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Swim News Oktiber bis Dezember 2000 |
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Oktober 2000
November 2000 Dezember 2000
Dezember 2000
Der Langstrecken-Weltcup des Schwimm-Weltverbandes FINA ist im Jahr 2001 mit 283 500 Dollar dotiert. Die Serie umfasst 13 Veranstaltungen mit dem Auftakt am 28. Januar bei der "Travessia Pontal de Tapes" in Brasilien. Der "Egypt International Marathon" am 13. Oktober in ägypten beschliesst den Weltcup 2001. Die Streckenlängen variieren von 10 bis 88 km.
FINA Worldcup 2000/2001 kommt nach Europa. Für den "arena worldcup 2001" im Schwimmen in Berlin zeichnet sich eine Rekordbeteiligung ab. Nach der gelungenen Premiere im Februar 2000 mit drei Weltrekorden haben bisher bereits 36 Länder ihre Teilnahme für den 20. und 21. Januar angekündigt. Berlin ist die einzige deutsche Station in dem aus zehn Meetings bestehenden Fina-Weltcup, für den der Internationale Schwimm-Verband in der Gesamtwertung insgesamt 278000 Dollar an Preisgeld ausschüttet. In Berlin geht es zusätzlich um mehr als 140000 Mark. Knapp vier Monate nach den Olympischen Spielen werden zahlreiche Sydney-Stars vertreten sein. Die deutsche Hauptstadt ist in Europa nach Neapel (13./14. Januar) und Sheffield (17./18. Januar) dritte Station. Danach folgen noch Stockholm (24./25. Januar) und Paris (27./28. Januar). Schokolade zum Beispiel. Dass sie gut fürs Gemüt ist, haben wir Schokoholics schon immer gewusst. Aber sie kann mehr: Dank ihrer Flavonoide schützt sie das Herz - das haben amerikanische Wissenschaftler herausgefunden -, ausserdem wirkt sie antibakterizid und schützt vor Zahnbelägen, ein Ergebnis einer japanischen Studie. Die Japaner haben es, scheint's, mit den Zähnen: Eine japanische Untersuchung hat gezeigt, dass der scharfe, grüne japanische Meerrettich Wasabi in vitro die Karies-Bakterien abtötet. Eine Handvoll Walnüsse pro Tag mindern das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen. Denn die Nüsse senken den Cholesterinspiegel. Das ist eine ganz neue Erkenntnis eines Forscherteams aus Barcelona und aus Kalifornien, dem Walnuss-Land. Gut fürs Herz ist auch Wein, das ist bekannt. Bier aber soll noch besser vor Herzerkrankungen schützen - diese Erkenntnis stammt aus Deutschland. Und wer gleich zum dunklen Bier greift, der tut auch noch was für seine Augen: Denn das soll wegen des hohen Gehalts an Antioxidantien vor einer Katarakt schützen, meinen kanadische Wissenschaftler. Wo wir bei Getränken sind: Der bei uns so beliebte Kaffee kann auch eine ganze Menge. Wer viel Kaffee trinkt, hat offenbar ein geringeres Risiko, an Morbus Parkinson zu erkranken, haben Forscher (ausgerechnet) auf Hawaii herausgefunden. Und Raucher schützt Kaffee vor Blasenkrebs - diesmal stammt die Studie aus Spanien. Was noch? Avocados machen zwar dick, schützen aber die Leber, das haben Japaner an Ratten untersucht. Olivenöl ist nicht nur gesund für die Gefässe, sondern mindert, wie eine spanische Studie ergeben hat, auch das Risiko für Darmkrebs. Die Abwehrkräfte werden durch verschiedene Tees und Fruchtsäfte gestärkt. Wissenschaftler aus Deutschland setzen da besonders auf Cystus-Tee und Grünen Tee. Die ultimative Diät sieht also folgendermassen aus: Avocado mit Olivenöl und Wasabi, danach Schokolade, am besten gleich mit Walnüssen, dazu dunkles Bier und hinterher Kaffee und Cystus-Tee.
Wer dieses gesunde Menue dann auch noch mit Koblauch würzt, der ist sogar vor Zecken geschützt (ein Ergebnis aus Schweden). Fürs Herz gesund, so haben US-Forscher herausgefunden, ist schliesslich, kräftig zu lachen. Wenn einem dann noch danach ist... [Von Ursula Gräfen] Schwimm-EM 2002 in Berlin. Berlin ist der Veranstalter der Schwimm-Europameisterschaften 2002. Im Rahmen der Kurzbahn-EM in Valencia haben die kommissarische Präsidentin des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV), Dr. Christa Thiel (Wiesbaden), und Bartolo Consolo (Italien), Präsident des Europäischen Verbandes (LEN), den Vertrag unterschrieben. Die Titelkämpfe finden vom 25. Juli bis 4. August 2002 für die Sparten Schwimmen, Springen und Synchronschwimmen in der Schwimmhalle an der Landsberger Allee statt.
Pressekommentare zur EM in Valencia: BAZ: Bronze für Novy - Hanna Miluska im A-Final
EM Valencia: Europarekord 200 Brust. Stephan Perrot (F) in 2:07.58 (vorher Sludnov, 2:07.59, Athen 19.3.00). Die neuesten Fotos aus Valencia auf der [Fotoseite]
Chantal Strasser: Gold und Genugtuung im Advent | Strasser wie Rigamonti | Gold für Chantal Strasser auf der kurzen Bahn Weltrekord 4x50 Lagen Damen: 1:48.31 (Schweden: Alshammar, 27.71; Igelstrom, 30.92; Kammerling, 25.33; Sjoberg, 24.35); vorher Schweden, 1:49.47 (1999). Eine etwas schnellere Zeit von 1:49.23 wurde im März 2000 an den amerikanischen College-Meisterschaften (NCAAA) erzielt, aber nie ratifiziert, da in der Mannschaft Schwimmerinnen aus verschiedenen Ländern teilnahmen. Rosolino löscht 18-jährigen Europarekord: Über 1500 Meter Freistil gewann der Italiener am dritten Finaltag am Samstag in 14:36.93 und verbesserte damit die schon 18 Jahre alte Bestleistung des Russen Wladimir Salnikow um 67 Hundertstelsekunden. Den Weltrekord hält der Australier Grant Hackett mit 14:19.55 Minuten. Carmela Schlegel mit SR über 100 Brust im Halbfinal: 1:10.06 Remo Lütolf startet im Halbfinal über 50 m Brust als Zweitschnellster der Vorläufe. Finalqualifikationen für Hanna Miluska und Chantal Strasser über 400 m Freistil. Im Semifinal ausserdem: Carla Stampfli (50 Rücken), Philipp Gilgen (100 Rücken) und Lorenz Liechti (100 Lagen).
Philips gründete Profiteam. Ein Teil der holländischen Schwimmer kann einen neuen Weg beschreiten: Der Elektronikkonzern Philips unterhält in den kommenden vier Jahren ein 4-köpfiges Profiteam, bei dem Doppelolympiasieger Pieter van den Hoogenband (4 Jahre), die dreifache Olympiasiegerin Inge de Bruijn (2 Jahre), Klaas-Erik Zwering und Joris Keizer (je 1 Jahr) Verträge unterschrieben haben und ein Monatsgehalt beziehen werden. Trainer wird Jacco Verhaeren sein, der bis anhin Van den Hoogenband und De Bruijn coachte. Rekorde in Valencia: Anna-Karin Kammerling Weltrekord 50 m Delfin in 25.60 (0.04 Sek. schneller als in Lissabon); Schweden mit der 4x50-Freistil-Staffel Weltrekord in 1:38.21 (vorher 1:38.45). Chantal Strasser hat es geschafft: Nach Flavia Rigamonti (1999) wird mit Chantal Strasser zum zweiten Mal in Folge eine Schweizerin Kurzbahn-Europameisterin über 800 m Freistil (8:27.33). Agata Czaplicki wird in neuer Rekordzeit 5. über 200 m Brust. Karel Novy qualifiziert sich mit der drittbesten Zeit für das Final über 100 m Freistil. EM Valencia: Agata Czaplicki mit einem neuen Schweizer Rekord über 200 m Brust (2:27.96) als 7. im Final, Karel Novy (2.) und Christoph Bühler (13.) im Semifinal über 100 m Freistil. [Resultate der SchweizerInnen]
Dornröschen:
Und nochmals 3 CH-Rekorde: Carmela Schlegel über 50 m Brust, Philipp Gilgen als Staffelstartschwimmer über 50 m Rücken, sowie die Herren-Lagenstaffel sorgen für weitere 3 Schweizer Rekorde am Nachmittag. Europarekord 400 Freistil: Massimiliano Rosolino mit 3:39.59 (vorher 3:40.45, Emiliano Brembilla, 11.12.98) Tschechische Hallenmeisterschaften, 1.-3.12.2000
Marcel Wouda tritt zurück. Nach 20 Jahren Wettkampfschwimmen und 52 nationalen Titeln hat Marcel Wouda seinen Rücktritt angekündigt. "Als ich nach den Olympischen Spielen wieder mit dem Training begann, wusste ich, dass es vorbei ist. Mein Körper will nicht mehr und ich spürte in den Schultern immer Schmerzen." Wouda war bis Van den Hoogenband auftauchte der grosse Dominator in den Niederlanden. Sein Höhepunkt war der Gewinn der Goldmedaille über 200 Lagen an der WM in Perth 1998. Kurzbahn-EM Valancia - Das Aufgebot der 16 SchweizerInnen: Herren: Bühler (50, 100 m Crawl), Novy (50, 100, 200 m Crawl), Janshon (400, 1500 m Crawl), Lütolf (50, 100 m Brust), Liechti (100, 200 m Lagen), Gabrillo (200 m Delphin), Gilgen (100, 200 m Rücken), Lang (50, 100 m Rücken), Strasser (400, 1500 m Crawl). - Damen: Strasser (200, 400, 800 m Crawl), Czaplicki (200 m Brust, 200 m Lagen), Schlegel (50, 100 m Brust), Paquier (100, 200 m Crawl), Gabrilo (100, 200 m Rücken), Miluska (400 m Crawl), Stampfli (50, 100 m Rücken). [Local Server] [Resultate der SchweizerInnen] [Fotoseite] Sporthilfe mit Marketinggesellschaft. Der Stiftungsrat der Schweizer Sporthilfe hat eine Neustrukturierung per 1. Januar beschlossen. Die Stiftung konzentriert sich künftig auf ihre Kerntätigkeit, die gezielte und wirksame Förderung von Athleten sowie talentierten Nachwuchsleuten. Die Mittelbeschaffung wird in einer der Stiftung allein gehörenden Marketinggesellschaft unter dem Namen Sporthilfe Schweiz AG ausgegliedert. Wachstumshormone sind nachweisbar .Das Internationale Olympische Komitee (IOC) will jetzt mit einem Team um den Münchner Wissenschaftler Christian Strasburger zusammenarbeiten, das eine direkte Methode zum Nachweisvon künstlich hergestellten Wachstumshormonen (HGH) gefunden hat. "Es hat ein grosses Missverständnis gegeben. Wir sehen jetzt einen interessanten Ansatz", sagte Patrick Schamasch, der Medizinische Direktor des IOC, am Dienstag in Lausanne. Der 41-jährige Hormon-Forscher Strasburger hatte dem IOC vorgeworfen, seine Testmethode ignoriert zu haben. Der Gebrauch von Wachstumshormonen gilt im Leistungssport als verbreitet, das Dopingmittel kann jedoch nach Einschätzung des IOC noch nicht mit ausreichender Verlässlichkeit getestet werden. Schamasch brachte seine neuen Erkenntnisse von einem Besuch in München mit, den er als einen "Gang nach Canossa" bezeichnete.
WADA-Sitz: Lausanne noch im Rennen. Lausanne wird immer noch als einer von 6 Kandidaten für den Sitz der Welt-Antidopingargentur gehandelt. Insgesamt hatten sich zehn Städte beworben. Die Finalisten sollen im Frühjahr durch eine Auswahlkommission besucht werden. Konkurrenten sind Bonn, Wien, Stockholm, Lille (Frankreich) und Montreal. Die Entscheidung soll spätestens bis Ende August getroffen werden. Gegen Lausanne als bisherigen Sitz seit Wada-Gründung Anfang des Jahres hatten sich vor allem Politiker aus den USA und Europa wegen der zu nahen Anbindung an die IOC-Zentrale ausgesprochen. Das IOC hatte die Anschubfinanzierung mit 25 Millionen Dollar gesichert. Die Bereitschaft der EU zur Mitfinanzierung soll auch an den Wechsel der Zentrale geknüpft werden. Pound, der auch Chef der IOC-Marketingkommission ist, will den Wada-Vorsitz mit Ende 2001 abgeben.
[Der Bildbericht]
Hackett und Van den Hoogenband bilden Trainingsteam. Die beiden Olympiasieger Grant Hackett und Pieter van Hoogenband planen eine enge Zusammenarbeit im Training. Hackett, der mit dem Gewinn der Goldmedaille über 1500 Meter Freistil in Australien zum Nationalhelden geworden und ein Freund des Doppel-Olympiasiegers Pieter van den Hoogenband geworden war, erhielt eine Einladung, gemeinsam mit dem Niederländer beim PSV Eindhoven zu traineren. "Ich werde nach Holland kommen und Pieter ein paar Monate nach Australien. Ich will damit meine Sprintfähigkeit, Pieter sein Durchhaltevermögen verbessern", sagte Hackett in Sydney. Hackett will sich weiter auf den Marathon konzentrieren. Neben den 1500 Metern sollen auch die 800 Meter in das Programm der Weltmeisterschaft im japanischen Fukuoka im Juli 2001 aufgenommen werden. Hackett hatte auch über 200 und 400 Meter in Sydney zum Favoritenkreis gezählt, konnte die Erwartungen auf diesen Distanzen aber nicht erfüllen. Pieter van den Hoogenband hatte bei den Jahrtausendspielen Gold über 100 und 200 Meter Freistil gewonnen. Im Halbfinale über 200 Meter hatte der Niederländer den Weltrekord auf 1:45,35 Minuten gesteigert und diese Zeit im Finale auf die Hundertstelsekunde exakt eingestellt.
Kurzbahn-Weltbestenlisten nachgeführt (bis Platz 50) Was vermutet werden konnte: EPO-Spiele auch in Sydney?
ARENA wechselt Besitzer: Peemoeller GmbH & Co Beteiligung KG und Mario Chesi haben alle ihre Aktienanteile an der Arena Distribution S.A. an die BLB-Beteiligungsgesellschaft GmbH, eine Gesellschaft in vollem Besitz der Bayrischen Landesbank, München, für einen unbekannten Preis verkauft. Die ARENA Marke in Südostasien, Japan, China und Korea gehört Descente, Japan, währenddem die Märkte in Europa, Nord- und Südamerika, Ozeanien und mittlerer Osten einer Besitzergruppe gehört, zu denen Peemoeller GmbH & Co Beteiligung KG, Mario Chesi und die Bayrische Landesbank München gehören. 1998 zogen sich Peemoeller und Chiesi als Direktoren und Besitzer von ARENA zurück. Seither wird die Firma von Richard Litzel (CEO) und Patrick Chollet (CFO) gemanagt. Für mehr Einzelheiten gibt Herr G. Kiehl von Arena Communications Auskunft: gkiehl@aol.com.
Neuartiges "Höhentraining" für Schwimmer: Masters-Schwimmer Joe Tanner (3. über 50 und 5. über 100 m Delfin an den US Langbahn-Mastersmeisterschaften 2000) betreibt zur Zeit "Höhentraining" in der International Space Station. Während dem Aufenthalt in der Station soll besonders die Rollwende verbessert werden ... Die Hauptaufgabe von Astronaut Tanner ist jedoch ein Ausstieg aus dem Shuttle, um verschiedene Komponenten an der Station zu montieren. Darüber hinaus werden in der Station verschiedene wissenschaftliche Experimente ausgeführt [Link Shuttle Flight 101 STS-97] Valencia: Die Einsätze der SchweizerInnen [European Short Course Championships, 14.-17.12.2000] - mit Carmela Schlegel, Flori Lang und Gerry Strasser vom SVL. Thorpe tritt am Samstagabend nicht gegen Van den Hoogenband an. Er sei nach der langen Pause nach den Olympischen Spielen noch nicht fit genug. Er wird voraussichtlich den Wettkampf vom Beckenrand aus für eine TV-Station kommentieren (s. Meldung vom 29.11. ¨ber dieses Mystery-Meeting im Olympiapool). Van den Hoogenband ist entäuscht, er habe sich auf das Duell gefreut. Der neuseeländische Schwimmer Trent Bray vom Dopingverdacht frei gesprochen. Nach über einem Jahr Kampf bestätigte das Appellationsgericht in Neuseeland den Entscheid der Erstinstanz, wonach die Zeit zwischen Urinentnahme und Test zu lange gewesen sei. Bray ging gegen die Dopingbehörde in Neuseeland gerichtlich vor und gewann in erster Instanz (District Court). Der Verband appellierte erfolgreich in zweiter Instanz (High Court) aber Bray, bzw. sein Anwalt, konnte das Blatt vor dem Appellationsgericht (Court of Appeal) nochmals zu seinen Gunsten wenden. Die Urinproben wurden getestet, obwohl sie aufgetaut und erst nach 17 Tagen nach dem nochmaligen Einfrieren getestet wurden. Die Testregeln seien eindeutig verletzt worden, entschied das Appelationsgericht.
Popov denkt nicht an Rücktritt: Der russische Schwimmstar Alexander Popow denkt trotz der überraschend deutlichen Niederlagen bei den Sommerspielen 2000 in Sydney nicht an einen Rücktritt. Der Doppel-Olympiasieger von Barcelona 1992 und Atlanta 1996 sagte in Tokio: "Ich bin noch nicht einmal sicher, ob ich meine Karriere schon bei den Olympischen Spielen 2004 beenden werde. Ich habe mein Potenzial noch nicht ausgeschöpft." Popow hatte in Sydney den Weltrekord über 100 m Freistil an den Niederländer Pieter van den Hoogenband (47,84) verloren. "Selbst wenn ich mir den Weltrekord nicht zurückhole, ist Schwimmen für mich weiterhin mit das Wichtigste im Leben."
Meetingresultate:
Die Geschichte des SV Limmat ist um ein Kapitel reicher. Erstmals gewann eine Mannschaft des SVL eine Medaille an diesem prestigeträchtigen Wettkampf. Die Vereinsmeisterschaft spiegelt die effektive Stärke eines ganzen Vereins wider. Die Schwimmer, sonst eher als Einzelsportler bekannt, treten als Mannschaft auf, in dem weniger die Einzelleistung sondern vielmehr das "Gesamte" zählt. Ein einzelner Spitzenschwimmer kann in diesem Wettbewerb nicht viel erreichen, wenn nicht das ganze Team mitzieht.
Aber auch die Damen standen den Leistungen der Herren eigentlich in nichts nach. Leider wurden sie dafür "nur" mit dem fünften Rang belohnt. Sie hätten mehr verdient. Auch bei den Damen wurde in allen Rennen gekämpft und das Letzte gegeben. Lange Zeit war sogar eine Medaille in Griffweite. Am Schluss fehlten 824 Punkte zum Sprung aufs Podest. Doch auch hier arbeitet die Zeit ganz klar für den SV Limmat.
Schweizer Vereinsmeisterschaften (B-Final):
Schweizerrekord über 200 m Rücken von Ivana Gabrilo mit 2:13,61 am A-Final in Lausanne: Limite für die Kurzbahn-EM in Valencia erreicht. Resultate 4. Kurzbahn-Worldcup, Shanghai: Männer. 100 m Crawl: 1. Popow (Rus) 49,11.-200 m Brust: 1. Farabegoli (It) 2:10,78.-100 m Rücken: 1. Oyang Kunpen (China) 53,74. Frauen. 200 m Crawl: 1. Moravcova (Slk) 1:56,99.-100 m Brust: 1. Luo Xuejuan (China) 1:06,62.-200 m Rücken: 1. Huang Jun (China) 2:09,56.-100 m Delfin: 1. Moravcova 58,63. Mehr Resultate - Live timing by www.omegatiming.com
U.S. Offene Kurzbahnmeisterschaften, Auburn, Alabama, 30.11.-2.12.00. Die wichtigsten Resultate:
Deutsche Kurzbahnmeisterschaften 1.-3.12.2000 www.schwimmbuch.de/: Die Webseite stellt das 2000 neu aufgelegte Buch "richtig schwimmen" vor. Darüber hinaus viele Informationen über den Schwimmsport.
Christoph Bühler, SK Langenthal, ist Online! Deutsche Kurzbahnmeisterschaften 1.-3.12.2000 www.schwimmbuch.de/: Die Webseite stellt das 2000 neu aufgelegte Buch "richtig schwimmen" vor. Darüber hinaus viele Informationen über den Schwimmsport. Christoph Bühler, SK Langenthal, ist Online! Zurück zur Homepage / an den Anfang
November 2000
Das IOC macht sich weiter lächerlich im Dopingbereich: Im Jahre 2008, so bekundet IOC-Präsident Samaranch, darf der Gehirnsport Schach endlich olympisch werden, wenn der Weltverband - wie jeder andere Verband auch - Dopingkontrollen einführt.
Inge de Bruijn und Pieter van den Hoogenband, mit zusammen 5 Olympia-Goldmedaillen, kehren nach Sydney zurück. Am 9.12.2000 findet im Olympiapool ein neuartiges Schwimmmeeting statt. Ein Höhepunkt wird ein Rennen zwischen van den Hoogenband und Thorpe über 50 Freistil sein. Thorpe begann erst kürzlich wieder zu traineren. Es gibt an diesem Meeting drei Arten von Rennen, darunter so genannte Eliminationsrennen. Dabei starten immer 5 AthletInnen in einem Feld, der/die Letzte fällt raus, bis am Schluss nur noch zwei im Final übrig sind. Darüber hinaus gibt es das "Wundertütenlagenrennen", in dem die Reihenfolge der Lagen erst kurz vor dem Start bekannt gegeben wird. Als Letztes schwimmen die LangstrecklerInnen 2 x 200 m mit kurzer Pause zwischen den 200ern, die beiden Zeiten werden addiert. Van Almsick von Liebe beflügelt. Die frisch verliebte Franziska van Almsick hat am Montag die Fortsetzung ihrer grossen Karriere angekündigt. "Ich bin ein richtig glücklicher Mensch", sagte der 22- jährige Schwimm-Star. Nachdem am Wochenende ihre Liebe zu dem Magdeburger Handball-Nationalspieler Stefan Kretzschmar bekannt geworden war, wollte Franziska van Almsick auch klare Verhältnisse im Sport. " ich habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht, aber jetzt steht fest, dass ich weitermachen werde", erklärte die Berlinerin, "ich will zeigen, dass ich mehr kann, als ich bei Olympia in Sydney zeigen konnte." Weltmeistertitel, Weltrekord, 13 Europameistertitel und acht Olympia-Medaillen haben die Werbemillionärin noch nicht satt gemacht. Bei den Weltmeisterschaften im Juli im japanischen Fukuoka will sie wieder angreifen. Mit Handball-"Punk" Stefan Kretzschmar hat sie einen Freund, der ebenfalls im Leistungssport zu Hause ist. "Ich bin total verknallt", sagte "Franzi" der "Bild". Nach den Enttäuschungen bei den Olympischen Spielen in Sydney hatte Franziska van Almsick an Rücktritt gedacht. Nach Bronze mit der Staffel und dem vorzeitigen Aus auf ihrer Lieblingsstrecke 200 Meter Freistil sah sich die Weltrekordhalterin harter Kritik ausgesetzt. "Es sind Sachen vorgefallen, die ich so nicht abhaken kann", stellte sie fest. Die verkorksten Spiele von Sydney hinterliessen tiefe Spuren, beide Trommelfelle waren gerissen. Aber "Franzi" gab nicht auf. "Dieses innere Feuer, das ich dachte, das vielleicht erlischt, wenn ich in Sydney das erreicht hätte, was ich mir vorgenommen hatte, ist einfach nicht erloschen." Franziska van Almsick sucht eine neue Herausforderung. Am Sonntag trainierte sie am Olympiastützpunkt Berlin bereits ihre Beinkraft. "Ich habe zuletzt gemerkt, wie weh Bewegung tut, wenn man ein paar Wochen gar nichts gemacht hat." Acht Wochen nach Olympia ist sie wieder aufgetaucht. Unter Trainer Gerd Esser will Franziska van Almsick von der ersten Januar-Woche an wieder hart trainieren. Der sportliche Ehrgeiz ist zurückgekehrt: "Ich weiss, dass ich noch konsequenter sein muss als in den letzten Jahren." An den Winterwettkämpfen wird sie nach Informationen ihres Managers Werner Köster noch nicht teilnehmen. Das Hauptziel für 2001 ist die WM in Japan. "Um das zu erreichen, muss sie bis zur deutschen Meisterschaft im Juni in Braunschweig wieder in Topform sein", so Köster. Sandra Völker ausser Gefecht gesetzt. Die Hamburger Weltklasseschwimmerin Sandra Völker hat am Montag wegen einer Bauchfellentzündung ihre Teilnahme an den deutschen Kurzbahn-Meisterschaften am Wochenende in Freiburg abgesagt. Dies teilte sie über ihr Management-Büro IMG mit. Damit muss Sandra Völker wohl auch die Europameisterschaften zwei Wochen später in Valencia abschreiben. Der behandelnde Arzt verordnete ihr ein Wettkampf- und Trainingsverbot für die nächsten Tage. "Dies ist besonders zum jetzigen Zeitpunkt bedauerlich, da meine Ergebnisse und Zeiten bei den internationalen Schwimm-Meetings in Italien letzte Woche mich persönlich im Hinblick auf die deutschen Meisterschaften einiges erwarten liess", sagte die dreimalige Weltmeisterin. Am morgen hatte sie wegen starker Schmerzen das Krankenhaus aufgesucht. Einen geplanten Foto-Termin bei einem Mode-Unternehmen in Berlin konnte sie nicht wahrnehmen.
Schwimmer mit frischen Kräften. An der Delegiertenversammlung des Schweizerischen Schwimmverbandes (SSCHV) in Freiburg ist Pierre-André Weber (Magglingen) zum Headcoach der Elite-Schwimmer ernannt worden. Mit Webers Konzept "Swiss Swimming/Lane 6" sollen die ausgezeichneten Resultate der Europameisterschaften 2000 in Helsinki und der Olympischen Spiele in Sydney in den kommenden Jahren fortgesetzt werden. Harald Müller (Uster) wurde als Zentralpräsident für eine weitere Amtsperiode gewählt. Als Nachfolger für die aus dem Zentralvorstand zurücktretenden Steffi Häberli und Michael Geissbühler wurden Catherine Maliev (Lausanne) als Technische Direktorin Wasserspringen und Katja Immer (Bern) als Technische Direktorin Synchronschwimmen gewählt. Der ebenfalls aus dem ZV zurücktretende Technische Direktor Nationalmannschaften Schwimmen, Flavio Bomio (Bellinzona), wird nicht ersetzt. Das Ressort Nationalmannschaften wird neu dem Technischen Direktor Schwimmen, Ralph Schallon (Genf), unterstellt. Ständerat Anton Cottier stellte zum Schluss das Grossprojekt eines Wassersport- und Freizeitzentrums in Freiburg vor, dem der SSCHV positiv gegenübersteht. (Si.)
Kreuzlingen verliert am Europacup der Cupsieger im Startspiel 5:18. Vor gut 200 Zuschauern zeigten Kreuzlingen und Florenz eine den Erwartungen entsprechende Partie. Das Amateurteam aus der Schweiz agierte zwar mit ganzem Einsatz, doch zu mehr als einem 5:18 reichte es trotzdem nicht. Ueber die gesamte Spielzeit betrachtet zeigten die Kreuzlinger gegen ein absolutes Topteam des internationalen Wasserballs eine beachtliche Leistung. Die Tore für Kreuzlingen erzielten die beiden Ungarn Pellei (3) und Tary (2). Die Drittelsresultate waren: 3:5, 0:3, 0:4 und 2:6.
Madame Butterfly hört mit dem Wettkampfschwimmen auf. Die 27-jährige Susie O'Neill hält den WR über 200 Delfin mit 2:05.81 (an den australischen Trials vom Mai 2000; vorher Mary T. Meagher 2:05.96 aus dem Jahre 1981). Sie gewann in Sydney 2 Goldmedaillen wurde aber über ihre Paradedisziplin von Mysty Hyman geschlagen. Der WR sei der Höhepunkt ihrer Karriere gewesen, jetzt sei es Zeit zu gehen.
Bewegung im Deutschen Schwimmverband: Die Kritiker fordern in Krisenzeiten den Neubeginn. "Den Verband als führungslos zu bezeichnen, ist Unsinn", sagt die als kommissarische Präsidentin amtierende Wiesbadenerin Christa Thiel kämpferisch. Die selbstbewusste Rechtsanwältin macht Dampf: Die Zeiten, wo jeder macht, was er will, und jeder dabei mitmacht, müssen vorbei sein. Wir werden die Probleme anpacken, und wir werden zu Lösungen kommen. Sydney ist vorbei, wir arbeiten für Olympia 2004 in Athen." Oberstudienrat Tretow hatte bei der Hauptausschuss-Sitzung in Erfurt das Handtuch geworfen, gegen die massive Kritik war der seit Oktober 1996 amtierende Präsident machtlos. Christa Thiel hat keinerlei Verständnis für seine verspäteten Rundumschläge: "Wir müssen nach vorne schauen. Ich lasse mich jedenfalls nicht eintüten. Wir wissen, was wir zu tun haben." Rainer Wittmann, unter DSV-Präsident Harm Beyer Schwimmwart des Verbandes, konkretisiert: "Es geht doch nicht darum, einen Präsidenten oder eine Präsidentin zu finden, es geht um ein funktionierendes Team. Der Verband hat 20 Jahre verpennt, weil er sich nur mit sich selbst beschäftigt hat. Dass Klaus Steinbach den Konkurs fordert, um einen Neuanfang möglich zu machen, halte ich für nachvollziehbar." Unmöglich findet Wittmann, dass sich der DSV länger von den Landesverbänden abhängig macht: "Da sitzen Leute mit allen Rechten, aber ohne jede Verantwortung. Was der Verband braucht, sind zehn gute Leute in der Führung, die vier Jahre lang aufräumen können." Absage Steinbachs: Der frühere Weltklasseschwimmer Klaus Steinbach wird nicht für das Präsidentenamt beim Deutschen Schwimm-Verband (DSV) kandidieren. Mit einem klaren "Nein" antwortete der Sportmediziner am Montag auf die Frage, ob er für das Amt zur Verfügung stehe, nachdem am Samstag Rüdiger Tretow als DSV-Präsident zurückgetreten war. Steinbach war Chef de Mission der deutschen Olympia-Mannschaft in Sydney.
Hacker missbraucht Hackett. Der australische Olympiachampion Grant Hackett verlor in den letzten Wochen viele Freunde, weil ein Hacker von Hacketts E-Mailkonto aus beleidigende E-Mails in Australien herumschickte. Erst letzte Woche sei Hackett dem Treiben auf die Spur gekommen. Er glaube, es handle sich um einen Schwimmer, der mit ihm ein Problem habe. "Er sendete E-Mails zurück an alle, die mir schrieben, verwendete dabei Fluchwörter und versuchte Freundschaften kaputtzumachen. Jetzt habe ich einen Haufen Probleme deswegen und am liebsten würde ich den Kerl fassen." sagte Hackett. Köpferollen im Deutschen Schwimmverband. Rüdiger Tretow (Münster) hat am Samstagnachmittag überraschend sein Amt als Präsident des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) abgegeben. Das gab der DSV in einer Pressemitteilung bekannt. Tretow gab seine Entscheidung auf der Hauptausschusssitzung in Erfurt nach einer Diskussion über das DSV-Ergebnis bei den Olympischen Spielen in Sydney bekannt und räumte sein Scheitern ein. Als kommissarische Präsidentin fungiert bis zum Verbandstag 2001 in Mannheim die bisherige Vizepräsidentin Dr. Christa Thiel aus Wiesbaden an.
Die niederländischen Schwimm-Stars Inge de Bruijn und Pieter van den Hoogenband verzichten auf die Kurzbahn-Europameisterschaften in Valencia (14. bis 17. Dezember). "Pieter und Inge haben erst vor zwei Wochen wieder mit dem Training begonnen. Die Vorbereitungszeit vor Valencia wäre zu kurz, um eine gute Leistung zu bieten", erklärte Trainer Jacco Verhaeren. Worldcup Washington: Moravcova holt sich 6-mal Gold. Männer. 100 m Crawl: 1. Jenkins (Au) 49,37. 2. Biggs (Au) 49,48. - 50 m Brust: 1. Moses (USA) 27,63. - 200 m Brust: 1. Moses 2:11,54. 2. Bowlianne (Ka) 2:12,36. - 100 m Rücken: 1. Mannix (Au) 53,83. 2. Hass (Au) 54,25. 3. Machado (Br) 54,72. - 50 m Delfin: 1. Thuim (Br) 23,98. - 200 m Delfin: 1. Phelps (USA) 1:55,98. 2. Ramsey (Au) 1:56,79. - Frauen. 50 m Crawl: 1. Moravcova (Slk) 24,81. 2. Rolland (Ka) 25,14. 3. Catterson (USA) 25,66. - 200 m Crawl: 1. Moravcova 1:56,14. 2. Yang Yu (China) 1:56,79. 3. Pickering (D) 1:58,86. - 50 m Rücken: 1. Catterson 28,63. 2. Rolland 28,89. 3. Diezi (Sz) 28,96. - 100 m Delfin: 1. Moravcova 58,46. Komplette Resultate. Regierungen finanzieren Wada mit. Zum Abschluss der zweitägigen Tagung der Anti-Doping-Weltagentur (Wada) in Oslo haben Regierungsvertreter aus 29 Nationen finanzielle Unterstützung ab dem Jahr 2002 versprochen. Seit 1999 und bis Ende 2001 finanziert das IOK die Wada, deren Budget für übernächstes Jahr 12,5 Millionen Dollar beträgt. Bedingungen für das Fliessen von Regierungsgeldern sind die Vorlage eines strategischen Anti-Doping-Plans durch die Wada und die Erstellung eines Fünfjahresbudgets.
König der Langstrecken kündigt Rücktritt an: Kieren Perkins, mit seinem langjährigen Trainer John Carew zur Seite, kündigte gestern in Brisbane seinen Rücktritt vom Wettkampfsport an. Seine Karriere umfasst ein ganzes Jahrzehnt, mit Höhepunkten an Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften. Er schwamm nicht bloss Weltrekorde, sondern setzte veritable Standards. 1990 schaffte er an den Commonwealth-Spielen in Auckland, Neuseeland, mit Silber über 1500 m den Durhbruch an die Weltspitze. Vier Jahre später schwamm er gleich Weltrekord über 800 und 1500 m im gleichen Rennen. Er gewann 1992 Gold in Barcelona und 1996 in Atlanta, und in Sydney 2000 erzielte er Silber. Er hält immer noch die 800- und 1500-m-Weltrekorde (50-m-Bahn) sowie über 800 m auf der 25-m-Bahn. Nur sein 400-m-Weltrekord (lange Bahn) musste er an Thorpe abgeben. Neu im Web: Schwimmclub Bülach
2. Worldcup in Washington 15./16.11.2000:
Roland Matthes wird 50 Jahre alt. Der Innbegriff des Schwimmsports der ehemaligen DDR, feiert in diesen Tagen ein besonderes Jubiläum. Der viermaliger Olympiasieger über 100 und 200 m Rücken bei den Olympischen Spielen 1968 in Mexiko City und 1972 in München wird 50 jahre alt. Dem Schwimmen als Co-Kommentator des Fernsehens immer noch verbunden, aber nicht gewillt, im vielkritisierten Deutschen Schwimm-Verband (DSV) ein Amt zu übernehmen, schaut der studierte Diplom-Sportlehrer und Orthopäde im Jahre 2000 zurück: "Zu meiner Zeit war alles überschaubarer, an die USA, Australien, die UdSSR und die DDR kam niemand heran." 1990 kam Dr. Roland Matthes aus der zerfallenden DDR, die Mauer wurde schon zum Relikt der Geschichte. In Tauberbischofsheim bei Emil Beck fand er im Olympiastützpunkt seine erste Anstellung. Der beste Rückenschwimmer aller Zeiten brachte damals die grösste deutsche Medaillenschmiede nochmals auf Trab. Doping blieb für ihn stets ein Fremdwort. "Ich habe nie leistungsfördernde Mittel genommen, darauf bin ich stolz", sagt Matthes, der in seiner Karriere insgesamt 19 Weltrekorde aufstellte. In Montreal 1976 schwamm er nach vier Goldmedaillen und zweimal Staffel-Silber nochmals und holte zum Abschluss seiner Karriere über 100 m Rücken Bronze. Dabei sollte 1972 nach München eigentlich schon Schluss sein. Wegen der WM 1973 "musste" er seine Karriere aber fortsetzen. 1967 in Leipzig blieb Matthes über 100 m Rücken in 58,4 Sekunden erstmals unter 59 Sekunden. Bis 1972 verbesserte der Thüringer den Weltrekord über diese Distanz insgesamt achtmal. Über 200 m Rücken steigerte er 1967 den Weltrekord um fast zwei Sekunden auf damals sensationelle 2:07,9 Minuten. "Wenn der Matthes schwimmt, wird nur die Badehose nass", sagte ein Zeitgenosse. Dafür gab es aber keine Millionen, sondern "mal eine Badehose, eine Banane und zehn Mark pro Tag bei Auslandsreisen". Der DDR-Star war siebenmal Europameister und dreimal Weltmeister, schwamm 19 Welt- und 29 Europarekorde. Als die DDR ihrem Ende zuging, bot man ihm Millionen für die alten Geschichten: "Ich habe dankend abgelehnt. Ich habe niemals Verständnis dafür aufgebracht, dass es immer welche gab, die für ein paar Mark auch die positiven Leistungen des DDR-Spitzensports verhökert haben." Ihm genügte der Lorbeer des Sieges in Deutschland West zu einer neuen Existenz. "Wie ein Korn zwischen zwei Mühlsteinen" hat er sich gefühlt, als er sich auf das neue Leben in der BRD einstellen musste. Und er wurde von denen verdammt, die ihn einst bejubelt hatten. Als Volkes Stimme kritisierte, Katarina Witt, ihm und den anderen Stars des DDR-Hochleistungssports sei es zu gut gegangen, reagierte er mit den Worten: "Die wissen nichts, es stimmt einfach nicht." Als er in den Westen ging, sagten sie ihm, er sei aus Angst um die heile Haut gegangen: "Man hat in dieser Zeit doch nur versucht, Sündenböcke dafür zu finden, dass die DDR nicht in der Lage war, ihre Bürger mit der D-Mark auszustatten. Vorher haben sie uns vorgeworfen, dass der DDR-Sport so viele Devisen verschlang. Da ist er, der Matthes, der das Geld der Werktätigen verprasst hat. Das musste ich mir nicht anhören, deshalb bin ich 1990 aus Erfurt weggegangen." Italien: Haftstrafen für Dopingsünder. In Italien steht das härteste Dopinggesetz der Welt kurz vor der endgültigen Einführung. Die Gesundheitskommission des Senats in Rom stimmte dem vom Abgeordnetenhaus bereits im Juli verabschiedeten Gesetzentwurf am Dienstagabend einstimmig zu. Die noch ausstehende Abstimmung im Senatsplenum kurz vor Weihnachten gilt nach einem Bericht der "La Gazzetta dello Sport" vom Mittwoch als "reine Formsache". Wer dopt oder gedopt ist, wird in Italien in Zukunft als Krimineller verfolgt. Anders als Frankreich wird Italien auch gegen die gedopten Sportler zivilrechtlich vorgehen. Neben Bussen von bis zu rund 75000 FRanken sieht das Gesetz Haftstrafen von drei Monaten bis zu drei Jahren vor. In den Augen der Politiker sind gedopte Sportler nicht nur Opfer sondern auch Täter. Sie betrügen durch leistungssteigernde Mittel ihre Konkurrenten. Die Politik folgt damit den Vorstellungen der italienischen Justiz, die den unter Blutdopingverdacht stehenden Radstar Marco Pantani bereits wegen Sportbetrugs in Forlì vor Gericht gebracht hat. Schärfer noch als die Sportler werden aber die Hintermänner wie der unlängst von der Staatsanwaltschaft in Ferrara wegen Epo-Dopings angeklagte Sportmediziner Prof. Francesco Conconi bestraft. 100000 Franken Busse und zwei bis sechs Jahre Haft drohen Trainern, Betreuern und Medizinern, die Sportler dopen oder verbotene Mittel beschaffen. Sind die Sportler minderjährig, verschärfen sich die Sanktionen deutlich. Sollten die Dopingdealer Mitglieder eines Sportverbands sein, erhöhen sich die Strafen ebenfalls. Um jegliche Gefahr einer Vertuschung von Dopingfällen zu verhindern, wird die Dopingbekämpfung aus den Händen der Sportverbände in die des Staates übergehen. Der Staat beschneidet damit die Autonomie des Nationalen olympischen Komitee Italiens (CONI). [Bemerkung Redaktion: Wie immer bei einem Gesetz kommt es nicht nur auf den Inhalt an, sondern den Willen, es zu vollziehen.]
14 Millionen Dollar gegen Doping. Die Anti-Doping-Agentur (Wada) zog anlässlich ihres einjährigen Bestehens eine positive Bilanz. Der kanadische Vorsitzende Richard Pound erklärte in Oslo, dass innert kürzester Zeit Vereinbarungen mit allen 35 olympischen Fachverbänden erreicht worden seien. Die Agentur verfügt 2001 über ein Budget von 14 Millionen Dollar. Damit sollen die Forschung, Trainingskontrollen und Doping-Aufklärung intensiviert werden. Wasserball-Europameisterschaften: Pressebulletin [Word] der LEN mit den Gruppeneinteilungen.
33 positive Fälle vor Olympia. Die Internationale Anti-Doping-Agentur (Wada) hat unter den 2073 vor Sydney vorgenommenen Dopingkontrollen 33 positive Fälle entdeckt. Von diesen 33 Athleten wurden 23 von ihren Nationalen Olympischen Komitees nicht für Sydney selektioniert, und zehn Fälle wurden für nichtig erklärt. Namen wurden nicht veröffentlicht, nur die Sportarten: Badminton (1 positiv/5 annulliert), Leichtathletik (4/0), Basketball (0/3), Boxen (5/0), Rad (3/0), Reiten (2/0), Landhockey (0/2), Bogenschiessen (1/0), Schiessen (2/0), Volleyball (1/0), Gewichtheben (2/0) und Ringen (2/0).
Rupprath mit Kurzbahn-Europarekord. Der Deutsche Thomas Rupprath hat bei einem internationalen Meeting in Neuss (De) seinen eigenen Kurzbahn-Europarekord über 50m-Rücken verbessert. Der Olympia-Dritte über 4x100 m Lagen blieb in 24,03 Sekunden einen Zehntel unter der Marke vom 11. Dezember 1998 in Sheffield.
Super-Zehnkampf in Kloten. Zum dritten Mal in Folge findet heute Mittwoch der Super-Zehnkampf, der grösste Benefizanlass der Schweizer Sporthilfe, im Klotener Schluefweg-Stadion statt. Ab 19.30 Uhr messen sich acht bekannte Sportlerpaare. Die letztjährigen Gewinner, Jacqueline Schneider und die Gebrüder Laciga, werden dabei unter anderen von den Debütanten Brigitte McMahon/Stéphane Chapuisat sowie Michel Ansermet/Gianna Hablützel-Bürki herausgefordert (Vorverkauf 01/814 08 32). Carry Berendsen geehrt: Der Schweiz. Olympische Verband (SOV) hat Carry Berendson (Chef Elite Synchronschwimmen; Limmat-Nixen Zürich) den Nachwuchs-Trainerpreis verliehen. Herzliche Gratulation.
Michael Geissbühler und Steffi Haeberli stellen sich an der DV des SSCHV nicht zur Wiederwahl. An seiner Sitzung vom 03.11.2000 nahm der Zentralvorstand des SSCHV davon Kenntnis, dass sich Michael Geissbühler nicht zur Wiederwahl als Techn. Direktor Wasserspringen zur Verfügung stellt und ins 2. Glied zurücktritt. Als Nachfolgerin schlägt der Zentralvorstand unsere Olympiateilnehmerin Catherine Maliev-Aviolat vor. Michael wird dem Zentralvorstand und der Techn. Kommission Wasserspringen für bestimmte Aufgaben weiterhin zur Verfügung stehen.
René Vaudroz, Leysin (Swiss Ski) wurde als Vizepräsident in einer Kampfwahl gegen die bisherige Christina Niggli gewählt (Stimmenverältnis runf 2:1). Der Schweizerische Schachbund (SSB) wurde in den SOV aufgenommen. Darüber hinaus wurde dem Antrag zugestimmt, eine zentrale Dopingstrafstelle einzurichten (früher war dies den Sportverbänden überlassen). Bundespräsident Ogi wurde zum Ehrenpräsidenten des SOV ernannt. Die AthletInnen des SSCHV wurden übrigens, gemäss Jahresbericht des SOV in der Periode 1.10.99 - 30.9.00 71-mal gegen Doping kontrolliert. Mehr Informationen über die SOV-Jahresversammlung
Für Links immer: www.fsn.ch/links
Sandra Völkers Trainer plädiert für Profi-Liga. Dirk Lange, Hamburger Heim-Trainer der bei den Olympischen Spielen in Sydney gescheiterten Weltklasse-Athletin Sandra Völker, empfiehlt dem Deutschen Schwimm-Verband (DSV) die Gründung einer eigenen "Profi-Abteilung". Lange sagte am Freitag, ein solcher Schritt könne die strukturellen Rahmen-Bedingungen für künftige internationale Erfolge deutscher Athleten entscheidend verbessern. In Sydney hatten DSV-Schwimmer lediglich drei Bronze-Medaillen gewonnen. Lange hatte in einem "offenen Brief" auf seiner Internet-Seite konzeptionelle Änderungen innerhalb des DSV angeregt und dabei vor allem die Rolle von Teamchef Winfried Leopold (Beucha) in Frage gestellt. Dessen Position bezeichnete Lange "in der bisherigen Form als kontraproduktiv und eher abzulehnen". Zudem müsse die Position der beiden Bundestrainer Manfred Thiesmann (Männer) und Achim Jedamsky (Frauen) überdacht werden. Einer der beiden Coaches solle bei Top-Veranstaltungen organisatorische Aufgaben im Bereich des Sport-Managements übernehmen. "Die ohne Frage bestehende Fachkompetenz der Bundestrainer muss dorthin gebracht werden, wo sie dringender als jetzt benötigt wird. Und zwar in die internationale Kontaktpflege zu anderen Schwimm-Nationen", fordert der Völker-Coach. Man brauche innerhalb des DSV Trainer in der Nationalmannschaft, "die sich nicht nur theoretisch mit dem Schwimmsport beschäftigen, sondern in Krisenzeiten den Athleten helfen, Leistungen nicht nur zu verwalten, sondern gelegentlich auch mal helfen, Einzelmedaillen zu gewinnen", schrieb Lange. DSV-Präsident Rüdiger Tretow (Münster) hatte bereits nach der schlechten Olympia-Bilanz Konsequenzen im personellen Bereich angekündigt und dabei auch die Bundestrainer angesprochen.
10-km-OW-Championships Honolulu:
EPO für alle: Conconi soll sich EPO gespritzt haben
5-km-OW-Championships Honolulu:
The Sleeping Beauty 2000: Information Super-Zehnkampf: McMahon mit Chapuisat. Triathlon-Olympiasiegerin Brigitte McMahon und Stéphane Chapuisat bilden eines der Zweierteams am Super-Zehnkampf vom Mittwoch, 8. 11., in Kloten. Für die Benefizveranstaltung der Schweizer Sporthilfe zu Gunsten des Nachwuchs- und Spitzensports (erwarteter Reinerlös: 200 000 Fr.) haben auch Natascha Badmann, Gianna Hablützel-Bürki, Sabine Fischer, Pia Vogel, Michel Ansermet, Felix Hollenstein, Fabien Rohrer und Christoph Sauser zugesagt. Jacqueline Schneider sowie Martin und Paul Laciga wollen ihren Titel verteidigen. Super-Zehnkampf (Mi, 8. 11., 19.30 Uhr): Der Vorverkauf wird über das Zentrum Schluefweg in Kloten abgewickelt; Tel. 01 814 08 32. Eintritt: 45 Fr. (Sitzplätze) bzw. 100 Fr. (Redliner, inkl. Apéro und kleine Verpflegung). Zurück zur Homepage / an den Anfang
Oktober 2000
"Doping-Arzt" Conconi wehrt sich: Der italienische Sportmediziner Prof. Francesco Conconi, ehemaliges Mitglied der Anti-Dopingkommission des Nationalen Olympischen Komitees, hat entschieden bestritten, zahlreichen Spitzenathleten verbotene Substanzen verschrieben und geliefert zu haben. Gegenüber der Turiner Tageszeitung "La Stampa" sagte Conconi, gegen den in Kürze die Anklageerhebung erwartet wird: "Viele Athleten kenne ich nicht einmal, die ich angeblich behandelt haben soll. Ich habe niemanden geschadet und niemals gefährliche Substanzen verschrieben." Die Staatsanwaltschaft von Ferrara wirft dem angeblichen "Dopingarzt" nach dem Abschluss ihrer Ermittlungen die Gründung einer "verbrecherischen Vereinigung" vor. "Ich werde Punkt für Punkt diesen absurden Berg von Vorwürfen abbauen, die mich nicht nur entrüsten, sondern vor allem wegen ihrer Grundlosigkeit verblüffen", sagte der Arzt. Der Staatsanwalt von Ferrara, Pierguido Soprani, wirft Conconi vor, eine Kette zur Verteilung von Dopingsubstanzen aufgebaut zu haben. Eine Liste von angeblichen Conconi-Patienten umfasst 63 zumeist prominente Athleten, unter ihnen Manuela di Centa und Maurilio De Zolt (Skilanglauf), Gianni Bugno, Claudio Chiappucci, Maurizio Fondriest und Marco Pantani (alle Radsport). Dem Professor und sieben seiner Mitarbeiter werden zudem Betrug im Sport, die Verteilung von die Gesundheit gefährdenden Medikamenten sowie missbräuchliche Ausübung ihres Berufes unterstellt. Paralympics: Schwimmen. Klasse S7. 50 m. Freistil: 1. Roberts (Gb) 28,58 (WR). 7. Künzi (Sz) 31,65.
Der Missbrauch der Gentechnik und der Einsatz gentechnisch hergestellter Wachstumshormone ist im Spitzensport offenbar längst Realität. "Man muss davon ausgehen, dass das gentechnisch hergestellte Wachstumshormon im Spitzensport missbraucht wird. Wir müssen dem offen ins Auge sehen", sagte der leitende deutsche Olympiaarzt Wilfried Kindermann (Saarbrücken) der ARD-Sportschau. Der Berliner Mediziner Willi Heepe, der zahlreiche Leistungssportler betreut, erklärte: "Ich gehe davon aus, dass das gentechnisch produzierte Wachstumshormon im Spitzensport-Doping an erster Stelle steht. Dieses Geschehen hat sich der öffentlichen Szene und der Kontrollierbarkeit voll entzogen." Im Kampf gegen Doping mit Wachstumshormonen gibt es noch kein anerkanntes Testverfahren. "Die Herstellung erfolgt mittels gentechnischer Methoden. Das Besondere ist, dass diese Substanzen den körpereigenen Hormonen ausgesprochen ähnlich sind, praktisch völlig gleichen und damit voneinander kaum zu unterscheiden sind", sagte Manfred Dietel, Chefarzt der pathologischen Abteilung der Berliner Charité, in der ARD-Sendung. Der starke Leistungszuwachs in bestimmten Sportarten wie zum Beispiel dem Schwimmen wird dabei von Sportmedizinern offenbar in direktem Zusammenhang mit dem Einsatz des künstlichen Hormons gesehen. "Wer die gewaltigen Leistungsexplosionen bei den Olympischen Spielen und die Unterschiede zwischen Wohlstandsländern sowie ärmeren Ländern gesehen hat, der kann nicht mehr nur vermuten, der muss sagen, hier ist eine Menge geschehen", wird der Berliner Sportarzt Willi Heepe zitiert. Auch Olympiaarzt Wilfried Kindermann stellte fest: "Das Wachstumshormon-Doping wird in Sydney eine gewisse Rolle gespielt haben." Die Sportmediziner warnen vor schwerwiegenden Folgen. "Es ist ausserordentlich gefährlich, da die beweglichen Organe explosiven Zuwachs erhalten. Mit Sicherheit wird es lebensgefährliche Disproportionen vieler Körpersysteme geben. Hier werden unter Umständen Monster gezeugt, die isoliert für bestimmte Kraftleistungen geeignet sind", betonte Willi Heepe. Insbesondere wird vor einer Vergrösserung der inneren Organe wie dem Herzen und der Leber sowie fehlgestalteten Knochen gewarnt. "Ich schätze die Nebenwirkungen des Wachstumshormons noch weitaus höher ein als die der Anabolika", erklärte Kindermann. 1. Zürcher Samichlaus-Schwimmen: Mehr Informationen. Achtung: Durchführung noch nicht definitiv!
Masters-Kalender 2001 Schweizer Sportverbände arbeiten zu wenig professionell: Nacholympisches «Rütteln» des Sportministers Ogi am Sport-Symposium Basel 28.10. "Franzis" Zukunft noch offen. Die verkorksten Olympischen Spiele von Sydney haben bei Franziska van Almsick schwere Spuren hinterlassen. Beide Trommelfelle sind gerissen - aber trotz dieser Spätfolgen gibt der 22 Jahre alte Schwimmstar nicht auf. "Das hat nicht nur am Tauchen gelegen. Es war halt alles ein bisschen viel Stress", sagte Franziska van Almsick am Freitag nach der Rückkehr aus dem Urlaub auf den Malediven. "Ich habe Schmerzen, das ist nicht gerade angenehm." Eine Operation will sie möglichst vermeiden. Die endgültige Entscheidung über die Fortsetzung oder das Ende ihrer Karriere will Franziska van Almsick erst in den kommenden Wochen fällen. Vieles weist darauf hin, dass "Franzi" nach dem für sie enttäuschenden Sydney-Verlauf noch einmal den Erfolg suchen wird. "Down under" musste sich die ehrgeizige Athletin, die in Barcelona 1992 und in Atlanta 1996 jeweils Silber über 200 Meter Freistil gewann, mit Bronze in der 4 x 200-Meter-Kraulstaffel begnügen. Zu wenig, um aufzuhören. "Dieses innere Feuer, das ich dachte, das vielleicht erlischt, wenn ich in Sydney das erreicht hätte, was ich mir vorgenommen hatte, ist einfach nicht erloschen", sagt Franziska van Almsick. Menschlich habe sie noch einiges aufzuarbeiten. "Es sind Sachen vorgefallen, die ich nicht so abhaken kann." Sportlicher Misserfolg, dazu Stress in der Mannschaft und herbe Kritik der Medien: Franziska van Almsick hatte in Sydney einiges wegzustecken. Der Urlaub konnte nicht alle Wunden heilen. "Solange ich mit mir selber noch nicht im Reinen bin, kann ich nicht sagen, ob ich in Zukunft schwimme oder ob ich nicht schwimme." Die Entscheidung über ihre sportliche Zukunft will sie allein fällen - und ohne Druck von aussen. "Ich hatte im Urlaub schon viel Zeit. Aber ich bin noch nicht so weit", sagt sie, "ich lasse das vollkommen auf mich zukommen. Ich bin ein Bauchmensch. Und irgendwann wird mir mein Gefühl etwas sagen. Jetzt lasse ich es mir einfach gut gehen. Dann bin ich auch in der Lage, die richtige Entscheidung zu treffen." Die Weltrekordlerin will sich lieber mit einem Paukenschlag im Wasser verabschieden - und nicht aus Frust. Im Sommer 2001 stehen im japanischen Fukuoka die Weltmeisterschaften an. Auch für "Franzi" eine gute Gelegenheit, zu zeigen, dass sie mehr drauf hat als in Sydney. Horgen gewinnt 10:2 gegen den österreichischen Meister. Das dritte Spiel konnte Horgen auch gegen den österreichischen Meister Graz mit 10:2 gewinnen. Schade, dass das Startspiel verloren ging... Nun hat Horgen am Samstag einen Ruhetag, bevor es gegen den italienischen Meister Napoli, der jetzt schon qualifiziert ist, ins letzte Spiel geht. Doping-Opfer wollen 750.000 Mark. Die Auseinandersetzung mit dem staatlich verordneten Doping in der DDR ist trotz der abgeschlossenen juristischen Aufarbeitung noch lange nicht beendet. Zur Wiedergutmachung für Opfer besteht nach den Worten von Klaus Zölling vom Verein Doping-Opfer-Hilfe ein finanzieller Bedarf von rund 750.000 DM. Darüber berichtete er dem Sportausschuss des Deutschen Bundestages. Nur etwa 40.000 DM stünden derzeit bereit. Das derzeitige Finanzvolumen setze sich zu einem Drittel aus Spenden, zu zwei Dritteln aus Bussgeldern eines deutschen Gerichts zusammen. Regierungsvertreter und Abgeordnete sagten zu, sich für eine finanzielle Stärkung des Doping-Opfer-Hilfe- Vereins einzusetzen. Die Suche nach Möglichkeiten, den Kampf gegen Doping mit weiteren Mitteln aus dem Bundeshaushalt zu unterstützen, hat im Sportausschuss zu einer kontroversen Diskussion und der Ablehnung eines CDU-Antrages geführt. Die Bundesregierung plant die Ausprägung einer Mark-Goldmünze mit einem Gewinn von 130 - 170 Millionen DM. Davon sollen 100 Millionen DM der Stiftung "Geld und Währung" zugeführt werden, der darüber hinausgehende Gewinn soll nach Meinung der Bundesregierung der Stiftung Preussischer Kulturbesitz zukommen. Die Sportpolitiker der CDU/CSU-Bundestagsfraktion hatten deshalb im Ausschuss den Antrag eingebracht, 40 Prozent des über 100 Millionen DM hinausgehenden Gewinns als Stiftungskapital der Nationalen Anti-Doping-Agentur zuzuführen. Dies wären zwischen zwölf Millionen Mark und 28 Millionen Mark gewesen. Die Abgeordneten der Regierungskoalition lehnten diesen Antrag ab. "So gut dieses Anliegen ist, konnten wir dem Vorstoss der Opposition nicht zustimmen", erklärte die SPD-Abgeordnete Dagmar Freitag. "Der Gewinn soll der Sanierung der Berliner Museumsinsel dienen. Wir können das Geld nicht zwei Mal ausgeben." Dagegen wirft der sportpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Klaus Riegert, der Regierungskoalition vor, sich aus der Affäre zu ziehen. Klaus Zölling bezifferte während der Ausschuss-Sitzung die Gesamtzahl der DDR-Sportler, die zwischen 1965 und 1989 mit Dopingmittel in Berührung gekommen waren, auf zwischen 10.000 und 13.000 Athleten. Davon seien dem Doping-Opfer-Hilfe-Verein 158 Opfer bekannt. Ihnen biete der Verein eine einmalige symbolische Wiedergutmachung von zwischen 500 und 1.000 DM pro Person. In anderen Fällen übernehme man auch die Kosten für Gutachten oder für plastische Operationen, wenn sich nach Einnahme von Anabolika körperliche Veränderungen entwickelt hätten. Zölling hob hervor, der Verein sei in der glücklichen Lage, nicht auf eine juristische Beweisführung angewiesen zu sein. Insgesamt müsse man mit 500 bis 1.000 Betroffenen rechnen, für die der Verein Ansprechpartner sei. Italienische Anti-Doping-Kommission suspendiert. Der Wirbel um italienische Olympioniken, die mit Wachstumshormonen behandelt worden sein sollen, zieht weitere Kreise. Das Exekutivkomitee des italienischen Olympischen Komitees (Coni) hat seine Anti-Doping-Kommission auf unbestimmte Zeit suspendiert. Aus dem Kreis der Wissenschafter dieser Kommission waren die Namen der Athleten bekannt geworden. In Italien entsetzt man sich offenbar weniger über das Doping selbst, sondern über das Loch in der Kommission. Horgen gewinnt 14:2. Nach dem eher enttäuschenden Startspiel gegen die Belgier konnten sich die Horgner zu einer klar gesteigerten Leistung aufraffen und mit 14:2 gegen den finnischen Meister gewinnen. Besonders erfreulich war, dass sich fast alle Horgner in der Torschützenliste eintragen konnten. Mit gestärktem Selbstvertrauen geht es nun ins Spiel gegen die Oesterreicher. Ausgebootete Japanerin tritt zurück. Suzu Chiba wird nach dem verlorenen Rechtsstreit um ihre Olympianominierung für Sydney ihre Karriere Ende Oktober beenden. Die zweifache Olympiasiegerin hatte im Juni als erste Athletin in der Geschichte des japanischen Spitzensports den Internationalen Sportgerichtshof in Lausanne eingeschaltet, um ihre Selektion durchzusetzen. Die Klage war jedoch Mitte August abgewiesen worden. Die beliebteste Schwimmerin Japans hatte bei den nationalen Meisterschaften in 2:00,54 über 200 m Crawl den Titel gewonnen und die Limite geschafft, war vom Verband aber dennoch nicht für Olympia nominiert worden. Dopingskandal um Conconi. Am Donnerstag wurden die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Bologna gegen Professor Francesco Conconi und das von ihm geleitete Sportmedizinische Institut der Universität Ferrara abgeschlossen, Conconi und das Sportmedizinische Institut stehen im Mittelpunkt eines ausgedehnten Dopingskandals. Über die Eröffnung eines Prozesses soll in den nächsten Wochen entschieden werden. Zuvor haben Conconi und seine Mitarbeiter die Möglichkeit, sich vor den Staatsanwälten zu verteidigen. Conconi, ehemaliges Mitglied der Anti-Dopingkommission des italienischen Olympischen Komitees (Coni) und Rektor der Universität Ferrara, wird vom Staatsanwalt Pierguido Soprani beschuldigt, eine kriminelle Organisation aufgebaut zu haben, die verbotene Substanzen an eine noch unbestimmte Zahl von prominenten Athleten verschrieben und geliefert hat. Conconi werden unter anderem Betrug und Amtsmissbrauch vorgeworfen. Die Liste der von Conconi behandelten prominenten Sportler umfasst 63 Namen, darunter die Radsportstars Marco Pantani, Gianni Bugno und Claudio Chiappucci sowie die Skilangläuferin Manuela Di Centa, die inzwischen Mitglied im Internationalen Olympischen Komitee (IOC) ist.
1.5 Millionen Dollar für Olympiasieg. Der amerikanische Schwimmverband hat schon jetzt für die Olympischen Spiele 2004 in Athen ein Preisgeld von 2.5 Millionen Dollar für zwei Gewinner ausgesetzt. Sollte eine US-Athletin in der griechischen Hauptstadt die 800 Meter Freistil mit Weltrekord gewinnen, erhält sie eine Million Dollar. Die gleiche Summe bekommt bei den Männern ein amerikanischer Olympiasieger im "Marathon" über 1500 Meter Freistil, wenn er ebenfalls eine Weltbestmarke aufstellt. Für die beteiligten Trainer stehen insgesamt 500000 Dollar zur Verfügung. Diese Summen nannte der Exekutiv-Direktor des US-Verbandes, Chuck Wielgus, in Orlando. Gegen die Zahlung der Prämien hat sich die Dachorganisation versichert. Termin reservieren: Schwimmverein Zürileu plant Klausschwimmen. Am Samstag, 2. Dezember plant der Schwimmverein Zürileu ein Klausschwimmen quer durch die Limmat. Start an der "Riviera" hinüber zur Frauenbadeanstalt. Da wird es jedem doch warm ums Herz! Ermöglicht wird es in Folge des neuen Schwimm-Sportsgeistes, der durch die Stadt weht, durch eine Zusammenarbeit zwischen Sportamt der Stadt Zürich und SV Zürileu. Mehr in Bälde auf der Website SVZ.
25.10. Stadt Zürich: Badeanlagen wechselten vom Departement Gesundheit und Umwelt ins Schul- und Sportdepartement. Auf den ersten Oktober haben die grösseren Badeanlagen, darunter 2 50-m-Hallenbäder, 2 25-m-Hallenbäder und mehrere Freibäder, vom Umwelt und Gesundheitsdepartement (Stadtrat Robert Neukomm; Amt für Gesundheit und Umwelt) zum Schul- und Sportdepartement (Stadträtin Monika Weber; Sportamt) gewechselt. Das Sportamt verwaltete schon bisher die Schul-Schwimmanlagen mit grossem Erfolg. Ernst Hänni als Chef des Sportamtes hat die "neuen" Bäder mit viel Freude und Elan übernommen. Es bleibt ja einiges zu tun: Zuviel Personal, z.T. renovationsbedürfige Anlagen, teilweise suboptimale Bewirtschaftung etc. Als Erstes wurde ein neuer Chef Badeanlagen gesucht. Der wichtige Posten konnte mit einer kompetenten Person besetzt werden: Niemand geringerer als Hermann Schumacher, der als ehealiger Sekretär des Zürcher Stadtverbandes für Sport die Schwimmvereine der Stadt Zürich gegen die Gebührenerhöhungen unterstützt hat. Hermann Schumacher und Ernst Hänni sind ausgewiesene Kenner der Schwimmbäderwelt. Die Schwimmvereine in Zürich hoffen nun wieder auf eine bessere Berücksichtigung ihrer Anliegen. Beispielsweise müssen sie als Erbe der alten Verwaltung durch das Amt für Gesundheit und Umwelt zusätzlich zu den normalen Eintritten, die ihre Mitglieder wie die anderen, "normalen" Badegäste bezahlen, noch eine Belegungsgebühr von 70 bis 120 Franken pro Jahr (25-m- bzw. 50-m-Bahn) für die Benützung von Bahnen zahlen. Für Vereine mit grossem Leistungsangebot bzw. grossem Flächenbedarf (Wasserball, Synchronschwimmen) wird das zur lebensbedrohenden Last. Die Kosten des Hallenbades Oerlikon z.B. für Schweizermeisterschaften betragen pro Tag 2'500 Franken! So sieht das Leben aus für den Schwimmsport in der Little Big City! Wenigstens konnten der ZSS und die IG-Schwimmen Zürich, welche die Schwimmvereine als Dachorganisation vertritt, erreichen, dass die Jugend unter 20 Jahren keine Bahngebühren zahlen muss, sondern "bloss" die Jahreskarte (220 Franken ab 16 Jahren, darunter 70 Franken). Leider wird sich diese vom Stadtrat auf anfangs 2000 eingesetzte Gebührenordnung vorläufig nicht so schnell ändern lassen.
Weniger essen - mehr leisten? Essstörungen - ein bekanntes Krankheitsbild im Spitzensport. An der diesjährigen Tagung der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für Sportpsychologie haben Praktiker und Wissenschafter über den Umgang mit Essstörungen im Hochleistungssport referiert. Der ehemalige Skispringer Stefan Zünd hat nebst anderen geschildert, wie er als Spitzenathlet der neunziger Jahre dem Drang erlegen ist, der besseren Leistung wegen zu hungern, und dafür seine Gesundheit aufs Spiel setzte. -> Mehr Jahresbericht des Zentralpräsidenten des SSCHV. Der von Harald Müller zu Handen der Delegiertenversammlung verfasste Jahresbericht ist abrufbar. Weiteres zu den Delegiertenversammlungen in Fribourg im Internet-Archiv des SSCHV.
Official Website Paralympics
Die parallelen Spiele: Die ersten offiziellen Paralympischen Spiele fanden 1960 in Rom statt. Als Spiele "parallel" zu Olympia (die Terminologie Paralympics hat nichts mit Paraplegie zu tun, wie irrtümlicherweise häufig angenommen wird) haben sie sich seither zum grössten Sportanlass für Athletinnen und Athleten mit einer Körper- oder Sinnesbehinderung entwickelt. Als Wegbereiter gelten die Stoke Mandville Wheelchair Games, die, vom Arzt Ludwig Guttmann organisiert, im Jahre 1948 den Olympischen Spielen in London angegliedert worden waren und verletzten Kriegsveteranen offen standen. Auch anlässlich der Premiere in Rom, wo 400 Athleten aus 23 Ländern teilnahmen, richtete sich das Programm ausschliesslich an Sportler in Rollstühlen. Im Laufe der elf Paralympiaden hat sich bezüglich Disziplinen eine starke Diversifikation ergeben: In Sydney werden die 4000 Teilnehmer (in Atlanta waren es 3310 aus 103 Ländern) in 18 Sportarten an den Start gehen können. Neu ins Programm aufgenommen wurde Rollstuhl-Rugby und Segeln - in Atlanta noch Demonstrationsdisziplinen. Im Gegenzug wurde die Leichtathletik um verschiedene Kategorien gekürzt. Die Paralympics finden seit 1988 immer gleichenorts wie die Olympischen Spiele statt (Winter und Sommer), nachdem das Internationale Olympische Komitee (IOK) und das Internationale Paralympische Komitee (IPK) eine Vereinbarung unterzeichnet haben, nach der Synergien auf allen Ebenen und vor allem im sporttechnischen Bereich sinnvoll genutzt werden sollen. In den 18 Paralympic-Sportarten werden fast doppelt so viele Sieger ermittelt wie in den 28 olympischen Sportarten (561 gegenüber 300). Dies rührt daher, dass die Athletinnen und Athleten je nach Art der Behinderung in sechs verschiedene Kategorien eingeteilt werden. Innerhalb der Kategorien (amputiert, zerebrale Lähmungen, intellektuelle Behinderung, sehbehindert, Rollstuhl, übrige) werden die Sportler überdies und gemäss funktionellen Fähigkeiten in Klassen eingeteilt, um Chancengleichheit zu gewährleisten. 14 paralympische Sportarten sind auch im olympischen Programm vertreten: Leichtathletik, Basketball, Rad, Reiten, Fechten, Bogenschiessen, Schiessen, Fussball, Judo, Segeln, Schwimmen, Tischtennis, Tennis und Volleyball. Den Paralympics eigen sind Boccia, Goalball, Rollstuhl-Rugby und Powerlifting. Terbutalin, Salbutamol und Salmeterol sind erlaubte Mittel für Leistungssportler.Bei Leistungssportlern, die an Asthma bronchiale erkrankt sind, muss bei der Wahl des Beta-2-Mimetikums darauf geachtet werden, dass der Wirkstoff nicht zu den Doping-Mitteln zählt. Von der Internationalen Doping-Kommission sind drei Beta-2-Mimetika zur Anwendung bei Leistungsportlern freigegeben: Terbutalin, Salbutamol und Salmeterol. Weiterführende Informationen: Asthma-Inhalatoren / Asthma-Mittel als Renner Doping-Skandal mit bis zu sechs positiven Fällen bei den Paralympics. Robert Steadward als Präsident des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC) bestätigte, dass es in Sydney "einige positive A-Proben" gegeben habe. Bis zur Analyse der B-Proben bleiben die Namen der Sünder geheim. Noch nie sind im Behindertensport mehr Athleten überführt worden. "Wir waren selbst unangenehm überrascht und besorgt über die Grösse des Problems. Leider hat sich erwiesen, dass die Dopingtests sinnvoll sind", erklärte IPC-Operationschef Thomas Reinecke. Vor den Paralympics waren erstmals in der Paralympics-Geschichte 118 Dopingkontrollen ausserhalb von Wettkämpfen durchgeführt worden. Die Zahl von bis zu sechs positiven Kontrollen legt den Schluss nahe, dass sich unter den knapp 4000 Athleten bis zu 200 gedopte befinden könnten. "Ich glaube nicht, dass es so viele sind. Wir haben uns extra gefährdete Sportarten für die Tests ausgesucht", meinte Reinecke. Trotzdem überlege das IPC, die bisher geplante Zahl von 600 Wettkampfkontrollen "auszuweiten". Sind auch die B-Proben der Beschuldigten positiv, will Steadward "alle Namen" nennen und gemeinsam mit der IPC-Dopingkomitee über die Dauer der Sperren entscheiden. Unter den gedopten Athleten sollen sich laut unterschiedlicher Quellen in jedem Fall Gewichtheber und möglicherweise Radsportler befinden. Gefunden wurden verschiedene leistungssteigernde Subtanzen, zu denen auch anabole Steroide gehören sollen. Ein IPC-Vertreter erklärte, dass man nicht über "irgendwelche Asthma-Mittel" spreche. Bei den Paralympics in Atlanta 1996 hatte es keinen positiven Dopingtest gegeben, 1992 in Barcelona waren drei Sportler des Gebrauchs von Steroiden überführt worden. Allerdings wurden damals nur wenige Kontrollen durchgeführt. Wie tief der Dopingsumpf im Behindertensport tatsächlich ist, vermochte auch IPC-Chef Steadward nicht zu sagen: "Ich bin nur sehr enttäuscht, weil diese Athleten der Behindertensport-Bewegung Schaden zufügen. Die Sportler, Trainer, Ärzte und Regierungen müssen die Verantwortung übernehmen, dass so etwas nie mehr passiert."
Die Affäre um die fünf angeblich gedopten Olympiasieger Italiens wird zum Krimi. Fast eine Woche standen die Olympioniken unter dem dringenden Verdacht mit Wachstumshormonen gedopt zu haben. Die vom "Corriere della Sera" vor einer Woche veröffentlichten brisanten Daten stammten schliesslich von der Anti-Doping- Kommission des Nationalen Olympischen Komitee Italiens (Coni) und waren deshalb glaubhaft. Jetzt, fast eine Woche später, entdeckt das Coni plötzlich, dass der belastende Report gefälscht sei. "Wir haben überhaupt keine Namen in unserem Report genannt", behauptet Kommissions-Präsident Prof. Carlo Bernasconi in einem am Freitag veröffentlichten Brief an Coni-Präsident Gianni Petrucci. Ist der "Corriere della Sera" also einem Fälscher aufgesessen? Oder aber hat ein an den Untersuchungen beteiligter Wissenschaftler die Namen der Sportler mit verdächtig hohen Blutwerten der Presse zugespielt und damit mehr ausgeplaudert, als das Coni eigentlich herausrücken wollte? Dazu äussert sich das Coni nicht. Prof.Bernasconi gab zu, dass er "momentan nicht wisse, wie viele Personen Zugang zu den Daten und Namen hatten". Um der Sache nachzugehen, wird man Anzeige gegen Unbekannt stellen. Die Staatsanwaltschaft soll für Aufklärung sorgen. Der Turiner Staatsanwalt Raffaele Guariniello hatte sich ohnehin schon eingeschaltet. Genauso wie die italienische Regierung. Auch die betroffenen Sportler, die sich als Opfer einer Rufmordkampagne sehen, wollen die Gerichte anrufen. Massimiliano Rosolino (Schwimmen), Giovanna Trillini (Fechten), Agostino Abbagnale (Rudern), Antonella Bellutti (Rad) und Josefa Idem (Kanu) hatten jegliches Doping vehement bestritten. Ihre Sportverbände hatten die veröffentlichten Daten als "unseriös" bezeichnet, weil sie keinerlei wissenschaftlicher Beweis für Doping seien. "Das stimmt", gab Enrico Di Prampero von der Antidoping-Kommission in einem Zeitungsinterview zu. "Es gibt noch keinen standardisierten Test auf Wachstumshormon- Doping", sagte der Wissenschaftler. Deshalb könnten die erhöhten Blutwerte also kein Beweis für Doping sein. Gleichzeitig bestätigte Di Prampero aber erneut, dass die überhöhten Werte der Sportler "Besorgnis erregend seien und weitergehend untersucht werden müssten". Der Doping-Verdacht ist also längst noch nicht aus der Welt, zumal andere Experten wie Prof. Garatini ganz klar sagen: "Wenn die Werte nicht durch Messfehler zu erklären sind, dann nur durch Doping mit biosynthetischen Hormonen." Zeitungsberichten zu Folge hatten immerhin 10 Prozent der Männer und 30 Prozent der Frauen aus der italienischen Olympiamannschaft im Sommer überhöhte Werte. Namentlich genannt und damit an den Pranger gestellt wurden in der italienischen Presse aber nur die fünf Olympiasieger. "Ich kämpfe mein Leben lang gegen Doping. Diese Vorwürfe dienen nur der Rufschädigung", klagte Antonella Belutti. "Ich habe nichts mit dem verabscheuenswürdigen Doping zu tun", betonte Schwimmer Rosolino. Der verdächtigten Fechterin Giovanna Trillini sprang der italienische Fechterverband (FIS) zur Seite: "Unsere Olympiamedaillen sind sauber", erklärte FIS-Präsident Antonio De Blasi. Die Tests waren im Rahmen der Aktion "Ich riskiere nicht meine Gesundheit" durchgeführt worden, an der sich alle italienischen Olympiastarter beteiligen mussten. Das Coni hatte die Aktion am 1. Januar 2000 eingeführt. Nach dem Skandal um die Schlamperei im römischen Doping-Kontrolllabor "Acqua Acetosa" wollte Italien als Vorreiter in der Dopingbekämpfung internationales Ansehen zurück gewinnen. Dies ist mit der jüngsten Affäre aber zunichte gemacht. Deutsche Bundesländer fordern Mitsprache in der Nada. Die deutschen Bundesländer pochen auf ein Mitspracherecht in der künftigen Nationalen Doping-Agentur (Nada). Am ersten Tag der 24. Sportministerkonferenz der Länder (SMK) wurde gefordert, dass mindestens ein Vertreter der SMK im Kuratorium Berücksichtigung findet. Bundesinnenminister Otto Schily nannte 2001 als Gründungsjahr für die Stiftung und ein Mindestbudget in der Höhe von 60 Millionen Mark. 20.10. Doping-Skandal in Italien: Professor Donati greift Sportler an. Bereits Anfang der 90er-Jahre sollen sich zahlreiche italienische Spitzensportler, wie das heutige IOC-Mitglied Manuela di Centa, mit Epo gedopt haben. Diese Behauptung stellte Professor Sandro Donati am Donnerstag während eines Anti-Doping-Symposiums an der Sporthochschule in Köln auf. Der Leiter der Forschungs-Abteilung beim Nationalen Olympischen Komitee Italiens (Coni) ist Kronzeuge beim anstehenden Prozess gegen den Chef des früheren IOC-Labors, Professor Francesco Conconi [ja, der Erfinder des Conconi-Tests, Red.], gegen den am Montag offiziell Anklage erhoben werden soll. Der Prozess gegen Conconi, dessen Labor 1998 die Anerkennung entzogen wurde, stützt sich auf Dokumente aus den Jahren 1990 bis 1993, die von Donati sichergestellt worden waren. Aus ihnen geht hervor, dass 22 italienische Weltklasse-Sportler schon damals systematisch mit Epo gedopt wurden. Die bekanntesten Namen sind laut Donati Manuela Di Centa, Doppel-Olympiasiegerin im Skilanglauf 1994 und seit einem Jahr Athleten-Vertreterin im Internationalen Olympischen Komitee, Skilanglauf-Olympiasieger Maurizio de Zolt (1988) sowie die früheren Radsport-Stars Maurizio Fondriest (Weltmeister 1988) und Claudio Chiappucci (Tour-Zweiter 1990/92). Sandro Donati hatte die Unterlagen bereits 1994 an den damaligen Coni-Präsidenten Mario Pescante weitergegeben, der sie jedoch erst Ende 1996 auf Druck der Medien zur Veröffentlichung freigab und im Zuge dieser Affäre 1998 zurücktreten musste. Francesco Conconi, der sich ab Montag vor Gericht verantworten muss, gehört noch immer der Medizinischen Kommission des IOC an und ist nach wie vor Chefmediziner des Radsport-Weltverbandes UCI.
Sydney 2000: Official Paralympics Website Ausbildungsprogramm 2001 des SOV: Der Schweiz. Olympische Verband (SOV) hat sein Programm 2001 für die Ausbildung von Funktionären, Trainern und Sportmanagern publiziert. Es kann direkt beim SOV (Postfach, 3000 Bern 32 / Tel. 031-359'71'11 / Mail SOV) bestellt werden. Darunter ist auch ein Fortbildungskurs für Speaker (28. April) und drei Mal ein zweitägiges Seminar zur Schiedsrichterpersönlichkeit. Das Kursprogramm mit allen Einzelheiten wird demnächst auch direkt ab Internet abrufbar sein. Neue Links:
700 Doping-Kontrollen bei Paralympics. Sitzen auf einem Kugellager, eine prall gefüllte Harnblase oder "eingehämmerte" Nägel im Körper: Was ansonsten wohl nur Fakire machen würden, gilt bei den Behindertensportlern als Doping. Das so genannte Boosting steht als "Spezialmittel" für eine unerlaubte Leistungssteigerung auf der Verbotsliste der 11. Paralympics. Der Kampf gegen Doping hat auch bei der Behinderten-Olympiade mit der erstmaligen Durchführung von 100 Ausser-Wettkampfkontrollen und insgesamt 700 Tests eine neue Dimension erreicht. "Die Versuchungen sind die gleichen - ob man Olympionike oder Teilnehmer bei den Paralympics ist. Allerdings glaube ich, dass behinderte Sportler ihren Körper mehr respektieren und für die meisten die teuren Dopingmittel zudem unerschwinglich sind", meint Michael Riding, der medizinische Direktor des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC). Die Zahl der positiven Tests ist im Vergleich zu Olympia bisher allerdings verschwindend gering: Bei den Paralympics 1996 in Atlanta wurde nicht ein einziger Teilnehmer erwischt, 1992 in Barcelona waren drei Athleten des Gebrauchs von Steroiden überführt worden. Allerdings gab es damals vor allem wegen finanzieller Probleme nur wenige Kontrollen, in Sydney sollen wie bei Olympia 15 Prozent der Teilnehmer - allerdings nicht alle Goldgewinner - überprüft werden. Riding will auch jeden Boosting-Versuch mit dem Ausschluss von den Wettkämpfen bestrafen. Mit den an gelähmten Körperteilen ausgeführten Fakir-Methoden könnten sich Querschnittsgelähmte einen unerlaubten Adrenalinstoss und damit eine Leistungssteigerung von bis zu 15 Prozent verschaffen. Allerdings drohen den Behinderten bei dieser künstlich herbeigeführten speziellen Reaktion auf Schmerzen Komplikationen bis zum Schlaganfall. Wie verbreitet das in den vergangenen Jahren bei Wettkämpfen aufgefallene Boosting ist, weiss keiner genau, der deutsche Teamarzt Georg Huber kennt persönlich "keinen einzigen Fall". Er hält diesen Betrug für "bisher nicht beherrschbar", da ein Ausschluss eines Wettkämpfers wegen Boosting wahrscheinlich keinem Gesetz standhalten würde: "Wie will man eine volle Blase nachweisen?" Insgesamt hält Huber Doping trotz des wegen der Professionalisierung wachsenden Erfolgsdrucks bei den Behindertensportlern höchstens im Zusammenhang mit "menschlichen Fehlern" für ein Thema. Trotzdem warnte der deutsche Chef de Mission, Klaus Quade, seine 258 Athleten "speziell vor Nahrungsergänzungsmitteln aus den USA". Laut Huber habe es in Deutschland positive Fälle bisher nur gegeben, wenn ein Athlet bestimmte, aus gesundheitlichen Gründen verschriebene Doping-Medikamente, nicht angegeben habe: "Bei behinderten Sportlern sind die Medikamente oft nötig. Wir haben die Zweijahresdperre für Doping noch nie ausgesprochen." In in Sydney erhielten insgesamt 14 Sportler aus medizinischen Gründen (Schmerzmittel) eine Ausnahmegenehmigung für die Einnahme verbotener Substanzen. "Wir suchen hauptsächlich nach Steroiden und nicht nach Schmerzmitteln", meint Riding. Einige Wissenschaftler sprechen sich sogar dafür aus, Schmerzmittel wie Morphium für die Behindertensportler zu legalisieren - allerdings nicht, um noch wildere Fakir-Dopingmethoden zu ermöglichen. Die Antidoping-Weltagentur Wada ist trotz der aktuellen Diskussionen um Nahrungsergänzungsmittel gegen das Streichen von Nandrolon aus der Dopingliste. "Das würde auf eine Freigabe von Nandrolon hinauslaufen und wäre nur eine Vogel-Strauss-Politik", sagte Prof. Klaus Müller, Leiter des IOC-Labors Kreischa, nach der jüngsten Wada-Sitzung in Lausanne. Auch im Fall des Ringer-Olympiasiegers Alexander Leipold könnte der hohe Nandrolonwert auf die Einnahme von Zusatznahrung zurückzuführen sein. Der Schifferstädter hat, wie zahlreiche andere Dopingsünder der letzten Zeit, den Konsum derartiger Mittel zugegeben. Laut Prof. Müller ist sich die medizinische Kommission der Wada aber einig, dass die Freigabe einzelner Stoffe einen " Erdrutsch" im Dopingkampf einleiten würde. Das Bestreben sei vielmehr, die vor allem in den USA verbreiteten Ergänzungsmittel besser unter Kontrolle zu bekommen: "Die amerikanischen Kollegen haben uns darüber informiert, dass dieses Thema bereits im US-Kongress diskutiert wird." Ziel sei, die Ergänzungsmittel in den USA als Arzneien einstufen zu lassen, nicht mehr als Nahrungsmittel. Dann würde der graue Markt eingeschränkt und die Gefahr vermindert. Deshalb aber gibt es dennoch keinen Bedarf, die Grenzwerte für Nandrolon abzuändern. Wer derartige Zusatzmittel konsumiert, geht ein hohes Risiko ein." Wer andere Grenzwerte fordere, schaffe nur ein neues "künstliches Problem", ohne das Grundübel anzugehen.
Die Paralympics in Sydney sollen Massstäbe setzen. Wir wollen einen Standard setzen, der höher ist als der von Barcelona vor acht Jahren", sagte der Kanadier Robert Steadward, der Präsident des Internationalen Paralympics Committee (IPC), am Mittwoch wenige Stunden vor der Eröffnung. Die Paralympics 1996 in Atlanta waren von ihm wegen der chaotischen Verhältnisse heftig kritisiert worden. Gut zwei Wochen nach dem Abschluss der Olympischen Spiele an gleicher Stelle kämpfen 3823 Behindertensportler aus 121 Ländern um 550 Medaillensätze in 18 Sportarten. Mit Guatemala, Niger, Sudan, Uganda, Sierra Leone, Guinea und Kamerun haben sieben Nationen kurzfristig ihre Teilnahme abgesagt. "Unsere Athleten werden nicht nur in hervorragenden Sportstätten starten, sondern auch vor einer wundervollen Kulisse", meinte Steadward. Nach Aussage von Lois Appleby sind die Voraussetzungen dafür erfüllt. "Alles ist für die Wettkämpfe bereit. Ich bin sehr zufrieden", erklärte die Organisations-Chefin. Gleichzeitig gab sie bekannt, dass bis Mittwoch rund 900.000 Eintrittskarten verkauft waren. "Wir werden wahrscheinlich die magische Million erreichen." Der Wasserballer Lienheer wechselt nach Ungarn: Jan Lienheer vom SC Kreuzlingen wechselt bis März 2001 zum ungarischen Verein UVMK Eger. Der 22-Jährige ist momentan der einzige Schweizer, der den Sprung in eine der weltweit führenden Profiligen geschafft hat (Ungarn ist Olympiasieger). Der Center Lienheer fehlt damit dem Playoff-Finalisten im Europacup der Cupsieger, zum Meisterschaftsstart steht er Kreuzlingen aber wieder zur Verfügung. Kreuzlingen siegt problemlos: Aufgrund der kurzfristigen Absage des deutschen Bundesligisten Cannstatt wurde das Europacup-Vorbereitungsturnier in Salzburg nur mit drei Mannschaften durchgeführt. Die beiden Teilnehmer am Europacup der Cupsieger, Salzburg und Kreuzlingen, massen sich mit Linz, dem Dritten der österreichischen Meisterschaft, in einer Doppelrunde. In allen Spielen dominierten die Thurgauer nach Belieben und siegten vier Mal deutlich. Ausgesprochen erfolgreich verlief die Veranstaltung für den 17-jährigen Kreuzlinger Rudi Vacho, der sich in Abwesenheit von Jan Lienheer auf der schwierigen Center-Position sehr wohl fühlte, und mit 17 Toren zum besten Schützen des Turniers avancierte. Gordon Kunstek, der dritte Ausländer im Kreuzlinger Team mit temporärem Europacup-Einsatz, gab einen vielversprechenden Einstand.
Paralympics: Mehr als ein olympisches Anhängsel Vom 18. bis 29.Oktober 2000 finden in Sydney die Paralympischen Spiele statt. Im Schwimmen sind zwei Schweizer SchwimmerInnen dabei: Der 38 jährige Daniel Künzi (SK Bern) will es zum Abschluss der Karriere nochmals wissen. Er wird über 50, 100 m Freistil, 50 Delfin, 200 m Lagen und 100 m Rücken starten. Über 200 m Lagen wurde er vor 2 Jahre Weltmeister. Die 16-jährige Christina Heer (SC Meilen) startet zum ersten Mal an den Paralympischen Spielen. Sie wird über 50, 100, 400 m Freistil und über 100m Rücken starten. Über 400 m Freistil erzeilte sie vor zwei Jahren an der WM den 2 Rang. Nationaltrainer Takacs hofft auf Finalplätze. Die Resultate können Sie unter der Adresse www.plusport.ch finden [mitgeteilt durch Reto Thurnherr]. Die italienische Regierung hat sich in die Affäre um die fünf unter Dopingverdacht geratenen Olympiasieger eingeschaltet. Sportministerin Giovanna Melandri fordert vom Nationalen olympischen Komitee (Coni) eine Klärung der Vorwürfe, berichtete die "La Gazzetta dello Sport" am Montag. Ein für Freitag vorgesehenes Gespräch mit Coni-Präsident Gianni Petrucci sei auf Montag vorverlegt worden. Petrucci erklärte unterdessen, die von den italienischen Athleten gewonnen Medaillen seien "sauber" und "das Ergebnis harter Arbeit". Am Wochenende war bekannt geworden, dass die fünf italienischen Olympiasieger Massimiliano Rosolino (Schwimmen), Giovanna Trillini (Fechten), Agostino Abbagnale (Kanu), Antonella Bellutti (Rad) und Josefa Idem (Kanu) im Sommer mit Wachstumshormonen gedopt gewesen sein sollen. Dies sei das Ergebnis der vor den Spielen durchgeführten zusätzlichen Doping-Kontrollen des Coni, berichtete der "Corriere della Sera". Das Dossier wurde Gesundheitsminister Umberto Veronesi anvertraut. Petrucci hierzu: "Es handelt sich nicht um Doping, sondern lediglich um eine Untersuchung der wissenschaftlichen Kommission, und das Coni wird mit allen Mitteln das Ansehen der italienischen Sportler verteidigen." Staatssekretär Carlo Carli hat das italienische Parlament darüber hinaus aufgefordert, so rasch wie möglich ein Gesetz zu verabschieden, das Gefängnisstrafen bis zu drei Jahren für Athleten vorsieht, die verbotene Substanzen einnehmen, und für jene, die Dopingmittel verkaufen. Die Olympiasieger wiesen die Dopingverdächtigungen vehement als "gegenstandslos" zurück. "Niemand kann sich den Schaden vorstellen, den wir erleiden. Es wäre besser gewesen, ich hätte in Sydney kein Gold geholt", beklagte die Kanutin Josefa Idem in einem am Montag publik gemachten offen Brief. Auch das Coni verurteilte die Veröffentlichung der angeblich nur vorläufigen Kontrollergebnisse als "unverantwortlich" und kündigte Klagen an.
Resultate:
Rekord-Preisgeld bei der Kurzbahn-EM: Bei den Kurzbahn-Europameisterschaften der Schwimmer vom 14. bis 17. Dezember in Valencia hat der europäische Verband LEN sein Preisgeld auf die Rekordsumme von umgerechnet rund 275'000 Franken erhöht. Neben 150'000 Franken für die "Superstars des Jahres 2000" und einem Weltrekordbonus von weiteren 77'000 Franken für eine bei Olympia in Sydney erzielte Weltbestleistung gibt es zusätzlich je 5'000 Schweizer Franken für die vier besten Leistungen bei den Titelkämpfen. Ausserdem erhalten alle zwölf 4x50m-Staffeln über Freistil und Lagen, die bei Männer und Frauen unter den ersten Drei landen, ein "Weihnachtsgeld" von jeweils 2'000 Schweizer Franken. Eine Chance auf die Superstar-Prämie haben nur noch Jana Kloschkowa (Ukraine) und der Schwede Lars Frölander. Um in den Genuss der Prämie in Höhe von maximal 77'000 Franken pro Teilnehmer zu kommen, muss man viermal das Wasser als Sieger verlassen. Olympia und der Kurzbahn-EM in Valencia werden die Resultate der Kurzbahn-EM 1999 in Lissabon und der EM Anfang Juli in Helsinki gewertet. Die 18 Jahre alte Kloschkowa stellte in Sydney in 4:33,59 Minuten über 400 m Lagen einen Weltrekord auf und könnte bei einem Sieg in Valencia über diese Strecke deshalb die 77'000 Franken Weltrekordprämie kassieren. Madeleine Perk: Der Traum von Olympia (Zürich-West vom 12.10.00)
Neues Dopingmittel gefunden gefunden. Nach Angaben des Sportwissenschafters Sandro Donati ist die Nachfolgesubstanz des Dopingmittels Erythropoietin (EPO) gefunden. Die Substanz Oxyglobin erhöht ebenfalls die Anzahl roter Blutkörperchen, hat aber gegenüber EPO den Vorteil, dass der Hämatokritwert nicht angehoben wird. In mehreren Verbänden wird, sofern die Festkörper im Blut einen Wert von 50 überschreiten, eine Schuztsperre ausgesprochen. Mit Oxyglobin laufen die Professionals keinerlei Gefahr mehr, wegen dieses Wertes aus dem Verkehr gezogen zu werden. Sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche im Sport: An der vom Schweizerischen Kinderschutzbund (SKSB), dem SOV, dem BASPO und der Fachstelle mira organisierten Fachtagung vom 20.11.1999 wurde auf die geplante Publikation der Psychologin Iris Kohler "Im Sport berührt man sich halt so ... -- (Sexuelle) Gewalt gegen Kinder und Jugendliche im Sport" hingewiesen. Die Broschüre kann jetzt direkt beim SKSB bestellt werden: Schweizerischer Kinderschutzbund (SKSB), Postfach 344, 3000 Bern 14 - Tel. 031 382 02 33 - Fax 031 382 45 21. Preis: Fr. 25.-(inklusive Porto und Versandkosten). Der J+S - Kursplan 2001 ist ab Internet abrufbar. Die gedruckte Version steht erst später zur Verfügung.
Neuigkeiten aus dem SOV: Dem Bulletin des Schweiz. Olympischen Verbandes (SOV) sind folgende allgemein interessierende News zu entnehmen:
Doping-Kontrollen der FINA: Die FINA hat in der Zeit vom 1. Januar bis 7. September (d.h. vor den Olympischen Spielen) 810 "Out-of Competition-Tests" und 234 "In-Competition-Tests" durchgeführt. Je zwei Kontrollen betrafen Schweizer Schwimmsportler. Das jährliche Budget der FINA für Dopingkontrollen beträgt jetzt mehr als 3 Mio CHF, gegenüber 200'000 CHF vor vier Jahren. Doping der Zukunft? Schon jetzt haben Sportler mit Mutationen die Nase vorn |
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