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Swim News Juni bis September 2001 |
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September 2001
August 2001 Juli 2001 Juni 2001
September 2001
Resultate: Swiss Masters Championships, St. Gallen, 22./23.9.2001
Das IOC warnt vor Ergänzungsnahrung: Nandrolonhaltig! Von den 200 bis jetzt geprüften Produkten waren gemäss Mitteilung des Leiters der medizinischen Kommission des IOC, Peter Schamasch, 20% für verbotene Stoffe positiv, unter anderem für Nandrolon. Gesamthaft sollen 600 Produkte getestet werden. Ausgelöst wurde die Untersuchung durch positiv getestete Athleten, die jeglichen Gebrauch von Doping abstritten und die positiven Tests auf Ergänzungsnahrung zurückführten. Das IOC werde jedoch keine Liste von zulässigen Produkten herausgeben, das sei aus rechtlichen Gründen zu riskant. Australian Swimming (ASI) verfolgt Fall Touretzki weiter: Der australische Verband kuendigte gestern eine eigene Untersuchung an, nachdem die Anklage den Fall fallen gelassen hat (s. Meldung vom 14.9.). "Die Untersuchung wird nun gemaess Verbandsrichtlinien notwendig" kuendigte Vena Murray als Direktorin des ASI an. "Wir rechnen damit, dass die Resultate bis zur Sitzung der Verbandsfuehrung vom 16./17.11.2001 vorliegen."
Olympiaschwimmer Brooks wegen Cannabis-Plantage verurteilt. Der Goldmedaillengewinner von Moskau ueber 4 x 100 m Freistil wurde im Mai angeklagt, zu Hause eine ueber einen Meter hohe Marihuanapflanze gezuechtet zu haben. Das Gericht hat ihn jetzt schuldig gesprochen und zu einer Busse von 1250 AUS$ verurteilt (CHF 1043.-). Brooks hatte angegeben, die Pflanze nur zum Eigengebrauch gezuechtet zu haben. Nach seiner Schwimmerkarriere war er als TV-Kommentator taetig. Vom Kanal 7 wurde er vor zwei Jahren wegen sexueller Belaesigung einer Mitarbeiterin entlassen. Im vergangenen Oktober machte er persoenlichen Konkurs. LEN will das Internet künftig als Plattform für den Kampf gegen Doping nutzen. Wie die Dachorganisation jetzt in Rom mitteilte, startete am Mittwoch ein Pilot-Projekt, an dem zunächst 50 europäische Schwimm-Trainer beteiligt sind. Ziel ist es, auf möglichst breiter Ebene Kenntnisse zur Doping-Bekämpfung zu vermitteln und dabei auch über ethische Hintergründe zu informieren. Nach LEN-Angaben unterstützt die Europäische Union (EU) die Initiative. Über die Kosten des Projekts machte die Europäische Schwimm-Liga keine Angaben.
Neue Doping-Listen von Swiss Olympics. Ab 1. September 2001 gelten nun auch die Dopinglisten von Swiss Olympic, zusätzlich zu denen der FINA. Im wesentlichen nichts Neues. Touretzkis Frau muss nicht gegen ihren Mann aussagen. Inna Touretzki stellte dem Gericht Antrag, im Fall gegen ihren Mann in Ausstand treten zu dürfen. Ihre Anwälte stellten sich auf den Standpunkt, dass eine Befragung vor Gericht die Ehe gefährden könnte. Der Staatsanwalt war überzeugt, dass die Verteidigung dann behaupten könne, sie habe das Anabolikum in den Safe ihres Mannes gelegt. Der Richter John Burns folgte dem Antrag von Frau Touretzki. Das australische Gesetz sieht vor, dass Ehepartner nicht als Zeugen für- oder gegeneinander auftreten müssen, wenn der mögliche Schaden an der Ehe grösser ist als der Nutzen der Zeugenaussage. Der Fall Touretzki wird am 15.10. behandelt.
Wasserspringen: Resultate Goodwill-Games 9.9.01
Wasserspringen: Resultate Goodwill-Games 7.9.01 Van Almsick mit neuem Trainer. Nach ihrem Bandscheibenvorfall arbeitet sie jetzt schmerzfrei und mit neuem Trainer an der Rückkehr in die Weltspitze. "Wir sind bereits seit vier Wochen im Aufbautraining", erklärte Norbert Warnatzsch, der Neue an der Seite von "Franzi". Der 54 Jahre alte Cheftrainer der SG Neukölln Berlin hatte van Almsick bereits zwischen 1988 und Anfang 1991 unter seinen Fittichen. "Der gemeinsame Background der Zusammenarbeit von früher war es vor allem, der uns wieder zusammengeführt hat", begründete Warnatzsch das Wiederaufleben der alten Beziehung. "Ausserdem findet Franziska hier eine homogene Trainingsgruppe mit sechs Männern vor. Sie kann in Abstimmung mit dem Olympiastützpunkt weiterhin in ihrer gewohnten Umgebung trainieren", sagte der Trainer, der einst Jörg Woithe zu Olympiagold und WM-Titel führte und zuletzt in Torsten Spanneberg, dem deutschen Rekordhalter über 100 m Freistil, seinen prominentesten Schützling hatte. Zur "wichtigsten Standortbestimmung" für das Comeback der Freundin von Handballstar Stefan Kretzschmar, die seit drei Monaten keinen Wettkampf mehr bestritten und deswegen unter anderem die WM in Japan abgesagt hatte, erklärte Warnatzsch die deutschen Kurzbahn-Meisterschaften vom 30. November bis 2. Dezember in Rostock. Oberste Priorität haben für van Almsick jedoch die Europameisterschaften im nächsten Sommer. Die Titelkämpfe vor heimischem Publikum in Berlin sind für van Almsick "Motivation genug".
Resultate:
Inna Touretski will in den Ausstand treten. Die Frau des australischen Trainers Gennadi Touretski will vor Gericht nicht gegen ihren Mann aussagen, der angeklagt wird, das Anabolika Stanozolol in einem Safe aufbewahrt zu haben. Der Vorsitzende des Gerichtes in Canberra, John Burns, muss entscheiden, ob die Ehefrau am Gerichtstermin vom 15. Oktober erscheinen muss. Touretski erklärte sich als unschuldig. Die Anklage vermutet hinter diesem Antrag, dass die Verteidigung dann behaupten könne, Touretskis Frau habe das Anabolikum in den Safe gelegt - ohne dass Frau Touretski unter Eid bestätigen muss. Die Verteidigung stellt sich demgegenünber auf den Standpunkt, man dürfe nicht Ehepartner vor Gericht (gegeneinander) aussagen lassen, da dies die Ehe gefährden könne. Frau Touretski ist eine ehemalige sowjetische Spitzenschwimmerin, die von Gennadi vor ihrer Heirat 1991 trainiert wurde. Inzwischen hat die Polizei herausgefunden, dass die Stanozolol-Tabletten 1991 in England hergestellt und nach Ungran geliefert wurden. Stanozolol ist eine altes, leicht nachzuweisendes Anabolikum; 1998 wurde der Sprinter Ben Johnson in Seoul damit erwischt.
Australiens Cheftrainer Don Talbot tritt zurück: Am letzten Tag der Goodwill-Games hat der 68-jährige mitgeteilt, es sei Zeit abzutreten, nachdem er sein Ziel, Australien an die Weltspitze zu bringen, erreicht habe. Don Talbot blickt auf eine der erfolgreichsten Trainerkarrieren der Welt zurück. Er empfahl seinen Nachfolgern sich nicht im momentanen Erfolg zu sonnen: "Ganz gleich wie gut du bist, es gibt immer Schwächen auszubügeln".
1./2. Platz Herren
3./4. Platz Damen
3./4. Platz Herren
Miluska siegt: Obwohl die Wassertemperatur vor der englischen Küste in Scarborough die kritische Temperatur von 16 Grad Celsius unterschritt, wurde am vergangenen Samstag zum Langstrecken-Europacup-Final gestartet. Die vorgesehne Streckenlänge von 10 Kilometer wurde angesichts der kalten Bedingungen auf 7 Kilometer verkürzt. Wie sich aber im Nachhinein herausstellte waren es 9,1 Kilometer. Von den 32 Langstreckenschwimmer und Langstreckenschwimmerinnen die ins 15,2 Grad kalte Wasser sprangen beendeten nur 18 den Wettkampf. Der Franzose Yannick Rieg musste nach 2 Stunden rund 600 Meter vor dem Ziel von einem Rettungsschwimmer aus dem Wasser gefischt werden und ins Spital gebracht werden. Als sich nach dem Start das Wetter zunehmend verschlechterte und die Wellen immer grösser wurden, beschloss das überforderte Organisationskomitee das Rennen bereits nach einer von zwei Runden zu beenden. Da das Männerfeld nicht rechtzeitig informiert wurde, musste dieses kurzerhand noch eine Zusatzschlaufe absolvieren. Kein Wunder reichten nach dem Rennen alle Nationen Protest ein. Wegen der gefährlichen Wetterbedienungen wurde das 5km-Langstreckenschwimmen vom Sonntag annulliert. Tapfer schlugen sich die Schweizer Athleten und Athletinnen gegen die Naturkräfte. Die WM-Teilnehmerin und Führende in Europacup Hanna Miluska rette nach 1:07:14.60 Stunden im Endspurt gegen die Holländerin Etta van den Weijden einen Vorsprung von 50 Hundertstel ins vorgezogene Ziel. Mit diesem Triumph sicherte sich die Baslerin auch den Sieg im Gesamt-Europacup. Auch finanziell lohnte sich der Start in England, denn neben dem Siegerprämie von 600 englischen Pfund erhält Miluska auch noch Sfr. 5'000.- für den Gesamtsieg im Europacup. Den dritten Platz belegte die einheimische Paula Wood vor der Schweizerin Natalie Schneider. Die beiden Ustermerinnen Andrea Stehlin und Nicole Weist belegten die Ränge 8 und 11. Bei den Männern ereichte der führende im Europacup der Italiener Marco Formentini nach 1:56:04.90 Stunden das Ziel. Zweiter wurde der Franzose Jeremy Lopez (2:02:49.60) und Dritter wurde Ben Hoffman aus Deutschland mit 2:07:07.10. WM-Teilnehmer Adrian Andermatt aus Uster brach das Rennen wegen der extremen Kälte nach einer Runde ab. Rangliste Männer 9,1km Scarborough (GBR):1. Marco Formentini (ITA) 1:56:04.90 Stunden; 2. Jeremy Lopez (FRA) 2:02:49.60; 3. Ben Hoffman (GER) 2:07:07.10; aufg. Adrian Andermatt (SC Uster). Rangliste Frauen 5km Scarborough (GBR): 1. Hanna Miluska (SV Basel) 1:07:14.60 Stunden; 2. Etta van den Weijden (NED) 1:07:15.10; 3. Paula Wood (GBR) 1:07.16.50; 4. Natalie Schneider (SV Basel) 1:09:29.70; ferner 8. Andrea Stehlin (SC Uster) 1:16:23.10; 11. Nicole Weist (SC Uster) 1:16:39.20. Schlussrangliste Europacup Männer: 1. Marco Formentini (ITA) 51 Punkte; 2. Giles Rondy (FRA) 36; 3. Stefano Rubaudo (ITA) 33; 3. Nicolas Knap (FRA) 33; 3. Ben Hoffman (GER) 33; ferner 14. Adrian Andermatt (SC Uster) 8. Schlussrangliste Europacup Frauen: 1. Hanna Miluska (SV Basel) 54 Punkte; 2. Paula Wood (GBR) 47; 3. Etta van den Weijden (NED) 45; 4. Natalie Schneider (SV Basel) 38; ferner: 9. Andrea Stehlin (SC Uster) 24; 12. Nicole Weist (SC Uster) 19 [mitgeteilt durch Patrick Krämer].
FINA-Worldcup nur um 2 Veranstaltungen reduziert: Der Kurzbahn-Schwimmweltcup 2001/2002 wird entgegen der ursprünglichen Absicht nur um zwei auf acht Veranstaltungen reduziert. Die FINA teilte mit, dass es nicht bei den zunächst vorgesehenen sechs Meetings bleibt. Der Start ist vom 16.-18.11. in Rio de Janeiro. Die beiden Gesamtsieger bei Männer und Frauen erhalten jeweils eine Prämie von 50'000 Dollar. Die Gesamt-Prämie erreicht 200'000 Dollar. Zusätzlich werden 40'000 Dollar für Weltrekorde ausgelobt. Die jeweiligen Sieger in den 34 Einzel-Disziplinen erhalten pro Wettkampf 1'000 Dollar.
Schweizer Universiade-Team unerwartet stark, vor allem die Schwimmer
Michael Klim wird operiert: In der kommenden Woche muss der australische Schwimm-Weltrekordler Michael Klim nun doch am Knöchel operiert werden. Der zweimalige Olympiasieger hatte sich Anfang Juli beim Basketball spielen am Knöchel verletzt, aber dennoch an den Weltmeisterschaften im japanischen Fukuoka teilgenommen. Dort hatte der 24-Jährige zwar in den Einzelwettbewerben den Sprung aufs Treppchen verpasst, dafür aber zwei Goldmedaillen mit den Staffeln über 4x100 m und 4x200 m gewonnen. Derzeit nimmt Klim an den Goodwill Games in Brisbane teil und hat sich bereits die Titel über 100 Meter Freistil und 100 Meter Delfin gesichert. Zurück zur Homepage / an den Anfang
August 2001
Samstag und Sonntag finden in Murten die Schwimmschweizermeisterschaft der Behinderten statt. Trotz der Abwesenheit der Paralympics-Teilnehmerin Christina Heer (SC Meilen) wird es spannende Rennen geben. Die beiden EM-Teilnehmer Cantal Cavin (SC Bern) und Celinè Martin (SC Aarefisch) werden die Favoritinnen bei den Damen sein. Bei der Herren wird der Bronze-Medaillengewinner von Sydney Daniel Künzi der haushohe Favorit sein. Erstmals wird eine Seniorenkategorie eingeführt. Dort wird dem 63-jährigen ehemaligen Paralympicsteilnehmer Hans Schmid ein Comeback geben. [Reto Thurnherr]
Goodwill Games? Was dahinter steckt. Franziska van Almsick wieder "auf den Beinen": Sie will den ersten Wettkampf nach ihrem Bandscheibenvorfall am 22. und 23. September bei einem 24-Stunden-Marathon in ihrer Heimatstadt Berlin bestreiten. Dies geht aus der Internet-Homepage (->Seite "Sport") der 23-Jährigen hervor. Am 17. und 18. November will sie an den Berliner Kurzbahn-Meisterschaften teilnehmen. Bei den nationalen Titelkämpfen auf 25-Meter-Bahnen in Rostock (30. November bis 2. Dezember) will sich Franziska van Almsick für die Kurzbahn-EM in Antwerpen (13. bis 16. Dezember) qualifizieren. Auf die WM 2001 in Fukuoka hatte sie wegen ihrer Rücken-Verletzung verzichtet.
Australiens Superstar Ian Thorpe ist auch bei den Goodwill Games in Brisbane auf Siegeskurs. Über 200 Meter Freistil gewann der sechsfache Weltmeister in 1:48,34 Minuten ohne Mühe vor seinem Landsmann Grant Hackett (1:48,82), der bei den Weltmeisterschaften in Fukuoka in Weltrekordzeit Gold über 1500 Meter Freistil geholt hatte. US-Medientycoon Ted Turner versuchte schon am ersten Tag, alle Zweifel am Fortbestand der Weltspiele vom Tisch zu wischen. "Würde ich wetten, dann würde ich mein Geld eher in eine Pokermaschine als in eine Wette gegen die Goodwill Games stecken", sagte der 63-Jährige auf einer Pressekonferenz. Weitere prominente Nichtstarter stehen in jedem Fall jetzt schon fest. Die US-Schwimmer Lenny Krayzelburg, Anthony Ervin, Tom Dolan, Aaron Peirsol, Michael Phelps, Brooke Bennett, Misty Hyman und Megan Quann sagten ebenfalls nach erfolgter Startzusage wieder ab. Dafür springt für Europa ein Altbekannter nochmals ins Becken. Marcel Wouda, gemeinsam mit Pieter van den Hoogenband über 4x100 Meter Freistil Gewinner der Bronzemedaille in Sydney für die Niederlande und heute Manager des Superstars, will nochmal angreifen. Die Niederländerin Inge de Bruijn gewann für das vom deutschen Ex-Bundestrainer Niels Bouws betreute Team Europa über 50 Meter Freistil in 25,20 Sekunden, die dreimalige Olympiasiegerin blieb damit mehr als eine Sekunde über ihrem Weltrekord (24,13). Gemeinsam mit Antje Buschschulte (Deutschland), Madalon Baans (Niederlande), Otylia Jedrzejczak (Polen) sicherte sich Inge de Bruijn auch den Sieg über 4x100 Meter Lagen (4:07,26). Erstmals finden die Goodwill Games, die vor 20 Jahren in Zeiten des Kalten Krieges und der Olympiaboykotts 1980 in Moskau und 1984 in Los Angeles von Ted Turner erfunden worden waren, in Australien statt. Spekulationen zufolge könnten die fünften Games aber die letzten sein, wenn die 18 Fernsehstationen von AOL-Time Warner bei den zwölf Tage andauernden Wettbewerben weltweit nicht die erforderlichen Quoten erzielen. Eine Entscheidung, wo die Goodwill Games 2005 stattfinden werden, wurden in Brisbane jedenfalls vertagt.
Resultate Vorläufe 7. Tag: Schweiz 8. 4 x 100 m Lagen (Karel Novy Rücken 58.83, Remo Lütolf Brust 1:04.02, Lorenz Liechti Delfin 56.18, Christoph Bühler Crawl 50.63) 3:49.66 (im Final). Universiade: Resultate Halbinals 6. Tag: David Richard 200 m Freistil 16. 1:53.65. Resultate Vorläufe 6. Tag: David Richard 200 m Freistil 16. 1:53.18 (im Halbfinal); Karel Novy 200 m Freistil 23. 1:53.67; Nicole Schmid 200 m Rücken 14. 2:30.46; Denise Schrader 200 m Delfin 19. 2:22.57; Maud Richard 200 m Delfin 20. 2:24.50. Universiade-Silber an Remo Lütolf - Schweizer Delegation mit erster Medaille: ein Bericht der NZZ FINA-Marathon-Weltcup entschieden: Wie vor einer Woche in Ohrid in Mazedonien landete die Deutsche Britta Kamrau in London erneut auf Rang zwei. Nach 2:06:25,00 Stunden wurde die 22 Jahre alte Jurastudentin aus Rostock beim Rennen über zehn Kilometern in der Themse lediglich von Vizeweltmeisterin Edith van Dijk (2:05:11,00) geschlagen. Die Niederländerin hatte bereits vor einer Woche den Weltcup für sich entscheiden. Da auch Britta Kamrau nicht mehr von Rang zwei der Gesamtwertung verdrängt werden kann, verabschiedete sie sich zwei Rennen vor Ende der Saison in den Urlaub. Bei den Männern baute der Bulgare Petar Staychev mit seinem Sieg in 2:03:09,00 Stunden seine Führung im Weltcup aus und hat beste Aussichten diesen für sich zu entscheiden. Platz zwei ging an den Argentinier Gabriel Chaillou (2:03:17,00), Dritter wurde der Deutsche Christian Hansmann (2:03:41,00). Ian Thorpe schwimmt nicht für Geld. Er könnte bereits Millionär sein (ja so schnell geht das in Australien mit Schwimmen), aber er schwimme nie fürs Geld und hoffe, dass er es nie tun werde. Für manche Leute sei Geld ein grosser Ansporn, für ihn nicht. "Wenn du für Geld schwimmst, wirst du nie das Beste aus dir heraus bringen". Thorpe verdient pro Jahr gemäss Informationen aus Australien um die 500'000 australische Dollars (rund 440'000 Franken) von Sponsoren. Für einen Weltrekord an den Goodwill Games, die diesen Mittwoch in Brisbane beginnen (29.8. - 1.9.2001), sind 50'000 Dollars gesetzt. Thorpe zweifelt aber daran, in Brisbane an seine Leistungen in Fukuoka anknüpfen zu können: "It's something that happens rarely in most people's lives and most swimmers' lives." Im Moment könne er kaum einen WR schwimmen. Sein Trainer Doug Frost bestätigt, dass Thorpe aussehe, als hätte er saure Zitronen gegessen. Fukuoka und die australischen Kurzbagnmeisterschaften hätten seine Batterien geleert. Aber Thorpe habe wieder zu Lachen begonnen und gesagt, die Zitronen schmecken nun schon wie süsse Orangen ...
Die Amerikaner wollen Revanche.38-mal können die US-SchwimmerInnen theoretisch die Australier an den Goodwill Games in Brisbane besiegen. Nachdem US-Swimming den Australiern den Sieg missgönnte und Grant Hackett die Amerikaner als schlechte Verlierer titulierte, wurde die US-Website mit rund 150 niederträchtigen Schand-Mails ("Fuck you" war noch einer der netteren Ausdrücke) überschwemmt. Die Amerikaner hoffen nun auf eine faire Behandlung in Australien. Für uns Schweizer ist das irgendwie unvorstellbar: Aber in Australien hat der Sport einen ganz anderen Stellenwert als bei uns, auch und gerade der Schwimmsport. Da kocht die Volksseele schon mal über (besonders nach einem oder besser mehreren Bieren). Der australische Trainer Don Talbot schämt sich wegen diesen Mails: "Diese Art von Loyalität hat mit Sport nichts mehr zu tun. So sehr wie wir die Amerikaner schlagen wollen, wir machen es mit gutem Sportsgeist". Das australische Team umfasst die ganze Elite mit 45 SchwimmerInnen, die USA senden ein 38-köpfiges Team. Aber Ervin, Phelps und Krayzelburg werden fehlen. Universiade: Resultate Vorläufe 5. Tag: Remo Lütolf 100 m Brust 8. (im Halbfinal); Raphael Astolfi 100 m Brust 22. 1:05.83; Martin Weiss 200 m Rücken 21. 2:13.16. Die Russinnen räumten an der Junioren-Synchro-WM ab: Das Solo gewann am Freitag Anastassia Ermakova (91,762), 2. Renière-Lafrenière (Ka) 89,565, 3. Kago (Jap) 89,323. Mit ihrer Partnerin Anastasia Davydova holte Ermakova am Samstag Duettgold (92.691). Das japanische Team mit Tomomi Kago und Masako Tachibana (90.061) gewann Silber und die Spanierinnen Andrea und Tina Fuentes wurden Dritte mit 89.227. Das russische Team gewann überlgen mit 91.253 vor Japan (89.459) und China (89.287). In der Gesamtwertung lagen die Russinnen mit 132 Punkten klar vor Japan (119), Kanada (103), China (94) und USA (87). Die Schweizerinnen wurden 11. (24.359 55.424 79.783): ISOLINI Sara, SUTER Aline, GIANNOTTI Coralie, SCHNEIDER Ariane, CHARRIERE Florianne, BRUNNER Magdalena, DAFFLON Melanie, WALKER Olivia, (R) KHARAT Aileen, (R) DUERST Alessia). Im SOLO belegte Magdalena Brunner Rang 10. (28.196 56.506 84.702) Zürcher Limmatschwimmen mit der Rekordzahl von 3700 Teilnehmenden. Männer: 1. Koller (Bremgarten) 20:16. 2. Frei (Thalwil) 0:20. 3. Bamert (Meilen) 1:27. - Frauen: 1. Günsberg (Meilen) 22:20. 2. Koller (Bremgarten) 0:20. 3. Götz (Lohn) 0:22.
Resultate: Deutsche Mastersmeisterschaften Universiade: Resultate Vorläufe 4. Tag: David Richard 400 m Freistil 8. 3:58.28 (Final und Limite EM 2002 Berlin erfüllt); Dominique Diezi 50 m Rücken 2. 29.68 (Halbfinal erreicht); Christoph Bühler 50 m Freistil 6. 23.21 (Halbfinal erreicht); Karel Novy 50 m Freistil 8. 23.22 (Halbfinal erreicht); Nicole Schmid 50 m Rücken 17. 32.21; Maud Richard 100 m Delfin 21. 1:06.23; Martin Weiss 400 m Freistil 26. 4:07.73.
Universiade: Local Server Universiade: Resultate Halb-Finals 3. Tag: Remo Lütolf 50 m Brust 2. 28.49; Dominique Diezi 50 m Freistil 13. 26.62, 100 m Rücken 7. (PBZ) 1:03.88; Lorenz Liechti 200 m Lagen 16. 2:08.24. Universiade: Resultate Vorläufe 3. Tag: Remo Lütolf 50 m Brust 1. 28.54; Schweiz 4 x 100 m Freistil (Karel Novy, Christoph Bühler, Lorenz Liechti, David Richard) 7. 3:25.24; Lorenz Liechti 200 m Lagen 12. (PBZ) 2:06.58; Dominique Diezi 50 m Freistil 16. 26.83; Raphael Astolfi 50 m Brust 20. 30.00; Martin Weiss 200 m Lagen 26. 2:10.60; Denise Schrader 400 m Freistil 26. 4:26.77; Nicole Schmid 50 m Freistil 34. 28.23; Karel Novy 100 m Delfin forfait wegen 100-m-Freistil-Final.
Resultate:
Universiade - 2-mal Halbfinal: Resultate Vorläufe Tag 2: Karel Novy 100 m Freistil 1. 50.47; Dominique Diezi 100 m Rücken 9. 1:04.80; Nicole Schmid 200 m Lagen 18. 2:26.83; David Richard 100 m Freistil 44. 52.94.
2001 ESynchro Junior World Championships, Seattle: Vorläufe: 1. Ermakowa (Rus) 62,296. Ferner: 12. Brunner (Sz) 56,784. - Teams: 1. Russland 62,374. Ferner: 11. Schweiz 55,640. - Heute Freitag Pflicht, danach je die ersten Zwölf in den Finals. De Bruijn und Van den Hoogenband: Australien ist die Nummer 1! Die beiden holländischen Stars sind der Ansicht, dass die Aussies zur Zeit vor den USA lägen, und zwar, weil sie in Fukuoka 4 Goldmedaillen mehr gewonnen haben. Sogar der Amerikaner Tom Malchow gibt zu, dass die USA insgesamt mehr Medaillen gewonnen haben, dass aber die Australier "im Moment" eben doch einen leichten Vorsprung hätten: Die Anzahl Goldmedaillen sei der wesentliche Faktor.
Universiade: 3 SchweizerInnen im Halbfinal. Resultate Vorläufe Tag 1: Diezi 100 Freistil 15. 57.75; Liechti 200 Brust 16. 2:20.33; Novy 50 Delfin 10. 24.90; Bühler 50 Delfin 33. 25.72; Schrader 800 Freistil 17. 9:10.55. Universiade: Local Server, Beijing, 23.-29.8.2001
Ian Thorpe startet in Japan Anti-Drogen-Kampagne. Der sechsfache Goldmedaillengewinner der WM 2001 in Fukuoka gelangt an die japanischen Teenager mit den Schlagworten "NO.Never" in Bezug auf Freizeitdrogen. Ein Treffen mit dem japanischen Premier Junichiro Koizumi zur Verstärkung der Botschaft ist ebenfalls vorgesehen. Thorpe hat in Japan nach seinen eindrücklichen Leistungen fast Kultstatus erreicht - ähnlich wie 1964 Don Schollander nach seinen Siegen an den Olympischen Spielen in Tokyo. Tausende von japanischen Teenies deponierten Geschenke im Hotel des australischen Teams, darunter Teddy-Bären, Fotoalben, Schmuck, Origami-Kraniche (Peace-Symbol des 12-jährigen Hiroshimaopfers Sadako Sasaki aus dem Jahr 1955) u.s.w. Thorpes Manager Dave Flaskas sagte das Ganze wirke irgendwie surrealistisch - sozusagen ausser Kontrolle. Thorpe brachte Hunderttausende von japanischen Herzen zum Schmelzen, als er am letzten Wettkampftag mit einen Origami-Kranich der Menge zuwinkte. Der SV Limmat wieder Spitze: Der SV Limmat ist wieder wer. An den Schweizermeisterschaften in Tenero vom 9. - 12. August 2001 knüpften die Zürcher an die Goldenen Erfolge der 80er-Jahre an. Mit acht Gold-, drei Silber- und sechs Bronzemedaillen war der SV Limmat nach rund zwei Jahrzehnten der Dürre wieder einmal der erfolgreichste Klub vor Geneve Natation und Atlantide Agno. [Mehr] "Limmatstreet" gewinnt Wasserball Turnier in Dietikon Bereits zum 5.Mal in Folge konnten die die Mannschaft des SV Limmat, unter dem Namen "Limmatstreet" den begehrten Wanderpreis entgegennehmen. Den zweiten Rang erreichen die "Gummihäls". Auch die übrigen Mannschaften kämpften hart und hatten ihren Plausch. Gespielt wurden pro Mannschaft insgesamt 6 Vorrunden Spiele, jeweils 2 x 5 Minuten . Nach den souveränen Vorrundenspielen, gewannen die Limmatler den Final schlussendlich mit 4:0. Nadia Krüger Vierte An den Langstreckenmeisterschaften über 5 km ist die Limmatlerin Nadia Krüger Vierte geworden. Auf die WM-Teilnehmerinnen hat sie lediglich 56 Sekunden verloren. Damit ist sie sehr zufrieden. Eigentlich hat sie für das (abgesagte) 15-km-Rennen trainiert und ist, wie sie selber sagt "für die 'kurze' Strecke noch nicht tempohart genug". Evtl. hat sie mit dieser Leistung den Eintritt ins Nationalkader geschafft.
Neuer Stern am Schwimmhimmel? Im US-Schwimmsport wächst offenbar ein neuer Superstar heran. Der 16-jährige Michael Phelps gewann bei den US-Meisterschaften in Clovis/Kalifornien über 200 Meter Lagen seinen zweiten Titel. In 2:00,86 verwies er 24 Stunden nach seinem Sieg über 100 Meter Delfin Joey Montague (2:02,64) mit fast zwei Sekunden Vorsprung auf Platz zwei. Phelps hatte am 29. März als 15-Jähriger und damit jüngster US-Schwimmer aller Zeiten in 1:54,92 über 200 Meter Delfin einen Weltrekord aufgestellt. Den verbesserte er bei seinem WM-Sieg über die gleiche Distanz in Fukuoka auf 1:54,58. Neue / geänderte Links:
Langstreckenmeisterschaften: 15 km von morgen aus organisatorischen Gründen abgesagt - 5 km von heute finden statt.
Regeländerungen der FINA: Schwimmen und Open-Water. Am FINA-Congress anlässlich der Weltmeisterschaften in Fukuoka wurden verschiedene Reglementsänderungen beschlossen, die auch auf die Reglemente des SSCHV Auswirkungen haben und auf den 1. Oktober in Kraft treten werden.
WM 2003 Barcelona: Datum: 15.-27. Juli 2003
Startliste der Schweizer Langstreckenmeisterschaften: [Excel]
Schweizermeisterschaften 2002: Der Verbandtrainerrat hat entschieden, dass die Schweizermeisterschaften 2002 in Frauenfeld neu vom 4. - 7. Juli 2002 stattfinden. Die SNW finden vom 18. - 21. Juli 2002 in Langenthal statt. Durch die Änderung können die Schwimmer auch ein paar Wochen Ferien im Sommer machen.
Neuer WR 4x200 Freistil an den Britischen Kurzbahnmeisterschaften, Norwich, 9.-12.8.2001: Englands 4x200-m-Freistilstaffel der Schwimmerinnen hat ihren eigenen Weltrekord um fast zwei Sekunden verbessert. Das Quartett mit Karen Legg, Janine Belton, Nicola Jackson und Karen Pickering gewann in 7:47:14 und blieb damit klar unter der am 16. März 2000 bei der WM in Athen aufgestellten Bestmarke von 7:49,11. In der gleichen Besetzung hatte das Team nach der Disqualifikation der Konkurrentinnen aus Australien und den USA auch Gold bei der Langstrecken-WM vor zwei Wochen im japanischen Fukuoka geholt.
10.8. FINA: Sowohl als auch. Sowohl Australien als auch die USA haben nach Ansicht der FINA [s. Pressemitteilung] die WM 2001 in Fukuoka gewonnen. Zwar hätten die Aussies 13 gegen 9 bei den Goldmedaillen gewonnen, aber bei der Gesamtzahl der Medaillen (19:26) und bei der Punktewertung (788:847) hätten sie gegen die USA klar verloren. SM Tenero: SV Limmat führt in der Medaillenwertung
SM Tenero:
Resultate:
Wachstumshormone: Test auf gentechnisch hergestellte Wachstumshormone soll es nun erst bei den Olympischen Spielen 2004 geben [Mehr]. Schwimm-Fieber in der Alpenrepublik? Die zweitgrösste Zeitung Österreichs, der Kurier, liess seine Leser im Internet über die Bedeutung österreichischer Sporttriumphe abstimmen. Dabei schwangen die beiden Silbermedaillen aus Fukuoka weit über die anderen Kandidaten hinaus. Mit 42.51 % erzielten sie genau soviel Anteil wie Thomas Musters Sieg in Roland Garros (18.50 %), Hermann Maiers Skisiege (12.07 %), und das 3:2 über Deutschland an der WM 74 in Cordoba (11.94 %) zusammen. Dann erst folgt Nationalheld Nikolaus Lauda mit seinen drei Formel-1-Weltmeistertiteln (11.81 %). Überraschend abgeschlagen Stefanie Graf (3.14 %), Olympiasilbermedaillengewinnerin von Sydney über 800 m und Sportlerin des Jahres, obwohl sie an den derzeit laufenden WM in Edmonton auch wieder zu den Goldkandidatinnen zählt (und das Duell mit Intimfeindin Maria Mutola auch die Sportseiten des Kuriers füllt). [Quelle: http://sport.kurier.at, mitgeteilt von Domink Schröder]
Resultate:
Gertrude Ederle feiert 75 Jahre Kanaldurchquerung. Als erste Frau schwamm Gertrude Ederle am 6.8.1926 in 14 Std. 31 Min. durch den 34 km breiten Kanal - rund 2 Stunden schneller als alle 5 männlichen Kanalbezwinger vor ihr. Die 94-jährige lebt in einem Pflegeheim in New Jersey. Sie holte für die USA an den olympischen Spielen 1924 3 Medaillen [Mehr]. 800-m-WR durch Grant Hackett: Der 1500-m-Weltmeister und -Weltrekordhalter Grant Hackett bleibt in Hochform. Fünf Tage nach dem Gewinn des WM-Titels in Fukuoka erzielte Hackett an den australischen Kurzbahn-Meisterschaften in Perth in 7:25,28 einen 800-m-Weltrekord. Er blieb 9,62 Sekunden unter der Bestleistung, die sein Landsmann Kieren Perkins 1993 in Sydney erzielt hatte. Abwesenheit von Rigamonti. Bei den Schweizer Meisterschaften in Tenero (9.-12. August) werden mehrere Schweizer Spitzenschwimmer nicht an den Start gehen. Prominenteste Abwesende ist Flavia Rigamonti, die vor wenigen Tagen an den Weltmeisterschaften in Fukuoka (Jap) über 1500 m Crawl die Silbermedaille holte. Die 20-jährige Tessinerin wird sich Anfang nächster Woche einer Nasenoperation unterziehen. Dominique Diezi, Remo Lütolf, Lorenz Liechti und Karel Novy blieben im Hinblick auf die Universiade (22. Aug. bis 2. Sept. in Peking) gleich in Asien.
Wein, Kaffee und Rigamonti
Resultate: Englische Meisterschaften, London, 19.-22.7.2001 Zurück zur Homepage / an den Anfang
Juli 2001
Country gold silver bronze total AUS 13 4 6 23 CHN 10 6 4 20 USA 9 9 8 26 RUS 6 8 7 21 ITA 6 2 4 12 GER 4 7 8 19 NED 3 5 1 9 UKR 3 1 1 5 SWE 1 3 2 6 GBR 1 2 4 7 JPN 1 1 7 9 CAN 1 1 3 5 ROM 1 1 2 4 HUN 1 1 1 3 ESP 1 0 0 1 FRA 0 2 1 3 MEX 0 2 0 2 AUT 0 2 0 2 ISL 0 1 1 2 POL 0 1 0 1 SUI 0 1 0 1 YUG 0 1 0 1 CRC 0 1 0 1 RSA 0 0 1 1
Spanien gewinnt WM-Wasserballturnier gegen Jugoslawien mit 4:2. Spaniens Wasserballer haben ihren Titel bei den Weltmeisterschaften in Fukuoka erfolgreich verteidigt. Im Finale bezwang der Titelverteidiger am Sonntag Europameister Jugoslawien mit 4:2 (2:1, 0:0, 2:1, 0:0). Garant für den Titel war Gabriel Hernandez, der gegen den zweimaligen Weltmeister Jugoslawien dreimal traf. Den vierten Treffer für Spanien besorgte Ivan Perez mit seinem 15. WM-Tor. Für Jugoslawien waren Veljko Uskokovic und Danilo Ikodinovic erfolgreich. 29.7. Sonntagszeitung: Grandissima Flavia Rigamonti schwamm an der WM in Fukuoka über 1500 m in sensationeller Schweizer Rekordzeit zu Silber : Silber und ein besonderer Dank Remo Lütolf Neunter. Im Schatten Flavia Rigamontis stand gestern Samstag der Rheintaler Remo Lütolf, der sich nach seiner schwachen Vorstellung über 100 m Brust über die Hälfte der Distanz rehabilitierte. Wie in Sydney erreichte Lütolf die Halbfinals als 16. und damit Letzter (28,55). Nachdem ihm dort der Start nicht optimal geglückt war, steigerte er sich und setzte sich zwischenzeitlich sogar an die Spitze. In 28,06 verpasste er den Final als Neunter schliesslich nur um 5 Hundertstel. Der Olympiaachte blieb 15 Hundertstel über seiner persönlichen Bestzeit. Ian Thorpes Traum von siebenmal WM-Gold hat sich gestern zerschlagen: Weltmeister über 100 m Crawl wurde Anthony Ervin - Doch noch ein Mensch. Resultate: Schweizer Nachwuchsmeisterschaften in Genf, 26.-29.7.2001
SEIKO übernimmt Verantwortung: Nach den nicht abreissenden Protesten gegen die Zeitnahme bei den Weltmeisterschaften in Fukuoka hat der japanische Konzern Seiko die Verantwortung für die "Verwirrungen" übernommen. Ein Konzernsprecher räumte in Fukuoka erstmals öffentlich Probleme ein. Das Zeitmess-System reagiere erst, wenn Schwimmer mit mindestens einem Druck von 1,5 Kilogramm anschlagen würden. Der Sprecher gab Probleme insbesondere bei Berührungen über Wasser und bei Diagonalkontakten zu. Australiens Chefcoach Don Talbot: "Ich habe kein Vertrauen in dieses System, irgendetwas läuft da falsch.". Das System sei bei den Ostasienspielen 2001 in Osaka mit grossem Erfolg getestet worden, man habe bei den Weltmeisterschaften nicht mit Problemen rechnen können. Seiko ist zugleich einer der Hauptsponsoren der Weltmeisterschaften. Bei den Welttitelkämpfen in Barcelona 2003 wird die Zeitnahme wieder von dem Schweizer Unternehmen Omega übernommen, gab Fina-Sprecher und Bureau-Mitglied Sam Ramsamy aus Südafrika an. Der Vertrag für die kommenden vier Jahre ist bereits unterzeichnet. Ramsamy bezeichnete die Weltmeisterschaften am Samstag als "unzweifelhaft sehr erfolgreich". Mit insgesamt 145.000 Zuschauern wurde der Zuschauerrekord von 1994 in Rom um 45.000 übertroffen. Der japanische Fernsehanbieter Asahi produzierte als Rechteinhaber insgesamt 180 Stunden Übertragung, davon 41 Stunden live und 18 Stunden in der Prime time. 100 Millionen Einschaltungen gab es allein in Japan, 22 Millionen in Australien. In Europa wurden die Weltmeisterschaften über die Europäische Fernsehunion EBU in insgesamt 25 Länder live übertragen. Insgesamt, so Fina-Exekutivdirektor Cornel Marculescu, habe die WM in 105 Ländern der Welt kumulativ 600 Millionen Fernsehzuschauer erreicht.
Berichterstattung/NEWS WM 2001 Fukuoka
Der US-Amerikaner Michael Phelps hat über 200 m Schmetterling gewonnen. In 1:54,58 verbesserte Phelps seine eigene Bestmarke um 34/100 und sorgte für den fünften Weltrekord der Schwimm-WM im japanischen Fukuoka. Dritter Weltrekord von Thorpe: In 7:39,16 unterbot der 18-Jährige über 800 Meter Freistil seine eigene Bestmarke von 7:41,59 vom 27. März dieses Jahres klar. Auch sein zweitplatzierter Landsmann Grant Hackett blieb in 7:40,34 noch unter dem alten Rekord. Die 800 Meter Freistil standen erstmals auf dem WM-Programm. Popov bald wieder gesund: Nach seiner Mandelentzündung ist der russische Schwimm-Superstar Alexander Popow auf dem Weg der Besserung. Der Doppel-Olympiasieger 1992 in Barcelona und 1996 in Atlanta wurde am Montag aus dem Krankenhaus in Moskau entlassen. "Mir geht es wieder besser, allerdings stehen mir noch einige Untersuchungen bevor", erklärte "Zar Alexander", der seit Samstag über hohes Fieber geklagt hatte. Deshalb musste Popow auch die Schwimm-Weltmeisterschaften in Fukuoka absagen.
Zweiter Weltrekord in Fukuoka: Roman Sludnov aus Russland hat den Weltrekord über 100-Meter-Brust im WM-Halbfinale von Fukuoka um drei Hundertstelsekunden auf 59,94 Sekunden verbessert. Der Olympiadritte steigerte die eigene Bestmarke damit zum drittenmal binnen dreieinhalb Wochen und durchbrach zum zweitenmal die Schallmauer von einer Minute. Sludnov gelang nach der 400-Meter-Freistil-Bestmarke durch Australiens Superstar Ian Thorpe damit der zweite Weltrekord der 9. Schwimm-WM in Japan.
Kritik am 2-Jahres Rhythmus der WM: US-Headcoach Gregg Troy hat starke Kritik am Zwei-Jahres-Rhythmus der Schwimm-Weltmeisterschaften geäussert. "Dieses Meeting bräuchten wir wirklich nicht", wetterte Troy am Rande der neunten WM in Fukuoka gegen den Weltverband Fina: "Die hätten beim Abstand von vier Jahren bleiben sollen. So werden die Titelkämpfe auf lange Sicht ihren Reiz verlieren."Und weiter: "Die WM ist weiterhin wichtig für viele, aber sie kommt zu kurz nach Olympia", meinte Troy: "Deshalb fehlen so viele Top-Schwimmer." Einige US-Stars wie die Olympiasieger Lenny Krayzelburg, Tom Dolan, Gary Hall jr., Misty Hyman und Brooke Bennett verzichten auf Fukuoka. Dennoch wird das Team der USA auch in Japan wieder als Nummer eins des Medaillenspiegels erwartet. Die Tessinerin Flavia Rigamonti schaffte an den Weltmeisterschaften in Fukuoka die Qualifikation für den Final über 800 m Crawl. Allerdings schlüpfte die Europameisterin und Olympia-Vierte mit einer Zeit von 8:40,33 nur knapp als Letzte ins Feld der acht Finalistinnen. Die Neuntklassierte war lediglich 22 Hundertstel langsamer. Die 4-mal-100-m-Crawl-Staffel mit Christoph Bühler, Karel Novy, Philipp Gilgen und Lorenz Liechti löschte den Uralt-Rekord aus dem Jahr 1987 aus und steigerte sich um 1,4 Sekunden auf 3:24,10. Als Zehnte verpasste das Quartett den Final gleichwohl um 2,4 Sekunden. Ebenso schieden Chantal Strasser (14. über 800 m), Agata Czaplicki und Carmela Schlegel über 100 m Brust sowie Karel Novy und Christoph Bühler über 50 m Crawl bereits in den Vorläufen aus.
Sonntagszeitung: "Eine Brutal harte WM" Interview mit Pierre-André Weber, Einsatzplan der SchweizerInnen etc.
WM 2001 Fukuoka: Pressenotizen
Synchronschwimmen TEAM Final Combined Results
Ein Rekord als Basis für acht Rekorde: Flavia Rigamonti und Remo Lütolf sind an der Schwimm-WM in Fukuoka Hoffnungsträger der Schweiz. Einen heimlichen Teamleader gibt es aber auch [Mehr]. Synchronschwimmen DUET Final Combined Results
Synchronschwimmen SOLO Final Combined Results. Belinda Schmid auf Platz 12. Resultate Wasserball: 2. Spieltag (Frauen) / 1. Spieltag (Männer) Popov: Kampflos die Krone abgegeben. Pieter Van den Hoogenband schwimmt den 400er nicht. Er wolle sich auf die 50, 100 und 200 m Freistil konzetrieren.. Inge De Bruijn überlegt sich ebenfalls, einen ihrer drei Wettkämpfe zu streichen. Resultate Wasserball: 1. Spieltag (Frauen)
Wasserball NLA. Männer. Playoff-Final (best of 5). 3. Spiel: Horgen - Kreuzlingen 7:4; Stand 2:1. - 4. Spiel am Mittwoch, 25. Juli in Kreuzlingen.
10 km Open Water Resultate:
Synchronschwimmen SOLO Free Preliminary.
FINA reduziert World-Cup: Die Zahl der World-Cup-Rennen im Schwimmen wird von 10 auf 6 reduziert werden. Welche Städte gestrichen werden ist noch nicht bekannt geworden. No-Shows an der WM: Lenny Krayzelburg und Gary Hall Jr. sind nicht die Einzigen, die nicht nach Fukuoka reisen. Die meisten US-Stars, die in Sydney dominierten werden ebenfalls fehlen, entweder, weil sie sich aus dem Wettkampfsport zurückgezogen haben (Thompson, Torres), krank sind oder waren (Hyman, Bennett) oder andere Prioritäten setzen (Krayzelburg an den Maccabiah-Spielen in Israel).
Synchronschwimmen TEAM Technical Preliminary
1.0 VALLI Viola 72 ITA 1:00:23
Synchronschwimmen SOLO Technical Preliminary
2. JPN TACHIBANA Miya 74 TM 9.8 9.7 9.8 9.8 9.8 60% 34.300 34.300 0.350 AI 9.8 9.8 9.8 9.7 9.8 40% 39.200 3. FRA DEDIEU Virginie 79 TM 9.7 9.8 9.9 9.7 9.7 60% 34.067 34.067 0.583 AI 9.8 9.9 9.7 9.6 9.7 40% 38.933 14. SUI SCHMID Belinda 81 TM 9.1 8.7 8.9 8.8 9.0 60% 30.590 30.590 4.060 AI 8.3 8.6 8.8 8.5 8.4 40% 34.000
Synchronschwimmen DUET Technical Preliminary
1. RUS DAVYDOVA Anastasia 83 TM 9.7 9.8 9.9 9.9 9.7 60% 58.800 98.000 34.300
3. CAN CARVER-DIAS Claire 77 TM 9.7 9.5 9.7 9.7 9.6 60% 58.000 96.400 33.740
13. SUI SCHMID Belinda 81 TM 9.1 8.8 9.0 8.7 8.9 60% 53.400 89.400 31.290
Ohne Langstrecken-Vizeweltmeister David Meca aus Spanien werden die Schwimm-Weltmeisterschaften in Fukuoka/Japan (16. bis 29. Juli) stattfinden. Meca hatte vergeblich versucht, gegen eine vom Weltverband Fina angeordnete Doping-Sperre vorzugehen. Fina-Generalsekretär Cornel Marculescu bestätigte dagegen engültig die Suspendierung bis zum 25. Juni 2002. Auch der Slowene Slobodan Mecej ist bis zu diesem Zeitpunkt gesperrt. Beiden Athleten war der Missbrauch von Anabolika nachgewiesen worden. Beide hatten versucht, zu argumentieren, die Mittel ohne eigenes Wissen über Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen zu haben. Schwimm-WM 2005: Vier Kandidaturen. Vier Städte haben kurz vor Beginn der Schwimm-Weltmeisterschaften 2001 in Fukuoka/Japan (16. bis 29. Juli) bereits ihre Kandidatur für die Titelkämpfe 2005 angekündigt. Wie der Generalsekretär des Weltverbandes Fina, Cornel Marculescu, erklärte, bewerben sich Long Beach/USA, Montreal/Kanada, Melbourne/Australien und Rio de Janeiro/Brasilien. Die Entscheidung über die Vergabe fällt die Fina am kommenden Samstag. Für die alle zwei Jahre stattfindenden Titelkämpfe steht die Olympiastadt Barcelona bereits für 2003 als Ausrichter fest. Alle Schweizer Synchro-Nixen sind in Form und bereit für den ersten Einsatz. Am Montag finden die Vorläufe im Solo (Technical) und Duett Technical statt. Aus Schweizer Sicht stehen Belinda Schmid (Solo und Duett) und Magdalena Brunner (Duett) im Einsatz.
Horgen gleicht gegen Kreuzlingen aus: Horgen - Kreuzlingen 4:6. Schaffhausen - Basel. Damit hat Schaffhausen seit langem wieder in den Play-Offs mit der Bronzemedaille einen Erfolg vorzuweisen. Nächste Spiele: Mittwoch 20 Uhr 30 in Horgen das 3. Spiel der Play-Offs gegen Kreuzlingen. Das 4. und allenfalls 5. Spiel wird vom Fernsehen D und Ausschnitte im Fernsehen DRS übertragen. Die Ersten werden die Letzten sein. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) beschloss auf seiner Sitzung in Moskau mit einer langen Tradition zu brechen und die Reihenfolge der zu ehrenden Sportler bei Olympischen Spielen zu ändern. Demnach soll der Drittplatzierte eines jeden Wettbewerbs als Erster und der Gewinner der Goldmedaille als Letzter geehrt werden. Bei den Winterspielen 2002 in Salt Lake City soll ein erster "Testlauf" durchgeführt werden, anschliessend will das IOC entscheiden, ob die neue Reihenfolge zur festen Einrichtung wird. Seit den ersten Olympischen Spielen 1896 in Athen wurde die Siegerzeremonie stets mit der Vergabe der Goldmedaille eröffnet. Durch die Neuregelung sollen die Gewinner der Silber- und Bronzemedaille aufgewertet und die "Spannung" zur Ehrung des Siegers hin gesteigert werden.
Start der FINA-WM mit Synchronschwimmen und den 3 Wettkämpfen im offenen Gewässer: 5 km am 16, 10 km am 18. und 25 km am 21. Juli. Das Wasserballturnier beginnt am 18. (Frauen) bzw. am 19. Juli (Männer), die Wettkämpfe im Becken sowie das Kunst- und Turmspringen beginnen am 22. Juli [Link Zeitplan]. Wasserball NLA. Playoff-Finals (Best of 5). Frauen. 4. Spiel: Basel - Zürich 6:5. Basel Meister.
Männer. 1. Spiel: Horgen - Kreuzlingen 5:8 (3:2, 1:1, 1:2, 0:3). 11.7. Duelle zwischen Thorpe und Van den Hoogenband angesagt: Zwischen den Olympiasiegern Ian Thorpe und Pieter van den Hoogenband winken bei den Schwimm-Weltmeisterschaften vom 16. bis 29. Juli in Fukuoka drei Duelle. Der Niederländer will sich in der nächsten Woche entscheiden, ob er an Stelle der 50 Meter Freistil in Japan über die 400-Meter-Distanz antreten wird. Hier ist der Australier Ian Thorpe Olympiasieger, Weltmeister und ebenso Weltrekordler wie über 200 und 800 Meter Freistil. Sicher ist bereits das Aufeinandertreffen der beiden derzeit weltbesten Schwimmer über 100 und 200 Meter Freistil. Über diese beiden Distanzen hatte in Sydney jeweils van den Hoogenband triumphiert. 350 Doping-Proben an der WM. Der Schwimm-Weltverband Fina will dreieinhalb Jahre nach der "Doping-WM" von Perth auf jeden Fall einen weiteren Skandal verhindern. Bei den Welttitelkämpfen vom 16. bis 29. Juli im japanischen Fukuoka werden insgesamt 350 Dopingtests durchgeführt, so viele wie nie zuvor bei einer WM. "Wir wollen das, was in Perth passiert ist, nicht noch einmal sehen", sagte Cornel Marculescu, Exekutiv-Direktor der Fina, in einem Telefon-Interview. In Fukuoka werden insgesamt rund 1500 Schwimmer aus 135 Ländern erwartet, damit wird mehr als jeder Fünfte kontrolliert. Vor der WM im Januar 1998 in Perth waren im Gepäck der chinesischen Schwimmerin Yuan Yuan bei der Einreise von Peking nach Sydney 13 Ampullen mit Wachstumshormonen gefunden worden. Ihr Trainer Zhou Zhewen hatte die Verantwortung dafür übernommen und wurde für 15 Jahre gesperrt, sein Schützling für vier Jahre. Während der Titelkämpfe wurden vier weitere Athleten aus China des Dopings mit einem Diuretikum überführt.
Im Epo-Kampf scheint der Durchbruch kurz bevor zu stehen: "Die Chancen stehen gut, dass wir schon Ende Juli einen simplen Urin-Test freigeben können, mit dem die künstliche Epo-Einnahme zweifelsfrei nachzuweisen ist. "Zusätzliche Blutproben könnten dann entfallen", erklärte Patrick Schamasch, Medizinischer Direktor des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), in Moskau. Vier IOC-Labors (Sydney, Paris, Barcelona, Lausanne) befinden sich in der Endphase ihrer Untersuchungen. Der Radsport-Weltverband UCI hatte als Vorreiter bereits zum 1. April die Urin-Testmethode als alleinigen Nachweis genehmigt. Sie werden auch bei der laufenden Tour de France vorgenommen. Nun will das IOC schnell nachziehen. Die Urin-Tests sollen bei den Winterspielen von Salt Lake City 2002 allein zur Überführung dienen. In Sydney wurde noch die "Doppelkontrolle" angewandt. Von den letztjährigen Sommerspielen gab der Franzose "erstaunliche Zahlen" bekannt. Von dort überprüften 2052 Athleten, deren Fragebögen speziell (aber anonym) ausgewertet wurden, hatte jeder in den letzten drei Tagen vor dem Dopingtest im Schnitt sechs bis sieben "Zusatzsubstanzen" eingenommen. Einer brachte es sogar auf 29 "Mittel aller Art", wobei Schamasch klarstellte: "Es handelte sich durchgehend um Substanzen, die nicht auf der Dopingliste stehen. Am meisten wird Kreatin genommen, gefolgt von Antibiotika, Vitaminen und Nahrungsergänzungsmitteln aller Art. Über den Umfang, mit dem im Spitzensport alles konsumiert wird, was der Markt anbietet, kann ich mich nur wundern." Weil gerade Kreatin "mit dem Nandrolon-Problem eng zusammenhängt", hat das IOC eine weltweite Suche nach Nandrolon in Zusatznahrung gestartet. Schamasch: "Unsere Labors sind dabei, 600 Produkte zu überprüfen, die auf allen Kontinenten gekauft worden sind." Auch dem Wachstumshormon HGH will das IOC endlich zu Leibe rücken: "Wir haben einen Forschungsauftrag für zwei Jahre an die Uni München vergeben, die dafür 425.000 US-Dollar erhält. Der Vertrag ist unterzeichnet." Damit kann das von Prof. Christian Strasburger entwickelte Verfahren verfeinert werden. Noch vor Sydney hatte das IOC die Methode abgelehnt, nun ist man umgeschwenkt. Schamasch: "Wir hoffen schon bis Jahresende auf erste Zwischenergebnisse." Auch der "Asthma-Flut" von Spitzenathleten will das IOC einen Riegel vorschieben. Schamasch: "In Salt Lake City reicht keinem Olympiastarter mehr ein Attest seines Hausarztes. Wir verlangen die detaillierten ärztlichen Unterlagen und werden zumindest teilweise den Sportler noch einmal untersuchen, bevor er Startrecht erhält." Wasserball Frauen, Nationalliga A. Playoff-Final (Best of 5) 2. Spiel: Basel - Zürich 3:4. Stand: 1:1. - 3. Spiel heute Montag in Zürich.
Resultate:
Masters Europameisterschaften: Die Luzernerin Olga Krejci mit Europarekord: Olga Krejci übertraf Jane Ashers alten ER von 34.47 in der Altersklasse 60-69 über 50 m Freistil aus dem Jahr 1996 mit ausgezeichneten 33.83. Bellinzona - Internationales Meeting del Castello. Männer. 50 m Delfin: 1. Novy (Uster) 26,15. - 200 m Lagen: 1. Gabrilo (Agno) 2:09,41. - Frauen. 200 m Crawl: 1. Zahnd (Genf) 2:05,89. - 400 m Crawl: 1. Zahnd 4:25,18. - 200 m Brust: 1. Pedretti (Chur) 2:45,00. - 50 m Rücken: 1. Gabrilo (Agno) 31,86. - 200 m Rücken: 1. Gabrilo 2:22,75. - 50 m Delfin: 1. Zahnd 30,58. - 200 m Lagen: 1. Gabrilo 2:26,44. Neue Links:
Final Result Team Free Team Final Result Solo Free Solo Resultate Swiss Open in Synchronized Swimming (5.-8.7.): Solo: 1. May (USA) 97,000. 2. Hu (China) 92,733. 3. Luker (Ka) 92,467. Ferner: 5. Schmid (Limmat-Nixen ZH) 89,533. 7. Brunner (Limmat-Nixen) 88,467. 9. Rüfenacht (Solothurn) 83,867. - Duett: 1. Zhao/Hu (China) 94,533. 2. Luker/Davenport (Ka) 94,067. 3. Bowen/Hofer (USA) 92,400. Ferner: 5. Blasimann/Eggenberger (Sz) 90,800. 7. Suter/Dürst (Limmat-Nixen ZH) 79,267. 8. Kersting/Mäder (Flös Buchs) 77,600. 9. Rothen/Pittet (Lausanne Natation) 76,667. 10. Erard/Charbonney (Synchro Genf) 73,933. Wasserball Frauen, Nationalliga A. Playoff-Final (Best of 5) 1. Spiel: Zürich - Basel 4:5 n.V. - Zweites Spiel am Sonntag in Basel. Bellinzona: Int. Meeting del Castello, Vorläufe. Männer. 50 m Rücken: 1. Winkler (D) 27,92. 2. Artiglia (It) 28,66. - 50 m Delfin: 1. Novy (Uster) 25,84. 2. Hogg (Gb) 26,63. - Frauen. 50 m Crawl: 1. Lambert (Gb) 27,70. 2. Zahnd (Genf) 28,14. - 800 m Crawl: 1. Rigamonti (Atlantide) 9:08,97. 2. Strasser (Atlantide) 9:09,31. - 50 m Rücken: 1. Lambert 31,22. 2. Gabrilo (Atlantide) 32,20. 3. Reuter (SV Limmat) 32,46. - 50 m Delfin: 1. Czaplicki (Atlantide) 30,01. 2. Zahnd 30,63. 3. Fallet (Neuchâtel) 30,79. 4. Pedretti (Chur) 30,99. - 200 m Lagen: 1. Zahnd 2:26,47. 2. Steffen (Baar) 2:27,08.
Resultate:
Michael Klim verletzt sich beim Basketball. Dem 23-jährigen australischen Schwimm-Weltrekordler Michael Klim ist ein Abstecher zum Basketball nicht gut bekommen. Er zog sich in einem Trainingsspiel eine Knöchelverletzung zu und muss sein Vorbereitungsprogramm auf die WM unterbrechen. Klims Start bei den Titelkämpfen ist allerdings nicht gefährdet. Der australische Nationaltrainer Don Talbot gab Entwarnung: "Die Ärzte sagen, dass er in Japan dabei ist." Auch Klims Manager Rob Woodhouse sieht die WM-Teilnahme nicht gefährdet: "Er wird täglich behandelt. Das ist nur ein kleiner Rückschlag." Bei der WM in Fukuoka wird er über 50 Meter und 100 Meter Delfin starten. Für die Freistil-Wettbewerbe hatte sich Klim nicht qualifiziert.
Resultate:
Yasuko Tajima (20), Silbermedaillengewinnerin über 400 Lagen in Sydney zieht sich nach einer längeren Pause endgültig vom Wettkampfsport zurück. Ihre Zeit von 4:35.96 ist die drittschnellste Lagenzeit, die je geschwommen wurde (WR Klochkova, 4:33.59, ebenfalls in Sydney und Chen Yan 4:34.79, 1997). FINA DIVING GRAND PRIX-Wertung 2001: Schlussrangierung nach 10 von 10 Meetings
26th Swiss Open in Synchronized Swimming: Diese Woche finden im Hallenbad von St-Maurice/VS vom 5.- 8. Juli die 26th Swiss Open in Synchronized Swimming statt. Folgende Nationen sind angemeldet: Belgium (LigueFrancophone), Canada, China, Egypt, Germany, Luxembourg, The Netherlands, Mexico, San Marino, Spain, Sweden, USA, Swiss National Team (WM-Fukuoka-Team) und zehn Schweizer Vereine
Wasserball Playoff-Halbfinals, (Best of 5). 3. Spiel: Horgen - Basel 6:5. Stand 2:1. Kreuzlingen - Schaffhausen 12:9. Stand 2:1. WJB 100 Rücken durch Natalie Coughlin mit 1:01.27 (vorher 1:01.28, Mai Nakamura, April 01). Weitere gute Zeiten am Santa Clara International Swim Meeet. Zurück zur Homepage / an den Anfang
Juni 2001
Resultate:
LEN vergibt Austragungsorte:
WR 100 m Brust: Der Olympiadritte Roman Sludnow verbesserte bei den russischen Schwimmmeisterschaften die Bestzeit auf 1:00,26 und blieb damit drei Hundertstel unter der Zeit von Ed Moses, die der Amerikaner bei den US-Trials im März in Austin erzielte hatte. Sludnow wiederholte sein Kunststück aus dem Vorjahr, als er ebenfalls bei den russischen Meisterschaften den Weltrekord auf 1:00,36 verbessert hatte. Entwicklung des WR:
Wasserspringen: Resultate
Der schwedische Schwimmstar Therese Alshammar muss um die Teilnahme an den Schwimm-Weltmeisterschaften im japanischen Fukuoka (16. bis 29. Juli) bangen. Die Olympiazweite über 50 und 100 Meter Freistil von Sydney wurde am Mittwoch mit dem Verdacht auf eine akute Blinddarmentzündung in ein Krankenhaus eingeliefert. "Wir hoffen, dass es nur eine Blasenentzündung ist, aber es könnte auch eine Appendizitis sein. Im schlimmsten Fall verpasst sie die WM", sagte ihr Vereinstrainer Bosse Westegren. Bis Anfang des Jahres hatte die 23-Jährige gemeinsam mit der Hamburgerin Sandra Völker in der Trainingsgruppe von Dirk Lange trainiert. Nach Auseinandersetzungen mit dem Coach trainierte Alshammar zuletzt in GroSSbritannien und in den USA.
Das Schreckgespenst der genmanipuluerten SportlerInnen rückt näher: Der Leiter des Doping-Kontrolllabors in Kreischa, Klaus Müller, erwartet die Manipulation menschlichen Erbgutes zur Leistungssteigerung frühestens in einem Jahr. "Ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass es in einem Jahr kommt, aber vielleicht auch erst in fünf Jahren", erklärte der Wissenschaftler. MaSSnahmen zur Verhinderung von Gen-Doping und dessen Aufdeckung sind indes bereits weit fortgeschritten: "Es ist nicht so, dass wir immer hinterherhinken. Gen-Doping gibt es nach unserer Einschätzung noch nicht. Deswegen haben wir eine Art Vorwärtsverteidigung auf dem Gebiet, weil das sicher kommen wird", berichtete Müller. Bislang ist die Veränderung des Erbgutes nicht auf der Dopingliste. Allerdings existiert schon ein fertiger Text, der in der Rubrik "verbotene Methoden" neben Blutdoping, Verabreichung künstlicher Sauerstoff-Träger und jegliche Manipulation des Urins als Punkt vier eingefügt wird. Müller: "Gen-Doping ist in absehbarer Zeit definitiv verboten." Für die weitere Erforschung der erwarteten Entwicklung stehen den Wissenschaftlern aus dem Fonds der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) voraussichtlich 1,5 Millionen Dollar (rund 1,74 Millionen Euro/3,41 Millionen Mark) zur Verfügung. Für Müller ein Beleg dafür, dass vom Gen-Doping eine reale Gefahr für den Sport ausgehen kann. "Wir nehmen es ernst. Was für therapeutische Zwecke möglich ist, wird alsbald auch missbraucht", sagte er. Anwendung könnte die Methode vornehmlich bei Blutbildung finden, um mehr körpereigenes Erythropoietin (EPO) zu erzeugen. Dies wäre dann im Gegensatz zum künstlich hergestellten EPO nicht mehr nachweisbar. Eine zweite Einsatzmöglichkeit wäre die Förderung des Muskelwachstums. Voraussetzung für Genmanipulation im Sport ist die Erbgut-Veränderung zu medizinischen Zwecken, um Erbkrankheiten behandeln zu können. Davon aber scheint die Wissenschaft noch weit entfernt. "Die Erwartungen haben die Erfolge bei weitem übertroffen. Es gibt nicht eine einzige erfolgreiche Methode zur Krankheitsbehandlung", urteilte Müller. Zudem stellte er möglichen Betrügern mit Gen-Doping eine schnelle Überführung in Aussicht: "Es lässt sich nichts so empfindlich nachweisen wie eine Genmanipulation. Wenn man weiSS, was verändert worden sein muss, weil eine bestimmte Wirkung erzielt wurde, kann das mit einer DNA-Analyse nachgewiesen werden." Wasserball NLA. Playoff-Halbfinals (best of 5): Horgen Basel 13:7 (Stand 1:0). Kreuzlingen - Schaffhausen 11:5 (1:0).
USA führen Anti-Dopingpässe ein. Die US-Anti-Doping-Agentur (USADA) will auf Druck der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) noch in diesem Jahr für ihre Athleten so genannte Anti-Dopingpässe einführen. Allerdings soll das vorerst auf freiwilliger Basis geschehen, wie aus Kreisen der USADA in Colorado Springs verlautete. USADA-Offizielle hatten sich zu Wochenbeginn mit dem ehemaligen norwegischen Weltklasse-Eisschnellläufer und jetzigen WADA-Vertreter Johann Olav Koss zur Beratung getroffen. Dabei legte Koss den Amerikanern ans Herz, dass sie einen Anti-Dopingpass einführen sollten, um der Welt zu zeigen, dass sie nichts zu verbergen haben. Die USADA hofft, dass sich trotz Freiwilligkeit alle der etwa 300 Sportler, die zur Olympia-Mannschaft für die Winterspiele im nächsten Jahr in Salt Lake City gehören werden, mit einem entsprechenden Pass ausrüsten. Ähnliche Initiativen laufen derzeit in Südafrika, Australien, China, Kanada und Finnland. Neue Gesichter in den Wasserball-Play-offs: Fortschritte in Schaffhausen und Basel. Die erfolgreichen Zeiten liegen weit zurück: 1985 beendeten die Wasserballer des Schwimmklubs Schaffhausen die nationale Meisterschaft auf dem dritten Platz, demselben wie zweimal zuvor. Danach aber ging es lange nur abwärts. "Wir haben in der Arbeit mit dem Nachwuchs ein paar Jahre geschlafen", sagt Heinz Macher, ehemaliger Internationaler und derzeit Trainer der ersten Mannschaft. Erst nach der Relegation in die 1. Liga besann man sich auf die jungen Spieler, und nach dem 1998 rechtzeitig zum 100-Jahr-Jubiläum der Vereinsgründung realisierten Aufstieg in die höchste Spielklasse stehen die Munotstädter heuer wieder in den Play-offs. Die Mannschaft wurde über den Winter gezielt verstärkt, aus Zürich Patrick Siegfried und Torwart Lorik Luzhnica, aus Thun Pascal Müller zugezogen. Zudem kann Trainer Macher mit Hajos und Varga auf starke ungarische Feldspieler zurückgreifen (in den vorangehenden Saisons war einer der beiden Ausländerposten jeweils mit einem Torwart besetzt gewesen). Die Kosten für die Ungarn können mit den Einnahmen aus dem Sponsoring gedeckt werden. Zum Erfolg verholfen hat auch das verschärfte Training, glaubt Macher, der 27 Freundschaftsspiele in die Saisonvorbereitung aufgenommen hat. Unter seinem Vorgänger Cservenjak wurden im Winter nur rund zehn Partien ausgetragen. Macher setzt auf eine Zonen-Verteidigung, wobei dem schwächsten Spieler des Gegners gewisse Freiheiten gewährt werden. Mit dieser Taktik hat Schaffhausen in der Qualifikationsrunde alle Mannschaften mit Ausnahme von Horgen mindestens einmal bezwungen. In den Halbfinals, die am Mittwoch beginnen, will Macher Kreuzlingen mit einem Spielsystem überraschen, das schon in der Vorbereitung auf die Saison eingeübt, in der Meisterschaft bisher aber noch nicht angewendet wurde. Erstmals seit 1996 hat auch die Equipe des SV Basel, Schweizer Meister von 1994, wieder die Play-offs erreicht. Der Fortschritt am Rheinknie ist ebenfalls auf erfolgreiche Nachwuchsarbeit zurückzuführen. Zwei Spieler von Trainer Istvan Pinter, der ausserdem die Ausbildung der Talente leitet, gehören dem Kader der U-18-Nationalmannschaft an. Zum ersten Mal in seiner bald 20-jährigen Karriere hätten bei den Baslern mehr als 13 valable Spieler (so viele dürfen auf dem Matchblatt aufgeführt werden) zur Verfügung gestanden, sagt der Routinier Markus Prinzen, der schon im 94er-Meisterteam stand. skl. [Neue Zürcher Zeitung, Ressort Sport, 27. Juni 2001, Nr.146, Seite 55] Weltbestenlisten (50 m) nachgeführt.
Foster (31) kann in Fukuoka nicht über 50 m Freistil starten, teilte British Swimming (ASA) mit. Kurzbahn-Weltmeister Mark Foster will nun sein Startrecht erzwingen. Er wurde vom ASA lediglich über die 50 Meter Delfin nominiert. Nach dem Protest richtete der Verband in London inzwischen ein Schiedsgericht ein, das den "Fall Foster" in den nächsten Tagen lösen soll. "Wir wollen eine schnelle Entscheidung, und wir hoffen, dass sich Mark Foster einverstanden erklären kann", sagte ASA-Pressechefin Dee McIntosh. Bei den schottischen Meisterschaften in Glasgow, dem insgesamt vierten Qualifikations-Meeting für die britischen Schwimmer, erzielte Foster 22,34 Sekunden. In Sheffield hatte Foster zuvor beim Eintauchen seine Schwimmbrille verloren. Und als er in einem zusätzlichen Einzelrennen in 22,13 Sekunden nur 16 Hundertstselsekunden über seinem eigenen Landesrekord geblieben war, verweigerte Chefcoach Bill Sweetenham die Anerkennung, weil die Zeit nicht unter Wettkampfbedingungen erzielt worden sei. Sweetenham: "Ich mache keine Ausnahmen" Foster, bei den Olympischen Spielen in Sydney Siebter des Finales über 50 Meter Freistil, akzeptierte das Votum nicht. Auch James Hickman und Stephen Parry fanden keine Gnade. Sweetenham: "Es gab vier Qualifikationswettbewerbe, und alle drei haben diese Wettbewerbe nicht nutzen können. Ich mache keine Ausnahmen und ich nehme keine Rücksichten auf Namen. Mark ist natürlich enttäuscht, aber er weiss selbst, dass ich den Zeitlauf nicht anerkennen kann." Insgesamt wurden in England 27 Aktive für die Titelkämpfe in Japan selektiert.
Hickman und Parry verpassen WM-Qualifikation - Foster immer noch auf der Schwebe: Kurzbahnweltmeister James Hickman und Olympiafinalist Steve Parry sind nicht im britischen WM-Team. Hickman schwamm an den schottischen Meisterschaften 100 m Delfin in 54.14 - weit entfernt von der Limitezeit von 52.91. Über 200 m Delfin schafften beide die Limite (1:57.49) auch nicht (Hickman 1:58.53, Parry 1:59.28). Mark Foster weiss immer noch nicht, ob er in Fukuoka über 50 m Freistil startet. Am Freitag schwamm er in Glasgow 22.43, 0.02 Sekunden über der von Chefcoach Sweetenham per Ende 2000 gesetzten Qualifikationslimite. Foster kann an der WM wenigestens über 50 m Delfin schwimmen. In Sheffield schwamm er im Mai - nach Sweetenham zu spät - in einem Zusatzrennen die 50 m in 22.13 neuen britischen Rekord - obwohl es ihm die ausgeliehene Schwimmbrille vom Kopf gezogen hatte.
Wasserspringen:
Resultate:
Wasserball-EM: Ungarns Wasserballerinnen sind neuer Europameister. Der Weltmeister von 1994 entthronte am Samstag vor 4000 Zuschauern im Alfred-Hajos-Stadion von Budapest Titelverteidiger und Welt-Champion Italien mit 10:8 (2:1, 3:1, 3:4, 2:2). Für das gastgebende Team war es nach 1991 in Athen der zweite EM-Titel. Agnes Primasz (3) sowie Aniko Pelle und Agnes Valkay (beide 2) waren für Ungarn erfolgreichste Werferinnen. Italien hatte zuletzt drei Mal hintereinander EM-Gold gewonnen. Dritter wurde Russland (8:5 gegen Griechenland). Deutschland war Siebter geworden und hatte damit die WM-Qualifikation verpasst. Bei den Männern kommt es am (morgigen) Sonntag zum Finale zwischen dem WM-Dritten Jugoslawien und Italien (18.00 Uhr). Davor bestreiten der amtierende EM-Zweite Kroatien und der entthronte Titelverteidiger Ungarn die Begegnung um Bronze (16.00 Uhr). Wasserball-EM: Aus für Weltmeister Spanien in der Herrenkonkurrenz Titelverteidiger Italien und Gastgeber Ungarn haben sich für das Finale der Wasserballerinnen bei den Europameisterschaften in Budapest qualifiziert. Im Halbfinale gewannen die Italienerinnen souverän mit 7:1. Dagegen mussten die Wasserballerinnen aus Ungarn hart kämpfen, um Russland mit 7:6 zu bezwingen. Das Spiel um die Bronzemedaille bestreiten ebenfalls am Samstag (16.00 Uhr) Griechenland und Russland. Jugoslawien, Kroatien und Russland im Herren-Halbfinale: Bei den Herren ist Weltmeister Spanien im Viertelfinale ausgeschieden. Die Spanier unterlagen am Donnerstag dem EM-Zweiten Kroatien mit 6:7 (0:4, 2:0, 2:2, 2:1). Dagegen erreichte Gastgeber und Olympiasieger Ungarn vor 8000 Zuschauern die Vorschlussrunde. Die Magyaren setzten sich in einer dramatischen Neuauflage des Endspiels von Sydney gegen Russland mit 10:9 (3:3, 2:1, 2:3, 3:2) durch. Der entscheidende Treffer durch Peter Biros fiel erst 1:33 Minuten vor der Schlusssirene. Ungarn trifft am Freitag (21.45 Uhr) im Halbfinale auf den Gewinner der Partie zwischen Griechenland und Italien. Kroatien muss im Kampf um den Final-Einzug (Freitag, 20.15 Uhr) gegen Jugoslawien antreten, das die Slowakei 8:7 (2:2, 2:2, 1:1,3:2) bezwang.
Wasserspringen: Spanischer Grand-Prix, Madrid, 15.-17.6.2001 Neuer Afrikanischer Rekord über 50 m Freistil: Am letzten Tag der französischen WM-Ausscheidungen schwamm der Algerier Salim Iles (25) mit 22.59 neuen Landesrekord. Über 100 m Freistil erzielte er vorher am Vittel-Meeting in Toulouse mit 49.40 sogar neuen Afrikanischen Rekord und löschte den Alten von Jointy Skinner, Südafrika aus dem Jahr 1976 aus (49.44). Skinners Zeit bedeutete Weltrekord. Er wurde von Rowdy Gaines 1981 auf 49.36 verbessert. Salim Iles trainiert mit dem französischen Verein Racing Club of France.
Resultate:
Asthma-Inhalatoren: "Man hat mehr Lungenvolumen, kann mehr atmen" Glaubt man dem Olympiadritten Thomas Rupprath (Neuss), dann nehmen Sportlern Asthmamittel ein, um sich einen Leistungsvorteil zu verschaffen. Solche Asthmamittel würden die Lungen- und Bronchienfunktion erweitern, meinte der 24 Jahre alte deutsche Rekordschwimmer über 50 und 100 Meter Delfin am Mittwoch im DSF. "Man hat mehr Lungenvolumen, kann mehr atmen. Dies bringt natürlich 10 bis 15 Minuten vor dem Start, wenn man ein solches Medikament einnimmt, schon einen Vorteil. Man hat mehr Sauerstoffzufuhr und man kann die Strecke besser durchschwimmen, als wenn man es nicht machen würde." Auf die Frage, ob sich die Athleten ein solches Mittel verschreiben lassen würden, um einen Vorteil zu haben, meinte der selbst unter Asthmaproblemen leidende Rupprath: "Ich denke schon. Einige werden dies bestimmt machen. In jeder Sportart ist es so, dass gedopt wird oder etwas gemacht wird, um an der Spitze zu sein." In der letzten Zeit war bekannt geworden, dass bis zu 80 Prozent aller Spitzensportler, darunter auch der ehemalige Tour-Sieger Jan Ullrich, wegen asthmatischer Probleme Rezepte über kortisonhaltige Medikamente erhalten, die auf der Doping-Liste stehen. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte bereits vor Monaten angekündigt, die Bestimmungen würden in diesem Punkt deutlich verschärft [Info über Inhalatoren].
HGH-Test bald einsatzbereit? Die Anti-Doping-Weltagentur Wada gibt weitere 1,7 Millionen Dollar für ein australisches Forschungsprojekt freigegeben, mit dem die Nachweisbarkeit des Wachstumshormons HGH endgültig gelingen soll. Das bestätigte Australiens Sportministerin Jackie Kelly in Sydney. Insgesamt setzt die Wada mehr als fünf Millionen Dollar für Forschungsprojekte ein. Um die Forschungsförderung bewarben sich 40 Wissenschaftler aus 17 Ländern. Dem Münchner Genetiker Dr. Christian Strasburger war als erstem die Unterscheidung von körperproduziertem und synthetisch hergestelltem HGH gelungen. "Das Doping mit HGH ist ein Riesenproblem. Ein Überschuss an Wachstumshormonen über lange Zeit kann zum Tod durch Herzversagen und zur Bildung von Darmkrebs führen", hatte Strasburger zuletzt in einem Interview erklärt. Ein höhere Hemmschwelle angesichts der Nebenwirkungen bei den Athleten sieht der Genetiker aber nicht. "Ich fürchte, dass das die Sportler in keinster Weise abschreckt", erklärte Strasburger. HGH gilt wegen seiner angeblichen Nicht-Nachweisbarkeit bisher als der Renner auf dem Dopingmarkt. Strasburger waren vom IOC 460.000 Dollar zur Entwicklung eines gerichtsfesten Nachweisverfahrens von HGH zugesagt worden. Europameisterschaften Wasserball, Budapest, Vorrunde: Gruppe A: Rumänien - Spanien 5:6. Ungarn - Holland 10:7. Italien - Jugoslawien 8:9. - Rangliste (je 5 Spiele): 1. Jugoslawien 10. 2. Ungarn 8. 3. Spanien 6. 4. Italien 4. 5. Holland 1. 6. Rumänien 1. - Gruppe B: Russland - Slowakei 12:8. Frankreich - Griechenland 9:10. Deutschland - Kroatien 5:5. - Rangliste (je 5 Spiele): 1. Griechenland 9. 2. Russland 6. 3. Kroatien 6. 4. Slowakei 5. 5. Deutschland 4. 6. Frankreich 0. - Frauen. Viertelfinals: Russland - Spanien 11:5. Holland - Griechenland 5:7. Paralympics vorerst bis 2010 gesichert: Das Internationale Olympische Komitee und das Internationale Paralympics-Komitee haben in Lausanne einen Vertrag über die weitere Organisation der Paralympics unterzeichnet. Das Abkommen gilt für 2008 und 2010 und garantiert, dass die Spiele für behinderte Sportler immer kurz nach den Olympischen Spielen auf den gleichen Sportanlagen stattfinden.
Olympischer Orden für Egerszegi: Das Internationale Olympische Komitee (IOC) wird beim Olympischen Tag am 23. Juni in Lausanne zehn herausragende Sportler mit dem Olympischen Orden auszeichnen. Wie das IOC am Dienstag mitteilte, geht die Ehrung an die Olympiasieger Myriam Bedard (Kanada/Biathlon), David Douillet (Frankreich/Judo), Krisztina Egerszegi (Ungarn/Schwimmen), Cathy Freeman (Australien/Leichtathletik), Kazuyoshi Funaki (Japan/Skispringen), Haile Gebrselassie (Äthiopien/Leichtathletik), Alexander Karelin (Russland/Ringen), Marco Marin (Italien/Fechten), Naim Suleymanoglu (Türkei/Gewichtheben) und Pirmin Zurbriggen (Schweiz/Ski alpin). Der Olympische Orden wird an Personen vergeben, die das olympische Ideal in besonderer Weise verkörpern.
Resultate:
Europameisterschaften Wasserball, Budapest, Vorrunde: Männer. Gruppe A: Holland - Rumänien 6:6. Spanien - Italien 8:7. Ungarn - Jugoslawien 5:8. - Rangliste (je 4 Spiele): 1. Jugoslawien 8. 2. Ungarn 6. 3. Italien 4 (+5). 4. Spanien 4 (+1). 5. Holland 1 (-13). 6. Rumänien 1 (-18). - Gruppe B: Slowakei - Frankreich 13:8. Deutschland - Russland 6:9. Griechenland - Kroatien 7:7. - Rangliste (je 4 Spiele): 1. Griechenland 7. 2. Kroatien 5 (+10). 3. Slowakei 5 (0). 4. Russland 4. 5. Deutschland 3. 6. Frankreich 0. Frauen. Gruppe A: Deutschland - Griechenland 7:8. Italien - Russland 7:6. - Rangliste (je 3 Spiele): 1. Italien 6. 2. Russland 4. 3. Griechenland 2. 4. Deutschland 0. - Gruppe B: Spanien - Holland 6:7. Ungarn - Frankreich 12:3. - Rangliste (je 3 Spiele): 1. Ungarn 5 (+19). 2. Holland 5 (+9). 3. Spanien 2. 4. Frankreich 0.
Open-Water-Selektionen für Fukuoka: Hanna Miluska (SV Basel) und Denise Schrader (SV Baar) wurden wegen ihrer guten Resultate über 5 km am Europacup in Potsdam selektioniert. Adrian Andermatt (SC Uster) bestätigte in Potsdam sein gutes Resultat von der WM in Honolulu (16.).
Resultate:
Thorpe erneut mit Spitzenzeiten am Telstra Grand-Prix in Melbourne. Aber nicht nur Thorpe sondern auch Hackett und der kommende Star Craig Stevens brillierten über 800 m Freistil: 7:52.94, 7:54.87 bzw. 8:04.99. Thorpe konnte Hackett nur mit einem Sprint auf den letzten 50 Metern abhängen. Thorpe gewann somit in 2 Wochen in 4 Ländern insgesamt 8 Rennen - und mit guten Zeiten. Er war sich in Melbourne nicht zu schade, nach dem Rennen noch 1 Stunde lang Autogramme zu verteilen. Weitere Resultate: Leisel Jones 200 Brust 2:27.74, Jennifer Reilly 400 Lagen 4:46.33, Geoff Huegill 50 Delfin 24.06 vor Klim (24.38). Der nächste Telstra Grand Prix findet am 7./8. Juli in Brisbane statt.
Die Baslerin Hanna Miluska startet erfolgreich ins Langstreckenbusiness: Beim Europacup in Potsdam gewann Miluska (17) auf der EM-2002-Strecke das 5-km-Rennen im Schlussspurt mit 1:01:45.7. Denise Schrader (SV Baar) platzierte sich auf Platz 3. Schrader gewann vor 3 Wochen im spanischen Sevilla das 8-km-Rennen. Resultate
Thorpe mit Jet-Lag 3:44,85. - Nur einen Tag nach der Rückkehr von seiner Europa-Tour in heimatliche Gefilden konnte Australiens Dreifach-Schwimmweltrekordler Ian Thorpe seine Siegesserie ungebremst fortführen: Beim Grand-Prix-Meeting in Melbourne bezwang der Superstar am Samstag in 3:44,85 Minuten über 400 Meter Freistil seinen Landsmann Grant Hackett, den 1500-Meter-Olympiasieger. Vier Tage zuvor war der "Thorpedo" in Monte Carlo in 3:41,71 Minuten in Reichweite seines Weltrekordes (3:40,59) gekommen, erst am späten Freitagabend landete der 18-Jährige wieder in Australien. Thorpe wird sich nun zehn Tage lang in seiner Heimatstadt Sydney aufhalten, bevor er mit dem australischen Schwimm-Team in Singapur die Vorbereitung auf die eltmeisterschaften im japanischen Fukuoka (16. bis 29 Juli) aufnimmt.
Resultate:
Der Kanadische Schwimmer Morgan Knabe entschuldigt sich bei Domenico Fioravanti. Im Nach Sydney veröffentlichte der Corriere della Sera, das CONI (Italienisches Olympisches Komitee) habe bei 61 italienischen Medailengewinnern im Juni 2000 "astronomische" Wachstumshormonspiegel im Blut gemessen. Das CONI wertete die zuerst zrückgehaltenen Befunde als nicht signifikant - im Gegensatz zu den meisten Dopingexperten im Ausland. Fioravanti (in Sydney Gold 100 und 200 Brust) war nicht auf der Liste, im Gegensatz zu Massi Rosolino, dessen Wert 15-mal über dem Normalwert lag (Gold 200 Lagen, Silber 400 Freistil und Bronze 200 Freistil. Knabe beschuldigte Fioravanti nach den Spielen Wachstumshormone gebraucht zu haben, und er wolle ihm ins Gesicht schlagen. Knabe nahm seine Aussage jetzt zurück und entschuldigte sich sowohl bei Fioravanti als auch beim italienischen Schwimmverband. Stand FINA Weltcup Wasserspringen
Neues vom Schweizer Masters-Schwimmsport
Mare Nostrum Seven Hills International, Rom: Popov sprintet wieder: 50 Freistil 22.11 - Ryk Neethling in 23.03. Thorpe 200 Freistil 1:46.86 - Kirby 1:49.88. Amanda Beard 200 Brust 2:27.22. Irina Oufimtseva 400 Freistil 4:09.92 - Claudia Poll 4:10.40. Lars Frolander 100 Delfin 52.82 - Denis Silantiev 52.92. Fioravanti 100 Brust 1:02.11 - Igor Lisogor 1:02.17 - Patrick Schmollinger 1:02.21 [Mehr]
Mare Nostrum Rom: Poll mit JWB. Thorpe 400 Freistil 3:44.71 - Rosolino 3:47.32 - Brembila 3:50.08. Popov 100 Freistil 49.49 - Frolander 49.78 - Thorpe 49.85. Jim Piper (Aus) 200 Brust 2:12.42. Claudia Poll 200 Freistil 1:59.02 (JWB) - Nadezhda Chemezova (Rus) 2:00.72. Lenny Krayzelburg (nach Schulterverletzung) 100 Rücken 55.52.
Resultate:
Wahl des neuen IOK-Präsidenten und Austragungsort OS 2008 im Internet: Die 112. Session des IOK, die vom 13. bis 16. Juli in Moskau stattfindet, kann live im Internet mitverfolgt werden. Unter www.moscow2001.olympic.org wird die Wahl des neuen Präsidenten auf Englisch oder Französisch übertragen. Daneben fällt auch der Entscheid, welche Stadt die Olympischen Sommerspiele 2008 ausrichten wird.
FINA will "Wildcards" einführen. Alternde World-Champions, welche von den nationalen Schwimmverbänden für internationale Wettkämpfe unter der Ägide der FINA nicht berücksichtigt werden, sollen gemäss einer Aussage von FINA-Präsident Mustapha Lafoui eine "Wildcard" bekommen (Interview veröffentlicht in der Gazetta dello Sport). In der Leichathletik ist es bereits üblich, dass WeltmeisterInnen die Limiten der Landesverbände für die Teilnahme an WMs nicht erfüllen müssen. Im Schwimmsport soll die neue Regel ab der WM 2003 in Barcelona zur Anwendung kommen. Einbrecher belastet Turetski: Der australische Schwimm-Trainer Gennadi Turetski, der des Dopings beschuldigt wird, ist durch die Aussage eines Zeugen vor Gericht in Canberra schwer belastet worden. Der 18 Jahre alte Gavin Massey, dem der Einbruch in Turetskis Villa in Canberra nachgewiesen wurde, gab an, in dem von ihm gestohlenen und in einem nahegelegenen See versenkten Safe hätten sich "viele Pillen" befunden. Dabei handelte es sich um Stanozololpräparate. Der gebürtige Russe, seit 1996 australischer Staatsbürger, bestreitet alle Vorwürfe. Das Steroid Stanozolol war 1988 bei Olympia in Seoul dem kanadischen Sprinter Ben Johnson zum Verhängnis geworden. Turetskis Anwälte hatten zuletzt trotz gravierender Vorwürfe auf "nicht schuldig" plädiert. Das Urteil wird nicht vor Mitte Oktober erwartet. Turetskis Anwalt Jason Parkinson: "Wir sind sicher, dass die Angelegenheit dann erledigt ist. Dann kann Turetski wieder das machen, was er am besten kann: Champions trainieren." Dem Coach der Olympiasieger Alexander Popow und Michael Klim drohen bei einer Verurteilung eine Haftstrafe von bis zu sechs Monaten und eine lebenslange Sperre für Verbandsarbeit auf australischem Boden. Der 1992 nach Australien ausgewanderte Turetski, der Popow 1992 und 1996 jeweils zu Olympiagold über 50 und 100 Meter Freistil geführt hatte, bleibt bis zum Ende des Verfahrens von seiner Tätigkeit im Nationalen Sportinstitut in Canberra suspendiert. Zudem wurde er aus dem Team für die Weltmeisterschaften im Juli im japanischen Fukuoka gestrichen. Mare Nostrum in Canet (5.-7.6.2001): Zu leichten Erfolgen kamen die drei Olympiasieger am Mittwoch beim internationalen Schwimm-Meeting im französischen Canet-en-Roussillon: Ian Thorpe (Australien) reichten über 400 Meter Freistil 3:51,47 zum ersten Platz (WR 3:40,59). Inge de Bruijn triumphierte über 100 Meter Freistil nach 55,77 (WR 53,83) und Jana Klotschkowa (Ukraine) über 400 Meter Lagen nach 4:41,04 (WR 4:33,59). Schnellster über 100 Meter Freistil war der Olympia-Zweite Alexander Popow (Russland) in 49,75, Beste über 400 Meter Freistil die Olympia-Zweite Claudia Poll in 4:08,91.
Warnung vor Nahrungsergänzungsmitteln: Vor dem zunehmenden Einsatz von Nahrungsergänzungsmitteln mit Pro-Hormonen im Leistungssport hat Professor Wilfried Kindermann, Leitender Olympiaarzt und Sportmediziner an der Universität des Saarlandes, gewarnt. Er kritisierte den unüberschaubaren Markt der Nahrungsergänzungsmittel. Viele Sportler meinten, dass sie im Nachteil seien, wenn sie jene Präparate, die ihre Konkurrenten konsumieren, nicht nähmen, sagte er gestern auf einer Informationsveranstaltung des Bundesinstituts für Sportwissenschaft in Saarbrücken, die auch von der gemeinsamen Antidoping-Kommission vom Deutschen Sportbund und vom Nationalen Olympischen Komitee getragen wurde. Das kann dazu führen, dass die Sportler sich unbeabsichtigt dopen. Vor allem Produkte aus den USA seien häufig mit Pro-Hormonen versetzt, so Kindermann. Wenn es schon Ergänzungsmittel sein müssen, dann sollte darauf geachtet werden, dass sie in Deutschland hergestellt worden sind. Denn in Deutschland dürfen keine Präparate, die Nandrolon oder entsprechende Pro-Hormone enthalten, produziert werden. Wasserspringen: Resultate China Grand Prix 2001, Xian City, 1.-3.6.2001
Resultate:
Ian Thorpe sieht sich nicht als den besten Schwimmer. Er möchte sich vor allem bei den Sprints verbessern. Der 18-jährige Australier, der die Weltrekorde über 200, 400 und 800 m Freistil hält, hält sich zur Zeit in Europa auf, um am Mittwoch und Donnerstag an den Mare-Nostrum-Wettkämpfen teilzunehmen. "Im Moment bin ich dabei, mich für Fukuoka vorzubereiten." Thorpe tritt in Canet gegen Popov über 100 m an, der in Barcelona "bescheidene" 49.74 erzielte. Pieter van den Hoogenband, der Thorpe in Sydney über 200 m und Popov über 100 m schlug, nimmt nicht teil. Hoogie hält mit 47.84 den Weltrekord. Thorpe räumt Popov über 100 m die besseren Chancen zum Sieg ein: "Obwohl einige das denken, ich halte mich selber nicht als den besten Schwimmer der Welt", teilte er an einer Medienkonferenz mit. Thorpe war der erste Australier seit Konrads (1959), der alle nationalen Titel von 100 bis 800 m gewann. Thorpe will aber bereits in Fukuoka zeigen, dass er auch sprinten kann (was er ja in der 4 x 100-m-Staffel in Sydney schon angetönt hat). Im Zusammenhang mit einem Studienaufenthalt in Frankreich will er französisch lernen: "Bevor ich den Weltrekord über 100 m Freistil hole, spreche ich fliessend französisch." Darüber hinaus hoffe er, dass die Olympischen Spiele 2008 - diplomatisch wie er ist - in Paris stattfinden werden, und dass er mit dabei sein kann.
Verantwortung liegt allein bei den Sportlern. Fünf Millionen Dollar werden der Internationalen Anti-Doping-Agentur (Wada) für neue Forschungreihen vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) zur Verfügung gestellt, darunter 500000 Dollar für Projekte gegen Gen-Doping. Zugleich gab die Wada bekannt, dass die weltweiten Trainingskontrollen 2001 von 2500 auf 3500 und im Olympiajahr 2002 auf 4500 ausgedehnt werden. Erstmals soll es dabei auch Blutkontrollen geben. Darüber hinaus kündigte der Kanadier Richard "Dick" Pound, aussichtsreicher Kandidat auf die Nachfolge von IOC-Präsident Juan Antonio Samaranch, die Intensivierung des Kampfes gegen den vermehrten Missbrauch des anabolen Steroids Nandrolon an. "Wir werden nicht locker lassen und hart bleiben", erklärte Pound nach einem Treffen der Wada-Exekutive im südafrikanischen Kapstadt. "Es ist kein Zufall, dass derzeit so viele Nandrolonfälle hochkommen. Meine persönliche Meinung ist, dass einige der positiv getesteten Sportler ganz genau wussten, dass sie Mittel benutzten, die Nandrolon enthielten." Die missbräuchliche Nutzung von Nandrolon hatte in den Niederlanden und Italien wiederholt für negative Schlagzeilen gesorgt, ausserdem zählen drei deutsche Top-Athleten zu den überführten "Sündern": Die Leichtathleten Dieter Baumann und Falk Balzer sowie Alexander Leipold, der seine olympische Goldmedaille zurückgeben musste. Pound zeigte in Kapstadt keinerlei Verständnis für die Rechtfertigungsversuche der Athleten, es habe sich um verunreinigte Nahrungsergänzungsmittel gehandelt. "Wenn jemand positiv gestestet ist, dann handelt es sich um ein Niveau oberhalb dessen, was natürlich produziert werden kann. An diesem Punkt gibt es keine Diskussion mehr", sagte Pound. "Es kann vielleicht sein, dass manchmal jemand nicht exakt weiss, was genau in den Produkten enthalten ist oder die Inhalte nicht exakt ausgewiesen sind. Die Verantwortung für die Einnahme liegt dennoch allein bei den Sportlern. Sie müssen ohne Wenn und Aber sicher gehen, keine unsicheren und unerlaubten Substanzen einzunehmen."
Resultate:
Weltranglisten (50-m-Bahn) nachgeführt
Resultate:
Entscheid über den Sitz der WADA vertagt: Erst im August bei einer Vollversammlung in der estnischen Hauptstadt Tallin soll der künftige Sitz der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) festgelegt werden. Das Exekutivkomitee der WADA vertagte am Freitag in Kapstadt eine Entscheidung. Um den Sitz der Agentur bewerben sich Bonn, Lausanne, Montreal, Stockholm und Wien. Dawn Fraser veröffentlicht Memoiren mit pikanten Details. Australiens Schwimm-Heldin Dawn Fraser hat in ihren am Donnerstag in Sydney veröffentlichen Memoiren erstmals über Beziehungen zu Frauen berichtet, betrachtet sich allerdings nicht als Lesbe. "Ich sehe mich als eine Frau, die einige Liebesbeziehungen mit gleichgeschlechtlichen Partnern hatte, aber irgendwann herausfand, dass es doch nicht das Richtige für sie ist", erklärte die viermalige Olympiasiegerin in ihrer Autobiographie "Dawn: A Hell of a life". Fraser, die 1960 kurz mit Gary Ware verheiratet war und mit ihm die gemeinsame Tochter Dawn Lorraine hat, hatte ihre sexuellen Neigungen bisher stets unterdrückt. "Allein aus den Gerüchten über mein Liebesleben konnte ich herauslesen, was passiert wäre, wenn es damals herausgekommen wäre", erklärte Fraser, die sich zudem nicht als Sex-Symbol ihrer Zeit, sondern als Sportlerin verstanden wollte. Bereits in ihrer aktiven Zeit hatte die 62-Jährige nicht nur mit sportlichen Erfolgen für Schlagzeilen gesorgt. Am Tag der Abschlussfeier der Olympischen Spiele 1964 in Tokio war Fraser, die die 100 Meter Freistil zwischen 1956 und 1964 bei drei Olympischen Spielen in Folge gewonnen hatte, von der japanischen Polizei wegen des Diebstahls einer Flagge als Souvenir verhaftet worden. Dennoch war sie rechtzeitig bei der Abschlussfeier erschienen, wo sie die australische Flagge trug. Zuvor hatte Fraser mit den australischen Hockeyspielern ein paar Bier getrunken und war daraufhin in den nationalen Medien heftig wegen "wilder Parties" kritisert worden. Der nationale Schwimmerverband sperrte Fraser sogar für zehn Jahre. "Der Zwischenfall war nicht der wahre Grund für meine Verbannung. Ich hatte bei der Eröffnungsfeier und meinen Wettkämpfen nicht den offiziellen Schwimmanzug an, weil der mir nicht passte", sagte Fraser. Das Jahr 1964 war für die sympathische Australierin Himmel und Hölle zugleich. Ihre Mutter war kurz vor den Spielen bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen - am Steuer des Unglückswagens sass Dawn Fraser. "Der Titel des Buches ist symbolisch für mein Leben", sagte sie zum Abschluss der Buchpräsentation. |
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