Swim News Juli bis September 2000

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September 2000

Line element 30.9. Taschendiebe unter Wasser: Von Kunst- und etwas weniger korrekten Griffen im Wasserball-Pool

Nahrungs-Ergänzungsstoffe sind vielfach illegal und undeklariert mit Doping-Mitteln verseucht. Dieses bestehende Problem bestätigte der Kölner Biochemiker Wilhelm Schänzer mit dem Ergebnis einer wissenschaftlichen Testreihe an der Deutschen Sporthochschule (DSHS) Köln. Schänzer warnt als Leiter des IOC-akkreditierten Instituts für Biochemie Freizeit- und Leistungssportler vor dem Verzehr von Kraftdrinks und -pulvern, mit denen der "Markt derzeit regelrecht überschwemmt wird". Dies berichtet das Hamburger Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" in seiner neuesten Ausgabe. Anlass für die Studie war nach Angaben des Magazins der starke Anstieg von Dopingfällen mit Nor-Androstendion (Nandrolon) im vergangenen Jahr. 1999 registrierte das Internationale Olympische Komitee (IOC) allein 350 Nandrolon-Fälle. Darunter waren prominente Leichtathleten wie der britische Sprint-Olympiasieger Linford Christie oder die ehemalige 200-Meter-Weltmeisterin Merlene Ottey aus Jamaika. Das Problem kontaminierter Kraftnahrungsmittel ist seit längerem bekannt. Unter anderem begründete der Nürnberger Fussball-Profi Thomas Ziemer seinen Dopingverstoss damit, er habe Ergänzungsstoffe zu sich genommen. Line element 29.9. Der Marokkaner Mustafa Larfaoui als Präsident der FINA wieder gewählt. Europa ist im neuen FINA Bureau durch Bartolo Consolo (ITA / LEN Präsident), Gennady Aleshin (RUS / LEN Vice-President), Nory Kruchten (LUX / LEN Hon. Secretary), Sven Folvik (NOR / LEN Hon. Secretary), Rafael Blanco (ESP / LEN Bureau Member), Francis Luyce (FRA/ LEN Bureau Member) und Gunnar Werner (SWE / FINA Past Honorary Secretary) vertreten ( vollständige Liste [Word]). Bartolo Consolo bekleidet als Nachfolger von Gunnar Werner das Amt des FINA Honorary Secretary; Gennady Aleshin ist neu Vice-President.
Der nächste FINA General Congress soll erst im Zusammenhang mit den Weltmeisterschaften 2005 stattfinden. Dies bedeutet, dass das FINA Bureau und alle Committees bis zum Jahr 2005 im Amt bleiben. Die vollständige Pressemitteilung der FINA (Word), die auch einige Beschlüsse des FINA-Kongresses und eine Foto der Sidney Town Hall beinhaltet, können Sie hier abrufen. Line element 27.9. Anabolika aus dem Internet - Risiken werden von Anbietern verschwiegen Doping - dies ist nicht nur das Problem einiger Olympioniken in Sydney. Auch Freizeitsportler haben zunehmend den Wunsch nach einem muskulösen Körper und grossen sportlichen Leistungen. Bereits Jugendliche greifen immer häufiger zu Mitteln, von denen sie sich einen schnellen Muskelzuwachs und einen rapiden Leistungsschub versprechen. Bestellt werden die Präparate häufig per Internet. "Zwischen 200 000 und 300 000 Sportler nehmen in Deutschland nach Schätzungen des Apothekerverbandes regelmässig Anabolika und andere Stoffe. Bis zu 45 Prozent der Besucher von Sportstudios versuchen damit ihren Muskelaufbau zu steigern". Insbesondere vor Angeboten aus dem Internet wird gewarnt. Sich per Mausklick Tabletten und Ampullen zu beschaffen, sei zwar ausgesprochen leicht, aber ebenso gefährlich. "Haarsträubende Seiten darüber, wie man sich Schritt für Schritt ganz einfach selbst spritzen kann, welche Kanülenlänge die vermeintlich richtige ist und wo geeignete Injektionsstellen in der Oberarm- oder Oberschenkelmuskulatur und im seitlichen Gefässmuskelbereich sind, kann man hier finden", kritisiert der Apothekerverband. Dass man bei den Injektionen Gefässe und Nerven verletzen kann, die zu vegetativen Störungen der Nervenfunktionen führen, werde hier ebenso verschwiegen wie andere mögliche Komplikationen. Die Anbieter der Dopingcocktails informierten nicht über das Risiko von Unfruchtbarkeit, Lebererkrankungen, Herzschäden, Hodenschrumpfungen oder Prostatakrebs beim Mann. Sport sei das wichtigste Gesunderhaltungsmittel. Bei der Einnahme von Dopingmitteln werde jedoch der Gesundheitsaspekt ad absurdum geführt. Line element 27.9. Spitzensport und Pailletten: Die Synchronschwimmerinnen Perk und Schmid im Kampf gegen Vorurteile

Italienische Schwimmer gedopt? Jetzt gibt es auch Vorwürfe gegen italienische Athleten und zwar aus Italien selber: Sie sollen Wachstumshormone genommen haben. "Pulito" heisst auf Italienisch sauber, und "pulitissimo" absolut sauber: So ist der italienische Schwimmsport nach den Worten von Gianni Petrucci, Präsident des Nationalen Olympischen Komitees Italiens (Coni). Drei Goldmedaillen, eine silberne, drei bronzene: die Ausbeute bei den Olympischen Spielen in Sydney schlug alle Erwartungen, liess die Medien sich überschlagen, ohne dass Stimmen zum Schweigen gebracht wurden, die "Doping" murmelten. Jetzt goss der Journalist Eugenio Capodaqua, der als der grösste Dopingkenner Italiens gilt, in der Zeitung "La Repubblica" Öl ins Feuer. Er erinnerte an eine Untersuchung, nach der von 538 vor Sydney getesteten Athleten seines Landes 61 Gesundheit gefährdende Werte aufwiesen. 50 Athleten lagen an der Grenze. Fünf Nanogramm pro Milliliter Blut bei den Männern und zehn bei den Frauen beträgt der Anteil des Wachstumshormons in der Regel - bei Schwimmern und Kanuten lagen die Spitzenwerte bei 17 Nanogramm. Über die Ende Juli vorgelegte Untersuchung des Coni berichtete am 8. September der "Corriere della Sera": 30 Prozent der Sportler gefährdeten ihre Gesundheit. Eine Woche darauf reagierte Gesundheitsminister Umberto Veronesi. Er versprach eine Kommission, die das klären sollte. Dann kamen die Olympiasiege - und die Zweifel. Olympiasieger wie der Schwimmer Domenico Fioravanti schwören allerdings, sie seien sauber. Das ist vorerst nicht zu widerlegen. Line element 26.9. FINA nicht nur mit Amateuren: Am FINA-Kongress in Sidney ist im Namen der "Fédération Internationale de Natation Amateur" (endlich) das Wort "Amateur" gestrichen worden. Die Abkürzung bleibt, wie sie bisher war (FINA). Weitere Informationen über internationale und nationale Verbände finden sich auf der News-Seite "FINA/LEN/SOV/....". Line element 25.9. Tag der Wasserratten: Grant Hackett verhindert den Hattrick Kieren Perkins' über 1500 m Line element 22.9. Die EU-Kommission und das Europäische Parlament machen gemeinsam Front gegen Doping im Sport. Die Brüsseler Behörde hat jetzt 2,5 Millionen Euro (etwa fünf Millionen DM) für 15 Pilotprojekte bis Ende 2001 bewilligt. Mit Informationskapagnen und Aktionen zur Harmonisierung der Dopingbekämpfung auf europäischer Ebene will die EU das Thema stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken. Unter den 15 Projekten wurden auch vier deutsche Vorschläge ausgewählt: Die Sporthochschule Köln und die Universität Erlangen-Nürnberg bemühen sich in getrennten Studien um eine EU-weite Harmonisierung des Kenntnisstandes über die gesundheitlichen Auswirkungen durch Doping sowie die internationalen Regeln gegen die Manipulation im Sport. Der Deutsche Leichtathletik-Verband will sich in der Doping-Prävention bei seinen Athleten engagieren, das niedersächsische Innenministerium will die Dopingpraxis in kommerziellen Sport- und Fitnessstudios unter die Lupe nehmen. Das Europäische Parlament hat seinerseits im Zuge des am 1. Dezember 1999 verabschiedeten Förderplans zur Bekämpfung des Dopings für das Jahr 2000 etwa zehn Millionen DM bewilligt. Zum Ende des kommenden Jahres sollen eine Bestandsaufnahme der Entwicklung und die Auswertung der Pilotprojekte und Ergebnisse veröffentlicht werden. Line element Olympiaberichterstattung Sydney 2000

Line element 22.9. Interview mit Flavia: "Ich wusste, dass ich das kann"
Flavia Rigamonti, haben Sie ihre Muskeln von den Strapazen gelockert?
(laut) Nein, nichts mache ich mehr, jetzt habe ich vier Wochen Ferien, jetzt will ich nicht mehr schwimmen und nichts mehr vom Schwimmen hören.
Ein vierter Rang war noch nie etwas Sympathisches, ein vierter Rang an Olympischen Spielen aber vielleicht schon?
Ja, sicher. Und anscheinend finden das alle hier auch, ich muss Fernseh- und Radiointerviews in etwa vier Sprachen geben. Ja, ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung. Ich finde wirklich, es ist nicht ein verlorener dritter Rang, sondern ein gewonnener vierter. Als ich die Zeit gesehen habe, konnte ich erst gar nicht glauben, dass ich so schnell war. Aber jetzt bin ich völlig erledigt, ich glaube, ich brauche ein Jahr Erholung.
Sind Sie schon einmal so an Ihre Grenzen gegangen?
Nein, ich glaube nicht. Ich konnte nicht einmal mehr denken. Der Start war so hyperschnell, und alle waren vor mir, dass ich gleich von Anfang an über meinem Rhythmus geschwommen bin. Es war sicher kein ideales Rennen für mich, ich bin einfach noch nicht gewohnt, ein ganzes Rennen so zu schwimmen. Ich konnte beispielsweise überhaupt nicht mehr reagieren, als Kaitlin Sandeno auf den letzten 200 m wieder schneller wurde. Zuletzt hat mir alles so weh getan, dass ich nichts mehr gespürt habe.
Überraschten Sie sich selber mit diesem Tempo?
Zuletzt schon. Nach 600 m hatte ich eben zu Sandeno aufgeschlossen.
Hatten Sie da geglaubt, dass Sie sie noch überholen und auf den Bronzeplatz schwimmen können?
Zuerst schon, aber schneller ging es dann doch nicht mehr.
Welche Zeit wollten Sie eigentlich erreichen?
8:26, das war mein Ziel, ich wusste, dass ich das kann. Aber irgendwie war es ein so kompliziertes Rennen.
Wieso kompliziert?
Weil ich von Anfang an den anderen hinterherschwimmen musste.
Was bedeutet Ihnen mehr, Ihre Zeit oder Ihre Rangierung? Ich weiss gar nicht, ich bin mit beidem zufrieden. Ein vierter Platz ist vielleicht für eine Australierin oder eine Amerikanerin eine Katastrophe. Aber nicht für mich. So viele vierte Olympiaplätze hat es für die Schweizer Schwimmerinnen ja noch nicht gegeben (es war der erste, Red.).
Ihre Aussichten sind gut: An der nächsten WM können Sie auch über 1500 m starten . . .
Ah nein, daran will ich jetzt gar nicht denken, ich will jetzt nur Ferien, Ferien, Ferien. (Interview: mos./TA)

22.9. Flavia Rigamonti beendete den 800m-Final in Sydney auf dem vierten Platz. Olympiasiegerin wurde überlegen die Amerikanerin Brooke Bennett. Die 19-jährige Tessinerin Flavia Rigamonti zeigte im Final über 800 m Crawl ein starkes Rennen, für eine Medaille war die Leistung aber dennoch nicht gut genug, und letztlich reichte es der Schweizerin nur zum 4. Platz. Der Sieg ging an die Amerikanerin Brooke Bennett, die vor Jana Klotschkowa aus der Ukraine und ihrer Teamkollegin Kaitlin Sandeno gewann. Die insgeheim gehegten Medaillenträume gingen nicht in Erfüllung: Um 3,25 Sekunden war die Schweizerin schneller als bei ihrem bisherigen Rekord, den sie am 6. Juli an den Europameisterschaften in Helsinki aufgestellt hatte. Dort war Rigamonti als erste Schweizer Schwimmerin Europameisterin geworden. Zur Bronzemedaille fehlten Rigamonti 1,62 Sekunden. Es wäre erst die zweite Schweizer Olympia-Medaille im Schwimmen gewesen. Die bisher einzige Auszeichnung geht nach wie vor auf 1984 zurück, als Etienne Dagon in Los Angeles Bronze über 200 m Brust gewann. An der Spitze war die 20-jährige Amerikanerin Brooke Bennett ungefährdet. Wie schon vor vier Jahren in Atlanta gewann sie erneut Gold. Den mittlerweile elf Jahre alten Weltrekord von Janet Evans verpasste Bennett um rund dreieinhalb Sekunden. In Sydney hat Brooke Bennett schon über 400 m Crawl gewonnen.

22.9. Lagenstaffel mit Schweizer Rekord. Trotz eines neuen Schweizer Rekordes in 3:42.78 reichte es der Lagenstaffel der Herren nur zum 16. Platz und vorzeitigem Aus in den Vorläufen.

Verwirrung im Kleiderschrank: Die Kleiderprobleme des Ian Thorpe

Forza Flavia

Inge de Bruijns Erfolgsstory ist ein Buch mit sieben Siegeln: Drei Divas unter sich Line element 21.9. Thorpe mit Infektion der Atemwege. Ian Thorpe leidet seit Montag an einer Erkältung: Kopfweh, entzündeter Hals und leichtes Fieber, teilte der australische Teamarzt Brian Sando mit. Die beginnende Infektion habe seine Leistungsfähigkeit sicher beeinträchtigt. Da es sich um eine virale Infektion handelt, kann man sie nicht behandeln [mit einem Antibiotikum] nur die Symptome lindern.

Flavia Rigamonti steht im Final über 800 Meter Crawl: Die Tessiner Schwimmerin Flavia Rigamonti hat sich mit der viertschnellsten Zeit der Vorläufe für den 800-Meter-Crawl-Final qualifiziert. Rigamonti verpasste in 8:30,44 ihren Schweizer Rekord um 1,28 Sekunden. Nicht qualifiziert hat sich die zweite Schweizerin Chantal Strasser. Sie belegte nach den Vorläufen Rang 11. Bei den Männern schied der Langenthaler Christophe Bühler vorzeitig aus. Über 50 Meter Crawl belegte er in enttäuschenden 23,15 nur Rang 31. Ebenfalls ausgeschieden ist der Delfinspezialist Philippe Meyer. Er blieb über 100 Meter deutlich über seinem eigenen Rekord.

De Bruijns 10. Streich: Es wird selbstverständlich, aus dem Aquatic Center täglich von Weltrekorden zu berichten. Am 5. Wettkampftag war die Reihe nicht an Pieter van den Hoogenband, der sich gegen Popow, Klim und Amerikas Enfant terrible Hall jr. schadlos hielt, sondern wieder einmal an der 27-jährigen Holländerin Inge de Bruijn, die im Halbfinal des 100-m-Crawlsprints ihre eigene Bestleistung knapp unterbot. Es war übrigens ihre zehnte Rekordverbesserung seit Mai; und die Dame scheint noch weitere Kraftreserven zu haben. Im Gegensatz zu den nach wie vor unter «ferner liefen» klassierten Deutschen etabliert sich Italien unmittelbar hinter Holland als zweitstärkster Verband Europas. Brustschwimmer Fioravanti setzte seinem historischen Sieg noch einen drauf, der taubstumme Parkin gewann Silber. Und Australien? Rekordhalterin Susie O'Neill (von Misty Hyman besiegt) wie Michael Klim und die Damen-Staffel konnten die hohen Erwartungen nicht erfüllen. Die USA ziehen in der Medaillenwertung davon.

Franzi: Zum Liebling der Nation und zurück

Das Ende einer Ära: Van den Hoogenband löst Popow vollends an der Spitze der Sprinter ab

Die Haifischhaut garantiert hohe Tempi und lenkt von der Dopingfrage ab

Meer - Fluss - Teich - Wonderpool: Unablässige Fortschritte im Schwimmsport zwischen Athen 1896 und Sydney 2000

Schweizerische Schwimmvereinigung der Behinderten sagt Meisterschaft ab: Die für den Herbst dieses Jahres geplante Schweizermeisterschaft im Schwimmen für Körper- und Sehbehinderte in Kreuzlingen wird leider abgesagt.

Leichen als Dopinglieferanten: Nach Berichten eines französischen Wissenschaftlers gehen Sportler immer mehr dazu über, das natürlich im Körper vorkommende Hormon EPO von Leichen entnehmen zu lassen und damit ihre Leistungsfähigkeit zu erhöhen. Das Hormon Erythropoietin (EPO) werde als Sekret von den Nieren und der Leber ausgeschieden und sei für die Benutzer wirksamer als das künstlich hergestellte EPO, berichtete der Sportarzt Van Den Steene dem auf Medizin spezialisierten französischen Fernsehsender Sante-Vie-Plus am Mittwoch. Vorteil für die Benutzer des natürlichen EPO sei ausserdem, dass die herkömmlichen EPO-Tests das natürliche Hormon "weitaus schwieriger nachweisen können als das künstlich hergestellte." Es vermische sich leichter mit dem Blut als der artifiziell herstellte Stoff. Das bislang künstlich hergestellte EPO-Präparat zählt bei den Ausdauerathleten zu den wirksamsten leistungssteigernden Drogen. Das Mittel vermehrt die Zahl der roten Blutkörperchen und sorgt damit für einen erhöhten Sauerstofftransport im Körper.

Heyns zieht sich vom Schwimmsport zurück und wird Predigerin. Die als sehr religiös bekannte südafrikanische Brust-Weltrekordlerin plant, nachdem ihre Karriere am Mitttwoch scheinbar beendet schien, ihre Schwimmbrille an den Nagel zu hängen und statt dessen die Bibel zu predigen.

Van den Hoogenband überlegen. Der Holländer Pieter van den Hoogenband hat nach den 200 m auch die 100 m Crawl für sich entschieden. Der Medizinstudent schlug in der Königsdisziplin im Schwimmen in 48,30 an, verfehlte aber seinen am Vortag aufgestellten Weltrekord um 46 Hundertsel. Zweiter mit 39 Hundertsteln Rückstand wurde der Russe Alexander Popow, der Doppel-Olympiasieger von Barcelona und Atlanta. Inge de Bruijn stellte in den Halbfinals über 100 m Crawl einen neuen Weltrekord auf. Die Holländerin verbesserte in 53,77 Sekunden ihre eigene Bestmarke um drei Hundertstel. Line element 20.9. Platel und Czaplicki in den Vorläufen ausgeschieden. Sowohl der Lagenspezialist Yves Platel als auch die Brustschwimmerin Agata Czaplicki überstanden die Vorläufe nicht. Platel schlug über 200 m in 2:05,19 lediglich als 28. an und verpasste den letzten der 16 Halbfinalplätze um nahezu zwei Sekunden. Die erst 17-jährige Tessinerin Czaplicki zahlte auch bei ihrem zweiten Einsatz in Sydney Lehrgeld. Im 35-köpfigen Vorlauffeld reichte ihre selbst für Schweizer Verhältnisse mässige Zeit von 2:32,98 nur zu Rang 22. Die Tochter des Atlantide-Trainers Jerzy Czaplicki blieb dabei 1,86 Sekunden über ihrem Landesrekord. Für Platel war der Einsatz über 200 m Lagen zugleich ein wettkampfmässiger Test für das Rennen mit der Schweizer 4x100-m- Staffel am Freitag.

Doppel-Olympiasiegerin Klotschkowa und die Moral der Schwimmgeschichte

Fioravanti und Rosolino bescheren Italien einen kompletten Medaillensatz Line element 19.9. Grenzenloser Jubel bei den Australiern nach dem Prestigesieg gegen das US-Team. Australiens Crawl-Staffel setzte über 4x200 m neue Rekordmassstäbe und deklassierte auf dem Weg zur vierten australischen Goldmedaille das US-Quartett um Längen. Pieter van den Hoogenband stellte seinen dritten Weltrekord innerhalb von 24 Stunden auf. Am Ende reckten sie im Blitzgewitter der Fotografen die Fäuste aus dem Wasser. Ian Thorpe, Michael Klim, Todd Pearson und William Kirby, jene vier Crawler, die soeben ihren eigenen Weltrekord vom 25. August 1999 um 1,74 Sekunden unterboten hatten. Mit stolzgeschwellter Brust defilierten sie an den 17 5000 Zuschauern vorbei zur Siegerehrung. Auf diesen Gang warteten die Australier 44 Jahre lang. Der Prestigesieg war zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. Thorpe startete im Stile eines "Thorpedos" ins Rennen und hatte seinen nächsten Verfolger, den Briten Edward Sinclair, schon nach den ersten 200 m um rund dreieinhalb Sekunden distanziert. Als Michael Klim den Vorsprung noch ausbaute, stellte sich eigentlich nur noch die Frage nach der Grösse des Vorsprungs. Letztlich handelte sich der Erzrivale aus Amerika einen Rückstand von weit über fünf Sekunden ein. Bitter für den einstigen Dominator, der die Konkurrenz seit der Einführung 1924 zwölfmal für sich entschieden hatte. Einer genoss den Erfolg wohl im besonderen Masse: Ian Thorpe. Der 17-jährige Ausnahmeschwimmer und Publikumsliebling zeigte sich von der Niederlage im 200er gegen Pieter van den Hoogenband gut erholt. Mit seiner nunmehr dritten Goldmedaille steht "Thorpey" ab sofort auf der selben historischen Ebene wie Murray Rose und Shane Gould. In den Einzelwettbewerben elektrisierte Pieter van den Hoogenband die Massen im Aquatic Centre erneut. Der 22-jährige Holländer "flog" im 100-m-Halbfinal der Crawler zu seinem dritten Weltrekord innerhalb von 24 Stunden. Mit einer grandiosen Leistung durchbrach er als erster Mensch die 48er-Schallgrenze. Den nur dreitägigen Weltrekord des Australiers Michael Klim senkte er dabei um 34 Hundertstel auf die Fabelzeit von 47,84. Mit dem Maastrichter können derzeit selbst Grössen wie Klim (48,80) und der vierfache russische Olympiasieger Alexander Popow (48,84) nicht mithalten. Die Geniestreiche von "VdH" sind allmählich von ähnlicher Frequenz wie an der EM 1999 in Istanbul, wo er sechsmal Gold gewann. Susie O'Neill bescherte den "Aussies" am vierten Wettkampftag den dritten Olympiasieg. Über 200 m Crawl schlug die 27-Jährige, deren Vorzüge eigentlich im Delfinbereich liegen, um einen Wimpernschlag vor der Slowakin Moravkova an. Am selben Abend zog sie über 200 m Delfin als Tagesbeste in den Final ein. Alles deutet darauf hin, dass sie ihrem Übernamen "Miss Butterfly" alle Ehre erweisen wird und ihren Olympiasieg von Atlanta wiederholt.

Karel Novy mit 50.19 über 100 m Freistil nicht im Halbfinal.

«Hoovercraft» - Hollands Antwort auf Thorpe Line element 18.9. Der Schwimmer Ian Thorpe widersteht dem hohen Erwartungsdruck und degradiert die Gegner zu Statisten.

Der Rheintaler Remo Lütolf mitten in der Weltelite der Brustschwimmer.

Thorpe geschlagen. Am dritten Finaltag wurde nichts aus der dritten Goldmedaille für den einheimischen Ian Thorpe: Der 17-jährige bezog im Duell über 200 m Crawl gegen den Holländer Pieter van den Hoogenband eine deutliche Niederlage. Bei der letzten Wende hatten die beiden zwar noch auf den Hundertstel gleichauf gelegen, doch auf den letzten 50 m setzte sich der Holländer klar durch. Van den Hoogenband siegte in 1:45,35, womit er seinen erst am Vortag aufgestellten Weltrekord egalisierte.

Nandrolon-positiv getesteter Schwimmer war in Sydney am Start. Ceza Badita, rumänischer Meister über 200 und 400 Lagen, wurde am Mare-Nostrum-Meeting in Monte Carlo (20.5.) mit Nandrolon im Urin erwischt - das Resultat liegt seit spätestens 10. August bei der FINA. Gemäss FINA-Regeln müsste er eigentlich für 4 Jahre gesperrt sein. Was seither geschah ist konfus. Das Resultat wurde dem rumänischen Schwimmverband mitgeteilt, welcher entschied, Badita sei unschuldig. Das FINA-Doping-Panel unter der Leitung des Deutschen Harm Beyer hob die Suspension vorübergehend auf bis in einem Hearing die Appelation des rumänischen Schwimmverbands behandelt wird. Das Hearing findet erst nach Sydney statt. Das Resultat: Ein gedopter Schwimmer darf in Sydney starten. Line element 17.9. Resultate der Swiss Masters Championships (16./17.9.2000, Plan les Ouates)

2 Schweizer Rekorde aber kein Final: Flavia Rigamonti wird 9. über 400 m Freistil (4:11.77), Yves Platel 18. über 400 m Lagen (4:22.38).

Remo Lütolf 8.: Der Rheintaler Remo Lütolf, der als erster Schweizer seit 1988 wieder einen Olympia-Final im Schwimmen erreicht hat, musste sich im Endlauf über 100 m Brust mit dem 8. Schlussrang begnügen. Lütolf schlug in 1:01,88 an und verpasste damit seinen Schweizer Rekord, den er am Vortag in den Halbfinals aufgestellt hatte, um sieben Hundertstel. Nach Hälfte der Distanz lag Lütolf allerdings noch ganz hervorragend im Rennen. Der als Schnellstarter bekannte Ostschweizer wendete als Zweiter, doch auf den zweiten 50 m zogen sämtliche Gegner an ihm vorbei. Der Sieg ging an den Italiener Domenico Fioranvanti (1:00,46), der vor Ed Moses (USA) und Roman Sludnow (Russ) gewann. Die letzten Schweizer Finalisten vor Lütolf waren vor zwölf Jahren die beiden Crawlsprinter Dano Halsall und Stephane Volery gewesen. An den Sommerspielen von Seoul erreichten diese beiden über 50 m die Ränge 4 und 5. Line element 16.9. Remo Lütolf im Final über 100 m Brust.Im Halbfinal pulverisiert Remo seinen Schweizer Rekord und erreicht in 1:01.81 als 8. das Final (Sonntag).

Ab 16.9. Olympiaberichterstattung des TA: [Netscape] [Explorer] (bleibt oben in der Link-Liste)

Resultate und Berichte vom Olympic-Server in Sydney: S. ebenfalls Link-Liste oben.

Frauen an der WM über 1500 m. Die Technische Kommission der FINA beschloss in Sydney, die 1500-m-Strecke für Frauen ins WM-Programm aufzunehmen. Erstmals soll die Disziplin im kommenden Jahr in Fukuoka (Jpn) zur Austragung kommen. Den WR über diese Disziplin hält die Amerikanerin Janet Evans mit 15:52.10 (1998). Den SR hält Flavia Rigamonti mit 16:28.49 (1999). Line element 15.9. Alle warten auf die Leistungsexplosion der Schwimmer

Einsatzplan und Resultate der Schweizer Schwimmer

Lütolf steigt als erster ins Rennen - Platels Start praktisch sicher. Line element 14.9. Ab 2001: Männer an Synchron-WM zugelassen. Erstmals gehen bei den Schwimm-Weltmeisterschaften 2001 gemischte Teams im Synchronschwimmen an den Start. Die Männer waren bis heute von den Wettbewerben der FINA ausgeschlossen. "Das ist das Beste, was mir zu diesem Zeitpunkt passieren konnte", erklärte Bill May, der bekannteste Synchronschwimmer. Bislang durfte der US-Amerikaner mit seinen weiblichen Kollegen nur bei Wettbewerben in seinem Heimatland oder bei Goodwill Games antreten. "Die Starterlaubnis für Männer ist ein natürlicher Prozess. Dadurch wird die Qualität der Choreographie weiter steigen", betonte der US-amerikanische Coach Chris Carver. Im kommenden Jahr wird das technische Organisations-Komitee der Fina die genauen Regeln für die Wettbewerbe im Synchronschwimmen bei der WM 2001 festlegen.

Neu: www.remoluetolf.ch

Thomas Bach neuer IOK-Vizepräsident - Denis Oswald in die Exekutive gewählt Line element 13.9. Schwimmen: Die Olympiateilnehmer der teilnehmenden Länder

Doping im Spitzensport als gesellschaftliches Problem: Das Doping-Problem aus juristischer Sicht. Die Schwächen der Dopingbekämpfung aus juristischer Sicht

Dopingkontrolleure im Vorfeld der Spiele oft vor verschlossenen Türen. (sid) Halb verwundert, halb amüsiert verfolgte die australische Dopingagentur Asda die Flucht einiger Teilnehmer vor einer Blitzaktion im Vorfeld der Olympischen Sommerspiele in Sydney. "Einige haben interessante Dinge getan. Es war für uns eine aufschlussreiche Zeit, und wir haben uns sehr gut geschlagen", sagte Asda-Sprecherin Vicki Kapernick. So haben die Dopingfahnder bei Trainingskontrollen zwischen dem 2. und dem 10. September in den Quartieren rund um Sydney nicht selten vor verschlossenen Türen gestanden. Oder die Athleten waren einfach nicht da. "Wahrscheinlich haben einige ihre Anreise einfach verschoben", sagte Kapernick. Die Asda-Sprecherin erklärte, dass es in diesen Fällen keine weiteren Ermittlungen geben werde. Athleten, die Tests verweigern, drohen genauso Sperren von bis zu zwei Jahren wie denjenigen, deren Urinproben Spuren verbotener Substanzen aufweisen. Anders sei dies bei Athleten, die nicht erreicht werden können. Eine Sanktion erscheint unwahrscheinlich. Insgesamt sind von der Asda 211 Trainingskontrollen vorgenommen worden. Wie am Rande der IOK-Session bekannt wurde, wird die Medizinische Kommission des Internationalen Olympischen Komitees die EPO- Tests spätestens am Abend vor dem jeweiligen Wettbewerb des zu kontrollierenden Sportlers abnehmen. Die Kontrolle stellt eine Kombination aus Blut- und Urintest dar, wurde erst vor Monatsfrist vom IOK verabschiedet und von Kritikern bereits als unzureichend beschrieben. Line element 12.9. Michelle Smith de Bruin bedauert. In einem Interview mit dem irischen Radio bedauert sie, dass sie in Sydney nicht mit dabei sein kann. Die Mutter der 10-monatigen Emma, gab zu, dass sie in letzter Zeit von der Erziehung abgelenkt werde - zum ersten Mal seit Barcelona könne sie nicht mit machen. Smith De Bruin wurde 1998 von der FINA wegen Manipulation einer Urinprobe mit Whisky für 4 Jahre gesperrt (Mehr Infos: im Doping Archiv suchen nach Smith). Im Interview beteuerte Smith de Bruin einmal mehr ihre Unschuld.

NZZ 12.9. Kein weiterer Exploit der Schweizer Wasserballer: Rang elf unter zwölf EM-B-Teams
skl. Die EM sei eine der erfolgreichsten der Schweizer gewesen, resümierte Hans Frey, der Technische Koordinator, den Auftritt der Wasserballer am B-Turnier auf Malta. Seine Aussage zu der am Sonntag abgeschlossenen Endrunde, in welcher die Schweizer Platz elf unter zwölf Teams belegten, verdeutlicht, warum das Team von Nico van der Voet nicht an den A-EM von 2001 teilnehmen wird. Dazu hätte der achte Rang erreicht werden müssen. Angesichts der miserablen Resultate der vergangenen Jahre war bereits der Gruppensieg in der Qualifikationsrunde im Mai als grosser Erfolg gewertet worden. Die Spieler, allesamt Amateure, hatten den Kopf nicht mehr frei für einen weiteren Exploit.
Dass ein solcher möglich gewesen wäre, lässt der Umstand erahnen, dass gegen keinen Widersacher mit mehr als drei Toren Differenz verloren wurde. Noch vor zwei Jahren hatten die gleichen Teams ausser Reichweite gelegen. Die Schweizer offenbarten aber gegen Ende des Turniers konditionelle Mängel. Im Frühjahr in Skopje waren sie gerade in diesem Bereich der Konkurrenz überlegen gewesen. Die körperlichen Vorzüge wären nötig gewesen, um die fehlende Routine des jungen Teams wettzumachen. Nationalcoach Van der Voet, ein früherer holländischer Internationaler, hatte bereits vor dem Turnier befürchtet, der Mannschaft könnte die Geduld fehlen. Gegen Dänemark (9:9) wurde eine 7:3-Führung noch preisgegeben, gegen die Türkei (ebenfalls 9:9) zu fehlerhaft agiert. Mit zwei Siegen wären die Schweizer unter den ersten acht klassiert gewesen. In den wichtigen Momenten sei gedanklich zu langsam reagiert worden, meinte Center Jan Lienheer. Bleibt die Mannschaft zusammen, arbeitet sie hart und besucht internationale Turniere, sei ein weiterer Leistungssprung möglich, ist Hürlimann, eine Teamstütze, überzeugt.
Gefordert ist auch der Verband, dem, überrascht durch die gelungene Qualifikation, das Geld für ein zweites Trainingslager fehlte. Und die Klubs können zum Fortschritt beitragen, indem sie an einer Technischen Versammlung Ende Monat der Anpassung des Modus der Nationalliga A zustimmen, die dringlich erscheint. Frey, der in Aegeri die Fäden in der Hand hält, erachtet vier Runden mit acht Vereinen und Saisonstart im Oktober (bisher drei Durchgänge mit sieben Teams und Start im April) als sinnvoll. Zudem plädiert er für nur noch einen Ausländer pro Equipe (bisher zwei). Die in Malta beobachteten Probleme in der Offensive führt er darauf zurück, dass die wichtigen Positionen in den A-Vereinen durch auswärtige Fachkräfte besetzt sind.

Betrunkene Wasserballer - Pilot musste notlanden. Stark fortgeschrittene Trunkenheit eines Dutzend von Passagieren und der Wasserball-Nationalmannschaften aus der Ukraine und aus Moldawien haben eine nicht geplante Zwischenlandung einer mit 173 Personen besetzten Passagiermaschine der Air Malta auf dem römischen Flughafen Fiumicino erzwungen.
Auf dem Flug von La Valetta mit dem Zielort Budapest hatten die Sportler den Gewinn der Gold- und der Bronzemedaille bei der B-Europameisterschaft derart intersiv begossen, dass sich der Kapitän nach mehreren vergeblichen Ordnungsrufen über den Bordfunk zu dieser Massnahme gezwungen sah.
Die Trunkenbolde wurden gleich nach der Landung von der römischen Flughafenpolizei zwecks Ausnüchterung in Gewahrsam genommen. Line element 11.9. Entwicklung der Schwimmleistungen der Top_SchwimmerInnen

Leistungsvergleich USA-Rest der Welt: PDF-Datei

Marathon Weltcup Terracina: Der Deutsche Christof Wandratsch gewann den Marathon-Weltcup der Langstreckenschwimmer im italienischen Terracina. Der 33-Jährige absolvierte die 20 Kilometer in 4:28:10,0 Stunden und distanzierte den Argentinier Gabriel Chaillou (4:28:57,0). Wandratsch, der drei Jahre auf einen Sieg im Weltcup warten musste, absolvierte damit nach einer Schulteroperation im vergangenen Jahr, die einen grossen Trainingsrückstand mit sich brachte, eine gelungene Generalprobe für die WM vor Honululu auf Hawaii (29. Oktober bis 4. November). "Die Ausdauer und Kondition reichte, nur die Spritzigkeit fehlte noch", meinte Wandratsch. Bei den Frauen gelang der Belgierin Cindy Persoons in Abwesenheit der verletzten Titelverteidigerin Peggy Büchse aus Rostock nach einem spannenden Rennen erst im Schlussspurt ihr erster Weltcupsieg. Nach 4:40:17,0 Stunden lag sie nur eine Sekunde vor der im Weltcup führenden Niederländerin Edith van Dijk. Die wiederum verwies mit einer weiteren Sekunde Vorsprung Angela Maurer (Wiesbaden) auf Platz drei (4:40:19,0). Vor dem Rennen des mit insgesamt 57.000 US-Dollar dotierten Fina-Marathon-Weltcups am 30. September über zehn Kilometer in London holte Edith van Dijk erstmals den Gesamtsieg im Marathon-Weltcup und verhinderte damit den dritten Erfolg hintereinander von Peggy Büchse (Rostock). Bei den Männern steht der Gesamtsieg von Europameister Stephane Lecat (Frankreich) ebenfalls schon fest. Der Trainingspartner von Christof Wandratsch war in Terracina ebenfalls nicht am Start und entschied die Gesamtwertung vorzeitig für sich. Line element 10.9. Letzter verzeifelter Versuch: Forbes Carlile, Australiens früherer Cheftrainer, will am Kongress der FINA vor Beginn der Olympiade noch ein Verbot der umstrittenen Bodysuits durchsetzen. Carlile stellt sich mit der Forderung ganz offensichtlich gegen seinen eigenen nationalen Verband, der die Anzüge nach einem Grundsatzentscheid des internationalen Sportgerichtshofs zugelassen hat. Am Fina Kongress nehmen Delegierte aus 173 Nationen teil. Carlile will das Moratorium mit der Begründung durchbringen, dass kleinere, finanzschwache Verbände wegen den teuren Häuten benachteiligt seien. Line element 8.9. Die russische Synchronschwimmerin Maria Kisselewa verklagt ein Pharmaunternehmen, das in Russland ein Gewichtsreduzierungsmittel vertreibt, auf Schadenseratz. Kisselewa war bei den Europameisterschaften 2000 in Helsinki wegen Doping disqualifiziert worden. Das Mittel enthält Ephedrin und Coffein, beide Substanzen waren im Urin der Schwimmerin bei einer Dopingprobe in Helsinki nachgewiesen worden. Die Klage bestätigte der Präsident des russischen Schwimm-Verbandes, Gennadi Aljoschin, in Moskau. Kisselewa war vom Europäischen Verband LEN nach der positiven Dopingprobe das EM-Gold aberkannt worden, das sie zusammen mit Olga Brusnikina gewonnen hatte. Die Doping-Sperre war vom russischen Verband von drei auf einen Monat reduziert worden. Dadurch kann die 26-Jährige bei den Olympischen Spielen in Sydney an den Start gehen. Mit Brusnikina zählt sie im Duett zu den Goldfavoriten. Der russische Verband hatte nach dem Fall Kisselewa seinen Verbandsarzt gefeuert. Aljoschin: "Man muss von einem Mannschaftsarzt erwarten können, dass er nur Mittel akzeptiert, die keine verbotenen Substanzen enthalten." Kisselewa hatte sich darauf berufen, sich auf den Arzt verlassen und nichts von den verbotenen Substanzen gewusst zu haben. Aljoschin: "Maria Kisselewa hat die Klage nicht wegen des Geldes eingereicht, sondern allein, um ihre moralische Integrität wieder herzustellen. Sie will beweisen, dass ihre grossen Erfolge nicht auf Betrug zurückzuführen sind." Line element NZZ 6.9.: Doping - Eine Innensicht eines ehemaligen Schweizer Radprofessionals

Dopingaffäre: Kristin Otto gibt schriftliche Erklärung ab. Die frühere Weltklasseschwimmerin Kristin Otto hat sich in einer schriftlichen Erklärung energisch gegen erneute Vorwürfe zur Wehr gesetzt, sie sei in die DDR-Doping-Affäre verstrickt gewesen. Regelmässig vor internationalen sportlichen Höhepunkten werde sie "mit der - letztlich internationalen - Doping-Problematik im Spitzensport verleumderisch in Verbindung gebracht, obwohl ich mich bereits vor elf Jahren vom Leistungssport verabschiedet habe und es während meiner langjährigen Karriere bei dutzenden Doping-Kontrollen keinen einzigen - auch nur annähernden - 'positiven' Befund gegeben hat", schrieb die 34-jährige Sportjournalistin. Immer wieder werde versucht, "mit zielgerichteten wiederholenden, wohl terminierten auf Spekulationen basierenden Verdächtigungen mir Unredlichkeit mit dem Ziel zu unterstellen, meine heutige berufliche Laufbahn wegen meiner DDR-Vergangenheit und meinen aussergewöhnlichen sportlichen Leistungen - nach dem Motto: es kann nicht sein, was nicht sein darf! - zu zerstören". Die sechsfache Goldmedaillen-Gewinnerin der Olympischen Spiele 1988 in Seoul hatte in den vergangenen Jahren immer wieder erklärt, nicht wissentlich gedopt zu haben. "Diese für mich weiterhin unverständliche Kampagne stimmt mich erneut sehr traurig", schrieb Kristin Otto, "leider muss ich immer wieder feststellen, dass von uns, den damals sehr jungen, engagierten und talentierten Sportlern eines temporären deutschen Staates immer noch Rechtfertigungen für Systemfragen abverlangt werden, für die wir, schon unserer Jugend wegen, keine Verantwortung tragen können, und dass wir immer noch bewusst behindert werden können, unser Talent im Wettbewerb gegenwärtig unbehindert einzubringen."

Aufruf zu Fairness. Der US-Olympiatrainer des Damenteams, Richard Quick, ermahnt seine und die australische Mannschaft zu mehr Fairness, ansonsten die Chancen für Medaillengewinne für beide sinken könnten (s. Meldung von gestern).

China streicht 27 SportlerInnen aus der Olympiamannschaft, darunter 4 Schwimmer. Die chinesischen Behörden haben bestätigt, dass die Delegation für Sydney nicht mehr wie geplant 311, sondern nur noch 284 Athleten umfassen wird. 27 Sportler wurden aus dem Aufgebot gestrichen, primär wegen Dopingverdachts. Mit der Aktion unterstreicht die Regierung ihre harte Antidrogenpolitik und garantiert dafür, dass die Chancen auf eine Vergabe der Olympischen Spiele 2008 nach Peking intakt bleiben. Das chinesische Aufgebot für Sydney wird, wie bereits kurz gemeldet, wesentlich kleiner sein als vorgesehen. Statt 311 reisen nun nur noch 284 nach Australien; 27 Mitglieder des Kaders wurden vom Chinesischen Olympischen Komitee (COK) gestrichen und müssen zu Hause bleiben. Tu Mingde, der Generalsekretär des COK, nannte drei Gründe für den Entscheid. Erstens seien im Rahmen von Bluttests bei mehreren Athleten "verdächtige" Resultate gefunden worden. Zweitens seien einige Sportler verletzt und nicht in der Lage, ihre normalen Leistungen zu erbringen. Und drittens seien etliche Aufgebotene erkrankt, und "um ihre Gesundheit zu schonen", verzichte man darauf, sie nach Sydney zu schicken. Die Agentur Neues China nannte als Motiv für die Entscheidung des COK unter anderem den Wunsch, das Prinzip der Fairness hochzuhalten. Das COK nannte die Namen der betroffenen Athleten nicht, doch wie aus zuverlässigen australischen Quellen verlautete, handelt es sich um 7 Ruderer, 4 Schwimmer, 14 Leichtathleten und 2 Kanuten. Die Chinesische Athletik-Vereinigung sagte gegenüber Nachrichtenagenturen, unter den Opfern seien 6 von 7 Mitgliedern der "Familienarmee" von Langstreckenläuferinnen des umstrittenen Trainers Ma Junren. Ma wird nicht nur im Westen, sondern auch in China von vielen als gelinde gesagt eigenartige Persönlichkeit betrachtet, und seinen Beteuerungen, er bringe seine asketischen Damen mit einer Mischung aus Höhentraining und altbewährten chinesischen Tinkturen wie Schildkrötenblut auf Trab, glauben ihm auch hierzulande wohl nur die wenigsten. Die einzige Sportlerin aus Mas friedlicher Armee, die in Sydney an den Start gehen darf, ist Li Ji, was natürlich die Medaillenhoffnungen erheblich einschränkt. Wie aus dem COK verlautete, hatte man in den Frauenwettbewerben über 5000 und 10 000 m doch mit guten Plätzen gerechnet; die drastische Reduktion des Aufgebots dürfte die Chancen wesentlich schmälern. Darüber, weshalb das COK so spät so rigoros vorgegangen ist, weiss man nur wenig. Klar ist allerdings, dass es Peking aus strategischen Gründen seit einiger Zeit sehr genau nimmt mit dem Doping, da man sich die Chancen auf eine erfolgreiche Bewerbung für die Olympischen Spiele 2008 erhalten will. Eine Vergabe der Spiele nach Peking wäre für Kommunisten, die ohne demokratische Legitimation sind, eine ausgezeichnete Gelegenheit zur Selbstdarstellung auf internationaler und nationaler Ebene. Ob die staatlichen Prüfer wirklich Doping gefunden haben, ist nicht bekannt. Das Wort des "Verdachts", das verwendet wurde, lässt auch an die Möglichkeit denken, dass zwar im Blut der Athleten wenn nicht verbotene Substanzen, so doch Spuren entdeckt wurden, denen man nicht recht traut. Das Risiko, dass die internationalen Prüfer in Sydney solche Substanzen als Doping bezeichnen könnten, wollte man offenbar nicht eingehen. Im Gerede war hierzulande in den letzten Monaten vor allem die Substanz EPO.

Meister Horgen nach Neapel. Horgen trifft im Europacup der Meister in der Qualifikationsrunde vom 25.-29. Oktober 2000 in Neapel auf Gastgeber Posilippo Neapel, Dauphins Mouscronnois (Be), SF Helsingfors (Fi) und WBC Graz (Ö). Der SK Kreuzlingen wurde in der Vorrunde im Cupsiegerwettbewerb vom 22.-26.11.00 in Ede (Ho) der RN Fiorentina (It), Adecco Barceloneta (Sp), Polar Bears Ede (Ho) und Olimpija Ljubljana (Slo) zugelost. Bei den Frauen wurde Champion WSV Basel in die Gruppe mit Nijverdal (Ho), Blau-Weiss Bochum, Slavia Pilsen (Tsch), Sport Alges e Dafundo (Por) und Qirat Tivon (Isr) eingeteilt. Line element 5.9. Bodysuits "nützten nichts" an den US-Trials: Joel Stager, Indiana University, hat die Trials im Detail ausgewertet und präsentiert nun die Resultate

Kieren Perkins gerügt: Im Zuge der steigenden Spannung zwischen den Schwimmnationen USA und Australien kam es zu einer verbalen Eskalation: Perkins nannte Gary Hall einen "Dopingbetrüger". Hall hatte die Australier seinerseits beleidigt, indem er im Internet die Aussage patzierte, die Amerikaner würden die Australier wie Gitarren zertrümmern. Coates, Präsident des australischen olympischen Komitees, rügte Perkins umgehend. Der amerikanische Coach Mark Schubert sagte, er werde Hall zur Rede stellen, für das was er im Internet publiziert habe. Perkins Kommentar auf die Rüge: Hall wurde doch wegen Doping von der FINA gesperrt oder nicht?

Kristin Otto in Dopingaffäre verwickelt. Die Doping-Verstrickung der Schwimm-Olympiasiegerin und ZDF-Sportmoderatorin Kristin Otto ist vom Amtsgericht Leipzig bestätigt worden. Nach Informationen des Deutschlandfunks ist sie die prominenteste ehemalige DDR-Athletin auf einer Liste von neun gedopten Schwimmerinnen, die unter dem früheren Leipziger Coach Stefan Hetzer trainiert haben. Hetzer, der bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul Kristin Otto zu sechs Goldmedaillen führte, ist vom Amtsgericht Leipzig wegen Körperverletzung durch Doping zu einer Geldstrafe von 15 000 Mark, entsprechend 150 Tagessätzen zu 100 Mark, rechtskräftig verurteilt worden. Das Gericht hat das Verfahren per Strafbefehl ohne öffentliche Verhandlung abgeschlossen. Hetzer hatte den Straftatbestand der Körperverletzung eingestanden. Der bereits im April beantragte Strafbefehl ist inzwischen rechtskräftig, nachdem der Schwimm-Trainer den Urteilsspruch jetzt angenommen hat. Damit ist erstmals in Deutschland ein Trainer wegen Dopings an einer einstigen Weltklasseathletin verurteilt worden. Vor Hetzer war bereits der frühere DDR-Sportmediziner Horst Tausch mit einer Gefängnisstrafe von zehn Monaten auf Bewährung belegt worden. Er war geständig, im Zeitraum zwischen 1985 und 1989 Kristin Otto und 21 weitere Schwimmerinnen mit Dopingmitteln versorgt zu haben. Die inzwischen 34-jährige ZDF-Sportjournalistin Otto leugnet trotz belastender Dokumente und Zeugenaussagen, etwa ihrer früheren Mannschaftskameradinnen, zu DDR-Zeiten wissentlich gedopt worden zu sein. Das offizielle DDR-Protokoll einer Ausreisekontrolle im Doping-Labor Kreischa bei Dresden vor den Europameisterschaften 1989 in Bonn, hält zum Beispiel einen extrem hohen Hormonwert fest - der Name Kristin Otto war von einer Mitarbeiterin des Sportmedizinischen Dienstes entschlüsselt und an den Rand des Papiers geschrieben worden. Ehemalige DDR-Schwimmerinnen wie Olympiasiegerin Ulrike Tauber, Ex-Weltrekordlerin Karen König oder der Potsdamer Schwimmstar Jörg Hoffmann hatten die Doping-Mitwisserschaft der erfolgreichsten Olympia-Schwimmerin aller Zeiten bestätigt. Bei den Olympischen Spielen in Sydney ist Kristin Otto vom ZDF als Reporterin für die Schwimm-Wettbewerbe vorgesehen. Line element 4.9. De Bruijn will sich Bluttest unterziehen. Inge de Bruijn will den permanenten Spekulationen um Doping ein Ende setzen und sich noch vor Sydney freiwillig einem Bluttest unterziehen. "Ich will die Zweifler zum Schweigen bringen", sagte die 27-jährige Holländerin. De Bruijn verbesserte in den letzten zwei Monaten acht Weltrekorde und ist die Kronfavoritin über 50 und 100 m Crawl und 100 m Delfin. Line element 3.9. Die neuen Links:


Das iraelische Olympiateam
Männer
Mickey Halika - 200-400m I.M., 200m Butterfly
Yoav Meiri - 100m Butterfly, 400m Medley Relay
Yoav Bruck - 50-100m Free, 400m Free Relay, 400m Medlay Relay
Eitan Urbach - 100m Back, 400m Free and Medlay Relay
Yoav Gat - 200m Back
Alexey Manzula- 400m Free and Medlay Relay
Tal Shtriker - 100-200m Breast, 400m Medlay Relay
Oren Azrad - 400m Free relay
Frauen
Vered Borochovsky - 100m Butterfly, 200m I.M
Adi Bichmann - 800m Free
Trainer
Leonid Sheichat
Vladimir Sopher
Leonid Kauffmann Line element 2.9. EM-Beginn auf Malta. Das Schweizer Nationateam trifft heute Samstag auf Malta in seiner ersten Partie der B-Europameisterschaft auf Moldawien. Am Turnier mit zwölf Mannschaften muss die Schweiz mindestens den 8. Rang erreichen, um sich für die A-EM vom kommenden Jahr in Budapest zu qualifizieren. Die weiteren Gegner der Schweiz sind Polen, Dänemark, Belgien, Israel, Frankreich, Türkei, Weissrussland, Mazedonien, die Ukraine und die Einheimischen. Line element 1.9. Body-Suits bringen praktisch keine Vorteile. Gemäss einer wissenschaftlichen Untersuchung der US-Trials-Resultate durch die Indiana University bringen Body-Suits höchstens eine Verbesserung von 1%. Der Leiter der Studie, der für seine wissenschaftlichen Untersuchungen im Schwimmsport bekannte Joel Stager teilte mit, die Genauigkeit seiner Zeitvorhersagen liege bei 0.23% bei den Frauen und 0.37% bei den Männern. Wenn die Anzüge die von den Herstellern versprochenen Verbesserungen gebracht hätten, hätte sich das deutlicher bemerkbar machen müssen. Die Studie wird im Oktober veröffentlicht.

Zwei Kandidaten für SOV-Präsidium. Paul Engelmann, Präsident des Schweizerischen Turnverbandes, und Walter Kägi, ehemaliger Präsident des Schweizerischen Ruderverbandes, kandidieren als Nachfolger von René Burkhalter, dem zurücktretenden Präsidenten des Schweizerischen Olympischen Verbandes (SOV). Die Wahlvorschläge für das SOV-Präsidium müssen bis zum 4. September eingereicht werden, die Wahl erfolgt am 4. November.

Rumänischer Schwimmverband (FRN) ficht Dopingsperre an. Die FINA sperrte den 21-jährigen Cezar Badita im Mai wegen einem positiven Nandrolontest (400 Lagen als Unbekannter "aus dem Nichts" in 4:19.42). Der FRN sagt, zwei Tests innerhalb 24 Std. hätten widersprüchliche Resultate gegeben: Der erste sei positiv und der zweite negativ gewesen. Das sei nicht möglich, weil Nandrolon nicht in 24 Std. verschwinden könne, sagte der Präsident des FRN, Dan Ionescu. Badita sei unschuldig, und er hoffe, dass Badita in Sydney schwimmen könne.

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August 2000

Line element 31.8. Das australische Olympia-Schwimmteam hat die Captains gewählt: Daniel Kowalski, Chris Fydler und Ian Thorpe sowie Sarah Ryan, Elli Overton und Giaan Rooney. Nicht gewählt sondern angestellt wurden mehrere Bewacher, um wie es scheint, die Autogrammjäger während dem Trainingslager in Melbourne unter Kontrolle zu haben. Darüber hianus werden die Bewacher die berühmteren SchwimmerInnen auf Ausflügen in die Stadt "beschützen".

Amy van Dyken plant Rücktritt. Die 27-jährige 4-fache Goldmedaillengewinnerin von Atlanta hat trotz zweier Schulteroperationen wieder einen sicheren Platz im US-Team (50 Freistil, 4x100 Lagenstaffel). Sie spüre, dass ihr Körper langsam verbraucht sei, und sie denke ans Aufhören. Sie könnte sich zwar noch einige Jahre zwingen, aber das brächte weitere Schulteroperationen, und das wolle sie vermeiden, auch wegen der Anästhesien. Line element 30.8. World Masters Championships München 2000: Resultate

Doping - Spitzensport als gesellschaftliches Problem: Wie und seit wann wird über Doping gesprochen?

LEN: Leistungsanalyse der Jugend-Europameisterschaften

Popov trainiert allein vor Sydney. Die Aufgabe seines Trainers Touretsky ist es, die australische Mannschaft in Melborne vorzubereiten. Popov trainiert währenddessen allein im Australian Institute of Sports in Canberra. "Natürlich hätte ich es gerne, wenn er mir ein bisschen helfen würde, aber ich hab es auch schon allein gemacht - ich glaube es ist nicht so schlimm", sagte Popov.

Neuer Link: Schwimmclub Romanshorn, Schwimmen, Wasserball, Aquafitness, Schwimmschule

James Hickman's Homepage. Weitere Homepages von SchwimmerInnen bei www.fsn.ch/links/links_personal.htm

Resultate Schwedischer Grand-Prix (Orebro, 19.-20.8.2000)

Weltranglisten: nachgeführt.

Frohe Kunde aus Lausanne? Die IOK-Exekutive segnet die beiden EPO-Nachweis-Verfahren ab. [nzz./(si)] Nach vorgängiger Zustimmung einer juristischen Expertengruppe des Internationalen Olympischen Komitees (IOK) - das medizinische Fachgremium hatte bereits vor Wochen seine Zustimmung kundgetan - hat nun am Montag in Lausanne auch die IOK-Exekutive grünes Licht für die erstmalige Einführung von EPO-Tests an Olympischen Spielen gegeben. Damit werden in Sydney die in den Forschungslabors von Paris und Canberra entwickelten Nachweisverfahren parallel zur Anwendung gelangen. Es handelt sich dabei um eine Kombination von Blut- (indirekte Methode) und Urintests (direkte Methode), wobei es nur dann zu Sanktionierungen kommen soll, wenn beide Methoden das gleiche Ergebnis (positive Dopingprobe) mit sich bringen. "Die Kombination von Blut- und Urintests gibt den Fahndern hundertprozentige Sicherheit im Nachweis von EPO", sagte IOK-Exekutivmitglied Jacques Rogge am Lac Léman gegenüber den Nachrichtenagenturen. Im Weiteren ist anlässlich der IOK-Exekutivsitzung bekannt geworden, dass mit den Städten Peking, Paris, Toronto, Istanbul und Osaka nur mehr fünf Kandidaten im Rennen um die Vergabe der Olympischen Sommerspiele 2008 verbleiben. Dagegen haben sich die Hoffnungen von Bangkok, Havanna, Kairo, Kuala Lumpur und Sevilla zerschlagen. Der Entscheid über den Austragungsort der Sommerspiele 2008 wird am 16. Juli 2001 an der IOK- Session in Moskau gefällt. Euphorische Worte wie jene des belgischen Mediziners und Anwärters auf eine Nachfolge von Juan Antonio Samaranch als IOK-Präsident, Rogge, lassen aufhorchen. Kritische Szenenkenner, unter anderen der im Lausanner Antidoping-Labor tätige Martial Saugy sowie der an der Universitätsklinik von Nancy wirkende Patrick Laure, liessen nämlich schon vor mehreren Wochen verlauten, dass trotz berechtigtem Hoffnungsschimmer das Dopen mit synthetisch hergestelltem EPO noch längst nicht ad acta gelegt werden kann. Die IOK-Exekutive sieht in der kombinierten Anwendung der unterschiedlichen Testverfahren zwar eine doppelte Absicherung, viel eher müsste aber von einer sportpolitischen Kompromisslösung gesprochen werden. Dies primär deshalb, weil ein positiver Dopingbefund auf Grund einer in Sydney genommenen Blutprobe nur dann Wirkung zeigt, wenn sich der Verdacht letztlich auch in der gleichzeitig angeordneten Urinprobe spiegelt. Und dies muss bei weitem nicht der Fall sein, weiss man doch, dass die zeitliche Nachweisbarkeit von künstlich zugeführtem EPO bei beiden Verfahren deutlich voneinander abweicht. Somit ist allenfalls eine gegenseitige Aufhebung der Ergebnisse zu befürchten, von einer doppelten Versicherung kann nicht die Rede sein.

Deutschland gründet nationale Doping-Aentur - und was macht die Schweiz? Die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) rückt immer näher. Am Dienstag verständigten sich Vertreter des Deutschen Sportbundes (DSB) und des Nationalen Olympischen Komitees (NOK) in Frankfurt/Main auf ihre Position für das Richtung weisende Berliner Gespräch mit Bundesinnenminister Otto Schily am 7.September. Als Rechtsform der NADA wird eine Stiftung immer wahrscheinlicher. "Es gibt keine sinnvolle Alternative", sagte DSB-Vize-Präsident Ulrich Feldhoff. Als Vorsitzender der Anti-Doping-Kommission (ADK) der beiden Sportorganisationen hatte Ulrich Haas auf Eile gedrängt, um noch vor den Olympischen Spielen in Sydney die Weichen stellen zu können. Line element 29.8. Grand-Prix Melbourne:
Ian Thorpe 1:48.90
Paul Palmer 1:50.46
Grant Hackett 1:50.51
Susie O'Neill 2:08.58
Alex Popov 22.34 Line element 28.8. Zollkontrollen in Sydney. Der australische Zoll verfügt laut des "Sydney Morning Herald" über Listen von Sportlern und Ländern, die unter dem Verdacht stehen, verbotene Dopingsubstanzen ins Land schmuggeln zu wollen. Diese suspekten Athleten sollen bei ihrer Ankunft in Australien untersucht werden. Ob die Zollkontrollen überhaupt zu greifen vermögen, ist allerdings fraglich, da professionelle Banden bereits in den vergangenen Jahren Depots in und um Sydney angelegt haben. Line element 27.8. Resultate Grand-Prix von Melbourne 26./27.8.

Erste FINA World Open Water Championships, Honolulu, USA, 29.10.-4.11.2000

British Amateur Swimming Association (ASA) Line element 26.8. Schwimmcoach mit Ephedrin erwischt. Bei der Einreise auf dem Flughafen von Perth wurde ein südafrikanischer Schwimmtrainer mit 14 Tabletten erwischt, die Ephedrin enthalten. Der Coach hatte die auf Kräuterbasis hergestellten Tabletten (MaHuang) deklariert, hatte aber kein Rezept dafür, wie es die australischen Gesetze erfordern. Er durfte die Reise fortsetzen, die Stimulanzien wurden ihm indes abgenommen. Line element 25.8. Der Schweizer Rekordhalter über 100 m Crawl hat drei Stipendienangebote von Universitätsklubs:
Novy vier Jahre nach Amerika

Letzter Test: Am Grand-Prix von Melbourne testen am 26./27.8. Popov, O'Neill und andere das letzte Mal vor der Olympiade ihre Form. Link wird auf dieser Seite bereit gestellt sobald aktiv.

Anti-Doping-Programm akzeptiert. Nach zähen Verhandlungen haben alle 28 Mitglieder der Vereinigung der Olympischen Sommersport-Verbände (Asoif) das Kontrollprogramm der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) unterzeichnet. Zuletzt hatten noch der Internationale Turn-Verband und der Internationale Volleyball-Verband ihre Unterschrift verweigert.

Ehemaliger DDR-Mediziner hält Doping für allgegenwärtig: "Ohne Doping gäbe es keine Weltspitze". Diese Auffassung vertrat Professor Dr. Hermann Buhl, der in der DDR zu den führenden Sportmedizinern zählte, im Interview mit der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeine (HNA) in Kassel. Buhl glaubt, dass das Anti-Doping-System in Deutschland den eingesetzten finanziellen Mitteln nicht gerecht wird. Seit November 1999 ist Buhl ärztlicher Leiter eines Medizinischen Zentrums in Bad Wildungen. Skeptisch sieht Buhl auch die scheinbaren Erfolge im Kampf gegen die Modedroge Erythropoietin (Epo): "Dieses Mittel verschwindet zur Zeit schon vom Markt. Es gibt schon ein neues, wesentlich wirksameres Mittel, das auch dann leistungsfördernd wirkt, wenn es nur eine Stunde vor dem Wettkampf eingenommen wird." Doping sei schon immer ein weitweites Problem und keinesfalls auf die ehemalige DDR beschränkt gewesen.

US Olympic Team:
Fotos aus dem olympischen Trainingslager in Pasadena Line element 24.8. Das argentinische Olypmpiateam:
Männer
Abal, Pablo
Arciprete, Walter
Bicocca, Andres
Ferreyra, Sergio
Fiorilli, Agust'n
Meolans, Jose
Otero, Eduardo
Frauen
Aguilera, Ana Carolina
Bardach, Georgina
Biagioli, Cecilia
Garrone, Maria Virgina
Pereyra, Maria del Pilar
Szigeti, Florencia Line element 23.8. Als "politische Frage" bezeichnete China das Doping-Problem. Das Image des chinesischen Sports werde nicht durch gedopte Schwimmer beschädigt werden, zitierte die Pekinger Zeitung "Beijing Chenbao" wenige Wochen nach der Sperre der gedopten chinesischen Spitzenschwimmerin Wu Yanyan den Vizedirektor des nationalen Schwimmverbandes. "Der Krieg gegen Doping ist nicht nur eine Frage der sportlichen Moral", sagte der Funktionär. Die Dopingkontrollen seien bei Chinas Schwimmern schärfer, als die internationalen Standards. Die Sportler müssten rund um die Uhr und ohne Kompromisse für Tests zur Verfügung stehen. Die 22-jährige Wu Yanyan war im Juli für vier Jahre wegen Dopings gesperrt und von der Teilnahme an den Olympischen Spielen ausgeschlossen worden. Am 17. Oktober 1997 war Wu in 2:09,72 Minuten Weltrekord über 200 m Lagen geschwommen.

Aktuelles zum Thema Doping:

Line element 21.8. Wasserspringen: Jugend-Weltmeisterschaften Calgary 2000 17.-20.8.2000

Das dänische Olympiateam:
Frauen
Mette Jacobsen, 1973 - 100/200 fly, 50 free
Sophia Skou, 1975 - 100/200 fly
Louise Ornstedt, 1985 - 100/200 back
Männer
Henrik Andersen, 1977 - 4x100/4x200 free relay
Jacob Carstensen, 1978 - 200/400 free, 4x100/4x200 free relay
Jeppe B. Nielsen, 1974 - 4x100/4x200 free relay
Dennis Otzen, 1974 - 100 fly, 4x100/4x200 free relay
Trainer
Jens Glavind - Head Coach
Michael Andersen - Assisitant Coach
Leif Funch - Team Manager

Marathon-Weltcup: Es wird eng für Peggy Büchse Nach einem zweiten Platz beim Marathon-Weltcup des Weltschwimm-Verbandes FINA am Wochenende im Ohridsee in der Südwestecke Mazedoniens musste Peggy Büchse (Rostock) ihre Führung in der Gesamtwertung an die Niederländerin Edith van Dijk abgeben. "Jetzt wird es ganz eng für die Weltcup-Verteidigung", meinte Büchse-Trainer Christian Bartsch. In noch zwei ausstehenden Rennen am 9. September in Terracina in Italien (25 Kilometer) und am 30. September in London (10 Kilometer) hat die Studentin aber noch alle Chancen auf einen erneuten Erfolg im mit insgesamt 57.000 Dollar für die Gesamtwertung dotierten Weltcup. Dabei könnte sie am 30. September ihren 28. Geburtstag mit dem dritten Gesamtsieg in Folge im Weltcup krönen. Allerdings wurde der Weltcup um ein Rennen verkürzt, da für die 5 Kilometer am 2. September in Mazara in Italien nicht genügend Meldungen vorlagen. Von den nun noch neun Rennen der diesjährigen Serie kommen sechs (anstatt sieben) in die Wertung. Bei den Männern behielt Igor Majcen aus Slowenien nach 5:19:49,64 die Oberhand über den spanischen Vize-Europameister über 25 Kilometer, David Medca-Medina (5:21:58,40). Beide wurden im vergangenen Jahr wegen Dopings von der FINA für vier Jahre gesperrt. Diese Sperre wurde im Frühjahr aber wegen weiterer Untersuchungen vorläufig aufgehoben.

FINA führte Doping-Kontrollen in Eigenregie durch. Der Weltverband FINA führte im ersten Halbjahr 697 Trainings- und 192 Wettkampfkontrollen durch. Besonders intensiv prüfte die FINA in China, wo 64 so genannte "Out of Competition"-Kontrollen und 39 Wettkampfproben genommen wurden. In den USA, deren Spitzenathleten ihre Qualifikation für die Spiele in Sydney letzte Woche beendeten, wurden von der FINA von Januar bis Juni 164 Trainings- und 24 Wettkampfkontrollen durchgeführt. Bei Australiens Schwimmern wurden ausserhalb offizieller Wettbewerbe wie in China 64 Tests entnommen. Im Anti-Doping-Programm der FINA wurden zwischen 1993 und 1999 insgesamt 6072 Tests durchgeführt, davon 3698 im Training und 2374 während der Wettkämpfe. Line element 20.8. Meetingresultate:
New South Wales Short Course Championships - Warringah, NSW, Australia, 5.-6.8.2000
2000 YMCA National Long Course Championships - College Park, MD, U.S.A., 1.-4.8.2000 Line element 19.8. Die 50 -m-Weltranglisten (Rankings 150 deep) sind nach Abschluss der US-Trials nachgeführt worden. Line element 18.8. Speedo präsentierte in Sydney mit viel Brimborium den australischen Bodysuit für die Olympiade - doch ein Star wird ihn nicht anziehen: Ian Thorpe hat eine spezielle Ausnahmebewilligung für seinen Adidas-Anzug. Alle 44 australischen SchwimmerInnen werden 4 Wettkampf- und 5 Trainingsanzüge erhalten. Die Farben des Aussie-Fastskin sind überwiegend Blau mit etwas Grün und Gold.

Nach Abschluss der Olympic Trials der US-Schwimmer: Siegesgewisse Amerikaner in Richtung Sydney

Eine Steigerung für den grossen Auftritt in Sydney - nach den US Trials fliegen die für Olympia qualifizierten Schwimmer mit gedämpftem Optimismus nach Sydney: "Wir müssen noch besser werden."

Wasserball: Kuba verweigert Perez Olympiastart. Kuba will den Wasserballer Ivan Perez bei den Olympischen Spielen nicht für Spanien starten lassen, da er noch nicht drei Jahre die spanische Staatsbürgerschaft besitzt. Perez lebt seit 1995 in Spanien, erhielt aber erst im Oktober 1997 eingebürgert und könnte damit nach Artikel 46 der olympischen Charta nur mit Zustimmung des Herkunftslandes starten. Line element 17.8. An den US Trials der Schwimmer dämpfte Brooke Bennett die Medaillenhoffnungen der Schweizer Crawlerinnen Flavia Rigamonti und Chantal Strasser. Die Olympiasiegerin von Atlanta ist in bestechender Form: "In Sydney gefühlsmässig noch schneller"

US-Trials: Zum ersten Mal ist das Boys-Team für eine Olympiade jünger als das Girls-Team. Mitschuldig ist unter anderem Dara Torres, die 33-jährige "Comebackerin". Gestern schlug sie mit 24.90 über 50 m Freistil Amy Van Dyken (24.99), obwohl diese vor dem Start in Daras Bahn spuckte, eine bekannte Taktik um ihre Gegnerinnen einzuschüchtern. Amy entschuldigte ihre "Tat": "ich spucke immer in Daras Bahn, es ist nicht gegen sie gerichtet." Es handle sich eher um eine Liebesbezeugung. Der Sieg von Torres wurde einzig durch die Abwesenheit von Jenny Thompson getrübt. Sie verzichtete auf den Start nachdem sie Torres über 100 m Freistil und 100 m Delfin knapp geschlagen hatte. Im letzten Rennen gelang es einem US-Schwimmer zum ersten Mal die 15-Minuten-Grenze zu knacken: Erik Vendt brauchte für die 1500 m 14:59.11 und brach George DiCarlos 16 Jahre alten US-Rekord (15:01.51). Die Zeit des Zweiten Chris Thompson betrug 15:09.16. Vendts US-Rekord war Nummer Neun an den Trials. Die US-Teamzusammensetzung für Sydney lautet: Frauen:
Amanda Adkins, 23 200-meter backstroke
Samantha Arsenault, 18 800 freestyle relay
Amanda Beard, 18 200 breaststroke
B.J. Bedford, 27 100 backstroke
Lindsay Benko, 23 200 free, 200 back, 800 free relay
Brooke Bennett, 20 400 free
Maddy Crippen, 20 400 IM
Misty Hyman, 21 200 butterfly
Kristy Kowal, 21 200 breaststroke
Diana Munz, 18 400 free, 800 free relay
Rada Owen, 21 200 free, 800 free relay
Megan Quann, 16 100 breaststroke
Gabrielle Rose, 22 200 IM
Kaitlin Sandeno, 17 200 butter, 400 IM, 800 free
Staciana Stitts, 18 100 breaststroke
Julia Stowers, 18 800 free relay
Ashley Tappin, 25 400 free relay
Cristina Teuscher, 22 200 IM
Jenny Thompson, 27 100 free, 100 fly, 400 free relay
Dara Torres, 33 50 free, 100 free, 100 fly, 400 free relay
Amy Van Dyken, 27 50 free, 400 free relay
Männer
Pat Calhoun, 19 100 breaststroke
Chad Carvin, 26 400 free, 800 free relay
Ian Crocker, 17 100 fly
Josh Davis, 27 200 free, 400, 800 free relays
Tom Dolan, 24 200, 400 IM
Anthony Ervin, 19 50 free, 400 free relay
Scott Goldblatt, 21 200 free, 800 free relay
Gary Hall Jr., 25 50 free, 100 free, 400 free relay
Tommy Hannan, 20 100 fly
Klete Keller, 18 400 free, 800 free relay
Lenny Krayzelburg, 24 100, 200 backstrokes
Jason Lezak, 24 400 free relay
Tom Malchow, 23 200 fly
Ed Moses, 20 100 breaststroke
Aaron Peirsol, 17 200 back
Michael Phelps, 15 200 fly
Jamie Rauch, 21 800 free relay
Kyle Salyards, 19 200 breaststroke
Chris Thompson, 21 1,500 free
Scott Tucker, 25 400 free relay
Erik Vendt, 19 400 IM, 1,500 free
Neil Walker, 24 100 free, 100 back, 400 free relay
Tom Wilkens, 24 200 breaststroke, 200 IM
Coaches:
Richard Quick, Menlo Park, Calif., men
Mark Schubert, Surfside, Calif., women Line element 16.8. Meetingresultate:
Millenium Commonwealth Youth Games - Edinburgh, Scotland, U.K., 11.-4.8.2000
Canadian National Championships - Winnipeg, MB, Canada, 3.-6.8.2000
Speedo Jr. Championships Southeast - Gainesville, FL, U.S.A., 1.-5.8.2000
Speedo Jr. Championships Northeast - Oxford, OH, U.S.A., 1.-5.8.2000
Speedo Jr. Championships West - San Antonio, TX, U.S.A., 1.-5.8.2000
Kentucky State Championships 2000 - Elizabethtown, KY, U.S.A., 27.-30.7.2000
VIII Camex Championships 2000 - San Jose, Costa Rica, 27.-30.7.2000

US-Trials:Hall mit US-Rekord, Bennett mit Jahres-Weltbestzeit
Der 25-Jährige Gary Hall jr. verbesserte den zehn Jahre alten US-Rekord von Tom Jager über 50-m-Freistil um fünf Hundertstel auf 21,76. Damit blieb er nur 0,12 Sekunden über dem Weltrekord von Alexander Popov. Die 800-m-Freistil gewann Brooke Bennett in der Jahres-Weltbestzeit von 8:23,92. Sie war damit über fünf Sekunden schneller als Flavia Rigamonti bei ihrem EM-Titelgewinn Anfang Juli.

Karibikdurchquerung ist gescheitert. Der kubanische Langstreckenschwimmer Alberto Mojeron hat den für Dienstag angesetzten Versuch, die Karibik auf dem 80 Kilometer langen Abschnitt von Kuba nach Haiti zu durchschwimmen, aufgeben müssen. Starker Seegang hatte den eigens konstruierten haisicheren Käfig zerstört.

Das belgische Olympiateam:
Frauen

BECUE, Brigitte: 100 breast, 200 breast , 4x100medley
GERVY, Yseult: 400 IM, 200 IM, 200 back, 4x200 free
VAN KOECKHOVEN, Nina: 200 free, 4x100 free, 4x200 free, 4x100 medley
DUFOUR, Fabienne: 100 fly, 4x200 free, 4x100 medley
GOFFIN, Sofie; 400 free, 4x100 free, 4x200 free
DREESEN, Liesbet: 50 free, 4x100 free
BOSSUYT, Tine: 4x100 free
WOLFS, Sofie: 4x100 medley
Männer
WOUTERS, Thierry: 50 free

Acht Jahre alter US-Rekord gebrochen. Am sechsten Finaltag der US-Trials in Indianapolis siegte die WM-Zweite Kristy Kowal über 200 m Brust in 2:24,75 und unterbot damit den acht Jahre alten Landesrekord von Anita Nall um sechs Zehntel. Jenny Thompson verbesserte ihren eigenen Landesrekord über 100 m Crawl um zwei Zehntel auf 54,07. Mit dieser Zeit blieb sie nur 27 Hundertstel über dem Weltrekord von De Bruijn (TA 16.8.).

Nur drei von 28 olympischen Sommersport-Verbänden haben den Vertrag mit der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) bisher noch nicht unterzeichnet. Der Internationale Verband für Modernen Fünfkampf (UIPM) und der Internationale Turn-Verband (FIG) hätten sich bisher geweigert, ihre Athleten für das Dopingkontrollprogramm zu melden. Dies teilte die WADA am Montag in Lausanne mit. Der Internationale Volleyball-Verband (FIVB) habe die Verhandlungen vorübergehend ausgesetzt. Damit haben 25 Sommersport-Verbände das Abkommen zur effektiveren Dopingbekämpfung unterzeichnet. Damit ermöglichen die Föderationen unangemeldete Trainingskontrollen in ihrem Bereich schon im Vorfeld der Olympischen Spiele in Sydney. Der Vertragstext war von der Weltagentur am 20. Juni fertig gestellt worden. Das Ziel bis zum 31. Dezember 2000 sind 2 500 unangemeldete Kontrollen ausserhalb von Wettkämpfen. Rund 2 150 dieser Dopingtests sollen bereits vor Sydney durchgeführt werden. Die Olympischen Spiele in der australischen Millionen-Metropole beginnen am 15. September. Wada-Präsident Richard W. Pound sieht die Zwischenbilanz der Anfang des Jahres gegründeten Agentur dennoch positiv: "Wir sind auf dem besten Weg, die beiden Ziele zu erreichen, die wir uns für 2000 gesetzt haben: ein starkes Ausser-Wettkampf-Testprogramm zu etablieren und durch einen unabhängigen Beobachter den Ablauf der Doping-Kontrollen in Sydney zu überwachen." Pound erklärte, er erkenne grosse Kooperationsbereitschaft bei den Athleten, dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC), den Nationalen Olympischen Komitees, den Regierungen und bei allen Verbänden ausser den drei "Verweigerern". "Es ist unfair, dass Athleten aus den drei anderen Sportarten mit Misstrauen betrachtet werden, weil ihre internationalen Verbände nicht an dem Programm teilnehmen wollen", meinte der Wada-Chef: "Ich hoffe, dass die Athleten ihre Federationen dazu zwingen, ihre Politik zu ändern, damit sie ohne Verdächtigungen an den Spielen in Sydney teilnehmen können. Eine derartige Aktion würde demonstrieren, dass sie mit Ehre und im Olympischen Geist antreten wollen."

De Brujin bestreitet Doping-Vorwürfe: Der 26-jährige niederländische Schwimm-Superstar Inge De Bruijn bestritt erneut Dopingmutmassungen der internationalen Presse. "Wenn man eine gute Leistung bringt, wird man sofort verdächtigt. Das ist sehr traurig", sagte die 26-Jährige am Dienstag den Reportern. "Viele glauben, dass Sportler aus kleineren Ländern einfach nicht schwimmen können, aber das stimmt nicht. Jeder kann hart trainieren, egal aus welchem Land er kommt." Nachdem die Niederländerin seit Mai dieses Jahres acht Weltrekorde (Freistil und Delfin) aufgestellt hatte, war de Bruijn mehrfach des Dopings verdächtigt worden. Bei den Olympischen Spielen will sie in drei Einzeldisziplinen und in den Staffeln an den Start gehen. "Ich träume davon, eine Medaille zu gewinnen. Ein neuer Rekord ist mir nicht so wichtig", sagte de Bruijn. Line element 15.8. Maliev und Schneider: Aufbruch zum Finale (TA 15.8.) Line element 14.8. Trotz Diabetes und Dopingsperre: Gary Hall jr. konnte sich mit 48.84 über 100 Frei hinter Walker (48.71) für Sydney qualifizieren.

Das portugiesische Olympimpateam: Herren. Nuno Laurentino - 100 Rücken, Jose Couto - 100 / 200 Brust, Mario Carvalho - 200 Rücken, Simao Morgado - 100 Delfin, Ricardo Pedroso - 200 Frei, Pedro Silva - 50 Frei. Frauen. Raquel Felgueiras - 200 Delfin

Warten auf den Weltrekord: Erst wenige Höhepunkte an den Olympic Trials, dem Familienfest der US-Schwimmer

Langstreckenmeisterschaften, Lugano, 15 km.
Männer
1. Silvan (SN Bellinzona) 3:34:57.2. Rosel (SN Bellinzona) 3:38:63. 3. Nastic (SN Bellinzona) 3:39:27. 4. Regusci (SN Bellinzona) 3:59:51. 5. Scheibli (SC Uster) 4:08:19. 6. Hohl (SC Burgdorf) 4:15.01.
Frauen
1. Stehlin 3:54:19. 2. Steffen (SV Baar) 3:56:39. 3. Weist 3:58:39. 4. Schneider (SV Basel) 3:59:16. 5. Renggli (SC Allschwil) 4:40:02.

Wasserspringen:Schweizer Meisterschaften in Köniz:
Männer. 3-m-Brett: 1. Delaloye (Lausanne Natation) 525,35. 2. Sautier (Lausanne Natation) 504,35. 3. Geissbühler (SK Bern) 472,25. 4. Greuter (SK Thun) 458,45. 5. Geissbühler (SK Bern) 446,90. 6. Bächler (Genf Natation) 411,60. - Turm: 1. Sauthier 441,20. 2. Bettens (Lausanne Natation) 433,75. 3. Geissbühler 382,15.
Frauen. 3-m-Brett: 1. Wiguzowa (Kas) 518,20 (ausser Konkurrenz). 2. Maliev-Aviolat (Lausanne Natation) 505,50. 3. Schneider (SK Bülach) 497,20. 4. Kimlova (SK Bern) 371,25. 5. Bretscher (VZW Zürich) 359,25. 6. Français (Lausanne Natation) 340,55. - Turm: 1. Schneider 417,25. 2. Loukili (Genf Natation) 344,60. 3. Steffen (SK Bern) 328,80. 4. 310,90. 5. Merinat (VZW Zürich) 308,90. 6. Bretscher (VZW Zürich) 303,95.

Wasserspringen: U.S. Outdoor National Diving Championships: Alle Resultate sind verfügbar. Line element 13.8. Neu im Netz: Fribourg-Natation Schwimmen, Springen, Wasserball und Masters

Langstreckenmeisterschaften, Lugano, 5 km.
Männer:
1. Adrian Andermatt (SC Uster) 1:06:31. 2. Silvan (SN Bellinzona) 1:06:34. 3. Weiss (SV Basel) 1:06:48. 4. Iannaerelli (SN Bellinzona) 1:09:11. 5. Liechti (SC Uster) 1:09:38. 9. Lütolf (SC Uster) 1:11:58.
Frauen:
1. Schrader (SV Baar), Weist (SC Uster) 1:12:08. 3. Stehlin (SC Uster) 1:12:14. 4. Schneider (SV Bellinzona) 1:14:08. 5. Graber (SK Bolligen) 1:14:47.

Schweizermeisterschaft Wasserspringen, Köniz BE:
Frauen. 3-m-Brett: 1. Wiguzowa (Kas) 518,20 (ausser Konkurrenz). 2. Maliev-Aviolat (Lausanne Natation) 505,50. 3. Schneider (SK Bülach) 497,20.
Männer. Turm: 1. Sauthier (Lausanne Natation) 441,20. 2. Bettens (LS Natation) 433,75. 3. Geissbühler (SK Bern) 382,15.

Sonntags-Zeitung: Ein Vorreiter im Namen des Propheten - Unter den schwarzen US-Schwimmern gibt es erstmals ernsthafte Olympia-Aspiranten - trotz sozialen Barrieren.

Britische Trainer gegen Berufung eines ausländischen Trainers im Sydney-Team: Der British Swimming Coaches & Teachers Association (BSCTA) beschwerte sich, dass Gary Vandermeulen, Trainer und Ehemann von Alison Sheppard, Commonwealth-Rekordhalterin über 50-m-Freistil, als offizieller Begleiter bestimmt wurde, obwohl britische Trainer die Selektionskriterien besser erfüllten. Vandermeulen und Alison leben und trainieren in Kanada, er ist nicht britischer Staatsbürger, und habe nicht einmal eine formale Trainerqualifikation. Das sei eine Grundvoraussetzung für eine Offiziellenfunktion, habe man vor Jahren beschlossen. Seine Selektion beruht auf der Position von Sheppard in der Weltrangliste (5. mit 25.12 - Medaillenhoffnung für Sydney). Für den Präsidenten des BSCTA, Dave Heathcock, selber ehemaliger Olympiacoach, ist die Staatsbürgerschaft nicht das eigentliche Problem, sondern der geschaffene Präzedenzfall. Wenn Gary im U.K. gecoacht hätte, wäre alles kein Problem. Man habe schon früher ausländische Trainer selektioniert, z.B. den Amerikaner Chris Martin, der in Birmingham als Trainer wirkte. Es gehe darum, dass in einem britischen Team Leute mithelfen, die einander kennen (Sportler, Trainer, Offizielle, medizinischer und administartiver Support) und mit den Verhältnissen und der Mentalität vertraut seien. Darüber hianus werde der Schwimmsport von der britischen Lotterie mit finanziert. Einen weiteres "Argument" vertrat BSCTA-Organisator Brian McGuinness: Vandermeulen würde in einem britischen Olypmpiaanzug auftreten, der von Marks & Spencer [einer Kaufhauskette] gesponsert wird. Der Anzug sei ohnehin schon genug Schande für Grossbritannien, weil er im Ausland gefertigt werde. In England seien der Textilindustrie in den letzten Jahren 30000 Arbeitsplätze verloren gegangen, weil Marks & Spencer die Einkaufsstrategie geändert habe - so weit sei man mit der "britishness" gekommen. Der BSCTA endet sein Statement mit dem Satz, dass man mit Vandermeulen als zusätzlichem, externem Coach für Sheppard kein Problem habe. Die Aufnahme ins Olympiateam müsse aber durch vorgängige und anhaltende Leistungen für den britischen Schwimmsport zuerst verdient werden.

Line element 11.8. Die USA möchte verstärkt gegen Doping-Missbrauch vorgehen. US-Präsident Bill Clinton hat laut einem Sprecher veranlasst, eine Anti-Doping-Kommission zu gründen. Die Mitglieder dieser Kommission sollen vor allem präventive Massnahmen im Kampf gegen Doping an Schulen und Nachwuchszentren durchführen. US-Dopingjäger Barry McCaffrey kündigte ausserdem an, dass die neue Kommission auch amerikanische Juristen und internationale Organisation bei ihrem Feldzug gegen Dopingmissbrauch unterstützen werde. Clinton zeigte sich beunruhigt über die grosse Menge an Dopingmitteln, die junge Sportler in den USA einnehmen. Seit 1999 hat sich in den USA der Verbrauch von Steroiden um 50 Prozent erhöht. "Der Missbrauch von Drogen kann das Leben eines Sportlers gefährden, abgesehen von den moralischen Aspekten", sagte McCaffrey.

NZZ 11.8.: White Power im Natatorium von Indianapolis: US-Schwimmer kämpfen um Olympia-Tickets und alte Grösse.

NZZ 11.8.: Doping auf Rezept? Wie schnell ist das letzte Quentchen Ansehen verspielt?

Nur 4 Wochen Sperre für Kisselewa. Maria Kisselewa, dreifache Goldmedaillengewinnerin der EM in Helsinki, wird für lediglich vier Wochen (bis zum 21. August) gesperrt. Damit ist die Olympiafavoritin in Sydney startberechtigt. Der Russin war einer von drei EM-Titeln, jener im Duett mit Olga Brusnikina, wegen Ephedrin-Dopings aberkannt worden.

Die Weltranglisten sind nachgeführt. Line element 10.8. Synchro-Bericht von den Masters Weltmeisterschaften

Positiver Ephedrin-Nachweis im Synchronschwimmen: Russisches Duett verliert EM-Titel. (sid) Der russischen Synchronschwimmerin Maria Kisselewa ist vom Doping-Panel des Weltverbandes Fina und des europäischen Verbandes LEN wegen Dopings die EM-Goldmedaille von Helsinki im Duett endgültig aberkannt worden. Kisselewa wurde ein zu hoher Wert des Stimulans Ephedrin zum Verhängnis. Damit erlitten die Olympiavorbereitungen der Russen einen herben Dämpfer. Kisselewa und ihre Partnerin Olga Brusnikina, die in Helsinki auch im Solo den Titel gewonnen hatte, galten an den Olympischen Spielen von Sydney als hohe Favoritinnen. Kisselewa war nach dem Duett-Final am 1. Juli in Helsinki positiv getestet worden; sie muss mit einer zweijährigen Sperre rechnen. Insgesamt waren an den Europameisterschaften in Finnland 83 Urinproben gemacht worden. Bis auf die Probe der Russin war dabei keine positiv. Nach der Disqualifikation der Russinnen gewinnen nachträglich die Französinnen Virginie Dedieu und Myriam Lignot vor dem Duett Spaniens und Italiens die goldene Auszeichnung.

US-Trials: Dara Torres nahe an de Bruijns Weltrekord. Auf ihrem Weg zu den 4. Olympischen Spielen erzielte die 33-jährige Torres in den Vorläufen über 100 m Delfin mit 57.58 die zweitschnellste je erzielte Zeit (WR 56.64). Torres war im Alter von 32 Jahren beim Comeback nach einer Wettkampfpause von 7 Jahren erstmals unter einer Minute geschwommen. Resultate aus Indianapolis: Swimnews.com / Omegatiming.com / Website US Swimming Line element 9.8. Die aktuellsten Online-Resultate von den US-Trials bei: www.omegatiming.com/ Line element 8.8. Ab heute läft die Berichterstattung über die US Olympic Trials auf der Website von US Swimming

Die LEN hat zwei Problem-Dopingfälle. Wie LEN-Direktor Alessandro Sansa am Montag in Rom bestätigte, ist der ungarische Wasserballer Zsolt Varga (Mladost Zagreb) während der Europacup-Endrunde im Mai in Becej/Jugoslawien der Einnahme des Stimulans Phenylephrin überführt worden. Gravierend ist auch der Fall der russischen Synchronschwimmerin Maria Kisselewa, die bei den Europameisterschaften Anfang Juli in Helsinki nach ihrem Titelgewinn im Duett positiv auf Ephedrin getestet worden war. Sansa bestätigte auch die in der Zwischenzeit ausgesprochenen Sperren von zwei Wochen gegen Varga und vier Wochen gegen Kisselewa. Dagegen ist noch nicht über die weiteren Konsequenzen entschieden. Wie der LEN-Direktor erklärte, müsste nach den Regeln des Weltverbandes FINA, denen sich auch die LEN unterwirft, das russische Synchronschwimm-Duett Maria Kisselewa/Olga Brusnikina den Titel verlieren, die in Helsinki zweitplatzierten Französinnen Virginie Dedieu/Myriam Lignot müssten nachträglich auf Rang eins rücken. Diese Vorgehensweise bezeichnete Sansa als "sehr wahrscheinlich". Der Funktionär wollte aber einer Entscheidung des Verbandes nicht vorgreifen. Schwieriger ist das Prozedere im Fall des Wasserballers. Mit Varga hatte Zagreb beim "Final Four" der Landesmeister in Becej das Halbfinale gegen BVSC Budapest 6:4 gewonnen, Varga hatte dabei auch einen Treffer erzielt. Das Finale gegen Gastgeber VK Becej Nis hatte Zagreb dann 8:11 verloren. Das Regelwerk sieht für einen solchen "leichteren" positiven Doping-Fall eines einzelnen Wasserballspielers mit dem Streichen des Ergebnisses die Bestrafung des gesamten Teams vor, "aber dieses Streichen heisst nicht, dass dann der Gegner automatisch der Sieger ist", erläuterte Sansa die FINA-Regularien. Dennoch rechnet der europäische Verband mit Protesten aus Ungarn, sollte BVSC Budapest nicht nachträglich zum Sieger der Halbfinal-Partie ernannt werden. Dann allerdings müsste womöglich das komplette Final-Turnier neu gespielt werden. Sansa sagte, dies sei ein "sehr, sehr schwieriger Entscheidungsprozess", der aber noch innerhalb der kommenden sieben Tage abgeschlossen sein solle. Line element 7.8. Tages-Anzeiger: Vier Goldene Tessiner Tage / Carmela Schlegel (SVL) geht an die WM
NZZ: Olympiaschwimmer in Vevey dominierend
Line element 7.8. Resultate der SVL-SchwimmerInnen an der SM in Vevey, Klubrekorde etc. nachgeführt.

Spitzenleistungen des SV Limmat an den Schweizermeisterschaften in Vevey
Der Aufwärtstrend des SV Limmat hält unvermindert an. An den Schweizermeisterschaften vom 3. - 6. August in Vevey, konnte das 13-köpfige Team unter dem Trainer Flemming Poulsen erneut brillieren.
Dreimal kam der Schweizermeister aus den Reihen des SV Limmat. Katja Reuter sicherte sich über 100m und 200m Rücken ihre ersten beiden Meistertitel in ihrer Karriere und unterbot dabei ihre eigenen Klubrekorde deutlich. Carmela Schlegel gewann nach ihrem Titel über 50m Brust an den vergangenen Hallenmeisterschaften in Genf, nun auch Gold an den Sommermeisterschaften. Und dies auf eindrückliche Art. Sie verbesserte dabei ihren eigenen Schweizerrekord auf 33.05 und qualifizierte sich dabei gleichzeitig für die Weltmeisterschaften im kommenden Jahr in Fukuoka (Jap).
Neben den erwähnten drei Goldmedaillen, gewann der SV Limmat noch zweimal Silber und sechsmal Bronze. Im "Medaillenspigel" bedeutet diese Medaillenausbeute Rang vier. Mit 407 Punkten landete der SV Limmat auch Mannschaftsklassement auf Rang vier. Hinter Uster, Altlandide und Vevey. In Anbetracht, dass das Team des SVL mit 13 Teilnehmern eher eine kleine Gruppe am Start hatte, ein beachtliches Resultat! Total wurden acht neue Klubrekorde und 23 neue Bestzeiten erziehlt. Der nächste "Zielpunkt" sind die Schweizer Vereinsmeisterschaften Anfang Dezember, wo das aufstrebende Team des SVL bestimmt für Gesprächsstoff sorgen wird. Zur Vorbereitung dieser Meisterschaften, reist das Team Anfangs Oktober in ein zehntägiges Trainingslager nach Budapest. Line element 6.8. Der US-Synchronschwimmer Bill May (21) darf in Sydney nicht starten. Der Weltverband Fina hat entschieden, in Sydney im Synchronschwimmen keine Männer starten zu lassen. Bei den meisten internationalen Wettbewerben darf der dreifache USA-Meister mitmachen.

Sonntags-Zeitung: Aus dem Schatten der Schwester Strasser steht im Schweizer Schwimmsport für Erfolg: Nach Chantal sorgt nun Gerry für starke Leistungen.

Sonntags-Zeitung: Kommentar zum EPO-Entscheid des IOC und zur Entwicklung im Doping

NEU: Das europäische Datenaustauschformat im Schwimmen - LENEX

Experten in Dänemark warnen vor einer Welle von nicht nachweisbarem Doping durch Genmanipulation. Der Chef der Fachkommission "Anti-Doping Dänemark", Bengt Saltin, meinte am Montag in der Kopenhagener Zeitung "Politiken", man müsse nach erfolgreichen Tierversuchen mit Muskelwachstum und zu veränderter Blutzusammensetzung durch künstliche Genveränderung in etwa zwei Jahren mit "Gen-Doping" bei Sportlern rechnen. Saltin verwies auf die Verdoppelung der Muskelmasse bei der genetisch manipulierten belgischen Zuchtkuh "Belgian Blue". Bei Affen sei es Wissenschaftlern geglückt, genetisch die Produktion des Blutdopingstoffes EPO in Gang zu setzen. Sowohl genetisch gefördertes Muskelwachstum wie Genmanipulationen im Blut funktionierten als Gendoping gut, bereiteten den Betroffenen aber "gewisse Probleme", meinte der Däne. So führten übergrosse Muskeln zu Überbelastungen von Knochen, Sehnen und Gelenken. Bei den Versuchen mit Affen sei es den Wissenschaftlern noch nicht gelungen, die Produktion von EPO wieder zu stoppen, so dass die Tiere permanent den gesundheitsgefährdenden Hämatokritfaktor 60 hätten. Der Chef der dänischen Radfahrunion, Jesper Worre, erklärte: "Man muss befürchten, dass einige Fahrer derartige Eingriffe vornehmen lassen, obwohl sie die kurz- und langfristigen Nebenwirkungen nicht kennen." Er verlangte ein Eingreifen auf Regierungsebene.

Der deutsche Bundesgerichtshof wird sich mit dem Urteil gegen den einstigen DDR-Sportchef Manfred Ewald frühestens in einigen Monaten beschäftigen. Wie die Berliner Justiz erklärte, müsse zunächst das schriftliche Urteil verfasst und den Beteiligten Gelegenheit zur Revisionsbegründung gegeben werden. Sofern die Revision aufrecht erhalten bleibe, werde der Fall dann an den 5. Strafsenat des Bundesgerichts in Leipzig abgegeben. Wann die Bundesrichter über den Vorwurf der Beihilfe zur Körperverletzung durch Doping-Vergabe entscheiden, sei offen. Ewald war zu 22 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Sowohl Ewald als auch ein Nebenklage-Anwalt, der eine härtere Strafe gefordert hatte, legten dagegen Revision ein. Line element 5.8. Die japanische Schwimmerin Suzu Chiba verliert vor dem Internationalen Sportgerichtshof (CAS) gegen den japanischen Amateur-Schwimmverband, JASF. Der JASF hatte Chiba nicht für Sydney nominiert, wie bereits früher berichtet [Meldungen vom 25.5. und 10.6.2000], obwohl sie die Limiten zur Teilnahme erfüllt hatte. Der JASF habe Chiba nicht ungleich behandelt, sondern die Selektions-Bedingungen nicht klar kommuniziert und müsse darum an Chiba eine Umtriebsentschädigung von 10'000 Franken bezahlen, ordert der CAS in seinem endgültigen Entscheid. Chiba akzeptiert diesen: "Ich glaube es ist ein gerechtes Urteil".

Kanadische Meisterschaften, Winnipeg, 3.-6.8.2000
Portugiesische Meisterschaften, Lissabon, 22.-30.7.2000

Wasserspringen: Jugendeuropameisterschaften in Istanbul, 27.-30.7.2000

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Juli 2000

Line element 23.7.27es Championnats d'Europe juniors, Dunkerque 2000 Line element Championnats suisse de natation 2000

22.7. Offene Meisterschaften von Lissabon, 13.-16.7. Line element 21.7. Doping-Fall Wu Yanyan: Der Schwimm-Weltverband FINA hat am Freitag in Lausanne bestätigt, dass der chinesische Verband CSA Weltrekordlerin und Weltmeisterin Wu Yanyan sowie deren Trainer Wu Jicai wegen eines Doping-Vergehens gesperrt hat. Der Abschlussbericht aus der Volksrepublik läge im FINA-Hauptquartier vor, teilte die FINA mit. Die 22 Jahre alte Wu Yanyan, die das Vergehen bestreitet und nach Medienangaben aus China mit einer Klage gegen ihre Bestrafung vorgehen will, war auf nationaler Ebene wegen Leistungsmittelmissbrauchs mit dem Steroid Norandrosteron für die Zeit vom 17. Mai 2000 bis 16. Mai 2004 von allen Wettkämpfen ausgeschlossen worden. Ihren Coach hatte die chinesische Dachorganisation für zwölf Monate bis 16. Mai 2001 gesperrt. Wann das unabhängige FINA-Doping-Gericht unter dem Vorsitz des Hamburgers Harm Beyer den Fall behandelt, steht nach Angaben von FINA-Direktor Cornel Marculescu noch nicht fest.

Doping-Trainingskontrollen: Weltverbände haben sich geinigt. Die Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) hat knapp zwei Monate vor den Olympischen Sommerspielen in Sydney zusammen mit den 19 Weltverbänden olympischer Sportarten Verträge über Trainingskontrollen unterzeichnet. Mit den neun weiteren Föderationen steht die Agentur in Verhandlungen. Das teilte die Wada am Donnerstag in Lausanne mit. "Es ist ermutigend, dass 19 Verbände das Doping-Problem durch den Beitritt zu unserem Programm so schnell angehen", erklärte der Wada-Vorsitzende Dick Pound. "Besonders erfreulich ist, dass einige Verbände sehr schnell erstmals Trainingskontrollen zulassen. Das ist ein wirklicher Fortschritt für die olympische Bewegung", sagte Pound. Bis zum Beginn der Spiele in Sydney am 15. September will die Wada 2150 so genannte "Out-of-Cometition Tests" durchführen. 400 davon seien bereits vorgenommen worden, weitere 400 sollen innerhalb der kommenden zehn Tage folgen. Diese Verbände haben bereits unterzeichnet: Boxen (AIBA), Reiten (FEI), Basketball (Fiba), Kanu (FIC), Hockey (FIH), Ringen (Fila), Schwimmen (Fina), Rudern (Fisa), Bogenschiessen (Fita), Leichtathletik (IAAF), Badminton (IBF), Judo (IJF), Segeln (Isaf), Softball (ISF), Schiessen (ISSF), Tischtennis (ITTF), Triathlon (ITU), Radsport (UCI) und Taekwondo (WTF). Noch in Verhandlungen mit der Wada sind: Fechten (FIE), Fussball (Fifa), Turnen (FIG), Volleyball (FIVB), Baseball (IBAF), Handball (IHF), Tennis (ITF), Gewichtheben (IWF) und Modernen Fünfkampf (UIPM).

Wir begrüsssen im Netz:
Vevey Natation

Dopingpass lanciert. Knapp zwei Monate vor Beginn der Olympischen Spiele in Sydney lancierte die Australian Sports Drugs Agency einen Dopingpass. In diesem Dokument werden alle Dopingtests, denen sich ein australischer Athlet unterziehen musste, sowie die entsprechenden Resultate registriert. Der Besitz eines solchen Passes ist freiwillig. Er soll jedoch dazu dienen, den Ruf eines Athleten durch Offenlegung der Testresultate zu schützen. Bislang prominentester Inhaber des Passes ist Ian Thorpe, der 17-jährige Weltrekordhalter über 400 m Freistil. In seinem Ausweis sind 19 Tests registriert, die belegen sollen, dass seine Rekorde ohne leistungsunterstützende Mittel zu Stande gekommen sind.

Perkins und Kowalski verletzt. Dass Kieren Perkins, zweifacher australischer Olympiasieger über 1500 m, in Sydney der erste Schwimmer überhaupt sein wird, der dreimal Gold in derselben Disziplin gewinnt, wird immer unwahrscheinlicher. Perkins hat seine Teilnahme am GP von Brisbane vom kommenden Wochenende wegen einer Zerrung im Wirbelsäulenbereich absagen müssen, nachdem er über eine Woche nicht trainieren konnte. Ebenfalls verletzt ist sein Gegner auf den 1500 m, Daniel Kowalski. Der Bronze- und Silbermedaillengewinner von Atlanta hat seit längerem Schulterprobleme.

Line element 20.7. Wu Yanyan kämpft gegen ihre Dopingsperre an: Die chinesische Spitzenschwimmerin Wu Yanyan streitet nach ihrer Vier-Jahres-Sperre, die der nationale Verband CSA gegen die 22-Jährige ausgesprochen hat, jeglichen Doping-Missbrauch vehement ab. Sie habe "eine Vielzahl von Beweisen für ihre Nicht-Schuld", meldete am Donnerstag die Pekinger Tageszeitung "Morning Post". Die Weltrekordlerin und Weltmeisterin über 200 Meter Lagen strebt nach Angaben chinesischer Medien eine Klage gegen die nationale Dachorganisation an. Die lange Sperre bedeute das Ende ihrer Karriere. Die Suspendierung ihres Trainers Wu Jicai für ein Jahr sei gleichfalls unbegründet, liess die Athletin wissen. Wu Yanyan war von ihrem Verband wegen Dopings mit dem Steroid Norandrosteron bei der Olympia-Qualifikation im Mai von allen Wettkämpfen ausgeschlossen worden. Der chinesische Verband versucht in Kooperation mit dem Weltverband FINA, das Dopingproblem in der Volksrepublik zu bekämpfen. Seit 1994 sind 14 chinesische Schwimmerinnen und Schwimmer des Dopings überführt worden. Den letzten grossen Doping-Skandal des chinesischen Schwimmsports hatte es während der Welttitelkämpfe im Januar 1998 in Perth gegeben, als vor Beginn der Wettbewerbe vier Chinesen positiv auf Diuretika getestet worden waren. Die ehemalige Weltklasse-Schwimmerin Yuan Yuan und ihr Trainer waren damals bei der Einreise nach Australien mit 13 Ampullen eines Wachstumshormons in ihrem Gepäck erwischt und sofort gesperrt worden.

Italien hat jetzt das härteste Doping-Gesetz der Welt: Der italienische Staat hat den Dopingsündern mit dem härtesten Dopinggesetz der Welt den Krieg erklärt. "Wer dopt, landet im Gefängnis", titelte die "La Repubblica" am Donnerstag. Und das bis zu sechs Jahre lang. Das Abgeordnetenhaus hat das Gesetz am Mittwochabend mit der Regierungsmehrheit verabschiedet. Folgt in der nächsten Woche - wie allseits erwartet - die Zustimmung des Senats, wird Doping in Italien noch vor den Olympischen Spielen in Sydney zur Straftat. Wer dopt oder gedopt ist, wird zum Kriminellen. Dopingbekämpfung ist dann Staatssache. Das Nationale Olympische Komitee Italiens (CONI) ist enteignet. Das Gesundheitsministerium hat die Dopingkontrollen komplett an sich gerissen.

O'Neill fordert Strafverschärfung. Die australische Schwimm-Olympiasiegerin Susie O'Neill fordert die rückwirkende Bestrafung von Dopingsündern.O'Neill, die sich um einen der acht Athleten-Plätze im internationalen Olympischen Komitee (IOC) bemüht, sagte, Sportler wie die chinesische Schwimmerin Wu Yanyan sollten aus den Rekordlisten gestrichen werden. "Ich glaube, sie sollte die Medaillen ihrer gesamten Karriere verlieren", sagte O'Neill am Donnerstag in Brisbane. Es müsse allerdings erst ein rechtlicher Rahmen geschaffen werden, erklärte die 26-jährige Susie O'Neill, die im Mai den ältesten Schwimm-Weltrekord gelöscht hatte und als Favoritin für die 200 Meter Schmetterling in Sydney gilt. Blut einzufrieren, bis bessere Dopingtests vorliegen, sei allein keine Lösung. "Wir haben inzwischen herausgefunden, dass die Ostdeutschen gedopt haben, aber niemand bekommt ihre Medaillen, und es ändert die Ergebnisse überhaupt nicht", betont O'Neill. Die Australierin versprach auch, sich im Fall ihrer Wahl in die Athleten-Kommission des IOC insbesondere um die Doping-Problematik zu kümmern. Die acht Mitglieder sollen während der Olympischen Spiele gewählt werden, es gibt rund 45 Bewerber. Vor ihrem Vorstoss gegen Dopingsünder hatte die australische Weltklasse-Schwimmerin die niederländische Weltrekordlerin Inge de Bruijn des Missbrauchs unerlaubter Mittel bezichtigt, sich aber dafür in der Zwischenzeit entschuldigt.

Die endlosen Bodysuit-Debatten werden langsam lästig für die SchwimmerInnen. Die US-SchwimmerInnen werden langsam überdrüssig ob des dauernden Hin und Hers. Nachdem US-Swimming entschieden hatte, dass Bodysuits an den Trials nicht erlaubt sind, hatten sie sich auf diese Ausgangslage eingestellt. Jetzt, 2 Wochen vor den Trials, müssen sie sich umstellen und überlegen was am Besten zu tun ist. Hinter dem ganzen Hin und Her steht ja nicht der Sport sondern das Geschäft. Sportliche Gewinner sind möglicherweise diejenigen, die schon immer auf Bodysuits gesetzt haben, z.B. 200-Delfin-WR-Halter Tom Malchov: "Warum sollten wir die Anzüge an den Trials nicht tragen - in Sydney sind sie ja erlaubt." Demgegenüber meint der Sprinter Bill Pilczuk, dass die Auftrieb verleihenden Anzüge die muskulöseren SchwimmerInnen bevorteilt (weil sie in der Regel tiefer im Wasser liegen), die Legalisierung sei unfair für die Mageren. Die Rückenschwimmerin Bedford glaubt, dass die jüngeren und unerfahreneren SchwimmerInnen mit dem neuen Entscheid schlechter fahren werden.

Die Schuld am Hin und Her nur US Swiming anlasten zu wollen ist nicht richtig. US Swimming verlangte von den Herstellern TYR, Adidas, Speedo und Nike, dass sie allen rund 1300 Trial-TeilnehmerInnen bis am 16.6. Anzüge zur Verfügung stellen müssten. Nur Adidas war ursprünglich in der Lage. Darum entschied US Swimming am 22.6. gegen die Verwendung der Bodysuits an den Trials. Nachher kehrte die Meinung der Hersteller plötzlich um, es ginge jetzt doch.

Thorpe ergreift die Initiative: Er will die Ehre haben, als erster Schwimmer eine Blutprobe für die Dopingkontrolle geben zu können, falls es einen validierten Test gebe.

Wasserball: Playoff (Best of 5). 2. Spiel: Kreuzlingen - Horgen 12:11 n. V., Stand 1:1. Line element Janet Evans Invitational Los Angeles (13.-16.7.)

Long Island Open (14.-16.7.)

19.7. Weltranglisten und -bestenlisten nachgeführt

Dopingsünderin Yanyan will auspacken: Laut der Tageszeitung "Jianghui Morning Post" gerät der chinesche Schwimmverband (CSA) unter Druck. Die Spitzen-Athletin Wu Yanyan, die wegen Dopings für vier Jahre gesperrt wurde, will ihr Schweigen brechen und über die Dopingpraxis in China erzählen und damit ein gerichtliches Verfahren anstrengen. "Das ist eine absolut unfaire Bestrafung", sagte die 22 Jahre alte Schwimm-Weltrekordlerin in einem Interview in ihrem Haus in der Provinz Guangxi in Südchina. "Bisher habe ich meinen Mund gehalten, aber wenn man hofft, dass ich das weiter tue, dann täuscht man sich. Ich habe eine Menge Material, ich habe Beweise, es werden noch einige ganz grosse Dinge rauskommen." Yanyan war im Mai bei den chinesischen Olympiaausscheidungen in Jinan des Gebrauchs des anabolen Steroids Norandrosteron überführt worden. Die CSA sprach am vergangenen Montag eine Sperre von vier Jahren und eine Geldstrafe von 8000 Yuan (etwa 2000 Mark) aus. Ihr Trainer Wu Jicai wurde für ein Jahr gesperrt und muss rund 1000 Mark bezahlen. Die Chinesin hatte im Oktober 1997 in Schanghai in 2:09,79 Minuten den Weltrekord über 200 Meter Lagen verbessert. Im folgenden Januar gewann sie im australischen Perth über dieselbe Distanz den WM-Titel.

Jingyi Le nicht in Sydney. Jingyi Le, die Olympiasiegerin von 1996 über 100 m Freistil, nimmt an den Olympischen Spielen in Sydney nicht teil. Sie hat sich zu spät für eine Teilnahme an den chinesischen Qualifikationswettkämpfen in Jinan entschieden und wurde vom nationalen Verband deshalb nicht registriert.

Kehrtwende bei US Swimming: Bodysuit-Verbot für die US-Trials aufgehoben. Auf Druck von TYR hat die Leitung von US-Swimming mit 15 zu 6 Stimmen den früheren Entscheid aufgehoben: Alle von der FINA bewilligten Anzüge sind gestattet. Das Verbot sei unter dem Eindruck entstanden, dass die Hersteller die Versorgung nicht sicher stellen könnten. Diese Annahme habe sich jetzt als falsch heraus gestellt, der neue Entscheid sei nicht leicht gefallen.

Wir begrüssen in der Netzgemeinde:


Nota bene die Link-Seite der CH-Klubs: http://www.fsn.ch/links

Bericht von den 25. Swiss Open vom 11. - 16. Juli 2000 im Lido in Locarno
Trainerinnen: Carry Berendsen, Susi Morger, Olga Sedakova (für
Nationalmannschaft); Richterinnen: Carry Berendsen, Barbara Brennwald (& Assistant Referee), Susi Morger, Simone Suter
Chaperon: Marianne Perk (für Nationalmannschaft), Simone Suter
SOLO Technical Routine/ SOLO Free Routine/ SOLO (26 TN)/ Total-Score
1. USA May William 34.347 (35 %) 64.004 (65 %) 98.351
2. CHINA Li Yuangyuan 33.180 62.574 95.754
3. CHINA Li Min 32.970 61.576 94.546
4. LNZ/SUI Perk Madeleine 32.317 60.234 92.551
11. LNZ Weber Jessica 28.490 53.604 82.094
DUETT Technical Routine/ Duett Free Routine/ Duett (24 TN)/ Total-Score
1. CANADA Carver Dias Claire Letourneau Fanny 34.020 (35 %) 63.830 (65 %) 97.850
2. USA Koslova Anna Middaugh Tuesday Barton Carrie 34.113 63.310 97.423
3. CHINA Li Min Li Yuangyuan Hou Yingli 33.180 62.746 95.926
6. LNZ/SUI Perk Madeleine Rüegg Corinne Schmid Belinda 32.433 60.320 92.753
11. LNZ Huber Nadine Perk Sonja Weber Jessica 28.77 56.074 84.844
21. LNZ Bösch Manuela Gmünder Christina 25.387 47.666 73.053
TEAM Technical Routine/ Team Free Routine Team/ (14 TN) Total-Score
1. CANADA 34.067 (35 %) 63.830 (65 %) 97.897
2. CHINA 32.783 62.140 94.923
3. Switzerland 31.943 59.626 91.569 (Blasimann Claudia & Fuchs Sandra (PC Bern), Brunner Magdalena & Eggenberger Katrin (SCF Buchs), Perk Madeleine & Rüegg Corinne & Belinda Schmid (LNZ Zürich), Rüfenacht Regina & Torre Daniela & Von Gunten Romana (SC Solothurn)
5. Limmat Nixen Zürich 29.727 55.424 85.151 (Bösch Manuela, Dürst Alessia, Gmünder Christina, Huber Nadine, Perk Sonja, Pesse Nina, Schwegler Cäcilia, Suter Aline, Weber Jessica) Line element 18.7. Wu Yanyan für 4 Jahre geperrt - Zusätzlich 1000 Dollar Geldstrafe. Die des Dopings überführte chinesische Schwimmerin und Weltrekordlerin Wu Yanyan ist für vier Jahre von der Teilnahme an Wettkämpfen ausgeschlossen worden. Zusätzlich müsse sie eine Strafe von 8000 Yuan (1000 Dollar) bezahlen, berichteten chinesische Zeitungen am Dienstag. Der chinesische Schwimmverband gab bekannt, dass auch Trainer Wu Jicai für ein Jahr gesperrt worden sei und eine Strafe von 4000 Yuan zahlen müsse. Vergangenen Donnerstag war bei einem Routinetest das Anabolikum Norandrosteron nachgewiesen worden. Die 22-Jährige aus Guangxi, die bei den Spielen in Atlanta Platz zehn über 200 Meter Lagen erreicht hatte, war auf nationaler Ebene bereits von Olympia in Sydney ausgeschlossen worden. Wu Yanyan ist seit dem 17. Oktober 1997 mit einer Zeit von 2:09,72 Minuten Weltrekordlerin über 200 Meter Lagen.

Bremer: "Es tut mir leid." Der deutsche Schwimmer Chris-Carol Bremer hat sich für die Doping-Vorwürfe gegen den australischen Weltrekordler Ian Thorpe entschuldigt. Das wurde am Dienstag in Sydney bekannt. Bremer beschuldigte in einem Brief an Thorpe die Presse, seine Aussagen in einem falschen Zusammenhang wiedergegeben zu haben. Australische Zeitungen hatten berichtet, Bremer habe Thorpe in einem Interview mit der Tageszeitung "Die Welt" wegen dessen grosser Füsse der Einnahme von Wachstumshormonen verdächtigt. "Es tut mir sehr leid, was dir passiert ist. Viel Glück mit deinem Schwimmen", schrieb Bremer. Der Aktivensprecher der deutschen Schwimmer erklärte, er habe Thorpe in dem Interview "nie erwähnt". Auf die Frage, ob er glaube, dass es einen Zusammenhang zwischen den Dopingmitteln und den grossen Füssen Thorpes gäbe, habe er einen Kommentar verweigert. Über Bremers angebliche Anschuldigungen hatte die meistgelesene Zeitung Australiens, der "Sun-Herald" aus Melbourne, auf der Titelseite berichtet. Thorpe will am Donnerstag Einzelheiten über seine bisherigen Dopingtests bekannt geben. Er hat auch angeboten, Blutproben von sich einfrieren zu lassen, bis zuverlässige Tests für Wachtumshormone und andere Dopingmittel zur Verfügung stehen.

Endlich: 22 Monate für Ewald und 18 für Höppner am Doping-Prozess in Berlin. (Aber ins Gefängnis muss trotzdem niemand...)

18.7. Neue Meetingresultate bei Swimnews:
Norwegische Meisterschaften 13.-16.7.
2000 Long Island Open 13.-16.7.
Janet Evans Invitational - Los Angeles, CA, U.S.A., 13.-16.7.
Schottische Offene und Jugendmeisterschaften - Glasgow, U.K., 7.-9.7.
2000 Mel Zajac Junior Internationales Meeting - Vancouver, Kanada, 7.-9.7.
Ontario LC Junior & Swad Senior Provinzmeisterschaften - Thunder Bay, ON, Kanada, 6.-9.7.
Man/Sask 2000 Open LC Championships - Winnipeg, Kanada, 29.6.-2.7.
Kanadische Ostküstenmeisterschaften - Halifax, Kanada, 30.6.-2.7. Line element Janet Evans Invitational Los Angeles (13.-16.7.)

Long Island Open (14.-16.7.)

Line element 17.7. Popow bereitet sich in Canberra auf Olympia vor: Eine Einladung von Staatspräsident Wladimir Putin nach Moskau hat der viermalige russische Schwimm-Olympiasieger Alexander Popow abgelehnt. "Es tut mir leid, aber ich habe einfach keine Zeit für so eine Reise", erklärte Popow, der sich im australischen Canberra auf die Sommerspiele in Sydney vorbereitet. Der russische Präsident wird es verkraften, schliesslich hat er alle Olympia-Teilnehmer seines Landes in die Hauptstadt gebeten.

Ewald-Urteil weiterhin ungewiss Berlin: Der wichtigste Prozess um das Doping im DDR-Sport wird morgen in Berlin fortgesetzt. Nachdem die Nebenklage vergangene Woche weitere Beweisanträge im Verfahren gegen den DDR- Sportchef Manfred Ewald gestellt hatte, wird jetzt mit einer Entscheidung des Berliner Landgerichts über den Fortgang des Prozesses gerechnet. Die Strafkammer könnte sowohl weitere Zeugen vernehmen als auch die Beweisaufnahme schliessen und dann ein Urteil fällen. Die Justizpressestelle konnte am Montag noch keine Auskunft geben, ob bereits an diesem Dienstag das Urteil fällt. Ursprünglich hatte das Gericht das Urteil wegen des Vorwurfs der Beihilfe zur Körperverletzung an 22 frühere DDR-Athletinnen bereits vor eineinhalb Wochen verkünden wollen. In der Beratung kam die Kammer aber zu dem Schluss, doch noch weitere Zeugen zu vernehmen. Zudem verlangte die Nebenklage, weitere Einzelheiten des Dopings in der DDR aufzuklären. Dabei geht es insbesondere um die Frage, ob Ewald und der ebenfalls angeklagte Sportmediziner Manfred Höppner auch für die Vergabe von Doping-Mitteln an Sportler verantwortlich waren, die nicht zu einer so genannten Kaderklasse im DDR-Sport.

Um ein Rekordpreisgeld von 778.000 US-Dollar (rund 1,64 Millionen Mark) geht es bei dem um zwei auf zehn Meetings verkürzten Kurzbahn-Weltcup. Diese Prämien zahlen der Weltverband Fina und die jeweiligen Organisatoren. Die Steigerung um eine halbe Million Dollar geht auf das Konto der zehn Ausrichter, von denen jeder 50.000 Dollar bei seiner Veranstaltung ausschüttet. Für den Sieg in einer der 34 Kategorien gibt es am Ende wie in der vergangenen Saison 4000, für Platz zwei 2.000 und für den Dritten noch 1000 Dollar. Dazu kommen maximal 40.000 Dollar als Prämien für Weltrekorde (4.000 pro Bestmarke). Die Daten zum Vormerken:
10.-12.11.2000 Brasilien, Rio de Janeiro
15.-16.11.2000 USA, Washington DC
18.-19.11.2000 Canada, Edmonton
1.-2.12.2000 China, Shanghai
5.-7.12.2000 Australien, Melbourne
13.-14.01.2001 Italien, Neapel
17.-18.01.2001 U.K., Sheffield
20.-21.01.2001 Deutschland, Berlin
24.-25.01.2001 Schweden, Stockholm
27.-28.01.2001 Frankreich, Paris

Doping-Vorwürfe zurückgenommen: Die australische Schwimm-Olympiasiegerin Susie O'Neill hat ihre öffentlichen Doping-Verdächtigungen gegen die Holländerin Inge de Bruijn zurückgenommen und sich entschuldigt. O'Neill hatte die Weltrekord-Serie der Freistil- und Schmetterlings-Spezialistin in einem Interview als "sehr verdächtig" bezeichnet und gesagt: "Ich möchte zwar glauben, dass sie sauber ist, aber mit Bestimmtheit können wir das nicht wissen." De Brujin: "Das hätte ich nicht erwartet!" Per e-mail bat O'Neill die Niederländerin jetzt um ihre Telefonnummer im Trainingslager in Portland (USA), um ein persönliches Gespräch zu führen. "Sie war immer sehr nett zu mir. Das hätte ich nicht erwartet", hatte de Brujin die Vorwürfe der Australierin kommentiert. Doch die siebenfache Weltrekordlerin kündigte an, erstmal das Gespräch abzuwarten: "Vielleicht hat sie es der Presse gar nicht so gesagt, wie es bei mir letztlich angekommen ist."

Wasserball, Horgen. 1. Playoff-Finalspiel (Best of five): Horgen - Kreuzlingen 10:8. Nächstes Spiel: Mittwoch in Kreuzlingen. [TA 17.7.]

Synchronschwimmen, Swiss Open: Belinda Schmid mit Knieverletzung. Wenige Wochen vor Sydney erlitt Belinda Schmid an den Landesmeisterschaften in Locarno eine erhebliche Knieverletzung. Beim Einturnen fürs Duett renkte sich die Zürcher Limmatnixe die Kniescheibe aus und musste ins Spital gebracht werden. Heute wird Schmid in Zürich genauer untersucht. Ihr Start in Sydney scheint ernsthaft gefährdet. Locarno. SM. Solo: 1. Madeleine Perk (Limmatnixen) 92,550. 2. Kaiser (SN Lugano) 85,060. 3. Rüfenacht (SC Solothurn) 83,750. - Duett: 1. Perk/Corinne Rüegg (Limmatnixen) 92,753. 2. Brunner/Eggenberger (SC Flös Buchs) 85,054. 3. Huber/Sonja Perk (Limmatnixen) 84,844. - Teams: 1. Limmatnixen 85,151. 2. SC Flös Buchs 82,913. 3. SC Solothurn 80,256. [TA 17.7.]

Nach seiner Rehabilitation durch die FINA (Dopingvergehen), ist der spanische Langstreckenschwimmer David Meca-Medina wieder auf Siegeskurs, zuletzt in Atlantic City, USA (37 km, Wasser- und Lufttemperatur 18 Grad). Resultate:
Männer
1. David Meca-Medina, Barcelona, Spain 7:40:15
2. Stephane Lecat, Paris, France 8:04:17
3. Andre Wilde, Rostock, Germany 8:04:32
4. Gabriel Chaillou, Buenos Aires, Arg 8:04:52
5. Gabe Lindsey, Athens, Ga. 8:06:32
6. Liam Weseloh, Toronto, Canada 8:07:38
Frauen
1. Regan Scheiber, Mukilteo, Wash. 8:10:31
2. Angela Mauer, Wiesbaden, Germany 8:11:01
3. Peggy Buchse, Rostock, Germany 8:20:37
4. Samantha Chabotar, Egg Harbor Township 8:22:57
5. Britta Kamrau, Rostock, Germany 8:27:39
6. Rose Rice, Washington, D.C. 8:52:03 Line element 16.7. Sydney - Im verbalen "Krieg" der Schwimm-Nationen Australien und Deutschland hat der australische Spitzenschwimmer Grant Hackett eine neue Runde eröffnet. "Du begreifst es einfach nicht, Chris Carol Bremer. Hallo? Bist Du hirntot oder was?", schreibt der olympische Goldanwärter über 1500 Meter Freistil in einem Exklusivbeitrag für den Sunday Telegraph in Sydney. Gesamte australische Team sei sauber. Hackett wirft Bremer vor, die Karriere von Ian Thorpe beflecken zu wollen, obwohl der mehrmalige Weltrekordler der Mann sei, für den man wegen der Unzahl der Dopingtests seine Hand am ehesten ins Feuer legen könnte. Das gesamte australische Team sei sauber, um das zu beweisen, "würde ich sogar vor den Augen eines Unbekannten in eine Flasche pinkeln", so Hackett. Ist Schuhgröße 51 ein Indiz für Doping? Nach Meinung der Australier hat der deutsche Aktivensprecher Bremer in Zusammenhang mit dem 17 Jahre alten "Wunderkind" Thorpe erklärt, dass grosse Hände und Füsse Nebenwirkungen beim Einsatz von verbotenen Wachstumshormonen seien. Thorpe hat Schuhgrösse 51. Bremer seinerseits versicherte bereits mehrfach, dass er nicht speziell Thorpe, sondern das Dopingproblem im Schwimmen und Sport generell angespochen habe: "Jeder soll sich sein eigenes Urteil bilden." Im Februar hatte es in "Down under" die erste Welle der Empörung gegeben, nachdem der deutsche Trainer Manfred Thiesmann Thorpes Weltrekorde angeblich als ein mögliches Doping-Resultat bezeichnet hatte. Thorpe will Liste seiner Dopingtests vorlegen. Thorpe will derweil als Reaktion auf angebliche deutsche Vorwürfe am kommenden Donnerstag öffentlich eine komplette Liste seiner Dopingtests vorlegen. Manager Dave Flaskas: "Jedes Mal, wenn Ian beschuldigt wurde, ist er danach Weltrekord geschwommen. Wir freuen uns deshalb auf die nächsten Anschuldigungen vor dem olympischen 400-Meter-Finale."

Los Angeles - Internationales Meeting. Männer. 200 m Rücken: 1. Piersol (USA) 1:59,01. 2. Krayzelburg (USA) 1:59,34. - 200 m Delfin: 1. Malchow (USA) 1:55,84. 2. Pictucha (Ka) 1:59,41. - Frauen. 100 m Crawl: 1. Thompson (USA) 54,27 (US-Rekord, bisher Thompson 54,48). 2. Torres (USA) 54,47. 3. Van Dyken (USA) 55,76. - 400 m Crawl: 1. Poll (Costa Rica) 4:09,04. - 200 m Delfin: 1. Hyman (USA) 2:09,68. 2. Sandeno (SA) 4:14,35.

Schweizermeisterschaften in Vevey: Provisorische Meldeliste

Schweizer Nachwuchswettkämpfe in Chur: Provsorische Meldeliste

Die Bodysuit-Hersteller erwarten nächste Woche einen Entscheid hinsichtlich der Frage, ob an den US-Trials nun doch Bodysuits getragen werden dürfen. Nachdem TYR beim USOC Protest eingelegt hat, wird, falls TYR und US Swimming bis am Dienstag keine Einigung erreichen, ein Schiedsgericht (American Arbitration Association) einen Entscheid fällen. Line element 15.7. Masters European Championships 2001 Palma de Mallorca

EM Helsinki: Leistungsvergleich

Immer noch kein Doping-Urteil: Langsam droht der Doping-Prozess gegen den DDR-Sportchef Manfred Ewald und den ehemaligen DDR-Sportarzt Manfred Höppner zur Farce zu werden. Wieder verging gestern ein Prozess-Tag, ohne dass das langerwartete Urteil gesprochen wurde. Geklärt werden sollte die vorher nicht beachtete Frage, ob die beiden Nebenklägerinnen Birgit Böse und Carola Beraktschjan überhaupt zu einer der drei Kaderklassen gehörten, die in die Doping-Konzeption der DDR eingebunden waren. Wäre das nicht der Fall, hätten sie kein Recht, als Nebenklägerin aufzutreten. Die beiden Trainerinnen bestätigten, dass die Sportlerinnen nicht in der Kader-Klasse trainierten - eine per eidesstattliche Versicherung, die andere als Zeugin. Doch statt nun die extra zur Klärung dieser Frage wiederaufgenomme Beweisaufnahme abschliessen zu können, musste der vorsitzende Richter Dirk Dickhaus neue Anträge der Nebenklage annehmen. Dabei sollen weitere Zeugen befragt werden. Überwiegend ehemalige Verbands- und Sektionsärzte. "Ich befürchte, dass ohne diese Aussagen für das Gericht die Lücken zwischen Trainern und Ärzten vor Ort und den Hauptverantwortlichen im Doping nicht geschlossen und die körperverletzende Vergabekette nicht belegt werden kann", begründete Anwalt Michael Lehner seine Anträge. Line element 14.7. Druck auf US Swimming wächst: Adidas gelangte an US Swimming, um das Trageverbot von Bodysuits an den US-Trials umzustossen. Sie sagen, sie hätten genügend Anzüge, um die rund 1300 WettkämpferInnen auszustatten. Nike und Speedo haben aber offenbar Lieferschwierigkeiten. Der US-Olympiatrainer Mark Schubert will endlich wissen was jetzt gelte. Man solle sich auf das Schwimmen konzentrieren. Er hoffe, dass der Entscheid von US Swimming nicht aufgehoben werde - die SchwimmerInnen seien zufrieden damit.

Wouda schwimmt in Sydney 400 Lagen nicht, nachdem er in Helsinki den Final verpasst hat.

Chinesische Weltrekordlerin gedopt. Die chinesische Topschwimmerin Wu Yanyan (22) ist wegen Dopingmissbrauchs von ihrem nationalen Verband bis auf Weiteres gesperrt worden und darf an den Olympischen Spielen in Sydney mit Sicherheit nicht teilnehmen. Der 200-m-Lagen-Weltrekordhalterin wurde nachgewiesen, im Mai an den Landesmeisterschaften in Jinan das Anabolikum Norandrosteron verwendet zu haben. Die Weltmeisterin von Perth muss seitens des Weltverbandes Fina mit einer vierjährigen Verbannung rechnen.

Geburtstagsfest der Sporthilfe. Zu ihrem 30. Geburtstag organisisert die Schweizer Sporthilfe auf dem Flugplatz Buochs/Ennetbürgen ein Sportfest, an dem gegen 30 Sportverbände mit über 300 Spitzenathleten mitwirken werden. Der Auftritt der Patrouille Suisse wie auch eine einmalige Musikfeuerwerk- und Lasershow bilden nur zwei der Höhepunkte der über zwölf Stunden dauernden Veranstaltung. Die Organisatoren rechnen mit 30 000 Besuchern. Aus der Benefizveranstaltung soll ein Erlös von 300 000 Franken resultieren, der zur Förderung des Sportnachwuchses eingesetzt würde. Line element NZZ 12.7.: Eine neue Studie sieht im Schweizer Hochleistungssport noch gehörig Steigerungspotenzial - Sportliche Grossmacht oder biederes Mittelmass?

Wasserball: NLA - Playoff-Halbfinals (Best of Five): Horgen und Kreuzlingen im Final. 4. Runde: Aegeri - Horgen 5:11; Schlussstand 1:3. Kreuzlingen - Lugano 6:5 Schlussstand 3:1.

TYR ficht Bodysuit-Entschied von US Swimming an: TYR ist mit dem Verbot an den US-Trials nicht einverstanden und legt beim US Olympischen Komittee offiziellen Protest ein. US Swimming entschied aus Gründen der Verfügbarkeit und der Fairness, dass Bodysuits an den Trials nicht erlaubt sind, wohl auch, weil man von einzelnen Schwimmern juristische Schritte befürchtet. TYR sagt, dass der wahre Grund Speedos Lieferschwierigkeiten seien. TYRs eigener Bodysuit, Aquapel, sei aber verfügbar für alle. US Swimming halte sich nicht an die Freigabe der Anzüge durch die FINA und die Bestätigung dieses Entscheids durch den internationalen Sportsgerichtshof. Die Sportgesetzgebung in den USA besage, dass die Entscheide internationaler Sportsbehörden durch nationale Verbände nicht aufgehoben werden könnten.

Cadillac Challenge Swim Series: Janet Evans Invitational Los Angeles (13.-16.7.)
Long Island Open (14.-16.7.) Line element 11.7. Wer beim Doping hilft, riskiert ein Berufsverbot: Britische Ärzte und Fachärzte, die Sportlern Anabolika und andere leistungssteigernde Substanzen verordnen, müssen zukünftig mit einem Berufsverbot rechnen. Der britische Ärztetag beschloss eine Bestimmung, die "Doping-Ärzten" drakonische Strafen androht. Der Ärztebund (British Medical Association, BMA), der landesweit rund 75'000 Kolleginnen und Kollegen vertritt, zeigte sich besorgt über die weite Verbreitung von Anabolika und anderen illegalen, leistungssteigernden Substanzen. "Immer mehr Freizeitsportler fragen ihren Hausarzt nach einem Rezept für Anabolika", so Dr. Ian Bogle, BMA-Chairman. "Die Verschreibung von Anabolika zur sportlichen Leistungssteigerung verstösst gegen die Berufsethik und muss bestraft werden!" Laut BMA hat eine Untersuchung ergeben, dass inzwischen rund zehn Prozent der in britischen Fitnessstudios trainierenden Bodybuilder Anabolika benutzen. In neun von zehn Fällen geschehe dies, um "grösser und muskulöser" zu werden. Nicht selten wisse der Arzt davon oder unterstütze sogar die Einnahme. Die kürzlich in London beendete BMA-Jahrestagung verurteilte Versuche der Regierung, in die ärztliche Selbstverwaltung einzugreifen. Gesundheitsminister Alan Milburn wurde vorgeworfen, er nehme die Verurteilung von Dr. Shipman zum Vorwand, um die ärztliche Selbstverwaltung zu untergraben. Dr. Shipman war kürzlich des Mordes an 15 seiner Patienten für schuldig befunden worden (wir berichteten). Die Regierung sagt, die ärztliche Selbstverwaltung habe versagt. Die BMA forderte Krankenhäuser auf, keinen Druck auf Assistenzärzte auszuüben, Notfallpatienten im Falle eines Herzstillstandes nicht wiederzubeleben. Nach Angaben von Bogle kommt es "jährlich tausendfach" vor, dass auf den Unfallstationen Patienten nicht wiederbelebt würden, weil in den Krankenakten der Zusatz stehe "do not resuscitate" (nicht wiederbeleben). Assistenzärzte würden oftmals von Krankenschwestern unter Druck gesetzt, einen entsprechenden Vermerk zu schreiben, weil dies einfacher sei. Die BMA verurteilte die Praktik und wies Krankenhausärzte auf ihre "moralische Pflicht zur Wiederbelebung" hin. Ausserdem beschloss der Ärztetag eine Untersuchung einzuleiten, ob in staatlichen Krankenhäusern ältere Patienten diskriminiert werden. Britische Patientenverbände berichten, dass ältere Patienten oftmals aus Kostengründen nicht die medizinisch notwendigen Behandlungen erhielten. Line element Europameisterschaften Schwimmen, Helsinki, 28.6. - 2.7.2000: Server in Helsinki - Resultate bei SwimNews

Live-Resultate von Omega-Timing

Les photos des suisses / Die Fotos der SchweizerInnen

Die Resultate der SchweizerInnen Line element 10.7. EM Helsinki - Medaillenspiegel
Gold/Silber/Bronze
Russia 16 3 4
Germany 7 12 2
Italy 6 7 3
Sweden 6 2 3
Ukraine 4 3 6
Spain 4 1 6
Romania 3 6 5
Hungary 3 1 0
France 1 2 6
Switzerland 1 1 1
Finland 1 1 1
Slovakia 1 1 1
Belarus 1 1 0
Poland 1 1 0
Croatia 1 0 0
Netherlands 0 5 2
Britain 0 2 6
Denmark 0 2 2
Belgium 0 1 2
Lithuania 0 1 0
Czech Republic 0 0 2
Austria 0 0 1
Israel 0 0 1
Turkey 0 0 1

Popow vorolympischer Sieger. Alexander Popow blieb im vorolympischen Duell mit Pieter van den Hoogenband (Ho) auch Sieger über die Crawl-Sprintdistanz. In 21,95 steigerte er sich gegenüber dem Vorlauf um drei Hundertstel. Popow, der an den russischen Meisterschaften vor einem Monat in 21,64 Weltrekord geschwommen war, ist in diesem Jahr der einzige, der unter der 22-Sekunden-Marke blieb. Im Gegensatz zu Popow, der in Helsinki EM-Gold Nr. 17, 18 und 19 gewann, konnte Van den Hoogenband keinen seiner sechs Titel vom Vorjahr verteidigen. Alshammar vierfache Meisterin. Die Schwedin Therese Alshammar kündigte sich in Finnland als wohl stärkste Gegnerin von Serien-Weltrekordlerin Inge De Bruijn in Sydney an. Ihren vierten Titel gewann Alshammar gestern über 50 m Crawl in 24,44 - den Weltrekord verpasste sie dabei um nur fünf Hundertstel [TA 10.7.]

Pressekommentare EM Helsinki:
NZZ. Schweizer Lagenstaffel für Sydney qualifizert
Erntezeit: Der Schwimmsport unseres Landes ist definitiv wieder olympiatauglich.
TA: Ein Team voller Versprechen

Olympiaqualifikationen:
Qualifikation an der EM in Helsinki
200 m Brust: Agata Czaplicki (Atlantide Agno)
4-mal 100 Lagen: Philipp Gilgen (SV Basel)
Remo Lütolf (SC Uster)
Philippe Meyer (Genève-Natation)
Karel Novy (Vevey-Natation)
Qualifikation an der SM in Genf
50 m Crawl: Christoph Bühler (SK Langenthal)
100 m Crawl: Karel Novy (Vevey-Natation)
100 m Brust: Remo Lütolf (SC Uster)
400 m Lagen: Yves Platel (Vevey-Natation)
400 m Crawl: Flavia Rigamonti (Atlantide Agno) Chantal Strasser (Atlantide Agno)
800 m Crawl: Flavia Rigamonti Chantal Strasser
Frauen
200 m Crawl: Nicole Zahnd 2:03,29 (v. 2:03,30)
200 m Brust:
Agata Czaplicki 2:31,12 (v. 2:33,99)
800 m Crawl: Flavia Rigamonti 8:29,16 (v. 8:31,20)
4-mal 200 m: 8:20,09 (v. 8:20,80)
Männer
50 m Brust: Remo Lütolf 27,91 (v. 28,33)
50 m Delphin: Karel Novy 24,76 (v. 24,96)
100 m Rücken: Philipp Gilgen 56,87 (v. 57,49) 4-mal 100 m: Lagen 3:43,17 (v. 3:47,34)

Neue Links Line element 9.7. Die Resultate der SchweizerInnen

EM-Helsinki, 3-m-Synchronspringen Damen: 7. Schneider/Maliev-Avioloat 248.40.

EM-Helsinki, Wasserspringen: Catherine Maliev-Aviolat belegt im Halbfinal mit 425.28 Punkten Platz 14.

Sonntags-Zeitung: Trio grande im Olympia-Takt - Nach Flavia Rigamonti und Chantal Strasser qualifizierte sich an der Schwimm-EM auch Agata Czaplicki für Sydney

Wasserball: NLA - Playoff-Halbfinals (best of five). 4. Runde: Aegeri - Horgen 5:11; Schlussstand 1:3. Kreuzlingen - Lugano 6:5; Schlussstand 3:1. - Horgen und Kreuzlingen im Final.

9.7. Delegationsbericht Europameisterschaften Synchronschwimmen vom 26. Juni bis 03. Juli 2000 in Helsinki / FIN

Teilnehmende 21 Nationen: BLR, BUL, CRO, CZE, FIN, FRA, GER, GBR, GRE, HUN, ISR, ITA, NED, RUS, SMR, SVK, ESP, SWE, SUI, TUR, UKR
Delegationschef / Team Manager: Barbara Brennwald, Uetikon am See
Trainerinnen: Gabriela Hess, Solothurn & Olga Sedakova , Rüschlikon
Wertungsrichter: Katharina Poiger, Küsnacht & Sisto Salera, Bern
Teilnehmerinnen: Claudia Blasimann, Magdalena Brunner, Katrin Eggenberger, Sandra Fuchs, Madeleine Perk, Corinne Rüegg, Regina Rüfenacht, Belinda Schmid, Daniela Torre, Romana Von Gunten
Reise, Unterkunft und Verpflegung: Probleme Reise mit FINAIR nach Helsinki. Schon am Flughafen war für die Europameisterschaften ein Schalter eingerichtet. Im dritten Anlauf waren wir endlich im richtigen Hotel. Fast alle EM - Teilnehmer wohnten in drei nahe beieinander gelegenen Hotels. Wir wohnen im Ramada Hotel wo wir auch frühstücken konnten. Das Mittag- und Abendessen(Büffet) mussten wir im 50 m entfernten Cumlus Hotel einnehmen. Der Transport zum Bad war sehr gut organisiert und pünktlich..
Organisation: Die Europameisterschaften waren im ganzen sehr gut organisiert. Einzig für die Akkreditation mussten wir lange warten. Ich kann nicht verstehen, wenn man die Passfotos schon vorher geschickt hat, und die Ausweise trotzdem erst fertiggestellt werden wenn die Teilnehmer diese abholen wollen. Die Teammanager - Sitzung fand ganz zu Beginn statt wo auch die Auslosungen für die Preliminaries per Computer gemacht wurden. Alle restlichen Sitzungen wurden gleich zu Beginn annuliert, was ich ein bisschen schade finde, man sah dann nur noch die 12 Teammanager für die Finalauslosung.
Wettkampf: Wir waren im Vorfeld sehr gespannt wie wir wohl mit unserer "zusammengewürfelten" Mannschaft an der EM abschneiden werden. Nebst dem Olympiaduett Madeleine Perk und Belinda Schmid mit Ersatz Corinne Rüegg, hatten wir alles "EM - Neulinge" im Einsatz. Die Entscheidung doch mit einer Gruppe an die Europameisterschaften zu reisen war richtig. Wir haben unerwartet gut abgeschnitten. Mit dem 7. Rang im Solo (von 21), und dem 7. Rang in der Gruppe (von 14), sowie dem 6. Rang im Duett (von 19), können wir mehr als zufrieden sein. Damit haben wir das - durch den Abstieg in den B - Cup im Jahre 1998 und die Nicht - Teilnahme an der EM im Jahre 1999 in Istanbul - etwas angeschlagene Image der Schweiz im Synchronschwimmen in Europa wieder gewaltig aufgebessert. Ein grosses Lob gehört den Trainerinnen Gabriela Hess und Olga Sedakova.
Wie zu erwarten war, gingen die Russinnen als klare Sieger dieser EM hervor. Ihre Küren sind einfach technisch und artistisch eine Klasse für sich. Der Kampf um die Silber- und Broncemedaille verlief bis zum Schluss äusserst spannend. Die Französinnen belegten dank einer hervorragenden Technik mit eher klassischen Küren im Solo und Duett den zweiten Platz. Das französische Team dagegen klassierte sich trotz technischer Superleistung hinter den äusserst kreativen Italienerinnen. Dafür gingen die Italienerinnen in Solo und Duett ohne Medaille nach Hause. Erstmals in der Geschichte des Synchronschwimmens holten die Spanierinnen mit aufsehenerregenden Darbietungen in Solo und Duett die Bronze Medaille! Lieder blieben die Zuschauer in Helsinki aus. Dafür wurden alle Wettkämpe der EM Synchronschwimmen fast voll-ständig von Eurosport live übertragen.

Auszug aus der Rangliste
SOLO FINAL
1. Brusnikina Olga RUS 99.200
2 Dedieu Virginie FRA 98.080
3. Mengual Gemma ESP 96.240
4. Burlando Giovanna ITA 95.040
5. Thalassinidou Christina GRE 94.280
6. Shemyakina Dar'ya UKR 92.560
7. Perk Madeleine SUI 91.280
(Insgesamt 21 Nationen, 12 für Final qualifiziert)
DUETT FINAL
1. Brusnikina /Kisseleva RUS 99.360
2. Dedieu / Lignot FRA 97.160
3. Mengual / Dirados ESP 96.080
4. Lucchini / Cecconi ITA 95.920
5. Thalassinidou / Theodoridou GRE 93.560
6. Perk M. / Schmid B. SUI 92.240
(Ersatz Rüegg C)
(insgesamt 19 Nationen am Start, 12 für den Final qualifiziert)
TEAM FINAL
1. Russland 99.520
2. Italien 97.480
3. Frankreich 97.000
4. Spanien 95.760
5. Griechenland 94.400
6. Ukraine 92.920
7. SCHWEIZ 91.960 mit Claudia Blasimann (Bern), Magdalena Brunner (Buchs), Katrin Eggenberger (Buchs), Sandra Fuchs (Bern), Madeleine Perk (Zürich), Regina Rüfenacht (Solothurn), Corinne Rüegg (Zürich), Belinda Schmid (Zürich),
Ersatz: Romana Von Gunten (Solothurn), Daniela Torre (Solothurn)
(insgesamt 14 Gruppen am Start)
[Mitgeteilt durch: Delegationschef FSN/SSCHV / Teammanager: Barbara Brennwald, Uetikon am See]

EM-Helsinki, Wasserspringen: Maliev-Aviolat im Halbfinal. Die Schweizerin Catherine Maliev-Aviolat hat an den EM in Helsinki den Vorkampf vom 3-m-Brett mit 226,26 Punkten als 15. überstanden und bestreitet heute Samstagmorgen den Halbfinal der besten 18. Jacqueline Schneider hingegen schied überraschend aus. Mit 194,13 Zählern erreichte sie unter 25 Teilnehmerinnen nur Rang 22.
Helsinki. EM. Männer. Final. 10-m-Brett, Synchron: 1. Sautin/Lukaschin (Rus) 323,46. 2. Wolodkow/Skrjpnik (Ukr) 292,74. 3. Waterfield/Taylor (Gb) 280,20. 4. Düffer/Meyer (D) 275,46. 5. Mazzucchi/Sacchin (It) 268,32. 6. Emptoz-Lacote/Pierre (Fr) 254,40. - Frauen. Vorkampf. 3-m-Brett. 1. Lindner (D) 316,86. - Ferner für Halbfinal qualifiziert. 15. Maliev-Aviolat (Sz) 226,26. - Ausgeschieden: 22. Schneider (Sz) 194,13. - 25 klassiert. Line element 8.7. Die Resultate der SchweizerInnen

NZZ: Noch eine Medaille: Remo Lütolf gewinnt in Helsinki Bronze

TA: Licht und Schatten
Im Wasser endet alle Freundschaft
Line element 7.7. Remo winkt
Remo Lütolf winkt auf dem Weg aufs Podest seinem Trainer Gerard Moerland zu [Alle Bilder: © PBK-SPORTS-PICTURES / PATRICK B. KRAEMER].

Nachgeführt: Les photos des suisses / Die Fotos der SchweizerInnen

Der britische Schwimmer Mike Fibbens, dreimaliger Olympiateilnehmer, wurde vom unabhängigen Appelationsgericht des Britischen Olympischen Verbandes für immer von olympischen Spielen ausgeschlossen (Benzoylecgonin-Missbrauch, es handelt sich um eine nicht-leistungssteigernde, kokainähmliche Stimmungsdroge).

Remo Lütolf wird Dritter über 50 m Brust in 27.91 (SR) - Agata Czaplicki im Final mit 2:31.12 (SR). Die übrigen Resultate der SchweizerInnen

Der Verband gewinnt zum ersten Mal Gold an einer grossen Schwimmmeisterschaft - und gleich noch Silber dazu: Stimmen aus der Schweizer Presse.

NZZ: Flavia Rigamonti Schwimm-Europameisterin. Die 19-jährige Tessinerin siegte im 800-m-Final von Helsinki vor ihrer Trainingskollegin Chantal Strasser: ein historischer Moment für den Schweizer Sport.

TA: Schlicht und einfach Spitze

swiminfo.com: HELSINKI, July 6. It was an historical day at the European Championships in Helsinki as Flavia Rigamonti provided Switzerland with its first continental long-course title ...

Der Berliner Doping-Prozess geht zu Ende: Der angeklagte DDR-Sportchef Manfred Ewald hat erstmals Stellung genommen
Mit Spannung wird heute das Urteil im wichtigsten Prozess um das systematische Doping im DDR-Leistungssport erwartet. Der Staatsanwalt forderte zwei Jahre auf Bewährung und 4500 Mark Geldstrafe für den DDR-Sportchef Manfred Ewald und den ehemaligen führenden Sportarzt Manfred Höppner. Am Dienstag hatte sich Ewald zum ersten Mal zum Vorwurf der Beihilfe zur Körperverletzung geäussert. "Die Vorwürfe entsprechen nicht den Tatsachen, meine Entscheidungen betrafen nicht das hier Behandelte", erklärte der 74jährige vor dem Berliner Landgericht. Er sei ein von "tausend Sportfreunden" gewählter Präsident gewesen. Ansonsten schliesse er sich den Ausführungen seines Verteidigers an. Dieser, ein früherer Vernehmungsoffizier der Staatssicherheit, führte in seinem Plädoyer aus, dass die Hauptvorwürfe nicht bewiesen worden seien. Und selbst wenn, seien sie nicht strafbar, weil laut DDR-Recht Doping nicht strafbar gewesen sei. Dass nicht wegen Dopings, sondern wegen Körperverletzung durch die Gabe von Dopingmitteln an Minderjährige verhandelt wurde, erwähnte er nicht. Dafür warf er der Justiz vor, es gehe "um eine Verteufelung der DDR". Anders reagierte Höppners Anwalt Peter Mildebrath. Sein Mandant übernehme die Verantwortung, dass DDR-Sportlerinnen "unterstützende Mittel" verabreicht worden waren. Wenn dabei Fehler unterlaufen seien, habe der Facharzt dafür einzustehen. Strafmildernd führte der Verteidiger an, dass der zeitliche Abstand zwischen Tat und Prozess sehr lang sei, dass Höppner versucht habe, für eine vernünftige Dosierung der Anabolika einzutreten und dass er sein Unvermögen, Unheil von den Sportlerinnen abzuwenden, bedauert habe. Falls das Gericht seinen Mandanten dennoch für schuldig erkläre, so "stelle ich die Strafe in das Ermessen des Gerichts", schloss Mildebrath. Line element Flavia Rigamonti, links, und Chantal Strasser
Flavia Rigamonti, links, und Chantal Strasser, rechts, zeigen ihre Medaillen. [Alle Bilder: © PBK-SPORTS-PICTURES / PATRICK B. KRAEMER]

7.7. Nachgeführt: Les photos des suisses / Die Fotos der SchweizerInnen

EM Helsinki: Flavia Rigamonti (8:29.16, SR) und Chantal Strasser (8:31.36) gewinnen Gold und Silber über 800 m Freistil

Remo Lütolf mit 28.12 (SR) über 50 m Brust als Favorit im Final.

Nils-Ole Janshon mit 15:41.61 über 1500 m Freistil (SR) auf Platz 12.

Die übrigen Resultate der SchweizerInnen

Europarekord über 50 m Rücken durch Stev Theloke in 25.60.

Am 5. Juli 2000 konnte mit Pierre-André Weber der neue Chef Leistungssport Schwimmen engagiert werden. Pierre-André Weber wird seine neue Funktion offiziell am 1.11.2000 übernehmen.

Rigamonti + 
Strasser
Flavia Rigamonti, links, und Chantal Strasser qualifizierten sich locker für den Final über 800-m-Freistil. [Alle Bilder: © PBK-SPORTS-PICTURES / PATRICK B. KRAEMER]

6.7. Wasserball NLA. Playoff-Halbfinals (best of 5). 3. Runde: Lugano Kreuzlingen 7:5; Stand 1:2. Horgen - Frosch Aegeri 7:3; Stand 2:1.

Nachgeführt: Les photos des suisses / Die Fotos der SchweizerInnen

6.7. EM Helsinki: Alexander Popow eroberte an der Schwimm-EM in der Königsdisziplin den Titel zurück, die Schweizerinnen brillierten im Vorlauf über 800 Meter Crawl. An die Halbfinalleistung vom Vortag (48,34) vermochte der vierfache russische Olympiasieger und Weltrekordhalter Alexander Popow (29) im Final über 100 Meter Crawl nicht ganz anzuknüpfen. Er beendete das Rennen in 48,61 Sekunden dennoch als Erster und eroberte sich damit den Europameistertitel (seinen insgesamt 17.) vom Holländer Pieter van den Hoogenband (22) zurück. "VDH", der sich im Halbfinal mit 1,55 Sekunden Rückstand deutlich hatte geschlagen geben müssen oder ziemlich erfolgreich geblufft hatte, kam dem "Zaren" bis auf 16 Hundertstel nahe. Das olympische Rennen scheint mit diesem knappen Rennausgang optimal lanciert.
Bedauern und Zufriedenheit. "Zum Weltrekord hat es leider nicht gereicht", bedauerte Popow. Van den Hoogenband gab sich gelassen: "Ich bin mit meiner Zeit und der Silbermedaille sehr zufrieden. Wegen meiner harten Trainingseinheiten war ich zu müde, um Popow mehr Widerstand leisten zu können." Gleichzeitig mit der EM findet für das holländische Team auch ein Trainingslager statt . . . Der Vorlauf über 800 Meter geriet - zu aller Überraschung - zur Schweizer Angelegenheit. In Abwesenheit der deutschen Titelverteidigerin Hannah Stockbauer klassierten sich die Tessinerin Flavia Rigamonti (19) und die Frauenfelderin Chantal Strasser (18, beide Atlantide Agno) im ersten und zweiten Rang. In 8:38,19 blieb Rigamonti rund sieben Sekunden über ihrer Bestzeit, Strasser in 8:38,55 um rund drei Sekunden.
Erstes EM-Gold einer Schweizerin? Den beiden bereits für Sydney qualifizierten Schwimmerinnen bietet sich heute Donnerstag im Final die grosse Chance, als erste Schweizerinnen überhaupt eine EM-Medaille auf der Langbahn zu gewinnen. Gefährlich dürfte ihnen wohl noch die Olympia-Dritte von Atlanta, die Holländerin Kirsten Vlieghuis, werden, der Rigamonti schon einige Male hatte den Vortritt lassen müssen. Atlantide-Trainer Christophe Pellandini zeigte sich erfreut: "Beide haben die Strategie perfekt umgesetzt. Ich wollte, dass sie gleichauf schwimmen und sich so gegenseitig unterstützen. Rigamonti war gut, Strasser für ihre Verhältnisse sogar sehr gut." Weniger gut fiel die Vorstellung Adrian Andermatts (200 m Delfin) und Nicole Zahnds (200 m Lagen) aus, beide verpassten die Halbfinals. (TA/Si.) Line element 5.7.: Flavia Rigamonti (8:38.19) und Chantal Strasser (8:38.55) belegen vor dem morgigen 800er Final die ersten beiden Plätze.

Ernährung, Sport und Krebs: Tierische Fette, "rotes Fleisch" und Kochsalz, Zigaretten- und Alkoholkonsum sowie Bewegungsmangelfördern die Entstehung von Krebs. Zu den Umweltfaktoren, welche die Krebsentstehung beeinflussen, gehöre auch die Ernährung. Sie sei für etwa 35 Prozent der Krebsfälle mitverantwortlich, berichtet das Bundesamt für Gesundheit (BAG) in seinem Bulletin (Bd. 27). Laut BAG sind die Zusammenhänge zwar noch lückenhaft. Dennoch empfiehlt das BAG, sich bei tierischen Fetten, "rotem" Fleisch und Kochsalz zurückzuhalten sowie auf Zigaretten und Alkohol ganz zu verzichten. Eine vorbeugende, gesunde Ernährung sollte aus pflanzlichen Lebensmitteln wie Früchten, Gemüsen, Salaten und Getreideprodukten bestehen. Beim Brustkrebs als häufigstem Krebs der Schweizer Frau scheine der lebenslange Einfluss der weiblichen Östrogene ein Auslöser zu sein, schreibt das BAG. Ernährungsbedingte Risikofaktoren seien wahrscheinlich hoher Alkoholkonsum und Übergewicht. Ein hormonelles Ungleichgewicht scheine auch beim Prostatakrebs eine Rolle zu spielen, der an der Spitze der Krebsneuerkrankungen des Schweizer Mannes stehe. Von den untersuchten Ernährungsfaktoren zeigte hingegen keiner einen deutlichen Einfluss. Das Spurenelement Selen und Vitamin E erbrachten in speziellen Studien eine schützende Wirkung. Die Hauptursache für die Krebssterblichkeit ist beim Schweizer Mann der Lungenkrebs. Bei der Frau steht Lungenkrebs nach Brust- und Darmkrebs erst an dritter Stelle. Lungenkrebs ist laut BAG vor allem eine Folge des Zigarettenrauchens. Hoher Gemüse- und Früchtekonsum reduziere zwar das Lungenkrebsrisiko, aber es bleibe unklar, welche Inhaltsstoffe für die schützende Wirkung verantwortlich sein könnten. Überzeugend ist laut BAG, dass hoher Gemüsekonsum und körperliche Aktivität das Darmkrebsrisiko verringerten. (AP)

Neue Links

EM Helsinki: Erstes Duell klar an Popow. Der Russe verpasste an der Schwimm-EM den Weltrekord über 100 m um 13 Hundertstel. Der vierfache russische Olympiasieger Alexander Popow (29) setzte am zweiten Tag der EM in Helsinki den Glanzpunkt: Er entschied im Halbfinal über 100 m Freistil gegen Titelverteidiger Pieter Van den Hoogenband (Ho) ein erstes vorolympisches Duell klar für sich. Popow gewann das Rennen trotz schlechter Wende in sensationellen 48,34 Sekunden und blieb damit nur 13 Hundertstel über dem eigenen Weltrekord von 1994. Van den Hoogenband verlor 1,55 Sekunden und schlug erst als Sechster an. Ob der 22-Jährige geblufft hat, wird sich heute im Final weisen. Die Schweizer Karel Novy und Christoph Bühler verpassten bereits die Halbfinals deutlich.
Zahnd auf Qualifikationskurs: Aus Schweizer Sicht überraschte erneut die Frauenstaffel: Sie schwamm über 4 x 200 m in 8:20,09 im Vorlauf Schweizer Rekord, der sie in den Final, aber nicht nach Sydney brachte. Angela Zumstein, Nicole Zahnd, Sandrine Paquier und Hanna Milushka verbesserten die alte Marke von 1999 um 71 Hundertstel. Die auffälligste Leistung zeigte im Final Zahnd (8. Rang), die die 200 m in 2:02,39 - eine Viertelsekunde unter dem Olympiarichtwert - absolvierte. Angerechnet werden kann ihr die Zeit nicht, weil sie erst als Zweite gestartet war. Sie deutet aber an, dass sie für das Einzelrennen vom Freitag auf Olympiakurs ist. (TA 5.7.)

EM Helsinki, Wasserspringen: Jacqueline Schneider Siebte. Die Bülacherin Jacqueline Schneider (28) beendete an der EM in Helsinki den Wettkampf vom nicht olympischen 1-m-Brett, den die Russin Vera Iljina zum vierten Mal in Serie gewann, im siebten Rang. Für den Final der besten Sechs fehlten ihr lediglich 3,18 Punkte. Schneider, die sich im Synchronspringen bereits für Sydney qualifiziert hat, verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um einen Rang. Resultate: Männer. Final. 3-m-Brett, Synchron: 1. Schellenberg/Wels (D) 331,98. 2. Sautin/Dobroskok (Rus) 328,56. 3. Gil/Alvarez (Sp) 293,46. 4. Miranda/Marconi (It) 289,86. 5. Siranidis/Bimis (Grie) 285,60. 6. Ljsenko/Safonow (Ukr) 273,75. 7. Emptoz-Lacote/Pierre (Fr) 272,19. 8. Vahtola/Puhakka (Fi) 263,40. 9. Kozdranski/Kozdranski (Pol) 258,93. 10. Waterfield/Ali (Gb) 240,66. 11. Lukashewitsch/Sergueew (WRus) 228,63. - Frauen. Final. 1-m-Brett. 1. Iljina (Rus) 275,28. 2. Fischer (D) 256,83. 3. Umjskowa (Rus) 252,00. 4. Lindberg (Sd) 250,92. 5. Planken (Ho) 243,15. 6. Golle. - Schneider (Sz) als 7. (231,42) in den Halbfinals ausgeschieden.

Medaillenspiegel EM Helsinki, Stand 3.7.
Gold/Silber/Bronze
Germany 5 4 1
Russia 5 3 2
Italy 4 4 2
Spain 2 1 4
Sweden 2 1 0
Romania 1 3 0
France 1 2 4
Finland 1 1 1
Ukraine 1 1 1
Denmark 0 1 0
Netherlands 0 1 0
Belgium 0 0 2
Britain 0 0 2
Czech Republic 0 0 1
Slovakia 0 0 1
Turkey 0 0 1 Line element 4.7. Auch mit ARENA werden Gold-Medaillen erzielt: In letzter Zeit machten die Bodysuits von adidas und Speedo Schlagzeilen. Doch auch mit ARENA kann man schwimmen und zwar schnell: Das von ARENA entwickelte "PowerSkin"-Gewebe wurde von Peggy Büchse (5 und 25 km), Emiliano Brembilla (400 m Freistil) und Alex Popov (4x100 m Freistil) getragen: Peggy mit langen, Emiliano und Alex mit kurzen Beinanzügen.

EM Helsinki: Wasserspringen Vorkampf Frauen 1-m-Brett
1. Heike Fischer (Germany) 252.48 points
2. Natalya Umyskova (Russia) 249.54
3. Anna Lindberg (Sweden) 247.77
4. Vera Ilyina (Russia) 242.28
5. Silvia Golle (Germany) 236.88
6. Lisette Planken (Netherlands) 234.60
7. Jacqueline Schneider (Switzerland) 231.42

EM Helsinki: Novys Rekorde. Am ersten Tag der Wettkämpfe an der EM in Helsinki schwamm der Romand Karel Novy sowohl im Vorlauf als auch im Halbfinal über die nichtolympischen 50 m Delfin Schweizer Rekord. Nach 24,79 Sekunden am Morgen vermochte er sich am Abend im Halbfinal nochmals um 3 Hundertstel zu steigern und verbesserte damit seine eigene Marke um insgesamt zwei Zehntel. Den letzten Finalplatz verpasste Novy dennoch um 22 Hundertstel.
Starke Frauenstaffel. Eher überraschend schwamm die Schweizer 4-mal-100-m-Frauenstaffel in der Besetzung Dominique Diezi, Nicole Zahnd, Sandrine Paquier und Angela Zumstein im Vorlauf in 3:50,40 Schweizer Rekord. Sie verbesserte die 13 Jahre alte Bestmarke um 49 Hundertstel. Obwohl Startschwimmerin Dominique Diezi im Final in 57,58 Sekunden persönliche Bestzeit schwamm, vermochten sich die Schweizerinnen nicht mehr zu steigern und beendeten den Wettkampf in 3:50,58 auf dem 8. Rang.
Lütolf an Finalplatz vorbei. Remo Lütolf verpasste über 100 m Brust in 1:02,68 - vier Zehntel über seinem Schweizer Rekord - den Final von heute Dienstag um fünf Hundertstel. Er musste zusammen mit dem Franzosen Hugues Duboscq nach dem Halbfinal (1:02,87) ein Entscheidungsrennen um den letzten Finalplatz bestreiten, beide waren gleich schnell gewesen. Lütolf unterlag, obwohl er die zweitschnellste je von einem Schweizer geschwommene Zeit erreichte.

Helsinki. EM. Finals. Männer. 400 m Crawl: 1. Brembilla (It) 3:48,56. 2. Coman (Rum) 3:48,69. 3. Palmer (Gb) 3:50,97. - 4x100 m Crawl: 1. Russland (Pimankow, Tschernjschew, Kapralow, Popow) 3:18,75. 2. Deutschland 3:19,16. 3. Frankreich 3:20,37. - Frauen. 400 m Lagen: 1. Klochkowa (Ukr) 4:39,78. 2. Caslaru (Rum) 4:41,64. 3. Gervy (Bel) 4:46,15. - 4x100 m Crawl: 1. Schweden (Johnke, Sjöberg, Kammerling, Alshammar) 3:42,38. 2. Italien 3:45,31. 3. Belgien 3:46,42. Ferner: 8. Schweiz (Diezi, Zahnd, Paquier, Zumstein) 3:50,40 (SR, zuvor 3:50,89/1987). - Halbfinals. Männer. 400 m Crawl: 1. Brembilla 3:50,87. Ferner: 24. Janshon (Sz) 4:02,35 (ausgeschieden). - 100 m Brust: 1. Pihlava (Fin) 1:01,68. Ferner: 8. Lütolf (Sz), Duboscq (Fr), je 1:02,87. Barrage: 1. Duboscq 1:02,63. 2. Lütolf 1:02,68 (ausgeschieden). - 100 m Rücken: 1. Urbach (Isr) 55,64. - 50 m Delfin: 1. Hard (Fin) 23,97. Ferner: 13. Novy (Sz) 24,76 (SR). - Frauen. 200 m Rücken: 1. Fargus (Gb) 2:12,68. - 50 m Delfin: 1. Kammerling (Sd) 26,60. - 4x100 m Crawl: 1. Weissrussland 3:48,24. Ferner: 8. Schweiz (Diezi, Zahnd, Paquier, Zumstein) 3:50,40 (SR, vorher 3:50,89/1987). - Vorläufe. Männer. 100 m Brust: 6. Lütolf 1:03,00. - 100 m Rücken: 27. Gilgen (Sz) 57,83 (ausgeschieden). - 50 m Delfin: 10. Novy 24,79 (SR, vorher 24,96 Novy/9. März 2000).

Langstrecken. Frauen. 25 km: 1. Büchse (D) 5:22:11,1. 2. Van Dijk (Ho) 5:24:47,0. 3. Casprini (It) 5:24:52,7. - Teamwertung (Männer und Frauen): 1. Italien 111 Punkte. 2. Deutschland 92. 3. Frankreich 68.

Wasserspringen. Finals. Männer. 1-m-Brett: 1. Mesch (D) 370,53. 2. Baibakow (Rus) 363,00. 3. Puhakka (Fin) 347,16. - Frauen. 10-m-Brett. Synchron: 1. Piper/Wetzig (D) 268,05. 2. Olschewskaja/Timoschinina (Rus) 265,20. 3. Ljeonowa/Zupina (Ukr) 246,54. [TA 4.7.]

Medaillenspiegel EM Helsinki, Stand 3.7.
Gold/Silber/Bronze
Germany 4 3 0
Russia 4 2 0
Italy 3 3 2
France 1 2 3
Ukraine 1 0 1
Sweden 1 0 0
Romania 0 2 0
Spain 0 1 3
Netherlands 0 1 0
Belgium 0 0 2
Britain 0 0 1
Czech Republic 0 0 1
Finland 0 0 1 Line element 3.7. EM Helsinki 2000: Les photos des suisses / Die Fotos der SchweizerInnen

EM Helsinki: Die Resultate der SchweizerInnen

EM Helskini, Wasserspringen:
Final 1-m-Brett,

1. Alexander Mesch (Germany) 370.53
2. Dmitry Baibakov (Russia) 363.00
3. Joona Puhakka (Finland) 347.16
4. Viachaslav Khamulkin (Belarus) 313.95
5. Nikolaos Siranidis (Greece) 305.97
6. Peter Waterfield (Britain) 305.04

Schwimm-EM Helsinki für viele kein Reiseziel

EM Helskini, Wasserspringen:
Vorrunde 1-m-Brett,
die ersten 6 sind für den Final qualifiziert
1. Nikolaos Siranidis (Greece) 336.72
2. Dmitry Baibakov (Russia) 335.25
3. Viachaslav Khamulkin (Belarus) 329.55
4. Peter Waterfield (Britain) 318.33
5. Joona Puhakka (Finland) 313.77
6. Alexander Mesch (Germany) 309.12
14. Jean-Romain Delaloye (Switzerland) 286.68 Line element 2.7. Helsinki, Resultat 25 km offenes Gewässer Herren:
1. Stephane Lecat (France) 5:06.22.5
2. David Meca (Spain) 5:05:28.9
3. Fabio Fusi (Italy) 5:06:25.5

Provisorische Meldeliste der Schweizer Nachwuchswettkämpfe in Chur

Medaillenspiegel Helsinki Stand Sonntagabend:
Gold - Silber - Bronze
Russland 3 0 0
Frankreich 1 2 1
Italien 1 2 1
Deutschland 1 1 0
Spanien 0 1 3
Tschechien 0 0 1

Synchronschwimmen Team:
1. Russia (Olga Brusnikina, Maria Kisseleva, Yelena Azarova, Olga Novokshchenova, Olga Vassiukova, Yulia Vasilieva, Irina Perchina, Yelena Soia) 99.520
2. Italy 97.480
3. France 97.000
4. Spain 95.760
5. Greece 94.400
6. Ukraine 92.920
7. Switzerland 91.960

Helsinki, Resultate Synchronschwimmen Duett:
1. Olga Brusnikina and Maria Kisseleva, Russia, 99.360
2. Virginie Dedieu and Myriam Lignot, France, 97.160
3. Gemma Mengual and Paola Tirados, Spain, 96.080
4. Alessia Lucchini and Maurizia Cecconi, Italy, 95.920
5. Christina Thalassinidou and Despina Theodoridou, Greece, 93.560
6. Madeleine Perk and Belinda Schmid, Switzerland, 92.240

Helsinki, Resultat 5 km offenes Gewässer Damen:
1. Peggy BUECHSE, Germany, 1:00.26.6
2. Britta KOMRAU, Germany, 1:00.40.9
3. Jana PECHANOVA, Czech Republic, 1:00.41.6
19. Nicole WEIST, Switzerland, 1:01.56.3

Was ist eigentlich ein Bodysuit: USA Swimming hat den Bodysuit definiert als Schwimmanzug, der länger als die Knie ist oder Teile der Arme bedeckt. In den US-Trials dürfen solche Anzüge nicht benutzt werden. Line element 1.7. Die Australier auf der Zielgeraden mit dem EPO-Test. Trotz zwei schwierigen Hürden sind die Chancen, dass der australischen Test für humanes Erythropoietin (EPO) vor der Olympiade einsatzbereit ist 50:50. Das IOC wird am 31.7./1.8. in Lausanne den australischen Bluttest und den französischen Urintest prüfen. Das IOC ist gemäss Mitteilung des Exekutivmitglieds Jacques Rogge mit dem Stand der Entwicklung zufrieden.

Helsinki, Synchronschwimmen: Resultate Solo-Final.
1. BRUSNIKINA Olga, RUS 99.200
2. DEDIEU Virginie, FRA 98.080
3. MENGUAL Gemma, ESP 96.240
4. BURLANDO Giovanna, ITA 95.040
5. THALASSINIDOU Christina, GRE 94.280
6. SHEMYAKINA Dar'ya, UKR 92.560
7. PERK Madeleine, SUI 91.280

Helsinki, Resultat 5 km offenes Gewässer Herren:
1. BALDINI Luca ITA 0:55:13.1
2. VENTURINI Fabio ITA 0:55:16.4
3. MECA David ESP 0:55:35.3
18. WEISS Martin SUI 0:57:39.8 Line element 30.6. Wird Popov jetzt einen Bodysuit tragen oder nicht? Wie Arena, der Sponsor von Popov mitteilt, wird Popov eine kurze ARENA PowerSkin Badehose tragen - keinen Bodysuit. Er sei am Überlegen, ob er nicht doch den PowerSkin-Bodysuit ausprobieren und tragen solle, wenn alle anderen Nationen dies tun.

Helsinki, Synchronschwimmen: 1. Brusnikina (Rus) 98,92 Punkte. 2. Dedieu (Fr) 97,52. 3. Burlando (It) und Mengual (Sp) je 94,48. 5. Thalassinidou (Gr) 93,36. 6. Schemjakina (Ukr) 91,00. 7. Perk (Sz) 90,48. - 21 Schwimmerinnen klassiert. - Freie Kür, Vorlauf und Final heute (Freitag). - Gruppe. Technische Kür: 1. Russland 99,00. 2. Frankreich 96,44. 3. Italien 95,44. 4. Spanien 94,32. 5. Griechenland 92,24. 6. Ukraine 91,32. 7. Schweiz (Perk, Schmid, Rüegg, Blasimann, Fuchs, Brunner, Eggenberger, Rüfenacht) 90,56. - 14 Mannschaften klassiert. - Freie Kür, Vorlauf und Final am Sonntag.

"Europameisterschaft Synchronschwimmen auf EUROSPORT:
Freitag, 30. Juni 2000
08.15 Solo Free
13.00 Zusammenfassung
14.00 Solo Final (100%)
23.15 Zusammenfassung
Samstag, 1. Juli 2000
08.15 Duett Free Prelim
16.20 Duett Final (100%) Aufzeichnung
23.15 Zusammenfassung EM
Sonntag, 2. Juli 2000
08.00 Team Free Prelim
13.00 Wiederholung
14.00 Team Final (100%)
21.00 EM Zusammenfassung


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