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Schwimmverein Limmat Zürich |
Weltrekordserie in Sydney - Ian Thorpe der neue Schwimmstar Australiens - Wunder der Technik?Neue Zürcher Zeitung 25.8.99kla. Australiens neuer Schwimmstar und Olympiahoffnung Ian Thorpe hat sich auch am dritten Tag der Pan-Pazifik-Meisterschaften im International Aquatic Centre in Sydney mit seinem dritten Weltrekord ins Rampenlicht gerückt. Der 16jährige verbesserte seinen erst am Vortag im Vorlauf erzielten Weltrekord über 200 m Crawl um 0,34 Sekunden auf 1:46,00. Den sechsten Weltrekord im bereits seit dem 15. Oktober 1994 betriebsbereiten, abgesehen von Schülerrekorden aber eher «langsamen», zuletzt aber offenbar tüchtig überarbeiteten Olympiabecken erreichte wenig später der Amerikaner Lenny Krayzelburg über 100 m Rücken in 53,60. Der 1,88 m grosse Teenager Ian Thorpe, der am Sonntag bereits einen Fabel-Weltrekord über 400 m Crawl aufgestellt hatte, bestätigte auch über 200 m die Vorschusslorbeeren, ein ganz Grosser des Schwimmsports zu werden. «Wenn er diese Leistung schon in so jungem Alter bringen kann, wird er einer der besten Schwimmer überhaupt werden», sagte beispielsweise US- Coach Mark Schubert. Im Finish liess Thorpe seinem Landsmann und Weltmeister Michael Klim keine Chance, der in 1:47,40 Zweiter vor dem Südafrikaner Ryk Neethling (1:48:17) wurde. Und als Startschwimmer der 4mal-200-m-Crawlstaffel will Thorpe erstmals die 1:46 unterbieten. Freuen konnte sich Mark Schubert über die Leistung seines 23jährigen Schwimmers Lenny Krayzelburg, der in 53,60 über 100 m Rücken den sieben Jahre alten Weltrekord seines Landsmannes Jeff Rouse (53,86) aus den Rekordlisten löschte und nun auch noch die 200-m-Bestzeit des Spaniers Martin Lopez Zubero angreifen will. Doch auch andere Teilnehmer erreichten Spitzenresultate. So verpasste der Amerikaner Tom Malchow im Halbfinal über 200 m Delphin mit dem drittbesten Resultat (1:55,76) nur knapp einen siebenten Rekord. Eine einmalige Rekordserie der Südafrikanerin Penny Heyns ging dagegen trotz dem klaren Sieg über 100 m Brust in 1:07,08 vor Megan Quann (1:08,54) und Kristy Kowal (1:08,56) zu Ende. Nach fünf Weltrekorden in den letzten fünf Wettkämpfen blieb die 24jährige diesmal ohne neue Bestzeit. Im Vorlauf am Montag hatte Heyns ihren eigenen Rekord auf 1:06,52 verbessert. Dem erstmals für internationale Wettbewerbe freigegebenen Schwimmbecken stellten die Konkurrenten ein erstklassiges Zeugnis aus. Dennoch: selbst die Fachleute sind sich im unklaren, ob nun das «Becken schnell» oder die sechs Weltrekordinhaber derart überragend sind. Eine derartige Rekordserie mutet allerdings trotz Thorpes Qualitäten fast schon unheimlich an. Don Talbot, Australiens Coach, glaubt, dass beide Komponenten für die Leistungsexplosion ein Jahr vor den Olympischen Spielen entscheidend sind, wertet aber das Wasser als besonders «weich» und weit mehr ozon- als chlorhaltig. Während sechs Monaten wurde das Wasser zuletzt von einem chemischen Institut getestet und schliesslich in der optimalen Zusammensetzung (Alkali-, ph- und Ozonwert) eingefüllt. Zudem ist der Beckenrand direkt auf der Höhe des Wasserspiegels angebracht, das heisst die Wellen kommen nicht als Widerstand zurück, sondern werden ausserhalb des Pools aufgefangen. Und die acht Bahnen sind mit neuartigen Abtrennungen versehen, welche auch seitwärts jegliche Wellenbewegungen im Keime ersticken. Als weitere möglicherweise ausschlaggebende Faktoren nennt Jamie Barkley, der Verantwortliche der Anlage, auch die computergesteuerte Wassertemperatur (27 Grad) sowie die unterschiedlichen Tiefen (3 m am Start, 2 auf der Gegenseite). Und auf das Argument der Kritiker, das Becken sei schlicht weniger als 50 m lang, reagiert er nur mit einem Lächeln . . . |