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Swim News Juli bis Dezember 1998 |
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November 1998
Oktober 1998 September 1998 August 1998 Juli 1998 Dezember 199829.12.: Im März 1999 wird eine neue Doping-Liste erscheinen. Dies hängt von den Änderungen in der IOC-Liste ab, welche noch nicht bekannt sind. Bis auf weiteres behalten die beiden Listen vom 1.3.1998 ihre Gültigkeit (Mitteilung vom Schweiz. Olympischen Verband). Neues Doping-Statut des SOV Anlässlich der Versammlung des Sportparlamentes vom 7. November 1998 wurde das Doping-Statut revidiert. Es sind zwei wesentliche Anpassungen beschlossen worden: 1) Für Dopingkontrollen bei Wettkämpfen sind immer Kontrolleure bei der Geschäftsstelle der Fachkommission für Dopingbekämpfung anzufordern. Es ist somit nicht mehr gestattet, Kontrollen im Verband mit verbandseigenen Kontrolleuren durchzuführen. 2) Es wird ein Delegierter für Doping-Straffälle ernannt, welchem die Prüfung und allenfalls Weiterziehung von Urteilen der Strafbehörden der Verbände obliegt. Es liegt in seinem Ermessen zu entscheiden, ob er an Verhandlungen der Strafbehörde teilnehmen will. Alle Urteile sind ihm sofort und vor Ablauf der Rekursfrist zuzustellen (Mitteilung vom Schweiz. Olympischen Verband). 28.12.: Wie weiter in den Berliner Doping-Prozessen? 27.12.: LEN Media Release 24.12.: Fröhliche Weihnachten: In der Stadt Zürich hat zum ersten Mal ein öffentliches Hallenbad über die Festtage jeden Tag offen: Im Hallenbad City (50m, 6 Bahnen) kann an allen Tagen mindestens von 10 bis 16 Uhr geschwommen werden. Auslöser ist das seit 1.8.97 von einer Betriebsgenossenschaft betriebene Hallenbad Altstetten, das von den Schwimmvereinen mit getragen und geführt wird. Die Stadt kam unter Zugzwang! 23.12.: Die Amerikaner sind über den Entscheid des IOC, der 4x 100 Lagenstaffel von Montreal die Goldmedaille, welche von den gedopten DDR-Schwimmerinnen geholt wurde, nicht nachträglich zuzuerkennen, bestürzt. John Leonhard, Geschäftsführer der American Swimming Coaches Association: Der Entscheid sei eine Ungeheuerlichkeit. Damit stelle sich die ganze Anti-Doping-Kampagne des IOC in Frage. Der Doping-Einsatz der DDR-Schwimmerinnen sei schliesslich gerichtlich oder durch Geständnisse achgewiesen, und allen betrogenen SportlerInnen (nicht nur im Schwimmen) seien die verdienten Medaillen zu verleihen. 22.12.: Kurzbahn-Weltrekord über 4 x 100 Freistil durch Brasilien (Fernando Scherer, Gustavo Borges, Alexandre Massura und Carlos Jayme in Rio mit 3:10.45 (vorher Brasilien 3:12.11, 1993). 21.12.: Schweizer-Staffelmeisterschaften: Schweizerrekord über 4x50 Freistil durch den SC Uster mit Lorenz Liechti, Remo Lütolf, Andrée Nussbaumer und Curdin Signorell in 1:34.62 (vorher 1:36.60). Komplette Resultate vermutlich ab Montagnachmittag verfügbar. 19.12.: Inge de Bruijn verbesserte am Kurzbahn-Meeting in Rio de Janeiro ihren eigenen erst eine Woche alten Europarekord über 50m Freistil von 24.38 auf 24.35. Fernando Scherer schwamm 50 Frei in 21.44, die zweitbeste je erreichten Zeit, Gustavo Borges erzielte über 200 Frei 1:44.10 (Weltrekord 1:43.64) 19.12.: Der Rekurs von Michelle de Bruin gegen die 4-jährige Sperre wird vom Internationalen Sport-Schiedsgericht (Court arbitraire sportif, CAS) nicht vor nächstem Jahr behandelt. Ein Entscheid war eigentlich schon im Dezember erwartet worden. Es war nicht möglich, alle Parteien zusammenzubringen. Ein Datum für die Behandlung des Rekurses ist nicht bekannt. Mit dem Fall sind drei Schiedsrichter, einer aus den USA, einer aus Grossbritannien und einer aus der Schweiz beschäftigt. Die CAS ist eine unabhängige Institution, die sich mit Streitfällen zwischen AthletInnen und Verbänden und Vereinen beschäftigt. 18.12.: In den USA geben immer mehr Colleges das (Studenten-)Schwimmprogramm auf. Die College-Schwimmprogramme bilden die breite Basis des Erfolges der US-SchwimmerInnen auf internationaler Ebene. Die Gründe sind Finanzmangel und Quotenregelung, d.h. weil immer mehr Studentinnen sich für Sport interessieren, müssen Studentenangebote abgebaut werden. 17.12.: Ab heute Schwanensee mit den Limmat-Nixen 16.12.: Michael Klim will in Sydney 2000 an 7 Rennen starten und gewinnen, wie er erklärte. Das wird aber hart werden 7 Rennen mit Halbfinals. Immerhin wurde das Olympische Schwimmprogramm von von 7 auf 8 Tage ausgedehnt. An den Panpazifischen Spielen 99 will Klim das Programm mit 7 Starts testen. 15.12.98: Das IOC hat beschlossen, dass die vier Schwimmerinnen Linda Jezek, Lauri Siering, Camille Wright und Shirley Babashoff kein Gold erhalten. Sie haben in Montreal 1976 die Goldmedaille an die gedopte DDR-4x100 m Lagenstaffel verloren. 15.12.98: Die Schweizer Schwimmer weiterhin im leichten Aufwärtstrend - Der Bericht aus der NZZ 15.12.98: Das IOC hat beschlossen, dass Kreatin nicht zu den Doping-Substanzen gezählt wird. Kreatin sei zwar muskelbildend aber es sei kein anaboles Steroid sondern "eher ein Nahrungsmittel". 15.12.98: Asien-Spiele, Synchronschwimmen: Duett, technische Routine: 1. Miya Tachibana, Miho Takeda (Japan) 98.190 points 2. Yoo Na-mi, Jang Yoon-kyeong (South Korea) 96.504 3. Li Min, Long Yan (China) 95.943 4. Aliya Karimova, Galina Shatnaya (Kazakhstan) 86.887 5. Marina Abrashkina, Olga Bistrova (Uzbekistan) 84.793 6. Katesaya Kaewsrimuang, Augkana Roysuwan (Thailand) 74.537 Duett, freie Routine: 1. Miya Tachibana, Miho Takeda (Japan) 98.400 2. Yoo Na-mi, Jang Yoon-kyeong (South Korea) 96.667 3. Li Min, Long Yan (China) 96.200 4. Aliya Karimova, Galina Shatnaya (Kazakhstan) 87.400 5. Marina Abrashkina, Olga Bistrova (Uzbekistan) 84.933 6. Katesaya Kaewsrimuang, Augkana Roysuwan (Thailand) 75.400 14.12.98: Noch ein Spitzenresultat der Schweizer in Sheffield vom Sonntagnachmittag: Limitenversuch 4x100m Fr Karel Novy 49.46 Chr. Buehler 49.42 Ph. Meyer 49.99 L. Liechti 50.49 3:19.36 SR Limite fuer Hongkong Kurzbahn-WM 1999 erfuellt (3:19.44) 14.12.98: Asien-Spiele, Synchronschwimmen: Freie Routine: 1. Miya Tachibana (Japan) 97.933 points, 2. Choi Yoo-jin (South Korea) 95.850, 3. Li Yuanyuan (China) 94.229, 4. Aliya Karimova (Kazakhstan), 86.553 5. Marina Abrashkina (Uzbekistan) 84.684, 6. Wong Man Ting (Hong Kong) 80.573, 7. Sirintra Pongsarak (Thailand) 73.884 Technische Routine: 1. Miya Tachibana (Japan), 97.067 points 2. Choi Yoo-jin (South Korea) 95.200, 3. Li Yuanyuan (China) 93.667, 4. Aliya Karimova (Kazakhstan,) 84.733 5. Marina Abrashkina (Uzbekistan) 83.600, 6. Wong Man Ting (Hong Kong) 79.533, 7. Sirintra Pongsarak (Thailand) 72.800 14.12.98: An den Asien-Spielen in Bangkok startete der Chinese Xiong Guoming, welcher vor 4 Jahren an den Asien-Spielen in Hiroshima positiv auf Anabolika getestet worden war - zusammen mit 6 anderen Chinesinnen. Er gewann jetzt in Bangkok Gold über 200 Lagen in 2:03.34 - schneller als seine Zeit in Hiroshima. Es geht also auch ohne. Die Japaner haben aber die Chinesen als asiatische Schwimmnation abgelöst. 11./12./13.12.98: European Short Course Championships, Sheffield Alle Resultate | All Results 11.12.98: Die Amerikanerin Jenny Thompson (25) und der Australier "Torpedo" Ian Thorpe (16) wurden von der Fachzeitschrift "Swimming World" zur Schwimmerin bzw. Schwimmer des Jahres gewählt. Thompson ist die erste Amerikanerin seit Janet Evans 1990 diesen Preis gewann. Ian ist der jüngste männliche Schwimmer, der diesen Titel holt. 11.12.98: Franziska van Almsick plant ein Comeback: Sie sei auf dem besten Weg zurück an die Spitze, teilte das "Wundermädchen, das inzwischen auch schon 20 Jahre alt ist, mit. Sie wird an den heute beginnenden Kurzbahn-Europameisterschaften wegen einer Daumenverletzung mit einem redzierten Programm teilnehmen. Das Ziel sei eine gute Zeit und ein guter Rang über 200 m Freistil am Sonntag. Sie war erst 15, als sie in Barcelona Silber und Bronze gewann. 1993 trat sie an den Europameisterschaften in Sheffield gross in Szene und galt als das Zukunftstalent. Sie hält immer noch den Weltrekod über 200 m Freistil (WM Rom 1994). 9.12.98: Neuer Schweizer Rekord über 4x100 Lagen durch den SC Uster: Das Herrenteam mit Luka Gabrilo, Remo Lütolf, Adi Andermatt und Lorenz Liechti verbesserte gestern den 12 Jahre alten Kurzbahn-Rekord von Stéphane Weyer, Etienne Dagon, Théophile David und Dano Halsall (Genf) um 4.93 Sek. auf 3:44.37. 7.12.98: Gerd Pansold am Doping-Prozess vom Berliner Landsgericht wegen "Beihilfe zur vorsätzlichen Körperverletzung an neun minderjährigen Athletinnen" zu einer Geldstrafe von DM 14000 veurteilt. 6.12.98: Uster (Herren) und Spiez (Damen) Schweizer Vereinsmeister: Schlussklassement / Bericht VM Sonntag 6.12.98: Sechs neue Kurzbahnrekorde an der VM in Uster. Remo Lütolf schwimmt 100 Brust in 1:01.13! 6.12.98: Results US Open College Station (4.-6.12.98) Die Seite der Schweizer Vereinsmeisterschaften 5./6.12.98 4.12.98: Der Belgier Frederik deBurghgraeve verbesserte am US Open in College Station seinen 100 m Brust Weltrekord vom Februar 1996 von 59.02 auf 58.79. (25m Bahn). 3.12.98: Resultate World Cup College Station Day 3.12.98: Nochmals ein Weltrekord durch die Medizinstudentin Jenny Thompson am World Cup in College Station (Einzelne Resultate): 50 Delfin in 26.05. Vorher erzielte sie mit 53.53 neuen amerikanischen Rekord über 100 m Freistil. Originalton Thompson: "Es war ein unglaubliches Meeting. Es ist eine grossartige Art zu testen, wie es mit dem Training geht. Ich habe noch gar nicht begonnen schnell zu schwimmen." Gary Hall schwamm sein erstes Rennen nach der Sperre: Er gewann die 50 m Freistil in 21.98 vor der gegenwärtigen Nummer 1, dem Brasilianer Fernando Scherer. 2.12.98: Neuer Kurzbahn-Weltrekord am Weltcup in College Station, Texas, durch Jenny Thompson: 100 Delfin in 56.90 (vorher Thompson in 57.79). FINA hebt Sperre gegen Gary Hall erst am 12.12. auf: Nur 2 Tage vor dem Start in College Station wurde ihm dies mitgeteilt. Mit Hilfe eines Anwaltes und einer Kaution von US$ 10000 will Gary trotzdem an den Start. Gary: "Das ist das höchste Startgeld, das ich je zahlte!" 2.12.98: Die Schlinge um Bernd Pansold, dem ehemaligen Betreuer der DDR-Schwimmerinnen, zieht sich zu. Der Staatsanwalt wirft Pansold im Dopingprozess von Berlin "Beihilfe zur vorsätzlichen Körperverletzung an neun minderjährigen Athletinnen" vor. Staatsanwalt Hillebrand sieht in Pansold "den wahrscheinlich wichtigsten Mann" und fordert eine Strafe von DM 14000, symbolisch als 180 Tagessätze zu je 80 Mark. 2.12.98: Der neue Vorstand des SSCHV / FSN 2.12.98: Asien-Spiele in Bangkok (Beginn 7.12.): Schwimmbecken werden von Käfern und Insekten bevölkert, welche vor allem abends ins Wasser fliegen und fallen. Die Wettkampforganisation setzt spezielle Ungeziefer-Reinigungsmannschaften ein. 1.12.98: Kieren Perkins teilte mit, dass er in Sydney seinen dritten Olympiasieg über 1500m Freistil im Sinn hat. Zurück zur Homepage / an den Anfang November 199830.11.98: Der deutsche Brustspezialist und Olympiadritte Mark Warnecke aus Essen egalisierte an den deutschen Kurzbahnmeisterschaften seinen eigenen am 8.2.97 aufgestellten Weltrekord über 50 m Brust mit 26.97. 29./30.11.98: Results Worldcup Edmonton, Alberta (Canada) 28.11.98: Die Weltverbände Fussball, Tennis und Radsport wehrten sich an einer Tagung des IOC gegen die Einführung einer Mindeststrafe von 2 Jahren bei einem erstmaligem Dopingfall. Die FIFA opponierte gegen das Modell, nur noch Sportarten an die Olympiade zu lassen, die das neue Konzept mittragen. Wenigstens konnte man sich auf die Schaffung der neuen, weltweit für Trainingskontrollen und Forschung zuständige Antidoping-Agentur einigen, Sie kostet Millionen von Dollar pro Jahr. 27.11.98: Die US-Regierung unterstützt die Dopingbekämpfung auf internationaler Ebene mit 1 Million Dollar. In einem zehnseitigen Brief an das IOC in Lausanne fordert Barry McCaffrey, der Drogenverantwortliche im Weissen Haus, eine unabhängige Doping-Agentur und die Einführung einer weltweit einheitlichen Dopingpolizei. Sie soll sicherstellen, "dass alle Olympiateilnehmer rund um die Uhr frei von Drogen sind". 25.11.95: Interview mit Harald Müller, einem der zwei neuen Vizes im SSCHV: Was soll nun anders werden? 24.11.95: China erwägt Bluttests an den SchwimmerInnen vor den Asiatischen Spielen vom Dezember, wie der stellvertretende Nationaltrainer Lu Yongming mitteilte. Einen weiteren Doping-Skandal könne China sich nicht erlauben. Das Schwimmteam wurde in den vergangenen 2 Monaten 4mal unter Beisein von FINA-Vertretern mit konventionellen Tests geprüft. 24.11.98: Gary Hall rekurriert gegen die 3-monatige Sperre des Doping-Panels der FINA wegen einem positiven Marihuana-Test im Training im Mai 98. Die 3 Monate sind das normale Strafmass für den erstmaligen Marihiana-Missbrauch (= nicht leistungssteigerende Droge). Das FINA-Exekutivkomitee war sogar der Ansicht, es handle sich bereits um den zweiten Verstoss nach Atlanta 1996. Gary Hall argumentiert, die FINA hätte zu dieser Zeit ausserhalb eines Wettkampfes gar nicht auf nicht leistungssteigernde Substanzen testen dürfen. Hall will ab Dezember wieder an Wettkämpfen starten. 23.11.98: Schweizerischer Schwimmverband: Aufbruch zu neuen Ufern. An der Delegiertenversammlung vom 21./22.11. trat der bisherige Präsident, Hans-Ulrich Schweizer, erwartungsgemäss zurück. Der desginierte Nachfolger und bisherige Vize, Sisto Salera, wurde nicht mehr in den Vorstand gewählt. Thomas Rüesch und Harald Müller wurden als interimistische Vizepräsidenten mit dem Aufbau der neuen Verbandsführung betraut. Zu regeln ist noch die Intergration des einzigen kommerziellen Bereiches des Verbandes, der Wasserfitness. 23.11.98: Resultate Kurzbahn-Weltcup Rio de Janeiro | Results Short Course World Cup Rio de Janeiro 22.11.98: Eine Gallup-Umfrage, ob Doping ein "ernsthaftes Problem" im Profi-Sport darstelle wurde von 79% mit Ja beantwortet (10 000 Befragte in Grossbritannien, Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Dänemark). Spanien und GB waren am unteren Ende mit 67% bzw. 71%, un den übrigen Ländern waren es 83-85%. Nur 4% denken Doping sei kein Problem. An erster Stelle mit wurden Bodybuilding (76%), Leichtathletik (75%) und der Radsport (74%) genannt. Dann folgten Schwimmen (56%) und Fussball (48%). Der Golfsport (5%) scheint in den Augen der Öffentlichkeit "clean" zu sein. 22.11.98: An der Olympiade in Sydney wird gemäss Mitteilung der FINA die "keine Fehlstart-Regel" zur Anwendung kommen. 22.11.98: Harsche Kritik am Vorstand und Präsidium des Schweizerischen Schwimmverbandes durch die Neue Zürcher Zeitung 21.11.98: Die Trainer Mark Schubert und Richard Quick werden das US-Schwimmteam in Sydney leiten. Der 49-jährige Schubert kommt aus Seal Beach, Kalifornien, trainiert die Mannschaft der University of Southern California und ist bereits das 6. Mal dabei. Damit rückt er dem "Rekord" von George Haines (7mal) schon sehr nahe. Der 55-jährige Quick aus Menlo Park, Kalifornien trainiert das Team der Stanford University ist das 5. Mal an einer Olympiade. 20.11.98: Das IOC wird sich mit dem Bittschreiben des Präsidenten des US-OC befassen, in welchem angefragt wird, ob den vier Schwimmerinnen Linda Jezek, Lauri Siering, Camille Wright und Shirley Babashoff nachträglich die Goldmedaille für die in Montreal 1976 an die DDR verlorene 4x100 m Lagenstaffel zugesprochen werden könnte (s. Meldung vom 15.11.). Dies ist die Mitteilung von IOC-Direktor François Carrard. Ein positiver Entscheid des IOC würde aber einen ganzen Rattenschwanz von Forderungen erzeugen: Die DDR-Schwimmerinnen gewannen 11 der 13 Goldmedaillen bei den Damen sowohl 1976 als auch 1980 und 10 von 15 Goldenen in Seoul (1988). Beispielsweise wurde die Britin Sharron Davies in Moskau 1980 über 400 Lagen zweite hinter Weltrekordlerin Petra Schneider. Schneider teilte im britischen Fernsehen diese Woche mit, dass sie damals unwissentlich gedopt gewesen war. Schneider kämpft seit ihrem Rücktritt 1984 mit gesundheitlichen Problemen infolge des Dopings. 19.11.98: Das US-Team gewann 23 der 32 Wettkämpfe gegen das 10-köpfige All Stars Team. Erwähnenswert sind: Sabir Muhammed, 100 Delfin in 55.80 und 50 Frei in 23.43. Die USA gewannn die 4x100 Freistil-Staffel in 3:28.85. Bei den Frauen setzte sich Cristina Teuscher durch: 800 Freistil in 8:46.75, 200 Lagen in 2:20.69 und 400 Lagen in 4:49.93. 19.11.98: Im Pilotprozess um systematisches Doping in der DDR vor dem Berliner Landgericht ist die Beweisaufnahme abgeschlossen. Die Urteilsverkündigung ist für den 7. dezember vorgesehen. Staatsanwalt Rüdiger Hillebrand geht davon aus, dass die Beweislage für eine Verurteilung des Artzes Bernd Pansold ausreichen wird. Pansold muss sich in Berlin wegen der Abgabe von Dopingpräparaten an minderjährige Schwimmerinnen verantworten. Pansold ist zurzeit am Olympiastützpunkt Obertauern (AU) im Umfeld des Skifahrers Hermann Maier tätig. 17.11.98: Die FINA teilte am Montag mit, dass der Lette G. Rafanavicius rückwirkend vom 25.6.98 an für 4 Jahre wegen Anabolika-Missbrauchs (Metandienon) gesperrt wird. 15.11.98: Der Präsident des US Olympischen Komitees, Bill Hybl, traf IOC Präsidenten Juan Antonio Samaranch und ersuchte "um geeignete Anerkennung der Medaillen" für die 4x100 Lagenstaffel 1976 in Montreal (Linda Jezek, Lauri Siering, Camile Wright und Shirley Babashoff). Diese Staffel belegte 6.6 Sek. hinter der (gedopten?) DDR-Mannschaft den zweiten Platz. Samaranch nahm die Anfrage entgegen und teilte mit, dass das IOC-Exekutivkomitee den Fall anfangs Dezember behandeln werde. 12.11.98: Radsport neuer "Doping-Leader". Eine telefonische Befragung von 904 Personen auf Initiative der Eidgenössischen Sportschule Magglingen hat Interessantes zum Thema Doping zutage gebracht. Gegenüber einer Umfrage aus dem Jahr 1995 hat sich die Liste der Sportarten, die als "dopinggefährdet" erachtet werden, an der Spitze ver&aauml;ndert. Nach den Ereignissen in der Tour de France 1998 "führt" der Radsport mit 75% der Nennungen, gefolgt von Leichathletik (55%), Fussball (17%), Bodybuilding (16%) und Schwimmen (13%). Vor drei Jahren "führte" die Leichathletik klar mit 80%, gefolgt von Rad (27%), Fussball (19%), Bodybuilding und Schwimmen (beide 14%). 58% der Befragten ässerten positiv für ein generelles Verbot von Doping aus. 34% sind der Ansicht, Doping solle unter medizinischer Aufsicht erlaubt sein und 6% sind für Freigabe. 11.11.98: Im Rahmen eines ausserordentlichen Doping-Kongresses will die FINA am 31.3.99 in Honkong seinen Mitgliedorganisationen verschärfte Regeln im Kampf gegen das Doping präsentieren. Die Vorschläge sind das Ergebnis der Arbeit einer Task-Force, die von der FINA während der WM in Perth bestellt worden war. 10.11.98: Die US-Schwimmerin Suzanne Black wurde von der FINA wegen einem positiven Marihuana-Test für 3 Monate gesperrt. Black gewann 1997 den 1500er an den Studentenweltmeisterschaften in Messina, Italien. Die FINA hat ausserdem den US-Schwimmer Austin Ramirez wegen Pemolin-Missbrauch (ein Stimulans) verwarnt. Ramirez wurde in Perth 15. über 5 km und gewann damit mit der US-Mannschaft die Goldmedaille (3 Schwimmer bildeten ein Team). Ramirez wurde im 800er in Messina Vierter. 10.11.98: Die FINA hat Gary Hall für 3 Monate wegen Marihuanamissbrauchs suspendiert. Die Suspension hat sich aber schon erledigt, weil Gary schon einmal in dieser Sache gesperrt war, die Sperre aber aufgehoben wurde. 7.11.98: Das Schwimmprogramm an der Olympiade in Sydney wird neu 8 statt 7 Tage dauern. Der Australische Schwimmpräsident Terry Gathercole teilte mit, dass die Änderung von der FINA am Freitag abgesegnet worden sei. Schon früher hat die FINA beschlossen, die Halbfinals wieder einzuführen. Mit der Ausdehnung auf 8 Tage kommt man Schwimmerinnen und Schwimmern entgegen, welche in mehreren Disziplinen starten (z.B. Klim, 100 Delfin und 200 Freistil, am gleichen Tag). 7.11.98: Ehemaliger Schwimmer und Wrestler Gouverneur von Minnesota: Jesse Ventura schaffte als unkonventioneller Bewerber den Durchbruch gegen die Politikerkaste! Jesse war Age Group und Highschool Schwimmer mit Speedo Badehose Grösse 28. Deshalb wurde er "The Body" genannt. Inzwischen wurde er aber als erstklassiger Wrestler besser bekannt. Er hat es aber nicht nur im Bizeps sondern auch im Kopf - er fiel im Wahlkampf durch seine offene, ehrliche und liberale Art auf. Jetzt nennt er sich "The Mind". 5.11.98: Das Doping-Panel der FINA wird den Fall "Gary Hall" (Marihuana) am Freitag, 6. November behandeln. Marihuana wird als nicht leistungsfördernde Droge eingestuft, steht aber trotzdem seit einiger Zeit auf der Doping-Liste. Hall wurde am 15.5.98 positiv getestet und ist seit dem 1.7. provisorisch suspendiert. Das positive Resultat vom Mai wird von der FINA als Wiederholungsfall gewertet, weil er in 1996 in Atlanta bereits schon einmal positiv getestet worden ist - damals stand Marihuana allerdings noch nicht auf der Liste. 4.11.98: Gläser entlastet Pansold / Höppner sagt nicht aus. Mehr Einzelheiten Zurück zur Homepage / an den Anfang Oktober 199830.10.98: Der Berliner Doping-Prozess geht in die entscheidende Phase: Der Bericht 27.10.98: Ex-DDR-Trainer entgeht Inhaftierung. Der ehemalige DDR-TRainer Volker Frischke entging am Montag nur knapp einer Inhaftierung. Der 54-jährige sagte im sog. Doping-Prozess vor dem Berliner Landgericht erst aus, nachdem ihm die Grosse Strafkammer Untersuchungshaft angeordnet hatte. Der Beschluss wurde aufgehoben, Frischke muss eine Busse von DM 1000 bezahlen. 27.10.98: Der am 24. August 1998 gegründete Verein "Limmat Nixen Zürich" wurde vom Zentralvorstand des SSCHV unter dem Vorbehalt der Ratifikation durch die Delegiertenversammlung in den SSCHV aufgenommen. Der Verein ist berechtigt, ab sofort bei der Geschäftsstelle Lizenzen zu beantragen. 26.10.98: Wann endlich handeln die Sportoffiziellen? Nach den Doping- Vorwürfen des Schweizer Ski-Nationalmannschaftstrainers Nadig an die Adresse der Skiverbände stellt sich die Frage der Handlungsfähigkeit und -willens der Sportverbände. Sportarzt Dr. Beat Villiger (Davos) bestätigte die Vermutungen Nadigs, wonach es möglich sei, die herkömmlichen Dopingkontrollen auch während dem Training zu umgehen. Mit "richtiger" Dosierung von Wachstumshormonen und Anabolika sei es möglich, jede unangekündigte Dopingkontrolle schadlos zu überstehen. Bei den Skifahrern wurde trotz intensivster Kontrollen der letzte Fahrer 1994 überführt. Nadig fordert von der FIS endlich härtere Kontrollen, nämlich Blut- und Haaranalysen durch wirklich unabhängige Instanzen. FIS-Präsident Kasper tut das als "psychologische Kriegsführung" zwischen den Schweizern und den Österreichern ab. Und was tun die Verantwortlichen bei den Schwimmverbänden und bei der FINA? 24.10.98: Bremer frustriert: Nach seiner und Warneckes Aussage zum weiterverbreiteten Dopingmissbrauch im Schwimmsport (s. Bericht) ist Bremer von der Reaktion der offiziellen Sportwelt frustriert. Er hätte etwas Konkretes erwartet nach Gesprächen mit den Offiziellen des Deutschen Sportbundes (DSB) und des Deutschen Schwimmverbandes (DSV). Bremer und Warnecke wurden nach dem ARD-Interview von diesen zu Gesprächen eingeladen. Die ARD-Sendung sollte die Offiziellen aufrütteln und endlich etwas in Bewegung setzen. Der DSV Präsident, Rüdiger Tretow, ist nicht mit Bremers Interpretation einverstanden, die Gespäche seien unfruchtbar gewesen. Es sei eine gute Diskussion gewesen, die Fortschritte bringen würde, meinte Tretow. 22.10.98: Kaum Chance für nachträgliches US-Gold: IOK-Mitglied Jacques Rogge, einer der aussichtsreichsten Kandidaten für die Nachfolge Samaranch, sagte auf den Vorstoss des US-Olympic Committee (s. Meldung von Gestern), dass das IOC keine Entscheidungen umstossen werde, die mehr als 10 Jahre zurückliegen. 22.10.98: Einzelheiten zu den Doping-Vorwürfen von Bremer und Warnecke (s. Meldung vom 19.10.) 21.10.98: Amerikanerinnen wollen 76er Gold: Über 2 Jahrzehnte nach der Olympiade 1976 in Montreal wollen 4 amerikanische Schwimmerinnen ihre Staffel-Silbermedaille vergolden. Vor dem Hintergrund zahlreicher Dopinggeständnisse von DDR-Funktionären will der Präsident des USOC beim IOC die Goldmedaillen abholen. Die US-Staffel mit Linda Jezek, Lauri Siering, Camille Wright und Shirley Babashoff wurden Zweite über 4x100 Lagen hinter Ulrike Richter, Hannelore Anke, Andrea Pollack und Kornelia Ender, welche den damals gültigen WR um 5.5 Sek. auf 4:07.95 verbesserten. Pollack soll klar mit Anabolika gedopt gewesen sein. Als Auslöser gilt der US-Marathoner Frank Shorter, der vom IOC ebenfalls die Goldmedaille will: 1976 gewann der DDR-Läfer Waldemar Cierpinski, der wegen flächendeckendem Doping-Regime in der DDR ziemlich sicher auch gedopt gewesen war. 21.10.98: Verletzte US-Schwimmer: Brustschwimmer Kurt Grote musste sein rechtes Knie arthroskopisch untersuchen lassen: Er hat eine Stressfraktur. Kein Brustbeinschlag mehr für 4 Wochen. Gary Hall hat Verbrennungen zweiten Grades an Händen, Armen und im Gesicht: Der Kühler in seinem Auto überhitzte sich und es trat Dampf ins Wageninnere. 20.10.: Gold und Silber für Daniel Künzi: Der armamputierte Daniel Künzi (36) aus Subingen hat bei den Schwimmweltmeisterschaften der Behinderten in Christchurch / New Zealand über 200 m Lagen in 2:54.73 die Goldmedaille und über 50 m Delfin die Silbermedaille gewonnen. Dazu kommen ein 5. Platz (100m Rücken und zwei 7. Plätze (50m und 100m Freistil). Herzliche Gratulation! 19.10.98: Die beiden deutschen Topschwimmer Chris Bremer (Bronze 200 Delfin 1994 in Rom) und Mark Warnecke (Bronze 100 Brust 1996 in Atlanta), beides auch Medizinstudenten, teilten in einem ARD-Interview mit, dass Doping im Schwimmen weit verbreitet sei, und dass es möglich sei, die Nachweistests sehr einfach zu umgehen, ohne das Doping abzusetzen. EPO würde sehr häufig eingesetzt ebenso Testosteron. Beim Testosteron müsse man einfach unter dem 6:1 Verhältnis von Testosteron zu Epitestosteron bleiben. Mit Pillen und Spritzen sei das sehr leicht möglich. Man könne jeden Abend die Pillen schlucken, ohne dass man am anderen Tag etwas nachweisen könne - mit der richtigen Hilfe eines "guten" Sportarztes. 14.10.98: Swim like a fish: Learn the secrets of Popov and Klim ... 13.10.98: Der frischgebackene 1500m Weltrekordler Grant Hackett (3:45.96) schlug in einem "Spezialrennen" - 2 x 200m Freistil mit 1 Min. Pause - Daniel Kowalski (3:50.49), Kieren Perkins (3:51.64), Ryk Neethling (SA, 3:51.88)) und Ian Thorpe (3:52.58). 11.10.98: Zusammensetzung der CH-Nationalmannschafts-Kader 11.10.98: Keine Hinweise für Dopinggebrauch unter BreitensportlerInnen, wohl aber Schmerzmittelmissbrauch: Der Bericht. 9.10.98: SportlerInnen, die an der Olympiade 2000 mit Drogen und Dopingmitteln erwischt werden, müssen nach Einsprache des IOC nicht ins Gefängnis, wohl aber Schmuggler und Händler. Ursprünglich wollten die Australier auch KonsumentInnen für 2 Jahre ins Gefängnis stecken. Die Massnahmen sollen sich nun auf die üblichen Dopingstrafen der Verbände und ees IOC beschränken. 6.10.98: Jenny Thompson zur Schwimmerin des Jahres gewählt! Sie gewann an der WM das erste Mal seit Tracy Caulkins (WM 1978) vier Goldmedaillen an einer WM (100 Freistil, 100 Delfin, 4x100 Freistil- und 4x100 Lagenstaffel dazu Silber in der 4x200 Freistil-Staffel). 5.10.98: Das Berliner Landgericht akzeptierte die Busse von DM 3000 vom ehemaligen SC Dynamo Trainer Dieter Krause und stellte das Verfahren ein. Nach deutschem Recht kann ein Gericht eine Anklage fallen lassen, wenn der Angeschuldigte bereit ist eine Busse zu zahlen, und der Aufwand des Gerichtes zur Erlangung eines Urteils unverhältnismässig scheint. Dieser Weg wurde schon bei den Trainern Lindemann und Frischke gewählt. Es bleibt nur noch der Fall des Sportarztes Bernd Pasold offen. 3.10.98: Kein "Oben Ohne" an den Pan American Games 1999 Synchro-Meisterschaften: Der weltbeste männliche Synchroschwimmer Bill May (19 Jahre, 2mal Silber an den Goodwill Games mit den Damen) darf nicht teilnehmen. Es stellt sich die Frage der Gleichberechtigung, wobei es in vielen Sportarten keine "Mixed" Kategorie gibt. Wer Bill "Life" sehen will: Er kommt voraussichtlich an die Synchro-Gala in Zürich, welche in der Woche 51 stattfindet. 2.10.98: China soll wegen seiner Doping Praktiken von den PanPac-Spielen 1999 ausgeschlossen werden, das wollen unter anderen Forbes Carlile und seine australischen Kollegen erreichen. US-Offizelle seien der gleichen Meinung. 1.10.98: SYDNEY 2000 Informations (in English) Billigster Eintritt Sydney 2000: AUS $ 94.00 Pro Athlet werden 51 Kondome bereitgestellt!! Zurück zur Homepage / an den Anfang September 1998Resultate Commonwealth Games 27.9.98: Grant Hackett (18 Jahre) verbessert den Kurzbahn 1500 m Weltrekord von Kieren Perkins aus dem Jahre 1993 um 7 Sekunden von 14:26.52 auf 14:19.55. 26.9.98: Von Amerika nach Europa schwimmen? Ben hats geschafft!! Besuchen Sie Ben Lecomtes Homepage 26.9.98: Australische Wunderboys schlagen erneut zu: Neuer Kurzbahn-Weltrekord von Ian Thorpe über 400 m Freistil in 3:39.82 (vorher Loader, Neuseeland, mit 3:40.46 erzielt in Sheffield 1995) - auch Grant Hackett blieb mit 3:40.04 unter dem alten Rekord. 25.9.98: Wettkampfbericht Commonwealth Games von Christian Henny, SWATCH-Timing 25.9.98: Matthew Dunn (Aus) verbesserte den Kurzbahn-Weltrekord über 400m Lagen um mehr als 1 Sekunde auf 4:04.24. Der alte Rekord des Holländers Marcel Wouda stand auf 4:05.41, erzielt erst im Februar letzten Jahres im Weltcup-Meeting von Paris. Der 25-jährige Australier verbesserte diesen Rekord knapp 2 Wochen nach dem 4x200 m Freistil Weltrekord in Kuala Lumpur. 24.9.98: Das IOC reagiert für einmal rasch: Auf die Pressemeldung vom "legalen" Doping im US-Baseball (s. Bericht) vom 1.9. soll Druck auf die Major Baseball League und andere Profi-Sportverbände in den USA, die nicht unter die olympischen Sportarten fallen, ausgeübt werden. 17.9.98: Die australische "Teen Machine" mit Ian Thorpe, Simon Cowley, Grant Hackett und Giann Rooney werde an der Olympiade das "Big Thing" drehen, kündigte Coach Talbot an. Ausser diesen vier Trümpfen hätten sie aber noch mehr gute Karten im Ärmel. 16.9.98: Australien hat an den Commonwealth Games nach 4 Tagen bereits 17 der 20 Goldmedaillen gewonnen. Der 15-jährige Thorpe gewann 4mal Gold. 14.9.98: In Berlin wurde die Doping-Anklage des Landgerichts gegen den DSV-Trainer Volker Frischke fallen gelassen, nachdem dieser eine Busse von DM 5000 akzeptierte. DSV-Präsident Rüdiger Tretow sagte, der letzten Oktober entlassene Frischke wurde nicht wegen der Anklage sondern wegen seiner Doping-Vergehen entlassen. Er wird nicht wieder eingestellt, es sei denn, der DSV werde von einem Arbeitsgericht gezwungen. Das Urteil gegen einen weiteren DSV-Trainer, Dieter Lindemann, steht noch aus. 14.9.98: Shane Gould, Olympiastar 1972 in München, beginnt wieder zu shwimmen: In ihrem ersten Masters Rennen schwamm sie 29.3 über 50 m Freistil. Das ist australischer Rekord für die Frauen-Alterklasse 40-44 Jahre. 13.9.98: Neuer 4x200 Freistil Weltrekord durch das australische Team mit Ian Thorpe, Daniel Kowalski, Matt Dunn und Michael Klim in 7:11.86. Das ist 0.09 Sekunden unter dem alten Rekord, aufgestellt durch das GUS-Team 1992 in Barcelona. 13.9.98: WOW: Thorpe verfehlt Lambertis 200m Freistil Weltrekord aus dem Jahre 1989 (1:46.69) nur um EINEN HUNDERSTEL! Klim wurde Zweiter mit 1:48.05, Kowalski Dritter mit 1:48.26. 12.9.98: Europameisterschaften 2000 in Helsinki: Das LEN-Bureau hat die Europameisterschaften im Schwimmen, Wasserspringen und Synchronschwimmen an die Stadt Helsinki vergeben. Sie werden zwischen dem 23. Juni und dem 9. Juli 2000 stattfinden; das genaue Datum wird später festgelegt. Offen ist derzeit noch der Austragungsort der Longdistance-Wettbewerbe. An sich wäre aus der Sicht der Publizität der gleiche Austragungsort erwünscht, doch bestehen derzeit zu Recht noch Bedenken bezüglich der Wassertemperatur (25 km = ca. 5 Stunden). 12.9.98: Ältester Herren-Schwimmweltrekord in Gefahr: Beim Kampf um den ersten Platz an den Commonwealth-Spielen (heute Beginn in Kuala Lumpur) planen die drei Schwimmer Klim und Thorpe (beide Australien) sowie Loader (Neuseeland) Giorgio Lambertis 200m Weltrekord aus dem Jahre 1989 (1:46.69) anzugreifen. Das zeug zum Rekord hätte vor allem einer: Thorpe schlug im April Klim an den Australischen Trials über 200m in 1:47.24. Der 15-jährige gewann in Perth auch über 400m. 10.9.98: Der seit dem 18. März 98 laufende Berliner Doping-Prozess wird nach Auskunft des Vorsitzenden Richters Hansgeorg Bräutigam noch mindestens 2 Monaten dauern. Es stehen noch Verurteilungen von 4 ehemaligen Offiziellen des SC Dynamo aus. Die Staatsanwltschaft will auch Verantwortliche der ehemaligen SED-Parteiführung, hohe Ministerialbeamte und evtl. sogar ehemalige Minister vors Gericht bringen, sofern sie mit dem Doping-Missbrauch zu tun hatten. 8.9.98: Psychologische Kriegsführung der kanadischen Schwimmerinnen in Kuala Lumpur erreicht ersten Höhepunkt: Sie liessen sich kahlschneiden um die australischen Schwimmerinen zu schocken. "Eine Woche vor den Rennen verändern wir unseren Look total", sagte Lauren van Oosten, währenddem sie sich die hintere Kopfhälfte kahlschneiden liess. "Das gehört zum Fine-tuning während des Taperings. Und das komplette Body-shaving kommt ja noch." 8.9.98: Das Urteil gegen den ehemaligen SC Dynamo-Trainer Rolf Gläser im Berliner Doping-Prozess hat zur Folge, dass ihm der Landesverband Oberösterreich als Coach gekündigt hat (s. Meldung vom 28.8.98). 5.9.98: Michelle Smith-De Bruin gelangte mit einem Rekurs ans Internationale Sport-Schiedgericht (Court arbitraire sportif, CAS) in Lausanne. Sie wurde wegen Anabolika-Missbracuh und Vertuschungsversuchen mit Alkohol in der Urinprobe vom Januar 98 von der FINA für 4 Jahre gesperrt. Sowohl Smith-De Bruin als auch die FINA müssen dem CAS eine schriftliche Begründung nachliefern und an einem Hearing teilnehmen. Der CAS muss innerhalb von 4 Monaten sein Urteil fällen. 4.9.98: Wie das US Olympic Comittee (USOC) mitteilt, entwischen 50% der ausgewählten AthletInnen den Dopingtests. Aus Kostengründen kann das USOC nicht alle innerhalb nützlicher Frist auffinden und testen. Ein einzelner Dopingtest kostet rund 428 US$. Pro Jahr sind rund US$ 3 Mio. budtetiert. 3.9.98: Europameister über 200 Freistil Paul Palmer (1996 über 400 Frei Silber in Atlanta und 1998 über 400 Frei Bronze in Perth) scheidet krankheitshalber für die Commonwealth-Spielen in Kuala Lumpur (Malaysia) vom 11. - 21.9. aus. Kieren Perkins Grippe ist am abklingen - er wird schwimmen, fragt sich nur wie gut. 1.9.98: Anabolika-Missbrauch in den USA: Kraft durch Pillen ganz legal! 1.9.98: Das Berliner Gericht verurteilte den ehemaligen SC Dynamo-Trainer Rolf Gläser und den SC Dynamo-Arzt Dieter Binus zu einer Geldbusse von 7200 bzw. 9000 Mark. Der Staatsanwalt forderte mehr als doppelt so hohe Bussen (s. Meldung vom 25.8. Vier weitere Offizielle stehen vor der Urteilsverkündung. Die Verurteilung falle wegen dem Geständnis milder aus, aber es handele sich trotzdem um eine bewusste Misshandlung von Minderjährigen, meinte der Richter. Zurück zur Homepage / an den Anfang August 199831.8.98: Die für die Dopingpolitik der ehemaligen DDR obersten Verantwortlichen Minister sollen bis im Jahr 2000 zur Rechenschaft gezogen werden, verkündete in Bonn der Staatsanwalt Christoph Schäfgen. Die entsprechenden Ermittlungen würden bis Ende 1999 abgeschlossen sein. 28.8.98: Die drei russischen Schwimmer Vladimir Pyschnenko, Natalia Meschtscheriakova und Olga Kotschetkova, welche von der FINA im Dezember 1997 wegen Anabolika-Missbrauch (Metandieon) für zwei Jahre gesperrt wurden, blitzten mit ihrer Appelation auch vor dem Sport-Schiedsgericht ab. Sie behaupteten, ein unbekannter Schwimmer hätte ihnen mit Anabolika gespickten Kuchen angeboten, den sie gegessen hätten. Der Russische Schwimmverband schluckte ihre Erklärung, nicht aber die FINA. 28.8.98: Geständnis von Gläser hat Folgen: Die Aussage des ehemaligen DDR-Schwimmtrainers Rolf Gläser im Berliner Doping-Prozess zieht nun auch in Österreich Konsequenzen nach sich. Gläser, der seit 1990 im Landesverband Oberösterreich als Coach angestellt ist, wird voraussichtlich suspendiert. Weil der 58-jährige sich als Landesbeamter bereits einen Pensionsanspruch erworben hat, steht als Kompromiss auch eine Frühpensionierung zur Diskussion. Gläser ist für die Erfolge der Kurzbahn-Europameisterin Vera Lischka verantwortlich. Lischka möchte unter allen Umständen mit Gläser weiterarbeiten. 26.8.98: Kreatin soll gemäss Quellen aus der Italienischen Antidoping-Kommission des Italienischen Olympischen Komitees auf die schwarze Liste gesetzt werden, da es nicht nur aufbauende sondern auch leistungsverbessernde Wirkung habe. 25.8.98: Staatsanwalt fordert eine Geldbusse von DM 18000 für Dieter Binus (ehemaliger Teamarzt des SC Dynamo). 25.8.98: Wie in Sydney 2000 werden auch an den Pan Pacific Championships 1999 Halbfinale geschwommen. Um das Programm einzuhalten, werden bei den Herren die 800 m und bei den Frauen die 1500 m Freistil aus dem Programm gestrichen. 24.8.98: Rolf Gläser, ehemaliger Trainer im SC Dynamo Berlin, gab zu, von Dr. Binus orale Anabolika (Turunabol) bekommen und an seine Schwimmerinnen abgegeben zu haben. Er enstschuldigte sich im Doping-Prozess für dieses Verhalten. Binus gab die Verwendung schon vor einem Monat zu, in der damaligen Meinung, dass die verwendete Dosierung unschädlich sei. 22.8.98: Der Bericht vom Berliner Doping-Urteil 21.8.98: Erste Verurteilung im Berliner Doping-Prozess: Die Ärzte Ulrich Sünder (sic!) und Dorit Rösler sowie der Trainer Peter Mattonet wurde schuldig gesprochen, die Gesundheit von 17 Schwimmerinnen zwischen 1979 und 1989 durch die Gabe von Steroiden gefährdet zu haben. Die Bussen betragen: DM 27000 (Sünder) und rund DM 7000 (Rösler und Mattonet). Der vorsitzende Richter Warnatsch folgerte: Ärzte und Trainer des TSC Berlin waren in eine staatlich verordnete Kriminalität eingebunden. 18.8.98: Kieren Perkins an Grippe erkrankt: Damit schwinden seine Hoffnungen, sich nach dem guten 800 m Rennen von vor 2 Wochen (s. unten) seinen 1500m Titel an den Commonwealth-Spielen verteidigen zu können. 18.8.98: Die zwei kubanischen Schwimmerinnen Nubis Rosales und Daimara Munoz haben sich aus einem Trainingslager in Vega Baja, Puerto Rico, in die USA abgesetzt. Beide waren Medaillengewinnerinnen an den Zentralamerikanischen Spielen. 17.8.98: Komplette Resultate der US-Meisterschaften 14.8.98: Gary Halls Suspension wegen Marihuana-Missbrauchs wurde nach Mitteilung seines Trainers von der FINA aufgehoben. Die FINA habe den Entscheid Gary Hall mitgeteilt, ihn offiziell noch nicht bekanntgeggeben. 9.8.98: Kieren Perkins ist wieder in Form: Er gewann in Sydney ein 800 m Rennen in 7:42.85. Er will an den Commonwealth-Spielen wieder vorne mit dabei sein. 7.8.98: Die FINA sperrt die 3 Chinesinnen Wang Luna , Cai Huijue and Yi Zhang sowie den Chinesen Wei Wang für 2 Jahre. Sie wurden an der WM in Perth mit dem Diuretikum Triamteren (um den Anabolika-Missbrauch zu kaschieren) erwischt. Resultate Schweizermeisterschaften Gerlafingen 6.-9.8.98 6.8.98: Michelle Smith De Bruin erhält von der FINA eine 4-Jahressperre! Sie hatte an einem "out-of-season" Urin-test in Kilkenny County, Irland, am 10. Januar ihren Urin mit Whisky unbrauchbar für die Dopinganalyse gemacht. Für die FINA ist das gleichbedeutend mit Anabolika-Missbrauch. Das bedeutet ziemlich sicher das Ende von Michelles Karriere: Sie ist 28 Jahre alt und kann weder an der Olympiade in Sydney 2000 noch an der WM 2001 starten. 4.8.98: Goodwill Games (Link für alle Resultate) Die US-Damen und die All-Stars Herrenmannschaft gewinnen die Games. Doppelolympiasiegerin Penny Heyns schwimmt auf den 100 m Brust im Vorbeiweg über 50 m Brust neuen Weltrekord: 30.95 und verbessert damit die 31.58 der DDR-Schwimmerin Silke Horner aus dem Jahr 1988. 2.8.98: Langstrecken-SM Lugano (5000 m): Herren 1. Adrian Andermatt 2. Silvio Mayer 3. Alain Minelli Damen 1. Atilia Figini und Annette Andermatt 3. Tina Spiez 4. Celine Hauri 1.8.98: Antwerpen Karel Novy 100m Delfin 57.10 11. MPP Katja Reuter200m Rücken 2:22.91 13. MPP Andrea Gross 400m Lagen 4:55.96 5. Record SUISSE Remo Lütolf 100m Brust 1:03.17 4. Record SUISSE 50m (29.40 Sekunden) Record SUISSE 100m (Bisher Dagon 1:03.55 von 1988) Beide Limiten für EM99 Bronze 100m um 1/100 verpasst Zurück zur Homepage / an den Anfang Juli 199831.7.98: Aus Antwerpen gibt's heute leider keine Finalplätze zu melden. Agata 200m Brust 2:46,72 Katja 200m Lagen 2:28 (PBZ) Andrea 200m Lagen 2:25 30.7.98: Goodwill Games: Deutschland schlägt mit dem Sieg in der abschliessenden 4x100 m Lagenstaffel das USA-Männer-Team mit 63-59 Punkten. Grote (USA) 100 Brust 1:01.76, 200 m 2:13.39. Theloke (D) 100 Rücken in 54.43. Krayzelburg (USA) 200 m Rücken in 1:59.90. Pilczuk (USA) 50 Frei in 22.63. 29.7.98: Goodwill Games: Nach dem ersten Tag sind die USA-Damen gegen China mit Siegen in allen Rennen in Führung: 4x100 Freistil in 3:43.98 (Thompson, Tappin, Teuscher und Bereknyei). Teuscher 400 Frei: 4:12.16, 200 Frei: 1:59.63. Thompson 50 Frei: 25.77. Weitere Zeiten: De Bruin (Ho) 50 Frei in 25.09, Postma (Ho) in 25.14, Van Almsick (D) 100 Frei in 56.66 und 200 Frei in 2:01.15. Schemesowa (Ru) 200 Frei in 1:59.89, Poll (Costa Rica) in 2:00.57. Heyms (SA) schwimmt über 100 Brust JWB in 1:08.36, 200 Brust in 2:27.89. De Bruin (Ho) 100 Delfin in 1:00.03. 28.7.98: Gary Halls "B-Probe" ist auch Marihuana-positiv. Gary riskiert damit eine bis zu zweijährige Sperre (Wiederholungsfall). Garys Anwälte plädieren dafür, dass der erste Nachweis von Atlanta 96 nicht gelte, weil Marihuana damals noch nicht zu den verbotenen Substanzen zählte. 27.7.98: Europacup Synchronschwimmen, Prag. Duett (Final): 1. Brusnikina/Kisselewa (Rus), 2. Dedieu/Goeffroy (Fr), 3. Burlando/Ballan (It),...7. Perk/Rüegg (Sz). Gruppe (Final): 1. Russland, 2. Italien, 3. Frankreich,... 7. Schweiz. 26.7.98: Der Brite Michael Fibbens wurde von der FINA wegen Gebrauchs eines Aufputschmittels, einer kokainähnlichen Substanz (Benzoylecgonin), für ein Jahr gesperrt (ab April 98). Fibbens ist britischer Kurzbahnrekordhalter ¨ber 100 m Freistil. 25.7.98: Die FINA verschob den Entscheid im Fall Michelle Smith-De Bruin nach 4.5 Std. Anhörung auf heute Samstagnachmittag. "Bis zur Publizierung des Entscheids wird es noch mindestens eine Woche dauern" sagte der Vorsitzende des FINA-Dopingausschusses, Harm Bayer, und fuhr weiter: "Der Fall ist zu kompliziert, und man muss vorher mit den Anwälten von Michelle einig werden." 24.7.98: Die vier chinesischen SchwimmerInnen Zhang Yi, Wang Wei, Wang Luna und Cai Huijue, welche in Perth mit Doping-maskierenden Stoffen erwischt wurden, wurden heute von der FINA mit sofortiger Wirkung für zwei Jahre gesperrt. Der Fall Michelle Smith-De Bruin wird heute nachmittag behandelt. Der bekannte Delfin-Schwimmer Byron Davis wird seine Karriere nicht fortsetzen. Er wird als Journalist tätig sein und an "Swim-Clinics" mitwirken. Brustschwimmerin Anita Nall, Star an der Olympiade 92 in Barcelona und ehemalige Weltrekordhalterin über 200 m Brust, überlegt sich ein Comeback. Sie ist 22 Jahre jung. Resultate der Schweizer Nachwuchsmeisterschaften (24.-26.7.98) 23.7.98: Die Holländerin Inge DeBruijn stellte am vergangenen Wochenende an den Potomac Valley Swimming Long Course Championships in Oakton, Virginia, einen neuen Europarekord über 50m Freistil in 25.06 Sek. auf. Sie verbesserte den alten Rekord (25.10), der von Natalia Mescheryakova (Russland) an den Weltmeisterschaften in Rom von 1994 aufgestellt wurde. Mescheryakova ist zur Zeit wegen Anabolika-Missbracuh für zwei Jahre gesperrt. DeBruijns Zeit ist die schnellste dieses Jahr, schneller als Amy Van Dyken in Perth. 22.7.98: Goodwill Games Synchronschwimmen Resultate Duett: 1. Olga Brousnikina/Maria Kisseleva (Russia) 99.133 points, 2. Kristina Lum/Bill May (U.S.) 97.933, 3. Miya Tackibana/Miho Takeda (Japan) 97.333. 22.7.98: Der Weltmeister 1994 über 100 und 200 m Brust, der Ungare Norbert Rozsa, versucht bei seinem ehemaligen Trainer Jozsef Nagy ein Comeback. Nagy gilt als der Vater des "Wave Breaststroke". 11.7.98: Der Geschäftsfüher der FINA, Cornel Marculescu, bestätigte heute, dass das Urteil über die 4 Chinesinnen wegen Probenicid Einnahme (zum Maskieren des Anabbolika-Missbrauchs) am 24. Juli gefällt wird. 8.7.98: Gary Hall jr. erneut in Marihuana-Besitz. Gary blieb bereits zum zweitenmal wegen Marihuana in der Dopingkontrolle hängen. Bereits an den Olympischen Spielen in Atlanta wurde er positiv getestet, das blieb aber ohne Folgen, weil Marihuana nicht auf der Liste der verbotenen Substanzen stand. Als Wiederholungskonsument riskiert der 23-jährige eine Sperre zwischen 3 Monaten und 2 Jahren. 7.7.98: Der aktuelle Bericht vom Berliner Doping-Prozess 6.7.98: Resultate Synchro Swiss Open: Solo: 1. Tatsumi (Jap), 2. Martin (USA), 3. Tatham (Ka), 4. Perk (Sz, SVL) Duett: 1. Sauvageau/Agostinelli (Ka), 2. Fujimara/Yoneda (Jap), 3. Crow/Pietreas (USA), 4. Perk/Rüegg (Sz, SVL) Gruppe: 1. Japan, 2. USA. 6. Schweiz mit Sonja Perk, Madeleine Perk, Gantenbein, Jansen, Hess, Nanser, Reidt und Rüegg. 6.7.98: Der ehemalige DDR-Schwimmerarzt Dieter Binus (59) gab zu, jungen Schwimmerinnen Steroidtabletten verabreicht zu haben, und zwar auf Anweisung von seinen Vorgesetzten. Es sei sein Job gewesen Befehle auszuführen, er hätte keine Entscheide fällen können. Ferner meinte er, mit damaligem Wissen sei er davon ausgegangen, dass bei den Mädchen keine gesundheitlichen Probleme folgen würden. Er hätte nie Nebenwirkungen bei den Tabletten bemerkt, im Gegensatz zu Steroidspritzen, die er nicht verabreicht hätte. 2.7.98: Kristine Quance, die führende US-Schwimmerin (Vierlagen), zieht sich bis im Februar 1999 vom Wettkampfsport zurück. Die 23-jährige erwartet vom Teammitglied Jeff Julian ein Kind. Kristine plant, sich nach der geburt auf die Olympiade 2000 in Sydney vorzubereiten. 1.7.98: Der ehemalige DDR-Schwimmer-Arzt, Dieter Binus, will am Berliner Doping-Prozess ein umfassendes Geständnis ablegen. Der 59-jährige Binus steht mit 5 anderen ehemaligen Offiziellen vor Gericht, 19 Schwimmerinnen zwischen 1979 und 1985 unerlaubte Steroide abgegeben zu haben. Das Strafmass kann mehrere Jahre Gefängnis betragen. Womöglich will Binus mit dem Geständnis eine Reduktion des Strafmasses erreichen. |
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