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Schwimmverein Limmat Zürich |
Der Romand Karel Novy krönte mit seiner überraschenden Bronzemedaille über 100 m Crawl an der Kurzbahn-EM eine gute Schweizer Teamleistung.Tages-Anzeiger 13.12.99Sprint an die Spitze Der 19-jährige Romand Karel Novy vom Schwimmklub Vevey Natation gewann an den Kurzbahn-EM in Lissabon über 100 m Crawl in 48,44 Sekunden eher überraschend Bronze. Im Final von gestern Sonntag blieb Novy nochmals um sechs Hundertstel unter seinem Schweizer Rekord, den er im Vorlauf am Samstag aufgestellt hatte. Gold gewann der sechsfache Europameister auf der Langbahn, Pieter van den Hoogenband aus Holland, in 47,20 vor dem Schweden Lars Frölander in 47,86. Im Sommer 1998 hatte Karel Novy erstmals sein Talent über die 100-m-Crawl-Distanz bewiesen: An den Junioren-EM in Antwerpen belegte er den zweiten Rang. Doch die Bestätigung dieses Exploits war er bislang schuldig geblieben. "Mein Vertrauen für diese EM war nicht allzu gross", sagte Novy denn auch. Er kam mit einer persönlichen Bestzeit von 48,97 nach Lissabon. In den Halbfinals dann verbesserte er als Dritter den Schweizer Rekord von Dano Halsall aus dem Jahr 1986 um 38 Hundertstel auf 48,50. Bestätigung und Steigerung Im Final gelang Novy nicht nur die Bestätigung, sondern eine weitere Steigerung. "Ich habe vor mir Van den Hoogenband und Frölander gesehen, wusste aber auf den letzten Metern nicht, dass ich Dritter war", sagte der Chemielaborant. Er sei überglücklich, ja euphorisch, beschrieb Novy seine Gemütslage nach dem Exploit. Schliesslich gewann mit Novy erstmals seit 1987 wieder ein Schweizer Crawler eine EM-Medaille bei der Elite. Vor zwölf Jahren sicherte sich der Neuenburger Stefan Volery in Strassburg Bronze über 50 m Crawl - allerdings im 50-m-Becken. Als nächstes Ziel hat sich Novy nun die Limite für die Olympischen Spiele in Sydney vorgenommen. Auf der langen Bahn muss er 50,34 Sekunden unterbieten, eine Zeit, die er auf sicher hat, nimmt man Lissabon zum Massstab. Sieben weitere Rekorde Novy krönte eine (weitere) erfreuliche Schweizer Mannschaftsleistung: Flavia Rigamonti blieb mit Silber über 800 m Crawl nicht alleinige Schweizer Medaillengewinnerin, zudem fielen sieben weitere Schweizer Rekorde. Lorenz Liechti schwamm die 100 m Lagen in 56,39 und 56,07, die Churerin Carmela Schlegel legte die 50 und 100 m Brust in 32,81 und 1:10,60 zurück, Yves Platel die 400 m Lagen in 4:15,07, Agata Czaplicki die 200 m Brust in 2:30,00 und Nicole Zahnd die 200 m Crawl in 1:59,90. Remo Lütolf (50 und 100 m Brust), Platel, Christophe Bühler (50 m Crawl), Luka Gabrilo (200 m Delfin), Liechti, Novy, Zahnd sowie Rigamonti und Chantal Strasser (beide 400 und 800 m Crawl) unterboten die Limiten für die Kurzbahn-WM im kommenden Frühjahr in Athen. In der Nationenwertung musste Deutschland Rang 1 an Schweden abtreten, das zehnmal Gold gewann. Zu dieser Bilanz verhalfen in erster Linie Schwedens Frauen, die alle fünf Weltrekorde von Lissabon aufstellten. Im Einzelnen waren dies Therese Alshammer über 50 und 100 m Crawl (24,09 und 52,80), Anna-Karin Kammerling über 50 m Delfin (25,64) und die beiden Staffeln über 4-mal 50 m Crawl (1:38,45) sowie 4-mal 50 m Lagen (1:49,47). (Si.) |