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Swim News Juli bis September 2000 |
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Juli 2000
August 2000 September 2000
September 2000
Nahrungs-Ergänzungsstoffe sind vielfach illegal und undeklariert mit Doping-Mitteln verseucht. Dieses bestehende Problem bestätigte der Kölner Biochemiker Wilhelm Schänzer mit dem Ergebnis einer wissenschaftlichen Testreihe an der Deutschen Sporthochschule (DSHS) Köln. Schänzer warnt als Leiter des IOC-akkreditierten Instituts für Biochemie Freizeit- und Leistungssportler vor dem Verzehr von Kraftdrinks und -pulvern, mit denen der "Markt derzeit regelrecht überschwemmt wird". Dies berichtet das Hamburger Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" in seiner neuesten Ausgabe. Anlass für die Studie war nach Angaben des Magazins der starke Anstieg von Dopingfällen mit Nor-Androstendion (Nandrolon) im vergangenen Jahr. 1999 registrierte das Internationale Olympische Komitee (IOC) allein 350 Nandrolon-Fälle. Darunter waren prominente Leichtathleten wie der britische Sprint-Olympiasieger Linford Christie oder die ehemalige 200-Meter-Weltmeisterin Merlene Ottey aus Jamaika. Das Problem kontaminierter Kraftnahrungsmittel ist seit längerem bekannt. Unter anderem begründete der Nürnberger Fussball-Profi Thomas Ziemer seinen Dopingverstoss damit, er habe Ergänzungsstoffe zu sich genommen.
Italienische Schwimmer gedopt? Jetzt gibt es auch Vorwürfe gegen italienische Athleten und zwar aus Italien selber: Sie sollen Wachstumshormone genommen haben. "Pulito" heisst auf Italienisch sauber, und "pulitissimo" absolut sauber: So ist der italienische Schwimmsport nach den Worten von Gianni Petrucci, Präsident des Nationalen Olympischen Komitees Italiens (Coni). Drei Goldmedaillen, eine silberne, drei bronzene: die Ausbeute bei den Olympischen Spielen in Sydney schlug alle Erwartungen, liess die Medien sich überschlagen, ohne dass Stimmen zum Schweigen gebracht wurden, die "Doping" murmelten. Jetzt goss der Journalist Eugenio Capodaqua, der als der grösste Dopingkenner Italiens gilt, in der Zeitung "La Repubblica" Öl ins Feuer. Er erinnerte an eine Untersuchung, nach der von 538 vor Sydney getesteten Athleten seines Landes 61 Gesundheit gefährdende Werte aufwiesen. 50 Athleten lagen an der Grenze. Fünf Nanogramm pro Milliliter Blut bei den Männern und zehn bei den Frauen beträgt der Anteil des Wachstumshormons in der Regel - bei Schwimmern und Kanuten lagen die Spitzenwerte bei 17 Nanogramm. Über die Ende Juli vorgelegte Untersuchung des Coni berichtete am 8. September der "Corriere della Sera": 30 Prozent der Sportler gefährdeten ihre Gesundheit. Eine Woche darauf reagierte Gesundheitsminister Umberto Veronesi. Er versprach eine Kommission, die das klären sollte. Dann kamen die Olympiasiege - und die Zweifel. Olympiasieger wie der Schwimmer Domenico Fioravanti schwören allerdings, sie seien sauber. Das ist vorerst nicht zu widerlegen.
Flavia Rigamonti, haben Sie ihre Muskeln von den Strapazen gelockert? (laut) Nein, nichts mache ich mehr, jetzt habe ich vier Wochen Ferien, jetzt will ich nicht mehr schwimmen und nichts mehr vom Schwimmen hören. Ein vierter Rang war noch nie etwas Sympathisches, ein vierter Rang an Olympischen Spielen aber vielleicht schon? Ja, sicher. Und anscheinend finden das alle hier auch, ich muss Fernseh- und Radiointerviews in etwa vier Sprachen geben. Ja, ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung. Ich finde wirklich, es ist nicht ein verlorener dritter Rang, sondern ein gewonnener vierter. Als ich die Zeit gesehen habe, konnte ich erst gar nicht glauben, dass ich so schnell war. Aber jetzt bin ich völlig erledigt, ich glaube, ich brauche ein Jahr Erholung. Sind Sie schon einmal so an Ihre Grenzen gegangen? Nein, ich glaube nicht. Ich konnte nicht einmal mehr denken. Der Start war so hyperschnell, und alle waren vor mir, dass ich gleich von Anfang an über meinem Rhythmus geschwommen bin. Es war sicher kein ideales Rennen für mich, ich bin einfach noch nicht gewohnt, ein ganzes Rennen so zu schwimmen. Ich konnte beispielsweise überhaupt nicht mehr reagieren, als Kaitlin Sandeno auf den letzten 200 m wieder schneller wurde. Zuletzt hat mir alles so weh getan, dass ich nichts mehr gespürt habe. Überraschten Sie sich selber mit diesem Tempo? Zuletzt schon. Nach 600 m hatte ich eben zu Sandeno aufgeschlossen. Hatten Sie da geglaubt, dass Sie sie noch überholen und auf den Bronzeplatz schwimmen können? Zuerst schon, aber schneller ging es dann doch nicht mehr. Welche Zeit wollten Sie eigentlich erreichen? 8:26, das war mein Ziel, ich wusste, dass ich das kann. Aber irgendwie war es ein so kompliziertes Rennen. Wieso kompliziert? Weil ich von Anfang an den anderen hinterherschwimmen musste. Was bedeutet Ihnen mehr, Ihre Zeit oder Ihre Rangierung? Ich weiss gar nicht, ich bin mit beidem zufrieden. Ein vierter Platz ist vielleicht für eine Australierin oder eine Amerikanerin eine Katastrophe. Aber nicht für mich. So viele vierte Olympiaplätze hat es für die Schweizer Schwimmerinnen ja noch nicht gegeben (es war der erste, Red.). Ihre Aussichten sind gut: An der nächsten WM können Sie auch über 1500 m starten . . . Ah nein, daran will ich jetzt gar nicht denken, ich will jetzt nur Ferien, Ferien, Ferien. (Interview: mos./TA) 22.9. Flavia Rigamonti beendete den 800m-Final in Sydney auf dem vierten Platz. Olympiasiegerin wurde überlegen die Amerikanerin Brooke Bennett. Die 19-jährige Tessinerin Flavia Rigamonti zeigte im Final über 800 m Crawl ein starkes Rennen, für eine Medaille war die Leistung aber dennoch nicht gut genug, und letztlich reichte es der Schweizerin nur zum 4. Platz. Der Sieg ging an die Amerikanerin Brooke Bennett, die vor Jana Klotschkowa aus der Ukraine und ihrer Teamkollegin Kaitlin Sandeno gewann. Die insgeheim gehegten Medaillenträume gingen nicht in Erfüllung: Um 3,25 Sekunden war die Schweizerin schneller als bei ihrem bisherigen Rekord, den sie am 6. Juli an den Europameisterschaften in Helsinki aufgestellt hatte. Dort war Rigamonti als erste Schweizer Schwimmerin Europameisterin geworden. Zur Bronzemedaille fehlten Rigamonti 1,62 Sekunden. Es wäre erst die zweite Schweizer Olympia-Medaille im Schwimmen gewesen. Die bisher einzige Auszeichnung geht nach wie vor auf 1984 zurück, als Etienne Dagon in Los Angeles Bronze über 200 m Brust gewann. An der Spitze war die 20-jährige Amerikanerin Brooke Bennett ungefährdet. Wie schon vor vier Jahren in Atlanta gewann sie erneut Gold. Den mittlerweile elf Jahre alten Weltrekord von Janet Evans verpasste Bennett um rund dreieinhalb Sekunden. In Sydney hat Brooke Bennett schon über 400 m Crawl gewonnen. 22.9. Lagenstaffel mit Schweizer Rekord. Trotz eines neuen Schweizer Rekordes in 3:42.78 reichte es der Lagenstaffel der Herren nur zum 16. Platz und vorzeitigem Aus in den Vorläufen. Verwirrung im Kleiderschrank: Die Kleiderprobleme des Ian Thorpe
Inge de Bruijns Erfolgsstory ist ein Buch mit sieben Siegeln: Drei Divas unter sich Flavia Rigamonti steht im Final über 800 Meter Crawl: Die Tessiner Schwimmerin Flavia Rigamonti hat sich mit der viertschnellsten Zeit der Vorläufe für den 800-Meter-Crawl-Final qualifiziert. Rigamonti verpasste in 8:30,44 ihren Schweizer Rekord um 1,28 Sekunden. Nicht qualifiziert hat sich die zweite Schweizerin Chantal Strasser. Sie belegte nach den Vorläufen Rang 11. Bei den Männern schied der Langenthaler Christophe Bühler vorzeitig aus. Über 50 Meter Crawl belegte er in enttäuschenden 23,15 nur Rang 31. Ebenfalls ausgeschieden ist der Delfinspezialist Philippe Meyer. Er blieb über 100 Meter deutlich über seinem eigenen Rekord. De Bruijns 10. Streich: Es wird selbstverständlich, aus dem Aquatic Center täglich von Weltrekorden zu berichten. Am 5. Wettkampftag war die Reihe nicht an Pieter van den Hoogenband, der sich gegen Popow, Klim und Amerikas Enfant terrible Hall jr. schadlos hielt, sondern wieder einmal an der 27-jährigen Holländerin Inge de Bruijn, die im Halbfinal des 100-m-Crawlsprints ihre eigene Bestleistung knapp unterbot. Es war übrigens ihre zehnte Rekordverbesserung seit Mai; und die Dame scheint noch weitere Kraftreserven zu haben. Im Gegensatz zu den nach wie vor unter «ferner liefen» klassierten Deutschen etabliert sich Italien unmittelbar hinter Holland als zweitstärkster Verband Europas. Brustschwimmer Fioravanti setzte seinem historischen Sieg noch einen drauf, der taubstumme Parkin gewann Silber. Und Australien? Rekordhalterin Susie O'Neill (von Misty Hyman besiegt) wie Michael Klim und die Damen-Staffel konnten die hohen Erwartungen nicht erfüllen. Die USA ziehen in der Medaillenwertung davon. Franzi: Zum Liebling der Nation und zurück Das Ende einer Ära: Van den Hoogenband löst Popow vollends an der Spitze der Sprinter ab Die Haifischhaut garantiert hohe Tempi und lenkt von der Dopingfrage ab Meer - Fluss - Teich - Wonderpool: Unablässige Fortschritte im Schwimmsport zwischen Athen 1896 und Sydney 2000 Schweizerische Schwimmvereinigung der Behinderten sagt Meisterschaft ab: Die für den Herbst dieses Jahres geplante Schweizermeisterschaft im Schwimmen für Körper- und Sehbehinderte in Kreuzlingen wird leider abgesagt. Leichen als Dopinglieferanten: Nach Berichten eines französischen Wissenschaftlers gehen Sportler immer mehr dazu über, das natürlich im Körper vorkommende Hormon EPO von Leichen entnehmen zu lassen und damit ihre Leistungsfähigkeit zu erhöhen. Das Hormon Erythropoietin (EPO) werde als Sekret von den Nieren und der Leber ausgeschieden und sei für die Benutzer wirksamer als das künstlich hergestellte EPO, berichtete der Sportarzt Van Den Steene dem auf Medizin spezialisierten französischen Fernsehsender Sante-Vie-Plus am Mittwoch. Vorteil für die Benutzer des natürlichen EPO sei ausserdem, dass die herkömmlichen EPO-Tests das natürliche Hormon "weitaus schwieriger nachweisen können als das künstlich hergestellte." Es vermische sich leichter mit dem Blut als der artifiziell herstellte Stoff. Das bislang künstlich hergestellte EPO-Präparat zählt bei den Ausdauerathleten zu den wirksamsten leistungssteigernden Drogen. Das Mittel vermehrt die Zahl der roten Blutkörperchen und sorgt damit für einen erhöhten Sauerstofftransport im Körper. Heyns zieht sich vom Schwimmsport zurück und wird Predigerin. Die als sehr religiös bekannte südafrikanische Brust-Weltrekordlerin plant, nachdem ihre Karriere am Mitttwoch scheinbar beendet schien, ihre Schwimmbrille an den Nagel zu hängen und statt dessen die Bibel zu predigen.
Van den Hoogenband überlegen. Der Holländer Pieter van den Hoogenband hat nach den 200 m auch die 100 m Crawl für sich entschieden. Der Medizinstudent schlug in der Königsdisziplin im Schwimmen in 48,30 an, verfehlte aber seinen am Vortag aufgestellten Weltrekord um 46 Hundertsel. Zweiter mit 39 Hundertsteln Rückstand wurde der Russe Alexander Popow, der Doppel-Olympiasieger von Barcelona und Atlanta. Inge de Bruijn stellte in den Halbfinals über 100 m Crawl einen neuen Weltrekord auf. Die Holländerin verbesserte in 53,77 Sekunden ihre eigene Bestmarke um drei Hundertstel. Doppel-Olympiasiegerin Klotschkowa und die Moral der Schwimmgeschichte
Fioravanti und Rosolino bescheren Italien einen kompletten Medaillensatz Karel Novy mit 50.19 über 100 m Freistil nicht im Halbfinal.
«Hoovercraft» - Hollands Antwort auf Thorpe Der Rheintaler Remo Lütolf mitten in der Weltelite der Brustschwimmer. Thorpe geschlagen. Am dritten Finaltag wurde nichts aus der dritten Goldmedaille für den einheimischen Ian Thorpe: Der 17-jährige bezog im Duell über 200 m Crawl gegen den Holländer Pieter van den Hoogenband eine deutliche Niederlage. Bei der letzten Wende hatten die beiden zwar noch auf den Hundertstel gleichauf gelegen, doch auf den letzten 50 m setzte sich der Holländer klar durch. Van den Hoogenband siegte in 1:45,35, womit er seinen erst am Vortag aufgestellten Weltrekord egalisierte.
Nandrolon-positiv getesteter Schwimmer war in Sydney am Start. Ceza Badita, rumänischer Meister über 200 und 400 Lagen, wurde am Mare-Nostrum-Meeting in Monte Carlo (20.5.) mit Nandrolon im Urin erwischt - das Resultat liegt seit spätestens 10. August bei der FINA. Gemäss FINA-Regeln müsste er eigentlich für 4 Jahre gesperrt sein. Was seither geschah ist konfus. Das Resultat wurde dem rumänischen Schwimmverband mitgeteilt, welcher entschied, Badita sei unschuldig. Das FINA-Doping-Panel unter der Leitung des Deutschen Harm Beyer hob die Suspension vorübergehend auf bis in einem Hearing die Appelation des rumänischen Schwimmverbands behandelt wird. Das Hearing findet erst nach Sydney statt. Das Resultat: Ein gedopter Schwimmer darf in Sydney starten. 2 Schweizer Rekorde aber kein Final: Flavia Rigamonti wird 9. über 400 m Freistil (4:11.77), Yves Platel 18. über 400 m Lagen (4:22.38).
Remo Lütolf 8.: Der Rheintaler Remo Lütolf, der als erster Schweizer seit 1988 wieder einen Olympia-Final im Schwimmen erreicht hat, musste sich im Endlauf über 100 m Brust mit dem 8. Schlussrang begnügen. Lütolf schlug in 1:01,88 an und verpasste damit seinen Schweizer Rekord, den er am Vortag in den Halbfinals aufgestellt hatte, um sieben Hundertstel. Nach Hälfte der Distanz lag Lütolf allerdings noch ganz hervorragend im Rennen. Der als Schnellstarter bekannte Ostschweizer wendete als Zweiter, doch auf den zweiten 50 m zogen sämtliche Gegner an ihm vorbei. Der Sieg ging an den Italiener Domenico Fioranvanti (1:00,46), der vor Ed Moses (USA) und Roman Sludnow (Russ) gewann. Die letzten Schweizer Finalisten vor Lütolf waren vor zwölf Jahren die beiden Crawlsprinter Dano Halsall und Stephane Volery gewesen. An den Sommerspielen von Seoul erreichten diese beiden über 50 m die Ränge 4 und 5. Ab 16.9. Olympiaberichterstattung des TA: [Netscape] [Explorer] (bleibt oben in der Link-Liste) Resultate und Berichte vom Olympic-Server in Sydney: S. ebenfalls Link-Liste oben.
Frauen an der WM über 1500 m. Die Technische Kommission der FINA beschloss in Sydney, die 1500-m-Strecke für Frauen ins WM-Programm aufzunehmen. Erstmals soll die Disziplin im kommenden Jahr in Fukuoka (Jpn) zur Austragung kommen. Den WR über diese Disziplin hält die Amerikanerin Janet Evans mit 15:52.10 (1998). Den SR hält Flavia Rigamonti mit 16:28.49 (1999). Einsatzplan und Resultate der Schweizer Schwimmer
Lütolf steigt als erster ins Rennen - Platels Start praktisch sicher.
Thomas Bach neuer IOK-Vizepräsident - Denis Oswald in die Exekutive gewählt Doping im Spitzensport als gesellschaftliches Problem: Das Doping-Problem aus juristischer Sicht. Die Schwächen der Dopingbekämpfung aus juristischer Sicht
Dopingkontrolleure im Vorfeld der Spiele oft vor verschlossenen Türen. (sid) Halb verwundert, halb amüsiert verfolgte die australische Dopingagentur Asda die Flucht einiger Teilnehmer vor einer Blitzaktion im Vorfeld der Olympischen Sommerspiele in Sydney. "Einige haben interessante Dinge getan. Es war für uns eine aufschlussreiche Zeit, und wir haben uns sehr gut geschlagen", sagte Asda-Sprecherin Vicki Kapernick. So haben die Dopingfahnder bei Trainingskontrollen zwischen dem 2. und dem 10. September in den Quartieren rund um Sydney nicht selten vor verschlossenen Türen gestanden. Oder die Athleten waren einfach nicht da. "Wahrscheinlich haben einige ihre Anreise einfach verschoben", sagte Kapernick. Die Asda-Sprecherin erklärte, dass es in diesen Fällen keine weiteren Ermittlungen geben werde. Athleten, die Tests verweigern, drohen genauso Sperren von bis zu zwei Jahren wie denjenigen, deren Urinproben Spuren verbotener Substanzen aufweisen. Anders sei dies bei Athleten, die nicht erreicht werden können. Eine Sanktion erscheint unwahrscheinlich. Insgesamt sind von der Asda 211 Trainingskontrollen vorgenommen worden. Wie am Rande der IOK-Session bekannt wurde, wird die Medizinische Kommission des Internationalen Olympischen Komitees die EPO- Tests spätestens am Abend vor dem jeweiligen Wettbewerb des zu kontrollierenden Sportlers abnehmen. Die Kontrolle stellt eine Kombination aus Blut- und Urintest dar, wurde erst vor Monatsfrist vom IOK verabschiedet und von Kritikern bereits als unzureichend beschrieben.
NZZ 12.9. Kein weiterer Exploit der Schweizer Wasserballer: Rang elf unter zwölf EM-B-Teams
Betrunkene Wasserballer - Pilot musste notlanden. Stark fortgeschrittene Trunkenheit eines Dutzend von Passagieren und der Wasserball-Nationalmannschaften aus der Ukraine und aus Moldawien haben eine nicht geplante Zwischenlandung einer mit 173 Personen besetzten Passagiermaschine der Air Malta auf dem römischen Flughafen Fiumicino erzwungen.
Leistungsvergleich USA-Rest der Welt: PDF-Datei
Marathon Weltcup Terracina: Der Deutsche Christof Wandratsch gewann den Marathon-Weltcup der Langstreckenschwimmer im italienischen Terracina. Der 33-Jährige absolvierte die 20 Kilometer in 4:28:10,0 Stunden und distanzierte den Argentinier Gabriel Chaillou (4:28:57,0). Wandratsch, der drei Jahre auf einen Sieg im Weltcup warten musste, absolvierte damit nach einer Schulteroperation im vergangenen Jahr, die einen grossen Trainingsrückstand mit sich brachte, eine gelungene Generalprobe für die WM vor Honululu auf Hawaii (29. Oktober bis 4. November). "Die Ausdauer und Kondition reichte, nur die Spritzigkeit fehlte noch", meinte Wandratsch. Bei den Frauen gelang der Belgierin Cindy Persoons in Abwesenheit der verletzten Titelverteidigerin Peggy Büchse aus Rostock nach einem spannenden Rennen erst im Schlussspurt ihr erster Weltcupsieg. Nach 4:40:17,0 Stunden lag sie nur eine Sekunde vor der im Weltcup führenden Niederländerin Edith van Dijk. Die wiederum verwies mit einer weiteren Sekunde Vorsprung Angela Maurer (Wiesbaden) auf Platz drei (4:40:19,0). Vor dem Rennen des mit insgesamt 57.000 US-Dollar dotierten Fina-Marathon-Weltcups am 30. September über zehn Kilometer in London holte Edith van Dijk erstmals den Gesamtsieg im Marathon-Weltcup und verhinderte damit den dritten Erfolg hintereinander von Peggy Büchse (Rostock). Bei den Männern steht der Gesamtsieg von Europameister Stephane Lecat (Frankreich) ebenfalls schon fest. Der Trainingspartner von Christof Wandratsch war in Terracina ebenfalls nicht am Start und entschied die Gesamtwertung vorzeitig für sich. Dopingaffäre: Kristin Otto gibt schriftliche Erklärung ab. Die frühere Weltklasseschwimmerin Kristin Otto hat sich in einer schriftlichen Erklärung energisch gegen erneute Vorwürfe zur Wehr gesetzt, sie sei in die DDR-Doping-Affäre verstrickt gewesen. Regelmässig vor internationalen sportlichen Höhepunkten werde sie "mit der - letztlich internationalen - Doping-Problematik im Spitzensport verleumderisch in Verbindung gebracht, obwohl ich mich bereits vor elf Jahren vom Leistungssport verabschiedet habe und es während meiner langjährigen Karriere bei dutzenden Doping-Kontrollen keinen einzigen - auch nur annähernden - 'positiven' Befund gegeben hat", schrieb die 34-jährige Sportjournalistin. Immer wieder werde versucht, "mit zielgerichteten wiederholenden, wohl terminierten auf Spekulationen basierenden Verdächtigungen mir Unredlichkeit mit dem Ziel zu unterstellen, meine heutige berufliche Laufbahn wegen meiner DDR-Vergangenheit und meinen aussergewöhnlichen sportlichen Leistungen - nach dem Motto: es kann nicht sein, was nicht sein darf! - zu zerstören". Die sechsfache Goldmedaillen-Gewinnerin der Olympischen Spiele 1988 in Seoul hatte in den vergangenen Jahren immer wieder erklärt, nicht wissentlich gedopt zu haben. "Diese für mich weiterhin unverständliche Kampagne stimmt mich erneut sehr traurig", schrieb Kristin Otto, "leider muss ich immer wieder feststellen, dass von uns, den damals sehr jungen, engagierten und talentierten Sportlern eines temporären deutschen Staates immer noch Rechtfertigungen für Systemfragen abverlangt werden, für die wir, schon unserer Jugend wegen, keine Verantwortung tragen können, und dass wir immer noch bewusst behindert werden können, unser Talent im Wettbewerb gegenwärtig unbehindert einzubringen." Aufruf zu Fairness. Der US-Olympiatrainer des Damenteams, Richard Quick, ermahnt seine und die australische Mannschaft zu mehr Fairness, ansonsten die Chancen für Medaillengewinne für beide sinken könnten (s. Meldung von gestern). China streicht 27 SportlerInnen aus der Olympiamannschaft, darunter 4 Schwimmer. Die chinesischen Behörden haben bestätigt, dass die Delegation für Sydney nicht mehr wie geplant 311, sondern nur noch 284 Athleten umfassen wird. 27 Sportler wurden aus dem Aufgebot gestrichen, primär wegen Dopingverdachts. Mit der Aktion unterstreicht die Regierung ihre harte Antidrogenpolitik und garantiert dafür, dass die Chancen auf eine Vergabe der Olympischen Spiele 2008 nach Peking intakt bleiben. Das chinesische Aufgebot für Sydney wird, wie bereits kurz gemeldet, wesentlich kleiner sein als vorgesehen. Statt 311 reisen nun nur noch 284 nach Australien; 27 Mitglieder des Kaders wurden vom Chinesischen Olympischen Komitee (COK) gestrichen und müssen zu Hause bleiben. Tu Mingde, der Generalsekretär des COK, nannte drei Gründe für den Entscheid. Erstens seien im Rahmen von Bluttests bei mehreren Athleten "verdächtige" Resultate gefunden worden. Zweitens seien einige Sportler verletzt und nicht in der Lage, ihre normalen Leistungen zu erbringen. Und drittens seien etliche Aufgebotene erkrankt, und "um ihre Gesundheit zu schonen", verzichte man darauf, sie nach Sydney zu schicken. Die Agentur Neues China nannte als Motiv für die Entscheidung des COK unter anderem den Wunsch, das Prinzip der Fairness hochzuhalten. Das COK nannte die Namen der betroffenen Athleten nicht, doch wie aus zuverlässigen australischen Quellen verlautete, handelt es sich um 7 Ruderer, 4 Schwimmer, 14 Leichtathleten und 2 Kanuten. Die Chinesische Athletik-Vereinigung sagte gegenüber Nachrichtenagenturen, unter den Opfern seien 6 von 7 Mitgliedern der "Familienarmee" von Langstreckenläuferinnen des umstrittenen Trainers Ma Junren. Ma wird nicht nur im Westen, sondern auch in China von vielen als gelinde gesagt eigenartige Persönlichkeit betrachtet, und seinen Beteuerungen, er bringe seine asketischen Damen mit einer Mischung aus Höhentraining und altbewährten chinesischen Tinkturen wie Schildkrötenblut auf Trab, glauben ihm auch hierzulande wohl nur die wenigsten. Die einzige Sportlerin aus Mas friedlicher Armee, die in Sydney an den Start gehen darf, ist Li Ji, was natürlich die Medaillenhoffnungen erheblich einschränkt. Wie aus dem COK verlautete, hatte man in den Frauenwettbewerben über 5000 und 10 000 m doch mit guten Plätzen gerechnet; die drastische Reduktion des Aufgebots dürfte die Chancen wesentlich schmälern. Darüber, weshalb das COK so spät so rigoros vorgegangen ist, weiss man nur wenig. Klar ist allerdings, dass es Peking aus strategischen Gründen seit einiger Zeit sehr genau nimmt mit dem Doping, da man sich die Chancen auf eine erfolgreiche Bewerbung für die Olympischen Spiele 2008 erhalten will. Eine Vergabe der Spiele nach Peking wäre für Kommunisten, die ohne demokratische Legitimation sind, eine ausgezeichnete Gelegenheit zur Selbstdarstellung auf internationaler und nationaler Ebene. Ob die staatlichen Prüfer wirklich Doping gefunden haben, ist nicht bekannt. Das Wort des "Verdachts", das verwendet wurde, lässt auch an die Möglichkeit denken, dass zwar im Blut der Athleten wenn nicht verbotene Substanzen, so doch Spuren entdeckt wurden, denen man nicht recht traut. Das Risiko, dass die internationalen Prüfer in Sydney solche Substanzen als Doping bezeichnen könnten, wollte man offenbar nicht eingehen. Im Gerede war hierzulande in den letzten Monaten vor allem die Substanz EPO.
Meister Horgen nach Neapel. Horgen trifft im Europacup der Meister in der Qualifikationsrunde vom 25.-29. Oktober 2000 in Neapel auf Gastgeber Posilippo Neapel, Dauphins Mouscronnois (Be), SF Helsingfors (Fi) und WBC Graz (Ö). Der SK Kreuzlingen wurde in der Vorrunde im Cupsiegerwettbewerb vom 22.-26.11.00 in Ede (Ho) der RN Fiorentina (It), Adecco Barceloneta (Sp), Polar Bears Ede (Ho) und Olimpija Ljubljana (Slo) zugelost. Bei den Frauen wurde Champion WSV Basel in die Gruppe mit Nijverdal (Ho), Blau-Weiss Bochum, Slavia Pilsen (Tsch), Sport Alges e Dafundo (Por) und Qirat Tivon (Isr) eingeteilt. Kieren Perkins gerügt: Im Zuge der steigenden Spannung zwischen den Schwimmnationen USA und Australien kam es zu einer verbalen Eskalation: Perkins nannte Gary Hall einen "Dopingbetrüger". Hall hatte die Australier seinerseits beleidigt, indem er im Internet die Aussage patzierte, die Amerikaner würden die Australier wie Gitarren zertrümmern. Coates, Präsident des australischen olympischen Komitees, rügte Perkins umgehend. Der amerikanische Coach Mark Schubert sagte, er werde Hall zur Rede stellen, für das was er im Internet publiziert habe. Perkins Kommentar auf die Rüge: Hall wurde doch wegen Doping von der FINA gesperrt oder nicht?
Kristin Otto in Dopingaffäre verwickelt. Die Doping-Verstrickung der Schwimm-Olympiasiegerin und ZDF-Sportmoderatorin Kristin Otto ist vom Amtsgericht Leipzig bestätigt worden. Nach Informationen des Deutschlandfunks ist sie die prominenteste ehemalige DDR-Athletin auf einer Liste von neun gedopten Schwimmerinnen, die unter dem früheren Leipziger Coach Stefan Hetzer trainiert haben. Hetzer, der bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul Kristin Otto zu sechs Goldmedaillen führte, ist vom Amtsgericht Leipzig wegen Körperverletzung durch Doping zu einer Geldstrafe von 15 000 Mark, entsprechend 150 Tagessätzen zu 100 Mark, rechtskräftig verurteilt worden. Das Gericht hat das Verfahren per Strafbefehl ohne öffentliche Verhandlung abgeschlossen. Hetzer hatte den Straftatbestand der Körperverletzung eingestanden. Der bereits im April beantragte Strafbefehl ist inzwischen rechtskräftig, nachdem der Schwimm-Trainer den Urteilsspruch jetzt angenommen hat. Damit ist erstmals in Deutschland ein Trainer wegen Dopings an einer einstigen Weltklasseathletin verurteilt worden. Vor Hetzer war bereits der frühere DDR-Sportmediziner Horst Tausch mit einer Gefängnisstrafe von zehn Monaten auf Bewährung belegt worden. Er war geständig, im Zeitraum zwischen 1985 und 1989 Kristin Otto und 21 weitere Schwimmerinnen mit Dopingmitteln versorgt zu haben. Die inzwischen 34-jährige ZDF-Sportjournalistin Otto leugnet trotz belastender Dokumente und Zeugenaussagen, etwa ihrer früheren Mannschaftskameradinnen, zu DDR-Zeiten wissentlich gedopt worden zu sein. Das offizielle DDR-Protokoll einer Ausreisekontrolle im Doping-Labor Kreischa bei Dresden vor den Europameisterschaften 1989 in Bonn, hält zum Beispiel einen extrem hohen Hormonwert fest - der Name Kristin Otto war von einer Mitarbeiterin des Sportmedizinischen Dienstes entschlüsselt und an den Rand des Papiers geschrieben worden. Ehemalige DDR-Schwimmerinnen wie Olympiasiegerin Ulrike Tauber, Ex-Weltrekordlerin Karen König oder der Potsdamer Schwimmstar Jörg Hoffmann hatten die Doping-Mitwisserschaft der erfolgreichsten Olympia-Schwimmerin aller Zeiten bestätigt. Bei den Olympischen Spielen in Sydney ist Kristin Otto vom ZDF als Reporterin für die Schwimm-Wettbewerbe vorgesehen.
Das iraelische Olympiateam Männer Mickey Halika - 200-400m I.M., 200m Butterfly Yoav Meiri - 100m Butterfly, 400m Medley Relay Yoav Bruck - 50-100m Free, 400m Free Relay, 400m Medlay Relay Eitan Urbach - 100m Back, 400m Free and Medlay Relay Yoav Gat - 200m Back Alexey Manzula- 400m Free and Medlay Relay Tal Shtriker - 100-200m Breast, 400m Medlay Relay Oren Azrad - 400m Free relay Frauen Vered Borochovsky - 100m Butterfly, 200m I.M Adi Bichmann - 800m Free Trainer Leonid Sheichat Vladimir Sopher Leonid Kauffmann Zwei Kandidaten für SOV-Präsidium. Paul Engelmann, Präsident des Schweizerischen Turnverbandes, und Walter Kägi, ehemaliger Präsident des Schweizerischen Ruderverbandes, kandidieren als Nachfolger von René Burkhalter, dem zurücktretenden Präsidenten des Schweizerischen Olympischen Verbandes (SOV). Die Wahlvorschläge für das SOV-Präsidium müssen bis zum 4. September eingereicht werden, die Wahl erfolgt am 4. November. Rumänischer Schwimmverband (FRN) ficht Dopingsperre an. Die FINA sperrte den 21-jährigen Cezar Badita im Mai wegen einem positiven Nandrolontest (400 Lagen als Unbekannter "aus dem Nichts" in 4:19.42). Der FRN sagt, zwei Tests innerhalb 24 Std. hätten widersprüchliche Resultate gegeben: Der erste sei positiv und der zweite negativ gewesen. Das sei nicht möglich, weil Nandrolon nicht in 24 Std. verschwinden könne, sagte der Präsident des FRN, Dan Ionescu. Badita sei unschuldig, und er hoffe, dass Badita in Sydney schwimmen könne. Zurück zur Homepage / an den Anfang
August 2000
Amy van Dyken plant Rücktritt. Die 27-jährige 4-fache Goldmedaillengewinnerin von Atlanta hat trotz zweier Schulteroperationen wieder einen sicheren Platz im US-Team (50 Freistil, 4x100 Lagenstaffel). Sie spüre, dass ihr Körper langsam verbraucht sei, und sie denke ans Aufhören. Sie könnte sich zwar noch einige Jahre zwingen, aber das brächte weitere Schulteroperationen, und das wolle sie vermeiden, auch wegen der Anästhesien. Doping - Spitzensport als gesellschaftliches Problem: Wie und seit wann wird über Doping gesprochen? LEN: Leistungsanalyse der Jugend-Europameisterschaften Popov trainiert allein vor Sydney. Die Aufgabe seines Trainers Touretsky ist es, die australische Mannschaft in Melborne vorzubereiten. Popov trainiert währenddessen allein im Australian Institute of Sports in Canberra. "Natürlich hätte ich es gerne, wenn er mir ein bisschen helfen würde, aber ich hab es auch schon allein gemacht - ich glaube es ist nicht so schlimm", sagte Popov. Neuer Link: Schwimmclub Romanshorn, Schwimmen, Wasserball, Aquafitness, Schwimmschule James Hickman's Homepage. Weitere Homepages von SchwimmerInnen bei www.fsn.ch/links/links_personal.htm Resultate Schwedischer Grand-Prix (Orebro, 19.-20.8.2000) Frohe Kunde aus Lausanne? Die IOK-Exekutive segnet die beiden EPO-Nachweis-Verfahren ab. [nzz./(si)] Nach vorgängiger Zustimmung einer juristischen Expertengruppe des Internationalen Olympischen Komitees (IOK) - das medizinische Fachgremium hatte bereits vor Wochen seine Zustimmung kundgetan - hat nun am Montag in Lausanne auch die IOK-Exekutive grünes Licht für die erstmalige Einführung von EPO-Tests an Olympischen Spielen gegeben. Damit werden in Sydney die in den Forschungslabors von Paris und Canberra entwickelten Nachweisverfahren parallel zur Anwendung gelangen. Es handelt sich dabei um eine Kombination von Blut- (indirekte Methode) und Urintests (direkte Methode), wobei es nur dann zu Sanktionierungen kommen soll, wenn beide Methoden das gleiche Ergebnis (positive Dopingprobe) mit sich bringen. "Die Kombination von Blut- und Urintests gibt den Fahndern hundertprozentige Sicherheit im Nachweis von EPO", sagte IOK-Exekutivmitglied Jacques Rogge am Lac Léman gegenüber den Nachrichtenagenturen. Im Weiteren ist anlässlich der IOK-Exekutivsitzung bekannt geworden, dass mit den Städten Peking, Paris, Toronto, Istanbul und Osaka nur mehr fünf Kandidaten im Rennen um die Vergabe der Olympischen Sommerspiele 2008 verbleiben. Dagegen haben sich die Hoffnungen von Bangkok, Havanna, Kairo, Kuala Lumpur und Sevilla zerschlagen. Der Entscheid über den Austragungsort der Sommerspiele 2008 wird am 16. Juli 2001 an der IOK- Session in Moskau gefällt. Euphorische Worte wie jene des belgischen Mediziners und Anwärters auf eine Nachfolge von Juan Antonio Samaranch als IOK-Präsident, Rogge, lassen aufhorchen. Kritische Szenenkenner, unter anderen der im Lausanner Antidoping-Labor tätige Martial Saugy sowie der an der Universitätsklinik von Nancy wirkende Patrick Laure, liessen nämlich schon vor mehreren Wochen verlauten, dass trotz berechtigtem Hoffnungsschimmer das Dopen mit synthetisch hergestelltem EPO noch längst nicht ad acta gelegt werden kann. Die IOK-Exekutive sieht in der kombinierten Anwendung der unterschiedlichen Testverfahren zwar eine doppelte Absicherung, viel eher müsste aber von einer sportpolitischen Kompromisslösung gesprochen werden. Dies primär deshalb, weil ein positiver Dopingbefund auf Grund einer in Sydney genommenen Blutprobe nur dann Wirkung zeigt, wenn sich der Verdacht letztlich auch in der gleichzeitig angeordneten Urinprobe spiegelt. Und dies muss bei weitem nicht der Fall sein, weiss man doch, dass die zeitliche Nachweisbarkeit von künstlich zugeführtem EPO bei beiden Verfahren deutlich voneinander abweicht. Somit ist allenfalls eine gegenseitige Aufhebung der Ergebnisse zu befürchten, von einer doppelten Versicherung kann nicht die Rede sein.
Deutschland gründet nationale Doping-Aentur - und was macht die Schweiz? Die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) rückt immer näher. Am Dienstag verständigten sich Vertreter des Deutschen Sportbundes (DSB) und des Nationalen Olympischen Komitees (NOK) in Frankfurt/Main auf ihre Position für das Richtung weisende Berliner Gespräch mit Bundesinnenminister Otto Schily am 7.September. Als Rechtsform der NADA wird eine Stiftung immer wahrscheinlicher. "Es gibt keine sinnvolle Alternative", sagte DSB-Vize-Präsident Ulrich Feldhoff. Als Vorsitzender der Anti-Doping-Kommission (ADK) der beiden Sportorganisationen hatte Ulrich Haas auf Eile gedrängt, um noch vor den Olympischen Spielen in Sydney die Weichen stellen zu können. Erste FINA World Open Water Championships, Honolulu, USA, 29.10.-4.11.2000
British Amateur Swimming Association (ASA) Letzter Test: Am Grand-Prix von Melbourne testen am 26./27.8. Popov, O'Neill und andere das letzte Mal vor der Olympiade ihre Form. Link wird auf dieser Seite bereit gestellt sobald aktiv. Anti-Doping-Programm akzeptiert. Nach zähen Verhandlungen haben alle 28 Mitglieder der Vereinigung der Olympischen Sommersport-Verbände (Asoif) das Kontrollprogramm der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) unterzeichnet. Zuletzt hatten noch der Internationale Turn-Verband und der Internationale Volleyball-Verband ihre Unterschrift verweigert. Ehemaliger DDR-Mediziner hält Doping für allgegenwärtig: "Ohne Doping gäbe es keine Weltspitze". Diese Auffassung vertrat Professor Dr. Hermann Buhl, der in der DDR zu den führenden Sportmedizinern zählte, im Interview mit der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeine (HNA) in Kassel. Buhl glaubt, dass das Anti-Doping-System in Deutschland den eingesetzten finanziellen Mitteln nicht gerecht wird. Seit November 1999 ist Buhl ärztlicher Leiter eines Medizinischen Zentrums in Bad Wildungen. Skeptisch sieht Buhl auch die scheinbaren Erfolge im Kampf gegen die Modedroge Erythropoietin (Epo): "Dieses Mittel verschwindet zur Zeit schon vom Markt. Es gibt schon ein neues, wesentlich wirksameres Mittel, das auch dann leistungsfördernd wirkt, wenn es nur eine Stunde vor dem Wettkampf eingenommen wird." Doping sei schon immer ein weitweites Problem und keinesfalls auf die ehemalige DDR beschränkt gewesen.
US Olympic Team:
Aktuelles zum Thema Doping:
Das dänische Olympiateam:
Marathon-Weltcup: Es wird eng für Peggy Büchse Nach einem zweiten Platz beim Marathon-Weltcup des Weltschwimm-Verbandes FINA am Wochenende im Ohridsee in der Südwestecke Mazedoniens musste Peggy Büchse (Rostock) ihre Führung in der Gesamtwertung an die Niederländerin Edith van Dijk abgeben. "Jetzt wird es ganz eng für die Weltcup-Verteidigung", meinte Büchse-Trainer Christian Bartsch. In noch zwei ausstehenden Rennen am 9. September in Terracina in Italien (25 Kilometer) und am 30. September in London (10 Kilometer) hat die Studentin aber noch alle Chancen auf einen erneuten Erfolg im mit insgesamt 57.000 Dollar für die Gesamtwertung dotierten Weltcup. Dabei könnte sie am 30. September ihren 28. Geburtstag mit dem dritten Gesamtsieg in Folge im Weltcup krönen. Allerdings wurde der Weltcup um ein Rennen verkürzt, da für die 5 Kilometer am 2. September in Mazara in Italien nicht genügend Meldungen vorlagen. Von den nun noch neun Rennen der diesjährigen Serie kommen sechs (anstatt sieben) in die Wertung. Bei den Männern behielt Igor Majcen aus Slowenien nach 5:19:49,64 die Oberhand über den spanischen Vize-Europameister über 25 Kilometer, David Medca-Medina (5:21:58,40). Beide wurden im vergangenen Jahr wegen Dopings von der FINA für vier Jahre gesperrt. Diese Sperre wurde im Frühjahr aber wegen weiterer Untersuchungen vorläufig aufgehoben.
FINA führte Doping-Kontrollen in Eigenregie durch. Der Weltverband FINA führte im ersten Halbjahr 697 Trainings- und 192 Wettkampfkontrollen durch. Besonders intensiv prüfte die FINA in China, wo 64 so genannte "Out of Competition"-Kontrollen und 39 Wettkampfproben genommen wurden. In den USA, deren Spitzenathleten ihre Qualifikation für die Spiele in Sydney letzte Woche beendeten, wurden von der FINA von Januar bis Juni 164 Trainings- und 24 Wettkampfkontrollen durchgeführt. Bei Australiens Schwimmern wurden ausserhalb offizieller Wettbewerbe wie in China 64 Tests entnommen. Im Anti-Doping-Programm der FINA wurden zwischen 1993 und 1999 insgesamt 6072 Tests durchgeführt, davon 3698 im Training und 2374 während der Wettkämpfe. Nach Abschluss der Olympic Trials der US-Schwimmer: Siegesgewisse Amerikaner in Richtung Sydney Eine Steigerung für den grossen Auftritt in Sydney - nach den US Trials fliegen die für Olympia qualifizierten Schwimmer mit gedämpftem Optimismus nach Sydney: "Wir müssen noch besser werden."
Wasserball: Kuba verweigert Perez Olympiastart. Kuba will den Wasserballer Ivan Perez bei den Olympischen Spielen nicht für Spanien starten lassen, da er noch nicht drei Jahre die spanische Staatsbürgerschaft besitzt. Perez lebt seit 1995 in Spanien, erhielt aber erst im Oktober 1997 eingebürgert und könnte damit nach Artikel 46 der olympischen Charta nur mit Zustimmung des Herkunftslandes starten.
US-Trials: Zum ersten Mal ist das Boys-Team für eine Olympiade jünger als das Girls-Team. Mitschuldig ist unter anderem Dara Torres, die 33-jährige "Comebackerin". Gestern schlug sie mit 24.90 über 50 m Freistil Amy Van Dyken (24.99), obwohl diese vor dem Start in Daras Bahn spuckte, eine bekannte Taktik um ihre Gegnerinnen einzuschüchtern. Amy entschuldigte ihre "Tat": "ich spucke immer in Daras Bahn, es ist nicht gegen sie gerichtet." Es handle sich eher um eine Liebesbezeugung. Der Sieg von Torres wurde einzig durch die Abwesenheit von Jenny Thompson getrübt. Sie verzichtete auf den Start nachdem sie Torres über 100 m Freistil und 100 m Delfin knapp geschlagen hatte. Im letzten Rennen gelang es einem US-Schwimmer zum ersten Mal die 15-Minuten-Grenze zu knacken: Erik Vendt brauchte für die 1500 m 14:59.11 und brach George DiCarlos 16 Jahre alten US-Rekord (15:01.51). Die Zeit des Zweiten Chris Thompson betrug 15:09.16. Vendts US-Rekord war Nummer Neun an den Trials. Die US-Teamzusammensetzung für Sydney lautet: Frauen:
US-Trials:Hall mit US-Rekord, Bennett mit Jahres-Weltbestzeit
Karibikdurchquerung ist gescheitert. Der kubanische Langstreckenschwimmer Alberto Mojeron hat den für Dienstag angesetzten Versuch, die Karibik auf dem 80 Kilometer langen Abschnitt von Kuba nach Haiti zu durchschwimmen, aufgeben müssen. Starker Seegang hatte den eigens konstruierten haisicheren Käfig zerstört.
Das belgische Olympiateam:
Acht Jahre alter US-Rekord gebrochen. Am sechsten Finaltag der US-Trials in Indianapolis siegte die WM-Zweite Kristy Kowal über 200 m Brust in 2:24,75 und unterbot damit den acht Jahre alten Landesrekord von Anita Nall um sechs Zehntel. Jenny Thompson verbesserte ihren eigenen Landesrekord über 100 m Crawl um zwei Zehntel auf 54,07. Mit dieser Zeit blieb sie nur 27 Hundertstel über dem Weltrekord von De Bruijn (TA 16.8.). Nur drei von 28 olympischen Sommersport-Verbänden haben den Vertrag mit der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) bisher noch nicht unterzeichnet. Der Internationale Verband für Modernen Fünfkampf (UIPM) und der Internationale Turn-Verband (FIG) hätten sich bisher geweigert, ihre Athleten für das Dopingkontrollprogramm zu melden. Dies teilte die WADA am Montag in Lausanne mit. Der Internationale Volleyball-Verband (FIVB) habe die Verhandlungen vorübergehend ausgesetzt. Damit haben 25 Sommersport-Verbände das Abkommen zur effektiveren Dopingbekämpfung unterzeichnet. Damit ermöglichen die Föderationen unangemeldete Trainingskontrollen in ihrem Bereich schon im Vorfeld der Olympischen Spiele in Sydney. Der Vertragstext war von der Weltagentur am 20. Juni fertig gestellt worden. Das Ziel bis zum 31. Dezember 2000 sind 2 500 unangemeldete Kontrollen ausserhalb von Wettkämpfen. Rund 2 150 dieser Dopingtests sollen bereits vor Sydney durchgeführt werden. Die Olympischen Spiele in der australischen Millionen-Metropole beginnen am 15. September. Wada-Präsident Richard W. Pound sieht die Zwischenbilanz der Anfang des Jahres gegründeten Agentur dennoch positiv: "Wir sind auf dem besten Weg, die beiden Ziele zu erreichen, die wir uns für 2000 gesetzt haben: ein starkes Ausser-Wettkampf-Testprogramm zu etablieren und durch einen unabhängigen Beobachter den Ablauf der Doping-Kontrollen in Sydney zu überwachen." Pound erklärte, er erkenne grosse Kooperationsbereitschaft bei den Athleten, dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC), den Nationalen Olympischen Komitees, den Regierungen und bei allen Verbänden ausser den drei "Verweigerern". "Es ist unfair, dass Athleten aus den drei anderen Sportarten mit Misstrauen betrachtet werden, weil ihre internationalen Verbände nicht an dem Programm teilnehmen wollen", meinte der Wada-Chef: "Ich hoffe, dass die Athleten ihre Federationen dazu zwingen, ihre Politik zu ändern, damit sie ohne Verdächtigungen an den Spielen in Sydney teilnehmen können. Eine derartige Aktion würde demonstrieren, dass sie mit Ehre und im Olympischen Geist antreten wollen."
De Brujin bestreitet Doping-Vorwürfe: Der 26-jährige niederländische Schwimm-Superstar Inge De Bruijn bestritt erneut Dopingmutmassungen der internationalen Presse. "Wenn man eine gute Leistung bringt, wird man sofort verdächtigt. Das ist sehr traurig", sagte die 26-Jährige am Dienstag den Reportern. "Viele glauben, dass Sportler aus kleineren Ländern einfach nicht schwimmen können, aber das stimmt nicht. Jeder kann hart trainieren, egal aus welchem Land er kommt." Nachdem die Niederländerin seit Mai dieses Jahres acht Weltrekorde (Freistil und Delfin) aufgestellt hatte, war de Bruijn mehrfach des Dopings verdächtigt worden. Bei den Olympischen Spielen will sie in drei Einzeldisziplinen und in den Staffeln an den Start gehen. "Ich träume davon, eine Medaille zu gewinnen. Ein neuer Rekord ist mir nicht so wichtig", sagte de Bruijn. Das portugiesische Olympimpateam: Herren. Nuno Laurentino - 100 Rücken, Jose Couto - 100 / 200 Brust, Mario Carvalho - 200 Rücken, Simao Morgado - 100 Delfin, Ricardo Pedroso - 200 Frei, Pedro Silva - 50 Frei. Frauen. Raquel Felgueiras - 200 Delfin Warten auf den Weltrekord: Erst wenige Höhepunkte an den Olympic Trials, dem Familienfest der US-Schwimmer
Langstreckenmeisterschaften, Lugano, 15 km.
Wasserspringen:Schweizer Meisterschaften in Köniz:
Wasserspringen: U.S. Outdoor National Diving Championships: Alle Resultate sind verfügbar.
Langstreckenmeisterschaften, Lugano, 5 km.
Schweizermeisterschaft Wasserspringen, Köniz BE:
Sonntags-Zeitung: Ein Vorreiter im Namen des Propheten - Unter den schwarzen US-Schwimmern gibt es erstmals ernsthafte Olympia-Aspiranten - trotz sozialen Barrieren. Britische Trainer gegen Berufung eines ausländischen Trainers im Sydney-Team: Der British Swimming Coaches & Teachers Association (BSCTA) beschwerte sich, dass Gary Vandermeulen, Trainer und Ehemann von Alison Sheppard, Commonwealth-Rekordhalterin über 50-m-Freistil, als offizieller Begleiter bestimmt wurde, obwohl britische Trainer die Selektionskriterien besser erfüllten. Vandermeulen und Alison leben und trainieren in Kanada, er ist nicht britischer Staatsbürger, und habe nicht einmal eine formale Trainerqualifikation. Das sei eine Grundvoraussetzung für eine Offiziellenfunktion, habe man vor Jahren beschlossen. Seine Selektion beruht auf der Position von Sheppard in der Weltrangliste (5. mit 25.12 - Medaillenhoffnung für Sydney). Für den Präsidenten des BSCTA, Dave Heathcock, selber ehemaliger Olympiacoach, ist die Staatsbürgerschaft nicht das eigentliche Problem, sondern der geschaffene Präzedenzfall. Wenn Gary im U.K. gecoacht hätte, wäre alles kein Problem. Man habe schon früher ausländische Trainer selektioniert, z.B. den Amerikaner Chris Martin, der in Birmingham als Trainer wirkte. Es gehe darum, dass in einem britischen Team Leute mithelfen, die einander kennen (Sportler, Trainer, Offizielle, medizinischer und administartiver Support) und mit den Verhältnissen und der Mentalität vertraut seien. Darüber hianus werde der Schwimmsport von der britischen Lotterie mit finanziert. Einen weiteres "Argument" vertrat BSCTA-Organisator Brian McGuinness: Vandermeulen würde in einem britischen Olypmpiaanzug auftreten, der von Marks & Spencer [einer Kaufhauskette] gesponsert wird. Der Anzug sei ohnehin schon genug Schande für Grossbritannien, weil er im Ausland gefertigt werde. In England seien der Textilindustrie in den letzten Jahren 30000 Arbeitsplätze verloren gegangen, weil Marks & Spencer die Einkaufsstrategie geändert habe - so weit sei man mit der "britishness" gekommen. Der BSCTA endet sein Statement mit dem Satz, dass man mit Vandermeulen als zusätzlichem, externem Coach für Sheppard kein Problem habe. Die Aufnahme ins Olympiateam müsse aber durch vorgängige und anhaltende Leistungen für den britischen Schwimmsport zuerst verdient werden.
NZZ 11.8.: White Power im Natatorium von Indianapolis: US-Schwimmer kämpfen um Olympia-Tickets und alte Grösse. NZZ 11.8.: Doping auf Rezept? Wie schnell ist das letzte Quentchen Ansehen verspielt? Nur 4 Wochen Sperre für Kisselewa. Maria Kisselewa, dreifache Goldmedaillengewinnerin der EM in Helsinki, wird für lediglich vier Wochen (bis zum 21. August) gesperrt. Damit ist die Olympiafavoritin in Sydney startberechtigt. Der Russin war einer von drei EM-Titeln, jener im Duett mit Olga Brusnikina, wegen Ephedrin-Dopings aberkannt worden.
Die Weltranglisten sind nachgeführt. Positiver Ephedrin-Nachweis im Synchronschwimmen: Russisches Duett verliert EM-Titel. (sid) Der russischen Synchronschwimmerin Maria Kisselewa ist vom Doping-Panel des Weltverbandes Fina und des europäischen Verbandes LEN wegen Dopings die EM-Goldmedaille von Helsinki im Duett endgültig aberkannt worden. Kisselewa wurde ein zu hoher Wert des Stimulans Ephedrin zum Verhängnis. Damit erlitten die Olympiavorbereitungen der Russen einen herben Dämpfer. Kisselewa und ihre Partnerin Olga Brusnikina, die in Helsinki auch im Solo den Titel gewonnen hatte, galten an den Olympischen Spielen von Sydney als hohe Favoritinnen. Kisselewa war nach dem Duett-Final am 1. Juli in Helsinki positiv getestet worden; sie muss mit einer zweijährigen Sperre rechnen. Insgesamt waren an den Europameisterschaften in Finnland 83 Urinproben gemacht worden. Bis auf die Probe der Russin war dabei keine positiv. Nach der Disqualifikation der Russinnen gewinnen nachträglich die Französinnen Virginie Dedieu und Myriam Lignot vor dem Duett Spaniens und Italiens die goldene Auszeichnung.
US-Trials: Dara Torres nahe an de Bruijns Weltrekord. Auf ihrem Weg zu den 4. Olympischen Spielen erzielte die 33-jährige Torres in den Vorläufen über 100 m Delfin mit 57.58 die zweitschnellste je erzielte Zeit (WR 56.64). Torres war im Alter von 32 Jahren beim Comeback nach einer Wettkampfpause von 7 Jahren erstmals unter einer Minute geschwommen. Resultate aus Indianapolis: Swimnews.com / Omegatiming.com / Website US Swimming
Die LEN hat zwei Problem-Dopingfälle. Wie LEN-Direktor Alessandro Sansa am Montag in Rom bestätigte, ist der ungarische Wasserballer Zsolt Varga (Mladost Zagreb) während der Europacup-Endrunde im Mai in Becej/Jugoslawien der Einnahme des Stimulans Phenylephrin überführt worden. Gravierend ist auch der Fall der russischen Synchronschwimmerin Maria Kisselewa, die bei den Europameisterschaften Anfang Juli in Helsinki nach ihrem Titelgewinn im Duett positiv auf Ephedrin getestet worden war. Sansa bestätigte auch die in der Zwischenzeit ausgesprochenen Sperren von zwei Wochen gegen Varga und vier Wochen gegen Kisselewa. Dagegen ist noch nicht über die weiteren Konsequenzen entschieden. Wie der LEN-Direktor erklärte, müsste nach den Regeln des Weltverbandes FINA, denen sich auch die LEN unterwirft, das russische Synchronschwimm-Duett Maria Kisselewa/Olga Brusnikina den Titel verlieren, die in Helsinki zweitplatzierten Französinnen Virginie Dedieu/Myriam Lignot müssten nachträglich auf Rang eins rücken. Diese Vorgehensweise bezeichnete Sansa als "sehr wahrscheinlich". Der Funktionär wollte aber einer Entscheidung des Verbandes nicht vorgreifen. Schwieriger ist das Prozedere im Fall des Wasserballers. Mit Varga hatte Zagreb beim "Final Four" der Landesmeister in Becej das Halbfinale gegen BVSC Budapest 6:4 gewonnen, Varga hatte dabei auch einen Treffer erzielt. Das Finale gegen Gastgeber VK Becej Nis hatte Zagreb dann 8:11 verloren. Das Regelwerk sieht für einen solchen "leichteren" positiven Doping-Fall eines einzelnen Wasserballspielers mit dem Streichen des Ergebnisses die Bestrafung des gesamten Teams vor, "aber dieses Streichen heisst nicht, dass dann der Gegner automatisch der Sieger ist", erläuterte Sansa die FINA-Regularien. Dennoch rechnet der europäische Verband mit Protesten aus Ungarn, sollte BVSC Budapest nicht nachträglich zum Sieger der Halbfinal-Partie ernannt werden. Dann allerdings müsste womöglich das komplette Final-Turnier neu gespielt werden. Sansa sagte, dies sei ein "sehr, sehr schwieriger Entscheidungsprozess", der aber noch innerhalb der kommenden sieben Tage abgeschlossen sein solle.
Spitzenleistungen des SV Limmat an den Schweizermeisterschaften in Vevey
Sonntags-Zeitung: Aus dem Schatten der Schwester Strasser steht im Schweizer Schwimmsport für Erfolg: Nach Chantal sorgt nun Gerry für starke Leistungen. Sonntags-Zeitung: Kommentar zum EPO-Entscheid des IOC und zur Entwicklung im Doping NEU: Das europäische Datenaustauschformat im Schwimmen - LENEX Experten in Dänemark warnen vor einer Welle von nicht nachweisbarem Doping durch Genmanipulation. Der Chef der Fachkommission "Anti-Doping Dänemark", Bengt Saltin, meinte am Montag in der Kopenhagener Zeitung "Politiken", man müsse nach erfolgreichen Tierversuchen mit Muskelwachstum und zu veränderter Blutzusammensetzung durch künstliche Genveränderung in etwa zwei Jahren mit "Gen-Doping" bei Sportlern rechnen. Saltin verwies auf die Verdoppelung der Muskelmasse bei der genetisch manipulierten belgischen Zuchtkuh "Belgian Blue". Bei Affen sei es Wissenschaftlern geglückt, genetisch die Produktion des Blutdopingstoffes EPO in Gang zu setzen. Sowohl genetisch gefördertes Muskelwachstum wie Genmanipulationen im Blut funktionierten als Gendoping gut, bereiteten den Betroffenen aber "gewisse Probleme", meinte der Däne. So führten übergrosse Muskeln zu Überbelastungen von Knochen, Sehnen und Gelenken. Bei den Versuchen mit Affen sei es den Wissenschaftlern noch nicht gelungen, die Produktion von EPO wieder zu stoppen, so dass die Tiere permanent den gesundheitsgefährdenden Hämatokritfaktor 60 hätten. Der Chef der dänischen Radfahrunion, Jesper Worre, erklärte: "Man muss befürchten, dass einige Fahrer derartige Eingriffe vornehmen lassen, obwohl sie die kurz- und langfristigen Nebenwirkungen nicht kennen." Er verlangte ein Eingreifen auf Regierungsebene.
Der deutsche Bundesgerichtshof wird sich mit dem Urteil gegen den einstigen DDR-Sportchef Manfred Ewald frühestens in einigen Monaten beschäftigen. Wie die Berliner Justiz erklärte, müsse zunächst das schriftliche Urteil verfasst und den Beteiligten Gelegenheit zur Revisionsbegründung gegeben werden. Sofern die Revision aufrecht erhalten bleibe, werde der Fall dann an den 5. Strafsenat des Bundesgerichts in Leipzig abgegeben. Wann die Bundesrichter über den Vorwurf der Beihilfe zur Körperverletzung durch Doping-Vergabe entscheiden, sei offen. Ewald war zu 22 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Sowohl Ewald als auch ein Nebenklage-Anwalt, der eine härtere Strafe gefordert hatte, legten dagegen Revision ein.
Kanadische Meisterschaften, Winnipeg, 3.-6.8.2000
Wasserspringen: Jugendeuropameisterschaften in Istanbul, 27.-30.7.2000 Zurück zur Homepage / an den Anfang
Juli 2000
22.7. Offene Meisterschaften von Lissabon, 13.-16.7. Doping-Trainingskontrollen: Weltverbände haben sich geinigt. Die Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) hat knapp zwei Monate vor den Olympischen Sommerspielen in Sydney zusammen mit den 19 Weltverbänden olympischer Sportarten Verträge über Trainingskontrollen unterzeichnet. Mit den neun weiteren Föderationen steht die Agentur in Verhandlungen. Das teilte die Wada am Donnerstag in Lausanne mit. "Es ist ermutigend, dass 19 Verbände das Doping-Problem durch den Beitritt zu unserem Programm so schnell angehen", erklärte der Wada-Vorsitzende Dick Pound. "Besonders erfreulich ist, dass einige Verbände sehr schnell erstmals Trainingskontrollen zulassen. Das ist ein wirklicher Fortschritt für die olympische Bewegung", sagte Pound. Bis zum Beginn der Spiele in Sydney am 15. September will die Wada 2150 so genannte "Out-of-Cometition Tests" durchführen. 400 davon seien bereits vorgenommen worden, weitere 400 sollen innerhalb der kommenden zehn Tage folgen. Diese Verbände haben bereits unterzeichnet: Boxen (AIBA), Reiten (FEI), Basketball (Fiba), Kanu (FIC), Hockey (FIH), Ringen (Fila), Schwimmen (Fina), Rudern (Fisa), Bogenschiessen (Fita), Leichtathletik (IAAF), Badminton (IBF), Judo (IJF), Segeln (Isaf), Softball (ISF), Schiessen (ISSF), Tischtennis (ITTF), Triathlon (ITU), Radsport (UCI) und Taekwondo (WTF). Noch in Verhandlungen mit der Wada sind: Fechten (FIE), Fussball (Fifa), Turnen (FIG), Volleyball (FIVB), Baseball (IBAF), Handball (IHF), Tennis (ITF), Gewichtheben (IWF) und Modernen Fünfkampf (UIPM).
Wir begrüsssen im Netz:
Dopingpass lanciert. Knapp zwei Monate vor Beginn der Olympischen Spiele in Sydney lancierte die Australian Sports Drugs Agency einen Dopingpass. In diesem Dokument werden alle Dopingtests, denen sich ein australischer Athlet unterziehen musste, sowie die entsprechenden Resultate registriert. Der Besitz eines solchen Passes ist freiwillig. Er soll jedoch dazu dienen, den Ruf eines Athleten durch Offenlegung der Testresultate zu schützen. Bislang prominentester Inhaber des Passes ist Ian Thorpe, der 17-jährige Weltrekordhalter über 400 m Freistil. In seinem Ausweis sind 19 Tests registriert, die belegen sollen, dass seine Rekorde ohne leistungsunterstützende Mittel zu Stande gekommen sind. Perkins und Kowalski verletzt. Dass Kieren Perkins, zweifacher australischer Olympiasieger über 1500 m, in Sydney der erste Schwimmer überhaupt sein wird, der dreimal Gold in derselben Disziplin gewinnt, wird immer unwahrscheinlicher. Perkins hat seine Teilnahme am GP von Brisbane vom kommenden Wochenende wegen einer Zerrung im Wirbelsäulenbereich absagen müssen, nachdem er über eine Woche nicht trainieren konnte. Ebenfalls verletzt ist sein Gegner auf den 1500 m, Daniel Kowalski. Der Bronze- und Silbermedaillengewinner von Atlanta hat seit längerem Schulterprobleme.
Italien hat jetzt das härteste Doping-Gesetz der Welt: Der italienische Staat hat den Dopingsündern mit dem härtesten Dopinggesetz der Welt den Krieg erklärt. "Wer dopt, landet im Gefängnis", titelte die "La Repubblica" am Donnerstag. Und das bis zu sechs Jahre lang. Das Abgeordnetenhaus hat das Gesetz am Mittwochabend mit der Regierungsmehrheit verabschiedet. Folgt in der nächsten Woche - wie allseits erwartet - die Zustimmung des Senats, wird Doping in Italien noch vor den Olympischen Spielen in Sydney zur Straftat. Wer dopt oder gedopt ist, wird zum Kriminellen. Dopingbekämpfung ist dann Staatssache. Das Nationale Olympische Komitee Italiens (CONI) ist enteignet. Das Gesundheitsministerium hat die Dopingkontrollen komplett an sich gerissen. O'Neill fordert Strafverschärfung. Die australische Schwimm-Olympiasiegerin Susie O'Neill fordert die rückwirkende Bestrafung von Dopingsündern.O'Neill, die sich um einen der acht Athleten-Plätze im internationalen Olympischen Komitee (IOC) bemüht, sagte, Sportler wie die chinesische Schwimmerin Wu Yanyan sollten aus den Rekordlisten gestrichen werden. "Ich glaube, sie sollte die Medaillen ihrer gesamten Karriere verlieren", sagte O'Neill am Donnerstag in Brisbane. Es müsse allerdings erst ein rechtlicher Rahmen geschaffen werden, erklärte die 26-jährige Susie O'Neill, die im Mai den ältesten Schwimm-Weltrekord gelöscht hatte und als Favoritin für die 200 Meter Schmetterling in Sydney gilt. Blut einzufrieren, bis bessere Dopingtests vorliegen, sei allein keine Lösung. "Wir haben inzwischen herausgefunden, dass die Ostdeutschen gedopt haben, aber niemand bekommt ihre Medaillen, und es ändert die Ergebnisse überhaupt nicht", betont O'Neill. Die Australierin versprach auch, sich im Fall ihrer Wahl in die Athleten-Kommission des IOC insbesondere um die Doping-Problematik zu kümmern. Die acht Mitglieder sollen während der Olympischen Spiele gewählt werden, es gibt rund 45 Bewerber. Vor ihrem Vorstoss gegen Dopingsünder hatte die australische Weltklasse-Schwimmerin die niederländische Weltrekordlerin Inge de Bruijn des Missbrauchs unerlaubter Mittel bezichtigt, sich aber dafür in der Zwischenzeit entschuldigt. Die endlosen Bodysuit-Debatten werden langsam lästig für die SchwimmerInnen. Die US-SchwimmerInnen werden langsam überdrüssig ob des dauernden Hin und Hers. Nachdem US-Swimming entschieden hatte, dass Bodysuits an den Trials nicht erlaubt sind, hatten sie sich auf diese Ausgangslage eingestellt. Jetzt, 2 Wochen vor den Trials, müssen sie sich umstellen und überlegen was am Besten zu tun ist. Hinter dem ganzen Hin und Her steht ja nicht der Sport sondern das Geschäft. Sportliche Gewinner sind möglicherweise diejenigen, die schon immer auf Bodysuits gesetzt haben, z.B. 200-Delfin-WR-Halter Tom Malchov: "Warum sollten wir die Anzüge an den Trials nicht tragen - in Sydney sind sie ja erlaubt." Demgegenüber meint der Sprinter Bill Pilczuk, dass die Auftrieb verleihenden Anzüge die muskulöseren SchwimmerInnen bevorteilt (weil sie in der Regel tiefer im Wasser liegen), die Legalisierung sei unfair für die Mageren. Die Rückenschwimmerin Bedford glaubt, dass die jüngeren und unerfahreneren SchwimmerInnen mit dem neuen Entscheid schlechter fahren werden. Die Schuld am Hin und Her nur US Swiming anlasten zu wollen ist nicht richtig. US Swimming verlangte von den Herstellern TYR, Adidas, Speedo und Nike, dass sie allen rund 1300 Trial-TeilnehmerInnen bis am 16.6. Anzüge zur Verfügung stellen müssten. Nur Adidas war ursprünglich in der Lage. Darum entschied US Swimming am 22.6. gegen die Verwendung der Bodysuits an den Trials. Nachher kehrte die Meinung der Hersteller plötzlich um, es ginge jetzt doch. Thorpe ergreift die Initiative: Er will die Ehre haben, als erster Schwimmer eine Blutprobe für die Dopingkontrolle geben zu können, falls es einen validierten Test gebe.
Wasserball: Playoff (Best of 5). 2. Spiel: Kreuzlingen - Horgen 12:11 n. V., Stand 1:1. Long Island Open (14.-16.7.) 19.7. Weltranglisten und -bestenlisten nachgeführt Dopingsünderin Yanyan will auspacken: Laut der Tageszeitung "Jianghui Morning Post" gerät der chinesche Schwimmverband (CSA) unter Druck. Die Spitzen-Athletin Wu Yanyan, die wegen Dopings für vier Jahre gesperrt wurde, will ihr Schweigen brechen und über die Dopingpraxis in China erzählen und damit ein gerichtliches Verfahren anstrengen. "Das ist eine absolut unfaire Bestrafung", sagte die 22 Jahre alte Schwimm-Weltrekordlerin in einem Interview in ihrem Haus in der Provinz Guangxi in Südchina. "Bisher habe ich meinen Mund gehalten, aber wenn man hofft, dass ich das weiter tue, dann täuscht man sich. Ich habe eine Menge Material, ich habe Beweise, es werden noch einige ganz grosse Dinge rauskommen." Yanyan war im Mai bei den chinesischen Olympiaausscheidungen in Jinan des Gebrauchs des anabolen Steroids Norandrosteron überführt worden. Die CSA sprach am vergangenen Montag eine Sperre von vier Jahren und eine Geldstrafe von 8000 Yuan (etwa 2000 Mark) aus. Ihr Trainer Wu Jicai wurde für ein Jahr gesperrt und muss rund 1000 Mark bezahlen. Die Chinesin hatte im Oktober 1997 in Schanghai in 2:09,79 Minuten den Weltrekord über 200 Meter Lagen verbessert. Im folgenden Januar gewann sie im australischen Perth über dieselbe Distanz den WM-Titel. Jingyi Le nicht in Sydney. Jingyi Le, die Olympiasiegerin von 1996 über 100 m Freistil, nimmt an den Olympischen Spielen in Sydney nicht teil. Sie hat sich zu spät für eine Teilnahme an den chinesischen Qualifikationswettkämpfen in Jinan entschieden und wurde vom nationalen Verband deshalb nicht registriert. Kehrtwende bei US Swimming: Bodysuit-Verbot für die US-Trials aufgehoben. Auf Druck von TYR hat die Leitung von US-Swimming mit 15 zu 6 Stimmen den früheren Entscheid aufgehoben: Alle von der FINA bewilligten Anzüge sind gestattet. Das Verbot sei unter dem Eindruck entstanden, dass die Hersteller die Versorgung nicht sicher stellen könnten. Diese Annahme habe sich jetzt als falsch heraus gestellt, der neue Entscheid sei nicht leicht gefallen. Wir begrüssen in der Netzgemeinde: Nota bene die Link-Seite der CH-Klubs: http://www.fsn.ch/links
Bericht von den 25. Swiss Open vom 11. - 16. Juli 2000 im Lido in Locarno
Bremer: "Es tut mir leid." Der deutsche Schwimmer Chris-Carol Bremer hat sich für die Doping-Vorwürfe gegen den australischen Weltrekordler Ian Thorpe entschuldigt. Das wurde am Dienstag in Sydney bekannt. Bremer beschuldigte in einem Brief an Thorpe die Presse, seine Aussagen in einem falschen Zusammenhang wiedergegeben zu haben. Australische Zeitungen hatten berichtet, Bremer habe Thorpe in einem Interview mit der Tageszeitung "Die Welt" wegen dessen grosser Füsse der Einnahme von Wachstumshormonen verdächtigt. "Es tut mir sehr leid, was dir passiert ist. Viel Glück mit deinem Schwimmen", schrieb Bremer. Der Aktivensprecher der deutschen Schwimmer erklärte, er habe Thorpe in dem Interview "nie erwähnt". Auf die Frage, ob er glaube, dass es einen Zusammenhang zwischen den Dopingmitteln und den grossen Füssen Thorpes gäbe, habe er einen Kommentar verweigert. Über Bremers angebliche Anschuldigungen hatte die meistgelesene Zeitung Australiens, der "Sun-Herald" aus Melbourne, auf der Titelseite berichtet. Thorpe will am Donnerstag Einzelheiten über seine bisherigen Dopingtests bekannt geben. Er hat auch angeboten, Blutproben von sich einfrieren zu lassen, bis zuverlässige Tests für Wachtumshormone und andere Dopingmittel zur Verfügung stehen. Endlich: 22 Monate für Ewald und 18 für Höppner am Doping-Prozess in Berlin. (Aber ins Gefängnis muss trotzdem niemand...)
18.7. Neue Meetingresultate bei Swimnews:
Long Island Open (14.-16.7.)
Ewald-Urteil weiterhin ungewiss Berlin: Der wichtigste Prozess um das Doping im DDR-Sport wird morgen in Berlin fortgesetzt. Nachdem die Nebenklage vergangene Woche weitere Beweisanträge im Verfahren gegen den DDR- Sportchef Manfred Ewald gestellt hatte, wird jetzt mit einer Entscheidung des Berliner Landgerichts über den Fortgang des Prozesses gerechnet. Die Strafkammer könnte sowohl weitere Zeugen vernehmen als auch die Beweisaufnahme schliessen und dann ein Urteil fällen. Die Justizpressestelle konnte am Montag noch keine Auskunft geben, ob bereits an diesem Dienstag das Urteil fällt. Ursprünglich hatte das Gericht das Urteil wegen des Vorwurfs der Beihilfe zur Körperverletzung an 22 frühere DDR-Athletinnen bereits vor eineinhalb Wochen verkünden wollen. In der Beratung kam die Kammer aber zu dem Schluss, doch noch weitere Zeugen zu vernehmen. Zudem verlangte die Nebenklage, weitere Einzelheiten des Dopings in der DDR aufzuklären. Dabei geht es insbesondere um die Frage, ob Ewald und der ebenfalls angeklagte Sportmediziner Manfred Höppner auch für die Vergabe von Doping-Mitteln an Sportler verantwortlich waren, die nicht zu einer so genannten Kaderklasse im DDR-Sport.
Um ein Rekordpreisgeld von 778.000 US-Dollar (rund 1,64 Millionen Mark) geht es bei dem um zwei auf zehn Meetings verkürzten Kurzbahn-Weltcup. Diese Prämien zahlen der Weltverband Fina und die jeweiligen Organisatoren. Die Steigerung um eine halbe Million Dollar geht auf das Konto der zehn Ausrichter, von denen jeder 50.000 Dollar bei seiner Veranstaltung ausschüttet. Für den Sieg in einer der 34 Kategorien gibt es am Ende wie in der vergangenen Saison 4000, für Platz zwei 2.000 und für den Dritten noch 1000 Dollar. Dazu kommen maximal 40.000 Dollar als Prämien für Weltrekorde (4.000 pro Bestmarke). Die Daten zum Vormerken:
Doping-Vorwürfe zurückgenommen: Die australische Schwimm-Olympiasiegerin Susie O'Neill hat ihre öffentlichen Doping-Verdächtigungen gegen die Holländerin Inge de Bruijn zurückgenommen und sich entschuldigt. O'Neill hatte die Weltrekord-Serie der Freistil- und Schmetterlings-Spezialistin in einem Interview als "sehr verdächtig" bezeichnet und gesagt: "Ich möchte zwar glauben, dass sie sauber ist, aber mit Bestimmtheit können wir das nicht wissen." De Brujin: "Das hätte ich nicht erwartet!" Per e-mail bat O'Neill die Niederländerin jetzt um ihre Telefonnummer im Trainingslager in Portland (USA), um ein persönliches Gespräch zu führen. "Sie war immer sehr nett zu mir. Das hätte ich nicht erwartet", hatte de Brujin die Vorwürfe der Australierin kommentiert. Doch die siebenfache Weltrekordlerin kündigte an, erstmal das Gespräch abzuwarten: "Vielleicht hat sie es der Presse gar nicht so gesagt, wie es bei mir letztlich angekommen ist." Wasserball, Horgen. 1. Playoff-Finalspiel (Best of five): Horgen - Kreuzlingen 10:8. Nächstes Spiel: Mittwoch in Kreuzlingen. [TA 17.7.] Synchronschwimmen, Swiss Open: Belinda Schmid mit Knieverletzung. Wenige Wochen vor Sydney erlitt Belinda Schmid an den Landesmeisterschaften in Locarno eine erhebliche Knieverletzung. Beim Einturnen fürs Duett renkte sich die Zürcher Limmatnixe die Kniescheibe aus und musste ins Spital gebracht werden. Heute wird Schmid in Zürich genauer untersucht. Ihr Start in Sydney scheint ernsthaft gefährdet. Locarno. SM. Solo: 1. Madeleine Perk (Limmatnixen) 92,550. 2. Kaiser (SN Lugano) 85,060. 3. Rüfenacht (SC Solothurn) 83,750. - Duett: 1. Perk/Corinne Rüegg (Limmatnixen) 92,753. 2. Brunner/Eggenberger (SC Flös Buchs) 85,054. 3. Huber/Sonja Perk (Limmatnixen) 84,844. - Teams: 1. Limmatnixen 85,151. 2. SC Flös Buchs 82,913. 3. SC Solothurn 80,256. [TA 17.7.]
Nach seiner Rehabilitation durch die FINA (Dopingvergehen), ist der spanische Langstreckenschwimmer David Meca-Medina wieder auf Siegeskurs, zuletzt in Atlantic City, USA (37 km, Wasser- und Lufttemperatur 18 Grad). Resultate:
Los Angeles - Internationales Meeting. Männer. 200 m Rücken: 1. Piersol (USA) 1:59,01. 2. Krayzelburg (USA) 1:59,34. - 200 m Delfin: 1. Malchow (USA) 1:55,84. 2. Pictucha (Ka) 1:59,41. - Frauen. 100 m Crawl: 1. Thompson (USA) 54,27 (US-Rekord, bisher Thompson 54,48). 2. Torres (USA) 54,47. 3. Van Dyken (USA) 55,76. - 400 m Crawl: 1. Poll (Costa Rica) 4:09,04. - 200 m Delfin: 1. Hyman (USA) 2:09,68. 2. Sandeno (SA) 4:14,35. Schweizermeisterschaften in Vevey: Provisorische Meldeliste Schweizer Nachwuchswettkämpfe in Chur: Provsorische Meldeliste
Die Bodysuit-Hersteller erwarten nächste Woche einen Entscheid hinsichtlich der Frage, ob an den US-Trials nun doch Bodysuits getragen werden dürfen. Nachdem TYR beim USOC Protest eingelegt hat, wird, falls TYR und US Swimming bis am Dienstag keine Einigung erreichen, ein Schiedsgericht (American Arbitration Association) einen Entscheid fällen. EM Helsinki: Leistungsvergleich
Immer noch kein Doping-Urteil: Langsam droht der Doping-Prozess gegen den DDR-Sportchef Manfred Ewald und den ehemaligen DDR-Sportarzt Manfred Höppner zur Farce zu werden. Wieder verging gestern ein Prozess-Tag, ohne dass das langerwartete Urteil gesprochen wurde. Geklärt werden sollte die vorher nicht beachtete Frage, ob die beiden Nebenklägerinnen Birgit Böse und Carola Beraktschjan überhaupt zu einer der drei Kaderklassen gehörten, die in die Doping-Konzeption der DDR eingebunden waren. Wäre das nicht der Fall, hätten sie kein Recht, als Nebenklägerin aufzutreten. Die beiden Trainerinnen bestätigten, dass die Sportlerinnen nicht in der Kader-Klasse trainierten - eine per eidesstattliche Versicherung, die andere als Zeugin. Doch statt nun die extra zur Klärung dieser Frage wiederaufgenomme Beweisaufnahme abschliessen zu können, musste der vorsitzende Richter Dirk Dickhaus neue Anträge der Nebenklage annehmen. Dabei sollen weitere Zeugen befragt werden. Überwiegend ehemalige Verbands- und Sektionsärzte. "Ich befürchte, dass ohne diese Aussagen für das Gericht die Lücken zwischen Trainern und Ärzten vor Ort und den Hauptverantwortlichen im Doping nicht geschlossen und die körperverletzende Vergabekette nicht belegt werden kann", begründete Anwalt Michael Lehner seine Anträge. Wouda schwimmt in Sydney 400 Lagen nicht, nachdem er in Helsinki den Final verpasst hat. Chinesische Weltrekordlerin gedopt. Die chinesische Topschwimmerin Wu Yanyan (22) ist wegen Dopingmissbrauchs von ihrem nationalen Verband bis auf Weiteres gesperrt worden und darf an den Olympischen Spielen in Sydney mit Sicherheit nicht teilnehmen. Der 200-m-Lagen-Weltrekordhalterin wurde nachgewiesen, im Mai an den Landesmeisterschaften in Jinan das Anabolikum Norandrosteron verwendet zu haben. Die Weltmeisterin von Perth muss seitens des Weltverbandes Fina mit einer vierjährigen Verbannung rechnen.
Geburtstagsfest der Sporthilfe. Zu ihrem 30. Geburtstag organisisert die Schweizer Sporthilfe auf dem Flugplatz Buochs/Ennetbürgen ein Sportfest, an dem gegen 30 Sportverbände mit über 300 Spitzenathleten mitwirken werden. Der Auftritt der Patrouille Suisse wie auch eine einmalige Musikfeuerwerk- und Lasershow bilden nur zwei der Höhepunkte der über zwölf Stunden dauernden Veranstaltung. Die Organisatoren rechnen mit 30 000 Besuchern. Aus der Benefizveranstaltung soll ein Erlös von 300 000 Franken resultieren, der zur Förderung des Sportnachwuchses eingesetzt würde. Wasserball: NLA - Playoff-Halbfinals (Best of Five): Horgen und Kreuzlingen im Final. 4. Runde: Aegeri - Horgen 5:11; Schlussstand 1:3. Kreuzlingen - Lugano 6:5 Schlussstand 3:1. TYR ficht Bodysuit-Entschied von US Swimming an: TYR ist mit dem Verbot an den US-Trials nicht einverstanden und legt beim US Olympischen Komittee offiziellen Protest ein. US Swimming entschied aus Gründen der Verfügbarkeit und der Fairness, dass Bodysuits an den Trials nicht erlaubt sind, wohl auch, weil man von einzelnen Schwimmern juristische Schritte befürchtet. TYR sagt, dass der wahre Grund Speedos Lieferschwierigkeiten seien. TYRs eigener Bodysuit, Aquapel, sei aber verfügbar für alle. US Swimming halte sich nicht an die Freigabe der Anzüge durch die FINA und die Bestätigung dieses Entscheids durch den internationalen Sportsgerichtshof. Die Sportgesetzgebung in den USA besage, dass die Entscheide internationaler Sportsbehörden durch nationale Verbände nicht aufgehoben werden könnten.
Cadillac Challenge Swim Series: Janet Evans Invitational Los Angeles (13.-16.7.)
Live-Resultate von Omega-Timing Les photos des suisses / Die Fotos der SchweizerInnen
Die Resultate der SchweizerInnen Popow vorolympischer Sieger. Alexander Popow blieb im vorolympischen Duell mit Pieter van den Hoogenband (Ho) auch Sieger über die Crawl-Sprintdistanz. In 21,95 steigerte er sich gegenüber dem Vorlauf um drei Hundertstel. Popow, der an den russischen Meisterschaften vor einem Monat in 21,64 Weltrekord geschwommen war, ist in diesem Jahr der einzige, der unter der 22-Sekunden-Marke blieb. Im Gegensatz zu Popow, der in Helsinki EM-Gold Nr. 17, 18 und 19 gewann, konnte Van den Hoogenband keinen seiner sechs Titel vom Vorjahr verteidigen. Alshammar vierfache Meisterin. Die Schwedin Therese Alshammar kündigte sich in Finnland als wohl stärkste Gegnerin von Serien-Weltrekordlerin Inge De Bruijn in Sydney an. Ihren vierten Titel gewann Alshammar gestern über 50 m Crawl in 24,44 - den Weltrekord verpasste sie dabei um nur fünf Hundertstel [TA 10.7.]
Pressekommentare EM Helsinki:
Olympiaqualifikationen:
Neue Links EM-Helsinki, 3-m-Synchronspringen Damen: 7. Schneider/Maliev-Avioloat 248.40. EM-Helsinki, Wasserspringen: Catherine Maliev-Aviolat belegt im Halbfinal mit 425.28 Punkten Platz 14. Sonntags-Zeitung: Trio grande im Olympia-Takt - Nach Flavia Rigamonti und Chantal Strasser qualifizierte sich an der Schwimm-EM auch Agata Czaplicki für Sydney Wasserball: NLA - Playoff-Halbfinals (best of five). 4. Runde: Aegeri - Horgen 5:11; Schlussstand 1:3. Kreuzlingen - Lugano 6:5; Schlussstand 3:1. - Horgen und Kreuzlingen im Final. 9.7. Delegationsbericht Europameisterschaften Synchronschwimmen vom 26. Juni bis 03. Juli 2000 in Helsinki / FIN
Teilnehmende 21 Nationen: BLR, BUL, CRO, CZE, FIN, FRA, GER, GBR, GRE, HUN, ISR, ITA, NED, RUS, SMR, SVK, ESP, SWE, SUI, TUR, UKR
Auszug aus der Rangliste
EM-Helsinki, Wasserspringen: Maliev-Aviolat im Halbfinal. Die Schweizerin Catherine Maliev-Aviolat hat an den EM in Helsinki den Vorkampf vom 3-m-Brett mit 226,26 Punkten als 15. überstanden und bestreitet heute Samstagmorgen den Halbfinal der besten 18. Jacqueline Schneider hingegen schied überraschend aus. Mit 194,13 Zählern erreichte sie unter 25 Teilnehmerinnen nur Rang 22.
NZZ: Noch eine Medaille: Remo Lütolf gewinnt in Helsinki Bronze
TA: Licht und Schatten
Nachgeführt: Les photos des suisses / Die Fotos der SchweizerInnen Der britische Schwimmer Mike Fibbens, dreimaliger Olympiateilnehmer, wurde vom unabhängigen Appelationsgericht des Britischen Olympischen Verbandes für immer von olympischen Spielen ausgeschlossen (Benzoylecgonin-Missbrauch, es handelt sich um eine nicht-leistungssteigernde, kokainähmliche Stimmungsdroge). Remo Lütolf wird Dritter über 50 m Brust in 27.91 (SR) - Agata Czaplicki im Final mit 2:31.12 (SR). Die übrigen Resultate der SchweizerInnen Der Verband gewinnt zum ersten Mal Gold an einer grossen Schwimmmeisterschaft - und gleich noch Silber dazu: Stimmen aus der Schweizer Presse. NZZ: Flavia Rigamonti Schwimm-Europameisterin. Die 19-jährige Tessinerin siegte im 800-m-Final von Helsinki vor ihrer Trainingskollegin Chantal Strasser: ein historischer Moment für den Schweizer Sport. TA: Schlicht und einfach Spitze swiminfo.com: HELSINKI, July 6. It was an historical day at the European Championships in Helsinki as Flavia Rigamonti provided Switzerland with its first continental long-course title ...
Der Berliner Doping-Prozess geht zu Ende: Der angeklagte DDR-Sportchef Manfred Ewald hat erstmals Stellung genommen
7.7. Nachgeführt: Les photos des suisses / Die Fotos der SchweizerInnen EM Helsinki: Flavia Rigamonti (8:29.16, SR) und Chantal Strasser (8:31.36) gewinnen Gold und Silber über 800 m Freistil Remo Lütolf mit 28.12 (SR) über 50 m Brust als Favorit im Final. Nils-Ole Janshon mit 15:41.61 über 1500 m Freistil (SR) auf Platz 12. Die übrigen Resultate der SchweizerInnen Europarekord über 50 m Rücken durch Stev Theloke in 25.60. Am 5. Juli 2000 konnte mit Pierre-André Weber der neue Chef Leistungssport Schwimmen engagiert werden. Pierre-André Weber wird seine neue Funktion offiziell am 1.11.2000 übernehmen.
6.7. Wasserball NLA. Playoff-Halbfinals (best of 5). 3. Runde: Lugano Kreuzlingen 7:5; Stand 1:2. Horgen - Frosch Aegeri 7:3; Stand 2:1. Nachgeführt: Les photos des suisses / Die Fotos der SchweizerInnen
6.7. EM Helsinki: Alexander Popow eroberte an der Schwimm-EM in der Königsdisziplin den Titel zurück, die Schweizerinnen brillierten im Vorlauf über 800 Meter Crawl. An die Halbfinalleistung vom Vortag (48,34) vermochte der vierfache russische Olympiasieger und Weltrekordhalter Alexander Popow (29) im Final über 100 Meter Crawl nicht ganz anzuknüpfen. Er beendete das Rennen in 48,61 Sekunden dennoch als Erster und eroberte sich damit den Europameistertitel (seinen insgesamt 17.) vom Holländer Pieter van den Hoogenband (22) zurück. "VDH", der sich im Halbfinal mit 1,55 Sekunden Rückstand deutlich hatte geschlagen geben müssen oder ziemlich erfolgreich geblufft hatte, kam dem "Zaren" bis auf 16 Hundertstel nahe. Das olympische Rennen scheint mit diesem knappen Rennausgang optimal lanciert.
Ernährung, Sport und Krebs: Tierische Fette, "rotes Fleisch" und Kochsalz, Zigaretten- und Alkoholkonsum sowie Bewegungsmangelfördern die Entstehung von Krebs. Zu den Umweltfaktoren, welche die Krebsentstehung beeinflussen, gehöre auch die Ernährung. Sie sei für etwa 35 Prozent der Krebsfälle mitverantwortlich, berichtet das Bundesamt für Gesundheit (BAG) in seinem Bulletin (Bd. 27). Laut BAG sind die Zusammenhänge zwar noch lückenhaft. Dennoch empfiehlt das BAG, sich bei tierischen Fetten, "rotem" Fleisch und Kochsalz zurückzuhalten sowie auf Zigaretten und Alkohol ganz zu verzichten. Eine vorbeugende, gesunde Ernährung sollte aus pflanzlichen Lebensmitteln wie Früchten, Gemüsen, Salaten und Getreideprodukten bestehen. Beim Brustkrebs als häufigstem Krebs der Schweizer Frau scheine der lebenslange Einfluss der weiblichen Östrogene ein Auslöser zu sein, schreibt das BAG. Ernährungsbedingte Risikofaktoren seien wahrscheinlich hoher Alkoholkonsum und Übergewicht. Ein hormonelles Ungleichgewicht scheine auch beim Prostatakrebs eine Rolle zu spielen, der an der Spitze der Krebsneuerkrankungen des Schweizer Mannes stehe. Von den untersuchten Ernährungsfaktoren zeigte hingegen keiner einen deutlichen Einfluss. Das Spurenelement Selen und Vitamin E erbrachten in speziellen Studien eine schützende Wirkung. Die Hauptursache für die Krebssterblichkeit ist beim Schweizer Mann der Lungenkrebs. Bei der Frau steht Lungenkrebs nach Brust- und Darmkrebs erst an dritter Stelle. Lungenkrebs ist laut BAG vor allem eine Folge des Zigarettenrauchens. Hoher Gemüse- und Früchtekonsum reduziere zwar das Lungenkrebsrisiko, aber es bleibe unklar, welche Inhaltsstoffe für die schützende Wirkung verantwortlich sein könnten. Überzeugend ist laut BAG, dass hoher Gemüsekonsum und körperliche Aktivität das Darmkrebsrisiko verringerten. (AP)
EM Helsinki: Erstes Duell klar an Popow. Der Russe verpasste an der Schwimm-EM den Weltrekord über 100 m um 13 Hundertstel. Der vierfache russische Olympiasieger Alexander Popow (29) setzte am zweiten Tag der EM in Helsinki den Glanzpunkt: Er entschied im Halbfinal über 100 m Freistil gegen Titelverteidiger Pieter Van den Hoogenband (Ho) ein erstes vorolympisches Duell klar für sich. Popow gewann das Rennen trotz schlechter Wende in sensationellen 48,34 Sekunden und blieb damit nur 13 Hundertstel über dem eigenen Weltrekord von 1994. Van den Hoogenband verlor 1,55 Sekunden und schlug erst als Sechster an. Ob der 22-Jährige geblufft hat, wird sich heute im Final weisen. Die Schweizer Karel Novy und Christoph Bühler verpassten bereits die Halbfinals deutlich.
EM Helsinki, Wasserspringen: Jacqueline Schneider Siebte. Die Bülacherin Jacqueline Schneider (28) beendete an der EM in Helsinki den Wettkampf vom nicht olympischen 1-m-Brett, den die Russin Vera Iljina zum vierten Mal in Serie gewann, im siebten Rang. Für den Final der besten Sechs fehlten ihr lediglich 3,18 Punkte. Schneider, die sich im Synchronspringen bereits für Sydney qualifiziert hat, verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um einen Rang. Resultate: Männer. Final. 3-m-Brett, Synchron: 1. Schellenberg/Wels (D) 331,98. 2. Sautin/Dobroskok (Rus) 328,56. 3. Gil/Alvarez (Sp) 293,46. 4. Miranda/Marconi (It) 289,86. 5. Siranidis/Bimis (Grie) 285,60. 6. Ljsenko/Safonow (Ukr) 273,75. 7. Emptoz-Lacote/Pierre (Fr) 272,19. 8. Vahtola/Puhakka (Fi) 263,40. 9. Kozdranski/Kozdranski (Pol) 258,93. 10. Waterfield/Ali (Gb) 240,66. 11. Lukashewitsch/Sergueew (WRus) 228,63. - Frauen. Final. 1-m-Brett. 1. Iljina (Rus) 275,28. 2. Fischer (D) 256,83. 3. Umjskowa (Rus) 252,00. 4. Lindberg (Sd) 250,92. 5. Planken (Ho) 243,15. 6. Golle. - Schneider (Sz) als 7. (231,42) in den Halbfinals ausgeschieden.
Medaillenspiegel EM Helsinki, Stand 3.7.
EM Helsinki: Wasserspringen Vorkampf Frauen 1-m-Brett
EM Helsinki: Novys Rekorde. Am ersten Tag der Wettkämpfe an der EM in Helsinki schwamm der Romand Karel Novy sowohl im Vorlauf als auch im Halbfinal über die nichtolympischen 50 m Delfin Schweizer Rekord. Nach 24,79 Sekunden am Morgen vermochte er sich am Abend im Halbfinal nochmals um 3 Hundertstel zu steigern und verbesserte damit seine eigene Marke um insgesamt zwei Zehntel. Den letzten Finalplatz verpasste Novy dennoch um 22 Hundertstel.
Helsinki. EM. Finals. Männer. 400 m Crawl: 1. Brembilla (It) 3:48,56. 2. Coman (Rum) 3:48,69. 3. Palmer (Gb) 3:50,97. - 4x100 m Crawl: 1. Russland (Pimankow, Tschernjschew, Kapralow, Popow) 3:18,75. 2. Deutschland 3:19,16. 3. Frankreich 3:20,37. - Frauen. 400 m Lagen: 1. Klochkowa (Ukr) 4:39,78. 2. Caslaru (Rum) 4:41,64. 3. Gervy (Bel) 4:46,15. - 4x100 m Crawl: 1. Schweden (Johnke, Sjöberg, Kammerling, Alshammar) 3:42,38. 2. Italien 3:45,31. 3. Belgien 3:46,42. Ferner: 8. Schweiz (Diezi, Zahnd, Paquier, Zumstein) 3:50,40 (SR, zuvor 3:50,89/1987). - Halbfinals. Männer. 400 m Crawl: 1. Brembilla 3:50,87. Ferner: 24. Janshon (Sz) 4:02,35 (ausgeschieden). - 100 m Brust: 1. Pihlava (Fin) 1:01,68. Ferner: 8. Lütolf (Sz), Duboscq (Fr), je 1:02,87. Barrage: 1. Duboscq 1:02,63. 2. Lütolf 1:02,68 (ausgeschieden). - 100 m Rücken: 1. Urbach (Isr) 55,64. - 50 m Delfin: 1. Hard (Fin) 23,97. Ferner: 13. Novy (Sz) 24,76 (SR). - Frauen. 200 m Rücken: 1. Fargus (Gb) 2:12,68. - 50 m Delfin: 1. Kammerling (Sd) 26,60. - 4x100 m Crawl: 1. Weissrussland 3:48,24. Ferner: 8. Schweiz (Diezi, Zahnd, Paquier, Zumstein) 3:50,40 (SR, vorher 3:50,89/1987). - Vorläufe. Männer. 100 m Brust: 6. Lütolf 1:03,00. - 100 m Rücken: 27. Gilgen (Sz) 57,83 (ausgeschieden). - 50 m Delfin: 10. Novy 24,79 (SR, vorher 24,96 Novy/9. März 2000). Langstrecken. Frauen. 25 km: 1. Büchse (D) 5:22:11,1. 2. Van Dijk (Ho) 5:24:47,0. 3. Casprini (It) 5:24:52,7. - Teamwertung (Männer und Frauen): 1. Italien 111 Punkte. 2. Deutschland 92. 3. Frankreich 68. Wasserspringen. Finals. Männer. 1-m-Brett: 1. Mesch (D) 370,53. 2. Baibakow (Rus) 363,00. 3. Puhakka (Fin) 347,16. - Frauen. 10-m-Brett. Synchron: 1. Piper/Wetzig (D) 268,05. 2. Olschewskaja/Timoschinina (Rus) 265,20. 3. Ljeonowa/Zupina (Ukr) 246,54. [TA 4.7.]
Medaillenspiegel EM Helsinki, Stand 3.7.
EM Helsinki: Die Resultate der SchweizerInnen
EM Helskini, Wasserspringen:
Schwimm-EM Helsinki für viele kein Reiseziel
EM Helskini, Wasserspringen:
Provisorische Meldeliste der Schweizer Nachwuchswettkämpfe in Chur
Medaillenspiegel Helsinki Stand Sonntagabend:
Synchronschwimmen Team:
Helsinki, Resultate Synchronschwimmen Duett:
Helsinki, Resultat 5 km offenes Gewässer Damen:
Was ist eigentlich ein Bodysuit: USA Swimming hat den Bodysuit definiert als Schwimmanzug, der länger als die Knie ist oder Teile der Arme bedeckt. In den US-Trials dürfen solche Anzüge nicht benutzt werden.
Helsinki, Synchronschwimmen: Resultate Solo-Final.
Helsinki, Resultat 5 km offenes Gewässer Herren:
Helsinki, Synchronschwimmen: 1. Brusnikina (Rus) 98,92 Punkte. 2. Dedieu (Fr) 97,52. 3. Burlando (It) und Mengual (Sp) je 94,48. 5. Thalassinidou (Gr) 93,36. 6. Schemjakina (Ukr) 91,00. 7. Perk (Sz) 90,48. - 21 Schwimmerinnen klassiert. - Freie Kür, Vorlauf und Final heute (Freitag). - Gruppe. Technische Kür: 1. Russland 99,00. 2. Frankreich 96,44. 3. Italien 95,44. 4. Spanien 94,32. 5. Griechenland 92,24. 6. Ukraine 91,32. 7. Schweiz (Perk, Schmid, Rüegg, Blasimann, Fuchs, Brunner, Eggenberger, Rüfenacht) 90,56. - 14 Mannschaften klassiert. - Freie Kür, Vorlauf und Final am Sonntag.
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