 4 100m Strecken aufaddiert. Sie erzielte über 100m Delphin und Rücken sowie 200m Lagen auch Veranstaltungsrekorde. Gleiches Gelang Kilian Bossard über 400m Lagen, 200 und 100m Brust. Auch Kilian kam in kürzester Zeit auf 6 Starts. Für Martina ging es fast direkt im Anschluß weiter nach Barcelona, wo sie sich beim Mare-Nostrum-Meeting mit eine großen Zahl von Weltklasseschwimmerinnen auseinandersetzen mußte und wollte. Barcelona war der am stärksten besetzte Wettkampf in der Mare-Nostrum Serie, und so mußte Martina schon in den Vorläufen richtig ran. Über 100m Rücken und Delphin war sie trotz zufriedenstellender Ergebnisse noch recht weit von einer Finalteilnahme entfernt. Über die doppelte Distanz wurde sie in Rücken 21., wobei sie erneut schneller schwamm als an den Schweizer Meisterschaften im März. In Delphin konnte sie einen Platz im B-Finale sicherstellen, wobei nur 4 /10 zum A-Finale gefehlt haben. Im B-Finale zeigte sie ein beherztes Rennen und war mit 2:12.5 fast 2 Sekunden schneller als im Vorlauf, was in der Endabrechnung den 10 Platz bedeutete. Auch hier war sie schneller als im März anläßlich der SM, und die Europameisterschafts-Norm sollte in 2 Wochen durchaus im Bereich des Möglichen liegen. Line element
13.6. Niederländische Meisterschaften, Eindhoven, 11.-13.6.2010 [Resultate]
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6.6. Biedermann schwimmt EM-Norm. Paul Biedermann hat seinen ersten Härtetest neun Wochen vor der Schwimm-EM bestanden. Der 24-Jährige aus Halle/Saale gewann die 400 Meter Freistil beim stark besetzten Mare-Nostrum-Meeting in Monaco. Biedermann unterbot in 3:48,77 Minuten die deutsche Norm für die Europameisterschaften. 33/100 Sekunden zurück lag der Chinese Zhang Lin, dessen Weltjahresbestzeit Biedermann aber um knapp vier Sekunden verfehlte. Dritter wurde 1500-Meter-Olympiasieger Oussama Mellouli aus Tunesien. An diesem Sonntag tritt Biedermann über seine Spezialstrecke 200 Meter Freistil an [Website].
Line element6.6. Meeting del Castello / Bellinzona. Am vergangenen Wochenende nahmen die Limmat Sharks Zürich als Verein und als Mitglieder der regionalen Auswahlmannschaft der RZO sowie der Schweizer Nationalmannschaft am Meeting del Castello in Bellinzona teil. Kilian Bossard konnte die 200m Brust souverän für sich entscheiden, Nico Van Duijn wurde zweiter über 200m Delphin, Danielle Villars mußte wegen Erkrankung für die Finalabschnitte passen. Für den Regionalkader erreichte Flavio De Corso Finalläufe über die verschiedensten Strecken und Schwimmarten, wobei er sich deutlich verbessert zeigte und einige Bestzeiten aufstellen konnte. Kathrin Appenzeller, Tamara Rangelov, Aron Serafini und Florence Sigg waren ebenfalls für den Regionalkader am Start und erreichten alle Finalläufe in der offenen Klasse. Für den Verein selber starteten die jüngeren Regi-Kader Mitglieder. Alexander Ammann konnte im Jugend-Finale über 50 und 200m Brust jeweils den dritten Platz erreichen, dieselben Plazierungen gelangen Sergio Zarro über 100 und 200m Rücken. Alexandra Tewes konnte gleich drei Medaillen erringen. Sie gewann die 100m Brust und wurde über 50m und 200m Brust jeweils 3. Attilio Bernasconi, Tristan Buchs, This Oderbolz, Stephanie Dreier, Sara Mamié, Pia Oderbolz und Martina Zivkovic konnten sich ebenfalls für die Finalläufe in der jeweiligen Altersklasse qualifizieren. Die Schwimmer, die unter der Flagge der Limmat Sharks antraten, erzielten in der Mannschaftswertung einen dritten Platz, was aufgrund der Tatsache, daß man ohne die Nationalmannschaftsmitglieder und die ältere Regionalkader gewertet wurde und in Anbetracht der international Konkurenz ein durchaus beachtenswertes Ergebnis. Line element
5.6. Mare Nostrum Serie Monaco - Barcelona - Canet, 5.-13.6.2010 [Website]
Mehr als 20 Olympia- und WM-Goldmedaillengewinner werden an der Mare-Nostrum-Serie 2010 teilnehmen, unter anderem der wieder genesene Eamon Sullivan (Hüftoperation), Geoff Huegill, Andrew Lauterstein, Blair Evans, Sophie Edington, Mathew Abood, Ashley Callus, Samantha Hamill, Daniel Arnamnart und Kyle Richardson. Das neuseeländische Commonwealth-Game-Team wird zur Vorbereitung ebenfalls nach Europa fliegen, mit Daniel Bell, Lauren Boyle, Moss Burmester, Amaka Gessler, Tash Hind, Melissa Ingram, Gareth Kean, Penelope Marshall, Hayley Palmer, Glenn Snyders, Emily Thomas, Natalie Wiegersma und Carl O'Donnell.
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4.6. Deutsche Jahrgangs-Meisterschaften, Berlin, 2.-6. Juni 2010 [Website]. (dpa) - Zum Auftakt der Deutschen Meisterschaften in Berlin hat Isabelle Härle (Heidelberg) die 1500 Meter Freistil für sich entschieden. Die 22 Jahre alte Sportstudentin schlug nach guten 16:22,05 Minuten als Erste an und konnte damit ihren Vorjahrestitel erfolgreich verteidigen. Auf Rang zwei landete mit 16:29,21 Minuten 800-Meter-Freistil-Meisterin Jaana Ehmcke (Potsdam). Das Duo konnte sich zudem für die Europameisterschaften im Sommer in Budapest (4. bis 15. August) qualifizieren. «Das war mein vorrangiges Ziel», meinte die Siegerin, die im Vorjahr bei der WM in Rom Rang 18 über diese Strecke belegt hatte. Nach einem Drittel der Strecke übernahm sie das Kommando und schwamm einem ungefährdeten Erfolg entgegen. Mit ihrer Zeit setzte sie sich die Spitze der europäischen Jahresbestenliste. Dritte wurde die erste 16 Jahre alte Wuppertalerin Elisa Thimm (16:39,72), die bereits im Winter bei den Kurzbahn-Meisterschaften über diese Strecke den Titel gewonnen hatte. Die Entscheidungen über 800 Meter und 1500 Meter Freistil sind in die Deutsche Jahrgangsmeisterschaften integriert. Damit soll im Hinblick auf die EM in der ungarischen Hauptstadt ein längerer Trainingsaufbau für die Marathonis unter den Beckenschwimmern ermöglicht werden. Die Titel über die kurzen und mittleren Strecken werden vom 30. Juni bis 4. Juli ebenfalls in Berlin samt EM-Tickets vergeben [Website ].
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3.6. Rückschlag für Britta Steffen. (eurosport) Das Schwimm-Jahr 2010 steht für Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen weiter unter keinem guten Stern. Die 26-jährige Berlinerin wird wegen Krankheit und Trainingsrückstands beim internationalen Meeting in Monte Carlo fehlen. "Sie ist gesundheitlich angeschlagen", sagte Bundestrainer Dirk Lange. Seit Monaten konnte die Doppel-Weltmeisterin unter anderem wegen Nasennebenhöhlen- und Schulterproblemen nicht optimal trainieren. In einem Gespräch mit Ärzten und Trainern an diesem Mittwoch in Potsdam soll Steffens weitere Saisonplanung thematisiert werden. Seit der WM im Juli 2009 hat die Doppel-Weltmeisterin keinen wichtigen Wettkampf mehr bestritten. Bis zur deutschen Meisterschaft vom 29. Juni bis 4. Juli in Berlin, der Qualifikation für die Europameisterschaft (4. bis 15. August) in Budapest, läuft Steffen nun die Zeit davon. Allerdings dürfte der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) seine beste Athletin auch ohne Normzeit nach Ungarn mitnehmen, wo 2006 mit vier EM-Titeln ihr Stern aufging - wenn Steffen denn rechtzeitig fit wird. Wegen Trainingsrückstands hatte sie bereits die Kurzbahn-EM vergangenen Dezember abgesagt. Unterstützung erhielt Britta Steffen im Trainingslager auf Teneriffa von ihrem Freund Paul Biedermann. Der Doppel-Weltmeister verkürzte sein Höhen-Trainingscamp in der spanischen Sierra Nevada um fünf Tage und absolvierte seine Einheiten, darunter auch die Intensitätstests, anderthalb Wochen auf der Kanaren-Insel. "Wenn man das Wetter in Deutschland so sieht, hat er alles richtig gemacht", meinte sein Trainer Frank Embacher. Zuvor hatte die "Bild" über Biedermanns verkürztes Trainingslager und seine Reise zu Steffen berichtet. Der Doppel-Weltmeister wollte sich dazu nicht äußern. "Ich bitte da um Verständnis. Schwerpunkt liegt in dieser Woche auf dem Wettkampf in Monte Carlo", sagte er. Embacher, der mit seinem Schützling einen vertrauensvollen, aber manchmal auch kontroversen Umgang pflegt, nahm Biedermanns Entscheidung mit gemischten Gefühlen zur Kenntnis. "Ich bin immer beruhigter, wenn ich meine Sportler bei den Tests sehe, da ich dann besser reagieren und agieren kann. Nackte Zahlen und Werte bergen zu viele Gefahr, dass sich Fehler einschleichen", sagte der Trainer aus Halle/Saale, und fügte hinzu: "Aber er ist alt genug, um sich diese Tage selber zu quälen." Gelegenheit dazu hat Biedermann in dieser Woche in Potsdam, wo viele deutsche Spitzenschwimmer zusammen trainieren. Im Gegensatz zum vergangenen Jahr, in dem sich Biedermann in der Sierra Nevada eine Oberschenkelverletzung zuzog, ist der "Sportler des Jahres" diesmal fit vor seinem Härtetest in Monte Carlo.




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Juli 2010

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31.7. European Swimming Championships, Budapest, 4.-15.8.2010 [Website]
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26.7. FINA World Masters Championships, Göteborg, 27.7.-7.8.2010 [Website]
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31.7. Mit sechs Titeln nach Singapur: Die Gockhauserin Danielle Villars war an der SM der Junioren in Lancy die grosse Figur. Sie schwamm sechsmal zu Gold und unterbot zwei Limiten für das Elite-Kader [weiter].
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23.7. Schweizer Jugendmeisterschaften Lancy. Der Nachwuchs der Limmat Sharks Zürich präsentierte sich am letzten Wochenende bei den Schweizer Nachwuchsmeisterschaften in guter Form. Mit insgesamt 27 Medaillen (gleichverteilt auf 9 Gold-, 9 Silber- und 9 Bronzemedaillen) war man der erfolgreichste deutschschweizer Verein und landesweit auf dem dritten Rang, hinter dem gastgebenden Verein aus Lancy und dem A-Club aus Savosa (beide mit gleich viele Medaillen). Eifrigste Medaillensammlerin war Danielle Villars (Jg. 1993), die in sieben Rennen sechs Titel erschwamm und eine Bronzemedaille. Dabei konnte sie mit teils hervorragenden Zeiten aufwarten, und das, obwohl sie mitten in der Vorbereitung für die Jugendolympiade in Singapur steht. So konnte sie über 200m Lagen in 2:22.95s eine neue Bestzeit und einen Vereinsrekord aufstellen, schwamm über 400m Freistil eine neue Bestzeit (dies die einzige Strecke, in der sie nicht gewann), verfehlte ihre Bestzeit über 200m Freistil in 2:04.36s nur um 2/10, gewann die 100m Delphin mit neuer Saisonbestzeit von 1:02.33s. Weiterhin gewann sie in 100 und 200m Rücken sowie 100m Freistil. Über 200m Freistil, 200m Lagen, 100m Delphin schwamm sie zudem Veranstaltungsrekorde. Flavio De Corso (Jg. 1992) konnte sich bei den Junioren 2 Mal in die Siegerliste eintragen, jedes Mal mit neuen Bestzeiten über 200m Lagen (2:10.21s) und 400m Lagen (4:43.13s). Über 200m Brust konnte er einen zweiten, über die halb so lange Distanz einen dritten Platz erreichen. Sergio Zarro (Jg. 1995) gewann den neunten Titel für die Limmat Sharks, als er die 100m Rücken in 1:02.40s nach Hause schwimmen konnte. Über die doppelte Distanz mußte er nach mutigem Beginn seinem hohen Anfangstempo Tribut zollen und wurde schlußendlich dritter. Kathrin Appenzeller (Jg. 1994) konnte je einen zweiten Platz über 200m Rücken und 200m Lagen erreichen, dritte wurde sie in 100m Rücken, hinter ihrer Vereinskollegin Florence Sigg. Denis Derzhitskiy (Jg. 1998) konnte bei seiner ersten Teilnahme an einer Schweizer Jugendmeisterschaft auch gleich seine erste Medaille erringen, über 100m Rücken wurde er mit einer guten Bestzeit zweiter. Auch über 100m Freistil konnte er das Finale erreichen, wo er schließlich den 5. Platz belegte. This Oderbolz (Jg. 1995) erwischte keinen Wettkampf nach Wunsch. Über die Kraulstrecken, seine Hauptstrecken, lieb wenig zusammen, und er mußte sich mit ungewohnten Plätzen zufrieden geben. Schadlos halten konnte er sich alleridngs in 100m Delphin, wo er über 1.5s unter seiner alten Bestzeit blieb und in 59.09s erst im Anschlag den Sieg vergab. Das brachte ihm nicht nur eine Silbermedaille ein, sondern er konnte auch die Norm für die Jugend-Nationalmannschaft unterbieten. Damit haben die Limmat Sharks alle Nationalmannschaftsmitglieder der aktuellen Saison auch in der nächsten Saison in den Nationalmannschaften, was angesichts der Anzugproblematik eine hervorragende Leistung ist. Zwei Bronzemedaillen verdiente sich Stefan Künzli (Jg. 1997) über 100m und 200m Rücken, einen weiteren Finalplatz erreichte er in 100m Delphin (7.) und 200m Lagen (5.). Remo Betschart (Jg. 1995) konnte über 200m Delphin mit einer sehr guten Bestzeit den 3. Platz erreichen. Über 100m Freistil konnte er seine Bestzeit ebenso deutlich unterbieten und sich einen Platz im Finale sichern, wo er schließlich den 8. Platz belegte. Hier waren neben ihm mit This Oderbolz (5.) und Attilio Bernasconi (7.) gleich 3 Limmat Sharks im Finale. Ebensoviele waren es über 100m Delphin, wobei es sogar vier hätten sein können, wenn Remo im Vorlauf nicht disqualifiziert worden wäre. Die letzte Einzelmedaille erschwamm sich Aron Serafini (Jg. 1993) mit seinem dritten Platz über 200m Rücken in der Juniorenkategorie, wobei hier auch mehr möglich gewesen wäre. Aron war auch über 100m Rücken (4.), 100m Freistil (7.), 100m Delphin (6.) und 200m Lagen (8.) im Finale, wo er mit der Ausnahme von Rücken jeweils mit Bestzeiten aufwarten konnte. Alle weiteren Medaillen gab es in den Staffeln. Beide 4x100m Freistilstaffeln belegten jeweils den 2. Rang, bei den Jungs bestehend aus This Oderbolz, Alexander Ammann (Jg. 1994), Attilio Bernasconi und Sergio Zarro, bei den Mädchen aus Florence Sigg, Kathrin Appenzeller, Martina Zivkovic (Jg. 1996).und Sara Mamie (Jg. 1996). Über 4x100m Lagen der Jungs gab es mit derselben Besetzung erneut den zweiten Rang, die Mädchen wurden dritte, in der Besetzung Florence Sigg, Alexandra Tewes (Jg. 1996), Kathrin Appenzeller und Sara Mamié. Beide 4x200m Freistil Staffeln belegten einen vierten Rang, der nicht ganz dem tatsächlichen Leistungsvermögen der Staffeln entspricht. Wie schon im Vorjahr konnte auch dieses Mal fast alle Schwimmer der Limmat Sharks einen Finallauf erreichen. Lisa Mamié (Jg. 1998), wie Dennis bei ihren ersten Schweizer Nachwuchsmeisterschaften, durte gleich in 4 von 5 Rennen am Nachmittag noch einmal ran (4. über 100m Brust, 6. über 100m Rücken und jeweils 8. über 100m Freistil und 200m Lagen). Pia Oderbolz (Jg. 1992), erst wenige Wochen im Training nach verletzungbedingter fast einjähriger Pause, überraschte sich selber mit Bestzeiten über 100 und 200m Freistil und 200 Rücken (hier gleich um 6 Sekunden). In Rücken belegte sie einen sehr guten 4. Platz, über 200m Freistil wurde sie 6., über 400 Freistil 7., über 800m Freistil wieder 6. Tamara Rangelov (ebenfalls Jg. 1992) konnte sich über beide Rückenstrecken für die Finalläufe qualifizieren, hatte mit einem 5. (100m Rücken) und einem 7. Rang über die doppelte Distanz jedoch nicht die gewünschten Ergebnisse. Martina Zivkovic schwamm in allen Freistilrennen unter die ersten 8 (4. über 100m, 7. über 200m, 5. über 400m und 6. über 800m). Sara Mamié wurde 7. über 100m und 4. über 200m Freistil. Michael Fässler (Jg. 1997) schwamm beide Rückenfinale und wurde jeweils 5. Alexander Amman wurde über beide Bruststrecken in Bestzeit 4., über 100m Freistil erzielte er den 8. Platz. Damit haben von den 21 angetretenen Schwimmern der Limmat Sharks 19 die Finalläufe erreicht, 15 haben mindestens eine Medaille gewonnen. In dieser Breite ist dies also alles in allem wieder ein gelungener Saisonabschluß für die Jung-Sharks unter der maßgeblichen Leitung von Trainerin Kathi Massow. Die nächste Saison kann kommen, und man wird sich sicher nicht auf den Lorbeeren ausruhen.
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16.7. FINA Open Water Weltmeisterschaften, Roberval, Canada, 17.-22.7.2010 [Website]. Zum sechsten und letzten Mal wird in Québec eine FINA Open Water Weltmeisterschaft ausgetragen. Mit der Aufnahme der 10-km-Strecke ins olympische Programm (seit Beijing), wird die FINA künftig auf die Open Water WM als solche verzichten. Die 10-km-Strecke wird künftig bei olympischen Spielen geschwommen, die übrigen Strecken an den normalen FINA Weltmeisterschaften.
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11.7. Schweizer Sommermeisterschaften in Vaduz.Mit einer kleinen, aber schlagkräftigen Mannschaft traten die Limmat Sharks bei den Schweizer Sommermeisterschaften in Vaduz an. Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen, blieb man doch in der Medaillenwertung nur ganz knapp hinter den Nachbarn aus Uster, und das ohne eine einzige Frauenstaffel. Für Martina van Berkel, die sich schon eine Woche zuvor für die Europameisterschaften in Budapest qualifiziert hatte, war dieser Wettkampf nur noch eine Zwischenstation, und so nahm sie auch noch 400m Lagen und 400m Freistil in ihr Programm auf. In gewohnter Manier und ohne Konkurrenz gewann sie die 200m Delphin und 200m Rücken. In Delphin blieb sie kurz nach dem 400m Freistil Finale, daß sie in Bestzeit absolvierte und auf einem 4. Platz beendete, erneut unter der Qualifikationsnorm für die Europameisterschaften. Kilian Bossard gewann ebenfalls ohne große Gegenwehr die 200m Brust, mußte allerdings ein wenig für sein hohes Anfangstempo büßen und schwamm in 2:19,20 knapp langsamer als vor Wochenfrist in Paris. Nach einem eher entäuschenden 4. Platz über die halb so lange Bruststrecke konnte er sich über 400m Lagen in 4:32.63s und einem ersten Platz schadlos halten, wobei er nur wenige Zehntel über seiner Bestzeit aus der Anzug-Ära blieb. Im Brustsprint über 50m wurde Kilian Dritter. Nico Van Duijn gelang mit 54.29s die mit Abstand schnellste Zeit über 100m Delphin, und dies bereits im Vorlauf. Seinen Schweizer Sommermeister-Titel konnte er allerdings aus schulischen Gründen nicht verteidigen, am Abend des ersten Tages nahm er sein Maturzeugnis in Zürich in Empfang. In jedem Fall sicherte er sich mit dieser Leistung die weitere Zugehörigkeit zur Nationalmannschaft. Er ist jetzt der zweitschnellste Schweizer jemals über diese Distanz, und der schnellste in Jammern. Über die doppelte Distanz konnte er hingegen seinen Titel verteidigen, da es auch hier wenig Gegenwehr gab, blieb er knapp über seiner Bestzeit. Bemerkenswert in Nicos Fall ist, daß er über alle seine Hauptstrecken in diesem Jahr in kurzen Hosen schneller war als in den HiTech-Anzügen im Jahr zuvor, und das unabhängig von der Bahnlänge. David Karasek war über 200m Freistil zwar unangefochten, konnte sich aber in 1:51.68s im Vergleich zum letzten Wochenende nicht mehr steigern und verpaßte so sein Ziel der Europameisterschaftsqualifikation. Hier machte sich sein krankheitsbedingter Trainingsrückstand doch deutlich bemerkbar. Danielle Villars mußte sich in 200m Freistil in 2:04,80s nur Cherelle Oestringer knapp geschlagen geben. Über die halbe Distanz wurde sie in 58,56s dritte, wobei sie in diesem Abschnitt aufgrund der etwas eigenwilligen Wettkampfabfolge innerhalb von 40 Minuten 4 Rennen absolvierte (darunter der Schweizer Juniorenmeistertitel über 50m Delphin und zwei vierte Plätze über dieselbe Strecke in der offenen Klasse und über 100m Rücken).In 200m Lagen konnte sie mit einer neuen Bestzeit von 2:23.85 etwas überraschend einen guten zweiten Platz erreichen. Tamara Rangelov zeigte sich noch nicht ganz in Bestform, wobei sie sich dennoch ohne große Konkurrenz den Titel der Schweizer Juniorenmeisterin über 50m Rücken sichern konnte. Die 4x100m Freistil-Staffel der Männer mit Nico Van Duijn, Joel Kempter, Kilian Bossard und David Karasek konnte sich eine Bronzemedaille erschwimmen, die 4x100m Lagenstaffel in derselben Besetzung lieferte sich spannendes Rennen mit dem Schwimmclub Uster-Wallisellen und mußte sich nur knapp mit dem zweiten Rang begnügen. Dir Organisatoren und Teilnehmer hatten in Vaduz großes Glück mit dem Wetter. Aufgrund der langen Hitzeperiode im Vorfeld und des anhaltend guten Wetters war die Wassertemperatur gerade noch in einem annehmbaren Rahmen, das hätte am Ende auch ganz anders aussehen können. Dennoch hat sich kein Sportler mehr für die Europameisterschaften qualifizieren können, die einzigen, die unter EM-Norm bleiben konnten, hatten diese bereits in der Vorwoche unterboten. Das sportliche Niveau der Sommermeisterschaften läßt nach wie vor zu Wünschen übrig. Das Herausnehmen der internationalen Teilnehmer vor einigen Jahren hat das ohnehin nicht sehr hohe Niveau weiter geschwächt. Hier besteht sicher Handlungsbedarf.Line element
8.7. Los Angeles Grand Prix, 8.-11.7.2010 [Resultate]
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6.7. Hitzewelle in China: In China gibts vieleorts nur zwei Möglichkeiten, der grassierenden Hitzewelle zu entgehen: Zu Hause zu bleiben, oder die Zeit im Pool zu verbringen. Das Bild zeigt einen Swimming Pool im Stadtteil Daying von der in Sichuan gelegenen Stadt Suining. Der Pool kann zurzeit nicht für Schwimmtrainings genutzt werden, wofür um Verständnis gebeten wird.
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5.7. Aus dem NZZ-Archiv: Schwimmhilfen der lezten Jahrtausende.
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5.7. Schweizer Meisterschaften, Vaduz, 2.-4.7.2010 [Resultate]. (Swiss Swimming) In Abwesenheit des Schweizerrekordhalters Dominik Meichtry, gewann Eugenio Bianchi von Lugano Nuoto das Duell mit Alex Liess (SC Uster-Wallisellen) und schlug als Schnellster über 400m Freistil an. Erfolgreich konnte er seinen Verfolger auf den letzten Metern abhängen und gewann das Rennen in 4:02,01. Alexandre Liess schlug als Zweiter in 4:02,79 an, gefolgt von Lo?c Bonfils von Renens-Natation (4:12,90). Ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen spielte sich bei den 200m Brust der Damen ab. Stéphanie Spahn vom SC Uster-Wallisellen und Marina Ribi vom SC Schaffhausen machten den Sieg an der Spitze des Rennens unter sich aus. Die Ustermerin schlug in 2:34.35 an und belohnte sich mit dem Meistertitel. Die Schaffhauser WM-Teilnehmerin wurde Zweite mit 2:35,11, gefolgt von Stefanie Senn vom SC Meilen (2:42,26). Kein Glück hatte Jonathan Massacand (Lancy Natation) an diesen Meisterschaften. Nachdem er gestern über 50m Rücken um nur zwei Hundertstel die EM-Limite verpasst hatte, missglückte ihm auch der heutige Versuch auf der doppelten Distanz. Als Schnellster über 100m Rücken schlug er an, konnte sich gegenüber dem Vorlauf jedoch nicht mehr steigern und blieb mit 57,21 deutlich über der EM-Limite. Zweiter wurde der 17-jährige Elijah Stolz (SC Schaffhausen) mit 1:00,00, als Dritter klassierte sich Lukas Räuftlin vom SV Kriens (1:00,08). Swann Oberson, die WM-Teilnehmerin von Natation Sportive Genève, konnte den Hauptlauf der 800m Freistil für sich entscheiden und - trotz Verletzungspause- die Goldmedaille gewinnen. Mit 8:54.13 hat sie sich von der Konkurrenz abgesetzt und blieb nur 6 Sekunden über der Richtzeit für die EM in Budapest. Als Zweite klassierte sich die einheimische Schwimmerin Julia Hassler vom SC Unterland Eschen (8:57,13), Dritte wurde die Schweizermeisterin über 400m Freistil, Cherelle Oestringer vom Swim Team Biel-Bienne (8:59,61). Einen Doppelsieg gab es bei den Herren über 50m Delfin zu feiern. Im exakt gleichen Moment schlugen Daniel Rast (SC Liestal) und Christian Schneiter ( ST Biel-Bienne) an und durften sich mit ihrer geschwommenen Zeit von 25.10 das oberste Treppchen auf dem Podest teilen. Somit hat die Schweiz zwei Schweizermeister über 50m Delfin nach diesen Sommermeisterschaften.

5.7. Sorgenfalten bei deutschen Schwimmern - trotz JWB. (dpa) - Britta Steffen fehlt, der Nachwuchs nutzt kaum seine Chance - allein Paul Biedermann glänzt mit Weltjahresbestzeit. Die deutschen Schwimmer fahren nicht ohne Sorgen zur EM nach Budapest. Bei den deutschen Meisterschaften in Berlin waren Spitzenleistungen Mangelware, zudem sagte in Doppel-Weltmeisterin Steffen eine weitere arrivierte Kraft ihre EM-Teilnahme ab. «Das letzte halbe Jahr wollte ich viel, konnte aber nicht. Ich war und bin nicht in dem Zustand, wie ich mich präsentieren möchte», sagte Steffen. Ihr Freund Biedermann setzte nach einer nur mäßigen Leistung über 400 Meter ein Ausrufe-Zeichen über 200 Meter Freistil: In 1:45,84 Minuten verbesserte er die bisherige Weltjahresbestzeit des 18-jährigen Franzosen Yannick Agnel um 46/100 Sekunden. «Dieses Rennen war enorm wichtig für mich und ich bin sehr froh, dass es so gut geklappt hat. Jetzt kann ich entspannter nach Budapest fahren», sagte der 23-Jährige, der nach seinem Anschlag erleichtert die Faust ballte. 24 Stunden zuvor hatte «Deutschlands Sportler des Jahres» nach nur knapp geschaffter EM-Norm über die doppelte Freistil-Distanz enttäuscht den Kopf geschüttelt und in der ersten Erregung sogar seinen EM-Start über die 400 Meter in Frage gestellt. «Auf den 400 Metern bin ich noch nicht so fit. Das liegt vielleicht auch am Wegfallen der Anzüge und weil ich vielleicht noch ein bisschen zu schwer bin», sagte er und will die EM (9. bis 15. August) für eine Grundsatzentscheidung nutzen. «Ich muss mal sehen, wie es über die 400 Meter läuft. Vielleicht muss man danach den Fokus neu ausrichten und sich auf die kürzeren Strecken 100 und 200 Meter konzentrieren», sagte er nach seinem dritten DM-Titel, bei dem Freundin Britta Steffen auf der Tribüne die Daumen drückte. Nach dem Rekordfestival des vergangenen Jahres in den High-Tech-Ganzkörperanzügen gab es nun in langer Textil-Badehose nur eine Weltjahresbestzeit. Neben EM-Titelverteidiger Biedermann sind die europäischen Jahresbesten Hendrik Feldwehr (Essen/50 Meter Brust), Isabelle Härle (Heidelberg/1500 Meter Freistil) und Essens Rücken-Vize-Weltmeisterin Daniela Samulski (50/100 Meter) die aussichtsreichsten deutschen Medaillen-Kandidaten bei der EM. Der dreimalige Meister Steffen Deibler (Hamburg) könnte über die kurzen Schmetterlings-Distanzen seinen Durchbruch schaffen. Für den Deutschen Schwimm-Verband (DSV) kommt Steffens Absage nicht überraschend. Ihre Entscheidung ist dennoch ein herber Schlag für das Vorhaben, in Budapest wie angestrebt beste europäische Schwimm-Nation mit elf Medaillen und 20 Finalplätzen zu werden. «Wir sind sehr traurig. Das wird viel schwieriger das Ziel zu halten. Mit drei bis vier Medaillen weniger müssen wir rechnen», sagte der Sportdirektor Leistungssport des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV), Lutz Buschkow. Der von Bundestrainer Dirk Lange zuvor geforderte «Generationswechsel» blieb nahezu aus. Außer der 16-jährigen Silke Lippok (Pforzheim) über 200 Meter Freistil ist kein Neuling im EM-Team dabei, das wohl nur etwa 20 Schwimmer umfassen wird. «Unsere Personaldecke ist nicht allzu dick. Der Aufstieg der Jungen fand nicht statt», sagte Lange. Er rechnet mit einer Teamstärke von etwa 20 Schwimmern bei der EM. Nur acht Frauen und neun Männer schafften die geforderte EM-Norm, hinzu kommen die Staffeln.
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4.7. Schweizer Meisterschaften, Vaduz, 2.-4.7.2010 [Resultate]. (Swiss Swimming) In Abwesenheit des Schweizerrekordhalters Dominik Meichtry, gewann Eugenio Bianchi von Lugano Nuoto das Duell mit Alex Liess (SC Uster-Wallisellen) und schlug als Schnellster über 400m Freistil an. Erfolgreich konnte er seinen Verfolger auf den letzten Metern abhängen und gewann das Rennen in 4:02,01. Alexandre Liess schlug als Zweiter in 4:02,79 an, gefolgt von Lo?c Bonfils von Renens-Natation (4:12,90). Ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen spielte sich bei den 200m Brust der Damen ab. Stéphanie Spahn vom SC Uster-Wallisellen und Marina Ribi vom SC Schaffhausen machten den Sieg an der Spitze des Rennens unter sich aus. Die Ustermerin schlug in 2:34.35 an und belohnte sich mit dem Meistertitel. Die Schaffhauser WM-Teilnehmerin wurde Zweite mit 2:35,11, gefolgt von Stefanie Senn vom SC Meilen (2:42,26). Kein Glück hatte Jonathan Massacand (Lancy Natation) an diesen Meisterschaften. Nachdem er gestern über 50m Rücken um nur zwei Hundertstel die EM-Limite verpasst hatte, missglückte ihm auch der heutige Versuch auf der doppelten Distanz. Als Schnellster über 100m Rücken schlug er an, konnte sich gegenüber dem Vorlauf jedoch nicht mehr steigern und blieb mit 57,21 deutlich über der EM-Limite. Zweiter wurde der 17-jährige Elijah Stolz (SC Schaffhausen) mit 1:00,00, als Dritter klassierte sich Lukas Räuftlin vom SV Kriens (1:00,08). Swann Oberson, die WM-Teilnehmerin von Natation Sportive Genève, konnte den Hauptlauf der 800m Freistil für sich entscheiden und - trotz Verletzungspause- die Goldmedaille gewinnen. Mit 8:54.13 hat sie sich von der Konkurrenz abgesetzt und blieb nur 6 Sekunden über der Richtzeit für die EM in Budapest. Als Zweite klassierte sich die einheimische Schwimmerin Julia Hassler vom SC Unterland Eschen (8:57,13), Dritte wurde die Schweizermeisterin über 400m Freistil, Cherelle Oestringer vom Swim Team Biel-Bienne (8:59,61). Einen Doppelsieg gab es bei den Herren über 50m Delfin zu feiern. Im exakt gleichen Moment schlugen Daniel Rast (SC Liestal) und Christian Schneiter ( ST Biel-Bienne) an und durften sich mit ihrer geschwommenen Zeit von 25.10 das oberste Treppchen auf dem Podest teilen. Somit hat die Schweiz zwei Schweizermeister über 50m Delfin nach diesen Sommermeisterschaften.
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3.7. Schweizer Meisterschaften, Vaduz, 2.-4.7.2010 [Resultate]. (Swiss Swimming) Die Brust-Spezialistin Stéphanie Spahn zeigte am Finalnachmittag ein Mal mehr, dass sie zur Zeit in ausgezeichneter Form ist. Die Schweizerrekordhalterin von SC Uster-Wallisellen, die letztes Wochenende in Paris über 50m und 100m Brust die EM-Limite für Budapest unterboten hat, bestätigte über 50m Brust ihren eigenen Schweizerrekord von 32.07 und holte die Goldmedaille. Nur ein Hundertstel hat der schnellen Ustermerin gefehlt, um ihren Rekord vom Juni zu unterbieten. Die Limite für die EM (32.63) hat die 19-Jährige somit zum zweiten Mal innerhalb von einer Woche unterboten. Auf dem zweiten Rang klassierte sich Corinne Meier von SV Emmen (33.63) und Dritte wurde Laetitia Perez von Lausanne Natation mit einer Zeit von 34.32. Bei den Herren gewann ebenfalls ein Schwimmer des SC Uster-Wallisellen. Martin Schweizer war der Schnellste und verpasste mit einer beachtlichen Zeit von 28.96 die Limite für die EM in Budapest um nur drei Zehntel. Zweiter wurde Christian Schneiter (Swim Team Biel-Bienne) mit einer Zeit von 30,03, vor Killian Bossard (30,15) von den Limmat Sharks. Die WM-Teilnehmerin Martina van Berkel, welche am letzten Wochenende in Paris bereits die EM-Qualifikation über 200m Delfin gelang, schaffte es auf derselben Distanz die Limite noch einmal zu unterbieten. In einer Zeit von 2:12.19 blieb sie unter der geforderten Zeit von 2:12,34. Diese Leistung der Limmat-Sharks-Schwimmerin wurde mit einem weiteren Meistertitel der belohnt. Zweite wurde Annick van Westendorp vom SC Winterthur in 2:22.21 und auf den dritten Rang schwamm die einheimische Julia Hassler vom SC Unterland Eschen in 2:23.97. Jonathan Massacand von Lancy Natation ist die EM-Limite ein weiteres Mal nicht geglückt. Obwohl er vor einer Woche vier und im heutigen Vorlauf nur zwei Hundertstel über der Richtzeit für die EM geschwommen ist, verpasste er- trotz Goldmedaille- die geforderte Zeit mit 26.62. Nicht nur für die Schwimmer ist der Wettkampf eine Standortbestimmung sondern auch für die Organisatoren der nächsten Kleinstaatenspiele, die nächstes Jahr im selben Becken ausgetragen werden. Es werden neun Nationen teilnehmen, darunter Länder wie Island oder Monaco. Die Schweizer Sommermeisterschaften sind für das Fürstentum Liechtenstein ein Testwettkampf, welcher im Hinblick auf die Kleinstaatenspiele durchgeführt wird.
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3.7. Schweizer Meisterschaften, Vaduz, 2.-4.7.2010 [Resultate]. (Swiss Swimming) Bei schönstem Sommerwetter fand der erste Wettkampftag der gut organisierten Meisterschaften im Freibad Mühleholz in Vaduz (LIE) statt. Der erste Schweizermeister dieser Sommermeisterschaften war David Karasek von den Limmat Sharks Zürich. Der WM-Teilnehmer gewann mit einer Zeit von 1:51.68 den Finallauf der 200m Freistil. Zwar konnte er sich gegenüber dem Vorlauf steigern, dennoch blieb er deutlich über seiner Bestzeit und der Limite für die EM in Budapest. Auf dem zweiten Rang klassierte sich Alex Liess (SC Uster-Wallisellen) mit 1:53.03 und auf dem dritten Podestplatz der 18-jährige Jean-Baptiste Febo mit 1:54.31 (CN Plan-les-Ouates). Bei den Frauen gewann in einem Kopf-an-Kopf-Rennen die Bielerin Cherelle Oestringer mit einer Zeit von 2:04.61, knapp vor Danielle Villars von den Limmat Sharks (2:04.80). Dritte wurde die Schwimmerin Laila Werner vom SC Schaffhausen mit 2:06.15. Pech hatte die Schaffhauserin Marina Ribi. Im Rennen der 400m Vierlagen verpasste sie die Limite für die Europameisterschaft um nur eine Sekunde. Die WM-Teilnehmerin schwamm das Rennen im Alleingang und schlug mit 4:53.71 an. Zweite wurde die einheimische Julia Hassler von Schwimmclub Unterland Eschen mit 5:08.75 und auf dem dritten Rang klassierte sich Rahel Wüthrich vom Schwimmklub Worb ( 5:10.67). Einen Doppelsieg in der Staffel gab es für den Schwimmclub Uster-Wallisellen am Ende des ersten Wettkampftages zu feiern. Zuerst siegte die Herrenstaffel mit einer Zeit von 7.52.35 (Liess/Schweizer/Baillod/Bon) vor der Mannschaft von Genève Natation (7:58.89) und Lausanne Natation (8:02.00). Kurz darauf doppelte die Frauenmannschaft( Sims/Häringer/ Connor/ Bänziger) mit 8:53.12 nach und holte sich vor Genève Natation (8:54.36) und ST Biel-Bienne (8:57.29) den Sieg. Viel versprechend wird morgen der zweite Wettkampftag sein. Jonathan Massacand (Lancy-Natation) hat am letzten Wochenende in Paris über 50m und 100m Rücken die Limite für die EM nur knapp verpasst. Morgen wird er erneut die Gelegenheit nutzen, um sich für Budapest zu qualifizieren. Ebenfalls wird über 200m Delfin die bereits für die EM qualifizierte Martina van Berkel von den Limmat Sharks Zürich an den Start gehen, sowie die Schweizerrekordhalterin Marina Ribi vom Schwimmclub Schaffhausen mit ihrer Paradedisziplin 200m Vierlagen. Die Brustspezialistin Stéphanie Spahn vom SC Uster-Wallisellen, die am letzten Wochenende gleich zwei Mal die EM-Limite unterboten hat, wird ebenfalls über 50m Brust antreten.

3.7. Deutsche Meisterschaften, Berlin, 30.6.-4.7.2010 [Website]
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2.7. Rekorde in Badehose: Wann und wo fällt der erste? (dpa) - Noch fischen die Schwimmer im Trüben. Auf die Fragen, wo und wann die ersten Rekorde nach der Ära der High-Tech-Anzüge fallen, erntet man zunächst Schulterzucken und dann unterschiedliche Antworten. Weltrekordler Paul Biedermann, der die 200 und 400 Meter Freistil bislang über fünf und sieben Sekunden langsamer schwimmt, sagt: «Über die mittleren Kraulstrecken ist es illusorisch. Eventuell bei den Frauen über Brust oder Rücken, da hat der Anzug eh nicht so viel gebracht. » Bundestrainer Dirk Lange tippt hingegen auf die Freistil-Sprinter. Sein Essener Kollege Henning Lambertz, der Vize-Weltmeisterin Daniela Samulski trainiert, ist sich sicher: «Über 100 Meter Rücken, da ist der Weltrekord in einem alten Anzug erzielt worden.» Der Hamburger Steffen Deibler wagt sich aus der Deckung und kündigt sogar einen deutschen Rekord für die deutschen Meisterschaften in Berlin an. «Über 50 Meter Schmetterling schaff' ich das. Wenn nicht hier, dann woanders.» Der Optimismus ist begründet. Deibler ist Kurzbahn-Weltrekordler über den Schmetterlings-Sprint und profitiert durchaus vom Wechsel von Neopren-Ganzkörperanzug in die lange Badehose aus Textil. Im Gegensatz etwa zu Kraftpaketen aus Frankreich, die dank des Auftrieb verleihenden Anzugs ihre Muskelberge in guter Wasserlage halten konnten, musste Deibler nicht so viel Gewicht verlieren. Als technisch versierter Schwimmer hat er nun wieder einen Vorteil gegenüber den bulligen Typen. Biedermann beobachtete gebannt die Konkurrenz beim Meeting in Paris. Die im TV eingeblendete imaginäre Weltrekord-Linie war auf der ersten Bahn noch in Reichwerte, ehe sie sich weit entfernte. «Das war enorm interessant. Bis fünfzig Meter kann man das Tempo in etwa halten. Dann hat man gesehen: Ohne Anzug geht man früher kaputt», spricht Doppel-Weltmeister Biedermann den Vorteil der Kurzstreckler an. Biedermanns Trainer Frank Embacher rechnet damit, dass die Männer im Schnitt zwei Prozent, die Frauen nur etwas über ein Prozent über den bisherigen Bestmarken liegen. Vielleicht muss die Schwimm-Szene aber auch nicht all zu lange rechnen. Denn hinter den Kulissen hat bereits das Tauziehen der Hersteller und innerhalb des Weltverbandes FINA über neue Anzug-Vorschriften begonnen.
Line element2.7. Martina Van Berkel mit EM-Norm in Paris. Die 4. EDF Open in Paris waren vom Schweizer Schwimmverband nachträglich als Qualifikationswettkampf für die Europameisterschaften 2010 in Budapest ausgelobt worden. Martina Van Berkel, die im März über ihre Paradedisziplin 200m Delphin die EM Norm noch nicht unterbieten konnte, nutzte das hervorragende Wetter und die internationale Konkurrenz, um bereits im Vorlauf über 200m Delphin die EM Norm in 2:11.84s um eine halbe Sekunde unterbieten, auch wenn das Rennen noch nicht ganz gelungen war. Der Mut im Vorlauf zahlte sich aus und war auch notwendig, da sie im Finale mit einer 'wardrobe malfunction' (rutschende und schließlich verschwindende Badekappe) zu kämpfen hatte, was ein besseres Ergebnis verhinderte. Mit ihrer Vorlaufzeit wäre ein dritter Platz möglich gewesen. Auch über 200m Rücken zeigte sie sich weiter verbessert und konnte in 2:16.68 das Finale erreichen, ihrer schnellsten Zeit in diesem Jahr. Am Nachmittag schwamm sie ein wenig schneller, allerdings mußten die Veranstalter auf die Halbautomatik-Zeit zurückgreifen, die in 2:16.67 nur einen minimalen Vorteil auswies. Am Ende bedeutete das den 6. Platz. Über 100m Delphin blieb sie in 1:10.76s erstmals in dieser Saison unter der Marke von 1:02. Hier wurde sie 9. und durfte damit am Nachmittag über diese Distanz nicht mehr an den Start, da es keine B-Finale gab. David Karasek, der auch den Versuch unternahm, die EM-Normen zu unterbieten, mußte sich über 200m Freistil zunächst mit dem Unterbieten der Nationalmannschaftsnorm zufrieden geben. In 1:51.41s konnte er sich für das Finale qualifizieren, was er neben Michael Phelps bestritt. In einem sehr verkrampften Rennen konnte er mit 1:52.66s keine Steigerung erzielen und wurde schließlich 8. Die 100m Freistil bestritt David am Vortag als Warm Up, hier erreichte er in 51.63s den 31. Platz. Er wird an den Schweizer Sommermeisterschaften erneut den Versuch unternehmen, die EM-Norm zu unterbieten. Kilian Bossard konnte über 200m Brust das beste Rennen der Saison schwimmen. In 2:18.62s unterbot er ebenfalls die Nationalmannschaftsnorm und wurde unglücklicher 9., womit auch ihm ein Start am Nachmittag verwehrt blieb. Über 200m Lagen konnte er gute 2:09.56s und einen 11. Platz erreichen, in 100m Brust wurde er in 1:05.51s 21. Für Danielle Villars, die nach einer noch immer nicht kommunizierten Regeländerung der FINA zunächst keinen Startplatz bei der Jugendolympiade in Singapur erhalten hatte, war dieser Wettkampf als einer der Sommerhöhepunkte gedacht. Nachdem die FINA der Schweiz dann mit einiger Verzögerung vor wenigen Tagen doch einen dritten Startplatz zugesprochen hatte und Danielle diesen bekam, wurde am ursprünglichen Plan festgehalten, da man schon zu weit in der Vorbereitung steckte und eine Änderung der Änderung dann doch des Guten zu viel war. Allein die Ergebnisse spiegelten die guten Trainingsleistungen noch nicht wider. Über 200m Freistil konnte sie mit mutigem Beginn das Tempo am Ende nicht ganz halten und schwamm 2:05.23s, ihre zweitbeste Zeit, was den 14. Platz bedeutete. Über die halbe Distanz wurde sie, erneut nach starkem Beginn und späterem Tempoverlust, in 58.28s 20., in 200m Rücken in 2:22.00s 12. und in 50m Delphin in mäßigen 28.63s 15. Der französische Schwimmverband hat mit diesem gut organisierten und in teilen hochkarätig besetzten Meeting, bei dem die zahlreichen Zuschauer (ausverkauftes Haus!) nicht nur nahe an die in- und ausländischen Stars herankamen, sondern sich auch durch hervorragende Stimmung auszeichneten, eine gelungene Werbung für den Schwimmsport auf die Beine gestellt..Davon würde man sich mehr wünschen. Vom Weltschwimmverband dagegen ein wenig mehr Verständnis für den eigenen Sport und zumindest grundlegende Fähigkeiten in der Organisation internationaler Wettkämpfe. Nach dem Anzug-Chaos bei der vergangenen Weltmeisterschaft in Rom ist die Episode um die Jugend-Olympiade ein weiterer wenig rühmlicher Vorgang.




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August 2010

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27.8. FINA sperrt 3 Schwimmer wegen Dopings. (dpa) - Der zuletzt wegen seiner laxen Anti-Doping- Politik kritisierte Weltverband FINA hat Dopingsperren gegen drei Schwimmer verhängt. Der spanische Olympia-Teilnehmer Sergio Garcia wurde wegen dreier Verstöße gegen Melde-Richtlinien binnen 18 Monaten zu einer Sperre von einem Jahr verurteilt. Die im März bei den Südamerika-Spielen zweimal auf das Diuretikum Furosemid getestete Brasilianerin Daynara de Paula wurde für sechs Monate aus dem Verkehr gezogen. Außerdem darf der Australier Ryan Napoleon wegen der Einnahme der verbotenen Substanz Formoterol in einem Asthmaspray für drei Monate nicht an Wettkämpfen teilnehmen. Alle drei Sperren gelten vom 20. August an, teilte die FINA mit. Der Weltverband war in die Kritik geraten, weil es weder bei der Weltmeisterschaft im Juli 2009 noch bei der EM (4. bis 15. August) in Budapest Blutkontrollen gegeben hatte. Die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA hatte daraufhin die Verpflichtung aller Verbände zu Blutkontrollen auch während der Wettkämpfe in Erwägung gezogen. Unmittelbar vor der EM hatte der Freispruch des Spaniers Rafael Munoz für Aufsehen gesorgt. Der Schmetterlings-Weltrekordler war dreimal bei Doping-Kontrollen nicht angetroffen worden. Die FINA hatte eine von Munoz angeführte persönliche Notlage als Erklärung akzeptiert. Der WM-Dritte wurde schließlich Europameister über 50 Meter Schmetterling.
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23.8. Limmat Sharks Saisonfazit 2009/2010. Was zunächst nach einer sehr schwierigen Saison aussah, enpuppte sich am Ende als eine äußerst erfolgreiche Saison für die Limmat Sharks. War zu Saisonbeginn teilweise mehr als die Hälfte der Elitemannschaft aus den verschiedensten Gründen verletzt, zum Teil ernsthaft, so kam man im Laufe der Saison immer besser in Tritt. Mehr oder minder in letzter Sekunde haben Martina Van Berkel und Danielle Villars die Qualifikation für die Europameisterschaften respektive die Jugendolympiade geschafft, und dann dort jeweils sehr erfolgreich abgeschnitten. Martina fuhr mit Ihrer Halbfinalleistung das beste internationale Ergebnis für den Club in einer olympischen Distanz ein und ist ein gutes Stück voran gekommen auf dem Weg nach London 2012, Danielle erreichte mit 2 Finalqualifikationen und soliden Bestzeiten deutlich mehr, als im Vorfeld abzusehen war. Mit Kilian Bossard, David Karasek, This Oderbolz, Martina Van Berkel, Nico Van Duijn und Danielle Villars sind in der neuen Saison alle 6 Nationalmannschaftsmitglieder der Vorsaison wieder in der Nationalmannschaft. Damit stellen die Limmat Sharks die mit Abstand größte Anzahl an Nationalmannschaftsmitgliedern und sind gar der einzige Club, in dem mehr als ein Eliten-Nationalmannschaftschwimmer in einer Trainingsgruppe trainiert.(Freiwasserschwimmen ausgenommen). Die Mannschaften brachten es in der Elite zu zwei zweiten Plätzen bei den Vereinsmeisterschaften, im Nachwuchs zu einem ersten und einem zweiten Platz. Damit haben alle Teams erstmals eine Medaille gewonnen. Die neue Saison kann (und wird) beginnen!
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23.8. Schritt Richtung Olympia der Grossen. Die Zürcher Schwimmerinnen Danielle Villars und Annick van Westendorp haben ihre Auftritte an den Youth Olympic Games in Singapur hinter sich. Ihr Fazit: Die Dimensionen übertreffen alles bisher Gesehene [weiter].
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21.8. Phelps und Lochte jagen Rekorde. Phelps schwamm als Starter der 4 x 100 Meter-Freistil- Staffel in 48,13 Sekunden Weltjahresbestzeit. Lochte vergrößerte als zweiter Schwimmer den Vorsprung des US-Quartetts, das in 3:11:74 Minuten ebenfalls eine Jahres-Bestmarke aufstellte. Zudem kamen beide zu souveränen Einzelerfolgen. Der 14-malige Olympiasieger Phelps distanzierte auf seiner Paradestrecke 100 Meter Schmetterling in 50,86 Sekunden seinen zweitplatzierten Landsmann Tyler McGill um fast eine Sekunde (51,85). "Ich bin etwas langsam vom Startblock weggekommen, das hat mir gar nicht gefallen", sagte Phelps. Für den 25-Jährigen war es das vierte Gold der Spiele. Lochte schwamm im fünften Finale zu seinem fünften Titel und stellte dabei seine sechste Weltjahresbestzeit auf. Der 26 Jahre Olympiasieger wurde in 1:54:12 Minuten seiner Favoritenrolle über die 200 Meter Rücken gerecht. "Es läuft einfach bei mir. Es ist zwar nur ein Zwischenjahr auf dem Weg zur WM im nächsten Jahr in Shanghai und den Olympischen Spielen 2012 in London, aber ich bin genau da, wo ich sein will", betonte Lochte. Insgesamt gewann das US-Team acht der zehn Endläufe. Dabei unterbot die weibliche 4 x 100-Meter-Freistil-Staffel mit Startschwimmerin Natalie Coughlin in 3:35:11 Minuten die am 9. August bei den Europameisterschaften in Budapest aufgestellte bisherige Topzeit des Jahres der deutschen Staffel um 2,61 Sekunden. Für weitere Weltjahres-Bestmarken sorgten der Südkoreaner Tae Hwan Park (400 Meter Freistil/3:44:73 Minuten), Jessica Hardy aus den USA (50 Meter Brust/30,03 Sekunden) und der Brasilianer Felipe Franca Silva (50 Meter Brust/27,26 Sekunden) [Website].

21.8. «Golden Girl» der Jugendspiele: Schwimmerin Tang Yi Sa. (dpa) - Die chinesische Schwimmerin Tang Yi ist das «Golden Girl» der Olympischen Jugendspiele in Singapur. Die 17-Jährige gewann sechs Goldmedaillen - nur zwei weniger als der amerikanische Schwimm-Superstar Michael Phelps bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking holte. «Mein Ziel ist, jeden Wettkampf zu gewinnen», sagte die Studentin der Tongji Universität in Shanghai. «Ich habe niemals mit so vielen Goldmedaillen gerechnet.» Um ein Haar wäre noch ein edles Stück dazugekommen, doch die 4 x 100-Meter-Lagen- Staffel Chinas wurde disqualifiziert. Die 1,73 Meter große Tang Yi hat bereits olympische Erfahrung. Bei den Sommerspielen 2008 in Peking gehörte sie zur 4 x 100-Meter- Freistil-Staffel, die Vierte wurde. «In Peking hatte ich nicht die Chance, auf das Siegerpodest zu kommen. Hier hat es nun geklappt», freute sich die Ausnahmeathletin, die im Schwimmbecken alles gibt. Bei den chinesischen Städte-Meisterschaften 2007 war es des Guten zu viel: Wegen totaler Erschöpfung musste sie in ein Krankenhaus gebracht werden und auf einen Einsatz in der Lagen-Staffel verzichten. Pech hatte Tang Yi bei den Ostasien-Spielen, als im Finale über 200 Meter Freistil ihr Schwimmanzug einen Riss bekam und sie aufgeben musste [Resultate].

21.8. Zwei Finalplätze für Danielle Villars bei der Jugendlympiade. Danielle Villars hat ihre nachträgliche Qualifikation für die Jugendolympiade in Singapur voll ausgenutzt und war mit zwei Final- und einer Halbfinalqualifikation die erfolgreichste Teilnehmerin der Schweiz. Wie gewohnt absolvierte Danielle viele Rennen, und der Startliste nach zu urteilen wäre eine Qualifikation fürs ein Halbfinale schon ein Erfolg gewesen. Danielle erledigte das schon im ersten Rennen, den 100m Freistil, wo sich sich zunächst mit 57.59 als 7. für das Halbfinale, dort dann mit neuer persönlicher Bestzeit und Clubrekord von 57.22 ebenfalls als 7. fürs Finale qualifizierte. Am zweiten Tag standen zunächst die Vorläufe über 50m Delphin und 200m Rücken an. In der Sprintdistanz qualifizierte sie sich in mäßigen 28.64 als 14. fürs Halbfinale, über 200m Rücken schwamm sie nach langer Durststrecke über diese Distanz nach 17 Monaten endlich wieder eine Bestzeit und blieb in 2:19.31 erstmals unter der Marke von 2 min 20. Damit ist sie die zweitschnellste Schweizerin in diesem Jahr hinter Vereinskollegin Martina Van Berkel. Das bedeutete in der Endabrechnung den 17. Platz, nicht allzu weit vom Finale entfernt. Am Nachmittag waren die 50m Delphin in 28.59 leicht schneller, blieb aber auf demselben Platz, was für eine Finalqualifikation allerdings nicht ausreichte. Im Finale über 100m Freistil kam sie nach gutem Beginn in 57.72 nicht über einen 8. Platz hinaus. Am folgenden Tag stand die doppelte Freistildistanz auf dem Programm. Hier schwamm sie in den Vorläufen ausgezeichnete 2:03.56, wieder eine persönliche Bestzeit, und sie nahm damit Stephanie Eisenring den Clubrekord ab (vorher 2:04.05 aus dem letzten Jahr). Das brachte sie als 5. ins Finale. Am Nachmittag gelang ihr dann leider wieder keine Verbesserung des Resultates und sie wurde in vergleichsweise mäßigen 2:04.89 erneut 8. Ihr letzter Einsatz am vorletzten Tag der Schwimmwettkämpfe in Singapur war über 100m Delphin. Hier zeigte sie sich ein wenig müde von den Rennen zuvor und wurde in 1:02.80 18., knapp an einer möglichen Halbfinalqualifikation vorbei. Ist die Qualifikation für die Finale an sich schon ein fantastischer Erfolg für Danielle, so hat sie das Abschneiden in den Finalläufen selber nicht zufriedenstellen können. Zu den Schwimmwettkämpfen in Singapur ist allgemein zu bemerken, daß die Qualifikationskriterien seitens der FINA und die Teilnehmerbeschränkung für ein ziemlich verzerrtes Teilnehmerfeld gesorgt haben. Die Leistungen in der Spitze waren durchweg gut bis hervorragend, aber über manche Strecken (vor allem die 50m Distanzen) war die Breite zum Teil doch äußerst gering, so daß eine Halbfinalqualifikation über diese Distanzen wenig sportlichen Wert hatte. Staffelwettkämpfe erscheinen ebenfalls willkürlich, wenn pro Geschlecht nur 4 Sportler zugelassen sind. Wird zudem noch, wie geschehen, aber nie öffentlich kommuniziert, der Qualifikationsmodus nach Beendigung der Qualifikationsphase geändert, scheinen in diesem Wettkampf (zu) wenig Gedanken investiert worden zu sein. Hier besteht sicher noch Nachholbedarf, um ein rundes Schwimmsportfest feiern zu können [Resultate].
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20.8. Lochte gut in Form. (sid) Ryan Lochte hat bei den Pan Pacific Championships über 200m Freistil die Jahres-Weltbestzeit von Paul Biedermann knapp unterboten. Michael Phelps gewann über 200m Schmetterling - und scheiterte dann über 400-m-Lagen nach einem vierten Platz im Vorlauf vorzeitig. Die US-Schwimmstars Michael Phelps und Ryan Lochte haben am Mittwochabend zum Auftakt der Pan Pacific Championships in Irvine/Kalifornien ihre ersten Titel in Jahres-Weltbestzeit gewonnen Während Phelps trotz Formkrise über 200m Schmetterling triumphierte, entriss Lochte Doppel-Weltmeister Biedermann die erst beim EM-Triumph in Budapest aufgestellte Jahres-Weltbestzeit über 200 Meter Freistil. Lochte war in 1:45,30 Minuten 17 Hundertstelsekunden schneller als Biedermann am vorigen Samstag. Auf die Frage, ob er sich derzeit in der Form seines Lebens befinde, antwortete der 26-Jährige: "Vielleicht schon. Ich fühle mich sehr gut und habe super trainiert. Das will ich so lange wie möglich aufrecht erhalten." Der 14-malige Olympiasieger Phelps siegte in 1:54,11 Minuten über 200m Schmetterling vor dem Australier Nick D'Arcy und Takeshi Matsuda aus Japan. "Die letzte Bahn hat richtig weh getan. Von meiner Bestform bin ich zurzeit weit entfernt", sagte der 25-Jährige, der noch Minuten nach dem finalen Anschlag schwer atmete. "Als ich das Platschen des Wassers gleich neben mir gespürt habe, dachte ich nur: 'Du kannst dich doch jetzt nicht mehr einholen lassen!' Von der Fitness bin ich noch nicht so weit." Dass er trotz allem eine Jahresweltbestzeit schwamm, sollte Biedermann und dem Rest der Schwimmwelt allerdings ein deutlicher Fingerzeig sein. Phelps gehörte zu den wenigen Stars, die stets auf die Benutzung der inzwischen verbotenen Wunderanzüge verzichtete. 2009 kostete ihn das in Rom den WM-Titel, als ihm Paul Biedermann davon schwamm. Dafür ist die Fallhöhe für den Amerikaner in diesem Jahr deutlich geringer. Biedermann dagegen tat sich insbesondere über die 400 Meter Freistil schwer, Topzeiten abzurufen. Phelps selbst musste ausgerechnet über 400-m-Lagen eine ungewohnte Niederlage hinnehmen. Mit der viertbesten Vorlaufzeit in 4:15,38 Minuten verpasste der 14-malige Olympiasieger am Donnerstag den Finaleinzug. Da Lochte (4:08,77) und Tyler Clary (4:09,20) schneller waren als Phelps, blieb für den Weltrekordhalter kein Platz, da maximal zwei Schwimmer aus einem Land im Finale starten dürfen [Website].

20.8. Rice plant Operation. (sid) Die dreifache Schwimm-Olympiasiegerin Stephanie Rice wird sich im Anschluss an die Commonwealth Games in Indien (3. bis 14. Oktober) einer Schulter-Operation unterziehen. Dies teilte die Australierin am Mittwoch am Rande der Panpazifischen Spiele im US-Bundesstaat Kalifornien mit. Anzeige "Der Eingriff ist erforderlich und ich möchte die Beschwerden unbedingt loswerden. Anschließend werde ich die Schulter schonen um bei den australischen Meisterschaften im April 2011 starten zu können", sagte Rice, die bei den Sommerspielen in Peking Gold über 200 und 400m Lagen sowie mit der 4x200-m-Freistilstaffel gewonnen hatte. Die 22-Jährige klagt seit März über Schmerzen in der rechten Schulter und hat wegen der anhaltenden Beschwerden ihr Wettkampf-Programm bei den Panpazifischen-Spielen von sieben auf drei Starts reduzier [Website]t.
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19.8. Pan Pacific Swimming Championships, Irivine, 18.-22. August 2010 [Website]
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18.8. Erfolgreiche Halbfinalteilnahme für Martina Van Berkel an den Europameisterschaften in Budapest. Martina Van Berkel war eine der nur fünf Schweizer Beckenschwimmer und -schwimmerinnen, die die Qualifikation für die Europameisterschaften in Budapest geschafft hatten. Nachdem sie erst bei der zweiten Qualifikationsmöglichkeit im Juni die geforderte Norm unterbot, konnte sie ihre Form hervorragend halten. Wegen der Kürze der Zeit war die Vorbereitung fast ausschließlich auf die 200m Delphin ausgerichtet, die am vorletzten Tag der EM anstanden. Gleich am ersten Tag ging Martina in Budapest über 200m Rücken an den Start, wo sie mit 2:16.66 ihre Vorleistung aus Paris um 1/100 unterbieten konnte. Das brachte ihr etwas überraschend den 20. Platz ein und damit nicht einmal eine großen Abstand zur Halbfinalqualifikation. Drei Tage später ging es über 100m Delphin, quasi als Warm-Up für die doppelte Distanz. Hier schwamm sie in 1:01.64 12/100s schneller als in Paris. Das ergab den 29. Platz und war wie auch die 200Rücken noch nicht ganz ihren Möglichkeiten entsprechend, die sie ihm Training andeutete. Am Samstag schließlich standen die 200m Delphin auf dem Programm, und auch hier geriet der Vorlauf nicht ganz nach Wunsch. Mit 2:12.85s tat sich Martina besonders in der zweiten Rennhälfte ungewohnt schwer. Die Zeit reichte allerdings für den 16.Platz und damit für die Qualifikaiton fürs Halbfinale. Dies gelang ihr zum ersten Mal anläßlich einer internationalen Meisterschaft. Im Finale konnte sie ihre Nervosität ablegen und schwamm in einem beherzten Rennen nach quasi identischen ersten 100 Metern einen wesentlich besseren zweiten Hunderter. Besonders auf der dritten Bahn zog sie das Tempo deutlich an. Diese Geschwindigkeit konnte sie zwar nicht ganz halten, aber auch auf der letzten Länge war sie deutlich schneller als noch am Morgen, so daß sie in einer Zeit von 2:10.52s nicht einmal 2/10s von Ihrer Bestzeit aus dem letzten Jahr in einem der schnellen Anzüge entfernt blieb und einen hervorragenden 11. Platz belegte. Mit dieser Zeit unterbot sie ebenfalls die Norm für den Olympiakader. Nach dem verletzungsbedingten schwierigen Saisonbeginn ist das ein mehr als gelungener Saisonabschluß für Martina, und das beste internationale Ergebnis für die Limmat Sharks über eine olympische Strecke seit Jahrzehnten. Mit 845 Fina-Punkten war dies gleichzeitig die höchste FINA-Punktzahl im Schweizer Team. Jetzt steht erst einmal eine kurze, aber verdiente Schwimmpause an, bevor es an die weitere Vorbereitung der olympischen Spiele 2012 geht.
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15.8. Dreimal Gold für Russland. Am Samstag wurde an den Schwimm-Langbahn-Europameisterschaften in Budapest gleich dreimal die russische Hymne gespielt. Bei den Männern triumphierten Stanislaw Donez (über 200 m Rücken), Jewgeni Korotischkin (100 m Delfin) sowie die 4x200-m-Crawlstaffel in der Besetzung Nikita Lobinzew, Daniel Isotow, Sergei Perunin und Alexander Suchorukow. Einziger nicht-russischer Sieger am vorletzten Finalabend in Budapest war der Italiener Fabio Scozzoli über 50 m Brust. Bei den Frauen wurde die Dänin Lotte Friis über 1500 m Crawl Nachfolgerin von Flavia Rigamonti, womit sie sich das Langstrecken-Double sicherte. Über 200 m Crawl gewann erwartungsgemäss Olympiasiegerin Federica Pellegrini aus Italien, über 50 m Rücken die Weissrussin Alexandra Herasimenia. Bereits in den Vorläufen über 50 m Crawl schied 100-m-Olympiasieger Alain Bernard aus. Der Franzose, der nur 15 Stunden zuvor über 100 m EM-Gold geholt hatte, war trotz der starken Zeit von 21,99 nur drittbester Franzose hinter Europarekordhalter Frédérick Bousquet (21,65) und Fabien Gilot (21,91). Nur jeweils zwei Schwimmer pro Land können sich für die Halbfinals qualifizieren [Website] [OmegaTiming].
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14.8. Bernard gewinnt den 100-m-Sprint. (si) Der Franzose Alain Bernard hat in Budapest seinen EM-Titel über 100 m Crawl verteidigt. Olympiasieger Bernard setzte sich in 48,49 durch. Silber ging an den Russen Jewegeni Lagunow, der sich um drei Hundertstel geschlagen geben musste. Bernards Landsmann William Meynard wurde in 48,56 Dritter. Auch über 800 m Crawl kam der Sieger aus Frankreich. Sébastien Rouault überholte auf der letzten Bahnlänge noch den zuvor führenden Deutschen Christian Kubusch und sicherte sich seine zweite Goldmedaille in Budapest nach derjenigen über 1500 m. Gold bei den Frauen ging am fünften von sieben Wettkampftagen in der ungarischen Hauptstadt an die Russin Anastasia Tschaun (über 200 m Brust) und die Schwedin Sarah Sjöström (100 m Delfin) [Website] [OmegaTiming].
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13.8. Ungarn holt dreimal Gold. (si) Gastgeber Ungarn gewann am Donnerstag in Budapest gleich dreimal EM-Gold. Zunächst setzte sich über 200 m Lagen Katinka Hosszu um einen Hunderstel vor ihrer Landsfrau Evelyn Verraszto durch. Danach gewann Daniel Gyurta über 200 m Brust nach dem Welt- auch den Europameistertitel. Für den krönenden Abschluss aus Sicht des Gastgebers sorgte die 4x200-m-Crawlstaffel der Frauen. Schlussschwimmerin Verraszto schlug nach packendem Zweikampf mit der Französin Camille Muffat um zwei Zehntel früher an. Die weiteren Goldmedaillen am vierten Wettkampftag in der ungarischen Hauptstadt gingen an den Franzosen Camille Lacourt, der über 50 m Rücken den Weltrekord nur um drei Hundertstel verpasste, sowie an den Polen Pawel Korzeniowski (200 m Delfin), die Dänin Lotte Friis (800 m Crawl) und die Britin Gemma Spofforth (100 m Rücken) [Website] [OmegaTiming].
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12.8. Biedermann Europameister - Meichtry Siebter. [Website] [OmegaTiming] (nzz) Paul Biedermann hat an den EM in Budapest seinen Titel über 200 m Crawl erfolgreich verteidigt. Der Deutsche verwies den Russen Nikita Lobintsew und den Niederländer Sebastiaan Verschuren auf die Plätze 2 und 3. Dominik Meichtry wurde nur Siebenter. Wenn Dominik Meichtry schwimmt, fährt einem der Schmerz allein vom Zuschauen durch Mark und Bein. Denn er schwimmt so: einfach mal Vollgas – und hinten raus schauen, was daraus wird. An den Olympischen Spielen in Peking ging das wunderbar auf, im Vorlauf über 200 Meter Crawl schlug er in 1:45,80 Minuten sogar Michael Phelps, und im Final wurde er Sechster. Am Mittwochabend an den EM in Budapest war das Rezept dasselbe, Zeit und Resultat jedoch nicht. Denn Meichtry war noch geschwächt von den alles andere als glimpflichen Magenproblemen, die ihn tags zuvor fast den Halbfinal- und später den Finaleinzug gekostet hätten. Im Final zog er los wie ein Wildgewordener, nach 50 und 100 Metern wendete er jeweils als Erster, etwa eine halbe Körperlänge vor dem Weltrekordhalter Paul Biedermann, dem späteren Sieger. Er schwamm auf Bahn 8, weit weg von den Favoriten auf den Bahnen 3 bis 6, trotzdem versuchte er, so nah an der äusseren Leine zu schwimmen wie möglich. Die Gegner sollten möglichst spät merken, wie weit er schon voraus war. Nach 150 Metern lag er immer noch auf Platz 2, nur Biedermann war inzwischen an ihm vorbeigezogen – ähnlich wild geworden wie Meichtry, weil er nach den 400 Metern Crawl am Montag in deutschen Zeitungen hatte lesen müssen, er habe «nur» Silber gewonnen. Nur! Meichtry hätte über 200 Meter alles für Silber gegeben, ohne Frage. Er stiess sich von der Wand ab, noch eine Länge lag vor ihm, noch 50 Meter. Dann geschah anatomisch recht Aussergewöhnliches – er nahm nämlich, wie man unter Sportlern sagt, das Herz in die Hand, stellte die Kommunikation zwischen Kopf und schmerzendem Körper ab und prügelte sich die Lunge aus dem Leib. Die Züge wurden kürzer, und die Technik, die ihn sonst auszeichnet, ging vergessen. Der Pulsschlag wurde hart und härter, schnell und schneller, es war, als wäre er bis hinauf zur Tribüne zu hören. Trotzdem wurde Meichtry noch auf Platz 7 durchgereicht, vom Sieger trennten ihn in 1:48,05 Minuten knapp zwei, vom Podest gut eine Sekunde. Er atmete eine Weile lang schwer und sprach im ersten Moment davon, «schon ein bisschen enttäuscht» zu sein. Dann ging er ins Ausschwimmbecken, zog ein paar Längen, diesmal in aller Ruhe, schwamm sich das Lactat aus den Muskeln, machte sich Gedanken. Als er aus dem Wasser stieg, sagte er: «Irgendwann wird es wieder aufgehen, wie damals in Peking, irgendwann pokere ich richtig und stehe am Ende ganz oben.» Dazu muss man wissen, dass Meichtry die 200 Meter nicht anders schwimmen kann als so, wie er es immer tut. Er kann nicht taktieren wie die anderen, weil er am Ende, noch so eine anatomische Aussergewöhnlichkeit im Wortschatz der Sportler, «langsam stirbt». Zudem ist er der Meinung, und damit lehnt er sich gleichsam gegen ein schwimmerisches Grundgesetz auf, dass die 200 Meter generell «von vorne» geschwommen werden sollten, er glaubt, dass sie dem 100-Meter-Sprint ähnlicher sind als dem 400-Meter-Ausdauerrennen. «Es ist mein Vorteil, dass ich finde, die 200 Meter müssen wie ein Sprint geschwommen werden. Hoffentlich merken die andern das möglichst lange nicht.» Er lachte, als er das sagte, das war ja nun wirklich kein schlechtes Zeichen. Schneller als 1:48,05 war er ohne Ganzkörperanzug noch nie geschwommen, vor 2008 lag die Bestzeit bei 1:48,49. Damit darf man mal zufrieden sein, auch wenn die Ära der Bodysuits den eher schmächtigen Meichtry weniger bevorteilt hatte als andere. Trotzdem hat auch er sich auf das Anzugsverbot einstellen müssen, er verlor 5 Kilo, weil er kaum noch Zeit im Kraftraum verbringt. Seit dem letzten Sommer trainiert er in Los Angeles in einer internationalen und renommierten Gruppe um den Coach Dave Salo. Meichtry hat sich Salo sehr bewusst ausgesucht, weil es im Hinblick auf die Spiele 2012 in London nur einen Aspekt gibt, an dem er arbeiten will – die letzten 50 Meter. Was sonst. Das werden zwei harte Jahre, in Budapest hat er sich schon einmal darauf einstellen können. Der Halbfinal am Dienstag, sagte er, sei das härteste Rennen seiner Karriere gewesen. «Ich hatte mich miserabel gefühlt und war trotzdem weitergekommen. Das macht mich stolz.» Zumal er erst zum zweiten Mal überhaupt an einer internationalen Meisterschaft im Final stand. Mal war der seit vielen Jahren in den USA trainierende St. Galler abwesend, mal fehlte ihm das Glück, beispielsweise 2009 an den WM in Rom, als er Neunter wurde. Dennoch war er heuer der mit Abstand älteste Schwimmer im Final, die anderen waren zwei bis sieben Jahre jünger. Meichtry ist 26 – was für eine Welt, in der man mit 26 zum alten Eisen gehört! Ist doch logisch, dass da alles ein bisschen mehr schmerzt als bei den Jungspunden.
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11.8. Lang im EM-Halbfinal. Flori Lang sicherte sich am dritten EM-Wettkampftag in Budapest als Vorlaufzwölfter über 50 m Rücken die Teilnahme an den Halbfinals am Abend. Der Zürcher Sprintspezialist schlug in 25,60 an, womit er eine halbe Sekunde langsamer war als der Vorlaufschnellste, der Israeli Guy Barnea. Viel Luft gegen hinten hatte Lang, der vor zwei Jahren in Eindhoven auf dieser Strecke EM-Silber gewonnen hatte, nicht mehr. Wäre der 25-jährige Stadtzürcher nur um vier Hundertstel langsamer geschwommen, so hätte er die Qualifikation für die Top 16 verpasst. Für die Finalteilnahme ist wohl eine Zeit um 25,3 gefordert, Langs Schweizer Rekord steht seit letztem Jahr bei 24,75. Lang gab kurz vor seinem ersten Einsatz in Ungarn auch bekannt, dass er künftig nicht mehr in der Region Zürich, sondern in Graz trainieren wird. Dort will er zusammen mit Trainerin Ingrid Flöck die Olympischen Spiele 2012 in London vorbereiten. Nebst Lang steht heute Abend kurz nach 18 Uhr auch noch Dominik Meichtry im Final über 200 m Crawl im Einsatz. Gegenüber Dienstag, als er über eine Magenverstimmung klagte, geht es dem 25-jährigen St. Galler schon wieder viel besser. Meichtrys Taktik im Kampf um die Medaillen geht dahingehend, dass er die ersten 100 m sehr schnell angehen und dann auf der zweiten Hälfte der Distanz das Tempo möglichst lange aufrechterhalten will. Ivana Gabrilo schied am Mittwoch in den Vorläufen aus. Die Tessinerin wurde über 100 m Rücken in 1:05,05 nur 38. unter 44 Teilnehmerinnen.

11.8. Schweizer Schwimmer in der Fremde. (nzz) Man muss nicht immer alles zum Vergnügen machen, auch wenn die moderne Spassgesellschaft einem das vorgaukelt. Man kann auch in eine Ortschaft mit dem schönen Namen Surfers Paradise ziehen – und vom Paradies erst einmal gar nichts sehen wollen. Diesen September geht Martina van Berkel nach Australien. Sie ist 21-jährig, das tun viele Menschen in ihrem Alter, aber die wollen die Welt sehen, den Strand, die Sonnenuntergänge, das schöne Leben, und nebenbei studieren sie noch. Van Berkel wird nebenbei auch studieren, aber vor allem wird sie sich täglich in den Pool stürzen. Und trainieren. Viele Stunden und viele Kilometer trainieren. Van Berkel sucht das Glück in der Fremde – und gehört damit zur neuen Mehrheit im siebenköpfigen EM-Team von Swiss Swimming. Der Langstreckenspezialist Stefan Sigrist disloziert im Herbst ebenfalls nach Surfers Paradise, der Rückenschwimmer Flori Lang, ein EM-Silbermedaillen-Gewinner, geht nach Graz. Und Dominik Meichtry trainiert seit vielen Jahren quasi überall auf der Welt, in Südafrika und Hongkong, jetzt ist er in Los Angeles, nur in der Schweiz war er eigentlich nie. Van Berkel, Lang und Meichtry sind grosse Hoffnungen für die Spiele 2012 in London, dazu kommt die Olympiasechste von 2008, die Open-Water-Schwimmerin Swann Oberson. Auch sie hat ihren Klub in Genf kürzlich verlassen und ist nach Würzburg gezogen, wo die besten Deutschen trainieren. Der Wechsel ins Ausland hat System im hiesigen Schwimmen, aber in dieser Häufung ist er neu. Das hängt mit einer generellen Internationalisierung zusammen, immer öfter finden Athleten und Coachs zueinander, die zwar nicht dieselbe Nationalität haben, aber ähnliche Trainingsphilosophien. Andererseits stellen ambitionierte Schwimmer immer mehr fest, dass sich ihr Leistungsdenken und ihre Ansprüche nicht mit den Zuständen in der Schweiz decken. Flori Lang zum Beispiel ist im letzten Halbjahr wieder einmal fast verzweifelt: Er ist ein Schwimmer mit sehr eigenen Ideen, die selten mit dem Programm eines Klubs vereinbar sind. Also übte er alleine, unterstützt von der Schwester – und oftmals schrecklich früh am Morgen, weil schon für die Vereine zu wenig Platz vorhanden ist in den Bädern, geschweige denn für einen Einzelgänger. In Graz stösst er zu einer Trainerin, die ähnlich arbeitet wie der deutsche Bundestrainer Dirk Lange. Lang war einmal eine Weile bei Lange, als der ein Team in Südafrika betreute, er war mit sich als Sportler nie zufriedener als damals – und lässt sich bis heute von Lange beraten. Dessen Prinzip: kürzere, aber intensivere und intelligentere Trainings. Van Berkel sucht nicht primär andere Trainings, sondern andere Trainingspartner. Bei den Zürcher Limmat Sharks war sie die mit Abstand beste Frau, wenn sie sich in einer langen Serie antreiben lassen wollte, musste sie die Männer nach vorne schicken. «Das ist natürlich nicht das Gleiche, wie wenn eine schnellere Frau vorausschwimmt», sagt Dirk Reinicke, van Berkels Trainer. Er findet es «total gut», dass sie sich in die Ferne wagt, zumal Denis Cotterell sie an Australiens Ostküste betreuen wird. Cotterell hatte mit dem ehemaligen Weltrekordhalter Grant Hackett bis 2008 haufenweise Erfolge gefeiert. Reinicke hofft, dass van Berkel ihm nicht ganz verloren geht, dass sie sich ab und zu in Zürich blicken lässt und etwas von der Erfahrung und dem Selbstvertrauen nach Hause trägt. Denn das ist natürlich der Nachteil, wenn die besten Schweizer Schwimmer immer öfter im Ausland trainieren – sie fehlen daheim, den Klubs, den andern Sportlern. Für Steffen Liess, den Leistungssportchef im Verband Swiss Swimming, ist das ein Nachteil, der sich verschmerzen lässt. «Klar bedaure ich, dass viele unserer Sportler irgendwann ins Ausland müssen», sagt er, aber hauptsächlich sei er stolz, dass es überhaupt Schweizer Schwimmer zu den besten Teams in Deutschland, den USA und Australien schaffen. «Die nehmen da ja nicht jeden Idioten.» Martina van Berkel hatte sogar die Auswahl zwischen zwei australischen Teams. Sie entschied sich für Surfers Paradise, weil in der Nähe die Bond University ist und dort pro Jahr drei statt nur zwei Semester absolviert werden können. Diesen Sommer hat sie an der Universität Zürich den Bachelor gemacht. «Ich fand einfach, die Zeit sei reif für einen Wechsel», sagt sie. Irgendwann wird die Zeit reif sein für die Rückkehr. Jonathan Massacand, er hat die EM-Limite knapp verpasst, war jetzt zwei Jahre in Marseille – und kehrt nun mit neuen Ideen und neuer Energie in die Schweiz zurück, ins Leistungszentrum nach Tenero. Nicht zum Vergnügen, sondern weil er es noch einmal an die Olympischen Spiele schaffen will.
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10.8. Meichtry im 200-m-Final. (si) Trotz einer Magenverstimmung hat sich Dominik Meichtry in Budapest in seiner Paradedisziplin 200 Meter Crawl für den EM-Final vom Mittwochabend qualifiziert. Der St. Galler zeigte in den Halbfinals eine starke Willensleistung und schlug als Achter in 1:48,92 an. (si) Dominik Meichtry, der seit Montagnachmittag über Übelkeit klagte und sich mehrere Male übergeben musste, steigerte sich gegenüber dem Vorlauf gleich um 1,3 Sekunden. Neben dem Olympia-Final vor zwei Jahren in Peking, in welchem er über 200 m Crawl den 6. Platz belegte, ist das Erreichen der Top 8 in Budapest erst Meichtrys zweite Final-Qualifikation an einem internationalen Langbahn-Grossanlass. Die Reserve auf den neuntklassierten Deutschen Tim Wallburger betrug allerdings nur zehn Hundertstel. Mit Abstand der Halbfinalschnellste über die vier Bahnlängen war der Deutsche Weltrekordhalter Paul Biedermann, der in 1:46,88 die Konkurrenz um neun Zehntel und mehr distanzierte. Anzeige . . Eine Enttäuschung setzte es am zweiten Wettkampftag in Budapest für die Brustspezialistin Stéphanie Spahn ab. Die 19-jährige Zürcherin ging ihr EM-Début forsch an. Nach guten ersten 50 Metern brach sie allerdings auf der zweiten Bahnlänge ein. Letztlich klassierte sich Spahn über 100 m Brust in 1:11,20 nur im 23. Rang; zur Halbfinal-Teilnahme fehlten ihr 0,61 Sekunden. Im Vorlauf über 1500 m Crawl blieb der in den letzten Tagen krank gewesene Schaffhauser Stefan Sigrist in 16:23,14 fast 50 Sekunden über seiner persönlichen Bestzeit, womit er sich nur als 21. und Letzter klassierte [Website] [OmegaTiming].

10.8. Lacourt schwimmt EM. (si) Der Franzose Camille Lacourt sorgte an den Europameisterschaften in Budapest für den ersten kontinentalen Rekord. Lacourt gewann über 100 m Rücken in 52,11, einzig der Weltrekordhalter Aaron Peirsol (USA) schwamm über diese Distanz je schneller. Der 25-Jährige aus Narbonne, der bisher an internationalen Grossanlässen noch nie eine Medaille gewann, distanzierte seinen zweitklassierten Landsmann Jérémy Stravius um mehr als 1,3 Sekunden. Die fünf Titel am zweiten Wettkampftag in der ungarischen Hauptstadt gingen an Schwimmer aus fünf verschiedenen Ländern. Neben Lacourt sicherten sich der Spanier Rafael Munoz (über 50 m Delfin), der Norweger Alexander Dale Oen (100 m Brust), die Schwedin Therese Alshammer (50 m Delfin) und die Britin Elizabeth Simmonds (200 m Rücken) EM-Gold [Website] [OmegaTiming].

10.8. «Meine Mutter spricht kein Englisch». (nzz) Der Weltrekordhalter Rafael Muñoz hat nichts anbrennen lassen am Montag. Er pflügte durchs Wasser mit kräftigem Zug, dann zog er an den Journalisten vorbei mit schnellem Schritt. Muñoz, ein Spanier von 22 Jahren, aufgewachsen in Andalusien, qualifizierte sich über 50 Meter Delphin standesgemäss als Erster für den Final vom Dienstag. Schliesslich ist er Weltrekordhalter. Aber mehr als ein paar nichtssagende Worte liess er sich nicht entlocken. Vermutlich wusste er, warum. Es ist nämlich durchaus umstritten, ob Muñoz überhaupt hätte starten dürfen an diesen Schwimm-Europameisterschaften. Genaugenommen hat er die Teilnahme dem Anti-Doping-Panel des Weltverbands Fina zu verdanken. Seit den Weltmeisterschaften letzten Sommer in Rom war er bei drei unangekündigten Dopingtests nicht auffindbar, was üblicherweise eine Sperre von zwei Monaten bis zwei Jahren nach sich zieht. Aber Muñoz wurde nicht gesperrt. Anzeige . . Letzte Woche hatte er sich vor drei Vertretern des Anti-Doping-Panels erklären müssen, er tat dies nicht alleine, sondern in Begleitung eines spanischen Arztes namens José Carlos Jaenes Sanchez. Der Arzt, ein Psychologe, teilte dem Panel mit, dass Muñoz sich zum Zeitpunkt des ersten verpassten Tests vergangenen Herbst in einem gemäss Fina-Statement «verwundbaren psychologischen Zustand» befunden habe. Das reichte dem Panel als Begründung. Die Fina sprach Muñoz frei – und teilte ihm die frohe Botschaft gleich im Anschluss ans Hearing mit. Das war eine aussergewöhnlich schnelle Entscheidfindung. Als wollte sie sich der eigenen Glaubwürdigkeit versichern, schrieb die Fina tags darauf: «Trotzdem hat Herr Muñoz zwei Tests verpasst.» Wenn das bis nächsten Sommer noch einmal vorkomme, müsse er Sanktionen befürchten. Das Problem mit dem Freispruch ist: Er kann als Präzedenzfall verstanden werden – und zwar im schlechten Sinn. Er sagt den Schwimmern: Macht euch mal keine Sorge, wenn ihr euren Aufenthaltsort ungenau angebt. Ihr könnt auch dreimal ungenau sein und müsst trotzdem keine Sperre befürchten. Erik van Heijningen, der Vorsitzende des Anti-Doping-Panels, widerspricht dem vehement, er sagt: «Wir haben uns nicht leichtfertig entschieden. Die Argumente des Arztes von Muñoz waren überzeugend. Wer das als Präzedenzfall deutet, unterschätzt unsere Intelligenz.» Das mag sein. Trotzdem hinterlässt der Entscheid einen schalen Nachgeschmack, weil ein Sportler mit einem Vergehen davonkam, das in anderen Fällen (zum Beispiel jenem der Leichtathletin Christine Ohuruogu) zu langen Sperren führte. Das Signal, das der Fall aussendet, ist gefährlich – und macht es der Fina nicht unbedingt leichter, die oft als zu lasch kritisierte Anti-Doping-Politik zu rechtfertigen. Cornel Marculescu versuchte es am Montag trotzdem, der NZZ sagte er: «Der Schwimmsport ist auf einem guten Weg. Es gibt ab und zu einen Unfall, aber im Grossen und Ganzen haben wir kein Dopingproblem.» Marculescu muss das so sehen. Er ist der Generalsekretär der Fina. Niemand behauptet, Muñoz sei gedopt gewesen. Aber er hat die simpelsten Regeln missachtet – wenngleich glaubhaft erscheint, dass er psychologische Probleme hatte. Die WM letzten Sommer hatte er in Marseille vorbereitet, wo er sich massenhaft Muskeln zulegte und im Nu sehr viel besser wurde – aber nicht glücklicher, wie er später sagte. Quellen aus Spanien berichten, dass es bei der Rückkehr von den WM fast zum Eclat gekommen sei: Der Verbandspräsident wollte, dass Muñoz mit seinen zwei Bronzemedaillen am Flughafen für die Fotografen posierte – Muñoz jedoch stieg in ein Taxi, ohne ein Wort zu sagen. Danach setzte er lange mit dem Training aus und war für niemanden erreichbar. Auch die Briefe der Anti-Doping-Behörden liess er unbeantwortet, weil er, wie er sagt, nicht zu Hause in Córdoba gewesen sei und dort keiner gemerkt habe, worum es sich bei den Schreiben handle. «Meine Mutter spricht kein Englisch.» Offenbar trug er sich mit dem Gedanken, die Karriere zu beenden und alles hinzuschmeissen, vorübergehend soll er zwecks Selbstfindung in einem Wohnwagen in Barcelona gehaust und regelmässig den Psychologen Sanchez aufgesucht haben. Der sagt, Muñoz habe nicht gewusst, was er mit seinem Leben anfangen solle. Es sieht aus, als wüsste er es wieder. Er will Medaillen gewinnen, am Dienstag ist er unangefochtener Favorit. Allein: Selbst wenn er siegt, kann er sich des Triumphs nicht sicher sein. In einem Mail teilte ein Sprecher der Welt-Anti-Doping-Agentur der NZZ mit, dass man die Fina um die Unterlagen zum Muñoz-Fall gebeten habe. «Wie bei jeder solchen Entscheidung», so der Sprecher, «haben wir auch hier das Recht, ans TAS zu gelangen.» Das TAS ist der Internationale Sportgerichtshof. Es ist nicht auszuschliessen, dass die Richter zu einem anderen Ergebnis kommen als die Fina. Wer während neun Monaten nicht mitteilt, wo er für Dopingtests zu erreichen ist, macht sich per se verdächtig. Jede Ausnahme davon wäre ein Schlupfloch, welche Gründe es für das Versteckspiel auch immer geben mag. cag. ⋅ Im normalen Leben sind 6 Sekunden ein Klacks, sie reichen beispielsweise nicht einmal, um sich anständig zu begrüssen. Aber der Spitzensport ist nicht das normale Leben, 6 Sekunden können dort eine Weltreise sein – oder der ganz und gar definitive Abschied von den in Ganzkörperanzügen erzielten Zeiten des Jahres 2009. 3:40,06 Minuten war der Deutsche Paul Biedermann im heissen Sommer von Rom über 400 Meter Crawl geschwommen, er wurde Weltmeister mit Weltrekord. Am Montag in Budapest war er viel langsamer, genaugenommen 6 Sekunden und 24 Hundertstel. In 3:46,30 wurde er Zweiter hinter dem erst 18-jährigen Franzosen Yannick Agnel (3:46,17) – der Überraschungsmann von 2009 liess sich schlagen vom Überraschungsmann 2010. Anzeige . . Agnel hatte schon an den Junioren-EM angedeutet, dass mit ihm zu rechnen ist, dreimal gewann er Gold. Aber sein Trainer war sich nicht sicher, ob er mit dem Druck bei der Elite bereits klarkommen würde. Wie sich herausgestellt hat, kommt er ganz gut klar. Wie er damit umgegangen sei, dass neben ihm der Weltrekordhalter schwimmt, wurde er gefragt. Und Agnel, ein langer Schlaks mit breitem Lachen, sagte: «Ich hatte einfach eine sehr alte Schwimmbrille angezogen, mit der man kaum etwas sieht.» Das stimmt vermutlich nicht, es wäre auch zu frech, aber ein Sieger darf sich ja wohl einmal ein Spässchen erlauben.

10.8. EM-Gold für französischen Teenager. (si) Erster Höhepunkt der Langbahn-EM in Budapest war das Duell über 400 m Crawl zwischen dem Deutschen Paul Biedermann und dem Franzosen Yannick Agnel. Etwas überraschend hatte Biedermann, der Weltrekordhalter über diese Distanz sowie Doppelweltmeister von Rom (200 und 400 m), gegen den erst 18-jährigen Agnel das Nachsehen. Der 2,01 m grosse und nur 80 kg schwere Teenager aus Nimes hielt Biedermanns Schlussangriff stand und triumphierte in persönlicher Bestzeit von 3:46,17. Biedermann schlug um 0,13 Sekunden später an. Agnel, der an den letzten zwei Nachwuchs-Europameisterschaften gleich achtmal Gold scheffelte, sicherte sich somit gleich in seinem ersten EM-Rennen bei der Elite die Goldmedaille. Der zweite Einzeltitel am ersten Wettkampftag der Schwimmer in der ungarischen Hauptstadt ging an die Britin Hannah Miley (400 m Lagen). In den Staffeln über 4x100 m Crawl triumphierten Russland (Männer) und Deutschland) (Frauen [Website] [OmegaTiming].
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9.8. Meichtry startet verhalten über 400 m an der EM. (si) Dominik Meichtry verpasste an den Europameisterschaften in Budapest über 400 m Crawl die Finalteilnahme deutlich. Seine Paradedisziplin findet aber erst am Dienstag statt. storybild Dominik Meichtry. Den Turbo noch nicht gezündet. (Bild: Keystone) Der 25-jährige St. Galler insistierte auf der zweiten Hälfte über 400 m Crawl nicht mehr und klassierte sich in mässigen 3:57,99 Minuten unter 31 Schwimmern nur im 25. Rang. Vorlaufschnellster war der Russe Nikita Lobinzew in 3:49,92, für die Qualifikation für den Final der besten acht war eine Zeit von unter 3:51 nötig. Meichtry zeigte sich nach seinem ersten EM-Einsatz nicht beunruhigt. Der Olympia-Finalist von Peking betrachtet den Einsatz über 400 m jeweils nur als Aufwärmrennen, sein wichtigster Einsatz steht mit den 200 m am Dienstag erst noch bevor. Auch Van Berkel ausgeschieden Neben Meichtry stand am ersten Wettkampftag in Budapest einzig noch Martina van Berkel im Einsatz. Die 21-jährige Zürcherin schlug über 200 m Rücken als Siegerin ihres Vorlaufs in persönlicher Saisonbestzeit von 2:16,66 an. Als 20. verpasste Van Berkel die Halbfinalteilnahme allerdings um fast zwei Sekunden. European Swimming Championships, Budapest, 4.-15.8.2010 [Website] [OmegaTiming].

9.8. Biedermann im Final. (afp) Trotz Problemen mit dem Wasser hat der zweifache Weltmeister Paul Biedermann die erste Hürde auf dem Weg zum anvisierten Doppel-Gold bei der Schwimm-EM in Budapest genommen. Der 24-Jährige aus Halle/Saale zog über 400 m Freistil in 3:50,07 Minuten als Vorlaufdritter ins Finale am Montagabend ein, war nach dem ersten Rennen im Becken auf der Margareteninsel inmitten der Donau aber alles andere als zufrieden. "Ich habe kein so gutes Gefühl wie noch bei der WM in Rom. Das Wasser hier ist weicher und wärmer, das liegt mir nicht so", sagte der Olympia-Fünfte und fügte mit leicht sorgenvoller Miene an: "Im Endkampf kann ich zwar noch etwas draufpacken, aber der Favorit bin ich nicht." Unter den Augen seiner Freundin, Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen, die auf der Tribüne die Daumen drückte, waren im Vorlauf nur der Russe Nikita Lobinzew (3:49,95) und der Brite Robbie Renwick (3:50,00) schneller als Biedermann. Frankreichs Shootingstar, der erst 18 Jahre alte Yannick Agnel, qualifizierte sich als Fünfter (3:50,27) für das Finale. . European Swimming Championships, Budapest, 4.-15.8.2010 [Website] [OmegaTiming].
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8.8. Lochte schlägt Phelps auch über 200 m Rücken. Ryan Lochte ist bei den US Trials in Irvine nicht zu stoppen. Der 26-Jährige bezwang den 14-maligen Schwimm-Olympiasieger Michael Phelps nun auch über 200 Meter Rücken. Als Michael Phelps erneut geschlagen das Becken verließ, hatte der US-Schwimmstar endgültig die Nase voll. Anzeige "Ich möchte das hier nie wieder machen", sagte der 14-malige Olympiasieger nach seiner zweiten Niederlage gegen Ryan Lochte innerhalb von 24 Stunden. Zum Abschluss der US Trials hatte es für den 25-Jährigen über 200m Rücken nur noch zu einem enttäuschenden vierten Platz gereicht. Zwar konnte Phelps wenig später schon wieder lachen, doch seine Motivationsprobleme wurden im kalifornischen Irvine einmal mehr deutlich. "Ich habe schon vorher geahnt, dass diese Woche nicht gerade spektakulär wird", sagte der Rekord-Olympionike, der zuletzt häufiger auf dem Golfplatz als im Wasser gesehen wurde. "Sagen wir es einmal so: Sein Training ist nicht so bodenständig", sagte selbst Trainer Bob Bowman. "Nur" drei Titel für Phelps Bei den US-Meisterschaften reichte es dann auch "nur" noch zu den drei Titeln über 200m Freistil sowie 100m und 200m Schmetterling. Die Show gestohlen wurde Phelps von Ryan Lochte, der mit ebenfalls drei Goldmedaillen und zweimal Silber erfolgreichster Akteur der Titelkämpfe wurde. "Ich habe Michael schon öfter geschlagen, aber noch nie in einem großen Rennen", sagte Lochte, nachdem er schon über 200m Lagen knapp vor seinem Rivalen angeschlagen hatte. Die Krönung folgte aber zum Schluss: Über die 200m Rücken gelang Lochte in der erstklassigen Zeit von 1:55,58 Minuten ein Start-Ziel-Sieg. "Als auf den letzten Metern die Konkurrenz immer näher kam, dachte ich nur: Super, jetzt wird es richtig eklig", sagte der Olympiasieger und versprach mit Blick auf die Pan-Pacific-Games (18. bis 22. August) an gleicher Stelle: "In zwei Wochen werde ich noch viel schneller sein." Superstar Phelps war da schon längst in der Umkleidekabine verschwunden. 10.000 Kilometer entfernt dürfte Paul Biedermann den Auftritt seines Rivalen mit besonderem Interesse verfolgt haben. Am Montag startet der Doppel-Weltmeister aus Halle in die EM in Budapest, im Blickpunkt stand dabei auch das Fernduell mit Phelps - zumal Biedermann gerade erst seine Weltjahresbestzeit über 200m Freistil an den Amerikaner verloren hat. In 1:45,61 Minuten war er 23 Hundertstelsekunden unter Biedermanns Zeit von den deutschen Meisterschaften geblieben. "Ich möchte einen schönen Gruß nach Amerika schicken", sagte Biedermann dann auch süffisant vor seinem ersten Start: Priorität in Ungarn hat für mich der Titel, aber nach dem Wettkampf über 200m Freistil möchte ich auch wieder die Jahres-Weltbestzeit haben." US National Championships, Irvine, 3.-7.8.2010 [OmegaTiming]
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7.8. Lochte schlägt Phelps über 200 Meter Lagen. Der 14-malige Olympiasieger Michael Phelps hat sich bei den US Trials in Irvine/Kalifornien über 200 Meter Lagen seinem Landsmann Ryan Lochte beugen müssen. Ryan Lochte hat den 14-maligen Olympiasieger Michael Phelps bei den US Trials im kalifornischen Irvine besiegt. Anzeige Drei Tage nach seinem 26. Geburtstag gewann Weltmeister Lochte die 200m Lagen in der Welt-Jahresbestzeit von 1:54,84 Minuten vor Phelps, der in 1:55,94 immerhin noch die zweitbeste Zeit des Jahres auf dieser Distanz erzielte. "Ich habe Michael schon öfter geschlagen, aber noch nie in einem großen Rennen", sagte Lochte, in Peking Olympiasieger über 200 m Rücken und mit der US-Freistil-Staffel: "Der Schlüssel ist der Wechsel von Brust auf Freistil, da muss man ihn hinter sich haben. Wenn Michael mit Vorsprung auf die Freistil-Bahn geht, gibt es kaum eine Chance, ihn zu halten." Phelps hatte das Rennen vom Start weg auf der Schmetterlings- und der Rückenbahn angeführt, ehe Lochte auf der dritten Bahn (Brust) aufschloss und mit einer knappen halben Sekunde Vorsprung auf Freistil wechselte. Phelps hat in Irvine bislang die Rennen über 100 und 200m Schmetterling sowie über 200m Freistil gewonnen. Der Titel über 100 m Schmetterling war sein insgesamt 50. bei US-Meisterschaften.US National Championships, Irvine, 3.-7.8.2010 [OmegaTiming]

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